Bücher mit dem Tag "shanghai"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "shanghai" gekennzeichnet haben.

128 Bücher

  1. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  2. Cover des Buches Die Schöpfer der Wolken (ISBN: 9783959910989)
    Marie Graßhoff

    Die Schöpfer der Wolken

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Fantasy_Fox

    Wie bei fast allen Büchern des Drachenmond Verlags fällt auch bei diesem Exemplar zunächst einmal die ansprechende Cover- und Innengestaltung ins Auge. 

    Auch auf inhaltlicher Ebene hat mich das Buch sehr angesprochen und mir sehr gut gefallen. Am Anfang hatte ich erst das Gefühl, dass die Geschichte etwas Zeit braucht, um in Gang zu kommen. Ab einem bestimmten Ereignis nimmt die Handlung dann aber schnell Fahrt auf, weshalb ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es kommen immer wieder neue Aspekte dazu und man erfährt neue Dinge oder wird überrascht von unerwarteten Ereignissen.

    Der Geschichte der verschiedenen Figuren zu folgen und zu sehen, wie sie nach und nach alle aufeinandertreffen, hat ebenfalls sehr viel Spaß gemacht. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und jeder hat seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ängste und bringt so etwas ganz Eigenes in die Gesamthandlung mit ein. 

    Auch das Konzept, das mit den schon auf dem Klappentext erwähnten besonderen Fähigkeiten der Figuren, zusammenhängt, habe ich als sehr schlüssig und nachvollziehbar empfunden. 

    Der Sprachstil Maria Graßhoffs konnte mich ebenfalls überzeugen, da ich mich durch ihre schrifliche Gestaltung sehr gut in die Charatere hineinversetzen konnte. Auch hatte ich immer ein sehr lebhaftes Bild von der Szenerie (vor der allem in Shanghai) vor Augen.

    Was mich ebenfalls sehr angesprochen hat, ist, dass man als Leser*in immer wieder neue Rätsel und Fragen aufgeworfen bekommt, indem Rückblicke, einzelne Briefe und die Comics am Anfang jedes Abschnitts in die Haupthandlung eingeworfen werden. Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, die neuen Puzzleteile, die man nach und nach erhält, in mein Gesamtbild, das ich bis jetzt von den Figuren und der Handlung hatte, einzufügen.

    Leider muss ich allerdings auch sagen, dass es am Ende dann doch noch Kleinigkeiten gab, die sich für mich noch nicht ganz logisch oder vollständig aufgeklärt anfühlten. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, "Die Schöpfer der Wolken" noch ein weiteres Mal zu lesen, da man eben erst nach und nach Hintergründe erfährt und man mit seinem Hintergrundwissen beim zweiten Mal Lesen bestimmt viele Hinweise oder Andeutungen auf spätere Ereignisse erkennen kann. Ich denke, dass sich dann auch fast alle meine Fragen noch klären würden.

    Ich habe auf jeden Fall Lust, dieses Buch irgendwann nochmal zu lesen, und würde es bis dahin jedem empfehlen, der es noch nicht gelesen und Lust auf eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction hat!

  3. Cover des Buches Eine treue Frau (ISBN: 9783446250741)
    Jane Gardam

    Eine treue Frau

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Zweiter Teil einer Romantrilogie (1. "Ein untadeliger Mann"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Eine treue Frau" setzt den Fokus auf Betty, die Ehefrau des inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers, die ihre Jugend (und Liebe) in Hongkong nicht vergessen kann. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  4. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (586)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  5. Cover des Buches Prescott Sisters - Der Maskenball (ISBN: 9783743801042)
    Karin Lindberg

    Prescott Sisters - Der Maskenball

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Minzeminze

    Ein hübscher kurzweiliger Roman aus der Feder von Karin Lindberg und ich muss sagen das Buch hat mir sehr gefallen. 

    Locker flockig geschrieben , witzige Begebenheiten die einen schmunzeln lassen, mit der Erkenntnis das die Wahrheit die bessere Wahl ist. 

    Virginia ein Mädchen aus guten Hause versucht sich zu finden , dabei nimmt sie die Identität ihrer Freundin an . Um unerkannt zu sein. 

    Beim Maskenball lernt sie Liam kennen und fühlt sich zu ihm hingezogen. 

    In einer ungünstigen Situation fliegt das auf und nun wie wird Liam damit umgehen ? 

  6. Cover des Buches Einmal rund ums Glück (ISBN: 9783596188864)
    Paige Toon

    Einmal rund ums Glück

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Blumella

    Ich liebe Paige Toon und ihre Bücher sehr, so hat mich auch dieses Werk voll und ganz überzeugen können.

    Daisy arbeitet bei der Formel 1 als Hostess und verliebt sich Hals über Kopf in einen Rennfahrer namens William Trust. Zusammen mit ihrer Freundin Holly begleitet sie die Rennfahrer in jedes Land...

    Ich muss gestehen die Inhaltsangabe hat mich immer ein bisschen von diesem eigentlich wundervollen Roman abgeschreckt, da ich mit Autorennen gar nichts anfangen kann. Aber meine Befürchtungen wurden nicht erfüllt, ganz im Gegenteil - das Buch hat mich wirklich umgehauen. Die Formel 1 ist eher Nebensache.

    Paige Toon schreibt mit viel Gefühl und auch Humor. Es passieren Ereignisse mit denen man nicht rechnet. So wird der Leser von Seite zu Seite aufs Neue überrascht. 

    Ich kann diesen Liebesroman mit seinen rasanten Wendungen nur empfehlen!

  7. Cover des Buches Fliegende Hunde (ISBN: 9783961010066)
    Wlada Kolosowa

    Fliegende Hunde

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    In diesem Roman sind zwei Freundinnen die Hauptcharaktere. Abwechselnd wird aus deren Sicht ihr Coming of Age erzählt und ist zeitgleich auch ein wenig Kritik an Magermodels und deren Auswirkungen auf junge Mädchen. Dass die beiden eine lesbische und geheime Beziehung zueinander führen ist eher nebensächlich. Es wird nicht thematisiert, so wie es wohl auch in Russland nicht thematisiert werden darf. An einer Stelle klingt aber dennoch so etwas wie Kritik durch. In etwa, wenn Lena darüber nachdenkt, dass es für die Eltern weniger ein Problem darstellt, wenn zwei Mädchen nackt miteinander im Bett liegen, als wenn es zwei Jungs gewesen wären. Einen großen Raum nimmt auch die Leningrader Blockade ein. 

    „Fliegende Hunde“ ist ein Roman der im LGBTIQ-Genre angesiedelt ist und obwohl die Hauptcharaktere homosexuell sind oder zumindest eine Liebesbeziehung zueinander führen, werden die Themen von Homophobie, Coming Out und die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz nur gestreift. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der Debütroman des österreichischen Schriftstellers David Fuchs „Bevor wir verschwinden.“

  8. Cover des Buches Heimflug (ISBN: 9783716027097)
    Brittani Sonnenberg

    Heimflug

     (38)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Heimat ist für jeden ein anderer Begriff, ein anderes Gefühl. Ich bin seit Jahrzehnten in immerwährender Diskussion mit mir und anderen, was dieser Begriff nun darstellt.  Nun zuallererst ist für viele Heimat da, wo man aufgewachsen ist. Kindergarten, Schule der erste Kuss, das ’sich-finden‘, sich und andere entdecken. Einfach das Gefühl von Nähe, sich heimisch fühlen. „There is no place like home“, sagte schon Dorothy nach ihren aufregenden bunten Erlebnissen im Zauberer von Oz.

    Für manche bedeutet einfach nur das Kuscheltier in der Hand das Gefühl von Heimat. Ein geliebter Mensch, nahe bei einem, ist Heimat. Home is where your heart is. Und das Herz schlägt in einem selbst und genau da sollte sich jeder am meisten zu Hause fühlen. In sich.

    Doch der Weg dorthin ist sehr lang und dornenreich und so mancher findet seinen Frieden nicht mit sich und der Welt. Brittani Sonneberg hat mit dem vorliegenden Buch über in der Fremde aufwachsen, ein interessantes Thema angeschnitten. Ihr autobiografisches Buch, beschreibt die Nomaden der Moderne. Die Kinder von Eltern, die wegen ihres Arbeitsplatzes viel umziehen. Und zwar nicht nur in den Nachbarort, nein auch gleich auf einen anderen Kontinent, in eine andere Kultur.

    Kann man sich in der Fremde wohl, sich heimisch fühlen? Heimflug (Im englischen Original besser ‚Home Leave‘) beschreibt das Aufwachsen auf verschiedenen Kontinenten, die Vorteile die daraus erwachsen, aber auch dieses ständige Gefühl, nirgendwo so richtig dazu zu gehören. Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, die Räume dazwischen umfassen meist Jahre. Eingefügt sind Sitzungen bei einem Familientherapeuten in drehbuchartiger Form. Durch diese Form wirkt das Buch etwas zerrissen, im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin die einzelnen Stücke nachträglich zu einem Buch zusammengefügt hat. Das macht das Lesen etwas schwierig, die Befindlichkeiten der Personen und ihre Gefühle werden aber sehr gut erfasst und dem Leser näher gebracht.

    Chris und Elise lernen sich in den Staaten kennen und heiraten. Beide möchten flüchten, vor den provinziellen Südstaaten und vor den eigenen Ängsten. Chris nimmt eine Arbeit bei einem internationalen Konzern an, der ihn quer durch die Welt führt. Deutschland, England, China oder Singapur sind die Stationen. Elise und die zwei Töchter Leah und Sophie ziehen mit ihm. Die Kulturen, Länder und Menschen ändern sich, aber die Familie, der Kern bleibt gleich. Manches Mal ist der Besuch bei den Großeltern angesagt.

    „Jedes Jahr Mitte Juni verlassen die expatriierten Frauen und Kinder von Shanghai das Land, als wäre es die rasch sinkende Titanic. Ihre Koffer stopfen sie mit Geschenken für die Angehörigen in der Heimat voll: Billigstfächer vom Straßenmarkt, sodass ihre Kleidung köstlich nach Sandelholz riecht, Pandabären aus Plüsch, knallbunte Essstäbchen für Verwandte, die ausschließlich Messer und Gabel gebrauchen und Kalender, die ‚Chinas Ehrfurchtsame Beste Klassik-Tourist-Attraktionen‘ präsentieren.“

    Ist dies nun ein Heimaturlaub oder wo ist Heimat bei den Kindern der Familie? Chris der in seiner Arbeit aufgeht, hat anscheinend seine Heimat gefunden, aber die Familie leidet doch unter den verschiedenen Wohnorten.

    „Bei Elise, Sophie und Leah löst der Heimaturlaub ein Gefühl aus, als versuchten sie mit einem Videorekorder zwei Filme zu sehen. Knapp nach der Hälfte des ersten Films werfen sie die Kassette aus und legen die zweite ein, sehen eine Weile zu und kehren dann zur ersten zurück, mitten in die Szene, die sie zuletzt angehalten haben. Diese Vorgehensweise biete den Vorteil, dass man zwei Filme nahezu gleichzeitig sehen kann. Allerdings spricht die gestückelte Anmutung gegen ein solches Filmerlebnis, ganz abgesehen davon, wie lästig es ist, sich immer wieder vom Sofa erheben zu müssen.“

    So richtig sind die Kinder nicht zu Hause, nicht im Wohnort, aber auch nicht im Heimaturlaub bei den Großeltern. Und so erwächst aus der Erfahrung der Wurzellosigkeit eine Sehnsucht nach Normalität. Freundschaften mit gleichaltrigen Nomaden-Kinder scheitern meist an der Unverbindlichkeit, die ein solches Leben nach sich zieht. Es muss viel mehr Kraft für die Bindung aufgebracht werden, die in dem Alter naturgemäß nicht vorhanden ist. In den verschiedenen Filmen verlaufen die Leben ganz anders.

    „Im amerikanischen Film haben Leahs alte Freunde alle ihren Führerschein gemacht, während sie noch kein einziges Mal hinter dem Steuer saß. Im chinesischen Film kann Leah allein durch Shanghai bummeln, beim Kauf von Orangen auf Mandarin feilschen und differenziert schildern, wie ihre Freunde die kulturellen Zwänge empfinden, je nachdem, ob es sich um brasilianische Katholiken oder koreanische Protestanten handelt. Das Einzige, was beide Filme gemeinsam haben, sind Leah, Sophie und Elise – und bis zu einem gewissen Grad auch Chris.“

    Doch an das Leben gewöhnen sich die Kinder, es entsteht eine Art Fernweh.

    Bei unserer Rückkehr in die Staaten sind wir fünf Kilo leichter, von Bettwanzen zerstochen und befremdlich still, weil wir so viele Wochen lang mit niemandem gesprochen haben. Unsere Rucksäcke riechen nach grünem Tee/Bushaltestellen/Meer. Und als wir unsere Sachen im strahlend sauberen Heim unserer Eltern in die Waschmaschine schmeißen, erkennen wir: Wir sehnen uns bereits zurück, sehnen uns danach, wieder fremd zu sein.“

    Sehnt man sich immer nach dem was man nicht hat? Wie verhält man sich in der Pubertät? Wie verarbeitet jeder seine Kindheit? Was bedeutet diese Unrast für spätere Bindungen? In dem Buch gibt Brittani Sonnenberg keine Antworten, sie beschreibt in ihren kurzen Skizzen sehr empathisch die Gefühle und Verwirrtheit der Charaktere. Durch einen Schicksalsschlag wird das Gefüge der Familie noch einmal durcheinander gerüttelt. Die Psychiater Sequenzen, in Dialogform geführt, fand ich persönlich die interessantesten Stellen im Buch, eine quasi Zusammenfassung der verschiedenen Gemütslagen der Familienmitglieder. Doch Wünsche, Träume, Sehnsüchte können im späteren Leben immer noch umgesetzt werden. Das liegt dann an jedem selber, wie er die Erlebnisse der Kindheit umsetzt. Für Sophie ist der Wunsch eindeutig:

    „Natürlich wollte ich mich binden – allerdings eher in geographischer als in romantischer Hinsicht. Einfacher gesagt, wollte ich schlicht an Ort und Stelle bleiben.“

    Durch die springende Erzählweise wird dem Leser einiges aufgeladen. Zeitsprünge, Kapitel von jeweils einer anderen Person erzählt, ergeben kein homogenes Bild. Doch das was beschrieben wird, ist in sich auch zerrissen und zerfahren. Ein Buch auf das man sich einlassen muss, das mich aber mit seiner verträumten und literarischen Art positiv eingefangen hat.

  9. Cover des Buches Young Sherlock Holmes (ISBN: 9783596197729)
    Andrew Lane

    Young Sherlock Holmes

     (45)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Der Tod kommt leise (Young Sherlock Holmes 5) von Andrew Lane, geht es um Sherlock Holmes. Er wurde auf ein Schiff entführt, welches nach China fährt. Höchstwahrscheinlich wurde er von der Paradolkammer entführt, weil er ihre Pläne schon einige Male vereitelt hat. Da Sherlock sich im Moment auf dem Schiff Gloria Scott befindet, soll er dort auch als Schiffsjunge Arbeiten, was er auch macht. In China angekommen wird er gleich wieder mit drei mysteriösen Toden konfrontiert und zwei der Personen hat er kurz gekannt. Dazu sind drei Personen an einem ungewöhnlichem Schlangenbiss gestorben fast zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Stellen in China. Wie ist das möglich ? Außerdem hat einer dieser Männer versucht einen Plan zu vereiteln, ist aber zuvor durch einen dieser Schlangenbisse gestorben. Was hat das alles mit einem Plan vom Kriegsschiff zu tun und wird Sherlock, mal wieder alles vereiteln und in Ordnung bringen ?


    Meine Meinung:

    Ich fand die Geschichte spannend und flüssig geschrieben/ zu hören. Außerdem finde ich es immer wieder spannend, wie Sherlock es schafft verschiedene Probleme zu lösen. Dazu muss er noch wie in dieser Geschichte mit einem ihm fremden Land zurecht kommen und den Menschen vertrauen, die er kaum kennt. Mal sehen wann Sherlock wieder zuhause ankommt und was er bis dahin noch alles so erlebt.


    Fazit:

    Ein spannender Band mit Sherlock und seinen Abenteuern diesmal in China.

  10. Cover des Buches Als die Liebe endlich war (ISBN: 9783453359536)
    Andrea Maria Schenkel

    Als die Liebe endlich war

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Himmelsvogel

    Story:

    1938, kurz bevor es zu spät dafür ist, flieht der junge Carl aus Regensburg mit Mutter und kleiner Schwester aus der Heimat und immigriert in Shanghai. Eine aufwühlende, lange Reise nach einer neuen Heimat beginnt, hinter ihm liegt sein jüdisch geborener Vater, der seine Heimat, Deutschland nicht verlassen wollte. In den USA findet Carl endlich den so lange gesuchten halt und lernt seine künftige Frau Emmi kennen. Gemeinsam lassen sie ihre Vergangenheit hinter sich, doch Jahrzehnte später wird er von einer Nachbarin gebeten den Nachlass ihres Mannes durchzusehen, dort stößt er auf Dokumente und Briefe, die längst vergessene Ereignisse und Erzählungen aus seiner Vergangenheit wachrütteln und Hinweise auf Emmis Vergangenheit bergen. Das Fundament aus Schweigen, auf dem das Glück ihrer Ehe ruht, beginnt schleichend zu bröckeln.

    Schreibstil/Inhalt:

    Die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit ist sehr gut gelungen. Die Geschichte ist stimmig, interessant und unterhaltsam. Außerdem bietet sie tiefblickende Einblicke in eine Zeit, die so lange her zu sein scheint und durch die Perspektive der Gegenwart plötzlich ganz nah wird. Andrea Maria Schenkel behandelt in diesem Buch unter anderem Themen, wie Antisemitismus, Nationalsozialismus und den Holocaust. Sie hat es geschafft Themen, die nicht gerade leicht verdaulich sind, da sie mit Schuld, Hass und Angst verbunden sind bzw. diese Gefühle hervorrufen, in gewisser weise Leben einzuhauchen und die Geschehnisse aus verschiedenen Sichtweisen zu erzählen ohne respektlos zu sein. Der Autorin ist es gelungen einen aufwühlenden, historischen Roman ruhig und entspannt, aber mit einer inneren Tiefe zu erzählen, das einem nicht langweilig wird, sondern eher das Gegenteil erzeugt, nämlich das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    Charaktere:

    Die Entwicklung der Charaktere und deren Umfeld war gut durchdacht und beschönigt keinesfalls deren Taten, sondern erklärt auch deren Hintergründe, Ursachen und Folgen. Die Autorin lässt durchaus Spielraum zur Spekulation bezüglich der Konfrontation gegenüber dem jüngeren ich beider Charaktere mit ihrem gealterten. Doch das wichtigste an Geschichten, vor allem wenn es um eine mit historischem Hintergrund geht, ist das glaubhafte und überzeugende auftreten der Menschen, sodass man sich gewissermaßen in fiktive Personen hineinversetzten kann und das ist hier definitiv der Fall.

    Fazit:

    „ALS DIE LIEBE ENDLICH WAR“ ist ein wundervoller Roman, der mich sehr berührt und zutiefst ergriffen hat, sodass mir die Geschichte, auch nach dem ich sie beendet hatte, nicht mehr aus dem Kopf ging.

  11. Cover des Buches Die Verschwörung von Shanghai (ISBN: 9783458177173)
    Xiao Bai

    Die Verschwörung von Shanghai

     (19)
    Aktuelle Rezension von: anderfeldt


    Erst mal vorweg: Der Roman ist kein ganz einfacher. Schon allein die chinesischen Namen sind eine Herausforderung für westliche Leser (zum Glück findet sich am Ende des Buchs ein Namenregister). 
    Wer sich aber für diese Epoche oder China interessiert, dem sei der Roman wärmstens empfohlen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, im Gegenteil – der Protagonist versteht auch nicht so recht, wer da wer ist, da passt es, wenn man es ebenfalls nicht versteht. 
    Ich fand die Geschichte sehr spannend. Ich finde, es macht einen besonderen Reiz aus, dass sie aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Und jeder der Blickwinkel ist plausibel durch die Motivation der jeweiligen Figur – es gibt keinen "Schurken", aber auch keinen strahlenden Helden. 

    Wer sich auf den Roman einlässt, kann damit viel Freude haben. 
    Ich hatte sie. :-)
  12. Cover des Buches Im Schatten der Lombardis (ISBN: 9783404172665)
    Berit Paton Reid

    Im Schatten der Lombardis

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Tapsi0709

    Am Anfang dachte ich,  das ich das Buch abbrechen muss, da es mich erst nicht so gefesselt hat und teilweise recht kompliziert zu lesen war durch die ganzen Bankenfachwörter. Aber dann hat es mich doch gepackt und es war spannend, wie sich alles nach und nach aufgeklärt hat. Leider hat das ganze Fachwissen drum herum den Spaß am lesen etwas gemildert, da die Sprache des Bankwesen doch recht kompliziert ist und man als Laie nicht alles versteht. 

    Ob es nun ein Happy End zum Schluss gab, muss jeder für sich selbst entscheiden,  da es immer noch irgendwie kompliziert zu sein Schein mit den ganzen Besitzverhältnissen etc. ... Ich würde dieses Buch nicht unbedingt jedem empfehlen,  da es schon sehr speziell ist.

  13. Cover des Buches Der Meisterdieb (ISBN: 9783743811867)
    Karin Lindberg

    Der Meisterdieb

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Vo_Mirle
    Im 3. Band der Prescott Sisters dreht sich alles um Kate, die ein riesen Problem hat: einen Zwang, den sie nur sehr schwer unterdrücken kann. Auf einer Vernissage fällt ihr ein Kerl auf, der sie merkwürdig beobachtet. Ob er gemerkt hat was mit ihr los ist?

    Mir hat auch dieser Band unheimlich gut gefallen. Vor allem weil immer wieder die anderen Schwestern im Buch auftauchen. Auch zieht sich das Verschwinden der Mutter durch die Serie. Dadurch hat man immer einen spannenden Leitfaden und man ist süchtig nach mehr. 

    Auch als Hörbuch lässt es sich angenehm die Zeit damit verbringen. DIe Sprecherin hat eine angenehme Stimme und bringt die Protas toll rüber
  14. Cover des Buches Böse Buben küsst man nicht (ISBN: 9783442481026)
    Janet Evanovich

    Böse Buben küsst man nicht

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Eli_Wo
    Auch im zweiten Fall muss FBI-Agentin Kate O'Hare wieder mit dem Verbrecher Nicholas Fox zusammenarbeiten. Diesesmal müssen sie eine gestohlene Figur zurück stehlen. Dabei holen sie sich wieder Unterstützung aus einer sehr gemischten Gruppe von Menschen.
    Das Buch ist spannend aber auch mit viel Witz geschrieben!
  15. Cover des Buches Tödliche Nächte (ISBN: B083YPDDHY)
    Sabine Strick

    Tödliche Nächte

     (28)
    Aktuelle Rezension von: insomnia85

    Bei dem Buch "Tödliche Nächte" von Sabine Strick handelt es sich um den zweiten Teil der Dominique Demesy Reihe.

    Auch diesmal warten neue und teilweise sehr brenzliche Fälle auf Dominique, seinen Partner Peter und seine Tochter Jenni. Doch nicht nur diese stellen das Team auf eine harte Probe. Schicksalsschläge, verwirrende Gefühle und komplizierte Liebschaften stellen sie vor schwerwiegende Entscheidungen.

    Auch diesmal entführt eine Sabine Strick mit ihrer angenehmen Schreibweise und der Liebe zum Detail an wunderschöne Orte und lässt einen tief in die Gedanken- und Gefühlswelt ihres Protagonisten und seiner Tochter eintauchen. Wieder einmal fühlte man sich als Teammitglied des Detektivtrios und wurde Zeige. wie sich scheinbar ausweglose Situationen gekonnt entwirrten und logisch lösten. Ein echter Tipp für jeden, der sich bereits von Band 1 hat fesseln lassen.

  16. Cover des Buches Drachenspiele (ISBN: 9783453421479)
    Jan-Philipp Sendker

    Drachenspiele

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Achtung, dies ist der zweite Teil einer Trilogie, Spoiler sind nicht auszuschließen...


    Paul hat sich endlich richtig auf Christine eingelassen und die beiden verbringen eine sehr schöne, intensive Zeit zusammen, von der Paul nie gedacht hätte, dass sie ihn sogar über die lange Trauer des viel zu frühen Todes seines Sohnes helfen kann.

    In China ist es weit verbreitet, dass die Menschen zu Wahrsagern gehen und so macht sich auch Christine regelmäßig auf den Weg zu einem ihr bekannten Propheten. Dieser hält düstere Zukunftsaussichten für sie bereit und sie will weniger Zeit mit Paul verbringen. Als dann auch noch ein Brief auf einer lang verstrichenen Zeit bei ihr eintrifft, wirft das ihre Welt gänzlich aus den Fugen. Paul will helfen und macht sich mit Christine auf den Weg ins „richtige“ China. Er war Christine zu Liebe bei dem gleichen Wahrsager, der auch ihm eher negative Aussichten prophezeite, und muss nach und nach feststellen, dass seine eigenen Gewissheiten nicht länger Bestand zu haben scheinen.

    Dieser Teil hat mir noch besser gefallen als der erste. Es wird ziemlich spannend und auch die Geschichte der Kulturrevolution, die Christine nach wie vor solche Angst bereitet und ihre Skepsis der Polizei und der Politik gegenüber nach wie vor befeuert, wird dem Leser noch einmal näher gebracht. Ich finde die sprachlichen Talente, die Paul an den Tag legt faszinierend und kann mir kaum vorstellen, dass ausgerechnet ein Ausländer zwischen Familienangehörigen vermitteln muss bzw. kann. In die Geschichte eingebettet ist ein ungehöriger Umweltskandal. Menschen sterben durch Fischen in einem See. Gleich in der Nähe steht eine Fabrik, die offenbar unter dem Schutz der chinesischen Regierung steht und unantastbar scheint. Hier wird auch der Unterschied zwischen westlichem und östlichem Denken deutlich. Paul war Journalist. Er will die Wahrheit zu Tage fördern, den Menschen helfen, die Machenschaften der Regierung aufdecken. Christine sieht den Sinn dahinter nicht und würde sich nur einmischen, wenn sie unmittelbar selbst davon profitieren würde. Diese unterschiedlichen Kulturen, die da aufeinanderprallen, sind sehr interessant und machen einen großen Reiz dieser Reihe aus. Ich freue mich schon auf das Ende, da auch die Sprache von Jan-Philipp Sendker wirklich toll ist.

  17. Cover des Buches aWay (ISBN: 9783958893689)
    Nic Jordan

    aWay

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Kathi_Mo

    Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende total gefesselt und ich kann es nur jedem uneingeschränkt empfehlen! Gerade weil ich auch diese Art zu reisen vor vielen Jahren für mich entdeckt habe, konnte ich mich häufig in den Geschichten wiederfinden. Nic berichtet ehrlich und schonungslos von ihrer mutigen Reise zu sich selbst und mehr oder weniger allein um die Welt, von inspirierenden Begegnungen und fernen Orten. Der Schreibstil ist hervorragend, man ist mittendrin und mag das Buch gar nicht beiseite legen. Es sollte viel mehr Abenteuerinnen wie Nic Jordan auf der Welt geben!!! 

  18. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen

    Was tut man mit einem Gewinn von einer halben Million Euro? Für Meike Winnemuth stand schnell fest, dass sie um die Welt reisen möchte. Jeden Monat sollte es eine andere Stadt sein. Dabei standen unter anderem Städte wie Sydney, Buenos Aires, Honolulu und Kopenhagen auf der Liste der Städte als Zuhause auf Zeit.

    Meine Meinung zum Buch
    Was für ein kluges, warmherziges und lustiges Buch. Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Sie hat mich mitgenommen auf eine wunderschöne Reise um die Welt. Am Aufenthaltsende einer jeden Stadt reflektiert die Autorin 10 Dinge, die sie über oder durch die Stadt gelernt hat. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele touristische Attraktionen abgeklappert zu haben. Es geht um eine Reise zu sich selbst. Was will ich wirklich vom Leben? Was erwarte ich von mir? Und sollten wir nicht mehr entschleunigen, statt Multitasking zu bejubeln?

    Wer sich auf eine ganz besondere Weltreise begeben möchte, der macht mit diesem Buch alles richtig. Es hat mir viele tolle Stunden Lesevergnügen beschert.

  19. Cover des Buches Bodyguard - Die Entscheidung (ISBN: 9783570312056)
    Chris Bradford

    Bodyguard - Die Entscheidung

     (23)
    Aktuelle Rezension von: cecilyherondale9
    Ich rezensiere das Buch "Bodyguard die Entscheidung " von Chris Bradford, welches der sechste Band der Reihe ist.

    Inhalt:
    Nach dem tragischen Ausgang seines Auftrags in Mexiko will Connor seinen Job als Bodyguard aufgeben. Doch zurück im Hauptquartier in England erwarten ihn schockierende Neuigkeiten, die alles verändern:  Die Einrichtung ist von einem Bombenanschlag zerstört worden und seine Teamkollegen und Lehrer sind spurlos verschwunden. 
    Als eine dringende Nachricht vom Collonel  Black Connor nach China beordert, zögert der keine Minute. Doch angekommen in Shanghai muss Connor feststellen, dass er mit dem vermeintlichen Treffen nur geködert worden ist.  
    Connor entkommt nur um Haaresbreite einen Anschlag auf sein eigenes Leben, und findet sich auf einmal mit seinem Teamkollegen Amir allein in einem fremden Land wieder, auf der Flucht vor einem Feind über den er praktisch nichts weiß. Ohne seine Verbündeten und bar aller Ressourcen müssen Connor und Amir sich nun allein durchschlagen. Dabei sind es diesmal sie selbst, die dringend Schutz bräuchten...

    Das Buch ist sehr spannend und sehr fesselnd geschrieben und steht den anderen Bänden in nichts nach. Das Buch wurde in der er- Perspektive aus der Sicht von Connor verfasst. Das Buch ist voll gespickt mit Action und Kämpfen ums Überleben. Ich empfehle dieses Reihe unbedingt weiter und gebe 4 1/2 Sterne.
  20. Cover des Buches Der Kaiser von China (ISBN: 9783499253539)
    Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein nicht näher benannter Großvater kriegt von seinen Enkeln eine Reise nach China geschenkt. Sein Lieblingsenkel Keith soll ihn begleiten, leider verspielt dieser aber das Reisegeld und so fährt der Großvater eben in den Westerwald, wo er auch stirbt. Nun werfen sich durch den Tod im Westerwald unangenehme Fragen auf, denen Keith dadurch begegnen will, dass er die Reise nach China einfach erfindet.

    Es fing damit an, dass ich begeistert war, von der Geschichte, der Erzählweise, des Humors, kurz gesagt von allem. Nach ungefähr 100 Seiten nahm die Begeisterung dann allmählich ab – der Gewöhnungseffekt setzte ein. So wurde der Schreibstil des Tilman Rammstedt, den ich vor kurzem noch mit den Worten revolutionär oder einfach voll geil beschrieben hätte, schnell zum alten Hut und den wollte ich mir nun nicht unbedingt aufsetzen.

    Da es so schlimm nicht war und ich mich dem Hörbuch widmete – maximale Entspannung bei minimaler Leseanstrengung – habe ich meine fiktive Reise durch China an der Seite von Keith und seinem extrem merkwürdigen Großvater einfach fortgesetzt, obwohl meine Begeisterung merklich abgeflaut hatte.

    Ich würde dieses Buch seicht nennen und humorig – manchmal richtig komisch, aber auch sehr gleichförmig. In einem scheinbar endlosen inneren Monolog, und später auch in Briefen, schildert Keith die China-Reise und die Zeit davor. Das macht zunächst großen Spaß und dann lullte es mich unglaublich ein, was mich streckenweise davon abhielt konzentriert zuzuhören, da ich einen erbitterten Kampf mit meinen schwerer werdenden Lidern führte, der mich stark in Anspruch nahm.

    Für mich sind die skurrilen Charaktere das beste am Buch, besonders der obskure Großvater mit seinem Kontrollwahn, den Flirtattacken auf Keiths Freundinnen und dem späten Wunsch China zu bereisen ist immer für einen Lacher, mindestens einen Schmunzler gut. Erzähler Keith hingegen wirkt da eher undynamisch und resigniert, im Gartenhaus der Familie lebend, liebes-technisch verbandelt mit Stief-Großmutter Franziska, ist er für mich mehr Charakter-Katastrophe als Sympathieträger.

    Das perfekte Buch, wenn Du eine kurzweilige Sommerlektüre, voller skurriler Charaktere mit nicht allzu viel Anspruch, suchst. Die Hörbuch-Version ist allerdings eine Katastrophe.

  21. Cover des Buches Journeyman (ISBN: 9783548375663)
    Fabian Sixtus Körner

    Journeyman

     (120)
    Aktuelle Rezension von: LBKaefer

     Journeyman - 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs von Fabian Sixtus Körner


    Fabian Sixtus Körner erzählt in diesem Buch von seiner Idee und der Ausführung, die Welt zu bereisen und dabei die mittelalterliche Tradition der Walz weiterzuführen. Er arbeitet nur für Kost und Logis. 


    Ich finde es wirklich erstaunlich, wie er alles in den zwei Jahren gemeistert hat. Dieses Buch ist eine kleine Weltreise. Ich habe richtig Fernweh bekommen! 

    Auch die Bilder, die eingefügt wurden, haben mir die Orte noch einmal anschaulicher präsentiert. Es war auch neu für mich in einem Buch in so gut wie jedem Kapitel einen QR-Code zu finden. Der führt zu einem YouTube Video, das auch sehr spannend ist. 


    Das Cover ist meiner Meinung nach sehr passend gestaltet und spiegelt das Erscheinungsbild von Fabian Sixtus Körner, das in dem Buch vermittelt wird wieder. 


    Ein tolles Buch für Reiseliebhaber!

            

  22. Cover des Buches Brüder (ISBN: 9783596178681)
    Yu Hua

    Brüder

     (25)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
     Die epische Geschichte zweier Brüder spannt sich von den Tagen der Kulturrevolution bis in die 2000er Jahre, so dass die Protagonisten den Aufschwung Chinas zur Weltmacht miterleben und auch mitgestalten. Warum hat mir der Roman insgesamt nur mittelmäßig gefallen? Einerseits ist der Auf- bzw Abstieg der ungleichen Brüder mit sehr viel Humor erzählt, der leider nicht meinen Geschmack trifft und mir an vielen Stellen schlicht zu albern und über dreht ist. Zum anderen ist die Handlung vielerorts sehr in die Länge gezogen, was den Lesefluss etwas eintrübt und mich nicht immer zum Weiter lesen animiert hat. 
  23. Cover des Buches Nanking Road (ISBN: 9783473584901)
    Anne C. Voorhoeve

    Nanking Road

     (10)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    „Nanking Road“ hat mich emotional berührt und gleichzeitig hat es die Autorin geschafft, sehr viel geschichtliche Informationen zu verarbeiten, weshalb ich viel aus dem Buch gelernt habe.

    Sie schildert alles ausführlich, aber weder zu kalt und sachlich noch zu reißerisch und emotional, sondern schafft es, die Waage zu halten. Zu den Personen kann ich sagen, dass es schön ist, mit anzusehen, wie die Protagonistin Ziska im Lauf der Geschichte erwachsen wird und von dem kleinen Mädchen, dass sich nie traut, ihrer besten Freundin zu widersprechen, zu einer mutigen jungen Frau wird. Auch die zahlreichen Nebenfiguren, ihre Eltern und Freunde, sind gut beschrieben. Doch am meisten gefiel mir die Art und Weise, wie sie die Schauplätze des Buches beschrieben hat. Man hat sich gefühlt, als wäre man wirklich in Shanghai.

    Um zur Handlung zu kommen: Es gibt sicherlich historische Romane, in denen mehr Spannendes auf einmal passiert als „Nanking Road“. Es dauert eine Weile, bis die Geschichte so richtig in Fahrt kommt und wirklich spannend im Sinne davon, dass die Protagonistin in unmittelbarer Gefahr schwebt, wird es auch erst im dritten Teil des Buchs. Doch mich persönlich hat das nicht gestört, da auch vorher schon eine Art unterschwellige Spannung da ist. Es geht um das Leben auf dem Dampfer und dann im Armenviertel von Shanghai, um emotionale Konflikte und finanzielle Sorgen, also eigentlich Alltäglichkeiten, die die Autorin aber so gut schildert, dass jeder Mensch, der ein Herz hat, einfach mitfiebern muss.

    Da ich den mit „Nanking Road“ zusammenhängenden Roman „Liverpool Street“, eine alternative Version der Geschichte, in der Ziska nach England statt nach Shanghai geht, bislang nicht gelesen habe, kann ich leider die beiden Bücher nicht vergleichen. Als Stand Alone betrachtet ist „Nanking Road“ aber ein großartiger historischer Roman über Themen, die bis heute relevant sind wie Flucht und Vertreibung, Heimat und Fremde, Familie und Freunde. Ich kann das Buch nur empfehlen.

  24. Cover des Buches Und täglich grüßt der Tigervater (ISBN: 9783453605008)
    Thomas Derksen

    Und täglich grüßt der Tigervater

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Seit Wochen schaue ich mir immer mal wieder die Youtube Videos von Thomas Derksen an. Als mir dann vor kurzem sein Buch im Suchverlauf angezeigt wurde, war mir relativ schnell klar: Das MUSS ich lesen! Gesagt, getan. (Kleiner Spoiler: Ich habe es nicht bereut.)

    Auf humorvolle Art und Weise entführt er den Leser nach China und bringt einem die chinesische Kultur, Küche und jeweiligen Rituale näher. Gleichzeitig scheut er sich auch nicht davor, chinesische und deutsche Klischees auf die Schippe zu nehmen. Ich habe Tränen gelacht!

    Gefühlt macht er alles falsch, was man falsch machen kann - und sorgt gleichzeitig dafür, dass er dem Leser von Seite zu Seite immer sympathischer wird. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Von meiner Seite gibt es eine klare Weiterempfehlung.

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