Bücher mit dem Tag "sexueller missbrauch"
124 Bücher
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(653)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.
Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣
Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.
Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.
Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊
Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh.
Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.
Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.
Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen.
Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.
Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy.
Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!
Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.
Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.
Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.
Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.243)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.
Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.
Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe.
Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!
- Iain Banks
Lolita
(519)Aktuelle Rezension von: AirdemVladimir Nabokovs Lolita ist kein Buch für schwache Nerven. Es ist ein Werk, das man übersteht, während man von der schieren Qualität der Prosa geblendet wird. Wer hier eine bloße Provokation vermutet, unterschätzt das gefährliche Spiel, das Nabokov mit seinen Lesern treibt.
Das Werk ist ein rhetorischer Kraftakt. Nabokov nutzt die Sprache nicht nur, um eine Geschichte zu erzählen, sondern um den Leser aktiv zu korrumpieren. Während Humbert Humbert seine Verbrechen begeht, kleidet er sie in eine derart lyrische und intellektuelle Sprache, dass man sich dabei ertappt, seinen Ausführungen fast fasziniert zu folgen. Im nächsten Moment ist man von der eigenen Akzeptanz angewidert.
Das Genie des Romans liegt in der Parallelität. Humbert manipuliert Lolita durch emotionale und physische Abhängigkeit. Parallel dazu manipuliert Nabokov den Leser durch unzuverlässiges Erzählen und sprachliche Brillanz.
Wir erhalten einen so präzisen Einblick in die psychologische Planung und die Rechtfertigungsmechanismen eines Täters, dass es schmerzt. Nabokov lässt uns nicht nur den Verbrecher sehen. Er zwingt uns, durch seine Augen zu schauen. Das ist politisch und moralisch unbequem, aber als literarisches Experiment von einer Präzision, die ihresgleichen sucht.
Lolita bleibt ein zutiefst verstörendes Werk über Machtmissbrauch und die Zerstörung einer Kindheit. Dass Nabokov es schafft, den Leser zum Komplizen seiner Ästhetik zu machen, macht das Buch zu einem der wichtigsten Klassiker der Moderne. Wer verstehen will, wie Manipulation auf höchstem sprachlichem Niveau funktioniert, kommt an diesem Albtraum nicht vorbei. 5 Sterne für die literarische Wucht.
- John Irving
Bis ich dich finde
(398)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchFür 17,50 Euronen, preiswert viel zu lesen.
›Bis ich dich finde‹ ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach dem Vater.
Wir begleiten Jack Burns gute dreissig Jahre seines Lebens, sehr mühsam.
Der Roman ist John Irvings autobiographisches Buch, es ist mit Sicherheit sein Umfänglichstes mit 1039 Seiten.
Das Buch ist gefüllt mit typischen skurrilen Elementen.
Für mich viel zu ausschweifend und langatmig erzählt.
Eines der wenigen Bücher die ich immer wieder unterbrach und mich aufraffen mußte es weiter zu lesen.
Schlußendlich, ich habe schon wesentlich bessere Irvings gelesen.
- Hanya Yanagihara
A Little Life
(109)Aktuelle Rezension von: yellbeeIch habe das Buch angefangen, wissend das sehr viele meinten das die ersten 400 Seiten langweilig sind. Allerdingsdings finde ich das Persönlickeitsabhängend, da ich seit der ersten Seite gefesselt war.
Die Einblicke in den 5 Freunden ihr Leben fande ich super, man findedest schnell herraus um wen es sich Handelt. Jeder einzelte von Ihnen hat ein Päckchen zum tragen und das wir sehr schön da gestellt.
Ich konnte Jude sehr nachvollziehen weshalb er manche entscheidungen trifft und gleichzeitig konnte ich die Perspektive der Freunde nachvollziehen.
Das Buch ist voller Trauma und selbstzerstörerische Denkweise. Aber trotzdem empfehlenes Wert!!
- Lilly Lindner
Splitterfasernackt
(440)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchDas Cover ist sehr schlicht und zerbrechlich gestaltet, was perfekt zu der sehr persönlichen und tiefgehenden Geschichte passt. Es wirkt direkt sehr verletzlich. Lilly Lindner hat einen ganz eigenen, fast schon poetischen Schreibstil. Sie findet Worte für Gefühle, die man sonst kaum beschreiben kann. Das Buch ist unglaublich ehrlich und traurig, aber auch wunderschön geschrieben. Es geht um Themen, die weh tun, aber man kann das Buch kaum weglegen, weil es einen so tief berührt. Wer Geschichten mag, die wirklich unter die Haut gehen und ehrlich sind, sollte das hier unbedingt lesen.
- Michael Robotham
Adrenalin
(456)Aktuelle Rezension von: Mirabellahammer12•Adrenalin von Michael Robotham•
Dieses Buch war seit Langem wieder der erste Thriller, den ich gelesen habe und der mir wieder gezeigt hat, wie unglaublich gut dieses Genre eigentlich ist! Der Auftakt der Psychothriller-Reihe rund um Joe O‘Loughlin und Vincent Ruiz konnte mich unglaublich doll begeistern und hat definitiv Eindruck bei mir hinterlassen!🔍
Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut, auch wenn es kein krasser Eyecatcher ist. Dennoch wirkt es mysteriös und passt gleichzeitig richtig gut zur Geschichte. Der Schreibstil von Michael Robotham ist wirklich besonders! Das Buch ist aus der Perspektive von Joe erzählt und alles wirkt unglaublich hautnah, greifbar und realistisch. Die Gedankengänge von Joe waren so spannend. Der Schreibstil hat einen total in diese Welt gezogen und nicht mehr losgelassen.
Joe ist wirklich ein spannender Protagonist, der einem irgendwie direkt sympathisch ist. Ich kann nicht sagen, dass ich Joes Handeln, besonders in Bezug auf seine Ehe und Familie, immer gutheißen konnte, aber grundsätzlich weiß dieser Mann, was er tut. Seine Fähigkeiten als Psychologe sind unglaublich spannend. Der Mann ist unfassbar intelligent, gerissen und steckt voller Überraschungen. Dass er Parkinson hat, fällt meistens gar nicht auf. Ich liebe seine Gedankengänge und wie er seine Patienten angeht und mit ihren Traumata umgeht. Trotz einiger Fehlhandlungen ist Joe ein bewundernswerter Charakter!
Ich habe seine Frau Julien und seine Tochter Charlie sehr ins Herz geschlossen. Charlie ist super lebensfroh und liebenswert und für Joe einfach alles, während Julien immer an Joes Seite ist und stets um ihn bemüht ist. Zudem war auch Elisa ein sehr interessanter Charakter, ebenso wie Vincent Ruiz. Ich konnte Ruiz wirklich sehr schwer einschätzen und mochte ihn zwischendurch überhaupt nicht für sein Handeln. Aber mit der Zeit hat man ihn besser verstanden und gemerkt, was wirklich dahinter steckt. Denn im Grunde hat auch Ruiz ein Herz und ist eigentlich ganz korrekt. Weniger mochte ich hingegen Joed Eltern und Jock. Es war teils super schwierige Charaktere. Allerdings kann man sagen, was man will, Joes Vater hat mich am Ende wirklich überrascht!
Vor diesem Buch hatte ich fast vergessen, wie gut Thriller wirklich sein können! Aber dieses Buch konnte ich von der ersten Sekunde an nicht mehr aus der Hand legen. Mir haben das Setting in England und die düstere, mysteriöse Atmosphäre direkt zugesagt und für Lust nach Mehr gesorgt. Zumal der Einstieg in die Geschichte schon wirklich gut war und für einen klaren Einblick in Joes Arbeit gesorgt haben. Dass er als Psychologe, der nur zufällig in diese Mordermittlungen hineinrutscht, im Mittelpunkt der Geschichte steht, fand ich wirklich sehr spannend. Seine Perspektive zu lesen, hat schon gereicht, um einen intensiven Einblick zu bekommen. Am meisten beeindruckt haben mich jedoch die Geschichte rund um die Morde, Bobby, die Vergangenheit dahinter und alles, was noch dazugehört! Was mit einem Mord an einer Krankenschwester begonnen hat, wurde zu einem riesigen Netz aus Verstrickungen, Rache, Kindheitstraumata und vielem mehr. Ich fand Bobbys Charakter von Anfang an sonderbar, aber dass so viel hinter dieser Figur stecken würde, habe ich nicht erwartet. Ich habe jedenfalls jede Sekunde mitgefiebert und vor allem mitgelitten, als Joe unschuldig in diese Geschichte mithineingezogen wurde. Sein Anteil an dieser langen Mordserie war jedenfalls sehr spannend! Gleichzeitig hatte ich Angst um ihn und seine Familie. Auch seine Beziehung zu Vincent Ruiz war ein interessanter Faktor, ebenso wie zu Elisa. Seine Ehe mit Julien fand ich sehr schwierig zu greifen. Dennoch hat man gemerkt, dass sie ihm wichtig war, ebenso wie Charlie! Am meisten mitgefiebert habe ich jedoch zum Ende hin. Die Geschichte hat sich sehr rasant in eine gefährliche Richtung entwickelt und den Leser sprachlos gemacht. Die Ereignisse am Ende waren krass, aber das Ende an sich richtig schön! Das war einfach ein verdientes Ende für Joe und seine Familie. Die Aufklärung der Morde war ebenfalls super spannend und viel größer, als anfangs gedacht.
Fazit: abschließend gebe ich dem ersten Band der Geschichte rund um Joe O‘Loughlin und Vincent Ruiz definitiv 5 von 5 Sternen! Mich konnte die Geschichte rundum beeindrucken und für Lust auf mehr sorgen. Bin gespannt auf Band 2!
- Laura Kneidl
The Darlington - Henry & Kate
(363)Aktuelle Rezension von: Tine76Kennt ihr das? Im Buchladen spricht euch ein Buch direkt an, aber weil es der dritte Teil einer Reihe ist, nehmt ihr es nicht mit. Trotzdem bleibt es hartnäckig im Kopf – und so landet schließlich der erste Teil auf dem SUB.
Ihr könntet direkt loslegen, aber irgendetwas hält euch davon ab. Die Angst, dass das Buch eure Erwartungen nicht erfüllt oder euch eher enttäuscht.
Eines Tages gebt ihr euch schließlich einen Ruck, fangt zögerlich an zu lesen – und ab da fliegen die Seiten nur so dahin.
Genau das ist mir mit „The Darlington – Kate & Henry“ passiert. Laura Kneidl – der Name sagte mir zwar etwas, bisher hatte ich jedoch keines ihrer Werke gelesen. Dazu kommt noch das Genre New Adult, bei dem ich eher vorsichtig bin, da es eigentlich nicht meiner Altersklasse entspricht.
Mit „The Darlington“ hat sie mich jedoch vollkommen überzeugt. Emotionen pur – auf vielen Ebenen: Verlust, Trauer, Angst, Hoffnung, Freundschaft und Liebe. Mit ihrer Gabe, die richtige Atmosphäre zu erschaffen, konnte ich mich sowohl in der Umgebung wohlfühlen als auch die einzelnen Entwicklungsschritte der Protagonisten nachvollziehen. Durch die beiden Sichtweisen habe ich sowohl Kate als auch Henry besser kennengelernt und verstanden.
Laura Kneidl versteht es, den Leser bildhaft und emotional zu fesseln. Mal ruhig und atmosphärisch mit gemächlichem Tempo, dann wieder schnell und intensiv. Gerade der Schluss hat mich noch einmal richtig gepackt.
Besonders interessant fand ich, dass ich mir viele Szenen genau so seit Jahren in meinem Kopf vorgestellt habe – wie ich selbst schreiben würde, wenn ich Autorin wäre. Und genau das fühlt sich so gut an: etwas zu lesen, das sich anfühlt wie Heimkehren, ohne jemals weggewesen zu sein. Jemanden gefunden zu haben, der im Kopf ähnlich tickt und meine Fantasie zu Papier bringt. Und nein, ich kenne die Autorin nicht und habe das auch nie irgendwo geäußert. Gerade das macht es für mich so besonders.
Was auf jeden Fall noch erwähnt werden muss, ist das Cover: stilvoll und edel – sowohl mit als auch ohne Buchumschlag. Besonders fasziniert hat mich, dass das Logo im Umschlag ausgeschnitten ist und dadurch das Hardcover sichtbar wird. Neben diesem besonderen Detail ist natürlich auch der farbige Buchschnitt hervorzuheben, genauso wie die Illustrationen am Anfang und Ende des Buches, die ich in den entsprechenden Szenen wiedergefunden habe. Mit der Charakterkarte wird das Gesamtbild perfekt abgerundet.
- Maren Vivien Haase
Dance into my World
(318)Aktuelle Rezension von: toja1911Alsooo... an sich fand ich das Buch echt echt gut. Ich mochte den Protagonisten und den ganzen Vibe im Move District (Tanzschule) und die Freundesgruppe, die darin entstanden ist und es hat echt Spaß gemacht zu lesen. Was dazu beigetragen hat war außerdem der tolle Schteibstil von Maren Vivien Haase, der total flüssig und extrem humorvoll ist, ich musste echt oft schmunzeln beim Lesen.
Die Protagonistin war allerdings echt irgendwie nicht so meins. Will nichts über ihre Vergangenheit erzählen, erwartet aber, dass andere ihr alles sofort anvertrauen. Außerdem gab es eine Stelle, die mich extremst aufgeregt hat, ich meine wie du vertraust lieber irgendwelchen Gerüchten, die fremde Menschen über deinen Freund verbreiten als mal mit deinem Freund zu reden und ihm zu vertrauen? Zumal sie sich das ganze Buch darüber aufgeregt hat, dass ihr niemand glaubt, aber selber auch nicht den Menschn glauben, die dir wichtig sind oder wie?!?!?!? Dumme Kuh.
Ich freu mich aber sehr auf den zweiten Teil, weil ich Olivia, die Protagonistin, in diesem Band seeeehr mochte!! 🧡
- Emma Cline
The Girls
(295)Aktuelle Rezension von: NinaVeronikaDer düstere Roman „The Girls“ von Emma Cline, welcher bereits 2016 erschien, erstrahlt nun mit einem neuen Cover bei Hanser Literatur. Die Geschichte rund um Evie, Suzanne und die vielen anderen Mädchen, orientiert sich stark an dem Fall der Manson Familie, die durch zahlreiche Straftaten und Morde Bekanntheit erlangte.
So wie die Manson Familie, ist auch die Formation im Buch eine sektenartige Kommune, welche vom Anführer Russel geleitet und manipuliert wird. Dabei zeigt das Buch auf wie Sekten gezielt nach Menschen Ausschau halten, die sich in einer schweren Lebensphase befinden um diese für ihre eigenen perfiden Interessen anzulocken. So gerät auch Evie immer tiefer in einen gefährlichen Strudel aus Gehirnwäsche, Gewalt und Abkapslung vor der „anderen Welt“. Der verzweifelte Wunsch nach Zugehörigkeit und Freundschaft, verwässern die Realität und binden Evie immer stärker an eine Gruppe, die schon bald ihre ganze Grausamkeit entlädt.
Wow! Die Geschichte hat mich ab Seite 1 so sehr gefesselt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Der Schreibstil war dabei zwar oft herausfordernd, weil er alles andere als einfach verständlich ist, aber hat für mich auch den Charme der Geschichte ausgemacht. Emma Cline schreibt so detailliert, intensiv und stellenweise wirklich düster, dass eine ganz bestimmte Atmosphäre erzeugt wird. Es war durchgehend spannend und durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fühlte sich die Story noch greifbarer an. Dieses Buch war definitiv ein Highlight für mich!
Dieses Buch thematisiert grausame Taten und auch sexuelle Gewalt, daher möchte ich an dieser Stelle eine Trigger Warnung für das gesamte Buch aussprechen.
- Wendy Walker
Dark Memories - Nichts ist je vergessen
(278)Aktuelle Rezension von: Angela_JurjanzDas ist eine super interessante Story. Wie der Psychiater es schafft Jenny nach und nach die Erinnerungen wieder zugeben an ihre Vergewaltigung. Was die arme Jenny dabei alles durchmachen musste. Sie tut einem gleich mal richtig Leid. Und dann die Jagd nach dem Täter. War echt gefesselt von dem Buch.
- Linda Castillo
Blutige Stille
(625)Aktuelle Rezension von: CalipaEigene Meinung
Im Buddy-Read mit meiner Schwester habe ich den zweiten Teil von Linda Castillos Kate-Burkholder-Reihe beendet. Ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte oder ob Teil eins nur ein glücklicher Zufall war – das erfahrt ihr hier!
Bereits in Die Zahlen der Toten habe ich erwähnt, wie genial ich den Schreibstil von Linda Castillo finde. Daran hält sie fest: Wieder lese ich aus der Ich-Perspektive von Kate Burkholder, bekomme aber stellenweise auch Einblicke aus der Sicht von Tomasetti. Ihn durfte ich schon im ersten Band kennenlernen – und er konnte mich ebenso stark wie Kate von sich überzeugen. Der Schreibstil bleibt schonungslos offen und gewährt nicht nur Einblicke in die Polizeiarbeit, sondern auch in die Gedankenwelt der Figuren.
Denn dieser Fall ist schrecklich: Eine siebenköpfige Familie wird ausgelöscht. Kate Burkholder sucht verzweifelt nach Beweisen und Verdächtigen. Als ehemalige Amische genießt sie einen gewissen Vertrauensbonus bei der einheimischen Gemeinde. Immer wieder muss sie mit verschiedenen Mitgliedern der Amischen sprechen. Doch je mehr Geheimnisse sie über die ermordete Familie aufdeckt, desto stärker holt sie auch ihre eigene Vergangenheit ein.
Hier zeigt sich erneut, wie authentisch und empathisch Kate Burkholder als Polizeichefin dargestellt wird – das hat mir schon im ersten Band gefallen. Auch wenn ihr Temperament ihr manchmal in die Quere kommt, macht gerade das sie so menschlich. Man muss allerdings sagen, dass sie meiner Meinung nach durch ihre Vergangenheit als Amische sehr befangen ist. Immer wieder stand für mich die Frage im Raum, ob sie den Täter nicht auch ein Stück weit für ihre eigene Geschichte zur Rechenschaft ziehen will – und nicht nur für die Familie.
Ich hatte selbst einige Verdächtige. Meine kleinen Theorien wurden nur hier und da bestätigt – was den Täter angeht, lag ich komplett daneben. Für mich war das eine willkommene Abwechslung. Ich war keineswegs enttäuscht, sondern fand es spannend, dass es eine logischere – teilweise viel plausiblere – Lösung gab als meine eigene. Immer gut für eine Überraschung!
Bereits aus Die Zahlen der Toten bekannte Charaktere tauchen wieder auf. Langsam haben es mir Kate Burkholder und ihr Team wirklich angetan. Ich bin gespannt, ob ich im Laufe der weiteren Bände noch mehr über ihre Mitarbeitenden erfahre – ich bleibe jedenfalls neugierig! Besonders gut ergänzen sich Kate und Tomasetti. Auch wenn beide unter starken Bindungsängsten leiden, die sie offen benennen, stärken sie sich gegenseitig in jeder Lage – sofern sie es zulassen.
Mein abschließendes Fazit
Ein äußerst brutal beschriebener Mord erschüttert erneut Painters Mill. Polizeichefin Kate Burkholder sucht nach dem Täter – und muss sich dabei zunehmend mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Clever geschrieben, mit kleinen Dialogen zum Schmunzeln, aber auch tiefsinnig, ergreifend und erschreckend. Linda Castillo versteht es, ihre Protagonistin bis ans Limit zu treiben – und mich als Leserin dabei durchgehend zu fesseln. Alles gepaart mit einem flüssigen Schreibstil, einer atmosphärischen Kleinstadt und einem besonderen Fokus auf die Amische.
Wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, besuche mich doch gern auf meinem Buch-Blog :)
https://www.calipa.de
- Martin Pistorius
Als ich unsichtbar war
(154)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEin sehr bewegendes Buch mit einem Tatsachenbericht der ernst und wichtig ist.
Wie ein Junge krank wird und glauben das er nichts mehr mitbekommt aber es bekommt alles mit, kann sich aber nicht verständlich machen. Da vergehen so Jahre, in dem wir bekommen, wie er sich langsam wieder zurück kämpft ins Leben.
Ich fand das ganze sehr interessant und sehr Bewegend. Unglaublich...
.
- Kyra Groh
Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
(417)Aktuelle Rezension von: bellxkpxDie Sweet Lemon Agency ist eine Kreativagentur befindet sich mitten in Frankfurt. In dieser Agentur arbeitet Klara seit kurzem als Werbetexterin. Bei einem großen Job für eine Werbekampagne begegnet sie plötzlich Noel. Seine Stimme kennt sie eigentlich nur aus ihrem Lieblingshörbuch, doch nun steht er wirklich vor ihr.
Kyra Grohs Schreibstil packt mich einfach immer. Den Office Vibe in „Zeilenflüstetn“ mag ich sehr. Es kommt einem so vor, als würde die Sweet Lemon Agency wirklich existieren. Das Setting konnte mich auf jeden Fall sehr überzeugen.
Die Charaktere, die Kyra erschafft, werden wirklich zum Leben erweckt. Sie fühlen sich so echt und authentisch an. Klara und Noel sind besondere Menschen. Beide haben unterschiedliche Hintergründe. Noel möchte unbedingt als Schauspieler Fuß fassen. Klara ist gerade erst in ihrem neuen Job angekommen und möchte gleichzeitig neue Freunde finden, aber auch ihre gehörlosen Eltern unterstützen. Die Einblicke in die Beziehung zu ihren Eltern waren sehr interessant, da vieles neu für mich war. Auch dass beide Protagonisten noch zu Hause wohnen, war ungewöhnlich. Aber genau das hat beide umso authentischer gemacht.
Die Liebesgeschichte hat sich eher langsam entwickelt, jedoch war die Spannung dadurch sehr hoch. Das Tempo war eigentlich genau richtig. Das Einzige, was ich etwas überstürzt fand, war Klaras Auszug am Ende.
Fazit: Ein schöner Auftakt der Reihe! Von mir gibt es fünf von fünf Sterne.
- Sarah Dessen
Just Listen
(335)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Leider musste ich dieses Buch abbrechen, da ich nicht wirklich in die Handlung hineingefunden habe.
Es war einfach kein bisschen spannend und ich musste mich immer wieder zwingen weiter zu lesen. Hatte Hoffnung, dass es irgendwann noch besser wird, wurde es leider nicht, weswegen ich es irgendwann frustriert beiseite gelegt habe.
Irgendwie wird man nur mit nebensächlichen Details der Lebensgeschichten der Schwestern und Mutter von Annabel bombardiert und nichts davon baut in irgendeiner Form einen Spannungsbogen auf, sodass man auch mal wissen möchte, wie es weiter geht. Und für fast 500 Seiten davon, ist mir meine Zeit zu schade.
Die Mutter hat mich extrem abgeschreckt. Sie ist wohl in eine richtig schlimme Depression gefallen, als ihre eigene Mutter gestorben war (weder aus sonderlich dramatischen Umständen, noch war sie zu dem Zeitpunkt noch zu jung, als dass sie nicht hätte akzeptieren können, dass ihre Mutter jetzt schon gestorben ist). Um ihre Töchter hat sie sich monatelang gar nicht mehr gekümmert und ist erst wieder aus ihrem Schneckenhaus gekrochen, nachdem sie auf die Idee kam, alle drei Töchter als Models zu vermarkten. Als irgendeine besondere Chance für Annabell lockt, macht ihre Mutter einfach einen Termin aus und sagt ihr 15 Minuten vor dem Termin Bescheid. Annabell betont mehrmals, dass sie keine Zeit hat und sich auch nicht wohl fühlt, den Termin nicht wahrnehmen möchte und ihre Mutter drängt sie solange, bis Annabell schließlich nachgibt und in einer Hauruck-Aktion zu diesem Termin fährt. Einfach nur ätzend. Das Verhalten der Mutter wird von der Tochter in keinster Weise angezweifelt, es wird als völlig normal betrachtet.
Nicht meine Welt!
- Sarah Sprinz
Infinity Falling - Change My Mind
(157)Aktuelle Rezension von: luisa2004Ich war sehr skeptisch, da ich die beiden nach dem ersten Band nicht sonderlich interessant fand. Tatsächlich hat mich der Anfang auch nicht überzeugt. Es passiert relativ wenig und beide können sich absolut nicht ausstehen.
Dann gab es jedoch eine interessante Entwicklung, worauf die Geschichte schlagartig mehr Dynamik bekam. Es war sehr angenehm zu lesen, wie sich ihre Beziehung langsam weiterentwickelte. Spannend fand ich weiterhin Rubens Vergangenheit mit Hollys Mentorin und natürlich war es schön zu erfahren, wie es mit Aven und Hayes weitergeht. Der erste Band war dennoch überzeugender.
- Tess Gerritsen
Todsünde
(1.012)Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmerIn einem Kloster in Boston wird eine Nonne brutal ermordet. Eine weitere wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.
Kurz darauf wird eine stark verstümmelte weitere weibliche Leiche gefunden und langsamen finden Rizzoli und Isles Zusammenhänge zwischen den Fällen heraus…
Das winterliche Boston und das alte Kloster sorgen für eine düstere, beinahe unheilvolle Stimmung. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass in diesem Band der Schwerpunkt eher auf den privaten Problemen von Rizzoli und Isles lag. Kein klassischer Rätselkrimi sondern eher ein Buch mit Fokus auf psychologische und gesellschaftliche Aspekte. Nichts desto trotz lässt sich das Buch gut lesen und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
- Lyssa Kay Adams
The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück
(297)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Noah und Alexis sind die besten Freunden. Es wird jedoch kompliziert als Noah sich eingestehen muss, dass er sich in Alexis verliebt hat. Noah will die Freundschaft mit Alexis nicht gefährden, aber zugleich wünscht er sich sehnlichst mehr. Es fällt ihm zunehmend schwerer sich seine wahren Gefühle nicht anmerken zu lassen. Zum Glück ist Noah nicht auf sich allein gestellt, denn der „Secret Book Club“ gibt sein Bestes um ihm zu helfen…
„Wir brauchen einfach jemanden, der da ist. Es gibt keine größere Geste als das.“ (S. 212)
Meine Meinung:
Noah und Alexis schließt man schnell ins Herz. Die Freundschaft und die besondere Verbundenheit zwischen den beiden ist spürbar und wird sehr gefühlvoll beschrieben. Man kann sich in beide sehr gut hineinversetzen und insbesondere Noahs gut verstehen, der Sorge hat, dass seine romantischen Gefühle der Freundschaft schaden könnten. Es ist schön zu sehen wie sich allmählich mehr zwischen Noah und Alexis entwickelt. Allerdings fand ich die Liebesgeschichte der beiden nicht ganz so mitreißend wie die von Mack & Liv (Band 2), Vlad & Elena (Band 4) oder Gavin & Thea (Band 1). Das liegt zum einen daran, dass zwischen Noah und Alexis von Beginn an schon so viel Verbundenheit und Freundschaft besteht, dass sich in dieser Hinsicht nichts mehr entwickeln muss und es nur noch eines kleinen Schrittes bedarf um daraus Liebe werden zu lassen. Die Liebesgeschichte von Noah und Alexis ist ein bisschen vorhersehbarer, wird ruhiger erzählt und es gibt weniger romantische Momente, die für Herzklopfen sorgen. Außerdem finde ich, dass Alexis und Noah – so gerne ich sie auch mochte – weniger Persönlichkeit haben als andere Protagonisten aus der Buchreihe und etwas blasser wirken.
Auch in diesem Band gibt es wieder sowohl romantische und lustige als auch dramatische und traurige Szenen. Für emotionale Momente sorgen besonders die Liebe zwischen Noah und Alexis, das damit einhergehende Gefühlswirrwarr und das eine oder andere Missverständnis zwischen den beiden. Außerdem sorgen Alexis‘ (und ein bisschen auch Noahs) familiäre Probleme für Drama. Das Thema Organspende und die damit eingehenden Herausforderungen für die Betroffenen wird sehr eindrücklich und einfühlsam behandelt. Trotzdem wird es nie zu bedrückend, weil es auch romantische und lustige Szenen gibt. Natürlich sorgen vor allem die Gespräche zwischen den Mitgliedern des „Secret Book Clubs“ wieder für lustige Momente, aber auch dank Alexis‘ Kater Beefcake – mit dem sowohl Noah als auch der arme Vlad unerfreuliche Begegnungen haben – wird es lustig.
Neben der Liebesgeschichte stehen Alexis‘ familiäre Probleme im Mittelpunk. Alexis hat ihren Vater nie kennengelernt, weshalb es für sie sehr überraschend ist als sie von ihrer Halbschwester aufgesucht wird. Es wird sehr einfühlsam beschrieben wie sich Alexis einerseits freut, dass ihr Vater und ihre Halbgeschwister in ihr Leben getreten sind, aber wie es andererseits auch alles andere als leicht ist, weil zunächst alle wie Fremde sind. Die Umstände unter denen ein Kontakt hergestellt wurde sind dramatisch und lassen die Frage aufkommen, ob wirklich ein ehrliches Interesse daran besteht Alexis kennenzulernen oder ob es nur darum geht von ihr die erhoffte Hilfe zu bekommen: Alexis‘ Vater braucht nämlich eine Spenderniere und Alexis ist die einzige aus der Familie die als Spenderin in Frage kommt. Alexis muss eine Entscheidung treffen, die ihr eine Menge abverlangt.
Die Treffen des „Secret Book Clubs“ haben mir wieder sehr gefallen. Neben Lösungsideen für Noahs Probleme wurde diesmal auch über die Stärken und Schwächen von Liebesromane gesprochen, wobei Mack & Co. ein paar schöne, aber auch lustige Gedanken hatten:
[Mack:] „Was geht dir in schlecht geschriebenen Liebesromanen am meisten auf den Sack?“ […] [Malcolm:] „Wenn ein einziges vernünftiges Gespräch zwischen zwei Figuren den Verlauf der ganzen Handlung ändern könnte.“ (S. 205)
„Weißt du, was ich am Romance-Genre am meisten liebe? […] Wie sie uns dazu bringen, mit jeder Figur mitzufiebern, solange wir nur verstehen, warum sie so handelt und nicht anders. Wir verzeihen ihnen fast alles – selbst wenn sie die Frau zurückweisen, die sie verzweifelt lieben –, solange sie ein starkes Motiv haben. Alles hängt vom Warum ab.“ (S. 205)
„Keine Geschichte ist so universell wie die von zwei Menschen, die sich durch ihren Scheiß hindurchkämpfen um das gemeinsame Glück zu finden. Aber der Weg dahin ist für jeden anders, die Hürden, die sie überwinden müssen, sind einzigartig. Jede Geschichte zeigt uns einen individuellen Weg, und daraus können wir für unser eigenes Leben etwas lernen.“ (S. 153)
Was ich an dieser Reihe besonders toll finde und mit jedem weiteren Band umso mehr schätze ist wie liebenswert die Nebencharaktere sind und wie sehr sie die Handlung bereichern. Es freut mich, dass einige von ihnen in anderen Bänden der Reihe zu Hauptcharakteren werden und man sie dann noch besser kennenlernt. Außerdem ist es schön, dass Hauptcharaktere aus vorherigen Bänden in den Folgebänden als Nebencharaktere in spätere Geschehnisse verwickelt werden. So ist es auch in diesem Band: Es gibt u.a. ein Wiedersehen Mack und Liv, die inzwischen mitten in den Hochzeitplanungen stecken. Vor allem Mack als der Romantiker von den beiden geht richtig in den Vorbereitungen für ihren großen Tag auf. So muss z. B. eine Tanznummer einstudiert werden und das Problem mit dem Sitzplan treibt Mack zur Verzweiflung. Außerdem erfährt man wie Mack und seine Freunde den Junggesellenabschied feiern.
Natürlich gibt es auch diesmal letztlich ein wunderschönes und gefühlvolles Happy End mit der obligatorischen „großen Geste“ für die selbstverständlich gerannt werden muss!:
Die Schritte des Russen klangen wie Kanonenschläge auf dem Boden. „Das ist große Geste! Wir rennen immer für große Geste!“ (S. 377)
Außerdem kommt es zu einer aufsehenerregenden Begebenheit, die klarmacht, dass Vlad im nächsten Band im Mittelpunkt stehen wird. Vlad hat zuvor auch schon an einer anderen Stelle des Buches eine Andeutung gemacht hat, die nachdenklich stimmte:
Der Russe blickte von seinem Schoß auf. Ein ernster Ausdruck verdüsterte seine kantigen Gesichtszüge. „Zusammen heißt nicht immer glücklich.“ (S. 282)
Fazit:
Es handelt sich um eine schöne Liebesgeschichte, die ich gerne gelesen habe. Neben den Geschehnissen rund um Noah und Alexis punktet dieser Band zusätzlich mit einem herzerwärmenden Wiedersehen mit Mack und Liv.
Nichtsdestotrotz ist es leider so, dass dieser Band für mich zu den schwächeren der Reihe zählt. Noah und Alexis mochte ich zwar gerne, aber ich fand, dass sie im Vergleich mit anderen Charakteren aus der Buchreihe weniger Persönlichkeit haben und etwas blasser wirken. Ich fand zudem die Liebesgeschichte der beiden etwas vorhersehbarer, geradliniger und nicht ganz so mitreißend, weil es weniger romantische Momente gab als in anderen Bänden. Das liegt wohl auch daran, dass Alexis‘ familiäre Probleme vergleichsweise viel Raum eingenommen haben.
Es lohnt sich aber auf jeden Fall die Reihe weiterzulesen! Ich habe inzwischen schon alle Bände gelesen und finde, dass der auf den vorliegenden Band folgende Band 4 (Vlad & Elena) ein Highlight der Reihe ist.
Zum Schluss noch ein paar besonders schöne Zitate:
„Ich versuche, das Beste von den Leuten zu denken, bis mir sie mir einen Grund geben, das nicht mehr zu tun.“ (S. 79)
„Wir alle haben ein Päckchen zu tragen, und ich schätze, du bist meins.“ (S. 134)
Gavin klopfte Noah auf die Schulter. „Wir sind für dich da. Wirklich für dich da. Du brauchst nur zu reden.“ (S. 151)
„Erinnerungen sind unfair, weißt du? Man erkennt erst, wenn es zu spät ist, dass es dieses eine Detail, diese eine Sache ist, an der man hätte festhalten sollen. Warum behalten wir den sonderbaren Kleinkram im Gedächtnis, aber nicht die wichtigen Dinge?“ (S. 171)
[Alexis:] „Du bist ein guter Mann, Noah Logan.“ [Noah:] „Verrat es keinem. Sonst ist mein Ruf ruiniert.“ (S. 313)
„Menschen machen Fehler. Viele Fehler. Der Schlüssel zu einer dauerhaften Beziehung ist die Fähigkeit zu verzeihen, immer wieder.“ (S. 355)
- Thomas Willmann
Das finstere Tal
(178)Aktuelle Rezension von: FranGoldsmithDie Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Winterbeginn. Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf.
Ich liebe den Film dazu, und habe mich nun an das Buch gewagt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einem spannenden düsteren Western belohnt. Natürlich bleiben die Personen etwas blass, Hintergründe verborgen und das Ende ist auch nicht wirklich befriedigend aber ich habe das Buch trotzdem verschlungen und geliebt.
Vielleicht eher etwas für Liebhaber, aber von mir 5/5 Sterne.
- Kristina Moninger
Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)
(208)Aktuelle Rezension von: maya126Ich fand das Buch richtig gut. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, und ich wollte ständig weiterlesen, weil es einfach so spannend war. Besonders die Entwicklung der Handlung hat mich total mitgerissen. Jetzt bin ich mega gespannt darauf, was genau mit Josie passiert ist! Insgesamt ein sehr fesselndes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte.
- Anabelle Stehl
Fadeaway
(168)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsNach BREAKAWAY war meine Vorfreude nach Berlin zurückzukehren groß.
Ich war auch wieder schnell in dem Setting drin.
Trotzdem kam mir der Einstieg hier doch etwas langatmig vor.
Dabei fand ich die „geheime“ Verbindung, die Kyra und Milan haben, sehr interessant,
und sah dort eine Menge Potential für die Geschichte.
Im Grunde mochte ich Kyra gerne.
Aber des öfteren hatte ich das Gefühl, dass Kyra nur sich und ihre Situation sieht,
und alles andere darüber hinaus vergisst bzw. nicht wahrnimmt.
Vor allem Milan stößt sie damit und mit ihrem impulsivem Verhalten eins um andere Mal vor den Kopf.
Zum Glück, ist er geduldig mit ihr, sehr aufmerksam und im Allgemeinen ein sehr gutmütiger Charakter.
Sehr gefallen hat mir, von Beginn an, auch die Chemie zwischen ihnen.
Doch ging es mir dann teilweise zu oft Hin und Her.
Denn Kyras Geheimnis und ihr manchmal kopfloses und überhastetes Verhalten erschwerten oftmals die Kommunikation und das Näherkommen zwischen ihnen.
Kyras Geheimnis ist für mich persönlich in der Geschichte auch ein bisschen zu weit nach hinten raus geschoben worden.
Stattdessen wurden vielen andere, wichtige Themen angesprochen, die mir in ihrer Fülle aber fast ein bisschen too much für ein Buch waren.
Dadurch empfand ich die Geschichte manches Mal als ein bisschen zähflüssig.
Anabelles Schreib- und Erzählstil gelang es aber problemlos mich am Buch zu halten,
und Kyras und Milans Geschichte, die mich insgesamt gut unterhalten hat, aufzusaugen.
4 Sterne
- L. J. Shen
All Saints High - Der Verlorene
(172)Aktuelle Rezension von: seelenseitenIch habe viele Rezensionen über dieses Buch gelesen, bevor ich überhaupt angefangen habe das Buch zu lesen.
Das mit Abstand häufigste Wort, dass ich in allen Rezensionen gelesen habe, war das Wort „Hassliebe“.
Und ehrlich: Besser kann man es eigentlich nicht beschreiben.
Dieses Wort wurde quasi für Lenoras und Vaughns Beziehung erfunden.
Für mich war dieses Buch, meine gesamte Lesezeit, ein Wechselbad der Gefühle.
An sich fand ich es ganz cool zwei Protagonisten zu haben, die sich weit im moralischen Graubereich – man könnte fast sagen: im Dunkelgraubereich – bewegen.
Einen Großteil ihrer Handlung konnte ich mit meinem Moralverständnis nicht in Einklang bringen.
Das wiederrum hat dafür gesorgt, dass ich mich nie richtig in der Geschichte verlieren konnte und einen ganzen Monat gebraucht habe um dieses Buch zu beenden.
Als gegen Ende die Bombe geplatzt ist, was in Vaughns Vergangenheit passiert ist, hat ein Großteil seiner Handlungen, mit denen ich mich vorher nicht anfreunden konnte, irgendwie ein Sinn ergeben.
Zwischendurch gab es noch einige spicy Szenen, die ich (für mich) in die Kategorie „cringe/peinlich“ eingeordnet habe (z.B. das Blut-Ding).
Letztendlich kann ich mich immer noch nicht entscheiden, wie ich diesen Lenny und Vaughn gegenüber stehe.
Mag ich sie? Mag ich sie nicht? Heiße ich ihre Handlungen trotz ihrer Vergangenheit gut? – Keine Ahnung.
Was ich aber mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann: Ich hatte beim Lesen öfter den Eindruck, dass die beiden sich hassen, als dass sie sich lieben.
Für mich ist ihre Beziehung, wie die ihrer beiden Vorgänger toxisch und ohne einander wären Lenny und Vaughn sicherlich besser dran.
Ich bin trotz meines eher negativen Eindrucks gespannt auf den neusten Teil dieser Reihe.
Ursprünglich bin ich mit den neusten Büchern der Autorin eingestiegen und weiß daher, dass ihre Bücher mit der Zeit auf moralischer Ebene weniger verwerflich geworden sind. - Elizabeth George
Gott schütze dieses Haus
(465)Aktuelle Rezension von: MartinAGOTT SCHÜTZE DIESES HAUS mag der erste Lynley-Krimi sein, denn Elizabeth George geschrieben hat, aber es ist nicht der erste. In MEIN IST DIE RACHE wird die Vorgeschichte erzählt, aber man kann die Bücher auch in der Reihenfolge lesen, in der sie geschrieben wurden. GOTT SCHÜTZE DIESE HAUS ist kein actionreicher Thriller, sondern ein klassischer britischer Ermittlungsroman mit starkem Fokus auf Charaktere und Atmosphäre. Und so lässt sich George auch Zeit, baut ihre Geschichte langsam auf. Auch mit der Vorstellung ihrr Protagonisten lässt sie sich Zeit, ohne dabei den Leser zu langweilen. Von Anfang an schafft sie es den Leser bei der Stange zu halten und so langsam sich ihr Fall aufbaut so langsam (aber nachhaltig) steigt das Entsetzen und der Unglaube des Lesers. Ein intelligenter, psychologisch ausgefeilter Krimi, der hinter die Fassade englischen Dorflebens blickt. Havers und Lynley harmonieren gut, auf ungewöhnliche Weise und trotz aller Unterschiede weiß Lynley Havers zu nehmen und sie in ihre Schranken zu weisen und sie gleichzeitig zu fördern. Und man merkt auch, welchen Einfluss Havers langsam auf ihren Vorgesetzten ausübt. Und so bietet GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS nicht nur einen spannenden Krimi, der trotz fehlender Gemetzel durchaus nahegeht, sondern auch zwei faszinierende Ermittler, mit Ecken und Kanten.
Ein Muss für jeden Fan klassischer Krimis und es ist schon fast schade, dass ich sie erst jetzt lese obwohl ich das schon so lange vor hatte (seit der ersten Lynley Serie)
- Clare Chambers
Scheue Wesen
(34)Aktuelle Rezension von: SunnySueClaire Chambers' Roman "Scheue Wesen" hat seinen Ursprung in einer wahren Geschichte, die sich 1952 in Bristol ereignete. Hierbei wurde die Polizei zu einer lautstarken Auseinandersetzung in ein Haus gerufen, in dem sie dann einen nackten Mann mit hüftlangen Haaren und anderthalb Meter langen Bart vorfanden, der mit seiner alten Tante und diversen Hunden, Katzen und Vögel einsiedlerisch unter erbärmlichen Umständen lebte.
In "Scheue Wesen" greift Chambers diesen Mann auf und macht daraus eine sehr feinfühlige und bewegende Geschichte. Im Zentrum steht Helen Hansford, die als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Klinik arbeitet und der stumme William Tapping, der mit seiner verwirrten alten Tante in einem Haus lebt, welches er seit vielen Jahren nicht mehr verlassen hat. Während Helens Beziehung zu ihrem verheirateten Kollegen immer unbefriedigender wird, stürzt sie sich mehr und mehr in ihre Arbeit. Als ihr Kollege und sie von der Polizei zu einem Haus gerufen werden, in dem ein halbnackter, verwahrloster und stummer Mann gefunden wird, stürzt Helen sich noch mehr in ihre Arbeit. Erst recht, als sie Williams große künstlerische Begabung entdeckt. Und so versucht Helen allmählich hinter Williams Geheimnis zu kommen.
"In diesen Momenten der Dissoziation, wenn er merkte, wie er sich von der Welt loslöste und die Realität seiner Existenz anzweifelte, war ihm der Gedanke ein Trost, dass David Balfour im gleichen Reich existierte."
Claire Chambers hat hier ein eher stilles Buch geschrieben, das gerade in dieser Stille eine große Kraft und Eindringlichkeit entwickelt. Mit viel Gefühl erzählt sie uns eine Geschichte über Trauma, Verlust und Selbstfindung und appelliert zudem an die Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die ans Herz geht und berührt.
Erzählt wird die Story aus wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen. Während wir uns mit Helen im Hier und Jetzt des Jahres 1964 befinden, reisen wir mit William Stück für Stück weiter in seine Vergangenheit und erfahren so nach und nach, was es mit ihm auf sich hat und warum er so einsiedlerisch bei seiner Tante gelebt hat.
"Die Vergangenheit ist immer bei mir, aber es ist eben auch die Vergangenheit. Es hat mich nicht zerstört. Ganz sicher nicht."
Insgesamt mochte ich das Buch wirklich gern, einzig die Storyline zwischen Helen und Gil empfand ich als etwas störend. Zudem hat sie für mich auch keinen Mehrwert geliefert.























