Bücher mit dem Tag "serienmorde"

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60 Bücher

  1. Cover des Buches Lady Midnight - Die Dunklen Mächte (ISBN: 9783442487042)
    Cassandra Clare

    Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

    (872)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    “Diese Porträts sind mein Herz. Und wenn mein Herz eine Leinwand wäre, wäre jeder Quadratzentimeter mit deinem Bildnis bemalt.“

    Nachdem mir die vorhergehende Trilogie „Chroniken der Schattenjäger“ nicht so gut gefallen hatte, habe ich etwas Abstand zum Shadowhunter-Universum genommen - vllt auch aus Angst, das Interesse nun gänzlich verloren zu haben. Doch “Die dunklen Mächte“-Trilogie schließt nun wieder mehr an die Hauptreihe mit Clary und Jace an, was mir wieder wesentlich besser gefallen hat.

    Zurück zum Buch. Wir begleiten hier Emma Carstairs und die Blackthorn-Familie, die wir in „City of Heavenly Fire“ kennengelernt haben. Trotz der Menge an Figuren hatten alle ihre unterschiedlichen Eigenschaften, so dass man sie gut auseinanderhalten konnte. Ich habe sie alle sehr ins Herz geschlossen und konnte besonders bei der Beziehung zwischen Emma und Julian wesentlich mehr mitfühlen als bei Tessa, Jem und Will. Beide sind noch Teenager, die bereits eine ganze Menge durchmachen mussten. Besonders Julian hat jede Menge Verantwortung zu schultern, was mir einfach im Herzen wehtut.

    Die Handlung rund um einen düsteren Mörder-Kult fand ich sehr spannend und bin besonders durch die erste Hälfte geflogen. Immer wieder kommen neue Hinweise ans Licht, es gibt neue Erkenntnisse und Emma und Julian kommen sich näher - dabei sind sie Parabatai, die sich nicht ineinander verlieben dürfen. Emmas “Lösung“ dafür am Ende fand ich Julian gegenüber ziemlich unfair, sie hätte ihm auch einfach die Wahrheit erzählen können. Das provoziert schon wieder unnötig Drama und Schmerz, auf den ich nicht vorbereitet bin. Die zweite Hälfte des Buches bzw eher der Mittelteil hat sich stellenweise sehr gezogen, so dass ich hier öfter mal aus dem Leseflow geraten bin. Das Ende hielt dann nochmal zwei Plottwists bzgl Lady Midnight sowie Clary und Jace parat, die mich echt schockiert zurückgelassen haben, und auf dessen Erklärung ich im Folgeband schon sehr gespannt bin!

    “Lady Midnight“ ist wieder ein guter Reihenauftakt und erhält von mir 4/5 Sterne.

  2. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442498215)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

    (1.006)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Schon die Idee, Motive aus dem Struwwelpeter mit einer modernen Thrillerhandlung zu verknüpfen, hat mich sofort begeistert. Als Kind der 90er war der Bezug zu diesem bekannten, düsteren Bilderbuch für mich ein besonderer Reiz. Die Vorstellung, dass ein Serienmörder seine Taten an den Geschichten daraus orientiert, ist originell und zugleich beklemmend.

    Todesfrist hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Erzähltempo, sodass die Spannung durchgehend erhalten bleibt und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

    Besonders überzeugt haben mich die beiden Hauptfiguren Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Zunächst wirken sie wie ein ungleiches Team, doch im Verlauf der Geschichte zeigt sich, wie gut ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten miteinander harmonieren. Sneijder erscheint anfangs arrogant und schwer zugänglich, entwickelt sich aber schnell zu einer faszinierenden Figur mit einer außergewöhnlichen Ausstrahlung und einem ganz eigenen Charme.

    Abgerundet wird das Ganze durch einen flüssigen, leicht zugänglichen Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm macht und dazu beiträgt, dass man förmlich durch die Seiten fliegt.

  3. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

    (1.266)
    Aktuelle Rezension von: Nadine21

    Eine Frau wird tot auf einer Kuhweide gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Koordinaten. Dort angekommen, finden die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger die eingeschweißte Hand eines Menschen. Kurze Zeit später wird erneut eine Leiche gefunden. Wie hängen Menschen, die sich scheinbar nicht gekannt haben, zusammen? Und können die Ermittler den "Owner" stoppen ehe es weitere Tote gibt? Beatrice Kaspary gerät selbst in das Visier des Täters, woher kennt er ihre Vorgeschichte?

    Der Auftakt der Reihe ist vielversprechend mit ein wenig Luft nach oben. Es war mir teilweise ein wenig zu viel abseits der Morde los. Die Ermittlerin hat auch als geschiedene Mutter einige Baustellen zu meistern. Doch das hat teilweise etwas von den Fällen abgelenkt. Lange habe ich auch gerätselt, wer der Täter sein kann und was sein Motiv ist. Die Komponente "Geocaching" mit all den geläufigen Abkürzungen und Erklärungen war für mich sehr gut eingebaut und macht direkt Lust es selbst noch einmal auszuprobieren. 

    Das Ende war für mich traurig und absolut schlüssig. Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe (Blinde Vögel habe ich vor einiger Zeit schon einmal gelesen)

  4. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

    (779)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Moskau, 1953: Die Welt von MGB-Offizier Leo Demidow gerät ins Wanken als er unter dramatischen Umständen damit konfrontiert wird wie schrecklich ungerecht und fehleranfällig das sowjetische Justizsystem sein kann. Leo wird in Geschehnisse hineingezogen, die ihn und seine Frau Raisa in höchste Lebensgefahr bringen und die Leos unbedingten Glauben an den sowjetischen Staat zutiefst erschüttern. Es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod, denn ein Serienmörder treibt seit Jahren sein Unwesen und Leo und Raisa sind die einzigen, denen es gelingen könnte der Mordserie ein Ende zu setzen…

    „Diese ganzen Morde sind entweder falsch aufgeklärt, vertuscht oder auf irgendwelche Geisteskranken, politische Gegner, Betrunkene und Herumtreiber geschoben worden. Sie sind nie miteinander in Verbindung gebracht worden.“ (S. 355)

    Meine Meinung:

    Selten hat mich ein Buch so positiv überrascht, denn es ist viel mehr als „nur“ ein spannender Thriller. Es entfaltet sich zugleich eine Geschichte mit unglaublich großer emotionaler Wucht, die in Erinnerung bleibt und die nachhallt. Neben aufregenden, spannenden und düsteren Momenten sind es vor allem die vielen dramatischen, bewegenden, berührenden, emotionalen und nachdenklich stimmenden Momente, die ich extrem mitreißend fand und die mich nicht so schnell losgelassen haben. Nebenbei lässt das Buch vergangene Zeiten und historische Ereignisse lebendig werden. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. 

    Die Ermittlungen zu den Serienmorden werden sehr fesselnd erzählt. Der Schlüsselmoment in dem Leo realisiert, dass eine Vielzahl von Morden einem einzigen Täter zuzurechnen ist, sorgt für ordentlich Gänsehaut. Es ist nämlich klar, dass der Täter noch immer sein Unwesen treibt und zudem für einige der Morde unschuldige Menschen verurteilt wurden, weil man auf diese Weise unerwünschte Personen wie etwa politische Gegner, Landstreicher oder Leute mit psychiatrischen Problemen loswerden konnte. Es wird sehr spannend und mitreißend erzählt wie Leo und Raisa in einem verzweifelten und gefährlichen Wettlauf gegen Zeit darum kämpfen den Mörder zu stoppen. Ich wollte unbedingt wissen wer der Mörder ist und wie ihm die beiden auf die Spur kommen. Die Enthüllung der Identität des Mörders und seines Motivs fand ich absolut gelungen und sie kam für mich vollkommen unerwartet.

    Eine ganz große Stärke dieses Buches ist der tolle und interessante Protagonist: Leo macht im Laufe der Geschichte eine bemerkenswerte persönliche Veränderung durch. Er wird sehr vielschichtig charakterisiert und man lernt sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen kennen. Es ist sehr bewegend und interessant zu verfolgen wie er sich zum Positiven verändert. Dabei wird außergewöhnlich gut beschrieben wie einige sehr dramatische und einschneidende Erlebnisse Leos persönliche Einstellung und sein Denken über bestimmte Themen grundlegend verändern. Leo beginnt die Methoden des sowjetischen Staats zu hinterfragen und es wird ihm bewusst wie ungerecht und fehleranfällig das System sein kann und welche erschreckenden Schattenseiten es gibt. Diese Wandel in Leos Denken wird sehr glaubwürdig beschrieben. Gleichzeitig lernt man neue Seiten an Leo kennen, die beweisen, dass er ein gutes Herz hat. Leo geht große Risiken ein um für das Gute zu kämpfen und um für Gerechtigkeit zu sorgen. Das hat dafür gesorgt, dass ich ihn mit der Zeit richtig liebgewonnen habe und sehr mit ihm mitgefiebert habe.

    Die Liebesgeschichte zwischen Leo und Raisa ist wunderschöne, sehr emotional und rührend. Ihre Wiederannährung und zweite Chance werden gefühlvoller beschrieben und gehen mehr zu Herzen als in so manch anderem Buch ein erstes Kennenlernen bzw. der Anfang einer Beziehung. Die äußeren Umstände führen dazu, dass Leo und Raisa einander zum ersten Mal ebenbürtig sind und Raisa sich traut mit Leo offen über ihre Gefühle und insbesondere ihre Ängste zu sprechen. Erst als einige sehr schmerzhafte Wahrheiten zwischen den beiden ausgesprochen sind können sie beginnen nach vorne zu blicken. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen zu den Serienmorden geben die beiden ein richtig gutes Team ab. Die dramatischen und gefährlichen Geschehnisse, die sie gemeinsam durchmachen sorgen dafür, dass sie beginnen einander zu vertrauen und feststellen, dass sie sich auf die bedingungslose Unterstützung des anderen verlassen können. Außerdem wird sehr schön beschrieben wie die beiden im Laufe der Geschichte neue Seiten aneinander entdecken und wie eine zuvor nie dagewesene emotionale Nähe zwischen ihnen entsteht.

    Die Schattenseiten des sowjetischen Justizsystems werden einem gnadenlos und in allen schrecklichen Einzelheiten vor Augen geführt. Vieles fand ich erschreckender als so manche Horrorgeschichte, weil einem klar ist, dass es solche Zustände tatsächlich gegeben hat und nicht bloß alles der Vorstellungskraft des Autors entsprungen sind. Hier ein paar Zitate bzgl. der damals vorherrschenden Prinzipien der Polizeiarbeit, die für sich sprechen:

    BESSER, ZEHN UNSCHULDIGE LEIDEN, ALS EIN SPION ENTKOMMT. Er hatte eine eiserne Grundregel ihrer Arbeit missachtet: dass man zunächst immer einmal von der Schuld des Betreffenden ausging. (S. 53)
    EIN AGENT MUSS SEIN HERZ ZUR GRAUSAMKEIT ERZIEHEN. […] Grausamkeit war eine Tugend. Grausamkeit war etwas, wonach zu streben sich lohnte. Grausamkeit war der Schlüssel zum perfekten Staat. (S. 127)
    Nach unserem Rechtssystem werden auch sämtliche Familienmitglieder eines Verurteilten zur Rechenschaft gezogen. Die Verwandtschaft macht uns mitschuldig. (S. 151)
    Das Überleben ihres politischen Systems rechtfertigte alles. Das Versprechen eines goldenen Zeitalters, wo es solche Brutalitäten nicht mehr gab, wo alles im Überfluss vorhanden und Armut nur noch eine vage Erinnerung wäre, rechtfertigte alles. (S. 99)

    Man spürt richtig wie groß das gegenseitige Misstrauen in der Gesellschaft gewesen ist und wie extrem angsteinflößend der Staatsapparat für die Menschen war. Es lässt einem erschaudern wie der sowjetische Staat seine Bürger durch Angst unter Kontrolle gehalten hat und schon Kinder mit politischer Indoktrination und Einschüchterung in den Fokus genommen wurden. Schon winzige Kleinigkeiten reichten um wegen konterrevolutionärer Umtrieben und Spionage schuldig gesprochen zu werden. Manchmal genügte nur ein einziger unbedachter Satz zur falschen Person, denn Denunziation war weitverbreitet. War man erst einmal verhaftet gab es so gut wie keine Hoffnung mehr, die eigene Unschuld zu beweisen, denn oft wurden Geständnisse unter Folter erzwungen. Dementsprechend waren die Hinrichtungsraten unvorstellbar hoch. Das führt einem vor Augen wie gut man es heutzutage hat, wenn man in einer Demokratie lebt und auf Meinungsfreiheit und Rechtstaatlichkeit vertrauen kann.

    Es gibt in diesem Buch noch eine ganze Reihe weiterer Szenen, die mir unglaublich nahegegangen sind, weil Probleme aufgezeigt werden, die damals wirklich bestanden haben. So bekommt man u.a. einen Einblick in die schrecklichen Zustände die damals in vielen Waisenhäusern herrschten. Zudem fand ich es zutiefst traurig wie man damals mit homosexuellen Menschen umgegangen ist. Ganz besonders erschütternd fand ich außerdem den Rückblick in die 1930er-Jahre, der einem in die Ukraine zu Zeiten des Holodomor versetzt (= vom sowjetische Staat verursachte Hungersnot, die mehr als eine Million Ukrainer das Leben kostete). Das damalige Elend, die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit werden schonungslos und sehr eindringlich geschildert. 

    Trotz vieler bedrückender und trauriger Geschehnisse, die einem betroffen machen, gibt es aber zugleich auch einige schöne und hoffnungsvolle Momente. Das gilt auch für das Ende des Buches: Nach einem dramatischen Showdown gibt es herzerwärmende Momente, die einem dann doch noch mit einem positiven Gefühl zurücklassen.

    Zudem hat das Buch eine hoffnungsvolle und zu Herzen gehende Botschaft: Es kann sich lohnen Widerstand zu leisten und für das Gute einzutreten. Außerdem findet man Verbündete und Freunde manchmal zu einer Zeit und an einem Ort an dem man es am wenigsten erwartet hätte. Man sollte den Glauben an das Gute in seinen Mitmenschen nie aufgeben.

    Vergleich mit der Verfilmung „Kind 44“ (2015):

    Es wurden mit Tom Hardy, Gary Oldman und Noomi Rapace sehr gute Schauspieler gecastet, die die Charaktere aus dem Buch auf gelungene Weise lebendig werden lassen. Der Film trifft den Kern des Buches.

    Im Vergleich mit dem Buch fällt aber auf, dass im Film ein paar Dinge verändert bzw. weggelassen wurden. So erfährt man z. B. nichts über Leos Kindheit und der Mörder ist nicht Leos Bruder. Außerdem wurden einige Dinge weit oberflächlicher behandelt. Das gilt insbesondre für Leos persönliche Veränderung, die sich im Film zu schnell vollzieht. Zudem ist der historische Hintergrund im Buch sehr viel detaillierter und man erfährt im Buch z. B. viel mehr über die Schattenseiten des sowjetischen Staatsapparats und des Justizsystems. Das kann man dem Film aber verzeihen, denn in einen etwa zweistündigen Film kann man eben nur eine begrenzte Menge an Handlung und Hintergrundinfos hineinpacken. Dieses „Problem“ haben eigentlich alle Literaturverfilmungen.

    Trotz der genannten Schwächen finde ich die Verfilmung insgesamt gelungen und empfehlenswert.

    Fazit:

    Dieses Buch war eine riesengroße positive Überraschung. In diesem Buch steckt so viel mehr als ich erwartet hatte. Die Mischung aus spannenden, dramatischen, düsteren, traurigen, emotionalen und herzerwärmenden Momente ist unglaublich mitreißend. Diese Geschichte ist sowohl unterhaltsam als auch nachdenklich stimmend und ist keine, die man so schnell vergisst. Ich werde auf jeden Fall dem zweiten Band auch noch eine Chance gaben.

    Zum Schluss noch ein besonders rührendes Zitat aus dem Buch:

    [Raisa:] „Leo? Ich habe noch ein Geheimnis. Ich habe mich in dich verliebt.“ [Leo:] „Ich habe dich immer schon geliebt.“ (S. 261)
  5. Cover des Buches NATRIUM CHLORID (ISBN: 9783423218900)
    Jussi Adler-Olsen

    NATRIUM CHLORID

    (207)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Zum neunten Mal ermitteln Carl Mørck und seine Kollegen vom Sonderdezernat Q bereits. Ihre Gebiet sind sogenannte Cold Cases - Fälle, die niemals aufgeklärt wurden. Oder - wie im vorliegenden Fall - noch nicht einmal als Mordfälle identifiziert wurden, da von einem Unfall oder Selbstmord ausgegangen wurde.
    Carls Vorgesetzter Marcus möchte nach dem Selbstmord einer Frau, dass das Sonderdezernat noch einmal einen alten Fall untersucht. Alles sah nach einem Unfall aus, doch ein Detail störte: Am Tatort fand sich ein Haufen Kochsalz. Das Team macht sich auf die Suche und entdeckt, dass ein Serienmörder seit Jahren unerkannt am Werk ist. Die Ermittlungen werden zu den bisher gefährlichsten und schwierigsten. Denn nicht nur Corona erschwert die Ermittlungen, auch die Vergangenheit holt Carl ein.
    Natriumchlorid liest sich - wie alle Bände der Serie - sehr gut, was natürlich auch wieder an dem besonderen Mitarbeitern des Dezernats liegt. Sie sind mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Der Fall ist spannend, auch wenn ich ihn streckenweise etwas konstruiert fand. Mir ging es mit den Ermittlungen teilweise auch etwas zu glatt und schnell: trotz aller Behinderungen ist der Täter schnell identifiziert, obwohl er davor wirklich jahrelang unerkannt war. Ich kann das für den Spannensaufbau natürlich verstehen, finde es aber doch ein wenig unrealistisch.
    Das Buch hat mir aber bei weitem besser gefallen als der Vorgänger (den ich am schlechtesten von der ganzen Reihe fand), es reicht aber dennoch nicht ganz an die früheren Titel heran.
    Auf den zehnten und leider letzten Band bin ich nun extrem gespannt.

  6. Cover des Buches Schwesterherz (ISBN: 9783734106941)
    Kristina Ohlsson

    Schwesterherz

    (203)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …


    Fazit

    Ein Buch das mich gespalten zurück lässt. Der Anfang war sehr langatmig so das ich fast aufgehört hätte. Ab der Mitte wurde es dann richtig spannend mit offenem Ende. Bin gespannt wie es weiter geht. Immer wieder wird man auf falsche Fährten geführt.

  7. Cover des Buches Perfect Day (ISBN: 9783423218986)
    Romy Hausmann

    Perfect Day

    (444)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    Was für ein unsäglich schlechtes Buch!

    Von den vielen Rechtschreibfehlern einmal abgesehen (Ist Korrektorat heutzutage nur noch optional?), ist die ganze Story absolut konfus und an den Haaren herbeigezogen. Nichts passt zusammen, weder die Handlung noch die Sprünge in der Geschichte. Die Charaktere sind allesamt furchtbar - und die Protagonistin hat mich so genervt, dass es mich wahnsinnig gemacht hat!

    Irgendwann habe ich nur noch queergelesen, um zu einem erhofft spannenden Ende zu kommen - aber nein! Es hat genau so geendet, wie ich es erwartet hatte!

    Ich fand schon das letzte Buch der Autorin nicht gut, aber dieses hier wird definitiv mein letztes von ihr sein!

  8. Cover des Buches Dunkle Sühne (ISBN: 9783365014769)
    Karin Slaughter

    Dunkle Sühne

    (200)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Karin Slaughter weiß einfach, wie man spannende Thriller schreibt. Auch mit diesem Buch hat sie mich wieder gut unterhalten, selbst wenn der Einstieg diesmal eine kleine Herausforderung war. Am Ende wurde ich aber mit einem absoluten Beutezug an Emotionen belohnt! 📖💥

    Meine Eindrücke:

    Zäher Start: Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir anfangs etwas schwierig fiel, richtig in die Geschichte reinzukommen. Es werden zu Beginn unglaublich viele Charaktere vorgestellt, was den Einstieg ein wenig unübersichtlich gemacht hat. Man brauchte erst einmal Zeit, um die Figuren und ihre Verbindungen zu sortieren. 👥

    Starker Lesefluss: Sobald man diese Hürde aber überwunden hatte und die Story an Fahrt aufnahm, war das Buch wirklich gut zu lesen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und packend, sodass die Seiten im Mittelteil nur so dahingeflogen sind. ☕🏃‍♀️

    Ein Finale voller Schockmomente: Das absolute Highlight war das Ende! Karin Slaughter serviert uns hier krasse Wendungen am Ende, die nicht nur den Fall betreffen. Auch auf der persönlichen Ebene der Charaktere passiert so viel Unvorhergesehenes, das mich völlig sprachlos zurückgelassen hat. 🤯😱

    Fazit: Nach einem etwas holprigen, charakterlastigen Start entwickelt sich das Buch zu einem echten Pageturner mit einem finalen Paukenschlag. Für Thriller-Fans trotz des zähen Beginns eine absolute Empfehlung. Gute 4 von 5 Sterne! 🌟🖤

  9. Cover des Buches Das Hexenmädchen (ISBN: 9783442484287)
    Max Bentow

    Das Hexenmädchen

    (304)
    Aktuelle Rezension von: HeikoBe

    Der vierte Teil der Nils Trojan Reihe, und wieder mal richtig gut! Nachdem ich die ersten drei Thriller am Stück weggesuchtet hatte, hab ich ne Pause gemacht, was aber wohl gar nicht nötig gewesen wäre.

    Die Charaktere sind sympathisch (und bekannt), und die Metaebene mit all ihren Höhen und Tiefen ist realistisch. Die Story ist wieder mal angenehm "over the top", aber nicht im negativen Sinne.

    Bin schon gespannt auf den fünften Thriller der Reihe. Und wieder die Frage: Pause oder direkt weiter?

  10. Cover des Buches DNA (ISBN: 9783442715756)
    Yrsa Sigurdardottir

    DNA

    (358)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    „DNA“ ist der erste Fall der Krimireihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Schon im Prolog hatte Yrsa Sigurdardottir meine volle Aufmerksamkeit, denn eine Frau wird auf eine äußerst brutale Art mit einem Staubsauger ermordet. Das Szenario hat mich völlig schockiert, weil die Mordmethode jede Vorstellungskraft übersteigt. Auch die weiteren Todesfälle, zu denen es im Verlauf des Thrillers kommt, befinden sich auf einem ähnlich heftigen Niveau. Trotz der Brutalität ist „DNA“ grundsätzlich kein reißerischer Krimi. Abseits von den Mordfällen wird keine graphische Gewalt dargestellt, stattdessen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei detailliert beschrieben. Der Fall ist eine harte Nuss. Als Leser hat man durch den Prolog eine Ahnung, was Ursache für die Verbrechen ist, aber wie genau alles zusammenhängt, hat sich erst auf den letzten Seiten entfaltet.
    Ich fand den Thriller außerordentlich spannend mit einem originellen Plot. Die Idee, dass ein Amateurfunker geheime Botschaften erhält, fand ich sehr gelungen. Dadurch, dass eine wichtige Zeugin ein Kind ist, gewinnt die Geschichte zusätzlich an Emotionalität. Die Auflösung und die Enthüllung der menschlichen Fehlentscheidungen, die zu all dem geführt haben, sind erschütternd.
    Das war ein sehr lesenswerter Thriller!


  11. Cover des Buches Dein finsteres Herz (ISBN: 9783404176632)
    Tony Parsons

    Dein finsteres Herz

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Schnick

    3,5 Sterne

    "Dein finsteres Herz" hat mir so gut gefallen, dass ich den Kriminalroman binnen eines Tages gelesen haben; insofern hat er definitiv Pageturner-Qualitäten, obwohl sich Autor Tony Parsons genug Zeit nimmt, vor allem die Hauptfiguren seines Romans sorgfältig auszuarbeiten.

    Hauptfigur Max Wolfe ist so angelegt, dass es definitiv Spaß machen wird, ihm auch in weiteren Fällen über die Schulter zu gucken. Sein erster Fall ist schon ein schwerer Brocken.

    Mir hat gefallen, dass bis zum Ende weitestgehend unklar ist, wer eigentlich der Täter ist, ohne dass Tony Parsons auf billige Twists setzen muss. Vielmehr sind sowohl das Finale als auch die Auflösung weitestgehend stimmig. Klar kann man das Haar in der Suppe finden, aber für mich hat weitestgehend alles gepasst - auch stimmungsmäßig.

  12. Cover des Buches Nemesis (ISBN: 9783499268588)
    Jilliane Hoffman

    Nemesis

    (241)
    Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmer

    C. J. Townsend, eine erfahrene US-Staatsanwältin, findet bei einem Leichenfund in Miami ein besonderes Brandzeichen: ein Blitz in einem Kreis. Schnell wird ihr klar, dass dies die Handschrift eines Snuff-Clubs ist, der schon früher in Florida aktiv war. In diesem geheimen „Spiel ohne Grenzen“ zahlen wohlhabende und einflussreiche Männer dafür, via Live-Stream zuzusehen, wie Frauen gequält, vergewaltigt und ermordet werden.

    Teil 4 der C.J. Townsend Reihe, den man aber auch ohne die anderen Bücher sehr gut verstehen kann. Insgesamt ein starker Thriller, der auch sehr zum Nachdenken anregt. Die Spannung wird bis zum Schluss hoch gehalten- allerdings wirkt dieser dann etwas überstürzt und irgendwie zu einfach.

  13. Cover des Buches Wenn Kinder töten (ISBN: 9783426301869)
    Stephan Harbort

    Wenn Kinder töten

    (57)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Morde, die von Kindern, d.h. Personen unter 14 Jahren ausgeübt werden, nehme ich in den Medien äußerst selten wahr (eigentlich nur in Zusammenhang mit Schulmassakern). Nun habe ich neulich im Rahmen einer Recherche gesehen, dass es pro Jahr in Deutschland etwa 11-13 Fälle sind. 

    Harbort stellt in diesem Buch sieben Fälle aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, USA; Kanada) vor. Er beleuchtet die Tat, beschreibt Vorgeschichte und Aussagen der Täter und am Schluss gibt er eine höchst spannende Zusammenfassung jenseits von "ach die Armen, die sind doch selbst Opfer" und "sperrt sie bloß weg, diese Bestien". 

    Ich habe das Buch als fundiert, sehr gut recherchiert empfunden, dabei spannend geschrieben, ohne irgendwie komisch sentimental oder melodramatisch zu werden. Sehr spannend für mich zu lesen war, dass Kinder oft ohne Grund töten, es eigentlich nicht wissen, nichts empfinden, ihnen fehlt Einsicht. Harbort beschreibt dies als Zwischenwelt, die Angst macht. Da hat er recht. Mir machen mordende Kinder Angst. Das ist ein Fazit, ein weiteres ist, dass ich nun gern noch nach weiteren Büchern von Harbort Ausschau halten möchte. 

  14. Cover des Buches Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2) (ISBN: 9783548070490)
    Marc Raabe

    Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)

    (246)
    Aktuelle Rezension von: Nadine21

    Im zweiten Band ist Nele hochschwanger und wird zu einem Tatort gerufen. Hier finden sie eine bekannte Wohltäterin ermordet mit einem Geweih auf den Kopf. Was soll die bizarre Inszenierung? Die Tochter der Toten, die 21jährige Leo, ist gar nicht wie ihre Mutter. Die beiden hatten häufig Streit und Leo ist in Sachen Klimaschutz aktiv. Doch macht sie das zur Mörderin ihrer Mutter? 

    Wer den ersten Band mochte, wird den zweiten Band lieben. Hier ist noch mehr Art Mayer und Nele Tschaikowski, die beide auf ihre unterschiedlichen Arten so gut zusammen passen. Ich würde bei den beiden am liebsten hinten ins Polizeiauto steigen und ihnen den ganzen Tag zuhören. Auch die privaten Geschichten der beiden werden weiter beleuchtet, wobei auch in diesem Band Art mehr Raum bekommt. Seine Vergangenheit gerät auch hier wieder in den Fokus. 

    Dabei gerät der eigentliche Fall immer abwechselnd in den Vorder- oder Hintergrund. 

    Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für Fans von Thrillern mit vielen offenen Rätseln. 

  15. Cover des Buches Cold Case - Das verschwundene Mädchen (ISBN: 9783404184033)
    Tina Frennstedt

    Cold Case - Das verschwundene Mädchen

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Sophia-liest

    Tess Hjalmarsson arbeitet in der Cold Case-Abteilung der Polizei in Schweden. Als zu einem früheren Vermisstenfall neue Spuren am Tatort auftauchen, öffnet sie die Akte erneut und ist fest entschlossen, den Täter zu finden. Als dann wieder ein Mädchen verschwindet, geht Tess davon aus, dass es derselbe Täter wie damals sein muss. Aber sie muss sich beeilen, bevor er erneut zuschlagen kann.

    Ich hatte von Tina Frennstedt bereits "Cold Case - Das letzte Bild" gelesen (den neuesten Band) und dies hier war mein zweiter Band. Wieder einmal konnte mich Tina Frennstedt mit ihrem Krimi überzeugen. Der Erzählstil ist gut und leicht zu lesen. Die beiden Geschichten sind sehr spannend erzählt und man rätselt die ganze Zeit mit, wer der Täter ist. Auch das Privatleben von Tess, was nicht immer einfach ist, wird beleuchtet, das hat mir gut gefallen und lässt die Geschichte noch realistischer und nahbarer erscheinen. Auch die Auflösung ist schlüssig. Mein einziger kleiner Kritikpunkt sind die Längen, die das Buch an einigen Stellen hatte, was dem Ganzen in seiner Spannung keinen Abbruch tut.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung an alle, die einen gut gearbeiteten, kurzweiligen und vor allem spannenden Krimi suchen!

  16. Cover des Buches Murder Park (ISBN: 9783453421769)
    Jonas Winner

    Murder Park

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…

    Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?

    Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.

    Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.

  17. Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492232678)
    Ray Celestin

    Höllenjazz in New Orleans

    (132)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    In New Orleans treibt ein Mörder sein Unwesen. Er wird Axeman genannt, denn er tötet seine Opfer mit einer Axt.  Zwischen den Opfern kann keine Gemeinsamkeit festgestellt werden und die Polizei steht vor einem Rätsel. Unabhängig voneinander ermitteln drei verschiedene Gruppen. Michael Talbot ist Detective bei der Mordkommission. Er und sein Schützling Kerry, frisch aus Irland eingetroffen, übernehmen die offiziellen Ermittlungen.

    Die junge und ehrgeizige Ida Davies arbeitet in einer Pinkerton Agentur. Ihr Wunsch war es immer zu ermitteln, doch ihr werden lediglich die Aufgaben einer Sekretärin zugewiesen. Also beginnt sie, zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong, im Fall des Axtmörders zu ermitteln.

    Und Luca D`Andrea. Frisch aus dem  Gefängnis entlassen, bekommt er von dem Chef der ortsansässigen Mafia den Auftrag, den Axeman zu finden. Die Mafia hat Angst, dass man ihr diese Morde in die Schuhe schiebt, obwohl bekannt ist, dass sie weder Kinder noch unschuldige Frauen umbringen. Luca hat mit Michael Talbot noch eine Rechnung offen, denn dieser hat ihn ins Gefängnis gebracht. D´ Andrea war damals ein bekannter und erfolgreicher Polizist und Michael sein Protegé, bis Micheal gegen Luca ausgesagt hat.

    Die Art und Weise wie diese drei unterschiedlichen Parteien den Fall angehen ist sehr verschieden Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Axtmörder kündigt weitere Taten an.

     Kommentar:

    Ich habe das Buch eher zufällig gelesen. Mein Bruder hat es aussortiert und es mir mitgebracht. Ich wollte immer schon einmal nach New Orleans und diese Geschichte katapultiert den Lesenden mitten hinein. Es ist der Beginn der 20er Jahre, Obwohl es keine Sklaverei mehr gibt, werden die Schwarzen oft noch wie Sklaven gehalten und behandelt. Sie dürfen im Bus nur in bestimmten Bereichen mitfahren. Kneipen, Hotels und Geschäfte sind ihnen meistens verboten. 

    Die Stadt ist aufgeteilt in verschiedene Viertel, in denen sich die Einwanderer ihre eigene kleine Oase geschaffen haben. Fremde sind nicht gerne gesehen. Das  müssen Louis und Ida am eigenen Leib erfahren, als sie sich in das irische Viertel verirren. Ida ist eine Octoroon, das bedeutet, sie ist zu einem Achtel afroamerikanischer Herkunft. Da sie sehr hellhäutig ist, kann sie sich oft als Weiße durchmogeln und hat mehr Möglichleiten, Fragen zu stellen, als Louis.

    Louis arbeitet als Musiker in verschiedenen Jazzclubs und als Unterhaltungskünstler auf einem Mississippi Dampfer, so dass er vieles hört und sieht was anderen entgeht. So bilden die beiden ein perfektes Team.

    Die Geschichte wird aus Sicht der drei Ermittlungsebenen geschildert. Luca ist ein alter, gebrochener Mann ohne Zukunft. Als Polizist hat er sich von der Mafia bestechen lassen, Tipps über bevorstehende Razzien weitergegeben oder auch mal Leute verschwinden lassen. Trotzdem war er unter seinen Kollegen sehr beliebt und angesehen, so dass es Michael Talbot sehr schwer hat, seine Stelle einzunehmen. Zumal er es war, der den Kollegen zu Fall gebracht hat. Als Luca vom Boss der Familie gebeten wird, herauszufinden wer der Axeman ist, hat er kaum eine Wahl. Er hat weder Geld noch Familie und so nimmt er den Auftrag an, in der Hoffnung, genug Geld zu bekommen, um zurück nach Italien zu gehen. Doch noch nie hat es jemand geschafft, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien.

    Ida möchte beweisen, dass sie mehr kann und ist als eine Tippse. Sie ist eine der ersten Frauen, die von Pinkerton eingestellt wird und sie ist sich sicher, dass Frauen in dem Beruf einer Ermittlerin durchaus Chancen haben. Sie und Louis sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet und Louis ist bereit, Ida zu helfen und sie zu begleiten. Beide sind erst Anfang 20 und sie ahnen nicht, auf welch gefährliches Terrain sie sich begeben. Ihre Naivität und ihr Glaube an das Gute werden auf eine harte Probe gestellt.

    Und dann ist da noch Michael Talbot. Er hütet ein Geheimnis, dass ihn zu Fall bringen könnte. Daher muss er vorsichtig sein, wem er auf die Füße tritt. Der Bürgermeister und sein Chef sitzen ihm im Nacken. Erfolglosigkeit wird unweigerlich Entlassung nach sich ziehen.

    Während sich Luca und Michael ab und an begegnen, bleiben sich Ida und Michael fremd und ihre Wege kreuzen sich nicht.

    Wer heute auf political correctness Wert legt, der darf dieses Buch nicht lesen. Es spielt in 1919/1920 und das Weltbild war damals anders. Zum Glück hat der Autor nicht versucht, dies an die heutige Zeit anzupassen. Es wird geraucht (sogar in einem Krankenhaus) gehurt, diskriminiert und geflucht. Es ist der Beginn eines aufstrebenden Zeitalters mit Autos, der Eisenbahn und Elektrizität. Der erste Schritt ins Moderne. Die geschichtlichen Fakten, vor allem über Louis Armstrong, sind nicht ganz korrekt, aber es könnte durchaus so gewesen sein. Und man wird mitgerissen von der Musik und der Atmosphäre, taucht hinein eine Welt, wie man sie hier nicht kennt.

    Das Buch enthält ein ausführliches Glossar, in dem die Begriffe des kreolischen und die Begriffe der Cajun erklärt werden. Ich habe es anschließend gelesen, weil ich die dort genannten Fakten sehr interessant fand.  

     Fazit:

    Ein Überraschungsbuch, das mir sehr gut gefallen hat. Eine dichte und betörende Atmosphäre und ein Fall, der mehr bietet als ein gewöhnlicher Mord.

  18. Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)
    Axel Petermann

    Die Elemente des Todes

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt denn da hat der ehemalige Ermittler Axel Petermann mitgewirkt und ich finde das verspricht Spannung.

    So habe ich mit dem Lesen begonnen und festgestellt das meine Ansprüche komplett erfüllt wurden.

    Denn ich hatte ein paar Bedenken dass es mehr ein Sachbuch als wie ein Roman geschrieben ist. Aber eben diese Bedenken konnte ich getrost vergessen, denn es ist spannend geschrieben.

    Es gibt in den einzelnen Kapiteln verschiedene Zeitsprünge bzw Rückblenden mit denen so nach und nach das Geschehen besser verstanden wird.


    Ich kann dieses Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen bzw ans Herz legen.

  19. Cover des Buches Hangman. Das Spiel des Mörders (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 2) (ISBN: 9783548060354)
    Daniel Cole

    Hangman. Das Spiel des Mörders (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 2)

    (215)
    Aktuelle Rezension von: Alice_Wonderland

    Die Charaktere von Baxter und Co sind mir im ersten Band schon sehr ans Herz gewachsen und im zweiten noch viel mehr. Allein wegen der Entwicklung der Charaktere lohnt es sich. Die Geschichte selbst konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Sehr spannend aufgebaut fand ich manche Szenen doch sehr übertrieben. Trotzdem freue ich mich sehr darauf den dritten Teil zu lesen um zu schauen, wie es mit dem Leben von Baxter und Co weiter geht.

  20. Cover des Buches Du stirbst nicht allein (ISBN: 9783734104374)
    Tammy Cohen

    Du stirbst nicht allein

    (46)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    Die Kapitel des Buches sind aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was für Abwechslung sorgt. Allerdings hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Es ist verständlich, dass ein Fall mit vier ermordeten Mädchen nicht von Positivität und Hoffnung geprägt ist. Dennoch empfand ich die destruktiven Gedanken der Ermittlerin als zusätzliche Belastung, die das Lesen nicht einfacher machte.

    Die Charaktere sind realistisch gestaltet, und man kann ihre positiven sowie negativen Entwicklungen miterleben, was es erleichtert, sich in sie hineinzuversetzen. Mir fehlte jedoch mindestens eine Figur, die der düsteren Atmosphäre etwas die Schwere nimmt.

    Die grundlegende Idee des Buches fand ich gut, aber der Schreibstil wirkte auf mich zäh und langwierig. Einige Wendungen waren vorhersehbar, während das grosse Rätsel insgesamt gut durchdacht war. Aufgrund der Vielzahl an Faktoren, Personen und Gruppen, die in den Fall verwickelt waren, blieb bis zum Schluss unklar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde.

    Insgesamt bietet das Buch ein spannendes und überraschendes Ende, auch wenn es zuvor mit zäher Substanz und langgezogenen Szenen aufwartete


    Für mehr Rezensionen: Instagram -> book_recommender_sbalunzia

  21. Cover des Buches Nacht (ISBN: 9783426306758)
    Bernard Minier

    Nacht

    (14)
    Aktuelle Rezension von: katha84

    Bei einem Einsatz wird Martin Servaz schwer verletzt und überlebt grade noch so. Es fällt ihm mehr als schwer, zurück in den Alltag zu finden. Vor allem, als dann auch noch ein Gespenst aus seiner Vergangenheit auftaucht: Julian Hirtmann ist zurück und scheint bereit neue Spielchen mit Martin zu spielen. Denn wie sonst lassen sich all die Hinweise erklären, die Hirtmann auf einmal zurücklässt und die Polizei damit auf seine Spur bringt. Noch merkwürdiger ist allerdings, ein Foto, das gefunden wird. Das Foto eines blonden Jungen...


    Ich vergebe wirklich höchst ungern nur einen Stern, aber das Buch war wirklich nicht gut. Ich hab es auch eigentlich nur zu Ende gelesen, weil ich neugierig war, was es nun mit dem Jungen und allem anderen auf sich hat. Das Ende war dann wenig überraschend und der Weg dorthin schwierig. Ich habe aber das Gefühl, dass auch zum Teil die Übersetzung mit Schuld ist. Ganz oft wurden plötzlich Anredeformen verändert und ein paar Mal wurden auch falschen Namen benutzt. Aber auch die Story an sich war viel zu wirr und umständlich. Außerdem fand ich die ständigen Perspektivwechsel sehr anstrengend und zum Teil irgendwie auch sinnlos. Mein absolutes "Highlight" waren aber die Kapitel, die direkt nach der Verletzung von Martin spielen. Die hab ich irgendwann nur noch überblättert. Ob ich Band 5 der Reihe lesen werde, weiß ich im Moment nicht - ich tendiere grade zu einem klaren Nein und bedauere es sehr, dass die eigentlich tolle Serie so abgerutscht ist.

  22. Cover des Buches Schwüre, die wir brechen (ISBN: 9783462007077)
    Voosen | Danielsson

    Schwüre, die wir brechen

    (186)
    Aktuelle Rezension von: LeseRolli

    Meine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.

    Polizistinnen und Polizisten sind oft die ersten, die in kritischen Momenten, wenn wir Hilfe benötigen, zur Stelle sind. Viele empfinden Dankbarkeit für die Sicherheit und Unterstützung, doch oftmals verlieren wir den Blick dafür, dass in jeder Uniform ein Mensch steckt, der eigene Sorgen und Probleme hat und dieser sie uns nicht spüren lässt.

    Es ist wichtig, sich in die Perspektive der Polizistinnen und Polizisten zu versetzen. Wertschätzung und Dankbarkeit können einen großen Unterschied machen, im Umgang untereinander, schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass sich Menschen, trotz ihrer Berufswahl, in diverse Gefahrensituationen begeben.

    Wenn plötzlich eines unserer Kinder spurlos verschwindet, geraten wir in Panik. Jede Sekunde zählt und jede Minute vergeht quälend langsam. Es gibt keine Pause, keinen Rückzug, alles dreht sich darum, das Kind endlich wieder in die Arme zu schließen. Jedes Klingeln des Telefons oder an der Haustür, schenkt Hoffnung, dass endlich die erlösende Nachricht kommt und das Kind wohlbehalten gefunden wurde.

    Inmitten der schweren Zeit, würde jedes Elternteil, nach jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet, in der Hoffnung, dass das Kind gefunden wird. Doch sollte sich jeder genau überlegen, wie weit er zu gehen bereit ist. Nicht jeder meint es gut mit einem und das kann einen größeren Schaden anrichten.

    Der Verlust eines geliebten Menschen, kann einen emotional belasten. Wenn dann zusätzlich der Verdacht aufkommt, dass der Tod nicht das Resultat eines Unfalls war, verstärkt dies den Schmerz, kann aber auch eine unendliche Stärke hervorrufen, damit die Wahrheit ans Licht kommt. Dies bedeutet aber auch, dass sich jede Person, die versucht, Licht in die Dunkelheit zu bekommen, sich selbst in Lebensgefahr begibt.

    In einer scheinbar ruhigen Nachbarschaft, lebt ein Kind, das hinter verschlossenen Türen schwerste Gewalt erlebt. Die Wände, die Schutz bieten sollen, sind Zeuge von unmessbarem Leid. Die Hoffnung, dass die lauten Stimmen, die Nachbaren erreichen, wird enttäuscht, da diese lieber schweigen und das Leid des Kindes dadurch verdoppeln. Die Untätigkeit erstickt jegliches Licht und gibt dem Kind das Gefühl, zwischen Angst und Einsamkeit gefangen zu sein.

    Durch die Tatenlosigkeit jedes Einzelnen, wird dafür gesorgt, dass die Seele des Kindes immer mehr in die Dunkelheit gleitet und das täglich Erlebte zum Alltag und zu einer Selbstverständlichkeit wird. Es lernt damit zu leben und versteckt seine Trauer hinter einem Lächeln. Dies ist, leider, traurige Realität und bedeutet, dass wir mehr hinsehen müssen und nicht schweigen dürfen. Kein Kind der Welt, hat es verdient, dass ihm Gewalt angetan wird und andere Erwachsene dies mit Schweigen unterstützen.

  23. Cover des Buches FROST (ISBN: 9783442773459)
    Ragnar Jónasson

    FROST

    (99)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Für mich ist Ragnar Jónasson jetzt erledigt. Ich habe die Hulda-Reihe gelesen und jetzt "Frost" und auch dieses konnte mich nicht überzeugen.
    Die Bücher wirken alle, als wären sie schnell runtergeschrieben worden. Die Charaktere sind alle unsympathisch, der Schreibstil unheimlich einfach und auch irgendwie holprig (das mag auch an der Übersetzung liegen), die Handlung ist genauso einfach gestrickt, wird aber geschickt mit verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven getarnt. Tatsächlich ist die zugrunde liegende Idee sehr simpel und nichts Besonderes, aber die Handlung wird vom Autor so aufgebläht, dass man sich zwangsläufig langweilt. Es passiert eigentlich nichts, stattdessen gibt es endlose Wiederholungen, vor allem was Helgis Privatleben angeht.
    Es ist mir wirklich nicht klar, wie dieses Buch überhaupt einige 5-Sterne-Bewertungen bekommen konnte.

  24. Cover des Buches Hexenjäger (ISBN: 9783404184811)
    Max Seeck

    Hexenjäger

    (192)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Ein Buch, das ich ohne Blick auf den Klappentext, einfach aufgrund des Covers und des Titels ausgewählt habe, denn seien wir ehrlich, Hexen gehen eigentlich immer.

    Dass der eigentlich Inhalt relativ wenig mit Hexen zu tun hat, wurde mir dann leider recht schnell und mit einer Prise Enttäuschung klar.

    Generell war dieser Thriller in meinen Augen ziemlich durchwachsen.

    Nachdem sich die Anfangsspannung ein neues Buch anzufangen verflüchtigt hatte, hat es sich ziemlich gezogen und ich habe schon überlegt es abzubrechen. Nicht, weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil es einfach nicht besonders genug schien und meine Lesezeit im Moment doch recht knapp bemessen ist.

    Naja ich hab dann doch weiter gelesen und es wurde etwas besser, denn die polizeiliche Ermittlungsarbeit hat mir hier wirklich gut gefallen. Klare, lückenlose Kommunikation, gemeinsame Aufarbeitung von neuen Beweisen und Theorien und keine egozentrischen Alleingänge von selbsternannten Superbullen - das war mal wieder eine nette Abwechslung.

    Als dann nach und nach mehr Einzelteile auf dem Weg zur Aufklärung des Falles zusammengesetzt wurden, hat es mir sogar noch besser gefallen, denn mit okkulten Motiven und einem ominösen, kaputzenbemanteltem Geheimbund kann man mich eigentlich immer locken... leider verlief das Ganze (wie es bei dieser oder ähnlicher Thematik leider oft der Fall ist) dann gegen Ende der Story doch eher flach und enttäuschend und war dann leider auch wieder mit altbewehrten Thrillerklischees gespickt.

    Die weibliche Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, war realistisch geschrieben und ist nich zu oft in der Klischeesuppe untergegangen. Allerdings hätte man sich die Kapitel, welche ihre Vergangenheit und eine toxische Beziehung beleuchten auch sparen können, da sie Null Berührungspunkte mit der eigentlichen Story hat und somit nur die plumpe Vorarbeit für einen späteren Band/Fall ist.

    Im Großen und Ganzen kann man das machen... kann man aber auch lassen .

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