Bücher mit dem Tag "star trek"
319 Bücher
- Michael Jan Friedman
Star Trek - The Next Generation 01: Tod im Winter
(35)Aktuelle Rezension von: Ralph71Handlung: Dr. Crusher begibt sich auf den Planeten Kevratas, eine Welt im romulanischen Territorium, um dort ein Heilmittel gegen eine Seuche zu entwickeln, die die dortige Bevölkerung befallen hat. Das romulanische Imperium ist nicht bereit, eine Einmischung der Föderation in die internen Angelegenheiten zu tolerieren, weil es insgeheim befürchtet, dass in der Folge andere Kolonialwelten gegen die romulanische Vorherrschaft aufbegehren könnten. Sela, Tochter von Tasha Yar, nimmt Dr. Crusher gefangen, woraufhin sich Picard mit zwei ehemaligen Besatzungsmitgliedern des Raumschiffs Stargazer nach Kevratas aufmacht, um den medizinischen Auftrag Dr. Crushers zu erfüllen und sie aus den Händen der Romulaner zu befreien. Bewertung: Der Roman knüpft nahtlos an den letzten Kinofilm der TNG-Reihe an, wobei aber im Gegensatz zu den Kinofilmen wieder mehr Wert auf die handelnden Charaktere, ihre Beziehungen zueinander und die klassischen TNG-Werte (z. B. Freundschaft und Hilfsbereitschaft) gelegt wird. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Beziehung von Captain Picard zu Dr. Crusher sowie die politischen Unruhen im romulanischen Imperium nach dem Sturz von Shinzon. Mir hat dieser Auftaktroman der TNG-Reihe gut gefallen, weil einerseits qualitativ wie eine der besseren klassischen Fernsehfolgen daherkommt und andererseits auch einen vielversprechenden Handlungsrahmen für die zukünftige Romane dieser Reihe entwirft. - Christian Humberg
Star Trek - Prometheus 1: Feuer gegen Feuer
(9)Aktuelle Rezension von: TrekkieEin bekanntes Raumschiff mit neuen Charakteren bricht auf in ein Abenteuer, welches für das Beste in „Star Trek“ steht: Eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Durch den Terrorismus einiger weniger werden Vorurteile gegen eine ganze Spezies geschürt. Das ist wesentlich gelungener als die dritte Staffel von „Enterprise“, die sich zwar mit dem gleichen Thema auseinandersetzt, aber dabei kriegerische Handlungen bis hin zu Folter rechtfertigt. „Prometheus“ wäre zudem eine wesentlich bessere Serie gewesen als „Discovery“!
Am Schreibstil gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Das Buch ist spannend geschrieben und die Charaktere sind interessant sowie facettenreich. Als Bonus gibt es Gastauftritte einiger bekannter Seriencharaktere, wobei diese Buchreihe dennoch für sich selbst stehen kann.
- Lin Rina
KHAOS
(118)Aktuelle Rezension von: Romanika_1Der Planet, auf dem Daya lebt, ist unwirtlich und beinahe ausschließlich auf der abgewrackten Station auszuhalten, deren Mauern sie noch nie verlassen hat. Ihr Heim teilt sie sich mit ungehobelten Menschen, die einst Gefängnisinsassen waren und die Station anschließend stürmten, um vermeintliche Freiheit zu erlangen. Nach Jahren auf dem verlassenen Gefängnisplaneten, stoßen die Bewohner der Station auf zahllose Kapseln, in denen genetisch veränderte Menschen in einem eisigen Kryoschlaf liegen. Ein Plan wird geformt: Mithilfe dieser besonderen Kreaturen soll es den Stationsbewohnern endlich möglich sein, den Planeten zu verlassen. Doch wie sich herausstellt, streben diese Wesen nach dem Erwachen nach ihren eigenen Plänen. Daya findet sich zwischen den Fronten wieder – zwischen den Männern, mit denen sie aufwuchs und vor denen sie sich immer in Acht nehmen musste, und den genetisch optimierten Supermenschen, von denen vor allem einer ihr den Kopf verdreht: Khaos, dessen Seele geprägt ist von vermeintlich nicht zu vereinigenden Gegensätzen. Das einzige, was Daya in diesem rauen Umfeld schützt, ist ihre Gabe, in den Seelen anderer zu lesen und Gefühle und Intentionen herauszufiltern. Doch die Lage spitzt sich immer weiter zu und schon bald steht nicht nur ihr Herz auf dem Spiel, sondern auch ihr Leben.
„Khaos – Touching Soul“ ist ein Einzelband, der sowohl Science-Fiction- als auch Fantasy-Elemente aufgreift. Das Setting ist klassisch SciFi-mäßig – ein verlassener Wüstenplanet und eine halb zerfallene Station aus Beton und Stahl. Auch die Station an sich ist mit weit fortentwickelter Technik ausgestattet. Hinzukommt allerdings Dayas Fähigkeit, sich nach den Seelen anderer auszustrecken und sie auf besondere Art und Weise zu fühlen – sie nennt es „einen weiteren Sinn“.
Gleich zu Anfang: Ich war sehr neugierig auf das Buch, das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen, letztendlich war ich jedoch etwas zwiegespalten. Der Einstieg ist sehr spannend und die Spannung bleibt auch durchweg erhalten. Immer wieder passiert etwas Unvorhergesehenes, ein Höhepunkt in der Handlung, der einen in Atem hält. Die Wendungen sind überraschend. Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass man mitfiebert und immer wieder aufs Neue gespannt auf die nächste Seite blättert.
Ein bisschen eintönig war allerdings, dass sich die gesamte Handlung, von vorne bis hinten, ausschließlich in der Station abspielt. Die Station ist zu Anfang zwar ganz interessant, aber im Laufe der Seiten hat sich mein Interesse abgenutzt. Es gibt nichts eindeutig Spektakuläres an ihr, auch ist sie nicht von besonderer Schönheit gezeichnet. Um ehrlich zu sein, ist sie sogar sehr trist. Wären dann und wann neue Räume in die Handlung hineingewoben worden, neue und faszinierende Ecken, die es zu erkunden gilt, sähe die Sache anders aus. So jedoch wurde es irgendwann fast ein wenig langweilig, immer wieder die gleichen Gänge entlangzulaufen. Dem Abwechslungsreichtum wäre es erträglich gewesen, wenn sich dem Leser noch zwei, drei andersartige Orte offenbart hätten.
Die Stimmung in der Station war überwiegend beklemmend. Ihre Baufälligkeit und die schmucklosen Betonwände drücken dem Ganzen einen Stempel des Unbehagens auf.
Die Atmosphäre: vorhanden. Ich habe bereits des Öfteren erwähnt, dass ich sehr zu schätzen weiß, wenn ein Buch eine individuelle Atmosphäre aufweist. Das ist hier ganz klar der Fall. Jedoch trieft auch die Atmosphäre nur so vor dieser Tristheit, vor der immergleichen Eintönigkeit und der Beklemmung, die selbst die Protagonistin während jedes Atemzugs verspürt.
Es gibt Bücher, aus denen leuchtet die Sonne, sobald man sie aufschlägt – diese Exemplare stecken einen mit Licht und guter Laune an. „Khaos – Touching Soul“ hat bei mir eher das Gegenteil bewirkt: das Lesen hat mich bedrückt und immer eine kleine Ecke Finsternis in meinem Zimmer zurückgelassen, nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte.
Über die Figuren gibt es vieles zu erzählen, in erster Linie, dass sie in ihrer Authentizität wahnsinnig faszinierend sind. Hier gibt es wirklich nichts, was ich zu beklagen hätte. Jede einzelne Figur, selbst solche, die nur kleine Rollen spielen, ist perfekt ausgearbeitet und absolut einzigartig, sowohl in ihrem Aussehen als auch in ihrem Charakter. Allgemein tragen sie nur wenige Klischees an sich, was angenehm erfrischend ist. Besonders Daya ist eine sehr große Sympathieträgerin. Sie ist einzigartig; alles an ihr. Sie ist keine typisch starke Heldin, sondern eher klein und zerbrechlich. Im Laufe des Buches legt sie aber eine Wandlung hin und wird selbstbewusster und kecker. Sie ist definitiv ein besonderer Mensch, deren Entwicklung der Leser mit hoher Emotionalität verfolgt. Ihr Love-Interest, Khaos, ist ebenfalls kein klischeehafter Bad-Boy, auch wenn er vom Äußeren her einem solchen gleichkommt. Von Beginn an bekommt man Einblick in seine Höhen und Tiefen, seine hellen und dunklen Seiten. Er ist eine faszinierende und zugleich verwirrende Persönlichkeit, bei der es schwierig ist, sie einzuschätzen. Die Liebesgeschichte der beiden geht einige Male auf und ab, bleibt allerdings nachvollziehbar und legt keine unrealistischen Wendungen hin. Ihr beizuwohnen, ist bitter-süß, vermittelt dem Leser aber auch Zuversicht und Motivation.
Gefallen hat mir ebenfalls, dass eine Vielzahl an Nebenfiguren existiert. Sie alle sind tragend für die Geschichte und unentbehrlich. Trotz der Vielzahl war es mir immer sehr schnell möglich, mir ihre Namen und Gesichter einzuprägen und sie in das Geschehen einzuordnen. Was dem Setting an Authentizität fehlt, wurde den Figuren in doppelter Intensität eingeflößt.
Der Schreibstil: wunderschön. Auf den ersten Blick wirkt er gewöhnlich, doch setzt man sich tiefgehender mit ihm auseinander, wird ersichtlich, wie zartfühlend und sanft er ist. Zugleich ist er wortgewaltig und es mangelt ihm nicht an einfallsreichen Redewendungen. Die Dialoge sind allesamt nachvollziehbar und an den richtigen Stellen platziert. Das Bewundernswerteste am Schreibstil ist die Gegebenheit, wie gefühlsbetont er ist. Ohne die Figuren überdreht oder hysterisch dastehen zu lassen, legt er sein Augenmerk auf das Transportieren von Emotionen. Besonders auf Dayas Gefühlswelt wurde nachhaltig eingegangen, was sie umso nahbarer macht. Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so tief in die Empfindungen der Protagonistin hineingezogen hat. In diesem Punkt ist „Khaos – Touching Soul“ außerordentlich besonders.
Wie man sieht, verfügt das Buch über viele positive, aber auch einige negative Aspekte. Zum einen liebe ich den Schreibstil, die Vielseitigkeit der Charaktere und die Emotionalität, die man beim Lesen vermittelt bekommt. Die Idee hinter der Geschichte ist unglaublich faszinierend und einfach mal etwas ganz anderes. Auch hat es mir der Mix aus SciFi und Fantasy angetan sowie die Beschreibung, wie Daya in den Seelen liest und was sie dort alles entdeckt – die jeweiligen Schilderungen sind immer sehr berührend. Andererseits war mir die ganze Atmosphäre zu trüb und die Umgebung zu bedrückend. Auch hat mir am Ende irgendetwas gefehlt. Viele unbeantwortete Fragen standen noch im Raum, in erster Linie bezüglich Dayas Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte. Einige Andeutungen sind gefallen, die eine nähere Beschreibung nötig gehabt hätten.
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich das Buch noch einmal lesen werde oder nicht, aber feststeht, dass es sich keinesfalls an Klischees orientiert und dass ich mir sicher bin, dass es unter den Lesern einige Fans geben wird. Das Buch ist mehr für SciFi- als für Fantasy-Fans geeignet, allerdings werden auch Liebesroman-Verfechter Freude daran finden.
- Andy Mangels
Star Trek - Enterprise 3: Kobayashi Maru
(12)Aktuelle Rezension von: startrekchWie schon bei der letzten TV-Folge „Dies sind die Abenteuer…“ wird Band2 als Rückblende erzählt.
Trip Tucker bekommt hier endlich die Wiedergutmachung die damals am Schluss der Serie niemand begriffen hat. Warum wurde er so sinnlos geopfert? Hier wird genau diese Geschichte nochmals aus anderer Sicht erzählt und auch logisch Weitergeführt.
Capt.Archer und Shran bekommen auch einige sehr schöne Momente, aber Star dieses Romans ist natürlich Trip Tucker.
Wer die TV-Serie „Enterprise“ gesehen und gemocht hat und kein Problem mit einem 480 Seiten Roman hat, der kann hier Problemlos zugreifen
Ich freue mich jetzt riesig auf Band3 Kobayashi Maru und bin gespannt wie es weiter geht. Wird Enterprise jetzt dauerhaft als Rückblende erzählt oder nicht? Schaun ma mal… - William Shatner
Spock und ich
(15)Aktuelle Rezension von: fm_winkel𝕊ℙ𝕆ℂ𝕂 𝕌ℕ𝔻 𝕀ℂℍ
𝑀𝑒𝑖𝑛 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑 𝐿𝑒𝑜𝑛𝑎𝑟𝑑 𝑁𝑖𝑚𝑜𝑦
Heyne Verlag
Leonard Nimoy und William Shatner wurden durch ihre Rollen in Star Trek bekannt. Ersterer als Mr Spock, der ganz auf Logik und Verstand getrimmt ist und Emotionen nicht kennt. Star Trek prägt die Popkultur bis heute und spielt auch eine große Rolle in modernen Serien wie Big Bang Theory.
Shatner schrieb die (Auto-)Biografie ihrer über 50jährigen Freundschaft, beginnend bei ihrem Kennenlernen und dem Weg in die Schauspielerei. Dabei spielt die Serie natürlich eine riesige Rolle, denn dadurch hatten beide ihren Durchbruch. Diese tiefe Freundschaft und Untertrennlichk wird wird so bildhaft dargestellt - auch buchstäblich, denn im Mittelteil gibt es einige hochwertige Aufnahmen über die beiden über die Jahre hinweg, wo sie wahnsinnig sympathisch wirken.
Trotzdem hatten sie auch ihre Eigenheiten, besonders Nimoy, der irgendwann dem Alkoholismus verfiel. Diese Passagen haben mir teilweise wirklich das Herz gebrochen, ganz besonders dann aber der Teil, wo die beiden sich wegen einer Kleinigkeit verkrachen und Shatner seinen einst besten Freund vor dessen T0d nicht mehr wiedersieht, obwohl er sich darum bemüht. Sein Anschiedsbrief an Nimoy wurde abgedruckt und hat mir eine Träne entlockt, auch weil Shatner gar nicht weiß, ob Nimoy ihn am Ende noch gelesen hat.
Die Höhen und Tiefen dieser innigen Freundschaft und auch der Karriere werden emotional, spannend und mitreißend erzählt, es war zu keinem Zeitpunkt trocken oder langatmig. Selbst wenn man die Serie nicht kennt, ist es sicher richtig interessant zu sehen, wie die Filmbranche damals lief.
Das Buch ist unglaublich gut gelungen und ich kann es jedem empfehlen, der Star Trek mag oder sich für Hollywood der 1960er Jahre interessiert.
- Keith R. A. DeCandido
Star Trek - Die Gesetze der Föderation
(15)Aktuelle Rezension von: charlotteDas hier ist defintiv der Star Trek-Roman der völlig anders ist, als alle anderen, die ich bisher gelesen habe. Der Autor läßt den Leser am Alltag der frisch gewählten Präsidentin der Föderation teilhaben. Es geht um Probleme bei den Romulanern, um Erstkontakte und deren Besonderheiten, um politische Reden, um Bündnisse mit Klingonen und wie eine menschliche Präsidentin mit den romulanischen und klingonischen Botschaftern umgeht. Es ist mal ein ganz anderer Blickwinkel, von dem aus der Trekkie die Zukunft seiner Träume sieht. Dem einen oder anderen mag die "große" Politik, um die es hier geht, abschrecken, doch DeCandido schafft es locker, eine ansonsten gerne mal staubtrockener Thema interessant und spannend zu verpacken. Er zeigt dem Leser nicht alles nur aus dem Blick von Nan Bacco und ihren Mitarbeitern, sondern schiebt auch immer wieder die Sichtweise der sogenannten kleinen Leute auf den unterschiedlichsten Planten ein und lockernd schon allein damit das Thema auf. Das Buch leist sich wunderbar leicht und flüssig und ist ein wahres Lesevergnügen. Leider gibt es einen Punkt, den ich hier bemängeln muss: Für den deutschen Leser erschließt sich leider nicht immer die ganze Vorgeschichte, da einige Dinge, die für den Roman von Bedeutung sind, in verschiedenen Vorgängern passiert sind, die noch nicht übersetzt und herausgegeben wurden. Zum Glück wird vieles davon wenigstens kurz erwähnt. Alles in Allem ein gelungenes Buch mit einem kleinen Mängel, daher 4 von 5 Sternen. - Kevin David Anderson
Die Nacht der lebenden Trekkies
(10)Aktuelle Rezension von: OriginaldibblerFür alle Trekkies, die Zombiefilme lieben, ist dieses Buch ein Muss! Für jeden der Star Trek und/oder Zombiefilme mag, ist es auch auf jeden Fall lesenswert.
Die Story folgt den aus Zombiefilmen bekannten Wegen, spielt jedoch auf einer Star Trek Konvention. Bedingt dadurch sind (fast) alle Protagonisten große Star Trek Fans und selbst die Zombies stecken in entsprechenden Kostümen. Insgesamt ist das Buch so geschrieben, dass man es fast 1:1 verfilmen könnte.
Die Autoren sind selbst mindestens Trekkies, wenn nicht gar Trekker. Auf fast jeder Seite gibt es irgendeine Star Trek Anspielung zu entdecken.
Literarisch sicherlich wertlos, aber als seichte Unterhaltung wirklich spitze!
- David R. George III
Star Trek - The Original Series 1
(7)Aktuelle Rezension von: Ralph71Der Auftaktroman dieser Jubiläums-Trilogie hat mich nicht rundherum überzeugt. Die Grundidee, den Roman auf der TOS-Episode "Griff in die Geschichte" aufzubauen und McCoys weiteren Lebenslauf in einer alternativen Zeilinie zu erzählen, finde ich sehr reizvoll. In diesem Handlungsstrang streckt für mich die größte Qualität des Romans, weil auch die handelnden Nebenfiguren gut herausgearbeitet sind und der immer etwas grummelige McCoy so gut getroffen ist, dass man meinen könnte, man würde sich eine bisher noch unbekannte TOS-Episode mit DeForest Kelley ansehen. Sehr gut eingefangen ist auch "Pilles" Verzweifelung, als er die von ihm ausgelöste Veränderung der historischen Abläufe erkennt. Im zweiten Handlungsstrang greift der Autor in Ausschnitten auf TOS-Episoden und auf einige Star Trek-Kinofilme zurück und versucht diese in einen Zusammenhang mit der Episode "Griff in die Geschichte" zu bringen. Und hier liegt in meinen Augen die Schwäche des Romans, weil man an vielen Stellen fast den Eindruck gewinnt, dass hier nur irgendwie noch ein paar Zitate für Kenner der Materie untergebracht werden sollten. Es gibt nur wenige Szenen, in denen die Figur McCoy weiterentwickelt wird und die insofern eine echte Bedeutung für den Roman haben. - Christian Humberg
Star Trek - Prometheus 2: Der Ursprung allen Zorns
(8)Noch keine Rezension vorhanden - Greg Cox
Star Trek - The Original Series 7: Früher war alles besser
(3)Aktuelle Rezension von: SplashbooksDer vorliegende Band aus der Reihe ´Star Trek Original` bringt interessierte Leseratten auf eine spektakuläre Jagd durch Raum und Zeit. Dabei wird vor allem ein Mitglied der Voyager in den Fokus der Ereignisse gestellt.
Seven of Nine muss ein Rätsel lösen, um wieder in ihre Zeit zu kommen. Die junge Frau stellt sich Kirk als Annika Seven vor. Dies zeigt, dass sie auf der Voyager dank der Hilfe von Janeway, Tuvok und weiteren Besatzungsmitglieder gelernt hat, ihre menschliche Vergangenheit langsam zu akzeptieren. Zudem ist dies ein kluger Schachzug, um ihre Spuren in der Zeit zu verwischen. Immerhin muss sie äußerst vorsichtig sein, um die Zeitlinie nicht durcheinanderzubringen und so ein Paradoxon auszulösen.
Kirk, der schon ein wenig Erfahrung mit solchen Dingen hat, kennt die Gefahren ebenfalls. Natürlich findet es sogar Spock reizvoll, mehr über die Zukunft zu erfahren. Doch die Sternenflottenoffiziere wissen, was von ihnen erwartet wird.
Natürlich darf auch ein Zweifler nicht fehlen. Commissoner Santiago, der aus diplomatischen Gründen auf der Enterprise weilt, sieht die Chance dank Sevens Wissen um die Zukunft taktische Vorteile daraus zu ziehen. Die Möglichkeiten wären immens. Da Seven Dank der Borg-Implantate über viele außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, ist dies nur allzu verständlich. Immerhin ist die junge Frau in der Lage medizinisches Wissen und Technologien verständlich zu erklären. Doch sowohl Seven als auch Kirk bleiben standhaft, wenn es um Fragen, die die Zukunft betreffen, geht. Kirk hat da ja ein einschneidendes Erlebnis hinter sich. Damals war es der Wächter der Zeit mit dessen Hilfe ein verwirrter McCoy in die Vergangenheit gelangte und eine Frau rettete. Durch dieses Eingreifen veränderte sich die Zukunft und erst als Kirk die Frau, die er über alles lieben gelernt hatte, sterben ließ, wurde die Zeitlinie wieder in ihre ursprüngliche Laufbahn gelenkt.
Joan Collins spielte die hinreißende junge Frau namens Edith Keller, in die sich Kirk verliebte. Die Folge spielte in der ersten Staffel der Serie. 1967: Raumschiff Enterprise: Folge 28, Griff in die Geschichte (The City on the Edge of Forever).
Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23521/star_trek___the_original_series_7_frueher_war_alles_besser - Lawrence M. Krauss
Die Physik von Star Trek
(13)Aktuelle Rezension von: paulsbooksWenn man sowohl "Raumschiff Enterprise" oder seine Spin-Offs mag, als auch ein gewisses Interesse an Physik hat, wird sich manches Mal die Fragen stellen: "Wie soll das in der Realität aussehen?", oder: "Wann wird es das endlich geben?"
Genau für diese Zielgruppe ist dieses Buch geschrieben. Der Technobabble im Trek-Universum wird ein wenig entschlüsselt und mit dem, was man über das Universum weiß, populärwissenschaftlich abgeglichen. Längst kann dies Werk die fiktiven Technologien nicht erschöpfend berühren, aber in jedem Fall werden Basistechnologien wie der Transporter oder der Warpantrieb intensiv behandelt. Und z.B. Information-Pads gibt es ja schon eine ganze Weile, auch wenn sie bei uns "Tablets" heißen und wesentlich intelligenter sind als die Pads, die es ab TNG gibt.
Meine Meinung dürfte wenig überraschen und auf der Hand liegen: Für den physikalisch interessierten Trekkie ist dies ein interessantes und schnell lesbares Buch, für den Rest der Menschheit wäre es herausgeworfenes Geld und Zeitverschwendung. Da es aber nicht wenige Trekkies gibt, die davon träumen, auf Kommando an ihren Urlaubsort oder auf ein Raumschiff "gebeamt" zu werden oder ohne Generationenschiff-Konzept fremde Sternsysteme zu erforschen, hat es durchaus seinen Platz in den entsprechenden Regalen verdient. - Margaret Wander Bonanno
Star Trek, Die Sonde
(4)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Die erste Romanhälfte weiß durchaus mit einer guten Figurenzeichnung und der schönen „Flügel-Szene“ zu punkten, jedoch wird schon hier auffällig, was zum Problem des Werkes wird: die Autorin dehnt ihre Geschichte in die Länge. Es geht nur sehr gemächlich voran, und teils werden mit langen Logbucheinträgen und Perspektivwechseln bekannte Inhalte nochmals kurz wiederholt. So wird der soliden Handlungsidee jeder Spannungsaufbau genommen. Es liest sich zwar meist ganz nett und flüssig dahin, ohne aber wirklich packend zu werden. Immerhin ist es ein recht niveauvoll geschriebener Star-Trek-Roman. Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht.
- Christie Golden
Star Trek - Voyager 1
(24)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Endlich einmal wieder ein richtig toller Star-Trek-Roman. Auf den ersten 150 Seiten erzählt die Autorin die Heimkehr der Voyager-Besatzung. Christie Golden knüpft dabei direkt an die letzten Szenen der finalen Doppelfolge der TV-Serie an und es ist wundervoll zu lesen – man versinkt geradezu in nostalgischen Gefühlen. Auf den letzten 100 Seiten entspinnt sich dann eine packende Handlung um die Voyager-Helden, die sich immer weiter zuspitzt. Der einzige Wermutstropfen ist hierbei, dass (im Stile eines Fortsetzungsromans) die Auflösung von alledem erst im zweiten Teil „Ferne Ufer“ erfolgt. Für Fans der Fernsehserie absolut empfehlenswerte Lektüre.
- Kristen Beyer
Star Trek - Voyager 6: Unwürdig
(7)Aktuelle Rezension von: SplashbooksKirsten Beyers neuestes Werk liest sich flüssig und angenehm. Wie schon Christie Golden vermag die Autorin die Fans schnell in ihre Story zu ziehen. Dabei schafft sie es bravourös neue Figuren und altbekannte Mitglieder der Voyager-Crew zu einer neuen Mannschaft zusammenzuschweißen.
Tom und B´Elanna sowie ihre Tochter Miral werden endlich wieder vereint. Chakotay und Seven sowie der Doktor kehren ebenfalls an Bord des Raumschiffes Voyager zurück. Zudem ist Reginald Barclay ebenfalls mit dabei auf der Reise in den Delta-Quadranten. Neelix, der beliebte Talaxianer hat ebenso einen Gastauftritt.
Admiral Batiste ist ein neuer Charakter, der schon im Vorgängerband eingeführt wurde. Der Ex-Mann von Captain Eden erweist sich nicht unbedingt als Sympathie-Träger. Anders sieht es da schon mit dem Counselor aus. Cambridges Methoden sind unorthodox und er versteht es bravourös seine Patienten da zu treffen, wo es wehtut bzw. ihnen ihr Dilemma vor Augen zu führen und bewusst zu machen. Seine ungewöhnliche Herangehensweise an die Probleme seiner Patienten, sowie die manchmal recht amüsante Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Flotte, werden sehr humorvoll präsentiert und dürften garantiert viele Leser zum Schmunzeln verleiten.
Der Doktor hingegen darf sich einer Verehrerin gewiss sein und scheint endlich seine große Liebe gefunden zu haben.
Zudem gibt es mit den Indign ein neues Volk, die das mittlerweile verschwundene Borg-Kollektiv wie Götter anbetet. Diese Version zeigt, wie weit Völker gehen, wenn sie ein falsch verstandenes Motiv herbeisehnen. Dies ist vor allem für Seven eine interessante Begegnung, die ihr ihre Vergangenheit noch einmal gut vor Augen führt.
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http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21903/star_trek_voyager_6_unwuerdig - Andreas Suchanek
Heliosphere 2265 - Das dunkle Fragment
(79)Aktuelle Rezension von: ramoZuerst muss ich erwähnen, das dass mein erstes, gelesenes Buch in der Kategorie SciFi ist. Dementsprechend hatte ich etwas Probleme in das SciFi Vokabular einzusteigen, da manche Dinge dem Leser nicht erklärt werden [vielen Dank auch an meine fehlenden Physikkenntnissen (Higgsfeld/Einsteinraum)] - hier ist Google aber ein zuverlässiger Helfer ;)
Die Beschreibungen der einzelnen Situationen ist toll und detailgetreu umgesetzt worden, es fühlt sich an als wäre man selber ein Crewmitglied der Hyperion. Wie es bei einem Raumschiff üblich ist, werden vielen Personen benötigt und diese in die Geschichte eingefügt - stellenweise war ich aber etwas verwirrt welche Person wofür zuständig ist. Das Problem hat sich aber ab der Hälfte, wenn man etwas tiefer in die Geschichte geht, bereits erledigt. Man merkt das dass Buch durchdacht ist und die Geschichte nicht unnötig aufgebläht ist. Die fehlenden Informationen über die Feinde und das Artefakt lassen die Geschichte durchgehend spannend sein. Am Ende der Mission sind noch viele Fragen offen und es deutet sich eine neue Intrige an - somit endet das Buch mit dem von Andreas gewohnten Cliffhanger.
Das Buch ist definitiv auch für SciFi Anfänger geeignet wenn man offen für das entsprechende Fachvokabular ist und sich dieses ggf. aneignen will. Die Charaktere sind gut beschrieben, die Handlung schlüssig und durchweg spannend. Man hat Lust auf mehr.
- James Swallow
Star Trek - The Fall 4: Der Giftbecher
(3)Aktuelle Rezension von: Splashbooks"The Fall" geht weiter. Der vierte Teil dieses Crossover-Event hört auf den Namen "Der Giftbecher". Autor ist James Swallow, den einige vielleicht von "Titan 06" herkennen.
Admiral Aakaar hat eine folgenschwere Entscheidung getroffen. Er beordert die Titan zurück zur Erde und ernennt ihren Kapitän William Riker zum Admiral. Dieser soll insgeheim herausfinden, wer oder was hinter der Ermordung von Nan Bacco steckt. Und das wird alles andere als einfach.
Und so laufen gleich mehrere geheime Pläne an. Eine Fraktion schickt heimlich eine geheime Truppe los, zu der auch Tuvok und Nog gehören. Sie sollen die Attentäter finden und in ein Gefängnis bringen, das nicht zur Föderation gehört. Christine Vale erhält hingegen ihr erstes Kommando und soll versuchen, Julian Bashir zu finden und zu retten!
Im letzten Roman hat die "The Fall"-Reihe endlich ihr Potential wahrgenommen und war sehr lesenswert. Da stellt sich natürlich die Frage, wie es mit "Der Giftbecher" weitergeht? Wie wird James Swallow sich schlagen?
Erstaunlich gut. Der Autor nimmt quasi den Ball auf und präsentiert eine spannende und abwechslungsreiche Erzählung. Die dabei gleichzeitig aus vielen verschiedenen Facetten besteht.
All diesen gemein ist eine düstere und melancholische Atmosphäre. Der Mord an Nan Bacco und die aggressive Vorgehensweise ihres Nachfolgers Ishan drückt sich bemerkbar auf die Gemüter aller Beteiligten. Immer wieder werden Zweifel an der Integrität des temporären Präsidenten gesät. Immer wieder wird deutlich gemacht, dass er alles im Sinn hat: nur nicht die Friedenspolitik seiner Vorgängerin weiterzuführen.
Und in dieser angespannten Atmosphäre wird William Riker zum Admiral ernannt. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Figur aus den Fernsehserien eine Stufe höher im Offiziersränge-System steigt. Man denke nur an Kathryn Janeway, die für ihre erfolgreiche Rückkehr aus dem Delta-Quadranten zu einem Admiral ernannt wurde. Doch bei Will Riker wird klar, dass in seinem Fall ein politischer Hintergrund hinter seiner Ernennung steht. Und das er keinen Gefallen an seiner neuen Aktivität hat, was vor allem daran liegt, weil er zunächst nicht weiß, was genau seine Mission ist.
Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23361/star_trek___the_fall_4_der_giftbecher - Andreas Suchanek
Heliosphere 2265 - Zwischen den Welten
(51)Aktuelle Rezension von: ramoIn Heliosphere 2265 - zwischen den Welten gibt es wieder jede Menge spannende Wendungen und Probleme. Die Story ist diesmal zweigeteilt - Jayden Cross widmet sich der Untersuchung des Fragments auf dem Mars und stößt hier auf weitere Rätsel währenddessen Noriko Ishida auf einer weiteren Mission mit der Hyperion ist. Sie muss sich mit Michalews eingeschleuster Crew auseinandersetzen und man fühlt mit ihr. Wie bereits erwartet läuft hier nichts so wie es sollte. Der zweite Band ist besser, da nicht so viele neue Charaktere dazu kommen und man die bisherigen Protagonisten besser kennen lernt.
Auch dieser Band ist wieder gewohnt witzig „Furchtbar, diese Kettennamen. Wie soll man sich das merken?“ was dazu führt das man die Charaktere direkt sympathischer findet. Die Techniklastigkeit hielt sich hier in Grenzen sodass man den Band gut und flüssig in einem Rutsch durchlesen konnte. Ich freue mich schon auf Band 3 mit dem ich gleich starten werde :)
- David Mack
Star Trek - Vanguard 3
(13)Aktuelle Rezension von: Ameise'"Wow!" - dieses kleine Wörtchen fasst wohl am besten meinen Eindruck von dem dritten Band der Vanguard-Reihe zusammen, der vielleicht anspruchsvollsten Star Trek-Romanserie. Wie schon seine beiden Vorgänger glänzt auch "Ernte den Sturm" mit einer ausgefeilten Story, spannenden Actionszenen und vielschichtigen Charakteren und schwächelt nicht einen Augenblick. Die Erforschung des Metagenoms hatte schon im 2. Band fatale Konsequenzen für die Föderation, als man auf die uralte und mörderische Spezies der Shedai traf. Nichtsdestotrotz schickt der Vanguard-Kommandant Diego Reyes das Spähschiff Sagittarius in das Jinoteur-System, wo man den Ursprung der Shedai und damit auch des Metagenoms vermutet. Dort trifft die Crew zunächst auf ein verlassenens Tholianerschiff, gerät bald darauf unter Beschuss und muss auf einem tropischen Planeten notlanden. Es dauert nicht lange, bis die übermächtigen Shedai mit brutaler Härte zuschlagen... Obwohl ich es kaum noch für möglich hielt, nimmt die Action und Spannung gegenüber dem Vorgänger noch einmal zu, so dass sich der Roman nicht gerade als die richtige Lektüre vor dem Schlafengehen eignet. Die Splatterszenen sind für meinen Geschmack ein bisschen zu heftig, da Star Trek derartige Gewaltszenen eigentlich nicht nötig hat. Aber natürlich verfehlen sie ihre Wirkung nicht: Der Überlebenskampf der Sagitterius-Crew zerrt so sehr an den Nerven, dass man den Roman schwer aus der Hand legen kann. Glücklicherweise kommen auch die Charaktere nicht zu kurz, ganz im Gegenteil. Trotz der vielen kleinen Einzelschicksale und der großen Menge an Protagonisten werden die Figuren wie immer sehr lebendig beschrieben. Die Geschichte bringt für einige Figuren einschneidende Konsequenzen mit sich, vor allem für Commodore Reyes und die Geheimagentin T'Prynn, die sich beide für das Wohl der Allgemeinheit mit Schuld beladen und mit den folgenschweren Konsequenzen fertig werden müssen. Schade nur, dass meine Lieblingsfiguren Quinn und Pennington erst auf Seite 170 auftauchen, aber dafür hält das Schicksal für die beiden notorischen Pechvögel auch endlich mal ein bisschen Glück bereit. Bei aller Spannung und Dramatik blitzt immer wieder auch Humor auf, zum Beispiel beim lustigsten Sabotageakt in der Star Trek-Geschichte. Der Roman führt einige Handlungsfäden aus den Vorgängern zu Ende, wirft aber wieder neue Fragen auf, die die Vorfreude auf den 4. Teil mit dem passenden Titel "Offene Geheimnisse" schüren. Nachdem sich der eigentlich hervorragende 2. Teil durch ein unglaublich mieses Lektorat auszeichnete, ist es schön, dass sich die Fehler in "Ernte den Sturm" in Grenzen halten. Als Extra gibt es diesmal eine "Minipedia" - eine Art Vanguard-Lexikon, was wegen der vielen Namen sehr nützlich ist. Die Spoilerwarnung sollte man aber durchaus ernst nehmen, wenn man sich die Überraschung bis zum Schluss aufheben möchte. Fazit: Obwohl die Messlatte angesichts der beiden tollen Vorgänger sehr hoch gelegt wurde, kann der dritte Teil das Niveau mühelos halten. Bisher kann ich die Vanguard-Serie jedem Star Trek-Fan uneingeschränkt weiterempfehlen. - John Vornholt
A Time to Be Born
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie Enterprise wird in den Rashanar-Sektor beordert. In dem dortigen Schlachtfeld, das vom Dominionkrieg übrig ist treiben Plünderer ihr Unwesen und schlachten die driftenden Wracks aus. Captain Picard und seine Crew sehen sich außerdem mit kriegsmüden Sternenflottenkameraden, leicht xenophoben Ontalianern, mysteriösen Raumphänomenen und einem geheimnisvollen Gegner konfrontiert... Der erste Band des „A Time To...“-Zyklus enthält alles, was ich von einem Star Trek-Roman erwarte. Die Geschichte ist spannend erzählt. Ich war immer neugierig, was als nächstes passieren würde. Unerwartete Wendungen lassen die Seiten sich von selbst umblättern. Ein Trip mit der (neuen) Yacht des Captains, Begegnungen mit Raumpiraten, ein im offenen Weltall umherhangelnder Data, Schiffe, die erst explodieren und dann wieder auftauchen – viele spektakuläre Elemente sind hier kompakt in eine Story gewickelt, die zwischen „Insurrection“ und „Nemesis“ spielt und die spätere TNG-Welt mit Leben füllt. Die Erzählung leitet den Leser dabei schön stringent auf einen Höhepunkt zu. Der Roman endet jedoch nicht mit diesem Knalleffekt, sondern geht eher ruhig und düster zu Ende. Auch ohne aufsehenerregenden Cliffhanger bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, den ich sofort danach in die Hand genommen habe. Die Figuren werden zwar nicht tiefgründig, aber auch nicht gerade oberflächlich gezeichnet. Es gibt keinen Schwerpunkt auf einen Charakter, allenfalls Picard und Data stehen vergleichsweise oft im Mittelpunkt der Erzählung. Datas Sicht der Dinge ist besonders spannend, wenn er z.B. seinen Emotionschip (de-)aktiviert und sich seine Perspektive ändert. Gut fand ich auch den Ausflug in die Bürokratie und die Jurisprudenz der Sternenflotte zum Ende hin, das auf der Erde spielt. Einblicke in das Hauptquartier und die dortigen Abläufe finde ich immer sehr spannend. Mal abseits des Lebens auf Raumschiffen und Stationen, stattdessen im quirligen Zentrum der Föderation. Gastauftritte vieler bekannter Figuren lassen dies sehr kurzweilig werden. Auch mit Wesley Crusher gibt es ein Wiedersehen, und auch wenn ich, wie die meisten anderen, alles Andere als ein Fan von Wesley bin, sein Auftritt ist wirklich toll gemacht, scheint aber nur den Boden zu bereiten für eine weitaus gewichtigere Rolle in der Fortsetzung. Mir hat auch gefallen, dass es mal wieder ein bisschen Old School-Space Action gibt. Die Vorstellung von dem Schlachtfeld mit den unzähligen Wracks, dem mysteriösen Gravitationsvortex, den umherfliegenden Trümmern, den trügerischen Sensoren faszinierte mich total. Die Mission mit La Forge und Data an Bord eines Shuttles auf der Jagd nach den Plünderern inmitten dieses Trümmerfelds war für mich eines der packendsten ST-Leseerlebnisse überhaupt, auch Datas „Ausflug“ auf ein Geisterschiff fand ich großartig. John Vornholts Beitrag zu dieser Reihe ist mehr als vielversprechend, er ist für mich schon jetzt ein Highlight. Meine Ansprüche an Star Trek-Romane sind hoch, aber hier vergebe ich mit Freude die Höchstpunktzahl. Bedingungslose Leseempfehlung. - Dayton Ward
Star Trek - The Next Generation
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Captain Jean-Luc Picard ist mit der Enterprise-E unterwegs, um einen seltsamen Nebel zu untersuchen. Interessant ist auch ein Planet, welcher sich mitten in diesem Nebel befindet, denn eigentlich ist es völlig unmöglich, dass er sich hier befindet. Es werden Lebenszeichen und Energiewerte gemessen und Spuren von Quantenfelder werden entdeckt. Dann kommen wir zu Captain Riker, ja richtig gelesen, in einer der anderen Quantenebenen treffen wir auf die Enterprise-D. Neben der zeitlichen Trennung hat sich auch die Reise der Enterprise hier etwas anders entwickelt. Einige Personen die nicht mehr sind gibt es wieder und andere gibt es eben nicht mehr. Bis hier hin hätte es Dayton Ward belassen sollen, aber es kommt noch eine dritte Partei dazu.
Unterdessen schickt Captain Picard Commander Worf auf den Planeten, denn das Geheimnis ist zu groß, um nicht gelüftet zu werden. Jetzt kommt auch der Name des Buches zum Tragen, denn wie es kommen musste, stürzt Worf mit seiner Crew ab. Der Roman benötigt schon etwas Zeit, um die Ereignisse auch in Gang zu bringen. Vielmehr konzentriert sich der Autor auf die unterschiedlichen vergangenen Ereignisse. Wie etwa Riker seinen Posten als Captain der Enterprise bekam oder wie dieser reisende Planet entstand. Damit hat er versucht die Nähe zu den Charakteren aufzubauen, was allerdings nicht an jeder Stelle funktioniert. Der neue Geschichtsverlauf der Enterprise-D klingt auf jeden Fall interessant, den viele der Ereignisse kennt man und ihren Ausgang auch.
Egal ob der Kampf gegen die Borg, Klingonen oder Romulaner, alles wird in Zukunft für diese Dimension anders verlaufen, als wir es aus den Geschichten kennen. Ward verlässt sich nicht darauf, dass hier nur alte Hasen das Buch in die Hand nehmen, der versucht die letzten Jahrzehnte zusammenzufassen und bindet dabei den Absturz und die Quantenreise des Planeten mit ein. Vielleicht ist das eine nicht zwingend gute Entscheidung gewesen, denn so klassisch sich das Abenteuer liest, so verläuft es auch. Der ganz große Sprung in der Handlung fehlt leider. Zum Ende hin ein wenig Action und der Ausblick, dass alles doch noch anders kommen kann, aber das war es dann auch schon.
Was die temporale Direktive angeht, nun ich bin mir sicher, dass sie in diesem Fall wohl etwas anders greift, da ein Paralleluniversum ganz anders auf die Entwicklungen reagiert, als das eigene. Die außerirdische Technik des Volkes ist zumindest von der Idee her wirklich beeindruckend und dürfte so ziemlich jedes machthungrige Volk, egal aus welchem Quadranten, interessieren. Die beiden Geordi La Forge haben zumindest alle Hände voll zu tun, um die jeweilige Enterprise zusammenzuhalten. Da man sich nicht wirklich viel von der Stelle bewegt, sondern „nur“ zwischen Dimensionen, bleiben die Schauplätze auch recht übersichtlich. Das hilft den schnellen Überblick über das Geschehen zu behalten. Für mich gab es etwas zu wenig von dem neuen Volk und zu viel von bereits bekannten Geschichten, da hätte der Autor ruhig mehr ausholen können.
Fazit:
Zwei mal Enterprise und zurück! Dayton Ward erzählt euch eine sehr klassische Geschichte aus dem Star Trek – Next Generation Universum. Er verhilft einigen alten Figuren erneut zusammen zu agieren und kreiert sogar ein eigenes Paralleluniversum. Dennoch fehlen die wirklich echten Überraschungen im Verlauf und hinter der Idee selbst. Technisch dennoch sehr interessant, hindert nur der der übliche Gegner am Vorankommen einer wirklich neuen Geschichte. Wer es dennoch klassisch mag, findet hier schöne alt geschmückte Bilder.
Matthias Göbel
Autor: Dayton Ward
Übersetzer: Stephanie Pannen
Seiten: 350
Verlag: Cross Cult
Erscheinungsdatum: 06.05.2019
ISBN: 9783743897496























