Bücher mit dem Tag "slowenien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "slowenien" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Veronika beschließt zu sterben (ISBN: 9783257248319)
    Paulo Coelho

    Veronika beschließt zu sterben

    (3.157)
    Aktuelle Rezension von: BloodyMarge666

    Veronika versucht sich gleich zu Beginn das Leben zu nehmen. Es gelingt ihr nicht - sie wird rechtzeitig gefunden und in eine Nervenheilanstalt gebracht.

    Ein Arzt erklärt ihr dort, dass Sie durch die Tabletten nun an einem Herzleiden leidet - das würde ihr nur noch wenig Zeit zum Leben lassen.

    Und war das nicht genau das , was sie wollte?!

    Ich fand dieses Buch wirklich schön zu lesen. Es zeigt einem,  wofür man im Leben dankbar sein kann , und erinnert daran , wie wichtig es ist, den Moment zu genießen.

    Etwas Kleines, Feines für Zwischendurch! 

  2. Cover des Buches Als Schisser um die Welt (ISBN: 9783442158041)
    Jan Kowalsky

    Als Schisser um die Welt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca95

    Der Schisser hasst Abenteuer, Unordnung, Risiken - eigentlich alles, was sich außerhalb der Komfortzone befindet. Da kommen die von Jahr zu Jahr gleichen Familienurlaube in Dänemark gerade recht. 

    Der erwachsene Schisser würde die Tradition der Eltern nur zu gerne fortsetzen. Wäre da nicht seine Ehefrau. Er liebt sie über alles, nur ihr Drang zu Abenteuern wird ihn irgendwann ins Grab bringen. Davon ist er überzeugt. 

    Seiner Frau zuliebe lässt sich der Schisser zu ständig neuen Fernreisen überreden - Action, Pannen und kulinarische Katastrophen inklusive.

    Aber warum ist der Schisser immer dabei? Für seine Frau? Weil seine Eltern rein gar nichts von der Reiselust ihrer Schwiegereltern halten? Vor dieser Frage steht er immer wieder - sehr zum Leid seines Hausarztes, der vor jeder "gefährlichen" Reise um Rat und nach allen erdenklichen Impfungen gefragt wird. 

    Kann der Schisser seine Ängste überwinden? Sind die Fernreisen am Ende eine Chance, um über sich selbst hinauszuwachsen? 

    Gemeinsam mit dem Protagonisten und seiner Frau reisen die Leser zu den verschiedensten Ecken der Welt. Die Geschichten sind mit viel Witz geschrieben und geben Einblick in die Gedanken und Sorgen des Schissers. Das Buch ist sehr kurzweilig und Weltenbummler finden hier sicher den ein oder anderen Reisetipp :) 




  3. Cover des Buches Radetzkymarsch (ISBN: 9783843059572)
    Joseph Roth

    Radetzkymarsch

    (132)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Dies wird anhand des Aufstieges und des Niedergangs der Familie von Trotta über mehrere Generationen dargestellt. Die Geschicke der Familie sind durch einen Zufall im Leben des Großvaters auf alle Zeiten mit dem Kaiser Österreich-Ungarns verbunden. Der Fokus liegt dabei ganz und gar auf dem männlichen Teil der Familie, was den tatsächlichen damaligen Verhältnissen entsprechen dürfte. Denn es geht um Themen wie Ehre, Pflichterfüllung, Standeskodex, die schon im Kindes- und Jugendalter maßgebend sind. Im familiären Bereich trägt dies dazu bei, dass das Verhältnis zwischen den Generationen formell und unpersönlich ist und die Schranken oftmals nicht überwunden werden können.

    Sowohl für das Kaiserreich als auch für die Familie von Trotte nimmt die Handlung einen schicksalhaften Verlauf. Dabei empfand ich das Buch allerdings nicht niederschmetternd, was ich dem Schreibstil Joseph Roths zurechne. Aus diesem Grund wird dies nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von dem Autor gelesen habe.

     

  4. Cover des Buches Illegale Kriege (ISBN: 9783864894121)
    Daniele Ganser

    Illegale Kriege

    (13)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Das Buch von Daniele Ganser kam zwar 2016 auf den Markt. Dass das Buch mittlerweile in der 10. Auflage erschienen ist, ist bei den Fakten, die der Historiker und Friedensforscher akribisch zusammen gestellt und die er nicht minder akribisch nachprüfbar beschreibt,  wundert in keiner Weise.

    Um Missverständnisse von vorneherein zu vermeiden: ALLES, was der Autor (be)schreibt, entspricht den Tatsachen. Ein einziges kleines von vielen möglichen Beispielen: nicht nur bei dem an den zahlreichen aktuell geführten Kriegen interessierten Nachrichtenhörer,- zuschauer und Zeitungsleser dürfte bekannt sein, dass die USA den Kampf der Mudschahedin in Afghanistan zwar verdeckt, aber massiv unterstützt haben. Solange Russland sein 'Vietnam' in Afghanistan erlitt. Nach dem Abzug der russischen Truppen waren die Mudschahedin dann plötzlich die Feinde des US-Militärs. Derartige Beispiele sind auf den 333 Seiten zuhauf zu finden. Ebenso Angaben darüber, wie viele der weiteren NATO-Mitglieder dazu beitragen, das Imperium der USA aufrecht zu erhalten beziehungsweise auszubauen.

    Was das Buch fast zu einem Krimi macht: die nachgewiesenen Lügen der verschiedenen Präsidenten, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Die Methoden, die sich die Geheimdienste vor allem der USA haben einfallen lassen, um speziell Fidel Castro ermorden zu können.

    Ob nun im US-Alleingang oder mit Unterstützung anderer NATO-Mitglieder durchgeführt, das sei bei der folgenden Aufzählung ausser Acht gelassen. Der Kernpunkt ist die Tatsache, wie die NATO unter Missachtung der UNO, unter Verwendung der dreistesten Lügen gegenüber der Öffentlichkeit, die Welt mit ihren us-geführten Kriegen überzogen hat. Und noch immer überzeiht:

    1953 - Sturz des demokratisch gewählten Premierministers des ölreichen Iran Mohammad Mossadegh

    1954 - der us-geführte verdeckte Krieg in Guatemala 

    1956 - der Krieg von Israel, Frankreich und Großbritannien am und um den Suez-Kanal wegen der von Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser ausgesprochenen Verstaatlichung des Kanals

    1961 - Kuba-Krise

    1964 - die Lüge wegen eines angeblich angegriffenen US-Kriegsschiffes im Golf von Tonkin, die dazu diente, den von den USA geführten und schlussendlich verlorenen Vietnam-Krieg zu begründen

    1986 - die Bombardierung Libyens durch die USA-Air Force, um nach Möglichkeit Muammar al-Gaddafi zu ermorden

    1989 - der Krieg der USA gegen Panama

    1990 - ausnahmsweise mit UNO-Legitimation der Krieg gegen den Irak wegen dessen Besetzung Kuweits

    1991 - die Bombardierung Kroatiens und Sloweniens durch NATO-Mitglieder, wie bei den allermeisten kriegerischen Handlungen ohne UNO-Mandat

    1999 - das selbe nicht gerechtfertigte und von der UNO legitimierte Vorgehen der NATO in Serbien

    2001 - der von den USA ausgerufenen 'Krieg gegen den Terror' in Afghanistan, von anderen NATO-Mitgliedern massiv unterstützt

    2003 - der nächste US-geführter Krieg gegen den Irak unter dem Deckmantel 'Krieg gegen den Terror'

    2011 - der nächste US-geführte Krieg in und gegen Libyen

    2014 - der durch verdeckte Aktionen, Waffenlieferungen und finanzieller Unterstützung durch die USA eskalierende Krieg im Osten der Ukraine

    2015 - der Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen

    Der immer noch andauernde Krieg in Syrien wurde 2011 durch Provokateure ausgelöst. Er dauert bekanntermassen noch immer an. Wie der Krieg gegen und im Jemen. Wie der Krieg in der Ost-Ukraine. Wie der Krieg im Irak. Wie der Krieg in Afghanistan. Und weitere hier nicht genannte kriegerische Auseinandersetzungen. Mit zig-tausenden unbeteiligter, ziviler Opfer.

    Zitat, Seite 285: "Die NATO-Propaganda gibt immer wieder vor, dass alle Länder, die keine Demokratien sind, aus diesem Grund bombardiert werden dürfen. Dies ist völliger Unsinn und würde die Welt in Flammen aufgehen lassen. Die UNO-Charta verbietet Angriffskriege klar, jedes Land darf seine Regierungsform gemäß dem Prinzip der Souveränität selber bestimmen. Die NATO kann Regierungen stürzen, aber NATO-Bomben können keine Demokratie erschaffen, wie die tragischen Beispiele Afghanistan, Irak und Libyen in aller Deutlichkeit zeigen."


  5. Cover des Buches Engel des Vergessens (ISBN: 9783442744763)
    Maja Haderlap

    Engel des Vergessens

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Linnea_Draconis
    Fakten:

    Buchtitel: Engel des Vergessens

    Originaltitel: Engel des Vergessens

    Autor: Maja Haderlap

    Verlag: btb

    Buchreihe: /

    Seitenanzahl: 288 Seiten

    ISBN: 978-3442744763

    Preis: 10,00€ Taschenbuch

     

    Inhaltliches:

    Erzählperspektive: eigentlich Ich-Perspektive, allerdings wechselt es auch teilweise zu der dritten Person

    Lesbarkeit: sehr flüssig

    Besonderheiten des Buches: Es gibt keine Kapitel und die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben.

     

    Klappentext:

    Maja Haderlap erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes, der Slowenen in Kärnten. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Familie gehört, ist er noch allgegenwärtig. Die Erinnerungen an jene schreckliche Zeit gehören für die Menschen zum Leben wie Gott. Für ihr Romandebüt wurde Maja Haderlap vielfach ausgezeichnet (u.a. Ingeborg-Bachmann-Preis, Bruno-Kreisky-Preis, Rauriser Literaturpreis).

     

    Charaktere:

    Zentral ist das Mädchen, aus dessen Perspektive erzählt wird. Da es sich um einen autobiographischen Roman handelt, handelt es sich bei dem Mädchen um Maja selbst. Sie wächst mit den Geschichten aus der schrecklichen Partisanenzeit während des ersten Weltkriegs auf und lebt mit ihrer Familie in der Grenzregion Kärnten und Slowenien. Sie erzählt von ihrer Großmutter und von deren Zeit im KZ. Die Großmutter ist eine sehr gottesfürchtige Frau, die für alles das richtige Gebet parat hat und de von Maja als eine zentrale Figur beschrieben wird. Mehr als die Hälfte des Buches wird von dieser Person beansprucht. Maja hat zu ihrer Großmutter ein gutes Verhältnis und sucht bei ihr oft Zuflucht, doch als sie auf das Gymnasium geschickt wird, bricht die Zuneigung ihrer Großmutter ab.

    Majas Mutter ist aufopfernd und setzt sich für die Familie ein, auch sie ist sehr gläubig, wenn auch nicht so streng gläubig wie ihre Schwiegermutter. Sie hat Freude an Gedichten und an Gesängen, doch ihr Mann, Majas Vater, macht ihr das Leben durchaus schwer. Er leidet an starken Selbstzweifel und hält die Familie mit seinen Launen ordentlich auf Trab und sorgt für vielerlei negative Stimmungen im Haus. An ihn scheint lediglich Maja heranzukommen, denn von seiner Frau scheint er nicht viel zu halten. Er scheint zwei Gesichter zu haben, denn er ist zum einen selbstmordgefährdet und zum anderen ist er der trinkfeste Geselle, der bei keinem Fest fehlen darf.

    Die Charaktere weisen genug Tiefe auf um mit ihnen mitleiden zu können, auch wenn oft schnell zwischen einzelnen Charakteren gewechselt wird. Man durchlebt, wie Maja der Geist der Vergangenheit zu viel wird und wie sie versucht aus ihrer Familie zu flüchten, nur um dann doch wieder vom Engel des Vergessens eingeholt zu werden.

     

    Inhalt:

    Die Handlung beginnt mit den frühen Kinderjahren von Maja und es wird erzählt, wie ihre Großmutter sich um sie gekümmert hat und zu welchem Verhältnis sie zu welchen Personen steht. Im Laufe der Zeit wird Maja älter und versteht ihre Umwelt besser. Je älter sie wird, umso mehr Geschichten erzählt ihr ihre Großmutter über das KZ und darüber, was sie erlebt hat. Im weiteren Handlungsverlauf besucht Maja das Gymnasium und immatrikuliert. Dieses Thema ist in diesem Buch sehr zentral, ebenso wie das Thema der Partisanen. Maja lernt erst im fortschreitenden Alter, dass sie die Vergangenheit nie gänzlich abstreifen kann.

    Die Handlung verläuft parallel zum Heranwachsen des Mädchens. Die Autorin hat einen sehr ruhigen und gemessenen Erzählstil, der sehr mitreißend ist. Sie legt besonders auf die Charaktere großen Wert. Auffallend ist, dass die Geschichte durchwegs im Präsens gehalten ist und nur durch ein Futur Abwechslung erlebt. Durch die gewählte Zeitform werden die Erzählungen intensiviert und treten genauer ins Gedächtnis.

    Dass dieser Roman den Bachmannpreis 2011 gewonnen hat, ist kaum verwunderlich. Auch die Thematik Kärnten/Slowenien ist aktuell. Ein tolles Leseerlebnis, das literarisch hervorragend gelungen ist.

     

    Cover:

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten und erinnert mich an das Haus, in dem sich die meisten der Erzählungen abspielen. Die Hausmauer wirkt alt und weist darauf hin, dass es sich um keine moderne Geschichte handelt, sondern, dass die Erzählzeit in der Vergangenheit angesiedelt ist. Die Schriftart passt gut zum Hintergrund und die rote Titelfarbe hebt sich gut vom hellen Cover ab. Ein gelungenes Cover, das zum Buch passt.

     

    Empfehlenswert: Ja, dieses Buch ist sehr zu empfehlen.


    Diese Rezension erschien ebenfalls hier:

    http://lesedrachen.blogspot.co.at/2017/11/engel-des-vergessens.html

  6. Cover des Buches Veronika Decides to Die (ISBN: 9780007551804)
    Paulo Coelho

    Veronika Decides to Die

    (44)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    ... als man denkt. Veronika ist jung, lebt in Slowenien, hat einen guten Job und viele Freunde. Und dennoch möchte sie nicht mehr weiterleben. So nimmt sie eines Morgens eine Handvoll Schlaftabletten, um sich das Leben möglichst friedlich zu nehmen. Sie erwacht in einem Schlafsaal einer Nervenheilanstalt und ... beginnt zu atmen.

    Eine gelungene Kurzgeschichte des Meisters Paulo Coelho, der auf einfühlsame, aber eindrückliche Weise den Leser erkennen lässt, wie schön das Leben sein kann. Veronika erkennt im Laufe der Geschichte sich selbst und nimmt auch andere wahr. Sehr schöner Schreibstil. Wirklich lesenswert.

  7. Cover des Buches Einmal mit der Katze um die halbe Welt (ISBN: 9783833871238)
    Martin Klauka

    Einmal mit der Katze um die halbe Welt

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Ich liebe Reisebücher und ich bin sehr kritisch, was Reisen mit Katzen angeht. Aber meine Lieben ich durfte Mogli bei der Lesung kennenlernen und hatte im Buch einen tollen Einblick in die Beziehung der Beiden. Anders als bei dem ein oder anderen Buch über Reisen mit Katzen bin ich fest überzeugt, dass in diesem Fall das Wohl der Katze im Vordergrund steht und stand. 

    Der Schreibstil war toll und ich konnte mir die Route gut vorstellen. In einigen der Länder war ich selbst bereits. Es war eine gute Mischung an Beschreibungen und lebhaften Geschichten. Teilweise war das Buch spannend geschrieben und ich habe wirklich mitgefiebert, was als Nächstes passiert.


    Für alle die auf Reisen gehen möchten, ohne den Lesesessel zu verlassen, eine absolute Empfehlung. Von mir kriegt das Buch 5 von 5 Sterne. 

  8. Cover des Buches Die Wiederholung (ISBN: 9783518423202)
  9. Cover des Buches Wenn die Liebe ruht (ISBN: 9783552059504)
    Drago Jančar

    Wenn die Liebe ruht

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Miamou

    „Wenn die Liebe ruht“ ist so ein Buch, das ich in einer Buchhandlung sehe und dann nicht einfach so daran vorbeigehen kann. Auch wenn der Klappentext recht rasch klar macht, dass es „wieder“ ein Buch ist, das im zweiten Weltkrieg spielt und irgendwie ist der Buchmarkt ja „doch schon übersättigt mit dem Thema“. Vielleicht ist er das, aber es gibt immer wieder neue, erschreckende Seiten in diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte, die es zu entdecken gilt und auf jeden Fall auch noch aufzuarbeiten gibt. Drago Jančar leistet mit seinem Roman einen entscheidenden Beitrag dazu.

    Der Schauplatz dieses Kriegsromans ist Slowenien. Die junge Sonja begegnet auf der Straße ihrem Jugendschwarm Ludek, der jetzt Ludwig heißt und Karriere bei der deutschen Wehrmacht gemacht hat. Sonjas Freund Valentin sitzt in einer Folterkammer der SS und Sonja verbürgt sich für ihn bei Ludwig. Sie zahlt einen hohen Preis dafür. Valentin jedoch dankt ihr ihre Hilfe nicht und zieht mit den Partisanen in die letzten ermüdenden Kriegsmonate.  

    Mit diesen wenigen Zeilen ist die Handlung des Buches eigentlich schon erzählt. Denn der Autor legt viel mehr den Fokus auf das Innenleben seiner Protagonisten. Da ist Ludek, der bei seinem Medizinstudium in Graz mit der NSDAP in Kontakt gekommen ist und sich Feuer und Flamme dafür begeistern konnte. Als er in seine Heimatstadt Maribor versetzt wird, so wird er zu Beginn dort mit Freuden aufgenommen, besonders von den deutschsprachigen Einwohneren, die Slowenien wieder im Großen Deutschen Reich sehen wollen. In der Zeit, in der die Handlung des Romans spielt (Ende 1944) sind jedoch auch schon die begeistertsten Anhänger der deutschen Wehrmacht nur mehr die Glut unter dem abgebrannten Holz, denn in Wahrheit wünscht sich jeder nur mehr, dass endlich wieder Friede ist. Auch Ludwig beginnt das System zu hinterfragen, wenn er überlegt, warum alte und junge Menschen im „Volkssturm geopfert werden müssen!“. Trotzdem hält er an seiner Aufgabe fest und es ist ihm ein Leichtes Sonja zu überzeugen, was sie machen soll, damit ihr Valentin aus dem Gefängnis entlassen wird. Sonja hat eigentlich eine tragende Rolle in diesem ganzen Geschehen und kommt, meines Erachtens, dafür in der Geschichte viel zu kurz. Dafür wird Valentins Geschichte sehr ausgebreitet und plötzlich befindet man sich als Leser mittendrin in Partisanenkämpfen des slowenischen Widerstands. Aber auch diese sind vor Angriffen aus den eigenen Reihen nicht gefeit.

    Dieses „Zu – Kurz – Kommen“ von Sonja und die ausgedehnten Partisanenkämpfe haben mich dann doch dazu bewogen dem Buch einen Stern abzuziehen.

    Und trotzdem schafft Jančar es wirklich ausgezeichnet die Atmosphäre der letzten Kriegsmonate in Slowenien zu Papier zu bringen. Seine wichtigste Botschaft ist allerdings, die Sinnlosigkeit des Zweiten Weltkriegs im Besonderen, jedoch die Sinnlosigkeit von Kriegen im Allgemeinen zu veranschaulichen. Er macht dies mit wenig Aufsehen, sprich: er führt dem Leser jetzt nicht seitenlang vor Augen, wie die Foltermethoden der SS aussahen oder wie grausam es in KZs zugegangen ist. Er macht dies wesentlich subtiler durch seine Figuren und fordert den Leser auf, dass er unbedingt zwischen den Zeilen lesen muss.

    Für mich eine besondere Entdeckung, die ich gerne weiterempfehle, auch wenn es einige Schwächen gibt. Ein Autor, der mich neugierig auf ihn gemacht hat…

  10. Cover des Buches Mord auf dem Alptraumschiff: Ein Krimi-Liebesroman mit Humor, Herz und Hund (ISBN: B07GYTX4N8)
    Claudia Evelyn Schulze

    Mord auf dem Alptraumschiff: Ein Krimi-Liebesroman mit Humor, Herz und Hund

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Janin und Jill haben eine Marketing-Agentur und bekommen einen tollen Auftrag, Werbung für eine Kreuzfahrt inklusive der Reise für Recherchezwecke. Doch es geht nicht nach Antiqua sondern auf die „Antiqua“. Und die fährt leider nur auf einem Fluss.

    Eine sehr lustige Reise mit spannendem Ausgang. Von einer Kreuzfahrt auf der Donau inklusive Mord geht es in einer wilden Verfolgungsjagd bis nach Kroatien. Und ein kleiner Hund ist die größte Hilfe bei der Mörderjagd. Die Ermittlungen lassen aber auch genügend Platz und Zeit für Liebeleien. 4-Sterne-Bewertung von mir dazu.


  11. Cover des Buches Slowenisch - Wort für Wort (ISBN: 9783831764204)
    Alois Wiesler

    Slowenisch - Wort für Wort

    (3)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Auch hier : die Wort-für-Wort-Übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und "Denkweise" der jeweiligen Sprache zu durchschauen. Für ein oberflächliches Sprachverständnis durchaus ausreichend
  12. Cover des Buches DUMONT direkt Reiseführer Slowenien (ISBN: 9783616000701)
  13. Cover des Buches Ein krummer Hund (ISBN: 9783828029699)
    Martina Schmitt-Jamek

    Ein krummer Hund

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Laura_Christen

    Auch wenn es sich am Anfang "zäh" liest, wie bei den meisten Lektüren, so hat man am Schluss ein "Aha"-Gefühl. Eine Geschichte bettet hier eine andere ein und es entstehen Verschachtlungen und Zusammenhänge, die den Spannungsbogen beim Lesen aufrecht erhalten und den Leser stets motivieren weiter zu lesen. Ein Krimi der besonderen Art, da er auch viele historische Elemente beinhaltet. Szenen werden detailreich geschildert, so dass dem Leser viele Bilder im Kopf entstehen, die einem auch schon mal unter die Haut gehen können. Für Krimi-Freunde absolut empfehlenswert!

  14. Cover des Buches Wem die Glocke schlägt (ISBN: 9783222134791)
    Peter Kimeswenger

    Wem die Glocke schlägt

    (3)
    Aktuelle Rezension von: parden

    ALS KRIMI NICHT ERNSTZUNEHMEN...

    In einem aufgelassenen Weinkeller in der mittelalterlichen slowenischen Hafenstadt Piran wird ein Investmentbanker erhängt aufgefunden. Der österreichische Kriminalpolizist Karl Heber, der sich hier im Ruhestand den Traum von Haus und Boot erfüllt hat, macht sich auf Spurensuche. Mitunter raue See und raue Sitten bilden die Kulisse für dunkle Geschäfte, dubiose Machenschaften und verwobene Familienstrukturen. Heber kämpft gegen Bürokratie, Einfältigkeit und Zentralismus. Und er beweist: Ein Selbstmord muss kein solcher sein. (Klappentext)

    Der ehemalige österreichische Kriminalpolizist Karl Heber hat sich nach einem langen Berufsleben den Ruhestand verdient. Obschon er seine Wohnung in Klagenfurt nicht aufgegeben hat, lebt er nun seinen Traum. Er hat in der slowenischen Hafenstadt Piran ein Haus gekauft und lässt dieses nun umbauen - und mit einem befreundeten Bootsbesitzer unternimmt er immer wieder Angeltouren auf dem Mittelmeer. Einen Kaffee mit Blick auf den Hafen, kleine Gerichte in einem Restaurant - Karl Heber weiß das Leben zu genießen. 

    Daher fühlt er sich gestört, als er einen unerwarteten Anruf erhält. Antonella Lupini, eine Anwältin, die sich seinerzeit in einem Gerichtsprozess als hartnäckige und unbequeme Gegnerin erwiesen hat, bittet Heber um Unterstützung. Ihr Zwillingsbruder Angelo wurde vor einigen Wochen in einem Weinkeller in Piran erhängt aufgefunden - doch die Anwältin kann nicht an den von der Polizei festgestellten Selbstmord glauben. Heber soll nun herausfinden, was da wirklich geschah. Nach einigem Zögern willigt dieser schließlich ein.

    Einen spannenden Krimi vor malerischer Kulisse - das hatte ich mir jedenfalls erhofft. Tatsächlich spielt der Krimi dann aber kaum eine Rolle - ermittelt wird nach Lust und Laune, mal wochenlang nichts, dann muss irgendetwas plötzlich sofort geschehen, nicht nachvollziehbar. Schleppend, desinterssiert und viel zu sehr von Kommissar Zufall geleitet, so lässt sich die Ermittlungsarbeit wohl am ehesten zusammenfassen. All das läuft wirklich nur nebenher, der Fokus liegt hier auf ganz anderen Dingen.

    Istriens Landschaft, Land und Leute, kulinarische Details und vor allem das Meer und die Schiffe sowie die Möglichkeit einer nachhaltigen Fischerei werden hier teilweise elegisch ausgebreitet. Bei gerade einmal sechs Kapiteln ist beispielsweise eines komplett dem Umbau eines von Heber erworbenen Motorboots gewidmet. Die Schilderungen sind teilweise durchaus atmosphärisch und bildhaft, Lust auf Urlaub entsteht beim Lesen trotz des oft kurz angebundenen Schreibstils definitiv. Aber wer das Buch in Erwartung eines Krimis in die Hand nimmt, der wird zwangsläufig enttäuscht. 

    Mir schien, als habe der Autor hier in erster Linie seine eigene Lebenssituation (auch er zog von Klagenfurt nach Piran) präsentiert und dabei den Fokus auf Aspekte gerichtet, die ihm selbst wichtig sind. Der Versuch, das Ganze in einen Krimi zu kleiden, ist dagegen in meinen Augen misslungen. Das Verhalten Hebers wirkt nicht sonderlich professionell, er erweist sich weder als besonders klug noch sonderlich geschickt, verhält sich auch nicht immer logisch, und der Umgangston wirkt oftmals abweisend und schroff. Und den Fall selbst schließt dann auch nicht er ab. Aber sei's drum. 

    Für jemanden, der Urlaubsflair sucht, mag dieses Buch geeignet sein. Der Zusatz "Alpen-Adria-Krimi" weckt dann jedoch falsche Erwartungen.


    © Parden

  15. Cover des Buches Das kleine Walross bekommt eine Brille (ISBN: 9783854354611)
  16. Cover des Buches Der Tunnel (ISBN: 9783038860013)
    Erich F. Lercher

    Der Tunnel

    (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Jugoslawien bekam der Loiblpass - ein seit Jahrhunderten sehr wichtiger Übergang über die Karawanken - eine immense militärstrategische Bedeutung. 

    Schon 1560 gab es hier den ersten Tunnel. Im 17. Jahrhundert plante man einen neuen Tunnel...es scheiterte aber an den Kosten. Erst im September 1942 initiierte der Kärntner Gauleiter Rainer erfolgreich den Bau eines neuen Tunnels. Es sollte jedoch bis Juni 1943 dauern, ehe wirklich durch die Heranschaffung von 330 Deportierten aus dem KZ Mauthausen mit den Grabungsarbeiten begonnen werden konnte.

    Der Autor Erich Lercher recherchierte jahrzehntelang über das Zwillings-KZ von Mauthausen am Loiblpass. Ein Lager befand sich im Süden in Sveta Ana pod Ljubeljem und das nördliche Lager auf österreichischer Seite im Gemeindegebiet von Windisch Bleiberg. Seine Nachforschungen führten ihn auf der Suche nach Überlebenden aus diesen Lagern durch Europa und bei den Gesprächen mit diesen von enormen Überlebenswillen geprägten Menschen tauchte immer wieder ein junges Mädchen namens Jelena auf. Ein 19jähriges Mädchen aus Assling, die zum Kanzleidienst auf den Loiblpass entsandt wurde.

    Dieser Jelena Sumi, den die KZ-Häftlinge den "Engel vom Loiblpass" nannten, wird nun ein kleines Denkmal mit diesem Roman gesetzt: Tagsüber schmuggelte sie direkt unter den Augen der brutalen SS-Lageraufsicht unter Einsatz ihres Lebens Essen und Nachrichten zu den Internierten. Abends verteilte sie Flugblätter der Partisanen am Gelände und rettete somit Hunderten das Leben oder bestärkte sie dadurch in deren Überlebenskampf.

    Es wird aber auch von Janko Tisler, der als Zivilarbeiter der "Universale Bau AG" auf dem Gelände arbeitet, erzählt und welcher sich in Jelena verliebt. Er geht in den Widerstand und arbeitet gemeinsam mit Jelena gegen die Besetzer.

    Das unglaubliche Leiden, die Misshandlungen, Folterungen und das Arbeiten bei jeder Witterung im Stollen unter Entbehrung anständiger Verpflegung und geeigneter Kleidung wird in der Person des aus Sibenik in Kroatien stammenden und von Marseille über Mauthausen in das Südlager gebrachten Boijan Milanovic sehr eindringlich dargestellt.

    Lercher bedient sich in diesem Roman der sehr harten "Knastsprache", welche die Grauen, die die SS-Lagerkommandanten und Kapos - allen voran der abstoßende homosexuelle Sadist Max Skirde - an den ausgeschundenen und ausgehungerten Häftlingen verüben, beim Lesen spürbar machen. Der Terror, die Giftspritzen, die Boxschaukämpfe und die mit Saufgelage der SSler verbundenen Leichenverbrennungen treiben einem manch Träne ins Auge.

    Im Dezember 1943 erfolgte der Durchbruch... am 7. Mai 1945 die Selbstbefreiung der 950 Insassen. 

    Was den Roman zusätzlich so beklemmend und traurig macht, ist die Weiterführung der Geschichte der handelnden Personen durch den Autor bis herauf in die Jetztzeit. Die Prozesse in Klagenfurt und wie sich die Nazischergen dank guter Anwälte oder des im Stillen noch immer lebendigen Gedankengutes der Geschworenen bei der Urteilsfindung aus ihrer Verantwortung retten konnten und teilweise bis zu ihrem Tod hohe Ämter und angesehene Arztpraxen (der Lagerarzt, der Häftlinge mittels Injektion von Benzin ins Herz zu Tode brachte, wurde Leiter des größten Krankenhauses im Bundesland Kärnten und betrieb eine gut ausgelastete Privatpraxis) bekleideten sind genauso beschämend wie der Jörg Haider-Wahn und die Unfähigkeit meiner Landsleute, Geschichte aufzuarbeiten und Tatsachen anzuerkennen. Während es auf slowenischer Seite eine beeindruckende Gedenkstätte des Lagers gibt, muss hier auf österreichischer Seite noch immer drum gekämpft werden, endlich die Reste des Lagers zu schützen und zu betreuen. 

    Ein Zeitdokument, welches mich nun jedes Mal, wenn ich durch den mehr als 1560 m langen Tunnel fahre, frösteln lässt. Ein Dokument über die erstaunliche diabolische Fähigkeit des Menschen, seinesgleichen Grausamtes und Unwürdigenstes anzutun. Ein Buch über ein Grauen, welches sich aktuell immer noch findet. Obwohl solche Bücher aufrütteln und mahnen, diesen antiquierten stupiden Gedankenkonstrukten endlich abzuschwören, feiert die Idiotie im 21. Jahrhundert fröhliche Urständ. Aber dieser Roman gibt auch Hoffnung: Er beschreibt auch, wozu ein menschlicher Geist fähig ist. Welche Grenzen er körperlich wie mental zu überwinden vermag. Wie ein bißchen Selbstcourage und aufrichtige Nächstenliebe eines jungen Mädchens vielen Todgeweihten das Leben rettete... Man sollte den "Engel" für sich als Vorbild nehmen.

    Eine klare Leseempfehlung für Menschen mit Interesse an diesem sooo dunklen Kapitel unserer Geschichte.


  17. Cover des Buches Der Lügenpresser (ISBN: 9783218011075)
    Livia Klingl

    Der Lügenpresser

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Biest
    Inhalt:

    Der Herr Karl im Jahr 2018: Ein Zeit- und Sittenbild

    EU, Migranten, Flüchtlinge, Roboterisierung, Social Media, die Krise der Politik und der Zeitungen: Boulevardjournalist Karl Schmied sieht schwarz für die Zukunft, auch wenn er sich in seinem kleinen Kosmos durchaus wohlfühlt. Doch zwei unerwartete Nachrichten bringen sein sorgfältig zurechtgezimmertes Selbstbild krachend zum Einsturz – und der vermeintlich Besonnene greift zu einem drastischen Mittel.

    Dr. Karl Schmied, 62, ist verliebt. In Sonja aus Moldawien. Weil die Zukunft verheißungsvoll ist, schaut der Journalist und studierte Historiker auch in die Vergangenheit zurück. Aus kleinen Verhältnissen stammend, hat er etwas aus sich und seinem Leben gemacht. Mit vielen Veränderungen im Land ist er zwar durchaus zufrieden, aber das man keinen "Mohr im Hemd" mehr bestellen darf und gleichgeschlechtliche Paare jetzt auch noch heiraten wollen, geht ihm dann doch zu weit.

    Mit spitzer Feder und hintersinnigem Witz taucht Livia Klingl in ihrem ersten Roman tief in die österreichische Seele ein. Sie schickt Karl Schmied auf eine Reise durch das Gestern, das Heute und das zu erwartende Morgen und blickt hinter die Fassade eines Menschen, der, wie so viele andere auch, das Gefühl hat, aus dieser unberechenbaren Zeit gefallen zu sein.

    Meine Meinung:

    Karl erzählt hier aus seinem Leben, seinem bevorstehenden und dem vergangenen, über seine Sorgen, Ängste und Befürchtungen und über die Pläne für seine Zukunft.
    Beim Lesen kam es mir so vor, als würde er mich direkt ansprechen, was wie ich finde, ein tolles Gefühl ist und man ist sofort mittendrin.

    Ich habe mir während dem Lesen sehr viele Gedanken über das Geschriebene gemacht und ich muss sagen, es steckt doch sehr viel Wahrheit in diesem Buch.

    Karl hat mir als Protagonist sehr gut gefallen. Er hatte Ecken und Kanten und seine Gedanken und Beweggründe ließen sich super nachvollziehen, weil er sie bis ins kleinste Detail mit seinen Lesern teilt.

    Ein überraschendes und absolut gelungenes Ende runden den Roman perfekt ab.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ließ sich trotz des Dialekts sehr flüssig und flott lesen.
    Auch das Cover gefällt mir unheimlich gut. Es passt perfekt zur Story.

    Fazit:

    Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen tollen Debütroman, der so voller Wahrheit steckt. 
  18. Cover des Buches Archiv der toten Seelen (ISBN: 9783895614460)
  19. Cover des Buches Breed, Audio-CDs (ISBN: 9783455307603)
    Chase Novak

    Breed, Audio-CDs

    (11)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Das hippe New Yorker Ehepaar Leslie und Alex ist verzweifelt. Trotz Diäten, Therapien, künstlicher Befruchtung und Selbsthilfegruppen will der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung gehen.
    Bis sie von einer neuartigen Behandlungsmethode eines Kinderwunschspezialisten in Slowenien hören und darin ihre letzte Chance sehen.

    Das war mal eine verquerte Horrorgeschichte, die teilweise sehr innovativ gestaltet war, auf der anderen Seite aber im Lauf der Handlung an Tiefe verloren hat.

    Zu Beginn der Geschichte lernt man Leslie und Alex kennen. Sie sind ein gut betuchtes Ehepaar und stehen im Großen und Ganzen auf der Sonnenseite des Lebens. Bis auf diesen unerfüllten Kinderwunsch eben, der bei beiden doch ziemlich an den Nerven nagt. Zuerst erfährt man, welchen seltsamen Praktiken sie sich schon unterzogen haben, wie sie mit der ungewollten Kinderlosigkeit umgehen, dabei trotzdem die Freude am gemeinsamen Leben bewahren und erst nach und nach am Rand der Verzweiflung sind.

    Gerade als Leslie aufgeben will, hören sie von dem Wunderknaben in Slowenien, der eine erstaunliche Erfolgsquote bei seinen Patienten vorzuweisen hat, und sogar bei ihnen eine kleine Sensation vollbringt.

    Der erste Teil um Leslie und Alex hat mir sehr gut gefallen. Novak beschreibt das toughe Ehepaar mit all seinen Wünschen und Hoffnungen, wie sie manchmal an sich selbst zweifeln, dennoch weiterhin die Freude an ihrem Dasein behalten.

    Der Horrorteil beginnt mit Leslies Schwangerschaft. Daher denke ich, dass es bestimmt keine bevorzugte Lektüre für Frauen ist, die gerade ein Kind erwarten. Denn was alles mit Leslies Körper geschieht, möchte man sich im Normalzustand schon nicht wirklich vorstellen, und sicherlich erst recht nicht, wenn man in anderen Umständen ist.

    Der weitere Teil der Handlung ist 10 Jahre später anberaumt. Auch hier nimmt der Autor einen guten, horrormäßigen Faden auf, ließ mich als Leser rätseln, wundern und hat mir das Grausen gelehrt. Doch dann knickt sie irgendwie ein und wird nicht mehr so geradlinig und spannend wie zuvor fortgesetzt. Denn auf einmal steht eine eher sinnlose Jagd im Vordergrund, auf die ich mir auch im Nachhinein keinen richtigen Reim machen kann. Obwohl die Handlung im vorletzten Abschnitt noch einmal enorm an Spannung gewinnt, konnte sie meiner Ansicht nach nicht mehr ganz die Kurve kriegen.

    Richtig enttäuscht war ich zu guter Letzt vom Ende des Romans. Es kommt so abrupt und lässt den Leser mittendrin stehen, dass ich es mir noch einmal anhören musste, weil ich dachte etwas verpasst zu haben. Es hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen. Dabei ist es nicht einmal ein bösartiger Cliffhanger, wie man ihn manchmal kennt, doch trotzdem fehlt mir ein runder Abschluss, weil es eben auf diese Art für mich als Leser nicht zu Ende sein kann.

    Obwohl es thrillermäßiger Horror ist, hat man es auch mit Splatterelementen zutun. Es gibt viel Blut, grausige Happen, bei denen einem der Appetit vergeht und ist daher für empfindliche Gemüter eher ungeeignet, auch wenn diese Szenen nicht die Oberhand gewinnen.

    Insgesamt hat „Breed“ beachtliches Potential, das meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft worden ist. Die Grundlage des Romans finde ich großartig, doch leider lässt die Handlung immer mehr nach, bis sie allzu plötzlich zu Ende ist. Wer allerdings neugierig auf diese meist widerliche Horror-Mahlzeit ist, sollte sich nicht den Appetit verderben lassen und einfach zugreifen, denn der Grundriss des Romans ist es auf jeden Fall wert.

  20. Cover des Buches Grado im Regen (ISBN: 9783954517855)
    Andrea Nagele

    Grado im Regen

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Rauschenbach

    Von diesem Teil bin ich echt begeistert,nicht nur dass er spannend war,sondern fande ich ihn auch emotional und hätte das so nicht erwartet.freue mich auf jeden fall schon mit der Reihe weiter zu machen.ich liebe die Geschichten aus grado und man kann sichs auch immer so schön vorstellen, vor allem wenn man grado selbst schon erkunden konnte

  21. Cover des Buches Der Tag, an dem Tito starb (ISBN: 9783852562988)
  22. Cover des Buches MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Slowenien (ISBN: 9783966854399)
  23. Cover des Buches Brandmal (ISBN: 9783404175864)
    Mark Benecke

    Brandmal

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Die Autoren:
    Florian Hilleberg, in Uelzen geboren, hat nach dem Studium eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht, die ihn in die Psychiatrie gebracht hat. Dort arbeitet er noch heute, hat aber nebenbei seine Liebe zum Schreiben wiederentdeckt und ist inzwischen einer der neuen Autoren für die Heftromanserie JOHN SINCLAIR.

    Dr. Mark Benecke ist ein deutscher Kriminalbiologe, Spezialist für forensische Entomologie und Politiker. Nach seiner Promotion an der Uni Köln im Institut für Rechtsmedizin absolvierte er diverse fachspezifische Ausbildungen auf der ganzen Welt, so zum Beispiel beim FBI. Nebenbei veröffentlicht er zahlreiche wissenschaftliche Artikel, diverse Sachbücher sowie Kinderbücher

    Zum Inhalt:
    In mehreren Städten z. B. Berlin, London, Catice (Slowakei) treten plötzlich Fälle von spontaner Selbstentzündung auf. Personen und teilweise auch Tiere brennen von innen heraus, ohne dass im näheren Umfeld Brandspuren sichtbar sind. Dieser Sache wollen der bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke und sein Team auf den Grund gehen. Zur gleichen Zeit wird auch Geisterjäger John Sinclair davon in Kenntnis gesetzt. Er muß diesen Fall allerdings ohne seinen langjährigen Freund Suko lösen, dafür ist Jane Collins dabei.


    Rezession:

    Während Mark Benecke und seine Kollegin Tina in der psychiatrischen Abteilung der Berliner Charité in einem Fall von spontaner Selbstentzündung ermitteln, zu dem auch der BKA Beamte Harry Stahl hinzugezogen wurde, ermittelt John Sinclair in London. Die Spur führt in ein Tattoostudio. Leider kann er dort ohne Befugnis nicht weiter ermitteln doch es gibt es eine Spur, die nach Catice in der Slowakei führt.

    Inzwischen gibt es in der Slowakei ein Massensterben von Menschen und Tieren durch Feuer und Vampire. Mark und Tina fahren hin und auch John hat von den Vorfällen erfahren und fährt mit Jane Collins. Die Protagonisten erleben spannende Tage mit viel Aktionen und Ereignissen. Das Ende offenbart manche Überraschungen und ist nicht wirklich ein Abschluss.

    Man hat nach Ende des Romans, das Gefühl, „das kann es doch noch nicht gewesen sein!!“ und man hofft das es noch weitergeht.

    Die Schauplätze sind so real beschrieben, als wäre mal selber vor Ort.

    Das „Kopfkino“ war im vollen Gange, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Auch die Situation das zwei Autoren diesen Roman geschrieben haben fiel überhaupt nicht auf.


    Von mir daher eine klare Empfehlung und auch für Leute die noch keinen John Sinclair Stories gelesen haben ein sehr spannender Roman der Lust auf mehr macht. Super

  24. Cover des Buches John Sinclair - Brandmal (ISBN: 9783838783376)
    Mark Benecke

    John Sinclair - Brandmal

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine Reihe mysteriöser Selbstentzündungen führt John Sinclair von London über Deutschland nach Rumänien. Sein alter Freund Will Malmann weiß, dass der Verdacht, dass es sich bei den Opfern um Vampire handelt nicht von der Hand zu weisen ist. Auch der bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke wird hinzugezogen, der kurzentschlossen auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Alle Spurenführen nach Rumänien, tief in die düstere Vergangenheit der Blutgräfin.

    Die siebte Folge der Sonderedition hat alles, was das Herz eines Sinclair-Fans begehrt: Spannung, Mystery und Witz. Mit Mark Benecke tritt ein Charakter auf, der John Sinclair noch einmal Originalität verleiht. Gewohnt verlustreich verläuft die Geschichte, sodass man sich mit Sympathien an die wenigen Charaktere halten muss, deren Überleben gesichert ist. Besonders witzig ist der Schluss gestaltet, der zwischen zwei Schauplätzen hin- und herspringt. Bevor man davon richtig genervt ist, löst sich die Geschichte zum Glück auf.

    Leider diesmal ohne Outtakes oder sonstige Extras liegt hier auf 3 CDs ein umfangreiches John Sinclair-Abenteuer vor, mit allen Stärken und Schwächen der Serie. Eine tolle Soundkulisse mit schönen Schockeffekten verleiht der Geschichte den letzten Schliff.

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