Bücher mit dem Tag "shakespeare"
121 Bücher
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Sommernacht
(2.451)Aktuelle Rezension von: SeitenkinoBesonders begeistert hat mich die Figur Puck, der mit seinem Humor und seiner Loyalität sofort mein Herz erobert hat. Er bringt Leichtigkeit in gefährliche Situationen und zeigt gleichzeitig eine tiefe Verbundenheit zu Meghan. Auch Ash ist faszinierend gezeichnet, kühl und kontrolliert, aber mit spürbarer innerer Zerrissenheit. Die Spannung zwischen Puck und Ash verleiht der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene. Ihre komplizierte Verbindung wirkt durchdacht und alles andere als oberflächlich. Meghan wächst im Verlauf der Handlungen über sich hinaus. Ihre Gefühle sind nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Besonders die ersten zarten Momente zwischen ihr und Ash lassen einen unweigerlich mitfiebern. Die Welt von Nimmernie ist detailreich beschrieben und wirkt lebendig. Für mich ist dieser Auftakt ein atmosphärisch dichter und emotional packender Beginn einer außergewöhnlichen Reihe.
- Marah Woolf
MondSilberLicht
(1.325)Aktuelle Rezension von: AuroraNielsenNach dem Tod ihrer Mutter zieht Emma auf die schottische Isle of Skye zu Verwandten, die sie kaum kennt und trifft dort auf den geheimnisvollen Calum, der sie ebenso anzieht, wie er sie auf Abstand hält. Was ihn umgibt, hat mehr mit alten schottischen Sagen zu tun, als Emma zunächst ahnt.
Der Einstieg ist ruhig und wirkt anfangs vertraut, doch genau darin liegt der Reiz: Marah Woolf nimmt sich Zeit für Stimmung, Sehnsucht und eine Liebe, die nicht sein soll. Die neblige Kulisse und der keltische Mythos heben das Buch angenehm von üblicher Fantasy ab, und je weiter man liest, desto stärker zieht die Geschichte an, bis zu einem Ende, das sofort nach dem nächsten Band verlangen lässt.
Ein warmer, verschlingbarer Slow-Burn-Auftakt für alle, die atmosphärische Romantasy mögen. Man merkt dem Debüt seine kleinen Ecken an, aber das Herz stimmt.
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(397)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - William Shakespeare
Romeo und Julia
(1.465)Aktuelle Rezension von: AnnaHabelerDieses Buch ist ein emotionales und spannendes Buch zugleich. Sie berichtete von einer Liebe die am Ende ein schrecken findet aber eine Liebe die zugleich schön ist, trotz einem Familienstreits. Als ich begonnen habe dieses Buch zu lesen war ich fokussiert ohne Ende, die Spannung ist da, genau was ein Buch braucht.
- David Safier
Plötzlich Shakespeare
(1.110)Aktuelle Rezension von: StolliPlötzlich Shakespeare ist das zweite Buch nach Mieses Karma von David Safier das ich gelesen habe, die Inhaltsangabe findet sie wie üblich im Link:
Fazit:
Wie schon in Mieses Karma, die Protagonistin ist und bleibt unsympathisch, viele Dialoge sind eher irgendwo zwischen den Beinen, die Sprache war vielleicht zu Shakespeare's Zeiten derb aber für mich nicht zu ertragen, das Buch ist nicht kurzweilig, selten regt es zum Lachen an, ich wollte am Ende nur das Ende lesen, unterhaltsam ist anders, ich werde dem Autor mit Jesus liebt mich noch eine Chance geben...
- Anne Fortier
Julia
(424)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinNach dem Tod ihrer Tante Rose, die überraschend Julias Zwillingsschwester Janice ihr gesamtes Erbe hinterlassen hat, begibt sich Julia zurück in ihre Geburtsland Italien, wo Julia dem Nachlass von Tante Rose zufolge den Schatz ihrer früh verstorbenen Mutter Diane finden soll. Auf dem Weg nach Siena begegnet Julia, die unter ihren Geburtsnamen Giulietta Tomolei reist, Eva Maria Salimbeni, die die Vorfahren von Julia und die damit verbundenen Familienfehden kennt. In einem Schließfach ihrer Mutter findet Julia mehrere Bücher und Schriften, die die Geschichte von Romeo und Julia aus verschiedenen Epochen enthalten, darunter auch die Urfassung aus dem Jahr 1340, die William Shakespeare 200 Jahre später adaptierte. Auf der Suche nach dem Erbe ihrer Mutter und ihren eigenen Wurzeln fühlt sich Julia in Siena zunehmend verfolgt und bedroht. Schutz erhofft sie sich von Eva Marias Patensohn, Alessandro Santini. Durch seine Unterstützung werden die alten Familienfehden wieder angefacht und offenbar scheint sich die Rome-und-Julia-Geschichte damit zu wiederholen.
Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit im Jahr 1340 verlieben sich Giulietta Tolomei und Romeo Marescotti ineinander. Ein Heiratsantrag Romeos wird jedoch von Giuliettas Vater abgelehnt und das Drama nimmt seinen Lauf...
In der Gegenwart begleitet man Julia auf der Suche nach dem Schatz ihrer Mutter, die dabei die Geschichte des tragischen Liebespaares liest. Durch die verwandtschaftlichen Beziehungen sind beide Erzählstränge eng miteinander verknüpft. Dabei wird offenbar, dass ein Fluch auf den beiden italienischen Familien zu liegen scheint. Die Liebesgeschichte von Giulietta Tolomei und ihrem Romeo endete tragisch und auch Julias Eltern sind früh verstorben. Droht Julia nun das gleiche Schicksal oder kann sie den Fluch brechen?
"Julia" ist eine Mischung aus Familiendrama, Liebesgeschichte, Krimimalroman und Historienepos. Durch die anschauliche Beschreibung der Stadt und ihrer historischen Orte fühlt man sich bildlich nach Siena versetzt und taucht in die Atmosphäre buchstäblich ein.
Während der Erzählstrang in der Vergangenheit - eine klassische romantische Liebesgeschichte - emotional mehr fesselt, ist die Geschichte in der Gegenwart aufgrund der spürbaren Bedrohung Julias und ihrer rätselhaften Suche nach dem Schatz ihrer Mutter spannender konstruiert.
Die Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit wirken dabei allerdings etwas zu gewollt, die Figuren zumal ein wenig klischeehaft dargestellt, was aber wiederum zum historischen Hintergrund passend ist.
Es ist nicht ganz einfach, den Überblick über alle handelnden Akteure in Gegenwart und Vergangenheit zu behalten, da keine tiefer gehende Charakterdarstellung erfolgt. Selbst Romeo und Julia wirken wie ihre Nachfahren etwas blass. Die Geschichte kann deshalb auch nicht durchgehend fesseln. Durch die Detailverliebtheit und die unbedingte Verknüpfung von historischen Fakten mit einer fiktiven Geschichte treten unweigerlich Längen auf, bei der insbesondere die Romantik der Liebesgeschichte in der Gegenwart auf der Strecke bleibt.
- William Shakespeare
Macbeth
(356)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosMacbeth ist kein Stück über Ehrgeiz. Es ist ein Stück über die Selbstauflösung. Macbeth opfert seine Identität für ein Ziel, das er am Ende nicht mehr als seines erkennen kann, weil er der Mensch, der dieses Ziel verfolgt hat, nicht mehr existiert. Shakespeare zeigt den Zerfall von innen, nicht durch äußere Gewalt, sondern durch die eigene Entscheidung, eine Grenze zu überschreiten, hinter der es kein Zurück gibt. Lady Macbeth ist dabei die präzisere Figur: Sie zerbricht schneller, weil sie sich selbst weniger belügt.
- M. L. Rio
If We Were Villains (English Edition)
(101)Aktuelle Rezension von: AlexandraThalassaIch habe das Buch so geliebt, weil Shakespeares Stücke und Zitate so gut mit der Handlung verwebt waren. Ich liebe dieses Dark Academia Setting und die Atmosphäre war so lebhaft beschrieben. Die Protagonisten waren teilweise unsympathisch, einer besonders, aber man hat trotzdem so mitgefiebert. :)
Wem empfehle ich das Buch?
Allen, die keine Angst vor Shakespeare haben und vielleicht schon ein bisschen die Stücke kennen. Ansonsten allen, die totalen Nerds bei einem Mord zuschauen wollen.
- William Shakespeare
Hamlet
(635)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Dem Prinzen Hamlet von Dänemark erscheint der Geist seines verstorbenen Vaters und offenbart ihm, dass er in Wahrheit nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern heimtückisch ermordet worden ist. Hamlet sinnt auf Rache – mit weitreichenden Folgen. Es wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die mehr als ein Opfer fordern wird…
Meine Meinung:
Ich hatte vorher noch nie ein Stück von Shakespeare gelesen und wusste nichts über die Handlung von „Hamlet“. Deshalb wusste ich überhaupt nicht was mich erwartet und ich habe mich überraschen lassen. Am Ende kann ist sagen, dass es sich gelohnt hat und dass ich froh bin diesem Klassiker eine Chance gegeben zu haben.
Das Stück ist ereignisreicher als gedacht und die Handlung hat Überraschungen zu bieten. Ich war deswegen froh, dass ich kein Vorwissen bzgl. der Handlung hatte, denn so blieb es spannend mitzurätseln was wohl als nächstes passieren wird. Schon der 1. Akt beginnt spannend und vielversprechend, denn der Geist des verstorbenen Königs hat direkt seinen ersten Auftritt. Überhaupt sind die „Zutaten“ der Geschichte interessant und machen neugierig auf den weiteren Verlauf: Ein ermordeter König, ein Mörder der die Krone an sich gebracht hat, der Konflikt zwischen Dänemark und Norwegen, ein Geist der auf Rache sinnt und ein Sohn, der seinen Vater rächen will.
Obwohl alles in Theaterstückform geschrieben ist und obwohl man am Schreibstil merkt, dass es ein sehr alter Klassiker ist finde ich, dass es sich trotzdem recht gut lesen lässt. Allerdings muss man natürlich schon etwas mehr Konzentration aufbringen und mehr Zeit einplanen als bei zeitgenössischen Werken. Manchmal habe ich ein paar Zeilen ein zweites Mal lesen müssen um den Sinn richtig zu erfassen. Mir sind zwar bestimmt auch einige tiefere Bedeutung und Interpretationsmöglichkeiten entgangen, aber ich habe trotzdem gut einen Zugang zu dem Stück gefunden und konnte der Handlung gut folgen.
Es hat mich positiv überrascht, dass die Protagonisten ihre Ecken und Kanten haben. Bei einem älteren Werk wie „Hamlet“ hatte ich damit gerechnet, dass einem viele Personen präsentiert werden, die sich vorbildlich und moralisch einwandfrei verhalten. Stattdessen gibt es in „Hamlet“ Intrigen, Mordkomplotte und es tun sich menschliche Abgründe auf. Es gibt mehrere Personen, die sich überaus skrupellos und rücksichtslos verhalten und auch vor Verbrechen nicht zurückschrecken. Außerdem werden auch stellenweise etwas makabere Reden geschwungen wie z. B. in der Szene in der Hamlet ein gewisses Versteck nicht verraten will. Das hat einem die betreffenden Personen zwar unsympathisch gemacht, aber gleichzeitig hat es das Lesen auch deutlich unterhaltsamer gemacht.
Ein Grund, warum sich das Lesen des Stücks für mich gelohnt hat ist die Tatsache, dass „Hamlet“ einige sehr berühmte Zitate zu bieten hat, die als Redewendungen in die Alltagssprache aufgenommen wurden. Ich fand es interessant zu erfahren in welchen Zusammenhang besonders folgende Zitate fallen:
Etwas ist faul im Staate Dänemarks. (Marcellus im 1. Akt, 4. Szene)
Es gibt mehr Ding‘ im Himmel und auf Erden, Als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio. (Hamlet im 1. Akt, 5. Szene).
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. (Hamlet im 3. Akt, 1. Szene)
Der Rest ist Schweigen. (Hamlet im 5. Akt, 2. Szene)
Da ich den Song „The Fate of Ophelia“ (von Taylor Swift) sehr mag fand ich es auch spannend durch das Lesen von „Hamlet“ nebenbei endlich erfahren auf welches dramatische Schicksal der armen Ophelia dieser Songtext anspielt. Ophelia ist eine Nebenfigur in „Hamlet“ und für sie hatte ich beim Lesen ganz besonders viel Mitgefühl, denn auf ihre Meinung und ihre Gefühle wird wenig Rücksicht genommen und sie wird in tragischer Weise in das ganze Drama verwickelt, obwohl sie – im Gegensatz zu all den anderen Beteiligten – nichts Schlechtes getan hat.
Der Showdown am Ende bietet ordentlich Action und Drama. Es ist ein Ende mit Knalleffekt in dem sich die dramatischen Ereignisse richtiggehend überstürzen. Ich hatte zwar mit Drama gerechnet, aber wieviel davon man am Ende auf so wenigen Seiten bekommt hat mich trotzdem überrascht!
Warum vergebe ich „nur“ 4 Bewertungssterne?
Ich habe das Stück gerne gelesen und es hat mich gut unterhalten. Gleichzeitig ist es aber trotzdem ehrlicherweise irgendwie etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Das Stück ist derart berühmt, dass ich einfach noch mehr erwartet hatte. Vielleicht liegt es auch daran, dass man in der heutigen Zeit derart viele aufsehenerregende Geschichten in Form von Theaterstücke, Filme, Bücher etc. zu sehen/lesen bekommt, dass man viel mehr Vergleiche zu ähnlichen Geschichten ziehen kann und etwas abgestumpft ist. Wahrscheinlich hat man „Hamlet“ deswegen in früheren Zeiten noch mehr schätzen können.
Außerdem war mir die Handlung manchmal ein bisschen zu sprunghaft und die Szenenwechsel waren mir gelegentlich zu abrupt. Das liegt zum Teil auch daran, dass man keine Zeitangaben (wie z. B. X Tage später) hat und es nun mal als Theaterstück gedacht ist und entsprechend aufgebaut ist. Es kommt z. B. vor, dass jemand verreist ist und in der nächsten Szene erfährt man, dass derjenige schon wieder auf dem Rückweg von der Reise ist.
Manche Szenen hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht und dafür hätte die eine oder andere Szene ruhig etwas kürzer ausfallen können. Es wechselt für mein Empfinden ein bisschen zu sehr zwischen Szenen in denen die Handlung langsam vorankommt (z. B. das Gespräch mit den Schauspielern oder wie Polonius jemanden beauftragt seinen Sohn zu bespitzeln) und Szenen in denen sich die Dinge sehr überstürzen und der Dramafaktor extrem anzieht (v. a. das Ende des 5. Akts).
Fazit:
Ich hatte mir noch ein bisschen mehr von diesem weltberühmten Klassiker erhofft, aber „Hamlet“ hat mich dennoch insgesamt sehr positiv überrascht und gut unterhalten. Außerdem war es toll endlich zu erfahren in welchen Zusammenhang die berühmten Zitate fallen, die fast jeder kennt. Ich bin froh, dass ich mich an ein Stück von Shakespeare getraut habe und habe dadurch Interesse noch mehr seiner Werke kennenzulernen – besonders „Romeo und Julia“ und „Der Widerspenstigen Zähmung“.
Zum Schluss noch ein Zitat aus dem Stück, das mir besonders gefallen hat:
Dies über alles: sei dir selber treu, und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage, du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen. (Polonius im 1. Akt, 3. Szene)
- Emma Scott
Never Doubt
(467)Aktuelle Rezension von: HarukiDas Buch Never Doubt hat mir sehr gut gefallen. Mittlerweile bin ich ein großer Emma-Scott-Fan. Ich finde, sie schafft es immer wieder, unglaublich viel Gefühl in ihre Geschichten zu packen und mich damit völlig an ein Buch zu fesseln.
Ich leide beim Lesen mit ihren Charakteren mit – ich fühle ihre Trauer, ihre Wut und ihre Verzweiflung. So war es auch dieses Mal. Die beiden Protagonisten Willow und Isaac wirkten auf mich sehr authentisch, und ihre Entscheidungen waren für mich jederzeit nachvollziehbar.
Emma Scotts Schreibstil war wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Sie schafft es, Emotionen so intensiv zu vermitteln, dass man tief in die Geschichte eintaucht.
Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung!
- Gayle Forman
Nur ein Tag
(532)Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wiederIch hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.
Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?
Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.
Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
- Virginia Woolf
Ein Zimmer für sich allein
(65)Aktuelle Rezension von: stefan182“Ein Zimmer für sich allein” ist ein 1929 erschienener Essay von Virginia Woolf, der auf zwei Vorträgen basiert. Woolf äußert hier, z. T. assoziativ, feministische und literaturwissenschaftliche Thesen. Ihr Ausgangspunkt dabei ist, dass eine Frau erst literarisch aktiv werden könne, wenn zweierlei gegeben sei: ein finanzielles Auskommen, um unabhängig vom Einkommen eines Mannes zu sein, sowie ein eigener Raum, in dem sie nicht (von Männern) gestört wird. Der “Raum” ist dabei sowohl wörtlich als auch metaphorisch zu verstehen: Einerseits werden Frauen reale Räume der Wissensaneignung, wie die Universität oder die Bibliothek, verwehrt. Andererseits fehlt - real wie gedanklich - ein Raum im Privaten, in dem eine Frau - ungestört von Haushalt und Kindererziehung - schreiben bzw. schöpferisch tätig werden kann. Zudem wurde (und wird) den Gedanken von Frauen selten Raum gegeben, häufig wurden diese von männlicher Seite erstickt, ehe sie sprießen konnten. Ein diskursiver Raum, in dem Frauen sich über ihre Gedanken austauschen können, existiert dadurch nicht. Insbesondere der fehlende Zugang zu Wissensräume illustriert Virginia Woolf anschließend anschaulich mithilfe eines Spaziergangs durch die fiktive Universität “Oxbridge”, währenddessen die weibliche Spaziergängerin sich den männlichen Vorschriften beugen muss. Ein weiterer Punkt, den Woolf zur Sprache bringt, ist das Thema “Frauen und Literatur”. Dabei merkt sie zunächst an, dass es hauptsächlich Literatur über Frauen gebe, geschrieben von Männern, die meist mit einer verurteilenden, despektierlichen Feder schrieben, mit dem Ziel, das Patriarchat zu zementieren. Um mit dieser Perspektive z. T. zu brechen, führt sie eine kurze Geschichte der schreibenden Frauen an, in der u.a. Margaret Cavendish, Charlotte Brontë und Jane Austen genannt werden. Besonders spannend ist in diesem Kontext ein gedankliches Experiment Woolfs, mit dem sie die Schwierigkeiten einer schreibenden Frau veranschaulicht: Hätte Shakespeare eine Schwester mit gleichem literarischen Talent gehabt, so hätte sie nie Shakespeares Ruhm erlangen können, da sie gesellschaftlich - vom Patriarchat - verspottet und mundtot gemacht worden wäre. Zuletzt äußert Virginia Woolf die These, um vollkommen schreiben zu können, müsse man eine androgyne Seele besitzen, also gleichermaßen Männliches und Weibliches vereinigen. Man muss nicht zwangsläufig jeder These von Virginia Woolf folgen (gerade die Androgynitäts-These wird in der Literaturwissenschaft stark diskutiert), unbedingt beachtenswert ist aber die Grundthese des fehlenden Raumes für Frauen. Denn: Nach der Lektüre bleibt auch Ernüchterung zurück (wofür allerdings Woolf keine Verantwortung trägt). Obwohl mittlerweile fast 100 Jahre ins Land gezogen sind und unsere Gesellschaft Fortschritte gemacht hat, ist diese Grundthese noch drängend: Bedenkt man die häufig ungleiche Verteilung von Care-Arbeit oder die Gender-Pay-Gap, so ist noch nicht der Zustand erreicht, dass jede Frau ein Zimmer für sich allein hat (metaphorisch wie buchstäblich). Daher ist Woolfs Essay nach wie vor brandaktuell und unbedingt lesenswert - insbesondere Männer sollten diesen Text häufiger lesen.
- Sabine Schoder
The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch
(334)Aktuelle Rezension von: lias_bookshelfDieses Buch hat mich total überrascht. Ich bin ohne Erwartungen an das Buch gegangen und habe dann schnell festgestellt, dass das Buch sich sehr lohnt zu lesen. Es geht um die junge Joy, die selbst in die ganzen Geheimnissen und Intrigen hineingezogen wird und so lernt der Leser mit ihr zusammen die Welt, die Sabine Schoder geschaffen hat, kennen. Die Handlung ist unglaublich spannend und trotzdem sehr humorvoll! Die Charaktere werden dem Leser sehr nahe gebracht und ich konnte mich schon sehr schnell am Anfang mit ihnen identifizieren. Das Buch ist leicht zu lesen und hat sich meiner Meinung nach nicht zu lange gezogen, ging aber auch nicht zu schnell. Es wahr ein wirklich tolles Leseerlebnis, da ich sehr gefesselt war und immer mal wieder auch gelacht habe, es war also alles andere, als zu ernst. Die Liebesgeschichte entwickelt sich auch sehr schön und die Gefühle von der Protagonistin werden sehr schön beschrieben! Das Buch endet sehr spannend und ich habe mir direkt den zweiten Band zur Hand genommen, weil ich nicht warten konnte. Also eine große Empfehlung, besonders für Leser, die eine süße und witzige Liebesgeschichte mögen, aber trotzdem Geheimnisse und Spannung in ihrem Buch wollen. Das Buch ist eines der wenigen Bücher, die ich wirklich nochmal lesen würde! 🥰 📚
- Maggie O’Farrell
Judith und Hamnet
(93)Aktuelle Rezension von: MelB2508Als Agnes den jungen Lateinlehrer heiratet, ist er noch nicht volljährig, aber sie bereits schwanger mit ihrem ersten Kind. Sie werden insgesamt 3 Kinder bekommen, Susanna und später die Zwillinge Judith und Hamnet. Agnes ist eine hellsichtige Heilerin und ihrem Mann in Liebe verbunden. Sie spürt, dass er eine tiefe Sehnsucht nach einem anderen Leben hat und ermöglicht es ihm gegen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Doch als die Zwillinge an der Pest erkranken und Hamnet stirbt, fällt sie in eine tiefe Depression und auch ihre Gefühle für ihren Mann gehen darüber verloren...
Was Denis Scheck schreibt: »Maggie O’Farrell erzählt eine der spannendsten Geschichten überhaupt: die Geschichte, wie aus Leben Literatur wird. Magisch!« Denis Scheck - stimmt nicht! Es ist NICHT die Geschichte von Agnes´ Mann, dessen Name im gesamten Roman nicht genannt wird, von dem aber jeder Lesende weiß, es handelt sich um den berühmten William Shakespeare. Ich verstehe nicht, wie dieses Zitat auf das Buch gedruckt werden konnte und habe sowieso meine Probleme mit Denis Scheck. Judith und Hamnet handelt in erster Linie von Agnes und ihren Gefühlen. Jeder innere Monolog, dem wir folgen dürfen, ist aus weiblicher Sicht geschrieben - es kommen zu Wort Agnes, ihre älteste Tochter Judith, ihre Schwägerin Eliza, ihre Schwiegermutter Mary und als einzig männliche Sicht lesen wir noch Hamnets Gedanken.
Das ist für mich eine der Stärken des Romans. Die weibliche Perspektive wird in den Fokus genommen und wir folgen Agnes in die tiefsten Abgründe ihrer Trauer so wie wir sie auch kennenlernen, wenn sie besonders stark und glücklich ist. Einzig das Ende des Romans nimmt dann auch über Agnes die Gefühle ihres Mannes in den Blick. Doch auch hier sehen und fühlen wir durch Agnes Gedanken und Augen.
Ein Buch, das mir sehr unter die Haut ging und das ich gerne und uneingeschränkt weiter empfehle!
- Brittainy C. Cherry
Deine Worte in meiner Seele
(587)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Verliebt in Mr. Daniels ist ohne Frage ein emotionales Buch. Die Themen sind schwer, sensibel und eigentlich genau das, was unter die Haut gehen sollte. Trotzdem hat mich die Geschichte leider nicht erreicht.
Während des Lesens hatte ich ständig das Gefühl, nur von außen zuzuschauen. Die Emotionalität war da, sie war auch gut geschrieben und teilweise wirklich schön – aber sie hat mich nicht berührt. Es fehlte diese Verbindung, dieses Mitfühlen, das mich sonst durch solche Geschichten trägt.
Weder die Beziehung noch die inneren Konflikte konnten mich richtig abholen, obwohl objektiv vieles gut gemacht ist. Es lag also weniger am Buch selbst, sondern eher daran, dass es einfach nicht zu mir gepasst hat.
Trotzdem werde ich der Autorin noch eine weitere Chance geben, weil ihr Schreibstil Potenzial hat – nur dieses Buch war leider nicht meins.
- Gayle Forman
Und ein ganzes Jahr
(320)Aktuelle Rezension von: Nikashe"Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman ist die Fortsetzung und Abschlussband von "Nur ein Tag".
Endlich erfahren wir, was in dem einen Jahr mit Willem passiert ist, wo er sich aufhält und wieso er Allyson/Lulu alleine zurück gelassen hat in Paris.
Stellt man beide Bücher nebeneinander, so ergeben Sie ein Herz, was ich sehr schön finde.
Im ersten Band der Dilogie erfahren wir recht wenig über Willem. Dies ändert sich nun mit dem zweiten Band. Denn dieser ist nun aus seiner Sicht geschrieben und wir erfahren wo er sich wann aufgehalten hat.
Wir begleiten Ihn auf den Weg Lulu zu finden, denn Allyson richtigen Namen kennt er immer noch nicht. Eine Suche, die Hoffnungslos erscheint und sich über mehrere Kontinente erstreckt.
Willem wirkt sehr zerstreut und meidet Konflikte. Es wird klar, wieso er ein Vagabunden leben lebt und wofür er versucht wegzulaufen.
Es war Interessant zu lesen, was in dem Jahr bei Willem passiert ist, auch wenn das Ende durch Band 1 bekannt war, hatte die Geschichte ihre spannenden Punkte.
Sein Charakter wird mehr erläutert und wirkt dadurch sympathischer als zuvor.
Die Orte und Personen, die ihm auf seiner Suche begegnen, machen die Story dann weniger vorhersehbar.
Willem der vorher an das Schicksal und an Zufälle geglaubt hat, fängt immer mehr an daran zu Zweifeln und am Ende wird doch alles gut.
Fazit:
Band 2 fand ich nur ein wenig Schwächer als Band 1. Dies liegt daran, dass man das Ende bereits kennt und leider meine Hoffnung nicht bestätigt wurde, dass man darüber hinaus noch etwas erfährt.
Das fand ich sehr Schade. Schließlich fiebert man die ganze Zeit dem Treffen entgegen und dann ist die Geschichte vorbei.
Willems Geschichte zu lesen hat mir dennoch Spaß gemacht und es war schön zu sehen, wieso er ein Vagabunden leben lebt und diese Selbsterkenntnis und der Weg dorthin hat mir gut gefallen.
- M. L. Rio
If We Were Villains. Wenn aus Freunden Feinde werden
(144)Aktuelle Rezension von: BellitaIch wusste vorher gar nicht genau, was mich bei If We Were Villains erwartet, aber die Geschichte hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Besonders das Setting an einem Elite-College für Schauspiel hat mir unglaublich gut gefallen und die Verbindung zwischen Theater, Shakespeare und den Geheimnissen der Charaktere war einfach etwas ganz Besonderes.
Die sieben Schauspielstudenten und ihre enge Freundschaft fand ich super interessant.🎭✨ Man merkt von Anfang an, dass zwischen ihnen nicht alles so harmonisch ist, wie es zunächst scheint, und gerade diese Dynamik hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht. Besonders die Frage, was wirklich zwischen den Charakteren passiert ist und wem man eigentlich vertrauen kann, hat mich die ganze Zeit beschäftigt.
Ich fand es außerdem unglaublich spannend, wie die Grenzen zwischen den gespielten Rollen und dem echten Leben immer mehr verschwimmen.🖤 Die Shakespeare-Stücke sind nicht einfach nur Hintergrund, sondern werden zu einem wichtigen Teil der Geschichte und spiegeln die Beziehungen und Konflikte der Charaktere wider. Gerade diese Parallelen fand ich richtig faszinierend.
Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass das Buch eher langsam erzählt wird und sehr stark von seiner Atmosphäre und den Charakteren lebt.🙈 Es gibt nicht ständig neue spannende Ereignisse, sondern viele ruhige Momente, in denen man die Figuren und ihre Beziehungen besser kennenlernt. Für mich hat das aber sehr gut funktioniert, weil genau dadurch diese bedrückende Stimmung entstanden ist.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls richtig gut gefallen.✨ Die Geschichte hatte etwas unglaublich Poetisches und gleichzeitig Düsteres und ich konnte mir die Theaterwelt und die einzelnen Aufführungen richtig gut vorstellen.
Insgesamt ein außergewöhnliches, düsteres und atmosphärisches Buch, das für mich vor allem durch seine Charaktere, die Shakespeare-Elemente und die besondere Stimmung überzeugt hat.🎭🖤 Ich glaube, die Geschichte wird mir noch eine ganze Weile im Kopf bleiben und ich kann sie besonders allen empfehlen, die gerne etwas anspruchsvollere und ungewöhnliche Geschichten lesen.✨
- Alice Oseman
Loveless (deutsche Ausgabe)
(180)Aktuelle Rezension von: Janinezachariae"Loveless" von Alice Oseman ist ein wundervolles Buch über Selbstfindung und dass die Liebe viele Seiten hat.
Es geht nicht immer ausschließlich über die körperliche Anziehung oder dass man unbedingt Liebe empfinden muss.
Sie kann sich in den kleinen Dingen verstecken.
Georgia versteht sich selbst nicht und sieht um sich herum all die Pärchen.
Dabei glaubt sie, in einen Jungen verliebt zu sein. Aber ist das wirklich so?
Und was wäre, wenn sie sich in ein Mädchen verliebt?
Wie fühlt sich Verliebtsein an?
Alice Oseman hat eine wundervolle Geschichte geschrieben über die Vielfalt der Gefühle, der Liebe, der Emotionen und Gedanken.
Es ist die Geschichte über Träume, Wünsche, Ängste, der Suche nach sich selbst und dem Licht am Ende eines Tunnels voller düsterer Gedanken.
Dabei geht es nicht nur um Georgia, sondern auch um andere in ihrem Alter. Mit 18 steht die Welt offen. Doch was ist mit den Gefühlen? Müssen wir wirklich einem Schema folgen oder können wir einfach wir sein? Ohne ein Label? Mit Label? Mit all dem, was einen ausmacht?
Warum lesen Jugendliche nicht solche Bücher in der Schule?
Go for it. Follow your flow. Sei glücklich. Finde dich.
Aber pass dich ja in diese Gesellschaft an und wir stopfen dich direkt in eine Schublade?
Brich aus und finde deinen eigenen Weg.
"Loveless" von Alice Oseman ist eine wirklich wundervolle Geschichte, die mich beeindruckt hat! - Sabine Schoder
The Romeo & Juliet Society, Band 3: Diamantentod
(120)Aktuelle Rezension von: Kim4Als ich dieses Buch und somit diese Buchreihe beendet hatte, habe ich mir gewünscht, es gleich noch einmal lesen zu dürfen. Egal wie – wenn man mal drüber nach denkt – brutal das Buch an sich war, irgendwie habe ich mich die ganze Zeit wohl gefühlt. Auch wenn ich am Ende (im Epilog) weinen musste. Wenn ich ehrlich bin, hat mir das Ende nicht so ganz gefallen (deshalb die vier und nicht, wie bei den anderen beiden, fünf Sterne), aber das ist natürlich nur meine Meinung.
- Minnie Darke
Unter einem guten Stern
(75)Aktuelle Rezension von: lena_sophie_Also erstmal die Handlung.
Eigentlich geht es hier um zwei Menschen, die zusammen aufgewachsen sind und sich auch verliebt haben. Leider kam das Leben und eine Person ist ausgewandert, wodurch der Kontakt eigeschlafen ist. Wie es das Schicksal aber will sehen sich die beiden wieder. Die neue Hoffnung ist wieder da auch wenn er schon vergeben ist. Sie möchte ihn helfen seine Träume zu verwirklichen und auch einen Wink zugeben, dass sie auf ihn steht allerdings nicht persönlich sondern über das Horoskop vom Magazine an dem sie selbst arbeitet. Sie ändert jeden Monat das Horoskop was ungeahnte Folgen hat und das nicht nur für sie sondern auch für unbeteiligte Personen.
Schreibstil und Lesefluss
Ich fand es sehr erfrischend es hat sich sehr leicht gelesen gerade auch weil die Umgebung für mich gut beschrieben wurde und mir damit auch einen guten Einblick auf den Charakter gegeben hat. Anfangs hat mich der Scheitelpunkt verwirrt, da ich nicht wusste was das sein sollte, aber es hat mich sehr überzeugt gerade in diesem Buch auch die Auswirkungen zu lesen hat dem Buch eine guten Pause gegeben.
Meinung
Es war von Anfang an ein sehr guter Einstieg. Beim Lesen hat sich das angefühlt als würde sich alles irgendwann zu einem Höhepunkt und dann kam der Teil relativ später als erwartet, was aber gar nicht enttäuscht hat. Die Geschichte auch mit dem Chef fand ich ebenfalls schön und konnte mich gar nicht mehr entscheiden was besser gewesen wäre als Ende. Die Handlung hat sich irgendwie wie ein Traum angefühlt und manchmal konnte ich gar nicht aufhören zu seufzen. Schön fand ich auch wie jede kleine Geschichte auch ihr eigenes Ende bekommen hat und auch so noch kleine Alltagsromanzen drin vorgekommen sind. Dieses Buch ist eins der besten die ich gelesen habe und freue mich schon auf das nächste Buch von Minnie Darke.
- David Safier
Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof
(153)Aktuelle Rezension von: phoenixfire8In Kleinfreudenstadt ist wieder Ruhe eingekehrt. Angela ist zur "Hobby-Oma" geworden und Achim ist auf seinem jährlichen Trip mit seinem Scrabble-Freund. Alles ist in bester Ordnung. Doch irgendwie juckt es Angela wieder in den Fingern. Wie passend, dass auf dem Friedhof ein Toter gefunden wird - der da nicht hingehört. Und dann ist da noch dieser attraktive Steinmetz mit dem Angela viele Gemeinsamkeiten zu haben scheint.
Auch dieses Band war wieder hervorragend geschrieben, vorgelesen und mit Respekt verfasst. Mich hat das Thema nicht ganz so angesprochen, da fand ich den ersten Band etwas besser. Aber trotzdem war es eine gelungene Fortsetzung.
- Matt Haig
Wie man die Zeit anhält
(60)Aktuelle Rezension von: JorokaPer Zufall bin ich auf diese Geschichte einer spannenden Reise durch die Jahrhunderte gestoßen. Natürlich ist sie der blanken Fantasie entsprungen, und trotzdem fieberte und litt ich mit der Hauptperson mit. Irgendwie ist es auch ein Entwicklungsroman, da er lernt zunehmend besser mit seinem besonderen Leben klar zu kommen. Somit versteckt sich auch die eine oder andere tiefere philosophische Einsichten zwischen den Seiten.
Der Leser lernt auch etwas über die Geschichte und der Nervenkitzel und der Herzschmerz kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Christoph Marie Herbst liest anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich finde mich ein und hänge zum Ende hin einfach nur noch an seinen Lippen.
Fazit: Die Geschichte hat mich überzeugt. Eine großartige Entdeckung.
- William Shakespeare
Julius Cäsar
(40)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannAls ich Julius Cäsar von William Shakespeare las, hatte ich nicht erwartet, so tief in ein Netz aus Macht, Moral und Manipulation gezogen zu werden. Ich dachte, ich kenne die Geschichte – der berühmte „Et tu, Brute?“-Moment, Cäsars Tod, das römische Drama. Doch was ich fand, war viel komplexer. (Mehr zu Shakespeare: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/william-shakespeare/ )
Im Zentrum steht nicht nur der Fall Cäsars, sondern vor allem Brutus: ein ehrenhafter Mann, der glaubt, das Richtige zu tun, und daran innerlich zerbricht. Ich war fasziniert von seiner Zerrissenheit, seiner Aufrichtigkeit, die ihn in Verrat führt. Seine Reden, seine Zweifel – sie haben mich emotional gepackt.
Noch mehr beeindruckt hat mich Mark Antons berühmte Grabrede. Wie aus kluger Rhetorik eine Revolution wird, wie Worte eine ganze Menschenmenge kippen lassen – das war für mich ein Meisterstück.
Shakespeares Sprache ist voller Rhythmus, Schärfe und Schönheit. Ich musste manchmal innehalten, Sätze zweimal lesen, weil sie so reich und klug formuliert waren.
Julius Cäsar ist für mich kein Stück über Geschichte, sondern über Verantwortung, Überzeugung und die gefährliche Nähe zwischen Idealismus und Zerstörung. Ich habe gelernt: Nicht der Tod Cäsars ist das Tragische, sondern was in den Herzen seiner Mörder stirbt. Ein Drama, das mich nicht losgelassen hat.
- Margaret Atwood
Hexensaat
(73)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteDas Hogarth Shakespeare Projekt wurde im Jahr 2016 anlässlich des 400. Todestages des großen Dichters ins Leben gerufen und gibt namhaften Autoren die Möglichkeit, unterschiedliche Shakespeare-Stücke, die jeder frei ist zu wählen, neu zu interpretieren. Die kanadische Autorin Margaret Atwood, der man schon lange den Nobelpreis für Literatur wünscht, nimmt sich des Alterswerks des Barden, "Der Sturm", an und bringt es dem Leser von heute auf ihre einzigartige, unnachahmliche, von hoher schriftstellerischer Qualität geprägten Art nahe.Der Leser begegnet Felix, einem ebenso leidenschaftlichen und begnadeten wie exzentrischen Theaterregisseur, der kurz vor der Aufführung des Stückes "Der Sturm" steht. Fulminant soll es werden, unvergesslich, etwas Nie-Dagewesenes, mit dem er seinen Ruhm festigen und sich für die Nachwelt ins Buch der größten Theatermacher einschreiben möchte. Doch es kommt nicht dazu! Felix fällt einer Intrige zum Opfer, verliert seinen Posten beim örtlichen Festival und geht, wie weiland Shakespeares Held Prospero, geschlagen und ohne Hoffnung, in die Verbannung. Alleine mit sich und seinen Geistern wartet er, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Worauf? Auf Vergeltung, auf Rache - auch hier bleibt Margaret Atwood auf Prosperos Spuren. Gleichzeitig kämpft Felix aber auch darum, in der selbstgewählten Abgeschiedenheit nicht den Verstand zu verlieren; er folgt einem selbstauferlegten strukturierten Tagesablauf und bleibt seinen Widersachern, die inzwischen dank des Verrats, den sie an ihm verübt hatten, Karriere gemacht haben, die ihm verwehrt wurde, mit Hilfe des Computers, den er sich zugelegt hat, auf den Fersen.Schließlich bekommt er die Möglichkeit, die Stelle des Lehrers im Rahmen des Programms "Bildung durch Literatur" an einer nicht weit entfernten Justizvollzugsanstalt anzutreten. In dieser Funktion tut er das, was er am besten kann: er versucht, den Häftlingen Shakespeare nahezubringen und mit ihnen einige von dessen Stücken einzuüben und schließlich aufzuführen. Sehr zur Begeisterung der Sträflinge, die sich nun zu Schauspielern avanciert sehen! Felix bleibt in Übung, könnte man fast sagen... Und tatsächlich, nach zwölf langen Jahren ergibt sich durch seine Arbeit im Gefängnis - auch hier an Shakespeares Prospero angelehnt - die langersehnte Gelegenheit, seinen Feinden gegenüberzutreten und endlich seine Rache zu vollziehen. Als Mittel zum Zweck dient ihm das Stück, das er als das seine reklamiert, "Der Sturm", den er damals nicht zur Aufführung bringen durfte! Und er selbst ist Prospero, der große Zauberer, der Fadenzieher im Hintergrund. Er wird seinen großen Auftritt haben! Doch wird sein akribisch und mit diebischer Freude ausgeklügelter Plan gelingen?Die Handlung, die Margaret Atwood konzipiert, um ihre eigene Auffassung des Shakespeare-Stückes dem Leser kundzutun, fesselt von Beginn an! Atwood erweist sich einmal mehr als die großartige Erzählerin und Meisterin der Sprache, als die sie bekannt ist und zu Recht gepriesen wird. Ihrem Einfallsreichtum und ihrer Fabulierkunst sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Und obwohl sie ein mehr als vierhundert Jahre altes Stück in die heutige Zeit transportiert, nimmt sie ihm nichts von seinem Zauber, nichts von seiner Faszination und Spannung. Im Gegenteil, möchte man beinahe sagen! Denn es gelingt ihr, den "Sturm" für den Leser von heute an Reiz gewinnen und ihn mit Staunen feststellen zu lassen, wie aktuell das Geschehen um Prospero in seinem Exil auf der Insel, in der vielfach das griechische Korfu vermutet wird, doch noch immer ist.Grandios, wie die Kanadierin uns Shakespeare mittels ihrem Regisseur Felix und seine Schauspielertruppe in der Haftanstalt erklärt! Er gibt ihnen, im Hintergrund lenkend, die Möglichkeit, das Stück auf ihre eigene, erfrischende und immer originelle Art zu verstehen und auf der "Bühne" umzusetzen, wobei sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Ausdrucksformen nutzen, Talente entfalten und so an Selbstvertrauen gewinnen können. Fürwahr - Felix ist ein genialer Pädagoge und genauer Kenner der menschlichen Natur.Selbst standhaft traditionelle Shakespeare-Anhänger und -Kenner mögen das eine oder andere Mal verblüfft sein über die profunden, komplexen Gedanken, die sich die schauspielernden Häftlinge auf ihre unkonventionelle, ab und an sogar etwas naive Herangehensweise über das Stück an sich und seine Charaktere machen. Für diejenigen unter den Lesern, die mit Shakespeare gar nicht oder kaum vertraut sind, mag "Hag-Seed" ( deutscher Titel "Hexensaat" ) ein Interesse an dem Barden aus Stratford-upon-Avon und seinen zeitlosen Stücken voller Tiefe und Weisheit wecken, das sie ihre Scheu vor dem großen Dichter verlieren lässt und ihnen vielleicht sogar Lust darauf macht, das eine oder andere Stück auf ihre Leseliste zu setzen.Eine gute Entscheidung im Vorfeld könnte es sein, den Original-"Sturm" vor der Lektüre des vorliegenden Buches wieder oder zum ersten Mal zu lesen. Margaret Atwoods "Hag-Seed", eine Adaption eben dieses Stückes, kann so, mit dem Original vor seinem geistigen Auge, um einiges besser verstanden und gewürdigt werden. Man findet die wichtigsten Charaktere um Prospero im Roman wieder, ja, man erkennt sie nicht nur sondern sieht sie gleichzeitig aus einem neuen, ungewohnten, höchst originellen Blickwinkel, was das Lesevergnügen steigert.Als lebenslange Anhängerin des Barden empfand ich dennoch, oder gerade deswegen, die Lektüre von Atwoods Roman als enorme Bereicherung - und mehr als einmal wünschte ich mir dabei, dass die Kanadierin sich weiterer Shakespeare-Stücke annehmen möge, um sie für den Leser des 21. Jahrhunderts ebenso gekonnt aufzubereiten, wie sie es so bravourös mit dem "Sturm" getan hat!























