Bücher mit dem Tag "staatsanwältin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "staatsanwältin" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783644220416)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

    (2.849)
    Aktuelle Rezension von: RS1971

    Die 24-jährige Chloe steht kurz vor ihrem Anwaltsexamen als sie eines Nachts überfallen, gefoltert und grausam vergewaltigt wird. Zum Sterben zurückgelassen wird sie am nächsten Morgen von einer Kommolitonin gefunden und ins Krankenhaus gebracht.


    Zehn Jahre später kommt es in Miami Florida zu einer Reihe von brutalen Morden an jungen blonden Frauen. Der Mörder wird von der Presse Cupido getauft, denn er schneidet seinen Opfern bei lebendigem Leib die Herzen heraus. C.J. arbeitet als Staatsanwältin eng mit dem Sonderkommando zusammen, dass diesen Fall bearbeitet.


    Bei einer Polizeikontrolle wird im Kofferraum des kontrollierten Wagens die Leiche einer weiteren Vermissten mit einem fehlenden Herzen gefunden. Der Fall scheint klar und C.J. übernimmt die Anklage. Doch als sie dem Verdächtigen im Gerichtssaal begegnet muss sie erkennen, dass es sich bei diesem um ihren Vergewaltiger handelt, als sie noch Chloe hieß …


    Der Hype um diesen Thriller ist ewig her, und ich meine ewig in der heutigen Zeit. Ich erinnere mich noch daran, wie man dieses Buch überall antraf, doch damals war ich noch nicht interessiert in Thriller, gleich welcher Art, und ließ das ganze an mir vorübergehen. Dank Second-Hand-Büchern allerdings gelang es mir, mir jetzt ein Exemplar zu sichern, denn mittlerweile interessierte es mich doch, was dort geschrieben steht.


    Die Handlung ist spannend geschildert. Wer einen Gerichtsthriller erwartet, der wird hier enttäuscht, denn es dreht sich um C.J. und deren Handlungen und ihr Schicksal. Als Vergewaltigungsopfer hat sie schwer mit Posttraumatischem Stress zu kämpfen, etwas, was ich nur zu gut kenne. Dazu kommen Flashbacks, zu Beginn so gut wie jedes Mal, wenn sie auf ihren Vergewaltiger trifft. Etwas, was ich auch nur zu gut unterstreichen kann. Bei mir allerdings wurde der erste durch einen Geruch ausgelöst. Der Geruch des Deos, was mein Vergewaltiger an jenem Tag trug.


    Hoffman ist selbst Anwältin und schreibt aus ihrer Sicht der Dinge. Wie weit würde man gehen, um einen Straftäter hinter Gittern, oder in diesem Fall, auf den Elektrischen Stuhl zu bringen? C.J. geht sehr weit und biegt die Regeln, zerbricht sie aber nicht.


    Die psychische Belastung durch den Fall und ihre Vergangenheit sind in diesem Roman herausragend geschildert, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Auch wenn ich es selbst nie erlebt habe, aber allein mir vorzustellen, diesem Mann noch einmal gegenüber zu stehen lässt den kalten Schweiß ausbrechen. C.J. muss sich ihren Dämonen stellen – und zerbricht beinahe daran.


    Was ich hervorragend gelöst fand in diesem Roman, dass die Spannung und die Twists quasi bis zur letzten Seite anhalten. Es bleibt spannend, selbst nach der Verurteilung. Denn es ist nicht alles so wie man denkt. Vielleicht war der eine Einschub ein kleines bisschen zuviel, andererseits war der Twist am Ende wirklich hervorragend.


    Auch die Einsicht in die Arbeit einer Staatsanwältin und vor Gericht waren sehr gut geschildert und nachvollziehbar. In den USA läuft es anders als bei uns hier in Deutschland, doch fand ich einige Details überlappen sich in beiden Ländern.


    Zum Schmunzeln hatte man zudem C.J. Sekretärin, mit der sie quasi in einer Dauerfehde lebt. Das ganze las sich immer wieder humorvoll und auch nachvollziehbar. Auch der eigene LoveInterest in dem Special Agent Dominick war gut geschildert, wenn er auch wahrlich eine Engelsgeduld mit C.J. bewies, die vermutlich die wenigsten Männer aufbringen würden. Dennoch gab es Chemie zwischen den beiden Figuren, was ihr langsames Vorankommen Richtung Beziehung nachvollziehbar und natürlich machte für mich als Leser.


    Alles in allem ein packender und spannender Thriller, der das Innenleben eines Opfers von sexueller Gewalt beschreibt und ihren Weg, um einen Täter hinter Gitter zu bringen. Wirklich empfehlenswerter Roman.

  2. Cover des Buches Morpheus (ISBN: 9783942656856)
    Jilliane Hoffman

    Morpheus

    (1.364)
    Aktuelle Rezension von: RS1971

    Drei Jahre sind vergangen seit der nervenaufreibenden Ermittlung und Verhandlung gegen den Cupido-Mörder. C.J. ist noch immer Staatsanwältin und mittlerweile verlobt mit Special Agent Dominick. Pläne für die Hochzeit werden geschmiedet.


    Doch dann beginnt eine neue Mordserie. Dieses Mal trifft es Polizisten selbst, die brutal ermordet werden. C.J. wird als Staatsanwältin in den Fall verwickelt, und Dominick leitet einmal mehr die Ermittlungen.


    Doch C.J. wird schnell klar, etwas stimmt nicht. Die ermordeten Cops waren allesamt am Cupido-Fall beteiligt …


    Der zweite Teil dieser Reihe ist in meinen Augen nicht ganz so fesselnd wie der erste. Das liegt zum einen daran, dass Dominick und sein Team in eine Richtung ermitteln, die ich von vorn herein als abwegig befand, zum anderen an den Nachbeben des Cupido-Falles selbst, die mir nicht ganz so fürchterlich erscheinen, wie C.J. sie wahrnimmt.


    Die Figuren aber bleiben während des Romans lebendig und C.J. selbst erfährt keinen so tiefen Absturz wie im ersten Band mehr. Dafür hat sie noch immer Probleme, sich Dominick anzuvertrauen – und ehrlich, diesen Mann würde ich vom Fleck weg heiraten allein für seine Engelsgeduld! Als C.J. dann die Flucht ergreift und sich von ihm trennt, scheint die Beziehung erst einmal beendet zu sein.


    Der Fall selbst, oder sollte ich besser sagen, die Fälle?, erweist sich als ziemlich langatmig. Die Morpheus-Morde dehnen sich wie Kaugummi aus und verteilen sich über den gesamten Roman, dabei sind „nur“ fünf Opfer zu beklagen. Die mögliche Wiederaufnahme des Cupido-Falles steht in meinen Augen von Anfang an auf wackeligen Beinen und wird schnell abgeschmettert. Das einzige wirklich interessante war Dominicks Zusammentreffen mit Cupido und die Folgen davon. Er gerät in eine Intrige, die vom FBI gesponnen wird und kämpft um seinen Job.


    Die Auflösung ist interessant, aber zu weit nach hinten geschoben. Es war für mich als Leser sehr früh klar, dass hinter Morpheus nur ein anderer Polizist stecken kann. Als das ganze dann aufgeklärt wird, war ich doch überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Andererseits plätscherte der Roman an dieser Stelle nur noch müde vor sich hin, sodass selbst dieser Twist nicht mehr wirklich große Spannung erzeugen konnte.


    Alles in allem ein eher schwacher Nachfolger, was wirklich schade ist. Vielleicht liegt es an mir, ich lese nicht gern Geschichten über organisierte Kriminalität und Drogenkriege. Für mich langte dieser Roman nicht einmal an den Absatz des Vorgängers heran.


  3. Cover des Buches Vater unser (ISBN: 9783644220614)
    Jilliane Hoffman

    Vater unser

    (751)
    Aktuelle Rezension von: Flippi1006

    "Vater unser"  von Jilliane Hoffman ist ein sehr Angst einflössender Thriller über einen brutalen Merhfachmord an einer Frau und ihren 3 Kindern. Die Geschichte ist vom Stil her wie "Cupido" und andere Werke der Autorin. Es ist sehr spannend und mitreißend geschrieben. Auch hier wird die Polizeiarbeit durch den Leser begleitet und man erhält so alle wichtigen Informationen. Trotzdem ist es bis zum Schluss nicht eindeutig klar, was passiert ist und warum. Überschattet wird die Mordgeschichte von der privaten Entwicklung der Protagonistin. Wer andere Werke der Autorin mag, wird hier sehr ähnlich begeistert sein. 

  4. Cover des Buches Argus (ISBN: 9783499269141)
    Jilliane Hoffman

    Argus

    (527)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Wahnsinn! Normalerweise sind Fortsetzungen ja eher schwach. Aber dieser dritte Teil hatte es in sich! Es wäre klasse diese Serie zu verfilmen. Dieser Teil ist sowas von unvorhersehbar.  Ich hatte ihn in 10 Tagen durch. Klare Leseempfehlung.  Hut ab vor dieser Autorin. Ich hoffe der letzte Teil ist genauso spannend... hört offen auf.

  5. Cover des Buches Nemesis (ISBN: 9783499268588)
    Jilliane Hoffman

    Nemesis

    (241)
    Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmer

    C. J. Townsend, eine erfahrene US-Staatsanwältin, findet bei einem Leichenfund in Miami ein besonderes Brandzeichen: ein Blitz in einem Kreis. Schnell wird ihr klar, dass dies die Handschrift eines Snuff-Clubs ist, der schon früher in Florida aktiv war. In diesem geheimen „Spiel ohne Grenzen“ zahlen wohlhabende und einflussreiche Männer dafür, via Live-Stream zuzusehen, wie Frauen gequält, vergewaltigt und ermordet werden.

    Teil 4 der C.J. Townsend Reihe, den man aber auch ohne die anderen Bücher sehr gut verstehen kann. Insgesamt ein starker Thriller, der auch sehr zum Nachdenken anregt. Die Spannung wird bis zum Schluss hoch gehalten- allerdings wirkt dieser dann etwas überstürzt und irgendwie zu einfach.

  6. Cover des Buches Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen (ISBN: 9783404179633)
    Malin Persson Giolito

    Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Packend, erschütternd und absolut fesselnd! 

    „Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen“ ist ein intensiver, tiefgründiger und psychologisch raffinierter Roman , der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Maja , der vermeintlichen Täterin, erzählt. Durch Rückblenden und tiefgehende Einblicke in ihre Gedankenwelt enthüllt sich nach und nach die Wahrheit hinter der Tragödie. Die Autorin schafft es meisterhaft, die Leser zwischen Mitgefühl und Zweifel schwanken zu lassen – ist Maja eine eiskalte Mörderin oder ein Opfer der Gelegenheit?

    Besonders beeindruckend ist die feinfühlige Charakterzeichnung . Maja ist vielschichtig, intelligent und doch gebrochen , was sie unglaublich realistisch macht. Die Spannung entsteht nicht nur durch den Gerichtsprozess, sondern auch durch die sozialkritischen Themen , die das Buch aufgreift – Druck, Privilegien, toxische Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen .

    Fazit: Ein erschütternder und brillanter Roman , der sich nicht nur wie ein Thriller liest, sondern auch zum Nachdenken anregt . Psychologisch tiefgehend, emotional intensiv und mit einer unvergesslichen Protagonistin – absolut empfehlenswert! 

  7. Cover des Buches Nebelkind (ISBN: 9783734100697)
    Emelie Schepp

    Nebelkind

    (82)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In Schweden wird ein Mann tot aufgefunden. Seine Frau ist verwirrt und Maria, die Oberkriminalkommissarin wird auf den Plan gerufen. Auch die Staatsanwältin Jana Berzelius wird zu dem Fall hinzu gezogen und er reist in ihr Wunden auf, die sie am liebsten für immer vergessen hätte. Was ist wirklich passiert? Kinder werden scheinbar zu Mördern und müssen dann doch meist selbst mit ihrem Leben bezahlen. Warum? Wer steckt dahinter und warum hat Jana die selbe Tätowierung im Nacken wie die Kinder die man findet? Dieser Thriller hält einen in Atem und lässt einen nicht mehr los und verstört und ist Spannung Pur!

  8. Cover des Buches Der Psychiater (ISBN: 9783426515426)
    John Katzenbach

    Der Psychiater

    (79)
    Aktuelle Rezension von: LadyBadWolf

    Ich werde mich um eine spoilerfreie Rezension bemühen - kann es bei diesem Werk aber nicht versprechen...

    Allgemein

    Der Titel Der Psychiater ist echt gut gewählt - denn bei den ganzen Rechtschreib-, Grammatik- und Formatierungsfehlern wird der Leser einfach nur wahnsinnig!
    Der Stil ist anfänglich etwas schachtelig, besser sich aber nach ein paar Seiten. Grundsätzlich gefällt mit der Schreibstil (ganz gleich, dass die Spannung meist einfach nicht erzeugt wird...), aber... die Fehler... Mikropfon ist nur einer von vielen. Daneben gibt es mitten in den Wörtern fett oder kursiv gedruckte Buchstaben. Absätze, die nicht kursiv sein dürften, sind kursiv und umgekehrt. Ein Satz beginnt in normalen Lettern, wird nach dem Komma zum Gedanken-Kursiv und der Leser stellt fest, dass der gesamte Satz kursiv hätte sein müssen. Ein weiteres Fehler-Highlight war "vom einem Gangster". Mit Verlaub: Normal bewerte ich gerade Stile normal und verzeihe kleine Tippfehler, wie Mikropfon es war. Aber bei der Masse an Fehlern hätte ich mir eindeutig einen Lektor gewünscht - ganz besonders bei einem Buch von Droemer-Knaur!
    Zusammengefasst: Ein Stern Abzug allein wegen der Fehler...


    Story

    Wie schon erwähnt, mangelt es mir einfach an Spannung. Am Anfang hat man (wie bei so vielen Thrillern) einen netten Mord, etwas Hintergrund - leider so trocken verpackt, dass man höchstens beim Leichenfund etwas Spannung spürt. Darauf folgen über 200 Seiten, die nicht nur langgezogen und dadurch unspannend sind, sondern auch... naja.
    Achtung, Spoiler! Ohne geht es nicht und vielleicht hilft einem dieser ansätzliche Spoiler ja, das Buch besser zu finden.
    Der Hauptcharakter und seine Freundin, die sich ebenfalls als Hauptcharakter einordnen lässt, sind Studenten. Er promovierend in Geschichte, sie abgebrochenes Studium in Literatur. Ganz gleich, ob das Drama um sie notwendig ist oder nicht. Es spricht später tatsächlich in manche Logik rein und daher sage ich, die Dramatik ist legitim.
    Was mich aber wirklich genervt hat: Die beiden wollen einen Mordfall ermitteln. Haben noch nie mit Kriminalistik zu tun gehabt. Klar, Moths Onkel ist Psychiater - aber alter Falter! Die Ermittler-Gedanken der beiden passen perfekt in die amerikanischen Crime-Serien, wo der Ermittler ein klitzekleines Minibeweisstück inmitten von Chaos entdeckt - mit nur einem Blick. Nur dass die Beiden in ihren Gesprächen derartige Sprünge schaffen, dass man sie höchsten wirklich erfahrenen Ermittlern zutraut und nicht Studenten.

    Diese Mary-Sue- und Gary-Stue-Eigenart verläuft glücklicherweise mit Voranschreiten der Seiten etwas im Sande. Dann kommt etwas Spannung und sie werden normaler. Wohl bemerkt nach über 200 Seiten.

    Die erzeugte Spannung bröckelt leider wieder. Nachdem man mehr über die Hintergründe erfahren hat, flacht es wieder ins langatmige ab. Erst die letzten knapp 90 Seiten bauen wieder Spannung auf, sodass man in den letzten Kapiteln durchaus sagen kann "Ja, jetzt ist es spannend!" Dennoch ist auch in der Spannung immer wieder ein Moment gewesen, wo ich mir dachte, dass es irgendwie... nicht unlogisch, aber auch nicht logisch und natürlich wirkt. Davon abgesehen, waren die letzten Seiten wirklich ganz nett und haben die Story-Bewertung von 1-2 auf moderate 3 Sterne angehoben. Aber auch nur weil das Ende ganz okay war und die Ideen allesamt nett und zum Großteil auch von Anfang bis Ende eine gewisse Notwendigkeit hatten und Entwicklung auslösten.

    Gesamtfazit:
    Ein wirklich langatmiges Buch, was ich gerne beendet habe.
    2 von 5 möglichen Sternen nach Abzug des Fehlerteufel-Sterns.

  9. Cover des Buches Die sieben Kreise der Hölle (ISBN: 9783734103452)
    Uwe Wilhelm

    Die sieben Kreise der Hölle

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Staatsanwältin Helena Fabers Töchter wurden entführt. Sie ist sich sicher, dass die Entführung ein Racheakt ist, der mit ihren Ermittlungen im Dionysos-Fall in Zusammenhang steht. Die Suche der Polizei geht Helena nicht schnell genug. Sie hat sogar das Gefühl, dass die Ermittlungen dort verschleppt werden. Gemeinsam mit ihrem Mann begibt sie sich selber auf die Suche und stößt dabei auf ein Netz skrupelloser Mädchenhändler...

    "Die sieben Kreise der Hölle" ist der zweite Band der Thriller-Trilogie um Staatsanwältin Helena Faber. Da die Handlungen aufeinander aufbauen, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten. Die Fortsetzung knüpft nahtlos an den Vorgängerband an. Der erneute Einstieg in die Serie gelingt mühelos, denn Uwe Wilhelm versteht es wieder hervorragend, sofort Spannung aufzubauen.

    Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da diese häufig an entscheidenden Stellen wechseln, wird ein hohes Tempo aufgebaut, dem man sich nur schwer entziehen kann. Helenas Nachforschungen führen sie zu einem gut organisierten Mädchenhändlerring. Die Mitglieder sitzen in führenden Positionen, sind gut vernetzt und scheinen unantastbar zu sein. Man kann Helenas Wut und ihre Verzweiflung nachempfinden. Äußerst glaubhaft wird dargestellt, wie sich die Staatsanwältin, die eigentlich für die Einhaltung der Gesetze steht, über ihre Grenzen erhebt, um ihre Töchter zu finden.

    Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen nicht sein, denn Uwe Wilhelm gewährt einen intensiven Einblick in tiefste menschliche Abgründe. Die Opfer werden als Waren angesehen und die Täter maßen sich an, jedes Recht zu ihrem Handeln zu haben. Bei der Suche nach den Kindern kommt es zu einigen actionreichen Szenen, die man atemlos verfolgt. Zwar stellt man sich gelegentlich die Frage, wie das alles möglich sein soll, doch das tut der Spannung keinen Abbruch. Man fiebert bis zum Ende mit.

    Eine rasante Fortsetzung der Reihe, bei der man in tiefste menschliche Abgründe blickt.

  10. Cover des Buches Zorn - Wie du mir (ISBN: 9783596036080)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Wie du mir

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Während sich Kommissar Zorn in eine Liebelei mit der Staatsanwältin Frieda Borck stürzt, wird eine Leiche am Flussufer gefunden. Festgebunden an einen Baum mit einem Zimmermannsnagel im Oberschenkel. Während der Ermittlungen stoßen sie auf eine Telefonnummer, die zuletzt vom Handy des Toten aus angerufen wurde. Und die ist Zorn nur zu bekannt… für ihn beginnt der größte Albtraum seines Lebens!

    Meine Meinung: Hier habe ich erst ein paar Kapitel gebraucht, um in der Geschichte anzukommen, aber dann war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen! Mir fiel hier nur der Einstieg ein wenig schwer. Aber die Story selber ist wieder unheimlich spannend, sehr ausgeklügelt und gut gewürzt mit dem Humor von Zorn, der eigentlich gar nicht lustig sein will. Aber auch die Plänkeleien zwischen Zorn und Schröder fand ich wieder herrlich erfrischend! Zorns Sohn Edgar hat eigentlich zwei Väter… 

    Da der Verdächtige Zorn sehr nahesteht, wird er von den Ermittlungen mehr oder weniger ausgeschlossen. Und da merkt man dann, dass es auch für Zorn Situationen gibt, in denen er nicht lockerlässt! Er will es vielleicht nicht hören, aber ich finde, er ist sehr wohl ein guter Polizist! Zumindest hat er einen guten Instinkt. Wenn er den öfter mit Tatendrang verbinden würde, wäre er super in seinem Job! Aber gut, dafür gibt es ja auch noch Schröder! Am Ende kostet dieser Fall Zorn nicht nur viele Nerven…

    Mein Fazit: Auch dieser Band birgt wieder einen spannenden Plot und auch hier gibt es wieder die leisen Töne, die ich auch sehr gerne mag. Gelungener sechster Teil, ich freue mich schon auf den nächsten!  

  11. Cover des Buches Blaue Nacht − Kriminalroman (Chastity-Riley-Serie 6) (ISBN: 9783518467985)
    Simone Buchholz

    Blaue Nacht − Kriminalroman (Chastity-Riley-Serie 6)

    (52)
    Aktuelle Rezension von: M__E__U_

    .... bin ich auf dieses Hörbuch gestoßen bzw. gestoßen worden bei einer Spotify Empfehlung. 

    Ich finde die Figuren enorm gut dargestellt und sympathisch, der Schreibstil der Autorin entspricht meinem Geschmack sehr. Die Geschichte ist gut und schlüssig. Ich fragte mich, weshalb ich nie früher auf diese Riley Reihe aufmerksam geworden bin.... 

    Warum also nur 4/5 Punkten bei all den beschriebenen Superlativen? 

    Die gefühlte Hälfte des Buches besteht aus Rauchen und Alkoholkonsum - unter 4 Bier pro Tag / Abend bleibt es selten, geraucht wird ohne Ende, oft als beziehungsstiftende oder - bestätigende Handlung, oft genug ohne anderweitige Kommunikation. 

    Ich frage mich wirklich, was uns die Autorin dadurch mitteilen möchte.... "Es ist cool und super, zu rauchen und zu saufen, was nur geht"? "Toughe Staatsanwältinnen zeichnen sich durch dauerndes Quarzen mit Bier in der Hand aus"?.... 

    Dieses Bild einer an sich hochsympathischen Szene irritiert und stört mich sehr. Weil sie impliziert, dass dieses Abususverhalten Ausdruck von Coolness und Zugehörigkeit ist - und solche Bilder sollten auch zum Zeitpunkt des Schreibens schon längst überholt gewesen sein. Zumal die Darstellung des Konsums so normalisiert ist, dass kein nachdenkliches oder selbstkritisches Wort dazu verloren wird. 

    Ich bin auf meinem Arbeitsweg nun schon beim nächsten Hörbuch und finde dieses Setting auch dort fest etabliert vor. Schade ist das und definitiv nicht mehr zeitgemäß bei dem evidenzbasierten Wissen zu Spätfolgen unserer legalen Suchtmittel, die willkürlich irgendwann einmal als gesellschaftsfähig und akzeptabel deklariert wurden. 

    Mit diesem Teil dieser Reihe hadere ich beträchtlich als "Health Care Professional". Lustig geht auch ohne Allllohooool und Kippe. 

  12. Cover des Buches Zorn - Lodernder Hass (ISBN: 9783596297757)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Lodernder Hass

    (82)
    Aktuelle Rezension von: OHanf

    Es ist immer wieder großartig wie Stefan Ludwig es schafft seine Krimis so Athmosphärisch dicht mit seinem wunderbaren Schreibstil mit Leben zu füllen! Die Handlungsbögen sind jeder Zeit nachvollziehbar und die Karaktere werden extrem gut gezeichnet insbesondere Zorn&Schröder die man beim lesen regelrecht spürt! Toller Spannungsbogen! Absolut eigensinniger großartiger Humor! Und wiedermal Dank an Stefan Ludwig für Top Unterhaltung und ich freue mich auf Teil 8! Ist wie immer natürlich meine Meinung.

  13. Cover des Buches Zona Rossa (ISBN: 9783945194102)
    Sara More

    Zona Rossa

    (12)
    Aktuelle Rezension von: bella__Italia

    "Wie soll ich diese grandiose Geschichte in Worte fassen? Ich wusste zwischendurch nicht mehr, wem und was ich noch glauben sollte – so unerwartet und radikal waren die Wendungen. Gleichzeitig haben die vielen Zitate und Fakten (mit Quellen belegt) alles so greifbar und echt wirken lassen. Kaffeeverbot in Italien, ein illegales Krankenhaus, das selbst SOS rufen muss. Ohne diese Facts hätte ich gedacht, es sei nur blühende Fantasie. Dass die Handlung so nah an der Realität ist, macht das Ganze umso unheimlicher.

    Viele kennen L'Aquila kaum, oder nur unter dem Titel italienische Kulturhauptstadt 2026 (L'Aquila Capitale Italiana della Cultura 2026) oder als Erdbebenstadt 2009, was, letzteres aber wirklich bedeutet, zeigt dieser Tatsachenroman auf sehr beeindruckende Weise.

    Mittlerweile sieht meine "Zona Rossa" doch etwas mitgenommen aus. Kein Wunder, ich habe das Buch überall mit hingenommen und einfach nicht mehr aus der Hand legen können."

    Ich kann es unbedingt empfehlen. Und ich freue mich schon auf Teil 3, der demnächst (noch im Jahr 2026) erscheinen soll!
    Mittlerweile hat die Autorin auch eine Website auf deutsch und italienisch
    https://saramore.net/de bzw. https://saramore.net/it 

  14. Cover des Buches Das Recht zu strafen (ISBN: 9783894254957)
    Ingo Bott

    Das Recht zu strafen

    (11)
    Aktuelle Rezension von: mrs-lucky

    „Das Recht zu strafen“ von Ingo Bott ist ein spannender und sprachlich gut geschriebener Krimi, der allerdings bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Er wird als Thriller eingeordnet, dafür gibt es meiner Meinung nach aber zu viele Längen und ist die Auflösung zu früh vorhersehbar.

    Hauptfiguren des Buchs sind die Berliner Staatsanwältin Anna Sanchez-Amann und der Strafverteidiger Max Faber. Den Klappentext habe ich als etwas irreführend empfunden, die Zusammenarbeit der beiden Juristen nimmt nur einen sehr kleinen Teil ein, und als Figur im Mittelpunkt sehe ich eher Anna Sanchez-Amann.

    Ihr erster Fall als leitende Staatsanwältin ist brisant, der sogenannte „Philosophenmörder“ stellt sie und die Polizei vor einige Herausforderungen. Die Taten sind sorgfältig geplant, der Täter hinterlässt keine Spuren und scheint mit den Ermittlern eine Art Spiel zu spielen. Die Taten sind analog zu philosophischen Zitaten inszeniert und die Opfer entsprechend sorgfältig drapiert. Die lähmende Hitze, die zur Zeit der Morde über der Stadt liegt, setzt das Ermitteln zusätzlich zu und dämpft ihre Energie, so dass sie kaum Fortschritte zu verzeichnen haben.

    In der ersten Hälfte des Buches überwiegen Wiederholungen und leere Worthülsen, die vielen Sprünge in den Handlungssträngen und Zeitschienen verwirren eher, als dass sie zum Spannungsaufbau beitragen. Die Idee hinter dem Buch und die Verknüpfung mit Philosophie ist interessant und gut umgesetzt.

    Ich hatte mit dem Buch in erster Linie Probleme, weil ich mit den Hauptfiguren nicht warm werden konnte. Sowohl Anna Sanchez-Amann als auch Max Faber sind mir als Persönlichkeiten sehr unsympathisch und zu oberflächlich, so dass ich auch mit keinem von ihnen mitfühlen konnte, als sie in brenzliche Situationen geraten sind.  


  15. Cover des Buches Die Lüge (ISBN: 9783734108655)
    Mattias Edvardsson

    Die Lüge

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Nani2606

    Ein Buch was mich von Anfang an abgeholt hat. Ich finde die unterschiedlichen Sichtweisen sehr gut und das jede Einzelne in sich abgeschlossen ist. 


    Der Vater ist Pfarrer, die Mutter Anwältin und die 19 jährige Tochter Stella eine kleine Rebellin die einen Traum hat von einer großen Reise durch Asien. Doch eines Tages gerät das idyllische Leben der Familie aus Skandinavien ins Wanken. Stella wird festgenommen, sie soll jemanden umgebracht haben. Aber war sie es wirklich? Durch die verschiedenen Sichtweisen kann man sich gut in die einzelnen Personen hinein versetzten und bekommt so einen guten Eindruck vom Leben der Familie. Es ist interessant, wie jeder Einzelne die Familie sieht und die Entwicklung dieser. 

    Theoretisch müsste der Titel etwas anders lauten, denn es gibt nicht nur eine Lüge sondern mehrere. Die Mutter lässt Beweismittel verschwinden, der Vater weiß nichts davon. Er nimmt aber seine Tochter in Schutz und gibt ihr ein Alibi. Stella hat einige kleine Geheimnisse von denen ihre Eltern nichts wissen. 


    Ich finde das Buch sehr lesenswert, die Spannung die aufgebaut wurde klasse. 

  16. Cover des Buches Todeszimmer (ISBN: 9783734100925)
    Jeffery Deaver

    Todeszimmer

    (59)
    Aktuelle Rezension von: martina_turbanisch

    Der amerikanische Staatsbürger und Systemkritiker Roberto Moreno wird auf den Bahamas erschossen. Es sieht ganz danach aus, als sei hier ein Profikiller am Werk gewesen. Leider fällt die Tat nicht in die Zuständigkeit der amerikanischen Justiz, aber die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Nance Laurel findet einen Kniff, die Sache dennoch zu bearbeiten und bittet Lincoln Rhyme und sein Team um Hilfe. Die Tatsache, dass sie vermutet Regierungsbehörden und damit letztlich auch der amerikanische Präsident seien in den Fall verwickelt, macht den Fall ausgesprochen heikel und brisant und könnte dem Team letztlich die Karriere ruinieren.

    Mein Eindruck:

    Hier saß er  nun, der Tatortexperte ohne Tatort. Todeszimmer, S.67

    Bekannt und bewährt

    Im Großen und Ganzen ist Todeszimmer ein typischer Lincoln-Rhyme-Thriller. Nichts ist so, wie es am Anfang scheint und mehr als einmal macht die Geschichte eine überraschende Wendung durch. Das kenne ich schon und liebe es an Jeffery Deavers Thrillern. Aber dieses Mal fiel mir schon der Einstieg in die Geschichte schwer, warum auch immer. Es war schon sehr langatmig und sehr speziell.

    Nicht sympathisch

    Neben dem mittlerweile gut bekanntem Team ist eigentlich nur Nance Laurel, die etwas übereifrige stellvertretende Staatsanwältin, wirklich erwähnenswert – und die hat mich wirklich genervt. Woher sie ihre Kenntnisse und Weisheiten bezieht? Egal, sie weiß es eben und verrät es nicht, eine Philosophie, die mich schon als Kind bei meiner Mom geärgert hat :-) Auch sonst mag ich ihre merkwürdige Art und ihre Marotten so gar nicht, auch wenn sich zum Ende hin so manche Dinge klären.

    Behindert

    Da den Ermittlern ein Tatort in New York fehlt, wird die Spurensuche, ein Punkt der normalerweise für Lincoln Rhyme essentiell ist, ziemlich schwierig. Irgendwann sieht er sich gezwungen zum ersten Mal in der Reihe seine geheiligten vier Wände in New York zu verlassen und auf die Bahamas zu fliegen. Hier wird er nicht nur mit einem eigentlich nicht mehr vorhandenen Tatort und korrupten Beamten konfrontiert, sondern auch mit dem, was Menschen mit Einschränkungen so ziemlich überall entgegenschlägt: Mitleid. Da er sonst hauptsächlich nur mit Menschen zusammenkommt, die ihn kennen und respektieren, kann er damit nicht wirklich gut umgehen – allerdings hat auch nicht wirklich viel Zeit darüber nachzugrübeln, jemand versucht ihn nämlich dort zu ermorden.

    Mangelnde Kommunikation?

    Ziemlich zeitgleich wird ebenfalls auch Amelia Sachs ein Anschlag verübt – nicht, dass das irgendeiner der beiden dem anderen erzählt, nein wozu auch. Sie sind zwar ein Paar und beide sind nur knapp mit dem Leben davongekommen, aber das wäre wohl zu viel Information für den anderen. Aber auf den Bahamas beginnt auch die Kette der Wendungen und setzt sich dann munter, auch nach Rhymes Rückkehr nach New York, fort. Aber irgendwie habe ich den Punkt verpasst, an dem sich die Spannung aufbauen sollte. Ich fand die Geschichte zwar recht interessant, aber nie wirklich spannend.

    Ende gut, alles gut

    Am Ende löst Lincoln Rhyme jeden noch so verworrenen Fall, so auch diesen. Die Staatsanwältin ist dann doch nicht mehr gar so unsympathisch und die Geheimdienste und ihre zahllosen Unterbehörden gar nicht mehr so übel. Schließlich wollen sie ja nur alle gemeinsam unser Bestes, da kann man sich nicht immer an die selbst erlassenen Gesetze halten, dafür wurden die Lücken in denselben schließlich eingebaut – und wo keine Lücke ist, da wird, natürlich für den guten Zweck, eine erfunden. Hier wird für meinen Geschmack ein bisschen viel relativiert und ein bisschen viel Hurra-Patriotismus verbreitet.

    Mein Fazit:

    Todeszimmer ist für mich zwar der schwächste Lincoln-Rhyme-Thriller den ich bisher hatte, aber trotzdem immer noch gut. Deavers Schreibstil rettet für mich die eher langatmige Story, aber ich finde politische Themen sollte er besser anderen überlassen.

  17. Cover des Buches Zorn - Blut und Strafe (ISBN: 9783596701391)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Blut und Strafe

    (70)
    Aktuelle Rezension von: OHanf

    Bin gerade durch mit dem achten Teil der ZORN Reihe und wieder mal begeistert! Stephan Ludwig versteht es Geschichten zu erzählen und das mit einem sehr eigenen und spannenden nie ausufernden Stil der mich direkt nach den ersten Seiten mit nimmt. Zorn und Schröder und alle Personen drum herum sind so gut gezeichnet wie ich es selten in anderen Geschichten empfunden habe und er umschreibt seine Karaktere sehr empathisch. Ich kann die Thriller alle bisher gerne empfehlen. Danke für wiedermal gute Unterhaltung!!!

  18. Cover des Buches Fremde Hände (ISBN: 9783293306356)
    Petra Ivanov

    Fremde Hände

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Dandy
    Bei " Fremde Hände" von Petra Ivanov handelt es sich um den ersten Band der Reihe ;Flint und Cavalli.

    Zürich Nord: Müllverbrennungsanlage
    In einer Autodachbox wird die Leiche einer jungen Frau gefunden.

    Im Züricher Rotlichtmilieu kommen Kriminalpolizist Cavalli und Bezirksanwältin Flint , Frauenhändlern auf die Spur, die vor nichts zurückschrecken. Um so undurchsichtiger die Spuren werden, desto klarer erscheint das Motiv: Geld.
    Ein zweiter Mord geschieht, dieser hat viel mit dem Fall aber nichts mit Geld zu tun.
    Flint und Cavalli kämpfen gegen ihre Liebe an, In der Vergangenheit hat diese sie bereits an den Abgrund geführt.

    Die Geschichte hat mir sehr gefallen, da sie "leider" sehr nah an der Realität ist. Ich hatte während dem Lesen das Gefühl, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und sich sehr viele Gedanken über Zwangsprostitution und Menschenhandel gemacht hat. 
    Sehr ausführlich, schockierend wird über deren Leben berichtet und die Emotionen der Leser anspricht.

    Zur Auflockerung des sehr ernsthaften Themas kommen immer wieder Passagen, in denen es um die Beziehung zwischen Flint und Cavalli geht. Diese Passagen sind recht kurz gehalten, sodass sie nicht vom eigentlichen Fall ablenken und die Spannung nicht unterbrechen.

    Die vielen Wendungen und  Irrwegen, was den Täter und die Hintergründe betrifft, tragen zu der über das ganzen Buch verlaufenden Spannung bei.

    Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ich war sofort in der Geschichte gefangen.  Der Plot ist gut konstruiert und plausibel.

    Ich empfehle dieses Buch weiter.

  19. Cover des Buches Die letzte Instanz (ISBN: 9783442487400)
    Elisabeth Herrmann

    Die letzte Instanz

    (87)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …ist das Thema dieses Buches. Erst fand ich es etwas verwirrend und dann, als das Kernthema plötzlich ganz klar war, zu langatmig .

    Sicher, es war dann ganz nett zu verfolgen, wie Joachim Vernau so nach und nach die Zusammenhänge herstellte – und wie er immer wieder auf die schöne Staatsanwältin reinfiel…. Männer halt… 😊

     

     

  20. Cover des Buches Die sieben Farben des Blutes (ISBN: 9783734103445)
    Uwe Wilhelm

    Die sieben Farben des Blutes

    (87)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte

    Eine bizarre Mordserie versetzt Berlin in Schrecken! Nach und nach werden unerschrockene Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gegen Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen in der Gesellschaft vorzugehen, auf bestialische Weise umgebracht. Der Mörder, der sich Dionysos nennt, sendet nach jeder seiner abscheulichen Taten ein Video und Botschaften, in denen er angibt, die Opfer "heilen" zu wollen und damit den Frauen ihren von Anbeginn der Menschheit zugewiesenen Platz zurückzugeben. Seine Botschaften entnimmt er der Schrift "Das Buch Dionysos" aus der Feder des Anthropologieprofessors Rashid Gibran, der bald ins Visier der ermittelnden Behörden, allen voran der mit dem Fall betrauten Staatsanwältin Helena Faber gerät. Die kämpferische und ehrgeizige Staatsanwältin jedoch ist als eines der nächsten Opfer des fehlgeleiteten Mörders ausersehen, wie sich schnell herausstellt. Und ebenso schnell wird klar, dass Dionysos Kontakte zu Polizei oder Staatsanwaltschaft haben muss oder sogar einer von ihnen ist! Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der aussichtslos zu sein scheint, denn Dionysos lässt sich nicht aufhalten. Er mordet weiter und endet sich unaufhaltsam der Vollendung seiner Mission....

    Man muss schon sagen - Uwe Wilhelm, der Autor, mutet dem Leser einiges zu! Er hat einen stilistisch hochklassigen und clever konstruierten Thriller geschrieben, der wegen seiner grausamen und detailreichen Mordszenen gewiss nichts für empfindsame Gemüter ist. Doch ist er außerordentlich spannend, kaum mag man ihn aus der Hand legen, so sehr nimmt er einen gefangen. Er lässt tief, allzu tief, in die Abgründe nicht nur eines verwirrten Gemüts blicken, die niemandem gefallen können und die sprachlos-wütend machen ob ihrer Anmaßung und Absurdität. Mit voller Konsequenz und Radikalität widmet sich da ein Psychopath, der sich fast wie ein Messias vorkommt, der Aufgabe, etwas in die Tat umzusetzen, was sich leider noch immer viele Menschen in aller Welt, und nicht nur Männer, wünschen: die krasse Beschneidung der Rechte, die sich die Frauen in jahrzehntelangem Ringen erkämpft haben! Eine große Rolle in dem Thriller spielen zudem die Hintergrundhandlungen, spielen die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich vor jenen entfalten und in denen die Hauptakteure allesamt ihre wichtigen Funktionen haben. Jedoch sind die vom Autor ersonnenen Charaktere schwer fassbar, sie polarisieren und erschließen sich erst nach und nach. Niemals hat man das Gefühl, auch nur einen von ihnen je wirklich kennenzulernen oder ihre Beweggründe, ihr Denken und Fühlen, so ganz zu verstehen.

    Dies mag man vielleicht als Schwachpunkt des Romans ansehen! Man möchte mehr wissen, mehr Informationen und Einsichten erhalten, die zu einem besseren Verständnis der Charaktere und dem, was sie antreibt, beitragen könnten. Aber ist es tatsächlich ein Schwachpunkt? Gewiss, am Ende bleiben viele Fragen offen, richtig befriedigt ist man nicht. Doch ist das vor allem, wie ich meine, der Dramaturgie geschuldet, denn "Die 7 Farben des Blutes" ist nicht als für sich stehender, abgeschlossener Roman gedacht! Ein Folgeband ist beabsichtigt. Und von dieser Warte aus betrachtet ist es nur folgerichtig, dass gegen Ende des Thrillers neue Fragen aufgeworfen und alte nur ansatzweise beantwortet werden! Den Spekulationen des Lesers über den Fortgang der Ereignisse bleiben Tür und Tor geöffnet, seine Neugierde wird hier nicht gestillt - aber vielleicht im zweiten Band? Warten wir es ab....

  21. Cover des Buches Das Todeskreuz (ISBN: B004WPHX9K)
    Andreas Franz

    Das Todeskreuz

    (226)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Eine ermordete Staatsanwältin, kurz darauf ein ermordeter Richter. Beide Fälle weisen Parallelen auf und deuten auf einen alten Kriminalfall von vor zehn Jahren hin. 

    Den Fall an sich fand ich sehr spannend, zumal die Umstände des ersten Mordes recht rätselhaft geschildert wurden.  

    Zeitweise zog sich die Geschichte allerdings auch etwas. Ich empfinde den Schreibstil von Andreas Franz manchmal als etwas zäh. 

    23.07.2024

  22. Cover des Buches Schwedenbitter (ISBN: 9783426500392)
    Simone Buchholz

    Schwedenbitter

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Matteo_Di_Giulio

    Simone Buchholz schreibt wunderbare Krimis, die viel mehr als Krimis sind. Da sie in Hamburg spielen, bedeutet nicht nur, dass sie die zeitgenössische reiche deutsche Gesellschaft gut darstellen, sondern auch, dass sie einen anderen Blickpunkt anbieten dürfen. Hier wird ein Mörder in Wilhelmsburg unter dem Radar. Staatsanwältin Chas Riley ermittelt am Anfang mit ihrem Team in Richtung Linksradikalen: Die Rote Flora, das besetzte Haus in der Sternschanze, ist sofort verdächtig. Die Wahrheit ist aber komplexer und bringt Gentrifizierung und Korruption mit.
    Spannend, einigermaßen humorvoll, bunt. Wie alle anderen Krimis von Buchholz, auch dieser Roman erzählt ein Gesicht Hamburgs, das weder bekannt noch angenehm ist. Die Hansestadt geht unter die Lupe und ihr Ruf wird durch das Kriminologe-Mikroskop betrachtet. Krimi bzw Noir, in der besten europäischen Tradition: wie Jean-Claude Izzo, wie David Peace. Rau, schmutzig und authentisch. Vor allem umgangssprachlich unterhaltsam, aber niemals banal noch ordinär.

  23. Cover des Buches Alte Feinde (ISBN: 9783293208834)
    Petra Ivanov

    Alte Feinde

    (25)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Albert Gradwohl wird erschossen. Die Spurensicherung macht am Tatort eine seltsame Entdeckung: die Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Staatsanwältin Regina Flint wird durch die Hinweise nach USA geführt, dort ermittelt Bruno Cavalli bereits in einem Cherokee-Reservat. Dort mordet ein skrupelloser Killer. Doch Cavalli hat sich seit Monaten nicht gemeldet und niemand weiß, wo er abgeblieben ist. Regina macht sich nicht nur auf die Suche nach der Lösung ihres Falles, sondern auch nach Cavalli und die Beweise stürzen sie tief in ihre Vergangenheit..

    Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich es endlich geschafft habe den Krimi „Alte Feinde“ zu lesen. Meine Leseflaute, die im letzten Jahr immer wieder Einzug gehalten hat, hat es mir wirklich schwer gemacht, mich aufzuraffen den Krimi zu lesen. Dieses Jahr habe ich es jedoch endlich geschafft und kann sagen, dass mich das Buch wirklich gut unterhalten hat. Herzlichen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar!

    Ich wusste, dass der Krimi ein achter Teil ist und somit irgendwo eine Fortsetzung. Es war mir also klar, dass ich die Verbindungen der Charaktere selbst herausfinden musste und eventuell nicht alles verstehen würde, was Zwischenmenschlich so im Buch passiert. Mir war allerdings nicht so wirklich klar, dass dieses Buch Bezug auf einen vergangenen Fall der Reihe nimmt, den ich nicht kenne und es mir somit noch mehr erschwert war so richtig in der Handlung aufzugehen. Wer Fan der Reihe ist und die vorherigen Bände kennt, wird diese Probleme natürlich nicht gehabt haben bzw. nicht haben. Mir ist es doch recht schwer gefallen Fuß zu fassen, da ich weder die zwischenmenschlichen Beziehungen, noch den Fall, gänzlich greifen konnte, was wirklich sehr schade war.

    Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeitebenen, was mir viel Spaß gemacht hat, wir sind im heutigen Amerika, in der Schweiz und im Amerika des Bürgerkriegs. Man verfolgt sozusagen die geschichtliche Seite des Falles in der Zeit, aus der die Waffe des Mordes stammt und wir verfolgen Regina Flint und Bruno Cavalli in der heutigen Zeit, allerdings ebenfalls Zeitversetzt. Regina ist bereits im August angekommen, Cavallis Erzählung setzt früher an. Es hat mir Spaß gemacht die losen Enden zu packen und irgendwie zusammen zu setzen, doch mir haben sehr viele Informationen gefehlt, da ich die Vorgänger nicht kenne.

    Regina Flint ist mir recht sympathisch gewesen. Die Staatsanwältin versucht alles, um Cavalli wieder zu finden und gleichzeitig ihren Fall zu lösen. Mit ihm gemeinsam hat sie schon unfassbar viel durchgemacht und ihre Angst, ihn verloren zu haben, scheint sehr tief zu sitzen. Da sie aber keinerlei Kenntnisse über seinen Auftrag hat, gestaltet sich die Suche sehr kompliziert. Regina ist zielstrebig, mutig und sehr intelligent. Sie sieht Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, die ihre Kollegen nicht erkennen und kann so Fortschritte in ihrem Fall erzielen. Allerdings trübt die Suche nach Cavalli ihre Stimmung und auch ihre Konzentration, bis eine Enthüllung ihr sozusagen in die Hände spielt. Ich mochte sie sehr gerne, weil sie ohne umschweife ihre Ziele durchsetzt und intelligent und strukturiert arbeitet. Trotzdem ist es mir teilweise schwer gefallen ihren Gedankengängen zu folgen, da ich von ihren alten Fällen keine Ahnung habe.

    Auch Cavalli ist mir sehr sympathisch gewesen, fast schon mehr als Regina. Er entspricht quasi dem etwas mürrischen, fast schon gefühlskalten FBI Agenten, der einen Schreibtischjob in der Schweiz bekommen hat und versucht sein Leben mit Regina auf die Reihe zu bekommen. Der Fall in Amerika hat ihn jedoch in große Schwierigkeiten gebracht und es ihm unmöglich gemacht sich bei Regina zu melden. Er weiß nicht wem er vertrauen kann, wie er weiter agieren soll und wer hinter den Anschlägen steckt. Er muss sehr vorsichtig sein, darf nicht aus der Deckung kommen und das ist sehr schwierig, wenn man eigentlich herausfinden möchte, wer im Reservat so skrupellos tötet. Seine Art und Weise zu arbeiten und zu handeln hat mir sehr gefallen. Bei Cavalli fiel es mir auch nicht so schwer mich zurecht zu finden, da er weniger Bezug zu vergangenen Fällen macht. Erst gegen Ende des Buches, als offen gelegt wird, wie alles zusammenhängt habe ich auch bei ihm Probleme bekommen, was mir aber nicht mehr so viel ausgemacht hat.

    Die Handlung an sich ist sehr spannend gestaltet, da man kaum weiß worum es eigentlich geht, man weiß nicht wem man Vertrauen kann, hat ständig neue Leute auf der Liste stehen, die als Täter in Frage kommen könnten und gleichzeitig ist die Liste in Wirklichkeit leer. Jeder könnte beteiligt sein oder spielt jemand ganz anderes eine Rolle? Eventuell wären mir die Zusammenhänge klarer gewesen, wenn ich die vorherigen sieben Bände gekannt hätte, das kann ich aber natürlich nicht beurteilen. So war es für mich bis zum Schluss überhaupt nicht klar, wer seine Finger mit im Spiel hat und letztlich war das Ende auch nicht so spannend, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.

    Fazit

    Der Krimi rund um Flint & Cavalli hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Suchtfaktor war da, der Schreibstil hat mich an die Seiten gefesselt und die Tatsache, dass man bis zum Ende nicht weiß, wem man vertrauen kann, hat mich gepackt. Doch die Zusammenhänge zu verstehen, wenn man Band 1-7 nicht kennt, war einfach sehr schwierig und kompliziert. Ich habe weder die Charaktere und ihre Handlungen, noch die kompletten Zusammenhänge der Geschichte, zur Gänze verstehen können, da mir sämtliche Hintergrundinformationen gefehlt haben, was wirklich schade war. Für Neueinsteiger in die Reihe kann ich das Buch also nicht empfehlen: lest es der Reihe nach. Für diejenigen, die die Reihe bereits kennen: schaut es euch an!

  24. Cover des Buches Der 1. Mord (ISBN: B004TTHEAM)
    James Patterson

    Der 1. Mord

    (341)
    Aktuelle Rezension von: sengalein

    Thriller mit superkurzen Kapiteln, daher ein echter Pageturner. Die Brutalität und die kaputte Ermittlerin haben mich an skandinavische Krimis erinnert.

    Die Treffen des Mörderclubs haben mich vor allem gegen Ende an die Besprechungen der 3 Fragezeichen oder Pfefferkörner erinnert. Ich konnte sie nicht ernst nehmen.


     Das Ende war auch wirklich schlecht: Wer greift den bitten nen Cop in den USA  zuhause an. Die sind doch allle bewaffnet...

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