Bücher mit dem Tag "seuchen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "seuchen" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Young World - Die Clans von New York (ISBN: 9783423761215)
    Chris Weitz

    Young World - Die Clans von New York

    (170)
    Aktuelle Rezension von: BookLooker


    "Young World", verfasst von dem Oscar nominierten Drehbuchautor und Ressiseur von "About a Boy","Twilight","Cinderella", handelt von New York in dem nur Jugendliche eine Krankheit überlebt haben und nun um ihr Leben kämpfen.

    Natürlich waren die Erwartungen an das Buch sehr hoch. Und diese wurden auch weitgehend erfüllt.
    Von außen macht der Roman einen interessanten Eindruck. Das Cover ist passend zum Inhalt gestaltet und der Klapptext lädt zum Lesen ein.
    Die gesamte Geschichte wird abwechselnd in der Sicht der beiden Hauptpersonen Jefferson und Donna. Dies macht den Text interessanter und zeigt subjektiv beider Meinung.
    Man ist vom Anfang an von der Thematik fasziniert und möchte wissen wie es weiter geht. Dabei wird man von dem leichten Schreibstil des Autors begleitet. Spannung tritt im gesamten Buch auf, doch es gibt auch langweilige Stellen, die den Lesefluss etwas (aber nur minimal) behindern.
    Die beiden Hauptcharactere sind gut gewählt und helfen dem Leser sich in die Geschichte reinzufühlen

    Insgesamt ein sehr gelungener Roman
    Für alle "Tribute von Panem" und "Die Bestimmung" Fans!

  2. Cover des Buches Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit (ISBN: B085GL57N5)
  3. Cover des Buches Code Orange (ISBN: 9783407743244)
    Caroline B. Cooney

    Code Orange

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Tester555

    Mitty schreibt eine Hausarbeit über Pocken und kommt dabei mit einem schorfstück in Berührung. Nun ist alles ungewiss, hat er sich angesteckt? 


    Ich fand es ganz interessant, vor allem weil ich manche Situationen natürlich mit corona verglichen habe. Die Wendung mit dem Bioterrorismus fand ich dann jedoch etwas weit hergeholt. Zudem habe ich mir mehr Erklärung am Ende des Buches gewünscht wer nun die Frau in Braun und deren Leute waren. Generell hatte ich das Gefühl, dass diese Story viel mehr Potential gehabt hätte, es aber nicht genutzt wurde. 3/4 des Buches waren gut und man konnte es flüssig lesen. Das Ende war abrupt und es fehlte der Zusammenhang.

  4. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

    (195)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    London, Ende des 19. Jahrhunderts. Anna Kronberg lebt in einer Zeit, in der nur Männer an der Universität erlaubt sind. Doch lässt sich ihre Intelligenz dadurch nicht unterdrücken. Als Dr. Anton Kronberg getarnt wird sie zu einem angesehenen Arzt, Epidemiologen und Dozenten, die sich auch nicht davor scheut, die Armen zu behandeln. Als ein Cholera-Opfer in der Themse entdeckt wird, wird sie von der Polizei hinzugezogen und findet heraus, dass der Mann mit Absicht infiziert wurde.
    Doch nicht nur sie, sondern auch Sherlock Holmes wird zu Rate gezogen, der Annas Geheimnis sofort bemerkt.
    Beide arbeiten zusammen, um herauszufinden, wie es zu diesem Tod gekommen sein konnte. Denn die Polizei interessiert sich herzlich wenig für diesen Fall. Auf was für kriminelle Machenschaften die beiden dabei allerdings stoßen werden, ist ihnen zunächst nicht bewusst.

    Teufelsgrinsen ist mit 240 Seiten verteilt auf 23 Kapitel eher den kurzen Leseerlebnissen zuzuordnen und ist auch dementsprechend schnell gelesen. Inhaltlich stützt sich das Buch ganz schön auf Sherlock Holmes, was mich anfangs sehr skeptisch gemacht hat. Insgesamt wird für mein Empfinden ein bisschen zu viel mit berühmten Namen um sich geworfen. Auf dem Klappentext springt einem der Name des berühmten Detektivs förmlich entgegen und auch auf der Verlagsseite wird mit einer Verschwörung geworben, "die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt ..." [...] Ich frage mich, was das soll, außer die Verkaufszahlen hochzudrücken?
    Das soll mich aber nicht weiter stören, denn die Story ist auch unabhängig von dem Auftritt berühmter Personen sehr souverän, spannend und braucht, wie ich finde, gar nicht den Push.
    Einerseits ist da die sehr starke Protagonistin Anna Kronberg, die wirklich sehr gut ausgearbeitet ist. Anna ist fortschrittlich, idealistisch und wirkt nicht nur keck, intelligent und schlagfertig, sondern auch sehr warmherzig. Nicht jeder wird mit ihrer arroganten Art zurecht kommen, allerdings wirkt das insgesamt stimmig. Jeder hat Schwächen, und ihrer ist eben ihre (als gerechtfertigt dargestellte) Arroganz. Andernfalls wäre sie mir auch zu glatt geschliffen.
    Auch die Probleme, die sich durch das Verkleiden herauskristallisieren, werden ziemlich gut eingefangen. Eine feste Identität, Partnerschaft und Weiblichkeit fehlen ihr. Und trotzdem bereut sie ihren Weg nicht, denn sie scheint für den Beruf als Arzt wie gemacht. Es ist oft schwierig talentierte Protagonisten auf dem Boden zu halten. Oft wirken sie einfach nur übertrieben. Hier ist es aber noch wirklich im Rahmen. Besonders durch Sherlock Holmes wird sie etwas gebremst.
    Andererseits ist der Fall, der hier behandelt wird, sehr spannend.
    Zu Sherlock Holmes muss ich sagen, dass ich positiv überrascht war. Er war nicht nur von den Beschreibungen, sondern auch von seiner Art erstaunlich gut getroffen. Es ist definitiv eine der besseren SH-Adaptionen. Dennoch gibt es ein Problem: Die Interaktion mit Anna, die eher gestellt wirkt. Die romantischen Gefühle, die Anna ihm gegenüber hegt, hätten für meinen Geschmack auch nicht sein müssen. Aber das ist nur Geschmackssache.

    Teufelsgrinsen ist sicherlich kein handwerklich perfektes Buch, und trotz einiger Schwächen finde ich Teufelsgrinsen gelungen. Das Gesamtbild war sehr stimmig. Angefangen bei Anna als weibliche Epidemiologin über die organisierte Kriminalität der anderen Ärzte bis hin zu den fundierten historischen/literarischen Bezügen. Ob die Rolle von Holmes wirklich nötig gewesen wäre, müssen Fans von ihm selbst entscheiden. Ich persönlich fand ihn gut dargestellt, ich fand ihn auch nicht störend, aber er hätte auch wegbleiben können.

  5. Cover des Buches Das Haus Kölln. Glänzende Zeiten (ISBN: 9783453427174)
    Elke Becker

    Das Haus Kölln. Glänzende Zeiten

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Lesefan

    Der Leser wird anschaulich in die Entstehungsgeschichte der beliebten Haferflockenmanufaktur entführt.

    Spannend, teils emotional. 

    Ich habe das Buch binnen weniger Tage verschlungen, lässt sich gut lesen. Fühlte mich sehr gut in die damalige Zeit zurück versetzt und habe mir sogleich die beiden nachfolgenden Bücher geordert.

  6. Cover des Buches Nicht nur die Guten werden auferstehen: Die ganze Zombie Saga (ISBN: 9781518758140)
    Pete Hackett

    Nicht nur die Guten werden auferstehen: Die ganze Zombie Saga

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Zaty

    Die Story fand ich super . Auch von den Charakteren man mochte oder hasste sie. Beim Schluss hätte ich gerne gewusst  ob es wieder genau gleich gemacht wird oder ob sie anderst handeln werden 

  7. Cover des Buches Die gefährlichsten Orte der Welt (ISBN: 9783760798837)
  8. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

    (377)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Ein Re-Read.

    Eigentlich soll es ein normaler Ausflug zu Oma und Opa werden. Roland, Judith, Kerstin und die Eltern machen sich auf den Weg nach Schewenborn in der Nähe von Fulda. Auf dem Weg kommt es zu einem Vorfall: Ein greller Blitz, eine Druckwelle, eine unheimliche Stille und dann ist da noch diese Hitze. Die Eltern werden panisch, verlassen das Auto mit den Kindern, wandern nach Schewenborn. Dort werden ihre Befürchtungen wahr. Die Bombe ist hochgegangen und fortan müssen sie versuchen zu überleben.

    Pausewangs Klassiker aus den 1980er Jahren transportiert das Thema Atombombe und ihre Gefahren gut. Sachlich und nüchtern beschreibt sie das Leben der fünfköpfigen Familie, die die Bombe wie aus dem nichts trifft und greift damit ein Thema auf, dass in den 1980er Jahren sehr präsent war, insbesondere vor dem Unfall von Tschernobyl, der 3 Jahre nach Erscheinen des Buches passierte. Dabei schont sie die Leser kaum, berichtete detailliert von den Folgen der Bombe, der Strahlenkrankheit und vom Überleben all jener, die noch da sind. Das tut sie aus der Perspektive eines Kindes, nämlich der von Roland. 

    Die etwas distanzierte Art des Buches - die einige kritisieren - hilft dabei die Geschichte auch mit einer gewissen Distanz wahrzunehmen. Das muss man sicher mögen, mir gefällt es aber gut. Zum einen weil es die Abgestumpftheit der Menschen gut wiederspiegelt, die sich im Verlauf der Katastrophe einstellt, zum anderen ist es eben die Perspektive eines 13jährigen Jungen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sich das Buch an Jugendliche richtet und dafür finde ich die gewählte Sprache sehr gut.

    Kurzum: Es hat Spaß gemacht diesen Klassiker noch einmal zu lesen und ihn auch mit etwas mehr Distanz zu betrachten, um festzustellen, dass das Buch für mich nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Es ist ein wichtiges Buch, dass die Gefahren atomarer Waffen deutlich macht. Lesenswert.

  9. Cover des Buches Pest und Corona (ISBN: 9783451388798)
    Heiner Fangerau

    Pest und Corona

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Nein, das geht nicht wieder weg. Ja, damit müssen wir jetzt zurechtkommen und leben. Corona.

    Dies ist nicht die erste „Seuche“ Pandemie, die die Menschheit erlebt und es wird bestimmt nicht die Letzte sein. Die Ärzte und Medizinhistoriker  Heiner Fangerau und Alfons Labisch zeigen in ihrem Buch „Pest und Corona“ wie Pandemien entstehen und stellen Corona im historischen Vergleicht dar. 

    Das das Buch Mitte 2020 erschien, ist der historische Vergleich gut dargestellt, doch was uns zukünftig in Bezug auf Corona erwartet und welche Auswirkungen es auf lange Sicht haben wird, konnten die Autoren anreißen, aber nicht abschließend erfassen.


    Ein sehr wissenschaftliches Bucht ass sich an Leser richtet, die schon einen gewissen naturwissenschaftliches  und medizinisches Grundwissen mitbringen.

    Denn diese werden die Geduld zum Lesen, da viele Stellen umspannend und langatmig sind , mitbringen. 


    Alles in allem gut in Kontext, sprich in den Geschichtlichen Vergleich zu anderen Pandemien, gesetzt. Wohin wird es uns führen und was können wir daraus lernen für zukünftige Pandemien lernen, bleibt ein Ausblick im Buch. Für mich war es interessant und informativ, selbst wenn man das alles miterlebt hat. 



    4 STERNE

  10. Cover des Buches Verlieren verboten (ISBN: 9783756508860)
    Sebastian Engel

    Verlieren verboten

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_Ali

    In „Verlieren Verboten" entführt uns der Autor in eine düstere Zukunft, in der die Gesellschaft von einer Vielzahl verheerender Krankheiten heimgesucht wurde. Die Konsequenz dieser Pandemien ist eine vollständige Umstrukturierung der Welt, in der nahezu alle Abläufe automatisiert wurden. Drohnen übernehmen die Versorgung, und ein raffiniertes Computerprogramm ist der Schlüssel zur Erlangung von Essen und medizinischer Versorgung. Doch der Preis für die Teilnahme an diesem System ist schockierend: Wer immer verliert, verliert letztendlich sein eigenes Leben.

    Besonders beeindruckend ist der Schreibstil des Autors, der gezielte Fragen stellt, ohne sie zu beantworten. Fragen wie „War es Blut, war es Farbe?" regen die Fantasie des Lesers an und erzeugen eine kontinuierliche Spannung, die das gesamte Buch durchzieht.

    Die abgeschiedene Existenz, mit der sich der Protagonisten Ben arrangiert zu haben scheint, wird jäh gestört, als er eine besorgniserregende Nachricht vor seiner Tür findet, die wie von Zauberhand verschwindet. Kann Ben seiner Wahrnehung trauen oder nicht? 

    Diese Frage zieht sich durch das gesamte Buch und wird durch faszinierende Traumszenen verstärkt, die eine subtile Wahrheit in sich tragen und die Ben zum Ende hin kaum noch von der Realität unterscheiden kann. Ist eine korrupte Verschwörung im Gange? Und kann Ben sie aufhalten?
    Lesen lohnt sich!

    „Verlieren Verboten" ist ein packender Thriller, der mit einer fesselnden Idee überzeugt. Der Leser wird in eine Welt gezogen, in der dystopische Elemente geschickt mit einer erschreckenden Realität verflochten sind. Mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer packenden Handlung entführt uns das Buch in eine düstere Zukunft, in der nichts ist, wie es scheint.

  11. Cover des Buches Experimentum Mundi / SELEKTION - Mutanten in Afrika gegen die sino-asiatische Gier (ISBN: 9783754979471)
    Andreas Achenbach

    Experimentum Mundi / SELEKTION - Mutanten in Afrika gegen die sino-asiatische Gier

    (1)
    Aktuelle Rezension von: HansausEssen

    Der Haupttitel hatte mich beim ersten Anblick des 300 Seiten starken Buchs angesprungen wie ein Ozelot aus dem brasilianischen Dschungel und der Untertitel nebst seltsamem Titelfoto neugierig gemacht, was der Realist Achenbach da wohl als Science-Fiction Doku-Roman verfasst haben könnte, nachdem er ja gerade erst mit seinem anrührenden Corona-Buch einen sehr persönlichen Beitrag zum Ertragen der aktuellen Pandemie und ihrer Geschichte geliefert hatte.

    Die ersten Seiten zogen mich geradezu voller Spannung in eine Welt der Wissenschaft und Politik, die mir völlig fremd ist und später im Taumel von Hongkong bei der Bank of China seinen tragischen Anfang für Afrika nimmt - in einer Umgebung von Intrigen und Menschenverachtung sondergleichen. Da ich den Autor aus seiner Zeit als Geschäftsführer der Tech-Konzept GmbH aus den späten Achtzigern in Essen kenne, weiß ich, dass er die Klaviatur des modernen Managements und der großdenkerischen Technologiekonzepte voll beherrscht. Ich folgte dem Geschehen oft mit offenem Mund und echtem Staunen über so viel Niedertracht in der Politik, die ich mir nie hätte vorstellen können. Aber ich habe auch viel gelernt über Asien und Afrika, da der Autor brillant recherchiert hat und das moderne Afrika zum Ende der Geschichte immer wieder mit Anekdoten aus den archaischen Ursprüngen afrikanischer Königsreiche und den immer währenden Kämpfen um Anerkennung und Macht, mit kritischen Beiträgen der Weltgemeinschaft konfrontiert, die den schwarzen Kontinent offensichtlich nur als Reservoir für Arbeitskräfte (Sklavenhandel) und Rohstoffe (nicht nur Diamanten) missbraucht hat und mit dem Alibi des Erhalts von Naturwundern wie die Serengeti u.a. noch heute ausbeutet.

    Da scheint der perfide Coup Chinas, mithilfe von herbeigeführten Seuchen und deren angeblicher Bekämpfung einen ganzen Kontinent von gut 1,4 Mrd. Menschen zu übernehmen, indem man angeblich Gutes tut und die gewaltigen Slums der Armut zu Vergnügungsparks für den Rest der Welt umfunktioniert, durchaus realistisch, auch wenn dieses Vorgehen im Roman als SF-Thriller beschrieben wird. Dem Autor gelingt es in seiner nüchtern (als bekennender Realist) geschriebenen, teilweise fast wie Protokolle verfassten Zwischenberichten, den Leser durch eine Zukunftswelt des Grauens zu führen und sein Apell sollte deshalb auch als Mahnung an uns aktuell heute verstanden werden.

    Zwei Details erscheinen mir bemerkenswert: Erstens nimmt der Roman immer wieder in seiner Entwicklung von 2021 bis 2038 auch Stellung zu den politischen Entwicklungen in Europa und den USA und sagt sowohl die erneute Machtergreifung von Trump und dessen Tod voraus als auch die Übernahme der Regierung durch Elon Musk und Co als moderne Oligarchen des Westens, genauso wie die Niederlage von Putins Russland, das die Ukraine nicht besiegen kann sowie den Abstieg der EU und Deutschlands aus dem politischen Weltkonzert vor allem in der Ökonomie, weil zu Merkels Zeiten die Abhängigkeit von China und Co auf der Basis einer falsch verstandenen Globalisierung das multiple technologische Gap unüberwindbar werden ließ. Insoweit ist das aber durchaus Science-Fiction. Zweitens bemerkt der aufmerksame Leser, dass der Autor eine idealistische Vergangenheit haben muss, denn vom ersten Kapitel über eine Aussage des Chefs der Bank of China am Ende des ersten Drittels über den Mittelteil beim Einsatz seines weltweit bekannten Portraits als Jubiläumsbeflaggung für den ersten Vergnügungspark auf dem alten Kibera-Slum-Gelände vereinnahmt durch China bis zur Schlussseite taucht ein revolutionärer Name immer wieder auf und wird von allen Seiten gleichermaßen vereinnahmt, was mich sehr nachdenklich macht: Che Guevara, der kubanische Revolutionär aus Argentinien, Arzt und Freund der Menschheit. Kann das ein Schlüssel zur Seele des Verfassers sein? Und was soll uns das als Leser sagen?                      

    Mein Fazit: eine Menge Anlässe zum selber Denken in einem einzigen Buch! Deshalb zu empfehlen für kritische an Gesellschaftspolitik interessierte Leser.*


  12. Cover des Buches Days of Ashes and Dust (ISBN: 9783551303158)
    Ewa A.

    Days of Ashes and Dust

    (20)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    Tilly hat als Waise früh gelernt, anderen mit Vorsicht zu begegnen. Einzige Ausnahme: die Saver. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen vor Angriffen durch dunkle Kräfte zu schützen. Als jüngstes Mitglied der Gruppe nimmt Tilly entschlossen jeden Auftrag an – bis sie auf den mysteriösen Josh trifft. Der Mann mit den tiefschwarzen Augen scheint unverwundbar und übt auf Tilly eine unerklärliche Anziehungskraft aus. Doch Liebe macht schwach, diesen Leitsatz hat Tilly verinnerlicht. Und um die Welt vor der endgültigen Dunkelheit zu bewahren, muss sie stärker sein als jemals zuvor …(Klappentext Buch/Verlag)

     

    Ich lese gerne die Bücher der Autorin, da Sie doch sehr abwechslungsreich sind wie auch jetzt hier in diesem. Mal abgesehen davon, dass es meiner Meinung nach auch ein neues Gebiet für Sie ist, finde ich ehrlich gesagt, dass Sie es sehr gut hinbekommen hat. Der Anfang ist wirklich stark, dass ist wie „The Day after Tomorrow“, da weiß man auch nicht ob man weinen soll oder doch erstmal tief durchatmen. Dies zieht sich bis ungefähr zur Hälfte des Buches durch, dann hatte ich, dass Gefühl, das die Autorin etwas den roten Faden verloren hat. Ich sage mal, irgendwie gab es dann Wendungen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, aber das Buch zum Abschluss gebracht haben.

  13. Cover des Buches Die Mücke (ISBN: 9783990550229)
    Timothy C. Winegard

    Die Mücke

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wir alle kennen das Schlaf raubende und nervige Sirren von Stechmücken, sowie die juckenden Stellen nach dem Stich. Manche Mücken aber, verbreiten ernste, oft tödliche Krankheiten. Aber, Hand aufs Herz, wer hat sich jemals intensiver mit den Insekten auseinandergesetzt? 

    »Seit 2010 hat die Mücke jährlich etwa zwei Millionen Menschen umgebracht. An zweiter Stelle derselben Statistik steht der Mensch.« 

    Wie hat die Mücke die Geschichte der Menschheit beeinflusst und wenn ja, wie? 

    Dieses Frage stellt der amerikanische Autor Timothy C. Winegard sich und uns Lesern. Um sie zu beantworten, betrachtet er zunächst in den ersten beiden (von 19 Kapiteln) die Biologie der Mücken sowie die zahlreichen unterschiedlichen Arten, die Krankheiten wie Malaria übertragen. 

    Anschließend begeben wir uns auf zahlreiche Schlachtfelder der Geschichte: Von den Römern bis zum Zweiten Weltkrieg. Immer mit dabei sind die Stechmücken, General Anopheles, nennt sie der Autor.  

    »Plötzlich brach ein derart tödliches Fieber unter seinen Soldaten aus, dass innerhalb von sieben Tagen fast alle … unerwartet einen elenden Tod starben … und [Barbarossa] im August seine schwindende Armee abzog. Doch die tödliche Seuche folgte ihm und er musste mit jedem versuchten Schritt nach vorn unzählige Tote zurücklassen.«

     Zudem schildert er die Bemühungen, die Krankheiten zu heilen (teilweise gelungen) bzw. den Stechmücken Herr zu werden (bislang vergeblich). Faszinierend dabei, wie anpassungsfähig die Mücken dabei sind, uns Menschen ein Schnippchen zu schlagen. Kaum ist ein wirksames Medikament gegen z. B. Malaria gefunden, gibt es schon wieder die ersten Mücken, die gegen dieses Medikament resistent sind. Immer komplexere Mittel werden eingesetzt, doch die Mücke scheint uns immer eine Nasenlänge, pardon, Rüssellänge voraus zu sein. Manchmal gelingt es, wie unter Benito Mussolini in den 1930er-Jahren durch die Trockenlegung der Sümpfe, den Stechmücken ihren Lebensraum zu rauben. Hat alles nicht geholfen! Hitler hat, durch Renaturierung, dieser Gebiete, den Mücken zu einem neuen Höhenflug verholfen. 

    Eine Zeit lang war DDT das Wundermittel, bis man entdeckt hat, dass es den Menschen schadet und die Stechmücken wieder einmal, überlebt haben.  

    Wenn in diesen Tagen die Nachricht, man versuche männliche Steckmücken durch Genmanipulation unfruchtbar machen, klingt das erfolgversprechend, allein mir fehlt der Glaube, dass hiermit die Stechmücken ausgerottet werden können. 

    Um die eingangs gestellt Frage zu beantworten: Ja, die Steckmücken haben die Menschheit beeinflusst, ob in der dargestellten Größenordnung, ist nicht ganz klar.  

    Meine Meinung: 

    Der Streifzug durch die Geschichte ist interessant. Vor allem jene, die sich explizit mit der amerikanische Geschichte beschäftigt. Man kennt sie in groben Zügen, manche Details sind vielleicht nur besonders Interessierten bekannt. Hier geht der amerikanische Autor besonders auf jene Einzelheiten der Geschichte ein, die im Umfeld der Kolonisierung des Kontinents aufgetreten sind.  

    Der Schreibstil ist sachlich und wird an manchen Stellen durch humorvolle Formulierungen unterbrochen. Auch wenn das Buch ziemlich Amerika-lastig ist, hat es mir sehr gut gefallen. Militärgeschichte interessiert mich, weshalb ich das Buch, das seinen Fokus auf den Zusammenhang von kriegerische Auseinandersetzungen und den Mücken legt, gerne gelesen. Nicht alles lässt sich, auf Grund fehlender Dokumente sowie Unkenntnis von medizinischem Fachwissen früherer Generationen (z. B. Mittelalter) nachweisen. 

    Das Buch ist penibel recherchiert, enthält zahlreiche Fotos und Anmerkungen im Anhang sowie Hinweise auf weiterführende Literatur.  

    Fazit:

    Eine interessante Zeitreise, die mir persönlich, Mücken nicht wesentlich sympathischer macht. Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten Buch, das im Anhang weiterführende Literatur anbietet, 5 Sterne.

     

  14. Cover des Buches Die leidige Seuche. Pest-Fälle in der Frühen Neuzeit (ISBN: 9783412094027)
  15. Cover des Buches Ich rede von der Cholera (ISBN: 9783455010428)
    Heinrich Heine

    Ich rede von der Cholera

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Ich habe Ich rede von der Cholera gelesen – und war überrascht, wie sehr mich ein Text über eine Krankheit zum Lächeln bringen konnte. Heinrich Heine schafft es, über Tod und Angst zu schreiben – mit Leichtigkeit, Ironie und scharfem Blick. (Mehr zu Heine: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/heinrich-heine/ )

    Es ist kein medizinischer Bericht. Es ist auch kein moralisches Traktat. Es ist Heine, wie er leibt und lebt: spöttisch, klug, poetisch – und immer ein bisschen unbequem.

    Er beobachtet, wie die Menschen auf die Cholera reagieren. Mit Panik, mit Gleichgültigkeit, mit Aberglauben. Und er zeigt: Die Krankheit ist nicht nur im Körper – sie ist auch im Kopf, in der Gesellschaft, in der Politik.

    Ich habe oft gelacht. Und dann wieder geschluckt. Denn zwischen den Zeilen steckt viel Kritik – an Obrigkeiten, an Heuchelei, an unserer Angst vor dem Unsichtbaren. Heine legt den Finger auf die Wunde – und streut manchmal noch Salz hinein. Aber mit Stil. Mit Haltung. Mit Herz.

    Was mich besonders begeistert hat: Wie zeitlos das Ganze ist. Man könnte meinen, er schreibt über unsere Zeit.

    Ich rede von der Cholera ist bissig, klug und mutig. Kein Jammern, kein Pathos. Ein Text, der provoziert – und genau deshalb gelesen werden sollte.

    Heine zeigt: Selbst in dunklen Zeiten darf man lachen. Und denken. Beides tut gut.

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