Bücher mit dem Tag "sprache"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sprache" gekennzeichnet haben.

1.124 Bücher

  1. Cover des Buches Cassia & Ky - Die Auswahl (ISBN: 9783596188352)
    Ally Condie

    Cassia & Ky - Die Auswahl

     (4.492)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Im ersten Buch der Trilogie steht zuerst einmal Cassia im Mittelpunkt. Sie lebt in einer vollkommen vorprogrammierten Welt, in der alles perfekt laufen soll – auch der Partner wird einem ausgesucht und bei einem offiziellen Paarungsbankett vorgestellt. Ab diesem Punkt tauchen auch die beiden anderen Hauptcharaktere Xander und Ky auf. Nachdem Cassia herausfindet, dass sie ohne ihr Wissen für ein psychologisches Experiment missbraucht wurde, entwickelt sie (endlich) einen eigenen Willen und den Wunsch nach Freiheit.

    Die Welt die Ally Condie hier erschaffen hat, finde ich sehr spannend! Der Schreibstil und die Geschichte haben mir gut gefallen. Alles in allem eine spannende und gefühlvolle, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte!

  2. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.596)
    Aktuelle Rezension von: Felis2305

                


    ** spoiler alert **
    Ein sehr gut erdachter Plot, im Grunde ein sehr einfacher sogar.
    Allerdings in seiner Einfachheit nicht einfach zu lesen weil er sehr starke Bilder hervorruft und man so die Geschichte nicht wirklich liest sondern erlebt.
    Die Geschichte der Lisel Memminger, der Bücherdiebin.
    Und am Ende habe ich geheult…

    Was ich aber auch sagen muss: Ich persönlich würde das Buch keine*n Jugendliche*n lesen lassen ohne selbigen die Einordnung in den historischen Kontext der Geschichte zu geben, und auch das nur wenn die*der Jugendliche psychisch stabil genug ist
  3. Cover des Buches Bird and Sword (ISBN: 9783736305489)
    Amy Harmon

    Bird and Sword

     (396)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Ein Mädchen ohne Stimme.
    Ein König in Ketten.
    Ein Fluch, der sie vereint.

    Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann ... 


    Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Sicherlich sind hier ein paar Klischees bedient worden die nicht jedem gefallen aber die Story hat neben Herz Schmerz auch Spannung und ich blieb am Ende als zufriedener Leser zurück.

  4. Cover des Buches Die Furcht des Weisen 1 (ISBN: 9783608938166)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen 1

     (904)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Langsam wird es immer spannender. Der Leser (und Kvothe) erfahren immer mehr über die Chandrian. Und ja, ich will jetzt auch wissen, wer oder was sie sind! Es bleibt spannend 

  5. Cover des Buches Der Name des Windes (ISBN: 9783608938784)
    Patrick Rothfuss

    Der Name des Windes

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: Alyria

    Da bereits viele Rezensionen über das Buch existieren, hier nur kurz zusammengefasst meine Pro's und Con's:

    Pro's:

    - großartiger Schreibstil, der die Welt mit vielen bildreichen Metaphern zum Leben erweckt                                                                         

    - facettenreicher, hochinteressanter Protagonist mit Stärken und Schwächen  (wobei Stärken deutlich überwiegen); abwechslungsreiche und überzeugende Nebencharaktere, von denen einige fesseln können

    - authentische Dialoge teilweise mit intelligentem Humor und interessanten Gesprächsthemen

    - komplexes Magiesystem, das zusammen mit dem Protagonisten zu entschlüsseln, Spaß macht

    Con's:

    - für mich ist der Spannungsbogen etwas zu sehr gedehnt. Zwar passiert immer etwas, aber als spannend würde ich diese alltäglichen Konflikte eher weniger bezeichnen.

    - das Hauptziel (die Chandrian) wird sehr vernachlässigt. Nach über 900 Seiten weiß ich und der Protagonist kaum mehr als am Anfang über sie. Die Geschichte verliert sich immer wieder in Nebensträngen, die mitunter zur Charakterentwicklung beitragen, sonst aber wenig den Plot vorantreiben.

    Fazit: Schreibstil, Setting, Weltenaufbau und Charaktere sind top, Handlung eher ein flop, daher 4/5 Sternen.

  6. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.202)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen! Man glaubt gar nicht, das e-mails soooooo viele Gefühle und sooo viel Liebe wecken können. Dem Autor ist hier ein Buch gelungen, das wirklich fasst alle Leser begeistern kann, da es so romantisch und toll geschrieben ist.

    Nur ein kleiner Stern abzug, da mir der erste Teil "Gut gegen Nordwind" noch einen Tick besser gefallen hat...

  7. Cover des Buches Über uns der Himmel (ISBN: 9783442383337)
    Kristin Harmel

    Über uns der Himmel

     (287)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Kate hat am 11.09.2001 ihren Ehemann bei den Anschlägen auf das Wolf Trade Center verloren. Dreizehn Jahre später ist sie, trotz ihres Freundes Dan und die Unterstützung ihrer Familie, immer noch nicht darüber hinweg. Auf einmal kommen noch sehr realistische Träume von dem Leben, dass sie geführt hätte, wäre ihr Ehemann nicht gestorben. Sie hinterfragt ihr Leben und beginnt sich für neue Dinge zu interessieren, was ihr das Gefühl gibt, dass ihr Leben noch nicht vorbei ist. Kann sie ihr Herz wieder öffnen, 13 Jahre nach dem Patrick gestorben ist?

    Mich hat das Buch sehr mitgenommen. Es zeigt, dass es natürlich nicht einfach ist, über einen schweren Verlust hinwegzukommen, sondern man hart dafür arbeiten muss. Die Figuren sind alle sehr sympathisch und ich finde die Idee mit den Träumen super. Sie ist auch toll umgesetzt worden. Ein schönes Buch, was sich absolut lohnt!

  8. Cover des Buches Die Furcht des Weisen 2 (ISBN: 9783608939262)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen 2

     (786)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Wieder ein paar mehr Informationen, wieder etwas mehr, das man über Kvothe und die Chandrian lernt. Ich möchte nicht quengeln, aber ich will wissen, wie es weitergeht!

  9. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (724)
    Aktuelle Rezension von: InBetween

    Eine fantastische Geschichte, deren Kreativität beeindruckend ist. Obwohl ich die Story nicht wirklich kapiert habe, konnte ich das Buch nicht weglegen.

  10. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783406680632)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (382)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Marie-Laure flieht mit ihrem Vater 1940 von Paris nach Saint Malo. dort so erhofft sich der Vater ein sicheres Leben für das blinde 12jährige Mädchen. Doch auch hier wird der Krieg Einzug halten und besonders grausam zuschlagen.

    Werner ist ein Waisenjunge, der gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Kinderheim lebt. Schon sehr früh zeigt er Talent, um Schaltkreise von Radios zu reparieren. Er durchschaut auch mathemaische Probleme. Als er von einem hochrangigen Nazi-Offizier "entdeckt" wird, winkt ihm eine rosige Zukunft. Er erhält einen begehrten Platz in einer Eliteschule und durchläuft alle Phasen der Erziehung im Nationalsozialistischen Deutschland. Anfangs noch sehr beschützt, nähert sich der Krieg, um auch die jüngsten zu rekrutieren.


    Mein Fazit:

    Seit langen Jahren schon lag dieses Meisterwerk auf meinem SuB. Immer wieder ließ ich mich von Vorahnungen zurückhalten. Nun endlich in einer wundervollen Leserunde habe ich es gelesen und muss betonen, dass es für mich von unschätzbarem Wert war, gemeinsam mit drei anderen Frauen, das Buch zu lesen und sich deshalb immer wieder auszutauschen. 

    Anthony Doerr schafft hier ein Dokument, das von unfassbaren Grauen erzählt, von Lichtern am Ende der dunklen Tunnel, von Helden im Alltag, Widerstand, Funkwellen und Musik, erzählt. So viel Facetten des Lebens im Frieden und im Krieg finden hier Platz. Seine vergleichende Worte erreichen die selbe Wirkung, wie genaue Beschreibungen. Sie treffen oft noch schonungsloser ins Schwarze. 

    Mit Marie-Laures Vater setzt er einen liebevollen, fast schon modernen Vater an ihre Seite, der ihr Wege zeigt, um in ihrer Blindheit zu überleben. Das Schöne in den Dingen zu finden. Ein Mann, der für seine Tochter alles auf sich nimmt, ihr in dunklen Stunden mit seinen Worten Sonnenlicht erklärt. Mit seiner Stimme im Ohr überwindet sie riesige Hürden.

    Werner dagegen hat außer seiner Schwester kaum jemanden, der ihn unterstützt. Seine Neugier jedoch eröffnet ihm unfassbare Welten. Über unzählige Kilometer empfängt er Wissen, Musik und Hoffnung. Sein Leben ist allerdings durchzogen von der Nazi-Ideologie und damit sind ihm oft die Hände gebunden, ein Zustand, den er kaum ertragen kann. 

    Ich verstehe nun, warum dieses Buch so gefeiert wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Kinder aus  "verfeindeten" Lager. Sie müssen Außergewöhnliches leisten, sie durchleben furchtbare Dinge, die kaum ausgesprochen werden können. Doch Anthony Doerr findet Worte, um diese Zeit auch Jugendlichen näher zu bringen. Mein Aufruf an alle, die das Buch noch lesen wollen: Lest es nicht alleine, sucht euch Menschen, die euch begleiten, die euch unterstützen und sich mit euch unterhalten. 

    Danke an Lisa, Sarah und Beate - ohne euch hätte ich es nicht ertragen. 

  11. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

     (413)
    Aktuelle Rezension von: Zombizebra

    Die unsichtbare Bibliothek ist ein fester gesicherter Ort an dem die junge Bibliothekarin mit ihrem Lehrling auf eine Mission geschickt wird um ein besonderes Buch aus einer parallelwelt zu stehlen. Dies gerät sehr schnell aus dem Ruder und wird gefährlich.  

    Mut und Scharfsinn helfen ihr mit einem Typus des Sherlock Holmes sich in der Welt der Drachen und des Chaos gegen Elfen zu bestehen. Doch braut sich in der Welt der Bibliothek eine dunkler Sturm zusammen, der der rote Faden dieser Reihe werden wird.

    Schöner Jugend fantasy Roman der mit Spannung und Abenteuer glänzen kann. Man findet sich schnell in der Welt zurecht und dennoch rätselt man immer mit was als nächstes passiert

  12. Cover des Buches Dschinns (ISBN: 9783446269149)
    Fatma Aydemir

    Dschinns

     (229)
    Aktuelle Rezension von: MikkaLiest

    »Deutschland war nicht das, was du dir erhofft hattest, Hüseyin. Du hattest dir ein neues Leben erhofft. Was du bekamst, war Einsamkeit, die nie ein neues Leben sein kann, denn Einsamkeit ist eine Schleife, ist die ständige Wiederholung derselben Erinnerungen im Kopf, ist die Suche nach immer neuen Wunden in längst entschwundenen Ichs, ist die Sehnsucht nach Menschen, die man zurückgelassen hat.«

    (Zitat)


    Ende der 90er plant der in Deutschland lebende Hüseyin seine Rente. Dreißig Jahre lang hat er sich abgeschuftet und gespart, gespart, gespart, bis das Geld endlich reichte für eine Wohnung in Istanbul. Hüseyins Traum, die ganze sechsköpfige Familie dort zu vereinen, ist fast mit Fingern zu greifen, also reist er schon mal vor, um sich die eingerichtete Wohnung anzusehen. Zufrieden, hoffnungsvoll läuft er durch die Zimmer und denkt über seine Familie nach, vor allem über die älteste Tochter, Sevda, die er um Verzeihung bitten will. Alles soll anders werden … Doch da spürt er einen schrecklichen Schmerz im linken Arm, im Brustkorb und begreift: Er wird die ersehnte Versöhnung nicht mehr erleben. Ein letztes Wort an die schockierte Nachbarin …


    Zehn Seiten, und schon hat der Roman dir das Herz gebrochen, Leser:in. Einfach so. Ganz ohne Pathos, ganz ohne Betroffenheitskitsch. Aber lies weiter, es lohnt sich: Was für ein großartiges, großartiges Buch. Was für ein wunderbarer, kraftvoller und doch subtiler Schreibstil.


    Emine

    Sevda

    Hakan

    Peri

    Ümit


    Die Stimmen verschiedener Familienmitglieder fügen sich zusammen zu einem Klagelied, das ausdrucksstärker und bewegender meines Erachtens kaum sein könnte. Hier wird mehr beklagt als der Verlust des Vaters, des Ehemanns; jede Generation bringt ihre eigenen Geister und Dämonen mit (ihre ‘Dschinns’); genährt von Schmerz und Wut, unerfüllten Wünsche und beschnittenen Träumen. Zu viel davon blieb bisher unausgesprochen und bricht sich erst jetzt, als alle in Trauer vereint sind, seine Bahn. Hüseyins Tod ist letztlich nur der Stein, der Wellen schlägt im trüben Gewässer.


    Die Sprachlosigkeit, insbesondere die der Frauen, wird ein Stück weit aufgebrochen, wenigstens in Gedanken. Da wird erinnert, gezürnt, hinterfragt, gehadert. Da wird überlegt: Wäre ein anderes Leben möglich gewesen?


    Doch die Sprachlosigkeit lässt sich nicht so einfach überwinden, da die Lebenserfahrungen sich drastisch unterscheiden und es auch gegenseitige Schuldzuweisungen gibt. Warum hast du mich nicht zur Schule geschickt, Anne? Warum bist du nie zufrieden, Tochter? Da ist Versöhnungsbereitschaft, aber auch tiefes gegenseitiges Unverständnis, das es zu überwinden gilt.


    Schweigen ist der Soundtrack dieser Familie.


    »Ümit kennt diesen Atem in seinem Ohr seit seiner Kindheit. Wenn er ihn spürt, heißt das, dass seine Mutter ihm viel zu nahe kommt, dass sie keinen Abstand zulässt, dass sie mit ihm machen kann, was sie will, weil sie seine Mutter ist, und Mütter dürfen das doch. Nicht, dass Emine ihm je etwas Böses getan hätte, nicht absichtlich jedenfalls, trotzdem fühlt sich diese Art von Nähe falsch an, wie eine Drohung. Weil sie nicht freiwillig ist, weil Ümit ihr nicht entkommen kann, weil er nichts gegen sie tun kann, ohne sich wie ein respektloser Bastard zu verhalten.«

    (Zitat)


    Hier wird viel zur Sprache gebracht, endlich dem Schweigen entrissen: generationenübergreifende Traumata, so tiefverwurzelte wie überholte Doktrinen, Rassismus, Homophobie, Transidentität, weibliche Selbstermächtigung … Das wirkt weder überladen noch erzwungen, setzt sich ganz natürlich aus dem vielstimmigen Chor zusammen.


    Auch der Elefant im Raum lässt sich nicht mehr ignorieren: Dass den Kindern ihr kurdisches Erbe verschwiegen wurde. Dass sie ihre Mutter erst jetzt, vor der Beerdigung, zum ersten Mal mit Verwandten Kurdisch sprechen hören. Was bedeutet das – für das eigene Selbstverständnis, für den eigenen Platz in der Welt? Hakan sieht es nur als weiteres Merkmal, das ihn zum Außenseiter macht. In Deutschland Kanake, jetzt auch in der Türkei Kanake.


    »Hüseyin schnalzte wieder mit der Zunge. “Was ist, Hakan?”, fragte er. “Sie haben mich geschlagen, Baba.” Hüseyins Gesicht erlosch. Er schaute weg, irgendwohin. Er wollte die Verletzung nicht anschauen, wollte nicht wissen, was passiert war. Er sah bloß ins Leere. “Warum erzählst du mir das?”«

    (Zitat)


    Nicht zuletzt schwingen stets die Diskriminierungen und Übergriffigkeiten mit, die Hüseyins Familie von außerhalb erfährt: Die Beleidigungen, die Vorurteile, überall mahlen die Mühlen der Andersmachung. Polizeikontrollen, Polizeigewalt, nur weil du Türke bist. Racial Profiling vom Allerfeinsten. Sogar Brandstiftung, die strafrechtlich nicht als Mordversuch verfolgt wird, so dass Sevda den Aschegeruch nie mehr vergessen kann.


    Dschinns, überall Dschinns. Und du kannst nichts tun – nur weitermachen, das Offensichtliche verschweigen, runterschlucken, nicht daran ersticken. Die Angst wird zum Gefängnis.


    Ein Gebilde aus Geschichten und Geschichten und Geschichten:


    »Diese Familie wird weder verklärt noch verteufelt«, sagte die Autorin beim Großen Longlist-Abend im Literaturhaus Hamburg. »Es gibt deutliche Probleme, aber auch Potentiale« Sie wolle das Narrativ »Ich erzähl euch jetzt, wie dieser Gastarbeiter gelebt hat« brechen – und damit, dass man als Autor:in immer direkt für alle Menschen sprechen solle, die Gemeinsamkeiten mit der Hauptfigur haben.


    Und das gelingt ihr, das gelingt ihr so wunderbar, dass die Buchbloger:innen, die Bookstagramer:innen, die Buchtwitter:innen den Lobgesang dieses Romans singen.


    Hiermit stimme ich ebenfalls ein: Lest es, lest es, lest es. Was für eine epische Geschichte, was für ein konfliktgeladenes, fesselndes Familiendrama. Die Autorin erzählt in klaren Worten mit schlichter emotionaler Wucht, haucht jedem Charakter mühelos Leben ein. Besonders den weiblichen Schlüsselfiguren verleiht sie sehr eindringliche Stimmen.

  13. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (360)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Sehr interessant und aufschlussreich, ich fand es aber auch ein bisschen "einschüchternd", weil meiner Meinung nach klar wird, wie schwer es ist wirklich gut zu schreiben bzw. was man dabei alles falsch machen kann bzw. wie viel "natürliches" Talent man dafür braucht.

  14. Cover des Buches Der Kuss der Lüge (ISBN: 9783846600924)
    Mary E. Pearson

    Der Kuss der Lüge

     (1.434)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Achtung diese Rezension enthält massive Spoiler: Lesen auf eigene Gefahr!

    Der Kuss der Lüge ist ein Buch, das gefühlt jeder in der Buchszene schon gelesen hat, nur ich nicht. Es versauert schon seit 4 Jahren auf meinem SUB. Zum Glück habe ich mit der wunderbaren Lila dann doch noch jemand gefunden, der genauso auf dem Schlauch stand wie ich und gemeinsam wollte wir es dann wissen: Was steckt hinter dem Hype um die Chroniken der Verbliebenen?

    Der Kuss der Langeweile

    Ok, worum geht es? Prinzessin Arabella [weitere Füllnamen einfügen] Jezelia, kurz Lia, graust es vor der Hochzeit mit dem Prinzen des Nachbarlandes, den sie für einen hässlichen alten Sack hält. Daher lässt sie kurzerhand die Hochzeit, die für Frieden zwischen den beiden Ländern sorgen soll, platzen und reitet mit ihrer Zofe in den Sonnenuntergang um ein einfaches Leben zu führen. Das passiert ungefähr auf den ersten 50 Seiten und ganz ehrlich, an dieser Stelle hätte man das Buch auch beenden können, denn was danach kommt, ist eine Zumutung.
    Prinzessin, Entschuldigung, jetzt Schankmädchen Lia lässt sich im Heimatdorf ihrer Zofe/beste Freundin nieder, das ist natürlich ein so gutes Versteck, dass keiner der Fährtenleser des Königs auch nur auf die Idee kommt, da mal nachzuschauen. Ach ja, ein aus einem fremden Land stammender Prinz, ein ebenfalls nicht ortskundiger Attentäter und Lias Bruder finden sie natürlich easy peasy, aber nicht die Leute des Königs, nein, die hat Schlaufuchs Lia mächtig ausgetrickst, indem sie einmal in die falsche Richtung ritt, clever.

    Lia und Zofe/Papagai Pauline sind also problemlos in ihrem idyllischen Küstenörtchen angekommen und dann geht das Schankmädchenleben so richtig los. Über 300 Seiten lang erleben wir hautnah das packende Alltagsleben einer Tavernenbedienung. Wir als Leser*innen sind ganz nah drann, wenn Lia Zwiebeln schneidet, Wäsche wäscht, Most ausschenkt, im Teich baden geht (ohne sich um ihr königliches Hennatattoo zu scheren, was dann auch prompt ein Tavernenjunge entdeckt, uppsi), Beeren pflückt und wieder Most ausschenkt. Spannend! Ich dachte mir, wenn sie jetzt noch den Boden der Taverne schrubbt wird mein armes Herz vor Nervenkitzel aussetzten.

    Lia und die Dudes
    Doch ein YA-Fantasybuch wäre ja kein YA-Fantasybuch, wenn es nicht auch um die Liebe ginge. So träumt Prinzessin Tavernenbedienung Lia während sie so ihre Zwiebeln schnippelt von der großen Liebe, ihrem ersten Kuss und so weiter uns sofort. Toll für Lia, dass die Autorin das gute alte Liebesdreieck auspackt und gleich zwei Dudes ins Rennen schickt, die ohne Scheiß, sofort im ersten Moment als sie unsere Adlige undercover entdeckt haben, sich in sie verlieben, weil sie ja so “anders” ist. Zur Erinnerung: unsere Protagonistin ist ein Mädchen, das optisch wie alle anderen YA-Heldinnen beschrieben wird: gewöhnliche Figur, dunkle Haare, keine besonderen Merkmale außer ihr Schultertatto. Ihre Persönlichkeit entspricht der einer normalen rebellierenden Teenagerin und auch sonst hat sie keine nennenswerten Eigenschaften, aber natürlich ist sie eine ganz Special Snowflake und Prinz und Attentäter sind hin und weg.
    Wo wir schon bei den beiden Herzensbrecher sind. Weil die Autorin es für einen coolen Move hielt, dass man als Leser*in lange nicht wissen soll, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, gibt sie sich die allergrößte Mühe, die beiden nahezu gleich zu beschreiben. Im Ernst, bis fast zum Ende konnte ich die beiden Casanovas nicht auseinanderhalten, weswegen ich einfach bei Attentäter-Dude und Prinz-Dude bleibe.
    Da die beiden Dudes Lia sowieso schon verfallen sind, gibt es nicht mal für Romantiker*innen wirklich etwas Interessantes. Lia schenk aus, die Dudes: applause! Lia geht einkaufen, die Dudes: applause! Lia steht in der Taverne rum und atmet, die Dudes: rasten völlig aus.

    “Lest weiter, die letzten 200 Seiten sind die besten”
    Schon nach dem ersten Drittel des Buches, waren Lia und ich bedient, nun wurde uns aber gesagt die letzten 200 Seiten, seien das eigentliche Highlight des Buches, also hielten wir (immer wieder die jeweils anderes aus dem Schlaf stubsend) durch und lasen weiter.

    Lia wird irgendwann damit konfrontiert, dass das Nachbarland das Ablasen der Hochzeit nicht so geil fand und dass das Bündnis, welches dazu da war gegen einen gemeinsamen Feind Stärke zu demonstrieren, nun zerbrochen ist. Und dann fallen auch noch Räuber aus ebenjenem dritten Land (ich halte mich nicht mit konkreten Namen auf, da auch das Worlduilding nur aus einer Karte und sonst nichts bestand) in Lias Heimatland ein. Oh Schreck, damit hätte ja nun wirklich niemand rechnen können, am allerwenigsten unsere Prinzessin. Doch bevor Lia heulend nach Hause zurückrennen kann, wird sie vom Attentäter Dude entführt.
    Für einen kurzen Moment sieht es aus, als ob jetzt endlich Spannung aufkommt, doch schon in der nächsten Sekunde ist dieser Moment schon wieder vorbei. Denn während Attentäter Dude Lia in sein Heimatland schleppt, ist die Autorin fest entschlossen uns an jedem Tag und jedem Detail der einmonatigen Reise teilhaben zu lassen. Das heißt wir dürfen schon wieder auf 200 Seiten lesen, was Lia so tut, nämlich reiten, essen, pinkeln, den übergriffigen Attentäter Dude abwehren und anhimmeln zugleich. Danke Frau Perason, dass ich keinen Moment dieser Reise verpasst hab. Am Ende gibt es dann einen Cliffhanger, der daraus besteht, dass der unsterblich verliebte Prinz Dude den strahlenden Helden spielen will, doch anstatt Lia zu retten in den ersten drei Sekunden, nachdem er sie eingeholt hat, selbst gefangen genommen wird. So viel also zu seiner zuvor dreitausendmal betonten militärischen Ausbildung *facepalm*

    Fazit:

    Der Kuss der Langeweile, äh Lüge ist wie gemacht für jeden, der Einschlafprobleme ha oder schon immer wissen wollte, was ein Schankmädchen so den lieben langen Tag tut. Wer aber sowas wie Spannung, ausgearbeitete Charaktere und ein echtes Worldbuilding sucht, kann dieses Buch getrost ungelesen lassen. Hätte ich halbe Punkte, wären es nur 1,5 geworden. 0,75 für den Schreibstil, 0,75 für alles Andere.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner (https://miss-pageturner.de)

  15. Cover des Buches Die Sprache der Dornen (ISBN: 9783426226797)
    Leigh Bardugo

    Die Sprache der Dornen

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Victoria_

    ,,Die Sprache der Dornen‘‘ von Leigh Bardugo ist eine Kurzgeschichtensammlung aus dem Grishaverse. Ich habe das Buch als Ergänzung zu den ,,Hauptreihen‘‘ gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten sind gut durchdacht, und nehmen Wendungen, die man so gar nicht kommen sieht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

     

    Fazit: Eine Empfehlung für alle Liebhaber des Grishaverse.

  16. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (535)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hans Castrop ist drei und zwanzig Jahre alt, hat studiert und soll in Hamburg in ein großes Schifffahrtsunternehmen einsteigen. Zuvor reist er aber nach Davos, denn in einer Bergklinik ist sein Vetter. Hoch oben sind viele Patienten, die mit den Lungen Problemen haben. Drei Wochen will Hans seinen Besuch dauern lassen, aber irgend etwas hält ihn fest. Die Geschichten der Leute, die Atmosphäre, das gemeinsame Essen und der Tanz und die Abendstunden mit Musik und Gesang. Hans fühlt sich krank und bekommt Fieber und tatsächlich findet der Arzt eine dunkle Stelle auf seiner Lunge. So bleibt der Ingenieur und kommt immer mehr in dem Haus an und verliebt sich und driftet ab und vergisst zu weilen sogar sein Alter. Aus drei Wochen werden sieben Jahr und die politische Veränderung in der Welt, hält nun Einzug auf dem Zauberberg. Thomas Manns Roman ist eine Wucht, ein ganz großer Wurf und wirkt heute noch genauso wie damals. Faszinierende Personen und genaue Beschreibungen und ein großartiger Schauplatz.

  17. Cover des Buches Liebe und Lügen (ISBN: 9783551583840)
    Erin Beaty

    Liebe und Lügen

     (128)
    Aktuelle Rezension von: BookAddicted

    Sage arbeitet nach den Ereignissen im Palast als Lehrerin und wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie ihre große Liebe Alex heiraten darf. Als dieser unerwartet zu einer neuen und gefährlichen Mission aufbrechen soll, gelingt es ihr dafür zu sorgen, dass sie mit ihm reisen kann. Doch schon bald geht es um weit mehr als ihre Liebe und sie müssen mehr als ihr Leben riskieren...


    Gerade der Beginn der Geschichte ist ein wenig langatmig und man muss sich durch die ersten Kapitel fast schon kämpfen. Sages Leben ist ein wenig eintönig und fast schon langweilig und auch das Wiedersehen mit Alex kann nicht die Stimmung des ersten Bandes rekonstruieren. Man fiebert daher fast schon auf die Mission hin, da man sich eine ähnliche Atmosphäre wie im Reihenauftakt erhofft. Und man wird nicht enttäuscht.
    Obwohl diesmal nicht die Identitäten der Figuren geheim sind, haben sie doch genügend Geheimnisse voreinander, was zu einigen spannungsgeladenen Szenen führt. Sage und Alex müssen beide an ihren Aufgaben wachsen und die Kapitel aus den beiden Sichtweisen macht es einem einfacher, sie zu verstehen. Die dritte Perspektive ist aus Sicht eines Kimisaren, der der Feind ist. Dies ist eine clevere Wahl, da man auch seine Beweggründe erfährt und selbst beurteilen kann, ob er der Böse in der Geschichte ist.
    Anders als im vorigen Band dreht sich nicht mehr alles nur um Demora und die dortigen Gepflogenheiten. Man bekommt einen besseren Eindruck von den Ländern und auch von deren Unterschiedlichkeit. Es ist faszinierend, dies gemeinsam mit Sage zu ergründen.
    Stellenweise sind einige Figuren sehr naiv und man fragt sich wirklich, wieso sie nicht selbst auf die Lösung kommen. Auch wenn der Leser aufgrund der drei Erzählperspektiven schneller darauf kommt, ist es nicht so schwer zu erahnen. Dadurch wird die Spannung künstlich hoch gehalten, was die Qualität der Geschichte mindert. Da man die Figuren, allen voran Sage und Alex, so sehr ins Herz geschlossen hat, will man dennoch wissen, wie es weitergeht.
    Einiges wiederholt sich im Vergleich zum ersten Band und das macht es ein wenig vorhersehbar. Gleichzeitig passt das aber zu den Figuren und lässt sie nur glaubwürdiger erscheinen. Auch wenn manche weiterhin zeitweise sehr naiv sind. Auch wird die ein oder andere Situation viel zu schnell und zu konfliktarm aufgelöst, was das Unterhaltungspotenzial schmälert.
    Die Autorin weiß, wie sie mit den Gefühlen ihrer Figuren und der Leser spielt und nutzt dieses Wissen sehr geschickt aus. Stellenweise kann man das Buch kaum aus den Händen legen und auch zum Ende hin will man weiterlesen. Es ist nicht so, dass es einen krassen Cliffhanger gibt, aber mittlerweile ahnt man, dass die Autorin Sage und Alex weitere Steine in den Weg legen wird und man ist gespannt darauf zu sehen, wie sie damit umgehen. Und ob ihre Liebe und ihr Vertrauen zueinander all dies überstehen wird.

  18. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (471)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Ich wollte das Buch so gerne mögen, aber leider war es einfach nicht meins...

    Es geht um einen andalusischen Schafhirten, der den wiederkehrenden Traum hat, dass bei den Pyramiden von Ägypten ein verborgener Schatz auf ihn wartet. Nachdem er eine Traumdeuterin aufgesucht und ein unerwartetes Gespräch mit dem König von Salem geführt hat, macht er sich auf, seiner inneren Bestimmung zu folgen und den Schatz zu finden. Eine lange Reise beginnt und viele interessante Begegnungen kreuzen den Weg des Hirten.

    Was mir an dem Protagonisten nicht so gefiel war, dass er sich oft von Anderen sagen lassen hat, was er tun soll. Er wirkte dadurch so lenkbar, auch wenn er insgesamt sympathisch ist. Emotional kam leider nicht so viel bei mir an. Der Schreibstil ist sehr philosophisch und meiner Meinung nach wenig gefühlsbetont. Dafür ist das orientalische Setting, das hauptsächlich in der Wüste  spielt, sehr faszinierend.

    Das Buch gibt einem durchaus positive Denkanstöße. Es erinnert einen daran, seine Träume nicht aufzugeben und mutig zu sein, keine Angst vor dem Versagen zu haben. Dennoch fand ich die Botschaften oft sehr phrasenhaft. Vieles hat man einfach schon zu oft gelesen, wie beispielsweise, dass man in der Gegenwart leben soll oder dass man alles schafft, wenn man nur fest genug will und bereit ist, für seinen Traum zu kämpfen. Letzteres sehe ich im Übrigen nicht so und ist für mich eher Wunschdenken. Vielleicht habe ich aber inzwischen auch, durch eigene nicht so positive Erfahrungen, eine etwas andere Sicht auf die Welt. Gerade die Gesundheit kann einem halt doch einen Strich durch die Rechnung machen, egal wie sehr man etwas möchte. 

    Beim Lesen des Buchs sollte man auf jeden Fall offen sein für Spiritualität. Obwohl ich von mir behaupten würde, dass ich das bin, hatte ich trotzdem so meine Probleme mit der Geschichte. Mit der immer wieder erwähnten "Weltenseele" konnte ich nicht so viel anfangen. Irgendwie war mir das zu abstrakt. Genauso wie die Vorstellung, dass alles schon vorherbestimmt sein soll (Stichwort: Maktub - es steht geschrieben). Dennoch mag ich die Annahme, dass das Universum einem Zeichen gibt. Auch wenn ich manchmal selbst vergeblich nach den Zeichen suche... Die Erzählung hat etwas Märchenhaftes. Nichtsdestotrotz konnte sie mich leider nicht richtig fesseln und ich hatte mir durch die vielen positiven Stimmen deutlich mehr erhofft. 

  19. Cover des Buches Thalamus (ISBN: 9783743206861)
    Ursula Poznanski

    Thalamus

     (691)
    Aktuelle Rezension von: myinspiration_v

    Thalamus ist eines meiner Lieblingsbücher. 

    Ich finde das Buch fließend, verständlich, spannend und mysteriös geschrieben. In Timo, die Hauptfigur konnte ich mich sehr gut einfühlen, sowie in die Nebenrollen z.B. Mona oder Carl. Durch jede Seite erfährt man mehr und es bleibt wenig Platz für Spekulationen. Top! 

    Zudem wir ein wichtiges Thema angesprochen und zwar wie man als Angehöriger oder Freund mit kranken Menschen umgeht, die vllt nie wieder gesund werden. Es ist sehr einfühlsam geschrieben und es wird soweit alles gut beschrieben und erklärt.

    Das Buchcover finde ich gut getroffen für den Inhalt. Der Titel ist zudem auch äußerst gut getroffen, da es sich in dem Buch auch um den Thalamus, ein Bereich im Gehirn, handelt.

    Wirklich Top und kann ich jedem empfehlen.

  20. Cover des Buches Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (ISBN: 9783734162121)
    Christopher Paolini

    Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

     (2.960)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Absolut lesenswert macht es einfach ihr werdet es nicht bereuen es ist soooooooo gut, alles die Story character alles

  21. Cover des Buches Die maskierte Stadt (ISBN: 9783404208883)
    Genevieve Cogman

    Die maskierte Stadt

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Eine erneute spannende Geschichte der Bibliothekare, welche mir sehr gut gefallen hat.

    Das Cover ist in leichtem blau gehalten. Man erkennt eine Stadt aus der Vogelperspektive, bei der es sich mit etwas Fantasie um Venedig handeln könnte.

    Der Klappentext ist sehr kurzgehalten und könnte dem Leser etwas mehr Informationen preisgeben.

    In der Story geht es um die junge Bibliothekarin Irene Winters, welche in einer ganz besonderen Bibliothek arbeitet. Diese Bibliothek gewährt den Zugang zu den verschiedensten Zeitebenen an differenzierten Orten auf der Welt und beherbergt dabei die seltensten Bücher. Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung erhält sie von ihrer Chefin immer Aufträge zur Beschaffung seltener Bücher. Diese Aufträge sind dabei sehr gefährlich und verlangen ihr alles ab.

    Im aktuellen Fall wird ihr „Auszubildender“ Kai, der Drache von einer geheimen Organisation entführt. Die Spur führt dabei in eine dem Venedig sehr ähnelnden Welt.  Unter Hilfe von Lord Silver und Detektiv Vale begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Wird sie Kai befreien können?

    Die Hauptprotagonistin ist eine starke Persönlichkeit, welche versucht ihre Gefühle und Empfindungen für sich zu behalten. Einzig allein der Schutz der Bibliothek und Bücher steht in ihrem Vordergrund. Durch diese Verhaltensweise wirkt sie manchmal etwas pragmatisch und unterkühlt in ihrem Charakter. Doch im Laufe der Zeit entwickelt sie ein Gespür für Empfindungen, welche sie in ihrem Einsatz einzusetzen weiß. Als Nebendarsteller kommen ihr „Auszubildender“ Kai, Vale ein Detektiv im alternativen London zur Hilfe. Lord Silver der Botschafter von Lichtenstein sowie der mysteriöse Lord Guantes und seine Ehefrau Lady Guantes spielen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle. Mir hat dabei Lord Silver sehr gut gefallen, weil er sich im Vergleich zum ersten Band charakterlich weiterentwickelt hat. Als Leser weiß man dabei nie so genau auf welcher Seite er steht.  

    Die Spannung der Erzählung wird im Laufe der Geschichte sukzessive aufgebaut und findet erst in den letzten Kapiteln ihre Auflösung. Die Autorin schreibt dabei sehr detailliert und lässt den Leser sehr gut in die Geschichte und den Handlungsort eintauchen. Ein großes Lob gilt der deutschen Übersetzung, welche hervorragend gelungen ist. Dabei kommt die bildhafte schön ausformulierte Sprache sehr gut zur Geltung. Die Logik der Erzählung ist meiner Meinung gut nachvollziehbar. Nach einer kurzen Einführung wird der Leser sehr gut in die unterschiedlichen Reisen der Bibliothekare eingeführt.

    Als Zielgruppe kommen alle Anhänger von Fantasyliteratur, aber auch Freunde von schön erzählten Geschichten in Frage. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich war beeindruckt von der detailgenauen Erzählung. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle Leser welche Spaß am Lesen oder an Fantasy haben.

  22. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (379)
    Aktuelle Rezension von: ihkft

    Könnte ich eine Rezension mit nur 100 Wörtern schreiben? Definitiv nicht und das würde dem Roman auch nicht gerecht werden. 

    Die Story ist schnell zusammengefasst: In der nahen Zukunft dürfen Frauen nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen. Reglemntiert wird dies über ein Armband, welches die Wörter zählt und bei zu vielen Wörtern durch Stromschläge bestraft.

    Was mich besonders fasziniert hat sind zum einen die Rückblenden, die aufzeigen, wie schnell dieses neue Gesetz eingeführt wurde und zum anderen die Bereitschaft der Menschen, so etwas so schnell und einfach zu akzeptieren. Auch die familiären Schwierigkeiten fand ich spannend: Söhne, die diese falsche Ideologie nur zu leicht annehmen, Töchter, die retadieren und die Sprache völlig verlernen - welche Möglichkeiten hat man als Mutter noch, wenn man mit seinen Kindern nicht sprechen kann? Wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn Ehepartner nicht mehr kommunizieren können? 

    Beim Lesen hatte ich ständig diese brodelnde Wut der Machtlosigkeit und Unfassbarkeit in mir, die die Protagonistin sehr gut herüberbringt. 

    Das von einigen bemängelte Ende bzw. die Entwicklung der Story fand ich gar nicht so aprupt oder abwegig. Klar, kam am Ende etwas Drive auf und manches ging nicht so sehr in die Tiefe, aber das hat m.E. der Story keinen Abbruch getan. 

    Ich kann diesen Roman nur jedem empfehlen, der schon Atwoods "Report der Madg" und Aldermanns "Die Gabe" mochte. 

  23. Cover des Buches Hades' Hangmen - Styx (ISBN: 9783736308114)
    Tillie Cole

    Hades' Hangmen - Styx

     (154)
    Aktuelle Rezension von: yourtinybookworm

    Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, betritt sie eine Welt, von der sie sich immer fernhalten sollte ... 


    Cover: 

    Also ich verstehe, dass es Leute gibt, die es gut finden wenn Bücher echte Menschen auf dem Cover haben. Ich verstehe auch, dass diese Bild vom Rücken das Tattoo des Hauptprotagonisten darstellen soll und somit leichthin eine eleichte Bedeutung hat. Trotzdem finde ich, dass dies der Geschichte nicht vollständig gerecht wird und würde es als nicht sehr getroffen beschreiben. Da dies der Auftakt der Geschichte ist, würde eine Fokussierung auf die einzelnen Zeichen des Clubs und oder eine Zeichnung dieser treffender sein. Auch von der Beschreibung her. passt das Model nicht wirklich zu dem Hauptprotagonisten. Aber da ich eher strenger bin mit dieser  sehr genauen Art will ich das nicht noch weiter ausführen. Sagen wir aber einmal so: Hätte meine Freundin nicht gesagt ich solle es lesen wäre ich (am Cover festgemacht) an diesem Buch aufjedenfall weitergelaufen...


    Inhalt:

    Eine leblose junge Frau vor dem Hauptquartier seines MCs zu finden hat River "Styx" Nash gerade noch gefehlt. Seit er mit nur 26 Jahren völlig überraschend zum Anführer der Hades' Hangmen wurde, hat er genug damit zu tun, seine Position vor seinen Brüdern zu behaupten und seinen Feinden die Stirn zu bieten. Von Geburt an ohne Stimme kein leichtes Unterfangen. Gewalt und Unnahbarkeit sind Styx' Sprache. Seit er denken kann, lässt er niemanden wirklich an sich heran. Doch als die schöne Mae plötzlich die Augen aufschlägt, weiß er augenblicklich, dass er diesen Blick schon einmal gesehen hat. Dass er ihr schon einmal begegnet ist. Dass sie eine der wenigen Menschen ist, mit denen er sprechen kann - und dass er sie nie wieder gehen lassen wird!

    Meinung: 

    Die Idee dahinter und auch das Vorwort beweisen, dass das Buch sehr viel Potenzial hatte und als auch die Autorin anmerkte, dass paar der Geschichten der Frauen, die sie dort dem Leser beschreiben sollte, inspiriert vom Leidensweg echter Frauen sind, war ich wirklich angetan und habe mir viel erhofft. 

    Durch den Rückblick wissen wir genau warum sie und er miteinander verbunden sind und so geht es mit der Geschichte auch gut voran. Dabei wird jedoch bis zum ende des Buches sehr oft das Trauma der Hauptfigur außen vor gelassen und lässt den Leser nicht verstehen, wie schlimm es der Darstellerin eigentlich geht. 

    Ich war schon paar mal sehr verstört bei dem was der Frau so in der Sekte angetan wurde und wie mutig es von ihr eigentlich war dort hinaus zu wollen.. Aber das nun diese einzelnen Geschichten bis auf einmal nur als Erzählungen von ihr kamen und nie wirklich eine traumatische Reaktion aus ihrer Sicht ersichtlich wurde, war schon sehr unrealistisch.

    Ich wusste jedoch bis gerade eben nicht, dass dies eine erotische Literatur ist und bin mir echt meiner  Naivität gerade erst bewusst geworden, weshalb ich sagen muss, dass ich nicht sehr gut weiß, pn das normal ist so eine eigentlich schwierige Thematik in so einem Buch nicht groß zu thematisieren. Wobei ich aber finde, dass dies ein Fehler ist und eigentlich so eine ernste Thematik mehr Raum gerbaucht hätte und in der Geschichte aufjedenfall nicht sehr zur Geltung gekommen ist.

    Fazit ist : 

    Die Idee der Geschichte ist ausgezeichnet und kann einen echt für sich gewinnen, dabei ist es so dass diese schwere Kost nicht sehr gut zur Geltung kommt durch den (für mich) falsch gesetzten Fokus der Geschichte....

    Es hätte aufjedenfall noch besser gemacht werden....



  24. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Fingerhut (ISBN: 9783446250550)
    Michael Köhlmeier

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Greedyreader
    Michael Köhlmeiers Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ erinnert vom Titel her an Andersens berühmtes Märchen, ist aber keins. Der Roman erzählt von einem 6jährigen Mädchen, das sich Yiza nennt, aber seine Identität nicht wirklich kennt. Das Kind ist offensichtlich unbegleitet in einer namenlosen Stadt in einem europäischen Land angekommen und wird von einem „Onkel“ betreut, der nicht wirklich sein Onkel ist. Er bringt Yiza mit genauen Verhaltensmaßregeln täglich auf einen Markt, wo sie stumm sitzen und lediglich laut und anhaltend kreischen soll, wenn jemand das Wort Polizei ausspricht. Irgendwann kommt der Onkel nicht mehr wieder, und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Yiza versteht die Menschen nicht und hat bisher lediglich überlebt, weil sie niedlich aussieht und die Passanten und Geschäftsleute ihr gern helfen. Eines Tages wird sie in ein Heim gebracht, wo sie zwei Jungen in derselben Situation kennenlernt: Arian und den 14jährigen Schamhan, der die Sprache des Mädchens versteht und für Arian dolmetscht. Die drei bilden zeitweise eine Kleinfamilie, geben einander Schutz und Wärme, bis sie nach einem Einbruch gefasst werden. Arian und Yiza können entkommen und in einem eiskalten leer stehenden Gewächshaus kurze Zeit überleben. Dann erkrankt Yiza schwer. Die Besitzerin des Grundstücks pflegt sie im Haus gesund, sperrt das Mädchen jedoch ein und will es für sich behalten. Bei Arians Versuch, seine Gefährtin zu befreien, kommt es zur Katastrophe.
    Köhlmeier erzählt in nüchterner Sprache ohne jede Sentimentalität von einem Schicksal, wie es heutzutage überall in Europa vorkommen kann. Obwohl der Autor es nicht darauf anlegt, empfindet der Leser angesichts der ungeheuren Härte einer solchen Kampfes um das nackte Überleben Empathie und kommt ins Grübeln. Ein Einzelschicksal ist allemal beeindruckender als Zahlen und Statistiken. Köhlmeiers Roman ist keine herzerwärmende schöne Geschichte, sondern ein wichtiges und gut geschriebenes Buch.        

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