Bücher mit dem Tag "singapur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "singapur" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Crazy Rich Asians (ISBN: 9783036961125)
    Kevin Kwan

    Crazy Rich Asians

    (143)
    Aktuelle Rezension von: Helena1312

    Sehr gut geschriebenes Buch.
    Gibt Einblick in die Welt der Superreichen und in die Community der Asians.
    Tolle Beschreibung starker Frauen.

    Rachel ist überglücklich: Ihr Freund Nick möchte sie endlich seiner Familie in Singapur vorstellen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Asiens schillerndster Stadt wird Rachel klar, dass Nick aus der obersten Schicht der Superreichen stammt, einem geschlossenen Kreis, der unermessliche Reichtümer besitzt. Plötzlich sieht sie sich konfrontiert mit schrillen Verwandten, glamourösen Nebenbuhlerinnen und Privatjets mit ayurvedischen Yogastudios. Welchen Wert hat Liebe in dieser maßlosen Welt?

  2. Cover des Buches Zweckfreie Kuchenanwendungen (ISBN: 9783520625014)
    Yeoh Jo-Ann

    Zweckfreie Kuchenanwendungen

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Der 35jährige Lehrer Sukhin trifft eines Tages zufällig seine Jugendfreundin X wieder, die sich aus ihrem alten Leben gelöst hat und auf der Straße lebt. Er taucht nach und nach in ihr Leben und Denken ein und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sein Alltag, der extrem strukturiert ist, wird hervorragend beschrieben, ebenso wie die Beziehung zu seinen Eltern und seinem Freund bzw. Kollegen. Der Kontrast zu Xs Leben ist riesig und es ist eine Freude zu lesen, wie sich durch diesen Kontakt sein Leben auflockert und seine klaren Grenzen verliert. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist glaubwürdig, regt zum Denken an und ich fand es besonders gelungen, dass die Geschichte trotz ihrer Tiefgründigkeit sehr humorvoll ist und einige witzige Passagen hat. Man könnte das Buch auch philosophisch nennen. Am Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen zu typischen Gerichten, Personen, Festen, historischen Dingen, durch die man Singapur besser kennen lernen kann. Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

  3. Cover des Buches Golden Seoul Days (ISBN: 9783736316799)
    Kara Atkin

    Golden Seoul Days

    (103)
    Aktuelle Rezension von: CellyP_1864

    „Golden Seoul Days“ knüpft direkt an die Geschichte aus Band 1 an und beginnt mit einem Zeitsprung von drei Jahren. Jade kehrt nach Südkorea zurück und wird dabei erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

    Die Liebesgeschichte zwischen Jade und Hyun-Joon ist zwar ein wichtiger Teil der Handlung, steht für mich aber nicht im Vordergrund. Besonders gefallen hat mir, wie einfühlsam Themen wie Verlust, Schuld, psychische Gesundheit, familiäre Erwartungen und Vergebung aufgegriffen werden. Die Charaktere wirken authentisch, haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und entwickeln sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter.

    Die Story hat mich emotional definitiv erreicht. Es gab einige Momente, die mir sehr nahegegangen sind und zum Nachdenken angeregt haben. Gleichzeitig hat mir die Atmosphäre rund um Seoul wieder richtig gut gefallen. Man bekommt nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch Einblicke in familiäre Erwartungen, Träume und den Druck, den gesellschaftliche Vorstellungen auf junge Menschen ausüben können. Gerade die sensible Auseinandersetzung mit einem schwierigen und leider sehr verbreiteten Thema fand ich besonders gelungen.

    Die Geschichte zeigt, dass Liebe allein nicht alle Wunden heilen kann und dass es manchmal Mut braucht, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen und Hilfe anzunehmen.

    Für mich ein tiefgründiger und berührender Roman, der deutlich mehr bietet als eine reine Romance.

    Ein gelungenes Finale!

  4. Cover des Buches Ins Unbekannte (ISBN: 9783806241143)
  5. Cover des Buches Ich küss dich tot (ISBN: 9783746634388)
    Ellen Berg

    Ich küss dich tot

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Annabelle steht kurz davor, den Job ihres Lebens in Singapur anzutreten, als sie ein Hilferuf ihrer Eltern ins heimische Hotel in die Alpen ruft. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen tollen Typ, findet leider jedoch auch eine Leiche, die nicht die einzige bleiben wird. Es wird turbulent in Puxdorf….

     

    Auf dem Cover, das sofort als ein typisches Ellen-Berg-Cover zu erkennen ist, sieht man eine Bergkulisse, vor deren Hintergrund ein Mann aus Schnee ein Herz formt, hin zu einer Frau mit einer Nikolausmütze. Die gezeichneten Figuren sehen älter aus als die „echten“ Protagonisten, ansonsten passt die Zeichnung gut zum Buch.

     

    „Ich küss dich tot“ zeigt den gleichen tollen Humor wie ihre anderen Bücher, ich mag das sehr. Wobei dieses Buch, vermutlich den Leichen geschuldet, nicht ganz so lustig ist wie manch anderes Buch der Autorin. Die Charaktere sind gut geschildert und wachsen einem im Laufe des Buches ans Herz, vor allem auch die Oma und der Max. Auch Nachdenkliches kommt vor, deshalb hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und es wird bestimmt nicht das letzte von Ellen Berg gewesen sein.

  6. Cover des Buches Rich People Problems: A Novel (Crazy Rich Asians Trilogy, Band 3) (ISBN: 9780525432388)
    Kevin Kwan

    Rich People Problems: A Novel (Crazy Rich Asians Trilogy, Band 3)

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Livlil

    Der Abschluss der verrückten Trilogie von Kevon Kwan holt nochmal ganz groß aus. Su Yi, die einflussreiche Großmutter, liegt im Sterben und es wird Zeit für die Familie, sich wie die Aasgeier um das Erbe zu versammeln. Wird es Nick gelingen, Frieden mit seiner Ah Mha zu schließen? Wird die Familie das Anwesen Tyresell Park bewahren oder für 10 Bill. verkaufen?

    Zeitgleich begleitet der Leser Astrid, die mitten in einem Scheidungskrieg steckt und Kitty Pong, die mit ihrer furchtbaren Stieftochter Colette konkurrieren muss und dabei keine Grenzen kennt.

    Kwan bleibt seiner Linie treu und überrascht bis zum Schluss. Die Frage, was aus Ah Mhas Erbe wird, hat mich bis zuletzt gefesselt. 

    Und keine Sorge, jeder bekommt sein Fett weg! 

  7. Cover des Buches Singapur im Würgegriff (ISBN: 9783957578792)
    James Gordon Farrell

    Singapur im Würgegriff

    (3)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Schade, dass die Bücher von James Gordon Farrell bei uns so unbekannt sind!
    Erstmals ist der Roman von 1973 nun also endlich auf deutsch zu lesen. Es ist der Abschluss der Empire-Trilogie,
    die Schlüsselstellen im Untergang des Britischen Empire beleuchtet und mehrfach mit dem Man Booker Prize prämiert wurde.
    Bis zu uns hat sich das Buch leider erst (fast) 50 Jahre später durchgekämpft :-(

    In mehreren Kurzurlauben habe ich Singapur kennen und lieben gelernt, deshalb mag ich diesen dritten Teil besonders, habe die Wehranlagen auf Sentosa besichtigt und saß in den Bunkeranlagen mitten in der Stadt, in denen die Verteidigung der Stadt geplant wurde.

    „Singapur im Würgegriff“ ist ein brillantes, vielschichtiges, reichlich absurdes und gleichzeitig melancholisches Denkmal für die Prachtkerle und Narren des britischen Empire, (steht so auf dem Buchrücken) Farrell lässt das britische Singapur auferstehen, das sich für uneinnehmbar hielt, bis Fahrradfahrer das Gegenteil bewiesen, dann lässt er es im Bombenhagel und den japanischen Angriffen langsam untergehen (sage ich).

    Vielschichtig ist die Situation im Singapur vor WW II, Kapitalismus und Gewinnmaximierung haben die Handelsstadt fest im Griff,
    die Europäer sind die Übermenschen, alle anderen wertlos bis auf ihre Arbeitskraft, trotzdem ginge es diesen Menschen vielleicht noch schlechter ohne den Melting Pott Singapur.

    Wenn dann Kautschukplantagen gerodet werden, (während dringendst Gummi für den Krieg benötigt wird), weil nur der Gewinn zählt bzw. der Machterhalt der Handelsdynastie, dann kommen so viele Informationen, dass man teilweise unsicher ist, ob der Wahnsinn doch richtig ist.

    Wenn einem, der den Kriegsbeginn verschlafen hat, schonend darüber berichtet wird oder wenn diese Schlafmütze einen Heiratsantrag macht, dann ist das so irre witzig!

    Wenn von Europäern berichtet wird, die so weit abgerutscht sind, dass sie Rikschas ziehen oder das Leid der Einheimischen Bevölkerung, dann wird es wieder unfassbar traurig.

    Skurrile Bilder: Japanische Offiziere im Schnee und Sandsturm Golfspielend in Sibirien, Engländer baden im Meer, während nebenan die Hafenanlagen zerbombt werden, Orang-Utans im Garten, im Raffles Hotel besser drin essen, als alleine auf der kühleren Terasse, falls plötzlich ein japanischer Fallschirmjäger neben einem landet. Die ewigen Bombardierungen der Stadt waren mir ziemlich unbekannt, die Geschichte wird auch aus japanischer Sicht erzählt, wobei die Japaner als Kriegsgötter und die Alliierten eher als Trottel dargestellt werden.

    Die Arroganz und Unfähigkeit der Armee, die Arroganz und Verschlagenheit der Kaufleute, gut, dass der Autor selbst ein Brite war und leider ist viel wahres dran.

    Im Mittelpunkt auch immer diese Wahnsinns-Stadt!

    Über 800 Seiten hinweg, zieht uns Farrell in eine faszinierende Welt, unbedingt lesenswert,
    schön, dass dies nun also endlich auch auf deutsch möglich ist,

    Man muss die ersten beiden Teile der Trilogie übrigens nicht vorher gelesen haben,alle drei Romane sind voneinander unabhängig, Singapur ist der längste und aus meiner Sicht beste Teil!

  8. Cover des Buches Bad Billionaire (New York Bachelors 3) (ISBN: 9783958183483)
    Stefanie London

    Bad Billionaire (New York Bachelors 3)

    (68)
    Aktuelle Rezension von: AmaraSummer

    „Bad Billionaire“ erzählt die Geschichte von Annie Maxwell und Joseph Preston. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen und glaubt ihre große Liebe gefunden zu haben. Er ist der Sohn eines steinreichen Bänkers und mehr oder weniger mit seiner Karriere verheiratet. Das Buch wurde von der australischen Autorin Stefanie London geschrieben und ist 2019 als eBook und Taschenbuch im Forever Verlag (Ullstein Buchverlage) erschienen. „Bad Billionaire“ ist der dritte und letzte Band der „New York Bachelors“ Reihe.

    Annie Maxwell wirkt wie eine starke Frau, die weiß was sie will. Eigentlich liebe ich diese Art von Protagonistin, doch Annie hat ein dunkles Geheimnis, das für mich alles kaputt gemacht hat. Obwohl ich ihre Entscheidung nachvollziehen konnte, war sie mir auf Anhieb unsympathisch. Zwar entwickelt sich Annie weiter und das sogar in die richtige Richtung, es konnte mich aber nicht über ihr mieses Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen hinwegtrösten. Letzten Endes muss ich leider sagen, dass ich mit Annie nicht warm geworden bin.

    Joseph Preston ist sicherlich alles andere als perfekt. Bereits zum Beginn der Geschichte trifft er eine falsche Entscheidung, die ihn fast alles kostet. Erst später wird klar, warum er so gehandelt hat, und ab diesem Moment konnte ich sowohl sein Verhalten als auch seine Entscheidungen problemlos nachvollziehen. Er ist ein selbstbewusster Mann, der für seine Ziele kämpft und für den Aufgeben ein absolutes Fremdwort ist. Ich habe ihn für seine scheinbar unerschütterliche Geduld bewundert.

    Endlich wird das Geheimnis um die Bad Bachelors App restlos aufgeklärt und ich muss sagen ich bin geschockt. Wer genau hinter Bad Bachelors steckt wurde ja bereits in Band eins und zwei offenbart, doch wie und warum die App entstanden ist, wurde bisher nicht erklärt. Nun wurden alle Fragen beantwortet. Ich bin zufrieden mit den Antworten.

    Die deutsche Übersetzung von Stefanie Londons Schreibstil ließ angenehm flüssig lesen. Die Wortwahl war locker, leicht und hat so perfekt zum Genre gepasst. Die Geschichte wird aus der Sicht von Annie und Joseph erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.


    Fazit

    Leider nicht ganz das was ich erwartet hatte. Trotzdem eine halbwegs gute Geschichte.

  9. Cover des Buches Crazy Rich Asians (Movie Tie-In Edition) (Crazy Rich Asians Trilogy, Band 1) (ISBN: 9780525564911)
    Kevin Kwan

    Crazy Rich Asians (Movie Tie-In Edition) (Crazy Rich Asians Trilogy, Band 1)

    (28)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    Ich schaue nur sehr selten romantische Komödien. Auch bei dieser Verfilmung dachte ich zuerst in meinen zurechtgelegten Schubladen und wollte auch gleich diesen Film in eine Untere stecken. Doch siehe da: die Verfilmung konnte mich komplett einnehmen. Bis heute habe ich ihn mindestens viermal gesehen und plane ihn auch bald wieder zu schauen, da ich durch das Buch wieder Lust bekommen habe. Umso gespannter war ich also auf das Buch und ich muss sagen: nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich die Geschichte gerne gelesen.

    Das Cover: alle drei Cover passen von der Aufmachung her wirklich sehr gut zusammen. Knallige Farben, eine wichtige Frau aus der Geschichte und teure Accessoires - sie sind definitiv ein Hingucker, auch wenn sie mir beinahe schon zu auffällig sind.

    Die Handlung: Rachel Chu möchte zusammen mit ihrem Partner, Nick Young, den Sommer in Singapur verbringen. Endlich soll sie nach fast zwei Jahren Beziehung seine Familie kennenlernen und freut sich auf ein paar entspannte Wochen mit dem Mann, den sie heiraten möchte. Doch Nick hat Rachel nicht vollständig über seine Familie aufgeklärt, denn Nicks Familie ist unglaublich reich. Plötzlich findet sie sich zwischen Privatjets, Haute Couture und einer Welt voller Schein wieder. Doch nicht jede:r meint es gut mit den beiden, weswegen sie sich die Frage stellt: hat ihre Beziehung unter diesen Umständen überhaupt eine Chance?

    Die grobe Handlung war mir schon durch den Film bekannt, obwohl es hier natürlich auch Abweichungen gibt. Zugegeben, der Einstieg wurde deutlich erleichtert, wenn man den Film gesehen hat, da man da bereits die Charaktere verinnerlicht hatte und nicht völlig von den ganzen Familiennamen erschlagen wird. (denn davon gibt es einige) Nutzt auf alle Fälle die abgedruckten Stammbäume am Anfang, denn zu diesen musste selbst ich teilweise zurückblättern. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so kommt zu den Haupterzählperspektiven von Rachel, Nick, Eleanor und Astrid noch ab und an die Sicht von Eddie, Peik Lin und einigen weiteren hinzu. Das mag am Anfang zwar den Einstieg erschweren, aber man gewöhnt sich dran! Für mich wurde die Geschichte zum Ende hin nur besser und ich hatte wirklich viele unterhaltsame Lesestunden, die jedoch auch einige ernste Themen beinhalteten.

    Die Charaktere: hier war ich sehr gespannt auf die Umsetzung. Astrid und Peik Lin waren zusammen mit Oliver meine Favoriten aus dem Film. Auch hier mochte ich die drei am meisten, auch wenn mir der ikonische Satz von Astrid aus dem Film gefehlt hat. Rachel hat mir auch im Buch sehr gut gefallen, sie steht für sich ein und lässt sich nicht alles gefallen. Auch Nick war plötzlich etwas greifbarer für mich. Im Film empfand ich ihn als zu glattgebügelt und blass - hier hat er jedoch deutlich mehr Gefühle gezeigt. Bernard und Eddie sind mir zwar immer noch nicht sympathisch, aber das war auch durchaus so beabsichtigt.

    Ebenso verfügt das Buch über mehrere Fußnoten. Das war sehr informativ und hat besonders über Worte aufgeklärt, die in Malaiisch geschrieben wurden. Da ich selber Indonesisch spreche und diese beiden Sprachen sehr nah beieinander liegen waren mir die meisten Wörter und verschiedenen Gerichte bereits bekannt, empfand jedoch das Einführen der Fußnoten sehr wichtig.

    Insgesamt hat mir das Buch wirklich gefallen. Teilweise wurde mein Lesefluss durch lange Beschreibungen von verschiedenen Kleidungsstücken oder Locations ausgebremst, gleichzeitig hat es aber zur Atmosphäre gepasst. Schließlich spricht dieses Buch über die High Society und da gehören diese Luxusgüter nun einmal dazu. Von mir gibt es 4/5 Sternen. Band zwei und drei stehen schon griffbereit im Schrank!

  10. Cover des Buches Ministerium für öffentliche Erregung (ISBN: 9783959880183)
    Amanda Lee Koe

    Ministerium für öffentliche Erregung

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Ein kleines Mädchen hält ein Küken in der Hand. Es kann dem Drang, es zu zerdrücken, nicht widerstehen. Ist das ein Hinweis auf die Zukunft dieses Menschen? Für Amanda Lee Koe schon, denn sie macht daraus ihre Geschichte "Küken", eine der besten in diesem Band. Dort liest man dann: "Man kann Menschen auf so viele Arten ausnutzen, sehr viel mehr, als es Arten von Großzügigkeit und Liebe gibt. Das Schöne an Menschen ist aber, dass sie sehr viel weniger zerbrechlich sind als drei Wochen alte Küken und sehr viel anpassungsfähiger. Die Verrenkungen, zu denen du dieses menschliche Wesen verleiten konntest, entzücken dich."

    Amanda Lee Koe beobachtet sehr genau und anders als die meisten Menschen. Sie sieht in kleinen Gesten oder Handlungen ein kurzzeitig offenes Fenster, durch das sie in die Seele von Menschen schauen kann. Daraus entwickelt sie ihre Geschichten. "Geschichten wie ein Schlag, wie ein Herztreffer, ein Hieb, der den Zentralmuskel des Gefühls für einen kurzen Moment aus dem Takt bringt und wilde, aufregende Wahrheiten offenbart", liest man hinten auf dem Buchdeckel. Offenbar saß der Schlag bei Kritikern und Kollegen, denn die Autorin wurde für diesen Erstlingsband mit Lob überschüttet.

    Doch was hat diese Leute überrascht? Dass Amanda Lee Koe unschöne Wahrheiten in Geschichten hüllt, die sie spröde und ohne jeden Hang zur literarischen Verschönerung der Welt erzählt oder vielmehr, dass sie selbst nicht den Mut hatten, den Tatsachen ohne mit der Wimper zu zucken ins Auge zu sehen? In vielen Geschichten geht es um Macht und Erniedrigung in Beziehungen oder zwischen zunächst fremden Menschen. "Küken" steht dafür geradezu exemplarisch.

    Man kann diesen Band in der Tat kaum aus der Hand legen. Nicht weil er besonders spannend ist, sondern weil die Autorin außergewöhnliche Geschichten erzählt, die oft eine gewöhnlich verschwiegene seelische Brutalität in menschlichen Beziehungen ungeschönt offenlegen. Dass eine junge Autorin dazu die Kraft und auch die literarischen Fähigkeiten besitzt, hat wohl die saturierten Meinungsmacher überrascht. Das wiederum ist weniger überraschend.

    Nun besitzen nicht alle Geschichten in diesem Band die gleiche Qualität. Vielleicht werden auch manche Leser mit einigen Erscheinungsformen asiatischer Denk- und Verhaltensweisen fremdeln, die bei der Autorin und ihren Figuren zwangsläufig durchscheinen. Doch davon sollte man sich nicht verwirren lassen. Wie immer man es auch betrachtet - dieser Band ist eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, in die nicht jeder Autor so schonungslos wie Amanda Lee Koe blicken möchte.
  11. Cover des Buches Träume im Glanz der Morgenröte (ISBN: 9783741303388)
    Anna Jacobs

    Träume im Glanz der Morgenröte

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Isabella Sanders bleibt nach dem Tod der Mutter allein in Singapur zurück. Damals sind sie als Familie nach Singapur gezogen, aber nach dem Tod ihres Vaters und ihrer Mutter wird sie jetzt dauernd von einem Mann bedrängt, doch mit dem will sie nichts zu tun haben. In ihrer Not bekommt sie von Mr. Lee ein Angebot ihn Englisch zu unterrichten und dafür mit Kost und Logis bei ihnen zu wohnen. Da kommt eines Tages Bram Deagan nach Singapur, um Waren für ein eigenes Geschäft in Australien zu kaufen. Dort lernt er Mr. Lee kennen. Mr. Lee ist selbst Händler und will auf diesem Weg sein eigenes Geschäft ausweiten. So lernt Bram Isabella kennen.

    Meinung:

    Ein Liebesroman mit Aufbruchsstimmung.

    Es muss damals eine verrückte Zeit gewesen sein, in der einerseits unbescholtene Bürger nach Australien auswandern und dorthin allerdings auch verurteilte Straftäter von England aus hin deportiert werden. Isabella ist in der Familie von Mr. Lee wie eine Schwester aufgenommen worden, aber endlos kann sie da nicht bleiben, denn sie ist jetzt mit 30 Jahren längst in einem heiratsfähigen Alter. Da Mr. Lee Bram als anständigen Mann kennengelernt hat, vermittelt dieser eine Hochzeit mit Isabella. Die ist erst skeptisch und sehr zurückhaltend und eigentlich will sie Bram erst besser kennenlernen, doch Bram muss zurück nach Australien. Also heiraten die beiden am vorletzten Tag, doch vollzogen wird die Ehe nicht. Diese Zeit will Bram Isabella geben und außerdem wird er auf hoher See immer Seekrank.

    Eine herrliche und spannende Geschichte mit großer Portion Abenteuerreise gemischt. Auf jeden Fall hat sich Isabella als gleichberechtigte Partnerin eingefügt und arbeitet als gleichberechtigte Partnerin mit Bram zusammen. Und auch die Ehe funktioniert harmonisch. Das Geschäft nimmt bald Formen an. Bram findet nach und nach ein paar Helfer, die dadurch eine Perspektive für ein Überleben erhalten. Doch plötzlich offenbart sich eine Bedrohung völlig neuer Art.

    In dem Umfeld von Bram und Isabella wird auch gleichzeitig etwas über das Leben von Brams besten Freund dargestellt, der ebenfalls mit seiner Frau und Kind in Australien lebt. Isabella lernt auch ihn kennen. Ebenfalls freunden sich beide Mit dem Captain des Schiffs an, der sie nach Australien gebracht hat und mit dessen Schwester. Und einen Mann der offensichtlich enttäuscht ist und nach seinem Sohn in Australien sucht, denn er weiß, dass seine Frau mit dem Sohn mit einem Mann dorthin durchgebrannt ist. So dass die Geschichte sehr vielschichtig wird, denn alle diese Personen haben miteinander Kontakt und viele davon wollen sich eine neue Existenz aufbauen. So bleibt bis zum Finale die Spannung hoch.

    Fazit:

    Toller Einstieg in eine neue Buchreihe und ich freue mich schon auf das nächste Buch: fünf Sterne.

  12. Cover des Buches Wirecard (ISBN: 9783442316311)
    Bettina Weiguny

    Wirecard

    (2)
    Aktuelle Rezension von: belanahermine

    Inhalt

    Nach einem Vorwort, in dem das Räuberpistolenhafte der Geschichte um Wirecard unterstrichen wird, werden die Entwicklungen von Wirecard sukzessive herausgearbeitet. Überwiegend wird sich dabei an den Menschen orientiert, die in den Fall Wirecard verwickelt waren - angefangen vom Geschäftsführer über Aufsichtsratsmitglieder, Hinter- und Mittelmänner und -frauen, Mitarbeitende, Prüforganisationen, Bedenken-Äußernde. Es wird auch hinterfragt, welche Art Persönlichkeit dazu führt, dass man sich so in seine Phantasien verrennt. Am Ende werden 10 Thesen aufgestellt, wie man zukünftig solche Debakel vermeiden könnte.

    Subjektive Eindrücke

    Die Geschichte ist an sich sicherlich bekannt. Also nicht viel Neues. Allerdings erfährt man beim Lesen viele Details. Und da manche der Beteiligten auch zu Wort kommen, erhält das Buch eine gewisse lebendige Komponente.

    Wie bereits im Vorwort angedeutet, wird die Entwicklung von Wirecard als Art Räuberpistole verstanden und auch entsprechend erzählt. Hier möchte ich von meinem subjektiven Standpunkt aus sagen, dass ich diese Entscheidung nicht wirklich geeignet finde, um sachlich über einen solchen Skandal zu berichten. Es macht hin und wieder den Eindruck der Voreingenommenheit und der Sensationssuche. Das ist gar nicht nötig und deshalb finde ich es sehr schade.

    Fazit

    Viele Details um den Fall Wirecard, aufbereitet als Wirtschaftskrimi.

    Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

  13. Cover des Buches 25 Knoten (ISBN: B0872X5LMP)
    Liv Morus

    25 Knoten

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit "25 Knoten" hat Liv Morus eine spannende Geschichte geschrieben, die viel Verwirrung stiftet, Familiengeheimnisse aufdeckt und zeigt, wozu Menschen aus Profitgier fähig sind.

    Von der ersten bis zur letzten Seite ist man von der Geschichte gefesselt, von immer neuen Spuren quer über den Erdball.

    Nach dem Unfall des erfolgreichen Hamburger Reeders Magnus Johansson stellt sich die Frage, war es ein Unfall und wer war er wirklich? Nachdem ein Brief aufgetaucht ist macht sich seine Enkeltochter Maja auf die Suche nach der Verfasserin und kommt einem unfassbarem Geheimnis auf die Spur. Nichts ist mehr wie es scheint. Eine Entdeckung jagt die nächste bis es zum showdown kommt.

    Viele Personen tummeln sich in dieser Geschichte, aber alle sind, auch dank ihrer gut gewählten Vornamen, übersichtlich. Die Kapitel sind so gestaltet, dass der Leser zeitgleich an allen Schauplätzen sein kann.

    5* von mir.



  14. Cover des Buches Holy Freaks (ISBN: 9783426790816)
    Joannis Stefanidis

    Holy Freaks

    (15)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe
    Buntes Menschentreiben am Bahnhof von Bombay. Joannis Stefanidis begegnet dort der Neuseeländerin Amy, die er von nun an seine „schöne Hippieprinzessin“ nennt. Beide sind nach Indien gekommen, in dem Wunsch Heilung zu finden. Doch wenn die beiden sofort physisch getrennte Wege gehen, bleiben sie über die Jahre in ständigem E-Mail Kontakt. 

    Es ist die Suche dem Sinn im Leben, nach der Erleuchtung, dem Karma, nach transzendentalen Erfahrungen. Es sind viele Episoden, teils heiter, teils nachdenklich stimmend, die Joannis erzählt. Will Joannis zunächst nur seinen lästigen Tinnitus loswerden, begibt er sich über die Zeit in einen Erleuchtungsrausch. Immer wieder begibt sich der Berliner Joannis Stefanidis, den einige vielleicht als Übersetzer der Eragon Bücher kennen, nach Indien, Sri Lanka, Thailand, aber auch nach Peru. Yoga in allen Formen, Ayurveda, Mediation, Schamanen, es gibt fast nichts was er nicht ausprobiert. Es ist ein Ausbrechen aus dem grauen und kalten Alltag des homo digitalis. 

    So stellt er sich die Frage: „WELCHEN SINN HAT DAS ALLES EIGENTLICH?“, und gibt gleich zu bedenken: „An dieser Frage haben sich schon ganz andere Kaliber die Zähne ausgebissen. Und wahrscheinlich kann dieses Rätsel nur jeder für sich selbst lösen. Vielleicht gibt es ja gar nicht die eine erleuchtende, die ultimative Antwort, sondern nur all die kleinen, persönlichen Wahrheiten, die man in lebenslanger Mühsal selbst herausfinden muss.“

    Immer bleibt er respektvoll den (vor allem) asiatischen Weisheiten, den uralten Methoden der Sinnfindung gegenüber, nimmt eher sich selbst nicht ganz ernst und wird niemals betulich. Einzig den Untertitel zum Buch „..wie Shiva mir die Braut ausspannte“ fand ich unpassend.

    Auf seinen Reisen lernt er die unterschiedlichsten Menschen kennen, Menschen die wie er auf der Suche sind und deren Heilsboten, guten wie weniger guten. Aber er erzählt auch von den Ärmsten der Armen, von der Kehrseite der wunderbar faszinierenden exotischen Gegenden, die Joannis bereist. 

    Nett fand ich am Schluss einen Überblick über all die erlesenen Stationen und wie es mit den Menschen, denen Joannis dort begegnete, weiter ging. Damit findet dieses Buch einen runden Abschluss.
  15. Cover des Buches Monsunmord (ISBN: B071W9C68Z)
    Marlen Gardner

    Monsunmord

    (3)
    Aktuelle Rezension von: marielu

    Zum Inhalt:
    Toms Geschäftsreise ins schöne Singapur ermöglicht Nina die Stadt zu erkunden. Getrieben von ihrer Neugier durchstreift sie fern ab vom Tourismus die Gassen und stößt dabei auf ein altes heruntergekommenes Shophouse. In diesem stört sie gerade ein paar zwielichtige Typen die einem jungen Mädchen zusetzen. Das Mädchen kann fliehen, vergisst dabei aber ihre Tasche. Als tags darauf Nina dem Mädchen die Tasche bringen will, ist dieses Tod. Deklariert als Selbstmord, will die Polizei diesen Fall zu den Akten legen. Doch da hat Kommissar Kisho Takahashi die Rechnung ohne Nina gemacht. Denn diese glaubt nicht an einen Selbstmord, da sie in der Tasche des Mädchens eine Schatzkarte gefunden hat. Während Nina sich auf die Suche nach dem Mörder Mai-Lins und dem Schatz macht versucht ihr kleiner Wächterkobold Alux, gezwungen von den blutrünstigen Tempeldrachen den Drachenkönig, der in dem Shophouse gefangen ist von seinem Fluch zu befreien. Um ihre Aufgaben zu lösen spielt nicht nur für Nina, sondern auch für den Alux die Zeit eine wichtige Rolle, denn der entscheidende Vollmond findet in wenigen Tagen statt.

    Meine Meinung:
    Der 3. Teil der Reisefieber-Krimis von Marlen Gardner führt uns nach Singapur. Geschildert wird die Geschichte aus den zwei Perspektiven von Nina und dem Alux, also ein Mix aus menschlichen und übersinnlichen Personen, dabei lässt der flüssige Schreibstil die Seiten nur so dahin fliegen. Die Authentizität (denn wer von uns kennt das nicht, dass man sich was vorgenommen hat und plötzlich hat der Andere Zeit und wirft alle Pläne durcheinander) von Nina und Tom macht die Beiden sympathisch. Den kleinen Wächterkobold Alux, der hier in seiner tollpatschigen Art versucht Nina für den Tempeldrachen und dem Gott des Todes zu schützen, kann man nur lieben. Da die Autorin Marlen Gardner diese Bücher Reisefieber-Krimis nennt kann man auch darauf bauen, etwas über die Kultur und den Gepflogenheiten der jeweiligen Orte zu erfahren. Wer hier allerdings einen klassischen Krimi erwartet wird enttäuscht. Hat man aber den Mut sich auf eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte mit etwas Spannung, Übersinnlichen und Kultur einzulassen kommt man hier auf seine Kosten. Da ich ein Fan dieser Reisefieber-Krimis geworden bin, erwarte ich voller Spannung wohin mich das nächste Abenteuer mit Nina und ihrem Wächterkobold Alux führt.

    Zur Autorin:
    Dies ist der 3. Teil von Marlen Gardners Reisefieber-Krimi-Reihe. Da sie sehr gerne reist sind ihre Bücher mit den Reisezielen stark verbunden. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart.
    Die Self-Publisherin findet den kompletten Gestaltungsprozess rund ums Buch wahnsinnig spannend und liebt den Kontakt zu ihren Lesern.

    Fazit: Der 3. Teil der Reisefieber-Krimi-Reihe hat mich gut unterhalten und nicht nur für kurzweilige Lesestunden sondern auch für Reisefieber gesorgt.
  16. Cover des Buches Lonely Planet Reiseführer Singapur (ISBN: 9783829722599)
  17. Cover des Buches Der Katzenfänger und andere Grenzgänger (ISBN: 9783990649039)
    Sarah Samuel

    Der Katzenfänger und andere Grenzgänger

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Blum

    Neun Geschichten eines sprachgewandten Autorenpaares. Habe mich bei jeder einzelnen Geschichte gefragt, wer von den beiden wohl die Idee gehabt und auch 'Regie' geführt hat. Eines aber haben alle Geschichten gemein - die wunderbare Sprache, der ausgewählte Wortschatz und die bildhaften und bisweilen zynisch-humorvollen Beschreibungen. Nicht alle Geschichten haben einen Spannungsbogen oder auch eine überraschende Wendung am Ende; das braucht es auch nicht, ist doch die zu genießende Sprache für sich genommen schon Lesevergnügen genug! Obwohl die allermeisten Protagonist*innen wohlsituierten Akademikerkreisen entstammen, meint es das Leben nicht immer gut mit ihnen; so ist das Leben klein und vergänglich, gemessen an einer totbringenden Welle; ich weiß jetzt, warum man in einem arabischen Land besser auf Alkohol verzichten sollte und bin vertraut mit dem Lebensgefühl akademisch gebildeter Westler in eben diesen Ländern.

    ... wenn ein klassisch-konservatives Konzert-Event aus den 'Fugen' gerät und die Aufhebung sicherheitsspendender Regeln dem Volksgeist einen Triebdurchbruch ermöglichen...

    ... über die Spaltung des Landes, erläutert anhand des Geschäfts der Literatur und festgemacht am 'Stadt-Land-Gefälle': Bösartig und doch irgendwie wahr - und großartig niedergeschrieben!

    Die Selbstironie: Scheinbar ach so weltgewandte Akademiker unter anderen Akademikern in der Karibik auf der Suche nach dem 'wahren Leben', wo es für die einheimische Bevölkerung eher um das Überleben geht...

    ... und schlussendlich die mörderisch-kulinarische Kompensation einer narzisstischen Kränkung im Kreise der honorigen Professorenschaft... das Beste kommt zum Schluss!!!

    Ein bisschen viel die - wenn auch internationale - Welt der Universitäten und der Hochstudierten; gleichwohl ein fabelhafter Band mit Kurzgeschichten!!!

    Unbedingte Leseempfehlung!

  18. Cover des Buches Zuckerbrot (ISBN: 9783520625953)
    Kaur Jaswal Balli

    Zuckerbrot

    (40)
    Aktuelle Rezension von: SimoneF

    Die zehnjährige Parveen, genannt Pin, lebt mit ihrer Familie in Singapur. Sie sind Punjabi. Pins Mutter Jini ist Pin oft ein Rätsel, sie trägt ein Geheimnis mit sich, das Pin nicht ergründen kann. So versucht sie, anhand der Speisen, die ihre Mutter kocht, Rückschlüsse auf deren Gemütszustand zu ziehen.  Zu ihrem Vater hat Pin ein besonders inniges Verhältnis. Eines Tages zieht Jinis kranke und strenggläubige Mutter bei ihnen ein. Alte familiäre Konflikte schwelen unter der Oberfläche, brechen wieder auf, und Pin versucht zu verstehen, was dahintersteckt.

    Die Geschichte wird abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt: Einmal aus Pins Perspektive im Jahr 1990, und als Rückblende aus Jinis Sicht in den Jahren 1967 und 1970.

    Sehr fasziniert hat mich der kleine Staat Singapur mit seinem spannenden Mix, dem Nebeneinander der indischen, chinesischen und malaiischen Kultur. Eindrücklich beschreibt die Autorin aus Pins Sicht die Farbenpracht, das Stimmengewirr und die Vermischung von Gerüchen, die Gegensätze aus moderner Architektur in blitzsauberen Straßen und alten, bröckelnden, traditionellen Häusern in schmuddeligen Gassen. Trotz des überwiegend friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen gibt es Alltagsrassismus, den insbesondere die indische Minderheit zu spüren bekommt. Auch Pin wird damit konfrontiert – im Schulbus und auch in der Klasse.

    Besonders gut gefiel mir, wie Pins Gedankenwelt beschrieben wurde. Ich konnte mir das zehnjährige Mädchen sehr gut vorstellen, das versucht, anhand kleinster Hinweise und der von ihrer Mutter zubereiteten Gerichte sich das Befinden ihrer Mutter zu erschließen. Auch Pins Zwiesprache mit dem Bild des Sikh Gottes konnte ich mir lebhaft ausmalen und musste manches Mal schmunzeln.

    Jinis Geschichte vermittelte mir einen Eindruck von der strengen gesellschaftlichen Hierarchie und der starken sozialen Kontrolle innerhalb der Gemeinschaft. Auch der Stellenwert der Familie ist sehr hoch, Individualität hingegen wurde unterdrückt.

    Mir hat dieses Buch einen interessanten Einblick in ein Land, von dem ich bisher kaum etwas wusste, eröffnet. Sehr lesenwert!


  19. Cover des Buches Ein Jahr in Singapur (ISBN: 9783451811531)
    Nicola Kaulich-Stollfuß

    Ein Jahr in Singapur

    (11)
    Aktuelle Rezension von: KiSa71
    Genial, so viel wieder erkannt, dass ich am liebsten gleich wieder einen StopOver buchen könnte.
  20. Cover des Buches DuMont direkt Reiseführer Singapur (ISBN: 9783770184163)
    Mischa Loose

    DuMont direkt Reiseführer Singapur

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    Heiß und schwül. Genau das wird über Singapur gesagt. Klimatechnisch mag das durchaus stimmen, dennoch hat die Stadt noch einiges mehr zu bieten. Sei es das „Fringe Festival“ oder auch das „Navarathiri“. Sei es das „Fringe Festival“ oder auch das „Navarathiri“. Und darüber hinaus natürlich auch noch jede Menge Kunst, Kultur und Landschaften. Einen Überblick bietet Mischa Loose in diesem handlichen Reiseführer.

    Der Reiseführer bezieht sich vorwiegend auf die die größten / berühmtesten Sehenswürdigkeiten und ist daher eher nichts für Urlauber, die bereits in Singapur waren. Wirkliche „Geheimtipps“ fehlen leider. Ansonsten bietet der Reiseführer hier nicht nur die Adressen und Öffnungszeiten, sondern auch allgemeine Hinweise, wie z.B. zur Ernährung oder dem Verhalten im Allgemeinen.

    Am Ende des Buches ist ein Faltplan eingeheftet, auf dem alle Sehenswürdigkeiten und markanten Punkte markiert sind, so dass ein Auffinden problemlos möglich ist.

    Durch die frische Aufmachung und den lockeren Schreibstil einfach mal ein etwas anderer Reiseführer.

  21. Cover des Buches High Heels und Hühnerfüße (ISBN: 9783732287345)
  22. Cover des Buches Reisehunger (ISBN: 9783833843143)
    Nicole Stich

    Reisehunger

    (8)
    Aktuelle Rezension von: HibisWonderland

    Ich habe das Buch gerade fertig gelesen und mir 39 Rezepte zum Nachkochen abfotografiert. Bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit etwas auszuprobieren, aber die Rezepte klingen defintiv gut!

    Allerdings war es beim Lesen schon recht offensichtlich, dass ich (reiseliebende Studierende, eher Hostel als Sternehotel) nicht die Zielgruppe des Buches bin. Was kein Problem ist, aber das Cover sah mehr nach Street Food als Wine Testing aus.
    Das ist kein großer Kritikpunkt und vieles ist auch in meinem Budget, aber es ist erwähnenswert, da so beispielsweise immer die teurere Variante der Zutaten aufgeführt wird. Die kann man aber auch leicht durch Alternative ersetzen (wenn man die kennt).

    Ich hatte ursprünglich nach einem Buch gesucht, welches die typischen, lokalen Rezepte aufzeigte. Da war ich schon etwas verwirrt, als Fried Rice im Kapitel USA und Karaagag unter Singapur aufgeführt wurden. Okay, vielleicht sind die Sachen in dem Land einfach auch besonders gut oder typisch und vielleicht bin ich zu nitpicky aber verwirrt war ich schon.

    Was ich sehr gut fand ist, dass in den Rezepten auch beschrieben wird wieso etwas gemacht wird ("Joghurt und Zucker vermischen und kurz stehen lassen. Der Zucker löst sich dabei auf.). Oft sind es Kleinigkeiten, aber ich hab mich auch ein oder zwei mal dabei ertappt, dass ich dachte ich könnte z.B. das Warten einfach weglassen. Ich bin halt ungeduldig.

  23. Cover des Buches Der Fengshui-Detektiv (ISBN: 9783293305991)
    Nury Vittachi

    Der Fengshui-Detektiv

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Inhalt: Als der angesehene Fengshui-Berater C.F. Wong die Anfrage erhält, ob der Sohn eines guten Kontaktes seines Chefs für die Sommermonate bei Wong mithelfen könnte, macht er das nur des Geldes wegen. Doch der Sohn stellt sich als Tochter heraus, ist gerade mitten in der Pubertät und so ganz und gar nicht das, was Wong momentan gebrauchen kann. Während die Zeit vergeht, stellt sich jedoch heraus, dass die Beiden ein gar nicht so schlechtes Team abgeben. Meine Meinung: Nachdem ich bereits drei Bände der Serie um C.F. Wong und Joyce McQuinnie gelesen habe, war es für mich wirklich interessant, endlich auch den ersten Band zu lesen. Die Rezensionen zu den zwei Bänden, die ich auf dem Blog rezensiert habe, findet ihr hier: Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger: http://www.blogigo.de/jaris_buechergebrabbel/Erschossen-werden-Ganz-schlechtes-Fengshui/122/ Der Fengshui-Detektiv im Auftrag Ihrer Majestät: http://www.blogigo.de/jaris_buechergebrabbel/Rezension-Ueber-den-Wolken/375/ An Nury Vittachis lockerem Schreibstil, der mit leichter Ironie gemischt ist, hat sich nicht viel geändert. Noch immer bzw. bereits jetzt ist das Buch in einzelne Geschichten aufgeteilt, die zum Miträtseln einladen. Und bereits in diesem Band pendeln Joyce und Wong zwischen Zuneigung und Unverständnis des jeweils anderen. Durch Vittachi erhält auch der Leser einen bleibenden Eindruck des asiatischen Lebens in all seinen Facetten, da Wong, mit Joyce im Gepäck, quer durch Asien reist, immer auf der Suche nach dem lukrativsten Geschäft. Auch die Unterschiede zwischen Ost und West werden durch die beiden Protagonisten hervorragend verkörpert. Nach der Lektüre des ersten Teils muss ich Vittachi zugestehen, dass er es geschafft hat, seine Figuren weiterzuentwickeln. Weder Wong noch Joyce haben die schriftstellerische Reife und die charakterliche Festigung der Folgebände. Joyce wirkte auf mich zu unreif und es ist wenig glaubwürdig, dass eine 17-Jährige, deren Hauptlektüre aus Popzeitschriften besteht, ein so allumfassendes Wissen hat, wie sie es hier zur Schau stellt. Dadurch wirkte sie auf mich oft besserwisserisch und unsympathisch. Trotzdem hat mich Vittachi ein weiteres Mal begeistert und vor allem seine Vielfalt, wenn es um die zu lösenden Fälle geht, ist mir sehr positiv aufgefallen. Im Gegensatz zu anderen Reihen, in denen immer jemand umgebracht und der Fall durch einen Ermittler gelöst wird, sticht Vittachi mit seinem Ermittler-Duo einfach heraus. Ob es darum geht, nicht selbst in Fallen irgendwelcher Schurken zu treten, ob Wong in einem Kloster merkwürdige Geschehnisse hinterfragt oder ob die Polizei direkt an ihn herantritt - jede Geschichte bietet etwas Neues. Manchmal kommt der Leser dabei selbst auf die Lösung und manchmal wird man an der Nase herumgeführt - bei Nury Vittachi ist alles möglich. Fazit: Ein guter Start für die Reihe, wenn auch noch nicht völlig ausgereift. Super Ferienlektüre für Asienreisende und gute Unterhaltung für Leute, die lustige Krimis ohne viel Blutvergiessen lesen möchten. Und natürlich wieder ein Buch ganz nach Jaris Geschmack!
  24. Cover des Buches Schöne Monster (ISBN: 9783351050733)
    Sharlene Teo

    Schöne Monster

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Haveny

    Inhalt:

    Szu war schon immer die Außenseiterin und möchte doch nur dazu gehören. Auch zu ihrer Mutter fehlt ihr die Bindung, doch dann lernt sie Circe kennen und findet in ihre eine beste Freundin. Amisa, Szus Mutter hat vor Jahren in drei Horrorfilmen das Monster gespielt und glaubte immer daran, ein großer Filmstar zu werden, doch die Beziehung zu ihrer eigenen Tochter war immer kompliziert. Und dann ist da noch Circe Jahre nachdem ihre Freundschaft mit Szu sich "aufgelöst" hat, die ihre Vergangenheit einfach nicht hinter sich lassen kann.

    Meine Meinung:

    Das wundervolle geheimnisvolle Cover hat mich sofort verzauert und auch der Titel klang wahnsinnig vielversprechend, sodass ich diesem Roman einfach eine Chance geben musste, doch leider konnte er mich nicht wirklich begeistern.

    Eigentlich geht es sprachgewaltig und gut los, doch sehr schnell verlor die Geschichte für mich ihren Reiz. Der Schreibstil war weiterhin wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen, sonst hätte ich das Buch vermutlich auch nicht fertig gelesen. Aber die Sogwirkung fehlte trotzdem komplett. Klar, ist es nett, das Leben & Zuhause der drei Frauen kennen zu lernen, aber es ist eben NUR nett, mehr nicht.

    Jede der drei Frauen erzählt einen Teil ihrer Lebensgeschichte und nur langsam kristallisiert sich ein Gesamtbild über die Beziehungen der drei untereinander heraus. Doch für mich fehlte der zündende Funken, das große Geheimnis, irgendetwas Überraschendes!

    Natürlich haben alle drei schwierige Zeiten hinter sich und schon einiges im Leben überleben müssen, doch mir wurde dies einfach etwas zu monoton erzählt, denn so weltbewegend fand ich die Schicksale der drei Frauen dann leider nicht. Szu tat mir zwar total leid, denn für vieles weswegen sie gehänselt wurde, kann sie gar nichts und doch konnte ich als Leser auch zu ihr keine Beziehung aufbauen. Mir fehlten einfach die Emotionen, die einen mitreißen, leiden und lieben lassen! Zu oft fühlte ich mich nur als ferner Beobachter, der mit dem ganzen Geschehen eigentlich überhaupt nichts zu tun hat.

    Alles in allem eine sehr ruhige Geschichte, ohne besonders viel Geschehen oder Spannung, die mich leider nicht überzeugen konnte.

    2/5 Sterne

  25. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks