Bücher mit dem Tag "sklaverei"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sklaverei" gekennzeichnet haben.

503 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

     (1.187)
    Aktuelle Rezension von: so_leviosa

    "It's not natural for women to fight.""It's not natural for someone to be as stupid as he is tall, and yet there you stand."


    Ich habe mitgefiebert, gelacht, geweint, gewütet – und das alles bereits im ersten Band der Dilogie. Leigh Bardugo hat mit dem gesamten Grisha Universum bereits eine epische Welt erschaffen. Aber mit dem Lied der Krähen hat sie die Grisha Trilogie meiner Ansicht nach noch übertroffen.


    Detailverliebt, raffiniert und mitreißend – so möchte ich den Schreibstil von Leigh Bardugo beschreiben. Sie schafft es eine Vielzahl vielfältiger Charaktere nur durch Wörter Leben und Tiefe einzuhauchen. Ob der skrupellose Kaz, die geheimnisvolle Inej oder die freche Nina – ich liebe jeden einzelnen von ihnen.


    Die ohnehin dauerhaft aufrecht erhaltene Spannung wird unterstützt durch die regelmäßigen, aber passenden, Perspektivenwechseln. Zudem erfährt man durch Rückblenden auch regelmäßig etwas über die Vergangenheit der Charaktere, was ihnen zusätzlich Tiefe verleiht. Ich konnte das Meisterwerk kaum aus den Händen legen, denn nicht nur einmal musste ich überrascht aufkeuchen, wenn sich die Geschichte einfach komplett anders entwickelte als erwartet. Bis zum Ende habe ich gebangt, gehofft und gespannt auf Lösungen, Auswege und Wendungen gewartet – nur um dann fassungslos zurück zu bleiben.


    Dieses grandiose Werk muss man gelesen haben!

  2. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 05 (ISBN: 9783442268467)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 05

     (1.120)
    Aktuelle Rezension von: andheu

    https://andheu.com/2021/04/10/sturm-der-schwerter-george-r-r-martin/

  3. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.202)
    Aktuelle Rezension von: LoisVelaris

    Laia ist ein Kundigenmädchen ohne Eltern. Sie lebte bei ihren Großeltern, bis diese ermordet und ihr Bruder entführt wurde. In der Hoffnung auf Hilfe schließt sie sich dem Wiederstand an. Dieser gibt ihr den Auftrag die Akademie Schwarzkliff als Sklavin auszuspionieren. Elias ist ein Schüler in Schwarzkliff und wird zur Maske ausgebildet, deren Aufgabe es ist Verbrechen aufzuspüren und zu rächen. Doch Elias ist unzufrieden und will fliehen, was ihm jedoch aus dem Kopf geschlagen wird. Denn der Imperator, der das Land regiert hat keinen Erben hervorgebracht. Vier Anwärter unter den Masken sollen in eine Prüfung auf Leben und Tod. Derjenige, der gewinnt wird neuer Imperator. Laia, die als Sklavin nach Schwarzkliff kommt wird gefoltert und mit Aufgaben überhäuft. Elias, der Laia in Schwarzkliff begegnet ist ihr gut gesinnt und versucht ihr zu helfen. Immer wieder begeben sich beide in Gefahr und riskieren es getötet zu werden. Am Ende verliert Elias die Prüfung und soll hingerichtet werden. Laia, die die ganze Zeit vom Wiederstand belogen wurde befreit ihn und macht sich zusammen mit Elias auf den Weg, ihren Bruder zu befreien. 

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, doch als die Prüfungen erst richtig angefangen hatten wurde es richtig spannend und fesselnd. Laia fand ich als Charakter manchmal etwas schwach. Sie vertraute schnell anderen Leuten, was sich fast immer als Fehler herausstellte. Manchmal hatte ich auch den Gefühl, dass sie selbst nicht wusste, was sie tat. Elias empfand ich von Anfang an, als sehr starken Charakter. Er hatte seinen eigenen Willen und folgte seinem Herzen und seinem Verstand. Auch seine Einstellung gegenüber den niedrigeren Menschen fand ich faszinierend.

    Die Idee der Autorin finde ich toll. Vor allem das Konzept der Welt und die Masken und die Auguren haben mich gefesselt.



  4. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Jack und seine Ma leben in Raum. Die 12 qm sind ihre ganze Welt. Es gibt Oberlicht, Bett, Frierer, Fernseher (da sind Jacks Freunde drin), Bücher, Eierschlange und Schrank (darin muss sich Jack jeden Abend verstecken, wenn Old Nick zu seiner Ma kommt). Bis zu Jacks 5. Geburtstag ist nur Raum echt, alles Draußen ist es nicht - doch dann erzählt ihm Ma, dass Raum nicht die Welt, sondern nur ein kleiner Teil davon ist. Und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen...


    "Raum" von Emma Donoghue ist anders als alle Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch einen Entführungsfall, aber nicht auf konventionelle Weise: sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jack - inklusive grammatikalischer Fehler, ausgedachter Wörter und eben der ganzen Gedankenwelt, in der ein Kind in diesem Alter steckt. Diese Erzählweise war für mich als Leserin sehr intensiv und authentisch. Mich hat es zutiefst bewegt, mit Jack und seiner Ma in Raum zu sein und war auf eine voyeuristische Weise sehr gefesselt von seinen Beschreibungen des Alltags in ihrem Gefängnis. 


    Die Autorin belässt es aber nicht nur bei dem Eingesperrt-Sein, sie berichtet auch von der Zeit nach Raum, von den Anfängen von Jack und seiner Ma im draußen. Ich war einfach nur begeistert, wie gut Emma Donoghue die psychischen Folgen der Entführung und des Missbrauchs dargestellt hat. Auch die Stärke der Mutter wird sehr gut durch Jacks Sicht erfahrbar.


    "Raum" ist an eine wahre Begebenheit angelehnt: den Fall Josef Fritzl. Ich hatte vor dem Buch einige Podcast-Folgen zu diesem Kriminalfall gehört und finde, dass Emma Donoghue daraus eine außergewöhnliche Geschichte gemacht hat. "Raum" ist verstörend, heftig und nicht leicht zu verarbeiten. Ich denke nicht, dass das Buch für alle geeignet ist, wenn ihr euch durch das Thema aber nicht getriggert fühlt, kann ich nur eine riesen Empfehlung für diese ungewöhnliche und berührende Lektüre aussprechen. Sie wird mich so schnell nicht mehr los lassen.

  5. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 10 (ISBN: 9783764531027)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 10

     (690)
    Aktuelle Rezension von: Jujuliebtihrebabe

    Langsam schwirrt mir der Kopf. Es passiert so viel, Schlag auf Schlag. Doch mein Herz blutet für Dany. Sie liebt ihren Dario und ich bin ebenfalls ganz vernarrt in ihm. Doch sie braucht einen Verbündeten und ein einfacher Söldner kann nicht ihr König werden. Die Entscheidung fällt ihr nicht leicht und wird ihr auch nicht leicht gemacht. Dann muss sie sich auch noch mit den Söhnen der Harpyie zu tun. Langsam spitzt sich die Lage an der Mauer zusammen und Jon steht vor großen Entscheidungen. Ich kann mich nur wiederholen, lest das Buch!! 

  6. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783446256552)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (288)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Wenn man ein Ding war - ein Karen, ein Pferd oder ein Sklave -, bestimmte der Wert, den man besaß, die Möglichkeiten, die man hatte.<<
    "Underground Railroad" von Colson Whitehead war für mich ein Buch, das mir wirklich unter die Haut ging. Wie gewohnt vom Autor kühl, schnörkellos und mit einer gewissen Distanziertheit wird hier die Sklaverei im Land der vermeidlichen Freiheit eindringlich und sehr realistisch gezeigt.
    Ich war viele Male schockiert, tief traurig, über alle Maßen wütend und werde an diese Geschichte sicher noch lange denken und mitunter zu knacken haben.
    Fazit: Sehr lesenswert, allein thematisch sollte man vielleicht mal einen näheren Blick auf das Buch riskieren.

  7. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

    Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork  Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das  Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

    Die Charaktere  finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

    Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

    Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

  8. Cover des Buches Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern (ISBN: 9783841440105)
    Vic James

    Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

     (211)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen mit ihrem „Geschick“, mit welchen Sie Menschen manipulieren können, Gedanken löschen und verändern. Daneben die wenigen normalen Menschen.

     

    Jeder normale Bürger muss in seinem Leben diesen Schritt gehen. So auch die Familie von Luke.

    Die Eltern haben sich zum 10. Geburtstag der kleinen Schwester dazu entschieden, diese Zeit anzutreten. Denn seine Eltern haben der Meinung das es der perfekte Zeitpunkt ist. Seine jüngste Schwester kommt dann volljährig aus der Zeit raus. Er und seine Schwester sind dann in den Zwanzigern. Im Anschluss können sie dann endlich reisen und sich ein eigenes Haus leisten. Doch Luke hat recht, wenn er einwendet das beide bis dahin keinen Job erlernt haben und wovon sie sich ein Haus kaufen sollen. --- Hier fand ich die Entscheidung der Eltern nicht nachvollziehbar. Die jüngste Tochter ist 10!, die älteste hat gerade eine Zulassung zu einer Universität bekommen wo sie Medizin studieren kann. Nach der Sklavenzeit wird sie dies nicht mehr reinschaffen. Vor allem da es keine Altersgrenze nach oben gibt, diese Zeit abzuarbeiten. Ich hätte dann bis ins hohe Alter gewartet und mit 60+ das Ganze gemacht. Lieber im Alter in der Sklaverei sterben als vorher das Leben ruinieren.

     

    So hat Abigail organisiert das alle an die gleiche Stelle kommen. Zur schwerreichen und einflussreichen Familie Jardine. Doch alle kommen dahin außer Luke. Der kommt in die Fabrikstadt Millmoor. Dort heißt es sechs Tage die Woche arbeiten, Hunger haben, im Dreck legen und der Gefahr täglich zu sterben ausgesetzt sein. Doch er findet schnell Anschluss an eine Gruppe von Menschen welche im Untergrund arbeiten und mit Hilfe von Freunden in der Politik das System der Sklaverei stürzen wollen.

     

    Neben diesen beiden Spielstädten lesen wir in manchen Kapiteln aus der Sicht der Familienmitglieder der Jardines. Sowie auch weiteren Personen welche in der Politik unterwegs sind.  – Leider war es mir zu viel an Personen. Zu viele Namen, zu viele Verbindungen und stellenweise waren gerade dies die ermüdensten Kapitel gewesen.

     

    Was haben wir nun: Die Sklaverei. Die Opfer dieser. Die Befürworter dieser. Entscheidungen, Reaktionen, einen Kampf im Untergrund, einen offenen Kampf im Vordergrund. Alles in allem war für mich die Geschichte aber nicht rund gewesen. Es zieht sich, wirkt langweilig und verrät noch viel zu wenig.

    Wir erfahren schon noch das Luke eine Besonderheit für die Familie darstellt und es würde mich nicht wundern, wenn es sich am Ende noch herausstellen sollte das er nicht das leibliche Kind ist oder nur zur Hälfte und er Geschick hat. Alternativ ist er das Bild für die Revolution, ala Katniss Everdeen.

     

    Da ich den zweiten und dritten Teil noch im Schrank habe, werde ich diese noch lesen. Aber erst in ein paar Monaten.

  9. Cover des Buches Unsterblich - Tor der Dämmerung (ISBN: 9783453317116)
    Julie Kagawa

    Unsterblich - Tor der Dämmerung

     (554)
    Aktuelle Rezension von: NelliRB14

    Ich verstehe die Leute die sagen, dass die Geschichte sehr gut ist. Ich verstehe aber auch die, die gesagt haben, es sei nur eine weiter Vampirgeschichte. Schon am Anfang muss gesagt werden, dass der Text auf dem Buchrücken gefühlt nicht sehr viel mit dem tatsächlichen Inhalt des Buches zu tun hat. 

    Es spielt in der Zukunft nach einer weltweiten Epidemie. Die Vampire haben Vampirstädte gegründet, um den letzten überlebenden Menschen Sicherheit zu gewähren. Allie lebt in einer solchen Stadt. In dem Buch geht es aber mehr darum was sich außerhalb ihrer Vampirstadt befindet und nicht was sich darin befindet. 


    Es gab für mich viele Hochs und Tiefs beim Lesen, ich musste dauernd meine Meinung über was Buch ändern.

    Der Anfang war sehr fesselnd geschrieben, ich hatte sehr hohe Erwartungen. Ungefähr nach 100 Seiten ging´s dann aber schnell bergab. Ich dachte auch nur noch "Ist ja wirklich nur ne weitere Vampirgeschichte" und wollte fast abbrechen. Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe, denn es ging wieder bergauf. Die Handlung nahm wieder einen kleinen Umschwung und ich war gespannt in welche Richtung es gehen würde. Mit dem Ende des Buches war ich mehr als zufrieden und freue mich schon, das Zweite zu lesen. 

    Es lohnt sich auf jeden Fall weiter zu lesen! 

  10. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Thrillerfan23

    INHALT:

    Sehr unglückliche Kindheit. Adoptivtochter. Brünhilde. Aufgewachsen im Bestattungsinstitut. Täglich Leichen versorgen. Soll Nachfolgerin werden. Brünhilde. Urlaub auf dem Boot mit Eltern. Unglück! Brünhilde. 

    Retter ein gewisser Mark. Blum. Alles wird gut!

    Glückliche Familie. Blum. Unfall. Kinder. Nie wieder wir alles gut. Blum. 

    MEINE MEINUNG: 

    WOW! Hammerwerk! Sehr gefühlvoller Schreibstil! Top! A la Aichner. Sehr  ausdrucksstarke, sympathische/unsympathische Charaktere. Der Plot eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aichner. Sätze kurz prägnant, aussagekräftig. Aichner. Recherche 1a als hätte er alles live erlebt. Aichner. 

    Absoluter Pageturner! Aichner. Permanentes gruselfeeling. Schauplätze atmosphärisch Klasse. Aichner.

    FAZIT: 

    Wieder mal ein sehr starker und gut recherchierter Thriller. Aichner. Ich hatte das Gefühl, dass er versucht, alles selbst zu erleben. Wobei ich las, dass er sogar ein Praktikum in einem Bestattungsinstitut absolviert hat, um präzise Beschreibungen machen zu können. Gelungen. Aichner. Okay, es gibt sehr viele Leichen.....

    Thriller mit viel thrill. 

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!Ich vergebe 🌟🌟🌟🌟🌟/5



  11. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (932)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  12. Cover des Buches The Bone Season - Die Träumerin (ISBN: 9783833309328)
    Samantha Shannon

    The Bone Season - Die Träumerin

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Paige ist eine Traumwandlerin Sie kann in die Traumlandschaften anderer eindringen und diese auskundschaften. Sie führt jedoch ein Doppelleben, den alle Seher werden eingefangen, wenn ihre wahre Identität aufgedeckt wird. Page wird als Ganovenbraut von Sektor 1.4 zur Kämpferin ausgebildet. Als eines Tages bei einem Unfall ihr Talent gelüftet wird, wird sie gefangen genommen und in eine fremde Welt gebracht. In dieser Welt herrschen die Repaihm, sie soll einem dienen, nur sind diese Wesen und ihrer Hintergedanken für sie ein Rätsel zum einen anziehend zum anderen abstossend…
    Zu Beginn ist es relativ verwirrend, da sehr viele Informationen kommen. Die Schreibweise war Gewöhnungsbedürftig...Nach 100 Seiten war ich in der Geschichte und hatte ein wenig den dreh raus...Die Spannung hält sich gut, wobei vieles Nebensächliches passiert und die Geschichte geht nur langsam voran, trotzdem war es interessant mehr über Page und die Rephaim zu lesen und ich bin gespannt wie es weiter geht, da das Ende so offen war.
    Das Buch wird nur aus Sicht von der Protagonistin geschrieben, diese hat einen taffen Charakter und hatte ihren Status als Ganovenbraut gemocht aber nie missbraucht. Ich mochte die Sturheit und ihre Gedanken haben mich teilweise an mich erinnert...
     

    Die Geschichte war im ganzen ganz ok...Für die die bereits Erfahrung mit Fantasy haben denn es sind sehr viele Informationen und Nebensächliche sowie ungewohnte Benennungen von Seher etc.

  13. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (504)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  14. Cover des Buches Dark Destiny (ISBN: 9783839001455)
    Jennifer Benkau

    Dark Destiny

     (431)
    Aktuelle Rezension von: divergent

    Ich habe Band eins; "Dark Canopy" richtig gerne gelesen und fand die Welt,die die Autorin hier geschaffen hat wirklich sehr spannend beschrieben. Auf Band zwei war ich also echt gespannt und habe mich auch tierisch auf diesen gefreut. Leider muss ich aber sagen bzw schreiben,dass dieser Band leider etwas schwächer als der Teil zuvor war.Die Geschichte knüpft zwar direkt an die Geschehnisse der Geschichte von Teil eins an, aber ich fand die Story hier irgendwie nicht immer ganz so spannend zu lesen.Für mich hat sich die Geschichte öfters etwas gezogen.Das Ende hat mich überrascht und enttäuscht zugleich.
    Ich finde,man hätte dieses Ende (keine Sorge,ich werde es hier nicht spoilern) einfach nicht gebraucht. Es hat mir auch (wie man anderen schon) diese Dilogie etwas kaputt gemacht. Etwas ähnliches ist mir zuletzt,vor einigen Jahren,bei der Divergent aka Die Bestimmung-Trilogie auch schon wiederfahren.

  15. Cover des Buches Tears of Tess - Buch 1 (ISBN: 9783865526168)
    Pepper Winters

    Tears of Tess - Buch 1

     (147)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Ich bin ein bisschen Zwiegespalten was die Geschichte von Tess angeht. Ob man ein so schwieriges und leider auch reeles Thema so verpacken sollte? Tess wird zu Beginn als wahnsinnig taffe junge Frau hingestellt, die sich nichts gefallen lässt, die ein schwieriges Leben hatte, was inzwischen aber gut läuft und bis auf die sexuellen Fantasien, die sie mit ihrem Freund nicht ausleben kann, geht es ihr gut. Im Verlauf der Geschichte stehen dann genau diese Fantasien über allem. Vor allem zu Beginn des Buches kam es mir so vor, als würde das Thema Menschenhandel hier doch sehr verharmlost. Bis auf diese Tatsache gefiel mir ihre Geschichte eigentlich ganz gut und auch den Schreibstil fand ich sehr gut. Letztendlich ist es so das typische Klischee: Bad Boy und junges Ding treffen aufeinander, was dann irgendwie in einer Geschichte verpackt wird. Im großen und ganzen ok, aber wie gesagt, ein bisschen Zwiegespalten bin ich trotzdem. Die zweite Hälfte des Buches und auch die Auflösung fand ich dann wiederum sehr gut, deswegen werde ich die Geschichte von Tess auf jeden Fall weiterverfolgen.


  16. Cover des Buches Godspeed - Die Ankunft (ISBN: 9783841502537)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Ankunft

     (430)
    Aktuelle Rezension von: jujumaus

    Das letzte Buch der "Godspeed"-Reihe knüpft direkt an den zweiten Teil an, als hätte es keine Pause gegeben. Wir befinden uns in derselben Szene, wodurch der Einstieg in dieses Buch mehr als leicht fällt.

    Nach dem ewigen hin und her im zweiten Buch, ob auf dem neuen Planeten nun gelandet werden soll oder nicht, befinden wir uns in diesem Teil nun endlich dort (wie auch der Titel vermuten lässt...).

    Insgesamt ist das Buch unglaublich spannend. Die Gefahren, die auf dem neuen Planeten lauern, sind beim Lesen permanent spürbar und man fragt sich die ganze Zeit, was dahinter steckt. Die Auflösung des Ganzen war letztendlich leider doch eher unspektakulär, aber dennoch hat es die gesamte Geschichte gut abgerundet, sodass dieses Buch ein toller Abschluss der gesamten Serie war.

  17. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  18. Cover des Buches Die Frauen von Salaga (ISBN: 9783453292192)
    Ayesha Harruna Attah

    Die Frauen von Salaga

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Buch ist vom Cover sehr schön gestaltet worden, auch wenn die Geschichte etwas tiefgründiger geht. Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben  und sehr fesselnd. Ich habe das Buch in einem durchgelese. Es geht um die beiden Frauen Aminah und Wurche, die komplett verschieden sind und doch gleich. Hört sich komisch an, aber ist so. Müsst ihr einfach lesen. Von Anfang an kommt man gut in die Geschichte hinein. Die Protagonistinen waren am Anfang etwas kühl, später waren sie mir sehr sympathisch. Das ist eine wahre Geschichte, tolles Buch.

  19. Cover des Buches Ein Hauch von Schicksal (ISBN: 9783959910675)
    Lara Wegner

    Ein Hauch von Schicksal

     (84)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung

    Ein Buch in das ich mich wegen diesem wunderschönen Cover und dem klassen Klappentext verliebt habe. Leider liegt es schon lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher, doch nun endlich habe ich es geschafft.

    Die Autorin war mir unbekannt doch ist der Schreibstiel gut. Man kann der Geschichte gut folgen, auch wenn mir diese ab ca. der Hälfte des Buches, garnichtmehr so gut gefallen hat.

    Grace die ihr jetziges Leben einfach nur noch Ätzend findet wünscht sich ein anderes. Als dies dann auch noch Geschieht ist sie erst einmal total überfordert. Denn statt ihre Besuche beim Psychiater, das herumschlagen mit ihrer Liebenswerten Haushaltshilfe und ihrem Vormund, soll sie plötzlich in der Vergangenheit verheiratet werden.

    Der Anfang des Buches startet einfach klasse. Ich mochte Graces ihre Gedanken und ihre Schlagfertigkeit. Ihre inneren Monologe und ihre Gespräche sind einfach genial. Sie ist sarkastisch und das lies mich oft lachen. Auch wenn ihre Situation noch so verzwickt ist, hatte sie einen Spruch parat.

    So auch als sie in der Vergangenheit landet. Ich mochte es sehr das sie nicht so verängstigt wirkte und buchstäblich das nahm was sie wollte. Selbst wenn es dann eben ein Pirat ist. Das Abenteuer auf See hat mir ziemlich gut gefallen. Es war spannend und romantisch und ich dachte WIRKLICH das zieht sich so durchs ganze Buch. Auch hätte ich in Sachen “Steine im Weg“ bei der Beziehung wohl eher auf das Drama einer Kontrahentin  getippt, wofür es ja auch Anzeichen gab.  Es kam jedoch anders und das Thema nahm nur noch eine Nebenrolle ein die für noch ein paar Seiten mehr sorgten.

    Ab ca. Seite 130 hat das Buch an Humor verloren. Die Entführung der Piraten auf eine Plantage nahm dann alles ein. Es fing an, Langatmig zu werden, da man sich ständig im Kreis drehte und dann kam der Punkt der mich das Buch hätte fast abbrechen lassen. Es wurde brutaler und der Höhepunkt  war dann die Vergewaltigung von Grace. Vorbei war es mit dem Lustigen. Ich hab nur noch quer Beet gelesen, weil ich das Buch trotzdem irgendwie beenden wollte.

    Ich bin einfach geschockt gewesen wie aus so einer anfänglich humorvollen Geschichte, die eine Leichtigkeit hatte, so etwas brutales wurde. Klar, Grace zustand am Anfang ist auch ein ernstzunehmendes Thema, mit ihrer Trauer um die Familie usw. Doch fing sie an den Prozess zu verarbeiten und der Teil wäre schon Drama genug für das ganze Buch gewesen. Dann diese plötzliche Brutalität die sich schleichend angekündigt hat, war dann doch eine zu krasse Wendung. Ich hatte während der ganzen Zeit eigentlich gedacht, dass beide einfach fliehen und die Geschichte zu einem andern Schauplatz Wandert, da beide davor auch nie allzu lange an einem Ort gewesen sind.

    Das Ende sollte dann wohl eine Art Happy End sein, was mir so nicht zusagte. Einzig gutes ist es gewesen das Grace ihr Gegenpart, also die Dame dessen Platz sie eingenommen hat, auch noch ein paar Zeilen bekommen hat.

     

    Fazit

    Ein Buch das wirklich stark gestartet hat. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und fand es humorvoll und spannend. Leider schlich sich immer mehr Brutalität hinein und die Vergewaltigung der Protagonistin nahm all meine Begeisterung mit sich. Daher nur 2 Sterne von mir.

  20. Cover des Buches Als wir uns die Welt versprachen (ISBN: 9783810500090)
    Romina Casagrande

    Als wir uns die Welt versprachen

     (153)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    Da ich aus Schwaben stamme, ist das Schicksal der „Schwabenkinder“ für mich seit frühester Kindheit ein stets wiederkehrendes Thema, sei es in Film- oder Buchform oder durch Besuche in Freilichtmuseen, die das Thema aufgreifen. Daher habe ich mich auf das Buch „Als wir uns die Welt versprachen“ von Romina Casagrande gefreut. Allerdings konnte mich der Roman nicht wirklich begeistern. Die Passagen, in denen sich Edna an ihre Zeit in Schwaben erinnert, fand ich sehr gut und authentisch, die haben mich tief berührt. Der Rest der Geschichte war für mich bloßes, manchmal sogar störendes, Beiwerk, unrealistisch und klischeehaft, aber nett geschrieben.

    Edna ist inzwischen fast 90 Jahre alt und teilt sich ihr Leben mit dem Papageien Emil. Obwohl sie in Tirol lebt, liest sie den deutschen „Stern“ und findet (welch ein Zufall) einen Artikel über einen Freund aus ihrer Zeit als Schwabenkind in Deutschland. Kurzerhand packt sie Emil in eine Kiste und die nötigsten Dinge für sich selbst ein und macht sich zu Fuß auf den Weg nach Ravensburg. Anhand einer uralten Karte möchte sie denselben Weg noch einmal gehen, den sie vor über 75 Jahren schon einmal gegangen ist – quer über die Alpen. Ihr Ziel ist es, ihren Freund Jacob in Ravensburg zu besuchen und ein fast 80 Jahre altes Versprechen einzulösen. Es ist für die hochbetagte Dame ein weiter Weg ins Unbekannte, ohne Plan und mit wenig Geld, dafür mit  viel (unfreiwilligem) Witz und Optimismus.

    Unterwegs trifft Edna ein buntes Potpourri an verschiedensten Menschen (unter anderem einen Motorradrocker, eine Schamanin und einen Homosexuellen), denen sie allen zuerst mit Misstrauen begegnet, sehr schnell aber merkt, dass ihr alle wohlgesonnen sind und jeder ihr helfen will. Und da war ich aus der Geschichte auch schon irgendwie raus, denn obwohl die Erinnerungen an die Schwabenkind-Zeit in Ednas Erinnerungsfetzen wirklich gut beschrieben sind, ist der „Jetzt“-Erzählstrang Geschichte für mich schlicht überzogen.  Ausnahmslos alle, die Edna trifft, sind tief in ihrem Inneren gut und hilfreich. Obwohl sie ihren Umhang samt einem Großteil ihres Geldes irgendwo vergisst, geht sie weiter und schreibt das Verlorene einfach ab. Die Naivität und Planlosigkeit in Relation zu ihrem Alter und ihrer nicht wirklich vorhandenen körperlichen Fitness und Belastbarkeit brachten mich an den Stellen eher zum Kopfschütteln, denn zum Schmunzeln und manches habe ich quer gelesen, da sich vieles wiederholt und viele Passagen für mich zunehmend langweilig und langatmig wurden.

    Der „Vergangenheits“-Handlungsstrang hingegen hat mich wirklich berührt und gefesselt. Ihr Leben und Leiden auf dem Hof und vor allem die enge Verbindung zu Jacob, der sie „Zimperliese“ nennt und ihr hilft, das harte Leben in der Fremde besser zu ertragen, hat mich wirklich bewegt. Wieso sie allerdings nie nach dem Freund gesucht hat, nachdem sie durch den Zweiten Weltkrieg getrennt wurden, ist mir ein Rätsel. Da musste der Zufall nachhelfen. Und leider erfährt man als Leser auch nicht, was die beiden in den vielen Jahren gemacht haben, das hätte mich wirklich interessiert, auf jeden Fall mehr als das, was die Autorin zwischendurch über Ednas helfende Hand Adele und deren Familie erzählt, denn das trägt nun wirklich gar nichts zur Geschichte bei.

    Sprachlich ist das Buch eher einfach gehalten und flott zu lesen. Den Charakteren stehe ich eher ambivalent gegenüber. Edna finde ich beispielsweise zwar interessant und stark, aber ihre Naivität und Planlosigkeit gingen mir zunehmend auf die Nerven. Die Geschichte an sich fand ich viel zu konstruiert und alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen, zu viel langatmige Nebenhandlung trifft auf zu wenig konkrete Haupt-Handlung. Insgesamt fand ich, dass das Buch dem Klappentext absolut nicht gerecht wird, daher vergebe ich für die gute Umsetzung des „Vergangenheits-Erzählstrangs“ drei Sterne. Wer zum Thema Schwabenkinder aber wirkliche Informationen sucht, ist mit dem Buch meiner Meinung nach nicht gut bedient.

  21. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (673)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

  22. Cover des Buches Der Keller (ISBN: 9783442484324)
    Minette Walters

    Der Keller

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Nathaly_Schluttenhofer

    Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ...

    Der Klappentext war super ansprechend für mich und ich dachte es ist ein Thriller der unter die Haut geht. Leider war dem gar nicht so.

    Die Situationen waren sehr detailliert, jedoch auch oft sehr verschachtelt, das sie immer ewig lang waren + sie auch einfach kaum ein Ende fanden. Es wurde oft wörtliche Rede gekennzeichnet, ganz oft jedoch nicht und dann wusste ich leider nie, wer es gesagt hat und wer nicht. Auch war es super schwer rauszufinden wer jetzt mit wem spricht, das wurde immer erst ersichtlich wenn der Satz zu Ende war. 


    Die Sprache war verständlich und hatte nur wenige Fremdwörter. Das war super, den so war es leicht verständlich und es war einfach zu lesen. Die Kapitel hatten auch eine angemessene Länge, so das es auch kein Problem war ein Kapitel noch fertig zu lesen. 

    Für mich war es nicht verständlich, wieso es immer um Dämonen und Teufel geredet wurde. Leider wurde es auch am Ende nicht aufgeklärt, sondern einfach offen gelassen. Weiterhin wurden oft Schimpfwörter über Farbige gesagt, welche für mich nicht in so ein Buch gehören. Das hat es leider super unsympathisch gemacht, weil wir leben in einer Welt wo sowas nicht mehr gesagt gehört. 

    Wiederum hat mir gefallen, das gegen Ende doch noch erklärt wurde, wie sie zur Familie gekommen ist und wie die "Tante" es angestellt hat. Auch wenn es recht plump war, war es gut, das es erklärt wurde. Leider war es dann am Ende so, das es viele offene Fragen gab, welche einfach nicht beantwortet wurden und der Leser leider einen Cliffhanger vom feinsten hat. 

    Für mich leider kein "Thriller" wie ich es mir vorstelle. 

  23. Cover des Buches Kings & Fools (ISBN: 9783958820708)
    Natalie Matt

    Kings & Fools

     (98)
    Aktuelle Rezension von: AnonymerWombat
  24. Cover des Buches Faunblut (ISBN: 9783570308479)
    Nina Blazon

    Faunblut

     (1.602)
    Aktuelle Rezension von: AnnemarieBlenk

    Ich weiß noch, als ich mir dieses Buch mit dem hübschen Cover im Buchladen um die Ecke gekauft hatte und bereits am nächsten Tag damit durch war. Dies war auf die Faszination zurückzuführen, die mich ergriff, als ich die unglaublich aufregende Welt von Nina Blazon kennenlernte. Die Hauptfiguren Jade und Faun waren mir auf Anhieb sympathisch und ich bekam Hunger auf mehr. Die Menschen und Wesen, die sich in der Welt bewegen, werden so eindringlich beschrieben, dass der Leser jede Handlung und Entscheidung nachvollziehen kann. Richtig überzeugend schaffen das nur wenige Autoren. 


    Die Autorin weiß ebenfalls gekonnt  Romantik mit Abenteuer und Fantasy zu verbinden und hat somit eine Geschichte erschaffen, die keiner anderen gleicht. Natürlich erinnert die Dreiecksbeziehung zwischen Jade, Faun und Martyn leicht an die Twilight-saga, wie viele Kritiker bemerkten, dennoch weiß Jade genau, was sie will und ist eine viel stärkere Persönlichkeit als Bella. 


    Lange wartete ich auf eine Fortsetzung. Diese kam so nicht, aber "Ascheherz", "Der Dunkle Kuss der Sterne" und "Der Winter der Schwarzen Rosen" sowie "Rabenherz und Eismund" der Autorin spielen in der gleichen "Faunblut-Welt". Bis auf das letzte Buch, konnten mich auch alle übrigen überzeugen. =) 

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