Bücher mit dem Tag "spionin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spionin" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

     (1.421)
    Aktuelle Rezension von: seelenseiten

    Ich habe nur Positives über das Buch gehört und der Klappentext hat mich total angesprochen.

    Die Mitarbeiterin in der Buchhandlung sagte man könnte die Dilogie unabhängig von der Grisha-Triologie lesen kann, denn die hat mich auf den ersten Blick nicht überzeugt.


    Gesagt getan.


    Auf den ersten 250 Seiten war ich auch noch richtig optimistisch dabei, danach ging es irgendwie stetig Berg ab.


    1.    Man wurde ohne große Instruktionen in eine riesige neue Welt eingeführt. Durch diese fehlende Einführung war es sehr schwierig sich zu orientieren. Ich denke es wäre doch sinnvoll vorab die Grisha-Triologie zu lesen, da man dort ja schon einiges über die Orte und Grisha-Kultur lernt.


    2.    Beim Vorhaben der Gruppe sind Probleme, Schwierigkeiten und mögliche Fallen vorprogrammiert. Da sollte man meinen, man wäre etwas vorsichtiger unterwegs und/oder besser vorbereitet. Pustekuchen! Die Truppe läuft von einem Hinterhalt in den Nächsten und jedes Mal schaffen Sie es sich auf wundersame Weise zu retten. 


    3.    Perspektivenwechsel stören mich eigentlich nicht, aber hier waren es mir zu viele Verschiedene. Bei sechs Personen den Durchblick zu behalten ist wirklich als schwierig, vor allem wenn man zu keinem eine Bindung aufgebaut hat. Keiner der Charaktere hat mich irgendwie gefesselt oder mich mitfiebern lassen.


    4.    Die Mission ist es in ein Gefängnis einzubrechen, aus dem man quasi nicht fliehen kann, weil es so gut gesichert ist. Darum dreht es sich die Story. Wieso also schon vorher ein Gefängnisausbruch? Leigh Bardugo hätte sich bei Matthias gerne was Anderes ausdenken können, so war es nämlich das Selbe und lässt die Story uneinfallsreich wirken.


    Optimistischer Weise hatte ich schon das „Gold der Krähen“ mitgekauft.

    Sonst würde ich den Folgeteil nicht anfassen.


  2. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.251)
    Aktuelle Rezension von: project_fantasy

    Ich frage mich gerade wirklich, warum ich dieses Buch nie früher begonnen habe und einerseits ärgere ich mich darüber, dass ich dieses wundervolle Buch nicht schon voher gelesen habe, aber andererseits freue ich mich total, dass ich die Geschichte wenigstens jetzt lesen konnte. Dieses Buch ist wirklich so gut und wenn ihr es noch nicht gelesen habt, dann kann ich euch nur empfehlen, macht es!
    Angefangen bei der Story, dem Setting, dem Weltenaufbau bis hin zu den Charakteren ich liebe alles!
    Im Buch begleiten wir immer abwechselnd die beiden Protagonisten Elias und Laia, die beide aus komplett unterschiedlichen Welten kommen. Elias, Schüler an einer Militärakademie, um eine Ausbildung als sogenannte Maske zu absolvieren. Die Masken dienen dem Imperium, welches das Volk der Kundigen unterdrückt. Laia ist eine Kundige und fürchtet jeden Tag um ihr Leben, um ihren Bruder zu retten muss sie sich als Sklavin in die Militärakademie schleichen, wo sie auf Elias trifft, der eigentlich ihr Feind sein sollte...
    Ich habe dieses Buch gefühlt inhaliert. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, hab mit den Charakteren mitgefiebert, mich geängstig, gefreut und und und.
    Ich liebe die Protagonisten so sehr. Laia, die so stark, mutig und tapfer ist und alles tut, um ihren Bruder zu retten, sie macht so eine enorme Charakterentwicklung durch. Aber auch Elias, der mir von der ersten Seite an, mit seiner hinterfragenden, freundlichen, netten und dennoch gnadenloser, mutigen und sturen Art, sofort sympathisch war.
    Ich kann den zweiten Band kaum erwarten und hoffe, dass er demnächst bei mir ankommt 😫

    Fazit:
    Dieses Buch ist ein absolutes Jahreshighlight! Ich liebe die Story, Charaktere, das Setting und den Weltenaufbau - einfach alles!
    Wenn ihr das Buch noch nicht gelesen habt, dann kann ich es euch auf jeden Fall nur ans Herz legen!
    5/5 ⭐

  3. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

     (955)
    Aktuelle Rezension von: Onomatopoesie

    Hat sich etwas gezogen und es wurde ein Zwiespalt erzeugt der nicht hätte sein müssen aber trotzdem gut gemacht und es lohnt sich für den dritten Teil!

  4. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  5. Cover des Buches Der Winterpalast (ISBN: 9783458359708)
    Eva Stachniak

    Der Winterpalast

     (276)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Eine Geschichte des Aufstiegs Katharina der Großen. 

    Ein Meisterwerk voller Intrigen, Prunk und großen Gefühlen. Das waren meine Erwartungen an diesen historischen Roman.


    Eine Buchbindertochter die einen steinigen Weg in das Innere des Palastes gehen muss. Etwas Glück und gute Beziehungen machen sie zu einer Zunge...

    Warwara ist als Prota eine gute Wahl, um die Gepflogenheiten am Hofe darzustellen. Man blickt durch ihre Augen und fühlt sich schon von Anfang an in sie hinein. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen sind oft gut nachvollziehbar.

    Insbesondere was es bedeutet eine Frau zu sein, während es doch den Männern vorbehalten bleibt die wichtigen Rollen zu spielen. Denn schnell wird Warwara, als auch dem Leser klar: Es ist leicht austauschbar zu sein. Und als Frau hat man nicht den selben Stand, wie ein Mann. Ganz gleich, dass das Oberhaupt nunmal eine Frau (Kaiserin Elizabeth) ist. 

    Genau deswegen freut, trauert und ärgert man sich oft mit Warwara mit. 

    Als Prota ist sie gut gelungen, sie ist schlau, schlagfertig und eine gute Freundin. 

    Fraglich ist jedoch, dass gerade eine solch kluge Frau am Ende erst merkt, wie austauschbar sie ist und nicht im geringsten das, was sie denkt zu sein. Entgegen ihrer Gerissenheit ist so dich kindlich naiv was eine Sache angeht und dies hat mich bis zum Schluss ganz arg gestört und das Ende der Story für mich leider zerstört, da ich doch mehr erwartet hatte... 


    Durch den flüssigen aber doch etwas gehobeneren Schreibstil erhält man einen Eindruck der Stärke und des Stolzes des früheren Russland. Die Beschreibungen der Personen und Räumlichkeiten sind äußerst anschauungsvoll. Man bekommt das Gefühl durch den Winterpalast zu wandern, was ich persönlich an Büchern sehr zu schätzen weiß, denn darin liegt wohl auch ein gewisser Zauber. 

    Die anderen Charaktere werden ebenfalls gut beschrieben und es fällt bei dem einen oder anderen leicht ihn zu lieben oder aber auch zu hassen. 


    Was für mich etwas zu kurz kam war tatsächlich der Hauptgrund, weshalb ich das Buch überhaupt gelesen habe: Katharina die Große. 

    War der Anfang vielversprechend, so wurde ich doch mehr und mehr enttäuscht. 

    Natürlich war bereits zu Beginn klar, dass sie nicht die Prota sein wird, dennoch wäre etwas mehr Nähe und mehr ihres eigentlichen Aufstiegs mitsamt einer spürbaren charakterlich Entwicklung schön gewesen. Auf den ersten 400 Seiten hatte ich das Gefühl, sie ist ein verschüchtertes, aber strebsames Mädchen, was sich versucht zu integrieren und dennoch nicht zu sehr aufzufallen. Danach kommt für circa 50 Seiten ein Aufbäumen, was jedoch leicht unübersichtlich und nicht gut durchdacht schien und danach war sie einfach nur unsympathisch. Nicht das, was der Klappen Text genau erwarten lies. 


    Schlussendlich ein nettes Buch zur Unterhaltung zwischendurch, solange man ein wenig Interesse an russischer Geschichte und Kultur hat, ansonsten aber auch nicht schlimm, wenn man es nicht vorhat zu lesen. 


  6. Cover des Buches Six of Crows (ISBN: 9781780622286)
    Leigh Bardugo

    Six of Crows

     (200)
    Aktuelle Rezension von: lesenswesen

    Habe lange nicht mehr so lange an einem Buch gelesen und es hat mich sehr frustriert, weil ich auch nicht verstehe, warum ich hierfür so lange gebraucht habe. Die Shadow and Bone Trilogie habe ich zum Beispiel innerhalb weniger Tage weggeatmet, hier habe ich mehrere Wochen gebraucht. Dabei war das Buch echt gut! Aber Leseflauten kann man halt nicht immer verstehen…
    Ich glaube, eine Sache, an der ich mich oft gestört habe, ist der Fakt dass die sechs Protas um die 17 Jahre alt sind. Was schon echt jung ist, wenn man bedenkt, was sie alles erlebt haben und können. Wären sie älter gewesen, zumindest ein paar Jahre, wäre es plausibler gewesen für mich. Ansonsten habe ich die sechs aber sehr ins Herz geschlossen!
    Sie haben alle tragische Hintergründe, tragen ihre Päckchen und Erfahrungen. Aber wir als Leser*innen erfahren nicht direkt alles auf einmal. Es werden immer Krümel platziert, und erst auf halbem Wege durchs Buch erfährt man schließlich die ganze Geschichte. Und das fand ich echt cool, weil dadurch immer wieder Überraschungsmomente da waren und man teils gezwungen war, die Meinung über die Charaktere nochmal zu durchdenken… 

    Kaz ist der Angelpunkt der Geschichte, er hat den Auftrag an Land gezogen und die Gruppe zusammengestellt. Und trotzdem bleibt er mysteriös und hat immer noch einen Trick oder eine Idee auf Lager, die alles verändern. Das hat mich schon ein wenig genervt, aber es war gleichzeitig auch sehr praktisch und hat dann für Spannung gesorgt, als das Team getrennt war und sie sich eigene Lösungen überlegen mussten. Zum Ende hin wurde es nämlich wirklich spannend, als gefühlt alles schief gelaufen ist.
    Besonders fasziniert war ich von Nina, die einfach so viele Sprachen spricht und mich damit ein wenig neidisch macht. Die Dynamik zwischen Jesper und Wylan fand ich ziemlich amüsant, und Mathias’ Charakterentwicklung fand ich sehr spannend. Inej hätte gerne ein wenig präsenter sein können. Alles in Allem aber eine schöne Rückkehr ins Grishaverse, einige Jahre nach den Ereignissen der Shadow and Bones Trilogie.

  7. Cover des Buches AMANI - Verräterin des Throns (ISBN: 9783570164372)
    Alwyn Hamilton

    AMANI - Verräterin des Throns

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Sternensee

    Meinung: Als ich anfing, diesen Band der Reihe zu lesen, hatte ich wirklich große Abgst davor, dass das der typisch schwache 2. Band werden könnte, nachdem der erste mir doch so gut gefallen hatte. Zum Glück war das absolut nicht der Fall.

    Der Anfang ist rasant, man ist sofort mitten im Geschehen und nur persönlich ist derEinstieg leicht gefallen. Auch der Schreibstil gefällt mir, er ist knapp und ohne viele Ausschmückungen, was der Spannung gut tut.

    Und Spannung konnte man hier wirklich nicht vermissen. Von Anfang bis Ende war sie da und ganz am Ende, wurde es nochmal richtig gut. An der Geschichte kann man nichts aussetzen. Besonders interessant fand ich den Wechsel des Schauplatzes. Der Palast des Sultans ist schön dargestellt und es ist spannend zu erfahren, wie die Perspektive des Sultans auf alles ist.

    Charaktere sind wieder gut ausgearbeitet. Ab und zu finde ich Amanis Sichtweise auf sterbende Personen, die sie nicht kennt, etwas kalt, denn das scheint ihr überhaupt nichts auszumachen, aber so ist sie eben. Und irgendwie mag ich sie trotzdem. 

    Ich finde es auch toll, das hier viele neue Charaktere dazukommen, aber was ich wirklich schlimm finde, sind die Namen. Nicht, dass ich sie nicht schön finden würde, das nicht. Aber viele klingen so ähnlich wie andere, dass ich einfach oft total durcheinander komme. Selbst die Autorin scheint nicht immer durchzublicken, denn im Personenglossar am Anfang steht, dass Amanis Tante Sayyida heißt. Im Buch heißt es aber, ihr Name sei Safiha (oder so ähnlich, ich kann mir das einfach nicht merken). Oft wird im Bich auch von einer Person gesprochen, deren Name ich längst vergessen haben muss, denn ich kann mich nicht erinnern, ihn zuvor gehört zu haben.

    Aber das ist auch der einzige Minuspunkt und Namen sind schließlich nicht die Welt. Das Buch konnte mich voll überzeugen und war meiner Meinung nach sogar spannender, als der erste Teil. 

    Fazit: Dr 2. Teil der Reihe ist fast spannender, als der erste und bietet darüber hinaus viele neue Charaktere und einen interessanten neuen Schauplatz. Das Buch konnte mich voll und ganz überzeugen, deswegen gibt's von mir eine ganz klare Leseempfehlung und 4,5 von 5*.

  8. Cover des Buches Winter eines Lebens (ISBN: 9783453421776)
    Jeffrey Archer

    Winter eines Lebens

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86

    Jeffrey Archer hat es geschafft 7 tolle Bücher über eine sagenhafte Familie zu schreiben. Leider ist diese tolle Reihe zu Ende. Es endet in Würde und so toll! Harry Clifton und seine Familie sind tolle Persönlichkeiten, es geht um Politik und Gesellschaft. Ich konnte recherchieren...

    Der Schreibstil war flüssig, manchmal war es langatmig, aber dies war schnell orbei und ein Kapitel das wieder spannend war, folgte! 

    Dies war meine erste Reihe von Jeffrey Archer, ich freue mich schon auf andere, denn er wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben!

    Das letzte Buch der Clifton Saga bekommt die vollen 5 Sterne!

  9. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

     (112)
    Aktuelle Rezension von: buecherhaii

    Das Cover hatte mich neugierig gemacht und der Klappentext ist auch sehr einladend und sagt viel aus. 


    Ohne zu Spoilern möchte ich hier mein Lese Erlebnis mit euch teilen: 


    Das Buch fing direkt super spannend an und die Spannung war bis zum Schluss oft durchgezogen. Es gab keine Momente wo ich das Buch nicht lesen wollte da mir selbst der Schreib Stil sehr zugesagt hatte. Die Personen und die Geschichte an sich wird gut dargestellt. Es sind keine schweren Wörter dabei und man kann die Sätze lesen und direkt sich vorstellen wie es wohl abgelaufen ist. 


    Das Buch hat mich nicht enttäuscht obwohl ich bei Beginn leichte Zweifel hatte das ich mir zu viel vorgestellt habe .. aber das Buch war genau richtig und es war sehr einladend es zu lesen.  


    Das einzige was mich halt bisschen verwirrt hatte am Anfang war das dieses Buch nicht chronologisch geschrieben wurde, nachdem ich mich aber reingefunden habe war dem Lese Erlebnis keine Grenzen mehr gesetzt. :D

  10. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    In den 1970er Jahre geht die junge Serena Frome zum britischen Geheimdienst, weil ihr Liebhaber diese Arbeit ihr schmackhaft machen kann und sie selbst nicht so richtig weiß, was sie nach ihrem Studium, eigentlich machen soll. Weil sie gerne liest wird Serena auf eine literarische Mission geschickt. Sie soll ein Projekt betreuen, das Autoren unterstützt, die dann unbewusst positiv über die Demokratie und den Kapitalismus schreiben und den Kommunismus ablehnen. Sie verliebt sich dabei in den Autor, den sie betreut und findet heraus, dass ihr ehemaliger Liebhaber offenbar ein Verräter war. Immer tiefer in der verbotenen Liebe zum Autor gefangen wird das Erstlingswerk des Autors ein Erfolg, gleichzeitig kommt die Unterstützung durch den Geheimdienst ans Licht. Serena will alles gestehen und liest das neue Manuskript und muss dabei feststellen, dass nicht sie den Autor beobachtete, sondern dieser sie und letztlich alle Informationen sich bereits zusammengetragen hat.

    McEwan kann mit seiner Sprache und seinem Schreibstil wieder einmal überzeugen und widmet sich einer Geschichte aus Liebe, Spionage und Spannung. Die Geschichte ist zwar gut erzählt, konnte mich dieses Mal aber nicht überzeugen. Das Thema franst aus und es werden zu viele Nebenpersonen installiert. Das Ende ist überraschend, aber gut passend. Eine Auflösung ist das Ende aber nicht. Ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Nicht das beste Buch von McEwan.

  11. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (347)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die Leopardin" ist ein Spionagethriller von Ken Follett. Die Landung der Alliierten in der Normandie steht Ende Mai 1944 unmittelbar bevor. Ein Anschlag der Résistance auf die wichtige Fernmeldezentrale in Sainte-Cecile geht schief und die beteiligte britische SOE-Agentin Felicity Clairet entkommt mit knapper Not zurück nach England. Aber sie fasst einen neuen Plan und kann die Entscheidungsträger überzeugen. Ein Wettlauf gegen die Zeit um doch noch die wichtigste Nachrichtenübermittlungsstelle der Nazis zu zerstören und damit die Invasion entscheidend zu unterstützen. Dabei hat sie nur ein Team aus Frauen zur Hand, die bereits vorher an der harten Ausbildung scheiterten, ein Todeskommando gegen die brutalen Gegenspieler der Gestapo. Ken Follett beschreibt in diesem Spionageroman ein fiktives Ereignis, dass sich in den wenigen Tagen vor der Invasion abspielt. In der Realität gab es damals nur wenige Frauen, die als  Special Operations Executive Geheimagenten tätig waren. Ganze fünfzig wurden damals nach Frankreich entsandt, wobei sechsunddreißig ihre Einsätze überlebten. Der Autor wählt für diesen Roman historisch korrekte Rahmenbedingungen und bettet seine eigene Widerstandsgeschichte darin ein. Bei dieser bedient er sich sicherlich ein wenig klassischem Klischee, aber dies stört beim Lesen keineswegs. Denn die Geschichte ist sehr spannend erzählt, teils sicherlich auch brutal dargestellt, aber eben immer fesselnd. Vor vielen Jahren hatte ich bereits mal "Die Nadel" von Ken Follett gelesen und ich finde "Die Leopardin" ist ein weiterer sehr guter Spionageroman aus der Feder des Autors. Speziell das Katz- und Maus Spiel zwischen dem deutschen Major Dieter Franck und der Leopardin Flick hat mir dabei sehr gefallen. Wem Geschichten wie "Agenten sterben einsam" oder "Das dreckige Dutzend" gefallen, der findet auch mit "Die Leopardin" eine gute und spannende Unterhaltung.

  12. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  13. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

     (40)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Tolle Story. Die Idee, dass es eine geheimorganisation gibt die Bücher sammelt und das somit viele verschiedene Welten berreist werden müssen… wirklich interessant. Kann man wirklich nur empfehlen.

  14. Cover des Buches Mortal Heart - Das Erbe der Seherin (ISBN: 9783570401804)
    Robin LaFevers

    Mortal Heart - Das Erbe der Seherin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Band 3 der Reihe "Grave Mercy". Annith ist schon seit sie geboren wurde im Kloster von St. Mortain aufgezogen. Dort dienen die Schwestern noch einem der alten Göttern der Bretagne - Mortain. Annith muss immer zurück bleiben, Ismae und Sybilla wurden vor ihr ausgeschickt und jetzt wieder. Ein anderes Mädchen, eine andere Ihrer Schwestern. Sie muss wieder im Kloster zurück blieben, obwohl sie überall die beste ist. Und dann wird sie auch noch ausgewählt die nächste Seherin zu werden und für immer zwischen den Klostermauern gefangen zu sein. Annith fühlt sich verraten von der Äbtissin und beschließt ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

    Sie trifft die Teufelsknechte, ihre Schwestern, die Herzogin Anne und plötzlich kommen Geheimnisse ans Licht, die Annith Leben komplett auf den Kopf stellen ...


    Meinung

    Es ist Jahre her, seitdem ich die ersten beiden Bände gelesen habe und jetzt endlich! an Band 3 gekommen bin, der leider als nicht mehr neu käuflich ist. Trotzdem, dass ich in der Reihe nicht mehr so ganz drin war, ließ sich das Buch sehr gut lesen und hat mich direkt wieder angefixt.

    Dass auch Annith jemanden gefunden hat, und vorallem wen sie gefunden hat, fand ich erst etwas seltsam und übertrieben, aber letztlich eine sehr schöne Idee und habe mich gefreut davon zu lesen.

    Ich habe es gerne gelesen und war sehr überrascht von den Wendungen, die das Buch genommen hat! Auch wieder über die Vergangenheit und die alten Götter von der Bretagne zu lesen hat mir sehr gefallen. 

    Die ersten beiden Bände haben mir einige Dinge in der Bretange schon irgendwie näher gebracht, als ich dort vor zwei Jahren im Urlaub war. Jetzt nachdem ich die Kulur der Bretagne gesehen habe, war es ganz wunderbar nochmal davon zu lesen, diesmal mit echten Bildern im Kopf. Und so ganz verloren haben die Bretonen ihre alten Götter und Geschichten nämlich auch nicht. 

    Lohnt sich zu lesen, wenn man eine seichtere Liebesgeschichte und geschichtlichen Hintergrund aus Frankreich lesen mag :) Besser ist es aber die ersten beiden Bände zu kennen, um in der damaligen Geschichte drin zu sein.

  15. Cover des Buches Galgenmädchen (ISBN: 9783836954631)
    Jean-Claude van Rijckeghem

    Galgenmädchen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Jule_Owl

    Eigentlich bin ich eher unfreiwillig zu diesem Buch gekommen, da ich es in der Schule lesen und vorstellen musste. Aber als ich fertig war, war ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.

    Gitte lebt in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts und entkommt nach einer missglückten Aktion nur knapp dem Galgen. Dafür soll sie nun beim Herzog von Almendraje, ihrem Vater, spionieren. Anfangs versucht sie noch, Informationen zu sammeln. Nach und nach entdeckt sie jedoch die Spanierin in ihr und beschließt, ihr Leben dort zu verbringen.

    Nach dem Lesen habe ich mich näher mit dem 80- jährigen Krieg beschäftigt, da mich das Buch neugierig gemacht hat. Die Story ist abwechslungsreich und spannend gestaltet, enthält aber auch die richtige Menge Ernsthaftigkeit, die das Thema mit sich bringt.

    In Gitte konnte ich mich sehr gut einfühlen, da sie für mich eine der "normalsten" Personen war. (Im Vergleich zu z.B. den Leuten, mit denen sie nach dem Waisenhaus umherzieht oder den eher abgehobenen Adeligen in Spanien). Mit der Zeit entwickelt sie sich vom Wildfang, der auf den Straßen überleben muss, zu einer jungen Frau, die schließlich auch heiratet. 

    Ab dieser Stelle ging es vergleichsweise sehr schnell, dafür, dass vorher sehr lange relativ unwichtige Handlungsstränge kamen. Was für mich allerdings nicht schlimm ist, da man dafür von der Umgebung und den Charakteren mehr mitbekommt.

    Sehr schockiert haben mich dann zwei Todesfälle, die doch mehr oder weniger unerwartet kamen. Da wäre einmal ihre Stiefmutter Donna Urraca, die ihr und auch mir mit der Zeit ans Herz gewachsen ist. Andererseits war es schön zu sehen, dass sie trotz allem noch zu Gitte gehalten hat.

    Der zweite war Johannes. Für kurze Zeit bekam der Leser die Phase einer Liebesgeschichte, die sich schon durch das ganze Buch zog. Und dann ist sie wieder aus, da er unerwartet erschossen wird. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass im Krieg sehr viele Leute sterben, aber ich hätte trotzdem gerne mehr von den beiden gesehen.


    Alles in allem hat mich das Buch absolut begeistert. Die unerwarteten Wendungen waren zwar schockierend, haben aber zum Weiterlesen angeregt und die Geschichte immer wieder spannend gemacht. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen!👍😊❤

  16. Cover des Buches Kriegslicht (ISBN: 9783446259997)
    Michael Ondaatje

    Kriegslicht

     (40)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Im Jahr 1945 gingen unsere Eltern fort und ließen uns in der Obhut zweier Männer zurück, die möglicherweise Kriminelle waren"


    Nachkriegszeit in London. Die von der Mutter verlassenen Kinder Nathdaniel und Rachel bleiben im Haus zurück und kommen unter den Schutz zwielichtiger Gestalten namens Boxer oder Falter.. "Das Haus wirkte eher wie ein nächtlicher Zoo, mit Maulwürfen und Dohlen und allen möglichen herumtapsenden Tieren, die zufällig Schachspieler waren.“ Der Boxer wird zu einer Art Vaterfigur für den Jungen. Er zieht ihn in die aufregende nächtliche Abenteuerwelt seiner lichtscheuen Geschäfte hinein, darunter Sprengstoff-Transport und Schmuggel von Windhunden für illegale Hunderennen. 

    Der erste Teil des Buches in dem noch alles unklar erscheint fand ich sehr aufregend und spannend.

    Das neblige London, keiner traut dem andern, die nächtlichen gefährlichen Fahrten mit dem Boot auf der Themse, beschrieben aus der Sicht des Jungen, das hat mich richtig reingezogen.


    Nicht so gelungen fand ich den letzten Drittel des Buches, zuviele Personen werden in den Plot geführt und schaden eher dem Roman.

  17. Cover des Buches Nachtauge (ISBN: 9783453437760)
    Titus Müller

    Nachtauge

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden.

     

    Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist.

    Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte.

    Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt.

     

    So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

  18. Cover des Buches Dunkle Flammen (ISBN: 9783453316805)
    Donna Grant

    Dunkle Flammen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Shunya
    Zu diesem ersten Band habe ich eine Art Hass-Liebe entwickelt, wie man so schön sagt. Einerseits gab es so einiges was mich gestört hat, andererseits hat mich das Buch einfach nicht losgelassen. Das lag vor allem am mitreißenden Erzählstil, der mich dazu gebracht hat immer weiterzulesen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Übersetzung hat mich hin und wieder gestört. Die Satzstellung hat auf mich manchmal falsch gewirkt, was das Lesen etwas verzögert hat.
    Die Geschichte ist eher einfach gestrickt. Die Autorin hat Gestaltwandler in Form von Drachen und Feen zusammengewürfelt, eine Prise vom MI5 dazugegeben um die Spannung zu erhöhen und viele Sexszenen, dazu viele Fragen von denen einige zum Ende hin offen bleiben um neugierig auf Band 2 zu werden.
    Die Liebesgeschichte von Kellan und Denae war zwar spannend, weil es einige Konflikte gab, die es nicht einfach gemacht haben, dass sie ein Paar werden, andererseits wirkte es manchmal auch etwas plump auf mich. Die erste Hälfte des Buches wird geschmachtet bis sie im Bett landen und Denae wirkte zwar wie eine starke Figur auf mich, aber wenn es um Kellan ging, war sie stets nur auf ihn fixiert – andersherum genauso. Das hat mich manchmal doch stark genervt, denn es hat die Handlung so ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Auch Kellan war mir in einiger Hinsicht zu jähzornig, was zwar zu einem Drachen passt, aber ihn nicht so richtig sympathisch hat wirken lassen.
    Die Handlung war leider doch recht flach. Es gab sehr viele Hintergrundinfos, aber eher am Rande und nur von den Figuren erwähnt, ansonsten wirkt man beim Lesen doch manchmal an einigen Stellen etwas verloren, wenn alles drunter und drüber geht. Mal ist eine Figur hier, mal dort und einiges wurde mir viel zu einfach dargestelltich hab . Vor allem die Festnahme bei den Dunklen Feen war eine große Enttäuschung für mich, da es auch hier wieder mal nur ums Fummeln ging. Aus der Szene hätte man so viel machen können!
    Auch die vielen erwähnten Charaktere haben mich manchmal ein klein wenig durcheinander gebracht und ich konnte sie nicht immer zuordnen.
    Was mir dann doch ganz gut gefallen hat war die Begegnung zwischen Kellan und Danae zu Anfang, als die beiden sich auf fremden Terrain erst einmal beschnuppern mussten. Auch die Idee mit Gestaltwandlern als Drachen fand ich super, mit den Feen dazu zwar etwas befremdlich, aber okay. Vor allem auch die Kampfszenen gefielen mir, denn an Action wurde auch nicht gespart und die vielen aufgeworfenen Fragen haben das Buch interessant gestaltet. Meiner Meinung nach hätte die Autorin den MI5 ruhig etwas mehr einbinden können. Es war eher so eine Randgeschichte, denn so richtig kam der MI5 beim Krieg zwischen Drachen und Feen kaum zu tragen bzw. ins Spiel.

    Einerseits ein tolles Buch zum Schmöckern, andererseits ist es nicht allzu anspruchsvoll. Ich hatte mir etwas mehr erhofft, immerhin geht es hier um Drachen und Gestaltwandler und der Ansatz war auch nicht schlecht, aber sehr ausbaufähig. Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Band und erhoffe mir, dass sich daraus dann auch etwas Größeres ergibt, so dass die Geschichte mehr Sinn macht. Ich schätze Fans des Genre kommen ohnehin nicht umhin das Buch zu lesen und wer solche Buchreihen mag, sollte auf jeden Fall zugreifen.
  19. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Die 27jährige Ruth Gilmartin ist alleinerziehende Mutter und promoviert an der Universität von Oxford. Ihr Vater ist bereits vor Jahren verstorben und zu ihrer Mutter Sally hat sie ein spezielles Verhältnis. Bei einem ihrer wöchentlichen Besuche im Cottage der Mutter im Sommer 1976, bemerkt Ruth, dass sich Sally sehr seltsam benimmt, sich verfolgt und beobachtet fühlt. Beim Abschied überreicht Sally Ruth eine Akte und eröffnet ihr quasi zwischen Tür und Angel, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist.

    Ab diesem Moment tun sich im Buch zwei Handlungsstränge auf. Während der eine weiterhin aus der Ich-Perspektive von Ruth erzählt wird und in der Gegenwart verläuft, führt der andere nach Paris zurück in das Jahr 1939. Dort wird die junge russische Emigrantin Eva Delektorskaja auf der Trauerfeier ihres Bruders von dem mysteriösen Lucas Romer angesprochen. Dieser erzählt ihr zunächst, dass ihr Bruder keinesfalls durch einen tragischen Unfall starb, sondern gezielt ermordet wurde und wirbt sie in der Folge für den britischen Geheimdienst an. Nach einer intensiven Ausbildung in Schottland, absolviert Eva einige hochgefährliche Einsätze In Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer Spezialeinheit besteht darin in den Medien gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, die die zögernde USA zum Eintritt in das Kriegsgeschehen gegen die Nazis bewegen sollen. Dabei lautet die oberste Regel: Vertraue niemandem.

    Die Sprache des Autors ist geradlinig, nüchtern und klar, was meiner Meinung nach besonders zu dem Inhalt des Buches passt. Ein perfektes Beispiel ist dafür schon der pointierte Titel des Buches. Ohne Umschweife auf den Punkt kommend gelingt es Boyd trotzdem eine plastische Welt entstehen zu lassen, in die man wunderbar leicht hineinfindet und ungerne wieder auftauchen möchte.

    Besonders spannend fand ich es die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs mal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. Aber selbst für Leser, die sich nicht sonderlich für die Zeit des zweiten Weltkriegs interessieren, ist es eine spannende Geschichte, die mit jedem Kapitel eine intensivere Sogwirkung entfaltet. Ständig fragt man sich, wem Eva trauen kann, ist erleichtert, wenn sie einer gefährlichen Situation entkommen ist und völlig fasziniert von ihrem alltäglichen Leben als Spionin, in dem kaum ein Platz für wirklichen Alltag bleibt. Enttäuscht war ich gleichzeitig von dem zweiten Handlungsstrang um Ruth. Zwar war mir Ruth grundsätzlich sehr sympathisch, ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken gut nachvollziehen. Gleichzeitig bleibt sie aber sehr blass und auch die Bezüge zum Baader-Meinhof-Komplex verliefen irgendwie im Sande und waren dann für die Geschichte doch eher unnötig.

    Trotzdem ist dies ein kitschfreier Spionage-Thriller, der mit viel Spannung und Gänsehaut daherkommt. Am Ende bleibt auch die Aufforderung an den heutigen Leser nicht jede Nachricht, die keine eindeutige, seriöse Hintergrundquelle vorweisen kann, bedingungslos zu glauben.

  20. Cover des Buches Honig und Gift (ISBN: 9783732538775)
    Renée Ahdieh

    Honig und Gift

     (58)
    Aktuelle Rezension von: buecherkakao

    Diese Kurzgeschichte habe ich, nachdem ich mit der Dilogie fertig war, gelesen. In diesen sehr wenigen Seiten werden Eindrücke von Kalid erzählt, die relativ am Beginn von „Zorn & Morgenröte“ stattgefunden haben. Es war sehr spannend, mitzuerleben, wie sich Kalid zu diesem Zeitpunkt gefühlt hat.

    Fazit:

    Diese Kurzgeschichte könnte für jeden etwas sein, der noch mehr von Kalid erfahren möchte.

  21. Cover des Buches Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1) (ISBN: 9783548613734)
    Gard Sveen

    Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1)

     (83)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Ein brutaler Mord in Oslo bringt einen Ermittler an Grenzen, die er nicht unbedingt erkunden wollte. Dieser Fall führt ihn in die Vergangenheit, in die Zeit des 2. Weltkrieges mit seinen Gräueln durch die Naziherrschaft. Beide Zeitebenen werden deutlich separiert und sind so gut zu verfolgen. Die Problematik der Kriegszeit finde ich gut eingefangen. Durch die Entwicklung der anspruchsvollen Story werden zwei Ebenen gekonnt miteinander verwoben.

    Der Schreibstil lässt den Leser mit fiebern und bietet Raum für eigene Spekulationen. Dieser fesselnd erzählte Krimi ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig, man behält immer den Überblick. Der Autor verknüpft viele unterschiedliche Aspekte, die gut miteinander harmonieren; die Themenvielfalt hat mich begeistert. Ein privater Strang mit interessanter Problematik ist bestens integriert.

    Dieses Buch mit seinem ungewöhnlichen Plot hat mir gut gefallen, gerne empfehle ich es Lesern von Krimis und/oder Thrillern.

  22. Cover des Buches Die Spionin (ISBN: 9783257244106)
    Paulo Coelho

    Die Spionin

     (193)
    Aktuelle Rezension von: allemeineendchen

    "Die Spionin" erzählt die Geschichte der Tänzerin und Liebhaberin vieler einflussreicher Männer, Mata Hari. 

    Sie wird als Margarethe Zelle in Holland geboren. Von ihrer Abenteuerlust getrieben, heiratet sie einen Offizier und folgt ihm in die damalige Kolonie Niederländisch-Indien. Doch die Ehe ist nicht glücklich und so verlässt Margarethe ihre Tochter und ihren Mann in Indien und kehrt zurück nach Europa. Dort beginnt sie ein neues Leben als exotische Tänzerin und nennt sich von nun an Mata Hari. Letztlich wird ihr aber ihre Rolle als Liebhaberin einflussreicher Männer zum Verhängnis und Mata Hari hingerichtet.


    Trotz der kurzen Lesedauer gibt das Buch einen tiefen Einblick in das Leben der Tänzerin. Da es sich um einen fiktiven letzten Brief der Angeklagten handelt, gibt Paulo Coelho einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Mata Haris. So schafft er es, die historische Persönlichkeit für die Lesenden nahbar zu machen. An machen Stellen schweifen die Dialoge aber in vermeidlich bedeutungsvolle Aussagen aus, die auf mich aber eher pathetisch gewirkt haben. Dennoch ist der Schreibstiel von Paulo Coelho sehr angenehm und flüssig zu lesen. Der Autor schafft es, nicht nur Mata Hari, sondern auch den damaligen Zeitgeist mit seinem Schreibstil einzufangen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine angenehme Mischung aus Fiktion und historischer Realität ist, bei der eine starke und eigenständige Frau vorstellt wird.

  23. Cover des Buches Die Geliebte des Meisterspions (ISBN: 9783802586767)
    Joanna Bourne

    Die Geliebte des Meisterspions

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Annique Villiers, eine von Frankreichs Meisterspioninnen, steckt in einer verzwickten Lage. Seit sie bei einem Zweikampf eine Kopfverletzung davon trug, ist sie blind. Die Prognose, die ihr ein Arzt gibt, ist ebenfalls wenig vielversprechend. Es könnte durchaus sein, dass sie ihr Augenlicht wieder erlangt, doch genauso möglich könnte es sein, dass sie unmittelbar danach sterben wird. Doch sie hat keine Zeit sich über ihr Schicksal Gedanken zu machen, denn sie ist auf der Flucht, weil sie Napoleons Geheimpläne eine Invasion gegen England betreffend kennt, die die Engländer unbedingt in ihre Hände bekommen wollen.

    Ausgerechnet in einem Kerker begegnen sich Annique, Grey und Adrian das erste Mal und müssen sich miteinander verbünden, um aus dem Gefängnis lebendig herauszukommen. Grey der englische Spion und seine Männer die auf Annique und die Albion Pläne angesetzt wurden, wissen von Anfang an, wen sie vor sich haben- im Gegensatz zu Annique. Aufgrunddessen gerät sie, kurze Zeit nach ihrem gemeinsamen Gefängnisausbruch, in Greys Hände. Dieser will Annique nach England bringen, doch Annique, denkt trotz ihrer Hilflosigkeit gar nicht daran, sich von Grey an die Engländer ausliefern zu lassen und plant einen Fluchtplan nach dem anderen. Trotzdem kann sie es nicht verhindern, dass sie sich zu Grey hingezogen fühlt…

    In den USA hat Joanna Bournes Roman überschwängliche Kritiken bekommen und zudem liebe ich historische Liebesromane mit französischem Setting- daher war ich schon sehr gespannt auf „Die Geliebte des Meisterspions“. Leider haben sich meine hohen Erwartungen, die ich an diesen Roman hatte überhaupt nicht erfüllt und das hatte gleich mehrere Gründe. Zum einen kam ich überhaupt nicht damit zurecht, wie modern die Ausdrucksweise der Protagonisten in dieser Geschichte ist.

    Die Story spielt zu Zeiten Napoleons, zu großen Teilen in Frankreich und später in England doch historisches Kolorit war hier absolut nicht vorhanden! Das liegt nicht nur an der modernen Ausdrucksweise der Romanfiguren (liegt es an der Übersetzung oder ist es auch im bereits englischsprachigen Original so?), sondern auch an ihrem modernen Denken, Handeln und vor allem an der Tatsache, dass Örtlichkeiten auf der immerwährenden Flucht der Protagonisten kaum beschrieben werden. Die Geschichte könnte praktisch in jeder Zeit und an jedem Ort spielen.

    Anniques, Greys, Adrians und Doyles Flucht vor ihren Verfolgern, steht dagegen im Mittelpunkt und diese wird sehr spannend von der Autorin geschildert. Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, ich lese einen Romantic Suspense mit Spionageplot, der in der heutigen Zeit angesiedelt ist. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Grey und Annique hat mich leider nicht überzeugen können. Es stehen doch zu viele Geheimnisse zwischen ihnen und plötzlich sind sie über beide Ohren ineinander verliebt? Statt tiefschürfende Gespräche zwischen Annique und Grey verfolgen zu dürfen, die ihre wachsende Liebe und ihr Vertrauen füreinander untermauern, bekommt man als Leser nur die geballte Ladung an sexueller Anziehungskraft zwischen dem Heldenpaar geboten und es kommt dabei zu durchaus prickelnden Liebeszenen, wobei ich die „Entjungferungsszenerie“ dann auch wieder als haarsträubend unglaubwürdig empfand. Deklariert ist der Roman als „Romantic History“ doch diese Bezeichnung hat „Die Geliebte des Meisterspions“ meiner Meinung nach nicht verdient.

    Trotz meiner Kritik- wer keinen großen Wert auf historisches Kolorit legt oder auch nicht unbedingt eine tiefgründige, romantische Liebesgeschichte zu seinem Leseglück benötigt; wem eher der Sinn nach einer spannenden Spionage und Abenteuerstory steht, der sollte diesen Roman durchaus eine Chance geben. Joanna Bourne kann schreiben, definitiv, doch für meinen Geschmack sollte sie sich lieber Contemporaries oder dem Romantic Suspense Genre widmen.

  24. Cover des Buches Der Store (ISBN: 9783453424678)
    Rob Hart

    Der Store

     (182)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Stelle dir vor, du lebst in einer Welt, die jeden Tag ein Stück unbewohnbarer wird. Es gibt kein sauberes Wasser, die Sonne verbrennt dich innerhalb kurzer Zeit, es gibt keine freie Arbeit mehr. Keine Läden in denen du einkaufen kannst, du kein Geld hast um eine Wohnung zu haben.

    Es bleibt dir nur noch eine Möglichkeit. Bewerbe dich bei „Cloud“. Dem Onlineshop, welcher unserem modernen Amazon gleichkommt. Du bekommst eine Arbeit, eine Wohneinheit, Gehalt, Essen und Trinken in guter Qualität und egal wo du bist, es ist nicht zu warm und du musst dafür nur ein Teil des Unternehmens werden.

    Hört sich doch erstmal gar nicht so schlecht an. Von daher ist die Anfrage groß. Doch Zinnia und Paxton habe ihre ganz eigenen Gründe warum sie für diesen Riesen arbeiten wollen.  Zinnia wird zum Läufer und muss den ganzen Tag Ware aus den Regalen beschaffen und aufs Fließband legen. Wortwörtlich eine Fließbandarbeit. Paxton wiederum wird durch seine Vorerfahrung zum Team der Security gesetzt. Beide sind mit der Entscheidung nicht einverstanden, können es aber so erstmal nicht ändern.

    So erleben wir aus deren beiden Sichtweisen ihre Beweggründe für die Arbeit in diesen riesigen Produktionsstätten, welche sich abgekapselt haben von der restlichen Politik der USA und wie eigene Länder funktionieren. Das Ziel vor Auge und zugleich müssen sie schauen ihre Quoten hoch zu halten. Es braucht ein bisschen, dann gehen beide nicht mehr getrennte Wege, sondern werden Freunde. Aber keiner von beiden ist wirklich ehrlich was seine Vergangenheit und seine Gründe für die Anwesenheit vor Ort ist.

    Der dritte Erzähler ist Gibson Wells, der Gründer von „Cloud“. Er erklärt die Entstehungsgeschichte und bereitet den Leser in seinem Bericht (Blog) darauf vor, wer seine Position übernehmen wird. Denn schon im ersten Kapitel erklärt er, dass er sterben wird und möchte somit sein Vermächtnis nochmals erklären und weitergeben.

    Der Wechsel zwischen den drei Personen ist sehr gut gelungen und zeigt die verschiedenen Seiten der Medaille. Die Rettung der Erde auf der einen Seite, sichere Zukünfte für die Mitarbeiter, Wiederaufbau, aber auch Ausnutzung, Missbrauch von Macht und was ohne eine übergeordnete Politik alles in einer Monopolen Welt schief gehen kann.

    Das Buch ist eine tolle Dystrophie. Es vermengt eine Idee die zu was Großem wird, alles schluckt, in Zusammenhang mit einer runtergewirtschafteten Erde und dem Überlebensinstinkt des Menschen.

    Der Schreibstil ist super gewählt und das Buch angenehm zu lesen gewesen. Ich hatte zuerst Sorge es könnte etwas zu trocken sein, dem war aber überhaupt nicht der Fall. Es hat mir so gut gefallen, dass es für mich sogar ein Jahreshighlight ist.  

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