Bücher mit dem Tag "sexismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sexismus" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Someone New (ISBN: 9783736308299)
    Laura Kneidl

    Someone New

     (1.518)
    Aktuelle Rezension von: MiniMichi0502

    Someone New war mein erstes Buch von Laura Kneidl und definitiv nicht mein letztes.
    Von Anfang an war ich unglaublich gefesselt von der Geschichte. Alle Charaktere konnte ich von Anfang an ins Herz schließen und habe mich sofort auf die nächsten Bücher gefreut. Besonders die Liebesgeschichte von Micah und Julian war schön zu beobachten, da Julian Micah am Anfang überhaupt nicht nah an sich ran lassen wollte. Gegen Ende des Buches erfährt man auch noch durch einen Riesen Plot Twist was Julians Geheimnis ist. Und ich verspreche euch, das Geheimnis hat es definitiv in sich 

  2. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Ich hatte schon einiges von diesem Buch gehört und muss sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden. Aufgrund der Beschreibung hatte ich mir eine Art  weichgespülten „Dexter“ vorgestellt, aber die Person des Anwalts Björn Diemel ist viel tiefgründiger, wird sehr gut entwickelt und auch das Geschehen, wie er zu seinem ersten achtsamen Mord kommt, ist – so komisch sich das anhört – absolut nachvollziehbar. Das Buch ist witzig geschrieben, voller Humor und treffender Analysen. Die Achtsamkeits-Merksätze werden gekonnt mit dem Geschehen verknüpft – besser geht es nicht. Ein sehr gelungenes Werk, wirklich mal was anderes und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

  3. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (305)
    Aktuelle Rezension von: whatbabsreads

    Lange habe ich gezögert, doch diesen Monat habe ich endlich zu diesem Buch gegriffen. Ich habe schon im Vorfeld eine ziemlich harte und bedrückende Geschichte erwartet (nachdem ich "Die Nickel Boys" gelesen hatte). Dieser Roman ist teilweise sehr frustrierend, aufreibend und geht einem sehr nah. Und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte erzählte von Cora. Sie ist Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia. Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und flüchtet mit Caesar durch den Sumpf in einer Nacht- und Nebelaktion, um endlich in Freiheit leben zu können. Ihr Ziel ist eine geheime Station der Underground Railroad - ein unterirdisches Netz aus Gleisen und Tunnel, welches von Abolitionisten und geflüchteten Sklaven erbaut wurde. Mithilfe von einigen Verbündeten flüchten die beiden aus dem Staat. Wir folgen ihnen auf dem harten und traumatisierenden Weg durch die Südstaaten der USA, voll von Rassismus, Sklaverei und weißer Vorherrschaft. Ihre täglichen Erfahrungen und Erniedrigungen auf den einzelnen Stationen machen das Buch zu keiner leichten Lektüre. Und trotzdem ist Colson Whiteheads Schreibstil so fesselnd, dass man nicht aufhören kann. Der Autor hat es mit diesem Werk erneut geschafft, mich zu fesseln und zu schockieren. Ich kann diesen Page-Turner daher nur empfehlen, aber bitte schaut euch vorher die Triggerwarnungen an.

  4. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (713)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  5. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (334)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Kim Jiyoung, geboren 1982, ist eine mehr als nur durchschnittliche Südkoreanische Frau. Schon ihr ganzes Leben über erlebt sie Sexismus und Benachteiligung ihres weiblichen Geschlechts wegen. Sei es in der Schule, in der Erziehung, im Arbeitsleben oder bei der Gründung ihrer eigenen Familie. 

    Das, so ziemlich, ist alles, was mir hinsichtlich des Inhalts zu diesem viel gelobten und vergötterten Buch einfällt. Meine Erwartungen waren innerhalb der ersten paar Seiten noch einigermaßen hochgesteckt. Allerdings musste ich sehr schnell erkennen, dass ich diese Stück für Stück immer weiter zurückschrauben musste. Inhaltlich ist in diesem Buch nämlich wirklich tote Hose. Zwar waren die Schilderungen von Sexismus einer der gesellschaftlich wohl problematischsten, aber dennoch hochangesehenen Republik unserer Erde ohne Frage spannend zu verfolgen, leider nur nicht in einem spannungs- und unterhaltungstechnischen Umfeld. Die Autorin scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, auf knöcherne Weise die Missstände in ihrem Heimatland anzuprangern - zu Recht meiner Meinung nach, und auch dringend notwendig - allerdings fällt so ziemlich alles, was ich ansonsten an guten Büchern schätze hinter den Vorhang. So bekam ich beim Lesen mehr und mehr das Gefühl, mich in einen Informationstext verirrt zu haben, ähnlich einem Sachbuch. Wo wir dann auch schon beim sprachlichen Aspekt meiner Kritik sind. Kurz und knapp: der Schreibstil war mir viel zu geradlinig und nüchtern, per se nicht das Problem, wenn der Inhalt ansonsten etwas hergeben würde, was leider hier nicht der Fall war. Vor allem die Fußnoten, die sich alle paar Seiten finden, haben mich massiv irritiert und irgendwann zu stören begonnen. die ganzen 200 Seiten über werden nur Fakten hinausgeballert, die insgesamt ein Skelett ergeben, die jede der faden und schlecht gezeichneten weiblichen Personen des Buches tragen hätte können. Die Zeichnung der Charaktere war es nämlich, die mich am meisten schockiert hat. Als Leser:in hat man hier beinahe nichts, das man greifen könnte. Farb- saft- und geschmacklos kommen diese daher, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. 

    Kurz gesagt: Ich bin enttäuscht. Nicht von der Idee des Buches, aber von dessen Umsetzung. Cho Nam-Joo hat mit der Umsetzung in meinen Augen das Potential, das in der unterdrückten südkoreanischen Durchschnittsfrau lauert, ziemlich gegen die Wand gefahren. Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass die Lektüre dieses Buches durchaus auch seine informativen Seiten hat. Das war es dann leider aber auch schon wieder. 

  6. Cover des Buches Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (ISBN: 9783471351734)
    Camilla Läckberg

    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Inhalt:

    Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks. Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr?

    Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...


    Fazit:

    Dies war mein erster Thriller von Camilla Läckberg und ganz sicher nicht der letzte.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte hat mich gefesselt, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Durch die Rückblicke hat man auch noch etwas mehr über Fayes Vergangenheit erfahren.

    Besonders Fayes charakterliche Entwicklung zur selbstbewussten Frau im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen und auch die anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet.

    Ein gelungener Thriller mit überraschenden Wendungen.

  7. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse - Der große Bestseller als limitierte Schmuckausgabe (ISBN: 9783446268463)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse - Der große Bestseller als limitierte Schmuckausgabe

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Malerisch eingebettet in die Kraft der Natur fließt dieser Roman wie das Wasser daher. Ich habe dieses Buch genossen und war tief von der Geschichte um das Marschmädchen Kya berührt. Das Cover ist bunt gestaltet. Man erkennt eine Sumpflandschaft, welche typisch für den Landesteil von North Carolina ist. Im Hintergrund des Bildes ist ein Boot, sowie ein Steg erkennbar. Der Klappentext gibt eine kurze Inhaltsangabe für den Hintergrund, ohne den entscheidenden Inhalt bereits zu spoilern. In der Story geht es um das junge Mädchen Kya Clark, welche aufgrund verschiedener Schicksalsschläge innerhalb ihrer Familie allein im Hinterland in einer einsamen Hütte lebt. Sie versucht weitestgehend isoliert von der Zivilisation zu leben und vermeidet jeglichen Kontakt, welcher sich auf z.B. notwendige Einkäufe reduziert. Im Laufe der Zeit begegnet sie zwei jungen Männern, welche ihr Leben auf dramatische Weise beeinflussen bzw. verändern. Kann Kya ihr geliebtes Leben weiterleben oder wird sie sich ihrem Schicksal stellen müssen? Die Protagonistin ist eine auf den ersten Blick zarte und verletzliche Persönlichkeit, welche jedoch aufgrund der einzigen wahren Liebe zu der Natur einen immensen Überlebensdrang entwickelt hat. Stets mit dem notwendigen zufrieden schafft sie es allen Problematiken der Isolation, sowie des ausgeliefert sein mit der Natur zu trotzen. Trotz etlicher Schicksalsschläge gibt sie die Hoffnung niemals auf, weil sie nur eines im Leben möchte, im Einklang mit ihrer Heimat dem Marschland zu leben. Als wesentliche Nebenfiguren tauchen der junge Mann Tate, der junge Mann Andrew Chase sowie ihr Bruder Jodie, sowie der Ladenbetreiber Jumpin auf. Mir hat Jumpin in diesem Roman am besten gefallen. Stets auf der Seite von Kya trotz der üblen Nachrede innerhalb der Gemeinde hilft er ihr, wo er nur kann, obwohl es auch um ihn gerade finanziell und auch aufgrund seiner eigenen ethnischen Herkunft sehr schlecht bestellt ist. Seine Fürsorge und Unterstützung für Kya fand ich sehr bewegend und er ist mein zweiter Held neben Kya in diesem Buch. Die Erzählung findet auf zwei Zeitebenen statt und wechselt sich von Kapitel zu Kapitel dabei immer wieder ab. Der Aufbau der Geschichte ist sehr stringent und die Zeitsprüngen sind für den Leser meiner Meinung nach sehr gut nachvollziehbar. Die Spannung der Geschichte entwickelt sich im Laufe der Erzählung und erfährt eine dramatische Wendung. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, verspielt manchmal etwas verträumt und sehr gut lesbar. Hier haben die beiden deutschen Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann ganze Arbeit geleistet. Als Besonderheit ist noch eine Karte der wesentlichen Handlungsorte zu nennen, welche sich im Buchdeckel befindet. Der Roman richtet sich an alle Leserinnen und Leser, welche an einer wunderschönen Geschichte von Menschen und Natur interessiert sind. Mit einer Verschmelzung eines Menschen mit der Natur ist der Autorin ein wundervolles Erstlingswerk gelungen. Ich habe mich ein wenig an den Film Avatar erinnert gefühlt, in dem ein Volk auf einem anderen Planeten im Einklang und im Geiste mir ihrer Umwelt gelebt haben. Die Frage die sich mir dabei stellt. Was ist Heimat? Was ist Natur? Kya hat sie mir eindrucksvoll beantwortet. Ich habe noch viel nach Beendigung des Buches über Kya und die Marschlandschaft nachgedacht. Mein Fazit ist ich wäre gerne auch ein Tag mal ein Kind der Natur.

  8. Cover des Buches Der Blutkünstler (ISBN: 9783548063768)
    Chris Meyer

    Der Blutkünstler

     (238)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    Tom Bachmann ist „Seelenleser“ oder professionell ausgedrückt: Profiler. Sein Lebensinhalt ist die Bekämpfung des Bösen und da hat er in Chris Meyers Thriller „Der Blutkünstler“ jede Menge zu tun. In verschiedenen Teilen der Republik kommen über mehrere Jahre verteilt vier Frauen grausam zu Tode. Sie werden gequält und ihre Leichen grotesk, als kleine Mädchen verkleidet, als eine Art gruseliges „Kunstwerk“ zur Schau gestellt. Tom Bachmann wird hinzugezogen und die Ermittlungen nehmen Fahrt auf. Und dann taucht ein Kindheitsfreund auf, der früher fast wie ein Bruder für ihn war.

    Chris Meyer schreibt einfach und bildhaft. Alles in allem ist das Buch, auch dank der kurzen Kapitel, flüssig zu lesen. Zudem ist er in seinen Beschreibungen schonungslos und das Buch ist nichts für schwache Nerven. Insgesamt hat der Autor bei dem Buch also nichts falsch gemacht. Er hat alle essenziellen Aspekte abgehakt. Und darin liegt die Krux: es wirkt manchmal wirklich, als habe er eine Checkliste zum Thema „was braucht ein gelungener Thriller“ abgehakt. Ermittler mit traumatischer Vergangenheit, der mit Schlaflosigkeit und seinen Dämonen kämpft. Feministische Ermittlerinnen. Mehrere brutale Morde. Manipulative Erwachsene, die Kinderleben zerstören. Aber dennoch schafft es das Buch für mich nicht, sich vom guten zum herausragenden Thriller zu mausern.

    Das liegt einerseits an den Charakteren, die ich einfach zu klischeehaft finde. Tom finde ich eher interessant als sympathisch. Seine überbordende Genialität fand ich stellenweise sehr anstrengend (vor allem, weil ich ihn gar nicht so genial fand) und auch seine Handlungen waren nicht einmal dann immer nachvollziehbar, wenn man seine Vergangenheit kennt. Er wirkt sehr unnahbar und distanziert, sein Privatleben beschränkt sich auf Sport, Computerspiele und One-Night-Stands, was die Frage für mich aufwirft, inwieweit er selbst ein Psychopath sein könnte („Psychopathie war im Prinzip nichts anderes als eine Persönlichkeitsstörung, und Tom hatte sich in seinem Leben nicht nur einmal gefragt, ob er auch davon betroffen sein könnte. Zumal eines alle Psychopathen einte: Sie konnten nicht lieben.“). Neben ihm wirken alle anderen Charaktere etwas blass und insgesamt fand ich die Personen nicht ganz ausgereift.

    Erzählt werden alle vier Handlungsstränge aus der Sicht eines allwissenden Erzählers. Ein Handlungsstrang spielt in Toms Kindheit in den 1980er Jahren, der zweite hat den Blutkünstler zum Protagonisten, der dritte einen lange unbenannten „Beobachter“ und natürlich ist der „Hauptstrang“ die Ermittlungsarbeit. Der Autor flicht in seine Thriller-Handlung einige interessante Fakten aus der Psychologie ein. Vor allem seine Ausführungen zu Psychopathen fand ich sehr nützlich.

    Der Spannungsbogen war für mich nicht konstant, nach einem Paukenschlag-Auftakt flacht er rasch ab. Aber wirklich langweilig fand ich das Buch zu keiner Zeit, auch wenn der Autor manchmal die Spannung durch schieren Ekel erzeugt. Was mich allerdings wirklich frustriert hat, ist der Schluss. Der überraschte mich zwar, kam aber einfach zu abrupt und der Hinweis auf den Mörder kam praktisch aus dem Nichts. Kann man cleveren Twist nennen oder unterstellen, dass Chris Meyer rasch zum Schluss kommen wollte und daher seinem Publikum einen fast willkürlich ausgewählt wirkenden Täter präsentiert hat. Hier fehlte mir ein bisschen die Logik und die Ermittlungsarbeit des ach so genialen Profilers ist doch nicht so genial, denn er weiß selbst bis zur Demaskierung nicht, wer hinter dem Blutkünstler steckt.

    Alles in allem ist das Buch ein solider Thriller, dem aber das Alleinstellungsmerkmal fehlt. Er wird mir vermutlich nicht im Gedächtnis bleiben. Da es der Auftakt zu einer Serie ist, bleibt zu hoffen, dass der Autor die Charaktere weiter entwickeln wird und seinen eigenen Stil findet, statt sich an tausendfach bewährte Rezepte zu halten. Von mir für die gute Idee, die sprachlich wirklich gute Umsetzung und die gute Unterhaltung aber vier Sterne.

  9. Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)
    Sophie Passmann

    Alte weiße Männer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: FrauKlopp

    Alte weiße Männer - ein Schlichtungsversuch ... schön, dass es diese Subhead dazu gibt. Mit manchen der Herren schienen die Gespräche einfach und leicht, sogar richtig witzig, manche haben echt böse gemacht, besonders das vorletzte Gespräch (Rainer L. aus M.), man hatte das Gefühl er wollte Sophie Passmann auch einfach nicht hören und verstehen.
    Generell, richtig gutes Buch, wichtiges Thema und ich hoffe total auf einen weiteren Band, da gibt es noch so viele Herren, denen man mal auf den Zahn fühlen kann und sollte. Hej Frau Passmann, gibt es die Hoffnung auf einen Nachschlag?

  10. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Als Stella - ein Großstadtmädchen, im kleinen Örtchen Laholm landet, ist sie erstmals erschlagen von der Stille um sich herum. So schnell wie nur möglich will sie das Haus, das sie geerbt hat verkaufen und wieder abhauen. Dabei hat sie aber die Rechnung ohne ihren 'Nachbarn' gemacht, der ihr nach und nach immer mehr und mehr unter die Haut geht ...

    'Nur noch ein bisschen Glück' war für mich ein süßer Roman für zwischendurch. Weder gab es großes Drama, noch war es irgendwie großartig spannend. Dennoch war die Geschichte eine Schöne und so habe ich sie mir bis Schluss (Hörbuch) angehört. Es ist eben ein Liebesroman, der mit einem niedlichen Happy End endet. (Sorry für den Spoiler.)

    Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Spannung gewünscht, etwas mehr 'Nervenkitzel'. Aber auch so bereue ich die Zeit nicht, die ich mit diesem Roman verbracht habe :)

  11. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (285)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  12. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (867)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  13. Cover des Buches Drei Kameradinnen (ISBN: 9783462052763)
    Shida Bazyar

    Drei Kameradinnen

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Ancareen

    Drei Freundinnen, Saya, Hani und die Ich-Erzählerin Kashi, begegnen sich nach langer Zeit wieder, weil sie zu einer Hochzeit eingeladen wurden. Sie sind zusammen in einer Großstadt aufgewachsen, ein Leben zwischen allen Welten: sie sind in Deutschland geboren, aber ihre Eltern haben einen Migrationshintergrund, dazu die Armut. Rassismus ist Alltag, dazu die Probleme zu Hause mit den Eltern. Sie hielten immer zusammen. Die Ich-Erzählerin öffnet ein weites Panorama in den alltäglichen Rassismus, den viele nicht wahrnehmen, ein scheinbar selbstverständliches Ausgrenzen von Menschen in der gegenwärtigen Gesellschaft.  Sie zieht einen beim Lesen mitten in die Geschichte, klagt an.  Saya ist voller Wut und verfolgt einen Strafprozess im Internet, der ihre Wut immer mehr anstachelt. Hat sie tatsächlich den Brandanschlag verursacht, bei dem viele Menschen ums Leben kommen?

  14. Cover des Buches Dolores (ISBN: 9783453435766)
    Stephen King

    Dolores

     (625)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Dolores St. George (damals mit dem Namen des Göttergatten) redet sich im Polizeirevier in East Head auf Little Tall Island ihr ganzes Leben von der Seele, wunderschön dargestellt als Monolog, dabei nur auf einzelne Zwischenfragen eingehend. Nein, mit dem Tod der sie triezenden alten umnebelten Missus Donovan, für die sie jahrzentelang als Haushälterin arbeitete, habe sie nichts zu tun, auch wenn einige Hinweise darauf hindeuteten. Aber ihren Mann habe sie damals beseitigt, das gibt sie gleich zu Beginn unumwunden zu. Im Rückblick entsteht das Porträt einer bienenfleißigen Frau mit dem Herz am rechten Fleck, die mit recht von sich behauptet, alles was sie tat, aus Liebe getan zu haben. Die Verfilmung läuft ab und zu auf Kabel Eins, übrigens der zweite gute Film mit Kathy Bates neben "Misery", Marshal Eriksen!

  15. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (680)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  16. Cover des Buches Cop Town - Stadt der Angst (ISBN: 9783734104060)
    Karin Slaughter

    Cop Town - Stadt der Angst

     (201)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Ich habe die anderen Bücher von Karin Slaughter geliebt. Ok, bei manchen war es schwer sich durch die ersten, trägen Seiten zu kämpfen. Aber gerade Belladonna oder Gottlos blieben mir im Gedächtnis haften.
    Aber leider, leider, baut Karin Slaughter von Buch zu Buch ab. Anfangs war man noch mittendrin im Geschehen. Nun gibt es einen Prolog, der Fragen aufwirft und dann unzählige, träge Seiten die erst einmal die Leben aller Protagonisten genau beleuchten muss.
    Ok, das ist an dieser Stelle vielleicht etwas übertrieben. Es war einfach schwer am Ball zu bleiben. Doch ich biss die Zähne zusammen, um bis zum Ende zu kommen.
    An einigen Stellen war die Story mitreißend und man wollte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Dann kamen aber leider wieder viele, träge Seiten. Insbesondere die Stellen mit dem Onkel habe ich irgendwann gehasst.
    Ob ich das Buch weiterempfehlen würde?
    Wenn man schon andere Bücher der Autorin kennt? Vielleicht.
    Wenn es das erste Buch der Autorin ist, das man lesen möchte? Nein! Definitiv nein!
    Es gibt einfach bessere Werke. Wie schon erwähnt Belladonna und Gottlos.

  17. Cover des Buches Aller guten Dinge sind zwei (ISBN: 9783426522707)
    Mhairi McFarlane

    Aller guten Dinge sind zwei

     (189)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Dann geht der eine plötzlich fremd. Laurie ist völlig fassungslos. Seit Jahren wünscht sie sich eine Familie mit Dan, der das völlig ablehnt, um dann mit der nächsten Frau ein Kind zu bekommen. Niedergeschlagen geht sie auf den angebotenen Deal mit ihrem Kollegen Jamie ein, schließlich hängt ja nichts davon ab, eine klare win-win Situation!

    Ich liebe den leichten Stil, hier hatte ich jedoch, anders als bei den 5 vorangegangen Büchern, Probleme, in das Buch zu finden, es nahm erst später Fahrt auf und man hatte es schwuppdiwupp durchgelesen. Sehr romantisch!

     

  18. Cover des Buches Bittere Wunden (ISBN: 9783734102288)
    Karin Slaughter

    Bittere Wunden

     (218)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette
    Der wahrscheinlich am besten durchdachte Slaughter der Sara Linton / Will Trent - Reihe...

    Geradezu retrospektivisch erzählt Slaughter in "Bittere Wunden" von einem Verbrechen, welches in den 70ern begann und sich bis in die Gegenwart zieht.

    In zwei Zeitebenen erfahren wir unter anderem wie es dazu kam, dass Will Trent im Waisenhaus aufwuchs und wie Amanda Wagner diese starke Persönlichkeit entwickelt, die wir von ihr kennen.

    Atlanta, 1974:

    In der ärmsten Siedlung Atlantas verschwinden nach und nach Mädchen spurlos. Da es sich um teilweise drogenabhängige Prostituierte handelt, werden die Fälle nicht all zu ernst genommen. In der ganzen Einheit des Atlanta Police Department interessieren sich gerade mal die beiden Polizistinnen Amanda Wagner und Evelyn Mitchell.

    Durch die Cleverness und den Mut der beiden Frauen, gelingt es, den Täter zu fassen und hinter Gittern zu bringen.

    Atlanta, heute:

    Erneut verschwinden Mädchen. Der Täter von damals ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Hat er wieder zugeschlagen?
    Die Erzähldynamik von „Bittere Wunden“ unterscheidet sich sehr von den üblichen Reihen Slaughters. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließen logisch und unterhaltsam ineinander.

    Besonders hervorheben möchte ich hierbei die detaillierte und realistische Darstellung des Alltags von Frauen im Polizeitdienst, im Amerika der 70er Jahre. Zu einer Zeit, in der Feminismus noch in den Kinderschuhen steckte und Frauen auf der Arbeit, Übergriffe ihrer männlichen Kollegen ausgesetzt waren.

  19. Cover des Buches Liebe ist so scheißkompliziert (ISBN: 9783733504069)
    Sabine Schoder

    Liebe ist so scheißkompliziert

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Was ist passiert, das  ein Video dein ganzes Leben auf den Kopfstellen kann und du vom unscheinbaren Riesen zu bekanntesten Schülerin wirst.


    Das Cover ist gut gemacht, weil es mal nur den Titel im Vordergrund hat und der Titel ist sehr passend gewählt und spricht den meisten aus der Seele.

    Der Schreibstil ist flüssig und man kommt schnell in das Buch rein und dadurch auch schnell durch.

    Ich mag die verschiedenen Themen die das Buch anspricht. Über Mobbing, die erste Liebe,  sich unwohl fühlen und und und. Dies ist gut in dem Buch zusammen gefasst. Mit dem Hauptcharakteren kann man sich gut verbinden, weil nicht zu viel und nicht zuwenig über diese geschrieben wird. Man lernt sie langsam kennen und leidet mit ihnen mit. 

    Kleines negatives Zwischendurch war mir das hin und her ein wenigzuviel und übertrieben. Man weiß ja wie Teenies sind, aber ich fand es manchmal zu viel.

    Ich kann das Buch nur empfehlen, weil es viele Themen anspricht und auch alle Seiten aufzeigt nicht nur die guten.

  20. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (585)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Im ersten Band der neapolitanischen Saga lernen wir die zwei Freundinnen Lila und Elena kennen. In Neapel der fünfziger Jahre müssen sie lernen, dass Mädchen nicht viel zu melden haben, aber jede setzt sich auf ihre Weise zur Wehr. Lila mit ihrer auflehnenden Art, ihren Zukunftsvisionen aus der väterlichen Schusterei ein großes Schuhimperium zu erschaffen und der Idee, dass die Mafia sich nicht in ihre privaten Angelegenheiten einmischen darf. Elena darf auf Drängen ihrer Lehrerin eine weiterführende Schule besuchen und sieht sich immer im Zwiespalt zwischen ihren schulischen Ambitionen und ihrer Herkunft. 

    Endlich schaffe auch ich es diese Saga in Angriff zu nehmen. Der erste Band hat mir schon sehr gut gefallen. Als Leser fühlt man sich in das mafiöse Italien zurückversetzt und lernt es aus der Sicht von Kindern kennen. Die Freundschaft der beiden Mädchen ist etwas verwirrend und immer von Rivalität geprägt, daher interessiert es mich sehr wie es weitergeht. 

  21. Cover des Buches Das Licht ist hier viel heller (ISBN: 9783627002640)
    Mareike Fallwickl

    Das Licht ist hier viel heller

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Hagemann

    Ein Roman in zwei Perspektiven und einer ganz stereotype Aufstellung: Vater in einer Schaffenskrise, Tochter in schwieriger Erwachsenwerdens-Phase und eine problematische Beziehung untereinander. 

    Doch plötzlich tauchen Briefe einer unbekannten Frau auf und setzen eine Entwicklung in Gange, die nicht mehr stereotyp ist, sondern ungewöhnlich und besonders. Briefe über Liebe und Hass, Wut und Verzweiflung, Zärtlichkeit und Brutalität, und ja auch über sexuellen Missbrauch. Vater und Tochter lesen beide diese Briefe, jeder in seiner Perspektive. Und natürlich nehmen beide die Dinge wahr, die etwas mit ihrem Leben gemeinsam haben. Und bei Beiden ändert sich so einiges in ihrem Leben... 

    Für mich ist es ein Roman, der mich absolut mitgerissen hat. Beide Perspektiven waren spannend und mitfühlend. Ein fesselnder Roman mit Humor und psychologischem Tiefgang. Gedanken, die tiefgründig, vielschichtig und klug sind - und auch sehr aktuell! Themen wie sexuelle Gewalt, soziale Inkompetenz und Zwischenmenschliche Gefühle. 

    Aufwühlend und spannend bis zum Schluss!!!

  22. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

     (110)
    Aktuelle Rezension von: buecherhaii

    Das Cover hatte mich neugierig gemacht und der Klappentext ist auch sehr einladend und sagt viel aus. 


    Ohne zu Spoilern möchte ich hier mein Lese Erlebnis mit euch teilen: 


    Das Buch fing direkt super spannend an und die Spannung war bis zum Schluss oft durchgezogen. Es gab keine Momente wo ich das Buch nicht lesen wollte da mir selbst der Schreib Stil sehr zugesagt hatte. Die Personen und die Geschichte an sich wird gut dargestellt. Es sind keine schweren Wörter dabei und man kann die Sätze lesen und direkt sich vorstellen wie es wohl abgelaufen ist. 


    Das Buch hat mich nicht enttäuscht obwohl ich bei Beginn leichte Zweifel hatte das ich mir zu viel vorgestellt habe .. aber das Buch war genau richtig und es war sehr einladend es zu lesen.  


    Das einzige was mich halt bisschen verwirrt hatte am Anfang war das dieses Buch nicht chronologisch geschrieben wurde, nachdem ich mich aber reingefunden habe war dem Lese Erlebnis keine Grenzen mehr gesetzt. :D

  23. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (398)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Es handelt sich scheinbar um eine ganz normale Familie aus einem englischen Vorort. Jedes der Familienmitglieder hat seine Eigenarten, doch nichts besonders auffälliges oder gar schlimmes. Als der Vater plötzlich stirbt beginnen sich die Familienmitglieder langsam zu verändern und driften langsam von einander Weg. Als die Mutter dann noch unerwartet an Krebs stirbt, bleiben Jack, Julie und ihre beiden jüngeren Geschwister alleine in dem Haus zurück. Da ihnen die Abschiebung in ein Kinderheim droht, fassen die Kinder den Entschluss die Mutter im Keller einzuzementieren, um so deren Ableben zu verbergen. Ohne die festen familiären Strukturen beginnt sich jedes der Kinder nun immer schneller zu verändern und driften dabei immer weiter von einander ab. 

    Nachdem ich von "Saturday" einigermaßen begeistert war, wollte ich noch etwas anderes von Ian McEwan lesen und da kam mir dieses kurze Buch mit seiner doch pikanten Thematik sehr zupass. Der Schreibstil des Autors konnte mich schon bei seinem anderen Buch begeistern, doch bei dieser Geschichte konnte mich der Autor auf sprachlicher Ebene sogar noch ein Stückchen mehr abholen. Man bekommt bunte beschreibende Bilder geliefert, ohne dass die Geschichte dabei zu zäh werden würde, oder der Lesefluss eingeschränkt werden würde. Ian McEwan konnte meiner Meinung nach also die besonderen Lebensumstände, in die sich die 4 Heranwachsenden manövriert hatten, sehr gut darstellen und erzeugte dabei eine besondere und drückende Atmosphäre, die ich ähnlich einem schwülen, drückend heißem Sommertag empfand, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem Schreibstil konnte mich die Geschichte auch mit ihrer kranken und gewöhnungsbedürftigen Handlung abholen. Dadurch, dass man in der Geschichte nur einen einzigen maßgebenden Handlungsstrang hat, der sich immer weiter auflädt und polarisiert fliegt man beim Lesen nur so durch die Geschichte. Das Thema mag nicht für jeden passend sein, doch man kann ihm nicht absprechen, dass er Garant für Spannung ist. Am meisten Begeistern konnte mich Ian McEwan aber mit den Charakterzeichnungen. Zwar kam ich keinem der Protagonisten auf emotionaler Ebene nahe, doch das wäre meiner Meinung nach bei dieser Handlung nicht möglich gewesen. Man blickt viel mehr als unbeteiligter Zuseher auf eine Horde kranker Minderjähriger herab und wünscht sich dabei, niemals in so einem emotional verwahrlostem Zustand wie diese zu Enden. Was Ian McEwan allerdings geschafft hat ist, dass jeder der Protagonisten eine andere Richtung in seiner emotionalen bzw. körperlichen Verwahrlosung einnimmt. Am besten merkt man dies in meinen Augen bei Jack und seinem kleinen Bruder. Jack verwahrloste körperlich und ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens vor ihm ziemlich ekelte, wohingegen bei seinem jüngeren Bruder die emotionale und soziale Verwahrlosung erschreckende Ausmaße annimmt. Das Meisterwerk des Autor besteht dabei aber, dass er mir die Charaktere und deren doch recht abartige Entwicklung als authentisch verkaufte. Ich hatte das Gefühl, dass das ganze so gerade sich irgendwo abspielen könnte, und ich nur nichts davon wissen würde. Ein einziges kleines Problem hatte ich allerdings damit, dass ich vor allem gegen Ende der Geschichte nicht mehr mit der Handlung auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Ich hatte am Ende einfach das Gefühl, dass es zu viel wurde. 

    Letztendlich ist das Buch aber extrem lesenswert - wie alle Bücher des Autors - , alleine durch diese doch recht unkonventionelle und krasse Thematik. Die Umsetzung ist auch insofern gelungen, dass mich das Buch trotz seiner Knappheit schockieren konnte. 

  24. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.059)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

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