Bücher mit dem Tag "sklavenhandel"
44 Bücher
- Rebecca Gablé
Der Palast der Meere
(236)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDer Palast der Meere spielt von 1560 bis 1588 zur Zeit von Elisabeth I. Die Hauptpersonen sind Nicholas’ Kinder Isaac und Eleanor.
Dieser Roman spielt nicht nur in England, sondern auch in Spanien, Afrika und den amerikanischen Kolonien. Da in den Vorgänger-Büchern häufig betont wurde, dass so gut wie alle Waringham seekrank werden, erschien es mir arg konstruiert, dass Isaac sich als blinder Passagier auf ein Schiff schleicht. Die Geschichte wird zweigeteilt: ein Teil folgt Isaac, der sich meist irgendwo in der Weltgeschichte herumtreibt. Der andere Teil folgt Eleanor, die in England bleibt, nah bei Königin Elizabeth I.
Der Roman wirkt für mich unentschlossen und schwankt zwischen den beiden Geschwistern Eleanor und Isaac sowie zwischen England und anderen Ländern hin und her. Insgesamt für mich der bisher schwächste Teil der Waringham-Saga.
- Colson Whitehead
Underground Railroad
(354)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Colson Whitehead
The Underground Railroad: Winner of the Pulitzer Prize for Fiction 2017
(38)Aktuelle Rezension von: Sarah35Das Buch ist wirklich harte Kost. Nicht weil es schwer zu lesen wäre, ganz im Gegenteil: man wird sofort in die Erzählung eingesogen und es liest sich flüssig. Der Stoff: da sieht es schon anders aus. Das Buch beruht auf wahre Gegebenheiten, und die Wirklichkeit zeigt sich hier in all ihren hässlichsten Facetten. Ich habe gehofft, gelitten, geweint und gehasst. Und nach dem Lesen habe ich wieder etwas über die Menschen gelernt, und zu was sie fähig sind. Ein grausames Buch, das alle unbedingt lesen sollten!
- Karen Rose
Dornenkleid
(140)Aktuelle Rezension von: Nadine21Vor 9 Monaten hat Markus O'Bannion beinahe sein Leben verloren und die Polizistin Scarlett Bishop kennengelernt. Doch seitdem hatten die beiden keinen Kontakt mehr. Jetzt bittet ihn ein junges, verzweifeltes Mädchen um Hilfe. Sie wird gefangen gehalten und weiß keinen anderen Ausweg. In seiner Not wendet sich Markus an Scarlett und bittet sie um Hilfe. Doch beide können dem Mädchen nicht mehr helfen. Auf der Suche nach dem Mörder kommen die beiden einem Menschenhändlerring gefährlich nahe. Und der hat nur eins im Sinn. Markus muss sterben und wer sich in den Weg stellt, muss ebenfalls sterben. Doch das hält Markus und Scarlett nicht davon ab, sich dem Gegner zu stellen. Dabei kommen die beiden sich schnell näher..
Eine sehr spannende Fortsetzung, bei der, wie immer bei Karen Rose, auch die Hauptdarsteller der früheren (und nächsten) Bände erwähnt werden. Es ist jetzt schon absehbar, welchen Personen die nächsten Bände gewidmet sind. Das macht die Bücher so spannend. Auf der einen Seite die Andeutungen von Geschichten, die erst später aufgedeckt werden, auf der anderen Seite die Fortsetzung der früheren Liebesgeschichten. Und natürlich der aktuelle Fall. Der in diesem Buch einmal mehr erschütternd und sehr spannend geschrieben ist. Allen Fans von Krimis mit schönen Liebesgeschichten kann ich Karen Rose nur empfehlen. Aber es ist auf jeden Fall von Vorteil mit Band 1 der Reihe anzufangen. Obwohl die Fälle meistens in sich abgeschlossen sind.
- Toni Morrison
Beloved: A Novel (Vintage Classics)
(42)Aktuelle Rezension von: Linda-OddGerade bei einem Klassiker wie Beloved finde ich es schwer eine Rezension zu verfassen. Besonders als weiße Person.
Ich habe es über einen Zeitraum von 3 Monaten gelesen, was hauptsächlich an den unterschiedlichen Stilen innerhalb des Buches lag. Manche Stile haben mich so sehr aus dem Lesefluss gerissen, dass ich am Ende kaum noch die Charaktere zuordnen konnte.
Die Beschreibung "magical realism" trifft hier ganz gut zu. Allerdings fand ich das Ende nicht eindeutig genug.
- Yaa Gyasi
Heimkehren
(186)Aktuelle Rezension von: izzy_booksDie Geschichte zweier ghanaischer Schwestern und ihrer Nachkommen spannt sich über Jahrhunderte. Persönliche Schicksale werden kunstvoll mit der großen Geschichte von Kolonialismus, Sklaverei und ihren anhaltenden Folgen verwoben. Ein eindrucksvoller Roman, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet und die Leser*innen tief in das Leben und die Widerstände mehrerer Generationen eintauchen lässt.
- Peggy Hohmann
Der grüne Palast
(75)Aktuelle Rezension von: Hellena92Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst Metternich mit von der Partie ist. Der kluge politische Kopf gilt am Hof als skrupelloser Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als eine große Lüge.
Mein Fazit:
So ein schönes Cover. Das ganze in briefformat zu schrieben war eine schöne Idee. Aber ich hab mich nicht abgeholt gefühlt. Alles wirkte abgehackt und lieblos. Ich war irgendwann so gelangweilt, dass ich abgebrochen habe
- María Dueñas
Wenn ich jetzt nicht gehe
(90)Aktuelle Rezension von: awogfliWas für eine Lese-Qual war dieses langatmige Abenteuerbuch fast ohne Abenteuer, diese furchtbare Schmonzette. Ich fragte mich die ganze Zeit, was die Spanier so an dieser Autorin und ihrer Art zu erzählen finden. Dramaturgisch hat dieses Werk die Qualität einer Telenovela mit gefühlten 1000 Folgen, die Handlung ist alles andere als rasant, es passiert sehr wenig aber es zieht sich ewig laaang. Sprachlich hatte ich ohnehin keinen Anspruch an dieses Werk. Ständig zählte ich die Seiten, die ich noch lesen musste, aber wegen der Autorinnenchallenge habe ich bis zum Ende durchgehalten.
Am Ende ist ist der beinharte Abenteurer auch noch in einer romantischen schmalzigen Verwicklung gefangen, ihm schlottern die Knie und Schmetterlinge flattern im Bauch - wäh das ist furchtbar und total glaubwürdig (Ironie off). Ganz zum Schluss wollte ich aber dann auch wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, wissen, wie die Autorin die gesamten Intrigen auflöst.
Fazit: Wer kein Spanier ist und Telenovelas nicht liebt, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen. - Sarah J. Maas
Celaenas Geschichte 1 - Throne of Glass
(174)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Celaena ist schön, aber auch tödlich. Obwohl sie noch sehr jung ist, hat sie sich den Ruf der meistgefürchteten Assassinen der Welt erarbeitet. Im nächsten Auftrag der Gilde der Assassinen führt sie auf eine entlegene Tropeninsel, um beim berüchtigten Piratenlord eine Schuld einzutreiben. Als sie dahinterkommt, dass die Schuld nicht in Geld, sondern in Sklaven beglichen werden soll, gibt es für Celaena nur noch ein Weg und volles Risiko.
Was geschah vor den Geschehnissen der «Throne of Glass»-Reihe? Dieses Buch ist die erste Kurzgeschichte von fünf, die einen Einblick in die jungen Jahre von Celaena bieten. Ich fand es sehr spannend, die junge Celaena mit der älteren zu vergleichen und auch das Hintergrundwissen zu vertiefen. Man sollte aber wirklich vorher mindestens ein, zwei Bücher der Reihe gelesen haben, um alles nachvollziehen zu können.
Mein Fazit: Kurz und knackig ist die erste Geschichte des Prequels rund um die Assassinin Celaena. Ich bin gespannt, was die anderen vier mitbringen werden. 5 Sterne.
- Nathalie C. Kutscher
Die Frau des Zuckerhändlers
(14)Aktuelle Rezension von: Karin_FortinKlappentext:
Bailee Winters’ Leben ist die Hölle. Gekettet an die Ehe mit einem grausamen Mann lebt sie in einem goldenen Käfig. Doch dann rettet die Bordellbesitzerin Jade ihr Leben. Zwischen den ungleichen Frauen entsteht mehr als nur Freundschaft. Es ist eine Verbundenheit, die tiefer geht als alles, was sie kannten. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und ein folgenschwerer Fehler zwingt Bailee auf eine gefahrvolle Reise nach Amerika.
Mein Fazit:
Dieses Buch der Autorin hat mich sofort gefangen genommen.
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich an einigen Stellen schlucken musste. Der Roman spielt in der Zeit des Sklavenhandels, Rassismus, wo Frauen eigentlich nichts wert waren.
Der Schreibstil war flüssig, emotional und spannend zu lesen.
Die Charaktere sind sehr gut gewählt und haben mich überzeugt. Bailee und Jade haben mein Herz im Sturm erobert.
Ein herzliches Dankeschön an die Autorin für dieses tolle Buch.
- Ayesha Harruna Attah
Die Frauen von Salaga
(105)Aktuelle Rezension von: Sikal
Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Die aus Ghana stammende Autorin Ayesha Harruna Attah nimmt uns mit in eine Zeit mit vielen Herausforderungen und lässt uns die beiden Frauen Aminah und Wurche ein Stück begleiten.
Die junge und schöne Aminah hat Pläne in ihrem Leben. So möchte sie unbedingt mal die Schusterwerkstatt ihres Vaters übernehmen. Als ihr Vater eines Tages von einer Handelsreise nicht retour kommt, müssen sich die Frauen des Haushaltes bemühen, den Alltag ohne männliches Oberhaupt zu meistern. Doch eines Tages wird das Dorf von Sklavenhändlern überfallen, viele Dorfbewohner getötet und die anderen werden versklavt.
Die burschikose Wurche ist hingegen eine Königstochter, deren wichtigstes Ziel im Leben darin besteht, den Männern gleichgestellt zu sein und im politischen Diskurs ernstgenommen zu werden. Doch trotz ihres eigenwilligen Charakters und ihrer starken Argumente kann sie sich ihrem Vater nicht widersetzen und wird gezwungen, Adnan zu heiraten, den sie ekelhaft findet und der tatsächlich ein grauenhafter Mensch ist.
Die Autorin hat die beiden Frauenschicksale miteinander verwoben und so wird abwechselnd den Geschichten der beiden Frauen gefolgt. Zwischendurch erfährt man auch einiges zur Kolonialzeit und wie Prioritäten gesetzt wurden. Einblicke in gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Exkurse habe ich sehr gerne verfolgt. Die beiden Protagonistinnen sind so unterschiedlich und haben trotzdem einen gemeinsamen Traum: Den Traum nach Freiheit. Den geben sie nicht auf, obwohl sie oftmals an Grenzen stoßen.
Die Autorin beschreibt manche Szenen sehr detailliert, dann merkt man wieder Distanz. Vielleicht absichtlich? Vor allem zu Wurche konnte ich keinen rechten Draht finden. Ich habe ihre Beweggründe schon verstanden, aber es hat sie nicht sympathischer gemacht. Aminah hingegen ist die Sympathieträgerin des Romans und so folgt man lieber ihrem Weg.
Ein guter Plot, doch manches wirkt auf mich zu konstruiert. Man hätte durchaus noch mehr aus dem Stoff herausholen können. Von mir gibt es 3 Sterne.
- Yaa Gyasi
Heimkehren
(14)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarDer Anfang: «In der Nacht, als Effia Otcher in der nach Moschus riechenden Hitze von Fante-Land geboren wurde, wütete ein Feuer durch den Wald direkt vor dem Compound ihres Vaters. Es breitete sich rasch aus, zog tagelang eine Schneise. Es speiste sich von Luft; es schlief in Höhlen und versteckte sich in Bäumen; es brannte, loderte auf und schlug sich durch ohne Rücksicht auf die Verwüstungen, die es hinterließ, bis es zu einem Asante-Dorf kam. Dort verschwand es, wurde eins mit der Nacht.»
Dieser berührende Roman ist episodenhaft geschrieben, fügt das Schicksal einer schwarzen Familie über Generationen zusammen. Die Geschichte zieht den Leser sofort hinein, bildgewaltig. Effia und Esi sind Halbschwestern, lernen sie sich jedoch nie kennen, denn ihre Lebenswege verlaufen von Anfang an getrennt. Im Ghana des 18. Jahrhunderts wird Effia mit einem Engländer verheiratet, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte sowohl als Opfer als auch Profiteure des Sklavenhandels werden, fristen Esis Kinder und Kindeskinder ihr Leben zunächst auf den Baumwoll-Plantagen der Südstaaten.
«Ja, mein Mann hat meiner Mutter zehn Pfund gezahlt, und das vor fünfzehn Jahren! Stimmt schon, Schwester, es ist gutes Geld, aber ich für meinen Teil bin froh, dass meine Tochter einen Fante geheiratet hat. Selbst wenn mir ein Soldat zwanzig Pfund bieten würde, wäre sie doch nicht die Frau eines Häuptlings. Und schlimmer noch, sie müsste in der Festung leben, weit weg von mir. Nein, nein, es ist besser, einen Mann aus dem Dorf zu heiraten, damit deine Tochter in deiner Nähe bleibt.»
Effias Stiefmutter behandelt sie hart, und sie verwendet einen Trick, um sie loszuwerden: Sie redet ihr ein, dass sie zu ihrem Vorteil nur ihr verraten soll, wenn ihre Monatsblutung einsetzt, ansonsten darüber schweigen muss. Effia die Schöne, ist Abeeku versprochen, den sie liebt. Doch weil ihr die Mutter verbietet, zu verkünden, dass sie zur Frau gereift ist, hält man sie für unfruchtbar. Eines Tages erscheint James Collins, der neu ernannte Gouverneur der Festung von Cape Coast – der weiße Häuptling – hält bei Baaba um Effias Hand an. Die Stiefmutter rät ihrem Mann, sie den Weißen zu verkaufen, denn das Mädchen sei verflucht und der weiße Häuptling wisse ja nicht, dass sie unfruchtbar ist. Aus dem Dorf wird sie sowieso niemand nehmen. Ein prächtiges Brautgeld wird ausgehandelt, eins dass Abeeku nicht zahlen kann ... Zum Abschied erhält Effias «einen schwarzen Stein, der schimmerte, als wäre er mit Goldstaub überzogen.» In der Festung von Cape Coast, an der Goldküste, werden im Keller unter bestialischen Verhältnissen die Sklaven eingesperrt, bevor sie weitertransportiert werden. Der Auftakt der Erzählung.
«Esi war seit zwei Wochen in einem Frauenverlies der Festung von Cape Coast. ... An ihrem vierzehnten Geburtstag war sie noch im Herzen von Asante-Land gewesen, im Compound ihres Vaters, des Großen Mannes. Er war der beste Krieger des Dorfes, und alle waren gekommen, um der Tochter, die mit jedem Tag schöner wurde, ihre Aufwartung zu machen.»
Drei Jahrhunderte, sieben Generationen und zwei Kontinente: der Aschanti-Fante-Krieg, Sklaverei, der Amerikanische Bürgerkrieg, die sogenannte «Große Migration», die Kohleminen Alabamas, bis ins 20. Jahrhundert, zu den Jazzclubs und Drogenhäusern Harlems führt uns der Roman durch die Epochen. Schwarze als Menschen zweiter Klasse ... Sklaverei, brutale Ausnutzung von Arbeitskraft, Willkür, ungerechte Behandlung durch die Justiz; das Buch fasst alles Leid zusammen, das die weiße Welt beschert. Macht und Gier im Kolonialismus, Ketten und Peitschen, immer wieder unerträgliche Gewalt. Auf der anderen Seite die Sklavenfänger in Afrika, die Sklavenhändler, die Mithilfe der verfeindeten Stämme, die lieber andere auslieferten, als selbst gefangen zu werden, beteiligt waren – etwas, das gern unter den Tisch gekehrt wird. Das Aschantireich streckte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts über nahezu das gesamte Staatsgebiet des heutigen Ghanas mit Ausnahme eines schmalen Küstenstreifens, der von den Fante-Staaten gebildet wurde.
«Weil sein Körper bereits wusste, was seine Gedanken noch nicht ganz zusammengesetzt hatten: dass du in Amerika nichts Schlimmeres sein konntest als ein schwarzer Mann. Das war schlimmer als tot, du warst ein lebender Toter.»
Trotz aller Brutalität ist der Roman unterhaltsam, gibt Einblick in die Familien, in deren Leben, das in großartigen Bildern. Yaa Gyasi hat gut recherchiert und schreibt eine Familiengeschichte entlang von historisch korrekten Ereignissen, gibt berührend authentisch die jeweilige Epoche wieder. Selbst als nach dem Bürgerkrieg die Slaverei aufgelöst wird, ist Freiheit nur ein Traum: «So was wie einen freien Nig... gibt es nicht.» Traumata, die sich durch die Generationen ziehen, eine Kette mit einem schwarzen Stein, die weitergereicht wird, eine Verknüpfung zur nächsten Generation. Zwei parallele Erzählstränge. Yaa Gyasi sagt in einem Interview, sie habe sich gezwungen, jeder Figur nur 20 bis 30 Seiten zu geben. Nicht das ganze Leben einer Person wird auserzählt, lediglich wichtige Stationen werden episodenhaft eingeschoben. Nach je einem Kapitel zu jedem Strang beginnt eine neue Generation. Das Feuer spielt eine wichtige Rolle. Effia wurde während eines Feuers geboren, dass Unglücks ihrer Geburt. Ebenso sind ihre Kinder und Kindeskinder vom Feuer geprägt; Brandmale, Narben der Peitschenhiebe, Hautfarbe, alles brennt sich in die Seele. Innere Narben der Identität. Trotz der kurzen Kapitel blättern sich im Kopf mit allen Sinnen die Szenerien breit aus und auch die Charaktere sind klar und mitreißend geschildert. Eine vielschichtige Erzählung, ein historischer Abriss der Afroamerikaner, eine berührende Familiengeschichte. Meine Empfehlung!
«Warum sollte ein Schwarzer schwimmen wollen? Der Boden des Ozeans sei übersät mit schwarzen Leichen»
Yaa Gyasi wurde 1989 in Ghana geboren. 1991 zog sie mit ihrer Familie in die USA und lebte zunächst in Illionois und Tennessee. Von ihrem zehnten Lebensjahr an wuchs sie in Alabama auf. Sie hat Englische Literatur an der Stanford University studiert und einen Abschluss des Iowa Writers’ Workshop. Ihr Roman wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Pen/Hemingway Award for Debut Fiction und dem «5 under 30» Award 2016 der National Book Foundation. Heimkehren ist ihr erster Roman. Die Autorin lebt in den USA.
https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/heimkehren-von-yaa-gyasi-rezension.html
- Sarah J. Maas
Celaenas Geschichte 3 - Throne of Glass
(110)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Zurück aus der Wüste versucht Celaena ihren Weg in der Assassinengilde zu finden. Als ihr der König einen lukrativen Mordauftrag anbietet, der zudem zu einem Schlag gegen die Sklaverei führen würde. Celaenas Weg führt sie hoch auf die Dächer und tief in die Katakomben der Stadt. Doch was sie entdeckt, gefällt ihr gar nicht.
Diese Kurzgeschichte ist der dritte Teil der fünfteiligen Vorgeschichte zur Reihe «Throne of Glass». Obwohl ich immer wieder gern über Celaena lese und langsam auch Sam eine wichtigere Rolle bekommt, empfand ich diesen Abschnitt etwas weniger actionreich und spektakulär. Es wirkt so alltäglich, wie auch Celaena in der Stadt lebt. Man bekommt einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, wie auch in die das Beziehungsgeflecht der Assassinengilde, insbesondere zum König der Assassinen. Aber die Geschichte bringt schlussendlich einige Vorboten mit, die viel Unheil ankündigen. Wie wird ihr Weg im weiteren Verlauf aussehen?
Mein Fazit: Eher ein Intermezzo für Zwischendurch, der auf die nächste Handlung vorbereitet. 4 Sterne.
- Rebecca Gablé
Der Palast der Meere
(17)Aktuelle Rezension von: Nackt_und_GluecklichIch begleite Frau Gablé schon seit Ewigkeiten und dies ist mein erstes Hörbuch. Was einem beim selber lesen nicht auffällt, schlägt hier mit einem Mal vollkommen durch, ihre Verliebtheit, was Beschreibungen angeht und dass sie Adjektive wie Maschinengewehrsalven verteilt. Was die Königin und der englische Adel anziehen, macht locker drei ganze Stunden von dreiunddreißig aus. Das kann man sich nicht antun, vielleicht hat sich die Waringham-Saga aber auch längst totgelaufen. Ich war lange Zeit einer ihrer Fans, aber das hier kann ich nicht guten Gewissens empfehlen. Für Weibchen, die keinen Bezug zu guten Büchern haben, mag das angehen, aber für Literaturbegeisterte hat sich R. Gablé mit diesem Buch selbst ins Bein geschossen. Streckenweise kam es mir so vor, als hätte sie eine Ghostwritern engagiert. Machen Sie das ruhig, aber dann zahlen Sie ihr doch etwas mehr.
- Laura Gambrinus
Die Geliebte des Patriziers: Im Sturm der Gefühle (Milanna 3)
(6)Aktuelle Rezension von: EmmaChrist72Ich habe die Reihe bis zum Schluss einfach nur genossen und zum Glück konnte ich sie direkt nacheinander lesen. Ganz wunderbar geschrieben, dass man richtig ein- und abtaucht und miterlebt. Eine wunderschöne Geschichte von A-Z. Liebe, Spannung, tolle Orte, einfach nur schön. Unbedingt lesen!
- F. W. Hackländer
Europäisches Sklavenleben. 1. Band. Illustrirt von Arthur Langhammer.
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Reinhard Marheinecke
Unter Sklavenhändlern
(1)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstOld Shatterhand ist mit Winnetou in New Orleans verabredet, doch noch bevor sein Freund eingetroffen ist, befindet sich Old Shatterhand mitten im nächsten Abenteuer: sein alter Freund Porky the fiddler wird beschuldigt den Sekretär des Kaufmanns Lambert zu haben. Der Westmann forscht nach und findet heraus, dass Lambert in letzter Zeit die verdächtigsten Unfälle zugestoßen sind, von sinkenden Handelsschiffen bis zum Mordanschlag. Old Shatterhand kommt dem Täter auf die Spur, doch dieser kann fliehen. Sofort nimmt er gemeinsam mit Winnetou die Verfolgung auf.
Dieses Abenteuer beschäftigt sich mit der Geschichte der Sklaverei in Südamerika und ist dabei nicht nur historisch genau, sondern schildert dem Leser das Grauen und die schockierende Unmenschlichkeit des Sklavenhandels und der Sklavenhaltung. In einem kurzen Nachwort wird noch einmal auf geschichtliche Fakten zu diesem Thema eingegangen, um dem Leser ein paar Hintergrundinfos zu geben, die informieren und auch einige schockierende Fakten bietet, wie eine Zeitleiste, wann wo die Sklaverei gesetzliche untersagt wurde. Die Zahlen sind nicht so weit von unserem Jahrhundert weg wie wir es gerne glauben würden.
Ein sehr gelungener Abenteuerroman aus dem Karl-May-Universum. Sprachlich fantastisch umgesetzt, ohne anstrengende Formulierungen oder gespreizte Rede wie es in anderen Marheinecke-Werken vorkommen kann. Eine wunderbare Hommage an Karl May.
- Mich Vraa
Jetzt seid ihr frei
(2)Aktuelle Rezension von: Dominikus
Der dänische Schriftsteller Mich Vraa hat mit seinem historischen Roman „Jetzt seid ihr frei“ etwas interessantes geschaffen.
Er hat Peter von Scholten, den dänischen Gouverneur in Westindien zu neuer Erinnerung gebracht. Peter von Scholten war von 1828 bis 1848 n Westindien. Er hörte den Sklaven zu und war ziemlich human. Trotzdem hatte er Geliebte unter ihnen. Seine Frau lebte in Dänemark. 1848 gab es eine Sklavenbefreiung, seiner Meinung nach war es zu früh. Sie hätten darauf geschult werden, das sie mit ihrer Freiheit auch umgehend konnte.
Der Roman besteht aus Tagebucheinträgen und Briefen. Eine besondere Art der Literatur.
Es geht zwar in den Zeiten etwas hin und her, aber es ist ein bemerkenswerter historischer Roman.
- Jacqueline Montemurri
Sklavin und Königin
(11)Aktuelle Rezension von: Sindy_NachtweihSklavin und Königin ist der 5. Band einer Reihe, man sollte vorher die anderen Teile lesen, zwingend notwendig ist es aber nicht.
4 Autoren führen die Geschichte weiter, daher sind Versch. Schreibstile im Buch vorhanden, was das Lesen abwechslungsreich macht.
Man ist schnell in der Handlung drin und kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen.Auch wenn man kein Karl May Fan ist, entführt das Buch einen schnell in seine Welt und man ist fasziniert.
Spannend, kurzweilig und nicht nur für Westernfans. .
Danke, dass ich das tolle Buch lesen durfte - Karl May
Die Sklavenkarawane
(25)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Eine recht gelungene Geschichte. In die arabischen Namen hatte ich zwar ein wenig Schwierigkeiten, mich einzufinden, jedoch war die Thematik gut gelungen und vor allem auch realistisch dargestellt. Es ist erschreckend, wie die Sklavenjäger mit den Sklaven umgegangen sind. Umso schöner ist es, dass diese sich das nicht haben gefallen lassen. Spannend ist es, mitzuerleben, wie sich das Gleichgewicht langsam aber sicher wieder hergestellt hat und wie groß die Rassenkonflikte zwischen den einzelnen Nationen doch waren.
- Karl May
Menschenjäger
(1)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstKara Ben Nemsi ist eigentlich auf dem Weg nach Hause. Seine Ersparnisse reichen nur noch für die Überfahrt, doch eine Begegnung mit dem Türken Murad Nassyr verlockt ihn zu einer weiteren Reise in die nubische Wüste. Es läuft aber nicht wie geplant. Schon in Kairo macht sich Kara Ben Nemsi eine muslimische Bruderschaft zum Feind. Deren Oberhaupt trachtet ihm fortan nach dem Leben und nur eine schleunige Flucht kann Kara Ben Nemsi retten. Verfolgt von der Kadderine, will er seinen neuen Freund später treffen, doch je weiter Kara Ben Nemsi reitet desto suspekter wird ihm der Türke.
Ein Orient-Abenteuer ohne Hadschi Halef Omar – ich war erstmal überrascht, aber Karl May lässt den Leser den kleinen Hadschi gar nicht vermissen. Mit dem Großmaul Selim, der schnell zu Kara Ben Nemsis Begleiter wird, sind Großsprecherei, Feigheit und grobe Fehler, die die Helden immer wieder in Gefahr bringen nicht fern. Ein Charakter, der einem schnell auf die Nerven gehen könnte, wenn Heiko Grauel ihn nicht geradezu plastisch inszeniert hätte. Er lebt und atmet diese Gestalt, sodass der ganze Witz sich entfaltet und der Hörer eher geneigt ist zu lachen als die Augen zu verdrehen.
Mit dieser Orient-Trilogie ist es May wieder gelungen Charaktere zu schaffen, die sich komplex entwickeln. Sei es der sympathische Murad Nassyr, der Stück für Stück demontiert wird oder der Reis Effendina, der mal wahnsinnig cool und dann wieder wahnsinnig albern ist. Heiko Grauel erweckt dieses spannende Abenteuer wieder brillant zum Leben.
- Amelia Gates
Prince (Devil's Kingdom MC 1)
(14)Aktuelle Rezension von: Jasmin_BergerUnd Ich kann nur sagen Wow... Ich liebe das Buch... Und es hallt nach... Wenn man es weg legen Muss man hängt noch ein Weilchen in der Geschichte fest
Ich Liebe die Harten Biker / Die Tabulosen Bad Boys…
Und Bei Prince gibt es keine Ausnahme. Ich Liebe seine Harte schale mit Dem weichen Kern
Ich hab schon das einte oder andere mal gelacht, geschmunzelt und auch über Viper geflucht 🙈 und ehrlich ich Mag den Nicht *nö*
Ich Mag den Fesselnden schreibstiel der Autorinnen und der absolut fesselnd, tabulos und flüssig ist.
Ich freu Mich über den zweiten Teil und gebe Prince ein absolutes lese Muss ❤️❤️























