Bücher mit dem Tag "somalia"
34 Bücher
- Waris Dirie
Wüstenblume
(1.589)Aktuelle Rezension von: Chrissy87In "Wüstenblume" erzählt das somalische Model Waris ihre Geschichte. Von einer Kindheit in Somalia als Nomadin, die in der Natur Afrikas groß wird bis zur Ausreise nach London und ihren ersten Schritten als Model.
Mich hat die Geschichte sehr bewegt, besonders das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung war sehr hart zu lesen.
Die Geschichte hat mich allerdings ab dem Punkt wo es für Waris nach London ging etwas verloren, was vielleicht auch daran lag, dass ich sie stellenweise sehr unsympathisch fand.
- Daniel Glattauer
Die spürst du nicht
(336)Aktuelle Rezension von: AleksandraDas Buch erzählt die Geschichte zweier wohlhabender und angesehener Familien. Eine der ist die bekannte Politikerin. Damit sich ihre Tochter nicht langweilt nimmt sie deren Mitschülerin mit, ein Flüchtlingskind. Gemeinsam verbringen sie alle ihren Urlaub in Toskana, Italien. Als Aayana, das Flüchtlingskind, im Schwimmingpool ums Leben kommt, nimmt die Geschichten ihren tragischen Lauf.
Das Cover zeigt genau diese Thematik, ein Schwimmbecken mit Wasser und die Beine einer Person, die gerade ins Wasser steigen will. Es ist ein sehr einfaches Bild, deutet aber unmittelbar auf das tragische Ereignis und schafft eine sehr bedrückende Atmosphäre.
Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn erinnerte mich die Gestaltung fast an ein Theaterstück, da die Handlung in einzelnen Szenen erzählt wird. Besonderen Reiz gaben die jeweiligen Zeitungsausschnitte und die fiktiven Leserkommentare. Genau solche Kommentare kennt man heute aus den sozialen Medien oder Online-Zeitungen. Während man sie im Alltag nur oberflächlich liest, erlebt man sie in dieser Geschichte aus der Sicht der Betroffenen. Dadurch wirken sie viel verletztender und regen den Leser zum Nachdenken an.
Das Besondere an diesem Roman ist, dass nicht die Frage, warum kam es zu dieser Katastrohe, behandelt wird, sondern wie die Beteiligten mit der Schuld, Gewissensbissen, Trauer und Scham umgehen. Der Roman zeigt die Auswirkungen, wie ein solches Ereignis auf alle Betroffen hat.
Für mich ist dieses Buch mehr als ein Roman - es ist ein Weckruf. Es richtet sich an Menschen, die das Schicksal anderer nicht wahrnehmen und ihnen dadurch die Themen wie Flucht und Flüchtlingspolitik gleichgültig geworden sind. Die Geschichte fordert auf mehr Empathie zu entwickeln und hinter die Schlagzeilen die Menschen zu sehen.
Der einzige Kritikpunkt, meinerseits, ist der Schreibstil. Es ist bereits das zweite Buch, da ich von Daniel Glattauer gelesen habe und ich komme immer noch nicht mit der nüchternen, kühlen und trockenen Art klar. Zwar passt dieser Schreibstil sehr gut zu dieser Geschichte, dennoch konnte ich nicht nicht ganz damit anfreunden. Dieses ist aber Geschmacksache und hat keinen Einfluss auf die Bedeutung des Romans.
Ob der Roman ein Happy End hat, möchte ich nicht verraten. Fakt ist, dass die Katastrophe das Leben aller Beiteiligten nachhaltig verändert. Genau deshalb hinterlässt das Buch einen sehr bleibenden Eindruck.
Insgesamt ist die spürst du nicht ein sehr bewegendes und wichtiges Buch, dass nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch dazu, mehr Mitgefühl für andere Menschen zu entwickeln. Deshalb kann ich den Roman, trotz meiner Kritik an dem Schreibstil, nur weiter empfehlen.
- Chris Bradford
Bodyguard - Das Lösegeld
(75)Aktuelle Rezension von: MayaBEin weiterer Bodyguard-Band, der mir echt gut gefallen hat, sogar besser als der erste, und ich bin schon wieder überrascht. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie denke ich beim Cover jedes Mal, dass es eine typische "Held kriegt alles hin" Geschichte wird, und ... ja, irgendwie ist es das vermutlich auch, aber gleichzeitig ist das ganze so geschrieben, dass ich es absolut realistisch finde, wie Connor alles hinbekommt. Im Rahmen des Settings natürlich, ich halte es nicht grundsätzlich für realistisch.
Connor hat und macht Fehler, aber er lernt auch, findet sich in Situationen zurecht, und was mich mit am meisten überrascht: ich find's super, dass in den Büchern tatsächlich die Einsätze der Fokus sind, und nicht irgendwelche Liebesgeschichten. Denn auch danach sieht das Cover für mich immer aus, aber nein, Connor scheint tatsächlich großteils seinen Job echt professionell zu machen.
Ich bin außerdem bei diesem Buch sehr überrascht davon, wie realistisch die Piraten beschrieben sind. Nicht, dass ich viel Ahnung hatte, aber ich habe vor einer Weile die Biographie von jemandem gelesen, der tatsächlich von Piraten entführt worden ist, und wie das alles hier geschrieben war stimmte echt stark damit überein. Gab so ein paar Momente, in denen ich dachte "das kommt mir doch zu krass vor" oder so, und dann war es aber doch genau das, was ich erwartet hatte. (Wie, dass Piraten großteils die Menschen um sich herum in Ruhe lassen/dass ein Großteil der Motivation zum Beispiel die Überfischung der Meere ist, bzw. die Tatsache, dass man durch Fischen nichts mehr verdienen kann.) Ist natürlich jetzt nur mein Wissen aufgrund der einen Biographie, vielleicht also auch komplett falsch, aber hat zumindest mich ziemlich gut davon überzeugt, dass Bradford tatsächlich eine Menge Mühe in seine Recherchen steckt.
Für mich eine super Fortsetzung, und sollte mir je wieder ein Buch der Reihe in die Hände fallen, werde ich das auf jeden Fall auch lesen! - Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Nuruddin Farah
Maps
(7)Aktuelle Rezension von: Nele"Maps" von Nuruddin Farah empfinde ich als ein Buch, welches ich einfach nicht verstanden habe. Der Zutritt wurde mir durch Sprache und Schrift einfach verweigert. Kurz gesagt geht es in dem Buch um die Beziehung Askars zu seiner Ziehmutter Misra. Die Äthiopierin Misra findet den Somali Askar kurz nach seiner Geburt neben seiner toten Mutter. Misra nimmt ihn auf und wird nun seine "Mutter". Es entsteht eine wechselseitige zwanghafte Beziehung in der keiner von beiden ohne den anderen kann. Mit 9 Jahren wird Askar zu seinem Onkel Hilaal nach Mogadischu geschickt, denn in Kalaffo wo er vorher lebte herrscht Bürgerkrieg. Nun muss er erfahren, was es heißt von seiner "besseren Hälfte" getrennt zu leben. ... Das Buch ist beherrscht von den Wörtern Tod und Blut. Die wirre Beziehung zwischen Askar und Misra (in dem einen Moment liebt er sie - im anderen möchte er sie töten) erschloss sich mir überhaupt gar nicht. Des weiteren war es von Kapitel zu Kapitel ein anderer Erzählstil (Ich-Form, Du-Form, Er-Form), welches das Buch aber doch irgendwie spannend gemacht hat. Gerade in den Du-Kapiteln wollte man doch immer wissen: wer redet da? Doch so richtig wusste ich das am Ende auch nicht ... 2 Sterne vergebe ich dennoch, denn die Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsdasein und dem Zwiespalt zwischen den Somali und dem Land Äthiopien kam doch ganz gut heraus. Da es ein Thema ist, mit dem ich mich persönlich noch nie befasst habe unterlasse ich aber jegliches weiterführendes Kommentar. Zugutehalten muss ich dem Buch auch, dass ich die 360 ziemlich klein bedruckten Seiten doch sehr schnell durchhatte. Zwischendurch wollte ich es allerdings immer wieder aus der Hand legen. Bereuen tue ich nicht, dass ich doch weitergelesen habe. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies einfach kein Buch für mich war. - Waris Dirie
Brief an meine Mutter
(1)Aktuelle Rezension von: pardenSEHR PRIVATE EINBLICKE...
Brief an meine Mutter ist der berührende Erfahrungsbericht eines dramatischen Generationen-Konflikts und gleichzeitig Waris Diries persönlichstes Werk. Als Waris Dirie erfährt, dass ihre Mutter schwer erkrankt ist, zögert sie nicht, sie aus ihrem Heimatland Somalia für eine Operation in ihre Wahlheimat Wien zu holen. Die medizinische Versorgung in Somalia ist noch immer unzureichend, und in Europa kann geholfen werden. Gleichzeitig hofft Waris, dass sie endlich das Thema Beschneidung, das wie eine Wand zwischen Mutter und Tochter steht, ansprechen kann. Waris kann nicht verstehen, warum ihre Mutter sie als Kind beschneiden ließ. Doch die Mutter ist überzeugt, das Richtige getan zu haben, indem sie die Tradition der Beschneidung an ihrer Tochter durchführen ließ. Eine Aussöhnung findet nicht statt. Da beschließt Waris, ihrer Mutter nach deren Abreise einen langen Brief zu schreiben - um den Graben zwischen ihnen endlich zu überbrücken. (Verlagsbeschreibung)
Waris Dirie ist ein somalisch-österreichisches Model, eine Autorin und Menschenrechtsaktivistin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Sie war von 1997 bis 2003 UN-Sonderbotschafterin gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien. 2002 gründete sie ihre eigene Organisation, die Desert Flower Foundation.
Vor etlichen Jahren las ich "Die Wüstenblume" und war sehr beeindruckt. "Brief an meine Mutter" gewährt nun sehr private Einblicke in das Leben und Denken von Waris Dirie und erneut in das Thema der Female Genital Mutation. Als Kind wurde die Autorin selbst beschnitten, veranlasst durch ihre Mutter im Sinne der somalischen Tradition. Dieser Eingriff war für Waris Dirie derart traumatisch, dass sie niemals darüber weggekommen ist. Und ihr fortwährender und verbissener Kampf gegen die Beschneidung von Mädchen, die aufgrund der hygienischen Verhältnisse oftmals sogar an den Folgen der Verstümmelung sterben, stößt bei ihrer Mutter auf tiefes Unverständnis.
In diesem Buch schreibt Waris Dirie etliche Briefe an ihre Mutter und erzählt auch, was geschah, als sie ihre schwerkranke Mutter nach Wien holte und sie dort operieren ließ. Sie schreibt über die Sehnsucht, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen und ihre Familie von der Wichtigkeit ihrer Arbeit zu überzeugen und davon, dass die Beschneidung der Mädchen nicht Allahs Wille ist, sondern reine Verstümmelung. Als die Mutter dann nach der OP für einige Wochen in der Wohnung der Tochter lebt, um sich zu erholen, kommt es zum Eklat. Frustration und Trauer wachsen, da die Atmosphäre durch gegenseitige Vorwürfe und unterschiedliche Ansichten sehr bald vergiftet wird.
Waris Dirie spricht auch offen über ihr Alkoholproblem. Um das Trauma aus ihrer Kindheit zu betäuben, greift sie immer wieder zur Flasche. Dies alles will sie ihrer Mutter sagen, doch die Mutter verteidigt vehement die Tradition der Beschneidung. Waris findet letztlich keinen Zugang zu ihrer Mutter, den sie doch so sehr sucht. Schließlich bricht Waris Dirie endgültig zusammen. Ihre Rettung ist eine Klinik in Obertauern und das Laufen, das sie davon abhält, rückfällig zu werden.
Ulrike Hübschmann liest die gekürzte Hörbuchfassung (2 Stunden und 5 Minuten) ruhig und getragen.
Ein wieder einmal aufrüttelndes Buch, das aufzeigt, welchen Preis vor allem Mädchen und Frauen für die Aufrechterhaltung von Traditionen zahlen müssen...
© Parden
- Karin Koch
Am Freitag sehen wir uns wieder
(8)Aktuelle Rezension von: FantasticfoxDas Cover ist nett und der Klappentext sehr oberflächlich.
Im Normalfall hätte ich wahrscheinlich gegen das Buch entschieden, aber da mich das Thema Flucht sehr interessiert, habe ich mich glücklicherweise doch für das Buch entschieden.
Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Es lässt sich angenehm und flüssig lesen und ist so fesselnd, dass ich das Buch gar nicht weglegen konnte.
Außerdem ist so viel Emotion und Tiefe, aber auch Spannung in dem Buch enthalten, was die Lesestunden zu einem wahren Vergnügen gemacht haben.
Gleichzeitig regt das Buch auch unglaublich zum Nachdenken an und beschäftigt einen auch noch lange, nachdem man das Buch zum letzten Mal geschlossen hat.
- Waris Dirie
Nomadentochter
(294)Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_Ich hab zuvor "die Wüstenblume" gelesen und finde dieses zweite Buch indem Waris über sich und ihre Familie erzählt hat mir sehr gut gefallen.
Sie reißt nach 20 Jahren endlich wieder in ihre Heimat Somalia und nimmt einen auf ihrer Reise mit ihrem Bruder zusammen mit.
Es ist eine schöne aber auch sehr lehrreichen Reise und man lernt ihr Heimatland und ihre Kultur kennen.
- Waris Dirie
Wüstenblume, 1 Blu-ray
(23)Aktuelle Rezension von: michella propellaat first i thought: yeah, this'll be another one of these "from rags to riches" autobiographies and: i already know some stuff about her anyways. i was doubtful. but the longer i kept reading the more intriguing the book actually got. there was in fact A LOT i did NOT KNOW about her, about life in somalia - including family traditions, the life in the desert, customs and beliefs - and even about the funny, crazy and scary turns her life took, about female circumcision and about finding your path in life. its simple language captivated me and kept me reading - i did not want to put the book and devoured it. all in all it is an easy read with a powerful and honest message. - Diriye Osman
Fairytales for Lost Children by Diriye Osman (2013-09-01)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Tanja Weber
Mein Herz ist ein wilder Tiger
(11)Aktuelle Rezension von: Monika58097Elly wird 1916 in einen Zirkus hinein geboren, doch ihre Eltern, Hochseilartisten auf dem Rennrad, sterben bei einer waghalsigen Zirkusnummer. Liebevoll zieht die Zirkusdirektorin das kleine Mädchen groß und lässt sie zur Schlangenfrau ausbilden.
Elly lernt den Tigerdompteur Hans kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden beschließen zu heiraten, doch es ist keine gute Zeit einen jüdischen Mann zu ehelichen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1936. Die Nazis sind an die Macht gekommen. Das junge Paar beschließt, Deutschland zu verlassen und wagt mit vielen anderen Zirkusleuten die Überfahrt nach Südamerika.
Statt Glanz und Gloria müssen sie jedoch erleben, dass die Überfahrt vielen Tieren das Leben gekostet hat und man in Südamerika nicht gerade auf den eher kleinen Zirkus gewartet hat.
Viele Jahrzehnte später, Elly ist inzwischen über 100 und lebt in einem Heim, lernt sie den Pfleger John Mbete näher kennen, der aus seiner Heimat Somalia geflohen ist, um in Deutschland ein besseres Leben zu beginnen.
"Mein Herz ist ein wilder Tiger" - ich habe das Buch bei den Delia-Tagen in Iserlohn im Literaturhotel liegen sehen und schon war es um mich geschehen. Ein Roman über einen Zirkus? Muss ich haben! Am Abend der Delia-Preisverleihung im Parkhotel in Iserlohn, habe ich das Buch direkt gekauft.
Tanja Weber war übrigens eine von fünf Nominierten. Den Preis hat sie leider nicht gewonnen, aber eine begeisterte Leserin. Ich durfte Tanja Weber an dem Abend kennenlernen - eine äußerst natürliche und sympathische Frau! Doch nun zurück zum Buch.
Ellys Geschichte ist faszinierend. Der Autorin gelingt es hervorragend, dem Leser das Zirkus-Feeling zu vermitteln. Die Gemeinschaft der Zirkusleute, das tägliche Überleben. Und schließlich im Heim das nähere Kennenlernen ihres Pflegers John, der wie Elly, aus der Heimat flüchten musste.
Zwei völlig unterschiedliche Geschichten, die dennoch viele Parallelen aufweisen. Elly, die den traumatisierten John dazu bringt, ihr seine Geschichte von Tod und Verfolgung zu erzählen. John, der nachts immer wieder von Albträumen heimgesucht wird, der schreiend aufwacht, er, der junge Mann, der sich mit zwei anderen Flüchtlingen eine kleine Wohnung teilt. Jeder hat seine eigene Geschichte. Jeder muss damit fertig werden.
"Mein Herz ist ein wilder Tiger" - eine spannende und authentische Geschichte, mitreißend und atmosphärisch! Tanja Weber setzt sich einfühlsam mit dem Thema Tod und Verfolgung auseinander. Voller Wärme erzählt sie die Geschichte zweier unterschiedlicher Menschen, die doch so viel gemeinsam haben. Eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte! - Gilly Macmillan
Bad Friends: Was habt ihr getan?
(2)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Vorsicht Spoiler!“
Noah ist schwer krank. Er weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Deswegen hat er eine Liste abgefasst mit Ereignissen, die er noch erleben möchte. Sein bester Freund Abdi, ein Flüchtlingsjunge, spielt dabei eine große Rolle. Ein paar Erfahrungen kann man einfach nur mit gleichaltrigen machen. Eines Nachts schleicht er sich mit seinem Freund aus dem Haus. Er hat einen Rucksack dabei, um sein erstes Bier zu trinken. Obwohl er geschwächt ist, lässt er nichts unversucht, um ein paar Ereignisse zu erfahren. Abdi sieht seine Schwäche und will mit ihm nach Hause. Es kommt zu einem heftigen Streit, dabei fällt Noah ins Wasser.
Mehr wird nicht verraten!
Meine Meinung:
Nach den ersten Seiten dachte ich, was hat das mit einem Thriller zu tun? Aber dann nahm die Handlung Fahrt auf und die Geschehnisse veränderten sich. Jetzt kann ich sagen – super!
Die Geschichte hat unterschiedliche Handlungsstränge, die aber miteinander verbunden sind. Es gibt durch die Protagonisten variable Perspektiven. Aber auch das Thema ist brisant! Zum einen durch die Flüchtlingskrise in Europa, jedoch auch emotional durch die Krankheit eines Kindes.
Die Menschen sehen nur die Flüchtlinge, aber nicht den Wendepunkt, warum sie überhaupt ihr Heimatland verlassen. Die Flucht, die Misshandlung und welches Schicksal auf diese Personen wartet. Wie die Flüchtlinge in einem neuen Land versuchen, sich den neuen Bedingungen anzupassen und was passiert, wenn Medien Jagd auf eine Story machen.
Gut dargestellt finde ich auch, wie unterschiedlich Menschen auf Freundschaft reagieren, die nicht ungleicher sein könnte. Aber auch der Umgang mit einer schweren Krankheit.
Die Protagonisten passen mit ihren Charakteren überein. Noah, der aufgrund seiner Krankheit sehr fordernd ist. Abdi der versucht alles recht zu machen, aber selbst in eine große Krise gerät. Ebenso überzeugend ist Detective Jim. Anschaulich sind ebenso die Atmosphäre und das Ambiente.
Das Cover passt und der Titel ebenso.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.
Fazit:
Eine aus dem Rahmen fallende Geschichte, die absolut überzeugend ist.
- Tanja Wenz
Willkommen Hoffnung
(6)Aktuelle Rezension von: QueenelyzaDas Werk "Willkommen Hoffnung" von Tanja Wenz versammelt 21 ganz unterschiedliche Kurzgeschichten in einem schmalen Band. Wie der Titel es schon ausdrückt, geht es dabei um Menschen, um Erlebnisse, Schicksale und um die Hoffnung. Dabei sind die Szenarien ganz unterschiedlich: eine Geschichte (die mir ausgesprochen gut gefallen hat) spielt im Mittelalter, eine andere in sogar in der Zukunft. Wir lesen von kleinen Jungen, die in der Schule verzweifeln, von Personen, die einem schlimmen Schicksal entgehen und solchen, die einen furchtbaren Verlust erleiden.
Leider erschließt sich mir die Hoffnung nicht in allen Geschichten, manche wirken etwas zwanghaft ins Korsett gepresst. Einige sind mit schlicht und einfach zu kurz, bei einer Seite kommt einfach überhaupt kein Gefühl auf, da kommt einach zu wenig rüber.
Die etwas längeren Geschichten, die wirklich eine Geschichte erzählen, gefallen mir ziemlich gut, denn daran merkt man, dass die Autorin gute Ideen hat und den Leser auch mit ihrer Schreibweise in ihren Bann ziehen kann. Ein Plus ist für mich auch, dass sie vielen verschiedenen Kulturkreisen in ihren Geschichten eine Heimat bietet. Maori und Indianer teilen sich die Hauptrollen mit Personen, die mit der S-Bahn zur Arbeit fahren oder sich mit dem Partner streiten.
Schade, dass so mir so manches Mal der Bezug zum Thema gefehlt hat. Ein paar mehr von den längeren Geschichten hätten dem Band ebenfalls gut getan. Dennoch merkt man, dass die Autorin gerne schreibt und ihr Handwerk auch versteht. Fürs nächste Mal würde ich mir allerdings eine geschicktere Zusammenstellung wünschen. - Jama Musse Jama
Maxamed Xaashi Dhamac "Gaarriye": Biography and Poems (Iswaydaarsi (Exchange), Band 5)
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Reinhard Kleist
Der Traum von Olympia
(17)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookIm Januar las ich bereits "Der Boxer - Die wahre Geschichte des Hertzko Haft". Also nahm ich auch "Der Traum von Olympia - Die Geschichte von Samia Yusuf Omar" aus der Bibliothek mit nach Hause.
Bereits das Vorwort lies mich stocken, denn dort heißt es:
"Viele Ereignisse der fast ein Jahr dauernden Reise von Samia Yusuf Omar sind nicht mehr zweifelsfrei nachvollziehbar, so dass ich manche Situationen aus Berichten anderer Migranten entnehmen oder gar konstruieren musste. Dabei war ich auf meine Vorstellungskraft angewiesen, wie Menschen in Situationen handeln, was logisch auf eine Handlung folgt, was ein Mensch in einer bestimmten Situation denken und fühlen würde. Doch viele Vorkommnisse sind für einen behütet aufgewachsenen Europäer wie mich kaum begreifbar." (S. 5)
Da habe ich schon das erste Mal gedacht, dass man sich als Autor hätte Hilfe holen können. Man hätte Betroffene fragen können. Man hätte Helfende fragen können. Es gibt so viel mehr, als Situationen zu konstruieren. Vor allem bei diesem Thema.
Und ich finde, genau das merkt man diesem Comic auch irgendwie an.
Obwohl die Lebenslagen für Samia Yusuf Omar ständig bedrohlich sind, obwohl sie sich nie sicher fühlen kann und am Ende auch noch stirbt, konnte ich keine Nähe zu ihr aufbauen. Alles bleibt sehr an der Oberfläche.
Warum wurde sie beispielsweise für Peking ausgewählt? Wie kommt sie an die Unsummen von Geld, die sie für ihre Flucht benötigt? Was, verdammt nochmal, läuft am Ende schief, obwohl Hilfe so nah scheint?
Mit all den Fragen werden Lesende allein gelassen.
Mir scheint, dass Reinhard Kleist mit Omars Geschichte schnell seine Reihe fortsetzen wollte, doch meines Erachtens nach hätte hier tiefgreifendere Recherche betrieben werden müssen.
Als Denkanstoß in Bezug auf Flüchtlingspolitik ist diese Graphic Novel bestens geeignet. In den letzten Jahren hat sich auch schon einiges getan. Dennoch sehen wir tagtäglich, dass weiterhin Menschen sterben, die versuchen, ein besseres Leben (in Europa) zu erreichen.
©2023 a_different_look_at_the_book



















