Bücher mit dem Tag "sigmund freud"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sigmund freud" gekennzeichnet haben.

108 Bücher

  1. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (410)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH

    Die Geschichte an sich ist gar nicht so schlecht. Eine Zeit, als die Nazis immer mehr in den Fokus geraten, eine interessante Bekanntschaft mit Freud, aber der Hauptprotagonist ist so farblos und naiv...

    Meine Schwester hat mir das Buch empfohlen, aber leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Die Story zieht sich in die Länge und ich weiß echt nicht, was viele an Seethaler so toll finden. Sein Schreibstil ist eher mäßig.

    Mein Fazit:

    Keine schlechte Story, aber viel zu viele Längen, die das Lesen beschwerlich machen. Kann man lesen, ist aber definitiv kein Muss!

  2. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  3. Cover des Buches Die Tänzerin von Paris (ISBN: 9783746633169)
    Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris

     (68)
    Aktuelle Rezension von: BookloveArya

    Inhalt: Lucia Joyce ist eine junge aufstrebende Tänzerin im Paris von 1928. Ihr Vater, der begnadete Schriftsteller James Joyce, bemüht sie als seine Muse und nimmt sie vollkommen in Beschlag. Ihrer Mutter, sehr konservativ, ist ihr Tanz ein Dorn im Auge. Lucia sieht sich immer wieder gezwungen, zu versuchen, gegen ihre Eltern aufzubegehren, was ihr nicht immer gelingt. 

    Cover: Das Cover ist dem Inhalt entsprechend, eher historisch angehaucht und zurückhaltend gestaltet. Aber trotzdem ansprechend, wenn einem biografische Romane gefallen. 

    Protagonisten: Lucia ist der Dreh und Angelpunkt des Buches, da es auch um ihr Leben geht. Zu Beginn ist es etwas verwirrend in ihre Gedanken einzutauchen, da nicht alles klar wird, wie sie es meint. Im Laufe des Buches versucht sie immer wieder, sich zu entwickeln, wird aber immer wieder von ihrer Mutter oder ihrem Bruder Giorgio zurück in alte Muster geworfen. Sie kann sich nie so richtig aus den Fängen ihrer Familie herauskämpfen, was schwierig zu bewerten ist, da es zu der Zeit meistens wirklich so gewesen ist. Daher liegt es mir in dieser Rezension tatsächlich fern, Lucia an sich zu bewerten, sondern nur ihre Eigenarten hervorzuheben. 

    Als zweiten Hauptprotagonisten könnte man wohl ihren Vater nehmen, da auch er eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt, auf ihn will ich aber nicht weiter eingehen, da seine Welt noch schwieriger zu verstehen war, zu Anfang jedenfalls bis man sich in das Buch eingelesen hat.

    Handlung: Lucias Tanzausbildung und ihr Freiheitsdrang wird sehr gut dargestellt. Die Handlung folgt einem logischen roten Faden. Auch wenn die Zeitsprünge hin und wieder etwas irritierend waren auf den ersten Seiten. Glücklicherweise steht über jedem Abschnitt wann und wo der Leser sich befindet. Die Handlung ist ebenfalls sehr gut recherchiert, es ist zwar ein fiktionaler Roman, aber die Autorin hat auch biografische Aspekte eingebaut und zuvor eindeutig ihre Hausaufgaben gemacht, was das Buch zu einem angenehmen Leseerlebnis gemacht hat.

    Schreibstil: Die Autorin schreibt durchaus etwas anspruchsvoller zwischendurch, hat aber einen angenehmen Schreibfluss, was das Lesen sehr leicht macht. Ich kam sehr flüssig durch das Buch und finde den Stil der Autorin sehr gekonnt.

    Fazit: Einen biografischen Roman zu bewerten, ist schwieriger als eine ganz erfundene Geschichte, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kam sehr schnell durch die Seiten, nachdem ich ersteinmal drin war. Ich empfehle es auf jeden Fall jedem, der in Richtung Tanz und Geschichte interessiert ist oder auch einfach nur eine wunderbare Geschichte für zwischendurch sucht.

  4. Cover des Buches Und Nietzsche weinte (ISBN: 9783492243285)
    Irvin D. Yalom

    Und Nietzsche weinte

     (395)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    „Und Nietzsche weinte“ ist ein erstaunlicher Roman des amerikanischen Psychoanalytikers Irvin Yalom, in dem die wechselseitige Behandlung Friedrich Nietzsches und Josef Breuers zentrales Handlungselement ist. Warum erstaunlich? Weil es Yalom gelingt, in ausholenden, lebendigen und tiefgründigen Dialogen zu erzählen, ohne das gesprochen Wort öfter als nötig zu verlassen, um etwa die Umgebung zu beschreiben. Auf diese Weise liefern die Personen scheinbar von sich aus alle Informationen, die sie ausmachen - notfalls ergänzt durch einen inneren Monolog. Selbstredend kann Yalom nicht „den ganzen Nietzsche“ referieren oder „die komplette Geburt der Psychoanalyse“ - sollte er auch besser nicht -, aber dennoch lernt man beides gut kennen. Dabei fühlt man sich keineswegs schulmeisterlich belästigt, sondern stets auf lehrreiche und humorvolle Weise unterhalten. Das Erstaunlichste aber war für mich: Nitzsche und Breuer haben sich wahrscheinlich nie getroffen. Der Roman ist von vorn bis hinten das, was ein Roman sein sollte: gelungene Fiktion. Chapeau!

  5. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Von Garibaldis Zug der Tausend über die Pariser Kommune, bis hin zur Dreyfus-Verschwörung lässt Umberto Eco seinen Protagonisten Simonini an einigen der aufregendsten historischen Begebenheiten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilhaben - und auch an jedem negativen Vorurteil, das damals wie heute über Juden, Freimaurer, Ausländer und Frauen existiert hat.

    Ecos Roman ist eine Enzyklopädie der Macht des Vorurteils und Simonini ist über die ganzen 68 Jahre seines lügnerischen Lebens hinweg dessen Nutznießer: ohne die geringsten Gewissensbisse mordet, verleumdet und betrügt er mal für diesen und jenen Geheimdienst, aber meistens für seinen eigenen, finanziellen Vorteil. Das Leben dieses homo horribilis wird von Eco derart augenzwinkernd und intelligent ausgebreitet, dass man trotz des zutiefst unsympathischen Hauptcharakters Seite um Seite dieses Romans gierig verschlingt.

    Einen Stern Abzug gibt es von mir für das letzte Drittel des Buchs, bei dem ich teilweise einige Seiten nur noch überflogen habe - man kann meiner Meinung nach nur eine begrenzte Anzahl antisemitischer Kommentare französischer Belle Époque-Fuguren am Stück ertragen. Auch die schwarze Messe war etwas too much für mich.

    Unter dem Strich dennoch ein hervorragender Roman mit geschliffenen Dialogen und feiner Charakterzeichnung, der einmal mehr unter Beweis stellt, welch großer Erzähler Umberto Eco war.

  6. Cover des Buches Die Kunst des Liebens (ISBN: 9783548377513)
    Erich Fromm

    Die Kunst des Liebens

     (245)
    Aktuelle Rezension von: lesebegierig

    „Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld und Macht. Unsere gesamte Energie verwenden wir darauf, zu lernen, wie wir diese Ziele erreichen, und wir bemühen uns so gut wie überhaupt nicht darum, die Kunst des Liebens zu erlernen.“-Erich Fromm in „Die Kunst des Liebens“

    In meinen Lernpausen lese ich gerade „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Ich bin schon fast fertig und ich bin jetzt bereits begeistert von diesem Buch. In seinem Werk diskutiert Erich Fromm die Liebe in allen ihren Aspekten und Formen, die weit über ihre romantische Vorstellung hinausgehen und beleuchtet die Praxis der Liebe. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die Möglichkeit zu Lieben in der westlichen kapitalistischen Gesellschaft, ein Thema, das nach über 60 Jahren kaum an Aktualität verloren hat. Erich Fromm bringt komplexe Gedanken in einer gut verständlichen und anschaulichen Sprache auf den Punkt. Das Buch regt mich sehr zum Nachdenken an und ich komme beinahe dem Markieren und Unterstreichen der vielen tollen Textstellen nicht mehr hinterher. Sehr lesenswert!

  7. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (644)
    Aktuelle Rezension von: Gellek

    Idtenität und Persönlichkeit im Fokus unserer Zeit. Lesenswert!

  8. Cover des Buches Die Tochter meines Vaters (ISBN: 9783492062541)
    Romy Seidel

    Die Tochter meines Vaters

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Wien 1923: Anna, die jüngste Tochter Sigmund Freuds, überzeugt ihren Vater davon, in der elterlichen Wohnung eine eigene Praxis einzurichten. Sie will sich der Analyse von Kindern widmen und damit einen Schritt in eine neue Richtung aufzeigen. Anfangs von so manchen belächelt, beweist Anna, dass es sich lohnt, an ihren Traum zu glauben und diesen zu verfolgen. Auch wenn ihr so mache Hürde auferlegt wird.

     

    Die Autorin Romy Seidel zeigt uns die enge Verbindung zwischen Anna und ihrem Vater auf. Wir beobachten einen Zeitraum von 1922 bis zur Flucht vor den Nazis und die Anfangsjahre im Londoner Exil. Wir erfahren einiges über ihr anfängliches Interesse für die Psychologie, ihre jungen Patienten und ihre Gründung einer Schule (und später Kinderheime für Waisenkinder). Doch trotz ihrer eigenen Arbeit und ihrer Träume scheint Anna immer das Leben ihres Vaters in den Vordergrund zu rücken und wird von seiner Tochter wie selbstverständlich erst zur Vertrauten und Assistentin und zuletzt zu seiner Pflegerin.

     

    Ungewöhnlich für die damalige Rolle der Frau hat Anna ein Leben mit Mann und Kindern nie für sich in Erwägung gezogen. Sie entscheidet sich für eine ungewöhnliche Beziehung zu ihrer Freundin und Vertrauten Dorothy, die der Zufall mehr oder weniger in ihr Leben katapultiert hat. Mit viel Empathie beschreibt die Autorin diese Beziehung und lässt zwischendurch Raum für eigene Gedanken.

     

    Im Nachwort erfahren wir einige reale Fakten und lesen auch über die Ambitionen der Autorin, warum sie sich Anna Freud als Romanheldin ausgesucht hat. Seidel klärt über die tatsächlichen Ereignisse auf und zeigt auch die Nebenfiguren, die Annas Weg kreuzten – tatsächlich und im Roman.

     

    Der Schreibstil der Autorin ist locker und liest sich flüssig, manche Ereignisse berühren und lassen Spielraum für Interpretationen. Gerne hätte ich noch mehr über die Arbeit Anna Freuds gelesen und werde mir sicherlich noch zusätzliche Literatur suchen.

     

    Wir erhalten hier nur einen kleinen Einblick in das Leben Annas und trotzdem kann man ihre Persönlichkeit gut ausmachen. Die Stärke und Präsenz ihres Vaters prägte auch ihr Leben und ihre Träume. Gerne vergebe ich 4 Sterne

  9. Cover des Buches Münchhausen (ISBN: 9783551763037)
    Flix

    Münchhausen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Wer kennt sie nicht, die Lügengeschichten des Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, der von 1720 bis 1792 lebte? Egal, wo die Quellen dieser Geschichten tatsächlich zu suchen sind, sie haben die Zeiten überlebt und wurden in sehr vielfältiger Art und Weise wiedergegeben. Dabei sind es sehr viele Geschichten, die dem Baron zugeschrieben wurden, von denen sich ein Teil in der Graphic-Novel-Adaption von Flix wiederfinden.

    Flix übernimmt jedoch nicht einfach nur die Geschichten eins zu eins, sondern wandelt sie in seinem Sinne ein wenig um. Als erstes verfrachtet er den Baron ins Jahr 1939 und platziert ihn in London, wo er auf den Psychiater Sigmund Freud trifft (Freud verstarb tatsächlich am 23. September 1939 in London), der herausfinden soll, ob die Geschichten des Barons wahr oder falsch sind. Die Krone möchte gern herausfinden, ob Münchhausen ein Spion ist oder nicht.

    Die Lügengeschichten haben durchaus ihre humorvollen Seiten, die Flix mit sehr viel Charme hervorkitzelt. Er verleiht der Hauptfigur eine sehr sympathische Seite und mit viel Witz entsteht ein Gespräch zwischen ihm und Freud, wobei der Untertitel “Die Wahrheit über das Lügen” voll zum Tragen kommt. Vor allem verbindet er die einzelnen Lügengespinste zu einer zusammenhängenden Geschichte. Dadurch, dass es mittlerweile sehr viele Geschichten gibt, die dem Baron zugeschrieben werden, wundert es wenig, dass sich hier nur eine Auswahl befindet.

    Zeichnerisch ist das Buch sehr genial umgesetzt. Und das nicht nur, dass Flix sich eine kleine Überraschung gegen Ende des Buchs ausgedacht hat, die ich an dieser Stelle natürlich nicht verrate.

    Fazit

    Flix ist eine sehr sympathische und humorvolle Adaption von Münchhausens Lügengeschichten gelungen. Zeichnerisch wie erzählerisch konnte mich das Buch überzeugen, so dass mir gar keine andere Wahl bleibt, außer es zu empfehlen.

  10. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  11. Cover des Buches Ida (ISBN: B07F2JX3C7)
    Katharina Adler

    Ida

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der petite hystérie und der verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, "um die Befriedigung brachte, sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien". Von ihr, die eigentlich Ida hieß, handelt dieser mitreißende Roman.

    Meine Meinung:
    🚫Achtung, enthält Spoiler. 🚫
    Eine Geschichte, die nett für Zwischendurch ist, aber leider doch irgendwie ohne große Ereignisse bleibt. Sie konnte mich zwar fesseln- aber leider nicht begeistern. Schade!

    Cover: Das Cover ist sehr sehr schlicht und gleicht dem Cover, welches man auch auf den Büchern vorfindet. :)
    Von rechts oben nach links unten ziehen sich die Farben von dunkelbraun, zu hellbraun, creme, weiß, bis sie schließlich zu einem schönen hellblau und blau werden. Rechts oben ist ein Gesicht angedeutet, welches man allerdings nur von der Seite sieht. Diese junge Frau soll bestimmt Ida darstellen.
    Das ganze Cover wirkt sehr sehr unscharf, was noch durch zahlreiche "Pixel" verstärkt wird.
    Insgesamt sehr schlicht- im Laden würde ich wahrscheinlich nicht danach greifen.
    Auch die CD's sind in einem schlichten grau gehalten.

    Höreinschätzung: Insgesamt hören wir in 10 CD's Idas bewegende Lebensgeschichte- viele auf's, aber leider dutzende ab's prägen sie in dieser Zeit. Die Sprecherin Petra Morzé hat mir gut gefallen und es war wirklich angenehm zuzuhören, obwohl ich mich am Anfang daran gewöhnen musste. :)
    Der Spannungsfaktor lag bei mir zwar nicht an allerhöchster Stelle, war aber trotzdem so angenehm, dass ich gerne weiterhören wollte.
    Wer allerdings ein spektakuläres Leben erwartet ist hier definitiv verkehrt. (:
    Zum Schluss wo Hitler an die macht kommt nimmt die Story aber nochmal sehr an Fahrt auf.
    Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Besonders Pipina war ein toller, sympathischer Charakter und auch Otto war interessant mitzuverfolgen.

    CD 1: Mit der ersten CD hatte ich meine Probleme- nicht durch die Art und Weise der Sprecherin, sondern eher mit der wirklich absolut langweiligen Story. Es passierte nicht allzu viel. Zunächst lernen wir Ida als 50 jährige Dame und Mutter kennen. Sie ist absolut unmöglich. Benimmt sich völlig abgehoben und unpassend. Das Verhältnis zu ihrem Sohn völlig zerrüttelt. Man merkt förmlich das etwas mit ihr passiert ist- gerade ihre unsoziale Art und dutzende Andeutungen machen dies klar. Allerdings ist noch nicht aufgedeckt worden, was es ist.
    Anschließend gibt es einen Rückblick zu Idas Jugendjahren- schon hier ist sie rebellisch, absolut kalt von ihren Gefühlen her, unsozial und egoistisch. Für die Zeit irgendwie untypisch..

    CD 2: Hier wurde es schon langsam spannender- Ida ist ein wenig verliebt und es scheint als würde sie, gerade sie, unter die Haube kommen.
    Und tatsächlich- sie heiratet.
    Und fällt danach in ein riesiges tief.. Ihr Mann Ernst hat Probleme den Lebensunterhalt für beide zu verdienen- ein absolutes No Go.
    Darum soll er demnächst bei dem Vater von Ida unterkommen.
    Es gibt auch einige Rückblicke- beispielsweise wie Ida sich alleine um den erblindeten Vater bis zu seiner Genesung kümmern musste und das in einem sehr jungen Alter. Dinge die sie sicherlich geprägt haben.

    CD3: Zunächst erfahren wir viel mehr aus Idas Jugend- sie war immer so viel krank.. schrecklich! Mal die Stimme weg.. dann Fieber.. eine schreckliche Krankheitsgeschichte. Es soll aber laut Arzt psychischen Ursprungs sein. Auch erfahren wir endlich, warum sie Hans so gar nicht leiden mag.. nun verstehe ich Ida langsam besser.
    Die veralteten Ansichten das Rauchen angeblich heilen soll ist absolut amüsant.
    Ihre Mutter ist einfach nur abweisend und kalt zu ihr- Ida ganz klar ein Papa Kind.
    Dann ist es soweit: Ida ist schwanger und bekommt den kleinen Kurt  den sie von der ersten Sekunde an liebt. Obwohl alles auch durch eine traurige Nachricht überschattet wird: Mein persönlicher Liebling Sonnenthal ist verstorben. 


    CD4: Auch auf dieser CD gibt es wieder jede Menge Todesfälle- zunächst stirbt Idas Mutter, was ihren Vater bricht. Und nach schlimmer fast schon dementer Krankheit ihr Vater. Während er halluziniert kommt das Verhältnis zu Pipina ans Tageslicht.
    Ernst und auch Otto kommen endlich aus dem Krieg zurück.
    Ida ist erleichtert das sie ihren geliebten Bruder wieder hat- der sich politisch noch weiter hervorhebt und schließlich gänzlich an die Spitze steht.
    Ernst ist darüber wenig begeistert- allgemein läuft die Ehe der Beiden nicht so besonders gut, auch weil sich Ernst vor der Arbeit drückt.
    Ida bemuttert Kurt wo es nur geht- und das auch jetzt noch wo er sichtlich erwachsen geworden ist.

    CD5: Hier war eine Menge los- Ida hat eine neue Geschäftsidee: Sie macht ihren eigenen Bridge Laden auf- hier können alle kommen und nach Lust und Laune trinken und spielen. Und es läuft überraschend gut. Elsa ist darüber wenig begeistert- ihr Mann verfällt nach und nach der Spielsucht. Und die beiden zerstreiten sich.
    Lauter Affären werden aufgedeckt- Idas Bruder Otta, ihr Ehemann Ernst (Der eigentlich Ausstatter werden wollte) , Hans, ja sogar ihr Sohn Kurt fängt ein Tächtelmächtel an. Kurt kapselt sich mehr und mehr von Ida ab.
    Schließlich verstirbt Idas Ehemann Ernst nach schwerer Krankheit.. ein heftiger Schlag für sie.. aber auch Hans ist gestorben. Pipina will sich mit Ida versöhnen, aber Ida blockt das ab..

    CD6: Hier gibt es wieder einen Rückblick. Ida ist mittlerweile am Ende- ihr Vater glaubt ihr nicht was mit Hans war und auch ihre Gesundheit leidet darunter.
    Auf die Empfehlung ihres Vaters hin, begibt sie sich in die Hände des Arztes Freud der Ida nun analysiert- und zu ihrer Überraschung tut es ihr gut sich den Kummer von der Seele zu reden.
    Die meiste Zeit auf dieser CD hört man die Gespräche und Analysen von Freud und Ida- sehr spannend mitzuverfolgen.
    Aber auch spannende Fakten kommen ans Tageslicht. Manche scheinen etwas aus der Luft gegriffen zu sein- ob sie sich bewahrheiten zeigt sich noch. Allerdings scheinen Idas Symptome tatsächlich den Rücktritt anzutreten.
    Beispielsweise wollte sich Idas Vater umbringen- nur Pipina schien zu ihrem Vater durchzukommen und hat ihn "gerettet".
    Für Ida bricht eine Welt zusammen.

    CD7: Auf dieser CD hören wie viel über die Analysen von Ida.
    Beispielsweise soll sie stark in Hans verliebt gewesen sein.. fast alle Träume und Handlungen von Ida werden so von dem Herrn Doktor Freud ausgelegt.
    Ida versteht die Welt nicht mehr und möchte gerne aufhören zu den Sitzungen zu gehen. Es hilft ihr einfach nicht weiter. Von ihren Neigungen was Masturbation angeht, eimmal abgesehen- davon redet der Herr Freud am Liebsten. Interessant mitzuverfolgen in was er alles etwas hineininterpretiert.
    Und noch weiteres wird aufgedeckt: Da ihr Vater vor der Ehe schon Umgang mit Frauen hatte, hat er sich eine Geschlechtskrankheit eingefangen, die auch ihre Mutter nun hat.
    Das diese deshalb schlecht auf ihren Vater zu sprechen sei, könne Ida deshalb gut verstehen. Auch die Lage in der Partei spitzt sich zu- Randale stehen auf dem Plan. Man muss deutlich vorsichtiger sein.

    CD8: Hier geht es hauptsächlich um Politik: Ottos Aufstand ist gescheitert- alle die daran beteiligt waren und in der Partei zugehörig sind, werden versucht zu verhaften.
    Auch Otto steht im Fadenkreuz und soll verhaftet werden, er kann jedoch mit ein paar Leuten nach Tschechien fliehen..
    Ida macht sich große Sorgen- und wird selbst unter die Lupe genommen, als sie versehentlich beim Frisuer erwähnt, dass sie Urlaub in Tschechien machen will.
    Währenddessen ist bei Ida viel los: Sie verliebt sich neu- in einen Gentleman der zu ihr kommt um Bridge zu spielen. Moritz.. jedoch wendet der sich von ihr ab, nachdem er sich von ihr Geld geborgt hat. Sie ist einen Betrüger in die Falle gegangen.. Kurt ist darüber sehr erbost.

    CD9: Die Nazis gewinnen immermehr an Oberhand- selbst im Theater. Für Idas Familie die jüdisch sind natürlich ein derber Schlag.
    Sie wollen weg- Ida soll nach Frankreich zu Otto, ist davon aber wenig begeistert, während Kurt und seine Frau uneinig sind wohin sie sollen und sich schließlich trennen. Auch Otto verstirbt nach schlimmer Krankheit..
    Ida ist einsam und schafft sich einen neuen Partner an: Den Schnauzer Tristan.. den sie jedoch auf der Flucht verliert..
    Pipina hat ihr Geld für die Flucht geborgt.. ein wirklich schöner Zug von ihr.
    Und auch mit Elsa verträgt sie sich halb.
    Kurt heiratet währenddessen wieder, Diantha. Eine sehr lockere Dame wie es scheint.
    Ich glaube wir kommen langsam zu dem"Start- CD 1" Anfang.

    CD10: Auf dieser CD hören wir viel tragisches.
    Zunächst einmal ist die Judenverfolgung im vollen Gange und Ida will in die Staaten fliehen zu Kurt. Der Weg ist sehr beschwerlich- über Schiffe werden viele Leute eingepfercht und mit nur wenig Nahrung transportiert und als dann nichts geht- für Wochen dort festgehalten. Unglaubliche Bedingungen.
    Als Ida schließlich schwer erkrankt ist sie für eine lange Zeit ans Bett gefesselt.
    Aber schließlich kommt sie bei Kurt an.. und verstirbt friedlich.

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 3,5 Sternchen. :) Für mich war es das erste Hörbuch- es wird aber definitiv nicht letzte bleiben. :) Die Geschichte von Ida ist sehr bewegend, aber leider etwas "unspektakulär". Für mich hat leider das gewisse Etwas gefehlt.
    Vor allem hätte ich mir mehr Analysen und "Psychatriestimmung" gewünscht, diese kommen etwas zu kurz. 


  12. Cover des Buches Die Einkreisung (ISBN: 9783453503984)
    Caleb Carr

    Die Einkreisung

     (90)
    Aktuelle Rezension von: PagesofPaddy
    Wenn ein Buch „Die Einkreisung“ heißt und mit dem hässlichsten Cover (zugegeben es handelt sich um das Seriencover) daher kommt dann kann das ja eigentlich nichts werden. Umso überraschter war ich als ich Caleb Carrs Werk angefangen hab zu lesen. Das Buch ist nämlich erstaunlich gut. Ich würde sogar sagen ich war tatsächlich ziemlich begeistert! Was ein gelungen Thriller! Carr schafft es eine immens dichte Atmosphäre zu schaffen und dabei richtig gut zu erzählen. Seine Story ist komplex, teilweise dezent wissenschaftlich aber immer unterhaltsam. Seine Figuren haucht er viel Leben ein, lässt den Leser mitfiebern und es macht einfach Spaß über diese (übrigens rein fiktionale) Mordserie zu lesen. Und diese Mordserie hat es in sich. Düster und brutal. Dreckig und unangenehm, so erzählt Caar seine Geschichte und es ist ein Vergnügen. Für mich ist es so ein bisschen eine Mischung aus Sherlock Holmes und Jack the Ripper. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. 90% des Buches haben mir sehr, sehr gut gefallen. Das Ende ist kein Kritikpunkt aber kann nicht ganz mit dem Tempo und der Intensität mithalten die das restliche Buch bietet. Aber wie gesagt, es ist nicht schlecht und eine klare Empfehlung :)
  13. Cover des Buches Aus Sicht des Gehirns (ISBN: 9783518295151)
    Gerhard Roth

    Aus Sicht des Gehirns

     (3)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Als Einstieg in die Gehirnforschung gehört dieses Buch von Gerhard Roth zu den empfehlenswertesten. Gerhard Roth beleuchtet einige Erkenntnisse aus der Gehirnforschung, die geeignet sind, unser Selbstbild zu erschüttern, mehr noch vielleicht als die Erkenntnisse der modernen Physik oder die Evolutionstheorie. Während in der Allgemeinheit die Idee des Urknalls und die Evolutionstheorie durchaus bekannt sind und diskutiert werden, scheinen die philosophischen Erkenntnisse der Gehirnforschung weitgehend an der Allgemeinheit vorüber gezogen zu sein und kaum Einfluss auf unser Weltbild zu haben.

    Bedeutsam scheint mir z. B.: Es gibt kaum noch Gehirnforscher, die an eine vom Körper unabhängige Seele glauben. Diese Tatsache ist aber unter Laien kaum bekannt, geschweige denn die Gründe dafür. Sie liegen keineswegs nur darin, dass die Forscher keine Seele finden, wenn sie das Gehirn betrachten. Vielmehr wird immer klarer, wie das Gehirn Sinnesreize verarbeitet und speichert. Und auch wenn wir nicht beweisen können, dass es keine unsterbliche Seele gibt, ist doch völlig klar, dass diese Seele die Arbeit des Gehirns eigentlich nur stören kann. Wenn wir eine unsterbliche Seele haben, die auch losgelöst vom Körper sieht, denkt und sich erinnert, wozu brauchen wir dann noch ein energiefressendes Gehirn das die gleiche Arbeit noch einmal macht?
    Es ist praktisch unmöglich, eine Theorie des Denkens und des Bewusstseins aufzustellen, in der eine unsterbliche Seele auch nur einigermassen eine sinnvolle Bedeutung hat. Deshalb gibt es keine solche Theorie. Bemerkenswert scheint mir das deshalb, weil eine unsterbliche Seele im Weltbild vieler Menschen eine ganz zentrale Rolle spielt.

    Wer sein Weltbild mit den Erkenntnissen der Wissenschaft in Übereinstimmung bringen will, muss sich deshalb mit Gehirnforschung befassen. Als erster Schritt dazu eignet sich das Buch von Gerhard Roth. Es gibt einen schönen Einblick in verschiedene Aspekte der Gehirnforschung, ohne allzu sehr in die Details zu gehen. Roth erklärt das Nötigste über den Aufbau des Gehirns. Er zeigt an Hand einiger Gehirnstörungen, dass Denken anders funktioniert, als wir uns dies gemeinhin vorstellen. Viele der kniffligen Probleme, die das Gehirn alltäglich löst, sind uns gar nicht bewusst. Erst wenn etwas nicht mehr funktioniert oder wenn wir einen Roboter auf diese Aufgabe programmieren wollen, wird uns bewusst, was das Gehirn hier leistet. Deshalb ist die Betrachtung von Gehirnstörungen sehr erhellend.

    Wie z. B. merkt das Gehirn, welcher Körper und welche Körperteile zum Ich gehören und welche nicht, wo das Ich jetzt gerade ist, wer ich bin? – Alle diese Probleme scheinen einfach zu lösen. Es gibt aber Menschen, bei denen dies nicht mehr funktioniert, die z. B. ihr eigenes Bein für ein fremdes halten, die sich selber an zwei Orten sehen oder glauben, ein anderer zu sein.

    Auch andere, oft diskutierte Fragen, etwa, ob Tiere bewusst denken oder ob wir einen freien Willen haben, wie viel Erziehung ausmacht, wie wir besser lernen können, wie das Bewusstsein zu Stande kommt oder welche Gewaltverbrecher therapierbar sind, erscheinen durch die Gehirnforschung in einem neuen Licht. Zu all diesen Themen offeriert Roth einige bemerkenswerte Erkenntnisse, ohne die Themen tot zu schlagen. In der Frage, was das Ich ist, zeigt er, dass dieses Ich eine ganze Reihe verschiedener Aufgaben erfüllt. Roth unterscheidet demzufolge eine ganze Reihe verschiedener Arten von Ich.

    Für die oft als unwissenschaftlich geschmähte Psychoanalyse Sigmund Freuds findet er einige freundliche Worte, die ich bedauerlicherweise fast nicht mehr finde, weil zumindest meine Ausgabe des Buches keinen Index hat. Hier: Freuds Ansichten wurden von der Gehirnforschung insbesondere in drei Punkten bestätigt. 1. Das Unbewusste, das Es, hat mehr Einfluss auf das Bewusste, das Ich, als umgekehrt. 2. Das Unbewusste entsteht zeitlich vor den verschiedenen Bewusstseinszuständen und legt die Grundstrukturen der Persönlichkeit fest. 3. Das bewusste Ich hat wenig bis keine Einsichten in das, was seinen Wünschen, Plänen und Handlungen tatsächlich zugrunde liegt. Das Ich legt sich Erklärungen darüber zurecht, diese haben aber häufig wenig mit den eigentlich bestimmenden Geschehnissen zu tun.

    Dabei scheut sich der Neurologe Gerhard Roth nicht, klare Worte zu verwenden, wenn er mit gewissen Aussagen nicht einverstanden ist. Und wenn er zum Schluss seines Buches eine Reihe von Philosophen kritisiert, so ist diese Kritik zumindest nicht aus der Luft gegriffen.

    Lediglich in zwei Aussagen würde ich klar widersprechen. S. 64: „Denken ist zwar auch nichtsprachlich möglich, aber es besteht kein Zweifel, dass sprachliches Denken nichtsprachlichem stark überlegen ist.“ Und S. 95: „Wichtig ist aber die Tatsache, dass solch unbewusstes, implizites Lernen nicht bei komplizierten Sachverhalten funktioniert.“
    Das wird zwar von vielen Experten oft und gerne behauptet, ist aber völlig falsch. Als Lehrer sehe ich das regelmässig, wenn einer der Spitzenschüler den anderen erklären soll, wie er eine Mathe- oder Physikaufgabe gelöst hat. Die eigenen völlig korrekten Überlegungen in eine einigermassen verständliche Sprache zu fassen, das schaffen nur die allerwenigsten. Auch Topwissenschaftler haben ihre grössten Ideen sehr oft in nichtsprachlichem Denken, indem sie z. B. die Dinge bildlich vor sich sehen. Mehrere grosse Entdeckungen wurden sogar geträumt, z. B. entdeckte Kekulé den Benzolring im Traum, Paul McCartey hörte das Lied „Yesterday“ in allen Details im Traum. Elias Howe, der die erste Nähmaschine erfand, träumte seine entscheidende Idee. Albert Szent-Györgyi, der das Vitamin C entdeckte, benutzte das unbewusste Denken gezielt, um Probleme zu lösen. Wenn er bei einer Frage nicht weiter kam, aber genügend darüber nachgedacht hatte, legte er sich schlafen. Er erklärte: „Da ich das Problem nicht lösen kann, lasse ich es in mein Unterbewusstsein absinken. Dort verweilt es unterschiedlich lange. Irgendwann wird die Lösung unverhofft an mein bewusstes Denken übermittelt.“ – Ich selber mache das übrigens selber genauso.

    Wir brauchen die Sprache nicht zum Denken, auch nicht für sehr komplexe Gedanken. Wir brauchen die Sprache, um komplexe Gedanken anderen Menschen zu erklären. Und weil komplexe Gedanken meist erst dadurch wertvoll werden, dass wir sie erklären können, - und nur deshalb - treten komplexe Gedanken meist im Zusammenhang mit Sprache auf.

    Die falsche Vorstellung, Denken basiere vor allem auf Sprache, führt nicht selten zu einer grotesken Didaktik. So wurde ich z. B. von Sportlehrern aufgefordert, eine schwierige Bewegung in Worten präzise zu beschreiben, in der Hoffnung, ich könne die Bewegung danach besser ausführen. Eine Bewegung beschreiben ist sicher ein gutes Sprachtraining. Aber eine Bewegung lernen kann man so bestimmt nicht. Sie können problemlos ohne Worte durch Vorzeigen jemandem zeigen, wie man einen Papierflieger faltet. Aber versuchen Sie das mal am Telefon, - ohne Kamera!

    Diese kleine Kritik tut aber dem ausserordentlich positiven Gesamteindruck keinen Abbruch. Es ist ein hervorragendes Buch, das ich jedem heiss empfehle!
  14. Cover des Buches Die Traumdeutung (ISBN: 9783868200539)
    Sigmund Freud

    Die Traumdeutung

     (52)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Zusammenfassung:
    The Interpretation of Dreams 1st appeared in German in 11/1899 as Die Traumdeutung (publisher postdated 1900). Publication inaugurated the theory of Freudian dream analysis, which he described as "the royal road to the understanding of unconscious mental processes", promising to "demonstrate that there is a psychological technique which makes it possible to interpret dreams, & that on the application of this technique, every dream will reveal itself as a psychological structure, full of significance, & one which may be assigned to a specific place in the psychic activities of the waking state. Further, I shall endeavour to elucidate the processes which underlie the strangeness & obscurity of dreams, & to deduce from these processes the nature of the psychic forces whose conflict or cooperation is responsible for our dreams."
    The book introduces the ego & describes a theory of the unconscious as regards dream interpretation. Dreams are forms of wish-fulfillment—attempts by the unconscious to resolve conflicts, whether recent or from the past (Beyond the Pleasure Principle discusses dreams which don't appear to be such). Because the information in the unconscious is in an unruly, often disturbing form, a preconscious censor won't allow it to pass unaltered to consciousness. While still attentive, the censor is more lax in sleep than in waking hours. Thus the unconscious must distort the meaning of its information to make it past the censor. As such, dream images often aren't what they appear to be & need analysis.

    Meine Meinung:
    Fand ich (wie alle Freud Bücher) wieder mal sehr interessant. Es zieht sich an einigen Stellen aber es ist so informativ :)
  15. Cover des Buches Anthologie (ISBN: 9783961031214)
    Jürgen Zwilling

    Anthologie

     (40)
    Aktuelle Rezension von: animsle1510

    Jürgen Zwilling ist der richtige Umgang mit Katzen sehr wichtig. In seinem Buch erfahren wir in vielen Texten und Gedichten, was so manches Tier leider alles erleben muss. Er gibt den Tieren eine Stimme. Das ist sehr wichtig. Mir gefällt das Cover mit der tollen Katze sehr gut. 

  16. Cover des Buches Der Haschisch-Club (ISBN: 9783932170577)

    Der Haschisch-Club

     (5)
    Aktuelle Rezension von: LeveretPale
    Erst einmal etwas zur Aufmachung des Buches, denn die ist meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Die schwarzweiß Illustrationen im Inneren harmonieren perfekt mit den psychedelisch anmutenden Grafiken, die übrigens im Dunkeln leuchten, auf dem Cover.
    Entgegen des Titels, handelt das Buch aber nicht ausschließlich von Haschisch, sondern auch von anderen Drogen,  nämlich Meskalin, Kokain und LSD. (Opium leider nicht, was ich irgendwie schade finde, weil diese Droge vor  allem in der Romantik eine große Rolle spielte und es viele gute Texte dazu gibt). Die ersten Text handeln ausschließlich von Haschisch, aber desto weiter man liest, desto moderner werden die Texte und Psychedelika erlangen mehr an Bedeutung. Genrell sind die Texte gut ausgewählt, aber zugleich mein größter Kritikpunkt:
    Viele Texte aus diesem Buch, sind Fragmente aus anderen, wie z.B.: aus Huxleys "Die Pforten der Wahrnehmung", Albert Hoffmanns "LSD - Mein Sorgenkind" oder Baudelaires "Künstliche Paradise". D.h. die Text sind deswegen nicht ganz vollständig und schneiden ein Thema an. Es ist als würde man ein Stück Kuchen essen und in der Mitte gezwungen werden es wieder auszuspucken. Für jemanden, der nur einen groben Überblick über die Drogenliteratur haben und nur paar Details aufschnappen will, ist das in Ordnung. Wer sich jedoch ernsthaft damit beschäftigen will, bekommt hier nur Anregungen für weiterführende Literatur, wobei die auch nicht so vollständig sind - wie gesagt, das Opium und damit  De Qunicey und Poe hätten hier ruhig Einzug halten können. Am Ende war der Fokus etwas zu sehr auf LSD gerichtet.

    Fazit:
    Für jemanden, der nur ein bisschen schnuppern will - perfekt. Wer mehr wissen will oder bereits mehr weiß oder wirklich fundierte Fakten sucht, der holt sich am besten gleich die Originale, statt sich mit dieser  Leseprobensammlung zu beschäftigen.
  17. Cover des Buches Abriß der Psychoanalyse / Das Unbehagen in der Kultur (ISBN: 9783596260430)
    Sigmund Freud

    Abriß der Psychoanalyse / Das Unbehagen in der Kultur

     (11)
    Aktuelle Rezension von: tvb
    Der Zusammenhang zwischen Kultur und Seele sowie seelische Fehlfunktionen, die dadurch entstehen können sind sehr interessant.
  18. Cover des Buches Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten (ISBN: 9783596902064)
  19. Cover des Buches Tabu (ISBN: 9783499256646)
    Casey Hill

    Tabu

     (67)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Eine Serie grauenhafter Morde erschüttert Dublin. Ein Serienmörder zwingt seine Opfer gesellschaftliche Tabus zu brechen bevor er sie tötet. Anfangs deutet nichts auf einen Serientäter hin, im Gegenteil, die ersten Morde wirken wie Selbstmorde. Erst die vor kurzem nach Irland gezogene CSI-Ermittlerin Reilly Steel erkennt die Zusammenhänge und versteht die kryptischen Botschaften des Killers. Die Polizei hält ihre Theorien für abwegig, bis es immer neue Opfer gibt und so versucht Reilly zusammen mit dem Ermittelnden Polizisten Chris Delany den Mörder zu fassen, bevor er ganz Dublin in Angst und Schrecken versetzt und die Stadt in Blut taucht. Doch bald erkennt Reilly, dass der Serienmörder das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu kennen scheint und sie persönlich herausfordert. Ein tödliches Katz und Maus Spiel beginnt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung ist interessant gestaltet und die Hinweise auf Täter, Zusammenhang und Opfer endlich mal nicht allzu offensichtlich sondern wirklich nicht ganz einfach zu erkennen. Allerdings lässt das Buch zum Ende hin ein wenig nach, sodass man bereits vor der großen Enthüllung sicher zu wissen scheint, wer der Serienmörder ist. Das Ende ist für meinen Geschmack ein wenig zu plötzlich gekommen, nachdem im Mittelteil teilweise sehr gestreckt wurde. Ein paar Seiten mehr fürs Ende wären besser gewesen und dafür ein paar Seiten im Mittelteil weniger, der zum Teil etwas langatmig war. Trotzdem, ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mal etwas anderes.
  20. Cover des Buches The Big Book of Sherlock Holmes Stories (ISBN: 9781101870891)
    Arthur Conan Doyle

    The Big Book of Sherlock Holmes Stories

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

     

    69 Geschichten über den berühmtesten literarischen Ermittler der Welt.

    Otto Penzler ist so etwas wie der Marcel Reich-Ranicki der US-Kriminalliteratur. Ein absoluter Experte für (angelsächsische) Krimis. Im Laufe seines Lebens hat er bereits einige Anthologien zusammengestellt wie zuletzt The Big Book Of Christmas Mysteries. Nun hat er sich des beliebten Detektivs aus der Baker Street angenommen.

    Der Band ist in verschiedene Segmente unterteilt. Es gibt die Parodien, die ersten klassischen Pastiches, die noch zu Conan Doyles Lebzeiten erschienen, eine Sammlung der bekanntesten Pastiches, die bereits oft abgedruckt wurden, Geschichten, in denen Holmes mit dem übernatürlichen konfrontiert wird, usw.

    Interessant, wie viele berühmte Autoren sich mit Holmes beschäftigt haben. Unter ihnen Leute wie Anthony Burgess oder P. G. Wodehouse.

    Obwohl es eigentlich nur zwei komische Kategorien gibt, sind enttäuschenderweise aber etwa 50% der Storys eher witziger Natur und der Humor funktioniert leider nicht immer. Manche der Parodien sind einfach grottenschlecht, andere mögen für ein-zwei Lacher gut sein, bleiben aber dennoch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Wenn Sherlock Holmes etwa die Wahrheit über Rotkäppchen und den bösen Wolf erklärt, regt das durchaus zum Schmunzeln an, ist aber wohl kaum eine Sternstunde der Detektivliteratur. Es gibt hier vielleicht eine Handvoll guter Geschichten und nur eine einzige, die ich persönlich wirklich genial fand (Tanith Lee’sThe Human Mystery). Der Rest ist Mittelmaß und eher belangloses Zeug.

    Die schiere Menge der Erzählungen mag zunächst beeindrucken. Zusammenfassend lässt sich aber wohl sagen, dass dieses Buch trotz seines Namens gar nicht so groß ist. Zudem ließen sich zusätzlich zu den vorhandenen, leicht andere Subkategorien wie: Sherlock Holmes in einem Science-Fiction-, Fantasy- oder Steampunk-Setting, oder Sherlock in der Gegenwart, finden.  Außerdem ignoriert dieses Buch komplett die nicht-englischsprachigen Pastiches. Schließlich ist Holmes ja ein globales Phänomen, und sicherlich ist auch in anderen Sprachen viel lesenswertes über ihn verfasst worden.

    Natürlich sollte man bedenken, dass die Zusammenstellung von Anthologien gar nicht so einfach ist. Manches, was man vielleicht gern in die Sammlung aufnehmen würde, darf man evtl. aus lizenzrechtlichen Gründen nicht, es müssen wohl Kompromisse eingegangen werden. Und doch, wenn man die schiere Flut an Literatur über Holmes betrachtet, dann fällt es einem schwer sich mit dem eher niedrigen Niveau mancher der hier abgedruckten Erzählungen abzufinden.

    Das Buch ist wohl ein schönes Geschenk für Holmes-Fans, aber irgendwie doch eine Enttäuschung. Viele der hier enthaltenen Beiträge haben eher historischen als Unterhaltungswert. Etliche der Erzählungen bleiben eigentlich nur wegen Nebensächlichem im Gedächtnis, (Holmes als Zirkusclown verkleidet, Holmes auf einem Unterseeboot, Holmes wie er auf Hercule Poirot trifft) während die Handlung selbst enttäuschend vorhersehbar ist. Wer das Buch zur Hand nimmt, weil er spannende Kriminalgeschichten mit seinem Lieblingsdetektiv lesen möchte wird wohl kaum zufrieden sein. Für Sherlock-Novizen, die den Detektiv nur aus TV und Film kennen, dürfte der Band eine eher ermüdende Erfahrung werden.

  21. Cover des Buches Der Seele dunkle Pfade (ISBN: 9783499230042)
    Irving Stone

    Der Seele dunkle Pfade

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wunderbar79
    Ich habe mich durch alle Irving Stone Biografien gelesen und so immer wieder interessante Persönlichkeiten und neue Sachthemen für mich entdeckt. Freud war mal "in" ist heute in vielen wieder überholt aber sein Wirken auf die Gesellschaft der damaligen Zeit und sein Leben in Wien ist spannend und nicht nur für Anhänger der Psychoanalyse interessant!
  22. Cover des Buches Das Ich und das Es (ISBN: 9783730605400)
    Sigmund Freud

    Das Ich und das Es

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der Besucher (ISBN: 9783909081059)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Der Besucher

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Nachdem die Nazis Österreich besetzt haben, versucht Anna, ihren Vater, Sigmund Freud, zur Flucht zu bewegen. Für ihr freches Mundwerk wird sie von der Gestapo mitgenommen. Freud gerät in Panik. Da erscheint plötzlich ein merkwürdiger Besuch. Handelt es sich etwa um Gott?
    Die Idee, den Atheisten Freud mit Gott debattieren zu lassen, ist spannend.
    Die Darstellung Gottes ist theologisch nicht so stimmig. Dafür bleibt dann auch offen, ob es sich tatsächlich um Gott handelt, um den Teufel oder um einen entlaufenen Patienten aus der Nervenheilanstalt.
    Originell.
  24. Cover des Buches Werkausgabe in zwei Bänden. Hrsg. und mit Kommentaren versehen von Anna Freud i. I. Grubrich-Simitis. Band I: Elemente der Psychoanalyse. Band II: Anwendungen der Psychoanalyse. (ISBN: B0023RVDKO)

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