Bücher mit dem Tag "skuril"
24 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.953)Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue"Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."
Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.
Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde.
Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(972)Aktuelle Rezension von: Uli_Black„Was man von hier aus sehen kann“ ist eines dieser seltenen Bücher, die leise daherkommen und einen dann vollkommen einnehmen. Schon die Ausgangsidee ist wunderbar eigenwillig: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurz darauf jemand im Dorf. Kein Horror, kein Kitsch – sondern ein poetischer Vorbote, der das ganze Leben der Menschen in Bewegung setzt.
Mariana Leky erzählt mit einer Wärme und Sanftheit, die sofort berührt. Ihre Figuren sind schrullig, verletzlich, liebenswert und erstaunlich echt. Man hat das Gefühl, sie alle zu kennen: die Großmutter Selma mit ihrer ruhigen Weisheit, Luise mit ihrem wachen Blick auf die Welt, Martin mit seinem Schweigen, das mehr sagt als tausend Worte. Dieses Dorf lebt – nicht laut, sondern mit einem leisen, tiefen Puls.
Was das Buch so besonders macht, ist sein Ton. Leky schreibt mit Humor, aber nie oberflächlich; mit Melancholie, aber ohne Schwere. Sie schafft es, über große Themen zu sprechen – Tod, Liebe, Angst, Verpassen und Bleiben – und dabei eine Leichtigkeit zu bewahren, die tröstet. Das Okapi wird dabei zu einem Symbol für all das, was wir ahnen, aber nicht kontrollieren können.
Die Sprache ist klar, bildhaft und voller kleiner Wahrheiten, die einen unvermittelt treffen. Viele Sätze möchte man sich anstreichen, nicht weil sie klug wirken wollen, sondern weil sie etwas auf den Punkt bringen, das man selbst schon einmal gefühlt hat.
„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman über das Leben selbst: über das Warten, das Lieben, das Loslassen und darüber, wie wichtig es ist, im richtigen Moment stehen zu bleiben und hinzusehen. Ein warmes, kluges, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nach dem Zuklappen noch lange mit sich herumträgt.
- Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.295)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerPer Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams ist pures Chaos und genau das meine ich im besten Sinne. Der Humor ist schräg, trocken und oft völlig unerwartet. Man stolpert von einer verrückten Idee in die nächste und muss ständig schmunzeln oder laut lachen. Die berühmte 42 steht dabei fast sinnbildlich für den ganzen Wahnsinn dieser Reise. Trotz all der Absurdität steckt auch ein kleiner Gedanke über das Leben und das Universum dahinter. Für mich ist es ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt.
- Rita Falk
Dampfnudelblues
(703)Aktuelle Rezension von: ZamsWie auch beim ersten Teil bin ich froh, die Filme gesehen zu haben, sonst hätte ich mir wegen so mancher fehlenden Beschreibung wahrscheinlich einiges weniger vorstellen können.
Ich dachte schon, es geht bergauf mit diesem Teil, der Schreibstil ist etwas detailierter geworden im Vergleich zum ersten, und die Szene hatten generell etwas mehr Tiefe finde ich (nicht zu verwechseln mit Tiefgang). Eberhofer leistete meiner Meinung nach auch weniger schlechte Polizeiarbeit im Vergleich, dafür ist der Rassismuss sehr dick aufgetragen, noch mehr als zuvor. Und ja, das ist zwar eventuell realitätsgetreu, gefällt mir aber trotzdem nicht. - William Ritter
Jackaby
(206)Aktuelle Rezension von: GotjeIch habe das Buch schon geliebt, als ich es mit 15 das erste Mal gelesen habe und als ich es jetzt ein zweites Mal gelesen habe, habe ich es immer noch geliebt. Es ist das perfekte Fantasy Cozy Crime Buch. Es ist lustig, cozy, vibey und dabei trotzdem spannend, ich habe gefühlt auf fast jeder Seite etwas markiert, und das, obwohl ich normalerweise nicht viel markiere. Jackaby ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich tatsächlich traurig bin, wenn es zu Ende ist, weil ich diese ganze Welt, diesen ganzen Vibe einfach so sehr liebe und es nicht erwarten kann, wieder einzutauchen. Defintiv eines der besten, unterhaltsamsten Bücher, die ich je gelesen habe
- Lars Simon
Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
(162)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerInhalt:
Lennart Malmkvist hat eigentlich ein tolles Leben. Er hat einen super Job und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch innerhalb kurzer Zeit ändert es sich schlagartig. Sein Nachbar Buri Bolmen, Besitzer eines Zauber-und Scherzartikelladens kommt ums Leben. Ausgerechnet Lennart soll sich um den Laden samt Mops Bölthorn kümmern. Außer das Buri sein Nachbar war, hatte Lennart nichts weiter mit ihm zu tun. Als er bei einem wichtigen Meeting patzt und so seinen Job verliert, beschließt er dem Wunsch seines Nachbars nachzukommen und dessen Erbe anzutreten. Doch er weiß noch nicht auf was er sich da eingelassen hat und welche verrückten Zeiten ihm noch bevorstehen…
Meinung:
Das Cover und der Titel haben mich dazu bewogen das Buch zu kaufen. Denn der Mops hat mich magisch angezogen. Was soll ich sagen, das Buch ist auch wahrhaft magisch. Und so amüsant. Es hat meinen Geschmack voll getroffen.
Mit dem Schreibstil bin ich gut zurechtgekommen, die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Der Humor hat mir auch sehr gut gefallen. Mein Highlight ist ganz klar der Mops Bölthorn. Den habe ich direkt ins Herz geschlossen. Lennart war mir zu Beginn nicht sooo sympathisch, was sich aber dann doch recht schnell geändert hat. Alle Charaktere sind irgendwie schräg und haben so ihre Eigenheiten.
Wer hat Buri Bolmen umgebracht und aus welchem Grund? Diese Fragen stellen sich dem Leser und man rätselt mit. Ich hatte jemanden in Verdacht, lag aber nicht richtig. Was mir wiederum einen Überraschungsmoment beschert hat ;)
Mir hat die Atmosphäre dieses Buches einfach sehr gut gefallen. Es ist stellenweise etwas unheimlich, vor allem wenn der Leierkastenmann plötzlich auftaucht. Da konnte ich die Musik förmlich hören. Das der Mops bei Gewitter sprechen kann, finde ich eine super Idee und hat immer wieder für amüsante Situationen gesorgt.
Ich habe hier nichts zu bemängeln und kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.
Fazit:
Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt. Wer magische und verrückte Bücher liebt, sollte hier unbedingt zugreifen!
©_Sahara_
- Antonia Michaelis
Mr. Widows Katzenverleih
(64)Aktuelle Rezension von: Power-ReaderMr. Widow verleiht seine vielen Katzen regelmäßig an Menschen, die sie dringender brauchen: schüchterne Verliebte, einsame betagte Damen, Künstler in der Schaffenskrise, Scheidungskinder - seine Kundengruppen sind vielfältig.
Als er 'Nancy Müller' in einer Mülltonne findet, nimmt er auch sie bei sich auf, ohne ihre Vergangenheit zu kennen. Doch genau die wird ihnen noch gefährlich ...
Den Schreibstil des Buches muss man mögen, ebenso wie die teilweisen Gedankensprünge. Zwischendurch wurden viele Fragen unbeantwortet gelassen, sodass man sich vollkommen auf die Geschichte einlassen musste und sich erst am Ende eine Antwort erlauben durfte.
Das Buch war lustig, spannend, verrückt und hat trotzdem wichtige zwischenmenschliche Probleme angesprochen. Wenn man zwischen den Zeilen liest auch nicht nur etwas für Katzenfans.
Ich habs geliebt!
- Ewald Arenz
Herr Müller, die verrückte Katze und Gott (Erfolgsausgabe)
(59)Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks… die Hölle los, wenn die seit Äonen gut strukturierte Ordnung des Universums aus dem Gleichgewicht gerät: Klaus Müller, Familienvater und Schauspieler, wird ein verhängnisvoller Fehltritt zum Verhängnis. Versehentlich tritt er auf das Skateboard seiner Tochter Helena und stürzt aus dem Fenster eines Hochhauses in den Tod – genau auf die Trennlinie zwischen Himmel und Hölle des gleichnamigen auf die Straße gekreideten Spiels eines kleinen Mädchens, welches sich nach kurzem Schock schnell mit Gummibärchen ablenken lässt: Ein interessanter Einstieg in die Geschichte, denn diese kurze Szene gibt schon einen Überblick über die folgenden Geschehnisse.
Klaus Müller ebenso wie Otto Normalverbraucher als austauschbarer Stereotyp, der uns mit solchem Namen als geschiedener Vater und mittelmäßig erfolgreich im Job des Öfteren über den Weg läuft. Doch gerade die Seele dieses Mannes sorgt für ein unvergleichliches Chaos, denn sie steigt nach dem Tod nicht in den Himmel auf, um, in der „Waschmaschine“ von allen Erinnerungen und Erfahrungen des irdischen Daseins befreit, zu reinkarnieren. Seine Seele ist verschwunden und der diensthabende Erzengel Jehudi begreift schnell, dass die göttliche Ordnung des Universums in Gefahr ist und die Apokalypse droht.
Ohne sich selbst zu ernst zu nehmen, entwirft Arenz ein urkomisches Szenario. Gekonnt greift er religiöse Themen auf, vermischt unterschiedliche Glaubensrichtungen, um diese vor Sarkasmus und Wortwitz triefend als schließlich doch Einerlei zu präsentieren. Unter dem Leitsatz „im Jenseits sind wir alle gleich“ strömen die Seelen Verstorbener in den Himmel und die himmlische Herrschaft versucht, diesem Ansturm – gleich dem Trubel auf dem Frankfurter Flughafen - gerecht zu werden. Und während so manche Seele, immer im Gewand ihres letzten irdischen Daseins, eine umfangreiche Verwaltung inklusive Buchführung im obersten Geschoss des Spiegel-Hochhauses in Hamburg am Laufen hält, verzweifeln angesichts Müllers Schicksals und den drohenden Folgen höhere Wesen wie Jehudi und brauchen schon mal einen Gin Tonic. Martin Luther am PC, ein Gott, der unter dem Verdacht steht, dement zu sein, ein Erzengel mit negativen Gedanken und ein Dämonenfürst mit guten Absichten: Hier ist alles vertreten, um mit Humor darauf hinzuweisen, dass nichts und niemand nur aus gut und schlecht, falsch oder richtig besteht und das die geballte Kraft benötigt wird, um wieder Ordnung ins Chaos zu bringen. Eine völlig bunt gemischte Truppe von Toten und Untoten macht sich auf, die Welt zu retten – eine unvergleichliches Abenteuer, zu dem ich mehr nicht verraten möchte.
Ein erfrischend anderer Arenz, der noch lange nachwirken wird!
- Zarah Philips
Lauter Leichen (Elli Gint und Oma Frieda ermitteln 1)
(39)Aktuelle Rezension von: twentytwoWenn der Exfreund unverhofft tot in Mutters Küche liegt, kann einem bei der unvorhergesehen erforderlichen Leichenbeseitigung schon einmal ein Missgeschick passieren. Wenn dann allerdings bei den anschließenden polizeilichen Ermittlungen, mehr oder weniger überraschend, weitere Leichen auftauchen, kann es schnell eng werden. Elli Gint, versucht zu retten was zu retten ist. Als sie dabei notgedrungen auf das vorhandene Familienpotential zugreift gerät, sie allerdings erst richtig vom Regen in die Traufe und ihr Untergang scheint absehbar. Doch entgegen diesen unerfreulichen Aussichten, scheint das Glück wenig später wieder auf ihrer Seite zu sein und die erfolgreiche Beseitigung der Altlasten in grünen Tüchern. Aber schlampige Arbeit rächt sich und so wird es gegen Ende doch noch ganz schön eng und sie muss mit dem Schlimmsten rechnen.
Fazit
Eine abgedrehte Story, die sich nach einem originellen Einstieg, als ziemlich unsinnige Klamauk-Geschichte entpuppt. - R.S. Belcher
Revolver Tarot
(21)Aktuelle Rezension von: LadySunnyDieses Buch hat mich zuerst durch sein Cover angesprochen und so habe ich eigentlich mit dem Lesen angefangen, ohne mich allzu sehr mit dem Klappentext zu beschäftigen. So war die Mischung verschiedener Genres in diesen Buch überraschend - aber auf eine gute Art und Weise. Das Cover und der Titel lassen zudem erahnen, dass wir uns im Wilden Western befinden, was wir tun. Revolver, Indianer, Pferde, Gauner, Silberminenarbeiter - all diesen typischen Figuren begegnet man auch hier.In den ersten Kapiteln folgen wir Jim, einem Jungen, der von Zuhause flieht und schließlich in einer Stadt namens Golgotha, am Rand der Vierzigmeilenwüste landet. Eigentlich nur als Zwischenhalt gedacht, wird die Stadt schnell zu etwas, das seinen ganz eigenen Charme - und Schrecken - verbreitet. Im Laufe der Handlung lernt man verschiedene Charaktere von Golgotha kennen, die nicht zuletzt mit kirchlichen / religiösen Hintergründen konfrontiert und hintermalt werden - die Geschichte befasst sich letzten Endes mit dem nahenden Weltuntergang, etwas, das ich so nicht erwartet hätte, aber auch etwas, das mich zunehmenden mehr in Beschlag nahm, sodass ich das Ende des Buches kaum abwarten könnte, um herauszufinden, ob die Guten oder doch die Bösen siegen.Das Buch ist spannend und gut geschrieben - einige wenige Rechtschreib-, Grammatik und / oder Flüchtigkeitsfehler sind den Editoren zwar durchgerutscht, was meinen Lesefluss manchmal beeinträchtigte, aber es waren keineswegs so viele, dass es mich wahnsinnig gestört hätte.Besonders gefallen haben mir tatsächlich die vielfältigen Charaktere, die man nach und nach besser kennenlernt, obgleich damit teilweise ein mächtiges Head-Hopping entstanden ist. Auch bei all der Hektik zum Schluss hätte ich einen strikteren PoV besser gefunden. Einige Figuren sind mir außerdem Figuren etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel Biqa. Dessen Wandlung bzw. Beweggründe zu dem zu werden, der er am Ende ist, kann ich nicht ganz verstehen / nachvollziehen…. Einiges wird aufgeklärt, aber grundsätzlich hätte ich mir mehr von seiner Zerrissenheit gewünscht. Er macht Dinge aus einem Grund heraus, auch weil er sich in der neuen Welt verliert, aber das erklärt, meiner Meinung nach, nicht alles, was er getan oder nicht getan hat.Auch hätte ich gerne erfahren, ob Jim jemals erfährt, was mit seiner Familie ist.Ab und an bin ich zudem über ein paar Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob man diese damals (im 19. Jahrhundert) bereits verwendet hätte …. so etwas wie "klinisch rein". Ist das nicht eher ein Begriff aus der Neuzeit?Teilweise hatte ich also das Gefühl, dass Fäden aufgenommen, versponnen und dann wieder von der Nadel gerutscht sind und dass es zu oft ein zu großes Head-Hopping gab, das es schwerer machte mit den einzelnen Figuren mitzufühlen. Aber grundlegend hat mir die Lektüre von "Revolver Tarot" sehr viel Spaß gemacht, ich habe mich gerne auf all die Facetten eingelassen, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle doch mehr Tiefgang gewünscht. In diesem Sinne gibt es von mir 4 von 5 Sternen.
- Charlie Human
Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town
(56)Aktuelle Rezension von: theatermenschMan muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch, aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen.Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen. - Franz Kafka
Franz Kafka "Der Proceß"
(20)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZu Beginn ging es mir ähnlich, wie einigen anderen hier im Netz. Kafka macht einem die Lektüre nicht leicht, ja ich hatte zeitweise das Gefühl, dass ich nie begreifen werde, was mir der Autor mit der Geschichte sagen will, was mich normalerweise ärgert. Doch Kafka ist schließlich ein Klassiker, oder? Also, tapfer weitergemacht... und siehe da, jetzt weiß ich was diesen Schriftsteller so besonders macht. Allmählich wurde mir die Verzweiflung bewusst, die die Hauptfigur angesichts seiner immer schlimmer werdenden Lage befällt. Tiefer und tiefer hat mich der Text in seinen Bann gezogen, verstört und mir wieder ein klein wenig Hoffnung verbreitet. Ein Wechselbad der Gefühle.
- Joseph Fink
Willkommen in Night Vale
(139)Aktuelle Rezension von: Schuby233"Willkommen in Night Vale" von Joseph Fink und Jeffrey Cranor ist ein Buch für diejenigen, die sich auf das Unerwartete einlassen können und wollen. Diese Geschichte ist definitiv nicht alltäglich und eher etwas für Fans von Sci-Fi und Mystery.
Die Autoren entwerfen in ihrem Buch eine Welt, die in jeder Hinsicht anders ist. Geister, Engel und Aliens gehören zum Alltag der Bewohner von Night Vale, einem kleinen Städtchen irgendwo in der amerikanischen Wüste. Und obwohl diese Welt so anders ist, hat sie doch etwas Vertrautes, fast Heimeliges.
Das Buch ist gut geschrieben, die Sprache ist fließend und die Beschreibungen sind lebendig. Aber die Art, wie die Geschichte erzählt wird, fand ich persönlich ein wenig anstrengend. Es war nicht immer leicht, der Handlung zu folgen, und manchmal musste ich Abschnitte mehrmals lesen, um wirklich zu verstehen, was vor sich ging.
Ich muss zugeben, dass dieses Buch nicht ganz mein Genre ist. Aber ich kann mir vorstellen, dass es Leser gibt, die es lieben werden. Wer auf der Suche nach etwas Einzigartigem ist und bereit ist, sich auf eine ungewöhnliche Erzählweise einzulassen, könnte hier genau das Richtige finden.
Insgesamt gebe ich "Willkommen in Night Vale" 2 von 5 Sternen. Es ist ein interessantes Buch, das sicherlich seine Leserschaft finden wird, auch wenn es nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
- E. T. A. Hoffmann
Klein Zaches, genannt Zinnober
(37)Aktuelle Rezension von: NosimiHoffmanns Märchen „Klein Zaches genannt Zinnober“ erzählt mit viel Humor, Ironie und einem Augenzwinkern die Geschichte des kleinen Wechselbalg Zaches, dem durch die magischen Kräfte der schönen Fee Rosabelverde ein besonderes Geschenk zu teil wird, aufgrund dessen er unverdienterweise zu vielen Ehrungen im Leben kommt. Doch da, wo einer über sein Fährigkeiten übervorteilt wird, muss ein anderer einstecken. Wo also Zaches gerühmt, geehrt und für die großartigen Worte und Taten gelobt wird, die andere in seiner Gegenwart vollbringen, werden die eigentlichen Dichter, Künstler und Wissenschaftler für ihr „Versagen“ gestraft. Wird ihnen am Ende Gerechtigkeit widerfahren?
Die Geschichte ist ein Märchen und Märchen haben eine Moral, die wir auch hier finden können. Für mich ist es eine Geschichte über das Streben nach Macht, die Eitelkeit und die Oberflächlichkeit, die am Ende ins Verderben führen. Bei Zinnobers Aufstieg heftet sich der Herr Mosch Terpin an seine Fersen, um von ihm zu profitieren und ebenfalls (unverdient) zu Rum und Ansehen zu kommen. Ob es sich auszahlt?
Auch ist es eine Geschichte über Obrigkeitshörigkeit und deren abstruse Auswüchse. Mit Wonne werden Geheimräte ernannt, Ordensräte einberufen, Hierarchien völlig ohne Bedeutung aufgestellt und Titel vergeben. Immer wieder liest man Gesellschaftskritik durch die Zeile!
Des Weiteren findet man eine ganz typische Kritik an der Industrialisierung, an der Wissenschaft, an der Aufklärung, die immer mehr Rätsel und Mythen der Natur erklärt und so entmystifiziert. So lässt Fürst Paphnutius per Dekret in seinem Land die Aufklärung einführen und die Feen und Magier im Land enteignen, ihre magischen Tiere zu Nutztieren umwidmen oder verspeisen und das magische Volk ins Land Dschinnistan deportieren. Und doch gelingt es der Fee Rosabelverde weiterhin versteckt im Land zu leben und ihren magischen Tätigkeiten nachzugehen.
Ein in der Spätromantik geschriebenes Werk kommt natürlich nicht ohne ein gewisses Maß an übertriebenem Schwärmen, ausufernder, innigsten Liebesbekundungen für die Angebetete, sowie einer sehr blumigen Sprache aus. Aber es passt hier genauso gut zum Gesamtkontext, wie die direkte Ansprache des „geliebten Lesers“.
Auch wenn mir die Lektüre das Märchen zu Beginn nicht leicht gefallen ist, da ich mir mit den Aussagen, die zu Klein Zaches getroffen wurden sehr schwer getan habe, fand ich das Buch im Verlauf deutlich besser, sehr unterhaltsam zu lesen, kurzweilig und unglaublich lustig. Wer es mit einer ordentlichen Portion Ironie und einem Augenzwinkern liest, dem wird das Märchen bestimmt gefallen. Und so hoffe ich auch Du, geliebter Leser, wirst an dem Märchen deine helle Freude haben! - Wolf Haas
Junger Mann
(69)Aktuelle Rezension von: Trishen77„Junger Mann“, das kann man direkt vorweg sagen, ist eine Wehmutsgeschichte, eine Geschichte über die Jugend, die erste Liebe. Es ist keine schlechte Geschichte, aber wer den wilden Wolf Haas kennt, den Haas von „Das Wetter vor 15 Jahren“ oder „Ausgebremst“ oder „Die Verteidigung der Missionarsstellung“, den Haas der schiefen Komik, dem wird dieses schöne Buch, trotz gewisser Schnörkel und dem ein oder anderen eigenwilligen Witz, doch allzu brav erscheinen.
Aber eins nach dem anderen, zunächst zum Inhalt: Haas junger Mann lebt Anfang der 70er Jahre in der Nähe des Deutschen Ecks in Österreich und jobbt bereits mit zwölf Jahren an einer Tankstelle. Oft frequentiert wird diese Tankstelle von Tscho, einem Lastwagenfahrer, der oft die Strecke bis hinunter nach Griechenland fährt und in seiner Freizeit an Autos herumschraubt, Totalschäden wieder auf Vordermann bringt. Tscho ignoriert den jungen Mann, den viele wegen seiner blonden Locken und seiner fülligen Figur nur „junges Fräulein“ nennen. Als der junge Mann aber zum ersten Mal Tschos neue Freundin Elsa erblickt, ist es um ihn geschehen – er will abnehmen und er will vor allem: Elsa …
Der in vielen anderen Büchern so originelle Haas gibt sich kaum Mühe, diesem schon oft gestrickten Plot einen eigenen Stempel aufzudrücken. All die üblichen Zutaten finden sich: leicht skurrile Figuren, Scham und Neugier des jungen Mannes, Anekdoten und Anekdötchen, schließlich eine Heldenreise, auf der sich das Erwachsenwerden einzustellen beginnt, ein dunkles Geheimnis, viel Hoffnung, viel Jugend.
Natürlich hat jeder Autor (und jede Autorin) das Recht auch so ein Buch zu schreiben, ein leichtes, aber nicht allzu leichtes Buch, einen harmlosen, aber berührenden Entwicklungsroman light. Weder wird die Fettleibigkeit des jungen Mannes über Gebühr thematisiert, noch gibt es sonst irgendwelche größeren Konflikte. Wäre mit diesem Wort nicht auch Verachtung verbunden, die dieses Buch nicht verdient hätte, könnte man es ganz einfach mit einem Adjektiv beschreiben: seicht.
Seicht nicht im Sinne von belanglos. Aber schon in dem Sinne: ohne Beißen und Stechen, ohne eine Spur wirklicher Tragik. Es ist eine heile Welt, die Haas da serviert, so sehr sie auch von kleinen Erschütterungen durchzogen ist. Diese Erschütterungen halten zwar den Plot in Bewegung, dringen aber nicht bis zu den Lesenden vor, die sich einfach in der schönen Spannung der Liebesgeschichte und der Abenteuergeschichte sonnen können. Warmherzig hat jemand darüber geschrieben – ja, das stimmt. Wem danach ist, wer ein solches Buch lesen will: Voila.
- Stefan Slupetzky
Der Fall des Lemming
(71)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEs war der erste Roman, den ich von Slupetzky gelesen habe. Ob es auch schon der letzte war, ist noch nicht ganz sicher. Ich tat mich schwer mit dem österreichischen Sprachgebrauch. Aber das war nur eine Seite.
Die Figur des Lemming ist widersprüchlich: ein von seinem Vorgesetzten klein gehaltener Kriminalbeamter, der nach Rauswurf bei einem Sicherheitsdienst auf eigene Faust ermittelt, weil er durch Verstrickungen und Zufälle in das Raster einer Mordermittlung gerät. Das eine Opfer ist ein ehemaliger Lehrer, der für sein faschistoides Verhalten wohlbekannt war, gegen den jedoch nichts unternommen worden ist von offizieller Seite. Ich meine, darin auch eine herbe Gesellschaftskritik zu erkennen. Die Menschen haben sich in Bequemlichkeiten eingerichtet, an denen sie aus eben diesem Grunde nicht rütteln, so lange sie nicht selbst betroffen sind.
Der überraschende Augenblick, der zur Lösung des Falls führt, wird vom Autor geschickt eingefädelt. Wobei das Ende die Frage nach der Gerechtigkeit weitgehend offen lässt.
Ein lesenswertes Buch, wenn man sich gern auf österreichische Befindlichkeiten einlässt.
- Stephan Bartels
Dicke Freunde
(68)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSimon hat es nicht leicht, im wahrsten Sinne. Seine Freundin betrügt ihm mit dem Fahrradkurier, er ist dreißig geworden und zu allem Überfluss, wirft seine Ex ihm vor, fett zu sein. Bei seinem Freund Hotte kann er erst mal einziehen. Hotte ist noch dicker als er und auch Single. Die beiden Freunde wollen etwas ändern, das Leben und vor allem sich selbst. Sie stürzen sich in einen Wahn aus Diäten, Sport, kuriosen Einfällen und immer auf der Suche nach der Liebe. Was ist der richtige Weg? Muss man überhaupt dünn sein um im Leben glücklich zu sein? Stephen Bartels ist ein super Buch gelungen. Man kann laut los lachen, mit leiden, findet zwei tolle neue Freunde und erlebt auch traurige und nachdenkliche Momente. Echt fett!
- Regina Schleheck
Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen - Die phantastischen Werke von Regina Schleheck
(2)Aktuelle Rezension von: GwynnyDies wird keine ganz normale Rezension – denn es geht hier um Kurzgeschichten – viele davon, alle in einem Buch. Zuerst bekommt Ihr ein paar Daten, dann geht es los ;) Ich hoffe sehr, Ihr bekommt so einen Einblick in das Gesamtwerk und die einzelnen Werke. Denn jedes ist wundervoll und verdient Beachtung!
KURZMEINUNG
Phantastische Kurzgeschichten mit viel Tiefgang, Schockelementen und Stoff zum Nachdenken - Krasser Stoff!
FAKTEN
Das Buch „Basilikumdrache und Schöpfungskrönchen“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von Regina Schleheck. Es ist erstmals am 30.05.2016 im Verlag In Farbe Und Bunt erschienen. Das Buch ist als Print und eBook erhältlich.
SCHREIBSTIL/ FORM
Ich bin überwältigt, verängstigt, belustigt und absolut davon überzeugt, das Regina Schleheck hier weitaus mehr macht, als bloß Geschichten zu erzählen. Metaphorisch, bildlich, teils ironisch und absolut genial verpackt – die Realität, ihre Schattenseiten, Abgründe und Schmunzel-Momente. Ich habe keine der 35 Geschichten lesen können, ohne danach kurz inne zu halten. Ich habe mir nach der ersten die Post-Its gegriffen und meinen Gedanken nach dem Lesen festgehalten. Für Euch vielleicht zunächst etwas kryptisch – doch lest dieses Kleinod und Ihr werdet mich bestimmt verstehen. Zumindest zum Teil ;) Sie hat hier so tief gegriffen und an die Oberfläche geholt, was tatsächlich da ist. Allzu oft gut versteckt und verwahrt in unseren dunklen Schubfächern. Oder sie beleuchtet Dinge aus einem ganz anderen Winkel – lässt mir Gänsehaut zurück und ein ungutes Gefühl in der Magengrube … Aber das ist nicht nur ok, sondern ich finde es herausragend. Die Autorin ist eine Meisterin der Worte und ihrer Gewalt. Sie bringt es auf den Punkt, ob es gewünscht ist oder nicht. Und die Stories sind weitaus weniger Fantasy, als es auf den ersten Blick scheint. Hinter dem Deckmantel der Phantastik lauert nämlich die Wahrheit und packt Dich beim Lesen im Genick. Ich bin restlos begeistert!
MEINE SÄTZE ZU DEN EINZELNEN KURZGESCHICHTEN
Da wir hier viele Geschichten haben, an der Zahl 35 Stück, werde ich Euch mal die Sätze offenbaren, die mir jeweils nach Abschluss der einzelnen Stories als erstes in den Sinn kamen. Diese treffen eigentlich sehr genau, was sie in mir ausgelöst haben ;)
Der Basilikumdrache: Sehr ironisch und witzig – Fantasy im Alltag. Ein sehr abgeklärter Protagonist ;)
Vertreibung aus dem Paradies: Eine sehr krasse Metapher!
Absencen: Geschickt in Szene gesetzt, was wir so verborgen halten …
Dölfchens wunderbarer Waschsalon: Ein kleines „was wäre wenn“-Szenario in Hinblick auf Hitler
Wer et hätt jewoss: Die letzten Gedanken vor dem Tod – kritisch und ehrlich
Mann oh Manna: Eine göttliche Metapher
Kill me not in Kilmarnock: Wahre Liebe überdauert auch Jahrhunderte und wird sich finden
Ein Schiff wird kommen: Wieso erinnert mich das an Matrix? xD
Alfons: Die Wege des Herrn sind unergründlich …
Kellergeschichte: Gänsehaut! Kindermund tut Wahrheit kund!
Hans hat Glück: Modernes Rotkäppchen mit viel Wahrheit
Straelen für Einge-weihte: Ernste Themen versinnbildlicht
Fairmann: Creepy!
Kreuzworträtsel: So viel bittere Realität auf ein paar Seiten …
Saat des Todes: Man erntet was man sät
Tonspur: Die Ironie des Schicksals ^^
Kant ist Kacke: Wenn der Mensch versucht Gott zu spielen …
Gefährlicher Zeuge: Widerliche Einblicke in die Natur des Menschen …
Stuhlprobe: So ist das mit der Liebe …
Kleine weiße Frau: Dazu fällt mir nix mehr ein O.o
Web-Space: Gib Acht, womit Du Scherze treibst
Rübenqual: …
Klappe zu – Balg tot: So wäre es wohl heute tatsächlich abgelaufen
Riesling: Und so entstand der Riesling
Schönheitspflege: Herzhaft zubeißen
Besuch am Heiligen Abend: Merry Christmas
Totkäppchen und der Rolf: Ja der Titel ist Programm ^^
Monster: Weil Liebe allein nicht ausreicht …
Nicht Fisch, nicht Frau: Die kleine Meerjungfrau auf realistisch xD
Der Mann ihrer Träume: Wie oft solche Rituale wohl harte Wirklichkeit waren, im Laufe der Geschichte?
Kopf in den Sternen: Rache ist süß, von wegen der Mann im Mond …
Beckmesserei: Ob die zwei sich wirklich kannten? O.o
Schöpfungsgeschichte: Puuh … da kommt man böse ins Grübeln …
Warte, warte nur ein Werthelchen: Ja die liebe Familie und ihre Erblast …
Schöpfungskrönchen: Wissen ist Macht!
MEIN FAZIT
Diese Kurzgeschichtensammlung ist ein richtiger Schatz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich ihn öfter mal wieder zur Hand nehmen werde. Ich bin restlos hingerissen von der Autorin und ihrer bildmalerischen Wortgewalt, die vermag die Wahrheit wunderbar hinter der Fantasy zu verstecken – aber nur soweit, dass man sie noch erkennen kann ;) Das Lese-Alter würde ich erst ab 18 ansetzen wollen, ganz einfach weil der Verstand schon voll dabei sein muss. Und zwar soweit, dass man die ganze Tragweite der einzelnen Geschichten auch absolut auskosten kann – dafür braucht es (zumeist, Ausnahmen bestätigen die Regel^^) einen reiferen Geist. Ich gebe hier gern eine Empfehlung an alle, die gern mal hinter die Kulissen des Lebens blicken und die echte Realität nicht scheuen ;)
MEINE BEWERTUNG
Hier gibt es die höchste Bewertung, 5 von 5 goldenen Zahnrädchen!
©Teja Ciolczyk, 10.11.2016 - Randall Munroe
What If?
(31)Aktuelle Rezension von: LolitaBuettner"Was wäre, wenn?". Darum geht es in dem Buch " What if", wie der Titel unmissverständlich ankündigt. Der Physiker und Roboteringenieur Randall Munroe rief einst das Webseitenprojekt "xked" ins Leben, bei der Laien Fragen stellen können, deren Klärung sie schon immer interessierte. Die Fragen sind allesamt hypothetisch. Darunter sind auch Ideen, die verrückt wie irrwitzig sind. Munroe findet auf alle Antworten, denn für ihn gibt es keine dummen oder unwichtigen Fragen. Anhand wissenschaftlicher Fakten und Gesetze findet er plausible und anschauliche Erklärungen. Dabei helfen nicht zuletzt seine Strichzeichnungen, die er mit aberwitzigen Dialogen versetzt.
Der Erfolg der Webseite hat es in die Form eines Buches geschafft. In "What if" hat Munroe seine Lieblingsfragen gesammelt, natürlich inklusive seiner akribisch genauen Antworten und der Zeichnungen. Dazu gehören auch "seltsame und beunruhigende Fragen", über die sich der Physiker wundert, sie trotzdem ernst nimmt, wie zum Beispiel "Welche logistischen Anomalien würden auftreten, wenn man versucht, eine Armee aus Affen heranzuziehen" oder "Wie schnell müsste ein Mensch rennen, um von einem Schneidedraht für Käse in Höhe des Bauchnabels durchtrennt zu werden". Die letzte Frage beantwortet der Physiker Munroe wie folgt: "AAAAAHHHH".
Wer hin und wieder etwas Geduld aufbringt, lernt eine Menge über unsere Welt, Natur und die Magie der Physik. Die wissenschaftlichen Hintergründe sind verständlich und schrittweise erklärt. Vielleicht liest man hier nicht an einem Tag einhundert Seiten, weil die Geschichte so spannend ist, aber Tag für Tag taucht der Leser in gedankliche Experimente, die ein breites Grinsen, Staunen oder Kopfschütteln verursachen. - Richard Brautigan
Von Babylon träumen ...
(15)Aktuelle Rezension von: VespasiaDie kurze, aber knackige Geschichte über einen heruntergekommenen Privatdetektiv, der sich permanent in einer finanziellen Bredouille befindet, liest sich schnell und angenehm. Der Hauptcharakter war mir nicht besonders sympathisch, was aber gut in die Atmosphäre gepasst und deswegen nicht gestört hat. Überhaupt war die Atmosphäre sehr stimmig, ich konnte mich sehr gut in das San Francisco der vierziger Jahre einfühlen und wurde mitgerissen von den Erlebnissen des Detektivs C. Card. Zwischen der eigentlichen Geschichte waren immer wieder Abschnitte, in denen Card von Babylon träumte - auch wenn ich diese Abschnitte durchaus interessant fand, hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrund gewünscht. Die eigentliche Kriminalgeschichte war spannend, humorvoll und unterhaltsam, obwohl auch hier einige Fragen offen blieben.
Fazit: Ein sehr schönes und kurzweiliges Buch für zwischendurch. - Alfred Komarek
Alfred
(8)Aktuelle Rezension von: DuffyWer an Donna Leon denkt, denkt an Brunetti, wer Schimanski hört, hat Götz George im Sinn und wer den Namen Jürgen Drews vernimmt, sieht vor seinem geistigen Auge ein Bett im Kornfeld. Wer Komarek liest, erinnert sich an den kauzigen Polt. So funktionieren die Verbindungen zwischen den Erfindern von Figuren und Szenarien und genauso schnell werden sich die beiden Elemente nicht mehr los. Ein Teufelskreis für die einen, eine sichere Bank für die anderen, ein Verlust für das Publikum, wenn es über das festgefahrene Verhältnis nichts anderes zulässt oder entdecken will.
So ist es hier auch mit „Alfred“, ein kleines, schmales Buch von Komarek, das so gar nichts mit dem Polt zu tun hat. Alfred ist eine kleine Nummer, ein Unauffälliger, ohne Ambitionen. Weil er aber versucht, allem eine Zuordnung und einen Sinn zu geben, bricht er auf und macht sich auf die Suche nach sich selbst. Dabei lässt er keine Hölle aus, rettet sich manches Mal in fast zynischen Pragmatismus und ist am Schluss die Summe seiner Ereignisse und Erfahrungen. Ob er sein Ziel erreicht hat, wird dem Leser und dessen Sichtweise überlassen
Was das denn sein soll, wird sich er/sie dann fragen. Was denn eine akzeptable Antwort wäre, könnte man zurückfragen. Komarek selbst gibt uns keinen Anlass, in die eine oder andere Richtung zu denken, er hat eine Geschichte über eine Reise erzählt, deren Besonderheit in der Spitzfindigkeit der Formulierungen besteht und deren Emotionsskala von traurig bis lustig reicht. Ob man ihm Biografisches unterstellen soll, scheint nicht nur sekundär, sondern auch unwichtig. Es ist eine Reise, die der Hauptfigur aufgegeben ist und die ihn scheinbar an ein Ziel führt.
Nach seinen großen Erfolgen mit Polt und Käfer lädt uns Komarek in eine schriftstellerische Gegend ein, die man von ihm nicht gewohnt ist. Aber diese Reise lohnt sich, denn sie zeigt den Autoren nicht nur von einer ungewohnten Seite, sondern auch von der des sorgfältig und stilistisch großartig arbeitenden Schreibers.
- Anna Basener
Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
(11)Aktuelle Rezension von: GwennileinHERRLICH! Was für ein wunderbar rotzig freches, erfrischendes und abgedrehtes Buch! Ich musste wirklich viel lachen, mit dem Kopf schütteln und war unglaublich gut unterhalten. Eine abstruse Familiengeschichte, bei der wohl nichts so ganz gewöhnlich ist. Manches mal zwar auch ein wenig derb, aber einfach großartig. Gerade als Hörbuch wundervoll eingesprochen, absolute Lese-/Hörempfehlung!!! - Cornelia Kuhnert
Miss Wattenmeer singt nicht mehr
(64)Aktuelle Rezension von: TiffitDie Stimmung im Dorf ist traurig als eine junge Frau stirbt und kurz darauf ein weiterer Mord geschieht.
Aber auf Rudi und seine Freunde ist Verlass und sie stürzen sich in die Ermittlungen.
Wie Teil 1 und 2 ist der Krimi sehr schön geschrieben, kurzweilig und spannend und man schließt sich gern dem Trio an und rät kräftig mit.
Sehr zu empfehlen.
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