Bücher mit dem Tag "skurri"
9 Bücher
- Maggie Stiefvater
Wie Eulen in der Nacht
(145)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Dieses Buch ist voller einzigartiger Philosophie und Wunder. Das Buch wurde mir in der Challenge: "Ich entscheide was du liest" herausgesucht und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, weil mir die "The Raven Boys" Bücher sehr von ihr gefallen haben. Allerdings habe ich bei diesem Werk die gewohnte Leichtigkeit ein wenig vermisst und so konnte mich das Buch leider nicht ganz abholen. Sehr schade, aber durch die Idee hinter dem Buch definitiv lesenswert. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler.*
Cover: Das Cover ist wirklich unheimlich schön und hat mich sofort angezogen. ♡ Auf dem Cover selbst, kann man wunderschöne Rosenranken bestaunen, die sich mit ihren Dornen vom Himmel abheben. Der Mond, nicht in einem hellen Licht, sondern tiefrot getaucht, ist der wahre Eyecatcher des Buches und zieht alle Blicke auf sich. Man sieht außerdem eine weiße Schleiereule und der Buchtitel, der ebenfalls mit einer verschnörkelten weißen Schrift hervorsticht. Der Hintergrund besteht aus einem dunklen Türkiston und gibt dem ganzen Cover eine besondere Note, die ich unendlich mochte. Besonders der rote Buchschnitt und auch die kleinen Ranken, die jedes neue Kapitel verzieren, haben das Ganze gestalterisch perfekt abgerundet.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr außergewöhnlich. Poetisch, philosophisch in kleinen Rätseln schreibend und doch irgendwie geradeaus. Das ist der Schreibstil von Maggie Stiefvater- ich würde tatsächlich behaupten, dass ihr Schreibstil zu den anspruchsvolleren gehört. :) Es war zumindest für mich, ein Buch, welches mir nicht so leicht von der Hand ging. Ich liebe zwar den philosophischen Hauch, den Metaphernreichtum und die bildgewaltige, magische Sprache, jedoch konnte mich dies, dieses Mal nicht ganz überzeugen und abholen. Mehr dazu aber unten bei den Charakterbeschreibungen. Ich freue mich dennoch sehr auf weitere Werke der Autorin und hoffe, diese können mich in Zukunft wieder etwas mehr abholen.
Idee: Puhh also der Start ins Buch war für mich irgendwie dieses Mal schwierig. Obwohl ich an ihren Stil gewohnt war, gab es mir anfangs zuviele oberflächliche Charaktervorstellungen und scheinbar belangloses Geschnatter rund um den in Fokus gesetzten Radiosender. Erst viel später erfährt man das ganze Ausmaß. Jedoch lernt man so einiges- die Wüste mag Schmeicheleien und liebt die Zuneigung. Und Eulen zeigen Wunder an..Absolut poetisch, träumerisch und bildgewaltig zeigt die Geschichte die Facetten von Wundern und deren Herausforderungen. Ich habe die einzelnen Schicksalsschläge wirklich gerne gelesen. Denn jeder einzelne Pilger der ein Wunder erleben will und seine Dunkelheit besiegen, reist in die Wüste Colorados zur Familie Soria. Die Pilger müssen ihr Wunder lösen, ihre Dunkelheit besiegen und dann ein weiteres, zweites Wunder bewältigen. Erst dann und nur dann sind sie frei. Und es gibt so einige Menschen in der Wüste die gestrandet sind und bei der Familie Soria leben. Zum Beispiel gibt es einen Priester mit Koyotenkopf, eine dauerweinende, in Bächen stehende Frau und von Schlangen umwundende Zwillinge.. Das Ende war doch ein wenig plötzlich. Obwohl so viele Pilger ihr zweites Wunder nicht annehmen und "knacken" konnten, gab es jede Menge Menschen, denen es dann plötzlich und ohne Vorwarnung gelang. Ein sehr abruptes Ende für meinen Geschmack, aber für einige Hauptfiguren natürlich eine positive Wendung.
Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich leider keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Am Anfang gab es mir viel zu viele merkwürdige Beschreibungen, Sehnsüchte ohne den Charakter dahinter richtig greifen zu können. Am spannendsten fande ich die unterschiedlichen Pilger, dessen Wunder den innerlichen Kampf mit ihrer Dunkelheit darstellen, was poetisch, magisch und dramatisch zugleich war. Aber auch die Familie Soria ist herrlich eigen und charakterstark. Ich fande es wirklich interessant, dass sie eine strikte Kontaktsperre zu den Pilgern einhalten mussten und im Allgemeinen ihre ganz spezifischen Probleme lösen müssen, wie z.B. ein Ehemann, der sich lieber um seine schwarzen Rosen, als um seine Ehefrau kümmert.. Zum Ende hin sind mir die wunderlichen Pilger doch am Meisten im Gedächtnis geblieben. Ihre Andersartigkeit durch die eigene Dunkelheit ist erstaunlich und faszinierend.
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 3 Sternchen. Nachdem mich ihre anderen Werke so verzaubert haben, hatte ich zugegebenermaßen hohe Ansprüche. Leider wurden diese, dem Buch nicht besonders gerecht. Ich weiß nicht, ob es an der Kürze des Buches lag oder an die für mich sehr angekratzten Charaktere, jedoch schleppte ich mich förmlich durch die letzten Seiten des Buches. Sehr schade! Ich habe mir die Thematik der Wunder irgendwie zentraler vorgestellt. Dennoch kann ich das Buch jedem Empfehlen, der auf der Suche nach Poetrie und einem außergewöhnlichem Schreibstil ist.
- Petteri Nuottimäki
Rechne immer mit dem Schlimmsten
(35)Aktuelle Rezension von: killmonotony„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ von Petteri Nuottimäki erzählt die Familiengeschichte der Aaltos, die sich, nur um nicht ganz oben im Telefonbuch zu stehen, in „Alto“ umbenennen lassen haben. So skurril das klingt, umso skurriler ist die ganze Familienbande. Dieses Buch beschreibt das Leben Mattis, seine Zeit während des Krieges, seine Beziehung zu seiner Frau und letztendlich auch das Leben seiner Kinder. Von klein auf begleitet man die drei, der vierte kam schon als kleines Kind beim Spielen mit einer Granate ums Leben. Doch so sehr Matti sich für die Erziehung der Kinder eingesetzt und sich bemüht hat, diese zu ehrgeizigen Personen zu erziehen, scheint doch alles aus dem Ruder zu laufen: Raimo häuft Spielschulden an, Elina umgibt sich immer noch mit den falschen Jungs und Antti… nun, der Jüngste der Baggage, Antti, zeigt überhaupt kein Talent für irgendetwas. Doch einem dieser Nichtsnutze muss Matti sein Unternehmen vererben, in das er ein Leben lang sein Herzblut gesteckt hat; besonders jetzt, wo er krank ist, muss jemand den Laden übernehmen. Doch wie soll er sich zwischen diesen Nieten, die seine Kinder sind, entscheiden, um das Unheil noch gering zu halten?
„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ ist Petteri Nuottimäkis erster Roman. Der gebürtige Finne erzählt mit einer Riesenportion schwarzem Humor die Lebens- und Leidensgeschichte Mattis. Dieser muss nicht nur schauen, dass sein Geschäft gut läuft, sondern auch dafür sorgen, dass aus seinen nicht gerade ehrgeizigen Kindern noch etwas wird. Und sowieso hat er sie doch anders erzogen, Kämpfer sollten sie sein, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen! Doch leider ist dem nicht so. Alle seine Kinder scheinen ihm nur Ärger zu machen. Seitdem einer der Zwillinge, Risto, als kleiner Junge umgekommen ist, ist sowieso alles anders. Ohne es zugeben zu wollen, fühlen Matti sowie Ristos Zwillingsbruder Raimo sich amputiert. Doch für Gefühle ist im Hause Alto keine Zeit: Jedes Jahr zum Geburtstag muss das Geburtstagskind sich vor Mattis Schreibtisch stellen und verkünden, wie seine Zukunftspläne aussehen und was bisher dafür unternommen wurde. Man könnte meinen, dass diese Erziehung zu realistischen Träumen und das ewige „Kleinhalten“ Mattis Kindern nicht gut getan hat. Schließlich ist der Eine eine schlimmere Enttäuschung als der Andere. Als Matti krank wird und sein Unternehmen einem seiner Kinder vermachen muss, greift er daher zu einem ausgeklügelten Plan: Jedem seiner Kinder stehen 100.000 Kronen zu, und jeder darf damit machen, was er will. Der, der aus seinem Geld jedoch das Beste macht und echten Unternehmergeist zeigt, soll Mattis Unternehmen erben. Gesagt, getan. Es beginnt das Chaos, wenn Raimo, Elina und Antti losziehen, um etwas auf die Beine zu stellen, das ihren alten Herrn überzeugen wird…
Matti war es gar nicht wichtig, dass die Kinder viel Geld verdienen oder berühmt werden sollten. Er wollte ihnen nur helfen, in einer harten, unbegreiflichen Welt zurechtzukommen. Er wollte sie nicht zu Menschen erziehen, die am Ende unter die Räder kamen und zurückbleiben mussten.
Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com
- Harper Ames
Weiß
(2)Aktuelle Rezension von: annluDie Stadt Weiß war nämlich nicht das, was sie vorgab zu sein und ich habe der Menschheit, verdammt nochmal, einen Gefallen getan, als ich sie vernichtet habe. Wenn Du mir nicht glaubst, dann ließ meine Geschichte, wie wird hier erzählt. Denn meine Geschichte ist gleichzeitig auch die Geschichte vom Untergang von Weiß.
Der junge Lewin lebt in der Stadt Weiß. Nicht nur die unbarmherzige Sonne ist es, die die Stadt plagt. Auch die Menschen, die in ihr leben, scheinen von der unbarmherzigen Sorte zu sein. Als Außenseiter weiß Lewin ein Lied davon zu singen. Als er auf die auswärtige Lydia trifft, wird ihm eines klar – er will sich nichts mehr gefallen lassen. Der Zufall spielt ihm in die Hände, als er auf eine tödliche Krankheit trifft, die unter den städtischen Katzen wütet.
Die Geschichte spielt an einem Tag und ist in Abschnitte geteilt, die mit den jeweiligen Tagesabschnitten betitelt sind. Die Kapitel werden in der dritten Person erzählt und begleiten Lewin durch den letzten Tag von Weiß. Dass es das Ende der Stadt sein wird und dass Lewin mit den Vorfällen zu tun hat, wird gleich von ihm im Prolog geklärt. Er ist es nämlich, der dort und am Ende vieler Kapitel als Erzähler fungiert und mit bitterbösem Sarkasmus die Personen, Orte und Gegebenheiten in Weiß näher erklärt. Der Lewin aus den restlichen Kapiteln erscheint neben dem Lewin, der die Geschichte erzählt, sehr viel jünger. Obwohl man aus dem Kontext herauslesen kann, dass er gar nicht mehr so jung ist, kam er mir immer wie ein enttäuschter Teenie vor. Held ist er keiner – Antiheld schon eher. Die letzten Sympathien, die ich für ihn aufbringen konnte, schwanden spätestens bei den Szenen um seinen Großvater – den er grundsätzlich nur als sabbernden, stinkenden Alten beschreibt. Ab da war Lewin bei mir einfach nur noch unten durch. Dennoch wollte ich noch das im Klappentext angekündigte Geheimnis erfahren, das die Stadt vor ihm verborgen hat. Allerdings musste ich darauf länger warten. Bevor das Geheimnis um Weiß gelüftet wird, kam es zu einigen Szenen, die mir sehr skurril vorkamen. Die Erklärungen zur Stadt und zu Lewin waren dann doch anders, als gedacht und das Ende – besonders das letzte Kapitel, das die noch offenen Fragen beleuchtet hat mir dann doch irgendwie zugesagt.
Fazit: Die Geschichte hat sich in die Länge gezogen und war manchmal seltsam. Die Erklärung fand ich eine interessante Idee, die Umsetzung des Ganzen konnte mich aber weniger überzeugen.
- Roger Pihl
Der Mann, der vom Fahrrad fiel und im Paradies erwachte
(10)Aktuelle Rezension von: Oliver_StaadenDer Titel hat mich neugierig gemacht und der Klappentext gab mir das Gefühl, dass ich das Buch lesen muss. Die Idee hinter der Geschichte finde ich gut, allerdings dümpelt die Geschichte etwas vor sich hin. Teilweise ist sie witzig. Die Charaktere gefallen mir ganz gut. Den Schreibstil finde ich nur teilweise etwas fesselnd und unterhaltsam.
Als Urlaubslektüre kann ich das Buch empfehlen. Allerdings habe ich schon bessere Romane gelesen.
- Kai Magnus Sting
Tod unter Gurken
(6)Aktuelle Rezension von: Ivonne_GerhardTod unter Gurken :-d Der Titel ist schon sehr lustig gewählt für den Inhalt des Buches ;-) der Autor nimmt uns mit auf eine Reise durch 19 kurzkrimis mit unterschiedlichen skurrilen, sarkastischen und humorvollen Geschichten,.. Ein rentnerischer hobbydetektiv, der zufällig oder erbeten einzelne Fälle auflöst und es dabei ordentlich krachen lässt ;-) die Sprache ist manchmal echt lustig und wirklich spaßig ;-) nur nicht zu ernst nehmen dieses Buch ;-) einfach herrlich schräg ;-) ein humorvolles krimibuch ;-) Eine Fortsetzung wäre klasse ;-) Texte sind leicht verständlich, Geschichten ungewöhnlich und der Ermittler - klasse ;-) Jojo's Bizarre Adventure Part 1 Phantom Blood 1 by Horihiko Araki (2015-02-26)
(2)Aktuelle Rezension von: Milian_VentusAraki-senseis Anfänge von JoJo sind nicht leicht reinzukommen, dabei stimmen die Eckdaten: Gothic-Horror, Action, Gore und die gewohnte, japanische Überdramatik. Vor heutige Verhältnisse ist die Story von 1986 freilich etwas angestaubt, nichtsdestotrotz lohnt sich der Einstieg, denn hier bekommt man Dinge geboten, die man sonst nirgends wiederfindet.
- Richard Brautigan
Willard und seine Bowlingtrophäen
(28)Aktuelle Rezension von: Trishen77„Sie lagen eng aneinandergeschmiegt im Bett, und sie waren sehr traurig. Sie waren immer traurig, wenn sie miteinander geschlafen hatten, aber sie waren ja jetzt die meiste Zeit traurig, so dass es eigentlich soviel auch wieder nicht ausmachte, außer dass sie jetzt warum und unbekleidet beieinanderlagen und dass die Leidenschaft auf ihre eigentümliche Art ihre Körper gestreift hatte wie ein Schwarm seltsamer Vögel oder wie der Flug eines einzigen dunklen Vogels.“
Während die zwei traurigen Liebenden auf dem Bett liegen (gleich daneben die Green Anthology mit den Fragmenten von zweitausend Jahre alten Gedichten), hockt ein Stockwerk tiefer Willard, der große Pappmachevogel, zusammen mit seinen Bowlingtrophäen, während im Zimmer nebenan seine Besitzer, John und Pat, sich noch die Johnny Carson-Show ansehen und Sandwiches futtern. Das eine Paar hat einen unbefriedigenden Geschlechtsakt hinter sich, mit Sado-Maso, Kondomekel und Entfremdung gespickt, das andere einen befriedigenden, geradezu idyllischen. Eine traurig bis heitere Wohnhaus-Melancholie mit american Flair, mit Feinschliff dargestellt – oder?
Leider gehören Willard die Bowlingtrophäen nicht (auch wenn sie nun zusammengehören, Pokale und Vogel), sie gehören den Logan-Brüdern, die seit mehreren Jahren auf der Suche nach ihnen sind und durch die Staaten touren. Einstmals nette Jungs, deren ganzer Stolz ihre Trophäen waren, drehen sie krumme Dinger und überfallen Tankstellen, immer nur auf der Suche nach den Dieben, die ihnen eines Abends ihre ganzen Trophäen geklaut haben. Gerade warten sie in einem Hotel auf einen mysteriösen Anruf, der ihnen endlich verraten soll, WO IHRE VERDAMMTEN TROPHÄEN SIND.
Schon irritiert? Die Lektüre von „Willard und seine Bowlingtrophäen“ wird diese Irritation nicht auflösen, sondern eher noch sanft-süffisant verstärken. Denn Richard Brautigans 1975 erstmals veröffentlichter „perverser Kriminalroman“ ist kein Krimi und auch kein Roman, sondern ein komisch-krudes Kabinettstück. Während wir einiges über Warzen am Geschlechtsteil hören, erleben wir den traurigen Verlauf, den die Liebe manchmal nimmt und sehen gleichzeitig ein Stockwerk tiefer ein zufriedenes Liebesglück. Und dazwischen braut sich langsam die Geschichte über den schleichenden Wahnsinn, die Gewalt, die aus der Verhinderung der höchsten wie einfachsten Lebenswünsche entspringt zusammen.
Brautigans kurze, aber nicht beiläufige Farce ist skurril, absurd, albern fast. Aber sie hat trotzdem wie immer einen Haufen doppelter Böden, die oft in Nischen und innerhalb der banalsten Momente angebracht sind und sich nur kurz auftun, während die Handlung fast schon behäbig und gleichwohl beschwingt dahinfließt. Seine Bücher kreisen immer wieder um Motive, denen eine absurde, kaum angemessene, aber doch sehr lebensnahe, vertraute Tragik innewohnt – und diese Tragik rettet seine obskure, lang hingezogene Dramatisierung vor dem Abgrund der Mühsamkeit.
Es ist nicht Brautigans bestes Buch, aber es ist eine kurze und lesenswerte Comedy-Melancholie, ohne Gewieftheit, schlicht und mitunter in ihrer Sanftheit und Unausweichlichkeit poetisch. - Peter Bently
Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste
(4)Aktuelle Rezension von: -Favola-Es gibt Bilderbücher, die schaue ich als Mutter an, bin begeistert, denke aber, dass es eher ein Buch für Erwachsene sei. Meistens habe ich recht, doch dann überraschen mich meine Kinder ab und zu. Genau das ist mir bei "Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" passiert.
Die Illustrationen sind farbenfroh, detailliert, zum Teil witzig und begeistern mit einem Hauch Nostalgie, denn Peter Bently und David Roberts haben sich wohl nicht nur beim Titel sondern auch bei der Kleidung und den Flugzeugen beim Film "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" inspirieren lassen.
Ausser auf dem ersten Bild findet sich sonst überall zumindest ein Teil des gelben Flugzeuges und auf beinahe jede Seite hat sich ein blauer Vogel geschlichen. So kann man beim Erzählen gleich noch ein kleines Suchspiel initiieren. Ich hätte es aber noch besser gefunden, wenn David Roberts dieses süsse Details wirklich durch die ganze Geschichte gezogen hätte.
Peter Bentlys Geschichte ist sehr humorvoll und bekommt durch die Reimform eine ganz eigene Dynamik. Beim Vorlesen hebt man beinahe ab, so dass es dem Leser und den Zuhörern grossen Spass bereitet. Der Text ist nicht immer gleich gross geschrieben und manchmal werden die Sätze sogar Teil der Geschichte und schlingern mit dem Flugzeug um die Wette.
So ist "Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" meiner Meinung nach nicht das typische Bilderbuch, auf das alle Kinder fliegen. Es ist künstlerisch, originell, witzig und eher anspruchsvoll. Aber ich kann euch verraten, dass es seit einiger Zeit zu den beiden Lieblingsbüchern meines Sohnes zählt. Immer wieder möchte er es vorgelesen bekommen, was uns beiden grossen Spass bereitet.
Fazit:
"Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" ist ein äusserst originelles und humorvolles Bilderbuch. Die charmanten Illustrationen und der temporeiche Text in Reimen stösst bei uns auf grosse Begeisterung, so dass wir immer wieder im knallgelben Flugzeug Platz nehmen und eine Runde drehen. - 8
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