Bücher mit dem Tag "shanghai"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "shanghai" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Limit (ISBN: B00G48NCZM)
    Frank Schätzing

    Limit

     (595)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dieses gewaltige Werk, das in seinem Umfang stark an Schätzings Riesenerfolg „Der Schwarm“ erinnert, erschien 2009. Die Handlung beginnt mit dem Prolog im August 2024 und spielt sich ansonsten hauptsächlich im Jahr 2025 ab. Das macht es für mich nun im Juni 2024 als Lektüre besonders interessant im Hinblick darauf, ob Schätzings Prognosen eingetroffen sind oder kurz davor sind einzutreffen. Ein paar davon, die er nebenbei erwähnt, haben sich jedenfalls nicht erfüllt: Bayern München ist im Jahr 2024 nicht an einen Investor verkauft, was erfreulich ist. Weniger erfreulich ist, dass, anders als von Schätzing angenommen, Kim Yong-un noch lebt, Korea nicht wieder vereinigt ist und Putin immer noch Präsident von Russland und nicht ehemaliger Präsident ist.😎 Gewisse Erfindungen, die der Autor erwähnt, drängen sich geradezu auf und sind in Ansätzen auch bereits entwickelt, wie das „Airbike“, eine Art E-Bike für die Luft, der „Magnifier“, also die Lupe zur Gesichtserkennung und der „MindReader“ zum Gedanken lesen.

    Der unermesslich reiche und mächtige Unternehmer Julian Orley hat eine Reisegruppe von reichen und wichtigen Persönlichkeiten zusammengestellt, die mit ihm und seiner Firma eine Reise in den Weltraum und speziell auf den Mond antreten. Sein Ziel ist es, sie für Investitionen in sein Unternehmen zu gewinnen, konkret plant er den Bau eines zweiten Weltraumaufzugs. Parallel dazu taucht in China die Dissidentin Yoyo unter und der Cyber-Detektiv Owen Jericho erhält von Yoyos Vater den Auftrag, sie zu finden. Doch er ist nicht der einzige, der sie sucht. Diese beiden Handlungsstränge laufen lange Zeit nebeneinander her, ohne dass es eine Verbindung zwischen ihnen gibt. Als Leser ahnt man natürlich, dass es eine gibt, doch diesbezüglich spannt Schätzing uns lange auf die Folter.

     Das Buch startet sehr zäh, Schätzing ist bemüht, seine Ideen logisch und wissenschaftlich zu begründen, was eher Stoff für ein Sachbuch ist. Die giftigen Dialoge der Reisegruppenmitglieder können untereinander können den recht trockenen Stoff nicht ausreichend „anfeuchten“. Das muss der Leser sich erstmal durchbeißen. Die Langatmigkeit kennzeichnet teilweise leider sogar Kampf- und Verfolgungsszenen, deren ursprüngliche Spannung dadurch zu oft abfällt. Als Leser wünscht man sich dann nur noch, dass es vorbei ist und die Handlung sich weiter entwickelt.

    Neben gut recherchierten und erklärten Zusammenhängen und raffiniert eingefädelten Täuschungen, wie der von Yoyos Verfolger Xin, der sich an Jericho heranmacht,  gibt es in dem Roman aber auch seltsam krasse Logikschwächen. So ist es z.B. völlig daneben, dass ein so mächtiger und einflussreicher Mann wie Julian Orley nicht binnen kürzester Zeit überprüfen kann, ob der Lunar Express nun in der Nacht gefahren ist oder nicht (Fischer Tb, Mai 2011, S. 465 ff). Ebenso sind die Vertraulichkeiten zwischen Donners Frau Nyela und ihren unbekannten Gästen Yoyo und Owen mehr als schräg und unwahrscheinlich. Sie wirken deplatziert.

    Der entstehende Tumult nach der Enttarnung der Verräterin ist sehr vogelwild und durcheinander beschrieben. Das war mir zu chaotisch und zu wenig durchdacht.

    Demgegenüber schafft es Schätzing auf raffinierte Weise, die Spannung über die Art der verbrecherischen Organisation und ihr eigentliches Ziel bis zur Auflösung hochzuhalten, indem er seine Protagonisten fehlleitet und immer neue Erkenntnisse gewinnen lässt, die vorherigen auch mal widersprechen.

    Sehr hilfreich fand ich das angehängte Personenverzeichnis, denn es kommen doch einige vor und nur mittels des Textes sind sie zu Beginn nicht so ohne weiteres unterscheidbar. Drei Sterne.

  2. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Solche Geschichten liebt man und wer hat sich nicht gefreut, als diese nette und kluge Frau bei 'Wer wird Millionär' 500.000 Euro gewonnen hat. Sympathisch, witzig, ehrlich und einfach wie Du und ich, nur jetzt mit einer halben Million. Meike Winnemuth arbeitet als freie Journalistin und hat nach dem Gewinn erst mal ein Jahr Urlaub gemacht. Sie hat Länder und Städte bereist, die sie interessiert haben und deren Namen ihr fremd oder schon bekannt waren. Sie begegnete neuen Freunden, Wegbegleitern, interessanten Landschaften, Bauten und ausgefallene kulinarische Genüsse. Voll Witz, oft mit einem Augenzwinkern, aber doch manchmal mit dem angebrachten Ernst, berichtet sie  von ihren Erlebnissen. Alles begleitet von vielen Bildern, Karten und auf dieser Reise hat Meike Winnemuth auch sich selbst wieder gefunden und das Glück erkannt, das doch schon so lange da ist.

  3. Cover des Buches Im Schatten der Lombardis (ISBN: 9783404172665)
    Berit Paton Reid

    Im Schatten der Lombardis

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Tapsi0709

    Am Anfang dachte ich,  das ich das Buch abbrechen muss, da es mich erst nicht so gefesselt hat und teilweise recht kompliziert zu lesen war durch die ganzen Bankenfachwörter. Aber dann hat es mich doch gepackt und es war spannend, wie sich alles nach und nach aufgeklärt hat. Leider hat das ganze Fachwissen drum herum den Spaß am lesen etwas gemildert, da die Sprache des Bankwesen doch recht kompliziert ist und man als Laie nicht alles versteht. 

    Ob es nun ein Happy End zum Schluss gab, muss jeder für sich selbst entscheiden,  da es immer noch irgendwie kompliziert zu sein Schein mit den ganzen Besitzverhältnissen etc. ... Ich würde dieses Buch nicht unbedingt jedem empfehlen,  da es schon sehr speziell ist.

  4. Cover des Buches Tödliche Nächte (ISBN: B083YPDDHY)
    Sabine Strick

    Tödliche Nächte

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Textgemeinschaft

    Sehr geschickter Schachzug von der Autorin, Dominiques Leben so aufzuziehen, dass er gegen seine Amnesie ankämpft und mit jedem Fall ein Stück Erinnerung zurückkommt. Klar, dass bei dem Ende von Band 1 - gleich weitergelesen wurde. Ich hatte aber auch das Glück, dass ich das Doppel EBook Die spannenden Fälle des... hatte. 

    Es geht weiter mit den Ermittlungen in aller Herren Länder. Die anfänglich schwierige Vater- Tochter Beziehung gestaltet sich noch schwieriger, weil sich Jenny ausgerechnet in ihren Vater verliebt. Das birgt großes Konfliktpotential und macht das Buch noch einmal spannender. Jenny tut mir sehr leid - das muss eine schreckliche Situation für sie sein. 

    Dominiques Frauengeschichten sind zeitweise ziemlich anstrengend. Gut, dass ich Band 4 schon kenne und weiß, dass dies irgendwann aufhört :-) 

  5. Cover des Buches Die Schöpfer der Wolken (ISBN: 9783959910989)
    Marie Graßhoff

    Die Schöpfer der Wolken

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Nics_Gedanken

    Die Geschichte klingt zwar echt krass und interessant war es dann aber nicht ebenso wenig die Protagonisten. Alles zu flach und ohne Tiefe. Alles nur angedeutet ohne Aussicht auf mehr. Hier fehlte mir die Entfaltung. Kann man lesen muss man nicht.

  6. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783423254045)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    Jane Gardam erzählt das Leben eines Mannes, der im britischen Kolonialreich in Südostasien geboren wird und über 80 Jahre später stirbt. Sein Leben ist zumindest anfangs ungewöhnlich – als Kleinkind von einer malaiischen Hausangestellten aufgezogen, später Pflegekind in Wales, diverse Internate, im Krieg auf einem Frachter unterwegs und Bewacher von Queen Mary, dann sein ganzes Berufsleben als Richter im britischen Hong Kong, anschließend Altersruhesitz Dorset. Sein Leben wird nicht chronologisch erzählt, sondern zerhackt in kleine Schnipsel in bunter Folge, die der Leser im Kopf in die richtige Reihenfolge bringen muss. Man erfährt viel über den Alltag im Vorkriegs- und Kriegs-England, wenig über sein Studium in Oxford und die Jahrzehnte in Hong Kong, dann verbringt man wieder viel Zeit mit dem 80-jährigen Rentner in England.

    Warum hat mich das Buch trotz des interessanten historischen Hintergrunds wenig gefesselt und berührt? Die Hauptperson Filth ist ein kontaktarmer, gefühlloser Klotz ohne emotionales oder gedankliches Innenleben. Selbst als er Personen aus seiner Kindheit wiedertrifft, fühlt er nichts und hat ihnen nichts zu sagen. Er fügt sich sein Leben lang in sein Schicksal, er hat keine Ziele, er hat keine Persönlichkeit, er ändert sich nicht, er ist nur bekannt für seine tadellosen Umgangsformen. Warum soll ich ihn näher kennenlernen? Es gibt einfach nicht viel kennenzulernen. Auch die Nebenfiguren haben mich wenig angesprochen, mit Ausnahme einer Pflegemutter, die notorisch guter Laune war und in allem das Gute und Komische sah.

    Es gibt immer wieder längere Dialoge, die alle in demselben schnoddrigen, altklugen, „über-allen-Dingen-stehenden“- Stil der britischen Oberschicht (know it all, seen it all, no emotions) geschrieben sind, egal wer spricht. Die Länge der Dialoge wäre für das Verständnis der Geschichte nicht nötig gewesen. Dasselbe gilt für die Darstellung vieler anderer Details sowie einiger Nebenfiguren.

    Es gibt zahlreiche erstaunliche Zufälle – Filths größter Feind aus seiner Zeit als Richter in Hong Kong zieht in Dorset ins Nachbarhaus. Filths Frau, die in Peking geboren ist, sich in Asien zu Hause fühlt, fließend Mandarin spricht und die er in Hong Kong kennenlernt, kennt zufällig seine Cousine und seinen Jugendschwarm, weil sie alle in England gleichzeitig dieselbe Schule besucht haben. 1943 wird Filth als junger Rekrut zur Bewachung der Königin abkommandiert, mit der er sich gut versteht. Als er 80-jährig den Ort wieder aufsucht, entpuppt sich die Hotelangestellte als Enkelin der Kammerzofe der Königin, die sogar noch lebt und sich an ihn erinnert. Der chinesische Kajütengenosse seiner Schiffsreise von Irland nach Ostasien wird zufällig sein erster Klient als Rechtsanwalt in London. Bei seinem Ausflug als 80-Jähriger nach Nordengland trifft er zufällig in einem Hotelrestaurant einen Studienkollegen, der sich nach 60 Jahren noch gut an ihn erinnert und sein späteres Leben kennt. Filth nimmt alle Zufälle ohne Verwunderung zur Kenntnis.

    Am Schluss wird plötzlich ein hässliches Geheimnis seiner Jugend aufgedeckt, das aber unglaubwürdig und konstruiert wirkt und keine Folgen hat.

    Es fehlt die übergeordnete Fragestellung, die den Leser zum Weiterlesen motiviert. Es werden wahllos Ausschnitte seines Lebens erzählt, ohne dass klar wird warum gerade die und nicht andere. Man erfährt nicht, was den Protagonisten antreibt, man lernt ihn nicht gut genug kennen, um an seinem Leben Anteil nehmen zu wollen. Die historisch bewegenden Zeiten – Krieg, Nachkriegszeit, Dekolonisierung – gehen relativ spurlos an dem spröden Juristen vorbei.

  7. Cover des Buches Die Städtesammlerin (ISBN: 9783328100720)
    Annett Gröschner

    Die Städtesammlerin

     (9)
    Aktuelle Rezension von: AlexandraK

    Annett Gröschner nimmt den Leser mit auf Reisen. In den verschiedensten Ländern fährt sie mit der Straßenbahnlinie 4 und berichtet von ihren Erlebnissen.

    Das Buch beginnt mit einem Einführungskapitel. In diesem wird erklärt warum die Autorin immer mit der Linie 4 fährt. Dieses Kapitel ist etwas holprig zu lesen wegen den ganzen Straßennahmen, jedoch lohnt es sich dran zu bleiben.

    Generell sind die Kapitel kurz und man kann immer mal schön zwischendurch in eine andere Welt abtauchen. Natürlich gibt es über einige Orten mehr zu erzählen als über andere. Die Kapitel sind abwechslungsreich und passend gestaltet. Einige sind besser andere nicht ganz so gelungen. So fand ich das Kapitel 13.27 Uhr – an der Trolleybushaltestelle Horeastraße vollkommen unnötig. Denn darin erzählt die Autorin auf 2 1/2 Seiten wie sie an der Haltestelle Kinder beobachtet.
    In anderen Kapiteln erzählt sie auf ca. 10 Seiten ausführlicher über die Strecke und die Eindrücke, die sie auf der Straßenbahnfahrt sammelt. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Die Autorin verwebt gekonnt geschichtliche Hintergründe über die Städte, ihre Bauten und ihre Bewohner. Auch über die technischen Voraussetzungen der Straßenbahn ist sie bestens informiert.

    Was ich als sehr störend empfand, waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesem Buch. Die Autorin ist studierte Germanistin und das Buch durchlief ein Lektorat, da sollten solche groben Schnitzer, wie sie hier zu finden sind, nicht passieren.

    Die Städtesammlerin hat mich für zukünftige Reisen inspiriert, mir fremde Kulturen näher gebracht und mir auch etwas die Angst genommen. Letztlich ist es ein nettes Buch für zwischendurch und vor allem für reiselustige Leser zu empfehlen. Man kann das Buch gerne lesen, man muss es aber nicht.

     

  8. Cover des Buches Nanking Road (ISBN: 9783473584901)
    Anne C. Voorhoeve

    Nanking Road

     (10)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    „Nanking Road“ hat mich emotional berührt und gleichzeitig hat es die Autorin geschafft, sehr viel geschichtliche Informationen zu verarbeiten, weshalb ich viel aus dem Buch gelernt habe.

    Sie schildert alles ausführlich, aber weder zu kalt und sachlich noch zu reißerisch und emotional, sondern schafft es, die Waage zu halten. Zu den Personen kann ich sagen, dass es schön ist, mit anzusehen, wie die Protagonistin Ziska im Lauf der Geschichte erwachsen wird und von dem kleinen Mädchen, dass sich nie traut, ihrer besten Freundin zu widersprechen, zu einer mutigen jungen Frau wird. Auch die zahlreichen Nebenfiguren, ihre Eltern und Freunde, sind gut beschrieben. Doch am meisten gefiel mir die Art und Weise, wie sie die Schauplätze des Buches beschrieben hat. Man hat sich gefühlt, als wäre man wirklich in Shanghai.

    Um zur Handlung zu kommen: Es gibt sicherlich historische Romane, in denen mehr Spannendes auf einmal passiert als „Nanking Road“. Es dauert eine Weile, bis die Geschichte so richtig in Fahrt kommt und wirklich spannend im Sinne davon, dass die Protagonistin in unmittelbarer Gefahr schwebt, wird es auch erst im dritten Teil des Buchs. Doch mich persönlich hat das nicht gestört, da auch vorher schon eine Art unterschwellige Spannung da ist. Es geht um das Leben auf dem Dampfer und dann im Armenviertel von Shanghai, um emotionale Konflikte und finanzielle Sorgen, also eigentlich Alltäglichkeiten, die die Autorin aber so gut schildert, dass jeder Mensch, der ein Herz hat, einfach mitfiebern muss.

    Da ich den mit „Nanking Road“ zusammenhängenden Roman „Liverpool Street“, eine alternative Version der Geschichte, in der Ziska nach England statt nach Shanghai geht, bislang nicht gelesen habe, kann ich leider die beiden Bücher nicht vergleichen. Als Stand Alone betrachtet ist „Nanking Road“ aber ein großartiger historischer Roman über Themen, die bis heute relevant sind wie Flucht und Vertreibung, Heimat und Fremde, Familie und Freunde. Ich kann das Buch nur empfehlen.

  9. Cover des Buches Einmal rund ums Glück (ISBN: 9783596188864)
    Paige Toon

    Einmal rund ums Glück

     (244)
    Aktuelle Rezension von: letsseesomething

     Mein erster Roman von Paige Toon. 

    Nach Abschluss musste ich mir direkt einen neuen zulegen ☺️

    Die Autorin schafft es Liebesgeschichten nicht langweilig zu erzählen, sondern es ist immer eine gewisse Spannung oder ein Twist mit dabei.

    Auch das Thema Formel 1, welches mich sonst nicht wirklich interessiert, fand ich für diesen Roman echt interessant.

  10. Cover des Buches Diamond Age - Die Grenzwelt (ISBN: 9783641146825)
    Neal Stephenson

    Diamond Age - Die Grenzwelt

     (54)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Eine hoch technisierte Welt der Zukunft, in der ich s gar nicht leben wollen würde.

    Inhalt:
    In einer hoch technisierten Welt, in der Zukunft, ist die Schere zwischen arm und reich extrem weit auseinander gegangen. Die privilegierten, reichen Kinder sollten inzwischen automatisiert erzogen werden. Durch eine Fibel, welche interaktiv arbeitet. Doch diese Fibel wird vom Entwickler selber unerlaubt kopiert, weil auch seine Tochter eine bekommen soll. Doch auch ihm wir die illegale Fibel gestohlen und landet bei Nell.
    Nell ist ein kleines Mädchen in einer Art Armenviertel. Sie hätte normalerweise keine Chance, etwas aus ihrem Leben zu machen. Doch dank der Fibel bekommt sie eine gute Ausbildung. Gemeinsam mit ihrem Bruder kann sie aus der Wohnung ihrer Mutter fliehen und bei einem Unterstützer unterkommen.
    Nell kann sich ein gutes Leben aufbauen.

    Fazit:
    Also, wenn das kein SkyFy war, dann weiß ich auch nicht mehr. Der Leser wird in eine welt entführt, die hochgradig technisiert ist. Die Gesellschaft ist extrem in arm und reich aufgespalten. Während den Reichen quasi die Welt offen steht, müssen die Armen für ihre bloße Existenz kämpfen.
    Alles, in dieser Welt, ist technisiert. Dinge des allgemeinen Bedarfs werden von so genannten „Materiecompilern“ quasi in 3D gedruckt. Schusswaffen sind direkt in den Schädelknochen eingebaut und Papier ist smart. Schriftzeichen erscheinen einfach so darauf.
    Die Handlungsstränge haben scheinbar nichts weiter miteinander zu tun. Doch irgendwann kreuzen sie sich. Bis da hin, habe ich aber auch viele Textstellen einfach mal nur überlesen. Den Anschluss aber nicht wirklich verloren. Das Problem hier ist, das manche beschriebene Situationen einfach nur mit Technik und Fachbegriffen aus der Zukunft gespickt sind. Das war für mich ein Grund, abzuschalten, weil ich sowieso nur „Bahnhof“ verstanden habe. - Liegt wohl auch mit daran, dass ich nicht der totale SkyFi-Fan bin. Was mich trotzdem immer wieder zu solchen Büchern treibt, wissen die Götter.
    Beim Lesen hatte ich in diesem Fall keine Bilder vor meinem geistigen Auge. Mich wundert das wo gar nicht. Ich bin einfach nicht wirklich tief genug in die Handlung hinein gekommen. Nicht eine der handelnden Personen ist mir irgendwie ans Herz gewachsen. Ja, im Prinzip hätte ich das Buch auch gut abbrechen können. Aber das habe ich noch nie gemacht. Also auch hier nicht. Eigentlich immer in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein Highlight daraus wird.
    Die einzelnen Kapitelüberschriften waren lang, haben mich einmal mehr aus der Handlung raus katapultiert und eigentlich vollkommen sinnlos. Im Prinzip hätte es gereicht, die Überschriften zu lesen. Der Rest war nur eine Widerlegung dessen, nur eben viel ausschweifender. - Von einem Lesefluss kann man in diesem Buch so gar nicht reden. Ich habe mich durch gequält. Eigentlich nur, um behaupten zu können, dass ich es gelesen habe.
    Bis zum Schluss habe ich quasi einfach nur gelesen, um des Lesens willen. Ein Buch in mehr als einer Woche... Das spricht in meinen Augen Bände. Viel zu lang, viel zu technisch und viel zu wenig der einzelnen Protagonist. Man kann durchaus behaupten, dass dieses Buch wohl mein ganz persönlicher Flop des Jahres war.

    Ganz einfach, lasst die Finger von dieser Schreibe. In meinen Augen einfach nur die totale Zeitverschwendung. Ich habe mich einfach nur durch gequälte und bin froh, es endlich durch und hinter mir zu haben.
    Absolut keine Leseempfehlung. Ich sage sogar, dass man die Finger besser weg lässt davon.

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  11. Cover des Buches Der Kaiser von China (ISBN: 9783832186371)
    Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China

     (168)
    Aktuelle Rezension von: herr_hygge

    Ich glaube ich habe meine Leseflaute heute hinter mir gelassen, zumindest viel mir die Konzentration deutlich leichter und meine Gedanken waren durchweg bei der Geschichte und sind nicht dauernd abgeschweift. ☺️
    Dieses großartige, irrwitzige Buch von Tilman Rammstedt habe ich dank der lieben @pinkfisch_royal entdeckt. Sie hatte es vor einiger Zeit in einer Live-Story vorgestellt und ich war direkt Feuer und Flamme für diese skurrile Geschichte 😄 und wurde nicht enttäuscht.
    „Der Kaiser von China“ erzählt eine verrückte Geschichte zweier Mitglieder einer Großfamilie, dem jungen Keith und seinem Großvater, und deren fiktive, aber doch sehr detaillierten Reise nach China. Erschienen ist dieser witzige Roman im @dumontbuchverlag. 😊

  12. Cover des Buches Rote Ratten (ISBN: 9783423211284)
    Xiaolong Qiu

    Rote Ratten

     (10)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Eine Reise nach Amerika, davon hat Oberinspektor Chen schon lange geträumt. Und nun soll der dichtende Polizist eine Schriftstellerdelegation in die USA begleiten. Doch die einmalige Gelegenheit kommt für Chen mehr als ungünstig. Denn er hat einen Auftrag erhalten, der eigentlich seinen vollen Einsatz in Shanghai erfordert: Nach dem Tod eines Polizisten in einem Bordell verpflichtet ihn die oberste Parteibehörde, endlich den »Roten Ratten« - korrupten Beamten und Schmiergeld zahlenden Neokapitalisten - das Handwerk zu legen. Doch schon bei den ersten Recherchen muss Chen feststellen, dass er es mit einflussreichen Parteikadern zu tun bekommen wird, die vor nichts zurückschrecken …


    Hat mir gefallen, aber erst nach den ersten 100 Seiten wurde der Krimi spannend, voher all diese Korruptionsverbindungen waren mir zu trocken.
    Sehr interessant aber: Chinesen in Amerika - ist doch eine ganz andere Welt, die Vorstellungen und die Realität auch!
    Wieder viel über die chinesische Kutur gelernt mit so wunderbar lyrischen Zitaten!
  13. Cover des Buches Fallende Blätter (ISBN: 9783453195790)
  14. Cover des Buches Panda Sex (ISBN: 9783462041477)
    Mian Mian

    Panda Sex

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Zen-Cola
    Die Bezeichnung Roman trägt »Panda Sex« meiner Meinung nach völlig zu Unrecht; vielmehr ist es vom Stil her eine Mischung aus Schauspiel und Drehbuch.
    Allerdings handelt es sich hierbei um ein sehr, sehr wirres Drehbuch. Sollte ich jemandem wiedergeben, worum es geht, müsste ich gestehen, dass ich höchstens eine Ahnung vom Inhalt bekommen habe ...
    »Irgendwelche ziellosen und beziehungsunfähigen Leute ohne Namen sprechen irgendwo in Schanghai (ich mag diese Schreibweise nicht; sie wird aber im Buch verwendet) sehr verworren und pseudo-philosophisch über Liebe und Sex« - soweit meine Inhaltsangabe.

    Die Sprache ist recht ungewöhnlich: vollkommen eckige und leidenschaftslose, kurze und dennoch holprige Sätze reihen sich aneinander, ohne dass sich dem Leser eine Handlung erschließen würde. Das ist für einen Roman sehr unschön zu lesen, hat man sich allerdings an den Stil gewöhnt, schleicht sich langsam das Gefühl ein, man würde ein Schauspiel lesen. Gelingt es einem, sich das alles als Theaterstück vorzustellen, entfalten die stakkatoartigen Sätze teilweise doch eine recht eigentümliche Wirkung.
    Gleichermaßen interessant wie verwirrend ist es, dass hin und wieder die gleichen Passagen in völlig unterschiedlichen Kontexten und an gänzlich anderen Stellen von verschiedenen Personen gesprochen und somit wiederholt werden.

    Die Namensbezeichnungen der Akteure scheinen dabei sogar in expressionistischer Nähe zu stehen. So heißen sie ABC, K, Der Schauspieler oder Die Sponsorin. Selbst die vermeintlichen Namen Mei Mei und Jie Jie entpuppen sich, wenn man sie übersetzt, als reine Relationsbezeichnungen: Kleine und Große Schwester.

    Da es sehr schwer ist, den Stil exakt zu beschreiben, hier zwei Auszüge; keine, die besonders aus dem Rahmen fallen würden, sondern gänzlich repräsentative:

    ABC fährt, der Schauspieler sitzt neben ihr.
    ABC: Schon nach elf? Wie schnell die Zeit vergeht! Die Straßenlampen sind schon aus.
    ABC: Ich mag es, auf der oberen Fahrbahn zu fahren, wenn die Lichter aus sind. Jetzt erscheint Schanghai etwas leerer.
    Schauspieler: Wie in den 1990ern. Ich liebe das Schanghai der Neunzigerjahre.
    Was lachst du?
    ABC: Weißt du, was ich an den Neunzigern am meisten mag? [...]

    * * *

    Jie Jie: Wenn wir Beziehungskisten doch bloß so neutral wie ein Essen behandeln würden!
    Jie Jie: Die Liebe ist ein Gefühl, du liebst jenen Menschen, und jener Mensch bist du.
    Mei Mei: Liebe sollte auch dann noch Liebe sein, wenn man zu Ende geliebt hat.

    Mei Mei: Liebe ist so, wie wenn du dich im Spiegel selbst erblickst. Nur weil du selbst nicht in der Welt im Spiegel existierst, kannst du dich dort sehen.
    Mei Mei starrt alleine vor sich hin.

    (Die Namen plus Doppelpunkt stehen wirklich so im Buch - unentwegt -, auch wenn kein Wechsel der Sprecher kommt.)

    Vielleicht verkenne ich das Buch irgendwie, zumal sich mir weder dessen Anliegen noch Sinn erschlossen hat, aber mehr als wohlwollende zwei Sterne sind für mich absolut nicht drin.
  15. Cover des Buches Away (ISBN: 9783958894624)
    Nic Jordan

    Away

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Vanessa_Hinz

    Fangen wir mal beim optischen an, ich finde es sieht aus wie eine Urlaubs Lektüre und man bekommt direkt Spaß beim lesen. Was ich nicht so klasse finde, ist das die Schriftart viel zu klein für mich ist und zu nah beieinander.

    Ich finde man kann sich gut in sie hineinversetzen und es liest sich als würde meine beste Freundin mit was erzählen und macht selber Lust auf reisen. Ich mag die Protagonistin Nic sehr gerne und habe das Buch gerne gelesen.

    Das Buch hat mir gezeigt, dass ich mehr in den Tag rein leben sollte und nicht alles hundert mal hinterfragen sollte, sondern einfach mal tun muss!



  16. Cover des Buches Meltworld Shanghai (ISBN: 9781481072113)
    Matthias Matting

    Meltworld Shanghai

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich sitze gerade etwas ungläubig hier und frage mich einfach nur: Was war das? Als ich von dem Buch gehört habe, war ich wirklich begeistert. Bisher hatte ich nichts Vergleichbares gelesen. Die Story hörte sich interessant an, die Gestaltung des Buches ist klasse. Neben dem tollen Cover zieren Schriftzeichen und Illustrationen die Geschichte. Ja, aber das war es dann auch an Dingen, die mir gefallen haben. Schon der Einstieg ins Buch fällt nicht leicht. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Den größten Teil nehmen Hannah, Hiro und Es ein. Bei Hiro und Es habe ich mich die meiste Zeit gefragt, welchen Sinn diese beiden Figuren haben. Viel zu lange sind sie einfach nur da, ohne dass man als Leser einen Bezug zu ihnen aufbauen kann. Lediglich die Hannah-Perspektive war noch einigermaßen interessant, aber auch sie kann nicht überzeugen. Alle Personen sind einfalls- und charakterlos. Zu keiner Zeit hat mich irgendjemand auch nur annähernd berührt. Die langweiligen Charaktere werden in einen weitestgehend spannungsfreien Plot integriert. Die Idee an sich ist ja wirklich super, aber der Autor schafft es einfach nicht mich zu fesseln. Jedes mal wenn annähernd so etwas wie Spannung aufgebaut wird, wird das im nächsten Moment wieder zunichte gemacht. Wenn also die liebe Hannah im Auto sitzt und plötzlich feststellt, dass ihr Ring sich nicht mehr bewegen lässt, weil sich kleine Haken in ihre Haut gebohrt haben, dann wird man nicht panisch, nein, das tut ja nicht weh, also lässt man das einfach so. Kann ja mal passieren. Also bitte. Hinzu kommt, dass die gesamte Story einfach zu konfliktarm ist. Wenn eine 16-jähre von Berlin nach Shanghai auswandern muss, dann erwartet man doch, dass sie den Eltern das Leben zur Hölle macht und rebelliert. Wenn der liebe Hiro einem sagt, dass er ein Dämon sei, dann nimmt man das doch nicht einfach so hin. Wenn ein Mann die 16-jährige Tochter erst nachts nach Hause bringt, dann setzt man doch alles daran, den Kontakt zu verbieten. All das wird in ein oder zwei Sätzen abgetan. Schließlich hat man sich ja auf die eine Aufgabe zu konzentrieren. So wirkt das Ganze wie ein Bericht. Ich habe richtig gemerkt, wie ich beim Lesen immer unkonzentrierter wurde und ständig mit meinen Gedanken abgeschweift bin. Der Funke ist nicht übergesprungen. Weder Handlung noch Charaktere haben mich überzeugt. Vielleicht habe ich es aber auch einfach nur nicht verstanden. Fazit Es ist schade, dass aus dieser Idee so wenig gemacht wurde. Emotionen, überraschende Wendungen oder facettenreiche Charaktere hätten dem Buch gut getan, aber so wirkt alles konstruiert, platt und öde.
  17. Cover des Buches Der Jade-Palast (ISBN: 9783836803144)
    Raymond A. Scofield

    Der Jade-Palast

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Cadiya

    Der Jadepalast ist eines der schönsten und gleichzeitig lehrreichsten Bücher die ich je gelesen habe. Er erinnert vom Stil sehr stark an Ken Follets „Sturz der Titanen“ oder „Winter der Welt“. Man erlebt, durch mehrere Generationen, die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Frauen in China kurz vor, während und nach der Revolution. Ich bin immer noch verwundert wie wenig bekannt dieses Buch zu sein scheint. Es hat alles: Spannung, Drama, Romantik, sehr gut ausgearbeitete Figuren. Historische Fakten werden wunderbar leicht vermittelt. Ich war im Endeffekt doch recht erschrocken wie wenig ich bisher über chinesische Geschichte wusste im vergleich zu europäischer und amerikanischer. Das hat sich jetzt durch diesen Roman sehr geändert. Wer „Die Geisha“ oder „Sturz der Titanen“ mochte muss unbedingt zu diesem Buch greifen.

  18. Cover des Buches Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger (ISBN: 9783293406018)
    Nury Vittachi

    Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Fengshui-Meister C.F. Wong hat gute Laune, obwohl er erst gerade in einem Einkaufszentrum einem weissen Tiger begegnet ist, soll Wong schliesslich für mehrere reiche Geschäftsleute Fengshui-Analysen durchführen. Dies bedeutet für den kahlen Mann vor allem eines: Geld! Alles könnte perfekt sein; wäre da nicht seine junge Assistentin Joyce, ein verdorbener Magen, entführte Fische, Morde und noch einiges an Aufregung mehr. Doch wenn die Summe stimmt, lässt sich Wong nicht so leicht unterkriegen und löst auch den kniffligsten Fall. Oft auch mithilfe von Joyce, doch das würde Wong natürlich nie zugeben. Nury Vittachis "Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger" liest sich beinahe wie eine Tatort-Sendung. Man springt von Episode zu Episode, jeder der Kunden hat seine eigene kleine oder grössere Folge und jedesmal ist es an Wong und Joyce, einen Fall zu lösen. Von Fischdiebstahl, über pubiertierende Teenager bis hin zum Mord im Zeitungsmilieu ist alles dabei. Langweilig wird es also nicht. Überhaupt ist in diesem Buch für Langeweile gar keine Zeit. Ereignis folgt auf Ereignis, Wong und Joyce reisen von einem Land in das nächste und ein Schlagabtausch folgt auf den nächsten. Somit handelt es sich hier, ganz Vittachi, um ein kurzweiliges, unterhaltsames Buch, das einen auf eine Reise quer durch die asiatische Welt mitnimmt. Und im Leser eine ungeheuere Lust auf indisches Essen weckt... Wer eine lustige Lektüre mit viel Abwechslung und sympatischen und glaubhaften, wenn auch nicht ganz perfekten, Figuren sucht, wird bei Nury Vittachi fündig. Gekonnt wird hier etwas Bollywood, etwas Fengshui und die neue Technologie der asiatischen Länder mit Sprachwitz und jeder Menge Essen gemixt. Krimifans, Leute, die sich für Fengshui interessieren, und alle, die mal wieder Lust auf eine lockig, leichte Lektüre haben, kommen hier voll auf ihre Kosten. Hinzu kommt, dass man aus diesem Buch mit völlig neuem Wissen hervorgeht: Wir alle sprechen "Fengshui" total falsch aus... Mehr dazu in Vittachis "Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger".
  19. Cover des Buches Tai-Pan (ISBN: 0385343256)
    James Clavell

    Tai-Pan

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Es ist die Zeit der Abenteuergeschichten und den Seefahrern. Von Romantik kann allerdings bei diesem Buch nicht die Rede sein. Es handelt von einem Mann, gebaut wie Hühne grünäugig wie ein Drache, der allein schon aufgrund seiner Erscheinung in China Eindruck macht. Mit eisernerm Willen den Handel in Honkong zu kontrollieren muß der Ausnahmekaufmann Struan sich mit der Zweizüngigkeit der chinesischen Platzhirschen auseinandersetzen die nicht damit rechnen das die Langnase aus Schottland wie ein Taifun über sie kommt und erfolgreich den Sieg davonträgt.
  20. Cover des Buches Das Mädchen im Strom (ISBN: 9783608963298)
    Sabine Bode

    Das Mädchen im Strom

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Lese-Lust

    "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode erzählt vom Leben  der Jüdin Gudrun Samuel kurz vor dem 2. Weltkrieg. Zusammen mit ihrer Freundin Margot und ihrem Freund Martin erlebt sie viele schöne, aber auch unschöne Erlebnisse. 

    Von ihrer 1. Liebe mit Martin Schubert, bis zur  Haft, sowie  bis zum Ende mit ihrem Mann Alex. Hier wird alles erzählt. ( Ich möchte nicht allzu viel verraten).

    Mir hat der Roman bis auf ein paar einzelne Stellen, die kurz ein bisschen langweilig waren, sehr gut gefallen. Die Geschichte um  Gudrun und Freunde bzw. Mitmenschen wurde hier im einzelnen erläutert. Alles recht interessant. 

    Was mir jedoch nicht so gefallen hat, war dass sie in diesem Buch keine wörtliche (direkte und indirekte) Rede verwendet hat. 


    Alles in allem lesenswert. Vielleicht auch als Schullektüre geeignet. 






  21. Cover des Buches Drachenspiele (ISBN: 9783453421479)
    Jan-Philipp Sendker

    Drachenspiele

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Achtung, dies ist der zweite Teil einer Trilogie, Spoiler sind nicht auszuschließen...


    Paul hat sich endlich richtig auf Christine eingelassen und die beiden verbringen eine sehr schöne, intensive Zeit zusammen, von der Paul nie gedacht hätte, dass sie ihn sogar über die lange Trauer des viel zu frühen Todes seines Sohnes helfen kann.

    In China ist es weit verbreitet, dass die Menschen zu Wahrsagern gehen und so macht sich auch Christine regelmäßig auf den Weg zu einem ihr bekannten Propheten. Dieser hält düstere Zukunftsaussichten für sie bereit und sie will weniger Zeit mit Paul verbringen. Als dann auch noch ein Brief auf einer lang verstrichenen Zeit bei ihr eintrifft, wirft das ihre Welt gänzlich aus den Fugen. Paul will helfen und macht sich mit Christine auf den Weg ins „richtige“ China. Er war Christine zu Liebe bei dem gleichen Wahrsager, der auch ihm eher negative Aussichten prophezeite, und muss nach und nach feststellen, dass seine eigenen Gewissheiten nicht länger Bestand zu haben scheinen.

    Dieser Teil hat mir noch besser gefallen als der erste. Es wird ziemlich spannend und auch die Geschichte der Kulturrevolution, die Christine nach wie vor solche Angst bereitet und ihre Skepsis der Polizei und der Politik gegenüber nach wie vor befeuert, wird dem Leser noch einmal näher gebracht. Ich finde die sprachlichen Talente, die Paul an den Tag legt faszinierend und kann mir kaum vorstellen, dass ausgerechnet ein Ausländer zwischen Familienangehörigen vermitteln muss bzw. kann. In die Geschichte eingebettet ist ein ungehöriger Umweltskandal. Menschen sterben durch Fischen in einem See. Gleich in der Nähe steht eine Fabrik, die offenbar unter dem Schutz der chinesischen Regierung steht und unantastbar scheint. Hier wird auch der Unterschied zwischen westlichem und östlichem Denken deutlich. Paul war Journalist. Er will die Wahrheit zu Tage fördern, den Menschen helfen, die Machenschaften der Regierung aufdecken. Christine sieht den Sinn dahinter nicht und würde sich nur einmischen, wenn sie unmittelbar selbst davon profitieren würde. Diese unterschiedlichen Kulturen, die da aufeinanderprallen, sind sehr interessant und machen einen großen Reiz dieser Reihe aus. Ich freue mich schon auf das Ende, da auch die Sprache von Jan-Philipp Sendker wirklich toll ist.

  22. Cover des Buches Eine treue Frau (ISBN: 9783423254144)
    Jane Gardam

    Eine treue Frau

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Zweiter Teil einer Romantrilogie (1. "Ein untadeliger Mann"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Eine treue Frau" setzt den Fokus auf Betty, die Ehefrau des inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers, die ihre Jugend (und Liebe) in Hongkong nicht vergessen kann. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  23. Cover des Buches Young Sherlock Holmes (ISBN: 9783596197729)
    Andrew Lane

    Young Sherlock Holmes

     (50)
    Aktuelle Rezension von: elisalways

    In dem 5. Teil der "Young Sherlock Holmes"-Reihe wird Sherlock nach Shanghai verschleppt und sieht sich dort einer gefährlichen Verschwörung gegenübergestellt. Dabei sterben immer wieder hohe Personen unter mysteriösen Umständen. Kann Sherlock auch diesen Fall lösen?

    Der 5. Band ist aus meiner Sicht auf jeden Fall wieder stärker als der 4. Band. Der neue Handlungsraum ist abwechslungsreich und auch authentisch beschrieben. Die neuen Charaktere gefallen mir auch gut. Allgemein kann man sagen, dass der Anfang und v.a. das Ende spannend und interessant sind. Allerdings ist die gesamte Handlung dazwischen wieder sehr zäh. Es wird sehr viel Zeit auf Nebenhandlungen gelegt, bevor überhaupt das passiert, was auf dem Klappentext schon verraten wird. Trotzdem werde ich die Reihe weiterlesen, da mich der kleine Cliffhanger zum Ende hin interessiert zurücklässt. Hoffentlich kann der nächste Band sein Potenzial mehr ausschöpfen.

  24. Cover des Buches Ina aus China (ISBN: 9783423626736)
    Susanne Hornfeck

    Ina aus China

     (7)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Das Buch"*Ina aus China oder Was hat schon Platz in einem Koffer*" ist geschrieben von Autorin "*Susanne Hornfeck*" und erscheint im DTV in der Reihe Hanser.

    Als Siebenjährige kommt die Chinesin Yinna 1937 aus dem von Japanern besetzten Shanghai nach Brandenburg und lebt als Pflegekind bei der verwitweten Frau von Steinitz. Dorthin schickt sie ihr Vater in Sicherheit vor den Kriegswirren. Doch bald greift der Krieg ein 2. Mal in Inas Leben ein. Zwischen 1937 und 1944 wächst Ina, wie sie in Deutschland genannt wird, als Ausländerin in einer nazideutschen Kleinstadt auf.

    Dieses Buch ist laut Verlag ein Kinderbuch, meiner Meinung nach aber auch für Erwachsene eine sehr interessante Lektüre mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Erzählung baut auf einem biografischen Hintergrund auf und zeigt Kriegserlebnisse, Kindheitserinnerungen und Freundschaft zwischen den Menschen.

    Anhand einer Zeittafel werden die geschichtlichen Ereignisse von Europa und Asien gegenübergestellt und auf einer Landkarte ist der Reiseweg  Inas von China nach Deutschland eingezeichnet. Das veranschaulicht die politischen Probleme und die Entfernung Inas zu ihrer ursprünglichen Heimat.

    Der Schreibstil ist authentisch, spannend und wirkt sehr natürlich. Die Charaktere sind ausdrucksstark beschrieben. Besonders Ina zeigt uns ihre Welt, die zunächst in Shanghai liegt und später in Brandenburg. Dort erlebt sie ihre Kindheit, getrennt von ihrem Vater und herausgerissen aus der gewohnten Umgebung. Sie fasst Fuss und lernt Deutsch, findet neue Freunde, verlernt die chinesische Sprache und ist dennoch eine Ausländerin.
    Die Gespräche mit ihrer Pflegemutter bringen ihr die politische Situation nicht nur Deutschlands näher. Der Boxeraufstand und der Naziterror, sowie der 2. Weltkrieg mit all seinen Problemen werden erklärt.

    Dabei hat auch Ina ihre schlimmen Erfahrungen mit Ausländerhass, Fliegeralarm, Kohlen klauen, Hamstern und Kohleferien. Der Leser nimmt an ihrem Leben teil und sieht betroffen die Schwierigkeiten ihres jungen Lebens. Der für Besuche im Luftschutzkeller gepackte Koffer ist das Sinnbild von Inas Leben. Was erscheint ihr darin wichtig? 

    Dieses Buch ist eine eindringliche Lektüre, die tief betroffen macht vom Schicksal der Menschen in dieser Zeit. Eine kleine Chinesin gibt Nachhilfe in deutscher Geschichte des 2. Weltkrieges und den Wirren Chinas.
    Eine Hommage gegen Krieg und Hass! Eindeutig empfehlenswert!

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