Bücher mit dem Tag "simon brenner"
9 Bücher
- Wolf Haas
Der Brenner und der liebe Gott
(159)Aktuelle Rezension von: TheSaintTotgeglaubte leben länger... wie der Leser feststellen muß: Simon Brenner starb nicht am Ende seines letzten Falles. Denn in dieser Geschichte fristet der perspektivlose durchaus lebendige Simon Brenner sein Dasein als Privatchauffeuer der wohlhabenden Familie Kressdorf. Er kutschiert die kleine Tochter der Familie zwischen dem Vater in München, der Mutter in Wien und dem gemeinsamen Domizil in Kitzbühel hin und her. Während all der langen Autostunden entwickelt sich eine herzliche Freundschaft zwischen dem in Beziehungsfragen nicht gerade erfolgreichen Mann und dem kleinen Mädchen. Als Brenner eines Tages an einer Tankstelle stoppt und Schokolade für Helena kauft, wird sie aus dem Wagen entführt. Da ist der Brenner nicht nur das Mädel los... auch seinen Job.
Von seinen Ex-Kollegen bei der Kripo schnell als Verdächtiger behandelt, ist Brenner nicht nur an der Wiederfindung des Mädchens interessiert, sondern auch an der Reinwaschung seines Namens. Das Umfeld der Familie Kressdorf bietet guten Nährboden für Widersacher: Helena's Mutter ist Leiterin einer Abtreibungsklinik, die es mit fundamentalistischen Christen zu tun hat und der Vater ist ein Bauunternehmer mit einem Riesenprojekt rund um das Wiener Pratergelände. Während der Ermittlungen tauchen einige Ungereimtheiten in der Familie und im Umfeld auf... unter anderem erscheint die Vaterschaft dubios. Brenner's Suche nach Helena sorgt für einige Todesfälle und führt den Antidepressiva schluckenden Detektiven in aufhellende romantisch-sinnliche Gefilde mit einer Südtirolerin...
Wolf Haas begann 1996 mit den Geschichten um den Privatdetektiven Simon Brenner... 2003 erweckte er am Ende des Romans "Das ewige Leben" den Eindruck, eine Pistolenkugel hätte ihn hinweg gerafft. Aus sollt's sein mit dem Brenner. Doch die Leserschaft und der Verlag ließen wohl nicht locker und so betritt die nicht wirklich im Leben erfolgreiche Figur in dieser 2009 erschienenen Geschichte neuerlich die mit Leichen und schrägen Figuren gespickte Krimibühne. Der Autor schafft in seiner ganz eigenen - sich leider auch schnell abnützenden und somit beinahe lästig werdenden - Art eine originelle und unterhaltsame Geschichte, die uns von einem bauernschlauen Erzähler, der sich schon mal direkt an den Leser wendet, nähergebracht wird. Diese Figur - zweifelsohne der Star des "Brenner'schen Universums" - berichtet in holpriger Manier und in aufs Wesentliche reduzierten Sätzen eine durch Beobachtungsgabe und gelungene Skizzierung des Österreichischen mit all den Stärken und Schwächen entwickelte Krimigeschichte von nun nicht gerade überwältigender Tragweite. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Abnützungserscheinungen desselben bis zum Schluss kosten einige Sternchen.
Die Leserschaft scheint nicht nur den Simon Brenner zu mögen, sondern auch diesen unnachahmlichen nicht tot zu kriegenden Erzähler... mittlerweile sind zwei weitere Romane erschienen.
- Wolf Haas
Der Knochenmann
(159)Aktuelle Rezension von: bigpandaAuch im zweiten Band der Brenner-Reihe wird die Geschichte wieder in dem unverkennbaren Ton erzählt, der charakteristisch für diese Krimis ist. Diesmal führt es den ehemaligen Polizisten als Ermittler in eine Hendlstation auf dem Land, da dort in der Knochenmehlmaschine im Keller außer den Hühnerknochen auch Menschenknochen gefunden wurde. Brenner, engagiert von der Chefin des Betriebs, die allerdings bei seiner Ankunft verschwand wurde gleich im Personaltrakt untergebracht und lässt erstmal das tägliche Geschehen der Gaststätte auf sich wirken.Aber in Klöch werden nicht nur Hähnchen geschlachtet, sondern auch Fußballgespielt und dort findet der nächste Leichenfund statt. Brenner schafft es den Zusammenhang der Todesfälle aufzudecken und den Fall zu lösen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von ihm.
- Wolf Haas
Wie die Tiere
(135)Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecherIm Augarten werden Hundekekse mit Stecknadeln darin gestreut, jemand hat eindeutig böse Absichten.
Der Brenner ist eigentlich nach Wien gekommen um die Frühpension anzusuchen, aber da er währenddessen einen Job braucht wird er dafür engagiert den Hundekeksstreuer ausfindig zu machen und das ganze wird zu einen spannenden Fall, wo nicht nur Hunde ums Leben kommen.
Wolf Haas schreibt mit so viel Witz und Feingefühl, dass mir das Lesen einfach Spaß gemacht hat und das ich nur so über die Seiten geflogen bin.
Die Charaktere sind so wunderbar ausgefeilt, dass sie in meinen geistigen Auge mit all ihren Macken im Augarten spazieren sehe.
Der Erzähler ist so genial einfach und doch komplex, dass es mir vorgekommen ist als würde es mir jemand einfach so erzählen.
Ein tolles Buch und eine absolute Leseempfehlung vor allem für Menschen die in Wien wohnen und sich die Gegend noch dazu vorstellen können. - Wolf Haas
Silentium!
(192)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (1. August 2000)
ISBN-13: 978-3499228308
Preis: 10,00 €
Ein Wahnsinns-Humor
Inhalt:
Privatdetektiv Brenner wird in ein katholisches Internat in Salzburg gerufen. Ein ehemaliger Zögling behauptet, vor Jahrzehnten von einem Bischofskandidat missbraucht worden zu sein. Doch bevor der Brenner noch groß ermitteln kann, ist der Mann auch schon tot …
Meine Meinung:
Den Schreibstil von Wolf Haas muss man mögen, sonst wird das nix mit der amüsanten Lektüre. Der Stil ist schon stark gewöhnungsbedürftig mit seinen umgangssprachlichen Elementen, seinen unvollständigen Sätzen, dahin geworfenen Satzbrocken. Da scheinen die Gedanken des Erzählers schneller zu sein, als er sie zu Papier bringen kann. Auch wenn es etwas anstrengend zu lesen ist, macht dieser Stil für mich den Reiz dieses Buches aus. Und natürlich der Wahnsinns-Humor, so trocken, da kann man sich das Handtuch sparen.
Der Kriminalfall ist ganz schön verzwickt, muss aber hinter den unzähligen lockeren Sprüchen fast ein wenig zurückstecken. Er ist in sich abgeschlossen. Insofern ist es nicht schlimm, wenn man die vorherigen Bände der Reihe nicht kennt.
Die Privatdetektiv Brenner-Reihe:
1. Auferstehung der Toten
2. Der Knochenmann
3. Komm, süßer Tod
4. Silentium!
5. Wie die Tiere
6. Das ewige Leben
7. Der Brenner und der liebe Gott
8. Brennerova
★★★★☆
- Wolf Haas
Das ewige Leben
(110)Aktuelle Rezension von: bigpandaEs wurde mal wieder brenzlich für den Brenner. Diesmal gleich zu beginn, denn er erwacht aus dem Koma, nachdem er selbst oder vielleicht auch jemand anders ihm eine Kugel in den Kopf befördert hat. Wie immer ist eigentlich die Hauptperson des Romans die Sprache. Herrlich komisch wird da alles was kommentiert. Aber diesmal erfährt man, wer der unbekannte Erzähler ist.
- Wolf Haas
Auferstehung der Toten
(199)Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmamaGottes Mühlen mahlen langsam in Zell am See, Salzburg. Hier wird man nicht erschossen, sondern tiefgefroren. Ein amerikanisches Ehepaar wird an einem kalten Wintermorgen tot im Sessellift aufgefunden. Die Polizei beißt bei den Einwohner*innen auf Granit und kann den Fall nicht lösen. Privatdetektiv Simon Brenner, ehemaliger Polizist nimmt sich der Sache an, denn er hat ein Gespür für Land und Leute…
„Auferstehung der Toten“ ist der erste Band einer Reihe, die derzeit neun Bücher umfasst (Stand: April 2024). Der Schreibstil ist eigen – entweder man liebt oder hasst ihn. Dazwischen gibt es nichts. Ich habe bereits drei Teile der Reihe gelesen und ich finde sie immer wieder genial. Mit dem Ende habe ich absolut nicht gerechnet – einfach grandios!
Sehr spezieller Krimi, der nicht jedermanns Sache ist. Ich für meinen Teil bin ein großer Simon Brenner Fan. ♥
- Wolf Haas
Müll
(63)Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_Am Mistplatz hat alles seine Ordnung. Da kann man seinen Abfall nicht einfach so entsorgen, jede Wanne sorgt für Sortierung. Das weiß jeder, der dort arbeitet. Doch plötzlich finden sich menschliche Überreste in Wannen, wo sie wirklich nicht hingehören würden. Und dann muss es ja noch einen Grund haben, warum überhaupt Leichenteile auf einem Wiener Mistplatz auftauchen. Der Brenner möchte damit am liebsten überhaupt nichts zu tun haben. Als ehemaliger Polizist, wird er aber schnell als naheliegendster Ansprechpartner auserkoren und steckt mittendrin.
Dieser Krimi ist genauso außergewöhnlich, wie Cover, Titel und Klappentext vermuten lassen. Auch wenn "Müll" von Wolf Haas schon der neunte Krimi rund um Simon Brenner ist, war es für mich der erste Fall mit diesem besonderen Ermittler. Er ist nicht nur eigensinnig und kauzig, sondern er vermittelt auch alles andere als das Bild eines klassischen Polizisten.
Nachdem ich mich an den besonderen Schreibstil etwas gewöhnen musste, weil man manchmal das Gefühl hat, entscheidende Wörter fehlen im Satzbau, konnte ich doch immer besser in die Geschichte einsteigen. Spannung, Wortwitz und jede Menge Situationskomik machen dieses Buch lesenswert. Nach Wackelkontakt mein zweiter Wolf-Haas-Knaller! - Wolf Haas
Komm, süßer Tod
(212)Aktuelle Rezension von: martina400„Komm, süßer Tod“, hat der Brenner sie korrigiert.“ S. 158
Inhalt:
Vor dem Krankenhaus sinken zwei Liebende im Kuss zu Boden; aber nicht aus Leidenschaft, sondern wegen einem Kopfschuss. Obwohl der Brenner kein Detektiv mehr ist, beauftragt ihn sein Chef bei den Kreuzrettern zu schnüffeln und einen Mord aufzuklären. Außerdem ist die Konkurrenz bei den Rettungsbündlern im gegenwärtig.
Cover:
Am gezeichneten Cover erkennt man schon, dass wohl eine Prise Humor dabei ist. Außerdem ist es sehr detailreich und im Nachhinein erkennt man sehr vieles, was zur Geschichte passt.
Meine persönliche Meinung:
Ich hörte nur Tolles über Wolf Haas und wie genial seine Romane sind. Leider riss mich dieser Krimi nicht vom Hocker. Nostalgisch fand ich die alte Rechtschreibung und, dass alles noch in Schilling angegeben war, weil meine Ausgabe schon sooo lange im Regal stand. Auch ein Buch in österreichischer Ausdrucksweise zu lesen fand ich ganz amüsant. Gleichzeitig machte das den üblichen Lesefluss aber auch stockender. Ich kam dadurch nicht so richtig in die Geschichte rein. Durch viel belanglose und humorvolle Details lockert das den Krimi sehr auf und bringt einem trotz der Tragik zum Schmunzeln. Ich kann es gar nicht genau sagen, warum mich dieses Buch und der viel gelobte Wolf Haas nicht so mitreißen kann. Dennoch waren es nette Lesestunden und ich kann mir vorstellen, dass die Verfilmung ganz anders wirkt als das Buch.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher Kriminalroman mit einer Mischung aus Humor, Betrug und Mord. - Wolf Haas
Brennerova
(94)Aktuelle Rezension von: EvaMinnaNach zwanzigjähriger Haas Pause lese ich "Brennerova" und werde freudig überrascht.
Schon die erste Seite über traktorfahrende und kugelstoßende Russinnen sowie gertenschlanke Russinnen mit Biene Maja Augen hat mich aufgeheitert. Darf man derlei heutzutage, zu Zeiten der "Political Correctness", überhaupt noch zu Papier bringen? Danke Wolf Haas, dass du deinem Stil, der mich früher aufgeregt hat und nun erfreut, treugeblieben bist. Unter all dem Humor und den grammatikalisch seltsam anmutenden (falschen) Satzkonstruktionen - und doch scheint mir die Sprachmusik vertraut - verbirgt sich ein kritischer Geist, der alles und jeden liebevoll auf die Schaufel nimmt. Erleichtert hat mich, dass der Brenner weniger depressiv zu sein scheint als zu früheren Zeiten.
Direkt gereift der Brenner, sympathisch auch natürlich....und ob du es glaubst oder nicht. Buch ist Versuch wert. :)
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