Bücher mit dem Tag "sommer"
1.177 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.750)Aktuelle Rezension von: Ramona_HMir wurde das Buch von mehreren Personen empfohlen. Vielleicht waren deswegen die Erwartungen zu groß...
Feyre fühlt ein ärmliches Leben, nachdem sich ihr Vater hinsichtlich des Geldes verspekuliert hatte. Sie lebt mit ihrem Vater, den die Geldeintreiber zum Krüppel geschlagen haben, und ihren beiden Schwestern in einer Hütte im Wald. Sie sind so arm, dass Feyre auf Jagd gehen muss, so dass sie wenigstens etwas zu essen haben. Eines Tages erledigt Feyre einen Wolf. Doch dies war ein verwandelter Fae. Die Rache der Fae ist, dass sie Feyre an den Frühlingshof schleppen. Dort ist der High Fae Tamlin der Herrscher. Langsam beginnt sich Feyre in ihn zu verlieben. Doch auf den Mitgliedern des Frühlingshof herrscht ein Fluch. Sie dürfen aber nicht offen darüber sprechen. Feyre ist ihre einzige Chance den Fluch zu brechen. Doch wird sie sich auf das Spiel einlassen?
Ein Fantasyroman, der mir teilweise etwas zu langatmig war.
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.837)Aktuelle Rezension von: Christian_FisDer Roman beginnt äusserst vielversprechend. Dem Leser eröffnet sich die Komplexität der beiden fein miteinander verwobenen Handlungsebenen: die Geschichte von Daniel Sempere und jene von Julián Carax, dem Schriftsteller, dessen Bücher auf mysteriöse Weise verschwinden und offenbar von einer Figur aus seinen eigenen Romanen verbrannt werden.
Dies mag zu Beginn etwas verwirrend sein. Ein Personenverzeichnis hilft dabei, die zahlreichen Figuren auseinanderzuhalten, insbesondere, weil die beiden Handlungsebenen und ihre Figuren im Verlauf der Geschichte zunehmend miteinander verschmelzen.
Leider greift Zafón im «Bericht über Erscheinungen» von Nuria Monfort zu einem recht plumpen Stilmittel. Er verlässt die Perspektive des Ich-Erzählers Daniel und erklärt darin das Geheimnis beinahe vollständig. Damit geht viel von der zuvor so wirkungsvoll aufgebauten mystischen und unterschwelligen Spannung verloren.
Der Schluss wirkt schliesslich geradezu hollywoodesk und überladen. Schade – hier hat Zafón meines Erachtens eine Chance vergeben, einen wirklich grossen Roman zu schreiben. Dennoch habe ich den Roman sehr gerne gelesen. Seine dichte Atmosphäre, die starken Figuren und der gelungene Einstieg machen ihn trotz dieser Schwächen zu einer lohnenden Lektüre.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Sommernacht
(2.451)Aktuelle Rezension von: SeitenkinoBesonders begeistert hat mich die Figur Puck, der mit seinem Humor und seiner Loyalität sofort mein Herz erobert hat. Er bringt Leichtigkeit in gefährliche Situationen und zeigt gleichzeitig eine tiefe Verbundenheit zu Meghan. Auch Ash ist faszinierend gezeichnet, kühl und kontrolliert, aber mit spürbarer innerer Zerrissenheit. Die Spannung zwischen Puck und Ash verleiht der Handlung eine zusätzliche emotionale Ebene. Ihre komplizierte Verbindung wirkt durchdacht und alles andere als oberflächlich. Meghan wächst im Verlauf der Handlungen über sich hinaus. Ihre Gefühle sind nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Besonders die ersten zarten Momente zwischen ihr und Ash lassen einen unweigerlich mitfiebern. Die Welt von Nimmernie ist detailreich beschrieben und wirkt lebendig. Für mich ist dieser Auftakt ein atmosphärisch dichter und emotional packender Beginn einer außergewöhnlichen Reihe.
- Maggie Stiefvater
Nach dem Sommer
(2.942)Aktuelle Rezension von: QueerBeetReadsIch hatte große Hoffnung in dieses Buch gesteckt: Die Prämisse mit Werwölfen, die Jahreszeiten und die Liebe zwischen Sam und Grace klingt toll und der Anfang macht das auch nicht schlecht. Die Beschreibung der Wälder um Mercy Falls, die jahreszeitlichen Wechsel und die Grundidee, dass Sam nur im Sommer Mensch sein kann, haben mich neugierig gemacht.
Allerdings kam schon nach einiger Zeit die Ernüchterung:
-
Erzähltakt & Spannung: Über lange Strecken passiert relativ wenig. Einige Abschnitte zogen sich für mich wie Kaugummi, und ich hatte oft das Gefühl, die Handlung komme nicht richtig voran.
-
Übersetzung: Ja, manche Stellen wirken einfach hölzern oder nicht ganz rund – als hätte die Übersetzung an manchen Orten stark nachgebessert werden müssen. Das stört, wenn man sich eigentlich in der Geschichte verlieren möchte.
-
Emotionale Bindung: Ich konnte mich mit den Charakteren nicht so stark identifizieren, wie ich gehofft hatte. Sam und Grace bleiben in manchen Momenten zu distanziert, was dazu führt, dass mich die Gefühle nicht durchgehend mitgerissen haben.
Ich habe das Buch nach etwa 200 Seiten abgebrochen, weil ich nicht das Gefühl hatte, weiterzukommen oder wirklich „drin“ zu sein. Vielleicht lohnt sich die Reihe für Fans von Werwolf-Jugendfantasy, die mit langsamer Entwicklung leben können. Aber für mich war es nicht stark genug, um durchzuhalten.
Fazit: Gute Idee, schöne Elemente – aber in der Umsetzung schwach in puncto Tempo und Emotion. Daher nur drei Sterne von mir und keine Empfehlung, wenn man lesen will, um ganz abzutauchen.
-
- Bianca Iosivoni
Falling Fast
(1.088)Aktuelle Rezension von: Meine_Bucher_Und_Ich𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭:
„Mia wird immer etwas besonderes und ein wichtiger Mensch in meinem Leben sein. Aber sie gehört zu meiner Vergangenheit. Du hingegen, du bist jetzt hier. Du bist die Gegenwart.“
𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭:
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich trauen, all die Dinge zu tun, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen - und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie längst verloren geglaubt hat. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ...
𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧:
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Spoiler!!!!!
Hailee DeLuca hat eine Bucketlist, die sie diesen Sommer erfüllen möchte. Als sie ans letzte Reiseziel ankommt, trifft sie da auf Chase. Und es stellt sich heraus, er ist der beste freund ihres besten Freundes. Doch sie hatte ihn vorher noch nie gesehen. Sie verstehen sich gut, doch als sie erfährt wer er wirklich ist möchte sie sich abwenden. Doch die beiden bringt das Schicksal immer wieder zusammen und sie hat vor noch mehr Über ihren Verstorbenen Freund zu erfahren. Doch sie kann nicht lange dort bleiben, denn sie möchte unbedingt zu ihrer Schwester.
Aber als ihr Auto nicht mehr funktioniert, muss dieses in die Werkstatt, also genießt sie die Zeit dort mit Chase und es fängt langsam an zu funken zwischen ihnen. Doch sie darf sich nicht verlieben denn sie bleibt nicht mehr lange dort. Beide versprechen sich nicht mehr als nur Spaß zu haben, aber ob dass so bleibt?
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥 / 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠
Der schreibstil ist leicht gehalten, so das man sofort in die Geschichte drin ist.
Es ist ein sehr emotionales und tiefgründiges Buch. Das Ende hat einfach mein Herz zerrissen.
Die Geschichte mit Chase und Hailee war süß zu lesen. Die Geheimnisse darin haben es fesselnd gemacht, so das man einfach weiterlesen musste.
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(2.998)Aktuelle Rezension von: ENITschick von Wolfgang Herrndorf, erschienen 2010, ist ein Jugendroman, der weit über seine eigentliche Zielgruppe hinauswirkt. Die Geschichte begleitet die beiden Jugendlichen Maik Klingenberg und Andrej „Tschick“ Tschichatschow auf einer spontanen Reise durch die deutsche Provinz und verbindet Roadmovie-Atmosphäre mit einer berührenden Erzählung über Freundschaft, Identität und das Erwachsenwerden.
Im Mittelpunkt stehen zwei Aussenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch zueinanderfinden. Was als verrückte Ferienaktion beginnt, entwickelt sich zu einem Abenteuer voller Begegnungen, Umwege und unerwarteter Erkenntnisse. Dabei erzählt Herrndorf nicht nur von jugendlicher Freiheit, sondern auch von Einsamkeit, Sehnsucht und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Sie wirkt authentisch, lebendig und genau auf die Figuren abgestimmt, ohne jemals künstlich oder übertrieben zu erscheinen. Obwohl ich mit 45 Jahren deutlich älter bin als die Protagonisten, konnte ich mich erstaunlich gut in die beiden Jungen hineinversetzen. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit, Humor und leiser Melancholie hat mich sehr berührt. Vielleicht zeigt sich darin eine grosse Stärke des Romans: Er erzählt zwar von Jugendlichen, spricht aber Erfahrungen an, die viele Menschen unabhängig vom Alter nachvollziehen können.
Auch die Verfilmung hat mir gefallen. Zwar entsprachen die Darsteller nicht ganz meinen eigenen Vorstellungen der Figuren, dennoch empfand ich die Umsetzung als erstaunlich nah am Buch und seinem besonderen Ton.
Tschick ist für mich ein zeitloser Roman über Freundschaft, Freiheit und das Gefühl, seinen eigenen Weg zu suchen. Schade, dass Wolfgang Herrndorf so früh verstorben ist – von diesem Autor hätte ich sehr gerne noch weitere Bücher gelesen.
- Juli Zeh
Unterleuten
(688)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm76Mit „Unterleuten” ist Juli Zeh ein beeindruckend vielschichtiger Roman gelungen, der ein ganzes Dorf zum Brennpunkt gesellschaftlicher, politischer und moralischer Spannungen macht. Das Buch spielt im fiktiven brandenburgischen Dorf Unterleuten, die Handlung ist im Jahr 2010 angesiedelt. Was auf den ersten Blick wie eine idyllische Ortsbeschreibung wirkt, entpuppt sich als Darstellung eines Ortes, der durch alte Feindschaften, neue Interessen und äußere Einflüsse rapide aus dem Gleichgewicht gerät.
Auslöser ist der geplante Bau eines Windparks, der das soziale Gefüge des Dorfes komplett sprengt. Einheimische und Zugezogene, Idealisten und Opportunisten, Naturschützer und Investoren verfolgen ihre jeweiligen Ziele und wechseln je nach persönlichem Vorteil ihre Allianzen. Der Roman zeigt eindringlich, wie schnell ein Dorf mit nur rund 200 Einwohnern in einen Strudel aus Misstrauen, Manipulation und Machtkämpfen geraten kann. Die eigentliche Tragik liegt darin, dass fast alle Beteiligten von ihrer eigenen Rechtmäßigkeit überzeugt sind.
Multiperspektivisches Erzählen – Wahrheit ist subjektiv:
Die narrative Kraft des Romans basiert darauf, dass Zeh bewusst auf simplen Gut-Böse-Schemata verzichtet. Stattdessen arbeitet sie mit häufigem Kapitelwechsel aus unterschiedlichen Figurenperspektiven. Jede Figur handelt aus ihrer eigenen, subjektiven Logik heraus. Diese Konstruktion verdeutlicht pointiert: Es gibt nicht DIE objektive Wahrheit in diesem Streit. Die verschiedenen Standpunkte führen zwangsläufig zu tragischen Missverständnissen und eskalierenden Situationen. Dieser Ansatz fordert den Leser aktiv zur Reflexion über Mehrdeutigkeit und Partialwahrheiten heraus.
Stil und Wirkung
Zeh schreibt präzise, analytisch und zugleich unterhaltsam. Ihr Stil lässt sich als scharf beobachtend, politisch, psychologisch feinfühlig und oft ironisch beschreiben. Bemerkenswert ist, dass sich die über 600 Seiten trotz der inhaltlichen Komplexität erstaunlich flüssig lesen, da jeder Perspektivenwechsel neue narrative Dynamik ins Spiel bringt. Der Leser wird vom Sog des Ganzen erfasst, obwohl es keine klassische Krimi-Struktur gibt.
Fazit
„Unterleuten” ist ein herausragender Gesellschaftsroman, der eindrücklich demonstriert, wie fragil Gemeinschaften tatsächlich sind – und wie schnell Menschen zu Gegnern werden, sobald Interessenskonflikte auftreten. Juli Zeh entwirft ein präzises, spannungsgeladenes und oft erschreckend realistisches Bild ländlicher Machtstrukturen sowie menschlicher Abgründe.
Dies ist kein gemütliches Dorfgeschichtenbuch. Es handelt sich vielmehr um eine schonungslose Gesellschaftsanalyse, die lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt. Besondere Stärken liegen in der brillanten Figurenzeichnung – jede Figur ist glaubwürdig, widersprüchlich und authentisch menschlich –, der thematischen Relevanz (Energiewende, Demokratie, soziale Spaltung) sowie der unerwarteten Spannungsentwicklung trotz fehlender genre-typischer Strukturen.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle zeitgenössische Literatur schätzen und verstehen möchten, wie das moderne Deutschland an den Schnittstellen von Ökologie, Politik und Menschlichkeit zerrieben wird.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Winternacht
(1.617)Aktuelle Rezension von: JbambiMHat mir leider deutlich schlechter gefallen, alles Band1. Es hat sich unfassbar gezogen, war streckenweise so langweilig. Das hin und her zwischen Meghan und Ash und später auch Puck, ging mir auch tierisch auf die nerven. Allgemein fand ich Meghan in diesem Band super nervig und unsympathisch.
Ashs mal so/mal so Laune war auch schwer zu ertragen. Was gut war, war die Rückkehr von Puck und die letzten 2-3 Kapitel.
Ich habe jetzt öfter gelesen, das es vielen bei Band 2 so erging und das eher so ein lückenfüller Band sei.. und das es nun wieder besser und spannender wird.
Ich lese jetzt noch die zweite Novelle und dann mal sehen, wann ich mit Band 3 starte
- Benedict Wells
Hard Land
(678)Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchtenSommer 1985. Sam ist fünfzehn. Kein Kind mehr aber auch noch nicht erwachsen. Er ist ein Außenseiter, ist unsicher, gehemmt und hat Angstzustände. Er ist zu klein, zu schmächtig, das ideale Opfer für Hänseleien. Doch der Sommer 1985 ändert alles.
Um nicht nach Kansas geschickt zu werden, zu seiner Tante Eileen und ihren nervigen, mobbenden Söhnen, nimmt Sam einen Job im Kino an. Dort trifft er auf Kristie, Cameron und Hightower. Die drei sind älter als er, ein eingeschworenes Team. Aber auch sie haben alle ihre Macken und Geheimnisse, daher sehen sie in Sam keinen Freak oder Außenseiter, sondern nehmen ihn ihre Mitte auf.
Für Sam werden sie sein Halt, denn seine Mutter ist schwer krank und diese Krankheit hängt wie ein Damoklesschwert über der Familie. Sein Vater spricht kaum mit ihm und seine Schwester Jean geht schon seit langen ihre eigenen Wege und hat das Elternhaus verlassen. So bleibt Sam alleine mit seinen Ängsten und Gefühlen, bis er das Trio kennenlernt.
Natürlich klingt der Klappentext besser als meine unbeholfene Zusammenfassung. Und er gibt keineswegs wieder, welche Gefühle dieses Buch in mir geweckt hat. Es ist meine Zeit, es sind meine Filme und Songs, die in diesem Buch erwähnt werden. Zwar war ich 1985 schon etwas älter aber trotzdem habe ich vieles wiedererkannt. Dominik Wells beschreibt die 80er so, als wäre er dabei gewesen. Ich dachte: „ So etwas kann nur jemand schreiben, der diese unglaubliche Zeit selber erlebt hat.“
Aber Irrtum. Benedict Wells ist Baujahr 1984 somit er ist viel zu jung, um diese magische Zeit erlebt zu haben. Keine Handys, keine Computer, ein Sommer voller Faszination und Freiheiten.
Der erste Satz dieses Buch macht klar, was auf den Lesenden zukommt. Und Kristie liebt erste Sätze, so dass hier viele Verweise auf andere Romane zu finden sind. Sams Mutter betreibt einen Buchladen und als Kristie noch jünger war, hat sie dort oft in den Bücher gestöbert und sich diese Sätze gemerkt. Es ist eine Zeitreise durch die Musik, Literatur und durch die Filme der achtziger Jahre.
Marty McFly gibt Sam Hoffnung und Auftrieb. In „zurück in die Zukunft“ ist diese Figur ebenso klein und unscheinbar wie Sam, aber im Gegensatz zu ihm strotzt Marty McFly vor Selbstbewusstsein und wird zu Sams Idol. (Mein Film war damals allerdings „die Maske“ mit Sam Elliott und Cher)
Es ist abzusehen, dass dieser Sommer ein Ende haben wird. Da Cameron, Kristie und Hightower alle älter sind als Sam, werden sie nach dem Sommer Grady verlassen und an ein College gehen. Aber diese sieben Wochen sind gefüllt mit allem, wovon Sam geträumt hat. Er hat seinen ersten Alkoholrausch, er verliebt sich, er bewältigt verrückte Mutproben und er führt intensive Gespräche mit seinen neuen Freunden, öffnet sich ihnen und erfährt, dass auch ihr Leben nicht perfekt ist. Dass auch sie Ängste haben und unsicher sind, was die Zukunft betrifft.
Das Kino gehört Kristies Vater. Es soll nach dem Sommer geschlossen werden. Die Stadt steht vor dem Untergang, seit die Fabrik geschlossen hat und viele Menschen arbeitslos geworden sind. Sie wandern ab. Dieser Sommer scheint ein letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Untergang.
Warum das Buch als Jugendbuch deklariert wurde ist mir nicht klar. Die Menschen, die diese Zeit erlebt haben, waren bei Veröffentlichung des Buches schon weit über 40 Jahre alt. Und die heutige Jugend wird dieses Gefühl der damaligen Zeit nicht nachvollziehen können. Wie oft werden wir „Alten“ belächelt, wenn wir von der Zeit ohne social media oder ohne Handy erzählen und davon, was wir alles erlebt haben. Daher spricht es sicherlich eher Menschen meines Alters an, die nochmals in die Vergangenheit geführt werden, alte Songs herauskramen und sich an alte Filme erinnern.
Ich gebe zu, ich habe diese coming -of- age Filme wie breakfast club oder american grafitti nicht gesehen aber viele der damaligen Schauspieler kennt man heute noch.
Insgesamt hat mich dieses Buch etwas an stand by me von Stephen King erinnert. Und wie dort, geht letztendlich jeder seiner/ihrer Wege. Aber die Erinnerung an diesen Sommer, an das Vertrauen zueinander und an die Gefühle bleibt. Etwas, was einem niemand mehr nehmen kann.
Fazit:
Eine schöne Reise in die Vergangenheit, in wunderbaren Worten erzählt. Teils melancholisch, teils amüsant, teils leicht aber auch oft traurig.
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
(1.201)Aktuelle Rezension von: Janchen_MaerchendracheEine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern, die ansich eine gute Mischung aus kribbeligen Gefühlen und einem gut gewählten Handlungsort war, aber für mich ging es nach dem 1. Band nicht mehr weiter, weil die Liebesgeschichte der zwei über mehrere Bände hinweg zu kämpfen hatte und das entsprach einfach nicht meinem Geschmack, wurde alles zu sehr in die Länge gezogen, meiner Meinung nach.
- George R. R. Martin
Game of Thrones - Der Winter naht
(154)Aktuelle Rezension von: SabrrinaKönig Robert Baratheon reist in den Norden, um seinen alten Freund Lord Eddard Stark zu seiner neuen Hand zu machen. Doch nicht jeder am Hof begrüßt diese Entscheidung. Vor allem die Lennisters verfolgen ihre eigenen Pläne und setzen alles daran, ihren Einfluss zu bewahren. Währenddessen wird auf einem anderen Kontinent Daenerys Targaryen mit einem mächtigen Stammesführer verheiratet. Ihr Bruder hofft, sich durch diese Verbindung eine Armee zu sichern, um den Eisernen Thron zurückzuerobern.
Es ist inzwischen das dritte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, und ich bin noch immer der Meinung, dass Das Lied von Eis und Feuer ein absolutes Meisterwerk ist. George R. R. Martin erzählt seine Geschichte aus zahlreichen Perspektiven und erschafft dadurch eine Welt, die unglaublich komplex und lebendig wirkt. Jeder Charakter verfolgt eigene Ziele, jede Entscheidung hat Konsequenzen und nach und nach fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammen. Gerade diese Vielschichtigkeit macht für mich den besonderen Reiz der Reihe aus. Auch sprachlich beeindruckt mich Martin jedes Mal aufs Neue. Seine Beschreibungen sind unglaublich atmosphärisch, egal ob es um die Landschaften des Nordens, Burgen, Festmähler oder das alltägliche Leben in Westeros geht. Dadurch entsteht das Gefühl, tatsächlich in dieser Welt unterwegs zu sein.
Was ich an Game of Thrones aber am meisten liebe, ist die enorme Tiefe der Welt. Neben der eigentlichen Handlung steckt die Geschichte voller Legenden, Familiengeschichten, politischer Hintergründe und historischer Ereignisse. Dadurch wirkt Westeros für mich nicht wie eine erfundene Fantasywelt, sondern wie ein Ort mit einer jahrtausendealten Geschichte. Beim Lesen habe ich oft das Gefühl, nicht einfach einen Roman zu lesen, sondern einen Blick in die Chronik einer realen Welt zu werfen.
Der zweite Band wird ebenfalls ein ReRead für mich. Danach freue ich mich endlich darauf, mit dem dritten Band Neuland zu betreten, denn damals bin ich stattdessen bei der HBO-Serie geblieben. Umso gespannter bin ich, wie sich die Geschichte in den Büchern von dort an weiterentwickelt.
- Ian McEwan
Abbitte
(923)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowMcEwan zeigt wie ein einziger Moment – eine Lüge, eine Fehlinterpretation, ein Kind das zu viel gesehen hat – ein ganzes Leben neu schreibt. „Abbitte" ist ein Roman über Schuld die sich nicht auflösen lässt, und über Literatur als letzten Versuch, eine Wahrheit herzustellen die man selbst zerstört hat. Sein genauestes Buch.
- Caroline Wahl
22 Bahnen
(1.209)Aktuelle Rezension von: Carola
Es geht um Tilda, die Mathematik studiert und sich gleichzeitig um ihre kleine Schwester kümmert, da ihre alkoholkranke Mutter sich nicht kümmern kann.
Ihre 22 Bahnen zu schwimmen ist für Tilda wichtig.
Das Buch hat alte Erinnerungen wachgerüttelt. Wie Window Color roch, was hab ich das früher gemacht.
Den Film „Amy und die Wildgänse“ rauf und runter geschaut. Oder habt ihr euch mal Gedanken um den Geruch gemacht dem jede Familie in ihrem Haus/Wohnung innewohnt. Ich schon.
Auch wenn die Gespräche sehr wortkarg sind hat das Schweigen und die nicht gesprochen Worte mehr vermittelt als lange Dialoge. Hat mir sehr gefallen.
Thema Trauer und Verlust, früh erwachsen werden, wenn die Eltern nicht funktionieren.
Die Story ist direkt geschrieben, so ein Schreibstil mag ich sehr, man kommt sehr gut durch die Seiten.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Herbstnacht
(1.378)Aktuelle Rezension von: Seitenkino✨ Plötzlich Fee – Herbstnacht
von Julie Kagawa ✨
Ich liebe es immer noch, wie magisch und atmosphärisch diese Reihe geschrieben ist 😍 Auch im dritten Band konnte mich die Welt der Feen wieder komplett abholen.
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte emotionaler und düsterer geworden ist. Vor allem Meghans Entwicklung fand ich spannend, weil sie im Laufe der Geschichte immer mutiger und stärker wird ✨
Der Schreibstil ließ sich wie gewohnt super flüssig lesen und die Mischung aus Fantasy, Spannung und Gefühlen hat für mich wieder richtig gut funktioniert.
Für mich definitiv ein starker dritter Band 👌🏼 - Ewald Arenz
Der große Sommer
(526)Aktuelle Rezension von: AbitAbot_ButHumanVielleicht muss man selber der richtige Jahrgang sein. Aber dann ist es ein Buch voller Wehmut und Nostalgie. Ich habe alles gerochen und den weichen Asphalt gefühlt. Diese besondere Sommerluft, wenn es bald Herbst wird... wunderschön erzählt.
Die Handlung... na - alles was einem so als Jugendlicher passieren kann. Vieles überfordert und vieles was man selber tut ist ... voll daneben. Dann noch die erste Liebe und viele andere Dinge, die man so langsam anfängt zu verstehen. Friedrich hat zum Glück einen Opa, der ihm vertraut, der vielleicht auch weiß, dass man als Jugendlicher Mist baut, der aber solange im Hintergrund bleibt, bis er enschreiten muss. Weil man mit 15 eben doch noch nicht erwachsen ist. Wann immer ich mich mal wieder in die 80er zurücksehne werde ich aus dem Buch lesen. Und dann eine Telefonzelle suchen, die 50 Cent annimmt,
Arenz kann halt gut erzählen und er scheint zu seinen Helden hier viel mehr Kontakt als im etwas hölzernen "Alte Sorten". Wobei Beate und Alma gegenüber den beiden Jungs vielleicht etwas blaß sind.
- Maggie Stiefvater
Ruht das Licht
(1.466)Aktuelle Rezension von: SchattendracheRuht das Licht von Maggie Stiefvater ist eine wunderschöne Fortsetzung der Mercy Falls-Trilogie, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Schreibstil ist poetisch, leise und dennoch kraftvoll – Stiefvater versteht es meisterhaft, mit Worten Stimmungen zu erzeugen, die einen tief in die Geschichte eintauchen lassen.
Die Entwicklungen rund um das Leben als Werwolf sind spannend und faszinierend umgesetzt. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent die Charaktere weiterentwickelt werden – Sam und Grace, Isabel und Cole wachsen einem noch mehr ans Herz, und ihre Geschichten berühren auf so vielen Ebenen.
Dieser zweite Band steigert die Spannung des ersten um ein Vielfaches und führt die Leser auf unerwartete, geheimnisvolle Pfade. Ich kann es kaum erwarten, den dritten und abschließenden Teil zu lesen, um zu erfahren, wie diese wunderschöne, melancholische und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte endet.
- Monika Feth
Der Erdbeerpflücker
(1.872)Aktuelle Rezension von: anilaIch hatte das Buch vor bestimmt 15 Jahren das erste mal gelesen und fand es richtig gut! Nun dachte ich, komm, lies es doch noch einmal (und dann die ganze Reihe, da habe ich nämlich noch nicht alle gelesen), aber ich habe es etwas bereut. Es folgen nun große Spoiler der Geschichte!
!!Achtung, Spoiler!!
Caro wird umgebracht, das erfährt man ja schon am Klappentext. Sie erzählt nichts über ihren Freund und prompt verliebt sich Jette nach gefühlt einer Stunde in einen wildfremden Mann und wundert sich überhaupt nicht, dass sie nichts über ihn weiß etc. Aber es ist natürlich die große Liebe. Caro ist komplett vergessen und die Umstände bzw. die Ungereimtheiten bei ihrem Mord auch. Das ist total unlogisch. Jette erzählt weder Merle noch ihrer Mutter irgendetwas von ihrem neuen Freund außer dass er Gorg heißt. Es ist 1 zu 1 wie bei Caro, was Jette überhaupt nicht auffällt, dabei wird sie als so intelligent beschrieben. Ja, sie ist 18, ja, sie ist verliebt, aber gerade wegen der Geschichte von Caro, sollten ihre Alarmglocken schrillen. Schon alleine wie die beiden sich kennengelernt haben. Also nee.
Die Gefangennahme von Georg, die für reichlich Action und Spannung hätte sorgen können, wurde einfach komplett weggelassen und als Leerstelle stehen gelassen. Sonst wurde auf den 300 Seiten davor aber jeder Atemzug von jeder Person quasi erzählt. Das hat die Geschichte unendlich langatmig in weiten Teilen gemacht. Und als dann endlich Fahrt aufgenommen wurde, war die Geschichte direkt zu Ende. Sehr viel Spannung wurde liegen gelassen.
Davon aber einmal ganz abgesehen, habe ich nicht verstanden, warum Jette mit 18 alleine wohnt, wenn sie doch ein stabiles und funktionierendes Elternhaus hat. Sinn???
Und was ich auch nicht verstanden habe, was auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, warum Georg die Mädchen überhaupt umgebracht hat. Es fehlt jegliches Motiv, Hintergründe, alles. Eigentlich hätte ich auch zwei Sterne vergeben können, aber aus Nostalgiegründen und weil der Schreibstil sonst ganz okay war, sind es dann doch drei geworden.
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
(772)Aktuelle Rezension von: auvuleDa ich bereits den ersten Teil gelesen habe und ihn geliebt habe, habe ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Ich kann nur sagen, dass das Buch ein emotionales Wirrwarr, Herzschmerz, Spannung und Wut enthält. Es hat mich wirklich gefesselt, da bestimmte Ereignisse mich überrascht haben und ich dachte: 'Oh mein Gott...'
Eden ist einfach eine unbeschreiblich starke Figur. Bei Tyler gab es jedoch Momente, in denen ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Trotzdem ist er eine starke und faszinierende Persönlichkeit. Und Eden weiß das auch.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!✨🥹
- Max Rhode
Die Blutschule
(1.038)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannIn zwei Tagen ausgelesen und was soll ich sagen... ich bin wie immer begeistert. Ich mag einfach den Schreibstil - der hier stark an die ersten Werke erinnert - und die Art wie sich die Spannung immer mehr und mehr steigert, sodass man die letzten Seiten eigentlich nur noch überfliegen möchte und endlich zu erfahren wie es ausgeht. Und immer ist das gewisse Augenzwinkern mit dabei (und sei es nur bei den Danksagungen oder wie in diesem Fall, ohne zu viel verraten zu wollen, bei den Beschwerden).
Die Aufregung über den Preis kann ich mal nun gar nicht nachvollziehen. Ich schließe mich da völlig der Bewertung des Sebastian F. an (und ich traue Herrn Fitzek durchaus zu, dass er diese Bewertung tatsächlich selber geschrieben hat). Ein Buch ist doch etwas das sich optisch etwas her machen sollte, das ich mir danach ins Bücherregal stelle und gerne nochmal in die Hand nehme. Der Verlag oder Herr Fitzek oder wer auch immer es endgültig entschiedet, gibt sich immer sehr viel Mühe, dass die Bücher hochwertig aussehen und auch in diesem Fall macht es etwas her. Es ist ja kein einfaches Taschenbuch und ich halte den Preis für völlig angebracht.
Für mich ist es ein gelungenes Erstlingswerk im Bereich Horror/Fantasy und ich würde mich über weitere Werke von Herrn Rhode alias Fitzek sehr freuen. Ob das Buch nun in Zusammenhang mit dem Joshua-Profil steht, wird sich dann ja nächste Woche raus stellen.
Das Buch ist - wie ich finde - nicht viel blutiger oder rauer als gewohnt. Es wird - wie man es kennt - an den Stellen aufgehört zu beschreiben die man auch einfach nicht genauer ausgeführt haben möchte. So war es schon immer und so wird es vermutlich bleiben. Den Bücher sind - im Gegensatz zum TV nun mal reines Kopfkino.
- Florian Illies
1913
(306)Aktuelle Rezension von: AntoniosDas Buch war eine Empfehlung meines Deutschlehrers, weil er weiß, dass ich gerne lese und mich für Geschichte interessiere. Ich finde, dieses Buch ist schon was besonderes. Es steckt sehr viel Recherchearbeit drin, interessante Fakten, unglaubliche Verbindungen die man nie so jemals gedacht hätte, dass sie existieren könnten, da fragt man sich ob Zufall nicht wirklich nur eine Illusion ist. Ironie und Wortspiele gibt es genug da um den Leser nicht zu langweilen, aber letztendlich ist es einfach ein Dokument über die Zeit damals. Der Schwerpunkt liegt vor allem an der Kunst und Literatur, denn damals haben viele bekannte und wichtige Personen eben in Kunst und Literatur gelebt, nicht nur Picasso oder Franz Kafka. Schade, dass auf der anderen Seite, der politischen, nicht so viel erzählt wird, obwohl jeder weiß was im Jahr danach passiert ist. Diede Zeit war eben die Ruhe vor dem Sturm, und dass der Autor sich an Einzelheiten klammert die eigentlich unnützes Wissen ist, macht das ganze doch interessanter. Trotzdem ist dieses Buch nicht für jeden empfehlenswert, man braucht schon ein Vorwissen damit man die Verbindungen erkennen und verstehen kann (wer diese Leute wirklich waren), aber es ist so gut konstruiert, dass jeder der bisschen Interesse daran hat, es locker lesen kann. Man sollte sich aber klar machen, dass das kein richtiger Roman ist der irgendwie eine schöne Geschichte erzählt, sondern fast eine Biographie gleicht, die Biographie des 1913, genug gepackt mit Ironie und versteckten Humor.
- Ewald Arenz
Alte Sorten
(626)Aktuelle Rezension von: einbisschenbuechereiEwald Arenz’ „Alte Sorten“ ist wiedermal ein sehr schönes und gefühlvolles Buch. Zwei grundverschiedene Frauen treffen aufeinander und lernen sich kennen. Beide tragen Probleme und eine bewegte Vergangenheit mit sich.
Die Geschichte ist tiefgründig und authentisch und erzählt von zwei starken Frauen, die sich gegenseitig stützen und brauchen. Wie alle Bücher von Ewald Arenz ist auch dieses extrem entschleunigt. Ich schätze die ruhige Erzählweise, und obwohl die Dramatik nicht zu kurz kommt, ist die Geschichte sehr schön zu lesen.
Von mir gibt es wieder eine klare Empfehlung für Ewald Arenz.
- Anne Freytag
Mein bester letzter Sommer
(876)Aktuelle Rezension von: gimmis_lebenWow. Einfach nur wow! Durch “Mein bester letzter Sommer“ haben mir so oft Tränen in den Augen gestanden, wie bei kaum einem anderen Buch -und damit habe ich nicht gerechnet ❤️🩹
Ein durch und durch berührendes Buch.
Da es nicht mein erstes Buch der Autorin ist, war ich mit dem Schreibstil bereits vertraut und er gefällt mir auch hier wieder. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist einfach zu verstehen.
Das Tempo der Handlung ist recht zügig, besonders am Anfang -da ging es mir ehrlich gesagt etwas zu zügig voran, denn die Verbindung zwischen Tessa & Oskar war plötzlich einfach da. Im Verlauf des Buches war die Geschwindigkeit aber völlig angemessen und passend, gerade was die Reise der Protagonisten betrifft -denn ihre Zeit ist nunmal leider begrenzt.
Die Beschreibung der Charaktere ist ebenfalls absolut gelungen.
Anfangs wirkt es vielleicht so als wären sie oberflächlich gehalten, aber im Verlauf steckt die Tiefgründigkeit und die Emotionen, sowie die Entwicklung einzelner Charaktere -dieser Aufbau gefällt mir sehr gut und hat wunderbar zur Handlung gepasst.
Dass die Darstellung der verschiedenen Umgebungen während der Reise zu kurz kam, war für mich gar kein Problem in diesem Buch. Normalerweise ist das etwas, was mich stört, aber auch hier war das angemessen und für die Situation passend.
Dieses Werk von Anne Freytag ist einfach ein in sich stimmiges Buch und Aspekte, die ich sonst als störend oder zu wenig ausgearbeitet empfinde, wurden hier gut zusammengefügt -so macht alles Sinn und schadet der Geschichte ganz und gar nicht 🎧
- Bianca Iosivoni
Golden Bay − How it feels
(310)Aktuelle Rezension von: FeelblackWieso hab ich schon wieder so lange gewartet? Ich hab alle drei Bücher hier liegen aber hab es mir angehört. Der Alltag lässt das Buch in der Hand gerade nicht zu. Ich liebe es! Ich habe echt lange Zeit gewartet, mal wieder was zu lesen, was mich mitnimmt. Und Golden Bay hat mich echt bekommen. Em und Holden sind wirklich spannende tolle Charaktere. Eigentlich könnte die Reihe auch direkt 10 Bände haben, weil die Nebencharacktere ebenso spannend,- wie die Hauptcharacktere sind. Der Spice war nach langem mal passend und wirklich gut geschrieben. Eben nicht soviel und nicht um jede Macht ins Buch gedrückt. Es stimmte einfach wirklich gut. Ich muss weiter zu Band 2. Ich will wissen warum er verdammt nochmal gegangen ist. ;)
- Benjamin Myers
Offene See
(448)Aktuelle Rezension von: PunktundKommaDer junge Robert hat die Schule beendet und steht vor einer Zukunft, die ihm wenig erstrebenswert erscheint. Nach dem Ende des Krieges bricht er kurzerhand auf, um noch einmal die Freiheit zu spüren und die offene See zu erleben. Auf seiner Wanderschaft gelangt er zu einem abgelegenen Cottage, wo er die unkonventionelle Dulcie kennenlernt. Aus einer zufälligen Begegnung entwickelt sich ein besonderer Sommer, der Roberts Leben nachhaltig verändern wird.
Myers erzählt mit wenigen Figuren und in einer sehr ruhigen, beinahe kammerspielartigen Atmosphäre. Dabei sind es vor allem seine poetische Sprache und die eindrucksvollen Beschreibungen der Landschaft, die den Roman auszeichnen. Gerüche, Geräusche und kleine Beobachtungen werden so lebendig, dass beim Lesen sofort Bilder vor dem inneren Auge entstehen.
Robert und Dulcie tragen die Geschichte beinahe allein. Gerade diese Konzentration auf die beiden Figuren hat mir gut gefallen, denn ihre Gespräche und Gedanken entwickeln eine ganz eigene Tiefe. Hinter der stillen Handlung verbergen sich außerdem einige schwere und schmerzhafte Themen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Der Umgang damit ist jedoch sehr behutsam und gelungen.
Für mich ist »Offene See« ein starkes, berührendes Buch über die Poesie des Kleinen und einen Sommer, der alles verändern kann. Besonders Leserinnen und Leser, die sprachlich anspruchsvolle und atmosphärische Romane mögen, dürften an diesem Buch Freude haben.
Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2026/09/02/offene-see/























