Bücher mit dem Tag "sprachgeschichte"
4 Bücher
- Sophie Bonnet
Provenzalisches Feuer
(46)Aktuelle Rezension von: ZirruswolkeFür mich das erste Buch, das ich aus dieser Reihe lese und ich muss sagen - mehr muss es dann auch nicht sein.
Es hat mich stark an die Serie um Inspektor Gamache von Louise Penny erinnert, nur dass ich die Umsetzung bei weitem nicht so gut fand. Auch hier gibt es Beschreibung von Land und Leuten, gutes Essen und einen Kriminalfall. Am gelungensten dabei fand ich die Beschreibung des Essens. Der Inspektor ist merkwürdig blass für mich geblieben und die Story fand ich nicht spannend. Habe das Buch vor zwei Wochen gelesen und musste mich gerade anstrengen, um mich zu erinnern: wer war nochmal der Mörder?
- Matthias Heine
Verbrannte Wörter
(38)Aktuelle Rezension von: Kathrin_SchroederAls Teil einer Leserunde bei Lovelybooks bekam ich die Möglichkeit für dieses Buch mitzudiskutieren. Leider erreichte es mich beruflich eher ungelegen, so dass ich kaum kommentierte und auch erst sehr spät rezensiere.
Dieses Buch als Nachschlagewerk ist zwar einerseits gut für punktuelles Lesen geeignet, zieht aber nicht so an wie eine fortlaufende Geschichte.
Der Aufbau gefällt mir mehrheitlich gut (Einleitung/Vorwort ebenso wie die einzelnen Einträge) Letztere starten mit einem Abriss zu Bedeutung, Herkunft, Einordnung und auch ggfls. Bedeutungswandlung und enden in einem Fazit inwieweit der Autor die "Verwendbarkeit" in der heutigen Zeit noch gegeben oder nur mit entsprechender Einordnung möglich sieht. Diese Meinung ist zwar als solche erkennbar, wirkt aber bei einzelnen Begriffen wie eine absolute Vorgabe. Hier spielt sich Meinung mitunter als Fakt auf, gerade da auch die Fakten (Quellenverweise) nicht immer und vollständig dokumentiert sind.
Was ganz schlecht am Aufbau war, waren zum Einen die innenliegenden Seitenzahlen - gerade auch in Verbindung mit dem Inhaltsverzeichnis/Index am Ende des Buches und in einer zu kleinen Schriftgröße.
Die Wortauswahl von knapp über 100 Begriffen enthält sowohl manche zu viel als auch Viele zu wenig. Den Artikel "der Jude, der Russe etc." mit einem eigenen Wörterbucheintrag zu adeln (wäre dies nicht eher eine verbrannte Grammatik?) und den kompletten Wordkomplex "Mutter" nicht zu erfassen ist hier nur ein Beispiel.
Ich werde nach diesem Buch wohl endlich einmal LTI lesen müssen, von dem ich mir, gerade auch aus den zahlreichen Verweisen hier, ein umfangreicheres Bild erwarte.
Trotz der nur 3 Sterne werde ich sicherlich immer mal wieder reinblättern, auch wenn es für mich eher die Rolle eines (unvollständigen) Nachschlagewerks hat.
- Laura Spinney
Der Urknall unserer Sprache
(7)Aktuelle Rezension von: BrombeereWorum geht es?
Um die Entwicklung der Sprache Indoeuropäisch, quasi der gemeinsamen Sprache in unserer Vergangenheit.Worum geht es wirklich?
Veränderung, Flucht und ErkenntnisLesenswert?
Ja, auf jeden Fall. Man lernt in diesem Buch viel über die Geschichte der Menschen, ihre Reiserouten und wie Ereignisse die Entwicklung beeinflusst haben. An Hand von verschiedenen abzweigenden Sprachästen von der großen gemeinsamen Sprache ausgehend, wird erklärt woher Gemeinsamkeiten in einigen heutigen Sprachen kommen, wie die Entwicklung in diesem Bereich war und wo man zum Beispiel diesen Ursprung noch erkennen kann.Die Autorin (eine britische Wissenschaftsjournalistin und Autorin) geht dabei auf super viele Dinge ein, sei es historisch, seien es jüngere Entwicklungen im Bereich der Forschung oder auch Erklärungen zum Sprachorgan. Es fallen ziemlich viele Namen, gerade von Völkern und Orten, die ich nicht immer automatisch einordnen konnte. Kann man nebenbei recherchieren, man versteht jedoch den Großteil auch ohne dieses Wissen. In den einzelnen Kapiteln gibt es auch nochmal eine kleine Karte für den groben Überblick.
Manchmal werden Dinge doppelt erwähnt und erklärt und nicht auf vorherige Kapitel verwiesen. Das war stellenweise irritierend, weil man sich dann mitunter wundert. Allerdings kann es bei dieser Vielzahl an Informationen vermutlich auch nicht schaden, wenn man einige Tatsachen erneut erläutert bekommt.
Die Lektüre war unglaublich faszinierend und ich werde sie vermutlich ein zweites Mal lesen. Denn trotz sprachwissenschaftlichem Hintergrund war mir sehr viel nicht klar. Für mich war es richtig spannend, all diese Informationen zu lesen. Die angenehme Sprache (Übersetzung Stephanie Singh) war dabei ebenfalls hilfreich.
Vermutlich ist dieses Buch eher für Leute geeignet, die sich schon für Sprachen interessieren oder einen Beruf in der Richtung anstreben. Dann kann ich es aber absolut empfehlen! Es ist augenöffnend, wenn man erfährt, auf wieviel Gemeinsamkeit unsere Sprache beruht und wie weitreichend diese Tatsache ist.
- Carsten Aermes
Die außergewöhnliche Geschichte unserer Wörter
(14)Aktuelle Rezension von: MetalbrideGerade habe ich das Buch „Die außergewöhnliche Geschichte unserer Wörter“ beendet.
Ich gebe generell keine Zusammenfassung des Buches ab, weil ich der Meinung bin, dass diese auch durch den Klappentext des Buches schon aussagefähig ist. Insofern schildere ich hier lediglich meine Eindrücke, da dadurch sichergestellt wird, dass definitiv nicht gespoilert wird 😊
Das Buch war in einem Buchpaket enthalten, das extra nach den Vorlieben des Lesers zusammengestellt wurde (Nochmals vielen herzlichen Dank an LovelyBooks 🥰😍🤗).
Ich muss gestehen, dass es mich unwahrscheinlich interessierte, was die Sprache, wie wir sie heute kennen zu dem gemacht hat. Welche Wortstämme unserer Sprache kommen woher? Und warum ist das so?
Was soll ich sagen? Lest selbst 😉
Cover:
Das Cover fällt einem durch die Farbgebung und Gestaltung sofort ins Auge. Die leuchtende Farbe und die Gestaltung (mit Buchstaben und Satzzeichen) sind derart einnehmend, dass der Duden-Schriftzug eher in den Hintergrund rückt. Gleichzeitig gibt dieser aber auch eine gewisse Seriosität durch den wissenschaftlichen Hintergrund 👍
Aufbau
Sprachgeschichte ist eigentlich nichts, womit sich die meisten Leser beschäftigen. Dennoch lohnt der Blick auf diese. Es ist eine faszinierende Reise, in die uns dieses Buch mitnimmt.
Das Ganze ist folgendermaßen aufgeteilt:
Vorgeschichte 1 (9000 – 2000 vor Christus)
Vorgeschichten 2 (2000 vor Christus bis 700 nach Christus)
Frühzeit 750 – 1050
Erste Blühzeit 1050 – 1350
Auf dem Weg zur Volkssprache 1350 – 1650
Etablierung sprachlicher Standards 1650 – 1800
Sprachforschung und Wörtersammlung 1800 – 1945
Sprache der Gegenwart seit 1950
Man sieht schon anhand dieser Aufteilung, dass es ein wahrer (Wort-) Schatz ist, der in diesem Buch enthalten ist. Wer allein die Sprachfamilien betrachtet wird beeindruckt sein. Vieles wird sich einem erschließen, wofür es vorher keine Erklärung gab. Wer jedoch denkt, dass das Buch ähnlich wie ein Wörterbuch aufgebaut ist, der irrt.
Es geht darum, wie sich die Sprache im Laufe der Zeit gewandelt hat, wie sich neue Einflüsse darin manifestierten. Es werden Vergleiche aufgestellt und Ähnlichkeiten – aber auch Unterschiede rücken in den Vordergrund. Es ist eine wirklich weite Reise, die unsere Sprache, wie wir sie heute kennen, hinter sich gebracht hat.
Es sind immer gewisse historische Gegebenheiten, die der Sprache wieder eine neue Richtung geben. Es wird vieles ergänzt, mit aufgenommen, geändert, aber eines zeigt die Geschichte nachdrücklich: es ist nichts starr, alles ist im Fluss, es ändert sich stetig.
Manche Wörter kommen, andere gehen – und im Laufe der Zeit ist erst mal nicht mehr ersichtlich, wie weit gereist das ein oder andere Wort ist. Nur soviel: unsere Sprache ist vielfältiger und aktueller, als man sich das vorstellen kann!
Mich hat das Buch sofort in den Bann gezogen. Und zugegebenermaßen tut es das auch jetzt noch, nach dem Lesen. Ich bin mir sicher, dass sich Viele keine Gedanken machen, wenn sie bestimmte Worte verwenden, die sie als „typisch deutsch“ bezeichnen würden.
Aber: weit gefehlt.
Und deshalb kann ich das Lesen dieses Buches wirklich nur ans Herz legen! Es lohnt sich! Und ihr werdet danach so manches Wort mit anderen Augen sehen 😮😄
Bewertung:
Von mir gibt es eine absolut verdiente 5 Sterne⭐⭐⭐⭐⭐Bewertung. Deshalb: eine klare und vollumfängliche Leseempfehlung!
Info:
Das Buch habe ich im Rahmen einer Buchverlosung bei LovelyBooks gewonnen. Selbstverständlich hat dies meine Meinung zum Buch in keinster Weise beeinflusst.



