Bücher mit dem Tag "sklaven"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sklaven" gekennzeichnet haben.

484 Bücher

  1. Cover des Buches Throne of Glass - Die Erwählte (ISBN: 9783423716512)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass - Die Erwählte

     (2.370)
    Aktuelle Rezension von: Bookandbonsai

    Das Buch überzeugt mit seinen Charakteren, der Handlung und dem Setting. Ich kann es kaum erwarten, die anderen Bücher der Reihe zu lesen!

  2. Cover des Buches Throne of Glass - Kriegerin im Schatten (ISBN: 9783423716529)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

     (1.493)
    Aktuelle Rezension von: Cutexpsych

    Celaena hat sich in einem unerbittlichen Wettkampf gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt und ist nun Champion des Königs. Nach seinen Vorgaben soll sie unliebsame Gegner beseitigen, die dessen grausame Herrschaft beenden wollen. Doch statt sie aus dem Weg zu räumen, warnt Celaena seine Feinde und ermöglicht ihnen so die Flucht. Dieses Geheimnis verbirgt sie zunächst selbst vor Chaol, zu dem sie sich gegen ihren Willen immer mehr hingezogen fühlt. Wie sehr kann sie ihm vertrauen? Schließlich ist Chaol der Captain der königlichen Leibgarde. Soll sie auf ihr Herz oder ihren Verstand hören?


    Charaktere

    Beginnen wir mit der protagonistin Celaena Sardothien, die mit im erste Teil des Buches tatsächlich ziemlich auf die Nerven ging. Sie verhielt sich wie ein naives, kleines Kind und nicht wie die ernste, tödliche Assassinin, die sich eigentlich sein sollte. Zum Glück machte sie im zweiten Teil des Buches eine überraschende Veränderung durch und erlangte ihre ernstere, taffere Seite zurück, deren Geschichte ich lieber verfolgt habe.

    Wie auch Celaena musste Chaol unter der großen Schwärmerei leiden und anders als sie gab es bei ihm keine große Veränderung. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass sein Charakter nur noch aus seiner Schwärmerei zu der Assassinin bestanden hat. Was schade war, da er am Ende des ersten Bandes eine solch gute Entwicklung durchgemacht hatte, die im zweiten Band vollkommen auf der Strecke blieb.

    Ganz anders war dies bei Dorian, der im ersten Band noch ziemlich blass schien und nun im zweiten eine überraschend gute Entwicklung durchgemacht hat. Tatsächlich waren die Kapitel und Teile aus seiner Sicht im ersten Teil des Buches meine Liebsten und haben die Spannung beinhaltet, die mir bei Celaena und Chaol gefehlt haben.

    Ein weiterer Lieblingscharakter von mir war Nehemia, die das genaue Gegenteil zu Celaena darstellte. Sie war ernst, erwachsen und bereit für ihr Land zu kämpfen. Außerdem war sie eine der komplexeren Charaktere der Reihe und ich hätte gerne mehr aus ihrer Sicht gelesen.

     

    Handlung

    Das Buch hat meiner Meinung nach einen etwas langatmigen Anfang, der es einem schwer macht, in die Geschichte reinzukommen. Dies besserte sich ab etwa der Hälfte und die Spannung nahm ab einem gewissen Ereignis wieder stetig zu.

    Aber auch die konstanten Geheimnisse und Mysterien, die sich im Palast abspielten, haben die Handlung spannend gehalten und den Leser Fragen stellen lassen, auf welche sie die Antworten unbedingt haben wollten.

    Auch der Schöne und flüssige Schreibstil der Autorin trug dazu bei, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

     

    Fazit

    Der zweite Band von Throne of Glass beginnt langatmig, kann aber mit einem spannenden zweiten Teil und vielen interessanten und komplexen Charakteren punkten.

  3. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 06 (ISBN: 9783442268474)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 06

     (1.031)
    Aktuelle Rezension von: Ninniach

    ... wird hier von Martin eiskalt durchgezogen. Jeder, der die Geschichte kennt weiß, wovon die Rede ist. Und ja, wen hat es nicht erwischt - der ultimative Beweis, dass einem die Charaktere am Herzen liegen. Dass der Autor es geschafft hat, solch liebenswerte Protagonisten und bedeutende Momente zu schaffen, die einem wirklich nahe gehen.

  4. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 09 (ISBN: 9783764531041)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 09

     (720)
    Aktuelle Rezension von: Rainbowwalker

    Der neunte Band des Epos ''Das Lied von Eis und Feuer'' überzeugt war nach wie vor nicht mit einer komprimierten, spannenden Erzählung der Ereignisse in Westeros und Essos, übertrumpft aber trotzdem die zwei vorangegangenen Bände. 


    Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht …


    Man kann ja nicht nur schlechtes über diese Bücher erzählen. Ihr einziges Makel ist nun mal der ausschweifende Erzählstil, welches alles in eine monotone Brühe aus Buchstaben verwandelt und wenig Charme für Spannung und Epik aufbringt. Doch trotz dem lese ich immer wieder die Folgebände und hege die Hoffnung, dass ich mich irgendwann mal nicht von einem Martin Buch losreißen kann. Leider ist das hier nicht der Fall gewesen, auch wenn die Storylines schon viel differenzierter und ereignisreicher waren. 

    Zum Beispiel kam es endlich vor, dass Kapitel über Cersei UND Dany zusammen in einem Band existierten. Ich hatte das Gefühl, dass die spannenden Storylines nun nicht mehr versucht wurden auf zwei Bücher zu strecken, sondern auch endlich koexistierten. Das steigerte das Lesevergnügen natürlich immens, auch wenn immer noch ein paar Kapitel über total unwichtige und langweilige Protagonisten Einzug erhielten. Mit etwas Hoffnung wird diese unbequeme Eigenschaft der Bücher im zehnten Band endlich versanden ... Doch das werden wir wohl erst später erfahren. 

    Gut gefallen hat mir dafür die Entwicklung der Story, welche ich als sehr clever und realistisch empfand. Von einer platten Story kann hier keinesfalls die Rede sein. Auch sehr gelungen finde ich, dass es hier nur selten schwarz oder weiß gibt: Kein Protagonist ist ausschließlich böse oder gut, was sehr viel Abwechslung mit sich bringt und die Karten über die Entwicklung der Handlung immer wieder neu mischt. Zudem bringt es noch eine weitere Ebene mit in die Werke, da auch im echten Leben nie jemand immer gute oder immer schlechte Entscheidungen trifft - jeder Mensch ist mal unberechenbar. Martin gelingt es sehr gut, aus den Konstrukten in seinem Kopf reale Personen mit logischen Konflikten zu erzeugen, was die Welt um jene herum sehr dreidimensional wirken lässt. 

    So kann ich also mit gutem Gewissen dieses Buch empfehlen, auch wenn ich es als sehr langatmig und etwas zu ausführlich empfinde. Die gesamte Story bis jetzt hätte man locker auch in fünf Teilen unterbringen können, aber ich verbuche es mal als subjektive Einschätzung, welche Ausführungen notwendig für die Geschichte sind, und welche nicht. 


    So verbleibe ich also mit einem großen Interesse an dem Folgeband und dem Wissen über viele Protagonisten, die übermorgen wahrscheinlich schon tot sein werden...


    8 / 10 unnötige Storylines



    Allgemeines zum Buch:

    Erscheinungsdatum : 12.05.2012

    Preis                        : 16,00€

    Seitenzahl                : 848  


  5. Cover des Buches Iskari - Der Sturm naht (ISBN: 9783453271234)
    Kristen Ciccarelli

    Iskari - Der Sturm naht

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Iskari – das ist der Titel der gefürchteten Drachenkriegerin Asha, die die Aufgabe hat, das Reich ihres Vaters vor den Drachen und ihrer Zerstörungskraft zu beschützen; sie wird gefürchtet und das hängt nicht nur mit den Legenden zusammen, der ihr Name entstammt.

    Als Kind wurde sie von Kozu – dem größten der Drachen – verbrannt und daraufhin das Reich vernichtet, ihre Mutter starb früh, weil sie die todbringenden Geschichten erzählte, um ihre Alpträume zu lindern und so muss Asha nicht nur mit großer Schuld leben, sondern auch in großer Einsamkeit, denn keiner wagt es, ihr näher zu kommen.

    Ashas Heirat mit dem Kommandanten steht kurz bevor, der ein grober und grausamer Mann ist, und den sie nicht ausstehen kann. Plötzlich bietet ihr Vater ihr einen Ausweg aus der Misere: Asha soll Kozu vernichten damit ihren Eid, die Stadt zu beschützen, erfüllen. Doch ungeahnte Schwierigkeiten stellen sich ihr und sie bekommt unerwartet Hilfe von einem jungen Sklaven…

    Das World-Building war interessant und ich mochte den Aufbau, dass zwischendurch Ausschnitte aus den Legenden und der Geschichte der Iskari gezeigt wurden. Allerdings fand ich die Ausdrucksweise irritierend, es wirkte als würden alte Legenden o.Ä. erzählt aber im Sinne eines Als-Ob-Schreibstils. Die Geschichte entwickelt sich schnell mit einigen vorhersehbaren Elementen, dennoch bleibt es spannend, Asha auf ihrer Reise zu begleiten.

    Die Protagonistin ist relativ jung (17) und teilweise noch zu sehr von ihren Handlungen überzeugt, sodass sie den Blick für Handlungsalternativen verliert. Die Charakterentwicklung ist ermutigend, thematisiert Selbstakzeptanz und den herausfordernden Weg zum Empowerment.

    Der letzte Wow-Effekt blieb am Ende leider aus, dafür war die Geschichte und die Welt an manchen Stellen noch etwas unausgereift, macht aber neugierig auf die Völker, Kultur und Geschichte des Reiches! Der Aufband bietet viel Potential und wir hoffentlich im zweiten Band noch ausgebaut.

    Seit Eragon und Game of Thrones ist das für mich das erste Buch mit Drachen, aber es hat mir sehr gut gefallen! Besonders gelungen fand ich das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Drache. Insgesamt eine schöne Fantasygeschichte mit spannender Charakterentwicklung und einigen romantischen Elementen. Durch die integrierten Themen (Selbstakzeptanz) und der relativ jungen Protagonist*innen würde ich den Roman auch schon jüngeren Leser*innen ab 13/14 Jahren empfehlen.

  6. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: Lielie

    Dieses Buch habe ich von einer Freundin bekommen, da diese es zweimal hatte. Ich denke, hätte ich es im Buchladen entdeckt, hätte ich es mir nicht gekauft, denn anfangs hatte ich keine großen Erwartungen an dieses Buch. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, auf der Grundidee etwas spannendes zu machen. Jedoch hat mich dieses Buch von Seite zu Seite vom Gegenteil überzeugt.


    Die Protagonisten Elias und Laia sind mir von Anfang an super sypathisch gewesen. Ihre inneren Monologe und Denkweise waren für mich super nachvollziehbar und realistisch. Ich fand es super gut, dass es sich in diesem Buch nicht von Anfang an alles um die Liebesgeschichte gedreht hat, sondern dass man auf den "Zusammenprall" von den beiden hingearbeitet hat. Es gab einige Wendungen, die mich an sich erst mal geschockt hatten. 

    Einen Stern Abzug gibt es für mich für den Anfang. Ich fand bis in etwa zur Mitte des Buches, hat sich das Lesen unendlich gezogen. Aber danach hat die Story alles wieder vollkommen herausgeholt.


    ich bin super gespannt auf den zweiten Teil und kann dieses Buch auf jedenfall jedem Jugendfantasyfan empfehlen!!!

  7. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Wolly

    Meinung:
    Underground Railroad ist ein Buch, das auf jeden Fall nicht kalt lässt. Das Schicksal der Sklaven aus ihrer Sicht vor Augen geführt zu bekommen, ist für mich ein notwendiges Stück Geschichte, dem sich der Autor hier annimmt. Dabei ist Whiteheads Schreibstil keinesfalls persönlich. Er schreibt sehr nüchtern und distanziert, was in meinen Augen die Thematik aber nur unterstreicht. Es ist ein wenig so, als wäre man ein Augenzeuge, der die Qualen sehrwohl zu sehen bekommt, aber sie eben nicht selbst erlebt. Ein Gefühl von Mitleid, aber mit dem Gedanken, das man ja zum Glück nicht selbst betroffen ist. Ich denke, ihr wisst, was ich sagen möchte. Dieses Gefühl macht das Lesen auf jeden Fall speziell.

    Davon abgesehen ist der Stil aber manchmal auch holprig und teilweise etwas zäh. Der Anfang der Geschichte hat eine schöne Spannung und animiert zum Weiterlesen. Im Laufe des Buches verlässt mich dieses Gefühl aber immer wieder, weil sich die Erzählung verstrickt und in Einzelheiten verliert. Schade, denn Cora und ihr Werdegang hätten durchaus mehr Potenzial gehabt. Interessant fand ich auf jeden Fall die einzelnen Stationen, die sie durchläuft, weil sie aufzeigen, wie unterschiedlich Sklavenschicksale damals aussehen konnten.
    Auch der Wechsel zwischen einem Gefühl von ständiger Bedrohung und relativer Sicherheit konnte bei mir punkten, weil es das Buch einen realistischeren Anstrich gegeben hat.

    Dies war aber auch nötig, denn wirklich glaubwürdig ist das „Glück“, das Cora hat nicht. Zu oft kommt aus heiterem Himmel dann doch noch die Rettung. Das finde ich irgendwie schade, denn es macht die Bemühung hinter dem Buch ein wenig zu Nichte. Ebenso wie die Tatsache, das sie zwar auf einem realen Thema basiert, aber historisch einfach nicht korrekt dargestellt wird. Auch wenn man die Idee, die Organisation der Underground Railroad ganz bildlich umzusetzen sicherlich als künstlerische Freiheit begreifen kann. 

    Fazit:
    Ein wichtiges Thema, eine gelungene Stimmung, aber keine durchgängig funktionierende Geschichte.

  8. Cover des Buches Schnee wie Asche (ISBN: 9783570309698)
    Sara Raasch

    Schnee wie Asche

     (310)
    Aktuelle Rezension von: LisaBeiersmann

    „Schnee wie Asche“ handelt von der sechzehnjährigen Meira. Das Königreich Winter wurde vom benachbarten Frühling zerstört, seine Einwohner versklavt. Lediglich eine kleine Gruppe von acht Winterianern, zu denen Meira gehört, lebt im Verborgenen im Exil. Unter ihnen Prinz Mather, in den sie ihre Hoffnung setzen: er soll die Macht und Magie von Winter wiederherstellen. Dabei helfen soll ein Medaillon, dessen eine Hälfte plötzlich zum Greifen nah scheint.

     

    Mit Meira als erlebenden Ich-Erzähler kann man sich als Leser sehr gut in sie hineinfühlen. Linear folgt man ihr durch die Geschichte. Obwohl sie erst sechzehn ist, merkt man ihr an, dass sie ihr Leben lang auf der Flucht und schließlich im Exil war: sie ist eine Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt und ihren Stolz mit Würde vertritt. Meira möchte für das Königreich Winter von Bedeutung sein; sie möchte für etwas kämpfen, dass sie nur aus Erzählungen anderer kennt, auf das jedoch ihr ganzes Leben ausgelegt ist.

    Ihre Sturheit bringt sie nicht weniger in Schwierigkeiten als ihr gutes Herz. Sie bringt sich selbst in große Gefahr, kämpft sich allerdings auch wieder heraus. Dennoch ist auch sie nicht perfekt: obwohl sie seit ihrer Kindheit in der Kampfkunst ausgebildet wird, ist sie zwar eine sehr gute Kämpferin mit dem sogenannten chakram, einer Fernkampfwaffe, hat aber ihre Schwierigkeiten im Nahkampf mit dem Schwert. Obwohl Meira sehr gutherzig ist, kennt sie gegenüber dem unbelehrbaren Bösen wenig Gnade. Gleichzeitig merkt man ihr an, dass es ihr keine Freude bereitet und mehr eine Notwendigkeit für ihr Überleben darstellt. Ihr Mut befreit sie allerdings auch nicht von ihrer Angst.

    Ihre fein ausgearbeitete Persönlichkeit ist für den Leser geradezu greifbar, ihr Trotz nicht kindlich, sondern verständlich, ihre Einsicht zur rechten Zeit und ihr Kampfwille bewundernswert. Sie verkörpert somit einen typisch 16jährigen Teenager, dem man gleichzeitig die Strapazen des Krieges anmerkt.

     

    Ein weiterer wichtiger Charakter ist Prinz Mather. Seine schwierige Last trägt er erhobenen Hauptes, lernt früh nicht alle Gefühle nach außen zu lassen und ergibt sich seinem Schicksal. Wie man es von einem zukünftigen König erwarten würde, schiebt er seine persönlichen Bedürfnisse und Empfinden zurück. Er wirkt stark und manchmal geradezu unbezwingbar.

     

    Schreibstil und Tempo waren sehr flüssig und angenehm zu lesen, ich bin durch die Seiten nur hindurchgeflogen. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch und macht an den richtigen Stellen kleine Pausen, ohne jemals ganz abzuflachen.

     

    Besonders gut gefallen hat mir die Harmonie der Charaktere. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, ihre eigene Geschichte und trotzdem gehören sie zusammen. Sie geraten aneinander und streiten sich, wie sie einander unterstützen. Mein Lieblingscharakter ist Meira, da ich mich hervorragend mit ihr identifizieren kann und sie, meiner Meinung nach, eine rundum gelungene Protagonistin ist.

    Ebenso spannend fand ich die Idee um die Jahreszeiten- und Rhythmus-Königreiche. Das Königreich Winter zählt ebenso wie Frühling zu den Jahreszeiten-Königreichen. Dort herrscht die jeweilige Jahreszeit, ihre Bewohner haben sich den Gegebenheiten angepasst. Die Rhythmus-Königreiche hingegen erleben einen stetigen Wechsel der Jahreszeiten, wie man ihn aus der realen Welt kennt.

     

    Fazit: Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung an Jugendliche wie Erwachsene und ich bin sehr gespannt auf den Rest der Trilogie. Wer Fantasie liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

  9. Cover des Buches Bannwald (ISBN: 9783841421081)
    Julie Heiland

    Bannwald

     (322)
    Aktuelle Rezension von: Ruby-Celtic

    Von dieser Trilogie habe ich vor einigen Jahren schon viel gutes gehört, aber irgendwie bin ich doch nie so richtig zum lesen gekommen. Nun habe ich den ersten Band aus meinem Regal gezogen und mich in die Geschichte fallen lassen. Dabei habe ich recht schnell festgestellt, dass mich die Autorin vollkommen für sich einnehmen kann. :)

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Robin unserer Hauptprotagonistin und dem ultimativem Bösen in dieser Geschichte, ihrem Feind sozusagen. Doch es gibt noch weitere wichtige Charaktere in der Geschichte, wobei mir am meisten gefehlt hat die Sichtweise von Emilian zu kennen. Es wäre manches Mal sehr schön gewesen um auch ihn besser einschätzen zu können.

    Robin ist eine starke, aufrichtige und nachdenkliche Persönlichkeit. Sie lässt ihr Herz nur selten sprechen, ist ein Kopfmensch und macht das meiste mit sich selber aus. Sie ist ein sehr offenherziger und hinterfragender Mensch, sodass man als Leser einen wirklich klasse Einblick in die Stämme, die Lebensweise und die Geheimnisse erhält.

    Emilian fand ich von Beginn an spannend und hätte gerne noch mehr von ihm kennengelernt. Es war mehr als interessant, wie er sich entwickelt und was er doch alles in sich vereint. Er ist der geborene Rebell und ich freue mich schon auf viel mehr von ihm.

    Die Grundidee und Umsetzung hat mir unheimlich gut gefallen. Auch wenn man teilweise eine Richtung erwartet hatte, konnte die Autorin mich persönlich oft begeistern und mir neue Wege zeigen. Die Charaktere waren teilweise greifbar und haben ein Bild erhalten, sodass man nicht nur mit Statistikern zutun hatte.

    Die eingebaute Liebesgeschichte ist sehr langsam entstanden und hat mir persönlich gut gefallen, wohl gerade auch weil sie nicht ganz aufgeblüht ist. Sie hat ihren Höhepunkt definitiv noch nicht erreicht.

    Insgesamt bin ich einfach nur neugierig was sich die Autorin noch hat einfallen lassen und auf was wir uns noch freuen dürfen.

    Mein Gesamtfazit:

    Mit „Bannwald“ hat Julie Heiland einen starken, greifenden und spannenden Auftaktband ihrer Reihe geschaffen. Er konnte mich sowohl von der Umgebung, der Welt als auch den Charakteren vollkommen überzeugen. Ich bin neugierig darauf wie es weitergehen wird.

  10. Cover des Buches Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern (ISBN: 9783841440105)
    Vic James

    Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

     (212)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen mit ihrem „Geschick“, mit welchen Sie Menschen manipulieren können, Gedanken löschen und verändern. Daneben die wenigen normalen Menschen.

     

    Jeder normale Bürger muss in seinem Leben diesen Schritt gehen. So auch die Familie von Luke.

    Die Eltern haben sich zum 10. Geburtstag der kleinen Schwester dazu entschieden, diese Zeit anzutreten. Denn seine Eltern haben der Meinung das es der perfekte Zeitpunkt ist. Seine jüngste Schwester kommt dann volljährig aus der Zeit raus. Er und seine Schwester sind dann in den Zwanzigern. Im Anschluss können sie dann endlich reisen und sich ein eigenes Haus leisten. Doch Luke hat recht, wenn er einwendet das beide bis dahin keinen Job erlernt haben und wovon sie sich ein Haus kaufen sollen. --- Hier fand ich die Entscheidung der Eltern nicht nachvollziehbar. Die jüngste Tochter ist 10!, die älteste hat gerade eine Zulassung zu einer Universität bekommen wo sie Medizin studieren kann. Nach der Sklavenzeit wird sie dies nicht mehr reinschaffen. Vor allem da es keine Altersgrenze nach oben gibt, diese Zeit abzuarbeiten. Ich hätte dann bis ins hohe Alter gewartet und mit 60+ das Ganze gemacht. Lieber im Alter in der Sklaverei sterben als vorher das Leben ruinieren.

     

    So hat Abigail organisiert das alle an die gleiche Stelle kommen. Zur schwerreichen und einflussreichen Familie Jardine. Doch alle kommen dahin außer Luke. Der kommt in die Fabrikstadt Millmoor. Dort heißt es sechs Tage die Woche arbeiten, Hunger haben, im Dreck legen und der Gefahr täglich zu sterben ausgesetzt sein. Doch er findet schnell Anschluss an eine Gruppe von Menschen welche im Untergrund arbeiten und mit Hilfe von Freunden in der Politik das System der Sklaverei stürzen wollen.

     

    Neben diesen beiden Spielstädten lesen wir in manchen Kapiteln aus der Sicht der Familienmitglieder der Jardines. Sowie auch weiteren Personen welche in der Politik unterwegs sind.  – Leider war es mir zu viel an Personen. Zu viele Namen, zu viele Verbindungen und stellenweise waren gerade dies die ermüdensten Kapitel gewesen.

     

    Was haben wir nun: Die Sklaverei. Die Opfer dieser. Die Befürworter dieser. Entscheidungen, Reaktionen, einen Kampf im Untergrund, einen offenen Kampf im Vordergrund. Alles in allem war für mich die Geschichte aber nicht rund gewesen. Es zieht sich, wirkt langweilig und verrät noch viel zu wenig.

    Wir erfahren schon noch das Luke eine Besonderheit für die Familie darstellt und es würde mich nicht wundern, wenn es sich am Ende noch herausstellen sollte das er nicht das leibliche Kind ist oder nur zur Hälfte und er Geschick hat. Alternativ ist er das Bild für die Revolution, ala Katniss Everdeen.

     

    Da ich den zweiten und dritten Teil noch im Schrank habe, werde ich diese noch lesen. Aber erst in ein paar Monaten.

  11. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.096)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Die Geschichte dieses Bands kannte ich zwar schon durch die Serie, aber dennoch hat es mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, mir diese noch einmal anzuhören, denn ich bin nicht nur ein riesiger Fan der Geschichte, sie hat auch dieses gewisse Flair, welches ich einfach mag.


    Mit ihrem großartigen, bildlichen und atmosphärischen Schreibstil hat es die Autorin sofort wieder geschafft, mich in die Handlung hereinzuziehen und ich hatte alles wieder direkt vor meinem inneren Auge, konnte mir sowohl die Charaktere, als auch das Setting und die Geschehnisse richtig gut vorstellen. Und Birgitta Assheuer ist dafür einfach die perfekte Sprecherin, denn die bringt nicht nur die zur Geschichte passende Stimme mit, sondern hat ebenfalls eine großartige Betonung. Da ist es mir dann auch egal, dass sie manche Namen anders ausspricht, als ich es kenne.


    Die Handlung hat mir ebenfalls wieder sehr gut gefallen, auch wenn es dieses Mal von den Highlands weg ging und ich sie schon ein bisschen vermisst habe. So spielt dieser Band der Reihe an vielen ganz verschiedenen Orten, wie unter anderem Boston, Edinburgh und der Karibik. Ebenfalls gibt es Rückblicke auf die Geschehnisse der letzten zwanzig Jahre, einmal im 20. Jahrhundert und einmal im 18. Jahrhundert. Erst ab etwa der Hälfte des Romans kommen Jamie und Claire dann endlich wieder zusammen und das war für mich das Schönste am ganzen Buch. Ich finde die Chemie zwischen den beiden einfach großartig, auch wenn sie inzwischen in die Jahre gekommen sind. Das merkt man aber kaum, denn ihre Beziehung ist und bleibt romantisch und dennoch realistisch, soweit das im Rahmen dieser Geschichte möglich ist. Und auch an prickelnden Szenen hat die Autorin nicht gespart. Außerdem mochte ich den abenteuerlichen Charakter dieses Bands, gerade die Szenen auf See und die rasanten Wendungen haben mir sehr gefallen. Das Einzige, was mich aber tatsächlich gestört hat war, dass ständig geflucht wurde. Irgendwann ging mir das gehörig auf die Nerven. Genauso hat sich gerade der Anfang des Buches, wenn er auch wichtig für die Geschichte war, ein bisschen gezogen.


    Was die Charaktere angeht, so empfinde ich für diese schlichtweg große Liebe. Sowohl die beiden Protagonisten, als auch alle Nebenfiguren, egal wie wichtig oder unwichtig sie für die Geschichte sind, sind einfach grandios und lebendig geschrieben und ich will keinen davon missen. Claire ist eine starke Frau, die weiß, was sie will und was nicht und die sich nichts vorschreiben lässt und Jamie ist ein richtiger Mann, manchmal ein bisschen BadBoy, manchmal ein bisschen Romantiker, aber immer der sture Highlander mit dem guten Herzen. Schön fand ich zudem das Wiedersehen mit Fergus und auch das Auftreten von zum Beispiel Mr. Willoughby, Young Ian und Marsali war sehr erfrischend.


    Für mich ist diese Reihe, ob als Buch oder Serie, absolute Liebe, egal ob es hier und da etwas zu meckern gibt oder nicht. Und ich kann nur sagen, dass es sich sogar lohnt, die Geschichten als Hörbuch zu hören, weil es wahnsinnigen Spaß macht, Birgitta Assheuer zuzuhören. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den nächsten Band, den ich sicher auch bald lesen beziehungsweise hören werde.


  12. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

     (2.546)
    Aktuelle Rezension von: Sandra_everyday

    Protagonistin Mare ♥️

    Mare ist ein Mädchen, das viel zu früh erwachsen wurde. In einer Welt in der ihr Leben und das Leben ihrer Familie nicht mehr wert ist als das eines Zinn-Soldaten, ist es wohl auch schwer, seine Unbeschwertheit zu behalten. Trotz allem steht sie im Schatten ihrer Schwester, fühlt sich nutzlos und irgendwie verloren. Doch neben all den Zweifeln hat Mare einen wichtigen Wunsch in sich verankert. Sie will leben. Und das machte es mir sehr einfach mich mit ihr zu identifizieren, denn egal wie schwer das eigene Leben ist, man sollte sich immer den Wunsch zu leben bewahren. Mare hat nicht den Luxus sich auf falsche Ehrenvorstellungen stützen zur können, sie stiehlt, sie handelt auf dem Schwarzmarkt, sie versucht ihrer Familie irgendwie zu dienen. Und dann kommt alles anders, plötzlich wird sie in die Welt der Privilegierten gezogen, man verwandelte sie in etwas, das sie gar nicht ist und von heute an besitzt sie mehr als sie je zu träumen gewagt hatte. Doch zu welchem Preis? Was nutzen schöne Kleider, während deine Liebsten noch in Lumpen leben, was nutzt gutes Essen, wenn du daran zurückdenkst, wie viel Blut dafür floss, was nutzt eine Stimme, die du zwar hast aber nicht erheben darfst? All diese Zweifel, all dieser Schmerz machen es Mare leicht, ihre Wurzeln nicht zu vergessen und damit hat sie mein Herz erobert. Sie lässt sich nicht blenden, versucht ihr Nest auf irgendeine Weise zu retten, Mare ist mutig und schlau und trotz der schwerwiegenden Fehler die sie begeht, oder wohl eher genau wegen dieser Fehler, wurde sie eine Heldin für mich. Ich finde es schön, dass Victoria Aveyard eine nicht perfekte aber herzensgute Rebellin erschaffen hat, die nicht Siegreich, doch schlauer aus ihren Schlachten hervorgeht. Mare ist nicht perfekt, sie macht Fehler, verschlimmert manchmal alles aber bei Gott sie gibt niemals auf.

    Protagonist "Der Prinz" ♥️

    Ein Prinz geboren zum König, geboren dazu die Linie zwischen Rot und Silber aufrecht zu erhalten und ein Prinz geboren zum Tyrannen dessen Weg von Blut überquellen wird. Doch welcher der beiden Prinzen bringt das Licht und welcher bringt die Dunkelheit. Ja unsere Prinzen haben mein Herz in die Irre geführt und ich habe beide in mein Herz geschlossen. Dass einer von Ihnen unserer Heldin das Herz brach, hatte den gleichen Effekt bei mir. Das ist auch der Grund warum dieses Buch so unglaublich gut ist.

    Story-Aufbau ♥️

    Eine Rebellion, ein Klassensystem, die Starken, die Schwachen. Alles nichts Neues und doch wurde ich mitgerissen in diese einzigartige Welt. Unsere Protagonistin hatte sich gewünscht etwas Besonderes zu sein, jetzt ist sie es. Auf ihrem Weg die Welt zu verändern, wird sie wachsen und lernen. Diese Welt, eine Mischung aus Neu und Alt, Krieg und Niederlage, wird auch euch den Atem rauben. Die Roten werden sich erheben wie die Morgendämmerung. Ja die ganze Story hat es mir wirklich angetan, ich habe gelacht, geweint, geflucht, gezittert. „Die rote Königin“ war eines der besten Bücher die ich je gelesen habe, denn obwohl das Schema nicht neu ist, sind es doch die Handlungen, die Geschehnisse, die dieses Buch zu so etwas Besonderem machen.

    Liebe Victoria, du hast eine unglaubliche Welt erschaffen, voll von Wahrheit und Lüge, Vertrauen und Schwindel, Liebe und Hass. Danke für diese unglaubliche Reise, danke dass du unsere Welt so wahrheitsgetreu widergespiegelt hast, danke, dass du uns eine neue Heldin geschenkt hast, die sich erheben wird wie die Morgendämmerung.

    Besucht mich doch auf Instagram unter: Sandra.everyday oder auf https://sandra-everyday.blogspot.com

  13. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  14. Cover des Buches Die Gilde der Schwarzen Magier 3 (ISBN: 9783442243969)
    Trudi Canavan

    Die Gilde der Schwarzen Magier 3

     (2.000)
    Aktuelle Rezension von: Kajani

    Ich hab alle 3 Bücher gelesen und fand die Reihe generell sehr spannend. Hier hat mich tatsächlich am Anfang der Rückblick etwas gestört, weil er doch schon sehr lang war. Danach war die Geschichte so fesselnd wie ich es auch von den vorigen Büchern gewohnt war.

    Toll fand ich auch Soneas Entwicklung, sowohl von dem ersten Buch bis jetzt, als auch nochmal ganz speziell in diesem Band. Eine in meinen Augen sympathische Magierin, die weiß was sie möchte und sich den Konsquenzen ihrer Entscheidungen stellt.

    Schön und schlüssig beschrieben fand ich auch, wie sich dann ergibt, dass die beiden romantischere Gefühle füreinander hegen und man auch im Text fühlen kann, wie die Unnahbarkeit von Akkarin letztlich schwindet.

    Das eigentliche Ende fand ich persönlich dann leider ein bisschen abrupt. Während die Einzelkämpfe vorher teilweise  sehr lange dauerten und sehr ausführlich beschrieben wurden, wurde dem wirklich letzten Kampf wenig Aufmerksamkeit geschenkt und war sehr schnell vorüber, was ich persönlich etwas schade fand.

    Dennoch alles in allem 4,5/5 Sternen.

  15. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (933)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  16. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.123)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  17. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (872)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Nachdem Claire und Jamie in der "neuen Welt" angekommen sind, versuchen sie dort so gut es geht Fuß zu fassen. Dabei stoßen sie natürlich auf einige Probleme. Auch Brianna und Roger versuchen mit der neuen Situation umzugehen. Doch bei ihrer Recherche von der sie einfach nicht ablassen können, finden sie etwas raus, was sie auf eine gefährliche Mission bringt...

    Auch der vierte Band der Reihe konnte mich überzeugen. Die vielen Seiten schrecken zwar zunächst etwas ab, aber durch den leichten, flüssigen Schreibstil kommt man schnell durch. Wir kennen Claire, Jamie, Roger und Brianna jetzt schon sehr gut und es ist beim lesen, als würde man sich mit alten Freunden treffen. Es kommen auch wieder alte Bekannte vor, sowie zahlreiche neue, spannende Figuren. Ich finde es jedes Mal wieder interessant, wie das Leben damals so war und wie gut Claire und Jamie jedes mal mit den vielen Problemen zurechtkommen. Es wird nie langweilig mit den beiden, obwohl manche Stellen recht langatmig sind, aber das gehört irgendwie schon fast dazu. Ich bin gespannt auf die anderen Teile :)

  18. Cover des Buches The Bone Season - Die Träumerin (ISBN: 9783833309328)
    Samantha Shannon

    The Bone Season - Die Träumerin

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Paige ist eine Traumwandlerin Sie kann in die Traumlandschaften anderer eindringen und diese auskundschaften. Sie führt jedoch ein Doppelleben, den alle Seher werden eingefangen, wenn ihre wahre Identität aufgedeckt wird. Page wird als Ganovenbraut von Sektor 1.4 zur Kämpferin ausgebildet. Als eines Tages bei einem Unfall ihr Talent gelüftet wird, wird sie gefangen genommen und in eine fremde Welt gebracht. In dieser Welt herrschen die Repaihm, sie soll einem dienen, nur sind diese Wesen und ihrer Hintergedanken für sie ein Rätsel zum einen anziehend zum anderen abstossend…
    Zu Beginn ist es relativ verwirrend, da sehr viele Informationen kommen. Die Schreibweise war Gewöhnungsbedürftig...Nach 100 Seiten war ich in der Geschichte und hatte ein wenig den dreh raus...Die Spannung hält sich gut, wobei vieles Nebensächliches passiert und die Geschichte geht nur langsam voran, trotzdem war es interessant mehr über Page und die Rephaim zu lesen und ich bin gespannt wie es weiter geht, da das Ende so offen war.
    Das Buch wird nur aus Sicht von der Protagonistin geschrieben, diese hat einen taffen Charakter und hatte ihren Status als Ganovenbraut gemocht aber nie missbraucht. Ich mochte die Sturheit und ihre Gedanken haben mich teilweise an mich erinnert...
     

    Die Geschichte war im ganzen ganz ok...Für die die bereits Erfahrung mit Fantasy haben denn es sind sehr viele Informationen und Nebensächliche sowie ungewohnte Benennungen von Seher etc.

  19. Cover des Buches Ein Reif von Eisen (ISBN: 9783499273568)
    Stephan M. Rother

    Ein Reif von Eisen

     (104)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    Im Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor.
    Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte einer geheimnisvollen Sklavin erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
    Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester Ildris und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder.
    In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?

    Das Buch:
    Das Buch ist in unterschiedliche Kapitel unterteilt, welche immer aus einer anderen Perspektive geschrieben sind. 
    Ich muss sagen, dass ich diese Erzählart schon aus "Game of Thrones" kennen und sie eigentlich ganz gern mag. So hat man in jedem Kapitel eine andere Person, deren Weg man verfolgen kann. 
    Das Reich, welches hier beschrieben wird, ist sehr groß und vielseitig. 
    Die Kate am Beginn des Buchs war sehr hilfreich für die Orientierung und ich konnte mir so viel besser vorstellen, wo einzelne Szenen spielen. 
    Die Erzählart war also gut gewählt, denn so kann man in fast jedem Kapitel etwas über ein anderes Gebiet des Reichs lesen. Und so auch die verschiedenen Facetten des Reichs kennenlernen. 
    Dazu gibt es für jedes Reich mindestens eine Figur, die dort angesiedelt ist. 
    Zum einen haben wir Sölva im Norden, Pol in Carcosa und Leyken in der "Hauptstadt" des Reichs. 
    Die Figuren könnten nicht unterschiedlicher sein. In den einzelnen Kapitel werden also nicht nur die einzelnen Ort beschrieben, sondern auch die Personen die darin angesiedelt sind. 
    Im Lauf des Buchs erfährt man sehr viel über die einzelnen Figuren. Sie erhalten auch viele Facetten und erleben unterschiedliche Abenteuer. Während Sölva damit kämpfen muss, dass sie keine rechtmäßig Tochter des Oberhaupts ist, kämpft Leyken tatsächlich in der Rabenstadt. 
    Und während Leyken mit dem Leben im Palast zurechtkommen muss, werden Sölva und das Volk ihres Vaters auf ganz andere Proben gestellt. 
    Im Hintergrund der ganzen Geschichte steht ein größerer Vorgang, der das gesamte Reich bedroht. 
    Die ganze Story ist sehr spannend und auch gut aufgebaut. Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch an einigen Stellen sehr langatmig und eher langweilig war. Obwohl mir das restliche Buch sehr gefallen hat, habe ich doch lange gebraucht, um über diese langatmigen Stellen hinwegzulesen. 
    Die Figuren waren mir alle sympathisch und auch ihre Geschichten fand ich spannend. Der Schreibstil hat mir auch gefallen und trotzdem gab es diese Stellen, die mich einfach im Lesefluss behindert haben.     

  20. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (505)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  21. Cover des Buches Danach (ISBN: 9783651000452)
    Koethi Zan

    Danach

     (351)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ein spannendes Buch das einen sofort in den Bann zieht. Außergewöhnlich ist, dass die eigentliche Entführung und die Freiheitsberaubung hier nicht im Mittelpunkt steht. Das Buch startet erst nachdem das alles passiert ist. Es geht hauptsächlich um die Geschehnisse 10 Jahre später. Es geht darum was man als Opfer bereit ist zu tun um dem Täter die „gerechte“ Strafe zuzuführen, um sich selbst und andere zu schützen und um die Wahrheit aufzudecken. Kann man dann seinen Seelenfrieden finden?

    Was in der Vergangenheit passiert ist wird für den Leser erst nach und nach in kleinen Häppchen aufgerollt.

     

    Aber Achtung, das Buch ist nicht für zarte Nerven. Auch ohne, dass die Beschreibungen detailliert sind, sind manche Szenen sehr brutal und man versucht sich die Situation vorzustellen.

     

    Trotz aller Spannung gibt es doch zwei Dinge die mich etwas gestört haben. Zum Einen habe ich mich bei manchen Situationen gefragt wie realistisch das jetzt wirklich ist. Allerdings fällt es mir schwer das wirklich zu beurteilen, denn ich habe weder Fachkenntnis noch eigene Erfahrungen wie traumatisierte Personen sich verhalten.

    Zum Anderen (und das hat mich massiv gestört) hat mir das Ende überhaupt nicht gefallen. Die große Überraschung war für mich gar nicht so groß, denn das hatte ich mir so schon vorher gedacht. Was für den Leser wirklich interessant gewesen wäre, nämlich zu erfahren wie es dazu kommen konnte und was in den vergangenen 10 Jahren in dieser Hinsicht passiert ist, bleibt ungeklärt. Ebenso wie es mit dieser Situation weitergeht. Also nicht wirklich ein Ende sondern eher so halboffen. Das ist leider gar nicht nach meinem Geschmack. Ebenfalls wird nicht geklärt wie es mit dem Täter weitergeht. Und was ich auch sehr schade finde ist, dass im Verlauf der Geschichte mehrere Fäden gesponnen werden, die irgendwie miteinander zu tun haben und irgendwie auch nicht. Allerdings wird das nicht so richtig zusammengebracht. Überall gibt es Andeutungen und man kann sich als Leser ausdenken wie das wohl genau war. Aber richtig komplett geklärt wurde das nicht. Es bleiben viele Fragen offen. Sehr schade. Denn das dürftige Ende kann dem Rest der Geschichte nicht das Wasser reichen. Stattdessen zieht das enttäuschende Ende den Gesamteindruck etwas nach unten. Das hätte nicht sein müssen. Ist allerdings auch Geschmackssache ob man solche Enden mag oder nicht.

     

    Fazit: Ein solider und spannender Thriller der allerdings einige Fragen offen lässt.

  22. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (159)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Durch eine Mauer schützt sich Großbritannien vor den Klimaflüchtlingen aus dem überschwemmten Rest der Welt. Auf einem Abschnitt der Mauer beginnt Joseph seinen Dienst. Geplagt von Kälte, Angst und Einsamkeit will er seine Pflicht erfülle, denn Versagen wird mit dem Tod bestraft.

    Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich das Buch verschlungen. Das Thema ist aktuell und die Umsetzung sehr interessant. Durch die Beschreibungen hatte ich teilweise das Gefühl selbst in der Dunkelheit alleine auf der Mauer zu sitzen. 


    xoxo Maibe.Schreibt

  23. Cover des Buches Broken Destiny - Dämonenasche (ISBN: 9783956492150)
    Jeaniene Frost

    Broken Destiny - Dämonenasche

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Chrisi3006

    Ich liebe die Cat&Bones Reihe der Autorin und war sehr gespannt auf die neue Reihe. Allerdings fand ich sie eher enttäuschend, obwohl der Klappentext sich sehr interessant anhörte. 

    Doch die Charaktere waren mir persönlich zu oberflächlich. Ivy kämpft seit ihrer Kindheit mit den dunklen Visionen, was sie wohl etwas abstumpft. Es kam mir auch zu viel Aktion zu schnell hintereinander, es ging Schlag auf Schlag. Dabei braucht man manchmal auch eine Pause zum Durchatmen und alles zu verarbeiten. Die Autorin hätte alles einfach besser ausbauen können.

  24. Cover des Buches Der dunkle Kuss der Sterne (ISBN: 9783570310366)
    Nina Blazon

    Der dunkle Kuss der Sterne

     (371)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Dieses Buch ist ein wundervolles Märchen.  Anders könnte ich das nicht beschreiben. Es geht um Liebe, Treue und Verrat  und dem Schein und Sein  in der Gesellschaft worin Canda lebt.Entscheidungen müssen gut überlegt sein , und die Wahrheit kann manchmal sehr schmerzhaft sein.

    Der Schreibstil von Nina Blazon ist wie in jedem ihrer Bücher sehr Bildgewaltig was mir sehr gut gefällt.

    Auch die Charaktere sind toll beschrieben, haben Ecken und Kanten ,machen Fehler und müssen niemals perfekt sein.

    Dieses Buch lohnt sich wirklich  sehr..🤗📖

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