Bücher mit dem Tag "spurensuche"
243 Bücher
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.829)Aktuelle Rezension von: SMBerghoffIch habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?
Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.
- Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.324)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Als der Adoptivvater von Maia und ihren Schwestern stirbt, hinterlässt er jeder einen Umschlag mit den Hinweisen zu Ihrer Herkunft. Maias Reise führt sie nach Rio de Janeiro, wo sie sich mit der Hilfe eines befreundeten Schriftstellers auf die Suche nach ihrer leiblichen Familie macht. Dabei taucht sie ab in das Paris vergangener Tage und in die Geschichte brasilianischer Adelsfamilien...
Die Reihe um die sieben Schwestern wollte ich schon lange lesen und habe es nicht bereut, sie jetzt endlich in Angriff genommen zu haben. Der Einstieg war noch etwas holprig, aber nach einigen Kapiteln hat mich die Geschichte völlig gefangen genommen und ich konnte es jeweils kaum erwarten, weiterlesen zu können. Durch den bildhaften Schreibstil fiel es mir leicht, mich an die jeweiligen Handlungsorte hinzuversetzen. Auch die Protagonisten wirkten vielschichtig und spannend, was die Lesefreude ebenfalls beflügelte.
Ein wundervoller Auftakt zu einer Familiensaga, der Lust auf mehr macht.
- John Green
Margos Spuren
(1.958)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Leider konnte mich Margos Spuren nicht überzeugen. Der Schreibstil war zwar ungewöhnlich und in gewisser Weise interessant, aber insgesamt empfand ich ihn als zu schnell, hektisch und abgehackt. Dadurch fiel es mir schwer, in die Handlung einzutauchen oder eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Die Idee der Geschichte hatte zwar Potenzial, doch die Umsetzung hat mich persönlich nicht erreicht. John Green ist wohl einfach nicht mein Autor.
- Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(751)Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt
Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.
Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall Andie Bell aufzuklären.
Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.
Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.
- Simon Beckett
Totenfang
(777)Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfeeHaha, mein A...Acount sagte mir gerade , dass ich dieses Buch 2016 gekauft habe. Es schlummerte also sage und schreibe 10 Jahre auf meinem SuB. Asche auf mein Haupt, das hat David Hunter nicht verdient. Ich habe sofort wieder hineingefunden in das Leben von David Hunter, forensischer Anthropologe, momentan beruflich eher glücklos, da ausgebootet bei der Polizei. Gott sei Dank setzt ihn ein Anruf der Polizei von Essex wieder in ein Boot :). Der Fall ist klasse beschrieben, immer wieder gibt es neue Wendungen, mit denen man überhaupt nicht rechnet. Ich fand die Mischung aus Spannung durch die Ermittlungen und den Ruhephasen im einsamen Landstrich des Backwater Estuary sehr gelungen. Auch die Menschen um Hunter herum sind gut beschrieben und so angelegt, dass man wenig aus ihnen lesen kann. Es gibt eindeutige Sympathieträger und wiederum ziemliche Kotzbrocken, das macht das Buch recht kurzweilig, zumal man immer miträtseln darf, wer denn nun die Tatperson sein könnte. Klasse!
- John Green
Paper Towns, Film-Tie In
(444)Aktuelle Rezension von: AlwiiineQuentin, der kurz vor dem Abitur steht, sieht in seiner gleichaltrigen Nachbarin ein echtes Wunder, er himmelt sie an. Selbstverständlich stimmt er zu, als sie in eines Nachts um Hilfe bei ein paar Streichen bittet. Am nächsten Tag ist sie jedoch verschwunden und plötzlich erscheinen die Streiche in einem anderen Licht, als hätte sie mit ihrem alten Leben abgeschlossen.
Es beginnt eine verzweifelte und oft auch lustige Schnitzeljagd nach ihr, auf die sich Quentin mit seinen Freunden begibt. Dabei lernt er viel über das Mädchen das er sucht, deren Umgebung, die Erziehungsweise ihrer Eltern, seiner Eltern, über seine Freunde, die Schule, die Stadt und das Leben. Aber am meisten lernt er über sich selbst. Denn er merkt, wann immer wir auf andere blicken und deren Sichtweise auf das Leben verstehen wollen, so lernen wir am Ende dabei doch am meisten über uns selbst. Denn unsere Perspektive ist es aus der wir auf die Welt schauen.Sehr empfehlenswertes Buch für jede Altersklasse!
- Ursula Poznanski
Eleria (Band 2) - Die Verschworenen
(894)Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_Eleria ist total klug und entdeckt immer mehr Spuren und Geheimnisse. Sie kommt der Wahrheit immer näher. Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und mitgerätselt und selber Theorien überlegt. Aber mit den Erkenntnissen aus diesem Band habe ich nicht gerechnet. 💕
Tycho, Eleria und Sandor wachsen mir immer mehr ans Herz und ich bin sehr gespannt auf den letzten Teil der Reihe. 🥰
"Eleria" ist einfach mitreißend und für mich definitiv eine Lieblingsreihe geworden. ❤️
Ich freue mich total auf Band drei.🥰 - Ali Hazelwood
Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
(655)Aktuelle Rezension von: Cindy1Der Einstieg in die Geschichte hat mir grundsätzlich gefallen, auch wenn ich mich mit dem Schreibstil anfangs etwas schwergetan habe. Nicht wegen der Wortwahl, sondern eher wegen der Satzstruktur. Viele Sätze sind recht verschachtelt, dazu kommen Einschübe, die mich gerade zu Beginn öfter aus dem Lesefluss gebracht haben. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar daran, ganz verschwindet dieses Gefühl aber nicht.
Was mir dafür richtig gut gefallen hat, war die Art, wie die Welt beschrieben wurde. Umgebung und Stimmung konnte ich mir sehr gut vorstellen. Besonders die Gespräche wirkten angenehm natürlich und nicht gestellt.
Die Protagonistin Misery mochte ich von Anfang an sehr. Sie ist eher distanziert, hat einen trockenen Humor, ist ziemlich tough und unfassbar liebenswert. Was ich hier besonders positiv fand: sie wird nicht naiv oder blind vertrauend dargestellt. Sie hinterfragt, denkt nach, liest zwischen den Zeilen. Das wirkte auf mich angenehm erwachsen, ohne dabei kühl oder übertrieben reif zu sein.
Auch Lowe mochte ich wirklich gern. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden fand ich nachvollziehbar und stimmig. Man konnte gut verstehen, warum sie sich näherkommen und auch die Probleme und Konflikte dazwischen haben für mich Sinn ergeben.
Spice ist im Buch definitiv vorhanden. Die Szenen sind recht ausführlich, aber nicht übermäßig viel präsent. Der Spice in diesem Buch ist definitiv was außergewöhnliches/ neues. Für mich war es aber trotzdem eine schöne Mischung aus Leidenschaft und Nähe, sodass es sich nicht fehl am Platz angefühlt hat.
Der Fantasy-Anteil ist eher zurückhaltend. Der Fokus liegt stärker auf der Romance und auf den Konflikten zwischen Menschen, Vampiren und Werwölfen, also auf Machtverhältnissen, Spannungen und dem Zusammenleben der verschiedenen Gruppen. Wer hier eine klassische Fantasy mit viel Magie, Verwandlungen und Fähigkeiten erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Mir persönlich hat genau das aber gut gefallen. Die Wesen wirken hier deutlich menschlicher. Trotzdem bleiben typische Eigenschaften erhalten und sind gut eingebaut.
Ich kann den Hype um Bride verstehen. Die Protas, auch die Nebenfiguren, mochte ich sehr und die Geschichte hatte durchgehend diesen dezenten „Ich will schon wissen, wie es weitergeht“-Faktor. Ein absolutes Highlight war es für mich aber nicht.
Am Ende hat es mir einfach Spaß gemacht, sich frisch angefühlt und vor allem durch seine Charaktere und den eher ungewöhnlich menschlichen Fantasy-Ansatz überzeugt.
- Mary Simses
Der Sommer der Blaubeeren
(674)Aktuelle Rezension von: Linda7820Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.
Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.
Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.
Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.
Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen. - Ursula Poznanski
Die Vernichteten (Eleria-Trilogie - Band 3)
(740)Aktuelle Rezension von: sansolDeutschland, in der Zukunft. Nach schrecklichen Kriegen und einem furchtbaren Vulkanausbruch konnten sich einige Menschen in Sphären retten und die jahrzehntelange Kältezeit gut überstehen. In den Sphären entstand eine besondere, abgekapselte Kultur - Alltag, Essen, Ausbildung der Menschen wird komplett gesteuert. Die wenigen Überlebenden außerhalb werden als Bedrohung und primitiv betrachtet, dabei müssen sie unter extremen Bedingungen leben doch das Eis beginnt endlich zu schmelzen.
Diese Fortsetzung schließt sich nahtlos dem zweiten Band der Trilogie an.
Ria und ihre Freunde wissen nun um die Gefährlichkeit des Virus mit dem perfide Rache für den Raub von jungen Clan Kindern genommen wird. Es gibt zwar ein Gegenmittel, doch das halt Quirin der noch dazu verschwunden ist unter Verschluss. Beiden Seiten läuft die Zeit davon, Hilfe gibt es von unerwarteter Seite genauso wie auf viele Fragen endlich schlüssige Erklärungen folgen. Heftig sind die Offenbarungen die scheinbar unbestritten waren.
Sehr gut und spannend geschrieben, die dystopische Welt wird überzeugend und detailliert beschrieben. Mir gefallen die Charaktere und ihre unterschiedlichen Entwicklungen. Die Story ist ein fesselnder Page-Turner und dieser dritte Band ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. - Holly Jackson
Good Girl, Bad Blood
(283)Aktuelle Rezension von: seelenseitenDer letzte Satz meiner Rezension zu „A Good Girl's Guide to Murder“ lautete: „Das Buch bzw. der Fall ‚Andie Bell‘ konnte mich super unterhalten, und ich kann mit 100%iger Sicherheit sagen, dass ich als Jugendliche ein aktiver Teil dieses Hypes gewesen wäre.“
Nach „Good Girl, Bad Blood“ hatte ich zwei Erleuchtungen:
1. Ab jetzt bin ich auch ein aktiver Teil des Hypes – und das als Erwachsene.
2. Ich möchte niemals in Little Kilton wohnen. Was da so alles passiert… nein, danke!
Aber ich lese gerne über Little Kilton bzw. darüber, wie Pippa einen weitaus kompetenteren Job macht als die örtliche Polizei.
Gleich zu Beginn dieses Romans spürt man, was Pippas Ermittlungen im vorherigen Teil alles in Little Kilton ausgelöst haben – in ihr selbst, in Ravi und in all den betroffenen Personen im Fall „Andie Bell“.
Diese Schwere zieht sich durch den gesamten Roman und macht deutlich, dass Pip die Ermittlungen auf persönlicher Ebene unglaublich schwerfallen.
Im Allgemeinen hat die emotionale Ebene in diesem Teil eine große Wirkung.
Der Fall „Andie Bell“ war für Pippa ursprünglich nur ein Schulprojekt – eine Sache, die sie zuerst nur auf sachlicher Ebene betrachtet hat.
Diesen Fall kann Pip nicht sachlich oder neutral angehen. Es geht um den verschwundenen Bruder ihres Freundes Connor, und er, seine Familie und Little Kilton verlassen sich auf sie.
Wie soll man da keinen Druck empfinden?!
Durch die emotionale Ebene kamen mir die Ermittlungen gleich viel wichtiger und entscheidender vor.
Jeder kleinste Hinweis war kriegsentscheidend, jede Sackgasse hat die Luft zum Atmen dünner gemacht – die Spannungskurve hat sich immer weiter bis zu einer unerwarteten Auflösung gesteigert.
Ich war komplett gefangen in Pippas neuem Fall, und in meinem Kopf haben die Zahnräder nur so gerattert.
Dabei ist der Schreibstil in Form von Interviews im Rahmen von Pippas Podcast wirklich angenehm zu lesen.
Ein wirklich schönes Stilelement, das Holly Jackson gewählt hat.
Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung, und ich mache mich gleich mal auf den Weg zu Hugendubel, um den nächsten Teil zu kaufen! - Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(500)Aktuelle Rezension von: Hannelore_SeidelWow. Ich bin begeistert. „Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Aber niemand glaubt mir.“ Und genau das ist so großartig ge- und beschrieben, ich habe das Buch in zwei Nächten verschlungen und war ziemlich fertig, als dieses makabere Schauspiel sein Ende fand. Fertig, aber komplett zufrieden, dass dieses Buch, nachdem es schon lange erschienen ist, doch noch zu mir gefunden hat.
Lo Blacklock ist die Hauptakteurin, deren Bild ich direkt vor Augen habe. Eine junge Reisejournalistin, die zuvor in ihrem Zuhause ein furchteinflößendes Erlebnis hatte. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt, um es mal geschönt auszudrücken. Und nun ist sie auf diesem Schiff und beobachtet, wie etwas Längliches, Schweres, ins Wasser geworfen wird. Keiner glaubt ihr, keiner außer ihr will etwas gesehen haben. Als Leser weiß ich, dass Lo mit einer jungen Frau in dieser Kabine, in der angeblich kein Gast wohnt, gesprochen hat. Das war es dann aber, alles andere könnte so gewesen sein, die Beobachtung könnte aber auch der Einbildung entsprungen, somit dem reichlich fließenden Alkohol geschuldet sein.
Es ist ein richtig guter Thriller voller überraschender Wendungen mit Charakteren, die allesamt nicht zu durchschauen sind. Zwischendurch sind es Chats, SMS, Zeitungsberichte, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Ruth Ware schafft eine fast durchgehend düstere Atmosphäre, die vor Spannung nur so knistert. Lo ist diejenige, die alles ins Rollen bringt, sie ist aber auch eine Getriebene, man spürt ihre Anspannung und ist über so manch Aktion verwundert. „Ich meine, dass du komplett paranoid geworden bist. Hinter jeder Ecke vermutest du einen Feind.“ Genau das ist auch mein Empfinden, ich traue niemandem, attestiere (fast) jedem böse Absichten.
Diesen Thriller kann ich jedem Fan dieses Genres uneingeschränkt empfehlen. Eine packende Story, dazu interessante, eher zwielichtige Charaktere, all dies aus Lo Blacklocks Sicht erzählt – ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Nervenkitzel pur!
- Holly Jackson
Not Quite Dead Yet
(352)Aktuelle Rezension von: JbambiMIch glaube, das Jet mit einer der unsympathischsten Protas war, der ich je begegnet bin. Ich fand ihre Art so furchtbar und auch ihren Humor fand ich eher selten witzig...
Allerdings fand ich die Thematik super interessant und spannend und bin am Ball geblieben. Ich konnte das Buch auch teils nicht aus der Hand legen, weil so viele Spuren gelegt wurden und man mehrere Mal im Verdacht hatte. Das Billy der Mörder sei könnte, daran hab ich nicht gedacht, weil es keinen Sinn gemacht hätte. Egal wie ich es gedreht hab. Auch das er die Werkzeugtasche im Schrank lässt, wenn Jet zu ihm zieht. Da war mir schon klar, das er nicht in frage kommt. Ich hatte hauptsächlich Luke im Kopf. Billys Vater einmal kurz, aber auch hier hat sich nicht so richtig ein Motiv gebildet. Aber je mehr Hinweise kamen, da wusste ich dann, das es nur er sein kann...
Es ist wirklich schade, das Jet das nicht mehr mitbekommen hat. Aber das Buch gibt einem etwas mit, wie ich finde. Das es oftmals wichtigere Dinge im Leben gibt, als die, an denen man sich fest klammert und andere Dinge deswegen vergisst
- Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot
(447)Aktuelle Rezension von: KayuriIn diesem Roman lesen wir Holmes und Watsons ersten gemeinsamen Fall. Dabei bliebt die Geschichte spannend. Was ich jedoch schade finde ist, das die Lösung von Holmes ein Detail berücksichtigt welches dem Leser nicht mitgeteilt wurde. Man weiß nicht das Holmes diese Information hat.
Die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Die Geschichte des Täters fand ich interessant.
- Kerstin Gier
Silber – Das erste Buch der Träume
(333)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Liv Silber ist mit ihrer Schwester Mia gerade erst nach London gezogen. Dort erfährt sie, dass sie bald zu dem neuen Freund ihrer Mutter und dessen zwei Kindern ziehen wird. Nach einem Missgeschick muss sich Liv den Pullover ihres "Stiefbruders" Grayson ausleihen. Als sie mit dem Pullover einschläft, landet sie in einer Traumwelt, die sich als äußerst interessant, aber auch gefährlich erweist...
Bewertung
"Silber - Das erste Buch der Träume" ist nicht das erste Hörbuch von Kerstin Gier, das ich gehört habe. Aber es ist das erste Jugendbuch von ihr. Und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen. Mit einer Laufzeit von knapp zehn Stunden ist es nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Der Erzählstil ist locker und leicht und man kann gut in die Welt abtauchen. Auch Liv und ihre Familie waren mir äußerst sympathisch- was man leider von ihren Freunden nicht unbedingt behaupten. Die waren teilweise extrem unsympathisch. Die Handlung ist gut gelungen - spannend aber nicht brutal. Ich werde auf jeden Fall auch noch die restlichen Hörbücher hören. 4 Sterne von mir.
- Jodi Picoult
Neunzehn Minuten
(954)Aktuelle Rezension von: Katrin1Als ich das Buch beendet hatte, musste ich googeln nach der wahren Geschichte, die hinter diesem Buch steckt. Mit Erstaunen stellte ich fest - es gibt keine. Es ist tatsächlich nur eine Geschichte in einem Buch. Tatsächlich hat es sich so gelesen, als wenn es diese Menschen gegeben hätte und ein Überlebender dieses Buch geschrieben hätte. So autentisch geschrieben, dass man absolut mitfühlen kann.
- Kate Morton
Das Seehaus
(390)Aktuelle Rezension von: KiraNearTitel: Das Seehaus
Autor*in: Kate Morton
Erschienen in Deutschland: 2016
Originaltitel: The Lake House
Erschienen in Australien: 2015
Übersetzer*in: Charlotte Breuer, Norbert Möllemann
Weitere Informationen:
Genre: Historisch, Krimi, Drama, Hetero
Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 624
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-453-35946-8
Verlag: Verlagsgruppe Random House GmbH
Rezensionsexemplar: Nein
Inhalt:
Cornwall 1933: Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mitsommernachtsfest ihrer Familie entgegen. Nicht ahnend, dass in dieser Nacht ein Kind verschwinden und ihre Welt zusammenbrechen wird. Siebzig Jahre später stößt dile Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Erst jetzt kommt ans Licht, was in jener Nacht wirklich geschah ...
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das Buch war auf jeden Fall bei den vielen Büchern dabei, die ich damals im Herbst 2023 geschenkt bekommen habe, da bin ich mir sicher. Dementsprechend lag es auch ein wenig länger auf meinem SuB, aber das macht ja nichts, jetzt bin ich ja dazu gekommen, es zu lesen. Lieber später als nie, nicht wahr? Tja und für solche Bücher bin ich ja immer zu haben, besonders, wenn es ein Krimi ist, der sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit spielt. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung leider eher so mittel.
Dass das Buch in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt, finde ich ja super, denn so kann man in der Gegenwart miträtseln, und überlegen, was da jetzt genau passiert ist. Gleichzeitig geht man in der Vergangenheit mit und sieht, wie sich gewisse Dinge, die in der Gegenwart ja bereits ein fester Fakt sind, überhaupt zustande gekommen sind. Daher wirkt es hier und da auch immer so, als würde man an zwei Büchern gleichzeitig lesen. Es gibt immer wieder Verwirrungen und ich wurde oft genug auf die falsche Fährte gelockt, normal mag ich das ja bei Krimis. Oder generell bei Büchern.
Denn irgendwann wurde es dann doch übertrieben viel mit den falschen Fährten und den Plotttwists. Irgendwann kommt dann auf einmal ein ganz anderer Charakter ins Spiel, der davor die meiste Zeit eher unwichtig war und das Ganze wirkt auf mich dann ein wenig übertrieben. Als wäre erstmal eine andere Story geplant gewesen und dann wurde mitten im Schreiben ein Kurswechsel angestrebt. Zwar ergibt alles dann früher oder später Sinn, dennoch könnte man auf manches davon verzichten. Genauso auch einen Plottwist am Ende, es gibt keinerlei Zeichen bzw fast keine Zeichen dafür, und dann taucht ein Geheimnis über einen Charakter auf, wo man sich denkt: So viel Zufall kann es doch nicht geben.
Außerdem wurde ich mit den Charakteren nicht zu 100% warm, dafür wurde mir das Bild, das ich von den Charakteren gewonnen habe, viel zu oft umgedreht und umgeändert. Am Ende bin ich auch nur geblieben, weil ich wissen wollte, was jetzt mit dem Kind passiert ist. Und das Rätseln dazu hat Spaß gemacht.
Fazit:
Das Buch ist vollkommen in Ordnung, aber es ist jetzt nichts besonderes, finde ich. Auf eine Seitenstory hätte man ruhig verzichten können, das hat das Buch nur unnötig verlängert, aber gut, es ist nun mal mit dabei. Allerdings wäre das Buch jetzt keins, das ich nochmal lesen wollen würde. Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.
- Martin Suter
Melody
(327)Aktuelle Rezension von: rainpotatoMelody hat mich am Anfang sofort abgeholt. Die ruhige Stimmung, die Gespräche, das Versprechen einer großen, geheimnisvollen Geschichte – all das fand ich sehr gelungen.
Zwischendurch empfand ich den Roman jedoch als etwas langatmig. Manche Passagen hätten für mein Gefühl straffer erzählt sein können. Gerade deshalb kam mir das Ende dann überraschend schnell, fast ein wenig abrupt vor.
Trotzdem bleibt Melody für mich eine gute Geschichte: nachdenklich, leise und getragen von einer starken Grundidee über Liebe, Erinnerung und das, was ein Leben prägt.
- Carlos Ruiz Zafón
Das Labyrinth der Lichter
(264)Aktuelle Rezension von: Boris_GoroffDer Autor vermag wie kein zweiter eine spannende Geschichte zu erzählen. Diese Barcelona Tetralogie kann in der Reihenfolge beliebig gelesen werden. Es entsteht ein Gesamtkunstwerk, das je nach Lesereihenfolge und aktuellem Roman einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte und seine Protagonisten wirft.
Steht in den Top 5 meiner Lieblingsbücher!
- Lukas Bärfuss
Koala
(55)Aktuelle Rezension von: KINSKINSKIEin Roman über Suizid und darüber, wie Intoleranz zu Verständnis wird. Indirekt lehrt Bärfuss das heikle Thema Suizid und führt den Leser dabei dennoch nicht belehrend an die Impulse und versteckten Anzeichen heran. Hier muss man allerdings vorsichtig sein, denn Anzeichen gibt es im geplanten Fall selten. Bei all dem spart Bärfuss die Arroganz einer (Auf)Lösung aus.
Historische Berichterstattung über Australien wechselt im Roman mit Gegenwartsszenarien, was für mich gut funktioniert hat. Einzig ein zu langer Mittelteil, der die Hauptfigur neben sich herschiebt, hat mir nicht so ganz gefallen.
- Michael Robotham
Amnesie
(322)Aktuelle Rezension von: LidenKeine Leseempfehlung
Datum : 29.07.2025
✨Handlung✨
Ein Ermittler wird schwer verletzt in der Themse (Fluss) aufgefunden. Nach diesem Ereignis erlitt er eine Amnesie. Zuvor war er an einem wichtigen Fall (Kindesentführung) dran und vermutet, das es ein geplanter Unfall war.
✨Protagonisten✨
Charaktere : 1 / 5
Vincent war der Protagonist und man erfährt so ziemlich alles sehr genau und detailreich über ihn … auch wenn es dich nicht interessiert und den Fall auch nicht weiterbringt.
✨Setting✨
Unterhaltung : 1 / 5
Tatsächlich hab ich diesmal den/ die Antagonist(in) vorhergesehen. War nen bisschen stolz auf mich 🤣 langsam werde ich zum alten Thrillerhasen 😎 es geht um das Amnesie (Gedächtnisverlust) und Kindesentführung. Der Thriller spielt sich in England ab.
✨Schreibstil✨
Spannung : 1 / 5
Ich werde mit dem Schreibstil nicht warm. Dieses ständige Ausschweifen an unnötigen Details hat mir jederlei Spannung genommen. Nach knapp 200 Seiten hab ich den Rest nur noch überflogen.
✨Fazit✨
Der Michael und ich, wir werden keine Freunde. Fand das erste Buch (Adrenalin) schon nicht so doll, dachte aber das starke Ausschweifen war gewesen, damit wir die Charaktere besser kennenlernen. Nun, er schreibt nunmal sehr detailreich und ausschweifend - was für mich ein kO Kriterium für nen guten Thriller ist. Ich möchte Spannung, interessante Themen und das Bedürfnis haben, das Buch nicht weglegen zu wollen.
- Romy Hausmann
Perfect Day
(437)Aktuelle Rezension von: Anja2024Romy Hausmanns Perfect Day besticht durch ihren gewohnt präzisen, atmosphärischen Stil. Die Figuren sind klar gezeichnet, die Sprache packt sofort und trägt mühelos durch die Handlung. Zwar könnte die Spannung an einigen Stellen stärker anziehen, doch die dichte Atmosphäre macht vieles wett. Einzelne Entwicklungen wirken etwas unrealistisch, bleiben aber im vertretbaren Rahmen und mindern den Gesamteindruck kaum. Insgesamt ein sehr gelungenes, gut geschriebenes Buch, das trotz kleiner Schwächen überzeugt.
- Gayle Forman
Nur ein Tag
(531)Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wiederIch hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.
Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?
Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.
Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
- Brittany Cavallaro
Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
(241)Aktuelle Rezension von: LauraMariaInhalt:
James Watson, ein Nachfahre von John Watson, muss gegen seinen Willen an ein Internat an der Ostküste. Und nicht an irgendeines - ausgerechnet an das, in dem auch Charlotte Holmes unterrichtet wird. Oder vielmehr sich selbst unterrichtet - sie steht ihrem legendären Vorfahren Sherlock in Sachen Intelligenz in nichts nach. James möchte sich nach Möglichkeit von Charlotte fernhalten, doch dieser Plan löst sich bald in Luft an, als er sie auf einer Feier kennenlernt, sie auf eine geheimnisvolle Art anziehend findet und dann auf einmal mit ihr gemeinsam zum Hauptverdächtigen für den Mord an Dobson wird. Und Charlotte hatte ein Motiv...
Meinung:
Es war sehr erfrischend, die traditionellen Watson und Holmes Charaktere einmal neu interpretiert zu lesen - als Teenager, in der heutigen Zeit und mit einer weiblichen Holmes. Doch nicht nur die Charaktere, auch die Story ist neu belebt und mit aktuellen Themen gespickt worden. Der Fall an sich ist sehr spannend und ich habe bis zum Schluss der Auflösung entgegen gefiebert!
Fazit:
Eine Lese Empfehlung nicht nur, aber besonders, für Holmes Fans.























