Bücher mit dem Tag "shakespeare"
153 Bücher
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Sommernacht
(2.445)Aktuelle Rezension von: Celine_Catak✨️Dieses Buch ist ein Traum für jeden der sich in unendliche Fantasywelten wünscht. Perfekt für Jugendliche, da es wirklich kein Spice gibt oder etwas, was Jugendliche nicht lesen sollten. Ich denke dass Fans von Fantasy mit einem ordentlichen Touch romance sich wohl in Megans Welt fühlen werden.✨️
❗️In weniger als 24 Stunden wird Meghan 16 Jahre alt. Sie freut sich darauf und möchte an diesem Tag ihren Schwarm beeindrucken. Das geht schief, doch nicht wegen ihr.. Nach den Vorkommnissen in der Schule und einem bei ihr Zuhause ist nichts mehr so wie es früher war. Sie wird in eine Fantasywelt gebracht mit 2 Höfen. Dort verfolgt sie ein Ziel: der Kampf um ihr altes Leben. Doch je mehr Zeit sie dort verbringt, umso doller merkt sie, dass sie vielleicht doch genau hierher gehört. Zwischen der Verwirrung über ihre wahre Identität und ihr altes Leben trifft sie auf den umwerfenden Prinzen Ash, der Sohn von Mab. Diese herrscht über den dunklen Hof und möchte nichts lieber als Megan vernichten. Was würde Meghan nur ohne ihren besten Freund Rob machen. Aber kennt sie ihn wirklich? Und kann sie ihm vertrauen, nachdem sie herausfindet wieso er immer an ihrer Seite war? Und was wird Meghan tun wenn sie herausfindet wer sie wirklich ist und ausgerechnet für Ash, den kalt scheinenden Prinzen, Gefühle entwickelt. All das und noch mehr erwartet euch in diesem Roman. Absolute Leseempfehlung und das gute ist: das ist der erste Teil von weiteren dieser Reihe. Man muss sich also nicht mit dem unerwarteten Ende zufrieden geben.❗️
🖌Das Cover ist wirklich schön gemacht und gibt genau den Vibe von Feen und Elfen, Fantasy und einer jungen schönen Frau, die sich zwischen all dem wiederfindet.
❤️Leser:innen die sich gerne stundenlang in Welten bewegen, mit Magie und Liebe kämpfen wollen und eine bewegende und aufregende Geschichte lieben, werden mit diesem Buch Perfekt aufgehoben sein❤️
- Marah Woolf
MondSilberLicht
(1.319)Aktuelle Rezension von: PirkkoDie Geschichte von Emma und Calum habe ich zum ersten Mal gelesen, als ich noch in den Anfängen meines Teenager-Daseins war. Seitdem fasziniert mich die Kombination aus den mythischen Völkern, allen voran den Shellycoats, und der turbulenten Liebesgeschichte der beiden Protagonist:innen, die mit einer ordentlichen Ladung Spannung ergänzt werden.
Es ist nicht alles rund an dieser Geschichte. Wenn ich mich richtig entsinne, ist MondSilberLicht sogar der erste veröffentlichte Roman von Marah Woolf und ich finde, man merkt dies. Der Ausdruck ist teils repetitiv und die Grammatik lässt hier und da auch etwas zu wünschen übrig. Die Charaktere, vor allem die Protagonistin Emma, verhalten sich sehr naiv und impulsiv, wodurch ich einige Entscheidungen für leichtsinnig empfinde.
Aber ich liebe die Welt, die Verstrickungen und doch auch die Charaktere einfach zu sehr, um mich aufgrund dieser subjektiven Mängel vom Lesen abhalten zu lassen.Es ist und bleibt eine meiner all-time-favourite-Reihen, die ich immer und immer wieder rereaden werde! Diese Reihe hat absolutes Sucht-Potential!
- Emily St. John Mandel
Das Licht der letzten Tage
(394)Aktuelle Rezension von: glamourjunkiesStation Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.
20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
Alles scheint sich beruhigt zu haben.Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.
Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön. - William Shakespeare
Romeo und Julia
(1.398)Aktuelle Rezension von: bookswithjackiDie Feindschaft zweier Familien kostet ein junges Paar das Leben. Jeder kennt die Geschichte von Romeo und Julia, und ich verstehe die bis heute anhaltende Bedeutung. Natürlich ist es kitschig, natürlich ist es übertrieben - aber es ist nun mal auch ein Drama. Mir hat es gefallen und mit Sicherheit gibt es viele Möglichkeiten zur Deutung und Interpretation.
- David Safier
Plötzlich Shakespeare
(1.106)Aktuelle Rezension von: StolliPlötzlich Shakespeare ist das zweite Buch nach Mieses Karma von David Safier das ich gelesen habe, die Inhaltsangabe findet sie wie üblich im Link:
Fazit:
Wie schon in Mieses Karma, die Protagonistin ist und bleibt unsympathisch, viele Dialoge sind eher irgendwo zwischen den Beinen, die Sprache war vielleicht zu Shakespeare's Zeiten derb aber für mich nicht zu ertragen, das Buch ist nicht kurzweilig, selten regt es zum Lachen an, ich wollte am Ende nur das Ende lesen, unterhaltsam ist anders, ich werde dem Autor mit Jesus liebt mich noch eine Chance geben...
- Anne Fortier
Julia
(422)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinNach dem Tod ihrer Tante Rose, die überraschend Julias Zwillingsschwester Janice ihr gesamtes Erbe hinterlassen hat, begibt sich Julia zurück in ihre Geburtsland Italien, wo Julia dem Nachlass von Tante Rose zufolge den Schatz ihrer früh verstorbenen Mutter Diane finden soll. Auf dem Weg nach Siena begegnet Julia, die unter ihren Geburtsnamen Giulietta Tomolei reist, Eva Maria Salimbeni, die die Vorfahren von Julia und die damit verbundenen Familienfehden kennt. In einem Schließfach ihrer Mutter findet Julia mehrere Bücher und Schriften, die die Geschichte von Romeo und Julia aus verschiedenen Epochen enthalten, darunter auch die Urfassung aus dem Jahr 1340, die William Shakespeare 200 Jahre später adaptierte. Auf der Suche nach dem Erbe ihrer Mutter und ihren eigenen Wurzeln fühlt sich Julia in Siena zunehmend verfolgt und bedroht. Schutz erhofft sie sich von Eva Marias Patensohn, Alessandro Santini. Durch seine Unterstützung werden die alten Familienfehden wieder angefacht und offenbar scheint sich die Rome-und-Julia-Geschichte damit zu wiederholen.
Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit im Jahr 1340 verlieben sich Giulietta Tolomei und Romeo Marescotti ineinander. Ein Heiratsantrag Romeos wird jedoch von Giuliettas Vater abgelehnt und das Drama nimmt seinen Lauf...
In der Gegenwart begleitet man Julia auf der Suche nach dem Schatz ihrer Mutter, die dabei die Geschichte des tragischen Liebespaares liest. Durch die verwandtschaftlichen Beziehungen sind beide Erzählstränge eng miteinander verknüpft. Dabei wird offenbar, dass ein Fluch auf den beiden italienischen Familien zu liegen scheint. Die Liebesgeschichte von Giulietta Tolomei und ihrem Romeo endete tragisch und auch Julias Eltern sind früh verstorben. Droht Julia nun das gleiche Schicksal oder kann sie den Fluch brechen?
"Julia" ist eine Mischung aus Familiendrama, Liebesgeschichte, Krimimalroman und Historienepos. Durch die anschauliche Beschreibung der Stadt und ihrer historischen Orte fühlt man sich bildlich nach Siena versetzt und taucht in die Atmosphäre buchstäblich ein.
Während der Erzählstrang in der Vergangenheit - eine klassische romantische Liebesgeschichte - emotional mehr fesselt, ist die Geschichte in der Gegenwart aufgrund der spürbaren Bedrohung Julias und ihrer rätselhaften Suche nach dem Schatz ihrer Mutter spannender konstruiert.
Die Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit wirken dabei allerdings etwas zu gewollt, die Figuren zumal ein wenig klischeehaft dargestellt, was aber wiederum zum historischen Hintergrund passend ist.
Es ist nicht ganz einfach, den Überblick über alle handelnden Akteure in Gegenwart und Vergangenheit zu behalten, da keine tiefer gehende Charakterdarstellung erfolgt. Selbst Romeo und Julia wirken wie ihre Nachfahren etwas blass. Die Geschichte kann deshalb auch nicht durchgehend fesseln. Durch die Detailverliebtheit und die unbedingte Verknüpfung von historischen Fakten mit einer fiktiven Geschichte treten unweigerlich Längen auf, bei der insbesondere die Romantik der Liebesgeschichte in der Gegenwart auf der Strecke bleibt.
- Andreas T. Sturm
Das Shakespeare-Prinzip
(28)Aktuelle Rezension von: stinaaWein, gutes Essen und Shakespeare – da kann nichts schief gehen, dachte ich mir und ging mit Freunden zum „Dinner with Shakespeare“ von Andreas T. Sturm. Uns erwartete ein geistreicher, humor- und genussvoller Abend, bei dem die Leidenschaft des Redners für Shakespeare auf uns übersprang. Während ich Shakespeare bisher mit Liebeswirrungen und epischen Tragödien in Verbindung brachte, ging es bei diesem Dinner aber um Erfolgsprinzipien. Besser gesagt: Warum war Shakespeare denn so erfolgreich? Denn, das haben wir an diesem Abend gelernt, es war kein Zufall oder einfach nur eine glückliche Fügung, dass heute jeder seine Stücke kennt. So komme ich nun auch zur Rezession des Buches „Das Shakespeare-Prinzip“, aus dem der Autor während des Dinners vortrug und mich damit so neugierig machte, dass ich das Buch hier gleich bestellt habe.
Wie können wir von Shakespeare lernen erfolgreich zu sein? Wie auch beim „Dinner with Shakespeare“ erfährt man vor allem viel über den größten Dramatiker der Welt und wirft einen ganz anderen Blick auf dessen Leben und Werke. Humorvoll, mit vielen Anekdoten und vielen Überraschungen kommt das Buch nicht wie ein schnöder Ratgeber daher, sondern nimmt den Leser auch mit auf eine historische Zeitreise. Shakespeare zum Anfassen! Natürlich verrate ich jetzt nicht, warum Shakespeare so erfolgreich war, denn das kann jeder selbst in diesem tollen Buch nachlesen. Für mich waren viele der „13 Wege zum Erfolg“ hilfreich und den ein oder anderen habe ich tatsächlich schon umgesetzt. Daher: Das Buch macht nicht nur viel Spaß beim Lesen, sondern wirkt auch nach. Klare Leseempfehlung!
- Emma Scott
Never Doubt
(460)Aktuelle Rezension von: booksforeverDas Cover des Buches ist ganz gut gelungen, es verrät nicht viel über den Inhalt, sodass man sich überraschen lassen kann.
Es geht um Willow, die nicht über die Ereignisse von vor einem Jahr sprechen kann. Bis sie die Rolle der Ophelia im Theater bekommt und sie ihre Verzweiflung mit Shakespeares Worten aussprechen kann. Ihr Hamlet ist Isaac, der als Bad Boy der Stadt gilt und ihren Hilferuf hört. Die beiden kommen sich näher, doch wird es Willow gelingen, ihre eigene Stimme zu finden?
Ich mochte die Geschichte rund um Willow und Isaac sehr gerne. Zu Beginn ist Willow noch in der High school, wodurch es mir an einigen Stellen schwer fiel, mich auf ihre Entscheidungen einzulassen. Isaac wirkt zu der Zeit schon ein wenig reifer, bei ihm konnte ich seine Handlungen ein wenig besser nachvollziehen. Emma Scott gelingt es immer wieder, emotionale Geschichten zu verfassen, auch diese lebt von großen Gefühlen, was mir gut gefallen hat.
Insgesamt zwar nicht mein liebstes Buch der Autorin, aber trotzdem auf jeden Fall lesenswert.
- William Shakespeare
Hamlet
(617)Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkondDie Geschichte rund um den dänischen Königssohn, der auf der Suche nach Rache von der eigenen seelischen Unruhe umgetrieben wird, ist wohl jedem ein Begriff. Shakespeares Dramen haben mir bisher immer recht gut gefallen, und so war ich neugierig, mehr über den weltberühmten Hamlet zu erfahren.
Der Start in die geschichte gelang auch relativ reibungslos, wir sind im ersten Akt und wir bekommen sogleich die Grundlage für eine spannende Geschichte geboten. Schnell musste ich aber merken, dass sich die Geschichte immer mehr in ewigen Monologen Hamlets verliert, die zwar durchaus dessen Seelenqualen und Zweifel darstellen sollen, dennoch wird sehr viel Tempo dadurch herausgenommen. Auch wird sehr viel Potential damit verschwendet, dass Leute mit ihren Handlungen durch die Handlung schweben, ohne von tieferer Relevanz für Hamlets Charakterentiwcklung oder die gesamte Geschichte zu sein. Ein Beispiel dafür ist wohl Fortinbras, der Prinz von Norwegen, der so random in der Geschichte aufgetaucht war, dass ich ihn am Ende des Stückes, als er wieder vorbeischaute, schon wieder komplett vergessen hatte und neu kontextualisieren musste.
Schlussendlich kann Hamlet nicht mit Macbeth oder Othello mithalten, was Strukturiertheit, Spannung und Plot anbelangt. Schade, doch Shakespeare hat noch genug andere Werke, an denen ich mich erfreuen kann.
- M. L. Rio
If We Were Villains (English Edition)
(97)Aktuelle Rezension von: bunnyybooksIch kann kaum beschreiben, wie viele verschiedene Gefühle mich durch dieses Buch getragen haben. Aber fangen wir mal von vorne an.
Wir haben sieben Freunde / Kommilitonen, die sich in ihrem letzten Jahr des Schauspielstudiums befinden. Jeder von ihnen ist ein individueller und interessanter Charakter. Unser Protagonist ist Oliver, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Man wechselt zwischen der Gegenwart, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, und der Vergangenheit, zehn Jahre früher, als der „Unfall“ passierte. Bis zum Unfall ist man ständig angespannt, weil man weiß, DASS etwas passieren wird und man nur darauf wartet, WANN es passiert. Man lernt die Charaktere mehr und mehr kennen und ihre Beziehungen zueinander, was eine große Rolle bei der ganzen Sache spielt. Am Anfang fand ich Oliver ganz in Ordnung, aber nicht wirklich interessant. Er hatte in meinen Augen kein Rückgrat und ist wirklich sehr naiv durchs Leben gegangen. Dieser Eindruck änderte sich aber eher zum Ende hin.
Manchmal war es anstrengend zu lesen, vor allem wegen der vielen Zitate und Auszüge aus den altenglischen Stücken, aber man gewöhnt sich daran.
Was mich an dem Buch am meisten beeindruckt hat, waren die Emotionen, die es in mir ausgelöst hat. Spannung, Frustration, Erleichterung, Erstaunen, Schock, Herzenswärme, Freude... Traurigkeit und Hoffnung. Die letzten beiden Gefühle waren sehr stark und unerwartet.
Ich bin beeindruckt, dass die Geschichte so heftige Wendungen hatte. Gerade als ich dachte, ich hätte es kapiert, gab es eine weitere überraschende Wendung. Das Ende hat mich am Boden liegend zurückgelassen.
- Gayle Forman
Nur ein Tag
(531)Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wiederIch hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.
Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?
Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.
Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
- Sabine Schoder
The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch
(311)Aktuelle Rezension von: Cindy1Der Auftakt dieser Trilogie hat mich komplett abgeholt. Schon optisch ist das Buch ein kleiner Hingucker. Cover und Farbschnitt harmonieren total gut, obwohl ich sonst eigentlich kein großer Fan von Gesichtern auf Buchcovern bin. Hier passt es einfach.
Inhaltlich war ich direkt drin. Die Mischung aus moderner Academy-Atmosphäre, altem Familienfluch und dieser unterschwelligen Romeo-und-Julia-Dynamik hat sofort neugierig gemacht. Der Schreibstil liest sich super angenehm, wodurch ich sehr schnell in einen Lesefluss gekommen bin, bei dem man „nur noch ein Kapitel“ lesen will und dann plötzlich bei der Hälfte des Buches ist.
Die Protagonistin mochte ich auf Anhieb. Sie wirkt nahbar, sympathisch und hat Ecken und Kanten. Ja, ich konnte nicht jede ihrer Entscheidungen komplett nachvollziehen, aber ganz ehrlich: Das macht sie im Endeffekt realistischer. Niemand handelt immer logisch, schon gar nicht, wenn plötzlich ein jahrhundertealter Fluch und zwei ziemlich attraktive Fürsten eine Rolle spielen. Die beiden Jungs haben sich auch direkt in mein Herz geschlichen, sowie die anderen Nebencharaktere, die zu meiner Freude relativ viel Aufmerksamkeit bekommen.
Was mich im Lesefluss anfangs ein bisschen ausgebremst hat (weil es mich dann einfach stört kein richtiges Bild zubekommen), war die Beschreibung der Akademie selbst. Die Räumlichkeiten waren gut vorstellbar, aber der Garten hatte für mich so gar kein klares Bild. Da hätte ich mir mehr Struktur oder ein deutlicheres „visuelles Gerüst“ gewünscht, um besser reinzufinden.
Trotzdem ist das Jammern auf hohem Niveau, weil die Story, die Atmosphäre und die Spannung das locker ausgleichen. Band 1 macht definitiv Lust auf mehr und genau das hat er bei mir auch ausgelöst. Ich habe die Trilogie hintereinander weg gelesen, innerhalb weniger Tage.
Fazit: Ein super starker Einstieg in die Reihe, emotional, spannend und mit großem Suchtfaktor.
- David Hewson
Julia & Romeo: Das ungekürzte Hörspiel
(8)Aktuelle Rezension von: Crazybookworm1984
Hier handelt sich um eine uns schon bekannte Geschichte - Romeo und Julia. Allerdings handelt es ich hier um ein Audible Originals Hörspiel. Für mich eine sehr schöne Geschichte, die für mich persönlich nicht mehr wirklich viel mit der Grundvorlage zu tun und so konnte ich die Welt komplett neu entdecken.
Viele Sprecher und Sprecherinnen haben hier eine wunderschöne Geschichte entstehen lassen, unteranderem mit Yara Blümel als Julia. Die Geräusche des Hörspiels und die Musik des Orchesters haben mir so manche Gänsehaut beschert. - Brittainy C. Cherry
Deine Worte in meiner Seele
(586)Aktuelle Rezension von: Tanja1304Brittainy C. Cherry hat einfach ein Gespür dafür, Geschichten zu schreiben, die mitten ins Herz treffen – voller Schmerz, Sehnsucht, aber auch voller Hoffnung und Liebe.
Die Figuren sind unglaublich lebendig und echt. Sie tragen ihre Narben sichtbar mit sich, und genau das macht sie so greifbar. Ich habe jede Emotion mitgefühlt – ihre Einsamkeit, ihre Zweifel, aber auch die kleinen Funken Glück, die sich wie Lichtblicke durch die Dunkelheit ziehen. Besonders die leisen Momente, in denen Worte zu einer Art Rettungsanker werden, haben mich sehr berührt.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, wie ehrlich und roh die Geschichte wirkt. Es geht nicht um perfekte Menschen oder eine makellose Liebesgeschichte, sondern um zwei Seelen, die sich trotz aller Brüche finden.
- Gayle Forman
Und ein ganzes Jahr
(320)Aktuelle Rezension von: Nikashe"Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman ist die Fortsetzung und Abschlussband von "Nur ein Tag".
Endlich erfahren wir, was in dem einen Jahr mit Willem passiert ist, wo er sich aufhält und wieso er Allyson/Lulu alleine zurück gelassen hat in Paris.
Stellt man beide Bücher nebeneinander, so ergeben Sie ein Herz, was ich sehr schön finde.
Im ersten Band der Dilogie erfahren wir recht wenig über Willem. Dies ändert sich nun mit dem zweiten Band. Denn dieser ist nun aus seiner Sicht geschrieben und wir erfahren wo er sich wann aufgehalten hat.
Wir begleiten Ihn auf den Weg Lulu zu finden, denn Allyson richtigen Namen kennt er immer noch nicht. Eine Suche, die Hoffnungslos erscheint und sich über mehrere Kontinente erstreckt.
Willem wirkt sehr zerstreut und meidet Konflikte. Es wird klar, wieso er ein Vagabunden leben lebt und wofür er versucht wegzulaufen.
Es war Interessant zu lesen, was in dem Jahr bei Willem passiert ist, auch wenn das Ende durch Band 1 bekannt war, hatte die Geschichte ihre spannenden Punkte.
Sein Charakter wird mehr erläutert und wirkt dadurch sympathischer als zuvor.
Die Orte und Personen, die ihm auf seiner Suche begegnen, machen die Story dann weniger vorhersehbar.
Willem der vorher an das Schicksal und an Zufälle geglaubt hat, fängt immer mehr an daran zu Zweifeln und am Ende wird doch alles gut.
Fazit:
Band 2 fand ich nur ein wenig Schwächer als Band 1. Dies liegt daran, dass man das Ende bereits kennt und leider meine Hoffnung nicht bestätigt wurde, dass man darüber hinaus noch etwas erfährt.
Das fand ich sehr Schade. Schließlich fiebert man die ganze Zeit dem Treffen entgegen und dann ist die Geschichte vorbei.
Willems Geschichte zu lesen hat mir dennoch Spaß gemacht und es war schön zu sehen, wieso er ein Vagabunden leben lebt und diese Selbsterkenntnis und der Weg dorthin hat mir gut gefallen.
- M. L. Rio
If We Were Villains. Wenn aus Freunden Feinde werden
(134)Aktuelle Rezension von: TheblackswanDark Academia, Atmosphäre und Charaktere, die einem trotz ihrer Fehler und ihrer komplizierzen Beziehungen untereinander extrem ans Herz wachsen.
Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit diesem Buch, vielleicht auch weil es mich sehr an The Secret History erinnert hat, das ich auch wirklich mochte. Und obwohl vieles an das andere Buch erinnert, ist Villains doch anders. Es ist eine Murder Mystery und getränkt in Shakespeare. Und wie schön es hier in die Geschichte in geflochten wurde. Ich glaube die Liebe der Charaktere zueinander und zu Shakespeare trägt dieses Buch und macht es zu dem, was es ist. - Alice Oseman
Loveless (deutsche Ausgabe)
(179)Aktuelle Rezension von: Janinezachariae"Loveless" von Alice Oseman ist ein wundervolles Buch über Selbstfindung und dass die Liebe viele Seiten hat.
Es geht nicht immer ausschließlich über die körperliche Anziehung oder dass man unbedingt Liebe empfinden muss.
Sie kann sich in den kleinen Dingen verstecken.
Georgia versteht sich selbst nicht und sieht um sich herum all die Pärchen.
Dabei glaubt sie, in einen Jungen verliebt zu sein. Aber ist das wirklich so?
Und was wäre, wenn sie sich in ein Mädchen verliebt?
Wie fühlt sich Verliebtsein an?
Alice Oseman hat eine wundervolle Geschichte geschrieben über die Vielfalt der Gefühle, der Liebe, der Emotionen und Gedanken.
Es ist die Geschichte über Träume, Wünsche, Ängste, der Suche nach sich selbst und dem Licht am Ende eines Tunnels voller düsterer Gedanken.
Dabei geht es nicht nur um Georgia, sondern auch um andere in ihrem Alter. Mit 18 steht die Welt offen. Doch was ist mit den Gefühlen? Müssen wir wirklich einem Schema folgen oder können wir einfach wir sein? Ohne ein Label? Mit Label? Mit all dem, was einen ausmacht?
Warum lesen Jugendliche nicht solche Bücher in der Schule?
Go for it. Follow your flow. Sei glücklich. Finde dich.
Aber pass dich ja in diese Gesellschaft an und wir stopfen dich direkt in eine Schublade?
Brich aus und finde deinen eigenen Weg.
"Loveless" von Alice Oseman ist eine wirklich wundervolle Geschichte, die mich beeindruckt hat! - Minnie Darke
Unter einem guten Stern
(75)Aktuelle Rezension von: lena_sophie_Also erstmal die Handlung.
Eigentlich geht es hier um zwei Menschen, die zusammen aufgewachsen sind und sich auch verliebt haben. Leider kam das Leben und eine Person ist ausgewandert, wodurch der Kontakt eigeschlafen ist. Wie es das Schicksal aber will sehen sich die beiden wieder. Die neue Hoffnung ist wieder da auch wenn er schon vergeben ist. Sie möchte ihn helfen seine Träume zu verwirklichen und auch einen Wink zugeben, dass sie auf ihn steht allerdings nicht persönlich sondern über das Horoskop vom Magazine an dem sie selbst arbeitet. Sie ändert jeden Monat das Horoskop was ungeahnte Folgen hat und das nicht nur für sie sondern auch für unbeteiligte Personen.
Schreibstil und Lesefluss
Ich fand es sehr erfrischend es hat sich sehr leicht gelesen gerade auch weil die Umgebung für mich gut beschrieben wurde und mir damit auch einen guten Einblick auf den Charakter gegeben hat. Anfangs hat mich der Scheitelpunkt verwirrt, da ich nicht wusste was das sein sollte, aber es hat mich sehr überzeugt gerade in diesem Buch auch die Auswirkungen zu lesen hat dem Buch eine guten Pause gegeben.
Meinung
Es war von Anfang an ein sehr guter Einstieg. Beim Lesen hat sich das angefühlt als würde sich alles irgendwann zu einem Höhepunkt und dann kam der Teil relativ später als erwartet, was aber gar nicht enttäuscht hat. Die Geschichte auch mit dem Chef fand ich ebenfalls schön und konnte mich gar nicht mehr entscheiden was besser gewesen wäre als Ende. Die Handlung hat sich irgendwie wie ein Traum angefühlt und manchmal konnte ich gar nicht aufhören zu seufzen. Schön fand ich auch wie jede kleine Geschichte auch ihr eigenes Ende bekommen hat und auch so noch kleine Alltagsromanzen drin vorgekommen sind. Dieses Buch ist eins der besten die ich gelesen habe und freue mich schon auf das nächste Buch von Minnie Darke.
- Jessica Grant
Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers
(57)Aktuelle Rezension von: MoonieAuf dem Buchrücken wird dieser Roman mit dem Film "die fabelhafte Welt der Amélie" verglichen und ja, dem kann ich definitiv zustimmen. Ich habe Audreys Geschichte sehr gerne gelesen, die Autorin liebt Sprachwitz und baut überall Wortspiele ein, beschreibt Audreys Leben teilweise aus ihrer Sicht, teilweise auch aus Sicht der Schildkröte, so hat man ein paar mehr Schauplätze, weil die Schildkröte auch von ihren Leben berichtet, während Audrey ganz woanders ist und ein befreundetes Pärchen auf Winifred, die Schildkröte, aufpassen. Die Schildkröte kennt sich erstaunlich gut in ihrer Welt aus, ist sie doch viel gereist (hauptsächlich auf Audreys Armaturenbrett) und sie hat ihre ganz eigene Meinung, was wirklich niedlich zu lesen ist. Während Audreys Reise zurück zu ihrer Familie, bleibt Winifred bei Audreys Freundin und deren Freund, einem Schauspieler, der Shakespeare probt.
Die Geschichte wird mit vielen Rückblicken, Zeitsprüngen und Erinnerungen erzählt, man ist dadurch beim Lesen ab und an ein bisschen verwirrt, aber es stört nicht. Die Geschichte ist wie ein überdimensionales, sehr buntes Bild und es werden abwechselnd einfach verschiedene Bereiche beleuchtet. So lernt man natürlich jede Menge über Audrey, von ihrer Familie liebevoll "Oddly" genannt, was natürlich passt, weil Audrey die Welt oft auf sehr fantasievolle und ungewöhnliche Art betrachtet.
Nachdem ich jetzt die über 500 Seiten gelesen habe, kann ich nicht wirklich sagen, worum es geht, oder sagen wir so: es gibt nicht nur ein einziges Thema. Natürlich geht es um Audreys Leben, ihre Träume und Eigenarten, aber auch um Dinge, die sie verarbeiten muss. Es geht um Familienrätsel, um Freundschaft, um Liebe und es wird teilweise auch etwas philosophisch.
Es gibt eine Liebesgeschichte, die recht spät im Buch beginnt, aber es gibt vor allem auch viel Familie. Nachdem Audrey ihren Vater verliert (die Mutter taucht nie auf, sie war offenbar nicht bereit für die Verantwortung, sagte Audreys Vater) hat sie noch ihren Onkel Thoby, doch als auch der verschwindet, muss sie ihn unbedingt wiederfinden und deckt so die Rätsel ihrer Familie auf.
Das Ganze wird puzzlestückmäßig erzählt, wobei man Audrey als Kind begleitet, später wieder als Erwachsene, dann folgt wieder ein Rückblick und so weiter. Audrey als Hauptfigur fand ich sehr sympathisch, sie ist recht eigenwillig, hat aber eine liebenswerte Art und man möchte als Leser, dass es ihr gut geht und sie die Rätsel der Vergangenheit lösen kann.
Der Schreibstil ist flüssig, gespickt mit Wortspielen und die ganzen Rückblicke sind zwar nicht sofort als solche erkennbar und kommen scheinbar wahllos, aber sie stören nicht beim Folgen der Geschichte.
Insgesamt ist "Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers" eine Geschichte voller Herz und Rätsel, ein Blick auf die Audreys Welt, ein bisschen philosophisch, immer unterhaltsam und treffend.
- Stephen Fry
Mythos
(77)Aktuelle Rezension von: mattderFinde es immer wieder spannenden wie Menschen sich früher die Welt erklärt haben. Wo her kommen wir eigentlich und wie ist Welt um uns herum entstanden. Hier an Beispiel Griechenland die Einzeln Götter und ihre Fähigkeit. Sehr locker erzählt das man das Buch gar nicht mehr weg legen will. Die einzeln Elemente und Natur mit Wetter macht schon spaß zu lesen.
- William Shakespeare
Die Fremden
(11)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstEine aufgepeitschte Menschenmenge und ein wortgewaltiger Schlichter – eine Szene, die Shakespeare bereits routiniert beherrscht. Dass diese Szene so viel Aufmerksamkeit weckt, obwohl das Stück zu dem sie gehört nicht einmal fertiggestellt wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen gewinnt sie als einziges von ihm überliefertes Handschriftenstück an Bedeutung. Viel wichtiger ist allerdings die Botschaft: Toleranz gegenüber Flüchtlingen, der fragile Frieden, in dem ein jeder lebt und der nur einen Fingerzeig davon entfernt ist, einen selbst zum Flüchtling zu machen. Geschrieben von Shakespeare – wiederentdeckt in einer Zeit der Flüchtlingspolitik, des Hasses und aufkeimenden Rechtsradikalismus. Die kleine Szene bringt wesentliche Argumente auf den Punkt – und zwar sowohl aus Sicht des aufgebrachten Bürgers als auch aus Sicht des rationalen Schlichters.
Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Mitgefühl. Dass in einem ausführlichen Vor- und Nachwort das Stück nicht nur in aktuelle Gesellschaftspolitik eingeordnet wird, sondern auch in Shakespeares dramatischen Kontext und seine Zeitgeschichte mag zwar die absolute Aussage „Shakespeare plädierte für mehr Mitgefühl“ relativieren, aber an der Aussage der kleinen Szene ändert das gar nichts.
Schade bleibt, dass diese Szene hier isoliert präsentiert wird. Nur weil das restliche stück nicht von Shakespeare ist und es nicht seine literarische Qualität hat, lässt man es hier unter den Tisch fallen. Gerade mal ein bisschen Textgeschichte und eine kurze inhaltliche Einordnung werden geboten. Ich hätte am ganzen Werk Interesse gehabt. Die Einzelszene ist interessant und durch Vor- und Nachwort in einem brillanten Kontext geboten. Trotzdem hätte mir eine vollständige Ausgabe mehr zugesagt.
- Margaret Atwood
Hexensaat
(71)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteDas Hogarth Shakespeare Projekt wurde im Jahr 2016 anlässlich des 400. Todestages des großen Dichters ins Leben gerufen und gibt namhaften Autoren die Möglichkeit, unterschiedliche Shakespeare-Stücke, die jeder frei ist zu wählen, neu zu interpretieren. Die kanadische Autorin Margaret Atwood, der man schon lange den Nobelpreis für Literatur wünscht, nimmt sich des Alterswerks des Barden, "Der Sturm", an und bringt es dem Leser von heute auf ihre einzigartige, unnachahmliche, von hoher schriftstellerischer Qualität geprägten Art nahe.Der Leser begegnet Felix, einem ebenso leidenschaftlichen und begnadeten wie exzentrischen Theaterregisseur, der kurz vor der Aufführung des Stückes "Der Sturm" steht. Fulminant soll es werden, unvergesslich, etwas Nie-Dagewesenes, mit dem er seinen Ruhm festigen und sich für die Nachwelt ins Buch der größten Theatermacher einschreiben möchte. Doch es kommt nicht dazu! Felix fällt einer Intrige zum Opfer, verliert seinen Posten beim örtlichen Festival und geht, wie weiland Shakespeares Held Prospero, geschlagen und ohne Hoffnung, in die Verbannung. Alleine mit sich und seinen Geistern wartet er, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Worauf? Auf Vergeltung, auf Rache - auch hier bleibt Margaret Atwood auf Prosperos Spuren. Gleichzeitig kämpft Felix aber auch darum, in der selbstgewählten Abgeschiedenheit nicht den Verstand zu verlieren; er folgt einem selbstauferlegten strukturierten Tagesablauf und bleibt seinen Widersachern, die inzwischen dank des Verrats, den sie an ihm verübt hatten, Karriere gemacht haben, die ihm verwehrt wurde, mit Hilfe des Computers, den er sich zugelegt hat, auf den Fersen.Schließlich bekommt er die Möglichkeit, die Stelle des Lehrers im Rahmen des Programms "Bildung durch Literatur" an einer nicht weit entfernten Justizvollzugsanstalt anzutreten. In dieser Funktion tut er das, was er am besten kann: er versucht, den Häftlingen Shakespeare nahezubringen und mit ihnen einige von dessen Stücken einzuüben und schließlich aufzuführen. Sehr zur Begeisterung der Sträflinge, die sich nun zu Schauspielern avanciert sehen! Felix bleibt in Übung, könnte man fast sagen... Und tatsächlich, nach zwölf langen Jahren ergibt sich durch seine Arbeit im Gefängnis - auch hier an Shakespeares Prospero angelehnt - die langersehnte Gelegenheit, seinen Feinden gegenüberzutreten und endlich seine Rache zu vollziehen. Als Mittel zum Zweck dient ihm das Stück, das er als das seine reklamiert, "Der Sturm", den er damals nicht zur Aufführung bringen durfte! Und er selbst ist Prospero, der große Zauberer, der Fadenzieher im Hintergrund. Er wird seinen großen Auftritt haben! Doch wird sein akribisch und mit diebischer Freude ausgeklügelter Plan gelingen?Die Handlung, die Margaret Atwood konzipiert, um ihre eigene Auffassung des Shakespeare-Stückes dem Leser kundzutun, fesselt von Beginn an! Atwood erweist sich einmal mehr als die großartige Erzählerin und Meisterin der Sprache, als die sie bekannt ist und zu Recht gepriesen wird. Ihrem Einfallsreichtum und ihrer Fabulierkunst sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Und obwohl sie ein mehr als vierhundert Jahre altes Stück in die heutige Zeit transportiert, nimmt sie ihm nichts von seinem Zauber, nichts von seiner Faszination und Spannung. Im Gegenteil, möchte man beinahe sagen! Denn es gelingt ihr, den "Sturm" für den Leser von heute an Reiz gewinnen und ihn mit Staunen feststellen zu lassen, wie aktuell das Geschehen um Prospero in seinem Exil auf der Insel, in der vielfach das griechische Korfu vermutet wird, doch noch immer ist.Grandios, wie die Kanadierin uns Shakespeare mittels ihrem Regisseur Felix und seine Schauspielertruppe in der Haftanstalt erklärt! Er gibt ihnen, im Hintergrund lenkend, die Möglichkeit, das Stück auf ihre eigene, erfrischende und immer originelle Art zu verstehen und auf der "Bühne" umzusetzen, wobei sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Ausdrucksformen nutzen, Talente entfalten und so an Selbstvertrauen gewinnen können. Fürwahr - Felix ist ein genialer Pädagoge und genauer Kenner der menschlichen Natur.Selbst standhaft traditionelle Shakespeare-Anhänger und -Kenner mögen das eine oder andere Mal verblüfft sein über die profunden, komplexen Gedanken, die sich die schauspielernden Häftlinge auf ihre unkonventionelle, ab und an sogar etwas naive Herangehensweise über das Stück an sich und seine Charaktere machen. Für diejenigen unter den Lesern, die mit Shakespeare gar nicht oder kaum vertraut sind, mag "Hag-Seed" ( deutscher Titel "Hexensaat" ) ein Interesse an dem Barden aus Stratford-upon-Avon und seinen zeitlosen Stücken voller Tiefe und Weisheit wecken, das sie ihre Scheu vor dem großen Dichter verlieren lässt und ihnen vielleicht sogar Lust darauf macht, das eine oder andere Stück auf ihre Leseliste zu setzen.Eine gute Entscheidung im Vorfeld könnte es sein, den Original-"Sturm" vor der Lektüre des vorliegenden Buches wieder oder zum ersten Mal zu lesen. Margaret Atwoods "Hag-Seed", eine Adaption eben dieses Stückes, kann so, mit dem Original vor seinem geistigen Auge, um einiges besser verstanden und gewürdigt werden. Man findet die wichtigsten Charaktere um Prospero im Roman wieder, ja, man erkennt sie nicht nur sondern sieht sie gleichzeitig aus einem neuen, ungewohnten, höchst originellen Blickwinkel, was das Lesevergnügen steigert.Als lebenslange Anhängerin des Barden empfand ich dennoch, oder gerade deswegen, die Lektüre von Atwoods Roman als enorme Bereicherung - und mehr als einmal wünschte ich mir dabei, dass die Kanadierin sich weiterer Shakespeare-Stücke annehmen möge, um sie für den Leser des 21. Jahrhunderts ebenso gekonnt aufzubereiten, wie sie es so bravourös mit dem "Sturm" getan hat!
- David Safier
Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof
(143)Aktuelle Rezension von: Nadine21Auch in ihrem zweiten Fall stolpert Angela eher zufällig über eine Leiche. Dieses Mal findet sie sie auf dem Friedhof. Und da die herbeigerufene Polizei wieder einmal nicht besonders begeistert ist, die Ermittlungen zu übernehmen, begibt sich Angela wieder selbst auf die Suche nach dem Täter. Im Fokus stehen schnell zwei verfeindete Bestatterfamilien. Wird Angela auch diesen Fall lösen können?
Auch dieser Band ist wieder voller Wortwitz und mehr oder weniger versteckter Andeutungen. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen erneut nicht zu kurz.
Allerdings haben mich ein paar Dinge gestört. Zuerst einmal die Andeutung, dass Angela eine Affäre haben könnte, fand ich etwas unpassend. Außerdem habe ich die Dialoge zwischen Angela und Achim vermisst.
Um den Fall selbst geht es in den Büchern dieser Reihe gar nicht. Aber auch den fand ich etwas schwächer als den Fall im ersten Band. Dennoch bin ich ein Fan der Serie und freue mich schon auf die Kreuzfahrt mit Angela und ihren Freunden. Bis dahin gucke ich einfach mal wieder Bodyguard :-)
- Andreas Izquierdo
Romeo und Romy
(207)Aktuelle Rezension von: schmoekerstundeIzquierdo erzählt mit feinem Gespür, großer Empathie und einem warmen Humor von Menschen, die längst aufgegeben schienen – und plötzlich wieder den Mut finden, zu träumen. Die Mischung aus dörflichem Durcheinander, liebenswert verschrobenen Figuren und der verbindenden Kraft des Theaters macht den Roman zu einer berührenden wie heiteren Lektüre.
Besonders eindrucksvoll ist die sensible Beobachtung dieser Charaktere: Menschen mit Ecken und Kanten, geprägt von Lebenserfahrung, Zweifeln und stillen Sehnsüchten.
Die Vorbereitungen für den Theaterbau und der gemeinschaftliche Elan beim Renovieren schenken der Erzählung zahlreiche rührende, oft auch wunderbar komische Momente.
Unvergesslich bleiben vor allem die Szenen, in denen Theateralltag und Dorfwirklichkeit aufeinandertreffen: Missverständnisse, Eitelkeiten und kleine, flüchtige Bündnisse verleihen der Geschichte eine lebendige, fast spielerische Dynamik.























