Bücher mit dem Tag "steampunk"
260 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.718)Aktuelle Rezension von: Amber1309Name: Das Lied der Krähen
Autor: Leigh Bardugo
Genre: Fantasy
Alter: ab 14
Beschreibung:
Das kriminelle Genie Kaz Brekker muss ein Team aus fünf gefährlichen Außenseitern zusammenstellen, um einen unmöglichen Raubzug in das bestgesicherte Gefängnis der Welt zu wagen. Ihr Ziel ist die Befreiung eines Gefangenen, dessen Wissen das Schicksal der Welt verändern könnte.
Bewertung:
Zuerst habe ich etwas gezögert,weil mich das Cover und der Titel nicht gerade so angesprochen haben. Aber weil mir das so oft empfohlen wurde, habe ich es mir dann aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Anfang war ich etwas verwirrt wegen den vielen Perspektiven, auch dass das Buch aus der Er-/Sie-Perspektive geschrieben wurde, hat dazu geführt, dass es etwas länger gedauert hat, bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Die Idee fand ich sehr gut und es war auch gut umgesetzt. Man konnte auch richtig gut den Vibe fühlen. Aber dieser Cliffhanger am Ende😱
Leute,was war das?😭
Ich werde auf jeden Fall Teil 2 lesen😊
- Cassandra Clare
Clockwork Angel
(2.096)Aktuelle Rezension von: Isa_HeDas Buch „Clockwork Angel“ ist der erste Teil der „Chroniken der Schattenjäger“ von der Autorin Cassandra Clare und auch mein erstes Buch von ihr. Ich wollte schon seit längerer Zeit in das Schattenjäger-Universum eintauchen und habe mich für dieses Buch als Einstieg entschieden.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Die fantastische Welt, die die Autorin hier kreiert hat wirkt sehr lebendig und ihr gelang es sehr gut Informationen in die Handlung einzuflechten. Sehr gefallen haben mir, wie die Hintergründe zu den Schattenjägern und den Schattenweltlern und noch vieles mehr vermittelt werden. Man wird nie mit Informationen überladen, sondern entdeckt gemeinsam mit Tessa Schritt für Schritt die Geheimnisse dieser faszinierenden Welt.
Ebenso mochte ich die Atmosphäre im Roman und die unterschiedlichen Elemente, die die Autorin hat einfließen lassen. Das viktorianische London bildet eine tolle Kulisse und verleiht der Geschichte ihren ganz eigenen Charme. Die leicht düstere Grundstimmung zu Beginn passte gut zu den geheimnisvollen Ereignissen und wird durch Steampunk-Elemente wunderbar ergänzt. Dadurch entsteht eine abwechslungsreiche Mischung aus Urban Fantasy, historischen Einflüssen und übernatürlichen Erlebnissen.
Die Story an sich empfand ich als sehr abwechslungsreich und sog mich schnell in ihren Bann. Neben spannenden Kämpfen erwartet einen zahlreiche Geheimnisse, überraschende Wendungen und immer neue Enthüllungen, die dafür sorgen, dass die Geschichte nicht ihre Spannung verliert. Es ergeben sich stets neue Fragen, die dafür sorgen, dass man weiterlesen möchte und auch neugierig auf die weiteren Teile der Reihe machen.
Die Charaktere wurden von der Autorin ebenfalls sehr gut gezeichnet. Sie sind vielschichtig, glaubwürdig und entwickeln sich im Verlauf der Handlung spürbar weiter. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Tessa, die nach London reist, um ihren Bruder zu finden. Doch statt eines Wiedersehens gerät sie in Ereignisse, die ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen. Nach und nach erfährt sie, dass sie weit mehr ist als sie selbst jemals geahnt hätte. Ihre Entwicklung hat mir sehr gefallen, denn sie wächst mit jeder Herausforderung und findet immer mehr zu ihrer eigenen Stärke. Gemeinsam mit Tessa lernt man die Schattenjägern und das Londoner Institut kennen. Von ihnen stechen vor allem Will und Jem hervor, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein können. Will ist eher schwierig, er wirkt zum Teil abweisen, provozierend und tut alles dafür, dass man ihn nicht mag. Man merkt aber auch, dass sich hinter dieser Fassade ein tieferer Grund verbirgt, was ihn zu einen interessanten Charakter macht. Jem bildet zu ihm einen wunderbaren Gegenpol. Mit seiner freundlichen, ruhigen und warmherzigen Art ist er jemand, den man mögen muss. Trotzdem hat auch er seine Geheimnisse. Die Freundschaft zwischen ihm und Will mochte ich sehr gerne. Sie wirkt tief und zeugt von starken Vertraudn zwischen den beiden. Was aber Tessa mit den Schattenjägern erlebt und was es mit dem Verschwinden ihres Bruders auf sich at, das müsst ihr selbst herausfinden.
Mir hat „Clockwork Angel“ insgesamt sehr gut gefallen. Ich mochte die Geschichte sowie die Charaktere und die verschiedenen Elemente in der Geschichte. Ich werde auf jeden Fall tiefer in das Schattenjägern-Universum eintauchen und freue mich schon auf die Folgebände. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
- Lin Rina
Animant Crumbs Staubchronik
(1.209)Aktuelle Rezension von: Lissy_BookloveAnimant Crumb entstammt einer gut betuchten englischen Familie. Am Tag tut sie meist nichts anderes, als zu lesen, anstatt wie die meisten jungen Mädchen auf gesellschaftliche Veranstaltungen zu gehen und Ausschau nach einem möglichen passenden Ehemann zu halten. Während ihre Mutter sich aber ausgerechnet letzteren Weg für sie wünscht, möchte Animant lieber ihr bisheriges Leben weiterführen - ohne Sorgen, Stress und Herausforderungen. Als ihr Onkel bei einem Besuch erzählt, dass in der Londoner Universitätsbibliothek dringend ein Bibliotheksgehilfe gesucht wird, gerät Animants Plan erstmals ins Wanken. Immerhin sei das doch die ideale Chance, den Heiratsplänen ihrer Mutter zu entkommen, oder? Doch sie hat bei weitem nicht damit gerechnet, dass sie in London viel mehr erwartet, als ihr neuer Beruf, der für eine Frau dieser Zeit gänzlich untypisch erscheint. Animant lernt schnell, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen, findet echte Freunde und verliebt sich auch noch in den Bibliothekar Mr. Reed...
Ich habe vor ein paar Jahren bereits den "Kofferkrimi" gelesen, der aus der Sicht von Animants bester Freundin Elisa geschrieben ist und konnte mich bereits zu Anfang des Buches wieder an bestimmte Verhältnisse erinnern. So habe ich mich auch besonders gefreut, ein paar der bekannten Gesichter wieder zu treffen. Doch auf Animants Geschichte war ich ebenso extrem gespannt und ich wurde von dem Buch vollkommen abgeholt.
Wie bereits erwähnt, mochte ich die Figuren rund um Animant, Mr. Reed und Elisa sehr gerne. Animant ist eine kluge und selbstbewusste junge Frau, die es mit voller Bewunderung meinerseits schafft, sich in der damaligen Gesellschaft, in der es Frauen keinesfalls leicht hatten, durchzubeißen und für ihre Interessen und Werte einzustehen. Dies gilt auch für Elisa und ich finde, auch im Bezug auf heutige soziale Ungereimtheiten kann man von den beiden noch einiges lernen. Mr. Reed mag auf den ersten Blick mürrisch und ungehobelt sein, doch er ist der beste Beweis dafür, dass man manche Menschen eben erstmal näher kennenlernen muss, um sich ein wirkliches Urteil bilden zu können. Dies wurde durch seine Rolle, die ebenso gut ausgearbeitet ist, ideal verpackt.
Was ich an diesem Buch auch sehr geschätzt habe, war der historische Hintergrund. Die ersten Automobile, eine Straßenbahn und revolutionäre Maschinen werden am Rande thematisiert und machen das Buch umso authentischer. Auch die oben angesprochenen sozial gesellschaftlichen Stellenwerte wurden gut eingefangen und doch mit dem nötigen Scharfsinn dargestellt, um den Leser zum Nachdenken anzuregen. Super! Was mir daran besonders gut gefallen hat, war der Ausblick auf das Leben der Arbeiterschicht. So wurde der Gegensatz zwischen dem Leben, mit dem Animant aufwuchs und dem größeren Rest der Stadtbevölkerung besonders deutlich. Dies gilt auch für jüdische Menschen.
Zuletzt muss natürlich auch der Schreibstil gelobt werden! Ich mochte ja bereits den Kofferkrimi und auch die Staubchronik hat sich so herrlich lesen lassen, dass ich der festen Überzeugung bin, dass sie unbedingt verfilmt werden müssen! Ich glaube das wäre noch ein echter Renner :) Alles in allem ein rundum perfektes Buch.
- Marissa Meyer
Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
(1.734)Aktuelle Rezension von: SacuraCinder ist ein Mensch, der nach einem Unfall Cyborganteile eingesetzt bekommen hat. Als hätte sie damit noch nicht genug zu kämpfen, lebt sie bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern und wird dort eher als Dienstmädchen als Familienmitglied betrachtet. An welches Märchen die Geschichte angelehnt ist, muss ich wohl nicht erwähnen. :)
Die Stieffamilie ist der Autorin echt sehr gelungen. Ich kann die Situationen gar nicht mehr zählen, in denen ich Cinder so gerne da rausgeholt hätte oder auf das Karma gehofft habe, dass den beiden Mal etwas mehr Realität spiegelt. Aber auch andere Teile des Buches sorgen dafür, dass man schnell in die Geschichte reingezogen wird. Unter anderem Kai. Ich hoffe sehr, dass er uns auch in den nächsten Teilen erhalten bleibt und Cinder und ihrem negativen Selbstbild etwas positives entgegensetzt. Gut und böse sind typisch für ein Märchen großteils recht klar aufgeteilt. Aber es gibt auch ein paar wenige Charaktere, bei denen ich mir da noch nicht so ganz sicher bin.
Ich kann es gar nicht erwarten weiterzulesen. Auch beim zweiten Mal bin ich sehr gefesselt und kann diese Reihe nur wärmstens empfehlen.
- Christelle Dabos
Die Spiegelreisende 1 − Die Verlobten des Winters
(746)Aktuelle Rezension von: Sara1Die beschriebene Welt ist ein tollen Konzept. Die Hauptfigur Ophelia lernt man im Laufe des Buches immer besser kennen und auch lieben. Sie wird wie der Leser auch in die neue Welt den Pol geworfen und muss sich darin zurecht finden. Die Handlung nimmt nach der Hälfte immer mehr Fahrt auf und es kommt zu Wendungen mit welchen man nicht rechnet. Insgesamt ist das Buch toll geschrieben und man kann es nicht weglegen wenn man mit dem lesen begonnen hat.
- Cassandra Clare
Clockwork Princess
(1.288)Aktuelle Rezension von: BellitaNachdem ich die Shadowhunters-Serie geschaut habe, wollte ich unbedingt auch die Bücher von Cassandra Clare kennenlernen und habe mich deshalb sehr auf Clockwork Princess gefreut. Und dieses Buch hat mich emotional definitiv nicht kaltgelassen.🥹
Besonders die Welt der Schattenjäger hat mir wieder richtig gut gefallen.🗡️✨ Ich liebe es, wie Cassandra Clare verschiedene Charaktere, Geheimnisse und Schicksale miteinander verbindet und dabei eine Welt erschafft, in der man immer wieder neue Dinge entdecken kann. Gerade weil ich Shadowhunters kenne, fand ich es spannend, die Figuren und die Welt im Buch nochmal ganz anders kennenzulernen.
Die Geschichte rund um Tessa, Will und Jem hat mich dabei besonders berührt.🩷 Die Beziehung zwischen den dreien ist unglaublich kompliziert und gleichzeitig so emotional. Ich habe mit allen drei Charakteren mitgefühlt und fand es schön, dass ihre Verbindung zueinander nicht einfach in klassische Kategorien passt.
Auch die Atmosphäre des viktorianischen Londons fand ich wunderschön.🎩🌙 Die Kombination aus historischen Elementen, Magie, Schattenjägern und Steampunk-Elementen hat für mich perfekt funktioniert. Besonders die Clockwork-Elemente geben der Geschichte nochmal etwas ganz Eigenes.
Was mich emotional am meisten getroffen hat, waren die Entscheidungen, die die Charaktere füreinander treffen.🥹 Es gab einige Momente, bei denen ich wirklich schlucken musste, und gerade das Ende hat mich sehr berührt. Ich finde, Cassandra Clare schafft es hier besonders gut, Liebe, Freundschaft und Verlust miteinander zu verbinden.
Natürlich ist die Geschichte teilweise ziemlich dramatisch und gerade das Liebesdreieck kann einen zwischendurch wirklich verzweifeln lassen.😂 Trotzdem habe ich die Entwicklung der Charaktere unglaublich gerne verfolgt und fand, dass sich vieles am Ende sehr schön zusammengefügt hat.
Insgesamt ein wunderschöner, emotionaler und atmosphärischer Fantasyroman, der mich definitiv mitgenommen hat.🖤⚙️ Für alle, die Shadowhunters mögen, kann ich die Bücher von Cassandra Clare wirklich empfehlen – gerade weil man dadurch noch einmal eine ganz andere Seite dieser Welt kennenlernen kann.✨🥹
- Cassandra Clare
Clockwork Prince
(1.435)Aktuelle Rezension von: BellitaNachdem mir Clockwork Angel schon richtig gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie es mit Tessa, Will und Jem weitergeht – und auch dieser Band konnte mich wieder komplett abholen.
Besonders die Charaktere haben es mir wieder angetan.🥹🩷 Tessa finde ich als Protagonistin unglaublich sympathisch, weil sie gleichzeitig neugierig, mutig und einfühlsam ist. Auch Will und Jem könnten kaum unterschiedlicher sein und genau diese Dynamik macht die Geschichte für mich so spannend. Das Liebesdreieck zwischen den dreien hat mich definitiv emotional mitgenommen, auch wenn ich zwischendurch wirklich nicht wusste, für wen ich mehr mitfiebern soll.😂
Die Beziehung zwischen Will und Jem hat mir ebenfalls besonders gut gefallen.🖤 Ihre Freundschaft ist so tief und gleichzeitig merkt man, wie viel beide füreinander opfern würden. Gerade diese Verbindung hat der Geschichte nochmal eine ganz andere emotionale Ebene gegeben.
Auch das viktorianische London und die Welt der Schattenjäger fand ich wieder unglaublich atmosphärisch.🎩⚔️ Die Kombination aus historischen Elementen, Magie und den mechanischen Wesen passt einfach perfekt zusammen. Gleichzeitig werden immer mehr Geheimnisse über Tessa und ihre Vergangenheit aufgedeckt, wodurch ich unbedingt weiterlesen wollte.
Was ich an Cassandra Clare besonders mag, ist, wie sie ihre Charaktere miteinander verbindet.✨ Neben der eigentlichen Handlung gibt es so viele kleine Beziehungen, Freundschaften und Konflikte, die die Geschichte lebendig machen. Auch die Nebencharaktere bekommen dadurch genug Raum und ich habe einige von ihnen richtig ins Herz geschlossen.
Natürlich gibt es wieder jede Menge Drama.🥲 Gerade das Liebesdreieck sorgt für einige emotionale Momente und ich hatte zwischendurch wirklich das Gefühl, dass mein Herz das nicht mehr mitmacht. Gleichzeitig macht genau dieses Drama die Geschichte für mich so fesselnd.
Insgesamt ein unglaublich schöner zweiter Band mit viel Spannung, Romance, Freundschaft und einer faszinierenden Welt.🖤⚙️ Ich liebe die Atmosphäre der Chroniken der Schattenjäger und bin nach diesem Band noch gespannter darauf, wie die Geschichte von Tessa, Will und Jem weitergeht.✨🥹
- Benedict Jacka
Das Labyrinth von London
(284)Aktuelle Rezension von: Silvia_Wolf„Das Labyrinth von London“, der erste Band der Alex-Verus-Reihe von Benedict Jacka, hat mich direkt komplett eingesogen.
Im Mittelpunkt steht Alex Verus, ein Wahrsager, der mögliche Zukünfte sehen kann und dadurch zwischen dunklen Magiern, politischen Intrigen und einem gefährlichen Relikt landet. Klingt erstmal nach klassischer Urban Fantasy, fühlt sich beim Lesen aber angenehm frisch und clever an.Besonders gefallen hat mir der tolle Schreibstil. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Dialoge wirken natürlich und die Spannung zieht konstant an, ohne dass es jemals überladen wirkt. London als Setting hat genau die richtige Mischung aus Magie, Gefahr und Großstadtflair.
Auch das Cover passt perfekt zur Reihe, die zumindest bisher ohne Romance auskommt und nicht auf die typische Mischung aus Schwarz-Blumen, geschwungene Schrift zurückgreift.
Was Alex als Hauptcharakter so spannend macht: Er ist eben nicht übermächtig. Während andere Magier Feuerbälle werfen oder alles pulverisieren können, muss Alex mit geschicktem Taktieren, Cleverness und Vorausplanung überleben. Gerade das macht die Kämpfe und Konflikte viel interessanter, weil nie klar ist, ob er da wirklich heil rauskommt.
Anne und Luna als Nebenfiguren fand ich ebenfalls super interessant. Da steckt definitiv noch viel Potenzial drin und ich bin sehr gespannt, wie sich Annes Rolle und die Beziehung zu Alex in den nächsten Bänden weiterentwickeln werden.
Für mich ein richtig starker Auftakt der Reihe und genau die Art Urban Fantasy, die ich gesucht habe: spannend, clever und atmosphärisch. Eine klare Empfehlung für jeden, der clevere Bücher mag!
- Genevieve Cogman
Die unsichtbare Bibliothek
(452)Aktuelle Rezension von: Daniela_BeilnerTitel und Cover haben mich sofort angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend - daher habe ich zugeschlagen und wurde nicht enttäuscht
Die Grundidee einer Bibliothek in der seltene Bücher gesammelt werden, die in den unterschiedlichsten Welten beschafft werden, war für mich sehr interessant und auch einmal etwas neues. Es dauerte etwas bis ich mit den Figuren warm geworden bin und ich mir einen Überblick über die Magie und die Welten verschafft habe, da irgendwie nicht allzu viel erklärt wird und man die Infos quasi nur nebenbei bekommt, aber ich bin trotzdem relativ schnell ins Lesen gekommen und finde vor allem Kai als Protagonisten sehr interessant und bin schon gespannt was wir noch alles in den weiteren Bänden über ihn erfahren werden. Auch alle anderen Personen scheinen das eine oder andere Geheimnis zu haben und da es sich um eine längere Reihe handelt bin ich schon gespannt was hier noch alles auf mich zukommt und wie viele fremde Welten ich noch gemeinsam mit Irene und Kai besuchen werde. Auch den Gegenspieler finde ich sehr interessant und hoffe ich erfahre noch mehr über seine Beweggründe
Da ich ja auch sehr gerne Krimis und Thriller lese war dieser Genre-Mix für mich sehr gelungen und ich freue mich schon auf die nächsten Teile der Reihe - Teil 2 habe ich mir gleich nach dem beenden von diesem Buch besorgt
- Philip Pullman
Das Bernstein-Teleskop
(918)Aktuelle Rezension von: Zeus005Beim erneuten Lesen nach über zehn Jahren hat mich das große Finale der Trilogie noch einmal ganz anders überrascht als in meiner Erinnerung. Obwohl die Protagonisten Lyra und Will erst um die 13 oder 14 Jahre alt sind, agieren sie extrem erwachsen und müssen eine enorme Verantwortung tragen. Pullman bricht hier gekonnt aus klassischen Mustern aus und verleiht der Geschichte eine immense Tiefe, die weit über ein typisches Jugendbuch hinausgeht. Besonders der atheistische Ansatz und der kompromisslose Kampf gegen die Dogmen der Kirche treten hier noch deutlicher und tiefgründiger hervor als in den Vorgängern.
Die Handlung verknüpft die verschiedenen Dimensionen auf faszinierende Weise und mündet in den gewaltigen Krieg, den Lord Asriel gegen Gott selbst und dessen Stellvertreter, den Engel Metatron, führt. Lyra und Will sind dabei gar nicht so oft direkt auf dem Schlachtfeld zu sehen, da ihre eigene, beschwerliche Reise sie vor allem durch das bedrückende Reich der Toten und die faszinierende Welt der Mulefa führt. Dennoch beeinflussen sie den Ausgang dieses Konflikts immens.
Es ist unglaublich spannend zu beobachten, wie die beiden Hauptfiguren teils von den Ereignissen getrieben werden, teils aber auch aus eigenem, tiefem Antrieb heraus handeln, während alle Fraktionen versuchen, sie für ihre Zwecke zu nutzen. Diese Vielschichtigkeit macht das Lesen zu einem großartigen und intensiven Erlebnis, das mir mit etwas mehr Alter und Abstand sogar noch besser gefallen hat als beim ersten Mal. Ein absolut würdiger und meisterhafter Abschluss der Reihe.
- Natasha Pulley
Der Uhrmacher in der Filigree Street
(201)Aktuelle Rezension von: ArmilleeTatsächlich habe ich den ganzen Monat für die 446 Seiten gebraucht. Dabei liest sich der Klappentext totsal spannend. Gut fand ich auch alle Infos rund um die Telegrafie + wie in England (+ dem Rest der Welt) die einzelnen politischen Abteilungen miteinander kommunizierten. Eine wirklich ganz andere Zeit. Als die Bomben (in London) explodierten + Thaniel (Telegrafist) verletzt den Weg zu Mori (Uhrmacher) fand, das war mega realistisch. Allerdings konnte ich seine Handlungen + Gedanken nicht immer nachvollziehen. Verwirrt hat mich die Erfindung eines mechanischen Oktupuss, der ein Eigenleben hat + Socken klaut. Ich habe mich bemüht zu verstehen, wie Thaniel 'Klänge sehen kann'. Die Vergleiche waren (für mich) oft absurd. Hier nur 2 Beispiele :
-> Ito, der gerade von einem längeren Amerika-Aufenthalt zurück gekehrt war, hatte dabei kurz aufbegehrende Orangen vor Augen.
-> Abgelenkt, wie er war, hätte er es fast nicht bemerkt, als sich die oberste Schublade der Kommode öffnete. Der mechanische Oktopus kam heraus und streckte mit klickenden Metallgelenken einen Fangarm aus. (dann eilte er mit Krakenarmen zur Tür hinaus)
Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen, aber evtl. reicht meine Fantasie hier nicht aus.
2/5 Sterne
- Genevieve Cogman
Die maskierte Stadt
(184)Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.Irene Winters und ihr Assistent Kai kommen gerade von einer Auktion wieder, da wird Kai entführt. Da die Bibliothekarin das nicht auf sich sitzen lassen kann setzt sie Himmel und Bücherein in Bewegung um ihren Freund wieder zu finden.
Was eigentlich ein wirklich spannender Aufhänger ist zieht sich schrecklich. Etwa erst in der Mitte des Buches beginnt Irene Kai zu verfolgen, vorher wird endlos lang geredet und diskutiert. Ich brach das Buch auf den letzten 200 Seiten ab, da ich mir einfach nicht mehr geben konnte wie viel die einzelnen Charaktere herumlaberten ohne wirklich etwas zu sagen.
Ursprünglich bin ich sehr begeistert von der Welt der magischen Bibliothek. Ich würde nicht mal sagen, dass der Schreibstil der Autorin mir nicht zusagt - ihre Landschaftsbeschreibungen sowie Darstellungen sind sehr bildhaft und erzeugen gute Bilder in meinem Kopf, doch mit der Zeit wurde mir einfach alles zu viel. Alles wurde bis ins kleinste Detail beschrieben, teilweise viel zu unnötig -und dazu noch so gestelzt, dass ich oft die Augen verdrehen habe. Leider bleiben dabei auch die Emotionen auf der Strecke was es mir schwer machte mit irgendwem mitzufiebern. Zumal viele Charaktere die Irene trifft ziiiemlich unsympathisch blieben.. Und Kai war die meiste Zeit nicht dabei, weil ja entführt. Welp.
Der Plot ist an und für sich spannend, aber die Sprache (also die magische Fähigkeit von Irene) ist mir in diesem Band etwas zu mächtig, ständig rettet Irene sich aus Situationen nur in dem sie diese verwendet. Das erscheint mir etwas billig.
Insgesamt enttäuschte mich der Band also auf ganzer Strecke und ich bezweifle, dass ich die Reihe fortführen werde, was wirklich schade ist, da ich den Start (also Band 1) wirklich mochte. - Philip Reeve
Mortal Engines - Krieg der Städte
(293)Aktuelle Rezension von: Natiibooks
Dieses Buch stand nie auf mein Radar aber da ich unbedingt ein Fantasy Buch Lesen wollt hier bin ich. Wir folgen hier die Geschichte von Tom. Wahrscheinlich haben viele wie ich von diesem Buch gehört weil ein Film dazu herausgekommen ist und da ich erstmals das Buch lesen will hier bin ich. Ich hab es als Hörbuch gehört und muss sagen das war wirklich gut der Sprecher hatte die Charaktere Perfekt zum Leben erweckt. Wir folgen hier mehrere Charaktere also auch mehrere Perspektiven. Die Geschichte spielt in einem Dystopischen/Fantasy Setting in London. Ich mag ja Geschichten wo sich die Welt sehr unterscheidet von unserer und genau das war besonders mit denn Maschinen und die Außenwelt. Ich mochte denn Welten Aufbau es war mir sogar ein bisschen wenig und ich hoffe das in denn nächsten Bänden noch mehr von der Welt gezeigt. Die Charaktere fand ich okay sowohl die 3 Jugendlichen als auch die Erwachsenen. Im ganzen war es ein gutes Buch und ich will definitiv mehr und freue mich auf alles was noch kommt.
- Anthony Ryan
Das Erwachen des Feuers
(148)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraAnthony Ryans „Draconis Memoria“ Reihe stand schon sehr lange auf meiner Leseliste, doch hat mich der Umfang der Werke ein klein wenig abgeschreckt. Nicht das ich etwas gegen seitenstarke Bücher hätte. Ganz im Gegenteil, aber bei sehr begrenzter Lesezeit ist es schwer so eine Reihe anzufangen und dann auch noch in halbwegs akzeptabler Zeit zu beenden.
Der Autor hat mich dem Auftaktband seiner Reihe mehr als nur ein klein wenig überrascht. Denn erwartet hatte ich mir einen mehr oder weniger klassischen Drachen-Fantasy-Roman mit Abenteuerkomponenten. Bekommen habe ich allerdings Steampunk, Seeräuber und Spione. Die Zutaten für einen Abenteuerroman waren auch vorhanden und gewürzt war das ganze mit ein wenig Drachenblut. Denn ja, über den Großteil des Buches hinweg, geht es weniger um Drachen, sondern nur um deren Blut, um das Produkt, dass die Welt am Laufen hält. Im ersten Augenblick war ich fast ein wenig enttäuscht, denn das war nicht das, worauf ich mich gefreut habe, doch dann hat mich diese irrsinnige Mischung in seinen Bann gezogen.
Wobei ich schon anmerken muss, dass mich Anthony Ryan zwischendurch immer mal wieder verloren hat und ich meine Entscheidung das Buch zu lesen mehrmals bereut habe. So interessant seine Mischung an Genres auch ist und so sehr er sich bemüht alles unter einen Hut zu bringen, für mich haben die Zahnräder nicht immer perfekt ineinandergegriffen.
Die Geschichte teilt sich in drei große Handlungsstränge ein und werden jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt. Da gibt es Lizanne Lethridge, die Agentin der Abteilung Außergewöhnliche Maßnahmen, Clay Torcreek, ein Krimineller und Blutgesegneter und Leutnant Hilmore, Offizier auf der „Guten Gelegenheit“. Während Lizanne und Clays Geschichten sich von Anfang an verweben und ineinandergreifen, schwebt der Teil um Hilmore wie ein loser Faden im Wind. Durch die doch sehr komplexe Welt und die vielen Details, die der Autor einstreut, habe ich mir beim Perspektiven- bzw Kapitelwechsel manchmal etwas schwergetan.
Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Anthony Ryan hier ein Meisterwerk erschaffen hat, doch muss ich ihm meine Hochachtung aussprechen, welche komplexe Welt er sich ausgedacht hat. Gerade die Steampunk Komponenten waren für mich in einem Fantasyroman eher Neuland haben sich aber sehr gut in das Gesamtbild eingefügt und meine Neugier geweckt. Auch die Kombination aus Drachen und Piraten fand ich eine spannende Sache. Die ganzen politischen Komponenten waren mir dafür an manchen Stellen ein wenig zu viel und zu prominent. Gerade an diesen Stellen hat sich das Buch für mich ein wenig gezogen. Dennoch muss ich sagen, dass es eine akzeptable Spannungskurve in dem Buch gibt. Diese erreicht natürlich am Ende des Buches ihren Höhepunkt. Wenig überraschend bei Auftaktband einer Trilogie, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Meiner Meinung nach muss man sich für dieses Buch wirklich Zeit nehmen. Wie oft im Fantasy Genre ist dies kein Buch für schnell, schnell zwischendurch. Dafür ist sowohl die Welt als auch die Handlung zu komplex. Auch bin ich mir nicht sicher, ob dies das richtige Buch für einen Neuling in dem Genre ist. Man braucht für dieses Buch definitiv Durchhaltevermögen, denn gegen Ende hin, wenn sich die Lage mehr und mehr zuspitzt und alles so richtig ins Rollen kommt, wird es erst so richtig interessant. Und auch die Drachen werden gegen Ende immer präsenter.
- Kady Cross
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
(278)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Finley wird in ihrem Job bedrängt, wehrt sich und flieht. Dabei läuft sie Griffin in die Arme, welcher sich Finley annimmt und ihr ein Zuhause anbietet – doch es ist nicht alles so wie es scheint, weder bei Griffin, noch bei Finley …Meinung:
Die Steampunk-Chronicles lagen schon echt lange auf meinem SuB und im Nachhinein habe ich mich echt geärgert nicht schon viel früher in die Welt eingetaucht zu sein. Der Schreibstil von Kady Cross ist flott, spannend und romantisch. Die Charaktere sind eigenständig und entwickelt sich. Auch wenn einige Dinge vorhersehbar sind, so bleibt es doch interessant, wie sich die Charaktere entscheiden und wie sie letzten Endes handeln werden. Gerade Finley ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie weiß, was sie will, achtet dabei auf Etikette, aber bleibt dennoch sich selbst treu. Auch wenn sie Hilfe annimmt, wirkt es nicht als würde sie sich retten lassen, sondern als hilfreiche Unterstützung, um Ziele zu verfolgen. Diese starke Charaktereigenschaft ist gut dargestellt – ohne diese übertriebene „One-Woman-Eigenschaften“ oder „Mädchen in Not“ Episoden. Auch die anderen Charaktere sind leistungsmäßig gut verteilt. Die kleine Emily als Technikerin – passt super, weil sie mit ihrer Zierlichkeit gut an Maschinen werkeln kann. Der große Sam mit seiner Kraft (eine starke Finley haben wir ja schon) und der hübsche Griffin. Natürlich ist auch der geheimnisvolle Jack nicht zu verachten, denn er unterstützt die Geschichte im romantischen Sinne.
Was allerdings verstörend wirkte, war das schnelle Ende. Es wurde so viel Zeit darauf verwendet alles zu planen und die Geschichte spannend zu halten für den großen Showdown und dann war nach 3 Seiten alles vorbei. Ernsthaft? Ich kann das nicht glauben! Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, welcher dann allerdings nicht mehr in London spielen soll – der Cliffhanger zeigt einen anderen Kontinent als Bühne. Hier interessiert mich, ob man auch die Nebencharaktere wiedertrifft.Cover:
Das Cover zeigt eine starke Persönlichkeit im Stile des Steampunk. Es passt absolut zum Inhalt.Fazit:
Ein spannender Einstieg in die Steampunk-Chronicles, allerdings ist das Ende echt flach und es bleiben viele Fragen offen. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und hoffe auf eine gute Fortsetzung. Eine Empfehlung spreche ich für alle aus, welche sich für Technik und starke Charaktere begeister können. - Christoph Marzi
Die Uralte Metropole - Lumen
(346)Aktuelle Rezension von: MizuiroErst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
Die Figuren in Lumen sind uns größtenteils schon aus Lycidas und Lilith bekannt. Emily ist jetzt achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt!
Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich...
Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich Lumen weniger verwirrt als Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch Lilith und Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten Lumen auf alle Fälle eine Chance geben! - priest
Stars of Chaos 1
(13)Aktuelle Rezension von: LillyHidomiStars of Chaos ist bereits die 4. Reihe, die ich von priest begonnen habe, und sie hat mir sehr stark vor Augen geführt, dass priest nicht unbedingt immer gleich priest ist.
In Stars of Chaos liegt der Fokus sehr auf dem World Building und politischen Intrigen. Das Pacing ist eher langsam und gibt den zahlreichen Figuren und der Historie der Welt genügend Raum. Die Steampunk-Elemente sind originell, aber insgesamt nicht so präsent, wie ich erwartet hatte. Sie werden auch leider nicht so gut beschrieben, sodass ich sie mir oft nicht gut vorstellen konnte.
Für Danmei-Fans haben wir hier ein Age-Gap-Pärchen, von dem der jüngere Part zu Beginn noch etwas zu jung ist, um überhaupt eine Rolle zu spielen. Chang Geng ist zu Beginn des Bands 13 oder 14 und am Ende dann fast 16, er muss also erst noch erwachsen werden, damit sich daraus eine echte Romance entwickeln kann.
Sein Ziehvater Shiliu ist für mich mit Abstand der interessanteste Charakter im Buch. Am Anfang lässt er sich nur sehr schwer greifen und einschätzen, da wir ihn durch Chang Gengs Augen betrachten. Später dann überholen wir als Leser Chang Geng und erfahren mehr über Shiliu als er. Leider wird das bis zum Ende des Bandes nicht vollständig aufgeklärt, sodass sich die Beziehung der beiden nicht richtig weiterentwickeln kann.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil im Buch. Alles las sich schön rund und es hat mir sehr gefallen, dass viel mit Fußnoten gearbeitet wurde, um das chinesische Flair zu bewahren. Einzig die Einheiten (Größe/Gewicht) hätte ich mir lokalisiert gewünscht. Das war beim Lesen dann doch schwer nachvollziehbar.
Insgesamt ein schöner Fantasy-Roman für alle, die gerne Geschichten mit umfangreichem World Building und Fokus auf Politik und Intrigen lesen. Der Romance-Anteil ist in diesem ersten Band sehr eingeschränkt, aber ich denke, das wird sich im weiteren Verlauf der Reihe noch ändern. Immerhin werden es insgesamt 5 Bände!
- Jay Kristoff
Stormdancer
(127)Aktuelle Rezension von: Aleshanee"Am Anfang war das Nichts. Jene unendlichen Möglichkeiten, ehe das Leben Atem holt."
Zitat Seite 317
Der Einstieg war gleich recht aufregend: Die Protagonistin Yukiko lernen wir direkt in einer Kampfsituation kennen, wenn auch nur für einen kurzen Moment, da es nur ein kleiner Einblick in die Zukunft ist. Sowas mag ich, denn es macht natürlich total neugierig, wie sie in diese Situation geraten ist!
Der Schauplatz ist aber erstmal die Hauptstadt Kigen.
Besonders beeindruckend fand ich die Welt, die Kristoff hier erschaffen hat. Sie ist asiatisch inspiriert von der Lage her, den Bezeichnungen und der Mythologie - gleichzeitig aber auch durchzogen von Steampunk-Elementen und dystopischen Motiven. Luftschiffe, Raffinerien, Schutzbrillen und mechanische Konstruktionen treffen auf eine Gesellschaft mit Clans, Kastensystem und mythologischen Anklängen. Das Stadtbild ist extrem düster, denn hier prägen Dreck, Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit den Alltag, während Rauch und Lotusabgase die Luft vergiften.
Die Lotus-Pflanze scheint dabei das Herz dieser Welt zu sein – Energiequelle, Suchtmittel und gleichzeitig Ursache vieler Probleme. Besonders interessant ist der Gedanke, dass die Bevölkerung durch Unterhaltung und Ablenkung von der Wahrheit ferngehalten wird. Dieser Aspekt der Geschichte spielt auf die aktuelle Lage an und lässt diese Zukunft erschreckend real erscheinen.
Herrscher über das Inselreich Shima ist der Shogun Yoritomo. Ein selbstgerechter und naiver Charakter, bei dem man schnell merkt, dass die Macht ihn komplett korrumpiert hat. Aus Gerüchten und Träumen heraus ist er überzeugt, dass ein mythischer Donnertiger – ein Greif – tatsächlich immer noch existiert und beschließt kurzerhand, ihn besitzen zu wollen. Auf ihm will er in dem lange währenden Krieg seine Heere endlich in den Sieg führen.
Durch Yukiko schließlich lernen wir die Stadt aus der Sicht der Bewohner kennen. Trotz der vielen fremdartigen Begriffe und Namen, die am Anfang etwas überwältigend sein können, gelingt es dem Autor, eine sehr lebendige Welt zu erschaffen. Anderen scheint das alles etwas zu lange gedauert zu haben - ich fands super, da man auf diese Weise alles spürbar miterleben konnte.
Hinten im Buch gibt es auch ein Glossar für die Fremdwörter.
Mit ihr lernen wir jedenfalls eine Protagonistin kennen, die sich in dieser Welt behaupten muss. Sie hat wenig Respekt vor Autoritäten und trägt eine große Verantwortung, besonders gegenüber ihrem Vater Masaru, der von Lastern geprägt ist. Trotz seiner Schwächen merkt man jedoch schnell, dass er glaubt, das Richtige zu tun – vor allem, um das Überleben seiner Tochter zu sichern. Diese Beziehung ist kompliziert und offenbart nach und nach die tieferen Gründe.
Ein besonders faszinierender Aspekt ist Yukikos Gabe: Sie kann mit Tieren kommunizieren und ihre Gedanken berühren. In einer Welt, in der Tiere beinahe ausgestorben sind, ist diese Fähigkeit etwas Kostbares – und gleichzeitig gefährlich. Menschen mit solchen „Unreinheiten“ werden gejagt, was Yukiko zwingt, ihre Kräfte zu verbergen.
Die eigentliche Handlung setzt dann doch schneller ein, als ich erwartet hatte. Der Auftrag, einen Donnertiger zu fangen, führt Yukiko mit ihrem Vater und einer Crew rasch zu dem mythischen Wesen – und hier wird es sehr actionreich und spannend!
Nebenbei entfaltet sich eine größere politische Ebene. Widerstandsgruppen treten auf den Plan, Fragen nach Moral und Opferbereitschaft werden gestellt: Wer entscheidet, was für das „größere Wohl“ gerechtfertigt ist? Wie weit darf man gehen, um ein tyrannisches System zu bekämpfen?
Diese Themen machen deutlich, dass Stormdancer mehr sein möchte als nur eine Abenteuergeschichte. Kristoff greift gesellschaftliche Fragen auf – etwa Manipulation durch Unterhaltung oder die Macht von Propaganda und spinnt das ganze weiter auf unsere Zukunftsaussichten. Es ist ja doch ein frühes Werk von ihm und ich glaube, dass er diese Themen heute etwas undurchschaubarer mit einfließen lassen würde. Manchmal mag ich es nicht so gerne, wenn es so deutlich genannt wird, aber es passte und es sind einfach auch wichtige Denkanstöße dabei.
Aber auch auf zwischenmenschlicher Basis:
„Es ist nicht schwer, sich in der Vorstellung zu verlieren, die man von einem Menschen hat, und ihm selbst gegenüber blind zu sein.“
Zitat
Insgesamt passiert im ersten Teil der Handlung zwar gar nicht so viel im klassischen Sinne – die Mission wird gestartet, Figuren werden eingeführt –, aber gleichzeitig erfährt man unglaublich viel über die Welt, ihre Regeln und ihre Konflikte. Dadurch entsteht schnell ein klares Bild davon, was noch alles passieren könnte.
Eine spannende Mischung aus Fantasy, Steampunk und dystopischer Gesellschaftskritik - das ganze im asiatischen Setting, mythologischen Wesen und einer rebellischen Heldin; durchsetzt von actionreichen Szenen und ein paar Überraschungen war es wie erwartet ein Vergnügen zu lesen und ich freu mich auf die Fortsetzungen!
- Anthony Ryan
Das Heer des Weißen Drachen
(95)Aktuelle Rezension von: Bookreader34Das Heer des weißen Drachen ist der zweite Band der Draconis-Memoria-Trilogie von Anthony Ryan und eine Mischung aus Steampunk und Fantasy.
Nach den Ereignissen im ersten Band wollen die Langgewehre und die Besatzung der Gute Gelegenheit unter dem Kommando von Hilemore ins Südpolargebiet zu dem Ort reisen, den Clay in seiner Vision gesehen hat. Sie hoffen, dort etwas zu finden, das gegen den weißen Drachen und sein Heer von anderen Drachen und Verderbten hilfreich ist.
Lizanne wird in der Zwischenzeit als Mitglied einer diplomatischen Delegation zum corvantinischen Kaiserreich geschickt. Diese soll eine Allianz vereinbaren, um sich der Bedrohung durch den weißen Drachen gemeinsam zu stellen. Doch sie selbst soll währenddessen als Häftling getarnt in die gefährliche Gefängnisstadt Scorazin eingeschleust werden. Denn es gibt einen Hinweis, dass der Verrückte Tüftler, der mehr über den weißen Drachen zu wissen schien, dort lebt, obwohl er schon vor langer Zeit gestorben sein soll.
Diesmal gibt es noch einen vierten Hauptcharakter und zwar einen überlebenden Morstaler, der durch den weißen Drachen in einen Verderbten umgewandelt wird. Dieser zwingt ihn, an den Vorbereitungen und dem Beginn seines Eroberungszugs teilzunehmen. Doch er behält anders als viele andere seine Persönlichkeit und versucht das zu verheimlichen.
Das Heer des weißen Drachen ist wieder sehr spannend und es gibt wieder eine gute Portion Action und ein paar überraschende Wendungen und Enthüllungen. Zu letzteren gehört auch der Ursprung der Drachen und Blutgesegneten. Im Lauf der Handlung gibt es natürlich wieder einige Kämpfe und manche der Gewaltschilderungen sind auch wieder recht brutal.
Die Welt wird wie im Vorgänger ziemlich detailreich beschrieben und die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere erzählt. Ihre Gefühle und Gedanken werden ebenfalls wieder gut geschildert, so dass ich ihre Handlungen meistens gut nachvollziehen konnte. Der Schreibstil ist wie im Vorgänger flüssig und gut zu lesen.
Der Hauptteil ist erneut in drei große Abschnitte mit jeweils einem eigenen Titel geteilt, die wiederum jeweils aus diversen nur durchnummerierten Kapiteln bestehen. Jeder der drei Abschnitte beginnt diesmal mit einem mehrseitigen Zeitungsartikel einer mandinorianischen Zeitung über Fälle von Brandstiftung, die natürlich mit der Handlung zusammenhängen.
Noch vor der Handlung befinden sich wieder die gleichen Karten wie in Das Ewachen des Feuers. Zusätzlich gibt es diesmal aber eine Karte, die den Teil des Kaiserreichs zeigt, in dem Lizannes Handlungsstrang stattfindet, und eine Karte des Gebiets, zu dem die Langgewehre und die Crew der Gute Gelegenheit wollen. Beide Karten sind wieder hilfreich zur Orientierung.
Nach der Handlung gibt es diesmal auch wieder ein Personenregister mit so ziemlich allen vorkommenden Charakteren. Außerdem gibt es einen Anhang mit den Regeln von Pastasch, einem corvantinischen Kartenspiel, das wohl ein bisschen Poker ähnelt, aber zusätzlich mit Würfeln gespielt wird.
Das detailreiche Titelbild finde ich zwar hübsch. Nicht gut finde ich aber, dass neben dem weißen Drachen darauf Ritter mit Speeren zu sehen sind. Das erweckt den falschen Eindruck, dass Das Heer des weißen Drachen in einer mittelalterähnlichen Welt spielt, was eben nicht stimmt.
Insgesamt hat mir auch Das Heer des weißen Drachen gut gefallen.
- Lia Habel
Dark Love
(256)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenMeine Meinung:
"Dark Love" heißt die deutsche Version von Lia Habel's Buchdebüt, was im November 2011 auf den deutschen Markt kam. Als ich das Buchcover damals sah, wollte ich es eigentlich sofort haben, aber an dem Tag habe ich es dann doch nicht gekauft und daraufhin schon fast wieder vergessen. Als ich es dann auf einem Bücherblog wiederentdeckte, habe ich es sofort bestellt und nun auch endlich gelesen.
Lia Habel selbst sagt, dass ihr die Idee im Bus kam, ihr der Lesestoff ausgegangen war und sie sich fragte warum Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichten mit Untoten gelesen hätte. Hat die Frau noch wirklich keine Vampirbücher gelesen?, war meine erste Reaktion. Da es in ihrem Buch aber um Zombies geht, muss ich ihr recht geben. Sowas habe ich auch noch nicht gelesen und umso erwartungsvoller bin ich an dieses Buch herangegangen.
Es ist das Jahr 2195. Die 17-jährige Nora Dearly lebt in einem Internat und kommt nun, ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters wieder nach Hause zu ihrer Tante Gene, die gar nicht schnell genug über den Tod ihres Bruders hinwegkommen konnte um sich dann wieder der höheren Gesellschaft an den Hals zu schmeißen. Noras Haus ist unter der Erde begraben, künstliche Bäume und Waldgeräusche machen die Illusion perfekt.
Nora ist ein sehr weibliches Mädchen - vom äußerlichen und der Stimme her - aber als Kind wollte sie immer Soldat werden. Ihr Vater, der Wissenschaftler und Mediziner in der Armee war, hat ihr immer Kriegshologramme gezeigt, von denen Nora total begeistert war, hat ihr beigebracht wie ein Soldat zu laufen und sich zu verteidigen.
Pamela - Noras beste Freundin - ist das genaue Gegenteil. Sie will nichts von dem Krieg hören, der um sie herum existiert. Denn die Welt in der die Beiden leben, wird von Soldaten fast bescherrt, die gegen die sogenannten Punks an den Grenzen vorgehen. Die Punks sind eine Bewegung, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Nachdem ein Land nach dem andern von der Weltkarte wegen Seuchen, Hunger und Krieg verschwand, mussten sich die Übrigen zusammenrotten und eine neue Lebensweise gründen. So entstanden auch die Neuviktorianer, zu denen Nora und Pam zählen. Die Punks haben sich aus Leuten gebildet, die dagegen vorgehen wollen sich wieder nur Vorschriften machen zu lassen.
Die ganze Vorgeschichte zu diesem Buch fasst Lia Habel in ein paar Seiten zusammen und die ersten fünfzig Seiten haben sich sehr wirr lesen lassen. "Dark Love" beginnt mit einem Prolog von Bram, einem Jungen, der in einer Miene arbeitete und sich und seinen schwerverletzten Freund Jack in den Aufzug ziehen konnte. Erst nach und nach kommt die Todesangst rüber und man versteht, wovor Bram so eine Angst hat. Zombies, Menschenfresser wollen ihn zerfleischen...
Dann geht die Geschichte aus Noras Sicht weiter und man wird ein wenig in ihren Alltag eingeführt. Wen sie mag und wen nicht, wofür sie sich interessiert, wie sie ihre Eltern verloren hat und wie sehr sie ihre Tante verabscheut.
Als sie von einem Wildfremden vor ihrem Haus angesprochen wird, der ihren Vater kennt, horcht sie auf, statt dem Fluchtversuch zu folgen. Bis sie seine Augen sieht, milchig weiß und völlig fremd. Sie weiß nicht wer er ist, aber er scheint Nora gut zu kennen, sagt, dass er sie in Sicherheit bringen muss. Als zwei Polizisten auftauchen, nimmt der Fremde reißaus und Nora vergisst den Schrecken recht schnell. Bis sie plötzlich von einer Meute aufgeschreckt wird, die sie aus leblosen Fratzen furchterregend anstarren. Manche sind richtig übel zugerichtet, es fehlen ihnen Körperteile oder Haut. Nora fackelt nicht lange und ergreift die Flucht aufs Dach.
Wo sie von anderen Kreaturen gepackt und gerettet wird. Doch die Erleichterung ist nicht von langer Dauer. Schnell kapiert Nora, dass sie entführt wird...
Lia Habel hat mich in den ersten fünfzig Seiten sehr verwirrt, aber dann kam endlich der Punkt, wo es spannend wurde und seither gab es keine Verschnaufpause. Ich steckte plötzlich mittendrin zwischen Untoten, die irgendwie normal reden und sich zivilisiert benehmen konnten. Und die gegen die bösen Untoten kämpften. Ich konnte richtig mit Nora mitfühlen, die sich plötzlich in einer völlig fremden Umgebung wiederfindet.
Nora ist ein sehr ungewöhnliches Mädchen. Sie ist einerseits figurlich sehr weiblich und interessiert sich andererseits sehr für Soldatenkram. Als sie die Wahrheit über die lebenden Toten rausbekommt hat sie richtig schiss und wie sie sich dann an Bram und die anderen gewöhnt hat mich sehr zum schmunzeln gebracht. Die Vorstellung wie Nora geguckt hat, als Bram ihr eine Waffe zur Verteidigung in die Hand drückte, lässt mich jetzt noch schmunzeln.
Bram ist der Captain der Untoten und einem Lebenden unterstellt, Wolfe, der sehr griesgrämig ist und eine klare Meinung zu den Untoten hat. Sie sind verzichtbar und sollen sich strengstens an seine Befehle halten. Seit Noras Ankunft hat sich Bram jedoch kein einziges Mal an die Anweisungen gehalten.
Die Geschichte wechselt immer die Perspektive. Am häufigsten wird sie von Nora und Bram erzählt, aber auch Pamela hat eine eigene Stimme, die nach Noras Entführung sehr laut ist. Pam ist im Laufe der Geschichte eine wichtige Quelle für den Leser, denn sie ist mitten in der Stadt, wo die Untoten sich ausbreiten. Sie bietet einen Wechsel der Perspektie, sodass man sich ein viel besseres Bild machen kann.
Aber auch Noras Vater ist eine Schlüsselfigur in "Dark Love" und eine verdammt sympathische noch dazu! Meine Lieblingsfigur war jedoch Bram! Wenn ich an Untote denke, dann an schlurfende, dreckige Menschen, dessen Klamotten zerschlissen und blutig sind. Bram hingegen ist einer der wenigen, die dennoch duschen gehen, sich die Zähne putzt und auf seine Klamotten achtet. Man muss ihn einfach mögen, so wie er Noras harte Schale knackt und wie er mit den anderen umgeht. Er ist eine Führungspersönlichkeit, tut das, was sein totes Herz ihm sagt und schafft es, dass man sich zwischen dem ganzen Wahnsinn wohl fühlen kann.
"Dark Love" hat mich überzeugt, dass Zombies nicht nur seelenlose, menschliche Hüllen sind, die Menschenfleisch fressen und zu wilden Bestien werden können, sondern auch, dass sie sich mit Technik, Computern und Führungsaufgaben auskennen können. Sie verschleißen zwar, aber haben einen Zusammenhalt der beeindruckt. Alle vorkommenden Untoten der guten Seite haben auf mich den Eindruck einer großen Familie gemacht. Sie lachen zusammen, nehmen sich gegenseitig aufs Korn und wenn sie eines sein können, dann loyal.
Fazit:
Habel erzählt eine lustige, schaurige, mit vielen Geheimnissen gespickte Geschichte, die mich vom ersten bis zum letzten Moment gepackt hat und die ich Lesern von Dark Fantasy und Dark Romance nur sehr ans Herz legen kann. Der Buchtitel verspricht und hält sein Versprechen! Es gibt überzeugende Charaktere zu bestaunen und eine völlig neue Welt zu entdecken, die auch nach der letzten Seite eigentlich weitergehen muss. Es gibt kein überzeugendes Happy End, aber dennoch etwas, wofür sich das lesen lohnt... Spannung!
- Ian Beck
Pastworld
(89)Aktuelle Rezension von: einz1975Ob Zeitreisen jemals möglich sein werden, darüber streiten sich die Wissenschaftler nach wie vor. Wer dennoch einen Hauch vergangener Zeiten erleben möchte, findet vielleicht in einem Themenpark die passende Alternative. In Ian Becks Roman Pastworld wird genau dieses Konzept Wirklichkeit, zumindest in der fiktiven Zukunft des Jahres 2048. Hier hat man mitten in London eine riesige Kuppel errichtet, unter der das viktorianische Zeitalter bis ins kleinste Detail nachgestellt wird. Besucher, von den Bewohnern als „Gaffer“ bezeichnet, können hier durch nebelverhangene Gassen streifen, Gaslaternen bestaunen, dem Geruch von Maschinenöl nachspüren und auf authentisch gekleidete Darsteller treffen. Doch nicht alle, die in Pastworld leben, sind bloß Schauspieler. Einige Menschen haben sich dauerhaft in dieser simulierten Vergangenheit eingerichtet, nicht offiziell, sondern als illegale Bewohner. Unter ihnen befindet sich auch eine düstere Gestalt, die das Geschehen überschattet: das sogenannte Phantom, eine sagenumwobene Figur, die immer wieder grausame Morde verübt und für Angst und Schrecken sorgt.
So faszinierend die Grundidee auch ist, ein lebendiges viktorianisches London als begehbare Illusion, so skeptisch bleibt man doch, ob eine solche Parkanlage in der Realität jemals existieren könnte. Dennoch begeistert die Vorstellung: Wie die Menschen damals gelebt, sich gekleidet und durch ihren Alltag bewegt haben, ist für viele von uns ein faszinierender Blick in eine andere Welt. Auch ich würde mich wohl zu den neugierigen Gaffern zählen, die durch die Gassen streifen und staunen. Die Geschichte wird durch mehrere Perspektiven getragen. Eine zentrale Figur ist Eve, ein junges Mädchen, das abgeschottet vom Rest der Welt bei ihrem Vater lebt. Er warnt sie eindringlich davor, allein auf die Straßen zu gehen, zu gefährlich sei es dort draußen, denn jemand scheint es gezielt auf sie abgesehen zu haben.
Parallel lernt der Leser das berüchtigte Phantom kennen, das sich unter den Bettlern fast schon den Ruf eines Helden erworben hat, bei allen anderen jedoch pure Angst auslöst. Seine Morde sind brutal: Die Opfer werden mit einem Messer getötet, das Herz wird ihnen herausgeschnitten. Für ein Jugendbuch ist das stellenweise äußerst heftig und wirkte auf mich oft überzogen. Die Gewalt scheint weniger dramaturgisch motiviert, sondern eher der bloßen Schockwirkung geschuldet, eine Entscheidung, die den Ton des Buches unnötig ins Groteske kippen lässt. Eine weitere Perspektive bietet Caleb, ein Jugendlicher aus der Außenwelt, der als Tourist nach Pastworld kommt und schnell erkennen muss, dass dieser Ort weit mehr ist als bloßes Theater. Er wird, wie auch der Leser, in eine undurchsichtige Geschichte gezogen, in der Wahrheit und Inszenierung zunehmend verschwimmen.
Trotz der interessanten Ausgangslage und dem atmosphärischen Setting gelingt es dem Autor leider nicht, eine echte emotionale Bindung zwischen Leser und Figuren aufzubauen. Viele Charaktere wirken blass und scheinen eher durch die Handlung zu stolpern als aktiv daran teilzunehmen. Auch ein ermittelnder Polizist bleibt farblos, seine Erkenntnisse scheinen mehr Glückssache als Ergebnis intelligenter Ermittlungsarbeit zu sein. Das große Finale kommt wenig überraschend, und obwohl die Verbindung zwischen Eve und dem Phantom erzählerisch durchaus einen gewissen Reiz besitzt, wirkt die Auflösung letztlich eher konstruiert als schlüssig. Und doch: Ian Beck versteht es stellenweise sehr gut, die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre des alten Londons heraufzubeschwören. Der Leser wandelt durch enge Gassen, riecht förmlich den Ruß in der Luft und schreckt vor fauchenden Roboterratten zurück, die zwischen den Pflastersteinen huschen. In diesen Momenten wird Pastworld lebendig und man wünscht sich, der Autor hätte noch mehr Wert auf diese Feinheiten und weniger auf plumpe Effekthascherei gelegt.
Fazit:
Ein Ausflug in eine finstere Vergangenheit voller Dampf, Nebel und Mysterien. Pastworld lebt vor allem von seiner faszinierenden Grundidee: eine vergangene Epoche mit modernster Technik wiederauferstehen zu lassen und erlebbar zu machen. Die Vorstellung, als Besucher durch das viktorianische London zu wandeln, hat ihren Reiz, Nebel, Armut, Krankheit und Tod inklusive. Leider gelingt es dem Autor nicht, die Figuren glaubhaft und tiefgründig zu zeichnen. Sie bleiben größtenteils schemenhaft und wecken kaum Empathie. Die brutalen Mordszenen wirken deplatziert und hätten in ihrer Ausführlichkeit nicht sein müssen. Was bleibt, ist ein faszinierender Schauplatz mit großem Potenzial, das nur teilweise ausgeschöpft wird. Ein Buch, das atmosphärisch überzeugt, aber erzählerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
Matthias Göbel
Autor: Ian Beck
Übersetzung: Barbara Abedi
Taschenbuch: 400 Seiten
Veröffentlichung: 01.06.2010
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 9783785571569 - Pip Ballantine
Books & Braun
(113)Aktuelle Rezension von: TheSaintWellington Thornhill Books, Esquire, Archivar des Ministeriums für eigenartige Vorkommnisse und Geheimnisträger, wird nach einer Entführung mit Bomben und Granaten recht spektakulär durch eine unkonventionelle Agentin namens Eliza D. Braun aus einer Festung in der Arktis befreit und sicher zurück nach England in den Schoss Queen Victoria's gebracht. Diese Aufsehen erregende Aktion reiht sich zu anderen nicht immer zum Erfolg führenden Aktionen der recht impulsiven und spontan nach eigenen Ideen agierenden Agentin und bereitet Dr. Basil Sound, dem Leiter des Ministeriums, immenses Kopfzerbrechen. Die explosiven und recht sichtbaren Einsätze der Agentin sorgen für stete Artikel in den Zeitungen und zahlreichen Anfragen an die Krone, die stets darum bemüht ist, das Ministerium vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen. Um die Öffentlichkeit zur Ruhe zu bringen, zieht Dr. Sound die energische Agentin vom Außendienst ab und verbannt sie in die Gewölbe des Ministeriums, wo sie eine Art Strafdienst im Innendienst bei dem unlängst geretteten Archivar Books absolvieren soll. Der feinfühlige und feinsinnige Gentleman Wellington Books ist alles Andere als angetan. Er, der von Mitarbeitern wegen seiner Eigenbrötlerei und seiner Erfindungsgabe geschnittene Verwalter Tausender Fallakte, wird mit der lauten, chaotischen, alle Grenzen des Benimms überschreitenden Eliza Braun konfrontiert. In den düsteren Katakomben fliegen die Funken und Fetzen zwischen den beiden Charakteren, ehe sich die gegensätzlichen Qualitäten zu einer machtvollen Kraft bei den Ermittlungen über den Zusammenbruch von Eliza's Co-Partner und Liebhabers Harrison Thorne zusammenschließen. Thorne war bei einem Fall mit an die Ufer der Themse geschwemmten blutleeren Leichen auf einen Geheimbund namens Phönix gestossen. Als sich eine brutale und aggressive Auftragskillerin namens Sophia del Morte einstellt, um eine Weiterverfolgung von Thorne's Fall zu verhindern, stachelt dies Eliza Braun nur noch mehr auf und der stille und zurückhaltende Wellington Books kann nicht anders, als sich auf ein gefährliches Abenteuer einzulassen, welches zu den "unsterblichen Sieben" und deren Bestrebungen führt, ganz Großbritannien zu unterjochen...
Das Ehepaar Philippa "Pip" Ballantine und Tee Morris startete 2011 die Buchreihe "The Ministry of Peculiar Occurences". Unverständlicherweise (aber für den deutschen Sprachraum nicht überraschend) hat die "Egmont Verlagsgesellschaft" unter dem Label "Lyx" nur die ersten zwei von sechs Romanen in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Buchreihe gewann viele Preise. Das Autoren-Duo präsentiert uns eine wunderbare Steampunk-Welt voller bizarrer Figuren und Maschinen und exzellentem Mix aus Agententhriller und Kriminalroman. Die Handlung ist straff, clever und abwechslungsreich und unterhält prächtig dank der so unterschiedlichen Hauptfiguren Books & Braun. Eliza Braun ist eine Neuseeländerin (wie auch Philippa Ballantine) mit unheimlich starker und selbstbewusster Persönlichkeit - ihre Spitzen gegen England und den zurückhaltenden und stillen Wellington sind köstlich und diese Kabbeleien bringen die actionreiche Handlung voran. Die Übersetzerin Michaela Link hat hervorragende Arbeit geleistet und schafft ein wunderbares Leseerlebnis.
Für Freunde des im deutschsprachigen Sprachraum schändlich ignorierten Steampunk-Genres eine absolute Leseempfehlung! Aber auch für Agenten- und Krimifreunde, die Geschichten in einer alternativen Welt zu schätzen wissen, lohnt sich dieser Roman.
- Philip Reeve
Mortal Engines - Jagd durchs Eis
(106)Aktuelle Rezension von: mesuAuch der zweite Band der Steampunk Reihe kann überzeugen. Spannend und facettenreich geht die Geschichte um Hester und Tom weiter. Nach der Zerstörung von London sind die beiden mit dem Luftschiff Jenny Haniver unterwegs und erleben auch diesmal ein gefährliches Abenteuer, das es nur so in sich hat. Tolle Geschichte Lesen!
- Tanja Meurer
Die Seelenlosen
(27)Aktuelle Rezension von: Bärbel_ZimmerDer Kriegsveteran Gwenael Chabod kehrt nach einer Kriegsverletzung in seine Heimatstadt Valvermont zurück. Dort wird er zum Kommandanten berufen, um Ordnung in die Stadtwache zu bringen. Immer an seiner Seite sein Freund der Priester Orin. Orin hat Gwenael durch seine Magie geholfen, die Kriegsverletzung einigermaßen in den Griff zu kriegen. Gwenael muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen und er bekommt es gleich mit einem Fall zu tun wo, sich ein Mann in einen Seelenlosen verwandelt. Kurz darauf wurde eine junge Frau ermordet. Durch seine Ermittlungen findet Gwenael heraus das sein Gegner ein Magier ist. Seine Vergangenheit spielt in dem Fall eine Rolle. Sein Freund und geliebter Orin spielt ihm gegenüber nicht mit offenen Karten.
Wie wird die Geschichte ausgehen? Dieses müsst ihr selbst herausfinden.
Die Autorin beschreibt jede Szene ausführlich, so das man einen Einblick in die einzelnen Protagonisten und Ereignisse bekommt.
Wer gerne Fantasyromane liest, sollte diese auf keinen Fall verpassen.























