Bücher mit dem Tag "serienmord"
194 Bücher
- Ben Aaronovitch
Die Flüsse von London
(1.932)Aktuelle Rezension von: Juliane_PeterDer Typ (Peter) ist einfach ein ganz normaler Polizist. Kein Schicksal, keine Prophezeiung. Und dann steht er nachts am Tatort und nimmt die Aussage von einem Geist auf, als wäre das das Normalste der Welt.
Magie ist hier nichts Schönes oder Glitzerndes. Das ist Arbeit. Lernen. Fehler machen. Kopfschmerzen bekommen. Wenn du Mist baust, musst du mit den Konsequenzen leben .
Und London ist nicht nur Kulisse, sondern fühlt sich wie eine eigene Figur an. Vor allem die Flussgötter – die Themse als politische Macht fand ich überraschend cool. Das ist Mythologie, aber komplett in den Alltag eingebaut.
Plötzlich geht es nicht mehr nur um „oh, Magie ist ja spannend“, sondern darum, was das alles anrichtet. Der Bösewicht ist auch nicht einfach nur böse, sondern eher ein Warnschild: So endet es, wenn Magie ohne Kontrolle benutzt wird.
Der Stil ist trocken, sehr britisch, teilweise fast nüchtern – das muss man mögen.
London ist viel älter, viel gefährlicher – und Magie ist da. Sie wird nur offiziell ignoriert.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.124)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, für mich der erste von Sebastian Fitzek, erschien 2014. Der verdeckte Ermittler Martin Schwartz hat vor fünf Jahren Frau und Sohn bei einer Kreuzfahrt verloren. Angeblich hat seine Frau erst den Sohn über Bord geworfen und ist dann in Suizidabsicht hinterhergesprungen. Einige seltsamen, gegen Suizid, sprechende Indizien wurden nicht beachtet und der Fall ad acta gelegt. Nach fünf Jahren erhält Schwartz einen Anruf, der ihn veranlasst, das Schiff, auf dem das passiert ist, zu buchen, denn jemand hat den Teddybären seines Sohnes gefunden, und zwar in den Händen eines Mädchens, das zusammen mit ihrer Mutter vor acht Wochen verschwunden und dann ohne die Mutter wieder aufgetaucht ist. Schwartz erhält vom sich an Bord befindenden Reeder persönlich den Auftrag, zu ermitteln, was dem Mädchen widerfahren ist und wo es acht Wochen lang war.
Der Roman ist leider voller Klischees, die Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, die Handlung stürmt voran, praktisch jedes einzelne der sehr kurzen Kapitel (78 Kapitel inkl. Pro- und Epilog auf 420 Seiten = ca. 5 Seiten/Kapitel) endet mit einem Cliffhanger, der billigsten und anspruchslosesten Art, künstlich Spannung zu erzeugen.
Manches Detail ist sehr plump und unglaubwürdig gestaltet, z.B. wie der Kriminelle Tiago Álvarez sich ständig und wiederholt einen Zugang zu allen Kabinen besorgt. In der Realität haben nicht alle Frauen an einer Rezeption einen IQ unter 20 und merken nicht, wenn die Zugangskarten ausgetauscht werden, sondern glauben an einen Fehler auf dem Magnetstreifen. (Knaur Tb, 1. Aufl. Oktober 2015, S.114)
Manche Szene ist so lächerlich beschrieben, dass ich nicht wusste, ob ich loslachen oder vor Ärger schreien sollte, wie z.B. die Szene mit dem geknebelten Zimmermädchen Shahla, dem zwei Männer eine Glasscherbe in den Mund steckten und sie anschließend knebelten, das die Glasscheibe dann verschluckt, bevor ein Einbrecher diese wieder aus dem Innenleben des Mädchens hervorzaubert, und zwar so, dass die Scherbe einen halben Meter durch die Luft fliegt. (ebd., S. 134ff)
Der Autor hat keine Hemmungen, ausgesprochene Schwurbeltheorien zu verwenden, wenn er behauptet, eine Professorin habe ein Computerprogramm entwickelt, das mit der Beobachtung von Fischschwärmen Börsenkurse vorhersagen könnte. (ebd., S. 142)
Fast peinlich dummdreist und daneben ist die Story mit dem Revolver, der so gebaut ist, dass er nach hinten losgeht, so dass der Schütze, der aus 20 cm Abstand auf den Einbrecher Tiago schießt, womit der Autor den Eindruck erweckt, dass Tiago stirbt (ebd., S. 246), in Wahrheit sich selbst erschießt, wie der Leser etwas mehr als 30 Seiten später erfährt (ebd., S. 278)
Dieser Roman war so richtig überhaupt nicht nach meinem Geschmack und ich wundere mich sehr über die vielen guten Bewertungen. Ich kann wirklich nicht mehr als einen Stern spendieren. Einen zweiten Fitzek werde ich aber noch testen.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.807)Aktuelle Rezension von: Sophia-liestDr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ihre Haare rasiert er vom Kopf. Seitdem verlässt sie ihr Haus im Grunewald nicht mehr, wo sie mit ihrem Mann lebt. Der Täter ist als "Friseur" bekannt, denn er rasiert seinen Opfern den Kopf und tötet sie danach. Emma blieb als Einzige am Leben. Eines Tages bittet sie der Postbote, ein Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn anzunehmen. Sie ahnt nicht, dass das eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die sie in große Gefahr bringen werden.
"Das Paket" ist mein zweiter Thriller des Autors. Das Cover ist natürlich ein Hingucker und vor allem die Thematik der Psychiatrie und Psychologie und ihre Kehrseiten hat mich interessiert. Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt, was dem Aufbau auch zugute kommt. Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger und als Leser liest man so natürlich gespannt weiter. Der Schreibstil ist erneut einlänglich und einfach, aber er lässt einen ebenso durch die Seiten fliegen.
Emma als Protagonistin ist eine vielschichtige Figur: man lernt sie als erfolgreiche Psychiaterin kennen, erlebt ihren Bruch, aber auch ihren Kämpfergeist, sie meistert den Alltag zu Hause irgendwie und auf ihre Weise - wie es mit Angststörungen, Depressionen und Medikamenten eben möglich ist. Zu Beginn der Geschichte wird klar, dass sie keine einfache Kindheit hatte, was sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Etwas blass blieben für mich die Nebencharaktere, ich hätte mir da tiefere Einblicke gewünscht.
Die erste Hälfte war unglaublich spannend und fesselnd geschrieben, in der zweiten Hälfte wurden jedoch einige Details vorweg genommen. Ich habe an jeder Stelle mitgefiebert, aber die große Enthüllung am Schluss war nicht so erschreckend und überrumpelnd, wie ich es erwartet hätte. Es hätte noch spannender sein dürfen.
Die Thematik von Psychiatrie und Psychologie hat mir gut gefallen, es ist spannend zu lesen, wie schnell ein traumatisches Erlebnis das Leben von einer Sekunde auf die andere verändern - und was für Konsequenzen hat, egal wie erfolgreich und gestärkt man zuvor war. Emmas Alltag, ihre Angststörungen und Depressionen werden toll geschildert. "Das Paket" ist ein spannender und fesselnder Thriller mit ein paar Abzügen.
- Sebastian Fitzek
Das Kind
(2.496)Aktuelle Rezension von: Its_angieDas Buch ist ein klassischer Thriller. Der Strafverteidiger Robert Stern aus Berlin übernimmt nach vielen Überlegungen und nach einer DVD den kleinen Simon.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend geschrieben. Ab der Mitte des Buches überschlagen sich die Ereignisse und man kann es denn garnicht mehr aus der Hand legen.
Allerdings fand ich das Ende ein wenig verwirrend.
- Cody McFadyen
Die Blutlinie
(4.585)Aktuelle Rezension von: buecherrausch_blog📚Buchrezension📚
Titel: Die Blutlienie
Autor: Cody McFadyen
Bewertung: ⭐️10/10
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✨Meine Meinung:
WOW - schon ab der ersten Seite war ich komplett gefesselt!!
Dieser Thriller ist brutal, intensiv und absolut nichts für schwache Nerven. McFadyen schreibt so eindringlich - Herzklopfen garantiert! 😱🤩
Spannend: Er greift sogar auf echte Jack the Ripper Elemente zurück! 😳
Ohne zu spoilern - WAS FÜR EIN ENDE😨
⚖️Kritik:
Für alle, die es nicht so blutig wollen - Finger weg! 😉
📖Fazit:
Ein Thriller, der unter die Haut geht! Ich kann euch das Buch nur wärmstens Empfehlen!
👉Wie findet ihr den Auftakt der Smoky Barrett Reihe? 🫣
- Erik Axl Sund
Krähenmädchen
(884)Aktuelle Rezension von: KerstinnI„Krähenmädchen“ ist der erste Band der Victoria-Bergmann-Trilogie des schwedischen Autorenduos Erik Axl Sund – und ein Psychothriller, der nichts für schwache Nerven ist. Schon auf den ersten Seiten zog mich die düstere Atmosphäre in ihren Bann, und bald war klar: Hier geht es nicht nur um Mord, sondern um tiefe Abgründe der menschlichen Psyche.
Die Handlung setzt ein, als Kommissarin Jeanette Kihlberg mit einer Reihe grausamer Morde an jungen Jungen konfrontiert wird. Die Ermittlungen führen sie bald zu Sofia Zetterlund, einer Psychotherapeutin, die sich auf traumatisierte Menschen spezialisiert hat. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine komplexe und gegenseitiger Faszination geprägte Beziehung. Je tiefer Kihlberg in den Fall eintaucht, desto deutlicher werden die Verbindungen zu Victoria Bergmann, einer mysteriösen Frau deren Identität und Geschichte nach und nach in beklemmenden Rückblenden offenbart werden.
Erik Axl Sund gelingt es, ein vielschichtiges Psychogramm zu zeichnen, das Themen wie Kindesmissbrauch, Identitätsspaltung und seelische Traumata in den Mittelpunkt stellt. Die Gewalt ist oft brutal und verstörend – sie dient als Spiegel für die zerstörerische Kraft von Schmerz und Schuld.
Der Roman ist tiefgründig und intensiv, manchmal schwer zu ertragen, aber stets fesselnd. Die Perspektivwechsel zwischen den Figuren erzeugen Spannung und Ungewissheit, und die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen zunehmend.
Ein kleiner Abzug von einem Stern erfolgt lediglich, weil die Handlung stellenweise überladen wirkt, hin und wieder auch etwas langatmig.. Dennoch ist „Krähenmädchen“ ein brillanter, düsterer Thriller- zum Glück habe ich Teil zwei schon Zuhause liegen. .
Fazit:
Ein verstörend spannendes Psychodrama mit starken Frauenfiguren, emotionaler Tiefe und kompromissloser Brutalität – nichts für Zartbesaitete, aber ein Muss für Fans anspruchsvoller nordischer Thriller. Klare Lesempfehlung! I - Cassandra Clare
Lady Midnight - Die Dunklen Mächte
(869)Aktuelle Rezension von: HorcruuxLady Midnight ist der erste Band der Trilogie Die dunklen Mächte von Cassandra Clare und setzt die Ereignisse aus Die Chroniken der Unterwelt fort. Die Geschichte spielt fünf Jahre nach dem dramatischen dunklen Krieg und folgt der erfahrenen Schattenjägerin Emma Carstairs und der Blackthorn-Familie im Los Angeles Institut. Emma ist entschlossen, den mysteriösen Tod ihrer Eltern aufzuklären, die nach dem Angriff von Sebastian Morgenstern in der Klave als tot geglaubt galten. Als eine Reihe von Morden in Los Angeles auftaucht, die ähnliche Merkmale wie der Mord an ihren Eltern aufweisen, nimmt Emma die Ermittlungen auf. Zusammen mit ihrem Parabatei Julian Blackthorn und dessen Geschwistern begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche. Ihre Nachforschungen führen sie zu dunklen Geheimnissen, verbotener Magie und einer Verschwörung, die die gesamte Schattenjägerwelt bedroht. Doch nicht nur die Ermittlungen verlangen Emma alles ab: Julians Halbbruder Mark Blackthorn kehrt nach Jahren in der Ferienwelt zurück, was für zusätzliche Spannung und Herausforderungen sorgt.
Die Einführung der Blackthorn-Geschwister, insbesondere von Emma Carstairs, wird von vielen Lesern positiv aufgenommen. Emma ist eine unglaublich starke, komplexe Figur, deren Geschichte von Verlust, Geheimnissen und innerer Stärke geprägt ist. Die Dynamik innerhalb der Blackthorn-Familie fügt der Handlung Tiefe und Authentizität hinzu. Die Geschwister Julian, Mark, Ty, Livvy und Tavvy sind nicht nur individuell gut ausgearbeitet, sondern auch als Familie eine Einheit, deren Nähe und Konflikte für das Buch entscheidend sind. Besonders Julian und Emma stechen hervor, da ihre Beziehung von einer verbotenen Liebe geprägt ist, die für die Spannung und emotionale Tiefe des Buches sorgt. Der Konflikt zwischen ihren Gefühlen füreinander und den Regeln des Parabatei-Bundes sorgt für zahlreiche emotionale Momente, die das Buch für mich noch packender gemacht haben.
Ein weiteres großes Plus von Lady Midnight ist, dass es gelungen ist, die Charaktere aus Die Chroniken der Unterweltwieder aufleben zu lassen, ohne dass sie die neuen Figuren und deren Entwicklungen in den Schatten stellen. Clary Fairchild, Jace Herondale, Isabel Lightwood und Simon Lovelace tauchen auf, und ihre Integration in die neue Handlung ist sowohl organisch als auch bereichernd. Besonders die Szenen mit Clary und Jace haben mir gefallen, weil sie zeigen, dass die Charaktere aus der vorherigen Reihe nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Schattenjägerwelt spielen, ohne dabei die neuen Protagonisten zu überschattet.
Das Buch behandelt zentrale Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe und Loyalität, und Cassandra Clare versteht es meisterhaft, diese Themen durch ihre vielschichtigen Charaktere zu vermitteln. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und emotional, was Lady Midnight zu einem fesselnden Erlebnis macht. Besonders die von Emma und Julian sowie die sich entwickelnde Dynamik zwischen den anderen Blackthorn-Geschwistern tragen zur emotionalen Tiefe bei. Die Spannung bleibt konstant hoch, und unvorhersehbare Wendungen sowie mystische Geheimnisse sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Was mich besonders beeindruckt hat, war das Ende, das mit vielen emotionalen und actionreichen Elementen überrascht. Das Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren wird geschickt aufgelöst, und die Entwicklung von Figuren wie Kit, der zunächst eher als Randfigur erscheint, sorgt für interessante Wendungen. Rückblickend hätte man seine Rolle fast erahnen können, aber die Überraschung war dennoch gelungen. Inmitten all der düsteren Geheimnisse und Kämpfe fand ich auch die Momente zwischen Jace und Clary schön – besonders der Antrag, auch wenn der Zeitpunkt nicht perfekt war.
Die Charakterentwicklung von Emma und Julian, sowie die Einführung neuer Figuren wie Kit und die immer noch sehr interessanten Rückblenden und Querverbindungen zu den vorherigen Büchern der Chroniken der Unterwelt, sorgen für ein rundes und spannendes Gesamtbild. Auch die Rolle von Mark Blackthorn und die Verwicklungen um seine Rückkehr aus der Feenwelt geben der Geschichte zusätzliche Dramatik und Tragik.
Ein wenig skeptisch war ich gegenüber Diego, der für mich ein eher unnahbarer Charakter blieb, obwohl die Autorin versucht, ihn über Christinas Perspektive sympathisch zu machen. Bei mir hat das nicht ganz gezündet, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Fazit: Lady Midnight ist ein gelungener Auftakt für die Die dunklen Mächte-Reihe, der sowohl die bestehende Schattenjäger-Welt fortführt als auch neue, spannende Handlungsstränge eröffnet. Mit einer Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, einer fesselnden Handlung, tiefgehenden emotionalen Momenten und überraschenden Wendungen, ist das Buch ein Muss für alle Fans der Schattenjäger-Welt. Wenn ihr Die Chroniken der Unterwelt mochte, werdet ihr dieses Buch lieben! Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Emma, Julian und den anderen weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die in die faszinierende Welt der Schattenjäger eintauchen möchten!
- Cody McFadyen
Die Stille vor dem Tod
(634)Aktuelle Rezension von: Phillippe_KaufmannIm Haus der Familie Wilton spielt sich ein schreckliches Szenario ab: Alle fünf Familienmitglieder werden grausam ermordet, und am Tatort findet sich eine blutige Botschaft, die direkt an Smoky Barrett gerichtet ist. Doch die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer – in derselben Nacht werden noch zwei weitere Familien ausgelöscht. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft, und Smoky wird gezwungen, sich mit dem Bösen in seiner reinsten Form auseinanderzusetzen.
So spannend dieser Klappentext klingt, so enttäuschend war für mich die Umsetzung. Nach vier herausragenden Bänden, die ich regelrecht verschlungen habe, ist dieser fünfte Teil für mich mit Abstand der schwächste der gesamten Reihe. Während ich die früheren Bücher kaum aus der Hand legen konnte, zog sich die Handlung hier für mein Empfinden endlos in die Länge, ohne dass wirklich Spannung aufkam. Viele Szenen wirkten unnötig gedehnt, und die Intensität, die ich sonst an McFadyens Stil so schätze, fehlte fast vollständig.
Fazit: Für mich ein Band, den es in dieser Reihe nicht gebraucht hätte. Schade, denn die Erwartungen waren hoch, doch am Ende blieb nur Ernüchterung. Ich würde „Die Stille vor dem Tod“ definitiv nicht noch einmal lesen.
- Simon Beckett
Die ewigen Toten
(532)Aktuelle Rezension von: sabrina95Die ewigen Toten bringt einen weiterer spannender Fall für David Hunter, der mich insgesamt gut unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir das Setting: Das alte, verlassene Krankenhaus sorgt für eine düstere Atmosphäre, die hervorragend zur Geschichte passt und von Beginn an Spannung erzeugt.
Der kleine Konkurrenzkampf zwischen David Hunter und dem jüngeren Forensiker bringt eine willkommene Abwechslung in die Handlung und lockert die Ermittlungsarbeit etwas auf. Diese Dynamik verleiht den Figuren mehr Tiefe und sorgt zwischendurch für interessante Reibung.
Die Spannung ist allerdings nicht durchgehend packend. An manchen Stellen zieht sich die Handlung etwas, auch wenn Beckett es schafft, eine konstante Grundspannung aufrechtzuerhalten. Dafür entschädigt das Finale umso mehr: Der Schluss bietet eine Wendung, die ich so absolut nicht kommen gesehen habe, ein echter WOW Moment, das den Roman stark abschliesst.
Insgesamt ein solides Buch, das vor allem mit seinem Setting und dem überraschenden Ende überzeugt.⚡️⚡️
- Tom Rob Smith
Kind 44
(776)Aktuelle Rezension von: LidenBUCH
review
Tom Rob Smith
Autor
Genre des Buches :
Polit - & Ermittlungsthriller
Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches?
Mordvertuschung - Angst totalitäres Regime
Würde ich es weiterempfehlen?
Nein
Datum
05.12.2025
Bewertung
Titel
Kind 44
Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:
Leo arbeitet bei dem Geheimdienst des Staates und legte eine erfolgreiche Karriere hin - gesehen, autoritär, gedrillt. Ein grausamer Mord an einem Kind wird unter den Tisch gekehrt und Leo ermittelt heimlich und gerät dadurch selbst ins Visier. Vom Staatsheld zum Staatsfeind. Wir erfahren über die Gepflogenheiten des Staates zu Zeiten Stalins.
Mein Fazit zu diesem Buch :
Trotz der spannenden Thematik und der Verdeutlichung des Lebens in der Sowjetunion zu Zeiten Stalins konnte mich das Buch nicht packen. Es war sehr ausschweifend beschrieben. Leo seine Verwandlung war nachvollziehbar. Die Problematik rund um Stalin war für mich allerdings nichts "Neues" und mir bewusst, vllt fehlte mir dadurch der Wow Effekt.
- Tess Gerritsen
Der Meister
(1.198)Aktuelle Rezension von: nasaDer Meister von Tess Gerritsen ist Band 2 ihrer Rizzoli und Isles Reihe. Band zwei baut sich auf Band eins auf, daher sollte dieser vorher gelesen werden. Bei mir ist es schon etwas heftig das ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe, hatte aber keine Probleme in das Buch zu finden. Es werden wichtige Details nochmal aufgegriffen. Mich konnte allerdings dieser Band nicht ganz überzeugen.
Jane Rizzoli wird an einen Tatort gerufen. Es wurde ein Mann ermordet aufgefunden und seine Frau wird vermisst. Ein Detail im Schlafzimmer weckt Janes Neugier. Es ist das sorgfältig gefaltete Nachthemd der Frau. Dies ist das Markenzeichen des Chirurgen. Doch den hat sie vor einem Jahr gefangen und er sitzt im Gefängnis. Als die Leiche der Frau gefunden wird, wird auch die Leiche einer zweiten Leiche gefunden. Schnell wird klar es gibt einen neuen Serienmörder der irgendwie mit dem Chirurgen zusammen arbeitet.
Das Buch fängt recht vielversprechend und spannend an. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Es werden die Tatorte und die Taten recht detailliert beschrieben. Sie sind oft recht blutig und daher nicht unbedingt für zartbesaitete Menschen geeignet. Man spürt die ganze Zeit eine gewisse Bedrohung. Eigentlich hat das Buch alles was es für einen guten Krimi braucht. Einige Tote, eine gewisse düstere Stimmung, Spannung und viele Puzzleteile die sich nach und nach zusammensetzen. Allerdings fehlte mir die Ermittlungsarbeit. Auch war mir das Ende zu schnell abgehandelt. Warum die Autorin den Hintergrund des eigentlichen Täter so ausgelegt hat, konnte ich nicht nachvollziehen.
Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Man konnte Janes Angst und ihre oft harte Fassade für ihre Kollegen spüren. Sie ist eine starke aber auch ängstliche Person. Was mich etwas störte war das Kompetenzgerangel mit dem ominösen FBI Agenten war mur etwas zu viel. Dies bietet zwar zusätzliche Möglichkeiten für Spekulationen ist aber auf Dauer etwas nervig.
Das Buch hat einige Längen, bietet viel Spielraum für Spekulationen, hat seine spannenden Momente ist aber auch sehr langatmig und konstruiert.
- Sarah Penner
Die versteckte Apotheke
(461)Aktuelle Rezension von: 9Buecherwurm9Mit "Die versteckte Apotheke" hatte ich einen guten Lesestart, im Verlauf des Buches dann aber leider auch immer mehr Probleme.
Zunächst hat mir gut gefallen, dass zwei Geschichten aus der Sicht von drei Frauen in zwei unterschiedlichen Epochen erzählt wurden. Die von Eliza und Nella im 18. Jahrhundert, sowie die von Caroline in der heutigen Zeit, welche über die Vergangenheit stolpert. Leider konnte ich mit keinem der drei Charaktere so richtig warm werden.
Generell lese ich nicht wirklich gerne historische Romane. Vielleicht habe ich deshalb keinen wirklichen Zugang zu der Geschichte von Eliza und Nella gefunden, auch wenn sie grundsätzlich durchaus interessant war. Die Geschichte von Caroline fand ich zu Beginn noch interessant, je mehr ich gelesen habe, desto furchtbarer fand ich sie allerdings. Die Erzählung strotzte nur so vor Logiklücken und Widersprüchen. Sie hatte teilweise ordentliche Längen, nur um dann sehr abrupt zu enden. In vielen Bereichen des Buchs habe ich mich ziemlich verloren gefühlt wobei ich nicht weiß, ob es am holprigen Schreibstil oder an der Übersetzung lag. Auf jeden Fall habe ich mich durch die letzten 100 Seiten ziemlich durch gequält. Auch, wenn ein spannendes Thema behandelt wird, kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. - Arno Strobel
Der Sarg
(743)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueEin Arno Strobel Buch das ein bisschen Älter ist aber sich dennoch super lesen lässt. Sehr flüssiger Schreibstil, man kommt gut durch die Seiten. Fand auch die Geschichte sehr nachvollziehbar und auch realistisch. Nur fehlte mehr die Charaktere und auch die Spannung.
In den meisten Büchern von Arno Strobel ist es sehr rasant und spannend. Genau das fehlte mir hier.
Dennoch eine Angsteinflösende Szenario, dass ich nicht selbst erleben möchte.
- Nele Neuhaus
Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
(489)Aktuelle Rezension von: bookxn_bellySchon auf den ersten Seiten hat mich "Muttertag" bereits in seinen Bann gezogen. Besonders hilfreich fand ich das ausführliche Personenverzeichnis zu Beginn – gerade für Leserinnen und Leser, die vielleicht nicht alle Vorgängerbände präsent haben, ist das eine echte Erleichterung. So kann man ohne Probleme in die Geschichte starten, obwohl Nele Neuhaus wie gewohnt viele Figuren geschickt miteinander verwebt.
Der Schreibstil ist für mich wieder absolut grandios gewesen. Nele Neuhaus versteht es, Spannung und Emotionen perfekt auszubalancieren, sodass ich von Anfang an völlig im Buch versunken bin. Es ließ sich unglaublich gut lesen – flüssig, fesselnd, atmosphärisch – genau wie die Teile zuvor.
Die Charaktere der Reihe sind mir inzwischen wahnsinnig ans Herz gewachsen. Ich konnte mich hervorragend in das Ermittlerteam hineinversetzen und habe jede Szene mit ihnen regelrecht miterlebt. Besonders das Ende hat es dann nochmal in sich: Die Spannung zieht nochmal ordentlich an, mein Herz ist stellenweise richtig gerast.
Ich habe Muttertag von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und habe absolut nichts daran auszusetzen. Für mich ist es ein weiterer großartiger Band der Reihe, der Lust macht, direkt zum nächsten Teil zu greifen – worauf ich mich jetzt schon riesig freue und direkt mit beginnen werde.
Die gesamte Reihe ist wirklich eine absolute Leseempfehlung von mir!
- Chris Carter
Der Vollstrecker
(1.011)Aktuelle Rezension von: SBADieses Buch überzeugt erneut mit einer packenden Handlung, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite nicht loslässt. Die Erzählweise ist temporeich und lässt keine Langeweile aufkommen. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Thematisierung von Mobbing und Vergeltung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Die Autorin schafft es, die psychologischen Auswirkungen auf die Figuren eindrucksvoll darzustellen und dabei eine bedrückende, aber zugleich spannende Atmosphäre zu erzeugen. Ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.
- Ursula Poznanski
Anonym
(460)Aktuelle Rezension von: eumel8In einem Internetforum im Darknet kann man eine Todesliste voten. Vom Administrator des Forums werden verschiedene Kandidaten vorgestellt, die Nutzer können abstimmen. Der Tod wird live gestreamt und zieht bald Millionen Zuschauer an. Soweit der Fall für das Hamburger Ermittlerteam. Diesem wird im Buch sehr viel Platz eingeräumt. Es soll wahrscheinlich eine Krimi-Serie werden und so werden die Protagonisten mit all ihren Problemen privat und um Dienst recht genau beschrieben. Dennoch ist die Handlung flüssig und rassant. Spannung bis zur letzten Seite,
- Marc Raabe
Schlüssel 17
(431)Aktuelle Rezension von: koechlEin wirklich gelungener Thriller. Spannend von Anfang bis Ende, so dass es wirklich schwer war, das Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen.
Tom Babylon als Ermittler beim LKA und auch Sita sind gut ausgearbeitete Charaktere, die nicht nur interessant und sympathisch sind, sondern auch gut zu harmonieren scheinen. Ich bin schon sehr gespannt auf mehr von den beiden. - Ethan Cross
Ich bin der Zorn
(359)Aktuelle Rezension von: skloaneAlso ich muss hier ehrlich eingestehen, dieser Teil hat mich nicht ganz so gefesselt wie seine Vorgänger. Aber trotzdem eine sehr gute Idee mit dem Gefängnis und natürlich spannend bis zum Ende. Bin bis zum Schluss nicht dahinter gekommen wer dieser Judas ist. Bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
- Andreas Gruber
Racheherbst
(319)Aktuelle Rezension von: stefan182Inhalt: Durch Zufall wird die Leiche einer jungen Frau unterhalb einer Leipziger Brücke entdeckt. Zwar hat die Leipziger Polizei erste Anhaltspunkte, die in das lokale Drogenmilieu führen, doch die Spur verläuft schnell im Sande. Ein Umstand, den Walter Pulaski nicht hinnehmen will, sodass er in seiner Freizeit Ermittlungen anstellt. Schnell wird dabei klar: Pulaski jagt einem Serienmörder nach. In Wien übernimmt die mittlerweile in einer eigenen Kanzlei agierende Anwältin Evelyn Meyers einen neuen Fall - ohne zu wissen, dass dieser ihr Leben auf den Kopf stellen wird...
Persönliche Meinung: "Racheherbst" ist ein Thriller von Andreas Gruber. Es ist der zweite Band um die beiden Ermittlerfiguren Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Da der Fall in sich abgeschlossen ist und auch die Figurenbeziehungen, wie sie sich im ersten Band entwickelt haben, skizziert werden, kann man "Racheherbst" auch ohne Kenntnis des Vorgängers lesen. Erzählt wird die Handlung aus mehreren personalen Perspektiven: Neben Pulaski und Meyers finden sich u. a. die Perspektive von Mikaela, die auf eigene Faust ermittelnde Mutter des Opfers, sowie die Täterperspektive. Leider hat mich "Racheherbst" zwiegespalten zurückgelassen. Grandios ist der Schreibstil, der sich flüssig und anschaulich lesen lässt; die Handlungsorte - u. a. Leipzig, Wien und Prag - werden atmosphärisch in Szene gesetzt. Auch die anomale Vorgehensweise des Täters ist ein Pluspunkt, da ich sie bisher in der Form noch nicht gelesen habe. Zudem gibt es einige wirklich kaum erwartbare Wendungen, die immer mal wieder für Spannung sorgen. In diesen Wendungen liegt allerdings zugleich ein Wermutstropfen: Insbesondere eine Wendung - ich bleibe hier bewusst vage - hat drastische Konsequenzen für eine handelnde Figur, die aber leider nicht wirklich aufgearbeitet werden. Auch die Täteridentität ist nicht so überraschend wie von Gruber gewohnt (am Ende habe ich mich ein bisschen gefragt, warum ich auf diese Auflösung 500 Seiten gewartet habe). Stellenweise fand ich außerdem Mikaela, die ermittelnde Mutter des Opfers, anstregend: Sie greift mehrfach auf die Ermittlungsergebnisse Pulaskis zurück, der hier sympathischer und menschlicher erscheint als in "Rachesommer", lässt Pulaski dann aber häufig - wortwörtlich - sitzen und begeht Alleingänge, die nicht unbedingt förderlich sind. Unter dem Strich ist "Racheherbst" aber kein schlechter Thriller. Über weite Strecken hat er mich gut unterhaltend; dennoch kommt er für mich nicht ganz an den ersten Band der Reihe heran.
- Michael Hjorth
Die Frauen, die er kannte
(449)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Ein Serienmörder zieht eine blutige Spur. Seine Opfer werden grausam inszeniert – auf genau jene Weise, wie es einst der berüchtigte Frauenmörder Hinde tat. Doch Hinde sitzt seit Jahren isoliert im Hochsicherheitsgefängnis, ohne Kontakt zur Außenwelt. Niemand sollte Zugang zu diesen intimen Details haben. Niemand außer ihm. Als Torkel den eigenwilligen Sebastian ins Team holt, erkennt dieser eine Verbindung, die ihn erschüttert und die Ermittlungen in eine völlig neue Richtung lenkt. Der Fall wird zum Spiel auf Leben und Tod – für das Team, für Sebastian, für alle Beteiligten.
Meine Meinung:
Schon den Auftakt der Reihe habe ich verschlungen – und nach dem Cliffhanger war klar: „Die Frauen, die er kannte“ musste ich sofort lesen. Hjorth & Rosenfeldt enttäuschen auch diesmal nicht. Sie schaffen es, einen Protagonisten wie Sebastian Bergman, unsympathisch, verletzend und egozentrisch, gleichzeitig brillant und faszinierend wirken zu lassen. Diese widersprüchliche Figur trägt das Buch mit einer Sogwirkung, die man kaum erklären kann.
Das Team liefert dazu die perfekte Bühne: Vanja, die ahnungslos Sebastians Tochter ist, voller Abneigung gegen ihn; Billy, der immer stärker aus sich herausgeht; Ursula, deren Vergangenheit mit Sebastian erneut an die Oberfläche drängt; Mikael, Ellinor – auch diese Nebenfiguren bekommen interessante Rollen in diesem Band. Jeder mit eigenen Abgründen, jeder Teil dieses dichten, vibrierenden Beziehungsgeflechts. Es ist genau diese Mischung aus persönlichen Konflikten und dem harten Polizeialltag, die die Reihe so einzigartig macht.
Und dann der Fall: Wieder sind es grausame Taten, die von Anfang an unter die Haut gehen. Der Täter inszeniert kaltblütig, lässt die Opfer wie in einem makabren Spiel zurück und hält das Team mit jeder neuen Wendung in Atem. Es gibt Tote en masse, Manipulation, Verfolgungsjagden und brenzlige Situationen, die einem beim Lesen den Puls hochtreiben. Dazu die psychologischen Feinheiten: Hinde, der auch im Gefängnis noch mit den Gedanken seiner Besucher spielt, und Sebastian, der in Verhören eine geniale Schärfe entwickelt. Dazu immer die Angst, ob Sebastians Geheimnis ans Licht kommt. Die wechselnden Schauplätze sorgen zusätzlich für Tempo, mal bedrückend, mal voller Action. Die Ermittlungsarbeit selbst ist spannend geschildert – Überwachungen, Täuschungen, falsche Spuren, Vertuschung. Alles läuft auf ein packendes Finale hinaus, bei dem einem Angst und bange wird. Und wie schon im ersten Band endet auch dieser mit der möglichen Enthüllung eines Geheimnisses, das nur darauf wartet, im nächsten Teil zu explodieren.
Fazit:
„Die Frauen, die er kannte“ ist ein meisterhaft komponierter Thriller aus der Feder von Hjorth & Rosenfeldt. Düster, nervenaufreibend und psychologisch brillant. Figuren, die man nicht vergisst, Dynamiken, die fesseln, und eine Handlung, die man verschlingt.
Ein Pageturner, wie er im Buche steht – und für mich ganz klar 5 Sterne.
- Stephen King
Holly
(179)Aktuelle Rezension von: Julietta89Ich bin eigentlich kein großer Fan von Kriminalromanen, und „Holly“ kommt diesem Genre schon ziemlich nahe. Wenn es kein Buch von Stephen King gewesen wäre, hätte ich es wohl gar nicht erst zur Hand genommen. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte trotzdem gefesselt hat. King gelingt es hier, auf eine sehr spannende Art und Weise eine Ermittlung zu erzählen, die trotz des klassischen Krimi-Settings so viel mehr bietet.
Besonders beeindruckend fand ich den Aufbau der Story. Die parallelen Handlungsstränge, die sich nach und nach aufeinander zubewegen, haben mich richtig mitgerissen. Man will unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, auch wenn man als Leser teils schon etwas mehr durchschaut als die Protagonistin Holly selbst. Das sorgt für eine tolle Spannung, die King meisterhaft steuert. Und das ganz ohne seine sonst so typischen übernatürlichen Elemente – was ich eigentlich interessant fand, auch wenn mir ein bisschen von diesem King-Flair dadurch gefehlt hat.
Trotzdem ist „Holly“ ganz klar ein Buch, das man als King-Leser nicht verpassen sollte. Es geht tief in die Abgründe der menschlichen Psyche und zeigt, wie komplex und dunkel das Leben sein kann. Für mich war es eine gelungene Überraschung, die mich auch über das Genre hinaus begeistert hat.
- Andreas Gruber
Todesrache
(181)Aktuelle Rezension von: walli007Der Anruf, das kann eigentlich nur seine Sabine sein, sein Eichkätzchen. Eine Woche nach den schrecklichen Ereignissen hat BKA-Ermittler Maarten S. Snejder nicht mehr zu hoffen gewagt, dass Sabine Nemez noch am Leben sein könnte. Nun muss er sie schnellstens finden, denn der Anruf wurde abgebrochen und Sabine scheint in größter Gefahr zu sein. Jedoch hat er kein Team mehr und keine Ahnung, von wo sie angerufen haben könnte. Snejder braucht neue Mitarbeiter. Mit Walter Pulaski hat er allerdings nicht gerechnet. Dieser ist bei der Polizei in Leipzig und hat ein besonderes Interesse an dem Fall, von dem noch nicht klar ist, um was für einen Fall es sich handelt.
In ihrem siebten Fall sind Maarten S. Snejder und Sabine Nemez gezwungen, sich neu aufzustellen. Wobei Sabine erstmal gefunden werden muss. Das hat oberste Priorität. Eher zufällig stößt Snejder im Rahmen der Suche noch auf eine andere Sache, durch die Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst Leipzig mit ins Spiel kommt. Die beiden altgedienten Recken, die gerne das Sagen haben, verstehen es sich beginn, sich nicht zu verstehen. Nachdem sie ihre Ziele koordiniert und in eine gewisse Reihenfolge gebracht haben, ergänzen sich ihre Fähigkeiten gut. Und Marc für die IT kennt Snejder schon.
Nachdem man beim letzten Teil ja echt sauer war, dass der Autor sein halbes Ermittlerteam umgebracht hat, schwor man eigentlich, nie wieder von Maarten S. Snejder lesen zu wollen. Nun ergab sich aber die Gelegenheit und nach dem Zeitabstand auch eine gewisse Neugier, tja, und hier sind wir nun. Das Crossover mit Walter Pulaski gibt diesem Teil einen tollen Schub. Sowohl Pulaski als auch Snejder sind persönlich betroffen. Und Snejder braucht dringend Hilfe, wenn es für Sabine noch eine Rettung geben soll. Ob oder wie das gelingen kann, ist sehr spannend nachzulesen. Es entwickeln sich zwei packende Fälle, die einen Zusammenhang haben und einen fesselnden Bezug zur Vergangenheit. Ein Start von etwas Neuen ist doch viel leichter zu verdauen als ein Abschluss, der doch recht herbe geraten ist. So kann die Reihe gerne mindestens über die drei angekündigten Teile weitergehen.
- Romy Hausmann
Perfect Day
(437)Aktuelle Rezension von: Anja2024Romy Hausmanns Perfect Day besticht durch ihren gewohnt präzisen, atmosphärischen Stil. Die Figuren sind klar gezeichnet, die Sprache packt sofort und trägt mühelos durch die Handlung. Zwar könnte die Spannung an einigen Stellen stärker anziehen, doch die dichte Atmosphäre macht vieles wett. Einzelne Entwicklungen wirken etwas unrealistisch, bleiben aber im vertretbaren Rahmen und mindern den Gesamteindruck kaum. Insgesamt ein sehr gelungenes, gut geschriebenes Buch, das trotz kleiner Schwächen überzeugt.
- Arno Strobel
Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
(227)Aktuelle Rezension von: Stefy87Band 2 der Reihe „Im Kopf des Mörders“ hat mich richtig mitgenommen. Ein unglaublich guter, nervenaufreibender Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen, der sich sehr spannend und flüssig lesen lässt. Auch in diesem Teil wird wieder schonungslos über die Morde berichtet, stellenweise sehr heftig, und doch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.
Max’ Schwester wird weiterhin im Internet belästigt, weshalb sie sich nun dazu entschliessen, Anzeige zu erstatten, um ihr ein Stück Sicherheit zurückzugeben. Max selbst steht noch immer unter dem Eindruck des Verlustes aus Band 1 und hat Schwierigkeiten, sich auf den neuen Fall zu konzentrieren.
Max und Horst tappen lange im Dunkeln, wer der Täter sein könnte. Bis zum Schluss wird alles versucht, die Wahrheit herauszufinden – und das Ende ist definitiv nicht vorhersehbar!
Für mich eine absolute Leseempfehlung. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Band 1 vorher zu lesen, um die Hintergründe und Zusammenhänge besser zu verstehen.























