Bücher mit dem Tag "spekulation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spekulation" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Das Herz des Dämons (ISBN: 9783570306901)
    Lynn Raven

    Das Herz des Dämons

     (709)
    Aktuelle Rezension von: cat

    Die Handlung:

    Dawn und Julien sind ein Liebespaar, das auf dem Hale- Anwesen zusammen wohnt. Beide versuchen Ihren Alltag mit Schule, Beziehung und Julians Blutdurst unter einen Hut zu bringen und beide haben ein Geheimnis das gewahrt werden muss. Julien sucht neben bei noch seinen verschwundenen Bruder. Zu guter letzt taucht auch noch ein alter Bekannter von Julien auf, der nichts gutes im Sinn hat......


    Mein Fazit:

    Ich habe den 1. Teil zu dieser Serie nicht gelesen, deswegen kann ich keine Vergleiche zwischen den Büchern ziehen.

    Den 2. Teil ("Das Herz des Dämons") finde ich ganz okay, allerdings hat er mich nicht vom Hocker gerissen.

    Der Schreibstil ist sehr einfach und locker gehalten und man kann der Story gut folgen.


    Dawn macht immer genau das Gegenteil von dem, was man Ihr sagt, wirkt aber trotzdem sehr weinerlich und ängstlich, während Julien das komplette Gegenteil ist und immer wieder versucht über Dawn zu bestimmen (wenn es gefährlich wird).

    Die anderen Charaktere sind im Zusammenhang mit diesem Buch gut ausgearbeitet und die Handlungen nachvollziehbar.


    Das Buch kann man wunderbar zwischendurch lesen, da es leicht zu lesen ist.

  2. Cover des Buches Der Patient (ISBN: 9783942656061)
    John Katzenbach

    Der Patient

     (1.899)
    Aktuelle Rezension von: lliz_lovesbooks

    Story

    Dr. Frederick Stark ein angesehener Psychoanalytiker aus New York erhält am Tag seines 53. Geburtstags eine Nachricht, die ihn vor die Wahl stellt, entweder in 15 Tagen den Namen des mysteriösen Rumpelstilzchen herauszufinden oder sich das Leben zu nehmen. Sollte er sich dem widersetzen würde Rumpelstilzchen einem Menschen in seinem Leben das Leben zerstören, was er gleichsam eindrucksvoll unter Beweis stellt.

    Dr. Starks begibt sich also auf die Jagd nach Mr. R, der ihn in diesen 15 Tagen sukzessive sein Leben ruiniert. Von leergeräumten Bankkonten über einen angeblichen Wasserrohrbruch, der nicht nur seine Wohnung, sondern auch seine Praxis zerstört, bis hin zu schweren Anschuldigungen bei der Ärztekammer über sexuellen Missbrauch von schutz-befohlenen Patientinnen.

    Der Psychoanalytiker erkennt, dass er das makabere Ratespiel nicht gewinnen kann und schmiedet einen Plan. 

    Er fingiert seinen eigenen Tod, taucht unter und erfindet gleich zwei neue Identitäten. Eine zum Leben, die andere um Rache zu nehmen.

    Eine neues Spiel mit Mr. R beginnt, doch dieses Mal scheint Rick am längeren Hebel zu sitzen. Er deckt Stück für Stück eine Tirade an Verschleierungen auf und kommt so seinem Ziel immer näher, bis es schließlich zum großen Showdown kommt. 


    Schreibstil

    Die Story ist stets aus Sicht des Hauptprotagonisten Dr. Starks geschrieben und lässt den Leser so noch tiefer in die Geschichte eintauchen. Es gibt keine hundertfach verzweigten Schachtelsätze und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel waren mir persönlich ein kleines bisschen zu lang. Es liegt dennoch während des Lesens eine permanente Spannung in der Luft.


    Charaktere

    Die Hauptgeschichte dreht sich um Dr. Frederick Starks, dessen pedantisches täglich gleich ablaufendes Leben sich bei allen was er sagt und tut in seinem Charakter widerspiegelt. Er ist der Charakter für den man einerseits Respekt für seinen Lebensweg aber auch gleichzeitig Mitleid empfinden möchte. 

    Der Jäger Mr. R und seine beiden Mitspieler Virgil und Merlin bilden die Gegenseite. Der offensichtliche Psychopath, die übertrieben hysterische, wunderschöne Frau und der astreine Geschäftsmann. Auch diese Charakterbilder werden im Laufe des Buches mehr und mehr aufgedeckt und man darf natürlich hier und da auch hinter die Fassade blicken. 

    Es gibt an sich viele fast Haupt- und Nebencharaktere im Buch aber diese gehören zur Handlung und sind keineswegs verwirrend, da alles letzten Endes wieder zu Hauptcharakteren führt.    


    Meine Meinung zum Buch

    Die Geschichte war von Anfang an sehr spannend und es hat gleichsam Spaß und Angst gemacht, den Protagonisten auf den einzelnen Schritten seines Weges zu begleiten. 

    Mir persönlich wäre es lieber gewesen, man hätte das Buch zweigeteilt und in Teil 1 sein erstes Ratespiel und letztendlich seinen fingierten Tod dargestellt, und in Teil 2 seine Rache. 

    Dramaturgisch unglaublich aber für viele Leser vielleicht auch frustrierend, ich weiß es nicht. Mich hätte es gefreut.

    Rundum ein sehr sehr gelungenes Buch, das einen hier und da auch zum Nachdenken über das eigenen Leben und die eigenen Entscheidungen nachdenken lässt.

    Was hätten Sie an Dr. Starks Stelle getan?

  3. Cover des Buches Tulpenfieber (ISBN: 9783458361701)
    Deborah Moggach

    Tulpenfieber

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Deborah Moggach entführt ihre Leser in das Amsterdam von 1636. Es ist der Höhepunkt der als „Tulpenfieber“ oder „Tulpenmanie“ bekannten Spekulationen rund um das Zwiebelgewächs, die Tausende, nach dem Platzen der Spekulationsblase in den Abgrund reißen wird. Dies ist allerdings nur der Hintergrund vor dem dieser historische Roman spielt.

     

    Cornelis Sandvoort, ein durch eben diese Spekulationen reich gewordener Kaufmann will sich und seine zweite Gemahlin Sophia von dem jungen, aufstrebenden Maler Jan van Loos malen lassen.

    Sophia und Jan verlieben sich ineinander und suchen nach einem Ausweg, ihre Liebe zu leben. Sie wollen nach Batavia auswandern, doch dazu brauchen sie Geld, viel Geld, das sie mit einer Tulpenspekulation bekommen wollen.

     

    Da kommt ihnen die Schwangerschaft der Magd Maria gerade Recht. Sophia, Jan und Maria verwickeln sich in Widersprüche und Intrigen aus denen es kaum ein Entrinnen gibt.

     

    Meine Meinung:

     

    Deborah Moggach ist hier ein opulenter historischer Roman gelungen, der die Leser fest in den Bann ziehen kann. Wir erfahren einiges über die damalige Art zu leben und wie knapp Glück und Unglück nebeneinander liegen (können). Während Cornelis Sandvoort ein Kind und Erben herbeisehnt (und dafür fast alles tut, was ihm seine Ehefrau aufdrängt), wird Maria von ihrem Liebsten ungewollt schwanger.

     

    Die Geschichte mutet stellenweise wie eine griechische Tragödie an. Eine Lüge folgt der anderen, kaum dass die Protagonisten sich in ihrem Lügengespinst noch zurechtfinden. Mehrmals scheint dieses Geflecht an Lügen beinahe aufzufliegen.

     

    Der Schreibstil ist üppig und durch die wechselnden Perspektiven sehr spannend. Elegant wird das Wissen der Autorin um die flämischen Maler eingeflochten. Auch die Details rund um die Tulpenspekulationen sind gut beschrieben.

     

    Die Auflösung ist dramatisch und recht ungewöhnlich.

     

    Fazit:

     

    Ein opulenter historische Roman, der sich wie ein Krimi liest. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Todesrosen (ISBN: 9783404163458)
    Arnaldur Indriðason

    Todesrosen

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Der Autor Arnaldur Indridason führt uns mit seinem Krimi
    in die Drogenszene von Island. Was treibt die jungen Leute
    in diese Perspektivlosigkeit. Die Fragen stellt sich Kommissar
    Erlendur Sveindsson, denn seine Tochter befindet sich seit Jahren in
    diesem Sumpf. Seinem Sohn geht es ähnlich, er ist dem Alkohol
    verfallen. Hatte er das Thema immer erfolgreich verdrängen können, so kommt es nun mit geballter Ladung.

    In Reykjavik wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die auf
    einem Grab aufgebahrt liegt. Es ist die Grabstätte des isländischen
    Freiheitskämpfer Jon Sigurosson. Allerdings ist die Tote eine
    Drogenabhängige gewesen, die sich auch mit Prostitution verdingte.
    Niemand vermisst sie, die Polizei tappt im Dunkeln bei der Aufklärung. Mühselige Recherche beginnt um zu erfahren, woher sie stammte. Island zählt ja eher zu eines der friedlicheren Länder, mit einer geringen Bevölkerungsdichte. Dann so etwas. 

    Der Autor schreibt glaubhaft und realitätsnah, auch wenn Erlendur und seine Kollegen Oli und Elinborg gegen Windmühlen kämpfen. Auch gibt es hin und wieder amüsante Abschnitte, die den Krimi nicht ganz so düster erscheinen lassen. Dennoch ist es ein ernstes Thema, was hier beleuchtet wird. Ich bin nicht abgeneigt mir bei Gelegenheit wieder einen Krimi aus dieser Reihe vorzunehmen. Der Autor hat mich gut unterhalten und die Spannung kam nicht zu kurz. 4 Sterne, da ich denke es gibt noch bessere aus dieser Reihe. 
  5. Cover des Buches Das war ich nicht (ISBN: 9783442474592)
    Kristof Magnusson

    Das war ich nicht

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Callso
    Kristof Magnusson hat einen recht merkwürdigen Roman geschrieben. Er berichtet über eine Welt, in der die einzige Wärme vom Kamin oder von Computern ausgeht, so unterkühlt wir d in dem Werk agiert. Alle anderen Charaktere, Beziehungen und Freunde sind kalt, unterkühlt und enorm emotionslos. So sammeln die drei Hauptpersonen zahlreiche Minuspunkte und erreichen  Sympathiewerte nahe der Nullgrenze.

    Schade, weil die Grundidee der Geschichte sehr vielversprechend ist. Drei Protagonisten, die im Laufe der Geschichte nahe der Verzweiflung sind. Eine Übersetzerin, die frisch getrennt ist und da sie ohne Auftrag dasteht auch mitellos ist. Da ist ein eigentlich erfolgreicher Autor, der seit einem Jahr keine Zeile mehr geschrieben hat. Und es gibt mit Jasper einen Börsenhändler, der zwischen Genie und Wahnsinn handelt, mit größeren Beträgen handelt, ehe er riesige Beträge der Firma aufs riskante Spiel setzt.

    Die drei Personen treffen in Chicago aufeinander. Im hektischen Alltag kreuzen sich deren Wege, doch bei allen deei Personen ist deutlich mehr Schein als Sein.

    Autor Magnusson hat die Charaktere sehr nüchtern, sachlich und wenig sympathisch dargestellt. Insofern hält sich das Zittern und Bangen in Grenzen, aber auch in Nebenschauplätzen wie in der Bank, im Cafe oder im Freundeskreis gibt es kaum wirklich menschliche Züge. Keine beschriebene Person, die freundlich oder empathisch agiert. Sehr merkwürdig.

    Insofern ließ mich das Buch auch sehr kalt. Sicherlich lässt sich die skurrile Story ganz gut lesen, wie realistisch das Treiben ist, darf jeder selber entscheiden.

    Ach ja: Der Buchtitel "Das war ich nicht" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Klingt für mich deutlich mehr nach einem Kinderbuch. Auch dem Buchcover kann ich nur sehr wenig abgewinnen.
  6. Cover des Buches In Zeiten des Tulpenwahns (ISBN: 9783885091660)
    Susanne Thomas

    In Zeiten des Tulpenwahns

     (16)
    Aktuelle Rezension von: evita-db

    Holland im 17.Jahrhundert, der Protagonist Nicolaes hat bei einem Brand seine Frau verloren und ist selber seitdem von schweren Brandwunden im Gesicht gezeichnet. Seither lebt er allein mit seiner sechzehnjährigen Tochter Magriet, die er sehr behütet und beschützt. Beide bilden eine harmonische und liebevolle Gemeinschaft.

    Seine weitere Leidenschaft, resultierend aus der Sehnsucht nach Schönheit, ist seine Tulpensammlung. Um seine Tochter, die zu einer wunderschönen , jungen Frau heranreift und sich in den adligen Frans verliebt, mit einer reichen Mitgift auszustatten läßt Nicolaes sich widerwillig und nach langem Zögern auf das blühende Spekulationsgeschäft mit Tulpen ein.

    Als die "Tulpenblase" platzt , kommt es zu einem tragischen Ende, an dem alle Beteiligten alles verlieren.

    Mit einem sehr malerischen und bildhaften Schreibstil erweckt die Autorin die damalige Zeit und die Charaktere zum Leben.Die Sprache der Dialoge ist der damaligen Zeit angemessen, so dass man wunderbar ins Holland des 17.Jahrhunderts entführt wird.

    Trotz ruhiger Erzählweise gelingt es der Autorin Spannung aufzubauen.

    Für mein Empfinden auch positiv, dass es kein Happy End gibt, das hätte der Geschichte Tiefe und Ernsthaftigkeit genommen.

    Manchen Charakteren hätte meiner Meinung nach etwas mehr Tiefe gut getan, beispielsweise haben sich mir bis zum Schluss die Hintergründe für das Verhalten Jacques nicht wirklich erschlossen. 

    Und ich hätte mir etwas mehr geschichtlichen Hintergrund zur Tulpenspekulation gewünscht, da ich persönlich es auch immer toll finde , wenn man auch aus fiktiven Romanen noch etwas lernen kann.

    Alles in allem ein stimmungsvoller, kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, der mir gut gefallen hat.



     

  7. Cover des Buches Die Akte (ISBN: 9783453169500)
    John Grisham

    Die Akte

     (360)
    Aktuelle Rezension von: Purzel34

    Ich liebe Justiz-Thriller und mit John Grisham kann man da nie etwas falsch machen. Ich habe bereits den Film "Die Akte" geliebt und das Buch steht dem in nichts nach. Immer wieder ein Genuss und Spannung pur.

  8. Cover des Buches Die Abschaffung der Arten (ISBN: 9783518461457)
    Dietmar Dath

    Die Abschaffung der Arten

     (56)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Nachdem ich ein, zwei Folgen der Hörspielfassung dieses Buches im Bayerischen Rundfunk gehört hatte, habe habe ich mir eine Ausgabe ausgeliehen, da mich das gehörte sehr erstaunt und ein wenig begeistert hat. Ich glaubte, dass man in der Hörspielfassung wohl sehr vieles herausgelassen habe, da die Geschichte viele Sprünge machte und nicht sehr konsequent erschien. 

    Doch im Buch war dies nicht viel besser. Ehrlich gesagt was es sogar viel, viel schlimmer. Die Hörspielfassung macht vieles erträglicher. Außerdem hebt es den häufig interessanten Klang der Sprache, Namen und Worte hervor, der Dath anscheinend wichtig ist, beim Lesen jedoch nicht in den Vordergrund tritt.


    Ich möchte mich hier nicht über die vielen politischen, mathematischen und philosophischen Ergüsse aufregen, denn diese mögen -- wenn man von ihrer Sinnlosigkeit für den Plot einmal absieht -- tatsächlich mache interessieren. Nur so viel sei dazu gesagt: Wenn man in einem Werk so viel auf die Arbeit Anderer anspielen muss, sollten man sich überlegen, ob man wirklich noch etwas eigenes schreibt. 

    Ich möchte mich viel lieber über die plumpe und spannungslose Erzählweise echauffieren. Dath erschafft eine interessante, wenn auch geübten Science-Fiction-Lesern kaum neue Welt, die jedoch nur in wenig nützlichen Details erklärt wird. Ihre Mechanik selbst wird nicht verständlich, so dass man überhaupt keine Vermutungen anstellen kann, die über die nächsten kleinen Schritte im Plot hinausgehen. Man muss sich ständig fragen, ob getötete Charaktere wirklich tot sind, oder ob nicht auf den nächsten Seite eine neue biotische oder abiotische Technik ins Spiel kommt, die diesen das ewige Leben einhaucht. Der Autor verfällt teilweise in Technobabbel, das einer durchschnittlichen Star Trek TNG-Episode mit Wesley Crusher als Protagonisten die Schamesröte ins Gesicht gestiegen wäre. Er tut dies dabei nie, um zu erklären, wie etwas funktioniert, sonder lediglich genau jene Details zu verschleiern.
    Dies passiert so oft, dass Plot, Charakter und Gesetze der Physik vollständig inkonsistent sind und ständig alles und nichts passieren kann. Dies ist bekanntlich der schwerste und grundlegendste Fehler, den man als Science Fiction-Autor begehen kann. Es wäre befriedigender gewesen, wenn Dath einfach gesagt hätte, es wäre eben alles zauberei.
    Als schlimm empfand ich es auch, dass man über große Teile zu Beginn der Geschichte kein Gefühl für die Zeit bekommt. Äonen, Tage und Sekunden vergehen in gleicher Beschreibung, so das etwas, was gerade passiert ist, vielleicht schon Jahrzehnte zurück liegt.
    Hinzu kommt, dass Dath sich all zu sehr abmüht den Leser zu provozieren. Seine erotischen Szenen erinnern mich jedoch an die unheilige Verschmelzung von Robert Anton Wilson mit dem Furry-Fandom, wobei alle Spielweisen, die dort bereits beschrieben, aufgegriffen werden.

    Schlimmer noch, die gesamte Situation des Experimentum crucis und den Aristoi erinnert verdächtig an W. J. Williams Roman "Aristoi". Es ist wohl nicht ähnlich genug um den Vorwurf eines Plagiats zu erheben, doch der Leser bemerkt schnell, das Dath diesen Roman gelesen und seine Ideen daraus geschöpft haben muss. Da es sich bei Williams' Buch um einen gefeierten Klassiker handelt, ist das schon ein sehr starkes Stück finde ich. Man bemerkt, dass sich das Buch überwiegend an Leser richtet, die keine Science Fiction lesen und darum eventuell denken könnten, Daths Ideen seien etwas neues. Im Übrigen traut sich Williams bei weitem mehr als Dath, wenn es darum geht dem Leser das ungenehm Ungewohnte zuzumuten. Nur, bei Williams wird dies nicht aus dem Willen zur Provokation heraus getan, sonder um die Utopie einer idealen, schrankenlosen Gesellschaft zu beschreiben.

    Allein die Tatsache, dass dieses Werk so abgedruckt wurde, gab mir Anlass zum Nachdenken. Es ist eigentlich ziemlich klar: Das Buch wurde nicht verlegt, weil es gut ist - es liest sich wie das unüberarbeitete Erstlingswerk eines Abiturienten - sonder weil Dath bereits etabliert ist. Ein guter Science-Fiction-Roman ist es auf jeden Fall nicht. Auch was postmoderne Satire angeht, so ziehe ich die Illuminatus!-Triologie diesem Wälzer schon allein aufgrund des geringer erscheinenden Umfangs -- ich habe jetzt nicht nachgemessen -- vor.

  9. Cover des Buches Die dritte Sünde (ISBN: 9783937357706)
    Eva-Ruth Landys

    Die dritte Sünde

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Als solcher geht dieses Buch durch, beispielhafter Niederschlag in den Menschen, im Umfeld derer. 
  10. Cover des Buches Sturmzeit - Die Stunde der Erben (ISBN: 9783734106064)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Die Stunde der Erben

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Monalisa73

    Im dritten Buch ist die Enkelin Alexandra an der Reihe, sie bekommt von ihrer Oma Felicia die große Aufgabe, deren Firma weiterzuführen. Doch schon bald muss Alex feststellen, dass sie den beruflichen Anforderungen kaum gerecht werden kann. Auch die wirtschafliche Lage, setzt sie zusätzlich unter Druck. Außerdem muss sie im privaten Umfeld so einiges außhalten und durchstehen. Leicht wird es für sie jedenfalls nicht...

    Im dritten Band fehlte mir die Fortführung des Stammbaumes, es kommen doch so manche neuen Personen hinzu und andere sterben. Was im zweiten Band super war.

    Auch bleiben am Schluss ein paar Lebensläufe unvollendet, so dass man ein bischen das Gefühl hat, die Geschichte reist irgendwo ab. 

    Die Geschichte um Felicia wird aber rundherum abgeschlossen.

    Es ist ansonsten sehr gut recheriert, was die Geschehnisse in der DDR und zur Wendezeit angeht. Man bekommt noch einmal Hintergrundwissen dazu.

     


  11. Cover des Buches Die Sache mit dem Dezember (ISBN: 9783257243789)
    Donal Ryan

    Die Sache mit dem Dezember

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Johnsey ist ein 24-jähriger, etwas übergewichtiger und nicht ganz so schlauer junger Mann, der gerade seinen Vater verloren hat. Er lebt auf dem Bauernhof seiner Eltern und arbeitet in einem örtlichen Supermarkt. Er hat keine Freunde, hatte noch nie eine Freundin, wird von ehemaligen Schulkameraden tagtäglich gemobbt und sieht auch nicht, dass sich irgendwas irgendwie in naher Zukunft ändern wird. Er lebt sein trostloses Leben vor sich hin, in dem er sich noch nie wirklich selbst um etwas kümmern musste weil seine Eltern dies immer für ihn erledigt haben. Als seine Mutter schließlich auch noch stirbt, fühlt er sich endgültig völlig allein gelassen. Auf einem seiner täglichen Spießrutenläufen nach Hause vorbei an den fiesen Schulkameraden wird er dann schließlich krankenhausreif geschlagen. Er genießt die Zeit im Hospital, indem man sich um ihn kümmert, ihn umsorgt und er den ebenfalls verunglückten, endlos labernden Nuschel-Dave und die hübsche Krankenschwester Siobhán kennenlernt. Wider Erwarten bleiben beide auch weiterhin in Kontakt mit ihm und es entwickelt sich eine Art Freundschaft. Sie beide stärken ihm den Rücken bei seiner Entscheidung, das Land, das er besitzt nicht zu verkaufen um für ein großes Bauprojekt mit vielen Arbeitsplätzen Platz zu machen. Er findet er würde seine verstorbenen Eltern verraten wenn er dies tun würde. Das Dorf ist aber für den Fortschritt und kann seine Entscheidung nicht nachvollziehen. Er wird angefeindet und zieht sich noch mehr zurück. Als es dann auch noch zum Streit zwischen seinen neuen Freunden kommt, verliert er völlig den Boden unter den Füßen...📖 


    Zugegeben, ich tat mich etwas schwer mit dem Buch. Erwartet hatte ich eine herzerwärmende Außenseiter Geschichte, bekam aber eine deprimierende Lebensbeichte. Ich las die ersten 100 Seiten und es passierte eigentlich nichts. Es bestand bis dahin hauptsächlich aus Rückblenden, was sein Vater und seine Mutter immer gesagt und getan hatten und was ihm in der Vergangenheit bereits alles zugestoßen war. Noch dazu machte sich der Protagonist ständig selbst fertig. Er bezeichnete sich selbst als "fetten Idioten", als "dummen Nichtsnutz", "einsamen Hornochsen" und so weiter. Und das permanent. Noch dazu seine immer wiederkehrende Überlegung sich nicht doch endlich im alten Kuhstall zu erhängen, weil das vielleicht eben das Beste für alle wäre wenn es ihn nicht mehr gäbe. Puh, das war auf Dauer ermüdend und ich legte das Buch erstmal für ein paar Tage beiseite. Drauf und dran es schon abzubrechen, gab ich ihm dann aber doch noch eine Chance. Und tatsächlich, ab Seite 120 setzte endlich so etwas wie eine Handlung ein und ich wurde neugierig ob sich Johnsey dem Druck zum Verkauf seines Landes noch beugen würde oder ob er stur blieb. Ich muss sagen, Johnsey war wirklich die passivste Figur die ich je gesehen habe. Alles was geschah, widerfuhr ihm nur auf irgendeine Weise. Er trug eigentlich rein gar nichts zur Story bei. Das ist schon erstaunlich. Er wehrte sich nicht, bat niemanden um Hilfe und setzte sich auch mit nichts und niemanden richtig auseinander weil er sich nicht traute und sich einfach ständig für "zu dumm" dafür hielt. An den Schreibstil musste ich mich ebenfalls erst gewöhnen. Die Sätze waren teils ellenlang. Dialoge kamen nicht vor, nur indirekte Rede, was ich ziemlich schade fand. Manche Passagen waren im Buch aber doch recht tiefgründig und regten kurz zum Nachdenken an. Leider fand ich das Ende jedoch auch ziemlich ernüchternd. Bei Gelegenheit werde ich einem weiteren Donal Ryan Buch vielleicht doch noch eine Chance geben mich zu überzeugen, aber für dieses hier kann ich persönlich leider nur (3/5)⭐ vergeben🤷🏻‍♀️

  12. Cover des Buches Der Duft der Unsterblichkeit (ISBN: 9783596184224)
    Anne Rice

    Der Duft der Unsterblichkeit

     (228)
    Aktuelle Rezension von: SnowWhiteApple
    Der Duft der Unsterblichkeit von Anne Rice thematisiert die Vergangenheit von Armand. Absolut lesenswert
  13. Cover des Buches Der Coup (ISBN: 9783499236426)
    Philip Kerr

    Der Coup

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Dies war mein erstes Buch von Philip Kerr,  mein letztes wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein.  Der Klappentext führt einen dabei in die Irre und genau wie in einem der bekannten Heist-Movies schlägt man sich auf die Seite der Gauner. 


    Richtig klasse eingeleitet wird das Buch schon durch einen super Prolog, der total neugierig auf das Buch macht. Die Protagonistin Eve ist sehr sympathisch und trägt das Buch.  Aber der Mut zur Zeit, die sich der Autor nimmt, um sein Werk mit vielen interessanten Nebenfiguren und einem detaillierten, verzwickten Plot zu gestalten, lohnt sich aus.


    Obwohl ich von der Thematik der Finanzwelt keine Ahnung habe, konnte mich die Geschichte aufgrund des Spannungsaufbau sehr begeistern.  
  14. Cover des Buches Das Geheimnis der Maria Magdalena (ISBN: 9783442154142)
    Dan Burstein

    Das Geheimnis der Maria Magdalena

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Ideal für alle die sich seit Sakrileg bzw. The Da Vinci Code gerne näher mit Maria Magdalena beschäftigen möchten.
  15. Cover des Buches Alpträume (ISBN: B0000BGVLJ)
    Fredric Brown

    Alpträume

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    40 schaurige, eher dem Horror zugehörige Geschichten (manchmal noch nicht mal eine Seite) die einem schon wohlig gruseln lassen. Ungewühlnlich und sehr gut lesbar
  16. Cover des Buches Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft (ISBN: 9783473553488)
    Kira Vinke

    Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Weltensucher
    Hermann und Kira Vinke stellen in ihrem gemeinsamen Buch "Zivilcourage 2.0 - Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" eine Vielzahl von Menschen aus aller Welt vor, die allesamt eines verbindet: der friedliche Kampf, der Wille zur Veränderung und das Sähen der Hoffnung. Von Menschenrechtsaktivisten über Tier- und Umweltschützern bis hin zu Regimekritikern und Künstlern sind alle dabei, darunter sowohl weltweit berühmte als auch weniger bekannte, aber nicht unbedeutendere Persönlichkeiten aus allen Teilen der Erde. Gerade ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihre Unnachgiebigkeit beleuchten Hermann und Kira Vinke vor dem Hintergrund der globalen, stetig zunehmenderen Probleme. "Zivilcourage 2.0" berichtet somit von Weltverbesserern, die auch nur Menschen sind, und doch einen unglaublichen Kapmf mit großer Wirkung und Bedeutsamkeit führen.

    Ich habe mir für dieses Jahr, quasi als Lese-Neujahresvorsatz, vorgenommen, insgesamt mehr Sachbücher über politische, globale und gesellschaftliche Themen zu lesen. Mein erster Griff dieses Jahr, "Zivilcourage 2.0" war hierfür der perfekte Einstieg in ein Genre, das mich jetzt umso mehr anzieht. Hermann und Kira Vinke stellen in ihrem Buch ein breites Spektrum an Theman dar, darunter Armut, Hunger, Krieg, Klimawandel, aber auch Big Data und Korruption im Finanzgeschäft. Es sind keine neuen Themen, sondern Probleme, die im Allgemeinen bekannt und doch immer wieder bei der Rückkehr in den Alltag vergessen werden. Deshalb lohnt sich auch die Erinnerung, wie sie Hermann und Kira Vinke betreiben, allemal - vor allem, wenn sie von den Portraits von Menschen begleitet werden, die tatsächlich gegen diese Probleme vorgehen und kämpfen.

    Mir hat besonders der Aufbau des Buches gefallen. Jedem der sieben Kapitel ist ein umfassender Informationstext und Situationsüberblick zum jeweiligen Thema vorangestellt. Anschließend folgen Darstellungen zu bestimmten Persönlichkeiten, die in diesem Feld aktiv handeln. Dabei werden bekannte Namen wie Edward Snowden oder Malala Yousafzai ebenso wie - zumindest mir - vorher eher unbekannte Persönlichkeiten vorgestellt. Zahlreiche Bilder, kurze Lebensläufe, berühmte Zitate, Interviews, Fakten oder Zusatzinformationen am Rand ziehen sich durch das gesamte Buch und bereichern die behandelten Themen. Ingesamt eine äußerst gelungene Aufmachung!

    Auch der Inhalt konnte mich überzeugen. Manches war natürlich schon bekannt, und doch der Wiederholung wert, vieles war mir aber auch neu oder nur öberflächlich bewusst, sodass ich auch einiges dazulernen konnte. Dabei ist der Text nicht allzu schwierig formuliert und eignet sich für Jugendliche (ab ca. 13 Jahren) und Erwachsene gleichermaßen. Und natürlich sind auch die unterschiedlichen Lebensläufe und Tätigkeiten der vorgestellten "Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" äußerst interessant, inspirierend und aussagekräftig. Ich bin ständig zwischen Erschütterung und Zuversicht, zwischen Pessimismus und Optimismus, zwischen Skepsis und Tatendrang geschwankt - auf der einen Seite das riesige Ausmaß der Probleme, auf der anderen Seite all die tatkräftigen und erfolgreichen Weltverbesserer vor Augen.

    Zweifellos regt das Buch zu einem intensiven Nachdenken an. Es bietet Zugang zu vielen hochaktuellen Themen und eignet sich in dieser Funktion auch wunderbar für Jugendliche. Das sehr breit gefasste Spektrum regt dazu an, sich mit dieser oder jener Frage näher auseinanderzusetzen und möglicherweise selbst aktiv zu werden. Ein Buch mit vielen, bedeutsamen und nicht zu vernachlässigenden Botschaften!

  17. Cover des Buches Exaflop (ISBN: 9783734992629)
    Hans C. Schnorf

    Exaflop

     (13)
    Aktuelle Rezension von: trollchen
    Exaflop
    Herausgeber ist GMEINER (1. September 2014) und hat 238 Seiten.
    Kurzinhalt: Phil Moser, Manager eines Hedgefonds mit Sitz am Zürcher See, verspekuliert sich komplett und wird fristlos entlassen. Um zu beweisen, dass er nicht der Versager ist, für den sein Vater ihn hält, gründet Phil einen eigenen Hedgefonds. Gemeinsam mit einem skrupellosen, aber brillanten Mediziner heckt er einen gefährlichen Plan aus, über den er jedoch zusehends die Kontrolle verliert. Schließlich stehen sogar Menschenleben auf dem Spiel.
    Meine Meinung: Da der Anfang mir zu schleppend und nichtssagend war, habe ich das Buch nach den ersten 100 Seiten leider abgebrochen. Die Story an sich hat mich schon fasziniert, aber leider konnte mich die Story nicht erreichen. Es ging so zäh dahin und die Seiten blätterten weiter, aber nichts passierte, leider. Wahrscheinlich war es der Schreibstil, der es mir so schwer machte, das Buch zu Ende zu lesen. Sicherlich war es sehr beklemmend und sehr düster zuweilen, aber trotzdem waren für mich die Protagonisten sehr nichtssagend und manche Taten und Schritte nicht nachvollziehbar.
    Mein Fazit: Leider abgebrochen, es konnte mich nicht erreichen, schade! Ich vergebe 2 Sterne.
  18. Cover des Buches Verschlußsache Jesus (ISBN: 9783426770979)
    Michael Baigent

    Verschlußsache Jesus

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783785710982)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding
    Die Pfeiler der Macht ist ein interessanter Familienepos der von 1866 bis 1892 spielt. Das Hauptaugenmerk liegt, wie es der Klappentext verspricht, bei den Bankiersfamilien. Mit viel Korruption und auch Mord wird versucht die eigene Macht zu stärken und andere zu schwächen und zu hintergehen. Doch wer kann später wirklich aus dieser Situation gehobenen Hauptes hervor treten? Frank Glaubrecht ist ein toller Sprecher. Trotz des doch sehr schwierigen Themas und der vielen Namen schafft er es, dass ich doch die meiste Zeit gut folgen konnte. Mit den Charakteren hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten. Es gab so viele und, da ich nicht alleine Lesen konnte und mir eventuell Notizen machen konnte, war es recht schwierig den ganzen Personen und ihren Eigenheiten zu folgen. Erst nach einiger Zeit hatte ich die Protagonisten soweit geordnet, dass ich mit ihnen fühlen konnte und dann wurde das zuhören noch einfacher. Fazit: Ein wirklich interessantes und hörenswertes Buch über die Abgründe die einige Menschen in sich tragen. Als Buch wäre es mir wahrscheinlich zu trocken gewesen, aber als Hörbuch war die Pfeiler der Macht wirklich gut, was auch am Sprecher lag. Ich empfehle die Pfeiler der Macht an Menschen welche sich für das Finanzimperium und alte Familiengeschichten interessieren. Von mir gibt es 4 Sterne.
  20. Cover des Buches Schwingen der Nacht (ISBN: 9783453309012)
    Robert Silverberg

    Schwingen der Nacht

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Diese Novelle wurde 1969 mit dem Hugo Award ausgezeichnet. Ein Wächter der seine Aufgabe erfüllte und die Erde vor den Invasoren warnte, kann aber deren Bestzung nicht verhindern und reist nun - seiner Aufgabe befreit - über die besetzte Erde. Mit philosophischen Ansätzen ein ungewöhnliches Werk, hat mich aber nicht ganz überzeugen können
  21. Cover des Buches Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt (ISBN: 9783608947472)
    John Lanchester

    Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt

     (3)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext

    Klappentextzitat:

    "Vor kurzem war die Lage ernst aber nicht hoffnungslos. Jetzt ist sie hoffnungslos, aber nicht mehr ernst."

     

     

    "Es gibt in der Finanzwelt die sog. „Greater – Fool – Theorie“.

    Sie besagt schlicht, dass man, obwohl jeder weiß, dass das was da gerade vor sich geht, absolut verrückt ist, mit dem Aktienhandel noch Profit herausschlagen kann, wenn man nur den genannten „ noch größeren Idioten findet, an den man weiterverkaufen kann.

    Dabei ist vollkommen unerheblich, wie überbewertet die Aktien sind, solange man nur diesen

    Schafskopf findet, der bereit ist sie einem abzukaufen, sobald man einen schönen Gewinn eingefahren hat."

     

    In den letzten Jahren waren das im Endeffekt  die US amerikanischen und europäischen Steuerzahler. Die in Wahlkämpfen traditionell heftig umworbene Mittelschicht.

     

    Sie sind verarscht, geplündert und geschröpft worden zugunsten einer kleinen elitären Gruppe

    von Vabanque Spielern die Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert haben.

     

    Soweit so bekannt.

    John Lanchester hat sich daran gemacht diese Entwicklung näher zu beleuchten, die Hintergründe aufzudecken und die „Kollateralschäden“ aufzuzeigen.

     

    Humorvoll, fesselnd, faszinierend und verständlich auch für absolute Laien.

    Was ungeheuerlich und unbegreiflich erscheint wird nachvollziehbar.

    Man begreift es, es rollen sich einem beim lesen die Zehennägel auf und man benötigt Möglichkeiten zum Aggressionsabbau sowie anteilnehmende Lebenspartner, Freunde oder schlicht Kommunikationspartner welchen man berichten kann. Verstehen kann man dieses Kasino Verhalten, welches von der Politik ungestört vor sich hin ausufern konnte dennoch nicht. Aber nachvollziehen wie es dazu kam.

     

    „Die bizarre Geschichte der Finanzen“ ist ein WUTBUCH. Betroffenheitslektüre.

     

    Die Kernaussage ist jedoch schlicht: „Was der Allgemeinheit nutzt, ist nicht identisch mit den Interessen der Finanzindustrie.“

     

    Diesen Satz sollten sich Politiker aller Länder hinter die Ohren schreiben!!!

    Er lässt sich auch wunderbar auf Lobbyisten sämtlicher Couleur anwenden!

     

     

    Fazit:

    Besser als jeder fiktive Thriller. Gruseliger als jeder Horror Roman.

    Mitreissender, authentischer und emotional berührender als jede Lovestory

    Unbedingt lesen um der Wut eine konstruktive  Richtung zu geben und den Unwillen

    über diese Machenschaften öffentlich und lautstark kundzutun. Noch leben wir, zumindest nominell  in einer Demokratie. Faktisch ist es wenn man sich die Verteilung der vermögensverhältnisse ansieht eine demokratisch verbrämte Oligarchie. Das ist schon lange bekannt, wird aber beachtenswert vehement ignoriert.

     

     

  22. Cover des Buches Der Pakt (ISBN: 9783499242069)
    Philip Kerr

    Der Pakt

     (29)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    1943. Auf beiden Seiten der Fronten ist eines klar: das Deutsche Reich kann den Krieg nicht mehr gewinnen.
    Während die Nazi-Größen um Hitler ungeachtet dessen Möglichkeiten des Endsieges ausloten, SS-Offiziere den Sturz Hitlers planen, streben Churchill, Stalin und Roosevelt einen Friedensplan untereinander an, um dem Dritten Reich den Todesstoß zu versetzen – ein Versuch, der in den eigenen Reihen nicht immer Zuspruch findet.

    Philip Kerr ist ein brillanter Erzähler. Vom Wittgenstein-Programm mal abgesehen, das in Philosophie ersäuft. Die spielt hier auch eine Rolle, wird aber nicht ganz so ernst genommen.
    Mir fiel es besonders schwer, bei den zahlreichen Charakteren durchzublicken. Authentische Personen treffen auf fiktive – das ist verdammt unterhaltsam, aber nicht in der Vielzahl.

    Nach dem verwirrenden ersten Viertel bleibt eine Abhandlung geheimdienstlicher Spionagearbeit, deren Unverfrorenheit lediglich im Gegenschlag übertroffen wird.
    Dialoglastig, spannend, mit Hängern und mit einer Schlußpointe, die man eigentlich erwartet – zumindest, wenn man den Buchrücken gelesen hat.

    Nicht sein bester Roman, aber auch keine Zeitverschwendung.
  23. Cover des Buches Die Tulpenkönigin (ISBN: 9783499243639)
    Enie van Aanthuis

    Die Tulpenkönigin

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Monika58097
    Holland im 17. Jahrhundert. Mareikjes Vater ist gerade verstorben. Zurück gelassen hat er ihr ein kleines Erbe, das es ihr ermöglichen wird, eine Weile auszukommen, bis sie einen geeigneten Mann gefunden hat. Der Wunsch der Familie ist es, dass Mareikje den Kaufmannssohn Antonius heiratet. Die Familie ist reich und die junge Frau könnte ein unbeschwertes Leben führen. Mareikje verliebt sich jedoch in den älteren Wim, einen Maler. Die Gefühle beruhen auf Gegenseitigkeit, doch Wim kann ihr kein anständiges Leben bieten und lehnt Mareikje ab. Während Mareikje mit Antonius Familie nach Gouda fährt, entdeckt ihr Onkel, dass ihr Vater ihr mehr vermacht hat als nur ein paar Gulden. Tulpen! Zwiebeln der Tulipane, wie sie sich einst nur orientalische Fürsten, Könige und Kaiser leisten konnten, finden den Weg nach Europa. Es bricht ein regelrechtes Tulpen-Fieber aus. Jeder will die kostbaren Tulipane kaufen und Gewinn bringend wiederverkaufen. Mareikje nimmt das Geschäft selbst in die Hand und wird schnell zu einer gern gesehenen und erfolgreichen Kauffrau. Geld hat sie nun genug und ist nicht mehr auf eine Heirat mit dem Kaufmannssohn angewiesen. Wird sie ihre große Liebe Wim jetzt für sich gewinnen können? "Die Tulpenkönigin" von Martina Sahler und Hendrik Gruner ist ein fesselnder historischer Roman. Die Geschichte um den Handel um die kostbaren Tulipane ist spannend und faszinierend. Zudem schaffen die beiden Autoren es hervorragend, das Flair dieser vergangenen Zeit wiederzugeben. Sie schreiben voller Spannung, mitreißend und bildhaft. Der Leser kann sich sehr gut vorstellen, wie es zuging im fiktiven Bruikellar und in der Handelsstadt Amsterdam. Wunderbare 368 Seiten Lesestoff! Vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung? Die Bewertung bezieht sich auf die Weltbildausgabe.
  24. Cover des Buches Die Treibjagd (ISBN: 9783946635802)
    Emile Zola

    Die Treibjagd

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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