Bücher mit dem Tag "sezessionskrieg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sezessionskrieg" gekennzeichnet haben.

50 Bücher

  1. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  2. Cover des Buches Vampirseele (ISBN: 9783453527713)
    J.R.Ward

    Vampirseele

     (577)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Endlich bekommt John Matthew seine Geschichte.
    Allerdings waren meine Erwartungen sehr hoch, vielleicht zu hoch. Seit Band drei der Reihe spielt er mit und ich warte seitdem sehnsüchtig auf seine Geschichte, doch irgendwie konnte sie meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Vielleicht liegt es einfach daran, das in den Büchern aus mehreren Perspektiven die Kapitel erzählt werden, aber ich hatte das Gefühl, das gerade in seinem Teil er doch recht wenig zu Wort kam.
    Die Story an sich war auch in Ordnung, aber auch hier fand ich das Drumherum spannender als seine Geschichte. Ich habe aber noch Hoffnung, dass das im zweiten Teil seiner Geschichte besser wird.

  3. Cover des Buches Der Schamane (ISBN: 9783442452569)
    Noah Gordon

    Der Schamane

     (561)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Die Hautfarbe ist gleichgültig, alle möglichen Leute können Schweinehunde sein. Aber nicht jeder ist ein Schweinehund."


    "Der Schamane" ist der zweite Band der "Familie Cole - Zyklus" vom amerikanischen Autor Noah Gordon. Das Buch kann aber ohne Probleme eigenständig gelesen werden, da die Geschichte, außer der Herkunft des Namens des Protagonisten, keinerlei Bezug auf den ersten Band der Reihe nimmt. Mir hat "Der Schamane" mindestens genau so gut gefallen wie "Der Medicus", auch oder vor allem weil es ein komplett anderes Thema behandelt. Die einzige Gemeinsamkeit: die Medizin im Mittelpunkt.

    Inhalt: Rob J. Cole macht sich auf in die neue Welt und will dort in die Fußstapfen seines Namensvetters treten und eine medizinische Laufbahn starten. Nach ersten Erfahrungen als Armenarzt in Boston, landet er schlussendlich in einer neuen Ansiedlung am Mississippi als Landarzt. Dort kommt er in Kontakt mit einer indianischen Schamanin und wird in die heilenden Kräfte der Natur eingeweiht. Doch schon bald wird das ruhige Landleben von Unruhen und Bürgerkrieg überzogen ...

    Cover und Design: Das im Jahr 2014 neu designte Cover aus dem HEYNE-Verlag finde ich sehr ansprechend für einen historischen Roman und passt auch sehr gut zum Thema, jedoch bin ich mit der Qualität des Taschenbuchs überhaupt nicht zufrieden. Ich bin eine sehr vorsichtige Leserin, die sehr viel wert darauflegt, dass der Buchrücken von Taschenbüchern beim Lesen nicht bricht. Dies ist auch nicht passiert, aber beim Lesen ist die Folie, die man auf den ersten Blick am Buch gar nicht erkennen kann, durch das Halten in der Hand abgewetzt und teilweise runter gegangen. Dies ist mir bisher noch nie passiert und ich war wirklich schockiert, wie leicht sich die Folierung am Buch lösen lies. Das Buch sieht jetzt ziemlich hässlich aus. Da wäre die Wahl zum Ebook sehr viel besser gewesen.

    Meine Meinung: Nachdem mir "Der Medicus" auf Grund des vielen historischen Medizin-Wissens so gut gefallen hat, musste ich auch die weiteren Bücher dieser Reihe lesen. Außer dem Nachnamen Cole und natürlich den Bezug auf die Medizin, hat das Buch aber nichts mit seinem Vorgänger zu tun und kann ohne Probleme eigenständig gelesen werden.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr informativ und für mich trotz vieler Fakten leicht zu lesen. Das Buch kann in zwei große Hälften eingeteilt werden. In der ersten Hälfte verfolgen wir Rob J. Cole, der sich in der Neuen Welt ein Leben und eine Familie aufbaut. Später verfolgen wir auch seinen Sohn und dessen Leben und Karriere. Diesmal gibt es sehr viel spannendere und auch gefährliche Szenen als im "Medicus". Zwischendurch driftet der Inhalt zwar immer wieder in das langweilige und ruhige Familienleben in einer neuen Ansiedlung Amerikas ab, aber mir hat dies trotzdem gefallen, da sich das Leben im alten Amerika doch recht stark vom Europa der damaligen Zeit unterschieden hat. Ich habe bisher noch nicht viele Bücher über dieses Thema gelesen und ich habe das Wissen, das man beim Lesen dieses Romans erhält, quasi eingesaugt. Nicht nur die Neuansiedlung Amerikas, sondern auch die Grausamkeiten gegenüber den Ureinwohnern, der Einfluss der Politik, die Sklaverei und der Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten spielen eine sehr große Rolle in diesem Roman und wer sich für diese Zeit interessiert, dem wird das Buch ganz bestimmt gefallen. Der Autor hat viel Hintergrundwissen eingebaut und man kann auf jeder Seite spüren, dass Noah Gordon sehr viel Zeit in eine umfangreiche Recherche investiert hat.
    Der Inhalt und Werdegang des Romans ist glaubwürdig und es gibt auch einige sehr spannende Kampfszenen am Schlachtfeld des Bürgerkriegs. Dem Autor sind diese Szenen wirklich sehr gut gelungen, vor allem weil sie nicht aus der Sicht von Kämpfern, sondern aus Sicht der Rettungssanitäter geschrieben wurden.
    Das Leben und die Katastrophen der damaligen Zeit wurden perfekt geschildert und somit spielt der Fortbestand der eigenen Familie eine genau so wichtige Rolle wie wichtige historische Fakten. Eisige Winter, hartnäckige Seuchen und die grausame Vertreibung der Ureinwohner werden sehr realitätsnah und überzeugend beschrieben und man leidet sehr mit den Charakteren mit. Das Leben zu dieser Zeit war wahrlich kein Zuckerschlecken und Ungerechtigkeiten standen an der Tagesordnung. Trotzdem wurden auch liebevolle Familien- und Erfolgsmomente eingebaut, so dass man beim Lesen nicht melancholisch in eine Depression verfällt.

    Ich verstehe die vielen schlechten Kritiken hier wirklich nicht, denn mir hat dieser historischer Roman sehr gut gefallen. Ja, zwischendurch gibt es ruhigere Szenen aber es überwiegen die spannenden Momente und zahlreichen historischen Hintergrund-Informationen über die Medizin und die Geschichte Amerikas. Vor allem die Beschreibungen der amerikanischen Ureinwohner und wie mit diesen umgegangen wurde, waren sehr bildhaft und realitätsnah. Der Autor konnte mich mit mehreren Szenen tief berühren. Die grausame Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner wird immer wieder tot geschwiegen und Noah Gordon hat sich als weißer, amerikanischer Autor sehr viel Mühe gegeben den Indianern eine Stimme zu geben.
    Für Fans der Fernsehserie "Charité" ist dieses Buch eine riesige Leseempfehlung. Aber auch wer sich für die amerikanische Geschichte interessiert, kommt hier auf seine Kosten. Ein sehr informativer, historischer Roman über die Mediziner-Familie Cole in der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs.

  4. Cover des Buches Little Women (ISBN: 9783150113578)
    Louisa May Alcott

    Little Women

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Little Women stand schon lange auf meiner Leseliste. Leider gab es bisher kaum anständige deutsche Ausgaben von dem Buch. Während Little Women im englischsprachigen Raum weit bekannt ist, haben die March Schwestern hierzulande bedauerlicherweise (noch) nicht ganz so viel Bekanntheit erlangt. Bisher war Alcotts Jugendroman hierzulande vor allem unter dem Titel “Betty und ihre Schwestern” verlegt worden. Ein furchtbarer Titel, wie ich finde, da ich zu einem keinen Grund sehe, warum Beth als Betty eingedeutscht werden musste, während andere typisch englische Namen wie Amy bestehen blieben und zum anderen suggeriert er, dass Beth die Hauptperson sei, was aber nicht stimmt, da alle Schwestern im Fokus stehen und nicht nur Beth/Betty.
    Umso erfreuter war ich, dass dieses Jahr einige Neuauflagen des Buches erschienen sind. Ob das nun der neuen Verfilmung mit Emma Watson oder einem gesteigerten Interesse an Klassikern liegt, sei dahingestellt, die Hauptsache ist, dass Meg, Jo, Beth und Amy endlich auch bei uns die Gewandung bekommen, die sie verdient haben.

    Kurz ein paar Worte zu dieser Ausgabe: Der erste Vorteil liegt ganz klar darin, hier eine Gesamtausgabe in den Händen zu halten. Little Women ist nämlich ursprünglich in zwei Teilen erschienen (Teil 1 Little Women und Teil 2 Good Wives) wurde später aber dann im englischsprachigen Raum eigentlich immer zusammen als Little Women verlegt. In der deutschen Übersetzung wird aber offenbar immer noch gerne die ursprüngliche Teilung beibehalten (so z. B. bei der ebenfalls neuen Atrium Ausgabe). Hier haben wir jedoch beide Teile vereint. Zusammen, was zusammen gehört eben. Zudem gibt es keine sinnlose Kein Eindeutschung von Namen.Natürlich gefällt mir diese Ausgabe auch deshalb so gut, weil sie einfach wunderhübsch ist. Der Umschlag ist schon hübsch, aber darunter sieht es noch viel besser aus, mit bedrucktem Einband, den zahlreichen, Illustrationen und Seiten, die optisch handgeschöpftes Papier nachempfunden und den farblich abgesetzten Briefen im Text.

    Das einzige, was ich an dieser Ausgabe weniger gut finde ist, dass es zwar einen Anhang mit erklärenden Ergänzungen gibt, man im Text aber nirgends Verweise zu ihnen findet, das ist leider sehr schlecht gemacht.

    Nun aber zum Inhalt. Little Women ist vor allem deshalb auf meiner Leseliste gelandet, weil es bez. die Schriftstellerin oft in einem Atemzug mit Lucy Maud Montgomery (Anne auf Green Gables) und Jean Webster (Lieber Daddy-Long_Legs) genannt wird. Sowohl Anne, als auch Daddy-Long-Legs habe ich bereits gelesen und geliebt und habe, wie so viele andere vor mir auch schon, insbesondere die für die jeweilige Zeit sehr fortschrittlichen Position im Hinblick auf Frauenrechte und die Selbstbestimmung der Frau geschätzt. Zwar sind auch Anne und Judy am Ende verheiratet, aber die Suche nach einem passenden Mann stand nie im Vordergrund, stattdessen versuchen beide Romanheldinnen vordergründig ihre beruflichen Ziele und Träume zu verwirklichen und sich ein unabhängiges Leben aufzubauen. Ähnliches erwartete ich daher auch von Little Women, was ich dabei jedoch nicht bedachte war: Das Buch ist gut 50 Jahre älter als Anne oder Daddy Long-Legs. Doch was bedeutet das genau?

    Es bedeutet vor allem, dass sich die Lebenswelten der Charaktere doch noch sichtlich unterscheiden. Das häusliche Glück für die Frau spielt hier noch eine wesentlich größere Rolle und über das ganze Buch verteilt wird immer wieder betont, dass im resoluten Führen des eigenen Haushaltes und dem Dasein für die eigene Familie das größte Glück einer Frau liegt, vermischt mit starken religiösen Mahnungen und Predigen hat das Buch schon manchmal den unangenehmen Beigeschmack einer Moralapostelpredigt. Doch das ist der oberflächliche Blick. Sicherlich, vieles, was Alcott in ihrem Roman anpreist, ist aus unserer heutigen feministischen Sicht nicht mehr akzeptabel, aber ich finde es sowieso immer schwierig ein 150 Jahre altes Werk, nach heutigen feministischen Maßstäben bewerten zu wollen. Stattdessen sollten wir uns lieber vor Augen führen, was die Autorin TROTZ ihres Zeitalters bereits geleistet und “vorgedacht hat”, denn wenn man genau hinschaut lässt sich da so einiges finden.

    Den meisten Leser*Innen würde da bestimmt als erstes Jo einfallen und das auch zurecht. In ihr zeigt Louisa May Alcott wie bei keinem anderen Charakter, was sie sich für die Zukunft von Frauen wünscht: Unabhängigkeit, die Freiheit auch mal wild zu sein und zu toben, die Auflockerung von Anstandsregeln und vor allem die Möglichkeit zur beruflichen Selbstbestimmung. Eine Protagonistin wie Jo, die so “jungenhaft” ist, so unkonventionell und sich gegen bestehende gesellschaftliche Normen auflehnt UND TROTZDEM ein positiv behafteter Charakter bleibt, hat es zuvor noch nie gegeben, hier zeigte Alcott klar feministische Pionierleistung und schaffte ein Vorbild für viele junge Mädchen ihrer Zeit und noch weit drüber hinaus.

    Darüber hinaus lassen sich zwischen den Zeilen viele weitere moderne Denkansätze finden, so zum Beispiel der positive Einfluss von Frauen. In einer Zeit, in der der Mann das Oberhaupt der Familie und der Herr des Hauses war, war es noch schwer vorstellbar, dass seine Frau ihn positiv beeinflussen könnte. Das Bild der Femme Fatale, die Männer verführt und zum Schlechten verleitet, ja das kannte man, doch ein positiver Einfluss, nein das lief doch genau umgedreht, dachte man. Doch an Laurie zeigt Alcott subtil aber deutlich, dass es eben doch in beide Richtungen funktioniert und dass ein Mann auch, oder besser gesagt vor allem, durch den Einfluss von Frauen erst einen guten Charakter ausbildet. Das hebt die Rolle von Frauen in der Familie, von Arbeitskraft und “Seelsorgerin” auf Erziehungsfigur und das ist ebenfalls ein neuer Meilenstein, galt die Erziehung, gerade von Söhnen doch als Sache des Vaters.

    Doch auch abseits großer feministischer Gedanken und Ideen lohnt sich das Buch auf jeden Fall. Zum einen überzeugte mich auch der sozialkritische Charakter des Buches, den Einfluss von Dickens, den Alcott mal als ein literarisches Vorbild nannte, lässt sich deutlich spüren und während Dickens sich doch damit begnügte den Sozialrealismus aus männlicher Perspektive zu schildern wie z.B. in Oliver Twist, führt Alcott das ganze mit weiblicher Perspektive fort (ja, ja da bin ich ja schon wieder beim Feminisms, sorry, not sorry)

    Und auch wer einfach nur Unterhaltung und etwas für’s Herz sucht, kann beherzt zu Little Women greifen, denn neben alldem, was ich gerade genannt habe, ist Little Women vor allem eine Geschichte über Schwesternliebe, Freundschaft, familiärer Zusammenhalt und dem Chaos des Erwachsenwerdens und gerade bei letzterem mögen sich die Details im Laufe der Zeit geändert haben, die großen Kernfragen jedoch wie z.B. Wer bin ich? Was will ich mit meinem Leben anfangen? Etc. sind noch genauso aktuell wie vor 150 Jahren und können damit auch heute noch junge Menschen ansprechen, was Little Women einfach zeitlos macht.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner

  5. Cover des Buches Der rote Himmel (ISBN: 9783426511718)
    Iny Lorentz

    Der rote Himmel

     (26)
    Aktuelle Rezension von: thesmallnoble
    Das Buch schien mir gut recherchiert zu sein. Spannende Geschichte, unterhaltsam verpackt in einem Roman, den man kaum aus der Hand legen konnte. Es las sich sehr flüssig. Wie immer bei dem Autorenduo sind die Bösewichte zwar ein wenig überzeichnet, aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch.Die Portion Kriegsereignisse war gut dosiert und langweilte nicht mit epischen Schlachtenbeschreibungen. Mir ist die Familie Fichtner ans Herz gewachsen.
  6. Cover des Buches Starbuck: Der Rebell (ISBN: 9783499259142)
    Bernard Cornwell

    Starbuck: Der Rebell

     (34)
    Aktuelle Rezension von: nscho-tschi
      Nathaniel Starbuck, Sohn eines bostoner Pastors auf Abwegen. Sein Spiel mit der 'Sünde', wie sein Vater es nennen würde, bringt ihn nach Virginia, wo ihn der Vater seines Freundes knapp vor einem Bad im heißen Teer rettet. Und unter jenem Washington Faulconer wird Starbuck in den Krieg gegen die Yankees geführt.
        Der aus dem Norden stammende Starbuck, der hier für den Süden in den Krieg zieht, wählt diesen Weg tatsächlich eher aus Rebellion. Und ein Rebell ist er und wird er bis zum Ende hin immer mehr....

        Während zu Beginn das Feuer noch etwas fehlt, so wird in der ersten Schlacht von Manassas mit richtigem Pulver gespielt, und dies nicht zu wenig. So ist der Auftakt der Reihe um Starbuck, der als Rebell in den Amerikanischen Bürgerkrieg zieht, durchaus vielversprechend.
        Ich bin erwartungsvoll und gespannt, welche Kaliber der Autor Bernard Cornwell in den Folgebänden auffahren wird. Denn wenn mein Gefühl mich nicht täuscht, kann diese Reihe noch weit größere Formen annehmen!
  7. Cover des Buches Haus der bösen Lust (ISBN: 9783865521491)
    Edward Lee

    Haus der bösen Lust

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Was? Schon wieder Edward Lee? Ja, auch dieses Buch las ich bereits vor geraumer Zeit. Ich bin von ihm fasziniert und abgestoßen zugleich. Er hat aber etwas an sich, dem man sich als Horrorfan nicht entziehen kann oder will. 

    Dieses Werk sticht aus seinem Oeuvre hervor, denn es ist eine Geiaterhausgeschichte. Zwar mit Szenen harter, dunkler Erotik, aber durchaus annehmbar und was Perversität und übersteigerte Gewalt angeht angenehm zurückhaltend für Lee'sche Verhältnisse. 

    Gast / Tennessee: Justin Collier ist zwecks Recherchen für sein Buch in diesem Ort. Als er in einer Pension ein Zimmer anmietet, merkt er nach dem Eintritt, daß er ungeheuer geil ist. Er würde am liebsten jede, die er erblickt ...

    Es ist aber nicht seine Lust, sondern das Haus selbst, das diese triggert. Andere haben dieses Phänomen auch schon erlebt. Justin beginnt nachzuforschen. Ein Historiker vor Ort ist ihm behilflich. 

    Noch dazu muß Justin feststellen, daß es in dieser Pension spukt, als er unheimlicher Vorkommnisse gewahr wird. 

    Offenbar hängt dies alles noch mit dem Bürgerkrieg zusammen. Historische Rückblicke gewähren dem Leser*in eine Erläuterung der aktuellen Ereignisse der übernatürlichen Art. 

    Diese Ebenen der Vergangenheit und Gegenwart sind exzellent miteinander verzahnt. Abgründe tun sich auf. 

    Das Buch ist packend und gruselig. Justin ist sympathisch. Die Charaktere sind wahre Unikate - im Guten wie im Bösen. Sogar Humor ist präsent. Die Atmosphäre ist schön verdichtet und man fliegt nur so durch die Seiten. Wirklich hervorragend, diese düstere Kost!

  8. Cover des Buches M.J. Holliday: Geisterjägerin - Gespenster küsst man nicht (ISBN: 9783802582790)
    Victoria Laurie

    M.J. Holliday: Geisterjägerin - Gespenster küsst man nicht

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Vergnüglicher Geisterkrimi. MJ Holliday muss in diesem zweiten Band den Geist eines Serienkillers aus einem Internat vertreiben. Dabei hatte sie auch einige kriminalistische Ermittlungen zu leisten. Die Handlung plätschert meist vor sich hin, gelegentlich unterbrochen von spaßigen Bonmots des Papageien. Am Ende wurde es dann aber doch noch spannend. Der Plot ist gut, teilweise vorhersehbar, teils dann doch unerwartet.

    Die Original Reihe Ghost Hunter hat zehn Teile, wovon leider nur die ersten beiden übersetzt wurden. Eigentlich schade, aber ich verstehe, weshalb. Die Reihe hat einfach nicht genug Biss. Die Witzchen sind flach und es gibt auch keinen Tiefgang bei den Charakteren. Dennoch hat mir dieser Band besser gefallen als der erste.

    Fazit: Netter Wohlfühl-Krimi mit jeder Menge paranormalen Aktivitäten. Gute 3 Sterne 

  9. Cover des Buches Unterwegs nach Cold Mountain (ISBN: 9783453875227)
    Charles Frazier

    Unterwegs nach Cold Mountain

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein außergewöhnlicher Western, der viel über das Leben der damaligen Menschen und wie hart es war aussagt. Ein Deserteur der Nordataatenarmee im amerikanischen Bürgerkrieg ist unterwegs zu seiner Freundin und trifft unterwegs so einige zwielichtige Gesellen. Seine Freundin muß währenddessen nach dem überraschenden Tod ihres Vaters die Selbständigkeit lernen. Für den interessierten Leser kommen auch sehr viele historische Fakten rüber.
  10. Cover des Buches Beloved (ISBN: 1400033411)
    Toni Morrison

    Beloved

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Und wieder ein Buch von meiner Leseliste abgehakt. Auf dieses hier war ich wirklich schon sehr gespannt - immerhin war es eines von den Büchern, die ich mehr oder weniger frei wählen durfte. Und dieses hier ist mir schon in der letzten Vorlesung über amerikanische Literatur ins Auge gestochen. Teils deswegen, weil Toni Morrison nur so oberflächlich behandelt wurde, obwohl sie Nobelpreisträgerin ist. Ich meine, wenn man ganze Vorlesungstermine Edgar Allan Poe widmen kann, warum dann nicht zumindest einen halben für Toni Morrison aufbringen und sie nicht nur in einem Nebensatz erwähnen? Der zweite Grund, warum mir dieser Text im Gedächtnis geblieben ist, ist der Inhalt: Die Sklavin Sethe flieht nach Ohio, wo sie aber bei weitem nicht so frei ist, wie sie es sich erhofft hat. Gerade ihr Kopf hält sie davon ab, endlich kein Eigentum mehr zu sein. Da sind so viele schreckliche Erinnerungen, so viele Ängste und so weiter. Dieser Roman spielt 18 Jahre später. Sethe wird immer noch von ihrer Vergangenheit verfolgt, vor allem aber von der Erinnerung an ihre kleine Tochter, die ohne einen Namen starb. Auf ihren Grabstein hat sie das Wort "Beloved", also "Geliebt" eingravieren lassen. Und dieses Kind spukt immer noch durch Sethes Leben - im wahrsten Sinne des Wortes...

    Ich habe lange gebraucht, um mit diesem Text warm zu werden. Besonders schwierig war für mich die Sprache, mit der die Autorin gearbeitet hat. Klar ist das streng genommen einfach nur Englisch, also eine Sprache, die ich durchaus beherrsche oder zumindest können sollte. Das Problem war, dass mit Dialekten gearbeitet wurde, der Syntax untypisch war und manche Wörter verkürzt. Teilweise war die Grammatik auch "falsch". So, wie das halt mit Dialekten so ist. Ich bin aus Tirol, ich weiß also, wie das so ist. Und irgendwann hab ich mich auch daran gewöhnt, nur der Einstieg war halt ziemlich schwierig.

    Was mir außerdem an diesem Buch ins Auge gestochen ist, ist der Mangel an sympathischen Figuren. Das ist kein Kritikpunkt, aber es ist mir aufgefallen. Normalerweise ist es ja doch so, dass die meisten Autoren und Autorinnen zumindest eine Figur einbauen, mit der sich der Leser identifizieren können soll, zumindest ein bisschen. Morrison hat darauf nicht wirklich viel Wert gelegt. Die Figuren waren alle ziemlich düster gezeichnet und mir war von Seite 1 klar, dass ich total verstehe, warum diese Familie von den anderen Einwohnern der Stadt gemieden wird. Und da wusste ich noch gar nicht, was eigentlich passiert ist. Das erfährt man als Leserin nämlich erst später im Buch. Es gibt von Anfang an Andeutungen und ich hatte schon sehr früh eine Vermutung, aber wow! Mit diesem Verlauf der Geschichte habe ich wirklich nicht gerechnet!

    Mein Fazit? Ein sehr spannender Klassiker, den ich aber auf sprachlicher Ebene doch eher schwierig zu verstehen fand.

  11. Cover des Buches Starbuck: Der Verräter (ISBN: 9783499259159)
    Bernard Cornwell

    Starbuck: Der Verräter

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BettinaR87

    Nathaniel Starbuck ist zurück! Der naive Junge von damals ist nicht wiederzuerkennen. Im Süden hat er sich den Titel eines echten Rebellen hart erkämpft. Doch Krieg bleibt Krieg und fordert ein Tribut - auch für Starbuck. Wie weit muss Nate gehen und was oder wen muss er entlang seiner Reise opfern?

    Der amerikanische Bürgerkrieg ist auf seinem Höhepunkt angekommen und Nathaniel Starbuck steckt mittendrin. Als Nordstaatler misstrauen ihm nach wie vor viele Südstaatler. Halt findet er in seiner Kompanie, deren Männer in bedingungsloser Treue zu ihm stehen. Doch der vorstehende General Faulconer kann Nate nicht leiden und so kommt es, wie es kommen muss: Starbuck wird des Verrats am Süden beschuldigt. Nach grausamer Folter bleibt ihm kein anderer Ausweg - er muss zum Spion für den Süden werden, seinen Wert für die Konföderierten und seine Überzeugung als Rebell ein für allemal beweisen.

    Sympathisch unsympathisch?

    Nate ist härter geworden. Er lässt sich nicht mehr so leicht einwickeln, seine Naivität ist Geschichte. Vielmehr findet er immer stärkeren Gefallen am Soldatentum und den grausamen Schlachten - mit all ihren moralischen Abgründen. Dabei ist seine Motivation, für den Süden zu kämpfen, keine politische. Er hat seine rebellische Natur entdeckt, wollte sich gegen seinen predigenden Vater aus dem Norden wehren.

    Um die Frage, ob das Sklaventum moralisch zu rechtfertigen ist, macht er sich schlichtweg keine Gedanken. Insofern befindet sich der Leser in einem dauerhaften Zwiespalt, was die Sympathie für Nate betrifft. In dieser Zeit, in der Helden sich immer ideal verhalten und die Menschen nach Perfektion streben tut es geradezu gut, wenn man die Hauptfigur einer Erzählung einmal nicht unreflektiert bewundern soll.

    Sein Rebellentum veranlasst ihn auch dazu, störrisch weiter für den Süden zu kämpfen, auch wenn dieser Starbuck mehrmals am Liebsten sofort in den Norden zurückgeschickt hätte. Bei Nate dominiert diese kurzsichtige Leidenschaft sein ganzes Wesen.

    Ausdauer gefordert

    Es ist ein ruhiges Buch, soll heißen: Cornwell beschreibt die geografischen und kämpferischen Gegebenheiten bisweilen mit einer Ausdauer, die man ehrlicherweise nur langatmig nennen kann. Diese Ausführlichkeit mag nicht jeder, andere bevorzugen sie - hier muss jeder selbst entscheiden. In der Umschlaginnenseite findet der Leser die dazugehörigen Landkarten, sodass man die Entwicklungen und Truppenbewegungen nachvollziehen kann.

    Die eigentliche Handlung ist auch nicht im Stakkato gestaltet und zieht sich oft in die Länge, daher sollte der Leser auch hier etwas Geduld haben. Großartig angelegte, unvorhergesehene Ereignisse, die den Lauf der Geschichte ändern, gibt es so gut wie gar nicht. "Starbuck, der Verräter" ist folglich ein Buch, das nicht vor Spannung strotzt. Das ist nicht unbedingt negativ, doch man sollte sich darüber bewusst sein, wenn man es zur Hand nimmt. Insgesamt dennoch eine sehr harmonische Erzählung, die ohne Drama gut unterhält.
  12. Cover des Buches Die irischen Schwestern (ISBN: 9783963621871)
    Tamera Alexander

    Die irischen Schwestern

     (13)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Catriona und Nora O'Toole haben Irland verlassen um in Amerika ein  neues Leben zu beginnen.

    Sie wollen zu ihrem Bruder Ryan, doch es ist alles schwieriger als gedacht. Von Ryan haben sie schon Monatelange nichts mehr gehört und das Geld das er ihnen geschickt hatte stellt sich als Falschgeld heraus und so gerät Catriona ins Visier der Regierungsagenten.

    Catriona und Nora geraten in große Not, mittellos, heimatlos und allein in der Fremde.

    Sie finden Zuflucht auf der Carnton Plantage, doch dort arbeite Wade Cunnigham und Catriona hat das ungute Gefühl das er etwas vorgibt zu sein was er nicht ist.

    Zudem hat sie die undankbare Aufgabe sich um ihre sehr viel jüngere Schwester zu kümmern. Nora ist stur, wild und oft sehr vorlaut, das macht es Catriona alles nicht leicht.

    Doch sie ist geduldig, liebevoll, stark, stolz und mutig.

    Wade scheint ein gradliniger Mann zu sein. Er gibt sich freundlich und sympathisch, doch was steckt dahinter?

    Die Geschichte von Catriona ist in die Zeit nach dem Bürgerkrieg zwischen den Süd- und Nordstaaten Amerikas eingeordnet. Zu der Zeit war die Geldfälscherei ein blühendes Geschäft, die Freilassung der Sklaven noch nicht so lange her und Tamera Alexander hat alles gut ausgearbeitet, recherchiert, die Geschehnisse und Prägungen der damaligen Zeit wunderbar in diesen Roman verpackt.

    Sie hat Gefühle, Trauer und Schmerz toll beschrieben, bei einigen Szenen hatte ich das Gefühl mein Herz bricht.

    Sehr eindrücklich fand ich das sich ein Thema durch die Geschichte zog und das ist die Lüge.

    Es geht darum das wir einige Lügen glauben,  das sie uns prägen, beeinflussen, das wir sie als Wahrheit empfinden und sie teilweise über Generationen weitergegeben werden. Es geht darum das wir manchmal Lügen nutzen weil wir andere schützen wollen und doch macht nur die Wahrheit frei.

    "Die irischen Schwestern" zeigt uns wie ein Leben von Lüge beeinflusst werden kann, das unser Leben unvorhersehbar ist und das wir in jeder Not zu Gott kommen können. Wenn wir Gott mit aufrichtigem Herzen suchen und anrufen wird er sich zeigen und dann merken wir: nur weil ein Leben anders verläuft als geplant und gehofft kann es trotzdem wunderbar sein.

    Das habe ich aus diesem Buch lernen können und genau dafür mag ich es sehr.

  13. Cover des Buches Himmel und Hölle (ISBN: 9783404116010)
    John Jakes

    Himmel und Hölle

     (53)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Der letzte Teil der Trilogie spielt überwiegend im Westen in den Indianerterritorien. Auch dieser meist grausame und nicht sonderlich heroische Teil der amerikanischen Geschichte wird einem bildhaft dargestellt. Die vielen Aussiedlerkolonnen gen Westen, die den Indianern ihre Lebensgrundlage entzogen, die Reservationslösungen, die Massaker usw. - man kann kaum in Worte fassen, wie die Ureinwohner gedemütigt und systematisch betrogen und letztendlich so gut wie vernichtet wurden. Auf der anderen Seite des Kontinents musste man mit den vielen "befreiten" Sklaven zurechtkommen. Der Rassismus in Amerika ist vor-, während-, und nach dem Bürgerkrieg bis in die heutige Zeit Realität, auch oder trotz einem schwarzen Präsidenten - dies sollte zu Denken geben nach 150 Jahren...
    Diese Serie umfasst unglaublich viele historischen Informationen und ist deshalb ein absolutes Muss für jeden Interessierten. Die Elemente eines Psychothrillers machen sie zuweilen unglaublich spannend. Wird Charles Main, ein Rebell und Ex-Soldat, seinen Frieden finden? Kann Madeline dem ungeheueren Druck des Ku-Klux-Klan und anderer Rassisten auf Mont Royal standhalten? Werden sich die beiden so unterschiedlichen Familien wiederfinden oder endgültig entzweien? Kann Elkanah Bent seine Rache an den Mains und Hazards vollenden? Ein ganz großes Werk des historischen Romans!
  14. Cover des Buches Libertys Lächeln (ISBN: 9783865326423)
    Andreas Kollender

    Libertys Lächeln

     (13)
    Aktuelle Rezension von: SunshineBaby5
    Carl Schurz war mir bis zu diesem Buch unbekannt. Der Autor Andreas Kollender hat sein Leben und damit verbunden auch den Freiheitskampf in Romanform gebracht. Der Roman spielt im 19. Jahrhundert, bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. Carl Schurz kam gemeinsam mit seiner Frau nach Amerika und versuchte die dortigen Verhältnisse auf verschieden Weise zu verbessern. Die Figur wird eindrücklich beschrieben. Besonders beeindruckt hat mich aber das große Wissen des Autors, dass er dem Leser vermittelt. Die Sprache ist ungewöhnlich für einen Roman, da die Sätze kurz und präzise sind. Mit persönlich hat es aber sehr gut gefallen, da ich verschnörkelte Sprache nicht mag. Wer es also auch klare und deutliche Sprache bevorzugt, liegt bei diesem Roman richtig.
    Insgesamt sehr empfehlenswert.
  15. Cover des Buches Liebe und Krieg (ISBN: 9783404112449)
    John Jakes

    Liebe und Krieg

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhaltsangabe:

    Die Freundschaften der Familie Main aus dem Süden und der Familie Hazard werden durch den beginnenden Krieg 1861 auf eine harte Probe gestellt.  Nichts ist mehr so, wie es einst war. Im Verlaufe der Gefechte fallen die Würfel der Schicksale neu. Orry Main, inzwischen glücklich mit seiner langjährigen Liebe Madeline verheiratet, verrichtet im Kriegsministerium Dienst. Seine Schwester Brett ist inzwischen mit Billy Hazard verheiratet und wartet treu und voller Sehnsucht im Norden auf ihn.

    Ashton, mit James Huntoon, einem erfolglosen Anwalt, verheiratet, sinniert weiterhin nach Macht und Ruhm. Ihre Gier kennt keine Grenzen, das sie sogar Verrat begeht.  Charles Main leistet seinen Dienst als Scout der Konförderierten-Armee und lernt in den Wirren des Krieges Augusta Barclay kennen.

    Die Familie Hazard sind ebenso eng mit dem Krieg verknüpft wie die Mains. George leistet seinen Beitrag im Waffenamt in Washington, während Billy Hazard als Pionier seinen Aufgaben nachkommt. Stanley Hazard, von seiner Frau Isabell beherrscht, mausert sich zu einem Politiker mit einer gewissen Macht und zu einem Kriegsgewinnler.

    Virgilia Hazard, eine starke Anhängerin der Abschaffung der Sklaverei, geht ebenso ganz eigenwillige Wege, um den Tod ihres farbigen Gatten O’Grady zu rächen.

    Mein Fazit:

    Von diesem Epos, wohl durch die Ausstrahlung der Mini-Serie voreingenommen, erwartete ich mehr von den persönlichen Aktivitäten der Familienmitglieder als vom Krieg. Die knapp 800 Seiten sind sehr detailgetrau geschrieben, aber wohl eher für einen Fan dieser Epoche gedacht. Mir waren die vielen Erzählungen über Generäle, Feldzüge und Schlachten einfach zu uninteressant.

    Daher hatte ich Mühe, dem Buch länger als eine halbe Stunde des Tages zu widmen. Die Verfilmung paßt nicht so sehr mit dem Buch überein, dennoch hat es mir in Bild und Ton besser gefallen!

    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2004.

  16. Cover des Buches Starbuck: Der Gegner (ISBN: 9783499259166)
    Bernard Cornwell

    Starbuck: Der Gegner

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Hitikatus
    Ein brillianter dritter Teil der Reihe. Der Aufstieg Starbucks in der Armee, begleitet mit vielen "gerechten" Handlungen, die einen selbst euphorisch mitfiebern lassen, so ging es zumindest mir, sind nur ein Teil davon. Wieder einmal sind auch die Kampfhandlungen grausam genau beschrieben, sodass man nur sehr ungerne seine Augen vom Buch lösen will. Ich kann jedem, der an diesem Genre interessiert ist, diese Romanreihe herzlichst empfehlen.
  17. Cover des Buches Unsterbliche Versuchung (ISBN: 9783442266340)
    Raven Hart

    Unsterbliche Versuchung

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Samski299
    Dies war das beste buch das ich je gelesen habe!
    sogar meine Kumpels hats überrascht wie toll das Teil ist!
  18. Cover des Buches Der Glanzrappe (ISBN: 9783423140324)
    Robert Olmstead

    Der Glanzrappe

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ohne diesen Begriff inflationär benutzen zu wollen, dies hier ist eines. Der Glanzrappe ist alles zugleich: Ein Hohelied auf das Leben, aber auch ein Abgesang auf dasselbige - der Tod kommt einem so nahe, dass man ihn fast riechen. Eine tour de force durch den Wahnsinn des Krieges hindurch, bittere Momente in denen es nur noch um das Überleben geht, das nackte Überleben, Momente, so düster und moribund, so voller Klage, voller abstrusem Ekel, dass es einem den Magen umdreht. 

    Sprachlich vollendet. Eine melodiöse Sprache, die Olmstead perfektioniert, eine, die nie kitschig wird und trotzdem so viel Poesie in sich birgt. 

    Kein Buch der letzten fünf Jahre hat mich mehr mitgenommen, mich mehr beschäftigt als dieses. 
  19. Cover des Buches Der Lincoln-Pakt (ISBN: 9783734102820)
    Steve Berry

    Der Lincoln-Pakt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: soetom
    Das Buch ist das bislang letze in einer Reihe, funktioniert aber auch gut ohne "Vorkenntnisse". Im Grunde ist es eine Abhandlung über Vertrauen, Demokratie und (religiösen) Fanatismus. Das Ganze verpackt als solider Spionage-Thriller und mit viel Hintergrundinformationen zur Gründung der USA, den amerikanischen Bürgerkriegen und der Mormonenkirche.

    Die Geschichte liest sich gut und man merkt dem Autor an, dass er ein routinierter Handwerker in seinem Genre ist. Soweit ist es ein gut lesbarer Thriller, der spannend und leicht bekömmlich ist. Eigentlich nichts AUßergewöhnliches. Aber das Buch hat ein Nachwort. Und hier werden ausführlich die verwendeten historischen Quellen dargestellt, für die Geschichte Erfundenes herforgehoben und historisch nicht belegte, aber vorstellbare Details erläutert. Und da wird das Buch - sozusagen rückwirkend - eine spannende Geschichtsstunde über Dinge, die wir für selbstverständlich halten - zum Beispiel eine stabile Demokratie und friedliches Zusammenwirken von Ländern - die aber nicht zwangsläufig so entstehen mussten. Und die nicht zwangsläufig so bleiben, wenn sie nicht geschützt werden.

    Gerade in Zeiten von Populismus, alternativen Fakten und wiedererstarkendem Nationalismus ein lesenswertes Buch!
  20. Cover des Buches Mark Twain, Die Abenteuer des Huckleberry Finn (ISBN: 9783730609811)
    Mark Twain

    Mark Twain, Die Abenteuer des Huckleberry Finn

     (270)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Wenn ich dieses Buch lese, lese ich nicht über die Abenteuer, die Huckleberry erlebt, sondern ich bin Huckleberry! Genial!

  21. Cover des Buches Tränen der Freiheit (ISBN: 9783952452387)
    Lisa Schneider

    Tränen der Freiheit

     (4)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Amerika 1861: Ein blutiger Krieg um Freiheit und Gleichheit und die Abschaffung der Sklaverei bricht aus. Mittendrin ein junges Mädchen auf der Flucht, zerrissen zwischen der Liebe zu einem feindlichen Soldaten und ihrem Freiheitswillen.

    Weil in ihrem Heimatort ein brutaler Krieg tobt, soll Catherine mit dem Zug in den Norden fahren, wo sie in Sicherheit sein wird. Allerdings wird genau dieser Zug überfallen, einige sterben und Catherine wird daraufhin in ein Gefangenenlager verschleppt, aus dem sie wenig später fliehen kann. Auf ihrer Flucht trifft sie viele Menschen und muss einige Herausforderungen bestehen. Der Hunger und die stets gegenwärtige Angst um ihr Leben erschweren die Flucht enorm. Doch nicht nur das, nach einem schlimmen Ereignis will Catherine den kleinen Sklavenjungen Bahati nicht zurücklassen und nimmt ihn mit, was ihre Flucht zusätzlich erschwert.

    Die Autorin schafft es, den Leser in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, detailreich und fesselnd. Lisa spricht viele wichtige Themen und damalige Missstände an, wie die Brutalität der Menschen, den Stellenwert und die Unterschiede der „Weißen“ und der „Schwarzen“, Ausrottung von ganzen Indianer-Kolonien und Verlust geliebter Menschen.

    „Tränen der Freiheit“ ist ein interessanter und fesselnder Roman. Der Leser bekommt viele Eindrücke, wie das Leben im 19. Jahrhundert ausgesehen haben muss. Durch die Aneinanderreihung der Ereignisse wirkte die Geschichte jedoch sehr konstruiert und erschwerte es mir in einen Lesefluss zu kommen. Es passierte einfach so viel und sehr schnell hintereinander, sodass ich zwischendurch eine Pause machen musste, um das Ganze einmal sacken zu lassen. Insgesamt ist es aber ein sehr empfehlenswerter historischer Roman, der viele wichtige Themen anspricht, mit denen man sich befassen sollte.

  22. Cover des Buches Von der Erde zum Mond (ISBN: 9783846099841)
    Jules Verne

    Von der Erde zum Mond

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Vielen gilt Jules Verne als einer der Wegbereiter der Science-Fiction-Literatur; ich sehe ihn eher als sehr technikgläubigen Visionär mit großem erzählerischen Talent. 1828 geboren erlebte Verne eine Zeit, in der die Natur- und Ingenieurwissenschaften in rascher Folge bahnbrechende Entdeckungen und Erfindungen machten, die zu tiefgehenden gesellschaftlichen Veränderungen führten. So verwundert es nicht wirklich, dass Verne eine große Technikbegeisterung entwickelte und neueste Erfindungen in vielen seiner Romanen eine zentrale Rolle spielen. Aber wie detailverliebt der studierte Jurist Maschinen, chemische und physikalische Vorgänge schildert, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

    So auch im vorliegenden Roman, wenn er für eine erste bemannte Raumfahrt gleich drei Menschen zum Mond fliegen lässt. Zwar nicht in einer Rakete, sondern in einem riesigen Hohlprojektil, abgefeuert von einer riesigen Kanone, doch wirkt alles sehr glaubhaft. Die Geschichte ist als satirische Kritik am damaligen Militarismus zu lesen und als solche sehr gelungen, etwa, wenn mit beißendem Spott ausgerechnet wird, dass die kriegsbegeisterten Mitglieder des "Gun-Clubs" nur noch einen Arm pro vier Personen, dafür umso mehr Prothesen und Krücken aufweisen können.

    Einzig Vernes Hang zu schier endlosen Aufzählungen strapaziert meine Geduld als Leserin auch in diesem Roman ab und an. Und man sollte  - abgesehen vom rasanten Ende - nicht allzu viel Action erwarten. Doch vermag Verne auch ohne diese reichlich Spannung zu erzeugen.

    Fazit: Nicht unbedingt das beste unter Vernes zahlreichen Büchern, aber doch ein lesenswertes!

  23. Cover des Buches Die Erben des Kains (ISBN: B002FWXA2Q)
    John Jakes

    Die Erben des Kains

     (17)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear
    Name: Die Erben Kains
    Autor: John Jakes
    Genre: Drama, Historisches, Romantik, Slice of Life
    Preis: Früher hat es DM 9.80 gekostet | Auf Amazon kann man es in einer Preisspanne zwischen 0,01 und 37,95 Euro finden.
    Seiten: 777
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 1987
    ISBN: 3-404-10847-1
    Verlag: Bastei Lübbe

    Rückentext:
    Im Mittelpunkt stehen zwei Familien: die Hazards, ein Industriellenclan in Pennsylvania, und die Mains, Plantagenbesitzer und Sklavenhalter in South Carolina. Ihre Söhne begegnen sich auf der Militärakademie von West Point. Sie werden Freunde und sind wie Brüder zueinander. Noch ahnen sie nicht, daß ein mörderischer Krieg sie bald zu Todfeinden machen wird ...


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
    Ich kann ehrlich gesagt nicht mehr sagen, wie ich an das Buch gekommen bin, ich glaube, ich habe es irgendwo kostenlos erhalten, zusammen mit Band 2 und 3. Das hier ist der erste Band der Trilogie rund um die Mains und Hazards. Das Buch fängt mit den "Gründern" der beiden Famillien an, wie sie aus verschiedenen Gründen nach Amerika gehen und dort ein komplett neues Leben beginnen. Dann wandert man ein paar wenige Generationen nach vorne und erfährt den Alltag von George Hazard und Orry Main, man erfährt, wie sie sich kennenlernen und sehr gute Freunde, nein, Brüder werden. Aber man erlebt auch viel von ihren Familienmitgliedern, wie diese sich ein eigenes Leben aufbauen und wie jeder mit seinen eigenen (Liebes)Problemen zu kämpfen hat. Viele Aktionen ziehen Reaktionen nach sich und es gibt ein paar Charaktere, die lernt man zu hassen, aber das ist Absicht.

    Hin und wieder kommt es einem seltsam vor, wenn sich ein männlicher Charakter verliebt und quasi alles in den Wind wirft, weil er unbedingt diese Dame haben möchte. Das hat nach einer Zeit ein wenig genervt, aber ich dachte mir dann, das ist wohl so üblich gewesen damals.

    Auch ist es interessant zu erfahren, wie die Leute damals gelebt und gedacht haben, auch wenn ich es nicht unbedingt nachvollziehen kann. Ich kann die Leute, die an der Sklaverei festhalten bzw festgehalten haben, nicht verstehen. Besonders die nicht, die sagen, dass die Sklaven keine Menschen seien. Auf der anderen Seite verstehe ich die nicht, die sagen, man kann die Sklaverei nur mit Gewalt entfernen. Das Ganze ist bzw war ein sehr schweres Thema und ich wüsste auch nicht, wie man es lösen könnte, vor allem, da beide Seiten recht dickköpfig waren. Der Norden wollte den Sklaven die Freiheit schenken, der Süden wollte seine Unabhängigkeit und nicht, dass der Norden ihm etwas vorschreibt.

    Das Buch ... nun, wenn man es liest, es kommt einen vor, als würde man eine Serie lesen, eben weil so viele Charaktere vorkommen, weil so viel an Handlung passiert (ich glaub, ich habe noch nie so viel Handlung in einem Buch gesehen), hin und wieder ist es ein wenig ermüdend oder langgezogen. Dennoch ist es einfach und leicht zu lesen. Auch habe ich das Gefühl, dass Rache oft eine große Rolle spielt, neben der Liebe und der Sklavenfrage.

    Es gibt auch spannende Momente, in denen man mit den Charakteren entweder mitleidet oder mitfiebert. Überhaupt ist der Text sehr lebhaft geschrieben, nur so manche Reaktion fällt immer mal wieder ähnlich aus.


    Leseprobe (die ersten 10 Sätze):
    "Es ist nun wirklich an der Zeit, daß der Junge meinen Namen annimmt", sagte Windom nach dem Abendbrot. Die Sache verdroß ihn: Jedesmal, wenn er zuviel getrunken hatte, kam er darauf zu sprechen. Die Mutter des Jungen saß neben dem kleinen Feuer und schloß die Bibel, die sie auf den Knien hielt. Bess Windom hatte sich selbst, wie jeden Abend, etwas vorgelesen. Der Junge konnte an ihren Lippenbewegungen erkennen, daß sie nur langsam vorwärtskam. Sie war gerade bei ihrem Lieblingsvers im 5. Kapitel des Matthäus-Evangeliums angelangt: "Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmrelreich", als Windom mit seiner Bemerkung herausplatzte.

    Der Junge, Joseph Moffat, saß mit dem Rücken zur Kaminecke und schnitzte ein kleines Boot. Er war zwölf, von untersetztem Körperbau wie seine Mutter, mit breiten Schultern, hellbraunem Haar und blaßblauen Augen.

    Windom warf seinem Stiefsohn einen finsteren Blick zu. Frühlingsregen prasselte auf das Strohdach.


    Fazit:
    Das Buch ist mal was anderes, es ist, wie ich bereits erwähnt habe, wie eine Art Serie als Buchversion. Da ist es kein Wunder, dass die Bücher zu einer TV-Serie verfilmt wurden, genug an Charakteren und Story sind dafür ja vorhanden gewesen. Man muss es mögen, es kann einen sicherlich ermüden und auch ich bin froh, dass ich endlich damit durch bin. Nicht nur, weil so unglaublich viel passiert, sondern auch, weil ich die letzten Wochen kaum gelesen habe. Aber wenn man die Lust und die Geduld hat, dann kann man es durchlesen. Ich selbst fand es nicht schlecht, denke aber nicht, dass ich es ein weiterers Mal lesen werde. Auch werde ich mir erstmal ein paar Bücher schnappen, bevor ich mit den zwei anderen Bänden weitermache. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 Rubine.
  24. Cover des Buches Die noble Straße (ISBN: 9783795113131)
    Gwen Bristow

    Die noble Straße

     (28)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Der zweite Teil der Louisiana-Trilogie spielt zur Zeit des Bürgerkriegs. Im Vordergrund der Geschichte stehen diesmal die krassen Unterschiede zwischen der armen und der reichen weißen Bevölkerung. Der zweite Teil liest sich genauso leicht und angenehm wie der erste Teil. Die Charaktere sind wieder detailiert gezeichnet, die Szenen sehr bildhaft beschrieben. Man erfährt recht viel vom alltäglichen Leben zu jener Zeit und welche Auswirkungen der Krieg auf die Menschen hatte. Mir hat der zweite Teil letztendlich sogar ein wenig besser gefallen als der erste Teil, weil die Charaktere ein bisschen authentischer waren und die Geschichte generell spannender war. Doch obwohl der Ansatz des Romans, nämlich einmal nicht den Sklavenkonflikt während des Bürgerkriegs, sondern die elende Lebenssituation der armen weißen Menschen zu zeigen, sehr interessant war, fand ich, dass die Situation der schwarzen Bevölkerung an manchen Stellen fast bagatellisiert wurde. Das hat mich ein wenig gestört. Ansonsten aber ein gutes Buch. (In der neu aufgelegten Weltbildausgabe lautet der Titel des zweiten Teils übrigens "Sterne über Louisiana")

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