Bücher mit dem Tag "staat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "staat" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Selection (ISBN: 9783733510220)
    Kiera Cass

    Selection

    (5.419)
    Aktuelle Rezension von: Europeantravelgirl

    Es gibt diese Reihen, die legendär sind und die man doch irgendwie verpasst hat.

    Zum Glück bekommt man manchmal eine zweite Chance, und in meinem Fall war es die Neuauflage von „Selection“, um das ich schon immer herumgetigert bin.

    Die Ausstattung der Neuauflage ist sensationell schön mit Silberdruck auf dem ansprechend gestalteten Cover, einem süßen Farbschnitt und auch noch bedruckten Innenklappen.

    Und die Story? Ein Jugendbuch-Lesesnack vom Feinsten, der uns in eine ferne Zukunft nach Kriegen und Belagerungen in ein völlig verändertes Amerika führt, in dem nun das Königreich Illeá angesiedelt ist. Man muss dazusagen, dass „Selection“ erstmals 2012 erschienen ist in einer Phase, in der Dystopien gerade ihre Glanzzeit feierten. Kein Wunder also, dass einige Elemente bekannt erscheinen, da sie später in anderen Werken aufgegriffen wurden.

    Aus heutiger Sicht könnte man sagen, die Story vom Prinzen, der aus 35 Bewerberinnen seine künftige Königin auswählt, hat gewisse Bachelor-Vibes, aber diese Handlung ist cool eingebunden in eine dystopische Welt, in der die Gesellschaft in Kasten eingeteilt ist. Unsere Heldin America entstammt Kaste 5, und dass sie sich mit Jugendfreund Aspen in eine niedrigere 6 verliebt, ist damit ein echtes Problem. Mehr aus Zugzwang bewirbt sie sich für die Selection, um dann festzustellen, dass Prinz Maxon ganz anders ist als sie gedacht hatte. Das findet sie jedoch erst heraus, nachdem sie ihn ordentlich angeschrien hat! Die Geschichte ist wahnsinnig süß erzählt und ich kann es kaum erwarten bis die Fortsetzungen nach und nach erscheinen!

  2. Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783596296958)
    Frank Schätzing

    Breaking News

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Blaurock

    Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen, nicht nur, weil zwei Zeitstränge aufeinander zulaufen.

    Wer wirklich verstehen will, muss manchmal zurückblättern, manchmal mit geschlossenen Augen tief Luft holen.

    In diesem Buch geht es um Israel und Palästina .

    In diesem Roman wird Sensationsjagd und Faktentreue im Journalismus knallhart bloßgestellt.

    Hier wird über Flucht und Vertreibung, Ankommen und Abschied schonungslos berichtet.

    Dabei wird immer wieder klar Hass und Liebe passen in unsere beiden Herzkammern.

    Alles ist so weit weg und ganz nah, dass man manchmal einfach nur den Spiegel abhängen möchte.

    Wer Schätzing kennt, weiß, dass er es seinen Lesern nicht leicht macht. Hier präsentiert er ein Meisterstück. Nicht nur, dass man stets zwischen Zorn und Mitleid, Glauben und Staunen Schuld und Unschuld hin und hergerissen wird,, wie der Journalist selbst wird man immer wieder mitten ins Geschehen geworfen und manchmal auch kalt gestellt. Als wollte der Autor sagen, mach eine Denkpause. Dabei bin ich erschrocken,  wie lange ich diese Geschichte schon miterlebe und doch ratlos passiv bin.

    Mit diesen Familien habe ich gelacht und geweint, obwohl oder gerade weil die Sprache oft recht derb und ruppig ist und dann wieder ganz zart Sonnenuntergänge und Trauer sprachlich zelebriert wird.

    Danke für dieses aufregende Buch, dass einen anderen Titel verdient." Breaking News" ist wie ein Streifschuss  und trifft die Sache nicht

  3. Cover des Buches Die Optimierer (ISBN: 9783404208876)
    Theresa Hannig

    Die Optimierer

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In der schönen neuen Welt, die Theresa Hannig in ihrem Roman „Die Optimierer“ entwirft, hat jeder Büger das Recht darauf eine Lebensberatung zu erhalten, aus der dann ein passendes Jobangebot hervorgehen soll. Das Risiko dieser Beratung: Zeigt man zu wenig Eigeninitiative und Engagement wird man der sogenannten Kontemplation zugeführt und lebt dann von einer Art bedingungslosem Grundeinkommen. Die Autorin hat viele kreative Ideen, sie entwirft eine interessante futuristische Welt (ein wenig hat mich das Buch an den Film „Demolition Man“ erinnert, auch wenn keine Muschel vorkommt). Und die Schreibweise ist packend.

     

    Die Hauptfigur des Romans ist Samson Freitag. Er ist ein Verfechter des Systems und hat nichts gegen totale Überwachung und Kontrolle. Vor seinen eigenen, systemkritischen Eltern verteidigt er die Vorteile der sogenannten Optimalwohlgesellschaft. Auf mich hat er zu Beginn des Buchs einen naiven Eindruck hinterlassen, er hat sich an die Gegebenheiten angepasst und hinterfragt nichts. Freitag ist ein braver Beamter eines fragwürdigen Staats, der angepasst die gesellschaftlichen Regeln befolgt. Und noch mehr: Er hat gar den Ehrgeiz, der optimalste und beste Bürger von allen zu sein. Um Sozialpunkte zu sammeln, schreibt er jede Menge Korrekturvermerke, also Verbesserungsvorschläge für das System.

     

    Und die Regeln, nach denen man zu leben hat, sind äußerst rigide. Fleischkonsum wird z.B. mit Abzug von Sozialpunkten sanktioniert. Es werden Bewegungsprofile aufgezeichnet, Gespräche werden mit Hilfe von Linsen gespeichert, das Konsumverhalten wird festgehalten, Krankheiten und Straftaten werden digital und für jeden anderen Bürger einsehbar fixiert. Und weil die Eltern von Samson gegen eine Regel verstoßen, die ihr Sohn nicht zur Anzeige bringt, wird er schließlich sanktioniert und gerät immer tiefer in eine Abwärtsspirale, weil er Sozialpunkte verliert.

     

    Und als ob das noch nicht genug wäre, wird Samson nachträglich auch noch eine Falschberatung einer Klientin vorgeworfen, bei der er es an Empathie hat vermissen lassen. Ihm wird ein schweres Verbrechen zur Last gelegt und er wird zwangstherapiert. Plötzlich ist er nur noch ein Bürger zweiter Klasse, der von anderen gemieden wird. Zwischenzeitlich macht es dabei sogar den Eindruck, dass Samson sich in einen Verfolgungswahn hineinsteigert. Ihm droht gar das sogenannte Internat, eine Umerziehungseinrichtung. Soll er etwa aus dem Weg geräumt werden, weil er zu einem populären Politiker einen Korrekturvermerk verfasst hat? Das alles liest sich sehr spannend und ist toll von Hannig gestaltet worden!

     

    Und durch seine Erlebnisse beginnt Samson das System auf einmal mit anderen Augen zu sehen und Dinge zu hinterfragen. Eine interessante Entwicklung, die der Protagonist hier durchläuft. Er wacht auf und sieht, was schief läuft. Ein interessanter Kontrast, der sich hier ergibt. Von der Gesellschaft als krank abgestempelt, erkennt Samson seinerseits die Krankheitssymptome der ihn umgebenden Gesellschaft. Toll! Und das alles liest sich packend, ich wollte permanent wissen, was aus Samson wird und wie es mit ihm weitergeht. Wird er sich auch seiner Lage befreien? Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und auch das Ende ist stark, auch wenn man schon recht früh ahnt, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

     

    Fazit: Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen und mit zunehmendem Handlungsverlauft hat mich der Roman immer mehr begeistert. Die futuristische Welt, die sich die Autorin überlegt hat, ist interessant. Ein gelungener Entwurf einer möglichen Dystopie. Und eine Sogwirkung entfaltet Samsons Schicksal. Sein tiefer Sturz von einem braven Beamten zu einem Außenseiter der Gesellschaft. Wirklich packend. Ich habe nichts an dem Buch auszusetzen und gebe deshalb 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen? (ISBN: 9783328105947)
    Benedikt Gollhardt

    Westwall – Auf welcher Seite willst du stehen?

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Ellekens

    „Westwall“ von Benedikt Gollhardt, erschienen im @penguin am 25.02.2019, 496 Seiten

    In meinem Lesekreis wollten wir mal wieder etwas Spannendes lesen. Da wir von uns aus in die Eifel schauen können und der Westwall somit nicht wirklich weit von uns weg ist, haben wir uns für diesen Thriller entschieden.

    Zur Info: Der Westwall ist ein von Hitler gebautes Bollwerk im Westen Deutschlands. 630 Meter lang - von den Niederlanden bis nach Frankreich – besteht es aus 15.000 Bunkern, Panzersperren, Tunnelsysteme und Gräben. Gebaut wurde es zwischen 1936 bis 1940. (gerne mal googlen – sehr interessant)

    Der Westwall ist neben Köln und Umgebung der Schauplatz dieser Geschichte. Julia, eine junge Frau in der Ausbildung zur Polizistin, lernt vermeintlich zufällig den jungen Nick kennen und verliebt sich in ihn. Nach ihrer ersten Nach erblickt Julia am schlafenden Nick ein Tattoo auf seinem Rücken in Form eines Hakenkreuzes. Erschrocken stellt sie weitere Nachforschungen an und findet heraus, dass er sich unter falschem Namen bei ihr bekannt gemacht und ein großes Vorstrafenregister hat.

    Gleichzeitig ist der Verfassungsschutz hinter Ira, einer sehr gewaltbereiten Terroristin, her, die sich mit ihrer Gruppe versteckt hält. Ein Maulwurf erschwert die Arbeit.

    Was verbindet Julia und Ira? Warum wurde Nick auf Julia angesetzt? Und was ist das für ein rechtsradikales Bündnis, dass da im Hintergrund agiert? Diese Fragen werden alle nach und nach bis zu einem großen Showdown am Ende beantwortet. Bis dahin steigert sich die Spannung stetig, nicht zuletzt durch die düstere Kulisse des Westwalls.

    Benedigt Gollhardt ist ein namhafter Drehbuchautor – kein Wunder also, dass das Buch zu einer Serie im Jahr 2021 für das Fernsehen verfilmt wurde.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, brauche jedoch nicht so oft Ausflüge in dieses Genre.

  5. Cover des Buches Bitten (ISBN: 9783736324718)
    Jordan Stephanie Gray

    Bitten

    (104)
    Aktuelle Rezension von: CelenaLowell

    Als ich dieses Buch in einer Ecke meiner örtlichen Buchhandlung entdeckt habe, wusste ich von der ersten Minute an, dass ich es lieben werde. Es war einfach so ein Gefühl. Eine magische Monarchie, eine Wolfskönigin und eine Akademie, an dem eine neue Werwölfin lernt, sich an dem Hof zurecht zu finden. Gut, und das Cover und die wunderschöne Aufmachung des Buches haben auch dazu beigetragen, dass ich es ohne zu zögern gekauft habe. Und ich muss sagen, mich konnte das Buch zu Anfang an mitreißen und überraschen, und besonders mit dem phänomenalen Ende konnte das Buch meine hohen Erwartungen beinahe vollständig erfüllen. 

    Inhalt:

    Die 17-jährige Vanessa Hart möchte mit ihrer besten Freundin Celeste ihren Geburtstag auf einer Strandparty feiern, als die beiden mit einer mysteriösen Gruppe Jugendlicher in einen Konflikt geraten. Die Situation eskaliert, und Celeste stirbt vor Vanessas Augen. Einer der Jugendlichen schleift Vanessa, mit einem gefährlichen Biss an ihrem Körper, in ein schwarzes Auto und bringt sie in das Schloss der Wolfskönigin, wo Vanessa entweder ihre Verwandlung überlebt oder an den Folgen des Bisses stirbt. Doch ihr Überleben und ihre vollendete Verwandlung ist nur der Beginn ihrer Reise durch das Schloss voller Intrigen und Gewalt.

    Meinung:

    Zunächst hat mich das Buch dahingehend überrascht, dass es mit Vanessa in der realen Welt gestartet ist. Anhand des Klappentextes hatte ich nicht mir Urban Fantasy gerechnet. Da dies jedoch mein persönliches Lieblingsgenre ist, war ich positiv davon angetan. Das erste Kapitel hat mich direkt gepackt und begeistert, weil ich die Dynamik der Freundschaft zwischen Celeste und Vanessa so schön fand. Zusätzliche, subjektive Pluspunkte meinerseits gab es, weil der Anfang von "Bitten" sehr an meine eigene Geschichte erinnert, an der ich schreibe. Das hat dafür gesorgt, dass ich mich von der ersten Seite an wie in einer Art Zuhause gefühlt habe, auch wenn sich beide Geschichten letztendlich in vollkommen andere Richtungen entwickeln und am Ende gar nichts mehr miteinander zu tun haben.

    Den Schreibstil der Autorin habe ich während des gesamten Buches sehr genossen. Leicht, flüssig, atmosphärisch, spannend an den richtigen Stellen und manchmal mit ein bisschen Kitsch besetzt. Die Welt hat mich total in ihren Bann gezogen. Besonders die Mischung von den brutalen Wölfen am, Hof verbunden mit der zarten Magie hat mir gefallen. Es hatte etwas Märchenhaftes an sich, das mir sehr gefallen hat. Und bereits der Prolog hat wirklich auf die Welt dieser Wölfe neugierig gemacht.

    Die meisten der Charaktere mochte ich auch. Gefallen hat mir, dass nicht nur Fokus auf die drei Hauptcharaktere Vanessa, Sinclair und Calix geachtet wurde, sondern dass auch die Nebenfiguren Raum zum Leben bekommen haben. Oona fand ich super, und obwohl Evie ihrer neuen Mitschülerin Vanessa das Leben schwer macht, hat Evie mich ebenfalls von Anfang an begeistert und ist mir ans Herz gewachsen. Sinclair ist sympathisch, auch wenn er mich nicht so begeistern konnte wie sein Cousin Calix, der im Schatten des Kronprinzen Sinclair steht, als Sohn der Blutsverräterin. Mehr kann ich zu den Charakteren gar nicht sagen, ohne zu spoilern. 

     Aber trotz meiner Begeisterung für dieses Buch bringt es auch ein paar Schwächen mit sich. Allen voran muss ich einmal die deutsche Übersetzung erwähnen, die in meiner Ausgabe immer mal wieder Fehler in Zeichensetzung, Grammatik oder Inhalt (Haarfarben und Augenfarben wurden durcheinander gebracht und/oder falsch übersetzt) hatte. Das nehme ich aber nicht in meine eigene Bewertung mit rein, da das immerhin nichts mit der Geschichte selbst zu tun hat. 

    Es gab auch einige Stellen, die ich ein wenig unglaubwürdig geschrieben fand, und wo ich ein wenig die Augen verdrehen musste. Besonders der Mittelteil war die Schwachstelle der Geschichte. Insbesondere zwischen den Seiten zweihundert bis dreihundert ging es meiner Meinung nach eher schleppend voran. Vanessas Entwicklung stagnierte, es kam häufig zu Wiederholungen und dafür zu keinen neuen Erkenntnissen oder Handlungen. Ab Seite dreihundert wurde es wieder besser, da der Plot voran ging, aber Vanessa wirkte noch immer entweder passiv, oder viel zu wütend, um tatsächliche Entscheidungen zu treffen oder die Handlung zu lenken. Aber auch das besserte sich dann ab etwa Seite dreihundertfünfzig. Allerdings ging ihre Entwicklung dann zeitweise relativ schnell, und sie war plötzlich gut in Dingen, in denen sie zuvor noch scheiterte, ohne dass Fortschritte dazwischen gezeigt wurden. Das wirkte stellenweise nicht organisch und wirkte sich auch auf die Handlung aus. Trotzdem mochte ich die Geheimnisse, das Mystery, die Akademie und den Hof der Wolfskönigin. Ich habe wirklich gerne Zeit in dieser Welt verbracht, trotz der Schwächen,

    Besonders das Ende habe ich in einem Stück verschlungen. Während manche Dinge mit etwas Aufmerksamkeit vorhersehbar waren, so war das Finale des Buches für mich eine Überraschung, die mir die Kinnlade herunter klappte. Ich war völlig im Bann der Emotionen und habe mit gefiebert und mitgefühlt. Ab Seite vierhundertfünfzig ging es steil bergauf, die Handlung hat Fahrt angezogen und alles steuerte auf das Finale zu. Zwischendurch war ich mir echt nicht sicher, ob es überhaupt eine Fortsetzung geben könnte (ich wusste es vorher einfach nicht), weil die Handlung und das Ende für mich dann doch recht unvorhersehbar war. Aber besonders deshalb muss und möchte ich eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch aussprechen, wenn man über die genannten Schwächen hinweg sehen kann.


    Fazit:

    Ich habe mich schwer getan für dieses Buch zu entscheiden, ob es vier oder fünf Sterne werden. Besonders im Mittelteil schwächelte die Geschichte schon sehr, was vor allem an Vanessas fehlender Entwicklung lag, wodurch sich die Handlung zäh und langweilig gestaltete. Auch die deutsche Übersetzung hätte an sich in die Begründung gehört, warum es vier Sterne geworden wären, doch dies hat nichts mit der Geschichte selbst zu tun. Und weil mein Lese-Erlebnis einfach insgesamt sehr stark war und es all in all eine wirklich gute, spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einem grandiosen Plot ist, habe ich mich für die fünf Sterne entschieden. Besonders das Ende hat es sehr für mich rausgerissen. Ich habe es in einem Stück verschlungen, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Und ich verzehre mich nach der Fortsetzung. Es ist kein allzu schmerzhafter Cliffhanger, aber mir gefällt die Aussicht, die das Ende auf den zweiten Band gibt. Ich will mehr! Sobald die Fortsetzung angekündigt wird, bestelle ich sie definitiv vor.

  6. Cover des Buches Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3) (ISBN: 9783548289311)
    Linus Geschke

    Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Fesselnd und spannend so lässt sich dieser Krimi beschreiben. Zum Inhalt möchte ich nicht viel erwähnen,lest es selbst. Die Geschichte ist gut durchdacht,viele Personen,viele Wendungen und ein überraschendes Ende. Klasse! Jan und Mütze harmonieren super und ergänzen sich perfekt. Ja und Arslan muss man einfach mögen,ohne ihn wäre es langweilig. Sein Charme und Humor sind einzigartig. Der Schreibstil ist geschmeidig und flüssig und die Dialoge fein ausgearbeitet. Der Anfang beginnt super in der Mitte ist es leider etwas zäh und langwierig. Zum Ende nimmt es wieder Fahrt auf. Hinter jeden Werk steckt bestimmt eine Menge Arbeit,dafür auch meinen größten Respekt! Ich fand die ersten beiden Bände von ihrer Story interessanter. Dennoch bleibe ich ein treuer Fan von diesen sympathischen Journalisten Duo.....zwinker * Und freue mich bereits auf Band 4. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Die Flüchtigen (ISBN: 9783751800396)
    Alain Damasio

    Die Flüchtigen

    (30)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Ich glaube an das Zuhören. Daran, sich der Welt zu öffnen. Denn sobald man zuhört, teilt man etwas mit demjenigen, der es geäußert hat, der sich zu erkennen gibt."

    Mit "Die Flüchtigen" von Alain Damasio hielt ich ein Buch in den Händen, das ich so vorher noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch über das Kämpfen. Das Kämpfen darum, niemals etwas aufzugeben, das uns wichtig ist: Liebe, Freiheit, Selbstbestimmung! (Übersetzt aus dem Französischen von Milena Adam)

    Die Geschichte spielt 2041 in der französischen Stadt Orange, in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Südosten von Frankreich. Sahar und Lorca Varèse finden eines Morgens das Bettchen ihrer kleinen Tochter Tishka leer vor. Doch wie kann in einer Welt, in der die absolute Überwachung herrscht, jemand einfach ungesehen und unbemerkt verschwinden? Lorca vermutet Tishka bei den Flüchtigen. Wesen, die unerkannt in den toten Winkeln unserer Wahrnehmung leben. Und ohne es zu ahnen treten Lorca und Sahar eine Lawine los, die unaufhaltbar über sie hinwegrollt...

    "Er sieht mich durchdringend an, mit seiner mondstillen Art und seinen blaugrünen Augen, die eine tägliche Huldigung der Klugheit sind."

    Damasio hat hier wirklich etwas Großes, vor allem aber sehr Interessantes geschaffen. Das Buch lässt sich für mich nicht klar in eine Kategorie einordnen: Es ist nicht wirklich dystopisch, jedoch zukunftsorientiert und vor allem gesellschaftskritisch.

    Wie schon erwähnt, spielt die ganze Story im Jahr 2041. Die Welt befindet sich in einem stark vom Lobbyismus geprägtem Kapitalismus. Die Städte und Gebäude gehören einzelnen Firmen und sind zudem in verschiedene Zonen eingeteilt, je nach Zone dürfen diese nur von bestimmten Bürgern betreten werden. Es will ja niemand, dass sich ein Platinbürger mit dem Pöbel der Ringlosen abgeben muss bzw. dieser ihm über den Weg laufen könnte. Außerdem wird in dieser hoch technisierten Welt alles überwacht, was selbstverständlich wiederum den Firmen dient, die den Menschen jedweden Blödsinn verkaufen wollen, um sie noch mehr unter Kontrolle zu haben und noch mehr auszuspionieren. Die sogenannten Flüchtigen haben einen Weg aus dieser Konsumgesellschaft gefunden. Und dann gibt es natürlich auch noch die Ringlosen, die die Firmen piesacken wo es nur geht und ihre Städte zurückerobern wollen.

    Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Sowohl sprachlich, als auch inhaltlich.

    Die Besonderheit im Buch entwickelt sich nach und nach, denn im Laufe der Geschichte passiert etwas mit den Buchstaben. Sie bekommen Sonderzeichen, es fehlen Striche, plötzlich gibt es Schnörkel oder Punkte ... Hiermit tauchen wir in die Welt der Fluchse, wie die Flüchtigen auch genannt werden, ein und kommen mit ihnen nach und nach in Berührung. Den Lesefluss hat das für mich absolut nicht gestört, jedoch nehme ich durchaus an, dass es den ein oder anderen stören kann. Auch so kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch sicher nicht für jeden etwas ist. Es erfordert schon sehr viel Aufmerksamkeit und auch die Lust sich mit sprach- und musikwissenschaftlichen Thesen auseinanderzusetzen. Hier und da braucht das Buch auch einfach seine Zeit, um sich zu entwickeln, was natürlich vom Leser auch etwas Geduld erfordert.

  8. Cover des Buches Die Wächter der Aristeia (ISBN: 9783744851541)
    Stephanie Drechsler

    Die Wächter der Aristeia

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Strange
    Völlig in den Bann gezogen hat mich die Story. Es gibt ja viele Apokalypse Bücher, Filme und Serien. Hier war es aber dennoch spannend zu erleben wie es sein könnte aus der Sicht sympatischer Protagonisten die sich durchkämpfen. Die Versuchen einen Ort der Sicherheit zu schaffen, die sich verlieben, bekämpft werden und Freundschaften schließen. Einige Schwierigkeiten hatte ich mit dem Schreibstil. Der hat leider nicht meinen Geschmack treffen könne. Daher 4/5 Sternen weil ich die spannende Story dennoch innerhalb von wenigen Tagen gelesen habe. 

    https://www.instagram.com/__mrs.strange__/
  9. Cover des Buches Marthas Mission (ISBN: 9783846600627)
    Kerry Drewery

    Marthas Mission

    (71)
    Aktuelle Rezension von: vaaannniiii

    Der 2. Band der Reihe hat mich absolut überzeugt!
    Es ging genau so spannend weiter wie der andere Band geendet hat. An Action hat es auch in diesem Band nicht gefehlt.
    Mir gefällt der Schreibstil des Autors sehr, da er die unterschiedlichen Charaktere und Geschehnisse gut darstellen kann, sodass man mitfiebert und sich fühlt als wäre man hautnah dabei.
    Nach dem Ende des Buches möchte ich sofort weiter lesen um zu wissen, wie sich alles zusammenfügt ;) 

  10. Cover des Buches Selfies (ISBN: B06WWGGTD2)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (47)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Dieser 7. Teil aus der Serie um das Sonderdezernat Q unter der Leitung von Carl Mørck fällt aus meiner Sicht wieder ab.

    Es werden einfach zu viele Handlungen sehr konstruiert zusammengeführt. Drei junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass der Staat sie gefälligst zu versorgen hat. Die eine hält sich nebenbei noch ein paar Sugar-Daddys, die andere entzieht sich der Arbeitssuche durch wiederholte Schwangeschaften, die dritte lebt bei ihrem Freund, bezieht aber Wohngeld für eine Wohnung die sie nicht mehr bewohnt; und allen gemein, der Glaube, eigentlich doch besseres verdient zu haben - und die Sozialamts-Mitarbeiterin. Letztere hat genug von den Schmarotzern der Gesellschaft; nach der Diagnose Brustkrebs beschließt sie, diese von der Welt zu tilgen. Sie lernt über das Internet, wie man Autos knackt und, wie man sich einen Schalldämpfer baut. 

    Ihr erstes Opfer ist eines der genannten jungen Frauen; diese überlebt den Unfall und erkennt die Fahrerin. Das Trio nimmt sich vor, den Spieß umzudrehen. Außerdem überfallen sie einen Nachtclub und erschießen (ausversehen) anschließend eine Kleinkriminelle. Dies geschieht mit der alten Luger des Großvaters einer der Mädchen. Die Großmutter derselben ist vor einiger Zeit ermordet aufgefunden worden. Dieser Mord wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Cold Case, den das Sonderdezernat Q bearbeitet. Und dann tauchen die drei Frauen in der Wohnung dieser Großmutter unter - in direkter Nachbarschaft zu Roses Wohnung. Diese wiederum steckt in einer schweren psychischen Krise. Außerdem spielt die Vergangenheit des besagten Großvaters eine Rolle in der ganzen Geschichte - und der totgeglaubte Vater einer der jungen Frauen taucht auch wieder auf. Und zu erwähnen ist noch, dass die Automörder-Sozialamt-Mitarbeiterin nicht erfolglos in ihren Taten bleibt; doch da es - außer dem Team vom Sonderdezernat Q - in Kopenhagen keine fähigen Polizisten gibt, entwischt sie immer wieder.

    In Roses Vergangenheit werden dunkle Geheimnisse um den brutalen Unfalltod ihres tyrannischen Vaters aufgedeckt; und Rose selbst lebt seit Jahrzehnten in einer zweiten Identität, deren Lebensumstände so krass sind, dass es einfach nur unglaubwürdig ist, dass dies nicht bemerkt worden wäre. Und dann bekommt auch noch der Körper des gelähmten Freundes und Ex-Kollegen von Carl wieder Gefühl und Schmerzempfinden in Schulter und Arm.


    Sorry, das war alles zu viel, zu wirr, zu konstruiert.

    Es hing alles zusammen - und niemand hat etwas gemerkt. Tatsächlich - neudeutsch - too much.


    Ich mache - einmal mehr - eine Pause vom Sonderdezernat Q und hoffe, dass sich Teil 8 dann wieder etwas fängt. Schade, die Serie hat - mit all ihren schrulligen und doch liebenswerten Charakteren - so schön angefangen.


    Wegen des Sprechers Wolfram Koch, der seine Sache gut macht und wegen einzelner sehr guter Ansätze, gebe ich 2/5 Sternen.

  11. Cover des Buches TEXT (ISBN: 9783958901971)
    Dmitry Glukhovsky

    TEXT

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Sam_Foxtrott

     Mit Text schlägt Dmitry Glukhovsky ein neues Kapitel auf: weniger Endzeit und Science Fiction, dafür eine realistisch-düstere Milieustudie des heutigen Russlands. Der Roman erzählt die Geschichte von Ilja, einem jungen Mann, der nach sieben Jahren unschuldiger Haft in einer Strafkolonie entlassen wird. Zurück in der Freiheit, findet er sein Leben zerstört: seine Mutter ist verstorben, seine Freundin hat sich entfremdet, und die Gesellschaft, in die er zurückkehrt, ist ihm fremd geworden. Getrieben von Wut und Hoffnungslosigkeit, stößt er auf den Polizisten Petja, der damals für seine Verurteilung verantwortlich war. Ein Moment der Eskalation verändert alles – Ilja nimmt Petjas Handy an sich, und damit beginnt ein neuer, gefährlicher Abschnitt seines Lebens.

    Glukhovsky beschreibt in Text eine Welt, in der ein ganzes Leben in einem Smartphone steckt. Kontakte, Erinnerungen, Lügen, Träume – alles, was einen Menschen ausmacht, lässt sich hier durch Nachrichten und Chats rekonstruieren. Diese Idee ist gleichermaßen faszinierend wie beklemmend. Besonders gefallen hat mir, wie der Autor die Alltäglichkeit der digitalen Kommunikation mit der brutalen Realität von Gewalt, Korruption und sozialem Zerfall verknüpft. Weniger gefallen hat mir, dass sich manche Passagen in der Mitte etwas ziehen – die minutiöse Schilderung von SMS-Verläufen wirkt mitunter repetitiv, auch wenn genau das natürlich Teil des Konzeptes ist.

    Die Handlung ist beides: spannend und berührend. Sie entwickelt eine fast thrillerartige Intensität, während man gleichzeitig Iljas tragischen Kampf um Selbstbestimmung und Zugehörigkeit miterlebt. Der Leser bleibt hin- und hergerissen zwischen Mitleid, Verständnis und Unbehagen.

    Ilja als Figur ist vielschichtig: Opfer, Täter, Suchender. Seine Motive sind nachvollziehbar, auch wenn sie ihn auf einen dunklen Pfad führen. Petja, obwohl früh aus der Handlung genommen, lebt durch sein Handy weiter – und wirkt so trotz Abwesenheit wie eine zweite 

    Dieses Buch führt vor Augen, wie sehr unsere Identität im digitalen Zeitalter an Geräten, Accounts und Nachrichten hängt – und wie leicht Kontrolle, Überwachung und Manipulation möglich sind, wenn jemand Zugriff auf unser „virtuelles Ich“ erhält.

    Wer Glukhovskys Metro-Bücher mochte, sollte sich darauf einstellen, hier eine andere, aber ebenso schonungslose Erzählweise zu erleben. Text ist düster, intensiv, unbequem – und genau deshalb lesenswert.

    Ein Roman, der im Kopf bleibt und unter die Haut geht.

  12. Cover des Buches Cronos Cube 2. Der Chaosbringer (ISBN: 9783841506276)
    Thekla Kraußeneck

    Cronos Cube 2. Der Chaosbringer

    (30)
    Aktuelle Rezension von: TimeFliesAway

    Wie auch beim letzten Buch hat mir die Spannung sehr gefallen und natürlich der Schreibstil; diese detailreichen Beschreibungen.

    Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, waren die Charaktere. Im Grunde waren sie eigentlich ganz gut und mir gefällt auch, dass sie wie reale Personen wirken (welche du magst oder auch nicht, wie im realen Leben halt). Allerdings wurde einfach jeder verdammte Charakter zu einem Plottwist-Charakter am Ende.
    An sich habe ich ja nichts gegen Plottwists, aber dann doch nicht so viele!

    Die Autorin ist gut im Charaktere entwerfen. Auch in diesem Band kamen einige neue dazu, was mir durchaus gefallen hat.
    Also warum hat sie die bereist existierenden Charaktere aus dem ersten Band in so eine miese Lage am Ende des 2. Bandes eingeflochten?
    Ich verstehe ja, so hat man mehr Story für die folgenden Bande, weil der Leser dann Hintergrundgeschichte dieser Charaktere möchte. Und das ist natürlich auch das, was ich will.
    ABER NICHT WENN DAS ALLE CHARAKTERE BETRIFFT!

    Die Autorin hätte so einfach neue Charaktere entwerfen können, zeigen, dass nicht jeder übel und nicht vertrauenswürdig ist, aber neee...
    Hmmm.

    Aber trotzdem bin ich Mega gespannt auf den 3. Band (der leider erst Oktober 2020 raus kommt 😭)!


    -03.2020

  13. Cover des Buches Golden House (ISBN: 9783844527513)
    Salman Rushdie

    Golden House

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Man kennt von Salman Rushdie vor allem die Satanischen Verse. In seinem 2017 erschienenen Roman rückt er jedoch das damalige Zeitgeschehen sowie seine eigenen Wurzeln in Indien in den Fokus.

    Nero Golden flieht mit seinen drei Söhnen nach New York, doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Das Land, das lange Zeit nicht beim Namen genannt werden darf, ist Indien. Was genau die Familie zur Flucht bewogen hat, klärt sich erst gegen Ende auf. An Geld mangelt es ihnen jedenfalls nicht. Die Geschehnisse werden aus der Sicht eines Nachbarn geschildert, der immer tiefer in die Verstrickungen der Familie hineingezogen wird.

    Der Roman braucht einen langen Anlauf, bevor die Handlung wirklich an Spannung gewinnt. Zum Ende hin konnte ich jedoch kaum noch mit dem Zuhören aufhören. In Rückblicken wird die Geschichte der drei ungleichen Söhne und eines Nachzöglings detailliert aufgerollt.

    Rushdie nimmt kein Blatt vor den Mund und ein gewisser Präsident wird bei ihm zur Figur des Jokers aus Badman.

    Es handelt sich um eine vollständige Lesung mit ca. 14,5 Stunden Laufzeit, routiniert und packend gelesen von Simon Jäger.


    Fazit: Nimmt erst in der 2. Hälfte an Fahrt auf - dann aber richtig.

  14. Cover des Buches Hätte ich das mal früher gewusst! (ISBN: 9783499001031)
    Joyce Ilg

    Hätte ich das mal früher gewusst!

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Vanessiiia

    Grundsätzlich die Idee des Buches ist großartig, Sachen die man in der Schule nicht gelernt hat. Aber ich persönlich habe mir den Fokus des Buches bei den Themen Finanzen, Bankwesen, finanzielle Vorbereitung usw. vorgestellt, aber hier geht es eher um allgemein Gesellschaftliche Themen. Was natürlich wichtige Themen auch sind und jeder sich damit beschäftigen soll. Bin leider zwiegespalten. Dadurch war das Buch leider sehr schwer für mich zum lesen und ich habe länger gebraucht als ich gedacht hätte. Selbstverständlich findet jeder andere Themen wichtig und interessant, aber ich würde das Buch leider kein zweites mal lesen.

  15. Cover des Buches Als die Tage nach Zimt schmeckten (ISBN: 9783548290393)
    Donia Bijan

    Als die Tage nach Zimt schmeckten

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Rosenvik

    Das Cover mit seinen warmen, sonnigen Farben passt sehr gut zum orientalischen Inhalt. Ich habe das Buch aber wegen seines Titels zur Hand genommen.

    Es ist ein Familienroman, der im Iran spielt: Der Cafebesitzer ZOD wartet täglich auf Briefe von seiner Tochter Noor, die in den USA lebt. Nach 30 Jahren kommt sie in ihre Heimat zurück und muss sich mit den Traditionen, ihrer Familie, der Unterdrückung der Frau und dem Sinn für ihr weiteres Leben auseinandersetzen.

    Die Autorin schafft es geschickt, die Stimmung im Iran, die Düfte des Essens und die Kultur dem Leser nahe zu bringen, so dass sich dieser dort als Teil der Familie fühlt.
    Die Personen sind so sympatisch und tiefgründig charakterisiert und dennoch ist das Ende überraschend.

    Es ist auf jeden Fall ein Buch, dass Urlaubsgefühle vermittelt, jedoch keine leichte Lektüre für den Stand, sondern ein bewegendes, emotionales und tiefgründiges Werk!

  16. Cover des Buches Die Legion des Raben (ISBN: 9783492500555)
    Maria W. Peter

    Die Legion des Raben

    (89)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    Invita, Sklavin im Hause des Statthalters von Treveris, sorgt erneut für Aufregung. Nach dem hinterhältigen Mord an einem angesehenen römischen Beamten wird dessen Sklave Hyacinthus als schuldig befunden. Wie es das römische Recht damals ermöglichte, sollen mit ihm alle Leibeigenen des Haushaltes hingerichtet werden. Da sich unter ihnen jedoch Verwandte von Invitas Mitsklaven Flavus befinden, setzt sie natürlich alles daran, Hyacinthus‘ Unschuld zu beweisen.

    Auch im zweiten Teil der Serie „Sklavin Invita“ erzählt die aufgeweckte Hauptfigur aus ihrer Sicht in der Ich-Form und nimmt den Leser damit sofort wieder gefangen. Das Rechtswesen ist grausam und ermöglich so etwas wie Sippenhaftung, ein Sklave ist nicht mehr als ein sprechendes Werkzeug, ein Nutzobjekt für seinen Besitzer. Doch das will Invita nicht wahr haben. So stellt sie mithilfe ihrer Domina Marcella Nachforschungen an und gerät prompt in einen Hinterhalt.

    Mit aufwendig recherchierten Details besticht Autorin Maria W. Peter wie aus dem Vorgängerband „Fortunas Rache“ gewohnt, indem sie von Sklavenhändlern, harter Arbeit, Gehorsam und Strafe ebenso berichtet wie von baulichen Kunstwerken, typischen Mosaikböden und farbenprächtigen Wandmalereien, von weitläufigen Thermenanlagen und ausgeklügelten Abwasserkanälen. Vor dieser historisch belegbaren Kulisse im römischen Trier spielen sich nun dramatische Szenen einer fiktiven Handlung ab, die geschickt und klug aufgebaut ist und die Zeit um 1012 ab urbe condita (260 n. Chr.) lebendig werden lässt. 

    Einige aus dem ersten Teil bekannte Figuren begegnen dem Leser hier wieder, sodass man deren Entwicklung gut verfolgen und nachvollziehen kann. Vertrauen und Skepsis müssen gewissenhaft gegeneinander abgewogen werden, will man der Wahrheit auf die Spur kommen und dem Recht Genüge tun. Verschiedenste Mörder kommen infrage, wessen Motiv ist das wahrscheinlichste? Kein Wunder, dass hier Spannung vom Anfang bis zum Ende herrscht, die den Leser immer wieder mitfiebern lässt bei der Suche nach dem tatsächlichen Täter und dessen Beweggründen.

    Wer historische Grundlagen schon während der Geschichte parat haben möchte, kann das Nachwort durchaus vorab lesen, Glossar, Reise- und Stöbertipps runden den Roman dann noch zusätzlich ab und verleihen dem Buch ein gewisses Extra.

    „Die Legion des Raben“ vermittelt eine in sich abgeschlossene Handlung, dennoch ist das Lesen von „Fortunas Rache“ davor jedenfalls empfehlenswert.

    Wer einen ausgesuchten Mix aus Krimi, ein wenig Romantik und interessanten historischen Aspekten sucht, der wird hier bestimmt fündig.

     

     


    Titel                             Die Legion des Raben

    Autor                           Maria W. Peter

    ISBN                            978-3-492-50055-5

    Sprache                       Deutsch

    Ausgabe                      Flexibler Einband, 416 Seiten

                                       ebenfalls erhältlich als ebook

    Reihe                           Sklavin Invita, Teil 2

    Erscheinungsdatum      2. Juni 2017

    Verlag                          Piper

  17. Cover des Buches Politische Autorität: Eine Einführung (ISBN: 9783957431271)
  18. Cover des Buches Muttertier (ISBN: 9783038481249)
    Birgit Kelle

    Muttertier

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Library_of_Mandy

    Ich habe das Buch erhalten, als ich gerade sehr mit der Vereinbarkeit meiner Familie und meinem Job zu kämpfen hatte. Aufgrund dessen, dass mein Arbeitsvertrag nicht verlängert werden sollte, war ich an dem Punkt, zu sagen, dass ich nur noch für meine Familie da sein möchte und in meiner Mutterrolle komplett aufgehen wollte. Es kam anders und ich habe inzwischen einen tollen neuen Arbeitgeber, der mit viel mehr Möglichkeiten bietet und meine Kinder nicht als Belastung definiert.

    Dieses Buch hat mir in der Zeit allerdings viel Stärke und Sicherheit gegeben. Mütter sind wichtig. Sie machen einen unendlich wichtigen Job indem sie für ihre Kinder und Familien da sind. Ob mit oder ohne Erwerbstätigkeit.

    Was mich nur grundsätzlich an dem Buch gestört hat, ist der Punkt, dass Birgit Kelle davon spricht, dass sie Vollzeit-Mutter ist. Allerdings ist auch Autorin ein Job. Bücher schreiben ist ein Job, Lesungen und Touren und Fernseh-Auftritte sind Geschäftsreisen. Das hat das ganze Buch für mich leider sehr unglaubwürdig gemacht.

    Ich habe das Buch daher leider nicht zu Ende gelesen.

  19. Cover des Buches Sozialstaats-Dämmerung (ISBN: 9783442158447)
    Jürgen Borchert

    Sozialstaats-Dämmerung

    (1)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape


     

    Das Deutschland „Weltmeister der sozialen Ungerechtigkeit“ sein könnte, wie es der Klappentext provozierend fragt, ist dann doch sehr weit hergeholt. Nicht, weil im Sozialsystem des Landes also zum Besten stünde, wohl aber, weil ohne groß Nachzudenken vielfache Nationalstaaten vor Augen stehen, die in dieser Hinsicht noch bei Weitem abgeschlagener sich darstellen. Ob soziale Unterstützungen von der Rente bis zur Grundsicherung wirklich nur „schöner Schein“ sind, würden jene Menschen, die auf diese Unterstützungen angewiesen sind, sicher nicht unterstreichen. Und auch Borcherts starke Kritik an der „Semantik der Rechtssprechung“ in der Sozial-  und Familienpolitik ist ein Waisenkind gegen amerikanische „Verdrehungsverhältnisse“.

     

    Dennoch aber, legt man die Spitzen und die Polemik einmal zur Seite, natürlich verweist Borchert zu Recht und durchaus mit nachvollziehbaren und fundierten Argumenten auf eine zunehmende Schieflage und eine zunehmende Aushöhlung der sozialen Systeme, des Gedankens eines solidarischen Miteinanders und der durchaus in manchen Fällen nachweisbaren starken Interessenleitung bei der „Umverteilung“.

     

    Und das alles im Stil mit Ironie und durchaus starken Worten. Die Borchert bedenkenswert auszufüllen versteht. Denn nicht er ist es, der eine „Zechprellkultur der Eliten“ „erfindet“, eine solche ist ja an vielfachen Fakten und Zahlen abzulesen. Und ebenso überzeugend legt Borchert offen, wie sehr es nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der darauffolgenden Jahre des wirtschaftlichen Aufschwunges versäumt worden ist, den Sozialstaat jeweils seinem Impetus gemäß anzupassen und zu verändern.

     

    Wie Borchert dabei das Argument der „10 und 50 Prozent“ zerpflückt (10 Prozent der Bevölkerung zahle 50 Prozent der Einkommensteuer) und dabei auf den tatsächlichen  und diese Zahlen sehr relativierenden Anteil der direkten Steuern bezogen auf die Gesameinnahmen des Staates durch Steuern verweis, das ist schon sehr erhellend und rückt so manche Argumente zum „Schutz der (armen, weil viel Steuern zahlenden) Eliten“ überzeugend ins Reich der Fabel. Jene „indirekten Steuern“ sind es auch, die in Borcherts Darstellung mit einen zentralen Platz einnehmen und an denen er die Gerechtigkeitsfrage in den Raum stellt.

     

    Deutlich arbeitet Borchert somit das Bild heraus, dass „der Normalverdiener“ die Zeche zahlt, der auf Unterstützung angewiesene Teil der Bevölkerung eher „abgespeist“ wird und sich ein anderer Teil dafür weitgehend ungestört und gar noch „gefördert“ die Taschen füllt.

    „Verhängnisvolle Verteilungsfehler“, wie Borchert nicht müde wird, zu betonen, die das gesamte Gebilde der sozialen Gemeinschaft massiv gefährden.

     

    Das ihm dabei, in eigenen Worten, „der Kragen platzte“, erklärt sicherlich die stark wertende und empörte, auch übertreibende Sprache. Angesichts einer „politischen Optik“ der „Bürger- und Familienunterstützenden“ Haltung,  hinter der sich in Wahrheit nichts anderes als eine „Transferausbeutung“ in Borcherts Augen verbirgt. Was er nicht nur einfach so behauptet, sondern an Zahlen, Statistiken, der Gesetzgebung, der Steuerpraxis und der Auslegung all dessen in der „Rechtssemantik“ festmacht.

     

    Auch wenn in der Sprache empört, polemisch, ironisch und überspitzt formuliert wird und auch wenn nicht jede Kritik in dieser teils vernichtenden Form im Buch nachvollzogen werden muss, eine interessante, belegte und „Augen öffnende“ Lektüre auf eine „Transfergesellschaft mit falscher Richtung“ bietet das Buch in hohem Maße. Für einen „rüden Umgang mit den .... Interessen der „kleinen Leute“ seit Langem bereits bietet Borchert auf jeden Fall bedenkenswerte Argumente.

  20. Cover des Buches Staat X (ISBN: 9783743202306)
    Carolin Wahl

    Staat X

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    Staat X hat mich überrascht, weil ich nicht mit so einem gutem Buch gerechnet habe. Carolin Wahl entwirft hier eine Welt, die dicht wirkt, fast greifbar, und ihre Charaktere tragen diese Geschichte mit all ihren Rissen, Hoffnungen und inneren Stürmen. Dennoch fiel es mir etwas schwer, einzelne Figuren auseinanderzuhalten, vor allem Adam und Adrian. Doch je weiter die Seiten flogen, desto deutlicher traten ihre Stimmen hervor, jede mit einem eigenen Kern, eigenen Narben, eigenen Wünschen. Genau das mochte ich besonders: Die Figuren sind unterschiedlich, lebendig, fehlbar und sie verändern sich glaubhaft. Die Grundidee der Geschichte ist richtig stark und wird mit viel Gefühl und Spannung umgesetzt. Die kleinen Geschichten, die die Figuren untereinander verbinden, ziehen sich wie leise Fäden durch den Roman. Gleichzeitig greift das Buch ernstere Themen auf: Was Macht mit Menschen machen kann, was passiert, wenn Polizei zu viel Einfluss bekommt, und wie fragile Leben unter Druck geraten. Das regt zum Nachdenken an und unterscheidet Staat X deutlich von anderen Büchern der Autorin. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, wenn auch, für mich, nicht ganz so stark wie die Ich-Perspektive aus ihren anderen Büchern. Trotzdem trägt er wunderbar durch die Handlung, die immer wieder überraschende, aber realistische Wendungen nimmt und ein gutes Tempo hält. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die persönlichen Kämpfe der Figuren:

    Adrian, der unter den abwertenden Worten seines Vaters leidet.

    Lara, die Angst hat, wieder zur Außenseiterin zu werden.

    Melina, deren Trauma durch Adrians Vater und die dadurch komplizierte Bindung zu Adrian spürbar tief gehen.

    Vincent, der den Tod seiner Mutter und die Distanz zu seinem Vater mit sich herumträgt. 

    Diese Vielfalt an inneren Konflikten macht das Buch menschlich. Greifbar. Echt. Am Ende war Staat X für mich spannend, mitreißend und von einer Ernsthaftigkeit getragen, die nachhallt. Ein Buch, durch das man fast mühelos gleitet und gleichzeitig innehält. Eine Ganz klare Leseempfehlung von Mir, besonders für Jugendliche ein sehr wichtiges und wertvolles Buch. 

  21. Cover des Buches Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat: Was ist kommunistischer Anarchismus? (ISBN: 9781508829911)
  22. Cover des Buches Kritik der Polizei (ISBN: 9783593509440)
  23. Cover des Buches Der Staat in der kapitalistischen Gesellschaft. Eine Analyse des westlichen Machtsystems. (ISBN: B00857FSSY)
  24. Cover des Buches Sanitöter (ISBN: 9783752962277)
    Hannes Niederhausen

    Sanitöter

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Lorixx

    Deutschland 2035 - in nicht allzu ferner Zukunft.

    Angesichts der aktuellen Lage, kein so abwegiger Gedanke, der in diesem Buch aufgefriffen wird. Und gerade das Thema Überbevölkerung sollte man nicht ausser Acht lassen. Aber die Wege die in dieser Geschichte dargestellt werden, werfen Fragen nach Ethik und Moral auf.

    Zuviele Menschen bevölkern die Erde, Hungernöte und Naturkatastrophen tragen ihren Teil dazu bei. Welche Lösungen gibt es?

    Die super spannende Geschichte der "Sanitöterin" Susanna Bergmann wirft viele Fragen auf. Was ist richtig und was ist falsch? Dürfen einige wenige über das Schicksal anderer entscheiden?

    Erschreckend real schildert der Autor Hannes Niederhausen das Szenario. Realität und Fiktion werden gekonnt miteinander verbunden und herausgekommen ist ein Buch der Extraklasse!

    Unbedingt lesen!!!


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