Bücher mit dem Tag "sibirien"
80 Bücher
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.302)Aktuelle Rezension von: _seitenreise_Ich weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?
Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.
Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.
Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.
Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.
Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.
- Tom Rob Smith
Kolyma
(289)Aktuelle Rezension von: katha84Leo hat sein Leben geändert. Er leitet inzwischen das geheime Morddezernat und versucht sich so zumindest von einem Teil seiner Schuld rein zu waschen. Zusammen mit seiner Frau versucht er Soja und Elena eine neue Familie zu geben. Aber grade Sofa kann Leo den Tod ihrer Eltern nicht verzeihen. Und dann taucht auch noch jemand aus Leos Vergangenheit auf und scheint alles zu bedrohen, was er sich aufgebaut hat. Kann er seine Familie noch retten oder ist alles verloren?
Der zweite Teil hat mich längst nicht so gepackt, wie Band 1. Aber das ändert nichts daran, dass es wieder ein sehr gutes Buch war. Voller Schrecken und Grausamkeiten, die man sich gar nicht vorstellen will. Grade die Kapitel in Kolyma sind ziemlich hart. Aber es ist Sojas Geschichte und ihr unglaubliches Leid, das einen so mitnimmt. Tom Rob Smith hat einen sehr eindringlichen Schreibstil und die Story bringt einen unwillkürlich zum nachdenken. Vieles geschieht hier aus Rache und Hass. Und auch wenn man das vielleicht nachvollziehen kann, da Leo wirklich schlimme Dinge getan hat, macht mich das alles ziemlich traurig und fassungslos. Keine leichte Kost - grade auch, in der heutigen Zeit.
- Jeffrey Archer
Die Wege der Macht
(131)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteDiesmal geht es weiter mit den Duellen rund um die Schaffahrts Firma. Aber auch mit neuen Gegnern die durch Missetaten versuchen der Familie Clifton/Barrington zu schaden und dabei sind ihnen fast alle Mittel recht. Aber gleichzeitig gelingt es ihnen auch viele dieser Gegner auszumanövrieren und in den Ruin zu bringen.
Dabei ist es besonders spannend, dass viele Situationen die schon längere Zeit her sind, in diesem Teil wieder aufgegriffen werden und eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist es super spannend welche Zufälle alles beeinflussen, wie sich die Schicksale kreuzen und es hin und her geht, bis zum letzten Kliffhanger.
Dabei wird gar nicht so stark auf die damaligen Historischen Umstände in der Weltgeschichte eingegangen, sondern bleibt relativ entfernt von den großen Momenten des letzten Jahrhunderts.
- Hera Lind
Das einzige Kind
(295)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeAnni ist erst fünf Jahre alt, als sie Weihnachten 1944 von ihrer Mutter getrennt und in ein jugoslawisches Kinderheim verfrachtet wird. Annis Mutter Amalie wird in ein Arbeitslager nach Sibirien gebracht. Anni hat noch Glück im Unglück - ihre Großeltern sind bei ihr und ermöglichen ihr die Flucht aus dem Heim.
Der Roman erzählt die Geschichten von Amalie, Anni und ihren Großeltern über viele Jahre hinweg.
Es ist zwar ein Roman, er basiert aber auf wahren Begebenheiten, was die Geschichte nur noch berührender macht. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Unglaublich, was diese Menschen durchgemacht haben.
Das ist eines dieser Bücher, das auch nach dem Beenden der Lektüre nachhallt.
20.01.2026
- Gusel Jachina
Suleika öffnet die Augen
(69)Aktuelle Rezension von: VanderkatzEin unglaublich schöner Roman, der mich von Anfang an fasziniert hat. So tiefgründig, erschreckend, erschütternd, spannend und gleichzeitig unheimlich warm und rührend. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig, sehr authentisch und lässt fantastische Bilder vor dem inneren Auge entstehen, die für sich genommen schon Meisterwerke sind. Auch die Nebenfiguren sind meisterhaft dargestellt. Kulturen, Traditionen, Geschichte, Schicksalsschläge, Volksmärchen, Natur und unglaublicher Mut sind kunstvoll ineinander verwoben. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so begeistert hat.
- Josh Weil
Das gläserne Meer
(33)Aktuelle Rezension von: Christian_liestDima und Jarik sind unzertrennliche Zwillinge die auf dem Bauernhof des Onkels aufwachsen. Beide arbeiten in einem Gewächshaus "Oranzeria". Das gläserne Meer welches aufgrund reflektierender Spiegel geschaffen wurde um den ewigen Tag herzustellen. So wird sichergestellt das das Gewächshaus noch produktiver arbeiten kann. Schon bald verbindet die beiden nicht mehr das Abenteuer und die russischen Sagen sondern nur noch die Arbeit. Ihre Lebensläufe kläffen immer mehr auseinander, der eine als Erfolgreicher Geschäftsmann mit Frau und Kind, der andere Zwilling der dem ganzen hinterherhingt. Ein dicker Wälzer mit einem sehr schönem Cover und einem tollen Titel. Wenn man erst man den Schreibstil versteht und sich gewöhnt geht das Buch runter wie Öl. Die Geschichte ist schön detailliert und liebevoll geschrieben. Einige Wörter waren mir unbekannt, das ist aber das einzige Manko an dem Buch. Würde ich immer wieder lesen. - Dirk Rossmann
Der neunte Arm des Oktopus
(133)Aktuelle Rezension von: LeserstimmeRossmannns Buch wurde zusammen mit Ralf Hoppe (einem Journalisten) geschrieben, auch wenn man das nicht gleich erkennt. Die Qualität der Geschichte und die Art der Erzählung waren beide schlecht. Das Buch wurde 2020 sehr spekulativ erdacht und die Realität der Politik sieht so viel anders aus.. Schon allein die Unmöglichkeit, dass Putin mitten im Krieg gegen die Ukraine bereit wäre, über Klimapolitik zu verhandeln. Ein politisches Buch sollte sich an der Realität orientieren und nicht nach Möglichkeiten. Das geht dann eventuell doch ins Lächerliche. Und so war es für mich dann auch. Bis Seite 237 habe ich mir das gefallen lassen....aber für eines ist das Buch gut: für die Feuerschale.
DAS IST KEIN THRILLER! Es ist sterbenslangweilig.
- Ada Dorian
Betrunkene Bäume
(107)Aktuelle Rezension von: FortiDas Buch startet in Sibirien, schätzungsweise irgendwann in den 1960'er Jahren. Weiter geht es dann in Berlin im 21. Jahrhundert. Dort spielt sich die Handlung dann größtenteils ab – irgendwie hatte ich mehr Wechsel zwischen den Zeitebenen erwartet, vielleicht mein Fehler. Die beiden Zeitstränge sind durch Erich verbunden – einem Baumliebhaber und -forscher. Das Thema Bäume fand ich interessant behandelt. Das hätte gerne noch vertieft werden können, denn die Geschichte in der Gegenwart mit Katharina fand ich nicht so überzeugend. Auch die angekündigte Freundschaftsgeschichte zwischen Katharina und Erich wurde etwas kurz abgehandelt. Was das Buch aber schafft (soweit ich das beurteilen kann): das Altern ehrlich zu beschreiben.
Erzählt ist das Buch in einer sehr klaren, schnörkellosen Sprache. Vielleicht auch dadurch erinnerten mich die Passagen über Katharina manchmal an ein Jugendbuch (was nicht schlimm ist).
Auf garkeinen Fall ein schlechtes Buch, aber auch nicht herausragend. Vielleicht wurde hier einfach zu viel zusammen gemischt. - Sarah Brooks
Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland
(163)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Insgesamt ganz guter Abenteuerroman vor dem gesellschaftlichen Hintergrund der vorletzten Jahrhundertwende.
Mit einer klaren Aussage, das die Natur über Macht, Geld und Technik siegt.
Aber: Was der >Roman am Anfang an Ausführlichkeit hat, hat er zum Ende hin an Kürze und Tempo. Ein bischen entsteht der Eindruckl die Autorin wollte / mußte zum Ende kommen.
- Leo N. Tolstoi
Auferstehung
(19)Aktuelle Rezension von: mabo63Die Geschichte des Fürsten Nechliudow der als Geschworener in einem Prozess die Angeklagte Prostituierte Maslowa als seine Jugendliebe Katjuscha wiedererkennt. Katjuscha wird fälschlicherweise schuldig des Giftmordes an einem Ihrer Kunden gesprochen. Nechliudow fühlt sich mitschuldig an Ihrem Niedergang und reist Ihr nach bis nach Sibirien, fortwärend gegen die Justiz ankämpfend.
Tolstoi schildert in diesem Roman eindrücklich die Auswüchse der Justiz und dessen willkürlichen Aparat. Er plädiert an die Menschenliebe, an den Glauben zu Gott.
Empfehlenswerte Lektüre
- Titus Müller
Der Tag X
(43)Aktuelle Rezension von: Lilo79Lebendiger kann Geschichte nicht erzählt werden. Exzellent recherchiert, liebevoll ausgearbeitet, menschliche Figuren, die sich in diktatorischen Regimen irgendwie zurecht finden müssen, dabei zugleich Opfer des Regimes werden...wer die Geschichte des 17.06.1953 verstehen will, wer nachfühlen will, wie es sich für die Menschen da gelebt hat, liest dieses Buch. Mit Titus Müller als Autor kann nichts schiefgehen.
- Polly Clark
Tiger
(68)Aktuelle Rezension von: Anna_BubeEin sehr intensives Leseerlebnis hatte ich mit diesem Buch über sibirische Tiger, ihr Leben in Gefangenschaft und in Freiheit und ihre Berührungspunkte mit dem Menschen. Die wilde sibirische Taiga ist ihr natürlicher Lebensraum, genau wie der des Volkes der Udehe, für die das Töten eines Tigers das größte Verbrechen ist.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die jeweils die Geschichte einer Person erzählen, die eine Verbindung mit dem bedrohten Amurtiger hat. Ein Abschnitt ist auch aus Sicht eines Tigers geschrieben.
Mich hat das Buch sehr gefesselt und die verschiedenen Blickwinkel waren interessant zu lesen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, noch ein wenig bei dem aktuellen Protagonisten zu bleiben, in den ich gerade so richtig eingetaucht war, um zu erfahren wie es dort weitergeht. Letztlich hat sich aber alles sehr gut zusammengefügt und die Abschnitte waren bewusst und gut so gewählt. Einzig das Ende hat mich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmackssache und dazu verrate ihr hier natürlich nichts.
- Stephan Orth
Couchsurfing in Russland
(58)Aktuelle Rezension von: HoldenNach der Besetzung der ukrainischen Krim durch Rußland, aber bevor dem aktuellen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine reiste Stephan Orth via Couchsurfing durch Rußland, von West bis Ost. Schwierig, unter diesen Bedingungen neutral über Russen und Rußland zu schreiben, auf jeden Fall sind wird auf die porträtierten jungen Russen angewiesen, wenn wieder eine Annäherung an Rußland erfolgen soll. Interessant, wie unterschiedlich die Russen über Deutschland, Europa und Putin urteilten, für mich als Brillenträger wichtig, daß einem im russischen Winter bei -40 Grad Celsius die Brille im Gesicht festfrieren kann. Leider fehlt ein Foto der bildhübschen Nestea-Trinkerin. Gowno!
- Mechtild Borrmann
Der Geiger
(144)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookNachdem ich „Feldpost“ gehört hatte und auch „Der Geiger“ in der Onleihe entdeckte, beschloss ich, diesen historischen Krimi direkt anzuhängen. Ich erhoffte mir einen Wow-Moment wie bei „Trümmerkind“.
Anfangs tat ich mich sehr schwer, überhaupt erstmal in der Geschichte anzukommen.
Das lag mit Sicherheit zum einen an den Namen, die mir nicht so geläufig sind. Zum anderen aber auch an dem Erzählten an sich.Tatsächlich erwog ich das ein oder andere Mal, das Hörbuch abzubrechen.
Ich hielt dann doch bis zum Schluss durch, weil ich mich einfach immer wieder an mein überragendes Erlebnis mit „Trümmerkind“ erinnert habe und nicht wahrhaben wollte, dass ich mich zu sehr darauf versteifte.Die Charaktere sind im vorliegenden Roman eher stereotypisch dargestellt, die Handlung plätschert teilweise vor sich hin und die Wendungen sind oft vorhersehbar.
Doch Mechthild Borrmanns Schreibstil begeistert mich noch immer. Sie schreibt auf den Punkt, ohne Schnörkel. Ihre Recherchen sind präzise. Die Geschichten, die sie sich ausdenkt, berühren das Herz und lassen den Puls in die Höhe schnellen.
Sie sind wirklich dafür gemacht, in die Welt hinaus getragen zu werden. Deshalb werde ich auch nicht aufgeben und mir weitere Romane aus ihrer Feder besorgen.©2025 adlatb
- Toni von Atens
Zwei Angsthasen in Sibirien: Ein Reisetagebuch zum Schmunzeln
(11)Aktuelle Rezension von: StreiflichtDa ich von der Autorin Toni von Atens bereits das Buch „Zwei Angsthasen in China“ gelesen hatte und es sehr interessant fand, war ich natürlich umso neugieriger auf dieses Buch. Wieder reisen die beiden Freundinnen gemeinsam in unbekanntes Gebiet. Dieses Mal nur zu zweit und nach einer für sie erarbeiteten Route. Natürlich wird es wieder sehr ereignisreich und lustig – zumindest für den Leser und sicherlich auch im Nachhinein, wenn man wieder gemütlich zu Hause auf der Couch sitzt.
Gut gefällt mir der beschreibende Stil, in dem Toni von Atens erzählt. Oft minutiös und auch kleine Begebenheiten, sodass es ist, als wäre man als Leser direkt dabei. Man ist ganz nah dran. Wie in einem Reisetagebuch, in dem oft eher Kleinigkeiten wichtig werden und nicht die großen Sehens-würdigkeiten. Die beiden Reisenden machen sich viele Gedanken und tun sich nicht immer leicht – genauso, wie es einem ergeht, wenn man in einem so fremden Land unterwegs ist. Ich denke, es war noch Glück, dass Toni wenigstens noch ein paar Worte Russische konnte. Sollte ich jemals in diese Gefilde aufbrechen, weiß ich das hoffentlich noch und lerne vorher auch ein bisschen was.
Ich musste immer wieder schmunzeln und wundere mich, dass die beiden Freundinnen überhaupt noch reisen wollen und das, obwohl sie doch selbsternannte Angsthasen sind. Gleichzeitig er-scheint es nie übertrieben oder so als würde etwas aufgebauscht, nur weil es in einem Buch bes-ser klingt. Und gerade das gefällt mir auch sehr. Es sind eben ihre Erfahrungen und Eindrücke und die sind bei jedem anders.
Ein authentischer und ganz persönlicher Reisebericht, den ich genossen habe, auch wenn mir der von China besser gefallen hat. Auf den Bericht, der die Indienreise beschreibt, bin ich nun noch gespannter! Dort war ich selbst schon und bin neugierig, wie sich unsere Erfahrungen überschneiden oder unterscheiden. - Laura Steven
Our Infinite Fates
(215)Aktuelle Rezension von: DarkOceanMeine Meinung zum Buch:
"Our Infinite Fates" von Laura Steven war ein etwas schwermütiger und definitiv sehr emotionaler Einzelband. Ich fand das Grundthema mit der ewigen Wiedergeburt wirklich sehr faszinierend ausgestaltet. Auch das die Handlung immer wieder zwischen der Gegenwart der Hauptcharaktere und ihren vergangenen Leben hin und her wechselt, war wirklich sehr spannend und der flüssige Schreibstil hat einen durchs Buch getragen.
Nur mit den Charakteren bin ich leider nicht so wirklich warm geworden, aber sonst war alles andere drum und dran wirklich toll gemacht und vor allem das bittersüße Ende hat dann nochmal alles getoppt. Deswegen kann ich insgesamt sagen, dass mit dieses besondere Fantasy Buch hier gut gefallen hat und ich kann es auf jeden Fall allen weiterempfehlen, die nach einem Buch suchen, welches sie so schnell nicht mehr vergessen werden.
- Marcel Theroux
Weit im Norden
(41)Aktuelle Rezension von: GrauerVogelDie volle Rezension ist auf meinem Blog zu finden:
http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/07/rezension-weit-im-norden.html
Makepiece Hatfield ist die letzte Einwohnerin der ehemaligen Quäkerstadt Evangeline. Der Kampf um Nahrung und Ressourcen ließen die Stadt zunehmend im Chaos versinken, bis sie schließlich dem Untergang geweiht war. Makepiece führt ein einsames Leben, bis sie eines Tages auf Ping trifft. Die Bekanntschaft mit einem anderen Menschen verändert ihre Sicht auf das Leben und wir begleiten Makepiece auf ihrer langen Reise, die ihr zeigt, wie die Welt außerhalb von Evangeline mittlerweile aussieht. Durchzogen ist das ganze von Erinnerungen, die uns rückblickend erklären, was genau in Evangeline und mit Makepiece geschehen ist.
Die genauen Stationen ihrer Reise möchte ich jetzt nicht vorwegnehmen, jedoch fand ich sie fast alle sehr gut geschildert. Vor allem hat mir gefallen, wie realistisch einem immer wieder die Natur des Menschen vor Augen geführt wird. Es war fast schon überraschend, dass die Menschen meistens so beschrieben wurden, wie sie sich tatsächlich verhalten würden. So kennt man das nur aus wenigen Büchern.
Die Handlung enthielt gegen Ende leider einige Plotholes und Deadends, und driftete durch einen Gegenstands, der als das Danielsfeuer bezeichnet wird, auch leider in den Bereich SciFi oder Fantasy.
Die Rückblenden empfand ich zum Ende hin ebenso als zu überdramatisiert und etwas an den Haaren herbei gezogen, weil man sie eben immer weiter steigern musste, wie es scheint. Das war schade.
Bis auf diese Punkte hat mir das Buch aber sehr gefallen, vor allem die sibirische Lanschaft und die Tatsache, dass der Fokus hier gar nicht so genau auf den Untergangs der Zivilisation gelegt wird, sondern auf das Überleben im nachfolgenden Abschnitt. Man erlebt weniger das große Ganze, sondern nur eine, sehr persönliche Geschichte. - Heather Morris
Das Mädchen aus dem Lager – Der lange Weg der Cecilia Klein
(73)Aktuelle Rezension von: Vampir989Inhaltsangabe
Nach dem weltweiten Erfolg des Bestsellers »Der Tätowierer von Auschwitz« das neue Buch der Autorin Heather Morris
Ihre Schönheit rettete ihr das Leben – und wurde ihr zum Verhängnis
1942: Cecilia Klein ist sechzehn Jahre alt, als sie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert wird. Fasziniert von ihrer Schönheit, trennt der Kommandant des Lagers sie von den anderen Gefangenen und missbraucht sie regelmäßig. Cilka lernt schnell, dass ihre unfreiwillige Machtposition Überleben bedeutet. Doch nach der Befreiung von Auschwitz wird Cilka von den Russen als Kollaborateurin angeklagt und in das brutale Gefangenenlager Workuta in Sibirien geschickt. Dort steht sie vor neuen und gleichzeitig schrecklich vertrauten Herausforderungen. Unter unvorstellbaren Bedingungen muss sie die Kranken im Lager versorgen. Doch sie stellt auch fest, dass in ihrem Herzen trotz allem Elend noch Raum für Liebe ist.
Meine Meinung:
Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.Wieder einmal hat mich die Autorin mit dieser Lektüre völlig überzeugt.Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Ich lese sehr gern Bücher über den Nationalsozialismus und die Zeit danach.
Ich habe Cecilia kennen gelernt und sie eine Weile begleitet.Dabei erlebte ich viele erschreckende Momente.Die Autorin hat hier wirklich ein aussergewöhnliches Werk erschaffen.Es beruht auf wahren Begebenheiten und das mich sehr bewegt.Durch die sehr eindringliche und bewegende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Vor meinen Augen sah ich Cilka,das Lager in Ausschwitz.den Kommandant und später das Gefangenlager in Workuta.Alles wird so klar und deutlich beschrieben.Bei manchen Szenen musste ich einfach weinen.Vieles hat mich sehr bewegt,berührt und mitgenommen.Was für Leid,Schmerz,Verzweiflung und Qualen mussten die Menschen damals erleiden.Doch es gab auch Hoffnung,Liebe und Mut.Die Autorin hat es hervorragend verstanden Gefühle und Emotionen zum Ausdruck zu bringen.Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.
Auch das Cover ist passend zu dieser Geschichte.Ich vergebe glatte 5 Sterne.
- Sylvain Tesson
In den Wäldern Sibiriens
(21)Aktuelle Rezension von: Petra54Man sollte meinen, dass ein Tagebuch über sechs Monate mit täglichen Eintragungen langweilig und zumindest peinlich ist. Das ist in diesem Buch nicht der Fall.
Sylvain Tesson beschreibt seinen Alltag mal mit einem einzigen Satz und ein anderes Mal verwendet er eine sehr blumige Sprache wie: "Ich laufe über den Kuchen eines nördlichen Gottes" oder "Ich trinke die Locken an der Brust des Himmels".
Für mich waren die Begegnungen mit ebenfalls in der Taiga lebenden Russen und die Beschreibungen deren Lebensart besonders interessant.
- Sam Eastland
Sibirisch Rot
(21)Aktuelle Rezension von: SatoSibirisch Rot - Pekkalas dritter Fall
Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges muss Pekalla auf Befehl Stalins zurück nach Sibirien, genauer nach Borodok, dem Arbeitslager in welchem er neun Jahre verbracht hatte. Er soll dort den Mord an einem Häftling aufklären, ungewöhnlich, das Stalin das Ende eines Häftlings interessiert - und er muss verdeckt ermitteln, was bedeutet das Pekalla als Häftling in diese Hölle zurückkehrt.
Aber das ist nicht alles, was sich aus seiner Vergangenheit ans Licht bewegt. Der getötete Gefangene hatte während der Revolution zu den Truppen gehört, welche das Zarengold nach Sibirien in Sicherheit bringen sollten. In den Wirren der Kämpfe geriet ein Großteil des Goldes in die Hände der Roten und die Truppen wurden geschlagen, die Überlebenden landeten in den Gulags.
Als Pekalla in Borodok eintrifft leben noch drei ehemalige Weißgardisten, noch immer hoffend, ihr ehemaliger Ko0mmandeur kommt sie befreien. Doch dieser ist eigentlich tot, erschossen vor Pekallas Augen, jedoch stellt sich heraus, das es sich dabei um einen Doppelgänger handeltet und der Oberst bereits im Lager versteckt lebt. Und sein Erscheinen gilt weniger der Befreiung seiner Leute als vielmehr jenem Teil das Zarengoldes, welchen er retten konnte und auf der Flucht versteckt hat.
Ein von Anfang bis Ende spannendes Buch, die Erzählung ist durchsetzt von Rückblenden in die Zeiten vor und während der Revolution. Geschichtlich gut recherchiert bietet Sam Eastland einen interessanten Überblick der Ereignisse in Sibirien zwischen 1918 und 1920, insbesondere zum Zug der tschechoslowakischen Legion, eine heutzutage weithin unbekannte Partei in dem Spiel um die Macht.
Für mich der bislang beste Pekalla - vorbehaltlos zu empfehlen.
- Szczepan Twardoch
Kälte
(12)Aktuelle Rezension von: Ulf_BorkowskiSzczepan Twardochs „Kälte“ ist ein eindrucksvoller, sprachlich kraftvoller Roman, der seine ganz eigene Atmosphäre entfaltet. Das Buch lebt von einer dichten, oft düsteren Stimmung, von historischen Verwerfungen, inneren Spannungen und jener existenziellen Härte, die Twardoch so präzise zu gestalten weiß. Dabei gelingt ihm nicht nur ein erzählerisch ambitionierter Stoff, sondern auch ein Roman, der in seiner Wucht und Konsequenz lange nachhallt.
Besonders stark ist, wie Twardoch seine Figuren zeichnet: nie schlicht, nie gefällig, sondern voller Brüche, Ambivalenzen und innerer Kämpfe. Gerade darin liegt die Qualität des Romans. „Kälte“ will nicht bloß unterhalten, sondern fordert Aufmerksamkeit, Geduld und Bereitschaft, sich auf eine sperrige, schwere Welt einzulassen. Wer genau das sucht, wird reich belohnt.
Ganz ohne Einschränkung ist meine Begeisterung allerdings nicht. Das Buch hat durchaus Längen, manche Passagen wirken etwas ausgedehnt und nehmen dem Roman zeitweise sein Tempo. Doch selbst dort bleibt Twardoch stilistisch so souverän und gedanklich so präsent, dass man ihm gern folgt. Die erzählerische Kraft, die atmosphärische Dichte und die intellektuelle Schärfe überwiegen am Ende deutlich.
„Kälte“ ist damit kein leichter, aber ein beeindruckender Roman: anspruchsvoll, dunkel, klug und literarisch stark. Ein Buch, das nicht immer straff erzählt ist, gerade in seiner Gesamtwirkung aber überzeugt.
- Ruta Sepetys
Und in mir der unbesiegbare Sommer
(114)Aktuelle Rezension von: JorokaWas wäre, wenn man von jetzt auf gleich aus seinem Leben gerissen würde? Verschleppt in eine tausende Kilometer entfernte eisige Ödnis. Diese Geschichte handelt von einem 15jährigen Mädchen, welchem genau das passiert. Sie wird mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder im Sommer des Jahres 1941 von der sowjetischen Geheimpolizei abgeholt und muss sich in einem engen Wagon mit vielen Mitleidenden auf den Weg in eine völlig ungewisse Zukunft machen. Schon auf der langen Fahrt sterben unter unmenschlichen Bedingungen zuerst die kleinen Kinder wie die Fliegen.
Litauen wurde ebenso wie Estland und Lettland während des 2. Weltkrieges von der Sowjetunion okkupiert. Recht bald begann die Selektion unter der Bevölkerung. Alles, was nur nach Regimekritik roch, wurde samt kompletter Familie nach Sibirien verfrachtet. Dieser Prozess wurde durch den Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion gestoppt und durch die fast vollständige Ausrottung der jüdischen Bevölkerung der baltischen Staaten ersetzt.
Die Ich-Erzählerin Lina schildert das abgrundtiefe Erleiden von Hunger, Durst, Krankheit, Gewalt und dem völligen Entzug der menschlichen Würde. Von ihren Bewachern werden sie verhöhnt, gequält und schlimmer als Tiere behandelt. Doch eine Flamme tief in ihrem Inneren lässt sie kämpfen und hält einen Hoffnungsrest am Leben, in Bälde wieder mit ihrem Vater, der separat inhaftiert wurde, vereinigt zu sein und eines Tages wieder in ihre geliebte Heimat zurückkehren zu können.
Die Geschichte endet nach dem zweiten Winter in der Verbannung. Doch noch 10 weitere sollten Folgen. Und auch nach der Rückkehr musste das Erlebte aus Furcht vor weiteren Repressionen unter dem Mantel der Verschwiegenheit bleiben.
Nach den ersten 300 Tage Martyrium wurde Lina durch eine willkürliche Verlegung ins Niemandsland am Polarkreis von Andrius getrennt, der ihr bis dato beistand und zu dem sie eine tiefe Zuneigung entwickelt hatte. Doch sie schworen beim letzten Aufeinandertreffen, sich nicht zu vergessen und wieder zu finden.....
Das Buch hat mich einfach gefesselt. Es ist packend zu lesen und geht mitunter ganz schön an die Nieren. Vieles erinnert an das Leid der jüdischen Bevölkerung während der NS-Zeit. Natürlich wusste man auch schon zuvor, dass die Sowjetunion unter Stalin nicht gerade zimperlich mit Menschen umgegangen ist. Doch dies nochmals anhand eines Einzelschicksals vor Augen geführt zu bekommen, hat eine nachdrückliche Intensität.
Fazit: Eine (zwar fiktive, aber stellvertretende) Geschichte, die nicht unberührt lässt.
- Masashi Tanaka
Gon 3
(3)Aktuelle Rezension von: YoyomausZum Inhalt:
Tyrannosaurier Gon begibt sich auf die Reise durch die Welt der Tiere. Diesmal geht es den großen Amazonas hinunter, ins australische Outback und ins kalte Sibirien. Ob Krokodil, Giftpilz oder Sibirischer Tiger. Gon hat immer die Oberhand. Geht mit Gon auf Safari in wunderschönen und atemberaubenden Bildern! Und das ganz ohne Text!
Gon liefert in seinem dritten Abteuer wieder einen spektakulären Einblick in die Welt der Natur und Tiere. Detailliert zeichnet Masashi Tanaka die tierischen Protagonisten, lässt sie lachen, weinen, wütend werden. Er schafft es trotz der Details nicht zu übertreiben und der Natur in ihren Details treu zu bleiben. So erlebt Gon ein Abenteuer am Amazonas, wo er sich gegen Piranhas behaupten muss und mit Walen schwimmen geht. Er besucht Australien, wo er bei den Koalabären lebt, mit Kängerus gegen Dingos boxt und mit Nasenigeln Dingos ind ie Flucht schlägt. Er geht auf Pilzsuche mit Waschbären und Bären und erlebt, dass Pilze nicht nur glücklich machen können, sondern auch böse Halluzinationen hervor rufen können. Und er besucht die sibirische Steppe, wo er bei einer Wolfsfamilie lebt, die ihre Mutter verliert und deren Wolfswelpen er sich annimmt. Die Geschichten um Gon machen einfach Spaß. Sie sind humorvoll und verständlich, auch ganz ohne Text. Die Zeichnungen sind wunderbar anzusehen und sind ein MUSS für jeden Mangaka und Zeichner.
Einfach nur mega. - Ella Zeiss
Wie Gräser im Wind
(66)Aktuelle Rezension von: SchimmerEs mag vieles an Fiktion in diesem Roman stecken, was die Handlung, die konkrete Situation und die Charaktere der Protagonisten betrifft, aber es bleibt die geschichtliche Tatsache, wie deutschstämmige Familien in Russland nach der Oktoberrevolution schikaniert und der Willkür der Machthaber ausgesetzt waren. Erschreckend und schockierend!
Mit persönlich beschäftigt die Frage: wie würden die Menschen heute in dieser Situation reagieren? Gäbe es den Anstand und die Solidarität der Betroffenen untereinander, die Hilfsbereitschaft, der Respekt der Kinder ihren Eltern gegenüber?























