Bücher mit dem Tag "sommerferien"
141 Bücher
- Bianca Iosivoni
Falling Fast
(1.088)Aktuelle Rezension von: Meine_Bucher_Und_Ich𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭:
„Mia wird immer etwas besonderes und ein wichtiger Mensch in meinem Leben sein. Aber sie gehört zu meiner Vergangenheit. Du hingegen, du bist jetzt hier. Du bist die Gegenwart.“
𝐊𝐥𝐚𝐩𝐩𝐞𝐧𝐭𝐞𝐱𝐭:
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich trauen, all die Dinge zu tun, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen - und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie längst verloren geglaubt hat. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ...
𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧:
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Spoiler!!!!!
Hailee DeLuca hat eine Bucketlist, die sie diesen Sommer erfüllen möchte. Als sie ans letzte Reiseziel ankommt, trifft sie da auf Chase. Und es stellt sich heraus, er ist der beste freund ihres besten Freundes. Doch sie hatte ihn vorher noch nie gesehen. Sie verstehen sich gut, doch als sie erfährt wer er wirklich ist möchte sie sich abwenden. Doch die beiden bringt das Schicksal immer wieder zusammen und sie hat vor noch mehr Über ihren Verstorbenen Freund zu erfahren. Doch sie kann nicht lange dort bleiben, denn sie möchte unbedingt zu ihrer Schwester.
Aber als ihr Auto nicht mehr funktioniert, muss dieses in die Werkstatt, also genießt sie die Zeit dort mit Chase und es fängt langsam an zu funken zwischen ihnen. Doch sie darf sich nicht verlieben denn sie bleibt nicht mehr lange dort. Beide versprechen sich nicht mehr als nur Spaß zu haben, aber ob dass so bleibt?
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥 / 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠
Der schreibstil ist leicht gehalten, so das man sofort in die Geschichte drin ist.
Es ist ein sehr emotionales und tiefgründiges Buch. Das Ende hat einfach mein Herz zerrissen.
Die Geschichte mit Chase und Hailee war süß zu lesen. Die Geheimnisse darin haben es fesselnd gemacht, so das man einfach weiterlesen musste.
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(3.001)Aktuelle Rezension von: ENITschick von Wolfgang Herrndorf, erschienen 2010, ist ein Jugendroman, der weit über seine eigentliche Zielgruppe hinauswirkt. Die Geschichte begleitet die beiden Jugendlichen Maik Klingenberg und Andrej „Tschick“ Tschichatschow auf einer spontanen Reise durch die deutsche Provinz und verbindet Roadmovie-Atmosphäre mit einer berührenden Erzählung über Freundschaft, Identität und das Erwachsenwerden.
Im Mittelpunkt stehen zwei Aussenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch zueinanderfinden. Was als verrückte Ferienaktion beginnt, entwickelt sich zu einem Abenteuer voller Begegnungen, Umwege und unerwarteter Erkenntnisse. Dabei erzählt Herrndorf nicht nur von jugendlicher Freiheit, sondern auch von Einsamkeit, Sehnsucht und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Sie wirkt authentisch, lebendig und genau auf die Figuren abgestimmt, ohne jemals künstlich oder übertrieben zu erscheinen. Obwohl ich mit 45 Jahren deutlich älter bin als die Protagonisten, konnte ich mich erstaunlich gut in die beiden Jungen hineinversetzen. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit, Humor und leiser Melancholie hat mich sehr berührt. Vielleicht zeigt sich darin eine grosse Stärke des Romans: Er erzählt zwar von Jugendlichen, spricht aber Erfahrungen an, die viele Menschen unabhängig vom Alter nachvollziehen können.
Auch die Verfilmung hat mir gefallen. Zwar entsprachen die Darsteller nicht ganz meinen eigenen Vorstellungen der Figuren, dennoch empfand ich die Umsetzung als erstaunlich nah am Buch und seinem besonderen Ton.
Tschick ist für mich ein zeitloser Roman über Freundschaft, Freiheit und das Gefühl, seinen eigenen Weg zu suchen. Schade, dass Wolfgang Herrndorf so früh verstorben ist – von diesem Autor hätte ich sehr gerne noch weitere Bücher gelesen.
- Ewald Arenz
Der große Sommer
(528)Aktuelle Rezension von: AbitAbot_ButHumanVielleicht muss man selber der richtige Jahrgang sein. Aber dann ist es ein Buch voller Wehmut und Nostalgie. Ich habe alles gerochen und den weichen Asphalt gefühlt. Diese besondere Sommerluft, wenn es bald Herbst wird... wunderschön erzählt.
Die Handlung... na - alles was einem so als Jugendlicher passieren kann. Vieles überfordert und vieles was man selber tut ist ... voll daneben. Dann noch die erste Liebe und viele andere Dinge, die man so langsam anfängt zu verstehen. Friedrich hat zum Glück einen Opa, der ihm vertraut, der vielleicht auch weiß, dass man als Jugendlicher Mist baut, der aber solange im Hintergrund bleibt, bis er enschreiten muss. Weil man mit 15 eben doch noch nicht erwachsen ist. Wann immer ich mich mal wieder in die 80er zurücksehne werde ich aus dem Buch lesen. Und dann eine Telefonzelle suchen, die 50 Cent annimmt,
Arenz kann halt gut erzählen und er scheint zu seinen Helden hier viel mehr Kontakt als im etwas hölzernen "Alte Sorten". Wobei Beate und Alma gegenüber den beiden Jungs vielleicht etwas blaß sind.
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.398)Aktuelle Rezension von: Karandi
Selbst wenn dieses Buch nicht auf Zustände zurückgreifen würde, wie sie in Deutschland einmal gewesen sind, wäre es eine der mitreißendsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Das Buch fängt die kindliche Unschuld auf besondere Weise ein. Bruno, der Hauptprotagonist, kann weder „Führer“ noch „Auschwitz“ richtig aussprechen. Wir erleben die Nazizeit aus Kinderaugen – aus der Sicht eines Jungen, dessen Vater SS-Offizier ist und damit beauftragt wird, eines der bekanntesten Konzentrationslager zu leiten.
Anfangs ist die Geschichte sehr rührend, und man muss sogar leicht lächeln, wenn man die kindliche Naivität und Hoffnung sieht, die Bruno trotz dieses bitteren Umfelds in sich trägt. Die Augen eines Kindes sind einfach dazu berufen, noch das Gute in der Welt zu sehen. Dann folgt die Begegnung mit Schmuel, dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der angeblich nicht gut genug war, um mit Bruno spielen zu dürfen.
Bruno, der gesunde Junge, der im Buch im Gegensatz zu Schmuel sogar etwas dicklich beschrieben wird, trifft auf den Jungen im gestreiften Pyjama, dessen Hände nur noch aus Knochen zu bestehen scheinen, dessen Haut grau geworden ist und dessen Adern deutlich hervortreten. Trotzdem entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Denn wie könnte es anders sein? Kinder entwickeln Freundschaften ganz selbstverständlich – es sind die Erwachsenen, die Unterschiede zwischen Menschen sehen.
Obwohl einige Situationen entstehen, in denen Bruno erkennen könnte, dass er und Schmuel nicht gleich behandelt werden, bewahrt er bis zum Schluss seine kindliche Unschuld. Und dann folgt das Ende. Es hat mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Für Kinder ist es ein unglaublich ungerechtes Ende. Doch für einen Vater, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen, der so viele Kinder zu Waisen und so viele Eltern kinderlos gemacht hat, wirkt es vielleicht sogar wie eine gerechte Strafe.
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ steht zwar auf dem Lehrplan vieler Schulen, doch eben nicht an jeder. Dabei sollte es Pflichtlektüre sein – bundesweit vereinheitlicht, sodass jeder dieses Buch einmal in seinem Leben lesen muss. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern um zu verhindern, dass sich solche Taten jemals wiederholen.
Denn auch wenn dies eine fiktive Geschichte ist, wissen wir anhand der Videoaufnahmen und Berichte aus jener Zeit alle, dass die dargestellten Ereignisse keineswegs weit hergeholt sind, sondern der Realität erschreckend nahekommen.
- Max Rhode
Die Blutschule
(1.040)Aktuelle Rezension von: InisDie Blutschule von Max Rhode hat mir von Anfang an richtig gut gefallen. Besonders die Beschreibung der Blutschule fand ich sehr gelungen. Ich konnte mir die Szenen dadurch wirklich gut bildlich vorstellen.
Teilweise war die Geschichte ziemlich derb und auch eklig, aber genau das gehört für mich bei einem guten Thriller einfach dazu. Die düstere und brutale Atmosphäre hat für mich deshalb gut zur Geschichte gepasst.
Besonders gut gefallen hat mir das Ende. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und gerade diese Wendung hat mich noch einmal richtig überrascht. Das hat für mich einen großen Teil des Reizes der Geschichte ausgemacht.
Insgesamt war Die Blutschule für mich ein spannender und teilweise ziemlich harter Thriller, der mich gut unterhalten hat.
Jetzt bin ich natürlich gespannt auf das Joshua-Profil und freue mich darauf, zu erfahren, wie es weitergeht.
- Nicholas Sparks
Mit dir an meiner Seite
(1.450)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Dass Ronnies Vater Steve vor drei Jahren sie, ihre Mutter und ihren kleinen Bruder Jonah einfach so verlassen hat, kann Ronnie ihm nicht verzeihen. Als sie gemeinsam mit Jonah die Ferien bei Steve in dem verschlafenen Küstenstädtchen Wrightsville Beach verbringen soll, beschließt die 17-Jährige, ihrem Vater das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch dann lernt Ronnie Will kennen und mit einem Mal ist alles anders: Im Sturm erobert der sympathische Junge Ronnies Herz und die ödesten Ferien aller Zeiten werden zu einem unvergesslichen Sommer. Doch das scheinbare Idyll der ersten großen Liebe ist in Gefahr …
Das Cover: Das alte Cover mit dem Sandstrand und dem in den Sand gemalten Herz hat mich sofort abgeholt. Es strahlt Sommer, Leichtigkeit und ein bisschen Nostalgie aus. Für mich passt es perfekt zur Atmosphäre des Buches. Das neue Cover hingegen – die schlafende Frau im Laub – wirkt völlig fehlplatziert. Es erinnert eher an eine herbstliche Schneewittchen-Adaption als an eine sommerliche Coming-of-Age-Geschichte. Für mich ein klarer Fehlgriff.
Der Schreibstil: Der Roman wird überwiegend aus Ronnys Perspektive erzählt, gelegentlich ergänzt durch Kapitel aus Wills, Steves oder Markus Sicht. Dieser Perspektivwechsel bringt Tiefe und macht die emotionalen Entwicklungen greifbar. Ich liebe Sparks’ Schreibstil in diesem Buch: Die eingestreuten Buchzitate und Bibelverse verleihen der Geschichte eine besondere Note und unterstreichen Steves Charakter. Die Charakterentwicklung steht klar im Mittelpunkt und ist hervorragend gelungen. Die letzten 100 Seiten waren unglaublich emotional. Einzig Steves Geheimnis hätte für meinen Geschmack etwas früher aufgelöst werden dürfen. Das Ende wirkte leicht gehetzt, aber rückblickend passt es, weil der Fokus eben auf Ronny liegt – und nicht auf ihrem Vater. Das berührende Finale rundet das Buch dennoch wunderschön ab.
Die Hauptfiguren: Ronny und ihr kleiner Bruder Jonah verbringen den Sommer bei ihrem Vater Steve. Ronny ist wütend, verletzt und mitten in der Pubertät – entsprechend scharfzüngig und abweisend. Doch genau diese Ausgangslage macht ihre Entwicklung so stark. Aus der rebellischen Teenagerin wird eine junge Frau, die Verantwortung übernimmt, sich öffnet und lernt, zu vergeben. Ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen.
Will ist der perfekte Gegenpol zu Ronny: beliebt, freundlich, der klassische Sonnyboy. Anfangs hält Ronny Abstand, doch schnell merkt sie, dass hinter seiner Fassade viel mehr steckt. Ihre Beziehung zwingt sie, sich mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen – Zukunft, Liebe, Familie. Und das macht ihre Dynamik so authentisch.
Steve ist der Vater, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Seine ruhige Art, seine Liebe zur Musik und seine Verbundenheit zur Bibel machen ihn zu einer unglaublich warmen Figur. Besonders die Szenen mit Jonah waren herzerwärmend. Wunderschön fand ich auch die Einblicke in Steves Beziehung zu seinen eigenen Eltern – dadurch versteht man viele seiner Entscheidungen besser.
Endfazit: Als Teenager musste ich den Film wegen Miley Cyrus natürlich sehen – und seitdem wollte ich das Buch lesen. Es stand jahrelang im Bücherregal ungelesen, bis ich es nun endlich befreit habe. Und was soll ich sagen: Meine Erwartungen wurden erfüllt. Die Geschichte ist genauso emotional wie der Film, die Handlung bleibt sehr nah an der Vorlage. Für mich gehört dieses Buch zu den stärksten Werken von Nicholas Sparks. Der Mix aus Dramatik, Sommerflair und tiefgehender Charakterentwicklung hat mich vollkommen überzeugt. Für alle, die selten lesen, kann ich den Film empfehlen – aber das Buch ist definitiv die intensivere Erfahrung.
Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.
- Huntley Fitzpatrick
Mein Sommer nebenan
(1.005)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSamantha ist siebzehn Jahre alt, als sich in einem Sommer ihr ganzes Leben verändert. Vor Jahren zog sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in eine schönes Haus. Nach der Trennung der Eltern versuchte die übereifrige Senatorin alles für ihre Töchter zu tun und in Samantha sah sie ihre Zuverlässigkeit, ihren Anker. Zum entsetzen der Mutter zog im Nebenhaus eine 10 köpfige Familie ein. Kontaktverbot galt vom ersten Tag an. In diesem Sommer aber steht plötzlich Jase auf Sams Dach. Er ist hübsch, nett, mit einem unglaublichen Lächeln und er verändert ihre Gefühle. Sie verliebt sich in ihn und ist hin und weg. Ihre Mutter ist geschockt und hätte von ihrer Tochter etwas anderes erwartet, aber sie ist zu sehr mit ihrem nächsten Wahlkampf beschäftig, als wirklich massiv gegen diese erste Liebe vorzugehen. Samantha lernt zum ersten mal das Leben in einer intakten Familie kennen und die Gefühle zu Jase wachsen jeden Tag, aber dann passiert ein grauenhafter Unfall. Huntley Fitzpatrick hat zwei Familien erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Liebesbeziehung zwischen Samantha und Jase ist so wunderschön, zart, realistisch und bezaubernd, dass man sich selbst verlieben möchte. Die Beschreibung der schrecklichen Ereignisse sind spannend wie ein Krimi und so ist es nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Buch über Suchen und Finden, über Macht und Taubheit und Vergebung und Glück. Großartig!
- E. Lockhart
Lügner-Reihe, Band 1 - We Were Liars. Solange wir lügen.
(563)Aktuelle Rezension von: linasbuchwolkeWe were Liars stand dank des #Ausgelesen Podcasts schon sehr lange auf meiner Wunschliste und nach dem Ende bin ich so froh, es gelesen zu haben. Dennoch war der Anfang zäh. Zunächst lernt man die Liars durch vergangene Sommer auf der Privatinsel kennen, doch dies hat bis etwa zur Hälfte des Buches gedauert. Danach bin ich dafür umso tiefer eingetaucht. Cadence kann sich nicht mehr an den Vorfall des Sommers vor zwei Jahren erinnern, und niemand will ihr etwas darüber erzählen. Je mehr sie versucht hat, sich zu erinnern, desto mehr wollte auch ich wissen, was passiert ist, vor allem, da die Liars irgendwie abweisend gewirkt haben. Durch Rückblicke, die leider nicht immer eindeutig gekennzeichnet waren, weshalb ich teilweise nicht wusste, was Gegenwart und was Vergangenheit ist, versucht Cadence herauszufinden, was passiert ist, wodurch die Geschichte sehr lebendig geworden ist. Die Auflösung hat mich sehr mitgenommen, ich hätte es nicht erwartet, sie war sehr emotional und gleichzeitig nachvollziehbar, warum Cadence das gemacht hat. Es war ein Ende, wie ich es nicht häufig in Büchern lese, eines, mit dem ich so sehr mitfühle und die Protagonistin verstehe. Insgesamt hat mir We were Liars trotz anfänglicher Längen am Ende sehr gut gefallen. Wenn ihr mit einem Buch richtig mitfühlen wollt, ist We were Liars das richtige für euch.
- Lize Spit
Und es schmilzt
(266)Aktuelle Rezension von: fitreadDa ich keine Triggerwarnungen im Buch finden konnte, nennen wir die schlimmsten Themen, die Kernthemen des Romans, doch mal beim Namen: Es geht um (sexuellen) Missbrauch bzw. Übergriffe und um Suizid. Wer damit keine Probleme hat, findet eine sehr ausgeklügelt konstruierte Handlung mit unterschiedlichen Strängen vor, die schlussendlich ineinander fußen. In seiner Düsternis ist dieser Roman ein Meisterwerk. Ich glaube, man kann die Details des Dorflebens, der Umgebung, der Verhaltensweisen der Menschen nur so genau beschreiben, wenn man selbst Teil davon gewesen ist. Und das beängstigt mich, so sehr geht mir das Buch unter die Haut. Zugleich bin ich angeekelt, fasziniert, erschüttert. Es wird mich noch ein paar Tage lang nachdenklich zurücklassen.
- Lucy Clarke
One of the Girls
(510)Aktuelle Rezension von: kapitel_nach_mitternachtFür mich war es eher ein mittelmäßiges Buch. Im Kern ist es ein Roman und genau da hat mir die Spannung gefehlt, auch wenn das natürlich zu erwarten war. Zum Ende hin zieht das Tempo zwar nochmal an und bringt kurz Spannung rein, aber insgesamt konnte es mich nicht komplett packen.
Ich bleibe dann doch lieber bei meinen Thrillern und Krimis. Aber für alle die Romane lieben, ist es eine absolute Empfehlung.
- Carley Fortune
Fünf Sommer mit dir
(263)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEine schöne Sommer-/Liebesgeschichte mit Schauplatz Kanada. Erzählt wird die Geschichte von Percy und Sam, die sich als Teenies kennenlernen, verlieben, fünf schöne Sommer miteinander verbringen, und sich dann nach einem Ereignis trennen...
Nun, gut zwölf Jahre später, kehrt Percy nach Kanada zurück, da Sams Mutter verstorben ist.
Die beiden sind sich wieder sehr nahe, alte Gefühle leben wieder auf...
❤️ Ich mag diese Art von Geschichten. Erste Liebe, Herzschmerz, ein bisschen Drama, zweite Chancen, Vergebung, Happy End :)
Einfach etwas fürs Herz. Mich hat die Geschichte gut unterhalten und ich habe mitfühlen können.
28.09.2026
- Simone Elkeles
Nur ein kleiner Sommerflirt
(496)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenSimone Elkeles ist eine meiner Lieblingsautorinnen geworden, nachdem ich ihre Reihe "Perfect Chemistry" regelrecht begeistert verschlungen habe. Ihre Story über die große Jugendliebe, die soviel mehr wird als alles was man kennt - pur, leidenschaftlich, dynamisch - hat mich einfach nur fasziniert. Elkeles spricht die Sprache der Jugend - das liest man in jeder Zeile raus. Sie bringt große Emotionen sehr nahe an ihre Leser heran und schafft es, dass man sich sehr gut mit ihren Protagonisten identifizieren kann.
Nach meiner Begeisterung für diese Trilogie war also auch die neue Trilogie Sommerflirt Pflichtlektüre. Am meisten war ich darauf gespannt, ob Elkeles' humorvoller, romantischer und fesselnder Schreibstil wieder wie Magie wirken würde. Und mein Leseherz ist irgendwie nur halb befriedrigt.
Simone Elkeles pur und doch irgendwie so anders. Dieses Buch erzählt eine wundervolle Geschichte. Eine junge Teenie-Amerikanerin wie es sie tausendfach gibt: Stur, zickig, verwöhnt, streitlustig und absolut nicht bereit einen Milimeter nachzugeben. Sie wird zu einer Reise gezwungen, die für sie wie eine Offenbarung ist. Amy lernt einen Teil ihrer Familie kennen, der ihr zeigt, dass sie nicht nur amerikanisch ist, sondern auch einen Teil des israelischen Bluts in ihren Adern brodelt. Ihre Großmutter zeigt ihr den stolzen, erfüchtigen Teil Israels und das nur durch bloße Worte. Dem Rest ihrer Familie kommt sie Stück für Stück näher und lernt nicht nur die Kultur kennen, sondern auch die Religion. Sie beginnt mit ihrem Herzen zu sehen, was sie auch empfänglich für Avi macht.
Avi ist ein gutaussehender junger Mann, nicht viel älter als Amy, aber eher verschlossen und geheimnisvoll. Seine Freunde sagen, er habe eine Menge durchgemacht.
Amy spürt widerstreitende Gefühle, wenn sie sich ihn mit anderen Mädchen vorstellt und doch ist sie stark darum bemüht ihn auf Abstand zu halten.
Während Amy im Fordergrund rumplappert, schleicht Avi eher durch den Hintergrund und versucht sie zu erforschen. Er ist von ihr angetan, aber auch er will keinerlei Gefühle an sich heranlassen.
Avi und seine Freunde zeigen Amy ihr Israel in allen Formen und Farben und führen sie so bildlich herum, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte - so als wäre ich dabei.
Die Autenzität war wieder einmal bewegend und ich habe richtig mitgefiebert, irgendwie gehofft, dass sie sich nicht verlieben, denn es wäre doch eine unmögliche Liebe. Amy's Ferien wären gezählt und selbst danach könnten sie nie zusammen sein, weil Avi in die Armee eingezogen wird.
Doch Elkeles hat dieses "Problem" auf eine Weise "geregelt", die man zwei Jugendlichen nicht zugetraut hätte. Was zwischen Amy und Avi heranwächst ist nicht so ganz zu begreifen und ich hatte wirklich Angst vor dem Ende des Buches. Doch völlig unbegründet. Es war bewegend, aber auf eine wundervolle Art, die mehr verspricht. Es mag zwar eine Trilogie sein, aber wenn man das Buch aufmerksam liest, fragt man sich automatisch wie es weitergehen kann.
Und doch ist dieses Buch irgendwie nur halb bei mir angekommen. Irgendwas hat mir gefehlt, was ich nicht so ganz benennen kann. Dreiviertel des Buches hat man einfach nicht das Gefühl, dass Amy und Avi jemals verstehen würden, wie sehr sie sich doch mögen und das sie sich das Theater sparen könnten...
Und urplötzlich geht alles wahnsinnig schnell, als wären sie von Beginn des Buches einander so nah. Stellenweise kam mir das etwas unglaubwürdig vor, weswegen ich auch nicht von Herzen fünf Sterne vergeben. Ich hätte mir einfach weniger Theater gewünscht. Vieles wurde wiederholt und Amy hat es sich selbst nur schwer gemacht.Fazit:
Elkeles hat eine neue Trilogie begonnen, in der es darum geht sich selbst neu zu finden, einer völlig neuen Welt Hallo zu sagen und dabei keine Angst verspüren zu müssen. Amy ist eine geradezu perfekte Protagonistin um den Leser verrückt zu machen. Oft wollte ich sie würgen, aber genau diesen Moment hat sie sich meist ausgesucht um ihr Herz zu öffnen und mal eine nettere Seite zu zeigen. Ich habe noch nie einen Charakter erlebt, der so verbissen wirkt und doch empfänglich für Veränderungen ist. Das macht sie einzigartig.
"Nur ein kleiner Sommerflirt" war ein ausgezeichnetes Leseerlebnis und doch gleichzeitig irgendwie verwirrend. Ich wünschte ich könnte mein kleines Problem genau benennen, aber ich habe keine Erklärung dafür.
Dieses Buch erzählt von ganz besonderen Freundschaften, neu entdeckter Familie, einer völlig neuen Art einer Jugendliebe und von einem lebensverändernden Sommer. - Leah Rae Miller
Flirt mit Nerd
(261)Aktuelle Rezension von: america2903In „Flirt mit Nerd„ dreht es sich um die 17-jährige Maddie, die mit dem beliebtesten Footballspieler der Schule zusammen ist. Sie selbst ist Cheerleaderin, aber führt gewissermaßen ein Doppelleben, denn sie liebt Comics, aber hält dies geheim. Als sie dann auf den Nerd Logan trifft, bricht ein Gefühlschaos aus..
Meine Meinung:
Ich fand Maddie ist eine sehr angenehme Protagonistin, sie handelt nachvollziehbar und logisch (für mich). Ich lese selbst viel, obwohl keiner meiner Freunde diese Leidenschaft teilt, das finden auch manche Leute seltsam. Deshalb fand ich Maddie von Anfang an sympathisch und konnte mich gut mit ihr identifizieren. Auch Logan mochte ich gern, er war total lieb, und ich denke, ich hätte ihn auch sehr gemocht wenn ich an Maddie‘s Stelle gestanden hätte :)
Das Buch hatte außerdem einen sehr angenehmen Schreibstil, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es ist zwar nicht sonderlich tiefgängig, aber vermittelt trotzdem gewisse Werte und ist einfach sehr süß und angenehm um es zwischendurch zu lesen. Von mir eine klare Empfehlung!
- Christoph Kramer
Das Leben fing im Sommer an
(297)Aktuelle Rezension von: steffi.liestAm Anfang hat mich die Geschichte ehrlich gesagt nicht so richtig gepackt und es hat eine Weile gedauert, bis sie mich wirklich fesseln konnte. Dafür hat mich dann die zweite Hälfte umso mehr überzeugt. Da kam für mich dieses Gefühl von Jugend, Freiheit und Unbeschwertheit ganz besonders gut rüber und man fühlt sich selbst ein bisschen zurückversetzt in diese Zeit des ersten Verliebtseins, aber auch des ersten Herzschmerzes. Auch die Selbstzweifel und Unsicherheiten, die wir wahrscheinlich alle in der Pubertät irgendwie durchmachen, werden sehr greifbar vermittelt.
Christoph Kramers Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und nahbar. Er schreibt auf eine authentische Art, wodurch man sich sehr gut mit dem Protagonisten identifizieren kann.
Das Ende fand ich nochmal richtig toll, vor allem auch durch den Bezug zur WM 2014. Dadurch bekommt die Geschichte eine ganz persönliche Note und man hat den Eindruck, noch ein kleines bisschen mehr von Christoph Kramer selbst und seinen Erlebnissen zu erfahren. Es handelt sich bei dem Buch nämlich um einen autofiktionalen Coming-of-Age-Roman.
Ich bin froh, dass ich drangeblieben bin, denn schlussendlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen und mir am Ende nochmal eine ordentliche Gänsehaut beschert. Und neben all den anderen Themen zeigt die Geschichte auch, wie wichtig gute Freunde in dieser besonderen Zeit des Erwachsenwerdens sind.
- Daniela Pusch
Secrets - Wen Emma hasste
(143)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogBei dem Buch handelt es sich um einen (meiner Meinung nach) sehr gelungenen Auftakt der Trilogie.
Die Geschichte beginnt mit den drei besten Freundinnen Kassy, Emma und Marie, wobei eine von den drein stirbt. Nun geht es darum herauszufinden, ob es sich um einen Mord oder Unfall handelt.
Im ersten Band wird aus der Perspektive von Emma berichtet und durch verschiedene Reisen in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie die drei Freundinnen zueinander gefunden haben. Natürlich haben alle drei Geheimnisse, mit denen keiner gerechnet hatte und die nach und nach aufgedeckt werden.
Bei der Erzählung wird immer wieder auf die Gedanken- und Gefühlswelt geachtet, um ein besseres Bild der jeweiligen Person zu vermitteln.
Ich persönlich fand die Geschichte so klasse, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe. Der Schreibstil ist dem jugendlichen Stil sehr gut angepasst und daher locker und leicht.
Mir war jedoch leider nicht immer verständlich, warum die Personen in bestimmten Situationen so gehandelt haben. Ob es der „jugendliche Leichtsinn“ ist oder ob es daher rührt, dass die Mädchen noch nicht die Erfahrungen haben, könnte eine Art sein, dass zu erklären.
Für mich eine ganz klare Leseempfehlung und ich bin sehr gespannt auf die anderen beiden Bände.
- Morgan Matson
Dreizehn Wünsche für einen Sommer
(189)Aktuelle Rezension von: RadermacherDreizehn Wünsche für einen Sommer ist ein Jugendbuch, das konnte ich schon am Verlag cbj erkennen. Doch obwohl ich der Zielgruppe schon lange entwachsen bin, hat mich die Story gut unterhalten. Auch der Schreibstil von Morgan Matson hat mir sehr gut gefallen, sodass ich geneigt war, dem Buch 5 Sterne ***** zu geben.
Den Abzug gab es für den Charakter der Hauptfigur, der 17-jährigen Emily, die nicht nur schüchtern, sondern verklemmt wie eine 13-jährige, und in meinen Augen übertrieben ängstlich ist. Auch die anderen Figuren möchte man ab und zu fragen, weshalb sie nicht einfach sagen, was sie denken.
Ich weiß, dass Amerikaner prüder sind als wir Europäer, und ebenso, dass Dating in den USA anders abläuft als bei uns. Aber das sich Emily schämt, einen Jungen, den sie mag, zu küssen und das der Angebetete, der tollste Kerl der ganzen Highschool, nicht selbst die Inititative ergreift, finde ich dann doch etwas übertrieben. Also nur vier Sterne *****. - Wolfgang Hohlbein
Drachenfeuer
(280)Aktuelle Rezension von: LuliaIn den Sommerferien auf Irland findet der 12-jährige Sprengmeistersohn Chris durch Zufall den Eingang in eine mysteriöse und zauberhafte Welt voller Fantasiewesen, die er vor einer großen Bedrohung retten soll. Daraufhin nimmt ein spannendes Abenteuer seinen Lauf. Die Handlung ist bildreich, voller Fantasie und an manchen Stellen etwas zu detailreich, wodurch es ein wenig zäh wirkt.
Bei den Protagonisten steht Chris im Mittelpunkt der Erzählung und wird glaubwürdig und facettenreich dargestellt. Relevante Nebenprotagonisten sorgen für einen ausgewogenen Abwechslungsreichtum in der Geschichte.
Wer Fantasy-Geschichten mit einem eher klassischen Thema mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildreich und detailreich.
Einziger Minuspunkt: Die detaillierten Beschreibungen wirken an manchen Stellen etwas zäh, was den Lesespaß ein wenig mindert.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Herman Koch
Sommerhaus mit Swimmingpool
(141)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessSpoilerwarnung: Diese Rezension spricht offen über Ton, Haltung und Figurenentwicklung und kann Leseeindrücke vorwegnehmen.
Sommerhaus mit Swimmingpool hat mich auf eine unangenehme Weise mitgenommen. Herman Koch springt zu Beginn ungewohnt durch Zeiten und Szenen, aber sobald man sich daran gewöhnt, erkennt man den roten Faden – vor allem den unmittelbaren Zugang zur Psyche des Erzählers. Aus der Ich-Perspektive taucht man tief in Marc Schlossers Kopf ein und denkt jede seiner zynischen, verächtlichen und oft erschreckend kalten Überlegungen mit.
Marc ist für mich eine zutiefst verstörende, unsympathische, ja: kranke Figur – ein Egozentriker, der sein Zynismus als Weltklugheit tarnt. Besonders widerlich fand ich seine Weltsicht auf Frauen; dass er diese dann „biologisch“ rationalisiert, macht es noch unangenehmer. Marc ist nicht der „zerrissene Mensch, der das Falsche tut“ – er tut das Falsche und hält es für richtig. Diese Mischung ist brandgefährlich. Genau hier liegt Kochs Stärke: Er zeichnet Marc so konsequent abstoßend, dass man trotzdem gebannt weiterliest.
Spannend ist, wie Koch mit wenigen Sätzen Marcs Gedankenwelt auf den Punkt bringt und wie er dessen Haltung auch dann nicht wirklich kippen lässt, als der Vorfall mit der Tochter geschieht. Marc ändert situativ seinen Blick, hinterfragt aber sein Grundgerüst nicht. Vordergründig spricht er von Familie – tatsächlich dreht sich alles um sein eigenes Wohl.
Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist das Buch gnadenlos kurzweilig. Kochs Stil ist messerscharf: bissiger Wortwitz, präzise Formulierungen, ein unerbittlicher, schwarzer Humor, der die Seiten fliegen lässt. Ich wollte dem Buch aus Ekel fast einen Stern geben, aber das wäre am Ziel vorbeigeschossen, denn genau diese Reaktion provoziert Koch bewusst – und literarisch brillant.
Nachhall: Das Buch ist nicht „nur“ provokant; es bleibt hängen. Mich hat weniger die Handlung beschäftigt als die Frage, wie schnell Zynismus sich als Vernunft tarnt – und wie bereitwillig man einer klugen, aber moralisch verrotteten Stimme folgt, wenn sie nur eloquent genug ist. Diese Reibung zwischen Faszination und Abscheu hat mich noch lange nach der letzten Seite begleitet.
Fazit: verstörend, eiskalt, zynisch – und verdammt gut geschrieben. 4 von 5 Sternen.
- Nina Blazon
Silfur - Die Nacht der silbernen Augen
(145)Aktuelle Rezension von: diepersephoneLeider ist dieser Roman der erste von Nina Blazon den ich schwach fand. Und das bei einem sooo schönen Cover!
Hier ist weder eine wirklich neue Idee entstanden noch wird wirkliche Spannung aufgebaut worden, da sich alles um Kleinigkeiten dreht und es wird dauernt ein und das selbe Thema durchgekaut.
Hier ist mir aufgefallen dass ich offensichtlich nicht mehr in die Zielgruppe dieses Buches falle. Denn ich konnte vieles nicht nachvollziehen und fand die Altagsprobleme so gähnende langweilig das ich viele Seiten gegen Mitte nur noch überflogen habe. Normalerweise nimmt sich die Autorin viel Zeit um die Charaktere darzustellen und das weiß ich immer sehr zu schätzen und weiß dass das seine Zeit braucht und demnach nimmt ihr Roman oftmals erst nach dem ersten Drittel an fahrt auf, aber hier passierte das noch nicht mal nach der Hälfte und auch da waren es immer kleine Spannungsbögen die ganz schnell wieder abflachen und das hat mir das Lesen wirklich schwer gemacht.
- Huntley Fitzpatrick
Es duftet nach Sommer
(261)Aktuelle Rezension von: Caemsch123Es duftet nach Sommer
Der Titel passt so gut! Auch wenn gerade nicht Sommer ist, konnte ich ihn praktisch schon riechen 😅. Denn es hat einfach diesen Vibe von warmen Sommerabenden, die man noch auf der Terrasse oder sonst wo draussen verbringt.
Am Anfang war ich ein bisschen verwirrt von der Form des Textes. Oder vielleicht war es auch einfach Verwirrung, weil man am Anfang praktisch noch nichts wusste. Denn es kamen nicht viele neue Sachen hinzu – oder wenn, dann nur wenige – und der Rest stand eigentlich schon in der Beschreibung 😕. Trotzdem habe ich mich mit der Zeit in das Buch eingefunden. In den Tagen, an denen ich (leider) krank war, habe ich das Buch total durchgesuchtet 🤩.
Leider finde konnte ich nicht sooo richtig eine Bindung zu den Charakteren aufbauen. Wir wissen fast nur das oberflächliche über die Charatere.
Mit der Zeit passieren aber so viele Dinge, dass ich die Sachen, die im Grunde eigentlich uninteressant waren, gar nicht mehr uninteressant fand. Ich weiss bis jetzt nicht, woran das liegen könnte 🤷🏽♀️. Vielleicht an Huntley Fitzpatricks tollem Schreibstil? Ja, über den wollte ich mit euch auch noch reden 🥹. Denn dieser Schreibstil war so locker und sanft. Wie zum Beispiel eine kleine Abkühlung im Sommer, wenn es ultra heiss ist. (Blöder Vergleich, ich weiss, hihi – aber irgendwie trotzdem sinnvoll.)
Wirklich eine Empfehlung für den Sommer oder auch für jetzt, wenn man sich einfach mal in den Sommer träumen möchte ☺️.
- Kirsten Boie
Ein Sommer in Sommerby
(22)Aktuelle Rezension von: pardenUNTERHALTSAME FERIENGESCHICHTE...
Marthas Mama hatte einen Unfall, deswegen fliegt Papa zu ihr nach New York. Martha, Mikkel und Mats können nicht alleine bleiben und müssen zu Oma nach Sommerby, auch wenn sie die Oma überhaupt nicht kennen. Dort gibt es weder Telefon, WLAN noch Fernseher. Dafür Hühner, das Meer und viel Natur. Eines Nachts bricht jemand in den Schuppen ein. Das gibt Ärger! Kein Wunder, dass die Kinder zuerst nach Hause wollen. Doch dann ist die fremde Oma vielleicht gar nicht so doof und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer wirklich nachts um das Haus schleicht. (Verlagsbeschreibung)
Die zwölfjährige Martha und ihre jüngeren Brüder Mats und Mikkel müssen die Ferien bei ihrer Oma auf dem Land verbringen. Und diese Oma ist ein bisschen seltsam: Sie wohnt allein in einem abgelegenen Haus, verkauft selbst gemachte Marmelade, hat kein Telefon und erst recht kein Internet. Aber Hühner, ein Motorboot und ein Gewehr, mit dem sie ungebetene Gäste verjagt. Als die Idylle bedroht wird, halten die Stadtkinder und ihre Oma zusammen und erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Tatsächlich erscheinen zu Beginn weder die Kinder noch die recht grummelig wirkende Oma besonders sympathisch, was den Einstieg etwas erschwert hat. Die Kinder sind es nicht gewohnt im Haushalt zu helfen, was die Großmutter allerdings selbstverständlich erwartet, Martha aber als Sklavenarbeit empfindet. Die Zwölfjährige beschäftigt sich in Gedanken meist eher mit ihrer im Luxusurlaub verweilenden Schulfreundin und ist genervt, dass es rund um Omas Haus keinen WLAN-Empfang gibt. Den bräuchte es natürlich auch, um Nachrichten von ihrem Vater zu erhalten, der gerade in New York weilt, um seiner verunfallten Frau beizustehen, die dort im Krankenhaus liegt. Der siebenjährige Mikkel passt sich der ungewohnten Situation am leichtesten an - er ist harmoniebedürftig und bemüht sich, auch die Oma bei Laune zu halten. Mit den Tieren auf dem Hof fühlt er sich wie im Paradies, und er versucht, sich mit allen Hühnern und Gänsen anzufreunden. Mats dagegen ist ein verwöhnter Vierjähriger, der es nicht gewohnt ist, selbst nach Lösungen zu suchen und der schnell in Wut gerät und erwartet, dass alle auf seine Launen Rücksicht nehmen.
Allmählich gewöhnen sich die Kinder an das Leben auf dem Land und an die Oma, zu der sie bisher gar keinen Kontakt hatten. Und sie schließen mit den netten Menschen in der Umgebung Freundschaft. Und obgleich es ihr schwerer fällt als den beiden Kleinen, fühlt sich bald auch Martha wohl in Sommerby. Toll an der Oma ist zudem, dass sie den Kindern allerlei zutraut und sie Dinge selber regeln lässt. Aber nicht alles ist immer nur idyllisch. Da gibt es jemanden, der der Oma unbedingt ihr Häuschen abkaufen will. Und es beschäftigt Martha, weshalb der Kontakt zwischen ihren Eltern und der Oma abgebrochen ist. Kleine und große Sommerabenteuer erwarten die drei Kinder, gekrönt von einer lebensgefährlichen Bootsfahrt in einem starken Sturm.
Die (leider) gekürzte Hörbuchausgabe (5 Stunden und 50 Minuten) wird lebendig und unterhaltsam gelesen von Julia Nachtmann.
Vier Sommerby-Bände gibt es mittlerweile, und diese Feriengeschichte voller Spannung, heiterer Momente und berührender Szenen war definitiv ein netter Reiheneinstieg, der Lust auf mehr macht!
© Parden
- Anika Beer
Kieselsommer
(68)Aktuelle Rezension von: chiarah_45Meine Mutter hatte mir das Buch von einer Buchmesse mit Autogramm mitgebracht. Also wurde es natürlich gleich verschlungen. Und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hatte... morgens in der Früh aufgewacht und gleich mal die nächsten Seiten verschlungen. Leider war das Buch dann nach dem Wochenende schon durchgelesen. Naja, man kann es ja auch nochmal lesen :)
- Tad Williams
Die Drachen der Tinkerfarm
(229)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Das Buch hat mit wirklich gut gefallen. Es ist sowohl für jüngere als auch ältere Leser geeignet.
Die Story plätschert so vor sich hin und es bleibt mysteriös und geheimnisvoll. Ich wollte das Buch kaum weglegen, ich war wie im Bann. Es war kein außergewöhnlich spannendes Buch, aber die Atmosphäre und die Stimmung hat mich einfach gecatcht.
Einige Wendungen waren sehr absehbar, aber ich wurde auch das ein oder andere Mal überrascht. Auch wie die Tiefe der Story an sich hat mich sehr positiv überrascht!
Ich habe das Buch wirklich genossen und geliebt. Bin sehr gespannt auf den zweiten Teil!🫶🏻
- Greta Herrlicher
Der Sommer, der uns blieb
(188)Aktuelle Rezension von: meisterlampeInhalt siehe Klappentext.
Ich kannte die Autorin Greta Herrlicher bisher nicht und als ich mir ihre anderen Bücher anschauen wollte, habe ich festgestellt „Der Sommer, der uns blieb“ war bereits unter einem anderen Titel, „Der Sommer unseres Lebens“ in 2024 erschienen. Kannte ich auch nicht, aber damit fühle ich mich als Leser, wie soll ich es diplomatisch formuliert ausdrücken? an der Nase herumgeführt? Ein Roman, zwei Titel, zwei Erscheinungsjahre, hmm, es gibt sicher Leute, die kaufen doppelt. Das Buch mit seinen 320 Seiten und dem blassen Titelbild mit Schaukel und „Schnitt“ selbst hat mir gut gefallen, die kurzen Kapitel im Wechsel aus der Sicht von Martin, Pia und Britta, die sich flüssig und zügig lesen lassen. Damals, als Teenager, waren die drei Freunde ein Herz und eine Seele, ein Dreigestirn, das sich nicht trennen ließ, außer von Martins böser Mutter Margot. Diese ist es übrigens auch, die mir durch viele ihrer Äußerungen und den allerletzten Satz im Buch die Story etwas madig gemacht hat, weil sie überall ihre Hand drüber haben will, ohne Rücksicht auf Verluste.
Mag sein, dass man sich nach 20 Jahren Funkstille immer noch oder wieder gut versteht, in dieser Geschichte klingt es fast zu einfach. Pia ist damals verschwunden, der Leser erfährt im Laufe des Geschehens, warum und wer daran „Schuld“ war, kein Lebenszeichen von ihr die ganze Zeit und als ihr Ende naht, kommt sie zurück, um sich auszusprechen und auszusöhnen. Soweit, sogut. Martin, mit 40 Jahren immer noch bei Muttern wohnhaft, ist der Nachbar von Brittas dementem Vater Anton; Britta arbeitet seit der Ausbildung in Frankfurt, hat dort eine Affäre, die ihre Zukunft ebenfalls verändert und kommt ihrem Vater zur Unterstützung und Hilfe, wobei sie natürlich Martin über den Weg läuft. Die verschwundene Pia grätscht wieder mal dazwischen, diesmal krasser als seinerzeit, mit Geheimnissen und nur noch sehr wenig Lebenszeit im Gepäck. An sich fühlt man sich fast in die eigene Jugend zurückversetzt, Freunde, Parties, Sommer, Freiheit, Diskussionen mit den Eltern, Unabhängigkeit, Freiheit, Enge und Druck - einige Details muss man damals nicht miterlebt haben. Andererseits frage ich mich, wann wollten die 3 Erwachsenen Leute mal wirklich erwachsen werden, ganz vorne dabei Martin, der ja wirklich unter Margots Fuchtel steht, weil sie es ja ach so gut mit ihrem Buben meint. Grässlich. Dann lieber Britta, die ziemlich lange braucht, um zu erkennen, wen und was sie wirklich im Leben will. Pia wollte schon immer viel, es kam alles anders, jetzt kann sie es nicht mehr ändern und versucht, noch das letzte beste Restchen daraus zu machen. Es war für mich beim Lesen immer so ein hin und her zwischen den Dreien, wer will wen und wer nicht und warum (nicht) - irgendwie gar nicht erwachsen für Leute Ende 30, Anfang 40. Aber manche brauchen einfach länger, um zu erkennen, was gut für sie ist. Von mir gibt es 4 Sterne mit Leseempfehlung. Ich finde übrigens, man merkt nicht viel davon, dass der Roman ab Beginn der Covid-Pandemie spielt und sich eigentlich keiner dem anderen nähern sollte.























