Bücher mit dem Tag "spionin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spionin" gekennzeichnet haben.

76 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

     (1.013)
    Aktuelle Rezension von: caramellatte

    Ich habe das Buch sehr genossen. Es hat alles, was man von einem guten Fantasy-Buch verlangt und besonders die Charaktere waren ausgezeichnet.


    Charaktere: 5/5

    Ich liebe diese Charaktere. Es ist nicht die beste Crew, die ich je gelesen hatte, aber jeder einzelne Charakter war einzigartig und faszinierend.

    Setting: 4/5

    Die Unterschiede zwischen Ketterdam & Fjerda sind unglaublich und trotzdem passt alles zusammen. Außerdem ist das Worldbuilding sehr gut, selbst wenn man die ursprüngliche Trilogie "Legenden der Grisha" nicht kennt.

    Schreibstil: 5/5

    Ich habe die deutsche Übersetzung gelesen. Der Stil ist beschreibend ohne jedoch den Fokus zu verlieren, was wichtig ist. Sehr simpel zu lesen, aber gleichzeitig sehr schön.

    Handlung: 4/5

    Ein klassischer Diebeszug mit ein paar unerwarteten Kehrtwenden. Es ist nicht die spannendste Handlung (die Entwicklung der Charaktere scheint defintiv wichtiger zu sein), aber die Plottwists zum Ende machen das wieder gut!

  2. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.176)
    Aktuelle Rezension von: Miziii

    Das Buch hat mich so berührt! Es war einfach alles dabei - Loyalität, Trauer, Spannung, Düsterheit, Liebe und Freundschaft. Jedes Geschehen war unvorhersehbar und ich musste an einigen Stellen paar Tränen verdrücken. Vor allem hat mir der Perspektivwechsel zwischen Laia und Elias unglaublich gut gefallen. 

    Ich kann es nur weiterempfehlen! Ihr dürft die Geschichte von Elias & Laia nicht verpassen.

  3. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

     (924)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der zweite Band der Trilogie hat mich gegenüber dem ersten Band viel mehr überzeugen können und deswegen bin ich umso froher, dass ich mir vorgenommen hatte, den zweiten Band auch noch zu lesen. 

    Was mir im ersten Band zunehmend fehlte, konnte der zweite wiedergutmachen, indem ich bis zum Schluss herausfinden wollte, für welche Seite sich Kyla letztendlich entscheiden wird. Somit fehlte mir weder die Spannung, die durch einige Wendungen der Handlung hervorgerufen wird, noch die damit verbundene Action.

    Was mich jedoch zunehmend stört, ist der Einfluss, den Ben auf Kyla hat, weil ich mich persönlich mit Bens Charakter schon zu Beginn der Trilogie nicht anfreunden konnte. Der Grund dafür ist sein naives Handeln.

    Schlussendlich lohnt es sich aber, den zweiten Band zu lesen, weil dieser auf jeden Fall besser ist als der erste.

  4. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (208)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  5. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Der Winterpalast ist eine große Geschichte rund um die russische Zarenfamilie. Die Geschichte wird aus der Sicht der Buchbindertochter Warwara (Barbara) erzählt und zeigt die private Seite des Palastes. Die Regentin ist mürrisch, launisch, klug und nachtragend, sie ist machtbesessen und hat nur wenig für ihre Schwiegertochter Sophie von Anhalt-Zerbst (später Großfürstin Katharina) übrig.

    Der Großfürst Peter, ist ein kleiner schmächtiger Mann, der es nicht schafft, sich Respekt und Achtung zu verschaffen. Er spielt lieber mit den Zinnsoldaten Krieg als im wirklichen Leben anzukommen. Seine Ehefrau Großfürstin Katharina ist der klügere Part. Sie lernt schnell und viel und muss so manche Schmach und böse Worte aushalten. Sie wird erniedrigt und abgeschoben und doch wird ihre Zeit kommen. Warwara ist im Palast stets an der Seite der Zarin und der Großfürstin. Sie ist Spionin, Seelsorgerin und Strategieberaterin. Ihren Augen und Ohren entgeht nichts und trotzdem muss auch sie sich in Acht nehmen – vor den bösen Zungen und den falschen Freunden.

    Es ist eine sehr umfassende Geschichte, die bis ins kleinste Detail das Leben im Palast beschreibt. Der Schreibstil ist gut und dadurch hält man auch die 761 Seiten durch. Man lernt ein wenig die russische Geschichte kennen und erhält dadurch einen kleinen Einblick in die russische Seele.

  6. Cover des Buches Six of Crows (ISBN: 9781780622286)
    Leigh Bardugo

    Six of Crows

     (158)
    Aktuelle Rezension von: bookish_yvonne

    Nachdem ich schon so viel Gutes über “Six of Crows (dt. “Das Lied der Krähen”) von Leigh Bardugo gehört habe, musste ich es natürlich auch lesen. Das Buch ist ein Meisterwerk. Anders kann ich das gar nicht beschreiben. Es gibt absolut nichts, was mir nicht gefallen oder auch nur ansatzweise gestört hat. Nichts! Ich liebe es, lest es! Am besten auf Englisch, wenn möglich! [TW: Menschenhandel, Mord, Prostitution, PTSD, Xenophobie]

    Worum geht es?

    Sechs Außenseiter - Eine tödliche Mission

    Kaz: Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken

    Inej: Eine Spionin, die “das Phantom” genannt wird

    Matthias: Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache

    Nina: Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben

    Jesper: Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann

    Wylan: Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

    Kaz wird ein gefährlich Auftrag für viel Geld angeboten. Diesen nimmt er an und mithilfe der anderen Fünf macht sich auf den Weg einen Mann aus dem bestgesichertsten Gefängnis der Welt zu befreien. 

    Ich weiß gar nicht, was mir an dem Buch am besten gefallen hat. Die Diversität? Die Repräsentation? Fangen wir klein an: Ich bin kein großer Fan von dem Trope “der/die Auserwählte”, weil ich es bevorzuge, wenn sich Figuren für etwas entscheiden und nicht, weil es ihre “Bestimmung” ist. Sie sind alle nicht vom Schicksal verdammt worden in dieses Gefängnis einzubrechen, sondern tun es aus unterschiedlichen Gründen. Einige der Charaktere haben braune Augen und es ist so selten, dass Menschen mit braunen Augen gut beschrieben werden, während in gefühlt allen Büchern, in denen die Augenfarben genannt werden, so etwas steht wie “blau wie das ungestüme Meer” oder “grau wie ein tobender Sturm”, ihr wisst sicherlich, was ich meine. 

    Die Charakter sind vom Aussehen so unterschiedlich, denn sie sind nicht einfach alle wunderschön, schlank, weiß mit makelloser Haut. Nein, unterschiedliche Hautfarben, Nina wird als kurvig beschrieben, Kaz hat Narben im Gesicht und bleiben wir kurz bei Kaz. Er humpelt und ist quasi nur mit seinem Gehstock zu sehen. Die Autorin selbst hat Osteonekrose, übersetzt heißt es “Knochen-Sterben”, was wiedeurm bedeutet, Knochensubstanz abgebaut wird und jeder Schritt Schmerzen verursacht. Deshalb ist es kein Zufall, dass Kaz humpelt und einen Gehstock benutzt. Was ich selbst aber am tollsten an seinem Charakter finde: Sein schlechtes Bein ist nicht Teil einer tragischen Hintergrundgeschichte oder der Grund, weshalb er diese Mission antritt. Es ist nach einem Sturz schlecht geheilt und schmerzt seitdem. Dieser Schmerz wird auch immer wieder erwähnt und normalisiert Charaktere, die nicht able-bodied sind. Kaz wird auch nicht darauf reduziert, er ist immer noch der geschickteste Dieb und ein gerissener Mastermind. Das ganze Buch über erleben wir auch, wie Kaz durch vergangene Ereignisse unter PTSD leidet und wie ihn das beeinträchtigt. All das wird ungeschönt dargestellt. Es wird nicht romantisiert und solche Charaktere zeigen, dass andere, die sich mit ihnen identifizieren, ebenfalls mutig und gerissen sein können! 

    Nicht nur Kaz, auch die anderen Charaktere sind einfach so gu ausgearbeitet. Matthias, der mit seiner Xenophobie kämpft, denn er wurde so erzogen alle Grisha zu verdammen, doch Nina scheint humaner zu sein als alle anderen Menschen, die er kennt. Ich liebe Inejs Selbstwertgefühl und dass sie sich nicht in Kaz verliebt, nur weil er sie aus dem Bordell befreit hat. Jesper und Wylan sind queer, aber ihre Sexualität wird nicht großartig erklärt, sondern sie existieren einfach so wie sie sind und für mich normalisiert LGBTQ+ in dieser Fantasy Welt. [S P O I L E R:] Am Ende wird bekannt, weshalb Wylan ausgerissen ist. Er ist Analphabet und auch hier zeigt Bardugo wieder, dass dies einen Menschen nicht definiert. Denn Wylan kann so vieles, dass es unwichtig ist, ob er nun lesen und schreiben kann oder nicht und das sagt auch Kaz zu ihm.

    LEST DAS BUCH, ES IST EIN MEISTERWERK!

  7. Cover des Buches Galgenmädchen (ISBN: 9783836954631)
    Jean-Claude van Rijckeghem

    Galgenmädchen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Jule_Owl

    Eigentlich bin ich eher unfreiwillig zu diesem Buch gekommen, da ich es in der Schule lesen und vorstellen musste. Aber als ich fertig war, war ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.

    Gitte lebt in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts und entkommt nach einer missglückten Aktion nur knapp dem Galgen. Dafür soll sie nun beim Herzog von Almendraje, ihrem Vater, spionieren. Anfangs versucht sie noch, Informationen zu sammeln. Nach und nach entdeckt sie jedoch die Spanierin in ihr und beschließt, ihr Leben dort zu verbringen.

    Nach dem Lesen habe ich mich näher mit dem 80- jährigen Krieg beschäftigt, da mich das Buch neugierig gemacht hat. Die Story ist abwechslungsreich und spannend gestaltet, enthält aber auch die richtige Menge Ernsthaftigkeit, die das Thema mit sich bringt.

    In Gitte konnte ich mich sehr gut einfühlen, da sie für mich eine der "normalsten" Personen war. (Im Vergleich zu z.B. den Leuten, mit denen sie nach dem Waisenhaus umherzieht oder den eher abgehobenen Adeligen in Spanien). Mit der Zeit entwickelt sie sich vom Wildfang, der auf den Straßen überleben muss, zu einer jungen Frau, die schließlich auch heiratet. 

    Ab dieser Stelle ging es vergleichsweise sehr schnell, dafür, dass vorher sehr lange relativ unwichtige Handlungsstränge kamen. Was für mich allerdings nicht schlimm ist, da man dafür von der Umgebung und den Charakteren mehr mitbekommt.

    Sehr schockiert haben mich dann zwei Todesfälle, die doch mehr oder weniger unerwartet kamen. Da wäre einmal ihre Stiefmutter Donna Urraca, die ihr und auch mir mit der Zeit ans Herz gewachsen ist. Andererseits war es schön zu sehen, dass sie trotz allem noch zu Gitte gehalten hat.

    Der zweite war Johannes. Für kurze Zeit bekam der Leser die Phase einer Liebesgeschichte, die sich schon durch das ganze Buch zog. Und dann ist sie wieder aus, da er unerwartet erschossen wird. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass im Krieg sehr viele Leute sterben, aber ich hätte trotzdem gerne mehr von den beiden gesehen.


    Alles in allem hat mich das Buch absolut begeistert. Die unerwarteten Wendungen waren zwar schockierend, haben aber zum Weiterlesen angeregt und die Geschichte immer wieder spannend gemacht. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen!👍😊❤

  8. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    Irene ist eine Spionin. Doch nicht irgendeine Spionin, nein, sie arbeitet für eine Bibliothek, die zwischen verschiedenen Alternativwelten existiert und Bücher aus allen Welten versammelt. Kaum hat sie ein Manuskript aus einem Zaubererinternat gestohlen, wird sie mit einem Frischling auf eine gefährliche Mission geschickt: in ein alternatives London, in dem Werwölfe, Vampire, Fae existieren und Zeppeline als Transportmittel genutzt werden. Dort muss sie eine spezielle Ausgabe von Grimms Märchen finden, doch die wurde bereits gestohlen...



    Als wäre das wunderschöne Cover nicht genug (das Bild ist leider sehr schlecht, in echt ist es dunkelgrün mit goldener Prägung), ist das Buch auch noch megaspannend. Man kommt kaum zu Atem, ständig passiert was. Sobald man sich zwei Seiten entspannt hat, finden sie etwas heraus oder es stürmt jemand herein oder Krokodile sprengen eine Party! Huiuiui.

    Dass mit diversen Personen etwas nicht stimmt, wird einem als aufmerksamer Leser recht schnell klar und es ist interessant zu verfolgen, wie Irene langsam jedem von ihnen auf die Schliche kommt (auch wenn ich ihr bei Aubrey eine Theorie voraus war).

    Die magischen Wesen in dieser Welt werden einem nicht aufgedrängt, also die Vampire hängen nicht ständig im Dunkeln rum und trinken Blut, sondern sie sind Aristokraten und haben halt nur zufällig eine spezielle Diät.



    Insgesamt ein irrer Auftakt - es soll wohl eine Trilogie werden -, der einen fast atemlos zurücklässt. Ich glaube, am Ende stand mir beim Lesen im Zug eine Weile der Mund ein wenig offen...



    "The atmosphere of the library soothed her automatically; the rich lantern lights, the sheer scent of paper and leather and the fact that everywhere she looked, there were books, books, beautiful books."

  9. Cover des Buches AMANI - Verräterin des Throns (ISBN: 9783570164372)
    Alwyn Hamilton

    AMANI - Verräterin des Throns

     (136)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy


    Alwyn Hamilton hat es wieder einmal geschafft.
    Der zweite Teil der Reihe setzt eine Weile nach Ende des Ersten Teils an. Zwischendrin erfahren wir immer mehr was zwischen Amani und Jin passiert ist, dass es zu der Ausgangslage des Buches kommt.
    In diesem Teil befindet sich Amani in den Fängen des Sultans, Ahmeds und Jins Vater.
    Sie versucht zu entkommen und die Rebellion voranzutreiben, umzingelt von Dschinn, Verbündeten, Feinden und Verrätern.

  10. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (338)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Die Geschichte spielt in Frankreich und England im Jahr 1944 und der D-Day steht kurz bevor. Die Résistance versucht einen Angriff auf ein Schloss in Sainte-Cécile in der Nähe von Reims, in der sich ein Gestapo-Hauptquartier und – viel wichtiger – die Fernmeldezentrale der deutschen Besatzer für Frankreich befindet.  Sie zu zerstören ist das Ziel des Angriffs, um die Kommunikationsmöglichkeiten der Deutschen vor der Invasion der Alliierten stark einzuschränken. Bei dem Angriff ist die Agentin der britischen SOE (Special Operations Executive), Felicity Clairet, genannt Flick dabei. Sie ist mit dem französischen Résistance-Chef für Reims, Michel Clairet verheiratet und beherrscht die Sprache perfekt. Doch der Angriff gerät zum Desaster. Flick und Michel retten sich zu Michels Tante Antoinette, die dem Putztrupp im Schloss vorsteht. Und da kommt Flick eine Idee: sie plant, eine Einheit aus mindestens sechs Frauen zu bilden, die als Putztrupp verkleidet ins Schloss gelangt und die Fernmeldezentrale in die Luft sprengt. Zurück in England kann sie ihre Vorgesetzten davon überzeugen und beginnt sofort mit Rekrutierung und anschließendem Training, denn die Zeit ist äußerst knapp. Danach beginnt ein Katz- und Mausspiel mit dem im Auftrag Rommels für die Infrastruktur in Nordfrankreich zuständigen Offizier Major Franck. Der war eher zufällig in den Angriff geraten, ist sehr intelligent und ahnt, dass der desolate Angriff nicht der letzte Versuch war, das Fernmeldezentrum lahmzulegen. Er ist dem Einsatztrupp Flicks, der den Decknamen ‚Dohlen! Trägt immer hart auf den Fersen. Aber erst ganz zum Schluss begegnen sich die Kontrahenten persönlich.

    Das Buch ist extrem spannend geschrieben, sehr leicht zu lesen, aber es leidet an diversen logischen Schwächen:  Dinge, die anfangs unabdingbar sind, werden plötzlich überflüssig,  wofür normale Menschen mindestens eine Viertelstunde brauchen, gelingt in zwei Minuten; ein Toter ist nicht von einer Autohupe wegzuschieben und einiges mehr….

    Schade darum, somit ein durchschnittlicher Follett. Ich habe schon Besseres von ihm gelesen, aber auch schon bedeutend Schlechteres.

  11. Cover des Buches Sweet Tooth (ISBN: 9780099582038)
    Ian McEwan

    Sweet Tooth

     (26)
    Aktuelle Rezension von: NiamhOConnor

    Serena Frome, Tochter eines anglikanischen Bischofs, ist noch keine 25, bildhübsch und belesen und hat einen Abschluss in Mathematik von der Universität Cambridge. Ihren neuen Job beim britischen Geheimdienst MI5 verdankt sie aber nicht ihren akademischen Leistungen, sondern ihrem um drei Jahrzehnte älteren Geliebten Tony Canning. Hätte Ian McEwan den Beginn seines Romans Sweet Tooth (auf Deutsch: Honig)  im 21. Jahrhundert angesiedelt, würden Serena zu Beginn ihrer Tätigkeit ein anspruchsvolles Trainingsprogramm für Geheimagentinnen und im Anschluss daran eine Karriere im Kampf gegen rechten oder linken Terror oder gegen Islamismus erwarten. Serena tritt ihren Dienst aber im Jahr 1972 an, und daher verbringt sie ihre Tage mit dem Tippen und Ablegen von Akten, und ihr erster Auftrag außerhalb der Büromauern besteht darin, gemeinsam mit ihrer Kollegin Shirley Shilling eine vom Geheimdienst gemietete Wohnung zu reinigen, um die Spuren des letzten Einsatzes zu beseitigen. Dort findet sie einen Zettel mit einem Hinweis auf Tony, der sich in der Zwischenzeit sowohl von ihr als auch von seiner Ehefrau getrennt hat.

    Auch der nächste Auftrag ist nicht besonders spektakulär, kommt aber zumindest Serenas Interesse für Literatur entgegen: Im Rahmen des Projekts Sweet Tooth (in der deutschen Übersetzung Operation Honig) besucht sie getarnt als Mitarbeiterin einer Stiftung den noch unbekannten Schriftsteller Thomas Haley und bietet ihm finanzielle  Unterstützung an, die es ihm ermöglichen soll, sich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren.  Die Kandidaten für ein derartiges Stipendium sind sorgfältig ausgewählt: Es werden nur Autoren ins Programm aufgenommen, von denen der MI5 annehmen kann, dass ihre zukünftigen Bücher eine pro-westliche, antikommunistische Ideologie transportieren werden. Wer sie wirklich finanziert, erfahren die Stipendiaten nicht. Wie nicht anders zu erwarten, verliebt sich Serena in Tom, kann sich aber trotzdem oder gerade deswegen nicht dazu durchringen, ihm die Wahrheit zu erzählen.

    Meine Meinung: Die Geschichte, an die sich Serena viele Jahrzehnte später erinnert, ist zwar im Geheimdienstmilieu angesiedelt, aber eher eine Beziehungs- als eine Spionagegeschichte. Sie lässt das London der frühen 1970er-Jahre wiederauferstehen: Die Tochter aus gutem Hause wohnt in einem möblierten Zimmer,  kann dank der Pille gefahrlos Liebschaften eingehen, spaziert durch die Carnaby Street und raucht mit dem Hippyfreund ihrer Schwester auch schon mal einen Joint.  Beim MI5 ist man mit dem Kalten Krieg und den Anschlägen in Nordirland beschäftigt und friert in wegen der Ölkrise ungeheizten Büros. Man macht sich Gedanken über den EU-Beitritt Großbritanniens, zweifelt an den Vorteilen des Zukunftsprojekts Channel Tunnel und freut sich, wenn die linken Gewerkschaften Rückenwind verlieren. 

    Die Sprache, in der Serena all das erzählt, ist ebenso elegant und kultiviert wie sie selbst, und Ian McEwan nimmt für die Geschichte doch auch Anleihen bei seinen Kollegen aus dem Geheimdienstgenre. Ian Flemming wird ausdrücklich erwähnt, und eine Anspielung auf Graham Greene ist wohl der „vierte Mann“, von dem wiederholt die Rede ist. Auch die Atmosphäre der Geschichte hat mich teilweise an Graham Greene erinnert, aber während Greenes Charaktere häufig von Gewissenskonflikten geplagt werden, bleiben bei dieser Geschichte alle, einschließlich Serena, emotional ein wenig unbeteiligt. Wenn eine Liebe scheitert, wendet sie sich nach kurzer Trauerphase der nächsten zu, und die Gefühle aller Beteiligten sind gerade stark genug, um die Geschichte glaubhaft voranzutreiben. Das gibt dem Roman eine augenzwinkernde Leichtigkeit, die den Twist am Ende nur logisch erscheinen lässt. Dieser ist zwar keine ganz neue schriftstellerische Erfindung, aber gekonnt umgesetzt. 



  12. Cover des Buches Nachtauge (ISBN: 9783453437760)
    Titus Müller

    Nachtauge

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden.

     

    Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist.

    Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte.

    Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt.

     

    So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

  13. Cover des Buches Kriegslicht (ISBN: 9783446259997)
    Michael Ondaatje

    Kriegslicht

     (37)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Irgendwie hatte ich im Dezember bist jetzt kein gutes Händchen für Bücher. Und dieses Buch meiner Klassiker-Challenge reißt das Ruder leider auch nicht gerade herum. 

    Nicht wegen einem schlechten Schreibstil oder uninteressanten Figuren, sondern einfach weil dieses Buch so uneeeeeeeeendlich langweilig war.

    Es geht um Nathaniel, der in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, und nun als erwachsener Mann seine Jugend revue passieren lässt. Diese war stark durch seine Mutter geprägt, die eine Spionin im kalten Krieg war. Hört sich nicht so unspannend an, oder? Hahaha.

    Die Geschichten und die Eindrücke, die Nathaniel aus seiner Jugend erzählt, sind an sich sehr interessant. Der Alltag von Kindern, die von Agenten beaufsichtig werden, wodurch man einen Einblick in deren Hintergrundarbeiten aus den Augen eines Jugendlichen bekommt, war spannend. Nur die Umsetzung so dermaßen metaphorisch und ohne Tiefgang daher geschwafelt, dass ich mich lieber nicht weiter darüber auslasse, weil ich sonst echt bösartig wirke. 

    Das Buch hat keinen Höhepunkt, es geht um nichts. Man erfährt im Endeffekt nichts, was man nicht auch vom Klappentext schon weiß. Es gibt keine wirkliche Handlung, sondern nur eine Aneinanderreihung von Beobachtungen… die an sich nicht uninteressant sind, aber so zusammenhangslos. Das ganze Buch wirkt wie ein großer Lückenfüller. Man wartet ständig nur, dass etwas passiert, bis man auf einmal bei der Danksagung ankommt. 

    In den wenigen Momenten, an denen wirklich etwas Tiefgründiges passiert, wo man endlich einmal erahnen kann, wie es mit einer Spionin als Mutter ist, die waren so zerpflückt geschrieben, dass jeglicher Spannungsbogen die Konsistenz einer 30 min Spagetti hatte.  

    Also: Leider nein. Und mir tut das ehrlich leid, denn ich habe das Gefühl, der Autor hängt da mit seinem Herzblut darin. Aber für mich ist das leider nichts.

  14. Cover des Buches Dunkle Flammen (ISBN: 9783453316805)
    Donna Grant

    Dunkle Flammen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Shunya
    Zu diesem ersten Band habe ich eine Art Hass-Liebe entwickelt, wie man so schön sagt. Einerseits gab es so einiges was mich gestört hat, andererseits hat mich das Buch einfach nicht losgelassen. Das lag vor allem am mitreißenden Erzählstil, der mich dazu gebracht hat immer weiterzulesen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Übersetzung hat mich hin und wieder gestört. Die Satzstellung hat auf mich manchmal falsch gewirkt, was das Lesen etwas verzögert hat.
    Die Geschichte ist eher einfach gestrickt. Die Autorin hat Gestaltwandler in Form von Drachen und Feen zusammengewürfelt, eine Prise vom MI5 dazugegeben um die Spannung zu erhöhen und viele Sexszenen, dazu viele Fragen von denen einige zum Ende hin offen bleiben um neugierig auf Band 2 zu werden.
    Die Liebesgeschichte von Kellan und Denae war zwar spannend, weil es einige Konflikte gab, die es nicht einfach gemacht haben, dass sie ein Paar werden, andererseits wirkte es manchmal auch etwas plump auf mich. Die erste Hälfte des Buches wird geschmachtet bis sie im Bett landen und Denae wirkte zwar wie eine starke Figur auf mich, aber wenn es um Kellan ging, war sie stets nur auf ihn fixiert – andersherum genauso. Das hat mich manchmal doch stark genervt, denn es hat die Handlung so ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Auch Kellan war mir in einiger Hinsicht zu jähzornig, was zwar zu einem Drachen passt, aber ihn nicht so richtig sympathisch hat wirken lassen.
    Die Handlung war leider doch recht flach. Es gab sehr viele Hintergrundinfos, aber eher am Rande und nur von den Figuren erwähnt, ansonsten wirkt man beim Lesen doch manchmal an einigen Stellen etwas verloren, wenn alles drunter und drüber geht. Mal ist eine Figur hier, mal dort und einiges wurde mir viel zu einfach dargestelltich hab . Vor allem die Festnahme bei den Dunklen Feen war eine große Enttäuschung für mich, da es auch hier wieder mal nur ums Fummeln ging. Aus der Szene hätte man so viel machen können!
    Auch die vielen erwähnten Charaktere haben mich manchmal ein klein wenig durcheinander gebracht und ich konnte sie nicht immer zuordnen.
    Was mir dann doch ganz gut gefallen hat war die Begegnung zwischen Kellan und Danae zu Anfang, als die beiden sich auf fremden Terrain erst einmal beschnuppern mussten. Auch die Idee mit Gestaltwandlern als Drachen fand ich super, mit den Feen dazu zwar etwas befremdlich, aber okay. Vor allem auch die Kampfszenen gefielen mir, denn an Action wurde auch nicht gespart und die vielen aufgeworfenen Fragen haben das Buch interessant gestaltet. Meiner Meinung nach hätte die Autorin den MI5 ruhig etwas mehr einbinden können. Es war eher so eine Randgeschichte, denn so richtig kam der MI5 beim Krieg zwischen Drachen und Feen kaum zu tragen bzw. ins Spiel.

    Einerseits ein tolles Buch zum Schmöckern, andererseits ist es nicht allzu anspruchsvoll. Ich hatte mir etwas mehr erhofft, immerhin geht es hier um Drachen und Gestaltwandler und der Ansatz war auch nicht schlecht, aber sehr ausbaufähig. Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Band und erhoffe mir, dass sich daraus dann auch etwas Größeres ergibt, so dass die Geschichte mehr Sinn macht. Ich schätze Fans des Genre kommen ohnehin nicht umhin das Buch zu lesen und wer solche Buchreihen mag, sollte auf jeden Fall zugreifen.
  15. Cover des Buches Schattendiebin, Band 1: Die verborgene Gabe (ISBN: 9783473585434)
    Catherine Egan

    Schattendiebin, Band 1: Die verborgene Gabe

     (189)
    Aktuelle Rezension von: a_thousand_and_one_books

    „Die verborgene Gabe“ ist der erste Band der „Schattendiebin“-Reihe von Catherine Egan.

    Darum geht‘s: Das Mädchen Julia, das zusammen mit ihrem Bruder Dek und ihrem Freund Wyn bei einer Gruppe von Kriminellen zu Hause ist, bekommt von einem unbekannten Kunden den Auftrag, das geheimnisvolle Haus der Frau Och zu "inspizieren". Dabei hilft ihr ihr Talent, zu verschwinden: Julia kann in eine zweite Welt abtauchen, die sie für andere unsichtbar macht. Doch die Hausbewohner scheinen ein mysteriöses Geheimnis zu hüten. Und schnell ist Julia in eine dunkle Verschwörung verwickelt...

    Meine Bewertung: Es gibt viele spannende Stellen, insbesondere zum Ende hin. Aber ich muss euch warnen: Zum Schluss wird es nochmal richtig brutal. Also lasst die Finger davon, wenn ihr so etwas nicht so gerne mögt... Ich habe die Hauptdarstellerin Julia zwar für ihren Mut bewundert, aber manchmal war sie mir ein bisschen zu sehr von sich überzeugt. Sie wirkte auf mich auch manchmal nicht so glaubwürdig :(

    Das Cover von der „Schattendiebin“ ist in den typischen Farben gestaltet, die Mädchen ansprechen sollen. Aber die Geschichte kann auch genauso gut Jungs interessieren!!

    Fazit: Leider hat mich die "Schattendiebin" nicht so ganz überzeugt, ich fand die Handlung etwas zu unrealistisch, vielleicht auch zu gewollt Fantasy - deshalb gebe ich nur 3/5 Punkten.

  16. Cover des Buches Mortal Heart - Das Erbe der Seherin (ISBN: 9783570401804)
    Robin LaFevers

    Mortal Heart - Das Erbe der Seherin

     (50)
    Aktuelle Rezension von: LaLecture


    Inhalt


    Seit sie ein Baby war, trainiert Annith im Kloster dafür, endlich auf eine Mission als Assassinin ausgesandt zu werden. Sie hat schon ihre Freundinnen Ismae und Sybella, die beide nach ihr ins Kloster kamen, gehen sehen und ist überzeugt, dass sie als nächstes ausgewählt wird.
    Doch dann belauscht sie ein Gespräch der Äbtissin, das deren Absicht beweist, Annith stattdessen zur Seherin zu machen, was bedeuten würde, dass sie das Kloster nie mehr verlassen wird.
    Als dann auch noch eine nicht fertig ausgebildete Novizin an ihrer statt ausgesandt wird, muss Annith handeln. Kurzerhand bricht sie aus dem Kloster aus, um die Äbtissin in Guérande zur Rede zu stellen, was sich als gar nicht so einfach erweist.


    Meinung


    Ich war sehr begeistert von "Grave Mercy" und "Dark Triumph", den beiden Vorgängern von "Mortal Heart", und auch der Abschluss der Trilogie konnte mich wieder überzeugen.

    Wieder einmal ist die Hauptfigur eine kämpferische und mutige junge Frau, hinter deren Fassade dennoch etwas Zerbrechlichkeit steckt. Annith hat eine sehr interessante Geschichte, die vor allem am Ende durch eine Auflösung ganz anders gestaltet wird, als man erwartet hätte (auch wenn ich diese Auflösung gerade deshalb erwartet hatte, weil sie zunächst so abwegig erschien). Sie ist stark und mutig, doch auch durch ihre Vergangenheit im Kloster und die letzte, sadistisch Äbtissin gezeichnet. In Bezug auf ihr Schicksal ist sie sehr von Selbstzweifel geplagt und durchläuft während des Buches die schwierige Phase, in der sie hin und hergerissen ist zwischen den Wünschen des Klosters und ihren eigenen. "Mortal Heart" behandelt hier Themen wie Loyalität, die Frage, wieviel man anderen schuldig ist, und die Suche nach dem eigenen Weg im Leben.

    Doch auch der historische Teil der Geschichte mit den politischen Intrigen rund um die Herzogin der Bretagne wird in "Mortal Heart" weitergesponnen und schließlich auch aufgelöst. Hier verwebt die Autorin geschickt historische Fakten (Denn viele der Personen, beispielsweise Herzogin Anne oder Graf d'Albret, gab es wirklich.) mit ihren eigenen Ideen, wobei Ismae, Sybella und Annith sowie diverse Fantasy-Elemente letztendlich zur Lösung des Konflikts beitragen. Diese Mischung aus eigenen Ideen und historischen Fakten ist wie auch in den letzten beiden Bänden gekonnt gemacht und hat mir sehr gut gefallen.

    Doch auch die Liebesgeschichte darf natürlich nicht zu kurz kommen, doch ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die ersten beiden Bände gelesen habe, als ich noch jünger war, aber diesmal konnte sie mich nicht ganz so sehr überzeugen. Zwar fand ich die Wahl, wer Anniths Geliebter wird, sehr interessant, doch ihre Gefühle für ihn konnte ich nie so ganz nachvollziehen. Auf mich wirkten sie eher gezwungen, als hätte die Autorin auch für Annith unbedingt einen dunkeln, geheimnisvollen und von seiner Vergangenheit geplagten Liebhaber finden wollen.

    Toll fand ich dagegen, dass man in diesem Band viel mehr Einblicke in die Welt des Klosters und die der Neun (der alten Götter) bekommt. Annith ist im Gegensatz zu Ismae und Sybella dort aufgewachsen und kümmert sich, nachdem ihre Freundinnen das Kloster verlassen haben, um die neuen Novizinnen und verbringt generell während des Buches mehr Zeit dort als die beiden anderen. Durch ihre Erinnerungen erfährt man auch mehr über die ehemalige und die Geschichte der aktuellen Äbtissin.
    Auch die Anhängerinnen anderer Gottheiten lernt man in diesem Buch kennen.
    Von dem Kult um die alten Götter war ich auch diesmal wieder sehr fasziniert und ich habe mich gefreut, in diesem Buch mehr über die Legenden zu erfahren.

    Ein Wiedersehen mit Ismae und Sybella rundet die Reihe ab, denn so erfährt man am Ende des Buches auch, was das Schicksal für die beiden bereithält.


    Fazit

    "Mortal Heart" ist ein sehr gelungener Abschluss der "His Fair Assassin"-Reihe. Die Hauptfigur ist wieder eine vielschichtige und starke junge Frau, der historische Konflikt um die Herzogin der Bretagne wird durch eine interessante Kombination aus historischen Fakten und Fantasie der Autorin gelöst und man bekommt interessante, tiefere Einblicke in die Welt der alten Götter und deren Anhänger. Mit Annith als Hauptfigur werden interessant Themen behandelt, lediglich die Liebesgeschichte wirkte auf mich etwas gezwungen und ab und an war das Buch etwas langatmig. Ich vergebe 4 Sterne.
  17. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (121)
    Aktuelle Rezension von: bernauerin
    das war ein wechselbad der empfindungen diesem buch gegenüber! ich las es, weil ich ian mcewan toll finde und einfach wieder mal ein buch von ihm lesen wollte.
    zuerst zögerte ich tatsächlich, ob ich überhaupt weiterlesen sollte. die erste hälfte zog sich... die beschreibung des elternhauses, der herkunftsfamilie der protagonistin fand ich gut, aber dann handelt der roman hauptsächlich von den kulturellen interventionen der geheimdienste. und ich muss sagen, dass es dem autor nicht gelungen ist, mein nicht dafür vorhandenes interesse zu wecken und ich weiß auch jetzt, nach der lektüre, nicht richtig bescheid darüber. vermutlich liegt das an mir, ich hab es einfach nicht kapiert, wie das genau läuft, diese verbindungen über viele ecken, undercover, wer mit wem oder doch nicht... aber ich wollte auch nicht durch begleitendes recherchieren das thema vertiefen, wie ich es sonst häufig mache.
    aber ich las weiter, bei seite 100 höre ich in der regel nicht mehr auf.
    ich schwankte bereits zwischen 2 und 3 sternen in der bewertung. aber dann! plötzlich nahm das buch an fahrt auf, es wurde so spannend, und es gab nicht nur eine, sondern sogar mehrere unerwartete wendungen, eine auf den letzten seiten, die im nachhinein klarmacht, wie raffiniert dieser roman konstruiert ist. das hat mich dann total begeistert, sodass ich zwischen 3 und 4 sternen schwankte... und das vermeintlich offene ende ist auf den zweiten blick auch kein offenes ende, da man den roman ja gelesen hat... ein genialer kunstgriff! was damit gemeint ist, versteht man aber erst nach der lektüre...
  18. Cover des Buches Das Erwachen des Feuers (ISBN: 9783608982428)
    Anthony Ryan

    Das Erwachen des Feuers

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Gewurmt

    Worum geht’s? / Klappentext:

    Im riesigen Gebiet von Mandinorien gilt Drachenblut als das wertvollste Gut. Rote, grüne, blaue und schwarze Drachen werden gejagt, um an ihr Blut zu kommen. Das daraus gewonnene Elixier verleiht den wenigen Gesegneten übernatürliche Kräfte. Doch das letzte Zeitalter der Drachen neigt sich seinem Ende zu.

    Kaum jemand kennt die Wahrheit: Die Drachen werden immer weniger und schwächer. Sollten sie aussterben, wäre ein Krieg Mandinoriens mit dem benachbarten Corvantinischen Kaiserreich unausweichlich. Alle Hoffnung des Drachenblut-Syndikats beruht auf einem Gerücht, nach dem es eine weitere Drachenart gibt, die weitaus mächtiger ist als alle anderen. Claydon Torcreek, ein Dieb und unregistrierter Blutgesegneter, wird von der obersten Herrschergilde in das wilde, unerforschte Inland geschickt, um einem Geschöpf nachzuspüren, das er selbst für reine Legende hält: dem weißen Drachen.


    Meine Meinung:

    Anthony Ryan hat in „Das Erwachen des Feuers“ eine epische High Fantasy Welt geschaffen. Wie gewohnt lässt er sich bis zum Ende des Bandes nicht in die Karten schauen, was ich besonders spannend finde. Die Figuren sind wahnsinnig interessant ausgearbeitet, zudem wartet Ryan mit neuen, unverbrauchten Ideen auf.

    Die Story hat verschiedene Handlunsgstränge und wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt.

    Zu Anfang brauchte ich ein wenig Zeit, um rein zu kommen, doch als die Story immer mehr Fahrt aufnahm und die Spannnung stieg, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Wer keine Angst vor dicken Wälzern mit Fortsetzungen in Petto hat, der ist bei Anthony Ryan richtigt.

  19. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume

    Als Ruth sich mit ihrem fünfjährigen Sohn Jochen zum Cottage ihrer Mutter in die englische Provinz fährt, ahnt sie noch nicht, das sie erfährt, das der Name ihrer Mutter Eva Delektorskaja lautet. Erst denkt sie das Mama Sall durcheinander ist, doch ihre Mutter gibt ihr in zeitlichen Abständen immer einen Umschlag mit, in dem Ruth die Vergangenheit ihrer Mutter in Form von Berichten und Ereignissen liest. Nichtsahnend läßt sich die Tochter, die in Oxford wohnt, und Studenten Sprachhilfe gibt, auf die von der Mutter gelegten Fährte ein. 


     Doch Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen sich hier, Geschickt und manipulativ versucht die Mutter durch ihre Tochter an die Wahrheit zu kommen. Die ruhelose Mutter, die schon fast paranoid, vorsichtig und vorausdenkend, ihre Tochter in ihre Vergangenheit einbindet, hat nur ein Ziel - eine Abschluss mit den Ereignissen im 2. Weltkrieg zu finden.  

    Die Ich-Erzählerin Ruth beginnt im Jahre 1970 an zu erzählen, als sich ihre Mutter offenbarte. Die Manuskripte, die sie erhält beginnen im Jahre 1939 und verteilen sich bis Kriegsende über verschiedene Aufenthaltsorte ihrer Mutter. 

    Denn Eva, die viele Namen hatte, wurde angeworben...

    Zitate:

    »Suchen Sie sich einen sicheren Unterschlupf. Wo auch immer. Überall, wo Sie sich für eine gewisse Zeit aufhalten, brauchen Sie Ihren persönlichen Zufluchtsort. Den dürfen Sie nicht mir, den dürfen Sie keinem verraten. Einfach ein Ort, zu dem Sie immer Zugang haben, wo Sie anonym bleiben, wo Sie sich, wenn nötig, verstecken können.«


    die wichtigste Regel, Regel Nummer eins, die man nie vergessen darf.«

    »Welche wäre?«

    »Traue niemandem«, 

    Manchmal hatte sie dieses ewige Misstrauen, die ständige Wachsamkeit gründlich satt – wie kann man überhaupt so leben?, fragte sie sich. Immer auf der Hut sein, alles beargwöhnen und ständig in Angst, verraten zu werden, aufzufliegen.

    Ein sehr spannendes Buch, ein Agententhriller und Roman zugleich. Boyd gelingt es die Mutter-Tochter Beziehung authentisch zu erzählen im Rahmen der Ereignisse zu Beginn und Ende des 2. Weltkrieges. 

     Ein sehr flüssiger Schreibstil mit viel Gefühl für die Protagonisten ohne in Klischees greifen zu müssen. Klare Leseempfehlung.

  20. Cover des Buches Doppelte Schuld (ISBN: 9783861903376)
    Anne Chaplet

    Doppelte Schuld

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Katalina Cavic findet während eines Spaziergangs mit ihrem Hund eine Leiche im Schloßpark. Sie erinnert sich schwach an den Menschen und sofort stark wieder an ihre Vergangenheit und hat Angst.
    Er suchte eine Frau und fragte sie nach einer Frau mit Blindenhund.
    Diese Frau nennt sich Mary...

    Es ist ein Roman der sehr viele Schicksale verbindet...welche eigentlich nicht viel mit einander zu tun haben. Doch indirekt immer Verbunden sind.
  21. Cover des Buches Winter eines Lebens (ISBN: 9783453421776)
    Jeffrey Archer

    Winter eines Lebens

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86

    Jeffrey Archer hat es geschafft 7 tolle Bücher über eine sagenhafte Familie zu schreiben. Leider ist diese tolle Reihe zu Ende. Es endet in Würde und so toll! Harry Clifton und seine Familie sind tolle Persönlichkeiten, es geht um Politik und Gesellschaft. Ich konnte recherchieren...

    Der Schreibstil war flüssig, manchmal war es langatmig, aber dies war schnell orbei und ein Kapitel das wieder spannend war, folgte! 

    Dies war meine erste Reihe von Jeffrey Archer, ich freue mich schon auf andere, denn er wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben!

    Das letzte Buch der Clifton Saga bekommt die vollen 5 Sterne!

  22. Cover des Buches Dämonenkuss: Dunkles Versprechen (Scarlett & Callum 2) (ISBN: B00XGDEBNU)
    Selina Marie

    Dämonenkuss: Dunkles Versprechen (Scarlett & Callum 2)

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_2104
    Inhalt:
    Nur einen Anruf hinterlässt Callum ihr vor seiner Flucht. Obwohl der Meistervampir aus Rache jemanden umgebracht haben soll, glaubt Scarlett an seine Unschuld und gerät dabei in den Machtkampf zweier Vampirfamilien. Scar weiß, dass sie ihn finden muss, um die Wahrheit zu erfahren. 
    Während sie sich bei einer Jägergruppe einschleicht, bringt sie nicht nur der charmante Vampirjäger Vincenzo vom Weg ab. Die Jagd nach Callum sollte bloß eine Ablenkung von der wahren Bedrohung sein. Jetzt muss sie Cal helfen und ihre Familie aufspüren, um eine Verschwörung aufzuhalten und ihre Mutter, die Dämonenkönigin, zu retten.

    Meine Meinung:
    Auch der zweite Teil der Reihe gefällt mir echt gut. Die Charaktedre entwickeln sich weiter und wachsen einem auch immer mehr ans Herz.

    Leider muss ich sagen, dass ich von Scarlette in diesem Teil etwas enttäuscht bin, denn sie nimmt teilweise die Züge eines "wehrlosen" Mädchens ein. Das find ich sehr schade. Dafür passiert aber echt einiges, was ich toll finde, denn dadurch kommt etwas mehr Spannung in die Reihe.

    Von Callum bin ich nach wie vor begeistert. Wie kann man sich nicht für ihn entscheiden und interessieren. Er ist so charismatisch und aufregend. Da hab ich mein Herz schon ein wenig verloren.

    Von Clifton und Vincenzo bin ich leider gar nicht begeistert. Ich bin kein Fan von Charakteren die sich so in den Mittelpunkt stellen :( und Scarletts Oma hat mir gefehlt. Die fand ich toll im ersten Band, das ist mir hier etwas zu kurz gekommen.

    Fazit:
    Eine in sich gelungene Fortsetzung. Tolle Mischung aus Spannung und Romantik. Klare Leseempfehlung. Ich bin gespannt auf das Finale.
  23. Cover des Buches Die Poetin (ISBN: 9783746618487)
    Guido Dieckmann

    Die Poetin

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Die Kurpfalz in der Zeit des Biedermeier. Eine lebensfrohe junge Dichterin reist mit ihren jüdischen Eltern aus dem preußischen Gebiet nach Heidelberg, wo ihr Bruder Medizin studiert. Als wahre Begebenheit, auf welcher der Roman basiert, liegen die Studentenaufstände und der Mordanschlag auf den Mannheimer Schriftsteller Kotzebue zugrunde, der damals der Spionage für Russland verdächtigt wurde. Verschwörung, blutige Unruhen und eine junge Poetin in den Wirren der Revolution und der Liebe… Der Plot verspricht Spannung, hält aber nur wenig davon. Die lebensfrohe junge Dichterin würde ich als unfolgsame, egoistische dumme Gans bezeichnen, die keinen Moment an die Gefahren für ihren Bruder oder ihre jüdischen Eltern denkt, wenn sie schon auf ihre eigene Person keine Rücksicht nimmt. Völlig unlogisch für diese Zeit nimmt das unverheiratete Gör mehrfach Reißaus und bewegt sich alleine durch Heidelberg und andere Stätten – was im Grunde bezüglich Sitte und Anstand für diese Zeit absolut absurd ist, da dies für eine Frau einem kompletten Ehrverlust gleichkommt. Dabei haben die Erlebnisse von Nanetta, wie diese jüdische Poetin genannt wird, für mich sehr wenig mit Abenteuer und Spannung zu tun, eher mit Frust, weil die holde Weiblichkeit aus der Feder von Herrn Dieckmann einmal mehr mit lebensfernen Klischees behaftet wird. Auch die unterschwellig beginnende Liebesgeschichte versteht mich nicht zu fesseln. 

    Neben diesen Fauxpas warte ich die ganze Zeit über, dass die Dichterin ihrem Stand Ehre macht und irgendetwas Poetisches aus ihren Eindrücken oder Gefühlen zu Papier bringt. Aber nein, sie schleppt nur persönliche Briefe von Heinrich Heine in ihrem Ridikül mit sich herum. Auch andere Situationsbeschreibungen im Roman entsprechen meiner Meinung nicht den Gegebenheiten dieser Zeit, in der man z B. sicherlich die Federn der gerupften Hühner nicht einfach auf die Straße warf, sondern alles zu verwenden wusste. 

    Interessant dargestellt fand ich die geschichtlichen Ereignisse und ihren Einfluss auf das Alltagsleben. Besonders die Szenen, die den schon damals grassierende Judenhass und seine Auswüchse aufzeigen. Insgesamt jedoch ein mittelmäßiges Lesevergnügen.

  24. Cover des Buches Die Geliebte des Meisterspions (ISBN: 9783802586767)
    Joanna Bourne

    Die Geliebte des Meisterspions

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Anfang des 19. Jahrhunderts ist die berühmte Spionin Annique Villiers, die in ihrer Zunft als „Füchschen“ bekannt ist, in Frankreich von ihren eigenen Landsleuten gefangen genommen worden. Der intrigante Leblanc will von ihr die Albion-Pläne, die als Vorbereitung für Napoleons Invasion in England dienen. Er hat schon einmal versucht, sie in die Finger zu bekommen, und Annique weiß, wozu er fähig ist. Deshalb bricht sie aus dem Kerker aus und verhilft dabei auch zwei englischen Spionen zur Flucht, von denen der ältere sich zu ihrem Schrecken als „Grey“, der zweite Mann des britischen Geheimdienstes, entpuppt. Und dieser Robert Greyson Montclaire Fordham will sich die Chance nicht entgehen lassen, das Füchschen nach England zu schaffen und selbst an die Albion-Pläne zu gelangen. Doch trotz eines Handicaps ist Annique keine leichte Beute, dafür aber eine große Versuchung. Auch die junge Frau, die von Kindesbeinen an für ihre Aufgabe trainiert wurde, droht, bei dem schneidigen Agenten schwach zu werden.

    Spione gehören neben Lords und Lebemännern wohl zu den beliebtesten Helden in Regency-Liebesromanen. Da ist es nicht leicht, aus der Masse herauszustechen. Doch Joanna Bourne gelingt es im ersten Band ihrer Serie über die Meisterspione auf eigentlich simple Weise, indem sie sie wirklich etwas von ihrem Beruf verstehen lässt, statt sie bloß die Rolle eines Geheimagenten spielen zu lassen. Sowohl Grey und seine Mannen als auch Annique, die noch keine zwanzig, wegen ihres Werdegangs aber sehr reif ist, sind ausgebuffte Profis, denen man es tatsächlich zutraut, an vorderster Front zu agieren. Und als Konkurrenten schenken sie sich nichts. So, wie sie mit Leib und Seele ihrem jeweiligen Vaterland treue Dienste leisten, verlieben sie sich auch ineinander, wodurch die Konflikte vorprogrammiert sind. Die Autorin hat immer wieder Überraschungen auf Lager und fesselt die Leser mit Action und Leidenschaft bis zum Schluss. (TD)

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