Bücher mit dem Tag "spiel"
321 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
(19.568)Aktuelle Rezension von: LordFauntleroyHarry Potter und der Stein der Weisen ist ein Fantasyroman der britischen Autorin J. K. Rowling. Das Buch erschien 1998 im Carlsen Verlag. Es hat 336 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe 22,00 €.
Der Roman erzählt die Geschichte des elfjährigen Harry Potter, der bei seiner Tante und seinem Onkel lebt. An seinem elften Geburtstag erfährt er, dass er ein Zauberer ist. Schon bald besucht er die Zauberschule Hogwarts, wo er neue Freunde findet und viele spannende Abenteuer erlebt. Gemeinsam mit Ron und Hermine kommt er einem geheimnisvollen Rätsel rund um den Stein der Weisen auf die Spur. Dabei geht es vor allem um Freundschaft, Mut und den Kampf zwischen Gut und Böse.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders spannend finde ich die Handlung, weil immer wieder neue Geheimnisse auftauchen und man wissen möchte, wie es weitergeht. Auch die Figuren sind interessant und unterschiedlich. Harry, Ron und Hermine halten in schwierigen Situationen zusammen und wachsen im Laufe der Geschichte immer mehr zusammen. Meine Lieblingsstelle ist die Szene, in der Harry zum ersten Mal die Große Halle von Hogwarts betritt. Die schwebenden Kerzen, die verzauberte Decke und die vielen Schülerinnen und Schüler haben mir besonders gut gefallen. Beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und hatte das Gefühl, selbst in Hogwarts zu sein.
Die Sprache ist gut verständlich und die magische Welt wird so anschaulich beschrieben, dass man sich Hogwarts und seine Bewohner gut vorstellen kann. Allerdings sind einige Kapitel etwas lang und enthalten viele Beschreibungen. Dadurch zieht sich das Buch manchmal etwas. Trotzdem wurde es für mich nie langweilig. Der Preis ist für ein so umfangreiches wirklich angemessen.
Insgesamt ist Harry Potter und der Stein der Weisen ein spannender und abwechslungsreicher Fantasyroman. Ich empfehle das Buch besonders Kindern, die Abenteuer, Magie und geheimnisvolle Geschichten mögen. Wer einmal mit dem Lesen beginnt, möchte am liebsten sofort den nächsten Band lesen.
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.815)Aktuelle Rezension von: _jamii_Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.
Den Schreibstil fand ich am Anfang eher zäh, die Geschichte hat sich recht in die Länge gezogen. Ab der Hälfte etwa hat sich das dann geändert, und ich konnte kaum noch aufhören zu lesen. Allerdings waren mir während des ganzen Buches die Szenen innerhalb von Erebos doch etwas zu lang, ohne dass sie für mich wirklichen Mehrwert für die Geschichte brachten.
Die ganze Dynamik der Schülerinnen und Schüler, ihr sich ändernder Umgang miteinander, je länger das Spiel im Umlauf ist, ist unglaublich spannend und gut erzählt.
Je länger ich lese, umso mehr habe ich mich gefragt, wo das ganze wohl hinführen wird. Wurde das Spiel so programmiert, oder hat es tatsächlich ein Eigenleben entwickelt?
Den Schluss fand ich ein bisschen seltsam, ich habe irgendwie ein bisschen mehr erwartet. Trotzdem fand ich die Grundidee und die Umsetzung äusserst gelungen.
Guter Start in eine vielversprechende Reihe, ich bin gespannt, auf den zweiten Teil!
- E. L. James
Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe
(4.380)Aktuelle Rezension von: Sandy-BuchgefuehlAuch diesen zweiten Band habe ich nach langer Zeit wieder gelesen und er hat für mich nichts von seinem Charme verloren.
Die Geschichte geht nahtlos weiter und wir erfahren mehr über Christian Grey und darüber, was bei ihm eigentlich so falsch läuft. Auch Ana lernen wir in diesem Band noch etwas besser kennen. Gleichzeitig vertieft sich ihre Beziehung immer weiter.
Damals, als ich die Reihe zum ersten Mal gelesen habe, fand ich sie schon sehr gut und auch heute gefällt sie mir immer noch, obwohl inzwischen einige Jahre vergangen sind. Teilweise finde ich diesen Band sogar etwas besser als den ersten.
Beim Lesen gab es für mich wieder einige traurige Momente und an manchen Stellen habe ich richtig mitgefiebert. Es ist immer noch eine schöne Geschichte, die mir auch heute noch gefällt. Besonders die Dynamik zwischen Ana und Christian mag ich weiterhin sehr, denn sie fesselt einen beim Lesen einfach.
- Cornelia Funke
Tintenwelt 2. Tintenblut
(3.540)Aktuelle Rezension von: Isika0510Eine gelungene Fortsetzung, mit Höhen und Tiefen.
Sehr gut geschrieben, man konnte sich wirklich super in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen!
Mit manchen Szenen rechnet man nicht, umso spannender macht es das Buch natürlich.
mich bin sehr gespannt, wie es denn weitergeht und was noch auf einen zukommt! - J. S. Wonda
Very Bad Kings
(771)Aktuelle Rezension von: Storysammlerin,,Very Bad Kings" von J. S. Wonda hatte für mich einen etwas holprigen Start. Gerade in der ersten Hälfte fiel es mir schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden und eine Verbindung zu den Charakteren und der Handlung aufzubauen.
Ab der zweiten Hälfte wurde das Buch für mich jedoch deutlich besser. Die Geschichte nahm an Fahrt auf, die Ereignisse wurden spannender und ich kam viel schneller durch die Seiten. Ab diesem Punkt hat mich das Buch deutlich mehr gepackt und ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, wodurch sich das Tempo in der zweiten Hälfte noch einmal deutlich gesteigert hat.
Insgesamt war es für mich ein guter Auftakt, auch wenn der Einstieg etwas Zeit gebraucht hat. Vor allem die zweite Hälfte konnte mich überzeugen und neugierig auf die Fortsetzung machen.
- E. L. James
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust
(3.806)Aktuelle Rezension von: Sandy-BuchgefuehlBei diesem Re-Read habe ich mich gefragt, ob das Buch meinen damaligen Eindruck überhaupt noch bestätigen kann. Und tatsächlich ist es erstaunlich, dass es mir auch diesmal wieder Spaß gemacht hat, diesen Band der Fifty-Shades-of-Grey-Reihe zu lesen.
Auch hier gefallen mir Ana und Christian wieder sehr gut. Selbst wenn es hier und da etwas emotional und manchmal auch ein wenig traurig wird. Und dann gibt es noch diesen einen Plottwist, bei dem Ana in Gefahr gerät und am Ende doch alles gut ausgeht.
Wie schon in den ersten beiden Bänden erfahren wir auch hier wieder mehr über den Werdegang von Christian und natürlich auch von Ana. In diesem Band wirken beide etwas erwachsener und man merkt auch, dass ihre Beziehung immer besser funktioniert.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich diese Geschichte immer noch fesselt, wenn ich sie mal wieder lese, genauso wie damals, als sie herauskam. Sie hat für mich einfach ihren Charme nicht verloren. Auch dass mir die Figuren hier immer noch so nahegehen, zeigt mir auf eine Art und Weise, dass sich die Geschichte auch heute noch richtig gut lesen lässt.
Die Hintergründe der Geschichte gingen mir wieder nahe und dadurch wurde es auf ihre Art und Weise auch spannend zu verfolgen, wie sich ihre Beziehung weiterentwickelt.
Für mich bleibt diese Geschichte mit ihren richtig guten Figuren immer noch richtig gut.
- Erin Morgenstern
Der Nachtzirkus
(1.082)Aktuelle Rezension von: Roxy31📖 Kurzrezension
Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern ist kein klassischer Roman, sondern eher eine Reise durch eine magische, fast träumerische Welt. Der geheimnisvolle Zirkus, der nur nachts erscheint, bildet die Bühne für einen stillen Wettstreit zwischen Celia und Marco, der sich nach und nach in etwas viel Emotionaleres verwandelt.
Der Schreibstil ist unglaublich bildhaft und poetisch, sodass man das Gefühl hat, mitten durch den Zirkus zu gehen. Die Geschichte lebt weniger von Tempo und Spannung, sondern von Atmosphäre, Details und Emotionen.
Für mich war es ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt. Man muss sich darauf einlassen und bereit sein, das Tempo zu entschleunigen.
⭐ Fazit und Bewertung
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
Ein magischer, ruhiger und sehr besonderer Roman, der vor allem durch seine Atmosphäre und seinen Schreibstil überzeugt. Perfekt für alle, die sich gern in eine andere Welt entführen lassen und Geschichten fühlen möchten statt sie nur zu lesen.
- Stephanie Garber
Caraval
(1.191)Aktuelle Rezension von: heidiamlesenTatsächlich bin ich von dem Einstieg in die Trilogie nicht ganz überzeugt.
Zuallererst ist das Spiel mehr als verwirrend. Es ist absolut nicht klar, wie genau das Spiel aufgebaut ist und wer überhaupt mitspielt. Auch gibt es keine Gegner außer dem Spielleiter selbst. Ich denke, wenn man von Seite 1 an davon ausgeht, dass es um eine Art Liverollenspiel geht, ist es schon besser verständlich.
Sämtliche Hintergrundgeschichten helfen am Anfang auch nicht, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Zum Glück sind alle Hauptfiguren überzeugend und sympathisch, sodass man doch wissen möchte, wie es weitergeht. Das Ende ist rasant und erhellend und hat einen ordentlichen Cliffhanger.
Daher werde ich den zweiten Band wohl doch auch
- Carlos Ruiz Zafón
Das Spiel des Engels
(1.415)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIm zweiten Teil des Zyklus «Der Friedhof der Vergessenen Bücher» erzählt David Martín seine Lebensgeschichte. Die Handlung spielt zwischen 1917 und 1930 und damit eine Generation vor «Der Schatten des Windes». Erneut bildet das düstere, geheimnisvolle Barcelona die atmosphärisch dichte Kulisse.
Zafón erzählt konsequent aus der Perspektive David Martíns; eines alles andere als zuverlässigen Ich-Erzählers. David leidet an einem Gehirntumor. Realität, Wahn und möglicherweise Übernatürliches verschwimmen zunehmend. So bleibt trotz zahlreicher überraschender Wendungen stets die Frage: Was ist tatsächlich geschehen und was existiert nur in Davids Wahrnehmung?
Darin liegt für mich die grosse Stärke des Romans. Gerade weil Zafón auf eine eindeutige Trennung zwischen Realität und Einbildung verzichtet, behält das Werk bis zum Schluss seine rätselhafte Logik. Widersprüche und Mehrdeutigkeiten bleiben bestehen. Das mag manchen Leser stören, verleiht dem Roman aber eine faszinierende Tiefe und Vielschichtigkeit.
Gerade im Vergleich zu «Der Schatten des Windes» zeigt sich hier eine erzählerische Weiterentwicklung. Während dort der späte Bericht von Nuria Monfort die offenen Fragen für meinen Geschmack durch einen abrupten Perspektivenwechsel eher plump ausräumte, verzichtet Zafón diesmal auf eine solche vollständige, erzwungene Auflösung.
Bei alledem ist «Das Spiel des Engels» ein echter Pageturner. Der Roman entwickelt einen enormen Sog, liest sich leicht und hat kaum Längen. Zafóns Sprache ist erneut atmosphärisch dicht. Bemerkenswert ist die dramaturgische Dynamik: Das Buch besitzt zur Mitte hin einen regelrechten Kipppunkt. Es bricht radikal mit dem anfänglichen historischen Erzählton und wandelt sich überraschend in einen surrealen Mystery-Thriller. Ich mag diesen harten «From Dusk Till Dawn»-Moment sehr.
Eine klare Leseempfehlung – vorausgesetzt, man kann sich auf einen unzuverlässigen Erzähler und eine Geschichte einlassen, die nicht auf jede Frage eine eindeutige Antwort gibt.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.604)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Pierce Brown
Red Rising
(521)Aktuelle Rezension von: RinggeistIch hab mir von dieser Geschichte echt mehr erhofft.
Es beginnt sehr gut und spannend, da waren eindeutig Vibes von Tribute von Panem zu spüren. Auch die Verwandlung in einen Goldenen war noch ganz gut. Aber ab der Stelle, wo es darum ging, in der Akademie Kriegsspiele zu spielen und Burgen zu erobern, hat mich die Geschichte irgendwie verloren. Das war mir alles zu lang, und Darrow wurde auch zunehmend unsympathisch.
Es war nervig, dass er alles kann, vom Kämpfen bis hin zu Kriegstaktiken. Schon klar, er ist jetzt ein Goldener, aber das sind die anderen auch. Und es ist immer schlecht, wenn einem der Hauptprotagonist nicht sympathisch ist, weil er überheblich und ein Alleskönner ist. Mir war es ab da auch völlig egal, wie die Sache ausgeht, was schade ist, weil ich am Anfang durchaus mit ihm mitgelitten habe.
Die Grundidee ist ansich gut, aber man hat das Gefühl, dass man zu viel in die Geschichte packen wollte. Ein römisches Kriegsdrama, gemischt mit Tribute von Panem und einer Elite-Akademie ergibt noch lange keine packende Geschichte. Zwischendrin gab es natürlich Momente, wo mich die Story abgeholt hat, aber insgesamt zu selten. Leider. Werde wohl nicht weiterlesen.
- Erin Watt
Paper Princess
(2.285)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniNach dem Tod ihrer Mutter steht Ella plötzlich ganz allein da. Alles, was sie über ihren Vater weiß, ist sein Name: Steve. Was sie jedoch nicht ahnt: Er war ein erfolgreicher Unternehmer. Als auch er stirbt, macht sich sein bester Freund Callum auf die Suche nach ihr. Doch was Ella nicht kommen sieht: Das Leben unter einem Dach mit seinen fünf Söhnen wirbelt alles durcheinander ... besonders ihre Gefühle für Reed werden zur echten Herausforderung.
Ehrlich gesagt: Das Cover hätte mich allein nicht zum Kauf bewegt, aber der Klappentext klang so spannend, dass ich dem Buch eine Chance geben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist super flüssig, emotional und bildhaft. Ich konnte mich richtig gut in die Charaktere hineinfühlen.
Ella hat mich total beeindruckt. Sie ist wahnsinnig stark, musste viel zu früh Verantwortung übernehmen und hat alles getan, um sich und ihre kranke Mutter über Wasser zu halte ... sogar als Stripperin gearbeitet. Ich liebe, wie schlagfertig sie ist, besonders gegenüber Callums Jungs. Ihre Stärke, ihr Humor, ihre Haltung. Sie war mir sofort sympathisch. Und doch ist da auch diese weiche, verletzliche Seite, die sie bei Reed zeigt. Was zwischen den beiden entsteht, ist intensiv, aber auch kompliziert. Und dann diese Wendung... sie hat mir wirklich das Herz gebrochen.
Reed! Callums zweitältester Sohn, ist der klassische Bad Boy: attraktiv, kühl, unnahbar. Er sieht in Ella anfangs nur eine Störquelle, jemand, der seine Familie auseinanderbringen könnte. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr knistert es. Und das schon von der ersten Begegnung an. Ihre ständigen Reibereien, das gegenseitige Necken... ich hab’s geliebt. Und wenn sie sich dann doch mal näherkommen .. wow.
Auch die Freundschaft zu Valerie war für mich ein Highlight. Sie gibt Ella Rückhalt in dieser versnobten High-Society-Welt, und die beiden zusammen sind einfach unschlagbar. Schön zu sehen war auch, wie Easton gegen Ende zu einer wichtigen Bezugsperson für Ella wurde.
Und dann kam das Ende! Und ich saß mit offenem Mund da. So ein Cliffhanger! Ich hab das Buch in Rekordzeit verschlungen und Teil zwei liegt schon bereit. Ich hoffe so sehr, dass die Geschichte genauso fesselnd weitergeht! - Jennifer Lynn Barnes
The Inheritance Games
(836)Aktuelle Rezension von: seitengewitterIch habe mich riesig auf The Inheritance Games gefreut. Durch den ganzen Hype waren meine Erwartungen allerdings auch entsprechend hoch und genau das wurde dem Buch am Ende leider ein wenig zum Verhängnis.
Der Schreibstil von Jennifer Lynn Barnes hat mir wirklich gut gefallen. Die Kapitel haben für mich die perfekte Länge und man kommt unglaublich schnell durch die Geschichte. Dadurch hatte das Buch ein angenehmes Lesetempo und ließ sich kaum aus der Hand legen.
Die Grundidee rund um das geheimnisvolle Erbe und die Rätsel fand ich richtig spannend und originell. Trotzdem hatte ich über weite Strecken Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Irgendetwas hat mir gefehlt, um mich komplett zu packen und emotional mitzunehmen.
Auch die Charaktere konnten mich leider nicht vollständig überzeugen. Sie waren nicht schlecht, haben bei mir aber auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. An einigen Stellen lag mir der Fokus zudem etwas zu sehr auf dem Aussehen einzelner Figuren, während sich andere Szenen für meinen Geschmack etwas gezogen haben.
Das Ende war für mich leider ziemlich vorhersehbar. Dafür konnten mich die letzten Seiten insgesamt wieder etwas mehr überzeugen und haben mein Interesse an der Reihe aufrechterhalten.
Insgesamt ist The Inheritance Games für mich definitiv kein schlechtes Buch. Der Hype hat meine Erwartungen vermutlich einfach etwas zu hoch angesetzt.
Band 2 und Band 3 habe ich inzwischen ebenfalls gelesen und ob sich meine Meinung zur Reihe noch geändert hat, erfahrt ihr in der nächsten Zeit.
🌩️ Bei diesem Buch zieht ein Gewitter auf für alle, die Rätsel, Familiengeheimnisse, mysteriöse Erbschaften und spannende Jugend-Fantasy mit einem Hauch Romance mögen. - Scarlett St. Clair
A Touch of Darkness
(586)Aktuelle Rezension von: SabrysbluntbooksIch hatte mich auf das Buch gefreut, vor allem weil wir es als Buddy Read lesen wollten. Leider musste ich für mich relativ schnell feststellen, dass das Buch einfach nicht meinen Geschmack trifft...
Die Idee rund um die griechischen Götter und die moderne Interpretation der Mythologie fand ich tatsächlich spannend. Das war auch der Grund, warum ich weiterlesen wollte, und wegen dem Buddyread... Leider konnten mich die Figuren überhaupt nicht überzeugen.
Persephone wirkte auf mich sehr naiv und oft ziemlich unbeholfen. Besonders ihre ständigen Erröten-Momente und ihre Reaktionen auf Hades haben mich irgendwann nur noch genervt. Statt echter Chemie zwischen den beiden hatte ich häufig das Gefühl, dass ihre Anziehung sehr oberflächlich dargestellt wird. Mir hat die tiefe gefehlt.
Ich hatte leider auch mit dem Schreibstil meine mühe... zum einen ist es in der Erzählerperspektive und zum anderen hat es für mich gestockt... ich habe es noch mit dem Hörbuch probiert, leider hing auch das nicht...
Deswegen breche ich das Buch bereits nach ca.15% ab. Es war leider nicht meins...
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.241)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Olivie Blake
The Atlas Six
(407)Aktuelle Rezension von: EllisbookshelfNach allem was ich über dieses Buch vorher wusste, dachte ich es werden 5 Sterne. Jetzt bin ich ein bisschen enttäuscht, auch wenn es wirklich nicht schlecht war. Ich glaube durch die mehr als 6 POVs konnte ich die einzelnen Charaktere einfach nicht so gut kennenlernen, wie ich es gerne gehabt hätte Und ich glaube das liegt auch an dem Schreibstil, der so verschlüsselt war, dass man nichts Direktes über die einzelnen mcs herausfinden konnte. Das fand ich super schade und hat mich glaube ich daran gehindert eine wirklich Verbindung zu irgendwem aufzubauen, auch wenn ich das wirklich wollte, weil ich ja so viel Hoffnung hatte. Nochmal das Buch war nicht schlecht. Das akademische Setting, die Grundidee der intellektuell überlegenden Elite, das Gefühl man ist da jetzt irgendwie Teil von… das hat mir alles echt gut gefallen, aber ich hab mir halt eine found family gewünscht und die absolut nicht bekommen.
- Stephanie Garber
Legendary
(478)Aktuelle Rezension von: EllisbookshelfGott ich liebe diese Reihe! Tella ist wirklich wirklich bad a** und ich mag total, dass sie nicht fehlerfrei ist, sondern man einige ihrer Entscheidungen als LeserIn auch ehrlich kritisch sehen kann. Das macht sie unfassbar menschlich und sympathisch. Wie auch schon bei Caraval, bin ich ein großer großer Fan des Schreibstils und der whimsical Magie in diesem Buch. Caraval an sich ist so magisch… ich wünschte ich könnte noch die Bücher zu allen Caravals davor lesen. Ich würde aber eher ungerne mitmachen wollen und wenn dann nur als eine von Legends Schauspielerinnen. Oh und ich wurde leider gespoilert wer Legend ist, aber es hat das Buch wirklich nicht weniger spannend gemacht und das will was heißen, da das schon einer der Hauptplottwists war.
- Freida McFadden
Sie kann dich hören
(654)Aktuelle Rezension von: Jessi123Sie wird dich hören ist ein spannender Psychothriller mit einer interessanten Grundidee. Die Geschichte um Millie, die als Hausmädchen in einem luxuriösen Penthouse arbeitet und ein geheimnisvolles Zimmer nicht betreten darf, sorgt von Anfang an für Neugier. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und man möchte wissen, was sich hinter der verschlossenen Tür verbirgt.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Besonders die Spannung wird gut aufgebaut, auch wenn sich die Handlung zwischendurch etwas zieht. Manche Wendungen sind überraschend, andere dagegen wirken etwas vorhersehbar.
Die Figuren sind insgesamt gut dargestellt, allerdings hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und Hintergrundinformationen gewünscht. Trotzdem schafft es das Buch, bis zum Ende das Interesse aufrechtzuerhalten.
Fazit: Sie wird dich hören ist ein solider Thriller mit einer spannenden Idee und einigen überraschenden Momenten. Zwar hat mich das Buch nicht vollständig begeistert, aber es war unterhaltsam und lesenswert. Für Fans von Psychothrillern ist es eine gute Wahl.
- Juli Zeh
Spieltrieb
(428)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDie 28. Auflage dieses erstmals 2004 erschienen Roman von Juli Zeh sprechen eine eindeutige Sprache: Das Buch ist ein literarischer Leckerbissen – immer noch. Und wird es in seinen grundsätzlichen Aussagen über das Menschsein und sein Ringen um den Sinn des Lebens auch bleiben.
Das Leben als Spielball der Evolution zu betrachten ist landläufige Praxis. Zumal dieser epochale Begriff inzwischen seinen Zusatz „-Theorie“ verloren hat und daher als gesichertes Wissen gilt. Allerdings gelten diese Mechanismen nicht für das Zusammenleben der Menschen, die nach wie vor um Wahrheit, Wirklichkeit und Gerechtigkeit ringen, um nur drei der wichtigsten Sehnsuchtsziele zu nennen. Wie schwankend dieses Fundament ist, wird in diesem phänomenalen Buch bis „aufs Blut“ seziert und den Leser:innen in oft schwer verdaulichen Brocken präsentiert. Welche Rolle dabei Herkunft und Umfeld spielen, werden hier eindrücklich geschildert, ebenso die Möglichkeiten, durch Entscheidungen, das Leben (bewusst) in unvorhergesehene Bahnen zu lenken. Und wenn das Ringen um Wirklichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit zu einem Spiel mutiert, um tiefere Einblicke oder andere Erkenntnisse zu ermöglichen, dann nimmt diese Auseinandersetzung eine qualitative Hürde, in der so manches Oberseminar Honig saugen kann – und zwar aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen, beginnend mit Philosophie, Politik (Historie) und Rechtkunde und lange noch nicht endend bei den psycho-sozialen Fächern. Was hier die drei Protagonisten „spielerisch“ bewältigen, ist die hohe Kunst eines fächerübergreifenden Diskurses, auf der Grundlage eines „Spiels“, das unter die Haut geht.
Dieses Buch quillt über vor lauter kluger Sätze, nachdenkenswerte, inspierierende, ja, auch tieftraurige Sätze, die nicht nur schillern, sondern auch Gefühle mobilisieren und den Intellekt herausfordern: „Zeit ist das Einzige, was dem Menschen fehlt […] Darüber hinaus gibt es nur Simulationen von Besitz, sei es an Gefühlen, Schönheit oder Geld.“ Zeit braucht man für dieses Buch, immerhin ist es knapp 570 Seiten stark. Die Zeit dafür ist nicht verschwendet – versprochen …
(28.6.2026)
- Isabel Abedi
Isola
(1.647)Aktuelle Rezension von: BiblioJess(Ich hab die alte Ausgabe gelesen)
12 Jugendliche auf einer einsamen Insel. Vor Ort sollen sie Darstellende eines Filmprojekts sein, vollkommen auf sich allein gestellt, ohne Skript. Doch ein vorgegebenes Spiel, das zunächst harmlos wirkt, nimmt schon bald unerwartete Wendungen, die alle in Gefahr bringen.
Ich war sehr neugierig auf »Isola«, nachdem ich als Jugendliche ein anderes Buch der Autorin geliebt habe. Aber ich weiß auch nicht. Die Idee an sich ist wirklich cool und definitiv nicht uninteressant umgesetzt! Ich mochte zum Beispiel die atmosphärischen Beschreibungen der Autorin sehr, sie schafft eine gute Stimmung.Aber die Handlung war doch weniger spektakulär als erwartet und die "Liebesgeschichte" sehr seltsam und aus dem Nichts (aber ich bin vielleicht einfach zu alt). Dazu ist aber das Buch auch echt schlecht gealtert (es ist von 2007). Die unfassbar klischee- und schablonenhaften Charaktere ohne Tiefe sind das eine. Aber die teils diskriminierenden und rassistsichen Begriffe und Umschreibungen nochmal was ganz anderes. Letzters soll in den neusten Auflagen wohl geändert worden sein , aber auch erst 2023.
War insgesamt einfach nichts, schade.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Cursed Child
(821)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdDas Skript setzt genau dort an, wo der Epilog von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" aufhört. Harry und Co. schaffen ihre Kinder zum Hogwarts Express. Für Albus Severus Potter ist es sein erstes Jahr. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit kommt der jedoch nach Slytherin und freundet sich mit Scorpius Malfoy, dem Sohn von Harry einstigen Erzrevalen Draco an. Die Jahre vergehen und während Albus von Gryffindors und Slytherins gleichermaßen gehänselt wird, weil er so gar nicht nach seinem Vater kommt halten sich hartnäckig Gerüchte Scorpius sei in Wirklichkeit das Kind von Lord Voldemort, die ihm das Leben zur Hölle machen. Die Jahre vergehen und beide Jungs entfremden sich immer mehr von ihren Vätern. In Albus und Scopius dritten leidgeplagten Jahr in Hogwarts sorgen die familiären Zwiste schließlich dafür, dass die beiden Jungs auf die wahnwitzige Idee einer Zeitreise kommen. Und es geht schief, was nur schief gehen kann.
Als Doctor Who Folge wäre das Theaterstück vermutlich ein großer Spaß, als ernsthafter Beitrag zum HP-Universum ist das jedoch so trashig und fanfictinös, dass es so manchen Fan wohl eher zum weinen bringt. Was schade ist, denn es hat einige interessante Ansätze wie die paralell laufenden Vater-Sohn-Beziehungen von Harry und Draco, die beide Elternteile beinahe maximal verpfuschen, weil sie ihre Kindern gern zu etwas machen würden, was sie nicht sind. Das Skript hat seine größten Momente in diesen charakterstarken Augenblicken. Das große Problem ist die ganze Zeitreise-Story drumherum, die man einfach nur als absolut hirnrissig beschreiben kann. Hier macht absolut nichts Sinn und die Auflösung der vielen Zeitreise-Paradoxas ist einfach nur maximal bekloppt (Delphi!) und zu großen Teilen komplett Out of Character. Das ist schade, denn als Charakterdrama über das Erwachsenwerden hätte das richtig toll sein können. Selbst für so einen Band-7-Epilog-Verächter wie mich, der bei den Kevinismus-Namen selbst 15 Jahre nach erscheinen des letzten HP-Bands immer noch lachen muss.
So bin ich hin und hergerissen zwischen den Figuren mit all ihrem Potential und der komplett bescheuerten Hauptsstory, die ich nicht eine Sekunde ernst nehmen konnte. Unterschwellig habe ich immer darauf gewartet, dass endlich mal die blaue Telefonzelle erscheint. Dieses Zeitreisechaos kann einzig der Doctor noch vernünftig erklären. Muss ich also doch noch mein Harry-Potter-Doctor-Who-Crossover schreiben. Alles andere wäre unlogisch. - Jennifer Lynn Barnes
The Inheritance Games – Der letzte Schachzug
(338)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffEnthält Spoiler für die gesamten Bücher
Ich liebe diese Reihe. Wirklich. Band 1 habe ich erst seit einer Woche beendet und trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihn rereaden und annotieren werde und das mache ich sonst wirklich nie. Diese Bücher haben in mir eine Liebe für ein komplett neues Genre geweckt, und ich bin immer noch nicht bereit, diese Welt loszulassen. Ich liebe die Rätsel, die Geheimnisse, die Enthüllungen und dieses ständige Gefühl, dass hinter jeder Antwort direkt drei neue Fragen warten. Alles, was man im Laufe der Reihe erfährt, ist einfach krass. Und endlich haben wir mal eine Protagonistin, die nicht nur als schlau beschrieben wird, sondern es auch wirklich ist. Avery denkt mit, kombiniert, handelt klug und lässt sich nicht einfach durch die Handlung tragen. Besonders liebe ich die Dynamik zwischen Avery und Jameson. Die beiden sind für mich einfach alles. Ihre Gespräche, ihre Spannung, ihre Art miteinander umzugehen ich habe jede einzelne Szene von ihnen geliebt. Das Liebesdreieck mit Avery, Jameson und Grayson kam mir allerdings etwas gezwungen vor. Zwischen Grayson und Avery habe ich persönlich nie wirklich Chemie gespürt. Da es aber nicht der Hauptfokus der Geschichte war, hat es mich nicht allzu sehr gestört. Was ich etwas schade finde, ist, dass einige Charaktere über die drei Bücher hinweg zu kurz kommen. Nash, Nan, Libby, Max, Skye und Zara hätten für mich gerne mehr Raum bekommen dürfen. Der Fokus liegt sehr stark auf Avery, Jameson, Grayson und teilweise Xander, was natürlich Sinn ergibt aber bei so vielen interessanten Figuren fühlt es sich trotzdem an, als wäre noch mehr möglich gewesen. Trotzdem habe ich auch die Nebencharaktere geliebt. Aisha und Oren zum Beispiel haben für mich jede Szene besser gemacht, in der sie vorkamen. Für mich ist The Inheritance Games eine absolute Lieblingsreihe und das heißt wirklich etwas. Jedes einzelne Buch war einfach nur wow. Spannend, clever, emotional und so süchtig machend, dass ich am liebsten sofort wieder von vorne anfangen würde.
Und jetzt freue ich mich schon unglaublich auf The Grandest Game. 🥺🖤
- J. S. Wonda
Very Bad Choice
(239)Aktuelle Rezension von: booook_ishpuh die letzte halbe stunde hatte es wirklich in sich. 😩💞
für mich ist das gerade ein reread, weil jetzt bald der letzte band 'very bad queen' erscheint & ich vorher nochmal alles hören wollte - & ich liebs fast noch mehr als beim 1. mal. die dynamik zwischen den kings & mable, aber auch teilweise den nebencharakteren ist so spannend & tensionreich. ich kann ehrlich gesagt kaum aufhören & werd gleich direkt mit band 5 weitermachen.
was sich aber nicht geändert hat, ist mein herz für sylvian. er ist und bleibt einfach mein fave, deswegen fand ichs so schön, dass er in diesem band wieder so viel showtime hatte. 🥹🤞🏼💞
zum plot kann ich nicht so viel sagen, weils spoilern würde, aber sowohl der plot, als auch die charaktere fesseln einen an die geschichte.
janes schreibstil trägt aber auch seeehr dazu bei, weil auch der einfach nur spanned ist.
weiss gar nicht, was ich sonst noch dazu sagen soll, weil ichs wieder so geliebt hab. 😂💞
die reihe lohnt sich mMn wirklich sehr. jede*r charakter*in ist anders, jede*r hat seine gestörten und seine liebevollen seiten. ja, ist toxisch, aber ich persönlich kann das gut auseinanderhalten, deswegen macht es das ganze für mich nichts ausser spannend. 💞
all in all also kann ich also nichts anderes sagen, als: ich freu mich drauf, die weiteren bände nochmal zu hören💞
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.111)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.























