Bücher mit dem Tag "sklavenaufstand"
6 Bücher
- J. H. Praßl
Thorn Gandir - Aufbruch
(47)Aktuelle Rezension von: Ninja_Turtles- Erste Hälfte des achtbändigen Epos - High Fantasy
- Thorn Gandir - Teil 1
Klappentext
: Er wurde gut gewählt und gibt nichts so viel Preis, macht neugierig.
Meinung:
Das Autorenteam hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Sprachgebrauch befindet sich auf hohem Niveau, das merkt man an den Sätzen, die auf keinen Fall in der Schachtelrubik zu finden sind.
Vier Helden machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Zepter; ob das bei so unterschiedlichen Charakteren gut gehen kann? Lest selbst. ;-)
Mir haben besonderes Bargh und Chara gefallen. Bargh bringt den gewissen Humor mit in die Geschichte und Chara - ist eben Chara.
Die Charaktere sind vielsichtig, wobei mir Thorn ein bisschen zu lieb vorkam, deswegen wird er wahrscheinlich auch so oft manipuliert.
Mit Telos bin ich noch nicht ganz warm geworden, aber er ist gut in Szene gesetzt wurden.
Der Leser fragt sich oft in dem Buch: Was ist gut, was böse - was Ordnung, was Chaos? Wer kämpft für sich selbst und was habt ihr für Motive, dass ihr so handelt?
Fazit:
Ein Reihenauftakt, der die Seiten nur dahinfliegen lassen hat. Toller Einstieg!
- Roxanne Rivington
Voodoo Girl
(25)Aktuelle Rezension von: ILKraussGleich vorweg: Ich würde mehr Sterne vergeben, gäbe es mehr. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es ist eine packende Geschichte, großartig erzählt, in vielen Facetten bunt und eindrücklich dargestellt.
Der Sprachstil gefällt mir sehr gut, wird im Laufe des Buchs etwas salopper, aber wirklich noch okay.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist das Ineinander-Verweben der beiden Handlungsstränge. Natürlich ist der Zusammenhang anfangs nicht so klar, aber das ist ja das Spannende daran.
Man erfährt sehr viel über die Geschichte und Kultur Haitis, das ist wahnsinnig spannend. Mir war bespielsweise nicht klar, dass es indianische Ureinwohner gegeben hat, wobei das doch nur logisch ist.
Auch die Figuren sind hervorragend skizziert. Ich liebe die Hauptcharaktere, aber auch an allen Nebenfiguren. Sie sind lebensecht und liebenswert oder auch beängstigend, sehr facettenreich und lebensnah dargestellt. Bei anderen Büchern habe ich festgestellt, dass es nicht allen Autoren gelingt, die Charaktere altersgemäß darzustellen. Roxanne Rivington gelingt dies ohne Probleme. Ich habe das Gefühl, als hätte ich Zoé, Lee, Mokabi und alle anderen persönlich kennen gelernt und eine Weile mit ihnen zusammen gelebt.
Ja, es hat mich tagelang nach der letzten Seite nicht mehr losgelassen, und ich hoffe sehr, dass es bald eine Fortsetzung gibt, denn die Geschichte scheint noch nicht zu Ende erzählt.
Es ist kein reines Jugendbuch. Ich bin ganz klar weit jenseits der Jugendlichkeit und war komplett gepackt von dem Buch. Es ist eine wirklich spannende und sehr unterhaltsame Erzählung! - Alexs Pate
Amistad.
(8)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Drehbuch zum Steven-Spielberg-Film, der einen tieftraurig zurück ließ. Cinque wurde mit einer Gruppe weiterer Afrikaner entführt, als er sich auf dem Nachhauseweg von seinem Reisfeld in Westafrika befand, und von einem Bekannten, der einem anderen Dorf angehörte und bei dem er Schulden hatte, in Galinas Bay an Sklavenhändler verkauft, womit sein Martyrium begann. Als Film war das Ganze natürlich noch eindringlicher, v.a. die Szenen, die sich an Bord der "Amistad" abspielten, und die Cinque später vor dem Bezirksgericht schilderte. Ein maßloses Verbrechen, dessen die Aufarbeitung der beteiligten Länder leider größtenteils noch aussteht. Für mich als Juristen auch nicht ganz uninteressant, geht es hier doch um Rechtsgeschichte. Man würde sich über mehr deutsche Bücher zu dem Thema freuen, die diesen Wendepunkt der Geschichte beinhalten.
- Alyson Noël
Riley - Im Schein der Finsternis
(137)Aktuelle Rezension von: Bücherfuchs_Zeilenmagie„Im Schein der Finsternis“ ist der zweite Band von „Riley“. In diesem geht es weiter um die Ausbildung zur Geisterjägerin und auch, wenn die Geschichte wieder nur knapp 200 Seiten hat, ist es spannend zu lesen.
„Riley“ entwickelt eine ganz eigene Story, wie schon im vorherigen Band und hat mit „Evermore“ nur noch wenig zu tun.
Seit dem letzten Band wirkt Riley reifer als und durch die Aufgabe hat sie einen Weg bekommen, der ihr eine Richtung vorgibt. Sie ist zielsicherer und weiß, was sie will.
Sie ist eine sympathische Protagonistin mit einem eigenen Kopf, die manchmal gerne durch die Wand will. Riley tut, was sie für richtig hält, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, was nicht immer gut ist. Dabei ignoriert sie gerne mal ihren Mentor Bodhi, der ihr eigentlich nur gute Ratschläge gibt, die ihr hilfreich sein sollen.
Das zeigt eigentlich, dass Riley noch immer ein Kind ist und mitten in der Pubertät ist.
Bodhi selbst kommt in diesem Teil etwas mehr hervor und man erfährt als Leser auch etwas mehr über seinen Charakter und er bekommt mehr Tiefe. Auch, wenn man über den Namen wirklich streiten kann, ist er ein sehr angenehmer Gegenpart und bildet einen guten Gegenpol zur quirligen Riley.
Auch in diesem Kurzroman treffen wir auf mehrere Geister und ihre ganz eigene, persönliche Geschichte, wie Prinz Kantan mit dem Thema Vergebung. Auch das Geistermädchen Rebecca bietet eine gute Geschichte mit viel Tiefe und Emotionen. Man kann sie nicht hassen, auch wenn sie in diesem Teil die „Böse“ sein soll.
Mit ihrer Geschichte hatte sie eher Mitleid verdient und das zeigt doch sehr gut, dass „böse“ auch oft eine Frage der Perspektive ist und dass niemand grundlos „böse“ ist.
Das Buch ist sogar besser als sein Vorgängerband und man merkt, dass die Geschichte immer mehr Fahrt aufnimmt.
- Tereza Vanek
Im Reich des Zuckerrohrs
(10)Aktuelle Rezension von: Hilde1945Damit hat Emily nicht gerechnet: als sie nach dem Tod ihrer Eltern nach Jamaika reist, um ihren Ehemann zu finden, trifft sie nicht nur auf ihn, sondern auch auf seine Geliebte - eine entflohene Sklavin! Für eine Londoner Dame um 1830 beweist Emily in Folge Großmut und Offenheit. Statt Nancy der REgierung zu melden und über die sexuellen Ausschweifungen ihrer ansich sehr biederen Ehemnns zu lamentieren, freundet sie sich mit Nancy an und ist erleichtert, dass sie damit von ihren ehelichen Pflichten befreit ist. Mit ebensolcher Offenheit lernt sie Jamaika in all seinen Facetten kennen und sieht sich sogleich mit einem der größten heiklen Themen der damaligen Zeit konfrontiert: den Sklaven. Sie als Europäerin lehnt die Sklaverei ab, und auch ihr Mann, ein Baptistenpfarrer, verurteilt sie. Doch Jeremiah muss sich mit der Regierung arrangieren und kann deshalb nicht offen dagegen vorgehen. Letztendlich sind es die Sklaven selbst, die sich dagegen auflehnen. Es kommt zu einem - historisch belegten - Sklavenaufstand, in den Emily unweigerlich verwickelt wird. Ihr zur Seite steht (mehr oder weniger) Christopher Hindley, der Sohn eines Plantagenbesitzers, der im stetigen Konflikt mit seinem Vater ist und sich in Emily verliebt hat....
Wer neben fundiert recherchierten historischen Tatsachen noch etwas für`s Herz braucht, dem sei dieser Roman empfohlen, denn es gibt noch eine nette, sehr befriedigende Liebesgeschichte. Das heißt: eigetlich gibt es gleich drei Liebesgeschichten. Wobei die von Emily und Christopher sicher den größten Raum einnimmt und jene zwoschen Jeremiah und Nancy den geringsten.
Darüber hinaus verlieben sich noch Mareike und der jamaikanische Musiker David - dies aber im 21. Jahrhundert, denn dieser Roman beinhaltet auch einen Teil, der in der Gegenwart spielt. Mareike will für die Uni über den Sklavenaufstand recherchieren. David kreuzt ihren Weg und unterstützt sie tatkräftig. Da flattern die Schmetterlinge, und die Sternchen leuchten heller als sonst....Doch alles ist auch hier nicht so einfach, wie es scheint. Erstens beobachtet Maike, wie Davod einer älteren Frau scheinbar schöne Augen macht. Zweitens warnt sie eine Freundin vor jamaikanischen Männern, die nicht selten eine ausländische Touristen aufreißen, ihr sexuell zur Verfügung stehen, dafür aber auch finanzielle Gegenleistung erwarten. Ist Davd etwa auch "so einer"?
Tereza Vanek, selbst Historikerin, versteht sich darauf, glaubwürdige historische Frauenpersönlichkeiten zu entwickeln, die tatkräftig die Handlung mitbestimmen, statt nur bestimmt zu werden. Auch hier hat ihre Emily daher sofort meine Sympathie gehabt. Sehr interessant waren - vom Faktengehalt her- der Gegenwartsteil und natürlich die historischen Rahmenumstände. Wieder ein sehr gelungener Roman der Autorin, aus dem man viel lernen kann und der dennoch unterhaltsam ist.





