Bücher mit dem Tag "sprechen"
35 Bücher
- A. G. Howard
Dark Wonderland - Herzkönigin
(436)Aktuelle Rezension von: Jessica-Lang
Ich liebe prinzipiell Bücher, welche mich in eine komplett andere Welt entführen und mich dort wieder als komplett andere Person wieder aufwachen lassen, ganz so habe ich mich in diesem Buch gefühlt!
Alyssa ist mit Alice Liddell verwandt, welche uns doch allen bekannt ist, doch diese Alyssa ist anders, denn sie kann Insekten und Blumen reden hören und sieht diese Eigenschaft nicht gerade als Gabe an, da doch ihre Mutter aufgrund dessen in eine Anstalt eingeliefert wurde.
Nicht nur das Alyssa mit dem alltäglichen Wahnsinn zu kämpfen hat, sie muss auch noch mit Wunderland zurecht kommen.
Getrieben von dem Wahnsinn der Insekten und der ständigen Beeinflussung des Anblickes ihrer Mutter landet Alice dann doch in Wunderland, aber es ist nicht das Wunderland das sie kennt.
Dieses Buch hat mich von Anfang an fasziniert und auch das Cover ist sehr schön, doch eines hat mich doch als Leser stark verwundert, das Wunderland das ich kenne, wurde mehr oder weniger durch dieses Buch "zerstört".
Denn Wunderland ist in diesem Buch nicht Wunderland, angefangen mit dem Kreaturen die dort lauern, den Netherlingen, den beiden Spinnenartigen Schwestern am Friedhof, der Teeparty - welche in einer wilden Verfolgung einer lebenden Ente endet welche verspeist werden soll, ist dieses Buch auf seine eigene Art und Weise faszinierend und erschreckend, doch lesen musste ich es unbedingt.
Was mir sehr gefallen hat in dem Buch, war Alyssa selbst! Ihr Kleidungsstil, ihre leichte Aufsässigkeit, ihre Wortwahl und ihr Durchsetzungsvermögen ist doch ganz anders als die liebe, brave und gut gekleidete Alice!
Auf jedenfall ist das Buch lesenswert egal ob man Alice im Wunderland gelesen hat oder nicht, den diese Alice ist anders...
- Amy Harmon
Bird and Sword
(414)Aktuelle Rezension von: nikes_buchpalastLark musste als kleines Kind mitansehen, wie ihre Mutter hingerichtet wurde. Mit ihrem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Tiras nimmt die stumme Lark als Geisel mit sich. Beim Lesen wird schnell klar, dass die Geschichte der beiden schon lange vorher beginnt!
Die Liebesgeschichte ist intensiv und zärtlich zugleich. Lark fürchtet Tiras und lernt doch sehr schnell, dass er ebenso wenig frei ist wie sie. Politische Intrigen, Krieg, Flüche und verbotene Magie spielen eine wichtige Rolle in dem Leben der beiden 😍
Lark und Trias waren mir beide sofort sympathisch🤭 Sie sind starke Protagonisten, die versuchen ihre Wünsche zu erfüllen, auch wenn deren Pflichtbewusstsein versucht es zu verhindern. Beide wachsen über sich hinaus und ich habe ihre Gespräche abgöttisch geliebt! Stumm und Gespräche? Ihr werdet sehen, dass Buch lebt von Larks anregenden Gedanken!! 😁 Die Geschichte gleicht einem Märchen und die Wendungen zum Ende hin haben mich umgehauen!
Das Buch ist ein in sich abschließender Roman was ich fantastisch fand! Der Schreibstil war sehr bildlich, wodurch man das Gefühl hatte Jeru selbst gesehen zu haben. Ich freue mich schon wahnsinnig euch den zweiten Teil vorzustellen, denn da geht es dann um Kjell 😍 der mürrischer und äußerst loyaler Bruder von Tiras 🤭
- Kübra Gümüsay
Sprache und Sein
(128)Aktuelle Rezension von: BibliokateEin Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. Sie wiegen schwer, sie belasten die Träger*innen und zwingen sie in schwachen, menschlichen Momenten in die Knie" s. 69
Kübra Gümüşay hat mit "Sprache und Sein" ein beeindruckendes, manchmal schmerzhaftes und wachrüttelndes Buch verfasst.
Wie beeinflusst Sprache wie wir Unterschiede wahrnehmen, wie manifestiert sich Rassimus und unterdrückung in unserem Sprachgebrauch und welche Schritte und Methoden braucht es um unsere Sprache und somit auch unser Denken zu verändern.
Mal wissenschaftlich, mal sehr persönlich erkundet sie die Möglichkeiten die unsere Sprache uns eröffnet aber auch die Grenzen ebendieser.
Wie können wir eine Pluralistische Welt schaffen in der alle Erfahrungen und Lebensrealitäten valide sind?
"Wie aber würde sich unsere Wahrnehmung dieser Gesellschaft verändern, wenn wir sie ausschließlich mit dem Blick eines von Armut bedrohten Menschen betrachten und beschreiben würden? Wie würden sich unsere Geschichten über uns selbst verändern und infolgedessen unsere Gesellschaft selbst?" S.161
Was Kübra Gümüşay auf diesen knapp 200 Seiten auszudrücken vermag ist absolut unglaublich, kraftvoll und zum umdenken anregend.
Ein Buch das beim Erscheinen nicht umsonst große Beachtung erfahren hat und nach wie vor absolut empfehlenswert ist. Ich hoffe dieses großartige Buch erreicht noch einige Köpfe und Herzen mehr.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Stille unter Wasser
(657)Aktuelle Rezension von: Booksandmore18Brittainy C. Cherry schafft es immer und immer wieder, mich mit ihren Geschichten zu berühren, sodass auch Wie die Stille unter Wasser zu einem Jahreshighlight für mich geworden ist. Es eine unglaublich zerstörerische Geschichte, die einen packt und nicht mehr loslassen möchte.
Das Setting dieser Geschichte ist ziemlich eingeschränkt und konnte dennoch durch die vielen Details eine unglaublich schöne Atmosphäre erschaffen. Das Haus, in dem Maggie aufgewachsen ist, wird langsam zu ihrem Gefängnis, aus dem sie nicht mehr entkommen kann. Was zu Beginn der Geschichte noch ein harmonischer Haushalt war, wird immer mehr zu einem schwierigen Umfeld, welches alle Beteiligten stark belastet. Die gesamte Familienkonstellation hat diese Geschichte sehr geprägt. Man konnte ganz unterschiedliche Dynamiken innerhalb dieser Familie beobachten und erlebte Konflikte und Beziehungsebenen, die wahnsinnig spannend waren. Zudem kamen noch die verschiedenen Themen, die dieses Buch aufgegriffen hat. Dies war einerseits natürlich Maggie mit ihren Angststörungen, die einen sehr traurigen Auslöser hatten und den man hautnah miterleben konnte. Doch auch ihre Beziehung zu Brooks war sehr ereignisreich und voller Emotionen. Durch die lange erzählte Zeit der Geschichte - von Maggies frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter - wuchs man mit den Protagonisten in deren Liebesgeschichte hinein. Man verstand den freundschaftlichen Bund der beiden und die tieferen Gefühle, die sich entwickelt haben. Dazu kam aber auch ihre Beziehung zu ihren Eltern, ihren Geschwistern und ihrer Nachbarin, die diese Geschichte bereichert haben. Es war eine wunderschöne Mischung, die mit die Autorin mit ihrem fantastischen Schreibstil wieder sehr nahe gebracht hat. Ich war oft an einem Punkt, dass mir Tränen in die Augen geschossen sind und mich das Buch tief berührt hat. Dies schafft die Autorin mit ihrer wunderschönen Wortwahl und der intensiven Verbindung, die sie zwischen den Protagonisten und den Leser:innen erschaffen kann. Aus diesem Grund liebe ich ihre Bücher so sehr.
Die Protagonisten waren fantastisch und mich konnten nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern auch sämtliche Nebencharaktere total begeistern. Maggie ist eine starke Protagonistin, die trotz ihres Traumas kämpft und nicht aufgibt. So viele Zeichen stehen ihr entgegen und dennoch hat sie nicht aufgegeben. Halt hat ihr dabei Brooks gegeben, der ebenfalls nicht aufgab und alles für seine grosse Liebe getan hat. Maggie hat mit ihrer Liebe zu Büchern nochmal einen ganz anderen Zugang zu mir gefunden. Umso schöner war auch, als sie ihrer Schwester dies näherbringen konnte und man eine Veränderung bei ihr daraufhin entdecken konnte. Die geschwisterlichen Beziehungen in diesem Haus waren eine spannende Mischung. Während die Bindung zu ihrem Bruder eng und liebevoll war, bot die Beziehung zu Maggies Schwester sehr viel mehr Konfliktpotenzial. Und trotzdem war es sehr schön und besonders authentisch zu sehen, wie sich alles entwickelt hat. Auch die Eltern von Maggie waren spannende Elemente dieser Geschichte. Ihre Liebe war intensiv, wunderschön und hat sich dennoch verloren. Es spiegelte das echte Leben wieder, was die Entwicklungen noch viel trauriger gemacht hat. Besonders ihr Ende hat mich zum Schluss auch zum Weinen gebracht. Neben den Familienmitgliedern gab es noch andere wundervolle Protagonisten wie die Bandmitglieder von Crooks oder die Nachbarin, die mit ihrer harschen und doch liebevollen Art so viele schöne Momente erzeugen konnte. Ich habe die Kombination der Protagonisten wirklich sehr geliebt und mit allen so sehr mitfühlen können, was einfach wundervoll war.
Wie bei den Büchern der Autorin so üblich habe ich auch dieses Buch an nur einem einzigen Tag durchlesen können. Es wollte mich schon von Anfang an einfach nicht mehr loslassen und hat mich in einen unglaublichen Sog gezogen. Dies war einerseits aufgrund der ganzen Themen und Dramen im Buch, andererseits aber auch durch die Entwicklungen über die Zeit hinweg, die wahnsinnig spannend waren. Dabei war die emotionale Komponente die wichtigste. Das Buch war unglaublich zerstörerisch und emotional, was zudem die Spannung erhöht hat. Es konnte mich zu Tränen rühren und hat mich fertig gemacht. Dies ist die Kraft der Autorin und ihr Talent zum Schreiben, was immer wieder aufs Neue fantastisch ist. Ebenfalls gab es einige unerwartete Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen.
Insgesamt war dieses Buch wieder eine zerstörerische Wucht. Ich habe alles an dem Buch geliebt und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Aus diesem Grund wird es auch zu einem Jahreshighlight, welches verdiente 5 Sterne von mir erhält.
- Marshall B. Rosenberg
Basispaket Gewaltfreie Kommunikation - Grundlagen + Training
(32)Aktuelle Rezension von: Oliver_StaadenDas Cover hat mich mal wieder neugierig gemacht. Leider wurde ich von dem Vorwort etwas enttäuscht. Ich habe aber trotzdem mich weiter mit dem Thema beschäftigt und wurde schlussendlich nicht enttäuscht.
Das Buch beinhaltet wirklich gute Ratschläge. Man sollte sich auf die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) einlassen. Man lernt nicht nur seine Bedürfnisse und Gefühle kennen, sondern auch die von anderen Menschen. Dadurch kann man vom Abwehr- und Verteidigungsmodus in einen Empathie-Modus wechseln. Dieser Wandel bedarf allerdings unter Umständen viel Übung, macht aber das Leben lebenswerter.
Hier hilft einem das Buch.
Ich kann das Buch empfehlen und hoffe, dass sich die GFK ausbreitet.
- Lauren Oliver
Als ich dich suchte
(92)Aktuelle Rezension von: Medeas_bookstoreVon Lauren Oliver habe ich die Verfilmung von "Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" gesehen und hab den Film geliebt. Weshalb ich mir auch ein Buch von der Autorin gekauft habe.
Der Einstieg war ziemlich verwirrend. Das Buch ist einemal in Dara´s und in Nick´s Sicht geschrieben und auch noch in Vorher und Danach Kapiteln unterteilt. Da muss man erstmal seine Gedanken ordnen um nicht durcheinander zu kommen.
Auch durch die vielen Aufgegriffenen Thematiken wie Drogen, Tod und Freundschaft wird man von Informationen erdrückt. Es gibt auch keinen roten Faden, der einen aus der Verwirrung hilft. Deshalb war es sehr anstrengen das Buch zu lesen und konnte es leider nicht genießen.
Zu Nick und Dara konnte ich auch kein gutes Verhältnis aufbauen, da mir beide zu kindisch waren. Emotional konnte es mich auch nicht abholen. Da mich der Film so gepackt hat, habe ich mit sehr großen Emotionen gerechnet. Aber durch den faden und Eindruckslosen Schreibstil kommen bei mir keine Emotionen an.
Einzig das Ende konnte mich überzeugen. Es hat mich überrascht und durch die Auflösung bekommt man eine klarere Sicht auf das Geschehen in dem Buch. - Katja Millay
Irgendwann für immer
(119)Aktuelle Rezension von: Rabea_HonerbomIch liebe dieses Buch und es wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben! Die Geschichte ist so berührend und trotzdem nicht kitschig. Die beiden Hauptcharakter passen so gut zusammen, obwohl sie sooo unterschiedlich sind. Dazu ist eine gute Prise Sarkasmus dabei. Am besten ist aber einfach die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere...
- Philipp Hübl
Folge dem weißen Kaninchen
(24)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerFalls du denkst, Philosophie sei nur etwas für altmodische Denker mit langen Bärten und unverständlichen Manuskripten, die in staubigen Bibliotheken vergilben, dann lass mich dir „Folge dem weißen Kaninchen“ von Philipp Hübl ans Herz legen. Dieses Buch ist wie ein Espresso-Shot für deine grauen Zellen: stark, erfrischend und garantiert wachmachend.
Philipp Hübl schafft es, mit einer Leichtigkeit und einem Humor durch die großen Fragen der modernen Philosophie zu führen, dass ich mich beinahe wie in einem Gespräch mit einem besonders klugen Freund gefühlt habe – ein Freund, der gerne mal sarkastisch auf das Leben blickt und dabei mehr als einmal festgefahrene Ideen und überholte Denkmuster durch den Kakao zieht.
Das Buch deckt ein erstaunliches Spektrum an Themen ab: von der Frage nach dem freien Willen über das Wesen des Bewusstseins bis hin zur ewigen Frage, ob Gott existiert und warum wir eigentlich sterben müssen. Hübl bleibt dabei nie dogmatisch – das heißt, du wirst keine elitäre Besserwisserei finden, sondern eine wohltuende Offenheit für verschiedene Perspektiven. Natürlich hat er seine eigenen Ansichten, und die macht er auch klar, aber immer mit einem Augenzwinkern und einer gesunden Portion Selbstironie.
Was ich besonders geschätzt habe, ist seine Fähigkeit, komplexe philosophische Theorien und Begriffe auf eine Art und Weise zu erklären, die auch für Philosophie-Neulinge gut verständlich ist. Kein ewiges Blabla über „das Sein des Seins“ oder „ontologische Erkundungen“ – hier geht es um handfeste, verständliche Erklärungen, die auch noch Spaß machen. Du musst also nicht befürchten, dass dir beim Lesen vor lauter Fachjargon der Kopf explodiert.
Eines der Highlights des Buches ist Hübels Talent, altehrwürdige philosophische Ideen zu entmystifizieren. So zerlegt er beispielsweise mit Freude festgefahrene Ansichten von berühmten Denkern, die immer noch wie unantastbare Wahrheiten behandelt werden, obwohl sie längst überholt sind. Dabei hat er keine Angst davor, auch mal ironisch oder sogar respektlos zu sein – was das Lesen umso unterhaltsamer macht. Das ist kein trockenes Philosophielehrbuch, sondern eher eine spritzige Tour durch die Denkgeschichte mit einem Reiseführer, der immer einen witzigen Kommentar parat hat.
Allerdings gibt es auch Momente, in denen Hübl ziemlich deutlich Stellung bezieht – und zwar nicht immer zum Vorteil der Diskussion. Besonders bei Themen wie Religion oder freier Wille spürt man seine eigene Meinung recht stark durch. Manchmal dachte ich mir: „Okay, Philipp, wir haben’s kapiert, du bist kein Fan von Religion!“ Aber diese klaren Positionierungen geben dem Buch auch eine gewisse Würze – man liest nicht nur eine neutrale Übersicht, sondern bekommt auch eine Prise kontroverse Denkanstöße.
Und wenn du jetzt denkst, das Buch sei ein reines Lesevergnügen ohne jeglichen Anspruch: Keine Sorge, Hübl fordert deinen Geist durchaus heraus. Die Gedankenexperimente und philosophischen Diskussionen regen zum Nachdenken an und laden dazu ein, die eigene Perspektive zu hinterfragen. Besonders die Abschnitte über Bewusstsein und Träume haben mich dazu gebracht, mich zu fragen, was wirklich real ist – und ob ich morgens wirklich in dieser Realität aufwachen möchte.
Kurz gesagt, „Folge dem weißen Kaninchen“ ist eine großartige Einführung in die moderne Philosophie, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. Es ist das perfekte Buch für alle, die sich auf eine Reise in die Tiefen des Denkens begeben möchten, ohne dabei in einem Meer aus Fachjargon zu ertrinken. Und wer weiß, vielleicht findest du am Ende sogar heraus, warum der Hase weiß ist – und nicht etwa rosa mit Punkten.
- Christina Dalcher
Vox
(43)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Die Regierung hat genug von Frauen, die ihre Männer nicht mehr als gottgleich anerkennen. Sie möchte ein Leben wie in den 50er Jahren: Nur 2 Geschlechter und klare Rollenbilder. Dafür müssen die Frauen wieder lernen zu schweigen und wer sich widersetzt kommt in ein Umerziehungslager ...Meinung:
Die Idee zur Geschichte ist gruselig. Glaubensgemeinschaften und Männer, welche sich nicht mehr verehrt fühlen, weil der Mann nicht mehr als Schöpfer wahrgenommen wird, tun sich zusammen und krempeln die Welt um. Daher bestimmt die Regierung einen harten Kurs und verbietet den Frauen zu arbeiten und zu sprechen. Es werden viele Parallelen zu heute deutlich, gerade was die Geschlechterrollen angeht und auch der Hass auf Andersartigkeit bspw. queere Persönlichkeiten. Andrea Sawatzki liest absolut emotional und die Veränderungen sind grausam und unwürdig. Diese Geschichte hätte spannend und glaubhaft weitergehen können, wenn die Autorin nicht auch noch eine Liebesgeschichte mit Schwangerschaft eingebunden hätte. Denn ab diesem Teil wird einfach alles so kompliziert und unglaubwürdig, dass die Handlung einfach keinen Sinn mehr ergibt und die Geschichte wirklich nervt. Es kommen immer mehr Details an Licht, was in der Welt vor sich geht, wie sich die Figuren verhalten könnten und was sie aus ihren Chancen machen. Auch eine Widerstandsbewegung hat sich natürlich gebildet - aber clever ist die nicht ... Christina Dalcher wollte wohl zu viel und am Ende hat sie selbst nicht mehr durchgesehen, sodass das große Finale zwar kam, aber viel zu kurz und Ende. Also stark angefangen und noch stärker nachgelassen, was sehr schade ist, denn das Thema hat definitiv Potenzial.Cover:
Das Cover zeigt worum es geht, die Frau darf nicht sprechen und hat sonst auch nichts.Fazit:
Ein interessanter Einstieg in eine Welt, in der Frauen nichts mehr dürfen und auch zu Hause nichts mehr haben, außer den Haushalt. Allerdings kommen dann zu viele Klischees und Möglichkeiten hinzu, sodass sich die Autorin verliert und die Handlung abstrus wird. Daher nur 3 Sterne - allerdings mit Leseempfehlung, weil die Idee gut ist. - Tara Haigh
Der Feind, den ich liebte
(13)Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin
"Das Leben ist wie ein Wimpernschlag. Es kann schnell vorbei sein, und man hat es nicht in der Hand [...] Nimm dir, was du willst, und lebe, als wäre es dein letzter Tag [...]"
Inhalt:
Hawaii, 1914: Die junge Lani Elkart träumt seit jeher davon, eines Tages das alte Europa, die Heimat ihrer Mutter Clara, kennenzulernen. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, rückt dieser Wunsch in weite Ferne. Auch auf Hawaii wird die Gefahr bald spürbar, als das deutsche Kriegsschiff Geier in der Bucht von Honolulu vor Anker geht. Aber Lanis Neugier auf den Marineoffizier Paul ist stärker als ihre Furcht vor den Wirren des Krieges. Der geheimnisvolle Draufgänger hebt ihr Leben aus den Angeln. Dennoch verliebt sie sich in ihn - auch wenn die Zeichen der Zeit gegen ihre Liebe sprechen...
Autorin:
Tara Haigh schreibt seit vielen Jahren große TV-Unterhaltung und als Tessa Hennig Frauenromane mit Pfiff, die bereits erfolgreich verfilmt wurden und bisher alle Spiegel-Bestseller wurden. Die historische Verbindung zwischen Deutschland und Hawaii fasziniert sie in besonderem Maße, weil sie einen Aspekt deutscher Geschichte zeigt, der kaum bekannt und doch so schillernd ist.
Meinung:
Auch dieser Teil 2 hat ein unglaublich schönes und stimmungsvolles Cover. Man kann in der jungen Frau genau Lani sehen, wie sie dem Kriegsschiff nachsieht.
Jetzt aber zum Inhalt des Buchs und meiner Meinung dazu. Auch dieser Teil lebt wieder von seinen Charakteren. Dieses Mal ist es Lani, die die Hauptrolle übernimmt. Man liebt und leidet mit ihr und oft wirkt sie sehr jung und naiv, indem was sie tut. Man will sie fast ein bisschen bemuttern. Ihre Mutter Clara kommt auch immer wieder als starke Frau zur Geltung und man versteht oft nicht, warum Lani in vielem eher naiv gestrickt ist bei so einer "Übermutter". Komo, der Vater, ist eher eine Randfigur und wird in diesem Teil nicht wirklich viel erwähnt. Er ist einfach da. Dafür treten teilweise neue Charaktere auf, die eine tragende Rolle spielen und das ganze Geschehen auf Hawaii und auch im Deutschen Kaiserreich mit prägen.
Fasziniert war ich von der Reise nach Berlin, da für Lani vieles neu war und ich als Leser die Dinge durch ihre Augen auch ein "erstes Mal" gesehen habe.
Leider gibt es hier und da kleine Längen und auch teilweise recht "kitschige" Momente. Mir war es etwas zu viel, aber das ist wohl einfach Geschmacksache.
Ich persönlich fand es erschreckend, wie schnell eine eigentlich friedliche Bevölkerung plötzlich von Hass und Misstrauen geprägt wird und untereinander so bösartig werden kann. Leider merkt man das in der heutigen Zeit auch wieder viel zu sehr und man hört die Alarmglocken eigentlich schon laut genug klingen. Ein nächster Weltkrieg wäre fatal. Hoffentlich bekommen die hohen Herren (und Damen) noch einmal die Kurve.
Fazit:
Ein Buch über Liebe, Freundschaft und Vertrauen in Zeiten des ersten Weltkriegs. Wenn auch mit kleinen Längen, aber trotzdem lässt es sich mit diesem Buch herrlich in fremde Welten träumen. Man erfährt außerdem einiges über das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts. Für Fans von historischen Romanen ein absolutes Schmankerl. - Michael Grumley
Breakthrough
(24)Aktuelle Rezension von: GAIAWenn ein Antarktis-Wissenschaftler, der gerade nach einem massiven Erdbeben mit Eisschollenabbruch mit seinem Schneemobil fast in einen Abgrund gerauscht wäre, als Ausruf des Erstaunens "Ach du grüne Neune!" ruft, sollte man das Buch, indem dieser Mist steht, sofort abbrechen...
...Ich hab es nicht getan. Aber nach 160 Seiten konnte selbst die zwanghafte Eigenschaft ein Buch, was man einmal angefangen hat, auch zuende zu lesen, mich nicht mehr davon abhalten, diesen Stuss aus der Hand zu legen.
Um nicht noch unnötig mehr Lebenszeit darauf zu verwenden hier kurz zur Warnung an alle potentiell Interessierten:
- an den Haaren herbeigezogener Plot
- mit holzschnittartigen Figuren, die jedes erdenkliche Action-Blockbuster-Klischee erfüllen (inkl. sexy Wissenschaftlerin, die den Ex-Navy-Seal gleich ins Herz schließt)
- ein Text ohne sprachliches Niveau
- eine Übersetzung mit haarsträubenden Formulierungen (verschiedene Figuren [Wissenschaftler*innen sowie Militärs] nutzen wiederholt dieselben altbackenen Floskeln des Erstaunens, Best-of: "Gütiger Himmel!", "Heiliger Bimbam!" und ja, auch "Ach du grüne Neune!")
Für Tipps, wie man hier einem Buch jegliche Sterne aberkennen kann, bitte eine PN an mich. Ach ja, und ein großes "Sorry" an alle Bücher, die ich hier je mit nur zwei Sternen abgespeist habe. Sie waren Lichtjahre von diesem Schrott entfernt. ;)
- Seré Prince Halverson
Das Haus der gefrorenen Träume
(18)Aktuelle Rezension von: isasbuchwelt"Das Haus der gefrorenen Träume" von Seré Prince Halverson ist ein fesselnder Roman, der den Leser in eine Welt voller Geheimnisse, Verluste und der Liebe entführt. Mit ihrer einfühlsamen Erzählweise und lebendigen Beschreibungen schafft es Halverson, eine Atmosphäre zu kreieren, die den Leser von Anfang bis Ende mit sich nimmt.
Die Geschichte dreht sich um die zwei Hauptfiguren, Kache und Nadia. Kache hat nach dem Tod seiner Familie seine Heimat den Rücken gekehrt. Zwanzig Jahre später kommt er zurück. Nadias Vergangenheit führt dazu, dass sie sich zehn Jahre von der Welt abschottet. Die Wege der Beiden kreuzen sich und verändert die Leben von Kache und Nadia.
Halverson gelingt es, die emotionale Reise von Kache und Nadia darzustellen. Ihre Charakterentwicklungen sind glaubwürdig und berührend. Man fühlt mit ihnen, wenn sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und gleichzeitig versuchen, einen neuen Weg in der Gegenwart zu finden. Die Autorin beschreibt die malerische Schönheit Alaskas auf eine Weise, die den Leser mitten in die Landschaft versetzt und eine fast magische Aura um das Haus und seine Umgebung schafft.
Die Nebencharaktere in "Das Haus der gefrorenen Träume" sind ebenfalls gut ausgearbeitet. Jeder von ihnen trägt zur Handlung bei und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe.
Insgesamt ist "Das Haus der gefrorenen Träume" von Seré Prince Halverson ein packender Roman, der mit seiner tiefgründigen Handlung und den eindrucksvollen Charakteren den Leser in seinen Bann zieht. Die Mischung aus Geheimnissen, Verlust, Liebe und Kunst macht dieses Buch zu einer richtig schönen Wohlfühl-Lektüre.
[allerdings denke ich, würde ich das Buch mit einer Triggerwarnung (sexuelle Gewalt, Gewalt, Blut) versehen. Es ist nicht dauerhaft präsent, aber es ist schon da.] - Nicole Boyle Rodtnes
Wie das Licht von einem erloschenen Stern
(122)Aktuelle Rezension von: SchlaflosleserDieses knapp 250 seitige Buch von der dänischen Autorin Nicole Boyle Rødtnes hat mich sehr beeindruckt. Es erzählt von der 17-jährigen Vega, die bei einem Sommerfest ihrer Abschlussklasse stürzt und in den Pool fällt. Sie schlägt hart mit dem Kopf auf und ertrinkt deswegen. Sie kann gerettet werden, doch als sie im Krankenhaus aufwacht wird klar, dass nie mehr etwas so sein wird wie vor dem Unfall. Sie hat eine Schädelverletzung durch den Aufprall erlitten, bei dem ihr Gehirn geschädigt wurde. Sie leidet unter Aphasie und kann weder sprechen, lesen oder schreiben. Dieser Schock über ihren Zustand und die verlorene Fähigkeit sich zu äußern, macht Vega wütend und einsam. Sie kann sich nur mässig für das wöchentliche Sprachtraining begeistern, da sie selbst nach Monaten noch zu einsilbig und unbeholfen ist.
Selbst mit ihrer besten Freundin Ida hält sie nur mit Mühe und Not eine Stunde zusammen aus, so mühsam ist der Austausch für sie. Ihr Freund Johan besucht sie auch nicht mehr so häufig und die Leidenschaft zwischen den beiden erlischt auch langsam.
Zu allem Überfluss hat Vega auch noch Alpträume zu ihrem Sturz in den Pool oder lichtet sich etwa der Nebel und sie kann sich nur langsam an das Geschehene erinnern?
Das einzig Gute ist die Begegnung mit Theo in einem Workshop, an den ihre Mutter sie zwingt. Hier soll sie mit gleichaltrigen Aphasie Erkrankten ein Netzwerk aufbauen. Einerseits kommt sie hier zu der Erkenntnis, dass es sie noch schlimmer hätte treffen können und anderseits gewinnt sie einen Freund in ihrem Leben, der sie wirklich versteht. Ihre eigens gewählte Isolation, aus Angst, Wut, Frust und Missverständnissen durchbricht Theo ganz einfach. Ihm gegenüber braucht sie sich weder zu verstecken oder zu schämen, denn er hat sie gleichen Hürden zu nehmen wie Vega selbst und das verbindet ungemein.
Wie geht es weiter für Vega? Und wieso meldet sich weder Ida noch Johan bei ihr, seitdem sie auf Klassenfahrt nach Berlin sind? Und warum träumt sie immer wieder von diesem Pfauenfedern?
Dieses Jugendbuch hat mir das Thema Aphasie sehr eindrücklich und emotional näher gebracht. Die Autorin beschreibt Vegas Probleme mit dieser Krankheit unheimlich authentisch, so das man die Emotionen und Probleme nachvollziehen kann, selbst als Aussenstehender. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und ausdrucksstark. Mir hat diese Geschichte wirklich gut gefallen und zum Nachdenken angeregt.
- Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(36)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch habe das Buch sehr gerne gehört. Auch der Sprecher war sehr angenehm und ich fand es schön wie er die verschiedenen Stimmen gesprochen hat.
Es gibt drei verschiedene Erzählstränge, was ich ehrlich gesagt etwas verwirrend manchmal fand. Der Erzählstrang rund um Oskar hat mir am besten gefallen. Meine Tochter ist ungefähr genauso alt wie Oskar und ich fand es vielleicht auch deswegen sehr traurig und berührend wie er mit der Trauer um seinen Vater umgeht.
Auch die Erlebnisse des Großvaters während des zweiten Weltkrieg in Dresden sind mir zum Teil sehr nah gegangen. Es ist grausam was Menschen einander antun.
Ich denke ich werde das Buch irgendwann nochmal als Print lesen.
- Reiner Bahr
Igel-Kinder
(3)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteEin informatives, umfassendes Buch für Eltern, Lehrer , Erzieher und andere Interessierte
Es ist nicht immer einfach interessierten "Laien" Bücher zum Thema Asperger Syndrom zu empfehlen.
Oftmals kommen sie nach kurzer Zeit wieder auf einen Zu und erklären einem, dass das Buch zu theoretisch ist und mit zu viel Fachchinesisch gespickt ist.
Dieses Buch beleuchtet das Asperger Syndrom unter vielen Aspekten. Dabei ist es leicht verständlich geschrieben, sehr informativ und liefert viele Anregungen, Tipps und Hintergrund Wissen was es uns erleichtert Kinder und Jugendliche mit Asperger Syndrom besser zu verstehen.
Bei vielen anderen Problemen kann man verallgemeinernde Ratgeber zu Rate ziehen und man erfährt etwas was für viele Betroffene gleichermaßen gilt.
Beim Asperger Syndrom ist das anders.
Jeder Betroffene ist anders. Man kann zwar sagen, es gibt die und die Asperger Formen aber im Grunde sind es nur Ansätze, die individuell zusammengesetzt werden müssen ähnlich eines Baukastenprinzips.
Der eine mit Asperger Syndrom, scheut Menschen, der andere ist kontaktfreudiger ,aber dennoch unsicher im Umgang mit Menschen. Einer spricht nicht oder wenig, der andere viel.
Den Spruch :" Kennste einen kennste alle" kann hier nie angewendet werden.
Um so erstaunlicher finde ich dieses Buch, das es schafft die Unterschiede aufzuzeigen und umfassend darzustellen.
Dabei geht der Autor sehr organisiert vor.
Als Sonderpädagoge, Psychologe und Leiter einer Förderschule hat er täglich mit Asperger Autisten und deren Angehörigen zu tun. Muss erklären, Verständnis aufbauen und Hilfemöglichkeiten aufzeigen.
Daher ist er prädestiniert dafür in leicht verständlicher, nachvollziehbarer Form zu informieren und Hilfestellungen im Umgang mit Asperger Kindern zu geben.
Als Mutter eines Asperger Kindes und als Diplom Sozialpädagogin ,unter anderem mit Schwerpunkt Heilpädagogik, habe ich mich schon durch eine Vielzahl von Ratgebern und Fachbüchern gelesen. Bei keinem von ihnen ist es mir so leicht gefallen es zu lesen. Wenn ich sage, es liest sich wie von selbst" dann klingt das vielleicht im ersten Moment etwas seltsam ist aber so. Reiner Bahr schreibt so anschaulich, dass es nie theoretisch klingt sondern spannend und informativ.
Dabei spricht er Eltern, Erzieher und Lehrer gleichermaßen an gibt Hilfestellungen im Umgang mit Asperger Kindern, schafft Verständnis und informiert zu dem auch über rechtliche Möglichkeiten und Ansprüche.
Für jemanden der sich umfassend informieren möchte ist dies ein ideales Buch, das ich nur empfehlen kann.
Was erwartet einen nun in diesem Buch genau?
Zunächst führt Reiner Bahr ein wie das Asperger Syndrom öffentlich wurde und was Hans Asperger in seiner Arbeit aufgefallen ist.
Da es zu dieser Zeit (wir von der Zeit um 1940) noch nicht die Kommunikationswege gab, die wir heute nutzen können, wußte er nicht, dass sich ziemlich zeitgleich noch weitere Personen mit der Erforschung dieser Form des Autismus beschäftigten.
So gab es in den USA den Kinderpsychiater Leo Kanner der seine Erfahrungen veröffentlichte.
Die Erfahrungen Kanners und Aspergers beschreibt Reiner Bahr stellt sie gegenüber und sucht nach Gemeinsamkeiten.
Er geht zunächst auf Ursachen und Häufigkeiten ein, erläutert die Folgen für die kindliche Entwicklung und geht dann über zu konkreten Möglichkeiten der Diagnostik und Förderung, erklärt wie im Kindergarten gefördert werden kann und was Eltern tun können.
Ein großes Augenmerk legt er im Anschluss auf den Bereich Schule. Da liegt nicht nur daran, dass der Bereich Schule unsere Kinder einen sehr langen Lebensabschnitt begleitet sondern auch darin begründet, dass das Asperger Syndrom häufig erst zu Beginn der Schulzeit, häufig sogar erst zu Beginn des Wechsels in die weiterführende Schule, festgestellt wird.
Welche Schulform kommt für ein Kind mit Asperger Syndrom in Frage?
Ist die Förderschule die richtige Entscheidung?
Welche Grundbedingungen müssen Regelschulen bieten damit ein Kind mit Asperger Syndrom dort zu recht kommen kann?
Wie kann sich die Schule insbesondere die Lehrer auf diese Kinder einrichten. Welche Möglichkeiten der konkreten Förderung gibt es?
Welche Rahmenbedingungen kann man geben?
Was ist im Unterricht zu beachten?
Wie sensibilisiere ich die Mitschüler für dieses Thema?
Ein wichtiger Aspekt wie ich finde, denn Asperger Kinder fühlen sich meist wie Alliens in der Gruppe "normaler Kinder"
Besonders hilfreich finde ich es hier, dass Reiner Bahr zwei Bücher vorstellt die als Lektüre im Unterricht gelesen werden können, zu denen es Unterrichtsmaterial gibt, und die mehr oder weniger beiläufig für das Thema Autismus sensibilisieren. Denn offensichtlich über das Thema zu reden ist den meisten Betroffenen sehr unangenehm, da sie sich ohnehin schon anders fühlen und nicht noch mehr als etwas "Besonders" "Anderes" dargestellt werden möchten.
Reiner Bahr spricht in diesem Zusammenhang auch das Thema Ausgrenzung und Mobbing an. Ein Thema, das an Schulen leider immer noch nicht Beachtung findet bzw. mehr oder weniger verleumdet wird. Zwar nicht mit unserem autistischem Sohn aber einem seiner Brüder, der jahrelang unter Mobbingattacken seiner Mitschüler litt und die Schule immer wieder behauptete, dass es an der Schule kein Mobbing gäbe. Dabei wird das Thema Mobbing aus zweierlei Warten beleuchtet.
Besonders hilfreich für Lehrer aber auch Eltern sind konkrete Beispiele für Förderpläne mit Zielen und Fördermaßnahmen.
"Was ist in der Klasse und im Unterricht wichtig?"
"Professionelle Beziehungsarbeit"
und
"Der helfende Klassenraum"
sind weitere Aspekte auf die näher eingegangen wird.
Das Buch endet mit einem sehr informativen Anhang unter anderem mit weiterführender Literatur.
*
Fazit:
Ein phantastisches Buch, dass in keiner Einrichtung fehlen sollte. - Wolf Heichele
Blue Parrot rettet den Zoo
(5)Aktuelle Rezension von: FlaventusEin Papagei, der sprechen kann. Das klingt nicht ungewöhnlich. Ein Papagei, der nicht nur sprechen, sondern als Dolmetscher zwischen Menschen und Tieren agieren kann, schon. Eine nette Idee, die hier zum Tragen kommt, denn es kommt erst gar nicht die Frage auf, warum Menschen mit Tieren reden können.
Wobei ehrlich gesagt, diese Frage nur von Erwachsenen und nicht von Kindern gestellt wird. Ich habe dieses Buch wie gewohnt mit meinen beiden größeren Jungs im Alter von fast sieben und achteinhalb Jahren gelesen. Die Meinung der Jungs fließt wie gewohnt recht stark in die Beurteilung dieser Geschichte mit ein, da es sich um ein Kinderbuch handelt und das eben Kindern gefallen muss und nicht Erwachsenen.
Story
Grundsätzlich wird der Leser recht schnell in das Geschehen geworfen. Aber nicht so, als dass die Jungs dem nicht folgen konnten. Immerhin haben wir den ersten Band nicht gelesen und kennen den Hintergrund nicht, wie die drei Hauptprotagonisten zueinander fanden.
Für das Verständnis der Geschichte ist dies aber auch nicht notwendig, denn sie ist nicht unbedingt kompliziert, auch wenn es gleich drei Fälle gibt, die das Team zu lösen hat. Warum nicht ein Fall etwas intensiver beschrieben und stattdessen drei kleinere aneinandergereiht werden, scheint mir nicht ersichtlich.
So kommt das Ende dann auch recht schnell, da die Fälle dann doch relativ rasch aufgeklärt werden. Meinen tierverrückten Jungs hat es natürlich sehr gefallen, dass ausgerechnet ein Papagei die Hauptrolle übernommen hat, wodurch die ein oder andere Schwäche im Plot überdeckt wurde.
Fehlende Illustrationen
Das Buch spricht explizit kleine Kinder an. Von der Textlänge her ist das Buch durchaus okay, aber die fehlenden Illustrationen können störend wirken. Kinder brauchen beim Lesen auch immer was zum Gucken. Für meinen fast Siebenjährigen ist es okay, auch mal eine Geschichte ohne Bilder zu lesen, für einen Fünfjährigen ist es unter Umständen ein ausschlaggebendes Argument.
Fazit
Ich habe dieses Buch relativ zügig meinen Jungs vorgelesen. Das spricht für einen recht guten und verständlichen Schreibstil, dem auch Kinder folgen können. Die nochmalige Lesen der Geschichte ist allerdings für die Kinder in Ermangelung der fehlenden Illustrationen weniger interessant, so dass es sich bei dieser Geschichte um ein recht kurzweiliges Lesevergnügen handelt.
Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog. - Tanya Stewner
Liliane Susewind – 24 Tiere suchen ein Zuhause. Das Adventskalender-Hörbuch
(6)Aktuelle Rezension von: EvieSkLiliane besucht ein Tierheim, in dem 24 Tiere leben. Sie nimmt sich vor, für jedes der Tiere bis Weihnachten ein neues Zuhause zu finden. Ob sie das schafft?
Lilli ist ein liebenswürdiges Mädchen, das ihr Herz am rechten Fleck hat. Sie gibt ihr bestes, um für jeden ein schönes und gerechtes Zuhause zu finden. Dass sie mit Tieren sprechen kann, kommt ihr da zugute.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Idee, jedes Tier zu vermitteln finde ich schön, da einerseits Tiere einem viel geben können und andererseits, weil kein Tierheim eine langfristige Lösung sein sollte. Der Aspekt, dass Lilli und die Tiere miteinander sprechen können, bringt etwas Witz in die Story.
Die Sprecherin macht einen klasse Job. Sie spricht mitreißend und jeder Protagonist bekommt einen eigenen Charakter, was die Geschichte zu einem tollen Hörerlebnis macht.
Ich kann das Hörbuch jedem empfehlen, der eine humorvolle und berührende Geschichte sucht, die zur Weihnachtszeit spielt. Die Charaktere schließt man ins Herz und ich hatte meinen Spaß mit der Story.
- Johannes Ehrmann
Großer Bruder Zorn
(23)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAris ist ein abgehalfteter Boxpromoter und hat seine besten Tage und Zeiten schon längst hinter sich. Gab es überhaupt gute Tage und Erfolge bei ihm? Die Insolvenz droht und Aris bäumt nochmals alles auf, was bringen kann und gemeinsam mit einem eifrigen Student und Freunden, organisiert er einen großen Kampfabend und möchte damit sein Leben und vor allem sich und seine Existenz retten. Ebenfalls trifft das Leben Jessi hart. Sie arbeitet bei Netto und quält sich mit ihrer Tochter durchs Leben und will ihre Vergangenheit einfach nur vergessen. Alles soll anders werden.
Ich habe dem Buch immer wieder versucht eine Chance zu geben, aber es ist einfach nicht mein Buch. Johannes Ehrmann schreibt gut und führt seine Figuren sehr gut ein, aber die Geschichte holpert doch sehr. Der Ton lässt einen nicht gerade positiv auf die Geschichte reagieren. Okay, das Thema ist auch nicht so fröhlich, aber muss alles so trist sein? Leider verlieren sich viele Geschichten und Stränge und man verliert die Lust und das Interesse. Immer wieder gibts es Momente die gut sind, aber es überwiegt der Drang, dass man das Buch einfach nur weg legen möchte. Schade, dass ist halt meine Meinung.
- Tanya Stewner
Liliane Susewind - Schwarze Kater bringen Glück
(8)Aktuelle Rezension von: NelebooksTeil 6
Inhalt: "Schwarze Katzen bringen Pech, sagt man. Auch der schwarze Kater Mino ist überzeugt, Unglück zu bringen. Selbst Lilli kann ihm das nicht ausreden – obwohl sie mit Tieren sprechen kann! Ob es Lilli gelingt, Mino wieder glücklich zu machen? Dieses wunderbare Abenteuer zeigt allen kleinen Tierfreunden: Am schönsten ist das Leben, wenn man es mit Freunden teilen kann."
Cover: Das Cover ist fröhlich, bunt und passend zum Titel und den anderen Teilen. Auch passt es mit Liliane, den Tieren und den Blumen passend zum Inhalt der Geschichte.
Sprecherin: Die Sprecherin ist die gleiche wie bei dem anderen Teil der Reihe, die ich bisher gehört habe. Ich finde die Stimme sehr angenehm, höre ihr gerne zu und werde auch gerne wieder Hörbücher mit ihr hören.
Meinung: Liliane ist mir hier wieder sehr sympathisch. Auch ihren Hund mag ich sehr. Frau von Schmidt, die Katze, ist einfach eine Klasse für sich und ich mag sie sehr gerne. Die Geschichte ist sehr bildlich beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Es ist sehr interessant, teilweise auch etwas traurig und wieder toll finde ich, dass es den Kindern (oder auch Erwachsenen) etwas vermittelt.
Fazit: Eine niedliche, interessante, kurzweilige und teilweise auch traurige Geschichte, von der die Kinder etwas lernen können.
(c) Nelebooks - Joachim Friedrich
Lukas und das Geheimnis der sprechenden Tiere
(27)Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannikaCover:
Dunkler Gartenzaun, Junge (Lukas), Mädchen (Marie), sowie ihre Haustiere, die einem Schatten folgen.
Man sieht schon, das es ein Krimi ist!
Zum Buch:
Das Buch handelt von Lukas, einem Jungen der mit Tieren sprechen kann. Dies kann er aber nicht einfach so, er ist schwerhörig und wenn er sein Hörgerät ausschaltet, kann er z.B. mit seiner Katze Millicent reden, aber er hört seine Umgebung nicht mehr. Er selbst nennt das Tierfunk.
Lukas Mutter ist Tierärztin und in ihrere Praxis, die sich bei ihnen im Haus befindet, trifft er auf Marie und ihren riesigen Hund Horst. Horst weiß, das er Marie beschützen soll.
Und dann kommt eine völlig verstörte Katze in die Praxis und die schreit nach ihreren Katzenbabys. Millicent mag die Katze und Lukas möchte ihr helfen und macht sich auf die Suche nach den Katzenbabys. Marie begleitet ihn und dann stolpern sie in ein Abenteuer.
Meine Meinung:
Das Buch von Joachim Friedrich ist spannend geschrieben. Meine Tochter und ich hatten keine Schwierigkeiten die Protagonisten zu verstehen und waren sofort dabei uns ins Abenteuer mit Lukas und Marie zu stürzen.Wir fanden die beiden auch richtig mutig, da sie nachts loszogen, um dem Geheimnis der "Katzen aus der Hölle" auf die Schliche zu kommen.
Das Beste für uns waren die Gespräche zwischen Milli und Horst oder Milli und Lukas
>>Ach der.<< Die Dogge schnaubte wissend. >>Da mach ich doch immer Aa hin, wenn ich zum Onkel Doktor muss.Weil ich so aufgeregt bin.<<
Millicent vergaß vor erstaunen seinen Buckel und ließ sich auf den Popo plumsen.
>>Was hast du gerade gesagt? Aa? Onkel Doktor? Sind wir hier im Kindergarten oder was? Du hast in meine Garten gekackt, Freundchen. so wird ein Schuh draus! Das ist mein Garten! Und keiner kackt dahin, außer meiner Wenigkeit. Kapiert, du Hohlkopf?<< (Seite 12)
Millicent ist der typische leidende, arme Kater, der gerne extra gestreichelt, extra Futter und extra bemitleidet werden will. Lukas lässt sich auf das "Spiel" mit ihm nicht ein, aber es ist sehr gut beschrieben, so das wir immer wieder herzlich lachen mussten.
Auch die Bilder gefallen uns in den Farben blau/grau/gelb sehr gut, auch wenn sie manchmal nicht so zur Beschreibung passen, aber da das ganze Buch durchweg so gestaltet ist, ist es einheitlich schön.
Fazit:
Spannender Kinderkrimi, von dem es vielleicht auch eine Fortsetzung gibt. - Mary Ann Shaffer
Deine Juliet
(51)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderJuliet ist ein junge und sehr umtriebige Schriftstellerin und lebt in London Ende der vierziger Jahre. Mit ihren Freunden, dem Verleger und Bekannten hält sie regen Briefkontakt und eines Tages bekommt sie einen sehr netten Brief eines Bauern, der ein Buch von ihr erworben hat und sie hat ihre Adresse vorne im Buch eingetragen. Sie schreibt zurück und es entwickelt sich ein interessanter und intimer Briefwechsel und sie erfährt von dem Buchclub der von Dawsey gegründet worden ist. Juliet sucht immer nach neuen Geschichten und Ideen für ihre Bücher und vielleicht ist auch die Liebe für sie dabei.
Ein schöner Briefroman mit einer tollen Liebesgeschichte und viel Liebe zur Literatur.
- Suse Klein
Sprachförderspiele: sprechen - reimen - singen mit allen Sinnen (Die Praxisreihe für Kindergarten und Kita)
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Marshall B. Rosenberg
Was deine Wut dir sagen will: überraschende Einsichten
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Vortrag von Rosenberg zur Wut. Ich finde den Ansatz sehr interessant und bin schon gespannt, mehr über die GFK zu erfahren. - Thorsten Otto
Die richtigen Worte finden
(5)Aktuelle Rezension von: h3nn1ngMit „Die richtigen Worte finden“ hat Thorsten Otto einen leicht lesbaren Ratgeber für all diejenigen geschrieben, die besser kommunizieren möchten...
Die komplette Rezension lesen Sie hier.























