Bücher mit dem Tag "sowjetunion"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sowjetunion" gekennzeichnet haben.

421 Bücher

  1. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (792)
    Aktuelle Rezension von: Lisi33

    Die Geschichte handelt von der Zeit vor und während dem 2. Weltkriegs. Sie wird anhand vieler Handlungsstränge erzählt, von denen viele die Fortsetzung des 1. Buchs der Trilogie sind. Das Buch ist sehr spannend zu lesen, auch und vor allem weil viele vertraute Bekannte aus dem 1. Teil  wieder vorkommen. Außerdem frischt man quasi im Vorübergehen sein geschichtliches Wissen auf  

    Teilweise ist die Handlung jedoch etwas zu blumig erzählt, und rein ‚zufällig‘ ist an jedem großen, geschichtlichen Ereignis einer der Hauptcharaktere hautnah vor Ort.

  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (460)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch bildet den Abschluss der Jahrhundert-Trilogie, beginnt kurz vor dem Mauerbau und endet mit dem Fall der Berliner Mauer. In den Jahren dazwischen begleiten wir wieder die bekannten Familien aus den ersten zwei Bänden bzw. deren Nachfahren aus Deutschland, England, Wales, Russland und Amerika. Die ersten beiden Bände hatten mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus recherchiertem, geschichtlichen Hintergrund und Fantasie des Autors mit den verschiedenen Protagonisten.  Ich habe - wie bei den beiden Vorgängern - viele Dinge gelernt oder aber einen Aha-Effekt gehabt. LESENSWERT                          

  3. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

     (233)
    Aktuelle Rezension von: FrancieNolan

    Ich möchte einmal versuchen eine kurze Rezension zu diesem Buch dazulassen, obwohl es sicher schon hinreichend beschrieben wurde. Aber es ist ein beeindruckendes Buch, dass einen, trotz kleiner Mängel, sicherlich nicht so schnell loslässt und das Geschichte in Einzelschicksale umsetzt, in einer Weise darstellt, die man auf dem deutschen Büchermarkt leider zu selten findet. (Sozusagen ein Gegenentwurf zu all dieser Massenware an Büchern mit Frauenrücken auf dem Cover;-)) 

    Es ist ein opulenter, fast barocker Roman, ein Familienroman „der alten Schule“, in modernem Stil geschrieben, und erinnert mich stark an die südamerikanischen Romane, z.B. einer Isabel Allende. Auch der kleine fantastische Anteil ist dabei.
    Das muss man wissen, das wird vielleicht nicht jedem gefallen, und es gibt durchaus ein paar Stellen, an denen man davon sprechen kann, dass hier zu durchsichtig konstruiert wurde oder zu viele Zufälle eine Rolle spielen. Im Gesamtbild macht das aber gar nichts.

    Man liest diese 1280 Seiten eher atemlos, sie fesseln definitiv und bringen den Leser mit immer neuen, erstaunlich schonungslos geschilderten Familiendramen voran. Auch wenn die Historie Georgiens und der Sowjetunion manchmal mehr in Aufzählungen stattfindet, als in vertieften Analysen, wird sie hier eben durch das Personal sehr lebendig, vor allem aber die Auswirkungen von Geschichte, die verbissene Ideologien, Machtstreben usw. auf den Einzelnen haben, wie Hass entsteht und wie sich das alles auswirkt. Es ist also auch ein großer psychologischer Roman und die Charakterdarstellung ist außerordentlich.

    Ich glaube, dass dieses Buch das Zeug zum Klassiker hat und habe es wirklich sehr gerne gelesen, es wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.

  4. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.150)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zeitlos, mitreißend und mit manchmal fast schmerzvollem Tiefgang hat mich dieses Werk schon beim ersten Mal lesen absolut in seinen Bann gezogen. Es ist eines dieser Bücher, die am besten nie enden sollten, und deren Charaktere sich für immer in dein Herz schleichen.

  5. Cover des Buches Möge die Stunde kommen (ISBN: 9783453421677)
    Jeffrey Archer

    Möge die Stunde kommen

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine unterhaltsame Familiensage geht weiter, mit Spannung und Intrigen. Am Ende ist auf das nächste Buch gespannt.

  6. Cover des Buches Das Grab im Wald (ISBN: 9783442482665)
    Harlan Coben

    Das Grab im Wald

     (258)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „Das Grab im Wald“ ist nicht mein erster Thriller von dem US-Schriftsteller Harlan Coben und wird auch bestimmt nicht mein letzter sein. Ich genieße seinen Schreibstil sehr und auch in diesem Werk hat er mich nicht enttäuscht. Der Leser begleitet den Staatsanwalt Paul Copeland, der in der Ich-Form dargestellt wird und sich auch immer mal wieder mit dem Leser „unterhält“. Er ist unglaublich schlagfertig dargestellt und ich musste nicht nur einmal grinsen, als ich seine Aktionen mitverfolgt hat. Dennoch hat er nicht nur einen Schicksalsschlag hinter sich: Seine Mutter hat die Familie verlassen, als er ein Teenager war und seine Schwester Camille wurde in einem Ferienlager ermordet, ihre Leiche jedoch nie entdeckt. Und nicht nur sie war das Opfer eines bestialischen Mörders. Nein, gleich 4 Jugendliche schlichen sich nachts in den Wald und kamen nie wieder lebend zurück. Doch da taucht ein Toter auf und Paul identifiziert ihn als Gil, der mit seiner Schwester damals im Wald und totgeglaubt war. Wenn er damals doch überlebt hat, ist Pauls Schwester vielleicht auch noch am Leben? Diese Frage taucht immer wieder während der Lektüre auf und Coben versteht es einfach grandios, den Leser immer wieder auf neue Fährten zu locken… nur um kurz darauf alle Theorien wieder komplett umzuwerfen. Bei Thrillern kommt es ja doch immer mal wieder vor, dass man vom Schluss enttäuscht ist. Nicht so hier, das Ende hatte für mich nochmal einen kompletten Wow-Effekt und ich kann diesen Spannungsroman nur jedem ans Herz legen, der fesselnde Lesestunden verbringen möchte. Übrigens ist dieser Thriller die Vorlage zu der gleichnamigen Netflix-Serie und nach Beenden des Buches steht auch diese jetzt auf meiner Liste.

  7. Cover des Buches Seitenwechsel (ISBN: 9783649615170)
    Michael Römling

    Seitenwechsel

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Schneewehe

    Berlin 1961. Jahr des Mauerbaus. Vier Freunde mit ganz unterschiedlichen Hintergründen.
    Jack kommt aus den USA und arbeitet in Berlin für einen amerikanischen Diplomaten. Georg wohnt ebenfalls in Westberlin und ist Steinmetz. Die beiden Brüder Julius und Bernhard leben im Osten der Stadt. Und obwohl zwei der vier Freunde aus der DDR kommen und die anderen aus dem Westen, haben sie doch ähnliche Interessen und Vorstellungen vom Leben, treffen sich mal am Wannsee und an anderen Tagen in Ostberlin.
    Ihr friedliches Leben gerät mit einem Mal durcheinander, als sie das Verladen merkwürdiger Kisten in einem Wald in Brandenburg beobachten und Bernhards und Julius Vater tot aufgefunden wird. Von der Stasi beobachtet, fällt es schwer, ganz normal weiter zu leben. Und dann passiert plötzlich, was keiner für möglich gehalten hätte: innerhalb einer Nacht wird eine Mauer quer durch Berlin gezogen. Eine Mauer, die ganz plötzlich allen Auswanderplänen ein jähes Ende zu machen scheint.
    Das Buch versetzt den Leser direkt in diese spannungsgeladene Zeit der 60er Jahre, wo ein Funken ausgereicht hätte, einen Krieg zu entfachen. Als wäre man hautnah dabei, erlebt man nicht nur den Bau der Mauer mit, sondern auch die unterschiedlichen Reaktionen und Gefühle auf beiden Seiten dieser Grenze mitten durch die Stadt Berlin.
    Durch die ganze Geschichte zieht sich die Musik dieser Zeit, spielen Saxophone in verrauchten Bars, wird über Musik philosophiert, werden Jazzplatten gehandelt und aufgelegt. Der Titel zeigt hier und dort im Verlauf des Buches immer wieder ganz neue Seiten, so wie auch die Geschichte selbst, die den Leser in ihren Bann zieht.
    Seitenwechsel ist ein wunderbar geschriebenes Jugendbuch, das man nicht mehr gern aus der Hand legt, wenn man erst einmal mit Lesen begonnen hat. Es kann gerade denen, die die DDR und den Mauerbau nicht miterlebt haben, diese Zeit gekonnt näherbringen, auf dass sie nicht vergessen wird.

  8. Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung (ISBN: 9783426304839)
    Mechtild Borrmann

    Die andere Hälfte der Hoffnung

     (76)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    In "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.

    Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.

    Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.

    Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut.  Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.

  9. Cover des Buches Atemschaukel (ISBN: 9783596512034)
    Herta Müller

    Atemschaukel

     (273)
    Aktuelle Rezension von: claida

    In dem Roman "Atemschaukel" von Herta Müller wird intensiv, mitreißend und zerstörend echt über die Deportation in ein russisches Arbeitslager berichtet.

    Die Person die man durch den Roman und die 5 Jahre im Lager begleitet ist der 17-Jährige Leopold Auberg. Man erfährt über sein Leben vorher, wie es sich im Lager langsam verändert und das Leben danach. Geprägt hat ihn der Satz der Großmutter "Ich weiß du kommst wieder", geglaubt hat es keiner bis er plötzlich wieder vor der Tür stand. Genau wie viele andere, aber nicht alle. Der Schrecken, die Arbeit, der Hunger alles wird aufgegriffen und detailliert erzählt. Vor allem alles was sich im und ums Lager abgespielt hat.

    Nachdem ich in den, zugegebener Weise sprachlich nicht ganz einfachen, Roman reingekommen bin, hat mich die Geschichte mitgerissen und nachhaltig beeindruckt. Man merkt in jedem Satz, dass der Roman auf Erzählungen des Oskar Pastior beruht. Er wurde damals deportiert und eigentlich wollte die Autorin mit ihm gemeinsam dieses Buch schreiben. Leider verstarb er vorher plötzlich, doch die Notizen der vielen Gespräche hat sie in diese Geschichte umgewandelt. 

    Die Emotionen die das Buch bei mir ausgelöst hat sind nicht in Worte zu fassen. Einfach erschreckend wie Menschen behandelt wurden und es auf dieser Welt immer noch werden. Ein paar Jahre zerstören ein ganzes Leben bzw. eine ganze Familie. Die Kapitel, welche alle Namen und bestimmte Themen haben, greifen ineinander und erzählen diese berührende Geschichte, die ich sicher nie ganz vergessen werde.

    Fazit: Das wichtige totgeschwiegene Thema, russisches Arbeitslager, wird durch die Erzählung sichtbar gemacht! So wichtig und doch so zerstörend!


  10. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (760)
    Aktuelle Rezension von: Bookphil

    Die Geschichte spielt in Russland, es sterben Menschen. Leo ist die Hauptfigur in dieser Geschichte, es gibt Intrigen und Verrat. Leo bleibt sich und seinen Linien treu, merkt aber in der Handlung des Buches, dass der Schein trügen kann. Seine nächsten Liebenden könnten sein Verderben sein. 

    Eine Verfolgungsjagd in der Geschichte fand ich super gut beschrieben und man konnte mit Leo mitfiebern.

    Am Anfang war es etwas schwer für mich in die Geschichte reinzukommen, dies legte sich aber schnell.

    Das Buch ist mit politischem Bezug.

    Wer Problem damit hat, nachts gut zu schlafen, sollten dieses Buch meiden. Es ist nichts für schwache Nerven. 

  11. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    In den 1970er Jahre geht die junge Serena Frome zum britischen Geheimdienst, weil ihr Liebhaber diese Arbeit ihr schmackhaft machen kann und sie selbst nicht so richtig weiß, was sie nach ihrem Studium, eigentlich machen soll. Weil sie gerne liest wird Serena auf eine literarische Mission geschickt. Sie soll ein Projekt betreuen, das Autoren unterstützt, die dann unbewusst positiv über die Demokratie und den Kapitalismus schreiben und den Kommunismus ablehnen. Sie verliebt sich dabei in den Autor, den sie betreut und findet heraus, dass ihr ehemaliger Liebhaber offenbar ein Verräter war. Immer tiefer in der verbotenen Liebe zum Autor gefangen wird das Erstlingswerk des Autors ein Erfolg, gleichzeitig kommt die Unterstützung durch den Geheimdienst ans Licht. Serena will alles gestehen und liest das neue Manuskript und muss dabei feststellen, dass nicht sie den Autor beobachtete, sondern dieser sie und letztlich alle Informationen sich bereits zusammengetragen hat.

    McEwan kann mit seiner Sprache und seinem Schreibstil wieder einmal überzeugen und widmet sich einer Geschichte aus Liebe, Spionage und Spannung. Die Geschichte ist zwar gut erzählt, konnte mich dieses Mal aber nicht überzeugen. Das Thema franst aus und es werden zu viele Nebenpersonen installiert. Das Ende ist überraschend, aber gut passend. Eine Auflösung ist das Ende aber nicht. Ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Nicht das beste Buch von McEwan.

  12. Cover des Buches Klara vergessen (ISBN: 9783866486270)
    Isabelle Autissier

    Klara vergessen

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    In diesem Roman dreht sich irgendwie alles um Klara, ohne dass sie wirklich viel im Vordergrund ist. Ihre Geschichte allerdings hat Auswirkungen auf die zentralen Figuren des Romans... Juri kehrt nach vielen Jahren in Amerika zum ersten Mal wieder nach Murmansk zurück. Sein im Sterben liegender Vater Rubin hat ihn gebeten nach Russland zurückzukehren und Nachforschungen über seine in den 50er Jahren verhaftete Mutter Klara anzustellen. Er möchte vor seinem Tod Gewissheit über ihr Schicksal haben. So begibt Juri sich auf Spurensuche und beginnt immer tiefer in seine und die Geschichte seiner Familie einzutauchen.

    Isabelle Autissier hat hier ein unglaublich klug geschriebenes Buch verfasst. Im Wechsel wird die Geschichte in der Gegenwart und, in der Vergangenheit und aus den Erinnerungen der drei Hauptpersonen erzählt. Es wird deutlich welche unvorstellbaren Auswirkungen die Stalin-Diktatur auf die Menschen hatte und hat, denn nicht nur Klara, die zu Zeiten Stalins verhaftet wurde, sondern auch ihr Sohn Rubin und sogar noch ihr Enkel Juri haben auf die ein- oder andere Weise die Auswirkungen dieser Verhaftung zu spüren bekommen.
    Dieses Buch ist flüssig geschrieben und konnte mich sehr schnell fesseln. Für mich war es spannend bis zum Schluss und ein Highlight meines Lesejahres. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, vor allem weil das Thema der politischen Verhaftungen auch im jetzigen Russland gerade wieder brandaktuell ist.

  13. Cover des Buches Das Leben vor uns (ISBN: 9783406791314)
    Kristina Gorcheva-Newberry

    Das Leben vor uns

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Die Autorin erzählt in ihrem Debütroman über eine Epoche, eine Zeit von Perestroika in Russland mit den zahlreichen Reformen und wie die verschiedenen Generationen diese aufnehmen. Ich-Erzählerin Anja und ihre beste Freundin Milka träumen von ihren zukünftigen Leben irgendwo in einem europäischen Land. Sie hören gerne ausländische Musik und lesen Bücher von englischsprachigen Schriftstellern.

    Anhand von Dialogen zwischen den Protagonistinnen und den anderen Figuren kann man sofort merken, welche zwiespältige Einstellung zur Sowjetunion die verschiedenen Charaktere haben. Gorcheva-Newberry verleiht ihren Figuren zeitgemäße sowie lebendige Eigenschaften, so dass der ganze Roman zusammen mit historischen Ereignissen und kulturellen Aspekten ästhetisch wirkt.

    Außerdem findet man in diesem Roman Spuren von Tschehows Meisterwerk „Kirschgarten“. Die Namen der Charaktere sind ähnlich sowie die Hauptidee des Romans. Es gibt sogar ein Apfelgarten, der sich im Laufe der Erzählung auch verändert.

    Es geht im Buch um eine verschwindende Epoche, die langsam ausgelöscht wird. Es geht um Menschen, die in dieser Blase der Unwissenheit und Propaganda leben. Das Überleben in Perestroika-Jahren hat sich tief im Bewusstsein der Bevölkerung verinnerlicht. Auch die neue Generation hat Schwierigkeiten, dieser Zeit zu entkommen, wie der Leser an Anjas Beispiel nachvollziehen kann. Gorcheva-Newberry gelingt es, die russische Mentalität geschickt und vielseitig zu zeigen.

    Ein Buch, was ich euch empfehlen kann, wenn ihr euch für unterschiedliche Kulturen interessieren.

  14. Cover des Buches Eine Rose für Putin (ISBN: 9783827012630)
    Thomas Wendrich

    Eine Rose für Putin

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Während auf einem Parkplatz alle gespannt dem Tennisfieber verfallen, verschwindet aus einem Auto ein kleines Mädchen. Die Spuren führen bis nach Weißrussland, doch trotz genauer Recherche kommt die Lösung nicht ans Licht.

    20 Jahre später: Der Drehbuchautor Johann Stadt zieht sich mit dem Regisseur M. in ein abgelegenes Ferienhaus zurück, um diesen Entführungsfall einem Drehbuch zugrunde zu legen. Die beiden schreiben die Geschichte ähnlich dem ursprünglichen Verbrechen nur in die Gegenwart versetzt – und nun beginnen die Zeitzonen zu verschwimmen, der Unterschied zwischen Fiktion und Realität nur schwer auszumachen. Während des Schreibens passieren immer wieder eigenartige Szenen, bei denen man als Leser nicht genau weiß, ob diese nun der Realität entsprechen oder nur im Drehbuch vorkommen. Was hat es mich dem Kampf mit einem Schwan auf sich? Ist die Postbotin nun wirklich tot und wie kommt es, dass Putins Revolver auftaucht?

    „Findest du einen Nagel in der Wand, so nutze ihn! Mir ist, als suchte ich ein Leben lang nach Nägeln. In der Wand. Aber da sind nicht einmal Wände.“

    Die Sprache ist flüssig und facettenreich, wechselt zwischen anspruchsvollen Passagen und humorvollen Dialogen. Das Buch ist auf alle Fälle spannend, so dass man unbedingt Seite um Seite weiterlesen möchte. Doch oftmals denkt man, dass man nun einen Teil ergründet hat und plötzlich kommt eine schräge Wendung, die wieder verwirrt.

    „Mit Manipulationen sät man, denke ich, was man Tage, Wochen, Jahre später ernten will. M. liebt die Ergebnisse, aber direkt, und zwingt die Zeit regelmäßig unters Joch, nur um noch schneller recht zu haben.“

    Für mich war dieses Buch eine große Herausforderung und ließ mich nach der letzten Seite verwirrt zurück. Erst nach und nach ordnet man seine Gedanken und macht sich hierzu sein eigenes Bild.

    Ein ungewöhnliches Leseerlebnis, auf das man sich einlassen muss.

  15. Cover des Buches Agent 6 (ISBN: 9783442475032)
    Tom Rob Smith

    Agent 6

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Sassl

    In diesem Abschluss der Trilogie um Leo Demidow begleiten wir ihn in 30 Jahren russischer, amerikanischer und afghanischer Geschichte der Geheimdienste und des Kommunismus. 

    Nach den ersten beiden Teilen Kind 44 und Kolyma hat mich Agent 6 leider enttäuscht. Der Politthriller hat wahnsinnig viele Längen, die sich um zu viel Politik der Geheimdienste drehen. 

    Der eigentliche Plot ist sehr interessant. Der schwarze amerikanische Sänger Jesse Austin ist großer Anhänger des Kommunismus. Doch nach vielen Jahren des Erfolgs wird er wird er von den Sowjets fallengelassen und von seinen eigenen Landsleuten verachtet. Nach einem Mordanschlag auf Jesse versucht Leo alles, um den wahren Täter zu finden.

    Die Geschichte beginnt jedoch bereits 15 Jahre vor dem Mord und erzählt wie Leo seine Frau Raisa kennengelernt hat. Anschließend vergehen 15 weitere Jahre, in denen wir Leo nach Afghanistan begleiten. Diese Ausflüge waren mir viel zu langatmig und lange Zeit wusste ich gar nicht, wo alles hinführen soll. Um den tatsächlichen Agenten 6 geht es schließlich auch nur auf den letzten 100 Seiten.

    Alles in allem kein schlechter Politthriller, aus dem Tom Rob Smith jedoch viel mehr hätte machen können nach den fabelhaften ersten beiden Teilen der Trilogie.

  16. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

     (430)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Grundsätzlich mag ich Bücher, in denen die Handlung nicht vorhersehbar ist, die mich vielmehr überraschen. Hier stellte sich für mich beim Lesen jedoch die Frage, ob das Maß überschritten wurde.

    Zu Beginn konnte ich die Handlung sehr gut nachvollziehen und die gesellschaftskritische Satire gut interpretieren. Später ging für mich die Handlung komplett ins Fiktionale über. Interessant fand ich die Einbindung des Erzählstrangs, der in Jerschalaim spielt.

    Hilfreich war im Nachhinein, das in meiner Ausgabe enthaltene Nachwort der Übersetzerin Alexandra Berlina. Vieles wurde dadurch verständlicher. Auch habe ich mich mit dem Leben bzw. den Lebensumständen Bulgakows beschäftigt, wodurch nochmals Einiges klarer wurde. Vor diesem Hintergrund finde ich den Roman wirklich bemerkenswert. Ein re-read ist nicht ausgeschlossen.

  17. Cover des Buches Tschernobyl (ISBN: 9783492306256)
    Swetlana Alexijewitsch

    Tschernobyl

     (43)
    Aktuelle Rezension von: TheCoon

    Swetlana Alexijewitsch hat Überlebende interviewt, die die Tragödie in und um Tschernobyl hautnah miterlebt haben. Dabei handelt es sich um Rückkehrer, Geflohene und Helfer im Katastrophengebiet. Ihre Schicksale sind so unterschiedlich wie die Menschen dahinter aber allesamt gleich berührend und verstörend. Die Hintergründe, etwa wie es zu dem Reaktorunglück kam, werden hier nicht beleuchtet, sondern ausschließlich das Schicksal der Menschen.

    Es handelt sich hier definitiv um keine leichte Kost, weder was das Erzählte noch was den Schreibstil betrifft. Es ist unglaublich, was die Menschen dort ertragen musste und wie lange ihr Leid durch die Verstrahlung noch anhält.
    Die Texte stammen aus Interviews mit den betreffenden Personen und werden „Monolog über...“ genannt. Genauso lesen sie sich auch, als Monologe. Einige der Passagen waren dadurch sehr mühsam zu lesen, da die Sätze teilweise lose enden oder unzusammenhängend sind. Ich habe deswegen auch manchmal Abschnitte übersprungen, da ich nicht wusste worum es überhaupt geht.

    Trotzdem ist es ein sehr wichtiges Werk, das Menschen meiner und späterer Generationen (die also erst nach dem Unglück geboren wurden) näherbringt, was für ein Ausmaß die Katastrophe wirklich hatte und wie Menschen immer noch unter den Folgen leiden müssen.

  18. Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)
    Regina Scheer

    Machandel

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Schweigen über diesem Dorf war so alt, so alt wie die Sagen von der Mahrte, so alt wie das Märchen vom Machandelboom, wohl ewe dusend Johr." - Regina Scheer, "Machandel"

    Mecklenburg-Vorpommern, 1985: Claras Bruder Jan möchte vor seiner Ausreise aus der DDR unbedingt noch einmal seinen Geburtsort, Machandel, besuchen. Er nimmt Clara mit, die sich sofort in eine alte Kate dort verliebt. Sie beginnt, das alte Wohnhaus zu renovieren und verbringt dort viele Sommer mit ihren Töchtern beim Schreiben ihrer Dissertation über ein altes Märchen. Doch das Dorf bringt sie auch ihrer Vergangenheit näher, der Verganhenheit ihres Vaters im KZ und später als Minister in der DDR, der Verganhenheit von Natalja, einer Ost-Zwangsarbeiterin des 2. Weltkriegs, der von Emma, die nach Machandel kam, um fremde Kinder zu hüten. Sie alle sind durch dünne und festere Fäden verbunden, die Clara nach und nach entwirrt...

    Regina Scheers Roman "Machandel" ist eine wahre Wucht! Er erfasst und verarbeitet so viel deutsche Geschichte und ist dabei so fesselnd und fantastisch geschrieben, dass ich ihn kaum weglegen konnte. Die Autorin erzählt geschickt durch ihre Figuren von Ostdeutschland im Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und darüber hinaus. Sie fängt menschliche Zwischentöne meisterhaft ein, lässt niemanden nur gut oder nur böse erscheinen, beleuchtet Verganhenheiten, die zu unmenschlichen Taten führten und Träume und Hoffnungen, die enttäuscht wurden. Ich war beim lesen dieses fast 500 Seiten starken Romans dauerhaft fasziniert, ich habe sehr viel gelernt auf dieser Reise in unser Gestern und hätte den Figuren noch seitenlang weiter folgen können. Auch das Setting ist wunderbar gewählt, der Roman spielt zwischen Ostberlin und dem kleinen Dorf Machandel in Mecklenburg-Vorpommern, und bildet so sowohl das Leben auf dem Land, als auch das Leben der Städter*innen ab.

    Ich bin ganz ohne Erwartungen an "Machandel" herangegangen, habe es mehr zufällig bei einer Bestellung mit in den Warenkorb gelegt. Wie schön, dass sich gerade so ein Roman als Lektüre genau nach meinem Geschmack entpuppt. Ein Stück deutscher Zeitgeschichte fantastisch erzählt - ein Lese-Muss, nicht nur für begeisterte Leser*innen historischer Romane!

    Hinweis: Im Buch wird das Z- und I-Wort verwendet.

  19. Cover des Buches Das gläserne Meer (ISBN: 9783832197971)
    Josh Weil

    Das gläserne Meer

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Christian_liest
    Dima und Jarik sind unzertrennliche Zwillinge die auf dem Bauernhof des Onkels aufwachsen. Beide arbeiten in einem Gewächshaus "Oranzeria". Das gläserne Meer welches aufgrund reflektierender Spiegel geschaffen wurde um den ewigen Tag herzustellen. So wird sichergestellt das das Gewächshaus noch produktiver arbeiten kann. Schon bald verbindet die beiden nicht mehr das Abenteuer und die russischen Sagen sondern nur noch die Arbeit. Ihre Lebensläufe kläffen immer mehr auseinander, der eine als Erfolgreicher Geschäftsmann mit Frau und Kind, der andere Zwilling der dem ganzen hinterherhingt. Ein dicker Wälzer mit einem sehr schönem Cover und einem tollen Titel. Wenn man erst man den Schreibstil versteht und sich gewöhnt geht das Buch runter wie Öl. Die Geschichte ist schön detailliert und liebevoll geschrieben. Einige Wörter waren mir unbekannt, das ist aber das einzige Manko an dem Buch. Würde ich immer wieder lesen.
  20. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist einfach wunderbar gestaltet, drückt aber in keiner Weise die Tragik dieser berührenden Geschichte aus. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben und  ich hatte gleich die Gesichter dazu, so wie es mir mit den weiteren Protagonisten auch gegangen ist.

    Es ist die Geschichte zweier Frauen, die versuchen zunächst alleine, später gemeinsam  ihr Schicksal  in die Hand zu nehmen.

    In einem sehr einfühlsamen und flüssigen Schreibstil hat der Autor hier eine authentische Geschichte geschrieben,Man konnte physisch und emotional  das Leid und die Gefühle der Frauen spüren, ihre Machtlosigkeit und Auswegslosigkeit.

    Man wird gleichzeitig durch die Geschichte des Landes der letzten 30-40 Jahre mitgerissen und erlebt das reale Leben, das keines Falls nur eine Geschichte ist. Leider ist dies nicht der Fall, es entspricht der Realität, die wir auch heute noch in vielen Ländern vorfinden.

    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn diese Geschichte rüttelt schonungslos auf, klärt auf und bringt den Lesern zu einer stillen Ohnmacht.

  21. Cover des Buches Secondhand-Zeit (ISBN: 9783518465721)
    Swetlana Alexijewitsch

    Secondhand-Zeit

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Ich muss zugeben, dass ich in dieses Buch nur reingelesen habe, aber es zeigt ein ziemlich verrücktes und auch trauriges Bild, dass die Russen von ihrem eigenen Land haben. Es hilft wirklich das ehemalige Sowjetimperium, wie Swetlana Alexijewitsch es nennt, besser zu verstehen. So viel Leid und Schmerz musste die Bürger dieses Landes erfahren. Ein wirklich lohnendes Buch!
  22. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  23. Cover des Buches Die Listensammlerin (ISBN: 9783499238444)
    Lena Gorelik

    Die Listensammlerin

     (78)
    Aktuelle Rezension von: BeateKniescheck

    Sofia, die Protagonistin dieses Romans, schreibt leidenschaftlich gerne Listen. Sie tut das zur eigenen Beruhigung, wenn das Leben rundherum schwer wird, denn Sofias Schicksal ist alles andere als einfach: Einerseits ist da die Mutter der Protagonistin, die mit Demenz in einem Pflegeheim lebt, außerdem eine totgeschwiegene Vergangenheit, die mit der Fluchtgeschichte der Familie aus der Sowjetunion zu tun hat, und die der Aufklärung harrt.

    Was mich aber am meisten bewegt hat, war die Mutter-Tochter-Geschichte in der „Listensammlerin“: Sofias Kind kommt mit einer schweren Herzkrankheit zur Welt, eine lebensgefährliche Operation ist nötig. Auch meine Oma hatte eine Tochter, die an einem "Herzfehler" starb (mit dieser Thematik beschäftige ich mich in meinem Debütroman, der im Herbst erscheint).

    An Lena Goreliks Familienroman finde ich besonders schön, dass die Autorin die nicht unbedingt heitere Thematik dennoch „komisch und ernst“ erzählt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach Erscheinen des Buchs geschrieben hat. Ein Balanceakt, der ganz wunderbar gelungen ist, absolute Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Der Geiger (ISBN: 9783426654446)
    Mechtild Borrmann

    Der Geiger

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Der hochtalentierte Geige Ilja Grenko gibt in Moskau im Jahr 1948 ein erfolgreiches Konzert. Doch direkt nach Abgang aus dem Saal wird er mitsamt seiner wertvollen Stradivari-Geige noch vor Ort von Männern in Zivil verhaftet. Die Geige wird natürlich beschlagnahmt. Man wirft ihm vor, Fluchtpläne zu hegen und verurteilt ihn zu 20 Jahren Straflager in Sibirien.

    Jahrzehnte später in Deutschland wird Sascha Grenkos Schwester vor seinen Augen erschossen. Warum? Sie hatte ihn kurz vorher angerufen und ihm um seine Hilfe gebeten. Sascha will den Mörder seiner Schwester finden und deckt dabei die Wahrheit über die Deportation seines Großvaters und die verschollene Geige auf.

    Dies war nicht mein erstes Buch dieser wirklich begnadeten Autorin und wieder war ich sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Sie versteht es wie immer, den interessierten Leser in die Nachkriegszeit der Sowjetuninon zu ziehen, das Ausmaß der damaligen Zustände verdeutlicht zu bekommen, alles eingewebt in eine spannede Familiengeschichte. Dabei ist bei der Autorin jeder Satz klug gewählt und kein Satz zu viel. Dramatisch, bedrückend und spannend - einfach mehr als gelungen.

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