Bücher mit dem Tag "sonnenkönig"
17 Bücher
- Nisha J. Tuli
Trial of the Sun Queen
(545)Aktuelle Rezension von: LoukiaSeit Jahren werden Lor und ihre Geschwister ohne ersichtlichen Grund im Kerker des Aurorakönigs gefangen gehalten, wo sie jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen. Als man Lor wegen ihrer Aufmüpfigkeit in eine tödliche Grube wirft, wird sie zu ihrer Überraschung an den Hof des Sonnenkönigs entführt.
Dort soll sie mit den schönsten und edelsten Fae des Reiches um die Hand des attraktiven Königs Atlas kämpfen. Lor weiß, dass sie gewinnen muss, um sich selbst und ihre Geschwister retten zu können. Außerdem übt der König eine geradezu magnetische Anziehungskraft auf sie aus. Doch die Bewährungsproben werden immer gefährlicher, und Lor ist sich nicht sicher, ob sie Atlas‘ Werben trauen kann. Währenddessen setzt der Aurorakönig seinen rebellischen Sohn Nadir darauf an, Lor aufzuspüren und zurückzubringen.
Eine sehr kämpferische, trotzige Underdog-Heldin versucht, sich in allen möglichen misslichen und feindlichen Umständen durchzuschlagen. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass ein großes Geheimnis über ihrer Herkunft und Identität liegt. Das Buch endet an einem spannenden Punkt, sodass man der Fortsetzung entgegenfiebern kann.
Ich fand den Roman fesselnd, wenn auch nicht immer schlüssig. Lors Beziehung zu Atlas ändert sich für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Auf der anderen Seite ist durch den Wechsel zwischen Lors und Nadirs Perspektive schon von Anfang an klar, dass die Geschichte auf ein Zusammentreffen der beiden hinausläuft.
Für Fans von Rebecca Yarros sicher tolles Lesefutter. Wer mehr Wert auf schöne Sprache und ausgefeilte, originelle Charaktere legt, sollte nach einem anderen Buch greifen.
- Sandra Regnier
Die Lilien-Reihe: Das Herz der Lilie
(122)Aktuelle Rezension von: Magische_BuchweltMeine Meinung:
"Das Herz der Lilie" ist der Titel der gesamt Ausgabe der Lilien Dilogie von Sandra Regnier.
Sandra Regnier nimmt uns hier mit auf eine Zeitreise in das 17. Jahrhundert. An den königlichen Hof, des berühmten Sonnenkönig Ludwig den XIV.
Die Handlung ist in der Erzähler Perspektive aus der Sicht der 17-Jährigen Julia geschrieben.
Die Schülerin wollte nur einen gemütlichen Ausritt im Wald unternehmen, als sie sich plötzlich in Frankreich der 17 jahrhunderts wieder findet. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll…
Ich konnte mich gut in Julia Etienne hineinversetzen, beide Charaktere machen im Verlauf der Reihe eine große Entwicklung durch. Sie werden beide vor viele Herausforderungen gestellt, denn bei Hofe gibt es hinter den Kulissen jede Menge Intrigen und Geheimnise.
Die Autorin hat offensichtlich sehr umfangreiche Recherchearbeit geleistet, denn Sie beschreibt das gesellschaftliche Leben, Etikette und Geflogenheiten, der Epoche detailliert und leicht verständlich, so dass man es sich gut vorstellen, und leicht in diese Romanwelt eintauchen kann.
Die knisternde Liebesgeschichte von Julia und Etienne sorgt für jede Menge Gefühlschaos, und entwickelt sich zart und authentisch. Sie gibt der Geschichte ihre Leichtigkeit, und sorgt zusammen mit den vielen Wendungen, dafür dass , sich der Spannungsbogen immer weiter aufbaut, und ich bis zum Ende Julia und Etienne mitfieberte.
Fazit: Eine atmosphärische Zeitreise Romantasy, voller knisternder Romantik und mitreißende Wendungen. Die perfekte Lektüre für laue Sommernächte am Strand. 💕📚
- Nina Schilling
When Shadows Darken the Sun
(103)Aktuelle Rezension von: Bianca_BooksEin toller Auftakt der Reihe - hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte fand ich wirklich toll und ich dachte zuerst es geht hauptsächlich nur um die Spiele, aber dem war nicht so. Es passiert so viel außen rum noch, dass man zuerst einmal die Charaktere und die Welt entdecken kann. Das Buch hat mich nicht ganz so gefesselt wie ich erhofft hatte, trotzdem hat es Spaß gemacht Cass und Nox auf ihrem Weg zu begleiten. Cass mochte ich direkt von Anfang an, vor allem ihre kämpferische, aber trotzdem fürsorgliche Art. Bei Nox hat es etwas länger gedauert, aber auch er hat sich in mein Herz geschlichen. Und die beiden zusammen - einfach toll. Aber auch die Nebencharaktere waren echt klasse und haben viel zum Gesamtbild beigetragen. Die Welt, die hier erschaffen wurde, hat mir auch richtig gut gefallen. Die beiden unterschiedlichen Höfe und auch die Magie, waren wirklich toll. Die Wesen in der Welt waren teils wirklich gruselig, teils aber auch absolut liebenswert. Das Ende von Band 1 war echt heftig und ich bin jetzt wirklich gespannt wie es im zweiten Band weiter geht und was wir alles noch kennenlernen.
Der Schreibstil war sehr angenehm. Besonders gut hat mir der Perspektivwechsel zwischen Cass und Nox gefallen, sodass wir beide sehr viel besser kennenlernen. Es wurde alles richtig gut beschrieben, sodass man sich die Welt wirklich gut vorstellen konnte.
Fazit: Kann ich absolut empfehlen.
- Vonda N. McIntyre
Das Lied von Mond und Sonne
(18)Aktuelle Rezension von: ErdbeerschorschDie Expedition des Père Yves de la Croix hat ein legendäres Seemonster gefangen. Yves jüngere Schwester, die Hofdame Marie-Josèphe, wird mit der Pflege der geheimnisvollen Kreatur beauftragt. Bald erkennt Marie-Josèphe, dass es sich bei dem Seemonster um ein intelligentes, fühlendes Wesen handelt. Sie möchte das Seemonster retten, aber der Sonnenkönig verspricht sich ewiges Leben davon, dass er die Kreatur verspeist... Unterstützung bekommt Marie-Josèphe von Lucien de Barenton, dem Berater des Königs.
Dieser Fantasyroman hat mir besonders gut gefallen. Man muss allerdings wissen, dass Fantasyelemente nur sehr sparsam eingesetzt werden - die Seemonster sind das einzige Übernatürliche in diesem Roman. Ansonsten erfährt man viel vom Leben am Hofe des Sonnenkönigs. Es kommen in diesem Roman auch viele echte historische Persönlichkeiten vor. Die Autorin erzeugt in ihrem Roman eine besondere Stimmung. Die Szenen mit Scherzad, dem Seemonster haben mir außerordentlich gut gefallen, sehr schön waren auch die Gespräche zwischen Marie-Josèphe und Lucien.
Dieses Buch ist etwas für LeserInnen, die eine historische Fantasy lesen wollen, die mal nicht im Mittelalter spielt.
- Loel Zwecker
Vom Anfang bis heute
(19)Aktuelle Rezension von: WolfhoundLoel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.
Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen.
Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.
Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten.
Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.
Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat
- Uwe Schultz
Der Herrscher von Versailles
(4)Aktuelle Rezension von: Andreas_OberenderGute Biographien Ludwigs XIV. von Frankreich sind Mangelware, zumindest auf dem deutschen Buchmarkt. Die vorliegende Biographie aus der Feder von Uwe Schultz, einem ehemaligen Rundfunkredakteur, vermag diesem Mangel nicht abzuhelfen. Da ein Vorwort fehlt, ist unklar, an welchen Leserkreis sich die Biographie richtet. Das inhaltlich anspruchslose Buch bietet nichts, was man nicht schon in vielen anderen Biographien des Sonnenkönigs lesen konnte. Von einer angemessenen Rezeption der internationalen Forschung und der umfangreichen Sekundärliteratur zum Zeitalter Ludwigs XIV. kann bei Schultz nicht einmal im Ansatz die Rede sein. Wer das Buch aufmerksam liest und auch einen Blick in die Endnoten wirft, stellt fest, dass Schultz sich darauf beschränkt hat, vier Bücher auszuschlachten: Die Biographien Ludwigs XIV. von Philippe Erlanger (die auch auf Deutsch vorliegt), François Bluche und Jean-Christian Petitfils (die in Frankreich als Standardwerke gelten) sowie Simone Bertières Buch "Les femmes du roi-soleil" (1998).
Ohne Tiefgang anzustreben, behandelt Schultz alle Aspekte der langen Regierung Ludwigs XIV., von der Außen- über die Wirtschafts- bis hin zur Religionspolitik. Breiten Raum nehmen die Hofhaltung in Versailles und das Privatleben des Königs ein. Wenn Schultz auf das Liebesleben des Königs und anderer Personen zu sprechen kommt, gleitet der Ton wahlweise ins Süßlich-Sentimentale oder ins Puritanisch-Prüde ab. Da ist dann schon mal die Rede von "aufschäumender Liebesleidenschaft" oder "Augenblicken zärtlichsten Einverständnisses". Philipp IV. von Spanien wird mit erhobenem Zeigefinger für seine "entfesselte Sexualität" gescholten, und von Ludwigs Jugendliebe Maria Mancini heißt es, sie sei von ihrem Ehemann, dem Fürsten Colonna, "in unüblichem Ausmaß" betrogen worden (das arme Ding!). Über den Skandalautor Roger de Bussy-Rabutin erfährt man, er habe seine "männliche Unruhe nicht in einer geordneten Ehe verglühen lassen" wollen. Schultz' blumiger, an Adjektiven und Adverbien überreicher Stil erinnert an den Tonfall gewisser Werke des 19. Jahrhunderts, in denen die "Sittengeschichte" des Ancien Régime für das nach pikanter Unterhaltung dürstende spießbürgerliche Publikum aufbereitet wurde. Zwei Beispiele seien angeführt, um zu illustrieren, wie wenig Schultz von der Zeit versteht, über die er schreibt.
Mehrfach empört sich Schultz über die "horrenden Vermögen", die sich Frankreichs leitende Minister listenreich angeeignet hätten. Kardinal Richelieu habe das Land "systematisch geplündert", um sich zu bereichern. Kardinal Mazarin habe in einem beispiellosem "Raubzug" Vermögenswerte in Höhe von 36 Millionen Livres zusammengerafft. Jean-Baptiste Colbert habe die "horrende Summe" von 10 Millionen Livres in die eigene Tasche gewirtschaftet. Eine solche Empörung kann nur an den Tag legen, wer von Politik im 17. Jahrhundert und den Beziehungen zwischen Königen und ihren Ministern nichts versteht. Die moderne Auffassung, dass öffentliche Ämter nicht für persönliche Bereicherung missbraucht werden dürfen, war diesem Jahrhundert vollkommen fremd. Alle leitenden Minister jener Zeit - Buckingham in England, Lerma und Olivares in Spanien, um nur drei zu nennen - sind dank königlicher Gunst zu immensen Vermögen gelangt. Könige und ihre Minister konnten über Staatseinnahmen nach Lust und Laune verfügen - das war in vormodernen Monarchien Gang und gäbe. Minister wie Richelieu, Mazarin, Fouquet und Colbert wären von ihren Familien und Gefolgsleuten verachtet worden, wenn sie ihre Stellungen nicht ausgenutzt hätten, um sich, ihren Angehörigen und Freunden materiellen Gewinn, Adelstitel und lukrative Posten zu verschaffen. Die Bereicherung, über die Schultz die Nase rümpft, war damals selbstverständlich (sogar in Rom - man denke nur an den päpstlichen Nepotismus).
In einer Passage über die Sozialstruktur Frankreichs unter Ludwig XIV. heißt es, Adel, Klerus, Bürger und Bauern hätten jeweils 20, 10, 30 und 35% der Bevölkerung gestellt (S. 129). Abgesehen davon, dass diese Zahlen in der Summe nur 95% ergeben (was ist mit den restlichen fünf Prozent?), ist der Anteil des Adels mit 20% um ein Vielfaches zu hoch und der Anteil der Bauern mit 35% - in einem vorindustriellen Agrarland! - viel zu niedrig angesetzt. In keinem europäischen Land hat der Adel jemals ein Fünftel (!) der Bevölkerung gestellt. Wären die von Schultz genannten Zahlen richtig, dann müsste es unter Ludwig XIV. bei einer Gesamtbevölkerung von rund 20 Millionen nicht weniger als vier Millionen Adlige gegeben haben. Das ist vollkommen unsinnig. Woher Schultz diese Zahlen hat, ist nicht feststellbar, denn es fehlt bezeichnenderweise ein Quellennachweis. Spätestens an dieser Stelle fragt man sich als Leser, ob das Manuskript einem kompetenten Lektorat unterzogen wurde, bevor es in Druck ging.
Auch zu Schultz' Umgang mit Quellen (Memoiren, Tagebücher, Briefe) gibt es einiges anzumerken. Auf Seite 65 zitiert Schultz eine Beschreibung der Infantin Maria Theresia von Spanien, der Braut Ludwigs XIV., aus der Feder der bekannten Memoirenschreiberin Madame de Motteville. Schaut man in den Endnoten nach, woher dieses Zitat stammt, stellt man verwundert fest, dass es wider Erwarten nicht etwa den Memoiren der Madame de Motteville entnommen wurde. Schultz hat das Zitat einfach wortwörtlich aus der deutschen Fassung der Mazarin-Biographie von Paul Guth abgeschrieben. Madame de Sévignés begeisterter Kommentar zur Aufhebung des Edikts von Nantes wird nicht nach der Korrespondenz dieser berühmten Briefeschreiberin zitiert (S. 275). Das Zitat stammt aus der deutschen Ausgabe der Biographie Ludwigs XIV. von Philippe Erlanger. Beispiele für diese "Technik", nicht aus der Quelle selbst zu zitieren, sondern wörtliche Quellen-Zitate aus anderen Werken der Sekundärliteratur zu übernehmen, finden sich im Buch zu Hunderten. So kann man sich als Autor die Arbeit sehr erleichtern!
Umso verwunderlicher ist es, dass Schultz in der - auffallend knappen und bescheidenen - Bibliographie eine Vielzahl von teils mehrbändigen französischsprachigen Memoiren, Tagebüchern und Briefsammlungen auflistet: Briefe des Kardinals Mazarin (9 Bände); Briefe der Madame de Maintenon (5 Bände); Memoiren des Herzogs von Villars (6 Bände) usw. usf. Nirgendwo im Buch ist jedoch erkennbar, dass Schultz diese Quellen tatsächlich selbst durchgearbeitet und ausgewertet hat. Er beschränkte sich darauf, die Bücher von Erlanger, Bluche, Petitfils und Bertière nach passenden Quellen-Zitaten zu durchforsten, die er dann in den eigenen Text hineinmontierte. Jeder Student, der sich dieser "Technik" bediente, bekäme seine Seminararbeit vom Dozenten um die Ohren gehauen.
Langer Rede kurzer Sinn: Alle, die sich auf ernsthafte Weise mit Ludwig XIV. beschäftigen wollen, können dieses Buch guten Gewissens ignorieren. Es ist ärgerlich und peinlich, dass deutsche Verlage dem interessierten Leser derzeit keine Biographie Ludwigs XIV. bieten können, die besser ist als das oberflächliche Gelegenheitswerk von Uwe Schultz.(Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Juli 2013 auf Amazon gepostet)
- Werner Holzwarth
Der Sonnenkönig
(3)Aktuelle Rezension von: Larissa_KampHahn Konrad hört, wie sich zwei Hühner darüber unterhalten, dass die Sonne nur aufgeht wenn Konrad kräht. Statt das richtig zu stellen, nutzt Konrad die Chance und avancierte sich selbst zum König der Sonne. Er lässt sich von den Hühner bedienen - denn wenn er nicht kräht, bleibt es dunkel. Hahn Konrad wird immer fetter und die Hühner immer dünner. Doch eines Tages verschläft Konrad den Sonnenaufgang...
Was soll ich sagen? Ein ganz besonderes Buch halte ich hier in den Händen. Ich bin großer Fan von Günther Jakobs und von daher war dieses Buch quasi ein Pflichtkauf für mich. Die Geschichte so erfrischend. Der Hahn Konrad der seine Chance nutzt und die Hühner von sich abhängig macht. Diese gehorchen ihm auf Wort, da sie Angst haben, dass sonst die Sonne nicht mehr aufgeht. Für Kinder ist das besonders unterhaltsam, da natürlich von Anfang an klar ist, dass er Hahn nichts mit der Sonne am Hut hat und er seine Hühnerschar eiskalt anflunkert. Meine Kinder fiebern regelrecht mit beim Lesen und äußern stets ihren Gerechtigkeitssinn.
Die Texte sind eingängig und für Kinder ab 4 Jahren gut zu verstehen.
Insgesamt gefällt mir dieses humorvolle Buch sehr, da es nicht nur unterhält sondern auch wichtige Themen für Kinder wie Macht und Abhängigkeit beleuchtet. Dazu gibt es die genialen Illustrationen von Günther Jakobs. Von mir eine große Empfehlung.
- Sandra Gulland
Die Sonne des Königs
(48)Aktuelle Rezension von: AoibheannDas Buch subt schon einige Zeit in meinem Regal herum. Urlaub - eine gute Gelegenheit, auch mal ein paar alte Schinken aus dem Regal zu fischen, den Staub wegzupusten und dem Buch eine Chance zu geben.
Vorweg möchte ich gleich sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Ich habe mich ziemlich geärgert und mich entschlossen, das Buch nach einem Drittel abzubrechen.
Laut Klappentext befasst sich das Buch mit der Geschichte der jungen Louise de la Valliére, ihrerseits die erste Mätresse König Ludwig XIV. Also eine Art Biografie in Romanform. Dafür bin ich grundsätzlich zu haben und es gibt wirkliche Schätze in diesem Genre. Dieses Buch gehört - zumindest für mich - nicht dazu.
Besagte Louise ist ein Ausbund ein positiven Tugenden. Freundlich, herzlich, fromm, uneigennützig und dazu ein absolut begnadete Reiterin. Eine 6 jährige, die mal eben ein junges Pferd einreitet und diesem innerhalb von drei Wochen die Lektionen der Hohen Schule beibringt. Da bekommt nicht nur der Abé im Buch Zweifel, da klingeln bei mir auch alle "Logikglöckchen", da krempeln sich jedem Bereiter in der berühmten Hofreitschule in Wien wahrscheinlich die Fußnägel um.
Louise selbst wird nur als "Petit" bezeichnet. Warum oder woher diese Kosename kommt wird leider nicht beleuchtet. Alle anderen Personen der Geschichte kommen weit weniger gut weg als die Protagonistin. Diese sind abwechselnd töricht bis dumm, eitel, naiv und farblos.
Bis zu dem Punkt, an dem ich das Buch abgebrochen habe, ist schlicht und ergreifend nichts passiert, das auch nur annähernd spannend wäre.
Es dreht sich enorm viel um Louise und ihre Liebe zu Pferden. Und das ist auch noch so grauselig beschrieben, dass es mir schlicht die Lust nimmt noch weiter zulesen. - Dora Duncker
Die Geliebte des Sonnenkönigs
(2)Aktuelle Rezension von: FerranteDieser erstmalig wahrscheinlich 1912 unter dem Titel "Ein Liebesidyll Ludwig XIV." erschienene Roman wurde bereits von Area unter dem Titel "Louise, Geliebte des Sonnenkönigs" veröffentlicht. Diese 2009 von Karl Müller herausgegebene Ausgabe schien mir die Schönste zu sein. Georg Engels Störtebeker-Roman weckte meine Lust an alten historischen Romanen. Dieser hier der Berliner Autorin Dora Duncker (1855-1916) war zwar nicht so gut geschrieben und so komplex wie Georg Engels Buch, erzählte aber gekonnt und fesselnd eine interessante Geschichte, und was will man mehr? Die junge Louise de la Valliere wird an den Hof des Sonnenkönigs Ludiwgs XIV. eingeführt, und das bescheidene Mädchen entfacht schon bald die Leidenschaft des Königs. Intrigen, Schuldgefühle und höchstes Liebesglück sowie ein Ende der Leidenschaft sind vorprogrammiert bis zum beeindruckenden Ende, als Louise dem Hof entsagt und ins Kloster geht. Die alte Sprache ist schön, und zum Glück wurde nur die Rechtschreibung modernisiert. Wer schon die Nase voll von den ganzen modisch-platten historischen Romanen der Gegenwart hat, kann hier zugreifen. - Angeline Bauer
Die Seifensiederin
(38)Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkondFrankreich in der Zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts: Das Verständnis von Hygiene ist für die Menschen ein anderes als heute. Noch dazu wird von den einfachen Menschen hinter jeder Ecke Zauberei und böses Hexenwerk vermutet. Und so ist es für Ambra und ein schweres Leben, dass sie als Seifensieder führen. Bald geraten sie in den Verdacht, sich der Hexerei betätigt zu haben. Nur durch die Hilfe von Mathie geliegt Ambra die Flucht. Das Ziel ist Paris. Dort will sie in dem Gedränge der Stadt ein sicheres Leben führen. Doch schnell gerät sie in das Ränkespiel der schönen und mächtigen, die mit Hilfe der Wirkung ihrer Seifen ihre eigenen Ziele verfolgen.
Die Idee zur Geschichte hört sich mega gut an. Ich hatte mir erhofft, dass wir sehr viel Zeit des Buches in der Nähe des Hofes verbringen würden. Immerhin sind wir zu Zeiten des Sonnenkönigs Louis XIV. unterwegs, und dort in die Intriegen der Mächtigen mit hineingezogen werden. Doch leider wird dieser potentielle Handlungsstrang recht flach gehalten. Insgesamt bedient sich die Autorin einer vielzahl unterschiedlicher Ideen und Handlungssträngen, die alle leider nur recht oberflächlich behandelt werden. Hexerei und die abenteuerliche Flucht: leider nur recht klischeehaft beschrieben. Am Anfang der Geschichte musste auch auffallend oft gesagt werden, wie schön Abra doch sei, und dass da nur der Teufel dahinter stecken könne. Eine Liebesgeschichte haben wir auch, die sich für meinen Geschmack zu plötzlich anbahnt, noch dazu mit wenigen Höhen und Tiefen. Neben dem Verdienst Abras als Seifensiedern spielt dann auch noch die Kriminalität und die Armut in Paris eine mehr oder minder tragende Rolle. Doch wie gesagt wäre im Fall der Autorin weniger mehr gewesen. Sie hätte sich bitte auf gewisse Sachen fokusieren müssen, diese dann aber ausführlicher beschreiben sollen.
Diese Oberflächlichkeit in Kombination mit dem doch recht einfachen Schreibstil hat mir das Gefühl gegeben, einen Jugendroman zu lesen. Und würde man ein zwei blutige Stellen herausschneiden, hätte man genau das. Denn Spannung ist zwar da, bzw. könnte aufgebaut werden, aber alles wendet sich überraschend schnell zum guten. Insgesamt sehr viel Friede, Freude, Ananas. Hinzu kommt noch, dass die Autorin mehr oder minder darauf verzichtet, den Figuren einen interessanten Charakter mit Tiefe zu verleihen. Wir haben keine Ahnung, was im Kopf Ambras vorgeht und gerade durch ihre doch rechnt naiven Handlungen, die dennoch immer gut ausgehen, wird das Buch sehr kindisch und verträumt.
Und so war das Buch für mich ein wirklicher Pageturner, der zwar sehr viele Schwachstellen hat, mich dennoch gerade dadurch, dass er sich wie ein Jugendroman ließt, sehr gut unterhalten hat. Ein Absurdum, dass mit einem gut recherchierten historischen Roman nicht mithalten kann, mir dennoch subjektiv besser als gedacht gefallen hat.
- Fabian Lenk
Die Zeitdetektive - Der Spion am Hof des Sonnenkönigs
(4)Aktuelle Rezension von: Giselle74Zunächst: ich mag die Reihe um die Zeitdetektive sehr. Drei Kinder und eine Katze reisen durch die Zeitgeschichte und lösen dabei Kriminalfälle. Die Themen der einzelnen Bände sind weit gefächert, von Caesar bis zum Wunder von Bern. Kinder lernen spielerisch "Geschichte" und das Niveau ist deutlich höher als bei der thematisch ähnlichen "Magischen Baumhaus"-Reihe. Das mag natürlich damit zusammenhängen, daß diese Reihe für ältere Kinder gedacht und damit komplexer aufgebaut ist, aber ich finde, auch kleinere Kinder ab Grundschulalter können sie schon lesen bzw vorgelesen bekommen.
Kurz zum Inhalt des vorliegenden Bandes: Am Hof des Sonnenkönigs scheint jemand mit aller Macht den König ermorden zu wollen. Die vier Detektive sind schon bald den Verbrechern auf der Spur...
Nun ist bei solchen Serien erfahrungsgemäß die Qualität leicht schwankend. Dazu kommt noch, daß man nicht jedem geschichtlichen Thema das gleiche Interesse entgegen bringt. Dieses Buch nun, "Der Spion am Hof des Sonnenkönigs", enthält zwar spannende Verfolgungsjagden über den Dächern von Versailles, aber eben auch nicht viel anderes. Daher war ich diesmal nicht ganz so begeistert. Das sollte aber wirklich niemanden davon abhalten, diese wirklich gelungene Reihe zu lesen!
- Kai Spellmeier
Sonnenkönig, Pechrabe
(30)Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks"Liebe ist ein gegenseitiges Versprechen. Man gibt sein Herz für ein anderes, auf dass man dieses hüte wie den kostbarsten aller Diamanten. [...] Die schönsten Dinge im Leben sind vergänglich. Umso größer die Pflicht, sie auszukosten. [...] Wer liebt, macht Fehler, und noch dazu solche, die wir uns nicht leisten können. [...] Welches Gewissen blieb schon rein in einer Welt, die aus Schlamm geschaffen war?"
Finally, I finished this book!!!
Ich habe es einige Monate - wenn nicht Jahre - auf meinem to-be-read Stapel gehabt und irgendwie nach Kauf nie weitergelesen. Und ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gar nicht, warum, denn es ist in echt richtig, richtig gut geschrieben und lohnt sich in die Hand zu nehmen. Denn ein queeres Liebespaar in einem historischen Setting zu betrachten, ist äußerst wichtig, um zu erkennen, dass Queerness keine 'Modeerscheinung' von heute ist, sondern dass es Queere Menschen schon immer gab. Das lässt sich wahrscheinlich so auch auf jede andere Form der Minderheit überschreiben, aber definitiv nicht so gut wie auf Queerness. Das Nachwort hinten im Buch gibt dazu noch einige mehr Anstöße, die mir geholfen haben, die Geschichte mehr zu verstehen und Freddy und Edward noch mehr ins Herz zu schließen.
Vor allem aber finde ich es irgendwie ziemlich gut, dass das Buch offen endet und man das Ende nicht unbedingt als Happy-End betiteln kann, denn wäre das der Fall, wäre ich nicht mehr so authentisch dargestellt. Definitiv ein Pluspunkt.
Was meinen Lesefluss etwas gestockt hat, waren die wenigen Längen beim Lesen, die sich vor allem im Mittelteil der Geschichte ereigneten. Ich gehe aber stark davon aus, dass das ein Fall von 'Es liegt an mir und nicht am Buch' ist, denn im Nachhinein betrachtet, ergab die Geschichte in sich Sinn und die Längen taten ihr gut. Was ihr auch gut tat, war die Freundesgruppe von Edward um Betty, Samuel, etc.
Generell mochte ich die Nebencharaktere hier auch sehr, weil sie eine eigene Geschichte bekamen, die nebenher ablief. Diese ist zwar mehr zwischen den Zeilen zu lesen, doch wenn man das beherrscht, erschließen sich einem tolle Sidelines neben der Plotline.
Und die Beschreibung, die der Autor selbst dem Buch gegeben hat, passt perfekt. Denn in diesem Buch könnte auf dem Klappentext auch angepriesen werden: Bridgerton, but in gay.
"Wer braucht schon Feinde, wenn man Freunde hat, die dich stets an deine Nichtigkeit erinnern. [...] Es ist eine wahre Kunst, im Angesicht schockierender Tatsachen vollkommen desinteressiert auszusehen."
- Kevin Sands
Der Blackthorn-Code − Das Geheimnis des letzten Tempelritters
(30)Aktuelle Rezension von: Steffen90Christopher Rowe und Tom Bailey werden am Hofe des Königs erwartet. Dort gelingt es Christopher einen Giftanschlag zu vereiteln und rettet somit dem König das Leben. Da man sich am Hofe sicher ist das noch weitere Anschläge auf die Schwester des Königs geplant sind, reisen die zwei Jungs mit ihrer Freundin Sally nach Frankreich, um dort den Attentäter zu finden. Sie müssen sich dort als andere Personen ausgeben, welche sie in Wirklichkeit sind, um nicht aufzufallen. Während sie versuchen den Attentäter zu finden lernen sie einen Jungen namens Simon kenn. Sein Onkel ist ein alter Freund von Meister Benedict und erzählt von dem Schatz der Tempelritter. Christopher ist sofort begeistert und macht sich mit der Hilfe von Tom und Sally auf die Suche nach dem Schatz. Dabei begegnen sie immer wieder den Attentäter und erleben viele Gefahren. Am Ende gelingt es jedoch das Rätsel zu knacken und die Attentäter zu fassen.
Diese mal findet die Geschichte in Paris statt und es ist Kevin Sands gelungen den Leser dort mit hinzunehmen. Sein Schreibstil lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen und das Abenteuer zusammen mit Christopher, Tom und Sally erleben. Er schafft es immer wieder Spannungsbrücken einzubauen und somit den Leser an die Geschichte zu fesseln. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man bekommt eine Vorstellung, wie die einzelnen Personen aussehen. Auch die Orte, die besucht werden, sind bildhaft beschrieben und man könnte meinen, man ist direkt beim Geschehen dabei. Das Buchcover ist wie in der vorherigen Bänden ähnlich gestaltet. So ist wieder die Schlange zu sehen, welche sich um einen Flaschenhals schlängelt. Des Weiteren sieht man eine Kutsche, welche in der Geschichte auch immer wieder eine Rolle spielt.
Eine sehr gelungene Fortsetzung, welche wieder viel Spaß beim Lesen bereitet hat. Ich war direkt wieder mit Christopher und Tom im alten England und wurde auf eine Spannende Reise mitgenommen. Beim Lesen wurde mit gerätselt und versucht die Codes zu knacken. Der Schatz der Tempelritter war unser gemeinsamer Schatz, den wir zusammengefunden haben. Ich freue mich auf die nächste Reise mit Christopher, Tom und Sally. Ein Buch das ich gerne weiterempfehle.
- Clare Pollard
Der Salon der kühnen Frauen
(70)Aktuelle Rezension von: Renate1964Clare Pollard führt uns ins Frankreich Ludwig XIV vordergründig in den literarischen Salon von Marie Valnoy, aber auch wenn Märchen erzählt werden, ist es ein Blick hinter die Kulissen. Nicht nur auf den Straßen hungern die Menschen, auch die Reichen haben es nicht so bequem und müssen oft um ihr Leben oder zumindest die Freiheit fürchten. Das Buch ist etwas ganz anderes, zwar manchmal sehr derb, aber realistisch, ich finde es spannend
- Anka Muhlstein
Königinnen auf Zeit
(3)Aktuelle Rezension von: TheSaintCaterina de' Medici (1519-1589), Tochter von Lorenzo di Piero de' Medici. Verheiratet mit König Henri II, Mutter von 10 Kindern. Drei der Kinder sterben im Säuglingsalter und bei drei Söhnen wird sie nach dem Tod ihres Mannes durch einen Turnierunfall die Regentin des Landes. Francois II regiert ein Jahr, ehe er als 16jähriger an einer Ohreninfektion stirbt. Charles IX ist zehn Jahre alt, als er für 14 Jahre den Thron besteigt. Er verstirbt an Tuberkulose. Schlußendlich folgt Henri III für 15 Jahre. Er ist der letzte Herrscher aus dem Hause Valois und nicht sonderlich an den Staatsgeschäften interessiert. Caterina eignet sich über die Jahre als Regentin politisches Wissen an, welches sie mit harter Strenge nicht nur zum Wohle Frankreichs sondern auch innerhalb der Familie durchsetzt. Während der Regentschaft toben in Frankreich die Hugenottenkriege - während dieser Zeit findet auch die "Bartholomäusnacht" statt. Bei dem Massaker soll Caterina ihre Finger mit im Spiel haben. Durch die Schwäche ihres Sohnes Henri III ist sie länger an den Schalthebeln der Macht als notwendig. In den letzten Monaten von 1588 nehmen die politischen Spannungen derart zu, dass sich der gesamte Hof nach Blois begibt. Dort lässt Henri III seinen Widersacher, Herzog Henri I. de Guise, ermorden. Im letzten Gespräch mit seiner Mutter teilt er ihr den Tod des Guisen mit. Caterina stirbt im Januar 1589.
Maria de' Medici (1575-1642), Tochter von Francesco I. de' Medici und zweite Ehefrau des Königs Henri IV, Mutter von sechs Kindern. 1601 kommt Louis XIII zur Welt. Dieser ist neun Jahre alt, als sein Vater ermordet wird. Maria ist im Gegensatz zu Caterina eine herrsch- und eifersüchtige Frau, dumm und eine Rabenmutter. Während der Vater ein liebevolles Verhältnis zu seinem Erstgeborenen hat, züchtigt sie den kleinen Louis und zollt ihm wenig Anerkennung. Sie bereitet Louis nicht auf das Königsamt vor, hält ihn bewusst von Regierungsgeschäften fern. Die politisch wohl bedeutendste Aktion Marias ist die Förderung des jungen Bischofs von Lucon - der später als Kardinal Richelieu eigene Machtinteressen entwickelt und sich von Maria ab- und dem König zuwendet. Im Alter von 15 Jahren befreit sich Louis XIII aus der Bevormundung seiner Mutter und verbannt sie nach Blois. Doch politische Notwendigkeiten rufen Maria zurück an den Hof, wo sie weitere Ränkespiele und Charaden liefert, die sie in die spanischen Niederlande fliehen lassen. Louis XIII erlaubt ihr keine Rückkehr nach Frankreich und so stirbt sie runiniert und verarmt im Alter von 67 Jahren in einem Haus der Familie Rubens in Köln.
Anne d'Autriche (1601-1666), Tochter von König Philipp III von Spanien. Verheiratet mit König Louis XIII. Die Verehelichung wird durch Maria de' Medici arrangiert. Nach drei Totgeburten und einer Geburt, bei welcher das Kind kurz darauf verstirbt, bringt sie schließlich 1638 den Thronfolger Louis zur Welt. Zwei Jahre später folgt Philipp, Herzog von Orléans. 1643 verstirbt der Vater vermutlich an Morbus Crohn. Im Gegensatz zu den beiden Medici-Müttern pflegt Anne ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Sohn - der König war stets darauf eifersüchtig und verfügt testamentarisch, dass Anne im Falle eines frühen Todes nie Regentin werden dürfe. Dank ihrer politischen Klugheit und ihres Durchsetzungsvermögens lässt sie die Klausel annullieren und beginnt mit Kardinal Jules Mazarin bis 1651 das Land zu regieren. Während dieser Zeit weisen die Beiden Louis XIV in die Regierungsgeschäfte ein und bereiten ihn intensiv auf seine Aufgaben als "Sonnenkönig" vor. In diesem Jahr wird Louis XIV mit 13 Jahren für volljährig erklärt. Er übernimmt schrittweise und ab 1661 komplett selbst die Staatsgeschäfte und "Maman" (anstatt von "Madame") zieht sich langsam vom Hof ins Kloster zurück. Dort stirbt die als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit Bekannte 65jährig an Brustkrebs.
Die französische Historikerin Anka Muhlstein (geb. 1935) liefert auf etwas mehr als 310 Seiten drei komprimierte und kurzweilige Biografien über faszinierende Frauen ab. Die Historikerin tritt keineswegs als neutrale Chronistin auf, sondern erzählt mit Leidenschaft die Leben dieser drei Frauen in ihren Doppelrollen als Mütter und Politikerinnen. Sie vergleicht die drei Leben im Hinblick auf die Herrschaftspraxis und der Verhältnisse zu ihren Söhnen quasi mit Blicken durch die Schlüssellöcher am Hofe. Die Autorin erzählt lebensnah, ausgezeichnet recherchiert und reich an Anekdoten eine faszinierende Zeit französischen Königtums der Neuzeit.
- Ina Knobloch
Farina - Der Duft von Köln. Die große Kölner Parfüm-Saga: Der Siegeszug
(12)Aktuelle Rezension von: Ivonne_GerhardFarina - der Duft von Köln ;-) Ein historischer Roman - von Ina Knobloch ;-) Es ist der 2te Band um die Geschichte des größten parfümeurs aller Zeiten - Giovanni Maria Farina. Wir befinden uns in der Entstehungszeit des kölnisch Wassers,.. Farina mit der überempfindlich reagierenden Nase, der Meister seines Fachs und der Entwickler grandioser Düfte,.. Mitgenommen werden wir von der Autorin in eine sehr gut recherchierte Geschichte über das Leben des Giovanni mit all seinen Tücken , Geheimnissen und Intrigen ,... Ein Buch über Macht, die Liebe zu einer Frau,, sein Privatleben und das Parfüm ;-) Ich fand das Wissen welches man im Buch findet, sehr informativ und auch sehr toll recherchiert. Man merkt förmlich die Mühe , die sich die Autorin gemacht hat und freut sich auf den 3ten Teil , der nochmal eine Menge preisgeben und enträtseln wird ;-) Für mich war es eine tolle Abwechslung nochmal etwas historisches zu lesen und nebenher geschichtliches zu erfahren ;-) Das Cover spricht schon für sich ;-) es ist vorne geprägt, das Muster steht somit raus , die Schrift mit dem Gold wirkt sehr edel,.. Wie ein Edelparfüm ;-) passend zum Inhalt des Buches ;-) - 8
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