Bücher mit dem Tag "sissi"
25 Bücher
- Brigitte Hamann
Elisabeth
(136)Aktuelle Rezension von: leselockiSchon seit meiner Kindheit habe ich jedes Jahr zu Weihnachten die Filme über Sissi gesehen.
Nach dem letzten Wien-Besuch hatte ich aber vor allem nach dem Besuch an der Hofburg das Bedürfnis, mich mehr mit der Geschichte der Kaiserin Elisabeth auseinander zu setzen, nachdem sie dort auch in ihren letzten Jahren dargestellt wurde.
Schnell musste ich feststellen, dass die Filme wahrlich über-romantisiert sind und nicht viel von der "echten Sissi" zeigen, wenn man das Buch liest, das auch viele Ausschnitte aus Briefen von vielen verschiedenen Personen aufführt.
Der Drang nach Freiheit, der bewusste Rückzug von allem, auch von Franz Josef und den Kindern, zu denen sie teilweise gar keine Beziehung pflegte... Das alles wird im Buch dargestellt - und ich sehe hier sogar weniger die Schuld bei der "bösen" Schwiegermutter Sophie, sondern auch die Schuld bei Elisabeth selbst.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der tatsächlichen Kaiserin ohne jegliche Romantisierung und Schönmalerei interessiert. - Elena Hell
Sisi: Das dunkle Versprechen
(32)Aktuelle Rezension von: GuinevereOriginalDas Buch "Sisi: Das dunkle Versprechen" von Elena Hell und Robert Krause ist eine Neuinterpretation von der Geschichte der Kaiserin Elisabeth, vor allem bekannt als Sisi, und das begleitende Buch zu der TV-Serie von RTL. Dies ist der erste Band einer Reihe.
Was bei dieser Geschichte wichtig anzumerken ist: Sie besteht teilweise aus frei erfundenen Geschehnissen, auf die jedoch ganz am Anfang des Buches hingewiesen wird.
Nichtsdestotrotz war dies ein spannendes und mitfühlendes Erlebnis, das der Leser nicht nur aus der Sicht Sisis, sondern ebenfalls aus der Sicht des Kaisers Franz erlebt. Man kriegt einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Figuren, wie auch das politische Geschehen, was beides mit Spannung verfolgt werden kann.
Wem die Geschichte Sisis interessiert oder lediglich gerne historische Geschichten liest und mit dem Wissen an das Buch rangeht, das nicht alles Non-Fiction ist, kann sich mit diesem Buch gut amüsieren.
- Allison Pataki
Sisi – Kaiserin wider Willen
(101)Aktuelle Rezension von: PMelittaMDer Roman erzählt vom Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, von 1853, kurz bevor sie die Braut Kaiser Franz Josephs wird, bis 1867, ihrer Krönung zur Königin von Ungarn. In dieser Zeit hat Sisi kein einfaches Leben, sie heiratet sehr jung, findet sich schwer in die Regeln am Hof in Wien ein und hat Schicksalsschläge zu verkraften.
Ich bin mit den Sissi-Filmen mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aufgewachsen, und hatte immer schon ein gewisses Interesse an Sisi, die mir immer einmal wieder beim Lesen über „den Weg läuft“. Ein Buch, das sich speziell mit ihr beschäftigt, hatte ich bisher allerdings noch nicht gelesen, dieses sollte mein erstes sein, auch wenn es nicht das einzige ist, das ich im Regal habe.
Ein bisschen gewundert hat mich, dass eine amerikanische Autorin den Roman verfasst hat, ich hätte mir eher eine deutsche oder österreichische vorstellen können. Aber nun, die Recherche ist das ausschlaggebende, und das kann man von überall leisten. Und diese erscheint mir leider etwas fraglich. Parallel zum Lesen des Romans habe ich, wie üblich, selbst ein bisschen recherchiert und zum Beispiel immer wieder gelesen, dass es keine Belege dafür gibt, dass Sisis ältere Schwester Helene zuerst als Braut für den jungen Kaiser vorgesehen war – leider spielt aber das eine große Rolle im Roman, Sisi hat hier deshalb große Schuldgefühle gegenüber Helene.
Zu Beginn konnte ich noch gut mit Sisi mitfühlen, das hat sich allerdings im Laufe des Romans etwas verflüchtigt. Da aus ihrer Sicht erzählt wird, werden andere Charaktere aus dieser Perspektive betrachtet.
Ich hätte mir ein bisschen mehr Hintergründe über die kaiserliche Familie gewünscht. Beim Lesen kann man meinen, dass Franz Joseph ein Einzelkind war, nur einmal wird im Nebensatz einer seiner Brüder erwähnt. Immerhin erfährt man ein bisschen über den historischen Hintergrund jener Zeit, wie die Probleme mit Ungarn.
Sicher, es ist keine Biografie, sondern ein Roman, dennoch erwarte ich, dass sich an den realen Leben der historischen Persönlichkeiten orientiert wird. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass, auch wenn ich die bereits oben erwähnten Filme schon lange nicht mehr gesehen habe, der Roman eher auf diesen basiert, die bekanntlich historisch nicht allzu genau sind (noch nicht einmal Sisis Name ist richtig geschrieben).
Leider hat mir der Roman auch keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der Roman lässt sich aber zügig lesen, und wer nicht so viel Wert auf die historischen Tatsachen legt, wird möglicherweise gut unterhalten.
Vielleicht habe ich von diesem Roman zu viel erwartet, am Ende habe ich nichts Neues erfahren, aber ein paar altbekannte Klischees gelesen und teilweise an der historischen Akkuratesse gezweifelt, so dass sich mein Lesevergnügen im Rahmen hielt. Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde. - Karen Duve
Sisi
(60)Aktuelle Rezension von: MelB2508Nachdem mir schon Fräulein Nettes kurzer Sommer von Karen Duve sehr gut gefallen hat, war ich auf Sisi gespannt. Klar, wir alle kennen die Filme und den Mythos, aber auch viele andere Details, die den ganzen Kitsch drumherum entlarven, wie z.B., dass Sisi magersüchtig/Bulimikerin war, extrem eitel und sehr schlechte Zähne hatte.
Einiges davon kommt in Karen Duves Buch auch vor - sie nuschelt beispielsweise immer mit geschlossenem Mund und das macht die Gespräche mit ihr oft recht schwierig. Anderes war mir noch vollkommen neu, wie vor allem - und hier setzt das Buch auch klar einen Schwerpunkt - ihre Begeisterung für reiten, jagen und Pferdedressur.
Der Roman spiegelt eine relativ kurze Zeit im Leben der Kaiserin. Sie ist 38 Jahre alt und lebt ein sehr selbstbestimmtes Leben. Ihre beiden älteren Kinder - das fand ich brutal - sind ihr unsympathisch und streckenweise peinlich. Gisela, die Tochter, wurde unter ihrem Stand verheiratet und die Enkelkinder findet Sisi äußerlich abstoßend.
Rudolf, der Kronprinz, ist ein schlechter Reiter und Jäger und sie verbietet ihm oft, bei der Jagd dabei zu sein, weil ihr sein nicht vorhandenes Können peinlich ist.
Die jüngste Tochter Valerie dagegen wird übertrieben verhätschelt und entwickelt sich dadurch zu einem furchtbar anstrengenden Kind.
Als Sisi beschließt, die älteste Tochter ihres unstandesgemäß verheirateten Bruders unter ihre Fittiche zu nehmen, die 18jährige Marie Louise, beginnt für diese ein aufregendes Leben an der Seite der unwirklich anmutenden märchenhaften Tante.
Sisi wird immer wieder als unfassbar schön beschrieben, bis auf die Sache mit den Zähnen. Ihre Haare sind länger als sie groß ist, sie ist wahnsinnig schlank und wirkt viel jünger als sie ist.
Leider ist ihre Nähe und Gunst eher negativ für die Menschen in ihrem Umfeld, da sie sehr manipulativ ist, sehr egozentrisch und vor allem eitel. Auch Maries Geschichte ist eine tragische, ich werde sie aber nicht spoilern. :-)
Für mich war das Buch wirklich sehr gut lesbar. Als Fan von historischen Romanen mochte ich die Stimmung sehr, die Karen Duve gezeichnet hat. Sisi selbst blieb mir ein Stück weit ungreifbar. Es gab immerhin 2 Stellen im Buch, an denen ich Mitgefühl mit ihr hatte, aber die meiste Zeit mochte ich sie einfach nicht.
Die Quellen der Autorin sind u.a. die Aufzeichnungen einer der Hofdamen Sisis und daher kommt diese auch oft vor. Sie war für Sisi so wichtig, dass diese ihr verboten hat - auf heute würde man sagen recht toxische, manipulative Art und Weise - zu heiraten. Immer wieder spielt Sisi mit den Menschen in ihrem Umfeld, indem sie besonders nett oder besonders abweisend ist. Ihre eigenen Kinder verunsichert sie. Den Ehemann, der sie zwar betrügt, aber anbetet, hält sie so auf Abstand und trotzdem von ihr gefangen. Ihre zahlreichen Verehrer versammelt sie um sich, um sich selbst zu bestätigen und zürnt ihnen, wenn sie in ihrer Anbetung nachlassen, obwohl sie sich wohl nie wirklich auf eine Affäre einlässt, sondern immer nur mit der Möglichkeit spielt, es könnte zu einer solchen kommen.
An vielen Stellen wirkt die Kaiserin unreif und kindisch und sie reflektiert wirklich nie, was sie mit den Menschen in ihrem Umfeld macht.
Mich hat der Roman wirklich gefesselt und ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen!
- Kristina Moninger
Neun Tage Wunder
(127)Aktuelle Rezension von: KerstinMCBei dem Cover konnte ich irgendwie nicht nein sagen. Es ist eine gemalte Momentaufnahme am Wasser. Zwei Personen gehen der Sonne entgegen, erkennbar an den langen Schatten, die sie werfen. Für mich ist es einfach ein wunderschönes Bild.
Neun Tage Wunder von Kristina Moninger erschien im Rowohlt Verlag. Das dazugehörige Hörbuch wurde im Argon Verlag veröffentlicht und von Marian Funk und Martha Kindermann eingelesen. Die beiden verleihen den Protagonisten Anni und Ben ihre Stimmen.
Das Buch lag über ein Jahr auf meinem SUB und wartete geduldig auf seine Lesezeit. Manchmal ist es genau so: Man möchte ein Buch unbedingt lesen und wenn es dann endlich da ist, findet man den richtigen Moment nicht. Also habe ich mir das passende Hörbuch bei BookBeat heruntergeladen, den Stimmen der Sprecher gelauscht und mich gefragt, warum diese Geschichte so lange auf mich warten musste.
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleite ich Anni und Ben in ihrem Leben in Glückstadt. Parallel dazu erlebe ich Anni und Lukas vor zehn Jahren und diese wenigen, aber prägenden Tage, die sie miteinander verbracht haben. Durch den Wechsel der Ich-Erzähler Anni und Ben sowie der Zeitebenen wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Schluss trägt. Als Leser möchte man unbedingt wissen, was es mit diesen neun Tagen auf sich hat und wie sie sich auf die Gegenwart auswirken.
Ich hing förmlich an den Lippen von Anni und Ben und war fasziniert von Bens neuem Roman, der sich ganz unverhofft aus einer Begegnung heraus entwickelt und sein Leben ins Wanken bringt. Besonders schmunzeln musste ich bei den kurzen Gedankenspielen am Rande: „Was würde Angela Merkel jetzt sagen?“ Es ist ein wiederkehrender Impuls, um neue Perspektiven zu gewinnen. Ganz unweigerlich musste ich dabei an Miss Merkel von David Safier denken, was mich zusätzlich zum Lächeln brachte, auch wenn die Geschichten inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.
Ich hatte einige sehr schöne Hörstunden, und Neun Tage Wunder wurde meine erste abgeschlossene Geschichte im Jahr 2026. Wie schon bei den vorherigen Büchern der Autorin habe ich den Schreibstil sehr genossen und bin flüssig durch die Geschichte getragen worden.
Magst du Liebesromane mit Rückblenden? Liebst du Geschichten in Geschichten? Dann könnte Neun Tage Wunder von Kristina Moninger genau das Richtige für dich sein. Ben schreibt an seinem aktuellen Liebesroman, und als Leser darf man live miterleben, wie seine Geschichte entsteht. Eingebettet ist das Ganze in sein Leben mit Anni und ihre Rückblicke auf die traumhaften Tage vor zehn Jahren mit Lukas, die ihre Welt nachhaltig verändert haben. Dich erwartet eine emotionale, spannende Geschichte mit einem Ende, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Von mir gibt es eine klare Hör- und Leseempfehlung. Marian Funk und Martha Kindermann haben erneut großartige Arbeit geleistet und so hätte ich ihnen noch lange zuhören können.
- Renate Bergmann
Über Topflappen freut sich ja jeder
(70)Aktuelle Rezension von: Chattys_BuecherblogIn diesem Buch präsentiert der Autor, Torsten Rohde als Renate Bergmann, seinen vierten Band um die rüstige Omi und ihre Art von Familiensinn.
"Weihnachten ist, wenn meine Tochter Kirsten sich ein Schälchen Müsli macht und zu meiner Gans sagt: "Das ess ich nicht, das sind Leichenteile." So beginnt die Kurzbeschreibung des Klappentextes und macht schon mal deutlich worauf der Schwerpunkt in diesem Roman liegen.
***
Da mir die Vorgängerbände sehr gut gefallen hatten, war ich sehr gespannt, was sich hinter diesem eindrucksvollem und farbenfrohen Cover und dem ansprechenden Titel verbirgt.
Wer die Vorgängerbände gelesen hat, wird sich sehr schnell in die Geschichte einfinden. Als Hauptprotagonistin darf natürlich die rüstige Rentnerin Renate Bergmann nicht fehlen. Renate lässt uns an ihren Gedanken teilhaben und verbreitet schnell eine gewisse Weihnachts-Familien-Wohlfühl-Atmosphäre.
Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Lesen auch einfach Spaß machen kann.
Der Autor, Thorsten Rohde, zeigt auch in diesem Band wieder viel Empathie und durch den bildhaften Schreibstil fällt es dem Leser leicht, sich in die Gedanken der Rentnerin einzufinden. Was gibt es schöneres, als das christliche Fest im Beisein der Familie zu feiern und an alten, liebgewonnenen Traditionen festzuhalten.
Der Roman hat mich wieder sehr gut unterhalten. Ich wünsche mir mehr davon.
- Michelle Marly
Romy und der Weg nach Paris
(75)Aktuelle Rezension von: JulianchenRomy Schneider hat mich schon als Kind fasziniert. Ihre frühe Paraderolle als Kaiserin Sissi ist sicher eine der frühesten Erinnerungen, doch auch die traurige, einsame Romy kurz vor ihrem Tod hat sich mir eingeprägt. Michelle Marly beschreibt ihrem Roman den Weg von der jungen erfolgreichen Schauspielerin zur selbstbewussten Frau. Ein wirklich bewundernswerter und sicher auch harter Weg, wie sehr gut deutlich wird. Die Handlung beginnt Ende der 50er Jahre als Romy zu Dreharbeiten nach Paris geht und dort den jungen und damals noch unbekannten Alain Delon kennenlernt. Auch eine Figur, die mich sehr fasziniert. Der rebellische, oft ungehobelte, aber wunderschöne Mann wird Romy über viele Jahre begleiten. Erst als Liebhaber und Verlobter, dann als guter und wichtiger Freund. Den Großteil des Buches nimmt die Liebesgeschichte zwischen den beiden ein. Romys Gefühlsleben ist sehr gut eingefangen. Sie, die die Jugend übersprungen hat, fühlt plötzlich die Energie und das Leid der ersten großen Liebe. Ihre Geschichte ist eng verflochten mit der professionellen Karriere der beiden Schauspieler. Während es für Alain immer weiter bergauf geht, stagnieren die Angebote für Romy. Das ist die erfolgsverwöhnte junge Frau nicht gewöhnt. Sie leidet und doch gelingt es ihr, den Kopf aus dem Sand zu ziehen. Ihr Willen die französische Sprache zu lernen und am Theater in Paris zu bestehen, imponieren mir. Als Leser weiß man schon, dass die Beziehung zu Delon nicht von Dauer sein wird und dieses Ungleichgewicht zwischen den beiden zieht sich durch die Jahre. Romy ist immer die, die etwas mehr liebt. Besonders beeindruckt hat mich auch das sehr enge Verhältnis zu ihrer Familie, insbesondere ihrer Mutter. Romy kann sich nur schwer lösen, sehnt sich nach Harmonie und kann dennoch dem Drang nach Freiheit nicht widerstehen. Ein sehr bildhafter und gefühlvoller Einblick in das Leben und Wirken einer der bedeutendsten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts.
- Sissi Kandziora
Nur was ich mag
(13)Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter"Nur was ich mag" hatte in mir die Hoffnung gegeben, mich kennen zu lernen und mein Haus Ausmisten zu können.
Es gibt Seiten auf denen man selbst über Dinge nachdenken kann und diese dann Aufschreiben könnte.
Für mich waren die ersten Kapitel unnötiges Wissen, was mir nicht wirklich geholfen hatte.
Als ich endlich zur Methode und der Challenge kam war ich bereits genervt und hatte schon keine Lust mehr. Und in diesen beiden Bereichen wurde ich ständig auf den Kanal oder den Block hingewiesen. Dazu gab es noch Codes zum scannen. Dies hat das Lesen leider ständig gestört und hätte am Ende des Buches einmal gereicht.
Die Schritt für Schritt PDF im Buch hinterließ bei mir die Hoffnung: Jetzt bekomm ich eine Liste zum abharken und mache diese einfach Schritt für Schritt!
Aber auch hier war die Enttäuschung groß. Ich hatte das Gefühl einige Punkte fehlten und andere waren doppelt gemoppelt. Wieder andere Punkte waren eher unnötig oder gehörten meiner Meinung eher gar nicht rein.
Ich würde dieses Buch leider keinen Empfehlen, bei mir zieht es wieder aus! Aber auf Ihrem Block kann man sie die PDF zum Ankreuzen ja trotzdem herunterladen.
- Gigi Griffis
Die Kaiserin
(81)Aktuelle Rezension von: GiseElisabeths Schwester Helene soll den österreichischen Kaiser Franz heiraten, und Elisabeth fährt mit, um ihre Schwester zu unterstützen. Doch dann lernen sich Elisabeth und Franz kennen, und sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen. So bahnt sich an, was gar nicht vorhergesehen war…
Die Geschichte der Kaiserin Sisi ist sehr eindrücklich und schon des öfteren in Büchern oder Filmen festgehalten. Dieses Buch beschreibt ihre Geschichte aus der Sicht der jungen Frau, zeigt die plötzliche Verliebtheit, die sie für ihr Leben noch gar nicht erhoffte, wie auch die Zweifel an der neuen Konstellation, die sich nun ergibt. Aber auch Helene beschreibt ihren Part wie auch der junge Kaiser, der sich vom Fleck weg in die falsche Schwester verliebt und überlegen muss, wie sehr er sich an die Regeln des Hofes halten will. Was wirklich Neues habe ich aus dem Buch nicht ziehen können, dennoch ist es sehr fesselnd geschrieben, so dass man sich gern in die Geschichte vertieft.
Ich hatte mir ein paar neue Erkenntnisse aus diesem Buch erhofft, die konnte ich jedoch aus der Lektüre nicht herausziehen. Wer also an einer kaiserlichen Liebesgeschichte interessiert ist, wird dieses Buch sicherlich gerne mögen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
- René Anour
Die Totenärztin: Wiener Blut
(88)Aktuelle Rezension von: buch_klatsch╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞
In Die Totenärztin — Wiener Blut begleiten wir Fanny, eine junge Ärztin in der Wiener Gerichtsmedizin des Jahres 1908. Voller Neugier und Entschlossenheit behauptet sie sich in einer Männerdomäne und stößt dabei immer wieder auf Widerstände. René Anour zeigt eindrucksvoll, wie ihre Kollegen sie unterschätzen und wie Fannys unbändiger Wissensdurst sie schließlich in ein gefährliches Spiel verwickelt. Der perfekte Nährboden für einen spannenden Kriminalroman.
Besonders beeindruckt hat mich wie authentisch der Autor das historische Wien einfängt: von den prächtigen Straßen bis in die dunklen Gassen der Unterwelt. Das Zusammenspiel aus historischem Setting, medizinischem Fachwissen und Fannys Mut haben mich gefesselt.
Auch die Nebenfiguren fügen sich wunderbar in die Geschichte ein und machen Fannys Welt noch greifbarer.
René Anour gönnt keinen ruhigen Abschluss. Der Cliffhanger hat mich sofort Band 2 neugierig gemacht.
Ein echtes Highlight war für mich auch das Nachwort in dem der Autor spannend erklärt, welche historischen Fakten und Figuren real sind und wo die Grenze zur Fiktion verläuft. Ich liebe es, wenn ein Buch nicht nur unterhält, sondern gleichzeitig einen Einblick in die Zeitgeschichte gibt.
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧
Ein fesselnder historischer Krimi mit einer starken Heldin, atmosphärischem Wien-Flair und einem Ende, das Vorfreude auf die Fortsetzung macht!
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚
4,5 / 5 ⭐️
Liebste Grüße 📚📖
Jeanette
- Martin Prinz
Die letzte Prinzessin
(27)Aktuelle Rezension von: krimielseDas Buch "Die letzte Prinzessin" von Martin Prinz schildert das ereignisreiche Leben der letzten Habsburger Prinzessin Elisabeth vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Es ist ein Roman, keine Biografie, und daher kein vollständiger Lebensbericht und auch nicht chronologisch aufgebaut. Elisabeth Petznek alias Prinzessin Elisabeth, alias die "rote Prinzessin" ist die Tochter von Kronprinz Rudolf, beeinflusst und erzogen von ihrem Großvater Kaiser Franz Joseph, wuchs in Glanz und Gloria der Donaumonarchie auf. Aus den kühlen familiären Verhältnissen ihrer Jugend, geprägt vom frühen und geheimnisvollen Tod ihres Vaters Kronprinz Rudolf, vom Großvater als mögliche Erbin herangezüchtet, heiratet sie gegen dessen Willen früh und unter ihrem Stand, verbunden mit dem Verzicht auf jegliche Ansprüche auf den Thron. Nach unglücklicher Ehe und den Schrecken des Ersten Weltkrieges, die sie zwar spürte, aber keinesfalls wie die übrige österreichische Bevölkerung hungernd durchleiden musste, wendet sie sich den Sozialdemokraten zu und heiratet 1948 Leopold Petzek, einen Sozialdemokraten, Lehrer und langjährigen Weggefährten. Die Geschichte beginnt mit dem Tod der 80jährigen Elisabeth Petznek 1963 in Wien und ist über weite Passagen aus der Sichtweise ihres Portiers Paul Mesli erzählt. Parallel dazu erinnert man sich als Leser gemeinsam mit dem alten Portier an Elisabeths Jugend, so wie sie ihm davon erzählt hatte. Für mich überraschend wurde den Tagen nach dem Tod der Prinzessin und dem Bericht des Portiers darüber viel Raum eingeräumt, auch am Ende des Romanes findet der Autor den Weg dorthin zurück. Durch für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen verlor sich die Geschichte hier zu sehr. Viele rückblickend betrachtete Ereignisse in Elisabeths Leben sind unter der Voraussetzung beschrieben, dass man einigermaßen sattelfest in der Habsburger Familiengeschichte ist - ich musste hier einiges nachschlagen bezüglich Verwandschaftsverhältnissen und historischen Ereignissen, an denen sich der Autor ohne näher darauf eingeht entlang hangelt. Die ausführlicher beschriebenen Begebenheiten sind eher familiärer Natur, teilweise verflochten mit ziemlich banalen Gedanken. Das gibt dem Ganzen zwar einen recht persönlichen und familiären Touch, andererseits ist es mir unmöglich nachzuvollziehen, was Dichtung und was Wahrheit entspricht. Bei letzteren stört mich ehrlich gesagt auch die kindlich-naive Sprache, die so ganz verschieden von der recht sachlichen (und mir teilweise zu verschachtelten) Sprache ist, mit der Ereignisse und Hintergründe angetippt werden. Ich habe manchmal das Gefühl, zwei Bücher zu lesen. Ein stichpunktartiges Sachbuch und einen (für mich ehrlich gesagt recht banalen) Roman über einen alten Portier und eine Prinzessin. Nach sehr gut geschriebenen Passagen in der zweiten Hälfte des Buches, wie zum Beispiel Hergang des Attentates auf den österreichischen Ministerpräsident Stürgkh und die Person des Friedrich Adler, der sich von der als opportunistisch dargestellten Sozialdemokratie abwendet, wird die Zeit zwischen den Weltkriegen leider gar nicht angesprochen, statt dessen findet der Autor wieder zu Portier Muesli und seinen Gedanken zurück. Das Buch hat mich leider nicht wirklich abholen können. Es ist eine in meinen Augen nicht gut gelungene Mischung aus historisch belegter Biografie, den Erinnerungen eines Wegbegleiters und einem schwülstigen Schmöker, letzteres ist so gar nicht mein Metier, besonders wenn Inhalt und Sprache sehr seicht sind. - Christiane Böhm
"Dein treuer Freund Ludwig“ oder Warum auch ein König keinen Elefanten bekam!
(16)Aktuelle Rezension von: orfe1975Cover und Aufmachung:
Für ein Taschenbuch ein sehr edles Cover mit einer Biographie zu Beginn zum Ausklappen. Der Rand im Bayern-Blau ist passend und wirkt mit der eleganten Schrift und dem Porträt sehr stimmungsvoll.
Inhalt:
Wer kennt nicht Ludwig II., König der Bayern und sogenannter "Märchenkönig"? Dieses Buch ist jedoch mehr als eine einfache Biographie. Nach vielen interessanten Fragestellungen thematisch geordnet wird sein Leben in interessanten Häppchen neu aufbereitet. Dem Leser offenbart sich hier die ganze Persönlichkeit von seiner Kindheit bis zu seinem Tod. Einiges davon ist sicherlich bekannt, vieles jedoch nicht. Eine spannende Zeitreise für Jung und Alt.
Mein Eindruck:
Mein erster optischer Eindruck vom Buch: sehr positiv. Beim ersten Durchblättern sieht man gleich viele Bilder, richtig nostalgisch und passend zum Text, dazwischen ausgewählte Ausflugstipps mit dem Fahrrad, zu Fuß oder auch virtuell als echte Eyecatcher, die gleich zum Erkunden einladen.
Das Schriftbild, umgeben mit dem gleichen blauen Rand wie auf dem Cover, wirkt klasse, die Schrift ist mir jedoch einen Tick zu klein. Ich bekam den Eindruck, dass viel Information möglichst komprimiert dargestellt werden soll, und finde dies schwieriger zu lesen. Etwas größere Schrift hätte ich persönlich besser gefunden, ansonsten gibt es optisch und haptisch nichts auszusetzen.
Anders als in vielen Biographien oder Geschichtsbüchern wird hier das Leben nicht chronologisch und in einem Guss, sondern nach Themen sortiert und mit vielen Anekdoten, Bildern und Zitaten erzählt. Dabei werden bestimmte Fragestellungen versucht zu beantworten, wie bspw. wovor Ludwig Angst hatte, was er am liebsten aß, womit er gerne spielte, wen er mochte und wen nicht so gern etc. Da das Buch für Kinder ab 4 Jahren geschrieben ist, finden sich zwischendurch immer wieder Fragen in der Du-Ansprache, die helfen, das Gelesene zu vertiefen und Parallelen und Unterschiede zum eigenen (Kindheits)Erleben bewusst machen. Hinzu kommen immer wieder Anregungen, die geschilderten Orte real oder virtuell zu besuchen.
Diese Zusammenstellung fand ich genial und pädagogisch sehr wertvoll, egal ob es ums Lernen für Kinder oder Erwachsenen geht. Es macht Geschichte wirklich lebendig und ich habe für mich als Erwachsenen extrem viel dazu gelernt. Vor allem habe ich das Buch verschlungen, da es sich so flüssig lesen ließ, es war umfangreich und nachvollziehbar erklärt, ohne die Dinge zu sehr zu vereinfachen. So macht Geschichte richtig Spaß!
Das Wenige, das ich zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass häufig Zitate in der Originalsprache kommentarlos genannt wurden. Selbst ich musste einige Begriffe nachschlagen bzw. einige Zitate mehrfach lesen, um zu verstehen, was mir dies Zitat im Kontext des Themas sagen sollte. Hier wären Fußnoten oder kurze Erklärungen im Text hilfreich gewesen. Des Weiteren hätte ich einen Stammbaum oder eine Mindmap mit den wichtigsten Verwandten und Bezugspersonen von Ludwig gut gefunden, denn es kommen viele Namen vor und das Zuordnen fiel auch mir zuweilen manchmal schwer. Kinder mit 4 Jahren (Altersempfehlung) dürften mit der altmodischen Sprache noch weniger anfangen können, ich denke ab Grundschulalter haben Kinder eher was davon.
Ansonsten kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Ludwig und sein Leben interessiert. Ich wünsche mir mehr solch lebendig gestaltete Geschichtsbücher!
Fazit:
Geniale Mischung aus Anekdoten, Zitaten, Bildern und Ausflugstipps rund um den Märchenkönig - lebendige Wissensvermittlung für (ältere) Kinder und Erwachsenen gleichermaßen - Jenna Theiss
Der Sissi-Mord
(12)Aktuelle Rezension von: MariangelaWunderbar spannender Ermittler-Krimi zum Mitraten, immer wieder in die Irre gehen und mit vielen überraschenden Wendungen. Chefinspektor Paul Materna und Josi Konarek, eine Touristin aus Berlin, die den Toten in ihrer Geburtsstadt Bad Ischl an der Orgel findet, lernen sich während der Ermittlungen kennen. Ein super sympathisches Ermittler-Team, auf durchaus nicht immer ungefährlicher Mörderjagd. Ganz nebenbei erfährt man auch viel über die Kultur vor Ort um die Weihnachtszeit. Ich hab den Krimi ein erstes Mal für den Genuss gelesen, weil ich ganz schnell wissen wollte wer denn nun der Mörder war. Und dann ein zweites Mal, um herauszufinden wo ich welchen Hinweis übersehen hatte. Ein Cosy-Crime vom Feinsten, dem ich ganz viele Fortsetzungen wünsche!
- Eva-Maria Bast
Die Queen
(55)Aktuelle Rezension von: PMelittaMDer Roman erzählt aus dem Leben Queen Elizabeths II, beginnend an ihrem 18. Geburtstag, dem 21.04.1944, endend mit ihrer Krönung am 06.02.1952.
Über die Protagonistin muss ich sicher nicht viel sagen, jede:r kennt sie wahrscheinlich, sie hat die meisten von uns zeitlebens bis zu ihrem Tod am 08.09.2022 begleitet, und hat ihre Vorfahrin Queen Victoria als längstregierende Monarchin abgelöst. Viele kennen sicher auch die Serie „The Crown“, die auch die Autorin im Nachwort anspricht. Ich persönlich kann allerdings nicht sagen, dass mir Elizabeth, hier vorwiegend noch Lilibet genannt, mit diesem Roman näher als in der Serie gekommen ist, eher im Gegenteil.
Erzählt wird nicht durchgehend, immer wieder gibt es Zeitsprünge, wir erleben nur einzelne Episoden in Elizabeths Leben mit, mir hätte besser gefallen, wenn es Übergänge gegeben hätte, alles mehr ineinandergegriffen hätte. Auch die oft sehr pathetische Erzählweise hat mich gestört. Und, noch viel mehr als in der Serie, habe ich mich gefragt, wozu man eine solche Monarchie mit etlichen althergebrachten Regeln, die oft völlig absurd wirken, überhaupt benötigt.
Eine große Rolle spielen natürlich auch Elizabeths Schwester Margaret sowie ihre Eltern, und natürlich Philip, den Elizabeth kurz vor Beginn der Handlung kennengelernt hat, und in den sie sich anscheinend sofort unsterblich verliebt hat. Dass die Beziehung nicht immer einfach ist, kann man hier schon deutlich erkennen. Auch die Beziehungen zu ihren Kindern, vor allem zu Charles, wird thematisiert, die Krone steht auch hier immer an erster Stelle. Ich wäre gerne ein wenig tiefer in ihre Gewissensnöte eingetaucht.
Die Krone, die Elizabeth letztlich nur tragen konnte, weil ihr Onkel wegen seiner Liebe zu Wallis Simpson darauf verzichtet hat, die sie aber schnell in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt hat, spielt für sie immer die erste Rolle. Daraus entwickelten sich ganz eigene Probleme, zum Beispiel auch mit Philip, und natürlich durch den relativ frühen Tod ihres Vaters, wodurch relativ jung Königin wurde und gewisse Freiheiten, die sie vorher hatte, aufgeben musste, und eben nicht nur sie, sondern auch ihr Ehemann.
Leider kam mir keiner der Charaktere wirklich nahe, auch wenn ich manche Probleme, die sich für sie ergaben, schon verstehen kann, eine Beziehung zu ihnen konnte ich nicht aufbauen, und so auch nur bedingt Gefühle für sie entwickeln. Das finde ich schade, und das hat die Serie, im positiven und im negativen, besser geschafft.
Vielleicht hatte ich zu viel erwartet, aber der Roman konnte meine Hoffnung, tiefer in das Leben der Queen einzutauchen, nicht ganz erfüllen, für mich blieb die Erzählung auch durch die vielen Zeitsprünge und den oftmals zu pathetischen Erzählstil zu oberflächlich. Die beiden Nachfolgeromane werde ich dennoch lesen, vielleicht treffen sie meine Erwartungen eher. Für diesen ersten Band vergebe ich 2,5 Sterne, die ich, wo nötig aufrunde. - Gaby Schuster
Sissi, eine Prinzessin für den Kaiser
(13)Aktuelle Rezension von: GothicQueenDies ist Teil eins der Trilogie um die Kaiserin Sissi. Geschrieben ist dieser Kinder/Jugendroman ähnlich wie der erste Teil der Romy Schneider Filme - eher etwas kitschig, aber trotzdem leicht wie die Geschichte wirklich war. Mit mehr Daten und Fakten, die stimmen. Das Buch ist gut, um, vorrangig jungen Mädchen, die sich für Geschichte interessieren, das Leben der jungen Kaiserin näher zu bringen. Für Mädchen ist dieses Buch auf jeden Fall geeignet. - Matthias Wittekindt
Mord im Balkanexpress
(20)Aktuelle Rezension von: SikalDer Krimi spielt im Jahr 1895, als es in der Donaumonarchie bereits zu brodeln beginnt. Da trägt natürlich ein Bombenattentat im Wiener Burgtheater nicht gerade zur Beruhigung bei. Zu Ehren des neuen Burgtheaterdirektors soll sogar Kaiser Franz Joseph erscheinen. Ein als Kellner getarnter Terrorist legt eine Bombe, mit der Seine Majestät getötet werden soll. Glück im Unglück für den Kaiser, dass er sich verspätet. Viele weitere Besucher der Feierlichkeiten haben weniger Glück und sind unter den Toten oder Verwundeten.Die berühmte Schauspielerin Christine Mayberger kommt mit einem Schock davon, während ihr Geliebter Albrecht – ein Cousin des deutschen Kaisers – von Berlin nach Wien eilt, um ihr zur Seite zu stehen. Doch Christine hat sich längst auf Details und Spuren der Attentäter eingeschossen und so finden sich Albrecht und seine Geliebte bald im Balkanexpress Richtung Belgrad, um die Anarchisten nicht aus den Augen zu verlieren. Doch auch die Geheimdienste bleiben nicht untätig und heften sich auf die Fersen – manches Mal weiß man nicht genau, wer denn nun wen gerade womit verdächtigt… Herrlich!
Im Balkanexpress treffen nicht nur die Anarchisten, die Geheimdienste Österreichs und Serbiens aufeinander, sondern auch Impresario Tarasow und sein Assistent Fritz Matern scheinen äußerst verdächtig. Und welches Spiel spielt wohl Oberst Lazar? Werden die Geheimdienste einen weiteren Anschlag auf den Kaiser verhindern können oder stehen ganz andere Ziele im Vordergrund? Bevor es zu einem grandiosen Finale kommt, kann man mit Spannung den Bemühungen der einzelnen Charaktere folgen – und das Ganze nicht zu knapp.
Die Autoren Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp haben einen spannenden Krimi geschrieben, der die Atmosphäre der Jahrhundertwende perfekt einfängt. Die altmodischen Gepflogenheiten, die taktischen Überlegungen der Geheimdienste, die erpresserischen Aktivitäten in den Bordellen oder auch den Hang zu pompöser Pracht.
Ein schwungvoller Krimi zur Zeit Österreich-Ungarns mit viel Spannung und Atmosphäre, dem ich gerne 5 Sterne gebe.
- Bernhard Barta
Sissis Gift
(5)Aktuelle Rezension von: Iris_SchmidKlappentext:
Kaisersonntag am See. Inspektor Brandners Angelschnur hängt im Bürofenster. Endlich Ruhe, denkt er. Gestern erst hat man den Singcontest über die Gmundner Seebühne gebracht. Lauter Krawallmusik, wenn es nach Brandners Kopfschmerzen geht. Unten am Ufer wird Wachtmeister Birngruber klar, was der Chef da an der Leine hat. Die berühmte Sissi Voglhuber - die "Schlager-Sissi" von Ischl! Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen, weiß Inspektor Gustl Brandner und stürzt sich ins Geschehen.
Brandner ermittelt, sein schrulliger Partner Birngruber stolpert: vorbei an wilden Ortskaisern, umzingelt von Ischler Wilderern, quer durchs Salzkammergut. Argwöhnisch beäugt von der strengen Frau Oberst vom KfK Linz - Kommando für Kapitalverbrechen. Doch Brandner lässt sich nicht beirren. Bis zur nächsten Toten im Sissikleid: im Gästebett des Schlosshotel Ort ...
Der ebenso liebenswürdige wie verschrobene Gmundner Inspektor ist wieder anständig gefordert - urige Figuren und vergnügliche G'schichtln - das Salzkammergut, wie es leibt und lebt.
Fazit:
Wie immer ein lustiger typischer Heimat Cozy Crime Roman. Besonderes Highlight, wie in allen anderen Bänden der Reihe, sind die Zeichnungen des Autors. Die Geschichte ist mit den vielen "Sissis" teilweise ein wenig unübersichtlich und leider gibt es auch ein paar dumme Anschlussfehler. - Marie Lacrosse
Das Kaffeehaus - Geheime Wünsche
(52)Aktuelle Rezension von: Nicola89Nach dem Tod ihres Onkels leitet Sophie das Kaffeehaus Prinzess mit großem Erfolg. Sie erweitert das Angebot und setzt neue Ideen um, zum Beispiel eine spektakuläre Schaufensterdekoration. Das Café wird schon bald zum Treffpunkt der Wiener Kulturbohème. Privat ist Sophie in großer Sorge um ihre Schwester Milli. Und dann gefährdet auch noch ein unbekannter Saboteur das Kaffeehaus. Derweil ist Sophies große Liebe Richard sehr unglücklich in seiner Standesehe mit Amalie. Und sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, Sophie wieder nahe zu kommen ...
In diesem dritten und letzten Teil der Kaffeehaus-Saga begeben wir uns ins Wien der Jahre 1891 bis 1897. Sophie ist inzwischen Anfang 20, wirkt in ihrem Verhalten aber oftmals schon etwas älter und erwachsener. Die gesamte Entwicklung von Sophie fand ich sehr beeindruckend, auch wenn ich mir in der ersten Hälfte des Buches hin und wieder die Frage gestellt habe, wie viel sie sich noch aufhalsen will und wie lange das wohl gut geht.
Die Entwicklung einer bestimmten Person zum Ende hin hat mich besonders enttäuscht. Da ich aber nicht spoilern möchte, werde ich hierauf nicht näher eingehen. Trotz meiner Enttäuschung hat es der Handlung noch einmal Spannung verliehen.
Anders, als in den ersten beiden Teilen, spielen Sisi und ihre Familie nur noch ganz am Rande eine kleinere Rolle. Stattdessen stehen u.a. die Streiks der Arbeiterinnen, aber auch die politische Entwicklung mit dem beginnenden Judenhass und Antisemitismus im Vordergrund. Man erfährt darüber hinaus viel über die technische, aber auch medizinische Entwicklung zu der Zeit, was von der Autorin geschickt in die Handlung eingebaut wurde.
Spätestens anhand des Nachworts der Autorin lässt sich erahnen, wie viel Zeit in die Recherche für dieses Buch bzw. die gesamte Reihe geflossen sein muss. Besonders dieses Nachwort fand ich nochmal sehr interessant und spannend und hätte für mich auch gerne noch ein paar Seiten länger sein dürfen.
"Das Kaffeehaus - Geheime Wünsche" ist ein würdiger Abschluss dieser tollen Reihe, die Realität und Fiktion toll miteinander verbindet.
- Bernhard Barta
Sissis Kopf
(19)Aktuelle Rezension von: MoorteufelEs ist der vierte Teil der Reihe,für mich war es der erste.
Und ich hatte mich auf einen lustigen Krimi gefreut.Aber was ich hier drin las,was manchmal sehr verwirrend.Und hat mir so den Spaß an der Geschichte genommen.
Gut es war anfangs etwas schwierig bei machen Wörtern,die ich aber hinten nachlesen konnte.
Aber im Verlauf der Geschichte,hatte ich das Gefühl das die Jagdt nachdem verlorenen Stück immer mehr in den Hintergrund geraten ist.Und einfach viele verschiedene Ereignisse in einander geworfen wurden.
Vielleicht muß man auch hier die Reihe gleich vom ersten teil an lesen, damit man besser in die Geschichte kommt oder ihr folgen kann.Was ich aber sehr schön fand , waren die Zeichnungen in dem Buch,die brachten mich schon zum schmunzeln.
- Birgit Huspek
Was will Sissi hier?
(21)Aktuelle Rezension von: schokobookDie Autorin beschreibt hier eine Situationskomik gemischt mit Zeitreise Elementen und Wiener Schmäh. Für mich ja genau das richtige. Teilweise vielleicht etwas zu sprunghaft. Da habe ich mich dann aber dran gewöhnt und erlebte eine lustige Story die etwas von einem Road Movie hat.
Sissi in der heutigen Zeit zu sehen ist eine interessante Vorstellung. Als Sissi Fan habe ich mir die Frage schon oft gestellt, ob eine so modern denkende Frauengestalt wie die Kaiserin von Österreich in unserer heutigen Zeit nicht glücklicher wäre, trotz ihrer Amtes. Wäre Österreich noch eine Monarchie und Sissi und Franz würden heute regieren, hätte das für mich durchaus eine Anziehungskraft, da Sissi ja so Fotoscheu war und Franz der modernen Technik abgeneigt. Wie würden die beiden damit klarkommen?
Von daher lädt uns die Autorin hier ein, einen Zeitsprung der besonderen Art zu wagen. Wie und was am Ende dahinter steckt, sei hier nicht verraten. Franz kommt allerdings nur kurz vor, aber da Sisi ja immer auf Reisen war, hat er sie wahrscheinlich gerade nicht so sonderlich vermisst oder war gar anderweitig beschäftigt.
Cover:
Das Cover hat einen weiß-grauen Ton und im Hintergrund ist ein Brief abgedruckt. Sissi wird hier mit doppelten S in der Mitte geschrieben und nicht wie in den heutigen Biografien üblich mit einem S „Sisi“. In diesem Fall finde ich das gut. Das Buch hat ja eine Hinweis auf ein Casting zu einem Sissi Film als Element und „Sissi“ hört sich auch einfach schöner an als „Sisi“. Für mich also völlig in Ordnung.
In einer Scherenschnitt Optik sehen wir eine moderne Sisi im Bikini und den berühmten Diamantensternen im Haar, gemütlich sitzen.
Fazit:
Ich will auch mal Sissi treffen. Menno! Ich hoffe ich träume heute Nacht wenigstens davon.5 Sterne für die Idee, das Cover und weil ich immer schon mal Sissi treffen wollte - bei ihr oder mir.
An dieser Stelle der Autorin Frau Huspek vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
- Silvia Trippolt-Maderbacher
50 Dinge, die man in Istrien getan haben muss
(10)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Die Halbinsel voller Wunder
Istrien – die beliebte Sehnsuchts- und Genussregion fast vor der Haustür: mit Hunderten Kilometern Traumküste und kristallklarem Wasser, mit mittelalterlichen Bergdörfern und venezianisch geprägten Hafenstädtchen, mit sanften Olivenhainen und vielseitiger Küche.
Silvia Trippolt-Maderbacher präsentiert mit mediterraner Leichtigkeit 50 Lieblingsplätze, überraschende Aktivitäten und Geheimtipps für Istrienneulinge und -entdecker, für Kenner und Liebhaber.
》EIGENE MEINUNG:
Wie immer bei „Sachbüchern“ habe ich den Original-Klappentext in meine Rezension aufgenommen. Mich hat das Buch vor allem als Istrienneuling angesprochen, da ich bisher weder dort war, noch viel darüber wusste. Dabei muss ich sagen, dass das Buch die Erwartungen - die der Klappentext bei mir geweckt hat – nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen hat!!!
Das Cover wirkt auf mich farbenfroh, sommerlich und fernwehweckend! Trotzdem wirkt es anspruchs- und niveauvoll, was sich auf meine Erwartungen für den Inhalt übertragen hat. Ein lustiger Moment war es für mich, als ich bemerkt habe, dass der blaue Strich (den ich im Internet auf dem Cover entdeckt habe) wirklich „nur“ ein Strich war. Ich hatte angenommen es wäre ein Gummiband das das Büchlein auf Reisen kompakt zusammen halten würde. Vielleicht wäre das noch ein Upgrade für eine Neuauflage! ;)
Auch im Inneren ist das Buch wundervoll gestaltet! Zuerst erwartet den Leser ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, welches zu meiner Freude bereits bebildert ist! Schriftart und –größe machen das Lesen wahnsinnig angenehm. Sehr gefreut habe ich mich über die Einführung/das Vorwort im Buch. Ich hatte etwas Sorgen, dass ich als kompletter Neuling ohne viel Information in die 50 Orte geworfen werde. Aber hier habe ich einen kleine geografischen, politischen, historischen uvm. Eindruck von Istrien bekommen. Auch die Person Silvia Trippolt-Maderbacher und ihre Intension zu diesem Buch haben sich mir erstmals dargestellt. Und ich musste gleich sagen: Sehr sympathisch!! Ich war auch sehr überrascht, dass es sich um eine Frau in meinem Alter handelt – bei Reiseberichten erwartet man oft ältere Personen, die ein Land ein Leben lang bereist haben. Für mich war diese Tatsache wahnsinnig erfrischend und mitreißend!
Im weiteren Verlauf des Buches war es für mich absolut wundervoll zu entdecken, dass keiner der Orte zu ausufernd beschrieben wurde. Einige Seiten pro Ort, locker beschrieben und immer bebildert, haben das Lesen für mich zu einem richtigen Vergnügen gemacht! Die Bilder sind auf fast allen Seiten zu finden, sehr ansprechend und abwechslungsreich! Am Ende jedes Kapitels findet sich nochmals ein kleiner Kasten mit Tipps/Adressen zu Sehenswürdigkeiten, Essen & Trinken, Ausflügen und vielen weiteren Infos. Alles sehr übersichtlich und auf den Punkt gebracht! Hinzu kommen kleine persönliche Anekdoten, Erlebnisse mit den Kindern etc. – niemals aufdringlich, immer mit Wohlfühlgefühl!
Dabei ist der Inhalt wunderbar bunt gemischt: Es findet sich Wissenswertes über das Land, die Orte, die Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Ausflugstipps, Essen und Trinken, die Landschaft, Pflanzen, Tiere und vieles mehr. Hier handelt es sich (erfreulicherweise) um keinen typischen Reiseführer! Es ist so viel mehr und um so viel schöner zu lesen und erleben! Die subjektive Auswahl der Orte – geprägt durch die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Entdeckungen vieler Urlaubsjahre – machen dieses Buch zu einem Highlight! Hier ist für jeden etwas dabei – auch abseits der typischen Touristenpfade - und Istrien wird einem auf ganz tolle Art und Weise näher gebracht!
》FAZIT:
Für mich ist dieses Buch eine wundervolle Überraschung, ein Fernwehmacher, ein Wohlgefühlbereiter, ein toller Ideengeber – ein Highlight 2019 mit Herz, welches mich sicher einmal nach Istrien begleiten wird!























