Bücher mit dem Tag "sprachwissenschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sprachwissenschaft" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Babel (ISBN: 9783847901846)
    Rebecca F. Kuang

    Babel

    (463)
    Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaos

    Ich habe mir das Buch, nachdem ich das E-Book gelesen habe, nochmal als physische Ausgabe gekauft, mehr muss ich glaub’ ich nicht sagen. Oder?

    Okay, ein paar mehr Worte habe ich trotzdem zu verlieren. Ich habe das Buch mit meiner lieben @pages_and_paths im Buddyread gelesen und passenderweise kurz nach meiner mündlichen Prüfung zum Thema amerikanische Geschichte, britische Geschichte und Geschichte der englischen Sprache. Also war ich sehr schnell im Thema. Denn Babel spielt im 19. Jahrhundert und handelt von Robin, einem Waisenjungen aus Kanton, erst von seinem “Gönner” auf ein Studium in Oxford an der Einrichtung Babel vorbereitet wird und von seinem Studium dort. In Babel wird Magie produziert - mithilfe von Silberbarren und nicht ganz passenden Übersetzungen. Weil aber immer mehr Lehnwörter aus anderen europäischen Sprachen in die englische Sprache Einzug halten, suchen einige Babel-Profs nach Muttersprachler:innen überall auf der Welt. Und so ist es kaum verwunderlich, dass drei von vier Mitgliedern von Robins Kohorte nicht aus England stammen. Neben Robin, der aus der chinesischen Provinz Kanton (heute: Guangdong) stammt, starten auch Victoire, die aus Haiti stammt und unter anderem Kreyòl (Haitianisch-Kreolisch) spricht, und Ramy, der aus Kalkutta stammt und unter anderem Urdu, Arabisch und Persisch spricht. Die reiche, weiße, aus England stammende Letty komplettiert das Quartett.


    Eine Sache wird schnell klar: Kuang beschönigt die Geschichte rund um Robin kein bisschen, im Gegenteil. Das Thema Rassismus ist omnipräsent - durch aktive rassistische Anfeindungen, die Robin, Ramy und Victorie über sich ergehen lassen müssen bis zu Robin und seinen internalisierten Rassismen. Denn er hat scheinbar einen (weißen) britischen Vater und tut alles, um sich der Kultur und Gesellschaft um ihn herum anzupassen, zu denen er aber aufgrund seiner Herkunft nie gehören wird. Als sich den dreien die Möglichkeit bietet, sich zur Wehr zu setzen, nutzen sie diese. Erst teilweise etwas zurückhaltend, dann immer überzeugter.


    Als weiße Frau hat mich die Figur von Letty ebenfalls sehr beschäftigt. Denn Letty scheint das äquivalent der Personen zu sein, die heute sagen: “Ich sehe keine Farben, ich sehe nur Menschen”, aber dabei das rassistische System nicht sehen, was all dem zu Grunde liegt. Damit konfrontiert werden ist unglaublich wichtig. Wie Anti-Rassismus-Expertin Tupoka Ogette so schön in “exit RACISM” beschreibt: Letty lebt in Happyland. Und damit möchte ich euch nicht nur Kuangs fantastische Low Fantasy “Babel” ans Herz legen, sondern auch die Bücher von Ogette.

  2. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783446270749)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

    (1.634)
    Aktuelle Rezension von: MH41197

    Man kann mir mit Recht nachsagen, dass ich historische Romane nicht mag. Das hat seine Gründe - das Genre ist meiner Ansicht nach weder Fisch noch Fleisch, meist trivial, neolibreal dazu auffordernd, sich gleichzeitig an vergangenen Brutalitäten zu ergötzen und dabei dankbar zu sein, heute in der "besseren Welt" (die - Ironie! - natürlich frei von jedem Unrecht ist ... Nicht!) leben zu dürfen, und außerdem überfüllt mit sinnentleerten Gewalt- und Sexszenen.

    Mit anderen Worten: Ich hätte vielleicht nicht gedacht, dass ich jemals einem historischen Roman eine volle Punktzahl geben würde, hätte ich Umberto Ecos "Der Name der Rose" nicht gekannt. Denn dieser Roman ist in jeder Hinsicht perfekt - obwohl in vergangenem Setting.

    Im Italien des Jahres 1327 reist der englische Franziskanermönch und Ex-Inquisitor William von Baskerville (eine von Ecos humoristischen Anspielungen auf andere Literaten - der Nachname ist klar aus Sherlock Holmes entlehnt) mit seinem jugendlichen deutschen Gehilfen Adson von Melk in eine abgelegene, düstere Abtei in den Appenninen, um dort an einer theologischen Debatte zwischen den zerstrittenen Mönchsorden teilzunehmen. Aufgrund seiner Berühmtheit als früherer Inquisitor - vor allem als einer, der diese Tätigkeit mehr als Richter und Detektiv, denn als Hexenverbrenner verstand -, wird William vom Abt gebeten, den sonderbaren Tod eines jungen Mitgliedes des Klosters aufzuklären. William beginnt zu ermitteln - und stößt dabei schon bald an die Grenzen der Weltbilder seiner Zeit, und zwischen die Machenschaften der Post-Kreuzzugs-Ära der spätmittelalterlichen religiösen Extremisten, die für ihre Überzeugungen zu morden und zu sterben bereit sind und jedem Andersdenkenden keinerlei Existenzrecht zugestehen - sei er Wissenschaftler, Freigeist, kritisch denkender Theologe, Katharer, Jude, Muslim ... oder einfach nur eine Frau zur falschen Zeit am falschen Ort.

    Spannend ist dieser Roman allemal - aber nicht im klassischen Stil eines Krimis (der "Der Name der Rose" zweifelsohne ist), dafür ist die Handlung sehr viel dichter gepackt, fast schon eine Milieustudie eines (spätmittelalterlichen) Klosters oder: einer religiös fundamentalistischen (oder wie wir es heute nennen würden: "evangelikalen") Gesellschaft - und damit hat der Roman trotz seines fernen Themas auch noch etwas: Aktualität. Wenn wir die Extremisten in Ecos Kloster über "die Ketzer" reden hören und über den Niedergang der Welt, dann fühlt man sich nicht wenig erinnert an moderne Eiferer, deren Ersatzwort für den Begriff Ketzer "die Woken" geworden sind, wenn man die Selbstherrlichkeit des letztendlichen Antagonisten erlebt, der im Bewusstsein vollkommener Rechtschaffenheit seine Mitbrüder zu einem höheren Ziel tötete und als Kollateralschäden in Kauf nahm, so hat man die Worte von selbstgerechten, brutalen Machtmenschen wie Putin oder Netanyahu im Ohr, und mit dem Selbstmord des Antagonisten und seinem Versuch, dabei alles mit sich zu vernichten, so denkt man unweigerlich an die Selbstmordattentate des ISIS. Umberto Eco hat einen Roman in der Vergangenheit geschrieben, der uns etwas über seine Gegenwart, und aus Ecos Perspektive, der ihn in den 1970er Jahren schrieb, sogar über Ecos damalige Zukunft, die heutige Gegenwart, erzählt. Und darin besteht bereits die Genialität des Namen der Rose - und in seinem Schreibstil: Denn Eco schreibt einen Plot im Plot - macht sich selbst zum zweiten Protagonisten, der im "heute" (oder eben: in den 1970ern) die französische Übersetzung der lateinischen Niederschrift des alten Mönches Adson von Melk ins zeitgenössische Italienische übersetzt - und begibt sich in dieser Eigenschaft dann in die Haut des alten Adson von Melk, der im Rahmen seines mittelalterlich-klösterlichen Weltbildes rückblickend die Geschichte seines jugendlichen Ichs an der Seite von William von Baskerville erzählt.

    Der Name der Rose ist ein stilistisch, thematisch, plottechnisch und handwerklich ein Werk der Superlative: Der beste und der EINZIGE historische Roman, der nicht als "Märchen für Erwachsene" daher kommt, sondern einen Plot erzählt, der in tieferer Bedeutung von der erzählten Zeit in die Gegenwart seiner Niederschrift und bis ins Heute übergreift. Der Name der Rose ist kein "alter Schinken". Keine Mittelalterromantik. Er ist relevant - damals wie heute. Und auch morgen - solange es religiösen Extremismus und Machtgefälle in der Welt gibt. 

  3. Cover des Buches Still Alice (ISBN: B010IKDZ1C)
    Lisa Genova

    Still Alice

    (270)
    Aktuelle Rezension von: angies_bücher

    Das Buch steht schon lange in meinem Bücherschrank und ich bin froh,dass ich es jetzt gelesen habe. Ich habe selbst sehr lange mit Demenzerkrankten gearbeitet und finde das Buch sehr beeindruckend. Es ist tief berührend und sehr traurig. Ich musste beim Lesen mehrfach weinen und ich denke ich werde noch lange an die Geschichte denken. Alzheimer ist eine furchtbare Krankheit und es ist so bitter zu sehen wie jemand mit 50 Jahren, was heute im Prinzip ja noch kein  Alter ist, so schnell und so sehr abbaut. Das Ende ist so  berührend!! Und trotzdem traurig und zugleich voller Hoffnung!

  4. Cover des Buches Verbrannte Wörter (ISBN: 9783411740109)
    Matthias Heine

    Verbrannte Wörter

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Als Teil einer Leserunde bei Lovelybooks bekam ich die Möglichkeit für dieses Buch mitzudiskutieren. Leider erreichte es mich beruflich eher ungelegen, so dass ich kaum kommentierte und auch erst sehr spät rezensiere. 

    Dieses Buch als Nachschlagewerk ist zwar einerseits gut für punktuelles Lesen geeignet, zieht aber nicht so an wie eine fortlaufende Geschichte.

    Der Aufbau gefällt mir mehrheitlich gut (Einleitung/Vorwort ebenso wie die einzelnen Einträge) Letztere starten mit einem Abriss zu Bedeutung, Herkunft, Einordnung und auch ggfls. Bedeutungswandlung und enden in einem Fazit inwieweit der Autor die "Verwendbarkeit" in der heutigen Zeit noch gegeben oder nur mit entsprechender Einordnung möglich sieht. Diese Meinung ist zwar als solche erkennbar, wirkt aber bei einzelnen Begriffen wie eine absolute Vorgabe. Hier spielt sich Meinung mitunter als Fakt auf, gerade da auch die Fakten (Quellenverweise) nicht immer und vollständig dokumentiert sind.

    Was ganz schlecht am Aufbau war, waren zum Einen die innenliegenden Seitenzahlen - gerade auch in Verbindung mit dem Inhaltsverzeichnis/Index am Ende des Buches und in einer zu kleinen Schriftgröße.

    Die Wortauswahl von knapp über 100 Begriffen enthält sowohl manche zu viel als auch Viele zu wenig. Den Artikel "der Jude, der Russe etc." mit einem eigenen Wörterbucheintrag zu adeln (wäre dies nicht eher eine verbrannte Grammatik?) und den kompletten Wordkomplex "Mutter" nicht zu erfassen ist hier nur ein Beispiel.

    Ich werde nach diesem Buch wohl endlich einmal LTI lesen müssen, von dem ich mir, gerade auch aus den zahlreichen Verweisen hier, ein umfangreicheres Bild erwarte.

    Trotz der nur 3 Sterne werde ich sicherlich immer mal wieder reinblättern, auch wenn es für mich eher die Rolle eines (unvollständigen) Nachschlagewerks hat.

  5. Cover des Buches Eden (ISBN: 9783458645436)
    Auður Ava Ólafsdóttir

    Eden

    (34)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    In „Miss Island“ ging es um eine Frau, die sich nach Rejkjavík aufmacht, um Schriftstellerin zu werden. Diesmal ist es umgekehrt. Die Linguistin Alba kehrt dem hektischen akademischen Leben in der isländischen Hauptstadt den Rücken, kauft sich ein altes Haus auf dem Land und baut sich ein neues Leben auf. Sie will einen Garten anlegen und 5.600 Bäume anpflanzen als Ausgleich für ihre zahlreichen Flugreisen.

    Nach einem Alltag, der durch wissenschaftliche Arbeit und Konferenzen über aussterbende Sprachen geprägt war, tut ihr die anstrengende körperliche Arbeit in der Natur und die Gestaltung des Grundstücks gut. Es ist amüsant, dass ihr auch jetzt noch sprachliche Phänomene durch den Kopf gehen, so dass wir einen kleinen Einblick in die Eigenarten der isländischen Sprache bekommen. Sie nimmt aktiv am kulturellen Leben der Dorfgemeinschaft teil und engagiert sich als Sprachlehrerin für Geflüchtete. Dabei wächst ihr ein 16-jähriger Waisenjunge immer mehr ans Herz und erweckt eine ganz neue Seite der sonst eher spröden Protagonistin.

    Die Themen Neuanfang und Selbstsuche auf dem Land sind nicht neu, doch mit Alba hat die Autorin eine ungewöhnliche Figur geschaffen, die mit Selbstironie trotz widriger Umstände ihre Vorstellung von einem eigenen Eden und einem erfüllenden Leben in einer Gemeinschaft verwirklicht und den aktuellen Krisen mit eigenen Mitteln etwas entgegensetzt.

  6. Cover des Buches Eine Frage der Moral (ISBN: 9783411743506)
    Anatol Stefanowitsch

    Eine Frage der Moral

    (4)
    Aktuelle Rezension von: brokkolino

    Anatol Stefanowitsch begegnete mir zum ersten Mal bewusst auf Twitter. In knappen Tweets, die zwischen Ernsthaftigkeit, Satire und angenehmem Humor variieren, liegt sein Augenmerk oft auf dem deutschen Sprachgebrauch in Bezug auf Rassismus. Auch diese vom Duden publizierte Streitschrift zielt auf eben dieses Thema ab, wobei u. a. auch das generische Maskulinum auf dem Prüfstand steht.

    Streitschrift ist hierbei etwas überzogen, denn Stefanowitsch „streitet“ nicht, noch schreit er Zeter und Mordio. In dem überschaubaren Sachbuch führt er uns Leser*innen mit logischen Schlussfolgerungen und begründeten Argumenten an die Moral unserer Sprachnutzung heran: Möchte ich als Frau nur mitgemeint sein, wenn mensch im generischen Maskulinum spricht? Möchte ich wirklich mit meinem Bestehen auf „Das wird man ja noch so sagen dürfen!“ auf Gefühlen marginalisierter Personen und Gruppen herumtreten? Gibt es nicht sogar gewisse Kompromisse in unserer Sprache, die wir leicht anwenden können?

    Beharrlich zeigt Stefanowitsch diverse Argumente derjenigen auf, die z. B. die Umformulierung „N~könig“ zu „Südseekönig“ in Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ als katastrophalen Eingriff in unsere Sprache und den Ursprung des Werkes empfanden oder es als Übertreibung abtaten. Er beleuchtet diese Argumente jeweils kurz, betrachtet sie von mehreren Perspektiven und zeigt zudem eine Lösung auf, die entsprechend der „Goldenen Regel“ agiert oder zumindest ein Kompromiss für Zweifelnde anbietet.

    Das nicht zu Unrecht wichtigste Element in seiner Schrift ist der Perspektivwechsel, an dem wir alle uns wohl doch noch zu selten bedienen. Der uns jedoch nichts kostet und keine Umstände bereitet.

    Dem hinzufügen möchte ich, dass mensch (auch bei aller Mühe) natürlich mal Fehler macht, und wenn man dann darauf hingewiesen wird – wie wäre es denn, wenn dann nicht gleich alle an die Decke gehen, sondern sagen „Achso okay, sorry, ich wollte sagen: Studenten UND STUDENTINNEN“, kein Drama.

  7. Cover des Buches Warum Altgriechisch genial ist (ISBN: 9783492242677)
    Andrea Marcolongo

    Warum Altgriechisch genial ist

    (3)
    Aktuelle Rezension von: seschat
    Andrea Marcolongos Buch „Warum Altgriechisch genial ist“ ist eine persönliche Liebeserklärung an diese tote Sprache. Die studierte Altphilologin hat das erste Mal als Schülerin das Altgriechische kennen und schätzen gelernt. Obschon es für sie keine einfache Sprache gewesen ist, hat sich Marcolongo sofort in diese facettenreiche wie musikalische Sprache indogermanischen Ursprungs verliebt. Ihre Faszination versucht sie auf 172 Seiten auf den Leser zu übertragen, der allerdings altgriechisch vorgebildet sein sollte, um die Spitzfindigkeiten der Autorin in Gänze verstehen zu können. Ob Optativ, Dual, Akzentregeln oder Originalpassagen aus altgriechischen Texten, ein paar Vorkenntnisse sollte man schon mitbringen. Ich konnte aufgrund meines Altertumsstudiums Marcolongos Argumentation gut nachvollziehen, fand sie aber nichtsdestotrotz zu streiflichtartig bzw. zu zusammenhanglos dargeboten. Das mag an der persönlichen Herangehensweise der Autorin liegen, die mich trotz der manches Mal echt übertriebenen Begeisterung fürs Altgriechische nicht überzeugen konnte. Auch wenn die Fakten durchaus interessant ausfielen, so wollte der Funke einfach nicht überspringen. Vergleichbare Lektüren fürs Lateinische von Winfried Stroh bzw. von Karl-Wilhelm Weeber empfand ich wesentlich fesselnder und anschaulicher.
  8. Cover des Buches Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache (ISBN: 9783411717804)
    Dudenredaktion

    Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Solilu

    Was wäre die Sprache ohne den Duden? Was wäre der Duden ohne Kuriositäten?

    Dieses Buch ist der perfekte Begleiter für alle, die Funfacts lieben, die deutsche Sprache von einer anderen Seite kennenlernen möchten oder einfach nur eine humorvolle Abwechslung in den Tag bringen möchten.

    Von den längsten Wörtern über lange und kurze Ortsnamen, Wortalternativen, Bedeutungen bis hin zu Wörtern, die vom Aussterben bedroht sind, ist in diesem Buch alles zu finden. Es gibt Zahlen und Fakten, hin und wieder etwas zum Schmunzeln und manchmal etwas zum Staunen. Dieses Buch begleitet mich im Alltag. Da die einzelnen Themen kurz und knackig sind, kann das Buch in jeder freien Minute herausgezogen werden, sodass man mal ein, zwei Seiten schafft, ein anderes Mal zehn Seiten, wenn man etwas länger wartet oder Bahn fährt. Es macht in jedem Fall Spaß, das Buch zu lesen und auf jeder Seite noch etwas neues über die Sprache zu lernen, mit der ich aufgewachsen bin.

    Wer auch immer für die Gestaltung der einzelnen Seiten verantwortlich war, hat es sehr kreativ und ansprechend umgesetzt, sodass das Buch auch nach dem Aufschlagen ein Blickfang ist.

  9. Cover des Buches Das Alphabet des Denkens (ISBN: 9783498060626)
    Stefanie Schramm

    Das Alphabet des Denkens

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Die Autorinnen geben einen interessanten Einblick in die Welt der Sprache und die Wirkung von Wörtern.
    Sie gehen auf Metaphern und Schimpfworte ein, wie Worte auf uns wirken und wie wir sie nutzen können - zur Manipulation, zur Heilung etc.

    Sie betrachten übrigens nicht nur die deutsche Sprache.

    Ein interessant geschriebenes, informatives Buch.
  10. Cover des Buches Wie wirklich ist die Wirklichkeit?. Wahn - Täuschung - Verstehen (ISBN: 9783492004749)
  11. Cover des Buches Herkunft und Geschichte des Menschen (ISBN: 9783833301308)
    Steve Olson

    Herkunft und Geschichte des Menschen

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Kurz: Alle Europäer sind Verwandte, wenn auch im Einzelfall über 999 Ecken. Und es kommt noch dicker. Denjenigen, die rassistische Klischees mit sich herumtragen, verpasst Olson eine Breitseite. Als Beispiel nennt er den Gesandten aus Äthiopien, der im Mittelalter eine Hofdame Heinrichs II. heiratete und mit ihr Kinder hatte. Heute sind alle Europäer Nachkommen dieses Äthiopiers. Global wird dieser Effekt vollends, wenn man 2000 Jahre oder noch weiter in die Vergangenheit blickt: „Jeder heute lebende Mensch auf der Welt“, schreibt Olsen, „kann mit hoher Wahrscheinlichkeit Nofretete (sie hatte sechs Töchter), Konfuzius und Julius Caesar (über seine illegitimen Kinder) zu seinen Vorfahren rechnen.“ Stammbaumforscher sollten im Übrigen stets auf Überraschungen gefasst sein. Olson berichtet von einem US - Amerikaner, der in der männlichen Linie von schwedischen Vorfahren abstammte und eines Tages beschloss, der Spur der verehrten Ahnen bis in die alte Heimat zu folgen. Dort fand er heraus: Der Familienname des ausgewanderten Urahnen kam von einem großen Bauernhof außerhalb von Stockholm. Dort wurden damals die vaterlosen Kinder der Prostituierten aufgezogen.
  12. Cover des Buches Anna am Freitag (ISBN: 9783551580368)
    Helene Uri

    Anna am Freitag

    (4)
    Aktuelle Rezension von: RinasWunderwerkstatt
    Da ich das Buch zum Schluss meines Germanistikstudiums gelesen habe, waren für mich die Informationen nichts Neues. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es schwierige Sachverhalte verständlich erklärt. So konnte ich meinen bereits gelernten Stoff wiederholen ohne meine Unibücher wälzen zu müssen. Außerdem ist die Geschichte rund um die Fakten über die Sprache ansprechend und macht neugierig. Man wird demnach keineswegs mit Wissen überschüttet! Es ist eine wirklich gute Mischung aus Fiktion und Wissen.

    Dieses Buch ist daher nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet, sondern für alle, die das Wesen der Sprache interessiert. Ich kann es bessonders Jugendlichen empfehlen, die überlegen Germanistik zu studieren. Denn vieles was in dem Buch angesprochen und erklärt wird, ist Lehrstoff der ersten Semester. Es ist keineswegs so, als würde man in Germanistik nur Bücher lesen!
  13. Cover des Buches Wörterbuch der Liebe (ISBN: 9783570101162)
    Giulia Carcasi

    Wörterbuch der Liebe

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Am 15. September 2008 lernt der 38-jährige Professor Diego Rocci auf einer Zugfahrt von Pisa nach Rom die 34-jährige Antonia Zico kennen. Diego führt ein sehr geordnetes, durchorganisiertes Leben. Unter der Woche unterrichtet er Sprachwissenschaften und die Wochenenden verbringt er Zuhause in Rom, bei seiner Mutter. Seine Mutter ist anders als andere Mütter, sie ist senil und lebt in ihrer eigenen Welt. Ihr zur Seite steht Yvona, die sich um sie kümmert. Zu seinem Vater hat Diego ein eher angespanntes Verhältnis, lässt sich aber dennoch monatlich von ihm unterstützen. Seine Eltern leben nicht mehr zusammen, sodass es in Diegos Aufgabenbereich fällt, sich um seine Mutter zu kümmern.


    Antonia fasziniert Diego vom ersten Augenblick an, denn sie scheint so gar nicht in seine Welt zu passen, sie ist unkonventionell und erfrischend, etwas, dass es so in Diegos Welt nicht gibt. Sie arbeitet unter der Woche in einer Einrichtung für Suchtkranke, die Wochenenden verbringt sie, ebenso wie Diego, in Rom. Trotz ihrer Gegensätze begegnen sich die Beiden immer wieder auf ihren Fahrten und es kommt wie es kommen muss, sie entwickeln Gefühle für einander.


    Zu Diegos Erstaunen kommt Antonia auch sehr gut mit seiner Mutter zurecht. Alles scheint perfekt, doch genau das ist es, was Diego misstrauisch macht. Ist das alles nicht zu perfekt? Kurze Zeit später muss er feststellen, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt ...



    Perfekte Liebe oder Illusion? Der Plot wurde sehr bildgewaltig und behutsam erarbeitet. Als Leser merkt man, wie sich Diego nach und nach aus seiner geordneten Welt löst und entdeckt, dass es mehr gibt, als das, was er bisher erlebt hat. Die Figuren wurden sehr feinfühlig angelegt, sodass sich der Leser problemlos in diese einfühlen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, er wurde so einfühlsam erarbeitet, dass ich das ganze Buch über förmlich ein verzücktes Lächeln auf den Lippen hatte.


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