Bücher mit dem Tag "siegfried"
9 Bücher
- Helene Sommerfeld
Die Ärztin - Das Licht der Welt
(149)Aktuelle Rezension von: Laura-SonnenblumeRicardas Geschichte beginnt 1876 als sie, mit nur 13 Jahren, der Grafentochter das Leben rettet. Als Dank nimmt sie die Komtess, die Ärztin ist, mit nach Berlin und ermöglicht ihr so eine bessere Schulbildung. Ricarda erkennt schnell die Missstände vor allem in den ärmeren Vierteln in Berlin und wünscht sich schon bald selbst als Ärztin zu arbeiten und diesen Menschen helfen zu können. Doch sie ist eine Frau...
Ricarda ist eine sehr starke Protagonistin, die für das kämpft, was sie sich erträumt. An einigen Stellen kam mir dieses "Kämpferische" und "Eigenständige" aber leicht unrealistisch vor. Ich konnte auch teilweise einige Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte mag ich Ricarda als Charakter und fand es schön sie auf ihrer "Reise" zu begleiten.
Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr schöner Art und Weise mit Frauenrechten, Zuständen in der Medizin und Zuständen in den ärmeren Vierteln Berlins. Diese Mischung in Kombination mit einem flüssigen Schreibstil, machen dieses Buch absolut lesenswert.
- Helmut de Boor
Das Nibelungenlied
(14)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzersehr gut wie Kriemhild und Brunhild streiten, wer den tolleren Ehemann hat. zeitlos - Auguste Lechner
Die Nibelungen - Parzival - Dietrich von Bern
(54)Aktuelle Rezension von: WortverzauberteInhaltSiegfried ist ein echter Heißsporn wie er im Buche steht. Er will wie alle anderen Recken im Reich seines Vaters Abenteuer erleben. Dazu hat er auch bald Gelegenheit. Nachdem sein Temperament ihn zu dem berühmten Schmied Mimir gebracht hatte und dieser ebenfalls mit dem jungen Prinzen nicht fertig wird, schickt dieser ihn auf die Suche nach dem Lindwurm - einem Drachen -, der in der Umgebung sein Unwesen treibt. Siegfried stellt sich dem Drachen und geht als Sieger hervor. Nach einem weiteren Intermezzo in Island mit der starken Brunhild und dem Erbeuten des Nibelungenschatzes gelangt er endlich nach Burgund an den Hof von Gunther und dessen Familie.
Hier in Burgund kann er das Herz der schönen Kriemhild erobern. Er wird zu einem engen Vertrauten Gunthers, weil er diesem geholfen hatte, Brunhild nach Burgund zu holen. Doch wegen der Missgunst der isländischen Königin gerät Siegfried in eine Intrige, die ihm das Leben kostet. Obwohl er nach dem Sieg über den Drachen in dessen Blut gebadet hatte, war er trotzdem an einer Stelle seines Körpers nicht unverwundbar. Diesen Vorteil nutzten Hagen und Brunhild aus und ermordeten den Drachentöter feige.
Für Kriemhild beginnt nach dem Tod ihres Geliebten eine lange Zeit des Trauers und des Schmerzes. Erst das Heiratsangebot des Hunnenkönig Etzel gibt ihr wieder Kraft und Mut. Mit den Hunnen in der Hinterhand will sie sich endlich an den Mördern ihres Gatten rächen....
Mein EindruckDieser Mythos hat - finde ich - alles, was eine gute Geschichte haben sollte: Liebe, Verzweiflung, Rache, Eifersucht, Mord. Naja, die meisten Mythen haben diese Themen als Leitfaden ☻ Doch das Besondere hier ist, dass Hauptfigur nun mal eine Frau ist, nämlich Kriemhild. Kriemhild ist nicht nur schön, sondern auch intelligent. Sie weiß, was sie will und kann auch geduldig abwarten, bis sie ihr Ziel in die Tat umsetzen kann. Wie heißt es so schön: Jeder sollte sich vor rachsüchtigen Frauen in Acht nehmen. Auch hier in dieser Geschichte gilt diese Devise. Hagen von Tronje ist so überheblich und von sich und seinen Entscheidungen überzeugt hat, dass er dabei die burgundische Königin und ihren Zorn und Hass auf ihn unterschätzt. Ich war hin und weg.
Normalerweise ist die altdeutsche Sprache nicht so mein Fall, aber diese Aufbereitung hier war ein echter Lesegenuss. Auch der Aufbau hat mir gut gefallen. Eigentlich kenne ich die Sage - in der Schule musste ich das schon einmal lesen und es hat mich da nicht so vom Hocker gehauen - so, dass die Jugend von Siegfried rückblickend in dem Lied vorkommt, daher war es schön, dass diese an den Anfang des Liedes gestellt worden ist. Das hat die Geschichte wirklich rund gemacht.
FazitAuguste Lechner hat den Mythos um die Nibelungen gut neu aufbereitet. Das Lesen hat Spass gemacht. Besonders das Sprachbild - zeitgemäß, statt althochdeutsch - trugen dazu bei, dass man dem roten Faden der Geschichte leicht folgen konnte. Die Autorin hat es verstanden, den Mythos dem Leser lebhaft und spannend näher zu bringen. Auch ist sie der Thematik treu geblieben und hat nicht versucht, eine neue Interpretation des Stoffes zu bieten. Für mich ein absolut gelungenes Buch und eine Geschichte, die man immer wieder lesen kann. - Anna Kindermann
Siegfried der Drachentöter
(7)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarSiegfried, der Drachentöter – Das größte deutsche Heldenepos der Nibelungensaga spannend für Kinder erzählt! Der junge Königssohn Siegfried gilt als unbesiegbar und zieht unerschrocken durch die Welt. Eines Tages trifft er in einem Lindenwald auf einen Drachen und tötet diesen im Kampf. Seinen Körper bestreicht er mit Drachenblut, das ihn unbesiegbar macht. Fast, bis auf die Stelle auf der Schulter – schuld war ein Lindenblatt. Am Königshof zu Worms erfährt er, dass Prinzessin Kriemhild von einem Drachen entführt wurde. Für den Abenteurer ist sofort klar: Die Prinzessin wird gerettet. Nur, wo hält der Drache sie gefangen? Bis Siegfried zur Prinzessin gelangt, muss er einige Abenteuer überstehen …
Die Siegfried-Saga – zumindest der erste Teil – ist in kindgerechter Sprache hier präsentiert nach der Vorlage von Gustav Schwab. Es macht Spaß, die Fassung zu lesen, da sie die Tonalität für Kinder trifft. Lena Winkel hat dieses Buch herrlich illustriert. Aquarelle mit Zeichenstift kombiniert, in frischer Form in den Figuren, großformatig angelegt in Naturfarben, geben sie der Geschichte den visuellen Kick. Die Illustrationen bersten vor Dynamik. Der Klassiker wird vom Kindermann Verlag mit der Altersempfehlung ab 6 Jahren empfohlen. Das passt für mich. Ein Klassiker, den ich gern empfehlen mag.
Anna Kindermann, geboren 1987 in Berlin, hat u.a. in China und Frankreich studiert und gearbeitet, ehe sie 2015 die Bereiche Marketing und Foreign Rights im Kindermann Verlag leitete. Im Jahr 2020 übernahm sie die Geschäftsführung von ihrer Mutter Barbara Kindermann.
»Die zwölf Heldentaten des Herkules« war Anna Kindermanns Debüt als Autorin. Zuletzt erschien von ihr in der Reihe WELTLITERATUR FÜR KINDER das Werk »Der Sandmann«, neu erzählt nach E. T. A. Hoffmann.
Lena Winkel, geboren 1993 im Westerwald, studierte Illustration in Hamburg und Paris. Bereits seit 2014 illustriert sie Kinder- und Bilderbücher für diverse Verlage und veröffentlicht Comics und Zines in Eigenpublikation. 2022 wurde sie als Finalistin mit dem Comicpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung ausgezeichnet.
- Stephan Grundy
Rheingold
(67)Aktuelle Rezension von: Schlehenfee„Rheingold“ erzählt von Göttern, Menschen, Zwergen und anderen Fabelwesen, von der Gier nach Gold, von Liebe und Verrat, Schicksal und Kampf. Stephan Grundy orientierte sich an der „Völsunga Saga“, die auch Tolkien und Richard Wagner inspirierte und hat die Geschichte der Wälsungen und der Nibelungen für unsere Zeit in Prosa gefasst.
Anders als im Nibelungenlied wird die Erzählung auf die Geschichte des Schatzes und auf Sigfrids Vorfahren ausgeweitet. Mir gefiel vor allem ersteres sehr gut: wie die Brüder Fafnir und Regin sich vor Gier nach dem Gold entzweien und Fafnir schließlich durch eine Tarnkappe zum Drachen wird, der den Schatz in einer Höhle bewacht – im Berg, den man später als den Drachenfels bezeichnet. Es folgt die Geschichte der Wälsungen-Geschwister Sigmund und Siglind, die ich etwas langatmig fand. Im ersten Teil der Geschichte greifen die Götter Wotan und Loki noch sehr oft in die Geschicke der Menschen ein, später, im Nibelungen-Teil nur noch wenig. Dementsprechend fantastischer ist der erste Teil. Die christlichen Elemente fallen beinahe gänzlich weg.
Schließlich wendet sich die Handlung Sigfrid zu, der Tötung des Drachens und der schicksalhaften Begegnung mit Brünhild und den Burgundern. In einigen Punkten weicht die Völsunga Saga von der mittelhochdeutschen Fassung ab, der Autor verbindet wiederum manches und erschafft so eine stimmige, spannende Fassung. So ist Hagen in der nordischen Fassung Gunters Bruder, Krimhild ist die Mutter und Gudrun die Tochter, die Sigfrid heiratet.
Stephan Grundy schafft es, die Sage plausibel zu erzählen, die Handlung liegt dabei etwas im 4.- 5. Jahrhundert n. Chr. Römer spielen eine Rolle und die germanischen Stämme. Man kann sich alles gut vorstellen.Lediglich ein Glossar hätte ich mir noch gewünscht, um einige Begriffe besser erklärt zu bekommen.
Für diese hervorragende und stimmige Nacherzählung der „Völsunga Saga“ vergebe ich 4,5 Sterne. Ein paar kleine Schwächen waren vorhanden. Doch der Autor schafft es, die Sage wertfrei wiederzuerzählen. Grundy zeigt, dass Kampf, Tod und Gemetzel nichts Verehrenswertes sind und dass auch vermeintliche Helden irgendwann dieses Schicksal ereilt. Dies finde ich vor allem wichtig, da Elemente der nordischen Mythologie und des Nibelungenlieds leider bis heute in nationalistischen Kreisen verehrt werden.
- Andrea Instone
Emma Schumacher & Der elegante Tod
(12)Aktuelle Rezension von: Xanessa93Im dritten Band der Frl. Schumacher ermittelt-Reihe Der elegante Tod von Andrea Instone hat Emma gerade ihren neuen Job begonnen: Sie arbeitet nun im Modeatelier Dezière und kümmert sich auch dort um die Lieferanten und die Abrechnungen. An einem Samstag findet im Atelier eine Modenschau für die Kundinnen statt, neben diesen Kundinnen befinden sich auch einige Ehemänner im Publikum, aber auch das gesamte Personal befindet sich an diesem Abend im Geschäft. Als eine der Vorführdamen nicht pünktlich zum Beginn der Modenschau auffindbar ist, beginnen die Kolleginnen sich sorgen um Pola zu machen, doch erst einmal muss die Schau über die Bühne gehen. Erst danach findet Emma zusammen mit einem Kollegen die Kollegin: stranguliert im Keller. Emma soll sich unauffällig bei ihren Kollegen und Kolleginnen umhören, findet Kommissar Wertheim und so beginnt Emma mit ihren Ermittlungen.
Im dritten Band der Frl. Schumacher ermittelt-Reihe Der elegante Tod von Andrea Instone gibt es wieder einen Mord in Emmas direktem Umfeld und so wird sie wieder in die Ermittlungen mit reingezogen.
Ich mag Emma eigentlich ganz gerne, aber in diesem Band hat sie einige Dinge getan, die ich nicht verstanden habe: auf der einen Seite beschwert sie sich über das antiquierte Frauenbild ihrer Freunde, auf der anderen Seite scheint sie selbst diesem aber noch nicht entwachsen zu sein. Ich fände hier viel mehr Innensichten schön. Ich möchte doch wissen wie Emma auf ihre Ideen kommt und will mich in sie einfühlen können.
Siegfried, eigentlich ein Freund von Emma, vertritt diese antiquierten Ansichten über Frauen und Emma bietet ihm zwar die Stirn, lässt die Streits aber auf sich beruhen. Ich finde das was Siegfried sagt und denkt so furchtbar, dass ich mich frage auf welcher Basis die beiden eigentlich befreundet sind, wenn er solche Ansichten über Frauen und damit auch über Emma hat.
Auch die anderen Entwicklungen in Emmas Familie fand ich toll. Ich finde es zwar schade, dass ihre Tante und Alexej so viel arbeiten müssen und dass sie auch James so selten sieht, aber ich finde die Geschichten dieser Figuren toll. Auch Emmas Tante Tinni fehlte in dieser Geschichte sehr und ich hoffe ja irgendwie, dass sie und ihr Mann sich entscheiden werden zurückzukehren; einfach weil ich die Figuren so sehr ins Herz geschlossen habe.
Leider habe ich auch was die Ermittlungsarbeit angeht einige Schritte nicht verstanden. Warum geraten ihre Kolleginnen immer mehr in den Hintergrund? Würden diese nicht auch gute Mordverdächtige oder zumindest Zeuginnen, die man öfter befragen könnte, abgeben? Ursula und Nelly werden gegen Ende kaum noch erwähnt. Das fand ich sehr schade. Auch dass die Ehemänner der Zuschauerinnen, abgesehen von einem, überhaupt keine Beachtung fanden, obwohl es super plausibel gewesen wäre, dass einer von ihnen ein Motiv für Polas Ermordung hatte, fand ich total schade.
Abgesehen davon war für mich Der elegante Tod (Frl. Schumacher ermittelt 3) von Andrea Instone ein absoluter Pageturner und ich wollte den Band (bzw. den Reader) gar nicht mehr aus der Hand legen.
- Pascal Wokan
Die Einherjer: Tote Götter
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMeine Meinung zum Cover:
Das Cover ist mal wieder ein Traum und schon der Anblick entführte mich wider. Wie auch bei, den vorigen Bände, ist dieses farblich sehr schön gestaltet worden.
Meine Meinung zum Buch:
Ich habe mich sehr gefreut, wo ich erfahren habe das es doch noch weiter geht mit der Einherjer – Saga. Mittlerweile sind schon 400 Jahre vergangen und es hat sich so einiges verändert.
Pascal Wokan schafft es immer wieder mich in seine Welt zu entführen. Ich möchte dann nie wirklich wieder auftauchen. Ganz besonders nicht, wenn es so mega spannend ist wie wider in diesem Buch. Ich konnte wider nicht genug bekommen.
Wie er immer seine Charaktere und seine Landschaften, Orte beschreibt ist so gut, dass ich mir diese richtig vorstellen kann und sich Bilder vor meinen Augen entwickelten. Besonders gut finde ich wie der Autor die Kampfszenen beschreibt. Es verlief fast wie ein Film vor meinen Augen ab.
Immer wieder kann ich diese Saga empfehlen und freue mich schon bald den nächsten Band lesen zu können.
Mein Fazit:
Was soll ich sagen! Ich bin wieder völlig hin und weg und freue mich wirklich, dass die Einherjer – Saga weiter geht. Das Buch nahm mich wieder vollkommen ein und ließ mich nicht mehr raus. Es war wieder Spannen von Anfang an bis zum Ende. Ich kann die Saga nur empfehlen.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne
- Burkhard Neie
Die Nibelungen
(6)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚So hatte Siegfried alle, die gegen ihn zu kämpfen gewagt hatten, erschlagen oder besiegt, und nun war er der Herr über das Nibelungenland und den Nibelungenhort.‘ (Seite 10)
Xanten am Niederrhein: Der Königssohn Siegfried möchte bei Mime das Schmiedehandwerk erlernen, doch Mime will den Königssohn bald loswerden, der mit allen Gesellen Streit anfängt und mit dem niemand arbeiten möchte. Und so schickt Mime Siegfried unter dem Vorwand des Kohlenbrennens in den Wald und hofft, dass Siegfried auf den dort lebenden Drachen trifft und nicht mehr aus dem Wald zurückkehrt.
Doch der mutige und kampfgewandte Siegfried tötet den Drachen und ‚steckte den Finger in das dampfende Drachenblut, und siehe da, der Finger war von einer festen Hornhaut überzogen, daß kein Schwert ihn ritzen konnte. Da warf Siegfried rasch seine Kleider ab und bestrich sich von oben bis unten mit dem Drachenblut, so daß seine Haut hörnern wurde bis auf eine kleine Stelle am Rücken zwischen den Schultern, wo ein Lindenblatt hingefallen war.‘ (Seite 9)
Danach besteht Siegfried weitere Abenteuer, die ihn schließlich nach Worms an den Hof des Königs Gunther und zu dessen Tochter Kriemhild führen, um deren Hand er anhält und die er zur Frau nimmt, nachdem er Gunther zur Hochzeit mit Brünhild, der Königin von Island, verholfen hat.
Jahre später geraten Kriemhild und Brünhild in einen Streit, und Hagen von Tronje, ein enger Gefolgsmann Gunthers, trachtet Siegfried nach der Ehrverletzung seiner Herrin Brünhild nach dem Leben.
Ich habe in der Schule Teile des Nibelungenlieds gelesen, aber nie das gesamte Werk, obwohl ich große Wagnerianerin bin. Durch die wunderschön illustrierte Insel-Bücherei-Ausgabe habe ich es aber endlich geschafft, das komplette Heldenepos, das um 1200 entstanden ist, zu lesen.
Die Nacherzählung von Gretel und Wolfgang Hecht ist wirklich erstklassig: Das Epos lässt sich durchweg flüssig lesen, wird aber dennoch authentisch wiedergegeben und versetzt einen beim Lesen in eine andere Zeit.
Die Zeichnungen im Buch sind meisterhaft und machen ‚Die Nibelungen‘ zu einem noch größeren Vergnügen, als das Buch durch den wunderbar aufbereiteten Text ohnehin schon ist. Die stimmungsvollen Illustrationen mit den schönen Details inszenieren das Nibelungenlied auf perfekte Weise, so dass diese Geschichte um Liebe und Hass, Neid und List, Vergebung und Rache von Anfang bis Ende ein großes Erlebnis und ein echtes Leseabenteuer ist.
- Stephan Siegfried
ICH – 1%!?
(2)Aktuelle Rezension von: WedmaAuf rund 128 Seiten reinen Textes in 7 Kapitel aufgeteilt, beschreibt Stephan Siegfried, wie man Psychopathen im Alltag erkennt, und wie man sich sinnvollerweise ihnen gegenüber verhält. Dabei gibt es sowohl eine solide theoretische Basis samt Ausführungen renommierter Psychologen, Psychoanalytiker, etc. als auch etliche Beispiele der Betroffenen, die das Thema eingehend beleuchten.
Zum Autor: „Stephan Siegfried, geboren 1965 in Zürich. Studienabschluss der Jurisprudenz in Zürich. Seither Leidenschaft für Philosophie, Psychologie, Soziologie, Neurobiologie und Informationstechnologien mit entsprechenden zusätzlichen Aus- und Weiterbildungen nachdem er mehrere Male beruflich und privat sich mit ‚alltäglich-kriminellem‘ Verhalten auseinandersetzen durfte.“
Die 20 Kriterien der Psychopathy-Checklist (PCL-R) von Robert Hare beschreiben psychopathisches Verhalten sehr treffend und helfen, es zu erkennen. Dabei wäre zu beachten, dass viele Menschen einige Merkmale aufweisen können, nur bei der deutlichen Häufung kann man vom ausgeprägten psychopathischen Verhalten sprechen.
Die fünf Organisationskultur-Pathologien von Manfred Kets de Vries sind auch dabei, darunter: die dramatische, die paranoide, die schizoide, die zwanghafte Organisation. Auch drei Typen von Starallüren der Manager nach Holger Rust (Soziologe) sind durchaus bereichernd: der fröhliche Narzisst, der Angsthase, der berechnende Egomane.
Es wurden auch weitere Punkte genannt, wie man Manipulatoren am Arbeitsplatz an ihrem Verhalten erkennt, z.B.: „Ein Psychopath oder Soziopath:
-spricht hinter dem Rücken der Betreffenden schlecht über andere,
-macht andere lächerlich,
-verdächtigt andere, psychisch krank zu sein,
-beurteilt den Arbeitseinsatz in falscher und kränkender Weise,“ etc. S. 63.
Eine Liste von Joseph Carver, der 20 Warnsignale aus der Sicht der Opfer von Psychopathen festgehalten hat, ergänzt die o.g. Kriterien. Bei Carver geht es vielmehr um private Beziehungen. Die Heiratsschwindler, Erpresser und Betrüger legen i.d.R. so ein Verhalten an den Tag. Als Motivationsgrundlage wurde Befriedigung der Machtgelüste, der Minderwertigkeitskomplexe, finanzielle Bereicherung, uem. genannt.
Das Buch liest sich gut. Die Sprache ist aussagestark und klar. Der Stoff ist prima strukturiert und liefert genug Raum für eigene Überlegungen, sodass man aktiv mitlesen und das maximale Nutzen ziehen kann. Es ist ein Gespräch auf einer Augenhöhe, wie mit einem guten Bekannten, der sich gründlich Gedanken über die Psychopathen im Alltag gemacht hat.
Etliche schöne Zitate von Konfuzius, Gandhi, Aristoteles, etc. unterstreichen das Gesagte und vertiefen das ohnehin gehaltvolle Leseerlebnis. Zum Schluss gibt es auf 5 Seiten weitere inspirierende Sätze bekannter Denker. Und ganz am Ende findet man treffend formulierte Beschreibungen der Psychopathen im Alltag aus der Sicht der Betroffenen, und wie man sich als gutgläubiger Mensch da sinnvoll verhält. Glossar und „‚Urheberverzeichnis‘ als inspirative Quelle“ runden das Ganze ab.
Das Buch ist sehr schön gestaltet: Hardcover, schön gebunden, hochwertiges Papier, die Tinte strotzt vor Schwärze. Die Vielleseraugen freuen sich. Die Schrift hat eine angenehme Größe, es ist genug Text auf jeder Seite. Das Buch liegt prima in der Hand, ist nicht schwer.
Diese Inhalte, die dieses schöne, kluge Buch so wunderbar zusammenhält, sollte jeder Mensch, unabhängig vom Job und gesellschaftlicher Stellung, kennen, denn man ist als Opfer meist nur so lange für die Psychopathen interessant, solange man sie nicht durchschaut und durch eigene Gutgläubigkeit wie positive Lebenseinstellung ein perfektes Opfer für Manipulatoren darstellt. Sobald man das destruktive Verhalten aber erkennt, kann man entsprechende Schritte einleiten und somit den Schaden minimieren. Dieses Buch liefert das nötige Wissen, wie man die Psychopathen im Alltag erkennen und sich vor ihren Angriffen schützen kann.
Fünf wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung.
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