Bücher mit dem Tag "spieltheorie"

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19 Bücher

  1. Cover des Buches Null (ISBN: 9783499256486)
    Adam Fawer

    Null

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Tea_Loewe

    "Null" ist ein Thriller, den ich bis heute wärmsten all jenen weiterempfehle, von denen ich denke, dass sie dieses Genre lesen. Es ist kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein wissenschaftsgestütztes Szenario, das mehr und mehr ins Übersinnliche abdriftet, ohne dabei abgedroschen oder wirr zu werden.

    Für mich als Fan von Fantasyromanen ein gelungener Genrewechsel. Ganz nebenbei habe ich gelernt, was es heißt, auf einen Variablenwechsel zu setzen. Ich mochte das Buch wirklich gern, die Story war actionreich, strebte vorwärts, hatte spannende Wendungen in sich und eben das Fünkchen Übersinnliche.

    Klare Empfehlung!

  2. Cover des Buches Spieltrieb (ISBN: 9783641242749)
    Juli Zeh

    Spieltrieb

     (412)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    Abgedreht! Für mich bis jetzt das verrückteste Buch von Juli Zeh, und leider auch das schwächste. So viele Hochbegabte auf einmal war auf Strecke dann doch echt anstrengend. Und unglaubwürdig. Ada ist eine spannende Hauptfigur, und auch ihr erster Freund Olaf passte prima dazu. Außenseiter, mit denen die normalbegabten Teenager mit durchschnittlichen Interessen nichts vernünftiges anfangen können. Der Arroganz von Ada begegnen sie mit Aggression. Olaf hält sich mehr im Hintergrund und es stellt sich die Frage, wer hier schlauer ist ... Ein neuer Schüler betritt die Bühne. Alev. Neben messerscharfem Verstand auch noch mit grandiosem Charme und Charisma ausgestattet. Ada und er werfen sich die Bälle zu, dadurch verdienen sie sich den Respekt und die Hochachtung von Lehrer Höfi, ebenfalls ein reger Geist, der gern in höheren Sphären schwebt. Lehrer Smutek ist mehr von Adas sportlichen Ambitionen und ihrer körperlichen Konstitution begeistert. 

    Man kann nicht anders, wenn man über dieses Buch schreibt, wird die Sprache verschwurbelt. Weil das Buch so ist. Sprachlich ein Hochgenuss, der immer wieder übers Ziel hinaus schießt, intellektuell. Und ich habe da durchaus auch ein Händchen und eine Vorliebe für. Schon mal was von Spieltheorie und Gefangenendilemma gehört? Selbstverständlich!

    Ok, wir befinden uns auf einem Gymnasium mit angeschlossenem Internat. Ada und Alev sind beide neu und anders als andere Kinder. Spieltrieb beschäftigt sich viel mit Moral, Gefühle, die Abwesenheit von Gefühlen, Macht und Obsession. Sexualität spielt auch eine große Rolle, aber weniger in Zusammenhang mit Liebe als mit Zweck und Nutzen.

    Alev betrachtet sich als Gott, Teufel, Richter und Henker. Welten-Lenker? Jedenfalls ist Ada lange sein williges Werkzeug und die beiden treiben böse Spiele. Mit Lehrer Smutek. Und egal was passiert, Alev versucht die Oberhand zu behalten, er bewertet jeden Spielzug, jede Aktion als von ihm geplant, manipuliert, vorbereitet. Im Grunde eine ganz arme Wurst, dieses gelangweilte Reichenkind. Allerdings übertreibt Juli Zeh hier, Alev ist für mich keine sehr realistische Gestalt.

    "Nullzeit" hat mir besser gefallen. Aber vielleicht kenne ich diese Generation auch viel zu wenig und gehöre hier vom Alter eher zur Generation der Lehrer, deren Werte ich besser nachvollziehen kann.

  3. Cover des Buches Genie und Wahnsinn (ISBN: 9783492236744)
    Sylvia Nasar

    Genie und Wahnsinn

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Babscha
    Das Buch ist die autorisierte Biographie des Lebens von John Forbes Nash, dem 1928 geborenen US-amerikanischen Mathematiker, der sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach einer steilen, wechselvollen wissenschaftlichen Karriere, die ihn bis zu einem Lehrstuhl in Princeton führte, insbesondere auf dem Gebiet der Spieltheorie weltweit einen Namen machte, bevor im Alter von etwa 30 Jahren eine paranoide Schizophrenie vollständig von ihm Besitz ergriff und zu seinem beruflichen wie privaten Absturz führte. Erst nach jahrzehntelangem Dahinvegetieren mit diversen Klinikaufenthalten klarte sich sein Geist Anfang der 90er Jahre wieder soweit auf, dass wohl gesonnene Interessengruppen in einem spektakulären und nicht unumstrittenen Auswahlverfahren es tatsächlich schafften, dass ihm 1995 für seine wissenschaftlichen Verdienste der Nobelpreis zuerkannt wurde. Die Autorin steigt in ihrer umfangreichen, in Teilen fast ausufernden Biographie hinab in die tiefsten Tiefen einer außergewöhnlichen menschlichen Existenz und vermittelt dem Leser über deren einzelne Lebensstationen gleichzeitig einen interessanten Einblick in die akademische Welt der mathematischen Koryphäen des vergangenen Jahrhunderts. Im Vordergrund steht jedoch immer das Bemühen, die problematische Hauptfigur mit all ihren Stärken und Schwächen in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, vor allem mit Familie und Kollegen, möglichst realitätsgetreu und fair nachzuzeichnen. Neben der Beschreibung der rein mathematischen Karriere, die im Buch eingehend dargestellt wird, erfährt der Leser auch eine ganze Menge Unbekanntes und Überraschendes zu Nash selbst und seiner ganz besonderen Persönlichkeit, seiner von klein auf streckenweise krankhaften Egozentrik, seiner völlig fehlenden Sozialkompetenz mit bitteren Folgen vor allem für seine nächsten Angehörigen, seiner zur damaligen Zeit nicht unproblematischen Bisexualität und zu guter Letzt natürlich zu den näheren Umständen seines krankheitsbedingten mentalen Sturzes ins Nichts. Man hat während des Lesens den Eindruck, dass es Nasar als ihre Aufgabe sieht, wirklich jeden Aspekt dieses Lebens zu beleuchten, was zwar ein völlig abgerundetes Bild schafft, die Lektüre auf Dauer aber etwas anstrengend macht. Lohnend ist sie auf jeden Fall. So eine verschachtelte, außergewöhnliche Lebensgeschichte bekommt man nicht alle Tage geboten. Das Buch wurde vor einigen Jahren -mit Russel Crowe in der Hauptrolle perfekt besetzt- oscarprämiert verfilmt.
  4. Cover des Buches KONSEQUENZEN Band 1: Restrisiko (ISBN: 9798534231854)
    Karl Olsberg

    KONSEQUENZEN Band 1: Restrisiko

     (12)
    Aktuelle Rezension von: ech

    In diesem Buch wagt der Autor Karl Olsberg ein interessantes Experiment. In insgesamt sechs kurzen Geschichten beschreibt er die Ausgangssituation eines Problems, das eine der Figuren am Ende vor eine schwere Entscheidung stellt. Diese Entscheidung soll hier aber der Leser treffen und er kann dann anschließend das zugehörige Ende zu seiner Entscheidung lesen. Zum Vergleich stehen natürlich auch die anderen Versionen zur Verfügung, so das man noch einmal überprüfen kann, ob man wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat.

    Die einzelnen Geschichte sind angenehm kurz, so das man sie problemlos auch in größerer Runde lesen und anschließend über die Entscheidung diskutieren kann.

    Ein ungewöhnliches und ungemein unterhaltsames Buch, das sowohl für Einzel- als auch für Gruppenleser viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren liefert.

  5. Cover des Buches Das ist kein Spiel (ISBN: 9783570313268)
    Barry Jonsberg

    Das ist kein Spiel

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Unchargedbook

    So, normalerweise lese ich keine Krimis, die finde ich langweilig. Dieses Buch hat mich wegen dem Hauptcharakter angesprochen. Ein kluger 16-Jähriger, der Mathe und logisches Denken liebt? Sowas kommt selten vor, aber diese Art sind meine liebsten Hauptcharaktere, weil ich mich mit ihnen identifizieren kann. Ich hab also mehr erwartet, als das was ein Durchschnittskrimi mir normalerweise bieten könnte. Hab ich das bekommen? Grundlegend, ja. Insgesamt nicht ganz, aber lasst mich erklären.

    Das Buch hat mich durch die Erzählweise gefesselt und ich weiß nicht mal wieso. Irgendwie flutscht man nur so durch. Im ersten Teil wird von Jamies Familie und seinem Umfeld erzählt. Ein großer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung seiner älteren Schwester und der Persönlichkeit seiner jüngeren. Das war mein Lieblingsteil, obwohl das komisch klingen mag. Es liegt daran, dass der Autor gut schreiben kann und zwar auffällig gut, so was begegne ich nicht oft.

    Dann kommt der zweite Teil, die Entführung und die Folgen. Ich muss sagen, wer ein Kopf an Kopf von entsetzlich schlauen Leuten erwartet hat wie in Sherlock, oder Death Note, das hier ist nicht sowas. Insgesamt würde ich sagen ist es einfach ziemlich realistisch. Realistischer als vorher genannte Beispiele. Jamies kleine Schwester wurde entführt. Wie wirkt sich das auf die einzelnen Familienmitglieder aus? Wie auf Jamie? Jamie ist kein Detektiv. Er stellt Theorien auf, verdächtigt Personen, beobachtet zufällig und wendet die Spieltheorie an, aber im Endeffekt, wie weit soll ihn das bringen? Darauf gibt es realistische Antworten und das finde ich gut, auch wenn das den Mittelteil unstrukturiert werden lässt, wobei das ja wieder zu dem real existierenden Chaos passt, das jetzt in Jamies Leben herrscht.

    Der Endteil. Logischerweise gibt es eine Enthüllung. Wer ist der Entführer? Habe ich das erwartet? Ehrlich gesagt, ja. Einen Bösewicht genug vorher einzubinden aber dafür zu sorgen dass es trotzdem eine Überaschung ist, wer das jetzt ist, ist schwer. Es war trotzdem ganz gut gelungen finde ich. Der Autor hat einige falsche Fährten gelegt und mögliche Verdächtige vorgezeigt. Offensichtlich war es nicht.

    Fazit: Kein normaler Krimi, kein Sherlock, sondern eine viel realistischere Herangehensweise an das Thema. Das ist keine Kritik von mir, ich find das eher erfrischend und überraschend. Der Schreibstil ist außergewöhnlich fesselnd und einladend und die Erzählstruktur interessant und inhaltlich schön logisch. Wer der Entführer ist kann man vor Jamie herausfinden, wenn man drüber nachdenkt, aber es ist nicht offensichtlich. Ich fand "Das ist kein Spiel" richtig gut, denn es hat meine Erwartungen weder erfüllt, noch übertroffen, sondern sie quasi gegen mich benutzt. Ein sehr gutes Buch.

  6. Cover des Buches Spieltheorie: Eine Einführung (ISBN: 9783924043919)
    Christian Rieck

    Spieltheorie: Eine Einführung

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches 36 Argumente für die Existenz Gottes (ISBN: 9783896674234)
    Rebecca Goldstein

    36 Argumente für die Existenz Gottes

     (29)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Es existieren 36 historische Argumente für die Existenz Gottes.
    Wer jetzt denkt, dass Rebecca Goldstein im vorliegenden Roman diese erläutert, irrt.
    Nein, Sie klärt die Fehler in den Argumentationen auf.
    Ist dies dann ein atheistisches und gottloses Buch?
    Nein, denn es ist durchtränkt von etwas Anderem, nennen wir es die Eigenverantwortlichkeit der Moral des Menschen.
    In dem Roman geht es um Cass Seltzer der ein Buch geschrieben hat, vergleichbar mit diesem, wo er die 36 Argumente der Existenz Gottes entkräftet.
    Es ist die Geschichte um seine Vergangenheit, sein jüdisches Erbe und die Suche nach der Liebe.
    Rebecca Goldstein macht es dem Leser sehr schwer. Zu verwirrend sind die Sprünge, die philososphischen Gedankengänge, die Abhandlungen über den jüdischen Glauben.
    Doch der Leser wird entschädigt mit dem Ende, des Streitgespräches von Cass mit einem Theologen und dem Anhang , die 36 Argumente für die Existenz Gottes.
    "Und so bemühen wir uns, so gut wir können, der Ungeheuerlichkeit unserer unwahrscheinlichen Existenz gerecht zu werden. Und so leben wir, so gut wir es vermögen, für uns, denn wer würde sonst für uns leben?
    Und wir leben, so gut wir es vermögen für andere, denn was wären wir sonst?"
    Ein sperriges aber in Teilen warmes, erhellendes Buch über uns.
  8. Cover des Buches Spieltheorie für Einsteiger (ISBN: 9783791012391)
    Avinash K. Dixit

    Spieltheorie für Einsteiger

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Das Spielelement der Kultur (ISBN: 9783882215694)
    Johan Huizinga

    Das Spielelement der Kultur

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Schelmuffsky
    Im Spiel, dies ist meine Erfahrung, entäußert sich der Mensch, die Sorgen fallen ab, man ist "ganz bei der Sache" und den Mitspielern. Dieser Zustand lässt sich schon bei Kleinkindern beobachten. Spielend lernen sie die Welt kennen, finden sich ein in Regeln, die aber nicht den Zwangscharakter der Welt außerhalb des Spiels haben, der Gesichtsausdruck ist häufig hoch konzentriert und dann wieder gelöst in einem Lachen, manchmal auch verzerrt in Wut, wenn das Verlieren noch nicht erlernt ist.
    Johan Huizinga kommt das Privileg zu, das Spiel erstmals zum Gegenstand einer Kulturtheorie gemacht zu haben. Die Urfassung seiner Theorie des Spiels findet sich in diesem schmalen Bändchen, dazu Aufsätze von Autoren, die sich auf ihn bezogen haben. Zusammen mit dem Beitrag des Herausgebers erhält man eine kleine Rezeptionsgeschichte Huizingas. Das ist faszinierend, und ich habe mich bei der Lektüre mehrfach gefragt, warum nicht noch mehr Philosophen diesen Faden aufgegriffen und weitergesponnen haben.
    Ich verbinde mit dem Spielen (vor allem Backgammon, Doppelkopf, Canasta. Schach, Bowls und Boule) viele glücklich verbrachte Stunden in einem "anderen Zustand".
  10. Cover des Buches Elemente der Spieltheorie (ISBN: 9783871440229)
    Jelena S. Wentzel

    Elemente der Spieltheorie

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Spiel, Zufall und Kommerz (ISBN: 9783662606018)
    Thomas Bronder

    Spiel, Zufall und Kommerz

     (1)
    Aktuelle Rezension von: nordberliner
    Die Fachliteratur zum Glücksspiel behandelt meistens juristische und ökonomische sowie in jüngerer Zeit auch suchtwissenschaftliche Themen. Mathematische und technische Grundlagen des zufallsabhängigen Spiels um Geld finden demgegenüber kaum Beachtung, was manche Fehlvorstellung über Glücksspiele erklären mag.

    Diese Lücke schließt das Buch Spiel, Zufall und Kommerz – Theorie und Praxis des Spiels um Geld zwischen Mathematik, Recht und Realität von Dr. Thomas Bronder . Das Buch wendet sich an alle, die mehr über Aufbau und Zusammenhänge des Spiels und seine rechtlichen und mathematischen Rahmenbedingungen wissen möchten. Mathematik, Recht und Technik sind in kaum einem anderen Gebiet so eng miteinander verflochten wie beim Spiel um Geld. Die mathematischen Grundlagen des Glücksspiels gelten im Übrigen in jeder Welt, sei es die reale oder die virtuelle. Es ist aus mathematischer Sicht bedeutungslos, ob ein Zufallsgenerator in Form programmierter Software in einen Glücksspielautomaten oder in einen Webserver für Online-Casinospiele implementiert ist.

    Im Zuge der Darstellung lernt der Leser eine Reihe von bekannten Phänomenen klarer einzuschätzen – und Irrtümer zu vermeiden. So werden unter anderem die Unterschiede zwischen Skat und Poker herausgearbeitet. Deutlich wird auch, dass Poker aus mathematischer Sicht stets Glücksspiel ist, was auch für Turnierpoker gilt. Keinen Zweifel hat der Autor zudem an der Einordnung des Spiels an Geldspielautomaten (auch bei geringen Einsätzen) als Glücksspiel. Auktionen und der Handel an der Börse stellen zwar Spiele mit Zufallseinflüssen dar, gelten aber – in Übereinstimmung mit der Spieltheorie – rechtlich nicht als Glücksspiel, wenn sie für alle Beteiligte einem wirtschaftlichen Zweck dienen. Andererseits gehen Börsenanalysten und Systemspieler nach dem gleichen System vor: Sie sehen Muster und können alles genau erklären – im Nachhinein. Erfolgreiche Systemspiele existieren nicht; erfolgreich ist allenfalls der Verkauf von Büchern über sie.
    Anschaulich sind die Anforderungen an Zufallsgeneratoren, deren Vormarsch als programmierte Software in Geräten und im Internet unaufhaltsam ist. Und schließlich macht das Verständnis der mathematischen Gesetzmäßigkeiten des Glücksspiels dem Leser deutlich, dass sich Glücksspiele unter idealtypischen Bedingungen einschließlich regelkonformer Spielteilnahme nicht zur Geldwäsche durch Spieler eignen.

    Nebenbei werden auch die wechselseitigen historischen Bezüge zwischen Glücksspiel und Mathematik deutlich, beginnend spätestens im 16. Jahrhundert mit dem Aufkommen von Würfelspielen, die Gegenstand mathematischer Werke in der Renaissance auf der Grundlage von Übersetzungen arabischer Werke waren. Die im 17. Jahrhundert verbreiten Kartenspiele und Lotterien haben mathematische Verfahren zu Berechnung von Chancen (Kombinatorik) befördert. Um 1700 hat Jacob Bernoulli, Begründer der mathematischen Stochastik, das Gesetz der großen Zahl gefunden und anhand des Münzwurfs und der einfachen Chancen beim Roulette mathematisch bewiesen. Das Gesetz der großen Zahl bildet seither die theoretische Basis für Versicherungen und Rentenzahlungen, aber auch zur Konstruktion beliebiger Spielregeln und Gewinnpläne von Lotterien, Buchmacherwetten und anderen Glücksspielen. Im Zeitalter der Aufklärung wurde parallel zum Aufkommen des Roulette die Wahrscheinlichkeitstheorie entwickelt, ausgebaut in den 1930er Jahren als exakte axiomatische Wahrscheinlichkeitstheorie. In den 1920er Jahren entstand die Spieltheorie, die heute breite Anwendung als Entscheidungstheorie vornehmlich in der Ökonomie, aber auch in Politik und Soziologie findet. Ende der 1950er Jahre wurde erstmals auf Rechnern die Monte-Carlo-Methode angewendet – für theoretische Voraussagen bei der Entwicklung der Wasserstoffbombe –, basierend auf Permanenzen eines Roulettekessels des Casino Monte Carlo. Zufallsgeneratoren werden heutzutage genutzt für Klimasimulationen, Kryptologie und zur Hochrechnung etwa von Wahlergebnissen.

    Es wird deutlich, dass die Beschäftigung mit Gesellschaftsspielen und Glücksspielen die Mathematik befruchtet hat. Leider ist das Sach- und Stichwortverzeichnis etwas knapp ausgefallen; behelfen kann man sich insoweit mit dem für 9,99 Euro erhältlichen eBook (aus diesem Grund nur vier Sterne).
  12. Cover des Buches Spieltheorie (ISBN: 9783800637799)
    Thomas Riechmann

    Spieltheorie

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Welt als Spiel (ISBN: 9783644440210)
    Pierre Basieux

    Die Welt als Spiel

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Einander helfen (ISBN: 9783525701706)
    André Fr. Zimpel

    Einander helfen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Das Spiel. Naturgesetze steuern den Zufall (ISBN: 9783492007108)
    Ruthild Winkler

    Das Spiel. Naturgesetze steuern den Zufall

     (2)
    Aktuelle Rezension von: tvb
    Elemente, die wir früher nur aus Spielen kannten stellen sich als ebenfalls bestimmend in der Natur heraus. Sehr spannend
  16. Cover des Buches Schleifchenspiel (ISBN: 9783926396693)
    Jean Moose

    Schleifchenspiel

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Logik des Misslingens (ISBN: 9783644011618)
    Dietrich Dörner

    Die Logik des Misslingens

     (18)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey

    Erstaunlich an diesem Buch ist nicht nur sein über Jahrzehnte andauernder Verkaufserfolg, sondern auch sein widersprüchlicher Inhalt. Nachdem man das Buch durchgelesen hat, kann man sich zunächst einmal fragen, worin nun eigentlich die Logik des Misslingens besteht. Dörner zählt schon am Anfang Beispiele dafür auf, warum viele Menschen scheitern, wenn sie in komplexe Systeme eingreifen, die sie nicht annähernd verstanden haben und möglicherweise auch gar nicht verstehen können, weil ihre intellektuelle Kapazität dafür nicht ausreicht. Oder schlimmer noch, weil sie obendrein auch keinerlei Respekt oder Demut vor solchen Systemen besitzen und in ihrem naiven Übermut oder aus einer ins Religiöse gehenden Überzeugung heraus Prozesse freilassen, die sie in ihren Konsequenzen gar nicht zu überblicken in der Lage sind.

    Mit Logik hat das alles rein gar nichts zu tun, sondern eher etwas mit Dummheit, Ahnungslosigkeit und moralischem oder intellektuellem Größenwahn. Auch ohne besondere Kenntnisse der Neurowissenschaften kann man allein durch eine gut ausgeprägte Beobachtungsgabe leicht feststellen, dass Menschen schon mit der Steuerung von Prozessen überfordert sind, bei denen sie mehr als drei oder vier Parameter im Auge behalten müssen. So etwas gelingt nur nach einer langen Übungsphase. Wer das nicht glaubt, sollte sich mal als Anfänger auf ein Surfbrett stellen. Komplexe Systeme lassen sich gewöhnlich in verschiedene Untersysteme aufdröseln, die schon selbst schwierig zu beherrschen sind und die dann auch noch miteinander in Wechselwirkung treten.

    Was findet man nun in diesem Buch? Zunächst stellt der Autor Ergebnisse von Computersimulationen vor, bei denen komplexe gesellschaftliche Systeme modelliert wurden, in die man eingreifen konnte. Die meisten Probanden scheiterten kläglich, weil sie einfach nicht verstanden, dass eine gute Absicht noch lange nicht zu guten Ergebnissen führen muss, sondern gelegentlich auch Katastrophen erzeugen kann. Leider sind Vorsicht und Vernunft inzwischen zu unmodernen Tugenden geworden. Es reicht die geradezu religiöse Überzeugung, etwas Gutes zu tun, wobei man "gut" dann auch noch selbst definiert. Wenn man schon die Naturgesetze nicht ernst nimmt, dann scheitert man erst recht am menschlichen Verhalten, denn das ist gewöhnlich nicht so, wie Leute mit guten Absichten es unterstellen.

    Dörner konstruiert in einem Fall ein Modell eines afrikanischen Stammes, der ums Überleben kämpft. In den meisten Fällen führten die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen zwar zu temporären Erfolgen, die dann aber mittel- und langfristig in eine Katastrophe mündeten, weil sie Konsequenzen besaßen, die die Systemmanager zunächst nicht begreifen konnten. Und diese Konsequenzen folgen in solchen Systemen aus einfachem menschlichen Verhalten. Wenn man die Zusammenhänge abstrahiert, dann lässt sich Folgendes feststellen: Menschen streben niemals eine Optimierung gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse an, sondern stets die Optimierung ihrer persönlichen Gegebenheiten. Deshalb funktioniert der Kapitalismus, während sozialistische Experimente letztlich immer im Elend und in Gewalt enden.

    Nachdem Dörner seine Simulationen vorgestellt hat und das Scheitern der Probanden ausreichend beschrieben hat, kommt er allen Ernstes auf die Idee, das Problem des strategischen Denkens lösen und seinen Lesern vermitteln zu wollen. Darauf zu hoffen, dass man das mittels eines Buches bewerkstelligen zu können, ist mindestens genauso naiv, wie die Herangehensweise der meisten seiner Probanden.

    Dazu kommt noch, dass er diese Erläuterungen nicht wirklich leserfreundlich gestaltet. Sie sind langatmig, zum Teil schwer verständlich (weil sie etwas höhere Mathematik benötigen) und viel zu sehr in die Länge gezogen. Wer mit komplexen Systemen zu tun hat, muss erst einmal lernen, Respekt vor einer solchen Aufgabe zu haben und nicht in den Größenwahn von "Wir schaffen das" zu geraten. Übrigens kommt der Autor zu der nicht überraschenden Erkenntnis, dass erfahrene Manager viel besser mit seinen Simulationen zurechtkamen als Studenten. Manager sind einfach trainierter im Umgang mit komplexen Systemen und kennen ihre Tücken viel besser.

    Das Beste an diesem Buch sind die zahlreichen Beispiele, die immer wieder deutlich machen, wie schnell man aus Selbstüberschätzung scheitern kann, wenn man außer einer guten Absicht keine wirkliche Ahnung von Zusammenhängen besitzt, die sich nicht sofort für jeden naiven Laien zeigen.

    Leser, die mit Dörners zum Teil nicht ganz einfachen Erläuterungen nicht zurechtkommen, werden ihm eine schlechte Bewertung geben, was jedoch nicht ganz fair ist, denn immerhin schildert dieses Buch ein Grundproblem der Politik sehr treffend und einsichtig, solange man bei den Beispielen bleibt. Der restliche Text ist etwas schwierig und wird aus meiner Sicht von einem nicht wirklich gerechtfertigten Optimismus getragen.



  18. Cover des Buches Je mehr Löcher, desto weniger Käse (ISBN: 9783462043662)
    Holger Dambeck

    Je mehr Löcher, desto weniger Käse

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Federchen

    Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen lieben Mathematik, auch wenn das Fach selbst nie so in der Schule gelehrt wurde, wie man es sich gewünscht hätte. Die anderen stehen mit der Mathematik auf Kriegsfuß, gerade weil es gelehrt wurde, wie es gelehrt wurde. Dabei kann jeder daran Spaß haben. In jedem von uns steckt ein Mathe-Ich. In diesem Buch findet sich vom angeborenen Zahlensinn über einfache Rechentricks bis hin zu mathematischen Beweisen alles was das Herz des Zahlentüftlers höher schlagen lässt.

    Holger Dambeck bietet in seinem Sachbuch "Je mehr Löcher, desto weniger Käse" Einblicke in die Welt der Zahlen. Diese sind mal spannend, mal verblüffend oder gar unterhaltsam. Ein Leser, dem die Mathematik Spaß macht, wird in diesem Buch zwar keine allzu neuen Rechenkünste erkennen, jedoch eine Menge unterhaltsame Momente rund um die Mathematik haben. Zu Beginn erklärt Holger Dambeck, dass uns der Zahlensinn schon in die Wiege gelegt ist und den meisten Kindern der Spaß am Rechnen spätestens in der Schule mit deutschem Mathematikunterricht abtrainiert wird. Dabei kann Mathematik viel interessanter sein, wenn man hinter die blanken Zahlen blickt. Manchmal gibt es mehrere Lösungswege und dann sollte nicht nur auf den einen richtigen gepocht werden. Aufgelockert werden die einzelnen Kapitel durch Übungsaufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, insgesamt 40 an der Zahl. Um diese zu lösen reicht der Kopf allein nicht immer aus, man muss das Buch zur Seite legen und etwas aufschreiben. So beschäftigt man sich sowohl mit der Mathematik als auch mit dem Buch über einen längeren Zeitraum. Außerdem gibt es im letzten Teil ein Glossar, in dem wichtige Begriffe der Mathematik noch einmal erklärt werden. Ob die zweite Gruppe von Menschen wirklich ein Buch kauft, dass sich mit Mathematik beschäftigt, ist fraglich. Für alle die gern mit Zahlen hantieren, ist es auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht unbedingt viele neue Erkenntnisse bringt.

  19. Cover des Buches Die Logik der Unvernunft (ISBN: 9783499608216)
    László Mérö

    Die Logik der Unvernunft

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch schneidet eine Unmenge von Themen und Sachgebieten an und bringt sie in Verbindung mit der Spieltheorie. Das liefert eine ganze Anzahl von interessanten Einsichten und neuen Erklärungen zu alten Problemen, läßt auf der anderen Seite aber den roten Faden nicht mehr wirklich konsequent durchscheinen. Die Themenbereiche, die vom Autoren besprochen werden, reichen von der Logik und Mathematik über Psychologie, Wirtschaftssysteme und Teilchenphysik bis hin zu Erkenntnistheorien. Von Kommunismus und Kapitalismus über Quanten und Elementarteilchen bis hin zu Satori und Nirwana werden die Hauptthemen des Buches, nämlich Spieltheorie und (Ir-)Rationalität auf die unterschiedlichsten Gebiete angewandt. Man lernt vieles mit anderen Augen zu sehen, aber in manchen Bereichen wirkt der Zusammenhang doch ein bißchen gekünstelt. Aus diesem Grunde nur eine durchschnittliche Bewertung.
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