Bücher mit dem Tag "spielsucht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spielsucht" gekennzeichnet haben.

116 Bücher

  1. Cover des Buches Der Sohn (ISBN: 9783548287782)
    Jo Nesbø

    Der Sohn

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Zirbi

    Anhand des Klapptextes hatte ich mir viel mehr versprochen. Leider war das Buch sehr zäh und langatmig. Mir fehlte es an fast allen Stellen an Spannung. Im Buch waren meine Meinung nach viel zu viele Personen, verschiedene Perspektiven und leider auch sehr viele unnötige Ausführungen. Immer wieder wurden Szenen seitenweise beschrieben, die meiner Ansicht nach unnötig und für die Geschichte unrelevant waren.

  2. Cover des Buches The Music of What Happens (ISBN: 9783846601136)
    Bill Konigsberg

    The Music of What Happens

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Liddl

    Kurzmeinung: 3 Sterne. Für mich etwas zu viele ernste Themen, die deutsche Fassung war voller Rechtschreibfehler. Wer kann und es lesen möchte: lieber auf Englisch.

    Längere Fassung:

    *Seufz*. Nun gut. Hier ist also ein LGBTQ+ Buch, was sogar Own-Voice ist. Und es ist auch nicht schlecht, aber eben auch nicht herausragend. Während ich bei anderen richtig mitfiebere, fühlte ich mich hier von Themen überrant und fühlte mich von Rechtschreibfehlern noch überannteter (ihr wisst schon, gesteigerte Form, auch wenn es die da gar nicht gibt).


    In dem Buch geht es um Max und Jordan, zwei völlig verschiedene Typen. Während Max mit seinen Kumpels gerne zockt und aktiv Sport treibt ist Jordan eher der ruhigere Typ, schreibt gerne Gedichte und versucht einfach durchs Leben zu kommen. Geldprobleme zwingen Jordan dazu den alten Food-Truck seines Vaters wieder in Betrieb zu nehmen, und weil Max den Sommer über im Büro seiner Mutter arbeiten soll (worauf er wenig Lust hat) schließt er sich Jordan im Food-Truck an.
    Dabei geht so einiges schief und die beiden lösen zusammen Probleme, was auch für eine "gewisse" Annäherung sorgt.

    Während ich diesen Aspekt wirklich süß fand, nervten mich die ganzen Dramen drum herum aber enorm. Angefangen hat das mit den Stereotypen:
    1) Jordan ist schwul und hat zwei beste Freundinnen. Bei denen hatte ich aber mehr das Gefühl, dass sie ihren "schwulen besten Freund" nur haben, damit sie mit diesem angeben konnten. Dabei erinnerten mich die zwei auch unsagbar an die Mean Girls aus besagten Film. Recht oberflächlich. Jordan nennt die zwei auch noch seine "Ehefrauen".
    2) Max, der coole, beliebte, sportliche Junge mit seinen zwei besten Kumpels realisiert irgendwann, dass die Freundschaft überhaupt nicht tief ist und sie zusammen eigentlich nur Zeit totschlagen. 

    Das Sahnehäubchen waren die Fehler im Buch.

    Ich verstehe ja, dass in Bücher immer irgendwo ein Tipp/-Schreibfehler vorkommt. Aber das Buch hat es auf die Spitze getrieben. Da habe ich mich echt gefragt, ob dort der Rechtschreibkorrektur ausgeschaltet war.
    Zwischen "sechszehn" (wo ich mich kurz gefragt habe, ob ich jetzt ganz bescheuert bin und mich gefragt habe, wie man diese Zahl schreibt) und  eine abstruse Schreibweise von der Mehrzahl von Kaktus fanden sich noch mehr Fehler.

    Irgendwie ist diese Rezension ins negative ausgeartet. Mich hat sogar noch mehr gestört, aber Spoiler. 

    Alles in allem also:
    Die Geschichte ist irgendwie süß. Ich mochte tatsächlich den Charakter Max (und seine Mutter) total gerne, dafür mochte ich Jordan eher weniger.
    Die Themen sind teilweise viel zu viel und auch zu intensiv, dafür dass es sich um eine Romanze handeln soll. Ich würde eher zur englischen Originalfassung greifen.

    Contentwarnung (Achtung Spoiler!):
    - Spielsucht
    - Geldprobleme
    - Vergewaltigung

    - mentale Probleme

  3. Cover des Buches Die Maske der Gewalt (ISBN: 9782919804139)
    Jennifer B. Wind

    Die Maske der Gewalt

     (72)
    Aktuelle Rezension von: abendsternchen

    Anfang des Jahres hab ich die Maske der Gewalt beendet und ich fand das Buch sehr gut.


    Der Klappentext des Buches gibt euch einen kleinen Einblick in das Buch, so dass ich euch hier nichts weiter zum Inhalt schreibe. Alles weitere wäre Spoiler und das wollen wir doch nicht.


    Allein das Cover hat mir schon gefallen, der wolkenbehangene Himmel, das Zirkuszelt dazu. Beides zusammen erzeugt hier schon eine getrübte Stimmung.


    Da ich von der Autorin zuvor noch nichts anderes gelesen habe, war mir ihr Schreibstil bis dato auch nicht bekannt. Aber ich kann sagen das dieser mir gefallen hat. Das Buch Die Maske der Gewalt ließ sich sehr gut lesen. Die Kapitel wechselten zwischen den Protagonisten und auch zum Täter bekam man kurze Einblicke. Auch waren die Kapitel nicht zu lang gehalten, so das es recht angenehm war. Man kam sehr gut voran und es lies sich recht gut und einfach lesen.


    Auch haben die Protagonisten mir gefallen. Richard Schwarz, ein Mann der recht allein lebt, war mir doch recht sympathisch. Seine Beweggründe und Handlungen waren für mich nachvollziehbar.


    Theres kam mir am Anfang ein wenig wirr herüber. Was sicherlich auch mit ihrer Krankheit zusammenhängt. Dennoch konnte man sie irgendwie mögen. Ich bin gespannt was man über sie in Band 2 noch lesen wird.


    Als Triggerwarnung kann man hier häusliche Gewalt und auch das Thema Sucht mitgeben. Hier liefert die Autorin am Ende ihres Buches, ein paar Anlaufstellen für betroffene mit.

    Für mich war die Maske der Gewalt ein rundum gelungener Thriller mit dem ich spannende Lesestunden hatte. Ich freu mich jetzt darauf mit Band 2 fortzufahren. Denn seid euch sicher, mit Ende von Band 1 solltet ihr Band 2 bereits parat liegen haben.


  4. Cover des Buches Paper Prince (ISBN: 9783492060721)
    Erin Watt

    Paper Prince

     (1.486)
    Aktuelle Rezension von: nayezi

    Wieder überzeugte Erin Watt mich vollkommen, mit ihrem Schriebstil und ihrer Herausarbeitung der Charaktere. Der Teil ist direkt an das Ende des 2. Bandes angeschlossen und hat dieses Mal auch die Sicht von Reed gezeigt, was recht interessant und unterhaltsam war. Auch am Ende dieses Bandes gab es einen Cliffhanger, der einen interessiert zurücklässt, sodass man gleich den nächsten Teil lesen möchte.

    Der Einzige wirkliche minus Punkt war für mich diese Aussage im Buch:

    Eine Orfeige ist die Waffe eines Mädchens, kein Kampf zwischen Männern. (S. 69 Z. 8 & 9)

    Persönlich ist dies für mich recht sexistisch rüber gekommen. Schließlich sind sehr wohl auch Frauen in der Lage sich anders zu verteidigen. Zudem stellt dies es so dar, als dass jemand nur männlich ist, wenn er mit seiner Faust zu schlägt, was meiner Meinung nach einfach nur toxische Männlichkeit ist. Klar, es ist in dem Zusammenhang der Geschichte eine effektive Beleidigung gewesen, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass dies nicht einfach so stehen gelassen wird. 


  5. Cover des Buches Die Maschen des Schicksals (ISBN: 9783956496523)
    Debbie Macomber

    Die Maschen des Schicksals

     (28)
    Aktuelle Rezension von: InaRom

    Dies ist der zweite Band einer Buchreihe, wobei es nicht notwendig ist Band eins zu kennen, da jedes Buch seine eigene abgeschlossene Geschichte hat.

    Kurzer Inhalt:

    Die Besitzerin eines Wollgeschäftes namens Lydia bietet einen Socken-Strickkurs an. Drei Frauen, Elise - eine Dame im Ruhestand, Bethanne - eine unglückliche Ehefrau und Courtney - eine Schülerin mit Teenagerproblemen werden von ihren Verwandten überredet an diesem Strickkurs teilzunehmen, um auf andere Gedanken zu kommen, denn jede Teilnehmerin hat mit einem anderen Problem zu kämpfen. Auch Lydia ist nicht frei von Sorgen. Beim gemeinsamen Stricken in der gemütlichen Atmosphäre gelingt es den Frauen gemeinsam über ihre Probleme zu sprechen und diese in naher Zukunft auch zu lösen. 

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig. Die Kapitel sind sehr gut zu lesen, da sich jedes einzelne einer dieser vier Protagonistinnen widmet. Ich lese zwischendurch sehr, sehr gerne solche entspannenden Bücher. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, da mich manch anderes Buch mehr berührt hat. Aber ich liebe diese Bücher, wenn es wieder einmal an der Zeit ist, der Hektik des Alltages zu entkommen!!!

    Lustig: Am Buchende findet man die echte Strickanleitung für Socken!

  6. Cover des Buches London Killing (ISBN: 9783453437173)
    Oliver Harris

    London Killing

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Nick Belsey ist auf der Verliererstraße ganz Unten angelangt, doch plötzlich bekommt er die Gelegenheit noch einmal ganz von Vorne an zu fangen.
    Alles läuft eigentlich gut für Ihn, nur sein "innerer Polizist" kann nicht aufhören zu arbeiten. Er findet immer mehr Ungereimtheiten und verbeißt sich immer mehr in einen Fall, der Ihn, statt in ein neues Leben zu bringen, immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption, Lügen und Finanzschwindel zieht.

    Die Geschichte läuft bis etwa S.160 relativ ruhig ab, man lernt den Protagonisten sehr genau kennen - versteht sogar seine Beweggründe. Ich persönlich finde die Geschichte enttäuschend. Sie fängt nicht uninteressant an. zieht sich dann dahin, die Hauptfigur kann auch nicht recht überzeugen.

  7. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (488)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Man begleitet Theo, ab seinem 13. Lebensjahr. Und manchmal möchte man ihn packen und davon abhalten, was er wieder für blödsinnige und gefährliche Dinge anstellt. Aber er tut es trotzdem. Und gerade deshalb ist die Entwicklung des Jungen zum Mann einerseits so nachvollziehbar und logisch, andererseits so unmöglich und schon fast surreal.

    Wunderschön zu lesen, wenn man sich auf die detailreiche Beschreibungen einlässt. Großes Kino!

  8. Cover des Buches Die Farbe des Himmels (ISBN: 9783961481095)
    Britt Reißmann

    Die Farbe des Himmels

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Dick94

    Es waren leider sehr viele Rechtschreibfehler vorhanden.

    Was ich sehr störend fand, dass oft  zwischen Hochdeutsch und Dialekt gewechselt wurde.

    Leider wurde es erst am Ende der Geschichte spannend, daher  kämpfte ich mich durch 3/4 des Buches. (Wollte zwischendurch sogar aufhören.)

    Von mir bekommt das Buch 1 von 5 Sternen da die Handlung nicht so schlecht war.


  9. Cover des Buches Raw Love - Gegen alles, was war (ISBN: 9783736309302)
    Cherrie Lynn

    Raw Love - Gegen alles, was war

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Maass

    Schon die ersten beiden Larson Brüder haben mich verzaubert! So war mir klar, dass ich auch die Geschichte von Damien lesen möchte! Er war in den ersten beiden Teil schon gegenwärtig, doch hat man ihn nie richtig kennen gelernt so das er etwas geheimnisvolles hat.

    Die Grundlage auf der die Beziehung von Damien und Emma aufbaut, ist schon recht speziell und man kann darüber geteilter Meinung sein. Dennoch fand ich es spannend und unterhaltsam die Entwicklungen zwischen den beiden zu verfolgen. Ich konnte als Leser die Anziehung zwischen den beiden spüren und habe das beim Lesen wirklich genossen. Jedoch fand ich das der erotische Teil manchmal ein bisschen überhandgenommen hat, ich hätte mir dann lieber das ein oder andere Gespräch zwischen den beiden gewünscht. Trotzdem fand ich die Entwicklungen glaubhaft, auch wenn sie vorhersehbar waren.

    Die beiden Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und waren mir wirklich sympathisch. Damien ist recht geheimnisvoll und daher schwer zu durchschauen. Aber genau das übt eine gewisse Anziehung aus und macht ihn noch interessanter! Bei Emma merkt man wie wichtig ihr ihre Familie ist, und das sie alles für diese tun würde. Nur deswegen gerät sie auch in diesen Strudel der Gefühle. Zusammen harmonieren die beiden für mich wundervoll. Dies liegt aber auch an der Autorin! Cerrie Lynn schafft es immer wieder mich an ihre Bücher zu fesseln und interessante Charaktere zu erschaffen. Ihr Schreibstil sorgt dafür das die Seiten nur so an einem vorbeifliegen und man gar nicht merkt das man schon am Ende ist.

     


  10. Cover des Buches Hypnose (ISBN: 9783453436367)
    Sina Beerwald

    Hypnose

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Buderballa
    Ein sehr spannendes Buch, bei dem jeder der böse hätte sein können. Konnte ich sehr schlecht aus der Hand legen
  11. Cover des Buches Mehr als mein Herz (ISBN: 9783865919359)
    Chris Fabry

    Mehr als mein Herz

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter
    Meine Meinung zum Buch: Mehr als mein Herz.

    Ein Buch was zum nachdenken anregt, das mitfiebern lässt und einem vor Staunen den Mund offen stehen lässt.
    Es fordert den Leser heraus, über das Thema "Todesstrafe" mehr als bisher nach zu denken. 

    Eigentlich ist der Journalist Truman am Ende. Seine Ehe ist an einem Punkt angelangt wo nur noch ein echtes Wunder den Zerbruch aufhalten kann.
    Truman muss lernen, nicht mehr weg zu laufen. Da fällt seiner Frau ein echt guter Gedanke ein. Doch wie wird Truman damit umgehen, wenn er es herausfindet, dass alles anders ist, als gedacht?
    Und dann macht auch noch seine Tochter einen sehr gewagten und lebensgefährlichen Schritt um ihrem Vater zu helfen, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

    Obwohl die ganze Lebenssituation dieser Familie ein einziges auf dem Glatteis laufen ist, schafft es Chris mir in diesem Buch starke Persönlichkeiten aufzuzeigen.

    Chris Fabry packt in seinen Roman starke Gefühle. Hoffnung aber auch Bangen. Er stellt klar, dass es nicht nur schwarz weiß gibt sondern viele Nuancen dazwischen. Auch wie er das Thema "Glauben" im Buch behandelt, finde ich authentisch, und nicht überladen oder überzogen. Nein, selbst Zweifel haben in diesem Buch Platz und bringen somit die ganze Geschichte oftmals noch mal in eine andere Richtung als zuerst vermutet.

    Einziges Manko für mich war, dass die Geschichte sich bis über die Hälfte erst einmal ziemlich gezogen hat, und sich dann Ereignis über Ereignis überschlagen hat. Und das es mehrere Erzähl-Formen im Buch gegeben hat, die sich dann wieder gedreht haben. Z.B. erst spricht Truman mich als Leserin an (Zumindest wirkte es so) dann war das aber auf einmal nicht mehr vorhanden. Sondern ich musste ich mich anders in die Geschichte hinein denken.

    Deswegen gibt es nur 4 Sterne. 

    Fazit:
    Ein Buch, das mich noch mal über das Thema Todesstrafe nachdenken lässt. Verpackt in einer spannenden Handlung.
    .
  12. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (603)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Im beschaulichen Castle Rock eröffnet ein neuer Laden, der etwas seltsame, ältere Inhaber nennt sich Leland Gaunt. "Needful Things" soll der Laden heißen. Die Bewohner der Kleinstadt könnten gespannter nicht sein und lassen sich nicht lange bitten. Es heißt man kann dort alles bekommen, was das Herz begehrt und Mr. Gaunt kenne die verborgensten Sehnsüchte und Schwächen eines jeden Besuchers. Er habe wovon man schon immer geträumt habe. Doch es wird sich bald herausstellen, dass die im Laden angebotenen Gegenstände ihren ganz eigenen Preis haben. Und so versinkt die Stadt nach und nach in Dunkelheit.. 

    King erzählt sehr spannend, trotz mitunter ausschweifender Passagen, und ist ein Meister des perfiden Plots. Er schafft es eine sich stetig beklemmendere Atmosphäre zu erschaffen und den Leser bei Stange zu halten. Trotz der Vielzahl an Akteuren werden diese sehr detailliert, komplex und glaubwürdig gezeichnet. Das Ende tritt etwas überhastet ein, belässt den Leser mit seinen Eindrücken. Sehr zu empfehlen! 

  13. Cover des Buches Einer flog über die Vogelsburg (ISBN: 9783740806583)
    Anja Mäderer

    Einer flog über die Vogelsburg

     (16)
    Aktuelle Rezension von: PiaOConnell

    In diesem ungewöhnlichen Krimi hat Anja Mäderer eine herrlich skurrile Truppe geschaffen. 

    Will Klien, der sich auf der Vogelburg befindet um seine Zwangsstörung behandeln zu lassen ist ein außergewöhnlich einfühlsam beschriebener Charakter. Er und seine Genossen aus der Therapie-Gruppe der „Zwängler“, haben sich vorgenommen den Mord an ihrem beliebten Therapeuten aufzuklären. Als eine Mitpatientin im Schwimmbad ermordet wird und ein anderer Patient Morddrohungen erhält läuft die „Zwängler“ Task Force zu ungeahnten Höhen auf.

    Berührend, einfühlsam und humorvoll werden die Charaktere in der fiktiven psychosomatischen Klinik „Vogelsburg“ beschrieben. Auch die herrliche Gegend im fränkischen Weinland kommt dabei nicht zu kurz. 

    Unbedingte Leseempfehlung! Anja Mäderer ist eine temporeiche, vergnügliche Kriminalgeschichte gelungen, die ich sehr gerne weiterempfehle.  

  14. Cover des Buches Die Todeskarte: Ein Finnland-Kurzkrimi (ISBN: 9783743803886)
    Kerstin Sjöberg

    Die Todeskarte: Ein Finnland-Kurzkrimi

     (16)
    Aktuelle Rezension von: leoseine

    Meine Meinung zum Cover:

    Sehr interessantes Cover finde ich. Es lässt meine Fantasie freien lauf und ich kann knobeln wie die Story so ist.

    Meine Meinung zum Buch:

    Den zweiten Band „Besessen“ fand ich schon klasse, also entschied ich mich auch dieses Buch „Todeskarte“ zu lesen und ich habe es nicht bereut. 

    Wieder einmal wurde ich von dem Krimi gepackt und las es superschnell durch. Es fehlte an nichts. Die Spannung begann gleich auf der ersten Seite und endete bei der letzten Seite. 

    Ich liebe Krimis und das ist immer wieder ein Genuss und genau das richtige für zwischendurch. Auch hier ist der Schreibstil sehr locker und fließend gewesen. 

    Dieser Kurzkrimi kann ich nur empfehlen für zwischendurch.

    Mein Fazit:

    Toller Kurzkrimi für zwischendurch und empfehlenswert. Nach „Besessen“ las ich dieses Buch und wurde wieder nicht enttäuscht. Es ist genauso klasse wie Band 2.

  15. Cover des Buches Die Sau ist tot (ISBN: 9783954514618)
    Rudolf Jagusch

    Die Sau ist tot

     (31)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Klaus sitzt in U-Haft und bittet seinen Freund, seine Verteidigung zu übernehmen. Er schildert ihm, was ihn dazu gebracht hat, seinen Schwiegervater zu ermorden und den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen. Die Abgründe, die sich auftun, sind erschreckend und man kann Klaus sehr gut verstehen, ja, man fragt sich, ob einem selbst eine andere Lösung eingefallen wäre.

    Anfangs tat ich mich mit den hölzernen, steifen Dialogen etwas schwer (Gespräch zwischen Klaus und seinem Anwalt-Freund, Kennenlernen von Helene), aber als Klaus dann ins erzählen kommt, bessert sich dies. Die Geschichte von Klaus liest sich flüssig, die Charaktere sind gut dargestellt und nur Helene bleibt etwas blass und wirkt nicht ganz so authentisch. Via Mala in der Eifel mit einem überraschenden Ende.

    Wer kurze Lokalkrimis mag, die etwas düster sind, ist hier richtig. Ich möchte gar nicht wissen, in wievielen Familien es so zugeht. 

  16. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein unbekleidetes und blutverschmiertes Mädchen betritt eine Filiale der SEB-Bank am Östermalmstorg in Stockholm City und stellt einen Kasettenrekorder an (wie retro!) und fordert Geld, ansonsten würde dem Mädchen Schlimmes widerfahren. Alles sehr mysteriös, und ausgerechnet Leona Lewis wird mit der Lösung des Falles betraut, die ganz eigene Sorgen hat und gerade bereit ist, ihr Leben vollständig umzukrempeln. Am Bankraub und an weiteren ähnlichen Verbrechen scheint die Polizistin auch so ihre Aktien zu haben...Das nackte blutbesudelte Mädchen war mir zu voyeuristisch, hätte ich in einem Krimi nicht so gebraucht, ansonsten sieht man staunend zu, wie es Leona gelingt, alle Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. An welcher Krankheit sie leidet (Stichwort Empfindungslosigkeit), konnte ich bisher nicht rausfinden, bitte um Aufklärung!

  17. Cover des Buches Das Licht in einem dunklen Haus (ISBN: 9783442474066)
    Jan Costin Wagner

    Das Licht in einem dunklen Haus

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Kimmo Joentaa las den Text mehrere Male, bis die Buchstaben vor seinen Augen zu verschwimmen begannen. Er versuchte, eine plausible Antwort auf die Frage zu finden, warum er zu diesem Hinweis zurückgekehrt war. Warum er ihn zunächst überblättert hatte, um dann zurückzukehren.“ (Seite 137, 138)

     

    Inhalt

    Eine Frau wird schwer verletzt neben der Straße aufgefunden. Niemand vermisst oder kennt die Unbekannte, die seither auf der Intensivstation in Turku im Koma liegt. Bis auf eine Person, die eines Tages kommt und die lebenserhaltende Beatmung stoppt – und dabei weint. Ein Fall für Kimmo Joentaa, der sich auf die Suche nach der Identität der unbekannten Toten macht. Gleichzeitig scheint ein Mörder in Helsinki ruhig und in aller Öffentlichkeit eine Liste abzuarbeiten, ein Fall für das Ermittlerteam in Helsinki. In dem kleinen Ort Karjasaari treffen die Ermittler Kimmo Joentaa und Marko Westerberg durch Zufall im Hotel aufeinander und erkennen, dass dies kein Zufall ist. Eine Fotografie aus dem Sommer 1985 hat sie zusammengeführt.

     

    Thema und Genre

    Dieser Kriminalroman ist der Band vier der Serie um den finnischen Ermittler Kimmo Joentaa und es geht um die Suche nach Unbekannten und Verschwundenen, um die psychologische Vielfalt von Beziehungen zwischen Freundschaft, Familie und Liebe.

     

    Charaktere

    Kimmo Joentaa ist ein einfühlsamer, sensibler Polizist, der auch persönliche Themen wie Trauer und Verlust zu verarbeiten hat. Gleichzeitig ermittelt er zielorientiert und effektiv. Bei allen Figuren spürt man das große Interesse des Autors, diese zu entwickeln, ihren Charakter und ihre Handlungen zu hinterfragen und nachvollziehbar zu machen.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Handlung ist facettenreich und bietet zunächst eine Reihe von unbekannten Faktoren, die sich erst langsam zu einem Bild formen und auch immer wieder neue Erkenntnisse und Überraschungen zeigen. Spannend ist dieser Roman durch die vielen Möglichkeiten, durch die vielen Fragen, welche die Taten aufwerfen, nicht nur in Bezug auf die Tatpersonen, sondern auch auf die Motive und Hintergründe. Jan Costin Wagner ist nicht nur ein hervorragender Kenner der menschlichen Eigenheiten und Psyche, und Kenner der finnischen Mentalität dort, wo die Monate dunkler und die Landschaft einsamer wird, er beschreibt dies alles auch sprachlich dicht und malt entsprechende Bilder in unsere Gedanken. Gleichzeitig entwirft er ein geniales Handlungspuzzle aus vielen scheinbar zusammengewürfelten Einzelteilen in der Vergangenheit und heute, und ist ein großartiger Erzähler.

     

    Fazit

    Ein packender Pageturner, ein Kriminalroman mit Elementen des Genre Nordic Noir. Band vier von insgesamt sechs Bänden einer Serie, von der man sich wünscht, sie möge doch noch weitergehen.

     

     

  18. Cover des Buches Die rote Couch (ISBN: 9783641194826)
    Irvin D. Yalom

    Die rote Couch

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Sasha_Maria

    Beeindrucke Einblicke in die Welt von Psychoanalytikern, ihre Arbeitsweise, moralische Dilemma, und den Fakt, dass sie am Ende auch noch Menschen sind. Spannend von Beginn an bis zum Ende, mit vielen Einblicken und sehr lehrreich! Ich lege es wärmstens all jenen ans Herz, die Einblicke in die Psychotherapie suchen.  

  19. Cover des Buches Damals im Dezember (ISBN: 9783404168835)
    Richard Paul Evans

    Damals im Dezember

     (18)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Luke Crisp hat alles, was man sich nur wünschen kann. Einen liebevollen Vater, Erfolg im Berufsleben und eine hübsche Freundin. Für ihn stand außer Frage, dass er einmal die Geschäfte seines Vaters führen würde, eine der erfolgreichsten Copy Shop Ketten in Amerika. Als sein Vater ihn zu einem Studium überredet, verändert sich Lukes Leben vollkommen. Er stellt all seine Pläne in Frage und erst als er ganz unten angekommen ist, betrachtet er sein vorheriges Leben im rechten Licht.

    Meine Meinung:

    Janine2610 hat dieses Buch bereits mehrmals empfohlen, sodass ich gar nicht anders konnte, als es auf meine Wunschliste zu setzen. Es schien mir ein ganz wunderbares Weihnachtsbuch zu sein, mit einer tollen Botschaft.

    Manchmal liest man Bücher und ist hin und her gerissen. Manchmal möchte man ein Buch in zwei (oder mehrere) Teile unterteilen und diese getrennt bewerten. So ging es mir mit diesem Buch. Der erste Teil des Buches ist bei mir gnadenlos durchgefallen. Es fing schon mit Luke an. Er war mir so unsympathisch, so glatt, so arrogant, so naiv, so privilegiert, so besserwisserisch, so… bäh. Ich finde das selbst erschreckend so was zu sagen, aber ich mochte ihn überhaupt nicht. Da half es leider auch nicht viel, dass Luke dem Leser am Anfang zugesteht ihn nicht zu mögen.

    Ich bin auch in die Geschichte nicht sehr gut reingekommen. Der Schreibstil war (anfangs) nicht ganz so meins, obwohl daran nichts besonders auffälliges war, was mein Missfallen erklären könnte. Ich war nicht so wirklich bei der Sache und hatte nicht das Bedürfnis unbedingt weiterzulesen. Leider ist das im Verlauf nicht besser geworden, sondern immer noch schlimmer. Bis zu einem gewissen Punkt.

    Ab diesem Punkt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich hätte fünf Sterne vergeben. Interessant, wie sich so etwas ändern kann, oder? Ich konnte Luke plötzlich so viel besser verstehen, er war mir sympathischer und die Handlung war einfach viel mehr meins. Ich hab endlich das bekommen, was ich die ganze Zeit vorher erwartet hatte. Eine berührende Geschichte, eine Geschichte, die die weihnachtlichen/christlichen Werte hervorhebt, eine Geschichte, die einen dazu veranlasst nachzudenken, selbst aktiv zu werden und nicht alles für selbstverständlich zu nehmen. Da ich genau diese Werte und diese Botschaft so wichtig finde, habe ich mich dann auch für vier Big Bens entschieden, obwohl mir der Anfang gar nicht gefallen hat.

    Auch im zweiten Teil war nicht alles gut, da beispielsweise das Verhalten von Lukes Freundin Candace meiner Meinung nach nicht logisch war. Das Ende war mir dann auch fast wieder zu unemotional, aber insgesamt war es zum Schluss doch wesentlich besser als zu Beginn.

    Fazit:

    So enttäuscht wie ich am Anfang war, so begeistert war ich am Ende. Dieses Buch hält eine wunderbare Botschaft bereit, die man sich immer, nicht nur im Dezember zu Herzen nehmen sollte.
  20. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (993)
    Aktuelle Rezension von: mimnotjam

    Da es schließlich genug Zusammenfassungen von diesem Buch bei den Rezensionen gibt, möchte ich mich kurz halten. Die sozial kritische Botschaft, die sich hauptsächlich um Rassismus dreht, wird einiger Maßen vermittelt -  dabei gibt es aber weitere kritische Themen, die zwar angeschnitten wird aber einen "unkritischen Leser" nicht zum umdenken Bewegen wie bspw. der Mord an einem unbeteiligten Somalier (rein rassistisches Motiv). Hierbei möchte ich auf den unkommentierten, eventuell auch nicht wahrgenommenen, Sexismus (allgemein) und übermäßigen Alkoholkonsum (bezogen auf Kurt Wallander) aufmerksam machen.

    Ich fand es als Frau schade, dass sich so viele Stereotype durch das Buch hinweg zogen & die einzige (für den Fall) relevante Frau oft vorkam inhaltlich nur für Wallanders tristes Sex-Leben gebraucht wird. Auch gibt es viel zu viel Geschwafel darüber, dass irgendwelche Männer mittleren Alters davon überrascht sind, eine Frau in Spitzenposition zu sehen und auch heraus zu finden, dass eine Frau das vermeintliche Auto des Mörders/der Mörder gemietet hat - eine Frau könnte ja niemals so eine grauenvolle Tat anrichten. Hier wäre es spannend gewesen zu sehen, wie das Stereotyp Frau der Schweden einfach auf den Kopf gestellt werden würde - aber na ja, (SPOILER), die Mörder sind dann doch einfach unglücklicher Weise Ausländer wie erwartet. Wären diese (weiße) Schwedinnen gewesen, hätte man einige Stereotype brechen können.

  21. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (281)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Der Roman spielt in einem fiktiven deutschen Ort mit Namen Roulettenburg.

    Alexej Iwanowitsch - ist Hauslehrer einer russischen Generalsfamilie, die sich in einem vornehmen Hotel einquartiert hat. Obwohl man kein Geld hat, lebt man auf großem Fuß, in täglicher Erwartung einer üppigen Erbschaft. Immer wieder werden Telegramme nach Moskau gesandt mit der Frage nach dem Gesundheitszustand einer reichen Erbtante..


    Bis plötzlich und unerwartet die reiche Erbtante auf der Bildfläche erscheint, keineswegs dem Tode nah, sondern quicklebendig, und verspielt (nach anfänglich unglaublichem Spielglück)fast ihr ganzes beträchtliches Vermögen. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf, besonders für jene, die auf die Erbschaft ihre Hoffnung gesetzt hatten..


    Und so gehts zu und her wenn die reiche Tante dann am Roulettisch sitzt: "Rien e va plus!" ruft der Groupier [..] "Mein Gott! zu spät! Die wollen loskurbeln!Setz!Setz! erregt sich Grosmutter. Dös mir ja nicht ein, los mach schon!"gerät sie ausser sich und treibt mich kräftig an. "Auf was soll ich denn setzen, Grossmutter?" "Auf Zero! Auf Zero! Nochmal auf Zero! Setz soviel du kannst! [..]"Setz immer 20 auf einmal!" "Um Gottes Willen Grosmutter! Manchmal müssen erst 200 Spiele vergehen ehe sie wieder einmal fällt! Sie verlieren noch ihr gesamtes Vermögen!" "Unsinn! Alles Unsinn! Setz nur! Red kein dummes Zeug! Ich weiss was ich tue" und sie zittert vor Wut am ganzen Leibe.. 

    F.Dostojewskij


    Ich habe mich köstlich amüsiert ab dieser literarischen Perle!

  22. Cover des Buches Fluch über Rungholt (ISBN: 9783839220160)
    Franziska Steinhauer

    Fluch über Rungholt

     (6)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Nicht viele Autoren schaffen es, den Leser Sturm und Kälte spüren zu lassen. Wenige schaffen es, die Sinnesorgane des Lesers zu kitzeln. Franziska Steinhauer ist jedoch genau das meisterhaft gelungen. Ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes zurück in die Vergangenheit versetzt und dem Zeitreisenden erstaunlich nah. Ob sie sich so abgespielt haben, die letzten Tage von Rungholt? Damals waren die Menschen noch vom Aberglauben geprägt und glaubten z. B. dass Katzen ein großes Unglück über die Menschen bringen würden. Damals, in der Zeit lange vor dem elektrischen Licht, als es draußen stockfinster war, wenn die Sonne unterging und es an trüben Tagen im hohen Norden sogar nie richtig hell wurde. So ist es kein Wunder, dass den Menschen in Rungholt angst und bange wurde als die Mordserie begann. Man vermutete böse Kräfte an der Macht und machte sich auf die Jagd auf den Schuldigen …
    Während ich normalerweise kein großer Fan von eingebauten fantastischen Elementen bin, hat sich Shahid doch gut in die Geschichte eingefügt. Der Schreibstil ist flüssig und macht das Buch trotz seiner düsteren Art zum Lesevergnügen. Die Autorin führt uns direkt bin zur verheerenden Sturmflut und dem anschließenden Untergang des Ortes, es muss einfach unvorstellbar gewesen sein! Am Ende des Buchs belohnte Frau Steinhauer mich noch mit einigen geschichtlichen Erklärungen zu Rungholt, das fand ich klasse. Ich bin da immer sehr neugierig, wenn ein Roman tatsächlich auf einem wahren Hintergrund basiert. 
  23. Cover des Buches Null (ISBN: 9783499256486)
    Adam Fawer

    Null

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Tea_Loewe

    "Null" ist ein Thriller, den ich bis heute wärmsten all jenen weiterempfehle, von denen ich denke, dass sie dieses Genre lesen. Es ist kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein wissenschaftsgestütztes Szenario, das mehr und mehr ins Übersinnliche abdriftet, ohne dabei abgedroschen oder wirr zu werden.

    Für mich als Fan von Fantasyromanen ein gelungener Genrewechsel. Ganz nebenbei habe ich gelernt, was es heißt, auf einen Variablenwechsel zu setzen. Ich mochte das Buch wirklich gern, die Story war actionreich, strebte vorwärts, hatte spannende Wendungen in sich und eben das Fünkchen Übersinnliche.

    Klare Empfehlung!

  24. Cover des Buches Guglhupfgeschwader (ISBN: 9783423086752)
    Rita Falk

    Guglhupfgeschwader

     (165)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Der Provinzkrimi "Guglhupfgeschwader" ist der zehnte Band der Krimireihe von Rita Falk aus dem DTV. 

    Franz Eberhofers zehntes Dienstjubiläum bei der Polizei in Niederkaltenkirchen steht bevor und ihm zu Ehren wird ein örtlicher Kreisverkehr nach ihm benannt: Eberhoferkreisel. Da wird sogar der Bürgermeister neidisch, aber Franz hat gar keine Zeit für die Feierlichkeiten, denn Lotto-Otto ruft ihn um Hilfe. Er hat Spielschulden und wird von brutalen Geldeintreibern bedroht. Wie kann Franz die nur ausfindig machen? Aber die Ganoven kommen ihm zuvor und der Lotto-Laden geht in die Luft, dabei wird Ottos Mutter getötet. Jetzt muss Eberhofer in einem Mordfall ermitteln und hofft auf Rudis Hilfe. Aber der hat keine Lust auf Teamarbeit und weigert sich...   

    Nachdem dieser Band lange ungelesen im Regal vor sich hinvegetiert hat, habe ich ihn nun endlich mal daraus befreit. Auch dieses Mal wurde ich wieder gut und humorvoll unterhalten. Dabei ist das Machogehabe vom Franz eigentlich unerträglich, aber ich habe das Gefühl, so langsam gibt es auch bei ihm eine kleine, minimale Persönlichkeitsveränderung zu erahnen. Er bekommt ja von allen Seiten Druck und hinterfragt inzwischen sogar manchmal sein Handeln. Das ist ja schon als Erfolg zu werten! Und der Rudi muckt auch endlich mal gegen Franz auf, wenn das kein gutes Zeichen ist!


    Doch von Anfang an! Gerade läuft es für Franz richtig gut, denn mit Susi und Paul gibt es inzwischen so etwas wie ein geregeltes Familienleben. Aber dann kommt dieser verzwickte Mordfall dazwischen, den Franz ohne Rudis Hilfe nicht lösen kann. Es dauert eine Weile, bis sich beide wieder annähern und  Hand in Hand arbeiten, wie man es kennt.  

    Rita Falk bringt wie gewohnt auf charmante Weise Einblick in das Familienleben der Eberhofers. Man erlebt die Familie absolut menschlich, Oma ist im Lottofieber und es wird gezankt, geliebt und gelacht und auf alle Fälle reichlich gegessen, denn was die Oma auf den Tisch bringt, sind alles Köstlichkeiten bayrischer Hausmannskost. Rita Falk hat einfach ein Händchen für die lebendige und humorvolle Ausarbeitung ihrer Protagonisten und zeigt dieses Mal wie sich Franz um den Flötzinger sorgt und Partei ergreift für den farbigen Fußballtrainer. Es überrascht außerdem Rudis Erkenntnis, was seine Zusammenarbeit mit Franz betrifft. Die daraus folgenden Dialoge und Handlungen lesen sich durchaus hintergründig und lassen hoffen, dass Franz an sich arbeitet.

    Eigentlich ist der Krimifall immer etwas nebensächlich bei dieser Reihe, doch der gut konstruierte Fall kann sich sehen lassen. Dieses Mal sind auch Mitarbeiter der Polizei ins kriminelle Milieu gerutscht und es geht ihnen an den Kragen. Natürlich übt Franz seine Aufgabe nicht immer im legalen Rahmen aus, aber das kennen wir ja von ihm nicht anders.  

    Beim Lesen habe ich mich immer über den Guglhupf im Titel gewundert, bis dann am Ende klar wird, was es damit auf sich hat. So ein Guglhupf geht ja immer, zur Not auch mehrere! Das Rezept habe ich nachgebacken, der Guglhupf wurde leicht klitschig, schmeckte aber trotzdem sehr gut. 

     

    Diese Reihe lese ich immer wieder gerne und ich wurde erneut wunderbar unterhalten. Der Krimifall ist schlüssig und wird erfolgreich aufgelöst und in Kaltenkirchen geht es mal wieder rund im "Eberhoferkreisel"!

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