Bücher mit dem Tag "stefan zweig"
26 Bücher
- Stefan Zweig
Sternstunden der Menschheit
(213)Aktuelle Rezension von: Timo_JancaManch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.
- Stefan Zweig
Schachnovelle
(1.507)Aktuelle Rezension von: BernaIn dem Roman „die Schachnovelle“ von Stefan Zweig aus dem Jahre 1942 geht es um Dr. B., einen Vermögensberater, der von der Gestapo in Isolationshaft dauerhaft verhört wird. Dieser beginnt aus Not Schach zu spielen, um der Situation in Isolation zu entfliehen.
Schach ist kein Spiel, das man alleine spielt, denn erst die Unkenntnis des nächsten Zuges des Gegners macht das Spiel interessant.
Was ist aber, wenn man keine andere Möglichkeit hat?
Was macht es mit einem, wenn eine Person Schach in der Rolle als „Ich-Weiß“ und „Ich-Schwarz“ zugleich spielt?Eins ist klar, wenn man keine andere Möglichkeit hat, sich abzulenken, spielt man es alleine. Nun so macht es der Protagonist.
Wenn Sie mehr über die Folgen wissen wollen, dann lesen Sie das Werk. Sie werden es nicht bereuen. 🙂
- Stefan Zweig
Die Welt von Gestern
(116)Aktuelle Rezension von: itwt69Das Leben des Autors und Künstlers von den späten 1880-ern bis 1939: Es ist kaum verwunderlich, dass sich Stefan Zweig nach diesem ereignisreichen und niederschmetternden Erfahrungen das Leben nahm, weil er es nicht mehr ertragen konnte, was in seiner Heimat verbrochen wurde. Ein ehrlicher und intimer Blick auf die Kunstszene der ersten 4 Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts liefert dieses Buche ebenso wie für mich neue Einblicke in die Psychologie der vom Krieg gebeutelten Menschen zwischen den Weltkriegen.
- Stefan Zweig
Marie Antoinette
(113)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch hasse es, wenn Leute Marie das Zitat "Let them eat cake" in den Mund legen. Das hat sie niemals gesagt, sondern stammt aus einem Buch von Rosseu. Nun gut. Hier geht es um das Buch von Stefan Zweig. Inhaltlich war es für mich informativ. Ich habe es gern gelesen und auch die Aufmachung meiner Ausgabe gefällt mir ganz gut. :) - Stefan Zweig
Maria Stuart
(95)Aktuelle Rezension von: SchnickEs gab eine Zeit Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre, da habe ich die Bücher von Stefan Zweig verschlungen. Ich liebte (und liebe) seine Art zu schreiben und ich liebte (und liebe) die Themen seiner Bücher. "Die Schachnovelle" zum Beispiel ist eins der wenigen Bücher, die ich gerne mehrfach gelesen habe und lese.
"Maria Stuart" ist kein wissenschaftliches Werk. Obwohl Zweig sich an die Fakten hält, liest sich das Werk wie ein Roman, was daran liegt, dass Zweig es sich nicht nehmen lässt einige Fakten auszuschmücken. Herausgekommen ist dadurch ein spannendes Werk, das sich schwer einordnen lässt. Es fühlt sich an wie ein Roman, ist aber derart faktenbasiert, dass man es genauso gut als Biografie einordnen kann.
Weil Stefan Zweig nun einmal ein sehr guter Schriftsteller war, ist "Maria Stuart" trotz des weitestgehend faktenbasierten Ansatzes entsprechend kurzweilig, spannend und interessant. Insofern ist es meiner Meinung nach absolut empfehlenswert. Wer jedoch ein wissenschaftlich-akademisches Werk mit Quellenangaben und ohne jede literarische Ausschmückung erwartet, der wird unweigerlich enttäuscht werden.
- Stefan Zweig
Ungeduld des Herzens
(104)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskythis book took me over 2 months to finish. i found it so goddamn boring at times. full of yapping. nonsense. eye rolling moments. our mc has such a hard time saying no that he ends up engaged to someone he doesn’t even like and just visited (was nice to) out of pity. he deserved much for than what he got in the end and i hope it haunts him forever lol. i didn’t like the book but pushed through hoping for a great twist but no, he stays miserable throughout the entire book.
- Stefan Zweig
Angst
(111)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIrene ist verheiratet, hat Kinder und an Geld mangelt es ihr nicht. Doch irgendwie ist sie nicht glücklich und hat heimlich einen Geliebten. Es zieht sie immer wieder zu ihm und danach kommt die Angst, dass sie entdeckt wird von ihrem Ehemann oder Bekannten. Eines Tages wird sie von einer Frau angesprochen und diese will Geld, damit sie nichts erzählt und so kommt Irene in eine Spirale die ihr immer mehr Angst macht.
Stefan Zweigs Novelle ist ein großartiges Stück und die Angst wird immer spürbarer und greifbarer.
- Thomas Humeau
Die Schachnovelle
(18)Aktuelle Rezension von: annieka_liest„Die Schachnovelle“ von Stefan Zweig
Darum geht es:
An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich wach.
Also erstens: das Buch war ganz anders als erwartet und zweitens hat es mir sehr gut gefallen.
Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht, doch es geht um ganz andere Themen.
Zentrales Thema ist die Nazi-Zeit mit ihren Schrecken, hier die Isolationsfolter und die Verhöre der Gestapo.
Beides wird sehr eindringlich beschrieben, und der Leser kann intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in der Gefangenschaft fühlte.
Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung des imaginären Schachspiels klammert, wie es ihn zunächst hilft nicht die Hoffnung zu verlieren und wie sich diese Beschäftigung ihn verwandelt und krank macht.
Ich fand es interessant zu sehen, zu was das menschliche Gehirn in extremen Situationen fähig ist.
Es zeigt wie nah Intelligenz und Wahnsinn beieinander liegen.
Wirklich eine absolute Leseempfehlung – jetzt meine Frage: kann mir jemand Schach beibringen?
4 von 5 Sterne
- Stefan Zweig
Virata: Die Augen des ewigen Bruders
(8)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerVirata ist ein guter Untertan seines Königs, denn er hat eine Schlacht für ihn gewonnen. Dabei allerdings hat er auch seinen Bruder getötet, was ihn sehr entsetzt. Deswegen möchte er nicht weiter kämpfen, sondern wird als Richter bestellt. Er möchte fortan nur gerecht sein und wird in seinem Beruf auch sehr respektiert, bis eines Tages ein Angeklagter sich wehrt und Virata einiges zum Nachdenken gibt. Immer möchte er gerecht sein und an keinem Menschen etwas tun, was Schuld auf ihn laden könnte. So möchte er schließlich nur noch beraten, aber nicht richten und schlussendlich zieht er in den Wald, um fern von den Menschen zu sein und nichts mehr zu tun, was gegen diese wäre. Aber er muss bemerken, dass alles Handeln bedeuten kann, dass man auch das Leben anderer Menschen beeinflusst. Erst bei seiner letzten Aufgabe gelingt es ihm ein Stück weit, so zu handeln, dass er keine Menschen beeinflusst, wird daraufhin aber auch von den Menschen vergessen, die ihn vorher verehrt haben.
Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich sehr beeindruckt und mir einiges zum Nachdenken gegeben. Der Sprecher hat die Geschichte von Virata zudem richtig toll rüberbringen können und passte total gut zu dem Hörbuch. So machte es sehr viel Spaß, dieser beeindruckenden Geschichte zu lauschen, an die ich sicher noch länger denken werde.
- George Prochnik
Das unmögliche Exil
(3)Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-PapeGeorg Prochnik – Das unmögliche Exil
Corporated Identity für den Untergang einer Epoche und Geisteshaltung
Viel wird Prochnik aus „Die Welt von Gestern“ zitieren. Und ebenso eng wird er seinem Protagonisten, Stefan Zweig auf den Spuren bleiben dort, in Petropolis, in seinem letzten Exil. Wo sich Zweig einerseits wohlgefühlt zu haben scheint, behauptet er zumindest.
Wo aber andererseits zu erkennen sein wird, wie das ist, wenn einem Schriftsteller, einem „Sprachkünstler“ seine vertraute Umgebung, seine „Heimat“, ja, auch seine Sprache (zumindest im direkten Umfeld“ „genommen wird“.
Und wie sich dies auch am äußeren Erscheinungsbild Zweigs niederschlagen wird. Der „Dandy“, der sein Leben lang auf Ästhetik Wert legte, der Autographen sammelte, dem das Kaffeehaus zweite Heimat war (die erste war der geistige Horizont der humanistischen Ideen, des Gesprächs, des intensiven Austausches mit so gut wie allen Geistesgrößen seiner Zeit) ist gar nicht so selten ein stückweit „zerknittert“ anzutreffen. Im Kaffeehaus gegenüber dem Domizil, versteht sich.
Ein Exil, das bereits früher begann, in dem der Aufenthalt in dieser trostlosen Ecke New Yorks ebenso von Bedeutung für die beginnenden Depressionen des Autors von nicht geringer Bedeutung sein wird. Auch diesen Ort nimmt Prochnik in den Blick, auch persönlich, und ermöglicht dem Leser durch vielfache, fotografische Illustrationen auch Eindrücke aus „erster Hand“ zu den Lebensumständen Zweigs seit seinem erzwungenen Weggang aus Salzburg.
Mehr aber noch enthalten diese Betrachtungen, über die Person Zweigs hinausgehend. Denn in dieser Person, von Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit an, stand und steht Stefan Zweig für den Gedanken des kosmopolitischen, die „Rettung der Welt“ durch die Kunst, durch das Gebäude der Ideen und, vor allem, durch das „Miteinander“ über nationale Grenzten hinweg der „Nation der kreativen Künstler“.
Der Wettstreit in der Schule um das „schönste Gedicht“, die Portraits, die Zweig veröffentlichte über internationale Geistesgrößen, die Übersetzungen, die er anfertigte, um das Werk von Freunden und geschätzten „Kollegen“ in Deutschland bekannt zu machen. Voller Hoffnung, vermögend und mit gediegenem Lebensstil lebte Zweig die Jahre bis 1933. Eine feste Überzeugung des „Miteinanders“ hat ihn getragen und daher ist der Titel aus seiner Sicht bestens gewählt, den er seinen Memoiren gab, „Die Welt von Gestern“.
Zerrüttet im Chaos des dritten Reiches, in seinen Augen auf immer verloren. Er selbst im Anblick einer langen, langen Wartezeit an Jahren in der Fremde, durch die militärischen Erfolge des dritten Reiches und die Kunde von der gnadenlosen Ausrottung „artfremden Seins“ entmutigt bis fast zur Verzweiflung.
Momente, die Prochnik eindrucksvoll darstellt, denen er mit Empathie detailliert nachgeht. Weil es auch ihm eben nicht nur um die einzelne Person geht (was im Buch natürlich seinen Platz findet und schon spannend genug zu lesen isst), sondern auch im das, was „die Welt der Welt, der Mensch dem Menschen“ angetan hat. Und das gerade auf der Basis einer intellektuellen Schicht, die nach dem ersten Weltkrieg sich fest und sicher in der „gefestigten und festen Kunst“ verankert glaubte.
So ergibt die Lektüre dieser Beschreibungen des Exils, ergänzt durch eine Reihe sehr persönlicher Anmerkungen des Autors, in denen er seine Verwobenheit in dieses Zeitgeschehen und das besondere Erleben des „Exils“ dem Leser ebenfalls zur Verfügung stellt, eine sehr zum Nachdenken anregende Lektüre.
Bis hin zur genauen Schilderung des Freitodes des Ehepaars Zweig, das vor allem im Blick auf die junge Ehefrau überaus dramatisch dem Buch seinen Abschluss geben wird.
So dass deutlich wird, Zweig war nicht nur geographisch und räumlich „am Ende der Welt“, nicht nur sprachlich „aus seiner Welt“, sondern auch in seinen festen Überzeugungen und seiner ideologischen Ausrichtung auf Ästhetik, Humanismus und Kunst „am Ende der Welt“, wie er sie kannte, angelangt.
Gerade in der Gegenwart, in der vieles von dem, was ebenfalls als fest und gesichert geglaubt wurde an Frieden und Freiheit und internationaler Verflechtung wieder ins Wanken gerät. - Oliver Matuschek
Stefan Zweig
(6)Aktuelle Rezension von: Barbara62Anlässlich des 125. Geburtstages von Stefan Zweig, einem der großen Autoren des 20. Jahrhunderts, erschien 2006 Oliver Matuscheks Biografie Drei Leben - Eine Biographie. Ich habe mich gefragt, ob es dieser angesichts von Stefan Zweigs herausragender Autobiografie Die Welt von gestern überhaupt bedarf, aber da er selber nur äußerst sparsam über sein eigenes Leben und viel mehr über die Zeit berichtet ("Es wird eigentlich nicht so sehr mein Schicksal sein, das ich erzähle, sondern das einer Generation."), erfahren wir bei Matuschek durchaus viel Neues.
Der Titel spiegelt die formale Einteilung des Buches wider, die einer strengen zeitlichen Ordnung folgt. Im ersten Teil von Zweigs Geburt im Jahr 1881 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zeigt uns Matuschek die sichere Welt des Bürgertums, im zweiten vom Ende des Ersten Weltkriegs bis 1934 die Salzburger Zeit bis zum Weggang Zweigs ins Exil und der dritte Teil vom 18.02.1934 bis zu seinem Tod am 22.02.1942 die Zeit im Exil.
Die Biografie wertet neue Quellen, wie z. B. die Briefe des Bruders Alfred Zweig, Erinnerungen der Nachkommen von Stefan Zweig und Lotte sowie Originaltexte aus Privatsammlungen aus. Sie ist gründlich und fundiert, hält sich an Tatsachen und verzichtet weitestgehend auf Spekulationen. Dass ich trotzdem den Eindruck hatte, dem Menschen Stefan Zweig in seinen Büchern näher zu kommen als in dieser Biografie, mag an meiner besonderen Liebe zu seinem Werk liegen. Die Biografie ist auf jeden Fall eine empfehlenswerte Ergänzung. - Volker Weidermann
Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft
(93)Aktuelle Rezension von: Renate1964Ein wunderschönes, kurzes Buch in Feuilletonstil. Die Geschichte beginnt 1936 in Ostende. Im Mittelpunkt stehen Stefan Zweig und joseph Roth. Sehr viel erzählt der Autor über ihr Leben, ihr Wesen und vor allem ihre Beziehung. Aber auch die anderen Exilliteraten kommen in diesem Sommer dorthin. Ihre Sorgen, Angst, die Liebe, alles wird lebendig
- Stefan Zweig
Phantastische Nacht und andere Erzählungen.
(2)Aktuelle Rezension von: MondracEinige der Geschichten sind zutiefst berührend, wie beispielsweise die des alternden Schauspielers, der durch einen weiblichen Fan aus besseren Tagen seine verloren geglaubte Würde wiedererlangt.
Der scharfe Blick des Autors, der mit Röntgenkraft unter die Oberflächen schaut, dabei jedoch nie herabwürdigend wird, sei es auch noch so "schlammig" in diesen Untiefen, zeigt so einige menschliche Wahrheiten auf.
Faszinierend ist immer wieder die facettenreiche Erzählweise, der feine, sensible Sprachstil des Autors, der es schafft, aus einer einfachen Landschaftsbeschreibung vor einem Sturm, den Leser in eine geradezu mythische Welt erweiterter Realitäten zu entführen.
- Oliver Matuschek
Das Stefan Zweig Album
(6)Aktuelle Rezension von: HEIDIZIch lese Stefan Zweig hin und wieder sehr gern. Aber nicht nur seine Werke sind interessant, auch sein Leben ist es. Der international erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts sind aus besagter Epoche nicht mehr wegzudenken. Sie werden wohl immer gelesen werden, sind zu Klassikern geworden.
Oliver Matuschek hat sich des Lebens und Werks Zweigs nun aktuell angenommen und wartet mit u.a. unveröffentlichten Fotos (mehr als 300)auf sowie mit genutztem Material, welches er in einen neuen Blick nimmt.
Das Buch umfasst 9 Kapitel. Sie erzählen die Geschichten hinter den Fotos zur Familie Zweig, zu neuen Dichter, der Zeit des Ersten Weltkrieges, meistgelesen, meistübersetzt, Marie Antoinette (Exkurs zu einem Bestseller), dem Weg ins Exil, Diese Nacht wird unendlich lang dauern, Das Ende.
Es folgen Nachbetrachtungen zur Familiengeschichte, Anmerkungen zu den Abbildungen und Texten, der Bildnachweis und Dank sowie Impressum.
Leseprobe:
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Nach dem Erscheinen von Marie Antoinette verzichtete Zweig auf seine sonst übliche Lesereise und hielt Anfang 1933 lediglich einige Vorträge in der Schweiz. ...
Die Schrift ist sehr gut lesbar, und die zahlreichen Abbildungen laden dazu ein, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehmen und zu betrachten, zu blättern und zu erkunden. Sind sind, obwohl historische Aufnahme, von sehr guter Qualität und absolut aussagekräftig. Zu sehen sind auch Buchcover, Bucheinträge, Libretto, handschriftliche Widmungen usw. usw. Wirklich sehr interessant und hervorragend ausgewählt, um Zweig als Schriftsteller und Menschen in Blick zu stellen vor dem historischen Hintergrund und mit seinen Wegbegleitern. - Joseph Roth
Die Legende vom heiligen Trinker
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAls ich den neuesten Band der bunten Penguin Edition aus dem Penguin Verlag, „Die Legende vom heiligen Trinker“ von Joseph Roth, auspackte musste ich trotz des etwas helleren Grüntons irgendwie sofort an „Die grüne Fee“ (oder auch Absinth genannt) denken. Nun, zu dem Zeitpunkt als Joseph Roth diese Erzählung schrieb (1939), war Absinth in den meisten europäischen Staaten verboten. Und trotzdem war der giftgrüne Drink in Kunst- und Literaturkreisen äußerst beliebt:
„Ein Glas Absinth ist so poetisch wie alles in der Welt. Was ist der Unterschied zwischen einem Glas Absinth und einem Sonnenuntergang?“ (Oscar Wilde)
Zurück zum „heiligen Trinker“. Hier erzählt Joseph Roth die Geschichte von Andreas Kartak, der unter einer der zahlreichen Brücken in Paris schläft und eines Tages von einem unbekannten Mann 200 Francs in die Hand gedrückt bekommt. Er ist fest gewillt, die 200 Francs zurückzuzahlen. Wird es ihm gelingen?
Zumindest häufen sich von jetzt an die Wunder in Andreas´ Leben und doch nimmt die Geschichte ihren (fast) zwangsläufig tragischen Lauf. Wie dem informativen Nachwort von Wilhelm von Sternburg (Roth-Biograf) entnommen werden kann, beruht (zumindest) der Teil mit den 200 Francs auf Tatsachen, denn Joseph Roth hat einen prominenten Freund und Unterstützer – hier soll es sich um Stephan Zweig handeln. Ob dem wirklich so ist – wir wissen es nicht. Letztlich spielt es auch keine Rolle, wer der zahlungskräftige Freund war; was hier zählt ist Freundschaft – egal in welcher Situation.
Ich kann und möchte hier gar nicht noch viele Worte verlieren, außer: wer die Romane von Joseph Roth mag und eine kleine trotz aller Schwermut auch hoffnungsvolle (hoffnungsvoll im Sinne von „Wunder gibt es immer wieder – man muss nur fest genug daran glauben, dann kommen sie unerwartet und doch passend.“) Erzählung, die auch nach mehrmaliger Lektüre nichts von ihrer Strahlkraft verliert, lesen will, sollte sich die „Legende vom heiligen Trinker“ nicht entgehen lassen.
Von mir gibt´s 5 beschwipste Rezensionssterne und eine glasklare Leseempfehlung!
©kingofmusic
- Matt Zoller Seitz
The Grand Budapest Hotel Collection
(2)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEin mondänes Gebäude, ein Hotel mit viel Geschichte. Die Mauern könnten so viel erzählen und berichten und aus den glanzvollen Zeiten, genauso wie aus den Kriegsjahren. Es geht hoch her und die interessantesten Gäste ziehen ein und bevölkern das Hotel. Es wird amüsant, aber auch tragisch, liebevoll und immer mit einem ganz speziellen Humor. the Grand Budapest Hotel heißt willkommen und es ist als Buch genauso gut wie der großartige Film.
- Stefan Zweig
Ungeduld des Herzens: Roman (Klassiker bei Null Papier)
(2)Noch keine Rezension vorhanden























