Bücher mit dem Tag "spitzbergen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "spitzbergen" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Magonia (ISBN: 9783453270176)
    M. D. Headley

    Magonia

     (180)
    Aktuelle Rezension von: ariadne
    Mein Book of the Month war im November Magonia, das ich jetzt auch schon gefühlt ewig auf meinem SuB habe. Die ganzen positiven Reviews haben mich echt neugierig gemacht und zum Glück ist diesmal der Hype auch nicht umsonst gewesen.
    Die Vorstellung von Schiffen in den Wolken, die ganze Welt von Magonia und ihre Wesen ist so originell und packend, dass ich es schade fand, dass das Buch nicht noch weiter darauf aufgebaut hat. 

    Aza und Jason waren mir beide sehr sympathisch und ihre Beziehung/Freundschaft auch glaubhaft. Das gefürchtete Love Triangle zeigt sich zwar ganz kurz, konnte aber glücklicherweise umgangen werden.

    Der 2. Teil ist meines Wissens noch nicht auf Deutsch erschienen, was sehr schade ist. Die englischen Rezensionen zum 2. Band fallen auch eher gemischt-negativ aus, bin also noch zögerlich, ob ich weiterlesen werde.
  2. Cover des Buches Insel der blauen Gletscher (ISBN: 9783404171545)
    Christine Kabus

    Insel der blauen Gletscher

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Das Licht brach sich tausendfach an den unzähligen Eiszapfen, die von der gewölbten Decke hingen, und ließ die glasklaren Wände glitzern, in denen sie eingeschlossene Luftblasen und Gesteinsbrocken erkannte.“ (Zitat Seite 279)

     

    Inhalt

    Ihr jüngerer Bruder Max studiert in Berlin, doch Emilies Eltern haben 1907 kein Verständnis für für den Wunsch ihrer Tochter, die gerade einundzwanzig Jahre alt geworden ist, auf die Kunstakademie zu gehen. Dann erhält Max die einmalige Chance, an einer Forschungsexpedition in das nördliche Polarmeer teilzunehmen, was ihn völlig überfordert. Die perfekte Gelegenheit für seine sportliche, abenteuerlustige Schwester. Als Max reist sie mit der Forschergruppe in die Arktis und meistert mutig und zupackend kritische Situationen. Doch bald erkennt sie, dass Kälte, Eis und Eisbären nicht die größten Gefahren darstellen.

    Die Reisejournalistin Hanna Keller ist beinahe fünfundvierzig Jahre alt, als ihr Ehemann Thorsten sie verlässt, um mit der jungen Biggi auf Weltumsegelung zu gehen. Als man Hanna anbietet, nach Spitzbergen zu reisen und einen Bericht über die einzigartige  Landschaft zu verfassen, zögert sie nicht. Der sympathische Polarforscher Kåre Nybol zeigt ihr die großartige arktische Wildnis abseits der Tourismuspfade. Eine Entdeckung in einer Gletscherspalte und die damit verbundenen Recherchen führen Hanna und Kåre zurück in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts.

     

    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um die Arktis, um spannende Abenteuer, aber auch um Gesellschaftsthemen, Gleichberechtigung, Familie und die Liebe.

     

    Charaktere

    Emilie und Hanna trennen auf ihrer Reise in die Arktis mehr als einhundert Jahre, doch für beide ist es eine einmalige Chance. Für Emilie als „höhere Tochter“ aus sehr begüterten Verhältnissen ist es eine Gelegenheit, den strengen gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit zumindest kurz zu entfliehen, für Hanna ein Weg, Abstand zu gewinnen vom Scheitern ihrer langjährigen Ehe.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die spannende, unterhaltsame Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die einander abwechseln. Emilies Reise in die Arktis findet 1907 statt, Hannas Reise 2013. Die Figuren sind sympathisch, interessant und jede einzelne Figur hat ihre besonderen Eigenheiten. Die Beschreibungen der einmaligen arktischen Landschaft und des Lebens dort damals und heute sind intensiv und lebendig. In den Schilderungen von Rügen im Jahr 1907 gibt es jedoch gravierende Fehler, so spricht die Autorin zum Beispiel vom Seebad Bergen und dem Sandstrand, nun, die heutige Inselhauptstadt Bergen lag auch 1907 schon mitten auf der Insel, umgeben von Wiesen, Feldern und Hügeln. Die vier Kilometer lange Strecke zwischen Wissower Klinken und Victoriasicht legt Emilie in wenigen Minuten zurück und ärgert sich noch über ihren langen, engen Rock. Bei einer Autorin, die als Lektorin und Drehbuchautorin vom Fach ist, erstaunt mich, dass hier so achtlos recherchiert wurde. Dass man nicht mal einfach so nach Spitzbergen reisen kann, ist klar, aber Rügen ist nun wirklich leicht zu erreichen, um sich den Ort der Handlung anzusehen. Dennoch, es ist kein Reisebericht, sondern ein Unterhaltungsroman, und genau dies tut er auch.

     

    Fazit

    Ein unterhaltsamer, abwechslungsreicher Roman, der in der wilden, einsamen arktischen Landschaft spielt. Lesevergnügen mit Fernweh-Faktor.

  3. Cover des Buches Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden (ISBN: 9783841440075)
    Emily Barr

    Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

     (87)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Flora Banks ist 17 Jahre alt, hat aufgrund einer Erkrankung im Alter von zehn Jahren ihr Erinnerungsvermögen verloren und behilft sich mit Notizbüchern, Zetteln und kurzen handschriftlichen Botschaften auf ihrer Hand, um den Alltag zu bewältigen. Als sie den Freund ihrer besten Freundin Paige küsst, setzt eine Veränderung ein. Sie kann sich an Drake und ihren ersten Kuss erinnern. Doch Drake ist abgereist, um ein Studium in Spitzbergen zu beginnen. Als ihre Eltern kurzfristig nach Paris fahren, um Floras kranken Bruder Jacob zu besuchen, nutzt Flora die Gelegenheit der Freiheit und macht sich auf den Weg zu Drake an den Nordpol. 

    "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" klingt nach einer süßen Coming-of-Age-Geschichte, ist allerdings sehr anstrengend zu lesen. Der Roman tritt bis zur Abreise von Flora lange auf der Stelle, da sie sich im Gegensatz zum Leser eben nicht an Dinge aus ihrem Kurzzeitgedächtnis erinnern kann und deshalb fortlaufend Gedanken und Tätigkeiten wiederholt beschrieben werden. Das ist sehr ermüdend zu lesen. 

    Zudem irritiert die Liebesgeschichte, die sich zwischen Flora und Drake anbahnt. Flora ist sehr kindlich und hat aufgrund ihres Erinnerungsverlusts den Verstand einer 10-Jährigen und verhält sich auch so. Sie ist im Alltag völlig hilflos und auf die Unterstützung anderer angewiesen, wobei man sich fragen muss, ob sie nicht bewusst klein gehalten wird. Dass sich ein 19-Jähriger aus dem heiteren Himmel in sie verliebt und gleich sehr deutliche Worte findet, hat mich abgeschreckt und mich das Buch fast zur Seite legen lassen. 

    Eine Wende kommt zwar spät, aber sie kommt und lässt die gesamte Geschichte in einem ganz anderen Licht dastehen. Viele Fragen, die ich hatte, lösten sich damit auf und ließen die etwas märchenhaft beschriebene Handlung doch noch realistisch anmuten. 

    Es ist wider Erwarten eine traurige Familiengeschichte über Schuldgefühle und Verlustängste. Aus Floras Perspektive geschildert, ist sie sehr lange verwirrend und verstörend bis eine Wendung für Klarheit sorgt. Bis dahin ist Durchhaltevermögen verlangt, wobei die positiven Botschaften des Roman, dass einerseits nicht alle Menschen gleich sind, man Toleranz üben muss und auf der anderen Seite sich trauen sollte, mutig seinen eigenen Weg zu gehen, von Anbeginn deutlich zu erkennen sind. 

  4. Cover des Buches Das Eis (ISBN: 9783608503524)
    Laline Paull

    Das Eis

     (87)
    Aktuelle Rezension von: tine1211

    Das Eis von Laline Paull

    Als ein Schiff mit Luxustouristen die Antarktis entlangschippert und dabei in geschützte Gebiete vordringt, auf der Suche nach einem ultimativen Foto, „kalbt“ ein Gletscher. Ein riesiger Eisbrocken bricht ab und gleitet ins Meer und legt dabei eine Leiche frei. Hierbei handelt es sich um Tom Harding, einen bekannten Umweltaktivisten.

    Harding kam ein paar Jahre zuvor bei einer Expedition ums Leben und galt seither als vermisst. Seinem Freund, Sean Cawson, überlebte diese Expedition und ist mittlerweile Eigentümer der Midgard Lodge auf Spitzbergen. Ein Traum, den er gemeinsam mit Tom verwirklichen wollte. Während Tom die Verbindung zwischen Umweltschutz und Geschäft ein Anliegen war, ging es Sean nur um Geld. Doch er nutzte Tom gerne als Aushängeschild.

    Nach dem Fund von Toms Leiche werden die Ermittlungen zum Tod von Hardings Tod aufgenommen und Sean rückt in den Fokus der Ermittlungen. War die gemeinsame Eröffnung der Lodge vielleicht doch von zu gegensätzlichen Interessen?

     

    Mit diesem Roman schuf Laline Paull einen Ökothriller, der sich mit den aktuellen Themen in der Arktis beschäftigt. Die Kombination aus Thriller und ökologischen Idealen machen dieses Werk besonders.

    Zu Beginn kam ich nicht leicht in die Geschichte, da mir der Lesefluss einfach etwas diffus war, dies änderte sich aber recht schnell, sodass ich dem Faden folgen konnte.

    Obwohl das Buch einen stetigen roten Faden hatte und ich die Thematik grundsätzlich interessant fand, konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen. Daher von mir drei von fünf Sternen.

    448 Seiten

    ISBN 978-3608503524

    Erschienen beim Tropen Verlag im März 2018

     

     

     

  5. Cover des Buches Winter (ISBN: 9783841905734)
    Barbara Schaefer

    Winter

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?

    Barbara Schaefer lebte vier Wintermonate in Grönland, an der rauen, isolierten Ostküste. Sie war überwältigt von der grimmigen Landschaft und den harten Lebensbedingungen. Sie wanderte über den gefrorenen Baikalsee, suchte den Schnee am Kilimandscharo, überquerte auf Schneeschuhen eine Hochebene in Schweden, reiste nach Norwegen, in die Arktis und in die Alpen und versuchte dabei zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. Sie hörte Winterlieder, las Winterbücher, sah Winterfilme. Sie hat draußen manchmal jämmerlich gefroren – und wollte dennoch in diesen Momenten nirgends anders hin. Denn anstatt am Strand zu liegen, trifft sie lieber Menschen im Winter. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

     

    EIGENE MEINUNG:

    Schon die Aufmachung dieses Buches passt für mich perfekt ins Bild und ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Hardcover, jedoch ohne Schutzumschlag. Der Leineneinband hat eine tolle Struktur und ist in einer blaugrauen – für mich sehr winterlichen – Farbe gefärbt. Der Titel steht groß im Mittelpunkt und ist wie „Eine Liebeserklärung“ und der Name der Autorin von weißen, verschieden großen Punkten – Schneeflocken – umgeben. Ein wenig schade fand ich es, dass die Schrift am Buchrücken sich leider mit fortschreitendem Gebrauch etwas abgelöst hat. Dafür liebe ich das Lesebändchen und beim ersten Aufschlagen erwartet einen auch eine Überraschung: So farblich zurückhaltend die Gestaltung von außen auch ist, die erste/letzte Seite sind in einem tollen Orangeton gehalten. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet und finde den Kontrast und die Wirkung auf mich als Leser ganz toll!

     

    Zu Beginn finden wir ein fein gestaltetes Inhaltsverzeichnis, dass uns die großen Kapitel „Winterliebe“, „Nordwärts“, „In die Stadt“, „In den Bergen“ und „Vom Eise befreit“ mit vielen Unterpunkten aufzeigt. Darauffolgend beginnt jedes dieser großen Kapitel mit einem winterlichen Aquarell. Eine umfangreiche Bibliografie ergänzt am Ende die Ausführungen und in beiden Umschlagseiten befinden sich toll gestaltete Karten. Diese waren für mich aber eher Zier als wirkliche Information. Etwas problematischer fand ich die sehr kleine Schrift, die mir das Lesen nicht unbedingt erleichtert hat.

     

    Da ich „Winter“ als Sachbuch eingruppiert habe steht unter „Inhalt“ mal wieder der Original-Klappentext. Für mich klang er in erster Linie nach einem Reisebericht – dann habe ich jedoch viel mehr bekommen! „Eine Liebeserklärung“ trifft es perfekt: In den fünf angesprochenen Kapiteln werden die verschiedensten Aspekte des Winters beleuchtet. Die eigenen Reisen der Autorin sind natürlich damit verflochten, bilden für mich aber nicht den Mittelpunkt, sondern eher einen roten Faden. Im Buch selbst geht es um viel mehr und so viel Verschiedenes: Was sind eigentlich Eis, Schnee, Eisblumen, etc. Wie entsteht dies alles? Welche Forschungen wurden dazu angestellt? Es geht um Eisklettern, Lawinen, verschiedene Reisen, historische Persönlichkeiten rund um das Thema, Maler, Autoren, Polarforscher, Kindheitserinnerungen, Schicksale. Natürlich dürfen auch die Polarlichter, Wintersport, Klimawandel, Wissenschaft und Tiere im Winter nicht fehlen. Über das „Natürlich“ im letzten Satz musste ich jetzt selbst etwas lachen, denn das war es für mich eigentlich zu Beginn überhaupt nicht. Dieses Buch hat mich in so vielen Aspekten überrascht und ich höre jetzt auch damit auf so viele dieser aufzuzählen. Wo ich am Anfang noch damit gehadert habe, dass ich keinen rechten roten Faden fand, war ich zum Schluss völlig begeistert von der lockeren Zusammenstellung von „Winterthemen“!!

     

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war zu jeder Zeit unterhaltsam und flüssig zu lesen, auch wenn einem das ein oder andere Thema mal mehr, mal weniger lag. Ich habe so viel Wissenswertes erfahren, ohne je das Gefühl zu haben in einem Lehrbuch zu lesen. Barbara Schaefer schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass es einfach ansteckend ist. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen dieses Buch sei ein „Reiseverführer“ und kann nur zustimmen. Auch wenn ich, als Winterfan, für viele Orte und Unternehmungen daraus wohl doch nicht gemacht bin. ;)

     

     

    FAZIT:

    Die Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen – es ist eine Mischung aus Reise- und Erlebnisbericht, Geschichte und Kultur, sowie Wissenschaft und noch so vielem mehr! Die Autorin hat mich in eine tolle Winterstimmung versetzt und zum Nachdenken angeregt! Außerdem habe ich viel dazu gelernt! Man merkt wie sehr sie den Winter liebt und im Laufe des Lesens auch wie sehr man selbst ihn mag! Auch als Geschenk kann ich mir „Winter“ sehr gut vorstellen.

  6. Cover des Buches 78° tödliche Breite (ISBN: 9783423219730)
    Hanne H. Kvandal

    78° tödliche Breite

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaeubchen

    Bei „13° – Tödlicher Sommer“ handelt es sich um den 2. Teil einer Krimi-Reihe, die auf Spitzbergen handelt.

     

    Es ist Sommer auf Spitzbergen, Mitternachtssonne und Temperaturen von 13 Grad, Hochsommer also, sodass die Insel bzw. ihre Bewohner quasi dauerwach ist. Als in der Tiefkühltruhe des Hotels in einer russischen Geisterstadt ein toter Asiat gefunden und zeitgleich ein philippinischer Koch aus „der Hauptstadt“ Longyearbyen verschwindet, sind die asiatischen Inselbewohner beunruhigt und der Ex-Kommissar Trond Lie und Frida van Namen werden mit den Ermittlungen betraut. Pikant ist, dass neben dem Pfarrer auch Fridas Vater, der den Massentourismus nach Spitzbergen bringen will, unter Verdacht steht …

     

    Vorab: Man muss den ersten Teil der Reihe nicht gelesen haben, um der Geschichte folgen zu können, da die Handlung in sich geschlossen ist. Sicherlich versteht man die eine oder andere Anspielung oder Zusammenhänge besser, wenn man den Vorgänger kennt, aber nötig ist es nicht. Was der Autorin gut gelingt, ist, ihre Leser nach Spitzbergen zur Zeit des Polartags zu versetzen: Schon eine verrückte Vorstellung und man kann sich gut ausmalen, dass permanente Helligkeit etwas mit den Menschen macht. Gelungen fand ich die Idee, einen Lost Place, eine ehemalige Bergarbeitersiedlung, als Handlungsort auszugucken. Das macht alles etwas „unheimlicher“. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die Protagonisten sympathisch (soso, Frida ist Musherin, vielleicht ein bisschen viel Lokalkolorit, aber das ist bei nicht einheimischen Autoren ja fast üblich, da ein bisschen zu übertreiben). Die 3,5 Sterne werden des originellen Settings (Spitzbergen und Geisterstadt) wegen aufgerundet.  

  7. Cover des Buches Gejagt im Eis (ISBN: 9783710901126)
    Odd Harald Hauge

    Gejagt im Eis

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Martin Moltzau bietet Schneemobiltouren auf Spitzbergen an. Bei den neuen Gästen beschleicht ihn jedoch ein ungutes Gefühl. Sie wollen um jeden Preis zu einer verlassenen Bergbausiedlung, obwohl die Route zu gefährlich ist. Als das Wetter umschlägt, stehen die Zeichen auf Sturm: Zuerst verschwindet ein Gast im Nebel, dann taucht ein schwer bewaffneter russischer Spezialtrupp auf. Moltzau gerät zwischen machtpolitische Fronten. Verfolgt von den Russen, beginnt eine unbarmherzige Jagd durchs Eis.

    Der Klappentext sprach mich so sehr an, dass ich das Buch des Autors Odd Harald Hauge unbedingt lesen wollte. 

    So stürzte ich mich voller Eifer auf diese Geschichte. Nur leider blieb es nicht bei meinem Enthusiasmus. Der Protagonist Martin Moltzau machte auf mich einen überzogenen Eindruck. Für mich glich er eher einer Mischung aus Rambo und MacGyver und ich wurde nicht warm mit ihm. Ich empfand sein Verhalten zu widersprüchlich, als dass ich es hätte nachvollziehen und mich auf ihn einlassen hätte können.

    Dadurch fiel es mir schwer, der rasanten Story mit Herzklopfen zu folgen. Denn das hätte sie eigentlich verdient. Der Plot ist toll ausgearbeitet und bietet einiges an Action und Spannung. Doch konnte ich mich nicht von der Geschichte treiben lassen, denn immer wieder konnte ich mir ein Augenrollen ob des Protagonisten nicht verkneifen.
    Zum Glück ist das ja immer recht subjektiv und ich bin mir sicher, dass andere Leser dies nicht so sehr stören wird.

    Der Schreibstil ist unkompliziert und lässt sich flüssig lesen. Die Beschreibungen sind ausreichend detailliert, so dass ich mir die Handlungsorte gut vorstellen konnte. Erzählt wird im auktorialen Stil. 

    Auch wenn ich die Handlung sehr spannend fand, macht es mir der Überflieger-Protagonist schwer, von diesem Buch restlos begeistert zu sein.
    Eine gute Lesezeit hatte ich dennoch und so bekommt dieser Thriller von mir drei Sterne.

  8. Cover des Buches In manchen Nächten (ISBN: 9783442746330)
    Monica Kristensen

    In manchen Nächten

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Knut nickte, aber er hatte das Gefühl, dass irgendetwas an der Geschichte nicht stimmte. Er wusste nicht was, vielleicht lag es nur an der Stimmung oder der Körpersprache der drei Russen.«

     

    In Barentsburg, der russischen Enklave auf Spitzbergen, verstarb ein Arbeiter nach einem Sturz in einen Betonmischer. Der norwegische Kommissar Knut Fjeld fliegt vom Festland ein, um den Sachverhalt, der vor Ort als einfacher Arbeitsunfall dargestellt wird, zu untersuchen. Sofort springen Knut diverse Ungereimtheiten ins Auge, ein böser Verdacht wird schnell zur Gewissheit: Dieser Arbeiter verstarb nicht aufgrund eines bedauerlichen Unfalls, sondern er wurde ermordet. Doch weshalb verhalten sich die Russen so merkwürdig? Sie scheinen nicht sehr kooperativ zu sein, wollen sie etwas vertuschen? Oder täuscht der Eindruck und der schlechte Eindruck resultiert aus kulturellen Unterschieden?

     

    Dieser Krimi hatte mich aufgrund des Schauplatzes gereizt. In dieser Beziehung wurde ich auch nicht enttäuscht, die Autorin ist selber Polarforscherin und schaffte es mühelos, ihre Kenntnisse dieser doch sehr speziellen Umgebung in Worte zu fassen. Es gibt sehr viele Infos zu Landschaft und Klima, zu Geschichte und Politik und dazu noch reichlich Details zur russischen Kultur. Dem Krimi zu folgen ist dabei nicht immer ganz einfach. Vor allem zu Beginn fiel mir das schwer, ich musste mich erst einmal einlesen und an für mich ungewöhnliche Namen gewöhnen. Doch dann kam der Moment, als mich auch der Krimi packte und ich die tolle, sehr dichte Atmosphäre genießen konnte.

     

    Auch mit Knut wurde ich nicht von Anfang an warm. Er ist kein Charakter, den ich sofort ins Herz schließen kann, dafür trinkt er schlicht zu viel. Aber nach und nach wurde das besser, denn er wirkt ehrlich. Bei seinen Ermittlungen gerät er in Lebensgefahr und muss so einiges mitmachen. Es bleibt nicht bei dem einen Todesfall und in einer Nebenhandlung geht es außerdem um illegalen Fischfang. Diese Nebenhandlung unterbricht natürlich auch wieder die Mordermittlungen, beim Lesen musste ich mich einige Male ordentlich konzentrieren. Umso mehr konnte ich nachempfinden, wie in der Handlung alles auf Knut einstürzen muss. Der fühlt sich als einzelner Ermittler vor Ort einsam und zeitweise total überfordert. Die Witterung lässt es nicht zu, dass er abreist, er bekommt nur schwer Kontakt zu seiner Dienststelle und er weiß nicht, wem er vertrauen kann. All das führt zu einem geradezu klaustrophobischen Empfinden, das ich beim Lesen mitfühlte.

     

    Die Morde sind recht blutig, irgendwo passt das zu der rauen Umgebung. Die Spannung wird erneut durch die Atmosphäre begünstigt
    »Angst zog in die Siedlung ein, als würde die Polarnacht rund um die Stadt tiefer und dunkler.«
    und durch die Unsicherheit aufgrund der kulturellen Unterschiede
    »Ich an Ihrer Stelle wäre sehr vorsichtig. Sie sind unter fremden Menschen mit einer anderen Kultur. Es gibt vieles, das Sie nicht verstehen.«
     Die Auflösung empfand ich als stimmig, sie verbindet mehrere Handlungsstränge und ließ mich das Buch am Ende zufrieden zuklappen.

     

    Fazit: Spannender und anspruchsvoller Krimi mit toller Atmosphäre.

  9. Cover des Buches Suche (ISBN: 9783442744343)
    Monica Kristensen

    Suche

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt
    Ella, ein Kind, ist verschwunden. Eigentlich kann das nicht sein, nicht auf Spitzbergen, wo nicht mal eben ein Kind verschwinden kann. Und doch ist es passiert, nachdem sie vom Spielen im Freien in der Kita nicht wieder hineinkam. 
    Es ist Februar, der Schnee liegt meterhoch. Hat ihr Vater sie abgeholt, ohne dass einer der Erzieherinnen etwas mitbekommen hat? Aber wo ist er mit ihr hin? Auch der Vater ist nicht auffindbar und das, nachdem er Streit mit Ellas Mutter hatte.
    Hat sie der Unbekannte mitgenommen, der sich in der Nähe der Kita aufhielt, die Kinder beobachtet und ihnen Süßigkeiten gibt?
    Ein Überleben bei der Kälte ist undenkbar. Wo steckt Ella? ...

    Mit Spitzbergen hat die Autorin sich einen Handlungsort ausgesucht, den sie selbst sehr gut kennt. Das Arbeiten in den Kohlebergwerken ist ihr genauso vertraut wie das Leben auf Spitzbergen.
    In all das führt sie den Leser ein und macht ihn damit vertraut.
    Spitzbergen ist kalt und ungemütlich. Im Winter hat man keine Chance, die Sonne zu sehen. Das schlägt einigen Bewohnern aufs Gemüt.

    Die Handlung spielt in verschiedenen Handlungssträngen und machten mir das Lesen nicht einfach. Es brauchte ein Weilchen, bis ich in die Geschichte hineinfand.

    Die Story an sich plätschert ein wenig vor sich hin. Obwohl der rote Faden die Suche nach dem Mädchen Ella ist, ist von gewohnter Ermittlungsarbeit der Polizei nicht wirklich viel zu merken. Auch fehlt ein Spannungsbogen, der den Leser bei der Stange hält.
    Der Ermittler, unter dessen Name die Spitzbergen-Reihe laufen soll, Knut Fjeld, spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. 
    Auf dem Cover steht auch nur "Roman", so dass selbst die Autorin bzw. der Verlag es nicht in die Rubrik Krimi einordnen würden.

    Absolut empfehlenswert sind die Beschreibungen von Spitzbergen selbst, detailliert und sehr gut nachzuempfinden. Das ist auch der Grund, warum ich 4 Pfötchen vergebe, denn Spitzbergen war für mich das einzige Interessante an dem Buch, da ich mich bis dahin noch nicht damit beschäftigt hatte und wenig darüber wusste.
    Spitzbergen, ein unwirtlicher Ort, der Geheimnisse hütet und den man sich anhand der Beschreibungen der Autorin sehr gut vorstellen kann.
  10. Cover des Buches Dein Ende wird dunkel sein (ISBN: 9783862520213)
    Michelle Paver

    Dein Ende wird dunkel sein

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Galaxytrash

    Eine Reise ins ewige Eis, welches seine Besucher nur stark verändert wiedergibt oder auch ganz für sich behält. Die bekommt auch die junge Forschertruppe mit, als sie für ein das Wetter in der Arktis festhalten wollen, um daraus wissenschaftliche Schlüsse zu ziehen.

    Der ausgesuchte Standort gilt zu Beginn als von Menschen unbesucht und somit Neuland zum erforschen der Truppe, was vor allem dem Protagonisten gefällt.

    Dort angekommen merken die jungen Forscher jedoch schnell, dass sie nicht die ersten Menschen an diesen scheinbar unberührten Ort sind.

    Schließlich bringt der Abriss einer alten Hütte den Ort dazu alte und schreckliche Ergebnisse zum aufleben, was alle Teilnehmer zu spüre bekommen.

    Keiner will sich jedoch die unerklärlichen Vorkommnisse eingestehen, was dazu führt, dass der Protagonist für lange Zeit allein in der neuen Hütte verbringt und sich seinen eigenen Dämonen und dem Geist des Ortes aus der Vergangenheit des Ortes stellen muss.

    Alles im allem eine paktende Geschichte, welche einem die Welt der Arktis und ihre Landschaft näher bringt in Verbindung mit etwas Horror für die Nerven.

  11. Cover des Buches Schmetterlinge im Eis (ISBN: 9783746625072)
    Lennart Ramberg

    Schmetterlinge im Eis

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Readyforbooks
    Habe bei Seite 250 verzweifelt aufgehört, kann es möglich sein, dass ein halbes Buch lang absolut gar nichts passiert?Meine Gedudld war leider am Ende
  12. Cover des Buches Valhalla (ISBN: 9783426509418)
    Thomas Thiemeyer

    Valhalla

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Schade, einfach nur schade. Und auch ein wenig ärgerlich. Eigentlich freute ich mich auf "Valhalla", nachdem ich bereits den Vorgänger "Nebra" gelesen hatte und ganz unterhaltsam fand. Dieses Buch habe ich nun bereits nach nur gut 50 Seiten abgebrochen...

    Warum? weil mich bereits auf diesen ersten paar Seiten ein unfassbar chauvinistischer, elendig abgedroschener und zuweilen sogar subtil sexistischer Schreibstil entegegen schlägt, der so in dieser Form im Jahre 2022 nichts mehr zu suchen haben sollte! U.a. erzählt Thiemeyer, wie sexy und elegant doch eine Mitarbeiterin rumläuft, und das deswegen "die Firma die richtige Wahl getroffen hat"... Hallo?! Geht's noch?!! 

    Das Buche ist im Jahre 2016 erschienen, als die Me Too-Bewegung bereits im Gange war - selbst in dieser Zeit war es bereits äußerst grenzwertig, derartige Sätze heraus zu bringen. Denken meinetwegen, aber doch nicht als Buch veröffentlichen!? ... 

    Des Weiteren enthält die Story bereits im zweiten Kapitel eine völlig deplatzierte Sex-Szene, welche zwar nicht explizit im Detail (Gott sei Dank!) beschrieben wird, jedoch total konstruiert, forciert und halt deplatziert wirkt, und dadurch nervt. 

    Die Charaktere sind leider auch eher flach und klischeehaft gehalten.

    Wirklich schade drum, denn eigentlich/bestimmt verbirgt sich unter dem ganzen chauvinistischen Gesabbel eine durchaus interessante Thematik (Ruinenstadt eines altertümlichen Nordvolkes/Norwegen zur Nazi-Besetzung 1944) in toll gewählten Settings (Kambodscha, Norwegen), welche dann aber zudem auch noch sehr trocken und übermäßig ausschweifend beschrieben werden. Nett gemeint, aber nicht sonderlich spannend - und einfach too little too late bei dem Sprachstil.  

    Ob ich mir die Fortsetzung "Babylon" gebe, überlege ich mir lieber noch einmal... 

  13. Cover des Buches Die Schrecken des Eises und der Finsternis (ISBN: 9783104032061)
    Christoph Ransmayr

    Die Schrecken des Eises und der Finsternis

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Tatsächlich aufmerksam wurde ich auf Mazzini erst, nachdem er im Eis verschwunden war. Denn das Rätselhafte und Beklemmende an diesem Verschwinden begann seine Existenz rückwirkend und in einem Ausmaß zu durchdringen, daß allmählich alles, was dieser Mann getan und womit er sich beschäftigt hatte, rätselhaft und beklemmend wurde.“ (Zitat Seite 24, 25)

     

    Inhalt

    Anfang Juli 1872 erreicht die  „Admiral Tegetthoff“ Tromsø, von wo aus sie am 14. Juli 1872 die Segel Richtung Nowaja Semlja setzt. Damit beginnt die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition unter dem Kommando von Carl Weyprecht und Julius Payer, deren Ziel die Entdeckung und Erforschung bisher unbekannter Gebiete der Arktis ist. Bereits am 30. Juli friert die Tegetthoff zum ersten Mal im Eis fest, denn in diesem Jahr 1872 breiten sich die Treibeisfelder sehr früh und wesentlich weiter südlich aus, als erwartet. Der Mannschaft der Admiral Tegetthoff stehen Monate voller Gefahren, unvorstellbarer Kälte, Entbehrungen und die endlose Dunkelheit der langen arktischen Wintermonate bevor.

    Mehr als einhundert Jahre später entdeckt Josef Mazzini in einer Wiener Buchhandlung den Expeditionsbericht aus dem Jahr 1876, verfasst von Julius Ritter von Payer. Er ist sofort fasziniert und sammelt alle Unterlagen über diese abenteuerliche Entdeckungsreise. Am 26. Juli 1981 beginnt Mazzini seine eigene Reise an Bord eines norwegischen Forschungsschiffes mit dem Ziel, den Spuren der österreichisch-ungarischen Eismeerfahrt zu folgen.

     

    Thema und Genre

    In diesem facettenreichen Abenteuerroman geht es um die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition, die wichtige Erkenntnisse auf dem Gebiet der Polarforschung erbrachte.

     

    Charaktere

    Die bekannten Teilnehmer der Expedition sprechen durch ihre Aufzeichnungen zu uns. Ihre Beweggründe, ihre Ängste und Gefühle werden vom Autor im Laufe der Handlung sprachlich umgesetzt und verdichtet, ebenso wie der Charakter und das Verhalten der fiktiven Figur Josef Mazzini.

     

    Handlung und Schreibstil

    Der Autor mischt Ausschnitte aus den vorhandenen Aufzeichnungen der Ereignisse in Logbüchern, Tagebüchern, Handschriften und Briefen und dem von Julius Payer später selbst verfassten Buch mit fiktiven Erzählelementen, welche diese Fakten ergänzen und sie sprachlich bildintensiv und beeindruckend darstellen. Parallel dazu lernen wir den 1948 in Triest geborenen, in Wien lebenden Josef Mazzini kennen, der immer mehr in den Bann dieser Expedition gerät und sich 1981 selbst auf den Weg macht, um diese Reise nachzuvollziehen. Die Erlebnisse dieser fiktiven Figur bilden einen zweiten Handlungsstrang, der abwechselnd zu der Handlung aus den Jahren 1872-1874 geschildert wird, wobei die einzelnen Ereignisse jeweils im Zeitablauf chronologisch  erzählt werden. Das Buch enthält auch ein Verzeichnis der Mannschaft und viele ganzseitige Abbildungen aus dem Originalwerk von 1876.

     

    Fazit

    Ein facettenreicher, interessanter Abenteuerroman, der durch die sprachliche Umsetzung und die gewählten Erzählformen packend zu lesen ist und durch Vielseitigkeit und Spannung überzeugt.

  14. Cover des Buches Dänen lügen nicht (ISBN: 9783492259163)
    Kristof Magnusson

    Dänen lügen nicht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Sehr gute Geschichten über den Urlaub in Skandinavien.Sehr interressant zu lesen.Wenn man sich mit Skandinavien nicht so auskennt kann man aber unter Umständen ein falsches Bild bekommen.Aber sonst total gut gemacht.
  15. Cover des Buches Geo Special / Island, Grönland, Spitzbergen (ISBN: 9783570195598)

    Geo Special / Island, Grönland, Spitzbergen

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Kreuzfahrt im hohen Norden Spektrum (ISBN: 9783724303930)
  17. Cover des Buches Eine Frau erlebt die Polarnacht (ISBN: 9783548377315)
    Christiane Ritter

    Eine Frau erlebt die Polarnacht

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Rover

    Wie überlebt ein Mensch in einer rauhen Natur ohne den Überfluss der 'Zivilisation'? Mit geringsten Mitteln und nur auf sich, ihre Geschicklichkeit und den weitläufigen, aber zuverlässigen Zusammenhalt der Jäger gestellt, überwintern die Autorin, ihr Mann und ein Freund auf Spitzbergen. Stürme, Hunger und Einsamkeit lassen den Kern der Menschen hervortreten. Und schon vor dem zweiten Weltkrieg erkennt die Autorin, dass der Luxus und Überfluß des europäischen Lebenstils uns menschlich nicht weiterbringt. 

    Neben den wunderschönen Naturbeschreibungen steht hier das pure Menschsein im Vordergrund.

  18. Cover des Buches Kinnvika 80° Nord (ISBN: 9783894058203)
    Marie Tieche

    Kinnvika 80° Nord

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Marie Tièche trifft in einer Bar in der Stadt Longyearbyen (Spitzbergen) auf den Forscher Hauke Trinks. Er plant ein Experiment in Kinnvika, welches auf dem nördlichen 80 Breitengrad liegt. Er fragt Marie ob sie ihn begleiten will und Marie sagt ja. Im August 2002 reisen Hauke und Marie nach Kinnvika, um dort für ein Jahr in der Abgeschiedenheit zusammen zu leben und zu forschen. Es wird ein aufregendes Jahr voller Abenteuer. Beide wachsen über sich hinaus und machen in Kinnvika viele wertvolle Erfahrungen. Marie Tièche hat ihr Jahr in Kinnvika ausführlich und spannend beschrieben. Sie entführt den Leser in diese fremde Welt aus Kälte, Eis und Schnee und öffnet uns die Augen für die raue Schönheit dieses entlegene Fleckchen Erde.
  19. Cover des Buches Norwegen, Island (ISBN: 9783530494525)
    Hans Kunz

    Norwegen, Island

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Strindbergs Stern (ISBN: 9783596191246)
    Jan Wallentin

    Strindbergs Stern

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Neonsonne
    Der Hobbyhöhlentaucher Erik Hall entdeckt bei einem Tauchgang in einem alten abgelegenen überfluteten Minenschacht tief im Innern eine Leiche. Der Tod muss erst vor kurzem eingetreten sein, denn die Leiche scheint unversehrt. Doch der Schein trügt. Neben der Leiche findet er ein mysteriöses Kreuz, das er einsteckt, bevor er die Polizei ruft.. . Der tablettensüchtige Don Titelman ist Praktikant einer ortsansässigen Zeitung und wird zum Tatort geschickt um zu recherchieren. Er ahnt nicht, dass es nicht dabei bleiben wird. Nachdem er sich mit Erik Hall bei ihm zu Hause treffen will, um ihm ein paar Fragen zu stellen, findet Don den Taucher tot auf. Schnell fällt der Verdacht auf ihn. Die Rechtsanwältin Eva Strand bietet ihm ihre Hilfe an. Später erfährt er, dass sie nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht ist, sondern viel mehr dahinter steckt. Denn alles was er von da an erlebt, ist ein kaltes Abenteuer, für das er fast mit dem Leben bezahlt. Denn auch er wird in Besitz dieses Kreuzes sein und verfolgt werden. Dieses Kreuz, aus einem undefinierbaren Material, soll der Schlüssel zur Unterwelt sein.. . Das glaubte damals auch Heinrich Himmler, Chef der Gestapo und der SS, verantwortlich für die Rassenkontrolle und Konzentrationslager. Er war besessen von germanischen Mythen und Sagen. Überall meinte er, Spuren einer uralten arischen Zivilisation zu erkennen. Er glaubte den Ursprung im versunkenen Atlantis zu wissen. Er trifft auf Karl Maria Wiligut, der behauptete ein Nachfahre des altnordischen Gott Thor zu sein. . Ich würde gern mehr über diese Geschichte erzählen, aber dann verrate ich womöglich zu viel. Außerdem bin ich hin und her gerissen und frage mich, ob es wirklich für 4 Sterne reicht, oder ob 3 Sterne nicht doch zu wenig sind?! Mir fiel die Bewertung bis zum Schluss etwas schwer. Doch jetzt, wo ich das Ende kenne, das mich etwas enttäuscht zurück lässt, reicht es leider doch nur für 3. Es ist ein wirklich gutes Buch und im Großen und Ganzen bin ich sogar überrascht.. . Oft wurde so große Spannung aufgebaut, dass ich einen Lesekick erleben durfte. Aber so schnell wie diese kamen, gingen sie auch wieder fort. Das Buch ist ein Auf und Ab zwischen einer Jagd und unweltlichen Geschehnissen. Fiktion und Realität vermischen sich hier sehr gut miteinander. Eine historische Reise, die das dritte Reich überfliegt und noch weiter in die Vergangenheit vordringt.. . Ein Hauch von Lara Croft. Auf der Suche nach einem verschollenen Artefakt, das magische Kräfte besitzt!
  21. Cover des Buches Valhalla (ISBN: B0108C4GAE)
    Thomas Thiemeyer

    Valhalla

     (6)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    2015 haben Satelliten in Spitzbergen unter einem Eispanzer die Ruinen einer uralten Stadt entdeckt. Wie der umtriebige US-Milliardär Norman Stromberg vermutet, könnte es sich um die schon bei Herodot erwähnte sagenhafte Stadt Hyperborea handeln. Kurzerhand wird die deutsche Archäologin Hannah Peters aus Kambodscha abberufen, um in der Arktis das Phänomen zu untersuchen. Sie weiss nicht, dass 1944 an gleicher Stelle die deutsche Wehrmacht ein Geheimlabor aufgebaut hatte, um biologische Kampfstoffe herzustellen. (Google Books)

    Lange, lange habe ich überlegt, ob ich dieses Buch lesen bzw. hören soll, oder ob ich es lieber bleiben lasse. Warum? Wenn ich Bücher dieses Genres lese, erhoffe ich mir meisten sehr viel, sodass eine recht große Chance besteht, dass es mir an Ende nicht so gefällt, wie erwartet. 
    Aber ich habe mich trotzdem entschieden mir das Hörbuch zu kaufen.

    Es ist absolut nach meinem Geschmack! 

    Kaum wurden mir die ersten Sätze mit der eingängigen und sympatischen Stimme von Dietmar Wunder (Synchronsprecher von Daniel Craig) vorgelesen, hat mich die Geschichte gefangen. 
    Hier kommt alles Gute zusammen: packender Erzählstil, angenehmer Gruselfaktor und eine mystische Geschichte.
    Der Autor hat sich eine actionreiche Handlung ausgedacht, die vergleichbar mit Romanen von Lincoln Child oder Dan Simmons sind und hat somit das Potential, sich als ein neuer Lieblingsautor zu mausern. 

    Thiemeyer vermischt Fiktion und historische Fakten so gekonnt miteinander, dass man wirklich glauben könnte, die Geschichte wäre real. Gelungen ist auch, wie der Autor dem Leser diese nachweislichen geschichtlichen Ereignisse näherbringt. Immer wieder werden in den Gesprächen zwischen den Protagonisten Fakten eingestreut, was dem Ganzen eine realistische Note gibt. Die Grenzen zwischen der Fantasie des Autors und dem Nachweisbaren verschwimmen wunderbar zu einer angenehm gruseligen Handlung. 
    Natürlich kommt auch die Action nicht zu kurz. Die Protagonistin liefert sich mit ihren Freunden einen spannenden Wettlauf gegen die Zeit und eine unsichtbare Bedrohung. 

    Was ist eigentlich mit den Akteuren? 
    Nun ja. Im vergleich zu anderen Büchern, schneiden die Charaktere nicht so gut ab. Irgendwie blieben mir die Protagonisten zu flach, zu unnahbar und haben mir nicht ganz zugesagt. 

    Ich möchte daher vier von fünf Sternen vergeben. 
    Das Buch kommt mit Spannung, Action und unterschwellig schauerlichen Atmosphäre daher, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. 
    Wer Fan von Büchern wie "Nullpunkt" oder "Eisfieber" ist, kann hier sicher auf seine Kosten kommen. 
  22. Cover des Buches Eine Frau erlebt die Polarnacht (6606 075) (ISBN: 9783548320144)
    Christiane Ritter

    Eine Frau erlebt die Polarnacht (6606 075)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Buchbahnhof
    Heute will ich euch nun endlich einmal mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen. Dieses Buch hat mir meine Großtante vor nunmehr 17 Jahren ans Herz gelegt. Ich weiß es noch wie heute, wie ich zum ersten Mal in dieses Buch eintauchte und habe es seitdem unzählige Male gelesen und empfohlen. Das interessante an diesem Buch ist, dass es (so meine Erfahrung)viele Menschen verzaubert. Bislang habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen und einige, denen ich das Buch empfohlen habe, haben es sogar selber wieder gekauft um es zu verschenken. Also, Lesenswert! Christiane Ritter hat im Jahr 1934 ein Jahr mit ihrem Mann und einem Kollegen auf Spitzbergen verbracht. Sie schildert sehr eindrucksvoll ihre Erlebnisse dort oben. Abgeschieden von der Welt, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Technik erlebt sie eine spannende, aber nicht ungefährliche Zeit. Oft war sie auf sich allein gestellt, da die Männer unterwegs waren um z. B. Fallen zu kontrollieren. Sie erlebt die 132 Tage andauernde Polarnacht, muss sich im Schneesturm aus ihrer Hütte zu den Vorräten kämpfen, aber erlebt auch die Schönheit der Polarlichter und der einsamen Natur. Ein Zitat: “Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” Christiane Ritter schildert in einer sehr bildreichen Sprache ihr Jahr auf Spitzbergen. Ein Buch welches man sicher meiner Ansicht nach nicht entgehen lassen sollte. Es öffnet für Vieles die Augen und bereichert das eigene Leben auch ein Stück weit. Ich habe ja leider nur 5 Federn zu vergeben. Die bekommt es natürlich und von mir die Empfehlung LEST ES! Es lohnt sich sehr.
  23. Cover des Buches Letzte Fischer (ISBN: 9783882215762)
    Volker H. Altwasser

    Letzte Fischer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Monsignore
    "Aufs Meer blicken, heiße immer, etwas zu erwarten" - das ist einer der vielen anrührenden und treffenden Sätze in diesem Buch. Mein Textmarker konnte sich auf den knapp 500 Seiten austoben.
    Es handelt sich um den Abgesang auf eine sterbende Welt, die einst mit Heldenliedern besungen wurde, die Welt der Seefahrer, Hochseefischer und Walfänger. Eine Welt der harten Männer. Zugleich beschäftigt sich das Buch mit der heutigen Jungengeneration, die bekanntermaßen so schlecht dasteht, weil ihr geeignegte männliche Identifikationsmuster fehlen, weil das Bildungssystem jungengerechte Sozialisation verweigert und weil Mädchen im Namen des überfälligen Chancenausgleichs ab dem Kindergarten auf Kosten der Jungs gefördert werden.
    Beides verarbeitet der Autor in einem langen Atemzug - und das ist die größte Schwachstelle des ansonsten packenden und mitreißenden Romans, denn beides gehört nicht zusammen.
    Der gnadenlose Niedergang der jahrtausendealten Seefahrerwelt ist Thema genug und tragisch genug. Und erstmals führt ein Autor dieses Dramas den Lesern vor Augen: Walfang ist verpönt und aus heutiger Sicht eine riesige Tierquälerei, vom Stolz der mutigen Walfänger spricht niemand mehr, Greenpeace-Boote drängen sie ab und stellen sie bloß. Die Hochseefischerei befindet sich in den mafiosen Händen großer Konzerne und bemächtigt sich rücksichtslos der sensiblen Resourcen. Die moderne Piraterie greift die Hochseefischer an, weil zigtausende afrikanischer Fischer keinen anderen Ausweg mehr sehen.
    Der groß angelegte Roman führt sie alle vor, die vielen Verlierer des Wandels, die Beug- und die Unbeugsamen. Etwas überzogen mag sein, dass alle männlichen Hauptpersonen des Buches am Ende tod sind.

    Höchst beeindruckend sind die Szenen auf dem Trawler, einem riesigen Fang- und Verarbeitungsschiffes mit mehreren Fischfabrikhallen unter Deck, in Tag- und Nachtschichten werden zigtausende Tonnen Fisch verkaufsfähig verarbeitet. Und dann die Szenen auf dem Walfänger, die gigantische Metzelei der gewaltigen Tiere, um etwas Walöl, Amber und Glycerin zu gewinnen. Und dann das Ethos der letzten Seefahrer, gespeist durch uralte Tradition und längst verkümmert und vor dem Untergang stehend.

    Ein höchst beeindruckendes, atmosphärisch dichtes Drama. Aber mit Webfehlern: Am meisten hat mich gestört, dass letztlich die Frauen den Untergang herbeiführen - der Trawler wird von somalischen Piraten unter brutalem weiblichen Befehl geentert, die Besatzung umgebracht. Und der Walfänger vor Spitzbergen hat eine paramilitärische Begleitsicherung unter weiblichem Befehl - das mehrfache Versagen der Befehlshaberin führt in die Katastrophe.

    Absolut lesenswert, guter Stoff, tolle Sätze - aber keine große Literatur und mit handwerklichen Fehlern.
  24. Cover des Buches Nordhimmel: Kreuzfahrt nach Island und Spitzbergen. (ISBN: 9783873541160)

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks