Bücher mit dem Tag "splitter-verlag"

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18 Bücher

  1. Cover des Buches Die Adoption. Band 2 (ISBN: 9783958395305)
    Zidrou

    Die Adoption. Band 2

     (6)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Meine Meinung: VORSICHT SPOILER AUS BAND 1!
    Der zweite Teil fängt ca. 1,5 Jahre nach dem ersten an. Qinaya ist in ihre Heimat zu ihrer leiblichen Mutter zurückgekehrt. Doch Gabriel will sie nicht gehen lassen. Er hat eine Weile gebraucht, um mit ihr warm zu werden und anzunehmen, dass er von jetzt auf nachher Adoptiv-Opa geworden war. Doch kaum war der Funke übergesprungen, ging er voll in seiner Funktion auf.

    Mutig wagt er sich in ein ihm unbekanntes Land und sucht Qinaya. Doch er muss feststellen, dass 1,5 Jahre für so einen kleinen Menschen viel Zeit bedeuten. Geknickt akzeptiert er, dass Qinaya nicht mehr zu seiner Familie gehört bzw. er nicht mehr zu ihr und ihrer Familie gehört. In all seiner Trauer begegnet er einem anderen Vater, der seine Tochter bei dem Erdbebenunglück (aus Band 1) verloren hat und nun darauf wartet, dass sie genetisch identifiziert wird, damit er sie nach Hause überführen kann. Die beiden Männer kommen sich näher und nutzen die Wartezeit um Sightseeing in Peru zu machen. Durch die Gespräche mit dem anderen Vater wird Gabriel gezwungen an seinen eigenen Sohn zu denken, der im Gefängnis ist und zu dem er den Kontakt abgebrochen hat.

    Dieser zweite Teil ist traurig und voller Schmerz. Viele Verluste müssen bewältigt und verarbeitet werden. Monin schafft es aber ganz wundervoll diese Trauer und Düsternis in die Bilder einzuarbeiten. Sein Zeichenstil ist sehr speziell, intensiv und detailgetreu. Beim Betrachten der Gesichtszüge kann jede Emotion abgelesen werden. So gelingt es Zidrou und Monin die gewollten Emotionen beim Leser zu wecken. Der Autor behält auch in diesem Teil einen ganz bestimmten Galgenhumor bei, der die Geschichte aufzulockern vermag.

    Fazit
    Eine Geschichte, die mehrfach tief unter die Haut geht. Der Fokus auf die Familie, die Liebe von Eltern zu Kindern (und umgekehrt) im Alter ist auf wenige Seiten faszinierend transportiert und umgesetzt. Die Worte und insbesondere die Bilder berühren und bringen einen zum Nachdenken. Eine sehr lesenswerte Geschichte, die wichtige Themen auf eine ganz spezielle Art darstellt.
  2. Cover des Buches Es war einmal... der Mensch. Band 1 (ISBN: 9783958399655)
    Jean-Charles Gaudin

    Es war einmal... der Mensch. Band 1

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny
    Vom Urknall bis 10.000 Jahre vor unserer heutigen Zeit. Von der ersten Zellteilung bis hin zur ersten Jagd mit Pfeil und Bogen.

    FAKTEN
    „Es war einmal … Der Mensch: Die Urzeit“ ist der erste Band von insgesamt vier geplanten der Comic-Reihe um die Kultzeichentrickserie. Alle Bände erscheinen im Splitter Verlag, dieser hier erschien dort erstmals im Oktober 2017. Für das Szenario ist Jean-Charles Gaudin zuständig, die Zeichnungen stammen von Jean Barbaud und Afroula Hadijiyannakis. Die Übersetzung ist von Swantje Baumgart. Der Comic ist als Hardcover erhältlich.

    KURZMEINUNG
    Zeitgemäß und mit Pepp wird den Kindern gekonnt Wissen vermittelt. Als Comic ebenso genial wie als Serie damals!

    STORY
    Tja, wie war das eigentlich damals. So am Anfang, ehe es die Erde gab – wie ist sie entstanden? Und was haben wir Menschen eigentlich damals so getrieben? Wie kam es überhaupt erst soweit, dass wir die Evolutionsleiter so weit raufgeklettert sind? Fragt Maestro – der kann Euch weiterhelfen. Vom Urknall zum aufrechten Gang und noch viel mehr, das alles erfahrt Ihr in diesem Band.
    Diesen Comic habe ich mit meinem 6 Jahre alten Sohne gelesen, oder vielmehr habe ich ihm vorgelesen. Im Großen und Ganzen eignet es sich dafür nämlich sehr gut.
    Das Wissen wird mit einigen Witzen, kleinen Kabbeleien der Kids und einer Vielzahl veranschaulichender Bilder vermittelt. Allerdings sollte man darauf achten, dass hier eindeutig die Evolutionstheorie unterstützt wird – für mich vollkommen ok – aber wenn man eher religiös veranlagt ist, könnte dieser Comic ein Fehlgriff werden.
    Für alle anderen kann ich nur sagen, dass dieser Comic der Serie in nichts nachsteht. Zeitlos geschrieben und ebenso gezeichnet. Es fühlte sich an, als bekäme ich ein Stück meiner Kindheit wieder – wundervoll. Doch noch viel wichtiger: Mein Sohn mochte den Comic auch sehr, wir haben ihn in einem Stück ausgelesen und er hat sich gemerkt, was er gelernt hat.

    AUFMACHUNG
    Er glänzt von außen mit einem farblich zur Urzeit passenden Bild und der typischen Uhr, welche diese Serie stets begleitet hat. Für Kinder macht es neugierig, die Eltern fühlen sich ein paar Jahrzehnte zurückversetzt. In jedem Fall für Jung und Alt ansprechend und farbenfroh gestaltet.

    STIL
    Sind die Zeichnungen auch nah am Original, so erkennt man doch deutliche Unterschiede. Allerdings ist das ganze so liebevoll neu aufgelegt worden, dass man die einzelnen Charaktere ohne Mühe wiedererkennen kann. Es ist also frischer, moderner und dennoch vermittelt es ein nostalgisches Gefühl. Was mir persönlich sehr gut gefällt, denn so hat man es quasi zeitlos gemacht.
    Die leuchtenden Farben machen es für Kinder ansprechender. Mit Wortwitz und lustigen Zeichnungen kombiniert, erhält man hier schon für die Jüngeren eine tolle Mischung, die Spaß beim Lesen und Lernen macht.
    Für Erstleser ist das Comic nur bedingt geeignet, da die Schrift recht klein ist und die Kinder sich erst orientieren müssen, welcher Text als nächstes gelesen werden muss. Doch zusammen mit Euch Eltern wird es gehen. Entweder Ihr lest es Euren Kindern vor, so wie ich, oder ihr nehmt sie an die Hand und lest es mit Ihnen gemeinsam und helft ihnen dabei sich zurecht zu finden.

    FAZIT
    Dieser Comic gibt gelungen die Kultserie von damals wieder. Mit Pepp und Frische leicht modernisiert, spricht es auch heute noch die junge Generation an und macht gleichermaßen Jung wie Alt Freude beim Lesen und Lernen. Ein Stück Nostalgie und ein tolles Gefühl, dass ich diese Serie, die ich damals so geliebt habe, heute mit meinem Sohn teilen kann!

    BEWERTUNG
    5 von 5 Zahnrädchen
    ©Teja Ciolczyk, 27.05.2019
  3. Cover des Buches Schneewittchen (ISBN: 9783962191429)
    Lylian

    Schneewittchen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Toxicas

    Wie beschreibt man eigentlich Bilder? Oft finde ich dafür nicht die passenden Worte, obwohl mir zig Gedanken und Emotionen kommen beim Lesen.
    Mich konnten siehier jedenfalls fesseln. Sie haben die jeweilige Stimmung und Atmosphäre ziemlich gut eingefangen, kamen oft ohne Begleittext aus und konnten mich - etwa wenn sie vom bisherigen Stil abwichen - sogar überraschen. Am meisten mochte ich die winterlichen Motive, da ich ein absolutes Winterkind bin. Ein Schneewittchen. Übrigens eins meiner Lieblingsmärchen - und trotzdem wusste ich einige Details gar nicht mehr. Davon abgesehen, dass ein paar Ereignisse so nicht im Originalmärchen zu finden sind, gab es auch "Ach ja!"-Momente, als ich mich wieder erinnerte. Zum Beispiel daran, dass es vor dem vergifteten Apfel bereits zwei Mordversuche der bösen Königin gab.

    Mordversuche. Klingt echt fies, oder? Aber wisst ihr eigentlich, dass viele Originalmärchen und Disneygeschichten gar nicht so brav sind? Von wegen "sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". Viele Märchen wurden nachträglich abgeändert, weil sie ursprünglich zu grausam waren. Und mich haben in dieser Graphic Novel einige Szenen überrumpeln können. Positiv! Ich sag nur: Burn, Witch!

    Die Sprache gefiel mir übrigens auch gut. Sie kommt etwas altertümlich daher und ist somit perfekt an die Story angepasst. Zitat Seite 15: "In der Tat, es hat einen gewissen Charme."

    Es war schön, mal wieder in ein Märchen abzutauchen und in Kindheitserinnerungen zu schwelgen.

  4. Cover des Buches Myre – Die Chroniken von Yria. Band 1 (ISBN: 9783962191054)
    Claudya Schmidt

    Myre – Die Chroniken von Yria. Band 1

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Lena2310

    Meine Meinung:

    Es könnte sein, dass sich diese Comic-Reihe als meine neue Lieblingsreihe herausstellen wird. Ich bin so unglaublich begeistert von diesem Comic, dass ich es direkt nach dem Beenden nochmal von vorn gelesen hätte. Vielleicht mache ich das, aber erstmal schreibe ich euch diese Rezension.

    Als erstes ist mir natürlich der Zeichenstil aufgefallen. Claudya Schmidt, die nicht nur Autorin sondern auch Illustratorin ist, hat einen unglaublich realistischen und detailreichen Stil. Keine einzige Seite wird langweilig, denn es gibt so wahnsinnig viel zu entdecken, dass ich wahrscheinlich sogar die Hälfte übersehen habe. In Yria sind die Personen Tiere und auch die sind so unbeschreiblich toll und auch irgendwie niedlich gezeichnet, dass ich mich in jeden Einzelnen von ihnen, was den Zeichenstil angeht, verliebt habe. Ich kann mich wirklich kaum satt sehen an den Bildern, obwohl der ganze Comic sehr düster ist. Aber hier stört es mich absolut gar nicht, denn es passt zur Geschichte.

    Auf dem Bild sehen wir unsere Protagonistin Myre. Ich muss zugeben, dass ich sie bisher wirklich gar nicht mag, denn sie war bisher zu fast allen Mitmenschen (Mittieren) sehr unfreundlich, aber wir wissen bisher noch kaum etwas von ihr. Vielleicht hat das Ganze auch einen Grund, denn sie ist eine Reisende, die gezwungenermaßen dauerhaft alleine ist. Vielleicht wird man dann einfach unfreundlich. Naja, ganz allein ist sie dann doch nicht, denn sie reist zusammen mit ihrem Drachen Varug, den man auch auf dem Cover sehen kann. Ist dieses Wesen nicht einfach wunderschön gezeichnet? Meinetwegen könnte es ein ganzen Comic nur von Varug geben. Aber auch Myre sieht meiner Meinung nach unglaublich toll aus. Auf jeden Fall, wie schon gesagt, erfährt man nicht viel von Myre und auch die gesamte Geschichte macht noch nicht wirklich Sinn, denn man hat bisher wirklich sehr wenige Informationen. Am Ende des Comics bekommt Myre eine Aufgabe: Sie soll ein Päckchen überbringen und so beginnt ihre Reise durch Yria. In Band 2 wird es also erst so richtig losgehen. In Band 1 haben wir also erstmal nur Eindrücke von Varug, Myre und der Welt erhalten. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht und bin sehr froh darüber, dass ich Band 2 schon Zuhause habe.


    Fazit:

    Zwar haben wir in Band 1 noch nicht wirklich viel erfahren, aber man darf die Protagonisten, ein Teil von Yria und den unglaublich tollen Zeichenstil von Claudya Schmidt kennen lernen. Bitte bitte lest diesen Comic falls ihr Comic-Leser seid, denn schon Band 1 ist meiner Meinung nach absolut traumhaft und somit eine Leseempfehlung von mir!

    5 / 5 Sternen

  5. Cover des Buches Einhorn, Das (ISBN: 9783939823797)
    Mathieu Gabella

    Einhorn, Das

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Kaito
    Spannende Kombination von Geschichte, Wissenschaft und Dichtkunst.

    Inhalt:
    Im Paris des Jahres 1565 sterben mehrere berühmte und umstrittene Mediziner unter mysteriösen und ziemlich blutigen Umständen. Ambrosius Paré, Chirurg des Königs und von seinen Kollegen der Fakultät als Quacksalber diffamiert, stellt Nachforschungen an. 
    Doch bald wird er von furchterregenden Kreaturen heimgesucht und findet heraus, dass die Kirche versucht, Entdeckungen zu vertuschen, um ihre Macht zu wahren...

    Meinung:
    Das Autoren-Team Mathieu Gabella und Anthony Jean entwirft in "Das Einhorn" eine mystische Version der Renaissance.
    Dabei taucht der Leser in eine Welt ein, die nicht ausschließlich erfunden ist. Viele Details sind historisch belegbar und nach meinem Empfinden sehr gut recherchiert. Reale historische Persönlichkeiten, wie Nostradamus oder Paracelsius geben sich die Ehre. 

    Die Geschichte bewegt im Bereich des wissenschaftlichen Thrillers, mit sehr spannenden Anleien aus Fantasy und Mystik.
    Allerdings begegnen wir Wesen wie dem Centauren oder Zerberus in einer interessanten und leicht verstörenden neuen Form.

    Da zu Beginn der Handlung viele Dinge noch im Dunkeln liegen, auch für den Protagonisten Ambrosius Paré, ist der Einstieg nicht ganz einfach. Die Mischung aus realen und fantastischen Elementen fühlte sich aber sehr gelungen an, so dass man irgendwann nicht mehr sicher ist, ob uns die Geschichtsbücher nicht doch einiges verschweigen. Der Comic konnte mich definitiv für sich gewinnen.

    Die gesamte Gestaltung ist eher düster, da die Geschichte sehr oft im Untergrund oder an dunklen, versteckten Orten spielt.
    Trotzdem sind die Panels unglaublich detailreich. Es lohnt sich eine Weile bei einem Bild zu bleiben und in Ruhe alle Feinheiten zu erkunden.
    Die Aufteilung der Panels sorgt für eine dynamische Erzählweise, hat mich aber nicht überfordert.
    Der besondere Stil der Illustrationen, der Aquarellschattierungen mit digitaler Colorierung verbindet, erlaubt ein lebendiges Schattenspiel und realistisches Aussehen bei Stoffen. 

    Fazit:
    Ich musst erst in die Geschichte hinein finden. Aber dann war "Das Einhorn" eine echte Entdeckung. Die Kombination aus historischen, wissenschaftlichen und fantastischen Elementen hat mich überzeugt. Durch die wiederkehrende, explizite Brutalität ist dieser Comic aber vor allem für ein erwachsenes Publikum geeignet.
  6. Cover des Buches Frostfeuer (ISBN: 9783868692938)
    Kai Meyer

    Frostfeuer

     (69)
    Aktuelle Rezension von: TinaTurnsPages

  7. Cover des Buches Der schreckliche Papst. Band 2 (ISBN: 9783868691627)
    Alejandro Jodorowksky

    Der schreckliche Papst. Band 2

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    „Der schreckliche Papst – 01. Giuliano Della Rover“ ist ein sehr ansprechender Comicauftakt. Er verknüpft wahre Begebenheiten um Papst Anfang des sechzehnten Jahrhunderts und den Intrigen und den Machtspielchen rund um den heiligen Stuhl. Dabei hat sich Alejandro Jodorowsky einen wirklich interessanten Hauptcharakter ausgesucht. Der rücksichtslose und aufbrausende Papst, der bald nach Antritt als „il terribile“ bekannt wurde, verteidigte seine Machtherrschaft ganz im Stil eines Feldherrn und Despoten. Dass es in diesem Comic nicht zimperlich zu Sache geht, zeigen die Bilder. Sex & Crime sind eine gute Kombination und verspricht für spannende Unterhaltung. Die Dialoge sind ein wenig flach gehalten und haben noch Entwicklungspotential. Etwas prickelnder und weniger historisch verbrieft ist der Erotik-Comic von Franze & Andärle „Black Wade“

  8. Cover des Buches Carthago. Band 2 (ISBN: 9783962198909)
    Christophe Bec

    Carthago. Band 2

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    Dieser Teil knüpft direkt an den 1. Teil an und es wird bereits zu Beginn klar, dass Megalodon und Kronosaurus nicht die einzigen Lebewesen sind, welche anscheinend alles andere als ausgestorben oder Hirngespinste sind.

    Wie auch im 1. Teil "Die Lagune auf Fortuna" begleiten wir wieder Kim, die Ozeanologin, erhalten Einblick in die Machenschaften von Carthago und des Österreichers Mr. Feiersinger. Hier auch wieder mit Blick in die Vergangenheiten so mancher Figuren.

    Manches wird hier aufgeklärt, wie z.B. die Besonderheit von Lou, Kims Tochter, doch vieles bleibt weiterhin im Unklaren.
    Die Spannung wird hier konstant durchgezogen und es sind auch einige Action-Szenen vorhanden. Das lässt mich mit Freude zum 3. Teil "Das Monster von Dschibuti" blicken.

    ">>Um auf den Punkt zu kommen...die Lagune Fortuna ist keine isolierte Oase für prähistorische Fossile.
    Alle diese Fakten weisen darauf hin, dass der Megalodon niemals ausgestorben ist.
    Es hat ihn immer gegeben.<<"
    (S. 46)

    © Pink Anemone




  9. Cover des Buches Die Druiden (ISBN: 9783958394056)
    Jean-Luc Istin

    Die Druiden

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Dieser Sammelband der Comicreihe „Die Druiden“ beinhaltet die ersten sechs Bände der Reihe und schließen den ersten Zyklus ab. Im Klartext heißt das, dass die Einzelbände jeweils mit einem Cliffhanger endeten, der Sammelband nun die Geschichte als Ganzes präsentiert.

     

    Historie

    Es beginnt mit einem bestialischem Mord, der den Druiden in die Schuhe geschoben werden soll, um sie vom Antlitz der Erde zu scheuchen. Es begibt sich ein ungewöhnliches Gespann aus Druiden und christlichen Mönchen auf Spurensuche, um die wahren Mörder zu finden.

    Dabei bewegt sich der Comic nah an der Realität in der Zeit zwischen Antike und Mittelalter. Eine Zeit, in der das Christentum seinen Aufschwung erfuhr und die Druiden tatsächlich vermehrt verfolgt wurden.

    Im Vorwort äußern sich die Autoren wie folgt und verweisen gleichzeitig darauf, dass sie sich einiges an künstlerische Freiheit herausgenommen haben, um eine Geschichte zu erzählen.

    »“Die Druiden“ verstehen sich dennoch nicht als „historischer Comic.“«

     

    Kelten

    Durch die immer wieder angedeuteten historischen Bezüge und Worte kommt allein schon durch die Erzählung ein passendes „druidisches“ Feeling auf, das stark verwoben ist mit den Kelten und irischen Ursprüngen. Leider wird im Text nicht auf die korrekte Aussprache hingewiesen, denn spätestens seit der Fantasy-Reihe „Die Chroniken des Eisernen Druiden“ wissen, dass die Namen aus dieser Region durchaus seltsam ausgesprochen werden. So wird aus einer Granouile ausgesprochen eine Gron-ja-whel. Wer weiß, wie der Hauptdarsteller Gwenc’hlan ausgesprochen wird.

    Passenderweise findet sich am Ende ein kurzer und knapper Abriss zu den wahren historischen Bezügen. Natürlich muss der interessierte Leser für weitergehende Informationen ein Lexikon bemühen. Das kann auch dieser Sammelband nicht liefern.

     

    Optik

    Selbstverständlich kommt das eigentliche Gefühl für die Zeit und die Umstände der Geschichte mit den teilweise opulenten Zeichnungen und Illustrationen. Zuweilen gibt es zwar tatsächlich einige Fratzen zu sehen (wie in manch anderen Lesermeinungen zu lesen ist) und der Zeichner hat es mit der überspitzen Darstellung etwas übertrieben. Im großen und Ganzen ist die optische Qualität dennoch über alle Zweifel erhaben.

    Nicht nur farblich passt das Gesehene sehr gut zum Erzählten, auch die Figuren sind treffend und markant gezeichnet. Obgleich auch hier es hin und wieder übertrieben wird, so wird dem Auge unwahrscheinlich viel geboten.

     

    Gewaltdarstellung

    Dieser Comic richtet sich eindeutig an Erwachsene und spart nicht mit Gewaltdarstellungen. Auch unterstreicht er durch eine gewollte Darstellung die Fraktion der Bösen derart massiv, dass sich die Autoren in ihrem Vorwort von jeglicher Parteiergreifung oder Gewaltverherrlichung distanzieren.

    »Auf halben Wege zwischen Abenteuergeschichte und mittelalterlichem Thriller, verfolgt es einzig das Ziel, Sie zu unterhalten.«
    aus dem Vorwort des Sammelbands.

    Allein das Cover lässt schon vermuten, dass sich das Buch noch nicht mal für einen kurzen Blick eine Kindes eignet, weshalb ich es tatsächlich nur dann lesen konnte, als meine Kinder schon im Bett waren.

     

    Fazit

    Eine interessante Geschichte, eine opulente Grafik und markante Charaktere machen diesen Comic in jeglicher Hinsicht zu einem Hingucker. Dass es sich bei diesem Buch um einen limitierten Sonderband handelt, der großformatig auf fast 300 Seiten die Geschichten erzählt, unterstreicht diesen Eindruck.


    Diese und weitere Besprechungen finden sich auf meinem Bücherblog.

  10. Cover des Buches Grün 1 (ISBN: 9783962190316)
    Frauke Berger

    Grün 1

     (4)
    Aktuelle Rezension von: MosquitoDiao

    Farbenpracht

    Natürlich können schwarz-weiß-Illustrationen ebenfalls eine tolle Wirkung erzielen, aber die meisten sind sich sicher einig, dass ein farbenreicher Kontrast einfach ein Hingucker ist. Frauke Berger ist hier nicht nur Autorin, sondern eben auch Illustratorin und hat mich von den ersten Seiten an mit ihrem Stil gefangen genommen. Die Farben und die Zeichenart harmonieren in meinen Augen wirklich gut miteinander und erschaffen ein Bild, das perfekt aufeinander abgestimmt ist und auch für die richtige Atmosphäre sorgt.

    Außergwöhnliches Setting

    Ich muss gestehen, dass mich der Anfang doch erst einmal verwirrt hat, definitiv auch neugierig gestimmt, aber in erster Linie konnte ich die Puzzleteile nicht wirklich zusammenfügen. Man befindet sich in einer anderen, neuen Zeit, die viele unbekannte Umstände und Ereignisse für einen bereithält, im ersten Moment wurde man aber mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen.
    Dies legt sich aber zum Glück schnell, wenn für mich persönlich auch nie ganz, und ein roter Faden war erkennbar.
    So kann man nun erste Eindrücke vom sogenannten grünen Planeten und seine unterschiedlichsten Einwohner gewinnen.

    Ideenvielfalt

    Ja, dieser Punkt spiegelt sich natürlich auch schon im Setting wieder. Allerdings finde ich es fast noch erstaunlicher unterschiedliche Lebensformen zu erschaffen. Und genau damit hat Frauke Berger meinen Geschmack getroffen. Denn nicht nur Lis sorgt für einen facettenreichen und geheimnisvollen Charakter, sondern auch jene, denen sie auf ihrem Weg begegnet. und nicht zuletzt die Seuche selbst!

    Denkanstöße

    Immer wieder ein beliebter Aspekt von mir. Aber ich finde es eben einfach fantastisch, nicht nur unterhalten, sondern auch angeregt zu werden, mich mit gewissen Thematiken und Umständen näher auseinanderzusetzen.
    Denn das Schicksal des grünen Planeten wirkt im ersten Moment eventuell ein wenig überholt, klingt in meinen Ohren aber alles andere als unrealistisch.
    Was passiert dann mit der Menschheit? Was tun wir unserer Umwelt damit an?
    Aber auch zwischenmenschliche Beziehungen werden hier nicht außer Acht gelassen und spielen einen wichtigen Faktor.

    Die Neugier ist geweckt!

    Aus den anderen Punkten konnte man sicherlich schon herauslesen, dass die Autorin mit „Grün“ einfach meinen Geschmack getroffen hat.
    Aber hier kommen einige Aspekte zusammen, die in meinen Augen ein raffiniertes Werk ergeben. Denn auch, wenn mir der Anfang ein wenig verworren vorkam, zeigt es nur umso mehr, was für eine vielfältige und neue Welt hier auf die Leser wartet, was für facettenreiche und interessante Charaktere man begleiten kann und was für eine unbekannte Welt sich hier eröffnet!
    So sehr ich mich auch schon auf den zweiten band freue, bin ich doch auch ein wenig traurig, dass diese Geschichte so schnell wieder ein Ende finden wird, denn nach diesem Auftakt, könnte die Reihe gar nicht lang genug für mich sein!

    FAZIT

    Frauke Berger hat mich mit ihrem Debütcomic Grün wahrlich überrannt. Der Einstieg ist mir zwar ein wenig schwer gefallen, hat aber einfach den Hintergrund, dass hier eine komplexe Welt aufgebaut wurde, von der man gar nicht genug erfahren kann!
    An Lis Seite hat man die Chance erste Einblicke in die neue Gesellschaft und das Leben auf dem grünen Planeten zu erlangen und kann erahnen, was einem in der Fortsetzung noch bevorstehen wird – ich freue mich jetzt schon!

  11. Cover des Buches Devolution (ISBN: 9783958391390)
    Rick Remender

    Devolution

     (5)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    Da präsentiert uns Rick Remender mal eine richtig düstere Zukunft. Der ursprüngliche Grund, warum all dies geschieht, ist eigentlich gar nicht mal so weit hergeholt. Die Menschen streiten und töten sich seit Jahrhunderten aufgrund ihres Glaubens. Schaut man heutzutage in die Zeitungen, gibt es kein Tag, an dem nicht irgendwo in der Welt, irgendein Anschlag im Namen eines Gottes begannen wird. Selbst in der Vergangenheit wurden Kriege geführt oder Menschen aufgrund ihres Glaubens hingerichtet. Findige Wissenschaftler wollten aus diesem Grund diesen Glauben aus dem Genpool der Menschen treiben. DVO-8 war das Ergebnis und leider ein verehrendes, wie sich am Ende herausstellen sollte.

    Es führte definitiv dazu, dass keiner mehr an einen Gott glaubte, denn alles Leben degenerierte sich zurück und wir befinden uns in einer grauen Vorzeit, als das Leben auf der Erde erst erwachte. Neben Neandertaler, Riesenspinnen oder Mammuts, gibt es nur noch wenige kleine Camps des Homo Sapiens. In einem dieser Camps herrscht Gil, ein riesiger, fieser Nazityp, dessen Lebensaufgabe Gewalt und Fortpflanzung ist. Unsere Hauptprotagonistin Raja, gerät nun in seine Finger und eine Flucht wird schwer. Allein wird sie es nicht schaffen nach San Francisco zu kommen, wo ein Wissenschaftler ein Gegenmittel entwickelt hatte, es aber nicht mehr rechtzeitig freisetzten konnte – Ihr Vater. Im Lauf der Geschichte erfahren wir noch einige Details mehr und treffen dabei auf einige urtümliche Viecher.

    Gil als Gegenspieler schenkt dem Comic den herrlich dreckigen und ekelhaften Bodensatz, den die Menschheit übrig gelassen hat. Rajas Flucht auf der Suche nach dem Gegenmittel, lässt viele Opfer folgen. Mehr als ein Kopf wird gespalten, Blut verteilt sich seitenweise über den Comic und Gliedmaßen fliegen im hohen Bogen durch die Reste unserer Zivilisation. Jonathan Wayshak hat dank seines außergewöhnlichen Zeichentalents die Szenerie sehr passend eingefangen. Er rückt die fiesen Fratzen und lüsternen Leiber der Zukunft ins rechte Licht und vergisst dabei nicht den Inhalt zu transportieren. Schön zu sehen, dass es auch noch ohne Computer gelingt, Zeichnungen in Comicform zu bringen und am Ende erfährt man auch noch einmal, wie einzelne Passagen entstanden sind oder wie die Charaktere entwickelt wurden.

    Fazit:
    Heftig, dreckig, düster und ein entzückender Schlag in die Fresse unserer aktuellen Gesellschaft. Neben dem eigentlichen Problem der Vergötterung, geht es auch auf die Verschwendungssucht und dem „Scheiß-Egal-Gefühl“ nach und findet dabei die passende Antwort. Egal was wir machen, wir Menschen haben es eben doch selbst in der Hand wie wir untergehen. Wer mal kein Hochglanz mag, sondern auch mal in der Asche der Zukunft wühlen will, findet hier ein passend abgefahrenen Comic-Band für Erwachsene.

    Matthias Göbel

    Autor: Rick Remender
    Zeichner: Jonathan Wayshak, Jordan Boyd, Jae Lee
    Übersetzer: Bernd Kronsbein
    Hardcover: 160 Seiten
    Verlag: Splitter Verlag
    Erscheinungsdatum: 01.08.2017
    ISBN: 9783958391390
  12. Cover des Buches Die drei Geister von Tesla. Band 1 (ISBN: 9783958395619)
    Richard Marazano

    Die drei Geister von Tesla. Band 1

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny
    Wer ist der wirkliche Feind?
    Derjenige, der die Waffen nutzt,
    oder derjenige, der sie erfunden hat …

    FAKTEN
    „Das štokavische Geheimnis“ ist der erste von bisher 3 geplanten Bänden. Während Marazano für Szenario und Farbe gewirkt hat, wurden die Zeichnungen von Guilhem angefertigt. Erstmals ist dieser Comic im Oktober 2017 im Splitter Verlag erschienen.

    KURZMEINUNG
    Science-Fiction und Steampunk von ihrer düsteren Seite. Vor der Kulisse des II. Weltkrieges toben Geheimnisse, Verschwörungen und Gefahr im Kampf um die Macht.

    STORY
    In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wird ein Junge mitten in New York in Verstrickungen und Machenschaften hineingezogen, die weit über seinen Horizont gehen. Was hat es mit dem chiffrierten Text auf sich, wer ist dieser komische Nachbar? Bereits kurz, nachdem er hierhergezogen ist, eröffnet sich ihm eine andere Seite der Stadt. Doch was geht hier wirklich vor, was hat das alles mit dem berühmten Erfinder Tesla zu tun?

    Insgesamt ist dieser erste Band wirklich fesselnd. Ich habe von Beginn an gefühlt, dass irgendwas im Busch ist und dachte beim Lesen mit, sodass mir kein Detail entging. Zuweilen fand ich den Text ein wenig zu sprunghaft, die Übergänge waren teilweise zu hart. Ich kam zwar durchweg mit, aber es brachte mich doch ab und an aus der Stimmung raus, das fand ich schade. Insgesamt kann die Story aber was. Düster, geheimnisvoll und spannend. Kein Wunder also, dass dieser Comic bei mir nur 20 Minuten gehalten hat. Ich habe ihn dann noch ein zweites Mal zur Hand genommen, um die Kunst hinter der Geschichte auch richtig würdigen zu können – denn des hat sie verdient!

    AUFMACHUNG
    Ich liebe das Farbspiel von dunklen Tönen mit den goldenen Glanzelementen. Allerdings musste ich auf den ersten Eindruck hin an eine Invasion durch Außerirdische denken. Ich glaubte auch erst, es ginge hier um ein Werk, das nur aus dem Science-Fiction Bereich kommt. Doch da lag ich ein wenig daneben. ^^ Vielmehr haben wir hier einen gekonnten Mix, der Science-Fiction und Steampunk spannend vereint. Das Cover schildert eindrucksvoll die über allem schwebende Gefahr, die man auch während des Lesens wahrnimmt. Ein gelungener Blickfang, der mich gleich neugierig gestimmt hat! Schon wenn man den Buchdeckel anhebt, bekommt man das Flair aus 1942 mit Wucht durch eine Doppelseite des „The Daily Worker“, einer Zeitung, zu spüren. Das versetzt so gekonnt in die richtige Stimmung, dass man gleich voll durchstarten kann 😉

    STIL
    Hier muss ich ehrlich sein, ich kann Euch keine genauen Zeichentechniken nennen. Doch kann ich Euch sagen, wie ich Farbgebung, Situationswiedergabe und Atmosphäre finde – das ist doch schon mal was, oder? Darum geht es nämlich für mich: Mag ich den Stil der/ des Künstlers, passen die Bilder zur Story, ist die Stimmung für mich eingefangen? Na, dann mal los …
    Das ganze Bild zeichnet sich hier eher düster. Es herrscht Krieg, die Menschen haben es nicht einfach. Das wird natürlich noch durch das Geheime, das Ungewisse und dunkle Machenschaften verstärkt. Die Atmosphäre ist geladen und birgt eine Spannung, die man schon sehr früh greifen kann. Es wird viel mit Schatten gearbeitet, die richtigen Dinge bleiben im Dunkeln. Das, die Auswahl der Zeichnungen und die Farbgebung unterstreichen die Stimmung wunderbar und dienen dazu, diesen Comic zu einem richtigen Pageturner zu machen.

    FAZIT
    Ich fand es echt bescheiden, dass ich nicht gleich den Folgeband zur Hand nehmen konnte. Gerade ist man dabei einige Dinge zu erahnen, da ist es leider schon zu Ende. Mein erster Comic nach bestimmt 20 Jahren und es hat mich gleich wieder gepackt! Ich hoffe sehr bald die Fortsetzung lesen zu können!

    BEWERTUNG
    4 von 5 Zahnrädchen.
    ©Teja Ciolczyk, 02.05.2019
  13. Cover des Buches Kill or be Killed. Band 1 (ISBN: 9783962190330)
    Ed Brubaker

    Kill or be Killed. Band 1

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Durch eine unüberlegte Tat wird Dylan zu einem dämonischen Pakt genötigt, der von ihm verlangt, sich über das Leben Gedanken zu machen. Und zwar auf eine recht besondere Art und Weise. Und zwar dergestalt, dass diese Comic-Reihe sehr außergewöhnlich werden lässt. Und zugleich  interessanter und absolut lesenswert.

     

    Sprünge

    Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und hangelt sich langsam zu dem Punkt vor, an dem sich das Leben des Hauptprotagonisten Dylan grundlegend ändert. Und ab da wird der Leser mit der Frage konfrontiert, wie das Leben zu bewerten ist und ob es wirklich gerechtfertigt ist, jemandem nicht nur den Tod zu wünschen, sondern auch herbeizuführen. Das lässt den Hauptprotagonisten zum Antihelden werden, mit dem sich so mancher potentielle Leser eher identifizieren kann, als mit dem typischen Hollywoodhelden.

    Der Erzählstil ist sehr interessant gestaltet und wird sehr gut, durch die wechselnde Optik im Comic unterstützt. So wird die Geschichte im Mix zwischen direkter und indirekter Rede erzählt, wobei zusätzlich die Gestaltung zwischen klassischen Comic-Kästen und doppelseitigen Illustrationen wechselt, bei denen die Texte an den Seiten angebracht sind. Ein sehr passendes Stilmittel, um diese außergewöhnliche Geschichte zu erzählen.

     

    Illustration

    Wenn in einem Comic in mehreren Sprechblasen folgendes zu lesen ist:

    Aber ich schwöre, dass ich Teddys Namen erwähnte und dass er diesen Anblick bekam …
    Die Panik, die Leute erfasst, wenn sie erwischt werden …
    Den habe ich wirklich gesehen.

    Und ich als Leser sehe diesen Gesichtsausdruck ebenfalls, dann zeugt das von einer großen Kunst. Nämlich der Kunst, den passenden Gesichtsausdruck samt Gefühlsregungen auf den dargestellten Bildern zu zeigen.

    Grundsätzlich ist die Geschichte realitätsnah gezeichnet und es finden sich keine überzeichneten und übertriebenen Darstellungen, was zusammen das Erlebnis nochmals intensiviert. Ich finde, dass dieser Comic zeichnerisch auf einem sehr hohem Niveau anzusiedeln ist. An vielen Stellen war ich überrascht, mit welcher Aussagekraft die Bilder behaftet sind.

     

    Fazit

    Der Auftakt dieser mehrteiligen Reihe ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Nicht nur die famose Optik kann überzeugen, auch die Geschichte weiß den Leser an das Buch zu fesseln. Gespikt mit einer gehörigen Portion Selbstkritik am eigenen Staat und mit zahlreichen blutigen Szenen, ist dieses Erlebnis allerdings einem erwachsenen Publikum vorbehalten.

    Es sollte klar sein, dass ein Comic-Reihenauftakt die Geschichte nicht zu Ende führt, sondern den Leser lediglich in die Geschichte einführt. Und auch, wenn im englischen Original schon etliche Teile veröffentlicht wurden, so muss sich der deutsche Leser in Geduld üben, denn der zweite Teil wird erst Anfang Juli erscheinen, Teil drei folgt dann im Oktober.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  14. Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783962190231)
    Matz

    Geronimo

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Die Geschichte der Ureinwohner Nordamerika ist bekanntlich geprägt von Krieg, Leid und schlussendlich von der totalen Unterdrückung bis in die heutigen Tage. Geronimo gehört vielleicht zu den letzten Ureinwohnern, die sich der Übermacht widersetzen – auf jeden Fall zu den berühmtesten.

     

    Stimmige Illustrationen

    Grund genug, ihm einen Comic zu widmen. Die Zeichnungen sind in den typischen Wild-West-Sepia-Farben gehalten, was vielleicht klischeehaft, aber sehr passend ist. Immerhin kennen die Leser des Comics den „Wilden Westen“ nicht anders. So überzeugend die Farbgebung auch ist, so hat mich die Illustration nicht durchgängig überzeugen können.

    Viele gezeigten Elemente waren zu grob und in Details zu sehr Comic. Allerdings war die Wahl der kantigen und zerfurchten Gesichter sehr gut. So kam ein „Indianer-Feeling“ auf, obgleich auch dieses klischeebehaftet ist. Allerdings wird die Gewalt sehr explizit dargestellt, was dann nach meinem Empfinden unangemessen erscheint. Nicht, dass ich Gewalt verabscheue, sondern es passte irgendwie nicht. Zeichnerisch konnte man zudem sehen, dass die rote Farbe einfach am Ende des Zeichengangs über das Bild gespritzt wurde. Hier wäre mehr drin gewesen.

     

    Unstimmige Story

    Womit ich allerdings weniger zurechtgekommen bin, ist die Story. Nach Beendigung des Comics habe ich mit die Wiki-Artikel zu Geronimo durchgelesen und hatte da prompt den Eindruck, als hätte der Autor versucht, diesen Artikel in seinen Grundzügen wiederzugeben. Hier hätte es der Geschichte gutgetan, wenn ein bisschen mehr Recherche betrieben worden wäre.

    Die Geschichte bleibt so einfach nur flach und uninspirierend. Die Charaktere sind blass und wurden überhaupt nicht ausgearbeitet. Es wurde teilweise noch nicht mal für einen gescheiten Übergang zwischen zwei wesentlichen Ereignissen geschaffen, so dass die eigentliche Motivation für das Handeln beider Seiten im Dunkeln bleibt.

     

    Fazit

    Ich könnte es in einfachen Worten auf den Punkt bringen: Grafik top, Story flop. Grafisch passt das Gezeigte, auch wenn vielleicht an mancher Stelle es mit der roten Farbe etwas übertrieben wurde. Aber die Erzählung ist einfach auf der Strecke geblieben. Sie ist ähnlich lieblos dahergklatscht, wie die rote Farbe, die so manches Bild „verziert“.

    Indianer-Comics gibt es sicherlich nicht so viele auf dem Markt und es ist irgendwo schade, dass ich für dieses Exemplar keine Empfehlung aussprechen kann. Genrefreunde dürfen allerdings einen Blick riskieren.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  15. Cover des Buches Badlands. Band 2 (ISBN: 9783958390317)
    Eric Corbeyran

    Badlands. Band 2

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Ar-Men (ISBN: 9783962191306)
    Emmanuel Lepage

    Ar-Men

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Im Atlantischen Ozean, nahe der Küste der Bretagne, sind jahrhundertelang Schiffe an den mörderischen Klippen zerschellt. Bis schließlich mehrere Leuchttürme erbaut wurden um die Schiffe zu warnen. Der, der am weitesten draußen erichtet wurde ist Ar-men. Aufgrund seiner isolierten Lage und den schwierigen Arbeitsbedingungen dauerte es ganze 14 Jahre eher er fertiggestellt wurde. Das Leben als Leuchtturmwärter ist ein einsames und aufgrund der oft stürmischen Wetterbedingungen kann nicht immer rechtzeitig eine Ablösung erfolgen. Bretonische Legenden von versunkenen Städten und Geisterschiffen ranken sich um diese einsame Gegend. Germain, der Leuchtturmwärter, zeigt uns sein Leben und diese Geschichten, die ihn und den Leuchtturm schon immer begleitet haben📖 

    Ein melancholisch schönes Buch mit beeindruckenden Bildern. Man riecht fast die rauhe, salzige See, hört das Dröhnen der riesigen Wellen, die bei Sturm gegen die Außenmauern schlagen und kann die Isoliertheit der Leuchtturmwärter nachempfinden. Ich war beeindruckt von der Entschlossenheit auf dem kargen kleinen Felsen überhaupt einen Leuchtturm zu errichten. Die bretonischen Legenden und die Historie des Turms sind sehr gut in die Geschichte eingearbeitet worden. Ein Augenschmaus mit interessanter Erzählung der viel zu schnell durchgelesen war🙂

  17. Cover des Buches Carthago. Band 3 (ISBN: 9783962198916)
    Christophe Bec

    Carthago. Band 3

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    Mit dem 3. Band der Carthago-Reihe wechselt der Illustrator. War es zuvor der Franzose Eric Henninot, ist es nun der slowenische Comic-Autor und -Zeichner Milan Jovanovic. Manche Leser sind von dessen Zeichnungen enttäuscht, ich hingegen finde diese sogar besser. Der Zeichenstil bleibt gleich und manche erkennen eventuell überhaupt keinen Unterschied.
    Die Illustrationen sind weiterhin im Old-School-Style und ebenso atmosphärisch wie zuvor. Jovanovic beherrscht, meiner Meinung nach, das Spiel zwischen Licht und Schatten besser und manche Zeichnungen wirken fast wie gemalt. Dies ist nicht nur bezüglich der Unterwasserwelt wesentlich stimmungsvoller.

    ">>Ausgehend von der Datierung der Anlage befand sich die Menschheit noch in der Altsteinzeit.
    Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sie in der Lage war, derartige Gebäude zu errichten, die an Pyramiden erinnern.
    Wir haben also eine unbekannte Zivilisation vor uns.
    Doch die erstaunlichste Entdeckung machte ich nach der eingehenden Prüfung unserer Daten:
    Diese Stadt kam nie mit Luft in Berührung.<<"
    (S. 7)

    Auch im 3. Teil der Carthago-Reihe sind die prähistorischen und ganz und gar nicht ausgestorbenen Lebewesen Thema und somit natürlich auch Megalodon. Dieses wird hier zusätzlich durch die Entdeckung einer prähistorischen Unterwasserstadt bereichert.
    Die kleine Lou, Kims Tochter, scheint der Schlüssel zu sein und auch bezüglich des Firmenpräsidenten von Carthago gibt es eine Überraschung.

    Dieser Teil besticht weniger durch Action, jedoch durch einige überraschende Wendungen. Zusammenhänge werden erkennbar, das große Ganze aber immer noch inicht ersichtlich. Es ist also immer noch spannend dieser Reihe zu folgen.

  18. Cover des Buches Carthago. Band 4 (ISBN: 9783962198923)
    Christophe Bec

    Carthago. Band 4

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    "Seit Urzeiten fasziniert die Menschen das, was in den Tiefen der Ozeane liegt...
    Das Meer ist groß, viel zu groß für uns kleine Menschen.
    Selbst wenn ihm einer sein ganzes Leben weiht, wird er nur einen winzigen Bruchteil davon zu sehen bekommen.
    Und wie im oberirdischen Dschungel sind die existierenden Lebensformen noch überraschender als die kühnsten Fantasien von Science Fiction-Autoren.."
    (S. 29)

    Dieser Comic verläuft in mehreren Handlungssträngen, inklusive Rückblenden in die Vergangenheit.
    Es beginnt im Jahr 1993 im südlichen Pazifik, auf einer Bohrinsel des Konzerns "Carthago". Während einer Bohrung wird eine Unterwasserhöhle geöffnet und dadurch prähistorische Meeresbewohner befreit. Allen voran Megalodon, der Vorfahre des Weißen Hais und dieser ist mächtig hungrig. Um die Bohrungen jedoch nicht zu gefährden, wird die Entdeckung, inklusive der Opfer, vertuscht und geheim gehalten.

    In der Gegenwart treffen wir auf Kim Melville, eine Ozeanologin. Sie wird von einer Gruppe namens "Adome" angeheuert. "Adome" sind dem Konzern Carthago und der Vertuschungsaktion auf die Schliche gekommen und nun soll Kim mit einem Team Megalodon finden. Mit von der Partie sind ihr Freund Martin und ihre Tochter Lou. Lou ist irgendwie anders - sie benötigt mit ihren 10-12 Jahren keinerlei Taucherausrüstung, um in die Tiefe hinab zu tauchen.

    Und dann hätten wir noch den Österreicher Mr. Feiersinger, auch "Der hundertjährige Karpate" genannt. Niemand weiß wie alt er wirklich ist und er frönt einer ganz besonderen Leidenschaft - dem Sammeln von prähistorischen Lebewesen. Natürlich hat auch er erfahren, dass sich Megalodon nun in den Meeren herumtreibt und diesen möchte er haben...um jeden Preis.

    Es tauchen noch mehr Handlungsstränge und Zwischensequenzen aus der Vergangenheit auf, die vermuten lassen, dass Megalodon nicht erst seit dem Vorfall im Jahr 1993 sein Unwesen in den Meeren treibt.
    Die Jagd ist eröffnet....auf allen Seiten.

    ">>Wahrscheinlich ist das Sedna, die sich an den Menschen rächt.
    Manchmal drückt sie ihre Abneigung gegen uns in schweren Stürmen aus.<<
    >>Das kenne ich, macht meine Frau zu Hause genauso.<<"
    (S. 46)

    Da dieser Comic gerade einmal 56 Seiten hat, wäre jedes Wort zur Handlung zu viel.

    Hier erwartet einem auf jeden Fall eine spannende Story mit witzigen und auch derben Sprüchen. In Szene gesetzt wird diese von Zeichnungen im Old-School-Style, welche die Atmosphäre gekonnt einfangen und hervorragend zu diesem Comic passen. Manchmal benötigt es keinerlei Dialoge da die Bilder ganz für sich alleine sprechen.

    Der 1. Teil endet natürlich mit einem unglaublichen Clilffhanger und ließ mich sofort zum 2. Teil "Die Challenger Tiefe" greifen.

    Pink Anemone (Vorstellung der Teile 1 - 3 dieser Reihe, inklusive Bilder und Autoren-/Illustratoren-Vorstellung)

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