Bücher mit dem Tag "short story"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "short story" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Finding Cinderella (ISBN: 9783423717144)
    Colleen Hoover

    Finding Cinderella

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Maddies_buecherwelt

    Da ich ja ein totaler Colleen Hoover Fan bin hab ich eigentlich so ziemlich jedes Buch von ihr und auch schon fast alle gelesen und die neuen natürlich schon vorbestellt. Bis auf die kleinen Spin-Offs tatsächlich, die hatte ich nämlich ausgelassen. Jetzt wo aber Finding Perfect erschienen ist, musste ich natürlich doch erstmal wissen wie es denn mit Six und Daniel angefangen hat.

    Es ist tatsächlich ja nur ein sehr kleines Buch was sich schnell lesen lässt. Colleen’s  Schreibstil hilft da natürlich auch sehr, denn man fliegt nur so durch die Seiten und die Geschichte.

    Das Buch wird nur aus Daniels Sicht erzählt und in der Ich-Perspektive.

    Six und Daniel passen vom ersten Moment zusammen und alles scheint perfekt. Es geht zwar wahnsinnig schnell mit den beiden, aber man hat beim lesen keinen Zweifel das es echt ist. Daniel mochte ich sehr, da er die Geschichte ja erzählt, erlebt man seine Gefühle hautnah mit (zumindest hat man das Gefühl beim lesen) und das er Gefühle zeigt, war so schön mitzuerleben. Er war so ein liebenswerter Mensch, den man beim lesen nur ins Herz schließen konnte. Six war ein cooles Mädchen ohne viel Drama das mochte ich, aber sie war auch sehr stark was die Geschichte beweist. Allerdings bleiben am Ende viele Fragen offen und ein sehr einschneidendes Erlebnis wird nicht weiter vertieft, das ist sehr schade, da hätte das Buch ruhig mehr Seiten haben dürfen die dann doch noch mal mehr auf das Thema eingehen.

    Für mich eine tolle Ergänzung zu looking for hope uns Hope forever und wenn man noch die ersten Ausgaben hat passen sie alle drei perfekt zusammen.

    Mit der Bewertung hab ich mich schwer getan, da ich sie als Kurzgeschichte oder Ergänzung sehr gut finde . Allerdings hat die Geschichte von Six und Daniel auch eine dramatische Seite und dafür reicht das kurze Buch eigentlich nicht aus. 

  2. Cover des Buches My True Love Gave to Me (ISBN: 9781447272793)
    Stephanie Perkins

    My True Love Gave to Me

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Re
    Meine Rezension:
    Zur Weihnachtszeit war das Buch in aller Munde, sei es die deutsche oder englische Ausgabe gewesen. Und da dieses Buch auch schon längere Zeit auf meinem SuB verweilte, habe ich es als passenden Anlass gelesen.

    Das Buch enthält mehrere weihnachtliche Kurzgeschichten, die einem ein schönes Weihnachtsgefühl bescheren. Jede Geschichte ist individuell gestaltet, manche sind in kleine Abschnitte unterteilt und lesen sich so weg, andere wiederum haben sogar kleine Kapitel.
    Auch die Protagonisten haben alle ihre eigene Persönlichkeit und ihr eigenes Lebensumfeld. Die einen wohnen in einer Großstadt, die anderen in einer Kleinstadt, doch alle hoffen auf das Weihnachtswunder. Und es wäre kein weihnachtliches Buch, wenn es nicht jeder auf seine eigene Art und Weise bekommt.

    Mir hat die Vielfalt der Geschichten gefallen, sie kommen alle aus dem Contempory Bereich, jedoch sind einige mit Fantasyelementen versehen, was so für Abwechslung sorgt. Für jeden Geschmack sollte mindestens eine Geschichte dabei sein.

    Fazit:
    Ich empfehle jedem, der gerne in der Vorweihnachtszeit Liebesgeschichten liest, dieses Buch zu lesen, da es einen sehr schön auf die Festtage einstimmt!
  3. Cover des Buches Miese kleine Morde (ISBN: 9783423217620)
    Jussi Adler-Olsen

    Miese kleine Morde

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Snowi_Carouge

    Wer nordische Krimis kennt, weiß, dass hier meist wenig Action vorhanden ist, aber die Story dennoch sehr interessant und spannend sein kann. In dieser Geschichte hält sich die Spannung jedoch in Grenzen und setzt mehr auf eine gemütliche und entspannte Erzählweise, trotz des Themas Mord. Hier wird die Entwicklung der Hauptfigur gut dargestellt, seine Denkweise aufgegriffen und die 'miesen kleinen Morde' lustig, trocken erläutert, als befände man sich bei einer Tasse Tee. Insgesamt nett zu lesen und OK. 

  4. Cover des Buches Apfelträume am Meer (ISBN: 9783745751048)
    Anne Barns

    Apfelträume am Meer

     (57)
    Aktuelle Rezension von: golfgirl

    Mit ihrer Kurzgeschichte "Apfelträume am Meer" verkürzt die erfolgreiche Autorin Anne Barns ihren treuen Leserinnen die lange Wartezeit auf ihren nächsten zuckersüßen Roman, der sich inhaltlich an dem Insel-Roman "Apfelkuchen am Meer" orientiert.

    Als Merle erwacht, muss sie sofort an den vergangenen Abend denken. Es war wunderschön, gemeinsam mit Jannes in den warmen Wellen zu planschen, die vom Meeresleuchten beinahe gespenstisch in Szene gesetzt wurden. Wie kleine türkisblaue Glühwürmchen, die durch das Wasser schwirrten, hatte es ausgesehen. Und Merle war so glücklich gewesen wie noch nie. Doch als sie sich jetzt im Bett umdreht und sich an Jannes kuscheln will, merkt sie, dass sie allein ist. Stattdessen liegen auf Jannes Kopfkissen ein kleines hölzernes Kästchen und ein Brief … 

    Das hübsche Cover fügt sich harmonisch in die stattliche Reihe der Insel-Romane, mit denen Anne Barns zu literarischen Auszeiten an Nord- und Ostsee einlädt. Der Leser blickt auf einen Kuchenteller mit selbstgebackenen Sahnewaffeln, die mit frischem Puderzucker bestäubt sind. Auch der Titel spielt gekonnt auf die bereits erschienenen Frauenromane an, in denen die Freude am Backen mit einer Prise Drama und einer Portion Liebe kombiniert wird.

    Man muss nur wenige Seiten lesen, dann ist es passiert: Anne Barns reisst ihre Leser aus dem grauen Alltag, nimmt sie mit ihren anschaulichen Schilderungen und großen Gefühlen gefangen und lädt sie zu einem romantischen Kurztrip nach Juist an der Nordsee ein. Leider ist dieses 67 Seiten umfassende unterhaltsame literarische Werk kein Kurzroman, wie versprochen wird. Meiner Ansicht nach handelt es sich vielmehr um eine handlungsarme Kurzgeschichte, die sich auf ein einziges wichtiges Erlebnis im Leben von Merle konzentriert, die sich mit einem eigenen Café auf ihrer persönlichen Trauminsel Juist selbständig gemacht hat. Endlich macht ihr Lebensgefährte Jannes ihr den lange herbeigesehnten Antrag - und der kommenden Traumhochzeit und  dem heiß ersehnten Familienglück steht nichts mehr im Wege. Wie schön!

  5. Cover des Buches Tanz der seligen Geister (ISBN: 9783596512195)
    Alice Munro

    Tanz der seligen Geister

     (43)
    Aktuelle Rezension von: parden
    VOM ERWACHSENWERDEN...

    Schon lange befindet sich dieser Band von 15 Erzählungen in meinem Regal - zufällig sogar das Debüt der kanadischen Schriftstellerin (Erstveröffentlichung 1968) -, und spätestens seit Alice Munro 2013 den Nobelpreis für Literatur erhielt, war ich neugierig auf dieses Buch. Doch erst jetzt nahm ich mir die Zeit für die Lektüre und kann schon so viel vorweg verraten: es wird für mich nicht das letzte Buch der 1931 geborenen Preisträgerin gewesen sein.

    Das verbindende Glied der 15 Erzählungen ist im weiteren Sinne der Abschied von der Kindheit, das Finden eines eigenen Weges. Angesiedelt sind die Geschichten etwa in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der kanadischen Provinz, und wie ich gelesen habe, beinhalten sie zahlreiche autobiografische Erlebnisse der Schriftstellerin. Dies lässt die meist zwischen 20 und 30 Seiten langen Erzählungen in einem besonderen Licht erscheinen.


    "Es gibt nichts, was du im Augenblick tun kannst, außer die Hände in die Taschen zu stecken und dir ein unvoreingenommenes Herz zu bewahren." (S. 55)


    Aber auch ohne dieses Wissen konnte mich Alice Munros Schreibstil beeindrucken: präzise, unsentimental und intensiv, dabei oftmals poetisch und melancholisch, zeitweise ironisch, immer aber durchzogen von einer tiefen Ernsthaftigkeit. Die Unausweichlichkeit der geschilderten Situationen wird dem Leser vor Augen geführt, nur gelegentlich begleitet von einem leisen Bedauern, stets aber mit der immensen Bedeutung des Geschilderten für das Schicksal der jeweiligen Hauptperson im Fokus. In wenigen Sätzen skizziert Munro den oftmals eher tristen Ort, die Situation, das Geschehen und schafft so ein scharfes Bild, das ein Wegschauen unmöglich macht.


    "Wie die Kinder im Märchen, die gesehen haben, dass ihre Eltern mit furchterregenden Fremden einen Pakt schlossen, die entdeckt haben, dass unsere Ängste auf nichts als der Wahrheit beruhen, die aber nach wundersamer Rettung aus Gefahr heil nach Hause kehren, artig und wohlerzogen zu Messer und Gabel greifen und vergnügt bis an ihr seliges Ende leben - wie sie, von den Geheimnissen benommen und mit Macht begabt, sagte ich nie auch nur ein Wort." (S.79)


    Die einzelnen Geschichten hier vorzustellen, würde m.E. den Rahmen sprengen, und so schließe ich die Rezension mit der Erwähnung meines anfänglichen Erstaunens und der mit dem Lesen wachsenden Erkenntnis, dass auch und gerade das Schreiben von Kurzgeschichten eine Kunst ist - eine so hohe, dass Alice Munro, die 13 Erzählbände und nur einen einzigen Roman geschrieben hat, den Nobelpreis für Literatur in meinen Augen zu Recht gewonnen hat. Eben als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte". Chapeau.

    Für mich mit Sicherheit nicht das letzte Buch dieser Schriftstellerin!


    © Parden

  6. Cover des Buches Schnee auf dem Kilimandscharo (ISBN: 9783499272868)
    Ernest Hemingway

    Schnee auf dem Kilimandscharo

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: In Blautönen gehalten, sieht nett aus. Aber wenn ich nicht auf der Suche nach diesem Buch gewesen wäre, wäre es mir wohl kaum aufgefallen.


    Klappentext: Ein alter Mann flüchtet vor der Einsamkeit in ein Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen - und um seine Ehre.


    Meinung: Sehr gespannt begann ich, Hemingways Kurzgeschichten zu lesen. Die ersten waren ja noch ganz okay, wobei sie mich auch nicht vom Hocker gerissen hatten. "Väter und Söhne" hat mir am besten gefallen, diese Geschichte fand ich tatsächlich unterhaltsam. In den darauffolgenden tat ich mir schwer, mich auf die Erzählungen einzulassen, weil sie mir vom Thema und von der Schreibweise überhaupt nicht zusagten. Entweder ging es um den Krieg, ums Kämpfen oder Jagen. Stets waren körperlich starke, jedoch emotional schwache und überaus unsympathische Protagonisten im Vordergrund, die mit ihren (für meinen Geschmack) seltsamen Dialogen die Geschichte auch nicht gerade besser machten.

    Was mich noch sehr gestört hat, waren die wechselnden Zeitformen in "Fünfzigtausend". Der Autor sprang ständig vom Präsens ins Präteritum und umgekehrt. Auch das gehäufte Vorkommen des Wortes "sagt" war sehr auffällig. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber nicht mein Fall. Hier ein Beispiel:

    "Jetzt wirst du schlafen, Jack", sagte ich.

    "Klar", sagt Jack. "Jetzt schlaf ich."

    "Gute Nacht, Jack", sagte ich.

    "Gute Nacht, Jerry", sagt Jack. "Du bist mein einziger Freund."

    "Oh, Mist", sagte ich.

    "Du bist mein einziger Freund", sagt Jack. "mein einziger Freund."

    "Schlaf jetzt", sagte ich.

    "Mach ich", sagt Jack.


    Spätestens nach dieser Geschichte wurde mir klar, dass dieses Buch mein letztes von Hemingway war. Es traf leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Da ich aber eine Erzählung ganz gut fand, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

  7. Cover des Buches Sommerlügen (ISBN: 9783257241693)
    Bernhard Schlink

    Sommerlügen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: cosima73

    Wovor fürchten wir uns, wenn wir eine Beziehung eingehen? Was erwartet der andere Mensch von uns und sind wir diesen Erwartungen gewachsen? Wie viel von mir kann ich preisgeben, was ist wahr, was Lüge und wieviel von beidem mag es leiden, braucht es gar? Was, wenn sich einer von beiden plötzlich ändert, sind wir dann doch noch die gleichen oder andere geworden? Und wie gehen wir mit diesem anders sein um? Was erhoffen wir uns von einer Beziehung? Für uns? Von anderen? Was macht unsere Beziehung überhaupt aus? Werden wir dem gerecht?


    „Alles Glück will Ewigkeit? Wie alle Lust? Nein, dachte er, es will Stetigkeit. Es will in die Zukunft dauern und schon das Glück der Vergangenheit gewesen sein.“


    Bernhard Schlink geht den menschlichen Beziehungen nach, erzählt Geschichten von Menschen, die lieben, geliebt werden, geliebt haben, mit der LIebe hadern oder sich mit ihr arrangiert haben. Er erzählt von den Schwierigkeiten des Anfangens mit all seinen Ängsten und Zweifeln, von den Herausforderungen des Beziehungsalltags und auch von den Komplikationen, wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Zielen aufeinandertreffen.



    „Ich hatte mir unsere Ehe anders vorgestellt, aber anders ging es anscheinend nicht, und so habe ich mich mit dem eingerichtet, was ging.“


    Entstanden ist ein Buch, das einen klaren Blick auf die menschlichen Sehnsüchte, Ängste, Hoffnungen und Abgründe bietet. „Sommerlügen“ umfasst sieben Erzählungen, die einen von der ersten Zeile packen und nicht mehr loslassen, die einen zum Mitfühlen und Nachdenken anregen. Es bleibt nicht aus, dass man beim Lesen die eigene Haltung in den erzählten Situationen überlegt, die eigenen Vorstellungen, Ängste, Hoffnungen hinterfragt, das eigene Leben und Denken in die Waagschale wirft.

    Fazit:
    Ein grossartiges und zutiefst menschliches Buch, welches einen von der ersten Seite packt und nicht mehr loslässt, das zum Mitfühlen und Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert.

  8. Cover des Buches Der seltsame Fall des Benjamin Button (ISBN: 9783730603444)
    F. Scott Fitzgerald

    Der seltsame Fall des Benjamin Button

     (203)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    -Klappentext- 

    Die Buttons erwarten ein Kind- einen süßen kleinen Fratz. Doch als das Baby zur Welt kommt, kommt ein alter Mann mit Bart zum Vorschein und diese skurrile Geburt bleibt den Leuten auch nicht verborgen. Ein schweres Schicksal ist dem ‚kleinen‘ Benjamin Button auferlegt worden: Er durchläuft das Leben rückwärts und wird von Tag zu Tag jünger.

    Geprägt von einem einfachen Schreibstil, kurzen Seiten und einer besonderen Geschichte, war das Buch in einer Stunde durchgelesen!

    Die Idee des Autors ist zugleich so skurril als auch besonders und entführt den Leser auf eine spannende Reise Rückwärts ;)

    Auch wenn das Buch nur sagenumwobene 70 Seiten enthält, wurde die Geschichte nicht zu blass, zu oberflächlich oder zu kurz geschrieben, sondern sehr gewissenhaft, interessant und ‚echt‘ (so echt wie es nur sein kann ;) ) !

    Von diesem Buch bin ich wirklich sehr begeistert und werde auch das sogar noch beliebtere Buch des Autors ‚der große Gatsby‘ hoffentlich bald lesen! 

  9. Cover des Buches Warrior Cats - Short Adventure - Distelblatts Geschichte (ISBN: 9783407746467)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - Short Adventure - Distelblatts Geschichte

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Warrior Cats - Short Adventure - Distelblatts Geschichte von Erin Hunter

    Es bricht ein Feuer im Donner Clan aus. Aschenpelz will die 3 Kinder von Eichhornschweif im Feuer um kommen lassen, da Eichhornschweif Brombeerkralle anstatt ihn gewählt hat. Da gesteht sie, dass es gar nicht ihre Kinder sind. Sondern die Kinder von Blattsee und Krähenschweif aus dem Windclan. Distelpfote bringt Aschenpelz um und flieht unter die Erde. Als sich zwei Kitten aus dem DonnerClan in den Tunnel verirren, will sie sie nach Hause bringen.

    Das ist eine ziemlich traurige 😢Geschichte. Gerade weil man am Ende nicht weiß, wie es weitergeht. Das fand ich schon blöd. Ansonsten ist die Geschichte wieder sehr schön geschrieben. 


  10. Cover des Buches Fountain Bridge - Verbotene Küsse (ISBN: B00CY9PCMG)
    Samantha Young

    Fountain Bridge - Verbotene Küsse

     (229)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87
    "Fountain Bridge" erzählt die Geschichte von Adam und Ellie, die der Leser schon aus "Dublin Street" kennt. Das dachte ich zumindest, allerdings wurde hier mit Hilfe von alten Tagebucheintragungen die Geschichte in Rückblicken erzählt, das aber auch nur Auszugsweise.
    Ich fand die Geschichte in Ordnung, allerdings hatte ich mir irgendwie mehr erhofft. Es war nett die Geschichte der Vollständigkeitshalber gelesen zu haben, mehr aber auch nicht.
  11. Cover des Buches Würdest du bitte endlich still sein, bitte (ISBN: 9783596903900)
    Raymond Carver

    Würdest du bitte endlich still sein, bitte

     (43)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    22 Erzählungen des amerikanischen Schriftstellers Raymond Carver, die nachhaltig unterstrichen durch die Einleitung seines Freundes und Kollegen Richard Ford ihre Wirkung entfalten. Carver, der selbst viele Höhen und Tiefen in seinem Leben erlebte, erzählt still, jedoch mit einem scharfen Kennerblick. Seine Erzählungen sind Ausschnitte aus dem Leben, seine Protagonisten nicht nur Verlierer oder Gestrandete, sondern auch einfach nur Menschen, ganz schlichte, normale Menschen, wie man sie überall antreffen kann, auch im eigenen Spiegelbild.

    So zum Beispiel Bill und Arlene Miller in der Erzählung „Nachbarn“. Bill, Buchhalter und Arlene, Sekretärin sind ein glückliches Paar und doch fühlen sie sich vom Leben übergangen. Ganz besonders deutlich wird ihnen dies, als sie wieder einmal für die Stones von nebenan Wohnung und Katze versorgen, während die beiden auf einer Reise unterwegs sind. Die Nachbarwohnung zieht beide in ihren Bann, auch wenn dort nur die Alltäglichkeit zu finden ist, so scheinen Bill und Arlene sich regelrecht danach zu verzehren zwischen Socken und Bettwäsche den Schlüssel für ein erfüllteres Leben zu finden.

    Oder der Lehrer Ralph Wyman in der Erzählung „Würdest du bitte endlich still sein, bitte!“, der als junger Student noch unstet seinen Weg suchte und diesen nach dem Zusammentreffen mit der schönen Marian Ross gefunden hatte. Nach Jahren des Glücks wächst eine kleine Familie zusammen und doch schwelt in Ralph eine Glut, die er nicht beherrschen kann. Seine Ahnung, dass Marian ihn zwei oder drei Jahre zuvor auf einer Party mit Mitchell Anderson betrogen hat, ist schon lange nicht mehr nur eine Ahnung. Als beide sich über den damaligen Abend unterhalten stürzt Ralph in ein tiefes emotionales Loch, alles scheint über ihm zusammenzubrechen.

    Carver lässt den Leser innehalten. Danach schüttelst du das Leben der anderen entweder befreit von dir ab und kehrst in dein Idyll zurück oder du verzweifelst an deiner eigenen Kleinbürgerlichkeit und den Barrieren, die dich beschränken.

  12. Cover des Buches Die Nacht, die Lichter (ISBN: 9783596511341)
    Clemens Meyer

    Die Nacht, die Lichter

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Konrad22
    Clemens Meyer kann schreiben - ohne Frage!
    Aber seine Inhalte - sorry, ich möchte sie nicht lesen.
  13. Cover des Buches Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden (ISBN: 9783596903887)
    Raymond Carver

    Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Lax
    In dem Band „Wovon, wir reden, wenn wir von Liebe reden“, finden sich siebzehn melancholische, manchmal nichtssagende, doch stets verstörende Kurzgeschichten über Menschen aus der amerikanischen Mittelschicht. „Ich hege große Sympathien für arme arbeitende Menschen. Ich bin ein Teil von ihnen“, sagte Raymond Carver (1938-1988) in einem Interview. Er selber hatte mehrere Jobs, war oft sehr arm. litt unter einer Alkoholsucht, war zwei Mal verheiratet, zuletzt mit der Künstlerin Tess Gallagher, der viele seiner Werke gewidmet sind, und ähnliches erleben auch seine Figuren in dem Band „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden.“ Es sind siebzehn Einblicke in die Amerikanische Mittelschicht, voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, oft ähneln sich die Protagonisten oder Orte, dann sind sie doch völlig anders und schließlich sind sie doch alle gleich. Zeigen uns die Sprachlosigkeit und Lähmung, wenn es um Liebe geht. Die Sätze sind oft sehr banal, enthalten oft nicht mehr als Subjekt-Prädikat-Objekt, „Wir gingen nach draußen. Er änderte die Blende. Er sagte, wo ich mich hinstellen sollte, und wir fingen an“, ebenso sind die Dialoge oft sehr simpel, manchmal scheinen die Personen gar aneinander vorbeizureden, und dennoch entwickeln die Geschichten eine schreckliche Faszination. Sie fressen sich im Gedächtnis fest. „Da war noch mehr an der Geschichte, und dse versuchte, es sich ein für alle Mal von der Seele zu reden. Nach einiger Zeit gab sie den Versuch auf.“ So wird es auch manchen Leser gehen, da nicht alle Kurzgeschichten verständlich sind. Manchmal muss man sie noch einmal lesen, entdeckt in den kurzen Sätze, die entscheidende Stelle oder überliest sie, sie bleiben unverständlich, wie die Beziehung von Mann und Frau. „Er sagte: ‘ Ich will nur noch eins sagen.’ Aber dann fiel ihm nicht ein, was in der Welt das sein könnte.“ Der Lektor Gordon Lish hatte viel Anteil an dem besonderen Stil von Carver, da er vieles kürzte, änderte. Im Dezember 2007 veröffentlichte The New Yorker eine Carvers Originalfassung von der Titelgeschichte als „Beginners“, indem man Lish Einfluss gut nachvollziehen kann.
  14. Cover des Buches Birthday Girl (ISBN: 9783832164508)
    Haruki Murakami

    Birthday Girl

     (66)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Paranelle Welten oder Träume, Wünsche oder Wunschgedanken? Was war das hier? Ich bin ehrlich gesagt nicht dahinter gekommen, denn das Ende ist so, dass es eigentlich kein Ende ist. Wieder einmal lässt der Autor den Leser seine eigenen Gedanken fassen und das ist ja von ihm auch so gewollt. Wer träumt hier? Das Mädchen das den Alten bedient oder der Alte der sich das Menü von dem Mädchen bringen lässt. Oder landen die um 20:00 immer in eine Zwischenwelt? Keine Ahnung. Hat aber dennoch Spaß gemacht und hat meine Murakami Lust nicht geschmälert. Ist sicher nicht für jeden etwas, weil so groß die Erzählerkunst auch ist, so ist das Ende meist ein Rätsel und es gibt vom Autor dazu eben auch nie eine Antwort. Wer damit leben kann, dass er sich selbst ein Bild machen soll, sollte sich auch gerne mit Birthday Girl beschäftigen. Andere lesen lieber was anderes. So ist es hier eben.

  15. Cover des Buches Annabel (ISBN: 9783646906226)
    Lauren Oliver

    Annabel

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Diese Kurzgeschichte gibt einen Einblick in das Leben von Lenas Mutter. Es springt zwischen dem Jetzt (jeweils in der Gefangenschaft) und dem Früher vor dem Heilmittel oder bzw. als das Heilmittel erfunden und angewendet wurde und somit auch in der Zeit in der sie geheilt wurde.

    Der Schreibstiel ist wie gewohnt sehr fliessend und die Geschichte durch das hin und her zwischen früher und einer Liebe die nicht erwidert werden kann, und dem jetzt als sie Jahrelang in Gefangenschaft lebt und dann endlich entkommen kann. Die Autorin hat es geschafft in so wenigen Seiten eine enorme Spannung aufzubauen, ich wollte den Verlauf beider Zeitlinien verfolgen und durch die Sympathie der Protagonistin habe ich von Beginn an mitgefiebert.   

    Die Kurzgeschichte spielt vor dem ersten Band, würde aber empfehlen das Buch irgendwann dazwischen zu lesen. Eigentlich egal wann, es macht mehr Sinn, wenn man mehr Hintergrundwissen der Geschichte hat. Man könnte es aber auch zu Beginn lesen, da es nicht spoilert.

    Für die Fans der Reihe, schöne Ergänzung zur Geschichte. 

  16. Cover des Buches Alle Roboter-Geschichten (ISBN: 9783404240821)
    Isaac Asimov

    Alle Roboter-Geschichten

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Smimo_Do

    Isaac Asimov der Vater der berühmten Drei Robotik Gesetze:


    1. Ein Robot darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.

    2. Ein Robot muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Ersten Gesetz.

    3. Ein Robot muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.


    Obwohl diese Roboter Kurzgeschichten alle schon etwas älter sind (1939 - 1977) waren sie einfach zu lesen und immer noch aktuell. 

    Es wurde nie langweilig, denn jede Erzählung war anders, das gefiel mir sehr. Ein Robot ist eben nicht gleich Robot.


    Mir haben die meisten Geschichten sehr gut gefallen, besonders:


    "Sally"

    "Eines Tages ..."

    "Fremdlinge im Paradies"

    "Robbie

    "Geliebter Robot"

    "Der Zweihundertjährige"


    Nur eine Kurzgeschichte habe ich abgebrochen,

    "Vermeidbarer Konflikt". Ansonsten war es ein ganz tolles Buch, das ich jedem Roboter Liebhaber ans Herz legen kann.

  17. Cover des Buches Gothic Love (ISBN: 9783770474288)
    Miku Momono

    Gothic Love

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    Marika sollte das glücklichste Mädchen der Welt sein: sie ist hübsch, reich und ihr Elite-Internat verspricht eine tolle Zukunft. Aber sie fühlt sich wie ein Vogel im goldenen Käfig. Doch dann trifft sie den „Schulrebellen“ Kanzaki in der schuleigenen Kapelle …

    Cover:
    Das Cover fand ich persönlich ansprechend und hatte anhand des Covers eine Geschichte im Gothic-Bereich erwartet. Eben viel schwarz, die typische Grundeinstellung. Dazu fand ich das Cover auch ganz passend, auch wenn sie mit den Engelsflügeln überkitscht wirkt. Aber das Zusammenspiel von schwarz und weiß hat mir gefallen - hell und dunkel -gut und böse?

    Eigener Eindruck:
    Marika ist das Kind einer gönnerhaften Familie, welche das Schulinternat unterstützt. Sie selbst versucht sich den Normen anzupassen, auch wenn sie sich dadurch fühlt wie in einem goldenen Käfig. Als sie mit ihren Freundinnen durch die Schule läuft, begegnen sie Kanzaki, welcher sich scheinbar aus dem Jungentrakt geschlichen hat und allgemein nicht viel von den Regeln hält. Während die Mädchen Marika darüber aufklären wer Kanzaki ist und was er für einen Ruf hat, weiß diese sehr wohl wer er ist, denn die beiden treffen sich regelmäßig in der schuleigenen Kapelle. Es beginnt eine Liebe zwischen den beiden zu wachsen, welche bald auf eine harte Probe gestellt wird.
    Außerdem kommt eine neue Lehrerin an das Eliteinternat und einer der Schüler hat es auf sie abgesehen. 

    Was soll ich sagen? Der Manga grenzt für mich an die Grenze des schlechten Geschmacks.  Wären die Zeichnungen nicht so liebevoll und detailliert und würde es sich nicht um einen OneShot handeln, müsste ich hier noch härter ins Gericht gehen, da es sich hier aber nur um einen Band handelt, will ich davon absehen, dass es hier so krasse Szenensprünge gibt. Was mir an dem Buch aber nicht gefällt: Wo ist die Thematik des Gothic abgeblieben? Wir haben hier lediglich eine Liebesgeschichte, aber keine Spur Gothic. Noch schlimmer. Gotteslästerung! Nicht nur, dass sie es quasi auf jeder fünften Seite miteinander treiben, nein, sie tun es auch noch eiskalt in einer Kirche. Kein Anstand, keine Vorbildfunktion. Dazu kommt noch, dass die Charaktere so flach herüber kommen, da man ihnen ihre Liebe einfach nicht abkaufen kann. Schlimm. Und auch die zweite Geschichte stößt absolut an die Grenzen des guten Geschmacks. Verführung Minderjähriger und (!!) Treuebruch! Und das innerhalb von gefühlten Minuten! Pfui. Also von mir gibt es hierfür wirklich keine Empfehlung. Der Manga ist moralisch bei mir durch.

    Idee: 3/5
    Charaktere: 3/5
    Emotionen: 2/5
    Stil: 4/5
    Logik: 3/5

    Gesamt: 3/5

    Daten:
    Taschenbuch: 192 Seiten
    Verlag: Egmont Manga; Auflage: 4 (9. Juni 2011)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3770474287
    ISBN-13: 978-3770474288
    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre
    Größe und/oder Gewicht: 11,5 x 1,5 x 18 cm
  18. Cover des Buches Kindred Spirits (ISBN: 9781509820832)
    Rainbow Rowell

    Kindred Spirits

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sakuko
    Elena liebt Star Wars seit sie die erste Trilogie als kleines Kind mit ihrem Vater geschaut hat. Nun kommt ein neuer Teil heraus, der erste Teil, bei dem sie alt genug ist, um daran Teil zu haben.
    Auch wenn man Kinokarten heute online kaufen kann, stellt sie sich einige Tage vor Start in "der Schlange" an in Hoffnung die echte Fangemeinschaft zu erleben. Allerdings ist es nicht so spektakulär, wie sie es sich vorgestellt hat, denn nur 2 Leute warten dort mit ihr.

    Kindred Spirits ist eine sehr liebenswerte Kurzgeschichte. Wie alle Rainbow Rowell Bücher sind die Charaktere liebenswert und gut charakterisiert.
    Auch wenn es in dem Buch um Star Wars geht ist der eigentliche Punkt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt von Nerds und Fans, die schönen Erlebnisse und lustigen Anekdoten, die man gemeinsam erlebt und wie sich das Fandom im Laufe der Zeit verändert hat. Man muss jedenfalls nicht wirklich Ahnung von Star Wars haben, um die Geschichte genießen zu können.

    Die Geschichte ist nicht besonders tiefgreifend, und der Plot ist primär eine Aneinanderreihung von lustigen, niedlichen, und auch ein paar säuerlichen Erlebnissen, aber in den Charakteren kann man sich einfach so wunderbar wiederfinden und es erinnert einen mit einer herrlichen Nostalgie an selbst-erlebte Fanevents.
  19. Cover des Buches Winesburg, Ohio (ISBN: 9783717522683)
    Sherwood Anderson

    Winesburg, Ohio

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Meenama

    Dies ist eigentlich kein Roman, sondern ein Kurzgeschichtenband über die Menschen der Kleinstadt Winesburg in Ohio. Anderson nimmt uns mit in die Straßen, Geschäfte und Häuser. Die Geschichten hängen durchaus zusammen und man begegnet vielen Menschen mehrmals aber man kann sie auch einzeln stehen lassen. Für mich führte das Ganze am Ende zu einer Erkenntnis. Die einzelnen Schicksale der Menschen, die meist alles andere als "normal" sind, sind mir teilweise nah gegangen. Sie sind nicht alle traur Dies ist eigentlich kein Roman, sondern ein Kurzgeschichtenband über die Menschen der Kleinstadt Winesburg in Ohio Ende des 19. Jahrhunderts. Anderson nimmt uns mit in die Straßen, Geschäfte und Häuser. Die Geschichten hängen durchaus zusammen und man begegnet vielen Menschen mehrmals aber man kann sie auch einzeln stehen lassen. Für mich führte das Ganze am Ende zu einer Erkenntnis.

     Die einzelnen Schicksale der Menschen, die meist alles andere als "normal" sind, sind mir teilweise nah gegangen. Sie sind nicht alle traurig, schildern aber sehr eindringlich die Sehnsüchte, Träume und Ängste der Bewohner. Das Verlangen auszubrechen ist oft ein Thema. Über allem hängt eine Wolke der Melancholie, der ich mich nicht entziehen konnte. Es lohnt sich durchaus Gast in Winesburg zu sein, man ist am Ende aber froh die Stadt wieder verlassen zu können.

  20. Cover des Buches Zum Verlieben verführt (Chick Lit, Liebe) (Romance Alliance Love Shots) (ISBN: 9783960874454)
    Dolores Mey

    Zum Verlieben verführt (Chick Lit, Liebe) (Romance Alliance Love Shots)

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Miriah

    Niklas trifft in einer Anwaltskanzlei in seiner Heimatstadt eine Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Als er aus beruflichen Gründen wieder zu Hause ist, verbringt er die Mittagspause im gleichen Lokal wie sie. Da kein Tisch mehr frei ist, setzt er sich zu Barbara an den Tisch. Sie unterhalten sich und verbringen auch an den folgenden Tagen ihre Mittagspause an ihrem Tisch. Der Anziehung, die zwischen den beiden herrscht, können beide nicht lange widerstehen.

    Das Buch ist sehr kurz, es hätte gerne länger sein dürfen, da es mir gut gefalle hat. Bei Kurzgeschichten oder Novellen habe ich oftmals das Gefühl, dass die Geschichte dann sehr gedrängt wirkt. Das wurde hier gut gelöst. Dennoch bin ich kein großer Fan dieser kurzen Geschichten, das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Das Buch hat mir dennoch gut gefallen und ich würde es auch weiterempfehlen.

  21. Cover des Buches Erste Liebe – letzte Riten (ISBN: 9783257606355)
    Ian McEwan

    Erste Liebe – letzte Riten

     (35)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Der band "Erste Liebe - Letzte Riten" enthält 8 Erzählungen des britischen Autors Ian McEwan, die sich alle mit der ersten Liebe von pubertierenden Menschen auseinandersetz, dabei aber viel mehr aufgreift, wie heranwachsende Menschen von der Welt der Erwachsenen und deren Vorstellungen, was sein zu hat und was nicht, verdorben werden können. 

    Wenn man schon ein bisschen etwas von Ian McEwan gelesen hat, kann man sich ja vorstellen, dass man auch hier wieder - vor allem bei der Thematik, die allen Erzählungen zu Grunde liegt - auf ziemlich abstoßende Menschen stoßen wird. Und so hat mich die erste Erzählung vom Protagonisten her schon stark an den Hauptcharakter aus "Der Zementgarten" erinnert. Im Generellen sind die Charakterzeichnungen dem Autor wieder sehr gut gelungen. Man findet recht spezielle Protagonisten, die einem trotzdem einigermaßen sympathisch werden - je nachdem, was sie so alles angestellt haben - und in denen man sicherlich auch Teile von sich selbst wiederfindet. Neben den gut greifbaren Charakteren kommt man auch hier wieder in den Genuss von Ian McEwans tollen und bildhaften Schreibstil. In Jeder Geschichte erzeugt er aufs neue ein spannendes Setting und eine unglaublich tolle Atmosphäre, die einen in die Geschichte mit hineinreißt.  So weit, so gut: Bei der Handlung hat man allerdings ein großes Auf und Ab. Von den 8 Erzählungen fand ich 2 thematisch richtig spannend und umwerfend, schon fast schockierend, und auch genau so viele leider aber auch eher durchschnittlich und mäßig. Wohingegen mich die restlichen 4 zwar begeistert und interessiert haben, mich aber nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Gut, aber nicht herausragend. 

    Abschließend kann ich sagen, dass die Sammlung von Erzählungen eine wirklich interessante und lesenswerte Mischung ist, auch wenn mich nicht alle der Geschichten zu 100% überzeugen konnten. 

  22. Cover des Buches Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte (ISBN: 9783499248634)
    Paul Auster

    Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte

     (16)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    ... aber ob die beste, das muss jeder Leser selbst entscheiden. Die Seitenzahl (48) lässt schon vermuten, dass es sich um eine sehr kurze Geschichte handeln muss. Etwas verwirrt hat mich dann doch, dass die Hälfte der Seiten mit Fotos belegt sind. Somit ist die die Geschichte in ein paar wenigen Minuten gelesen.

    Die Idee (ob wahr oder nicht?) hat mir eigentlich ganz gut gefallen, jedoch war mir der Inhalt dann persönlich doch zu dünn. Ich mag den Schreibstil von Paul Auster zwar, doch hätte ich mir etwas mehr Substanz gewünscht.

  23. Cover des Buches Too Much Happiness (ISBN: 9780099524298)
    Alice Munro

    Too Much Happiness

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Deengla

    Kurzmeinung

    Bin vom Schreibstil begeistert und von der Vielfalt der Geschichten hin und weg. Eine tolle Geschichtenerzählerin! 4 1/2 Sterne.

    Inhalt

    Insgesamt zehn Kurzgeschichten sind in dieser Sammlung der Kanadierin Alice Munro zu finden, die nach diesem ersten Einblick in ihr Werk meiner Meinung nach den Literaturnobelpreis zu Recht erhalten hat.

    Meine ausführlichere Meinung

    Ich mag Kurzgeschichten eigentlich ganz gerne, aber mehrere von einem Autor am Stück - damit habe ich oft aus mir unerklärlichen Gründen Probleme. Nun gut. Alice Munro gilt ja als Meisterin ihres Faches und endlich habe ich es geschafft, etwas von ihr zu lesen.

    Und eigentlich bin ich wirklich schwer begeistert. Warum dann keine fünf Sterne, fragt sich die einzige Person, die diese Rezension jemals lesen wird (Hallo Bianca!). Im Prinzip ist das wirklich schon überkritisch, aber ausgerechnet die Kurzgeschichte, welcher der Sammelband seinen Titel verdankt und die als letzte darin zu finden ist, hat mich nicht so angesprochen. Es geht darin um eine historische, eher unbekannte Person. Obwohl sicherlich sehr gut recherchiert wurde bzw. passende Gegebenheiten/Personen dazu erfunden (kann es nicht beurteilen), kam mir diese Geschichte im Gegensatz zu den anderen irgendwie zäh und deutlich länger vor als andere. Nach meinem persönlichen Geschmack hört es ausgerechnet mit der schwächsten Story auf und das hinterlässt eben bei mir leider einen schalen Nachgeschmack.

    Aber andere Geschichten haben mich dagegen erschüttert und tief bewegt, zum Nachdenken gebracht. Toll fand ich auch, dass es zum Teil Geschichten sind, die in der modernen Zeit spielen, dann aber auch schon mal ein paar Jahrzehnte bzw. Jahrhundert früher. Doch auch innerhalb einer Geschichte springt sie geschickt hin und her.

    Der Schreibstil ist einzigartig, die Charaktere beeindruckend. Die short story, die mir persönlich am stärksten ins Hirn eingebrannt wurde, ist übrigens "Child's Play".

    Fazit

    Bin begeistert; werde sicherlich mehr von Alice Munro lesen.


  24. Cover des Buches Zehnter Dezember (ISBN: 9783442718450)
    George Saunders

    Zehnter Dezember

     (11)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Ob White Trash, eine Mittelschicht-Familie mit Aufstiegswünschen, die Kapitalisierung von Gefühlen oder der einsame, verquere Außenseiter, der aus der Kontrolle seiner Eltern ausbricht: George Saunders in Zehnter Dezember versammelte Kurzgeschichten erzählen aus der Mitte der modernen amerikanischen Gesellschaft heraus.

    "Dad hatte mal gesagt, Verlass dich auf deinen Kopf, Rob. Wenn es wie Scheiße riecht, aber quer drübergeschrieben steht Happy Birthday und ne Kerze steckt drin, was ist es dann?

    Ist da auch Zuckerguss drauf?, hatte er gefragt."

    Saunders entwirft die verschiedensten Szenarien. So begleiten wir beispielsweise einen extrem streng erzogenen, geradezu gedrillten Jungen, der ein verhätscheltes Nachbarsmädchen beschützt, als dieses angegriffen wird. Ebenso werden wir Zeugen einer schrecklichen White Trash-Mutter, die ihren Sohn wie ein Tier verwahrlosen lässt und vollkommen überfordert mit dem Leben ist. In einer anderen Story werden gruselige, dystopische Experimente an Gefangenen durchgeführt, die die Kontrolle von Emotionen möglich machen sollen, eine weitere Erzählung zeigt eine moderne Form der Sklaverei inmitten einer Mittelschichts-Vorstadt-Idylle.

    So unterschiedlich die Geschichten inhaltlich sind, so divers sind auch die Arten des Erzählens. Saunders schreibt oft sprachlich experimentell, mit fehlenden Worten stark an der gesprochenen, Umgangssprache orientiert oder – wie im Falle der Story eines Schaustellers des Mittelalter-Freizeitparks, der mit Hilfe einer Pille namens „Ryttersporn“ in ritterliches Denken und Sprechen verfällt – einen wundervollen Wechsel zwischen moderner und altertümlicher Sprache. Viele der Kurzgeschichten sind sprachlich wie stilistisch zunächst gewöhnungsbedürftig, doch es ist eine große Freude, zu sehen, wie kreativ und außergewöhnlich der amerikanische Autor seine Inhalte umsetzen kann.

    Das, was alle Kurzgeschichten gemeinsam haben, ist eine düstere Grundstimmung, ähnlich wie Nana Kwame Adjei-Brenyahs großartiges Werk Friday Black. Die Szenarien sind makaber, teils brutal und zeigen die Abgründe ihrer Figuren, repräsentativ für die Abgründe der modernen Gesellschaft – insbesondere der der USA: Kapitalismus, Neid, Prahlerei, Selbstüberschätzung, Vernachlässigung. Weltfremdheit, Missachtung der Menschenrechte und Missbrauch. Saunders schreibt erschreckend und fesselnd zugleich, seine Storys sind abstoßend und faszinierend, und keine einzige der zehn ist nur als mittelmäßig zu bezeichnen.

    George Saunders, der 2018 mit seinem Roman Lincoln im Bardo seinen großen Durchbruch in Deutschland hatte, überzeugt auch mit seinen vorher erschienenen Erzählungen aus dem Band Zehnter Dezember. Mit stilistischer wie sprachlicher Kreativität und außergewöhnlichen Szenarien vermag er es, seine Leser gleichsam zu schockieren und wunderbar zu unterhalten. Die zehn Storys sind düster und hart – nicht gerade das, was man Wohlfühllektüre nennt –, eine qualitativ hochwertige Mischung aus dystopischer Zukunft und grausamer Gegenwart, beängstigend und realistisch zugleich. Ein brillantes Buch über Verluste und Niederlagen in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

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