Bücher mit dem Tag "splitter verlag"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 14 (ISBN: 9783958390546)
    Stephen King

    Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 14

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Auch Band 14. dieser Graphic Novel Reihe überzeugt wieder mit guten Zeichnungen.
    Hier erleben wir, wie Odetta unter ihrer gespaltenen Persönlichkeit leidet und immer mehr von ihrem Alter-Ego Detta überwältigt wird. 
    Für diejenigen, die schon den Dunkle-Turm-Zyklus gelesen haben, sind diese Graphic Novel ein gelungener Zusatz.
  2. Cover des Buches Stephen Kings Der Dunkle Turm (ISBN: 9783957987181)
    Stephen King

    Stephen Kings Der Dunkle Turm

     (47)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    man lässt sich hier wirklich herrlich viel Zeit, um die Geschichte zu entwickeln und sie geht unter die Haut, aber Turm-Leser kennen das meiste davon schon. Trotzdem üben die Bilder einen Sog aus, der einen für die kurze Dauer, die so ein Comic braucht, nicht nachlässt. Allerdings fehlt mir bei diesen Comics das Zusatzmaterial, das ich bei älteren Bänden so mochte. 
  3. Cover des Buches Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 16 (ISBN: 9783962190767)
    Stephen King

    Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 16

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Neuer Band von „Stephen Kings Der Dunkle Turm“ Graphic Novel Adaption – neuer Illustrator. Hatten die ersten Bände der Reihe graphisch noch einen künstlerischen Anspruch, so ist spätestens mit Ramirez als Illustrator die Reihe in der Comic-Welt angekommen. In meinen Augen ein klarer Rückschritt.

    tot.

    Erzählt werden in diesem 16. Band die Ereignisse aus dem Buch tot. Roland hat ein Paradoxon erschaffen, unter dem nicht nur er in Mittwelt, sondern auch Jack in unserer Welt leidet. Es existieren zwei parallele Welten, in denen beide gleichzeitig leben. Schon in der Buchvorlage wirkt es verwirrend, hatte aber durchaus seinen Reiz.

    Ich finde, dass die Story sehr gut in die Graphic Novel adaptiert wurde. Wurden in den Vorgängern dieser Adaption schon mal die Handlungen der Buchvorlagen etwas verbogen, werden sich Kenner der Bücher hier sofort wiederfinden. Ich persönlich finde, dass tot neben Glas zu den besseren Büchern der Serie gehören, weshalb ich mich auch für die hier gezeigte Story begeistern kann, die nebenbei bemerkt auch für diejenigen verständlich ist, die die Buchvorlage nicht kennen.

     

    Illustrationen

    In einer Buchkritik zu einem der Vorgänger hatte ich mal geschrieben, dass die Illustrationen von der Qualität sind, als dass man sie durchaus als Kunstdruck an die Wand hängen könnte. Davon sind die hier gezeigten Bilder weit entfernt. Die Gesichter sind zu kantig, die Figuren zu bunt und die Farben spiegeln gar nicht die jeweilige Stimmung der Geschichte wider.

    Im Anhang dieses Buch finden sich wieder einige Konzeptzeichnungen und Regieanweisungen von Robin Furth. Diese in schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungen haben zum Teil mehr Aussagekraft als die farbigen Illustrationen, die es später ins Buch geschafft haben. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, die Zeichnungen nicht zu kolorieren.

    Erzählt wird in den Vorgängern nicht die vollständige Vorlage, sondern nur in etwa die Hälfte der Geschichte. Vermutlich wird ein 17. Teil folgen, der die Ereignisse aus tot zu Ende erzählt. Die Printvorlage hat übrigens mit einem sehr massiven Cliffhanger geendet, wovon hier zum Glück nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegenteil dürften all diejenigen, die die Bücher nicht kennen, diese Geschichte als in sich abgeschlossen ansehen.

     

    Fazit

    Die Geschichte von Jack, die in der Buchvorlage tot erzählt wird, gehört sicherlich zu den Highlights des Dunklen-Turm-Zykluses. Die Graphic Novel Adaption hält sich sehr dicht an die Buchvorlage und schafft es, ihren Spirit mit zu adaptieren. Lediglich die comic-haften Illustrationen passen nicht so ganz zur bisher erschienen Reihe, auch wenn die letzten Bände schon stark in die Richtung tendierten. Es ist wirklich schade für die gesamte Reihe, dass Isanove als Illustrator irgendwann ausgeschieden ist.

    Gänzlich ohne Vorkenntnisse ist der 16. Teil der Reihe nicht verständlich. Eines von beidem sollte der Leser kennen: entweder die Graphic Novel oder die Buchvorlage. Wer sich bisher für Rolands Suche nach dem dunklen Turm begeistern konnte, wird die Begeisterung mit dem 16. Teil der Graphic Novel Reihe sicherlich nicht verlieren.


    Diese Rezension findet sich ebenso auf meinem Bücherblog wie die Rezensionen zu allen anderen Bänden der Reihe.

  4. Cover des Buches Stephen Kings Der Dunkle Turm (ISBN: 9783862016426)
    Stephen King

    Stephen Kings Der Dunkle Turm

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Wer den „dunklen Turm Zyklus“ kennt, der kennt die Bedeutung der Zwischenstation. Hier trifft Roland zum ersten Mal auf Jake, der in dem Zyklus eine sehr besondere Rolle spielt. Das Graphic-Novel-Team rund um Robin Furth wandelt im neunten Band der Reihe noch immer auf den Pfaden des ersten Romans Schwarz.

    Nah am Roman

    Wer eine Geschichte als Graphic Novel etwas anders erzählt als die Romanvorlage, der tut sich manchmal etwas schwer, alles in den richtigen Kontext zu bringen. Dadurch, dass die Graphic Novels anders als die Romane mit Rolands Jugend begonnen haben, sind es die Bände sechsacht, neun und zehn, die die Geschehnisse des ersten Romans erzählen.

    Dabei nimmt sich das Team durchaus die Freiheit, die Geschehnisse aus der Romanvorlage detaillierter zu beschreiben. Allerdings wird in diesem Band (im Gegensatz zu so manchem anderen Band der Reihe) nichts neues erzählt. Vielmehr werden Elemente eingeflochten, die Stephen King erst in den Folgeromanen etwas näher beleuchtet hat. So wird zum Beispiel Jakes Übergang nach Mittwelt in mehreren Büchern erzählt und in dem vorliegenden Band gebündelt dargestellt.

    Zusatzinhalte

    Wie gewohnt plaudert am Ende des Buchs Robin ein bisschen darüber, wie die Graphic Novel entstanden ist und wie es zu der ein oder anderen Idee gekommen ist. Wirkliche (neue) Hintergrundinformationen, die die eigentliche Story ein wenig erweitern, werden hier allerdings nicht geboten.

    Zeichner

    Neuer Band der Graphic-Novel-Reihe, neuer Zeichner. Ich weiß nicht, warum die Zeichner nun mit jedem neuen Band wechseln – es ist den Büchern jedenfalls anzusehen. Allein die Kolorierung wird durchgehend von Richard Isanove übernommen … was ebenfalls den Illustrationen anzusehen ist.

    Ist somit die Farbgebung typisch für Graphic-Novel-Reihe, sinkt der Wiedererkennungswert hinsichtlich der Charaktere. Wie in den letzten drei Bänden auch, vermisse ich die Grafiken mit dem gewissen künstlerischem Etwas, mit dem die Reihe gestartet ist. Die Grafiken sind zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht außergewöhnlich.

    Fazit

    Dieser neunte Band der Graphic-Novel-Reihe erzählt die Geschehnisse aus Schwarz weiter. Um diesen Band zu verstehen muss man entweder die Romanvorlage oder die Bände sechs und acht kennen (Band sieben ist ein eigenständiges Zwischenspiel). Zusätzlich muss sich der Leser darauf einstellen, auch den zehnten Band zu konsumieren, um diese Episode in ihrer Gänze zu verstehen.

    „Die Zwischenstation“ bettet sich in meinen Augen recht gut in die Gesamtreihe ein und erzählt die Geschichte in gewohnter Manier weiter. In gewohnt guter Qualität heißt dann allerdings auch, dass es nichts gibt, wodurch dieses Werk einzigartig oder außergewöhnlich wird.




    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.
  5. Cover des Buches Die Adoption. Band 1 (ISBN: 9783958395299)
    Zidrou

    Die Adoption. Band 1

     (8)
    Aktuelle Rezension von: gedankenweltdenise

    Ich kann kaum etwas mit Comics anfangen. Aber ich nachdem ich bei einigen diesen Comic gesehen hatte und deren Meinung dazu gelesen und gehört habe musste ich ihm auch eine Chance geben. Ich habe mir auch direkt Band 2 dazugekauft und jetzt stand der erste Band schon fast 1 Jahr bei mir im Regal und hat jetzt endlich seine Chance bekommen mich zu Überaschen und mir vielleicht Comics etwas schmackhaft zumachen. Und was soll ich sagen. Das hat der Comic geschafft ich wurde in eine neue Welt eingeführt. 


    Wir steigen in den Comic mit einer Katastrophe ein. Eine schwere Naturkatastrophe ist passiert und viele Menschen haben ihr Leben verloren oder sind Obdachlos. Wie auch die kleine 4 Jährige Qinaya. Sie hat glück im Unglück und findet eine Familie aus Frankreich die sie Adoptieren möchte. Alle aus der Familie Empfangen sie herzlich und sind überglücklich nur der ´Großvater´ ist nicht ganz zufrieden. Er muss sich erst daran gewöhnen das sein Sohn mit 40 ein kleines Mädchen Adoptiert hat. 


    Ich liebe die Zeichnungen im Comic und konnte mich richtig gut in die Geschichte fallen lassen. Auf alles wird geachtet auf die Stimmung die gerade herrscht und oft brauchten die Bilder auch keinen Text man hat verstanden was sie ausdrücken wollten. Was den Humor angehet war er nicht ganz meiner. Ich musste mal schmunzeln aber so richtig lachen könnte ich nicht. Aber darauf legt es der Comic auch nicht an. Die Geschichte geht viel tiefer. 


    Ich fand in der Geschichte toll die Entwicklung von einem griesgrämigen alten Mann (Gabriel) der nach und nach immer mehr aufgetaut ist und sich selber reflektiert hat. Warum er sich reflektiert hat das solltet ihr am besten selbst lesen... 


    Das Ende hat mir das Herz gebrochen und vielen anderen bestimmt auch. Ich bin schon gespannt wie es im 2 Band Weitergeht.

  6. Cover des Buches H.G. Wells. Band 2: Der Krieg der Welten, Teil 1 (ISBN: 9783958395039)
    Dobbs

    H.G. Wells. Band 2: Der Krieg der Welten, Teil 1

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Öffnet der Leser diese Graphic Novel, so wird ihm als erstes die angestaubte Optik auffallen. Nicht, dass die Zeichnungen altbacken sind, sondern der Leser wird ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Das ist nämlich die Zeit, in der die Originalversion von H.G. Wells angesiedelt ist. Und wird der Leser augenblicklich in diese Zeit hineinversetzt, in der die Gesellschaft vermeintlich derart anders war als heute.


    Am Original

    Es ist zwar schon fast 25 Jahre her, seit ich das Originalbuch gelesen habe, so dass ich mich nicht mehr so wirklich an den genauen Wortlaut erinnern kann, aber nach meinem Dafürhalten hält sich die Graphic-Novel relativ dicht an das Original. Warum ich den Eindruck habe?

    Das Original ist als Satire erschienen und wollte der Politik einen Spiegel vor die Nase halten. Diese hochnäsige Arroganz der damaligen Zeit vor allem gegenüber allen anderen Völkern außer den Europäern (wenn nicht sogar gegenüber allen Nicht-Briten), wird in dieser Adaption sehr gut rübergebracht. Und leider Gottes erhält das Buch dadurch eine gewisse Aktualität.

     

    Worum es geht?

    Das Originalbuch muss man nicht kennen, um dieser Geschichte folgen zu können, aber es hilft, obgleich die Handlung weder komplex noch verschachtelt ist. Sie ist eigentlich recht simpel. Die Marsianer landen auf der Erde, die Menschen nehmen sie nicht ernst und werden von der Macht der Eroberer überrascht.

    Der erste Band dieser zweiteiligen Ausgabe erzählt von den Geschehnissen rund um die Eroberung der Marsianer und den verzweifelten Abwehrreaktionen der Menschen.

     

    Für Erwachsene

    Egal ob Originalbuch oder Graphic-Novel-Adaption: eines ist allen Werken gemein: Die Marsianer stellen eine unbesiegbare Bedrohung dar und metzeln die Menschen nieder. Diese Übermacht wird nur zu deutlich dargestellt, ohne jedoch gleich ein Splatter-Comic zu sein. Aber dennoch richtet sich durch die Vernichtungsdarstellungen diese Graphic-Novel eindeutig an ein erwachsenes Publikum.

    Sehr viel mehr passiert in diesem Buch nicht, aber auch die Vorlage glänzt nicht unbedingt durch Tiefgang oder komplexe Charakterdarstellungen, so dass sich auch in diesem Aspekt die Graphic Novel am Original orientiert. Wie bei allen mehrteiligen Buchadaptionen endet diese Geschichte mittendrinnen und findet erst im zweiten Band ihren Abschluss.

    Von dem Titel „H.G.Wells Band 2“ darf sich der Käufer nicht irritieren lassen, denn der erste Band behandelt mit „Die Zeitmaschine“ ein anderes Buch von H.G.Wells. Es handelt sich also um eine mehrteilige Graphic-Novel-Reihe, die die unterschiedlichsten Bücher von H.G.Wells beinhaltet (es folgen noch „Die Insel des Dr. Moreau“ im Dezember diesen Jahres und „Der Unsichtbare“ in zwei Teilen im Frühjahr nächsten Jahres).

     

    Fazit

    Nein, man muss das Original nicht kennen, um die Geschichte in dieser Graphic Novel zu verstehen. Und auch wenn das Buch „Der Krieg der Welten“ sicherlich zu den Klassikern der Literaturgeschichte zählt, ist es nicht unbedingt jedermanns Sache. Da finde ich die Idee immer wieder sehr gut, solche Buchklassiker in Form einer Graphic Novel zu erzählen. „Der Krieg der Welten“ wird so im Großen und Ganzen für jedermann zugänglich gemacht und spricht durch die Aufmachung und den graphischen Stil zudem nicht nur „Comicfreunde“ an.

    Wer immer schon mal wissen wollte, worum es im Original überhaupt geht, kann hier ebenso bedenkenlos zugreifen, wie der Leser, der sich der Geschichte mal in einer anderen Form widmen möchte.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  7. Cover des Buches Stephen Kings Der Dunkle Turm (ISBN: 9783862017980)
    Stephen King

    Stephen Kings Der Dunkle Turm

     (19)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Zuerst kommt Sheemie zu Wort, dann Roland selbst in Form einer Erinnerung und dann gibt es noch eine Heldensage aus den alten Mittwelttagen als Zugabe. Eine bunte Mischung, die in sich auch stimmig ist, allerdings braucht ich einen Moment, um die Brüche korrekt einordnen zu können und fand, dass die einzelnen Geschichten nicht so gut zueinander gepasst haben.

  8. Cover des Buches H.G. Wells. Band 1: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783958395008)
    H. G. Wells

    H.G. Wells. Band 1: Die Zeitmaschine

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Owlet11
    Als ich das Buch las wusste ich ehrlich nicht wer HG Wells war. Was für eine Blamage. So ging ich an das Buch mit der erwartung eines leicht zulesenden  Zeitreise Abenteuers. Was es nicht war. Das Buch beginnt sehr langsam im Viktorianischen England. Der langsamme spannungsbogen wird die ganze Zeit über gehalten. Wirklich "Fahrt" wird nie aufgenommen. Die Sprache lässt  sich in etwa mt Tolkien beschreiben. Eloquent britisch und sehr beschreibend. Dadur zieht sich dieses buch noch ein wenig mehr und higlights wie die erste Zeitreise, die Morlock oder Eloi gehen unter. Das Buch hat mir trotzdem gefallen, da es einen eigenen Charm hat.  Mann muss sich halt darauf einlassen und sollte nie vergessen wie alt die Story schon ist.

    Fazit: Wer ein Action Abenteuer statt eines Klassikers erwartet ist hier falsch.  Zurecht in einer Riege mit Stoker, Shelly und co.
  9. Cover des Buches Vergessene Welt (ISBN: 9783958390256)
    Christophe Bec

    Vergessene Welt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Konzentrierte sich der erste Band der Trilogie „Vergessene Welt“ auf die Expedition der Wissenschaftler, liegt der Fokus nun auf den Ereignissen, nachem selbige ihr Ziel erreicht haben. Das heißt, dass nun die Urzeitlebewesen in die Graphic-Novel-Adaption von Sir Arthur Conan Doyle Vorlage Einzug erhalten haben.


    Was da kreucht und fleucht …

    Wie sähe eine Welt wohl aus, in der sich das urzeitige Leben erhalten haben könnte? Diese Frage wird in dem zweiten Band beantwortet. Große und kleinerer Lebewesen machen es dem Wissenschaftsteam schwer, an ihre Beweise zu gelangen, die sie benötigen, um der Wissenschaft genüge zu tun.

    Die Geschichte erhält ein wenig Dramatik und wird durch actionreiche Szenen deutlich rasanter im Vergleich zum ersten Band. Dabei unterstreichen die guten Zeichnungen nicht nur die jeweilige Umgebung, sondern auch die Stimmung innerhalb des Teams. Rückblenden werden wie gewohnt in schwarz weiß gezeigt und verdeutlich die Motivation des Erzählers.

     

    Tagebuch

    Wie schon im ersten Band tritt der Journalist Malone als Erzähler auf, in dem seine Tagebucheinträge verwendet werden, um Hintergründe zu erklären. Die Mischung aus den unterschiedlichen Erzählperspektiven ist gerade in dieser Dinosaurier-Thematik sehr passend und hat mir recht gut gefallen.

    Da dieses Buch der zweite Teil einer Trilogie ist, dürfte es nicht verwundern, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Und dazu auch noch mit einem recht gemeinen. Finde ich solche Cliffhanger und offenen Enden in Büchern eher unangebracht, so ist das bei einer Graphic Novel oder einem Comic in meinen Augen durchaus vertretbar. Der Leser muss sich also allen drei Teilen widmen, um der Geschichte folgen zu können.

    Da das Buch auf der Vorlage von Doyle basiert, sind nicht die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse eingeflossen. Das dürfte aber nur dem auffallen, der sich ein bisschen näher mit Dinosauriern beschäftigt. Was mich gleich zu dem Hinweis führt, dass obwohl sich die Dinosaurier-Thematik sehr für Kinder eignet, dieses Buch sich an ein reiferes Publikum richtet. Die Gewaltdarstellung ist zwar nicht explizit, aber dennoch vorhanden.

     

    Fazit

    Dieser zweite Teil stellt eine gelungene Fortsetzung dar. Überzeugen kann er durch mehr Action und durch die Wendungen innerhalb der Geschichte. Dieser Band ist im Vergleich zum ersten Teil deutlich rasanter. Aber wer sich von der Geschichte vereinnehmen lässt, wird sowieso nicht drumerhum kommen, sich allen drei Teilen zu widmen – und wird im Gegenzug mit einer sehr guten Graphic Novel belohnt.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  10. Cover des Buches H.G. Wells. Band 3: Der Krieg der Welten, Teil 2 (ISBN: 9783958395046)
    Dobbs

    H.G. Wells. Band 3: Der Krieg der Welten, Teil 2

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    STORY
    Einige Tage nach der Landung der Marsianer in Surrey erreichen die Außerirdischen die Hauptstadt London, wo die imperiale Überheblichkeit schnell in nackte Panik umschlägt und eine Massenflucht beginnt. Gleichzeitig haben sich der junge Philosoph (siehe DER KRIEG DER WELTEN 1) und ein Geistlicher in einer Hütte versteckt und müssen hilflos mit ansehen, wie die Marsianer zahlreiche Menschen regelrecht „ernten“, aussaugen und danach wie Müll entsorgen. Auch die Fauna der Erde verändert sich; rotes Unkraut beginnt allerorten zu wuchern, Doch mit dem Blut der Menschen haben die Invasoren auch Bakterien aufgenommen, denen ihre Körper nichts entgegen zu setzen haben.

     

    MEINUNG

    Nach der anfänglichen Invasion Lodons durch die „Dreibeine“, ist der zweite Teil von DER KRIEG DER WELTEN von einer bedrückenden Endzeitstimmung geprägt, in der sich die Hoffnungslosigkeit der Figuren spiegelt. Tief erschüttert von seiner grauenhaften Beobachtung, dass die Menschen den Außerirdischen als Nahrungsvieh dienen, macht sich der Philosoph auf den Weg in die Hauptstadt, wo sich seine Frau aufhalten sollte. Auf seiner Reise erkennt er, dass selbst die Pflanzenwelt dabei ist, radikal schnell zu verändern; alles wird von einer rot wuchernden Masse überdeckt, die an menschliche Blutadern erinnert. Standhaft versucht er, die drohende Verrohung seiner selbst hinauszuzögern, doch der Hunger wird für Mensch und Tier übermächtig und es geht ums nackte Überleben.

    Die Trostlosigkeit der Situation wurde von Dodds hervorragend eingefangen. Man fühlt förmlich, wie der Philosoph am Rand seiner Menschlichkeit wandelt, widerwillig tut, was zum Überleben getan werden muss und nur vom Gedanken an seine Familie am Leben gehalten wird. In London angekommen bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Die Stadt scheint menschenleer, die Straßen sind von verlassenen Dreibeinen und sterbenden Marsianern gesäumt. Der kraftlose Angriff eines Außerirdischen ist das letzte Aufbäumen eines Sterbenden. Doch die Vorstellung, dass die übermächtige Gefahr so plötzlich beendet sein soll ist schlicht unvorstellbar, so dass es noch einige Seiten dauert, bis die Menschen sich aus ihren Verstecken trauen und wieder Hoffnung einkehrt. Mit dieser gelungenen emotionalen Auslotung der Geschichte ist Teil 2 seinem hastig erzählten Vorgänger überlegen.

    Zeichner Vicente Cifuentes (BATGIRL, aktuell MURDERVALE bei Erko) findet wieder großartige Bilder für die Geschichte, die auf moderne Art das historische Ambiente bedienen und vor allem auch die Gefühlslage der Figuren gut widerspiegeln.

     

    FAZIT

    Der zweite KRIEG DER WELTEN-Teil kann in erster Linie mit den emotionalen Auswirkungen der Invasion vom Mars wuchern, die großartig eingefangen wurden.

  11. Cover des Buches Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 15 (ISBN: 9783958390553)
    Stephen King

    Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 15

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Es geht weiter in der Geschichte von Detta-Odetta. Dieser Band erzählt die Ereignisse aus dem 14. Band nahtlos weiter. Bleibt allerdings nicht mehr nur bei ihr, denn nun rücken die Ereignisse aus Mittwelt sowie das, was sich hinter Tür drei verbirgt, in den Vordergrund.

    Von allem Etwas

    Dass das Dunkle-Turm-Universum keinem Genre zuzuordnen ist, dürfte dem Leser vor allem nach dem Neustart der Graphic-Novel-Reihe klar sein. Die Vermischung verschiedener Genre wird in diesem Band deutlich.

    Es sind die Ereignisse, die in der Romanvorlage „Drei“ geschildert werden, die hier die Basis bilden. Und es passiert recht viel, was für die Graphic Novel ein wenig komprimiert wurde. Ein paar der Fragen, die der Leser aus Band 10 mitgenommen haben dürfte, werden hier beantwortet. Zum Beispiel die nach dem Tod, aber nicht für Roland.

    Mischmasch

    Der Zeichner von Band 14, Jonathan Marks, ist auch für die Illustrationen in diesem Band zuständig. Und wieder gelingt es ihm über weite Strecken das Surreale der Romanvorlagen einzufangen. Nur hin und wieder vermischt sich das Gezeichnete zu einem farbigen Brei, in den man genauer schauen muss, um zu erkennen, was es darstellen soll.

    Ich finde aber immer noch, dass der Zeichenstil des Serien-Neustarts etwas für sich hat. Er unterscheidet sich zwar stark von dem der ersten 11 Bände, kann aber mit seiner Aussagekraft überzeugen. Vor allem die Zwischenwelten und die Darstellung der Gedankenwelten gelingt mit den „Aquarell-Stil“ ausgesprochen gut.

    Zusatzinhalte

    Besonders viel Hintergrundinformation wird im Anhang, wie von den letzten vier Teilen gewohnt, nicht mehr geboten. Es wird wieder gezeigt, wie vom Skript zur Tuschezeichnung die Graphic Novel entstanden ist (das Skript wird im englischen Original gezeigt). Das mag hin und wieder ganz interessant sein, aber ich finde tiefgreifenderes Hintergrundwissen inspirierender.

    Fazit

    Mit Band 15 werden die Ereignisse aus „Drei“ zu Ende gebracht und es wird ein kleiner Ausblick auf das gegeben, was der Leser aus dem nächsten Teil der Romanvorlage („tot.„) kennt. Wer sich dem dunklen Turm ausschließlich über die Graphic Novel genähert hat (was durchaus möglich ist), der bekommt mit diesem Band einen tieferen Einblick in die Entstehungsphase von Rolands neuem Ka-Tet.

    Ich empfehle dieses Buch ohne Einschränkung – der Leser bekommt eine wirklich lesenswerte Geschichte geliefert, muss allerdings einschränken, dass ohne Vorkenntnisse aus der Gesamtreihe, die Ereignisse nicht verständlich sind.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

  12. Cover des Buches Sherlock Holmes - Crime Alleys von Sylvain Cordurié (1. April 2015) Gebundene Ausgabe (ISBN: B010IMZZGS)

    Sherlock Holmes - Crime Alleys von Sylvain Cordurié (1. April 2015) Gebundene Ausgabe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Cattie
    Mein Vater ist großer Comic-Liebhaber und ich großer Sherlock Holmes-Fan. Da bieten sich die diversen Sherlock Holmes Graphic Novels als Geschenk super an und inzwischen habe ich auch schon einige Bände aus dem Splitter-Verlag, die sich mit dem wohl bekanntesten Detektiv befassen.

    Neu ist in dieser Reihe der Zeitpunk. Jahre bevor Holmes seinen treuen Freund Watson trifft, ist er schon mit dem Verbrechen auf Kriegsfuß und kommt erstmals mit Moriaty in Kontakt, der hier auch noch mit seinem Vater zusammenarbeitet.
    Enführungsfälle erschüttern London und Holmes wird persönlich in die Sache hineingezogen, als sein Mitbewohner Ron vor seinen Augen entführt wird.

    Mir persönlich hat Watson gefehlt. Die beiden zusammen geben einfach ein DreamTeam ab und das habe ich hier schmerzlich vermisst. Es gab nichtmal jemanden, der Watson ersetzte, wie in einigen anderen Geschichten ein Scotland Yard Ermittler oder ein Straßenjunge. Diverse Bekannte von Holmes treten zwar auf, aber er erscheint immer als Einzelkämpfer und - gänger. 

    Auch sonst hat die Story nicht viel Neues zu bieten. Die Bilder sind ganz nett und für kurzweilige Unterhaltung ist auch gesorgt, aber sonst ist hier nichts wirklich originelles geboten. Einzig die Szene, in der sich Holmes einer toten Ratte als Waffe/Ablenkung bedient, hat ein Schmunzeln bei mir hervorgerufen.
    Das typische Holmes-Verhalten hat mir einfach gefehlt und bis auf drei Beweise seines tollen Deduktions-talentes ziemlich am Anfang, kam da nicht viel. Der Charakter hätte auch jeder x-beliebige Herr sein können.

    Ich gebe 3 von 5 Sternen für Crime Alleys. Einen Conan Doyle kann halt niemand ersetzten.
  13. Cover des Buches Rick Master Gesamtausgabe. Band 1 (ISBN: 9783958395770)
    André-Paul Duchâteau

    Rick Master Gesamtausgabe. Band 1

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Der junge Journalist und Amateurdetektiv Rick Master (im Original Ric Hochet... ein raffiniertes Wortspiel: Lautlich ergibt sich hier "Ricochet" -> vom Verb "ricocher" -> Abpraller) tauchte 1955 erstmals in Kurzgeschichten in dem 1946 gegründeten belgischen Comic-Magazin "Tintin" auf. Dieses Magazin bot nicht nur den kultigen Comicfiguren "Tim und Struppi" eine Plattform, sondern sollte bis zur Einstellung im Jahre 1988 auch Heimat solch frankobelgischer Comic-Ikonen wie "Michel Vaillant", "Blake und Mortimer", "Andy Morgan" oder "Bruno Brazil" werden. 

    Das junge frankobelgische Comic-Duo André-Paul Duchâteau (1925-2020) und Tibet (Gilbert Gascard, 1931-2010) begannen 1961 - nachdem der "Ric"-Erfinder Tibet vorher allein Kurzgeschichten seines jungen Helden präsentierte - gemeinsam rätselhafte Kriminalfälle für Ric Hochet zu erfinden, die in 78 Alben oftmals auch mit übernatürlichen Elementen wie Werwölfen spielten.

    In Deutschland gab sich Ric Hochet unter dem Namen "Rick Master" mit dem ihm zur Seite stehenden Kommissar Bourdon 1967 im Magazin "MV Comix" des "Ehapa"-Verlages (der auch "Superman" und "Batman" nach Deutschland brachte) das Stelldichein. In den 1970ern fand der stets mit Rollkragenpullover, blauer Hose und schwarz-weiß gemustertem Sakko gewandete Amateurdetektiv, der eigentlich als Journalist bei der Pariser Tageszeitung "La Rafale" arbeitet, seine Heimat beim "Koralle"-Verlag und dem Magazin "Zack". 

    Die Abenteuer wurden allerdings oft gekürzt, ummontiert und in verschiedenen Formaten veröffentlicht. 2017 nahm sich der sehr auf Qualität bedachte "Splitter"-Verlag dieser Comicfigur an und startete mit der chronologischen Veröffentlichung der Abenteuer. 

    Die Gesamtausgabe 1 präsentiert auf hochwertigem Papier und hervorragender Farbqualität die ersten fünf Kurzgeschichten und dann die ersten drei Abenteuer "Das Chamäleon und Entführt", "Die geheimnisvolle Insel" und "Gefährliche Herausforderung". Die Geschichten sind hervorragend gezeichnet und mit Witz getextet. Der ältliche etwas langsame Kommissar Bourdon und der sportlich-rasante und smarte Journalist ergänzen sich hervorragend und als Leser rätselt man sehr gerne mit. Die Geschichten sind klug ausgedacht und stehen einem cleveren "Whodunit"-Kriminalroman in nichts nach.

    Wer exzellent gezeichnete und clever erzählte Comicgeschichten mit Humor und einem Hauch 1960er-Klasse schätzt, der ist mit diesem wunderschönen Hardcover-Band bestens bedient!

  14. Cover des Buches Süße Versuchung (ISBN: B00MFMWKRM)
    Grelin Jim

    Süße Versuchung

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    STORY

    Wie wäre es wohl, einen gutsituierten, verheirateten Mann zu verführen, den Platz der Ehefrau einzunehmen und sich auf diese Weise einige Jahre auf dem steinigen Weg in ein angenehmes Leben zu ersparen? Aus dem Gedankenspiel der ungleichen Freundinnen Calista und Anna entwickelt sich ein erotisches und zunächst noch unschuldiges Spiel. In Zentrum dieses Experiments findet sich unversehens der vierzigjährige Jean wieder, bei dem Calista als Babysitterin jobbt. Was die zurückhaltende Studentin damit an Vorarbeit erspart bleibt, macht ihre Freundin Anna mit sexueller Offensivität wieder wett. Welchem der Mädchen wird es zuerst gelingen, den attraktiven Jean, zu verführen und seine Ehefrau Ines zu verdrängen? Und wohin wird dieses Spiel sonst noch führen?

    MEINUNG

    Calista und Anna sammeln gerade erste Lebenserfahrungen ohne den Ballast der Verantwortung auf ihren Schultern, als in ihren die Idee erwächst, ihrem Schicksal etwas nachzuhelfen. Statt mit einem der derzeit aussichtlosen Kandidaten ihres Alters eine Partnerschaft einzugehen und über lange Jahre etwas aufzubauen, könnte man doch einige entbehrungsreiche Jahre abkürzen und sich sofort einen begüterten Partner suchen, respektive diesen mit den süßen Versuchungen der Jugend verführen.

    So sieht sich Ehemann und Vater Jean plötzlich dem Reiz des Verbotenen ausgesetzt. Gleich zwei attraktive junge Frauen umschwirren ihn, die mehr oder weniger aktiv keinen Zweifel daran lassen, dass sie ihn nicht von der Bettkante stoßen würden. Was schnell geschmacklos werden könnte, rettet Autor Jim damit, dass er Jean stets unsicher agieren lässt. Die letzten Zweifel an den prickelnden Situationen, in denen er sich plötzlich mit Calista oder Anna wieder findet, kann er nie ganz ausräumen. So lässt Jim Jean nie die Initiative ergreifen, sondern überlässt den Mädchen die (Ver)Führung. Mit einem kleinen aber wirkungsvollen Trick, vermeidet Jim es sogar, die nichts ahnende Ehefrau Ines zum ahnungslosen Bauernopfer zu machen.

    Außerdem gelingt ihm das Kunststück, SÜSSE VERFÜHRUNG trotz aller offensiven Lolita-Erotik nie zu einem plakativen Schmuddelstück verkommen zu lassen. Auch das familiäre Drama, das bereits sein Schatten voraus wirft, wird elegant umschifft, so dass sich die Geschichte durchgehend traumwandlerisch auf einem schmalen Grat unbeschwerter Erotik bewegt. Nur ein klein wenig – gerade so viel wie notwendig – erweitert er noch den Blick auf das Leben seiner Protagonisten außerhalb dieses Handlungstreibers.

    Die Zeichnungen von Grelin sind sehr einfach gehalten und weisen deutliche Manga-Anleihen auf. Im Zusammenspiel mit der dezenten Erdfarbenpalette strahlen sie eine angenehme und charmante Behaglichkeit aus.

    Mit SÜSSE VERSUCHUNG hat Splitter einen wunderschönen Band im Programm, der sich ganz standesgemäß als edles Hardcover mit absolut hochwertigem Papier präsentiert.

    FAZIT

    Mit SÜSSE VERSUCHUNG legen Jim & Grelin eine kunstvolle und wohl ausbalancierte Erotikgeschichte vor, die mit hervorragender Figurenzeichnung aufwartet und weder zum Drama noch zum Porno tendiert. Mit einigen Kniffen wird sogar eine eindeutige Täter-Opfer-Aufstellung umgangen, so wie es am Ende dieses Spiels weder eindeutige Gewinner noch Verlierer gibt.

  15. Cover des Buches Androiden. Band 1 (ISBN: 9783958395688)
    Jean-Luc Istin

    Androiden. Band 1

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Emma.Woodhouse
    Inhalt:
    In dem ersten Band "Wiederauferstehung" geht es um eine Polizistin. Liv arbeitet effizient und spürt Mörder auf. Darin ist sie gut. 
    Fünfhundert Jahre leben die Menschen nun schon ohne zu altern aber die bekommen auch keine Kinder. Doch das ändert sich als eine Frau Schwangerschaftsanzeichen hat, was eigentlich unmöglich sein kann ...

    Meinung:

    Ich finde die Zeichnungen einfach klasse und gerade der Stil spricht mich total an. Ich liebe Roboter und deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt haben.
    Am Anfang der Story hat man einfach keinen Plan wo es hingehen soll und die verschiedenen Handlungsstränge haben für mich persönlich auch keinen roten Faden ergeben. Doch dann kommt der enorme AHA-Effekt. Er verändert alles und ist der Grund warum ich völlig begeistert bin von der Geschichte. Ich will hier nichts verraten weil es euch euren Aha-Effekt nehmen würde und es die Geschichte kaputt machen würde. Aber das große Ganze ist genial!
    Man kann nur den Hut vor dem Schriftsteller ziehen der sich dies einfallen lassen hat.
    Liv kommt für mich leider zu flach rüber und ich war nicht so wirklich bei ihr. Wobei das aber auch mit Absicht gemacht ist. Sie wirkt distanziert und kalt. Das ist schade weil das Drumherum einfach super ist. Die Welt ist wahnsinnig toll beschrieben und es ist wirklich spannend.
    Wer Androiden mag kommt hier wirklich auf seine Kosten und ich kann es nur jedem empfehlen.
    Es ist ein abgeschlossener Band und ich bin gespannt auf das zweite Buch aus dieser Reihe.
  16. Cover des Buches Magdas Apokalypse (ISBN: 9783962190262)
    Chloé Vollmer-Lo

    Magdas Apokalypse

     (7)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    ...und plötzlich haben wir weniger Zeit als wir dachten. Magda ist ein junges Mädchen, welches kurz vor ihrem 13. Geburtstag steht und durch den Direktor ihrer Schule erfährt, dass die Welt untergehen wird. Schuld ist eine Verkettung von Naturkatastrophen, welche nach dem Ausbruch eines Vulkans die Erde komplett zerstören werden. Die Nachrichten überschlagen sich mit Expertenmeinungen und alle kommen zum gleichen Ergebnis - In genau einem Jahr ist Weltuntergang. Magda, ihre Freunde und ihre Familie reagieren alle sehr unterschiedlich auf diese Situation. Auf der einen Seite die Mutter und Schwester, welche versuchen das Leben so normal wie vorher zu Leben und auf der anderen Seite ihr Vater, welcher abhaut und mit einer neuen Liebe durchbrennt.

    Zu alledem entwickelt sich Magda vom Kind zum Teenager. Sie bekommt erstmals ihre Periode, was für jede junge Frau ein mehr als wichtiges Ereignis ist. Ihr Freund ergibt sich fortan Zigaretten, Alkohol und später Schlimmeres. So jung und keine Chance auf das Leben was vor ihnen liegt... beängstigend! Ab jetzt beginnt für das junge Mädchen eine Spirale, aus der sie irgendwie nicht mehr herausfindet. Sie erlebt ihren ersten Sex, trinkt Alkohol und später flüchtet sie von Zuhause, da ihr eh keiner mehr Vorschriften machen kann, da sie zu wenig Zeit hat um zu leben. Was aber ist das Leben? Sex, Party, Anarchie? Gibt es da wirklich nicht mehr, was man mit seiner verbleibenden Zeit abzufangen weiß?

    Carole Maurel hat für ihre Zeichnungen einen zum Teil vielleicht einfachen Stil benutzt, dennoch spürt man die jeweilige Situation der Figuren in ihrer Mimik und Gestik. Hinzu kommen schöne Einzelbilder wie etwa das Entzünden eines Streichholzes oder das Auffangen von Schneeflocken in einem Handschuh. Ein Hauch der Stimmung gelingt auch durch die Farbwahl, welche oft in Orange oder ähnlich warmen Farben gehalten wurde. Der Hintergrund des Erzählten wird besonders zum Ende hin sehr anschaulich. Die Welt wie sie Magda vor einem Jahr kannte gibt es nicht mehr, weder für sie, noch für alle anderen dieser neuen/alten Welt. Manchmal ist unser Leben vielleicht nicht spannend oder aufregend, aber vielleicht muss man auch nicht alles ausprobieren, um sagen zu können man hat gelebt.

    Fazit:
    Erwachsen werden ist nicht leicht und die Welt dabei untergehen zu sehen umso schwieriger. Magdas Apokalypse ist ein starkes Stück Comic-Kunst, aus der Sicht einer heranwachsenden Teenagerin. Mit all ihren Ängsten und Problemen und der Vorstellungskraft, wie das Leben gelebt werden sollte. Ansprechend dargestellt und dramatisch zum Höhepunkt gebracht, beschäftigt den Leser unweigerlich die Frage, was man selbst alles machen würde mit dem Wissen, dass die Welt in einem Jahr unter geht.

    Matthias Göbel

    Autor: Chloé Vollmer-Lo
    Zeichnung: Carole Maurel
    Hardcover: 192 Seiten
    Verlag: Spliter Verlag
    ISBN: 9783962190272
  17. Cover des Buches Liebe deinen Nächsten (ISBN: 9783958394155)
    Peter Eickmeyer

    Liebe deinen Nächsten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Das Mittelmeer ist weit weg. Ebenso wie die Dramen, die sich dort auch heute noch abspielen. Nur weil die Medien nicht mehr über die Flüchtlinge im Mittelmeer berichten, heißt es nicht, dass die Menschen sich nicht mehr auf diese gefährliche Flucht begeben.

    Mit dieser Graphic Novel wird ein neuer Weg beschritten, um über die Situation der Menschen vor Ort zu berichten. Im Juni 2016 begaben sich Gaby von Borstel (Text) und Peter Eickmeyer (Zeichnungen) an Bord der MS Aquarius, um hautnah mitzuerleben, wie die Situation für die Retter und Geretteten auf dem Mittelmeer ausschaut.

    Reportage mit eindrucksvollen Bildern

    Somit ist die vorliegende Graphic Novel kein Werk, in dem eine Geschichte erzählt wird, sondern es ist mehr eine Reportage geworden, in der für jede Partei Raum eingeräumt wurde. Die Autoren stellen zuerst das Team und das Boot vor, sowie wie die Idee entstand und umgesetzt wurde.

    Mit diesem ruhigen Einstieg wird der Leser sehr ruhig und stimmig auf das vorbereitet, was im Laufe der Mission geschehen wird. Es werden die verschiedensten Teams ebenso vorgestellt wie Techniken und Abläufe an Bord des Schiffes.

    Mit dem Entdecken des ersten Flüchtlingboots ändert sich der Stil im Buch.


    „Wir verlieren den Blick für den ganzen Menschen mit seinem vorherigen Leben, seinen Plänen und Wünschen.“ (S. 93)


    Es kommen Menschen an Bord. Und diesen Menschen wird auf den nun folgenden Seiten viel Platz eingeräumt. Von einigen Menschen werden die Einzelschicksale erzählt, später gibt es einige großflächige Großportraits. Die Portraits erzählen sehr beeindruckend ihre ganz eigene Geschichte. Ohne Worte.

    Dem aufmerksamen Leser fällt der Stilbruch schon beim Lesen auf. Wenn nicht, dann macht Eickmeyer am Ende des Buchs darauf aufmerksam, dass die ersten Bilder unter Zuhilfenahme eines Rechners entstanden sind, die Bilder aber, die an Board der MS Aquarius entstanden, von ihm selbst als Aquarelle gezeichnet wurden. Der Stilbruch beginnt mit der Sichtung des ersten Flüchtlingboots.


    "Migration hat es immer gegeben. […]
    Man kann sie als Chance oder als Bedrohung sehen.
    Man kann die Menschen abwehren oder willkommen heißen." (S. 104)


    Natürlich wird das Buch vor allem am Ende politisch. Eine solche Reportage kann nicht objektiv und distanziert bleiben. Die Schicksale der Menschen berühren. Allerdings werden in diesem Buch gemäßigte Töne angeschlagen. Das finde ich sehr gut, dass man das eine Extrem nicht mit einem anderen bekämpfen möchte.

    Was in diesem Buch fehlt, ist eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit der Thematik, dass manchen NGOs vorgeworfen wird, mit den Schleppern zu kooperieren und somit für einen Teil des Flüchtlingsstroms verantwortlich zu sein. Es findet sich aber ein kleiner Hinweis auf diese Problematik:

    "NGOs wie SOS Mediterranee reagieren auf diese Notlage, sie produzieren sie nicht." (S. 104)

    Das ist in meinen Augen wichtig, sich nicht der Notlage der Menschen zu verschließen und den NGOs zu Mitverantwortlichen zu machen, selbst wenn es das ein oder andere schwarze Schaf unter ihnen geben sollte.

     

    Fazit

    Diese Graphic Novel Reportage führt uns allen eines vor Augen: Es geht um Menschen und um Menschlichkeit. Es geht in diesem Buch nicht um die Integration der Flüchtlinge in Europa, sondern es wird in erster Linie davon berichtet, was den Menschen widerfährt, wenn sie sich auf diese Reise begeben.

    Ich denke, dass bei aller Politik eines sehr deutlich wird. Es ist unverantwortlich, Menschen bewusst ertrinken zu lassen. Deshalb schließt das Buch dann auch mit den folgenden Sätzen:

    Wir werden sie nicht ertrinken lassen. Wie werden nicht tatenlos zusehen.“ (S. 117)


    Diese Rezension mit einigen Bildern aus dem Buch und weiterführenden Links findet sich auf meinem Bücherblog.

  18. Cover des Buches Ishanti (ISBN: 9783939823230)
    Didier Crisse

    Ishanti

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Amazonia. Band 1 (ISBN: 9783962199937)
    Leo

    Amazonia. Band 1

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    STORY
    Amazonas, 1949, etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt Manaus entfernt. Auf der Krankenstation, die Pater Laughton mitten im Dschungel betreibt, taucht gemeinsam mit einem im Sterben liegenden Journalisten ein seltsames Foto auf. Kaum hat Laughton das Bild dem englischen Botschafter übergeben, befindet sich die englische Regierung sowie eine Gruppe aus Deutschland geflohener Nazis in höchster Alarmbereitschaft. Im Auftrag der englischen Regierung reist Kathy Austin nach Brasilien, um festzustellen, ob das Bild tatsächlich einen Außerirdischen zeigt, der bei den feindseligen Yanomani-Indianern mitten im Amazonasgebiet lebt.

    MEINUNG
    Nachdem schon NAMIBIA komplett im Splitter Verlag erschienen ist (nach Ankündigung bei Leos ehemaligem „Stammverlag“ Epsilon), folgt dort nun mit AMAZONIA auch Leos dritter KENYA-Zyklus. Aufgezogen ist AMAZONIA wie ein Agententhriller und lange Zeit bleibt für den Leser im Dunkeln, was auf dem ominösen Bild zu sehen ist, für das offenbar schon ein Mensch sterben musste und das so viele Menschen in fieberhafte Aufregung versetzt.

    Statt dessen werden in diesem Band 1 die Figuren vorgestellt und gekonnt positioniert, allen voran die Hauptfigur Kathy Austin, die erst einmal einem Verkupplungsversuch ihrer Eltern entkommen muss. Es geht also auch nicht ohne Humor ab. Doch täuscht dies nicht über die Gefährlichkeit des Auftrags hinweg, der sich zuerst einmal aus dem fremden zivilisationsfeindlichen Gebiet ergibt, in das Kathy,auf sich alleine gestellt, zu reisen gezwungen ist. Des Weiteren geht auch von den Deutschen eine unterschwellige Gefahr aus, die sich ebenfalls auf den Weg zur Quelle des Fotos machen. Und es besteht kein Zweifel, dass sie über Leichen gehen, sollte sich ihnen jemand in den Weg stellen.

    Ansonsten lebt AMAZONIA 1 von seinem Abenteuer- und Mysteryflair, denn einige Panels und Gespräche deuten an, dass das fremdartige Wesen, das auf dem Foto zu sehen ist, für einige Personen kein ganz Unbekannter ist. Von der fremdartigen Umgebung des Amazonas einmal ganz abgesehen, die 1949 lange nicht so erforscht war, wie das heute der Fall ist. So hat man hier das Gefühl, eine Ruhe vor dem Sturm zu erleben. Unter der glatten Oberfläche beginnt es bereits leise zu köcheln. Gut strukturiert und trotz mehrerer Parallelhandlungen nicht überladen.

    Der Künstler Bertrand Marchal (KENYA, NAMIBIA) ist weniger der Ligne claire verpflichtet, so dass die Zeichnungen deutlich lebendiger wirken als Leos eigene Bilder (z.B. im ALDEBARAN-Zyklus) und beispielsweise an Ronald Putzkers ANNA STEIN erinnern.

    FAZIT
    AMAZONIA beginnt langsam aber um so eindringlicher und hat schon gleich einen fesselnden Mystery- und Abenteuerfaktor im Gepäck.

  20. Cover des Buches Alice Matheson. Band 1 (ISBN: 9783958393004)
    Jean-Luc Istin

    Alice Matheson. Band 1

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn
    Alice Matheson ist Krankenschwester in einem Londoner Krankenhaus. Und sie ist eine Serienmörderin, die ihrem Zwang zu töten im relativ sicheren Hafen ihres Berufes nachgibt. Doch eines Tages steht eines ihrer Opfer von den Toten auf ...


    Alice Matheson - Tag Z ist, nach dem gescheiterten Versuch, den ersten Teil von  The Walking Dead zu lesen, mein erster Erwachsenen-Comic. Wenn man sich nicht damit abfinden will, dass einem seine Lieblingsserie als Graphic Novel eigentlich nicht gefallen hat und immer wieder mal danach googelt, stößt man unweigerlich auf die Krankenschwester im Zombiegetümmel, und so landete sie schließlich auf meinem Bücherstapel.


    Comics ... tja ... wie liest man so was nun eigentlich? Einfach ... lesen? Fasziniert-intensiv auf die Zeichnungen starren? Jedes Detail in sich aufnehmen? Oder einfach mehrmals lesen, damit man irgendwann alles ganz genau gesehen hat? Ich als Romanleser war zugegebenermaßen ziemlich planlos und nach insgesamt einer geschätzten halben Stunde auch schon wieder durch und das trotz zeitaufwenigen Bilderguckens. Hab ich jetzt für die 48 Seiten und die halbe Stunde Lesen echt knapp 15 EUR ausgegeben? Lohnt sich das denn überhaupt?


    Ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher. Ein eingefleischter Comic-Leser wird das sicherlich klar und deutlich beantworten können - der Verkäufer im Comicbuchladen war auf jeden Fall von Alice und den Zombies überzeugt (und er fand die  TWD-Comics viel besser als die Serie, *grübel* ...), und auch ich habe Gefallen an ihnen gefunden. Die Zeichnungen gefallen mir sehr gut, und sie sind bunt (was mir nach dem  TWD-Misserfolg wichtig war). Die Story ist mal was anderes, denn der Leser bekommt den Ausbruch der Zombieepidemie genau dort mit, wo sie vermutlich auch im wirklichen Leben beginnen würde: in einem Krankenhaus. Dazu eine Serienmörderin als Protagonistin, der die Opfer wieder auferstehen, was sie vor ein recht frustrierendes Problem stellt, gefällt mir ja sowieso.


    Das Ganze ist auf sechs Teile ausgelegt und beginnt mit  Tag Z noch etwas verhalten. Da geht noch was! Wie Alice Matheson sich im Lauf der gesamten Geschichte entwickeln wird, ist wohl etwas, das ich erfahren werde, und zwar im Comic-Format, obwohl ich mir beim Lesen zugegebenermaßen schon mal gedacht habe, dass das als Roman sicher auch ganz schön gewesen wäre ...


    Fazit: Romanliebhaberin trifft auf Comic-Serienmörderin: Experiment durchaus geglückt! Es muss mir zwar noch klar werden, dass 15 EUR für 48 Seiten gerechtfertigt sind, doch gerade so eine exzellent gezeichnete Geschichte nimmt man sich nicht nur einmal vor. Luft nach oben für die Folgebände bleibt, und deshalb vergebe ich 4****.
  21. Cover des Buches Devolution (ISBN: 9783958391390)
    Rick Remender

    Devolution

     (5)
    Aktuelle Rezension von: einz1975
    Da präsentiert uns Rick Remender mal eine richtig düstere Zukunft. Der ursprüngliche Grund, warum all dies geschieht, ist eigentlich gar nicht mal so weit hergeholt. Die Menschen streiten und töten sich seit Jahrhunderten aufgrund ihres Glaubens. Schaut man heutzutage in die Zeitungen, gibt es kein Tag, an dem nicht irgendwo in der Welt, irgendein Anschlag im Namen eines Gottes begannen wird. Selbst in der Vergangenheit wurden Kriege geführt oder Menschen aufgrund ihres Glaubens hingerichtet. Findige Wissenschaftler wollten aus diesem Grund diesen Glauben aus dem Genpool der Menschen treiben. DVO-8 war das Ergebnis und leider ein verehrendes, wie sich am Ende herausstellen sollte.

    Es führte definitiv dazu, dass keiner mehr an einen Gott glaubte, denn alles Leben degenerierte sich zurück und wir befinden uns in einer grauen Vorzeit, als das Leben auf der Erde erst erwachte. Neben Neandertaler, Riesenspinnen oder Mammuts, gibt es nur noch wenige kleine Camps des Homo Sapiens. In einem dieser Camps herrscht Gil, ein riesiger, fieser Nazityp, dessen Lebensaufgabe Gewalt und Fortpflanzung ist. Unsere Hauptprotagonistin Raja, gerät nun in seine Finger und eine Flucht wird schwer. Allein wird sie es nicht schaffen nach San Francisco zu kommen, wo ein Wissenschaftler ein Gegenmittel entwickelt hatte, es aber nicht mehr rechtzeitig freisetzten konnte – Ihr Vater. Im Lauf der Geschichte erfahren wir noch einige Details mehr und treffen dabei auf einige urtümliche Viecher.

    Gil als Gegenspieler schenkt dem Comic den herrlich dreckigen und ekelhaften Bodensatz, den die Menschheit übrig gelassen hat. Rajas Flucht auf der Suche nach dem Gegenmittel, lässt viele Opfer folgen. Mehr als ein Kopf wird gespalten, Blut verteilt sich seitenweise über den Comic und Gliedmaßen fliegen im hohen Bogen durch die Reste unserer Zivilisation. Jonathan Wayshak hat dank seines außergewöhnlichen Zeichentalents die Szenerie sehr passend eingefangen. Er rückt die fiesen Fratzen und lüsternen Leiber der Zukunft ins rechte Licht und vergisst dabei nicht den Inhalt zu transportieren. Schön zu sehen, dass es auch noch ohne Computer gelingt, Zeichnungen in Comicform zu bringen und am Ende erfährt man auch noch einmal, wie einzelne Passagen entstanden sind oder wie die Charaktere entwickelt wurden.

    Fazit:
    Heftig, dreckig, düster und ein entzückender Schlag in die Fresse unserer aktuellen Gesellschaft. Neben dem eigentlichen Problem der Vergötterung, geht es auch auf die Verschwendungssucht und dem „Scheiß-Egal-Gefühl“ nach und findet dabei die passende Antwort. Egal was wir machen, wir Menschen haben es eben doch selbst in der Hand wie wir untergehen. Wer mal kein Hochglanz mag, sondern auch mal in der Asche der Zukunft wühlen will, findet hier ein passend abgefahrenen Comic-Band für Erwachsene.

    Matthias Göbel

    Autor: Rick Remender
    Zeichner: Jonathan Wayshak, Jordan Boyd, Jae Lee
    Übersetzer: Bernd Kronsbein
    Hardcover: 160 Seiten
    Verlag: Splitter Verlag
    Erscheinungsdatum: 01.08.2017
    ISBN: 9783958391390
  22. Cover des Buches Vergessene Welt. Band 1 (ISBN: 9783958390249)
    Christophe Bec

    Vergessene Welt. Band 1

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Rubine
    Professor Challenger gelangt auf einer seiner Expeditionen an ein Buch, das den Weg zu einem geheimnisvollen Ort beschreibt. Dort sollen entgegen aller wissenschaftlichen Auffassungen Dinosaurier überlebt haben. Gemeinsam mit einem Reporter, einem Jäger und seinem Konkurrenten Prof. Summerlee macht sich Challenger auf die strapaziöse Suche nach dem abgeschiedenen Flecken, mitten im südamerikanischen Dschungel.

    Die "Vergessene Welt" wurde nach der Romanvorlage von Arthur Conan Doyle gezeichnet. Ich kenne den Klassiker leider nicht, habe mich aber trotzdem in der Geschichte gut zurecht gefunden. Die Tagebucheinträge von Challenger führen als Roter Faden durch die Geschichte. Sie lebt vor allem durch die Gegensätzlichkeit der Charaktere sowie das "Indiana Jones"-Feeling im Dschungel. Die Zeichnungen sind wirklich schön und unterstützen die Spannung. Kurze Rückblicke sind in Graustufen statt Farbe gehalten, so dass man sie nicht mit dem gegenwärtigen Erzählstrang durcheinander bringen kann. Das fand ich sehr gelungen.

    Wie die meisten Comics vom Splitter Verlag ist auch dieses recht kurz und schnell durchgelesen. Trotzdem animiert die tolle Gestaltung immer wieder dazu, es in die Hand zu nehmen und durchzublättern. Das finde ich einfach großartig. Das Abenteuer endet ziemlich spannend, so dass ich am liebsten gleich weitergelesen hätte. Das werde ich so bald wie möglich nachholen. 
  23. Cover des Buches Vergessene Welt. Band 3 (ISBN: 9783958390263)
    Christophe Bec

    Vergessene Welt. Band 3

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Wie oft hast Du, lieber Leser, schon feststellen müssen, dass die Qualität einer Trilogie mit jedem Band gesunken ist? Aber wie oft war genau das Gegenteil der Fall? So wie in dieser Trilogie, der Graphic Novel Adaption von Sir Arthur Conan Doyles „Vergessene Welt„.

    Wendungsreich

    Sind zum Ende des zweiten Bandes die Handlungsstränge auseinandergebröselt, so werden die unterschiedlichen Ereignisse in diesem Band weiterhin getrennt erzählt. Dazu gesellen sich weitere Nebenhandlungen, die der Leser anfänglich nicht einzuordnen weiß. Zuerst dachte ich, hier hätten sich Seiten einer fremden Geschichte eingeschlichen, bis die Auflösung im weiteren Verlauf erzählt wurde.

    Es ist wirklich phantastisch, wie sich die Ereignisse in diesem dritten Teil der Trilogie regelrecht überschlagen und der Leser ein aufs andere Mal von den Wendungen innerhalb der Geschichte überrascht wird.

    Mehr Text, mehr Bild

    Ebenfalls zugenommen hat in diesem Band die „Textlastigkeit“. Ganze Passagen bestehen scheinbar mehr aus Text als aus graphischer Darstellung. Das treibt die Handlung an und verleiht der Geschichte Tiefgang.

    Auf der anderen Seite gibt es weiterhin Passagen, die allein von der Bildsprache leben. Ohne Worte werden in phantastischen Darstellungen die Ereignisse erzählt. Dieser Wechsel hat mir sehr gut gefallen.

    Fazit

    Was für ein Finale, mit dem die Trilogie beendet wurde. Alle drei Teile bauen direkt aufeinander auf, wobei die Qualität der Erzählung von Band zu Band zunimmt. Beginnt der erste Teil noch recht gemächlich, so nimmt die Geschichte im zweiten Fahrt auf, um in diesem letzten in einem grandiosen Finale zu enden.

    Für das Gesamtverständnis der Geschichte ist es ratsam, alle drei Teile der Trilogie zu lesen. Gefallen wird diese Freunden von Abenteuergeschichten und actionreichen Erzählungen. Wie die beiden anderen Teile auch, gehört dieses Buch aufgrund der Darstellung von Gewalt nicht in Kinderhände. Dieses Buch richtet sich an ein erwachsenes Publikum.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

  24. Cover des Buches SHI. Band 1 (ISBN: 9783958395251)
    Zidrou

    SHI. Band 1

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Dieser erste Band von SHI ist der Auftakt zu einer ungewöhnlichen Serie. Der komplette erste Band ist ein Epilog, der den Leser in eine ebenso actiongeladene wie teilweise verstörende Welt einführt.

     

    Spannung

    Schon der Auftakt, der im Hier und Heute spielt, zeigt, in welche Richtung der Comic seine Geschichte erzählt. Dann springt die Handlung unvermittelt in die Vergangenheit zur Zeit der ersten Weltausstellung in London und macht den Leser mit der versumpften Gesellschaft jener Zeit vertraut.

    Dabei arbeitet der Autor immer wieder mit kleinen Cliffhangern, um den Leser bei der Stange zu halten, wobei in diesem ersten Teil die wesentlichen Charaktere eingeführt, beileibe aber nicht jede aufgeworfene Frage beantwortet wurde. Vor allem ein Handlungsstrang wird in diesem Band lediglich angerissen und hinterlässt viele Fragezeichen. Es ist ganz klar, dass dies der Auftakt zu einer Serie darstellt.

     

    Einfühlsam?

    Dieser Comic berührt. Aber auf einer ganz anderen Ebene als »Die Adoption«, das ebenfalls aus der Feder des Autors Zidrou stammt. Die vorliegende Erzählung berührt den Leser durch seine Schockmomente, die es zu Hauf gibt. Dabei werden die Charaktere gerne klischeehaft präsentiert und passend in diese Momente eingefügt.

    Die Charaktere werden überaus sympathisch präsentiert und hin und wieder sogar humorvolle Elemente eingefügt, die beim Leser für ein Schmunzeln sorgen. Andeutungsweise wird die Geschichte mit Mystery-Elementen verziert, die in diesem ersten Band allerdings nur angerissen werden und beim Leser für weitere Fragezeichen sorgen.

     

    Farbgebung

    Das Stilelement, die Farbgebung der Comicstripes der Geschichte anzupassen, ist hinlänglich bekannt und findet auch im vorliegenden Buch Anwendung, was zu einem sehr stimmigen Werk führt und das Erzählte stark unterstreicht. Hin und wieder wird die ein oder andere Darstellung gern übertrieben gezeigt, was dem Wesen der Erzählung durchaus gerecht wird.

    Insgesamt zeigen sich die Illustration des Comics über alle Zweifel erhaben und scheuen auch nicht expliziteren Details zurück, was diesen Comic für ein jüngeres Publikum ungeeignet werden lässt.

     

    Fazit

    Ein rundum gelungener Auftakt zu einer actiongeladenen und geheimnisumwitterten Comicserie. Geheimnisse gibt es in der Geschichte wahrlich viele, so dass der Leser zwar mit einer gelungenen Erzählung und authentischen Charakteren bedient, dieser aber vielen Fragen zurückgelassen wird. Dieser Comic ist eben ein Epilog, der sehr viel Vorfreude auf künftige Teile erzeugt.

     

    Dieser Comic ist als Serie ausgelegt. Der zweite Teil mit dem Titel SHI Band 2: Der Dämonenkönig erscheint zum 01.09.2018.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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