Bücher mit dem Tag "steiermark"
48 Bücher
- Hera Lind
Im Namen der Barmherzigkeit
(114)Aktuelle Rezension von: Monalisa73Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Familie, die sich auch um Pflegekinder kümmern. Jedoch kümmern sich die Pflegekinder um alles und arbeiten hart und mit wenig zu essen und ohne jeglichen Schutz. Und sie sind ihren Pflegeeltern ausgeliefert, niemand steht ihnen bei. Die Pflegekinder werden wie Sklaven behandelt.
Eine sehr erschütternde Geschichte, die so hart ist, dass ich sehr lange brauchte um das Buch vollends zu ende zu lesen, weil ich immer wieder mich erholen musste vom gelesenen. Es zieht einen mit runter.
- Robert Preis
Gottes Plagen
(17)Aktuelle Rezension von: peedee1463. Stjepan Tomašević, der letzte König von Bosnien, wird enthauptet. Vor seinem Tod hat er seine hochschwangere Frau Helena verraten, der es aber gelingt, mit einem kleinen Gefolge zu fliehen. Auf der Flucht kommen mehrere Begleiter ums Leben. Johannes, ein Pilger, steht ihr zur Seite; er will nach Graz des Heiligen Römischen Reichs, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Nicht nur die Osmanen folgen ihnen, sondern auch Krankheiten und Plagen...
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr ausdrucksstark und wirkt dreidimensional – gefällt mir sehr gut.
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Recherchearbeiten für einen historischen Krimi stelle ich mir sehr aufwändig vor – hierfür meinen besten Dank. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch die Entstehung des Grazer Gottesplagenbildes thematisieren soll.
Wem kann man überhaupt trauen? Einer ist im Moment dein Freund, aber im nächsten Moment steckt sein Schwert in dir! Wer ist Johannes wirklich? Ist er ein Mönch, Pilger, Ritter? Was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Buch auf sich?
Haris kam mir vor wie Hulk: selbstverständlich nicht grün, aber riesig, stark und furchtlos – und mit einem weichen Herzen, trotz allem. Er will Johannes wiederfinden, um ihn zu töten (als „Dank“ dafür, dass Johannes ihn trotz Armverlust hat überleben lassen), aber ihm ist bewusst, dass Johannes nicht sein Feind ist, sondern zu einem Gefährten geworden ist.
Die Beschreibungen waren (leider) sehr plastisch und ich empfand nur schon die ersten 80 Seiten als sehr brutal – für mich an der Grenze des Erträglichen. Nach dem ersten Viertel des Buches, in dem Helena, Johannes und Haris auf der Flucht sind, habe ich mich gefragt, wie lange diese sich stets wiederholende Präsentation von brutaler Gewalt weitergehen würde. Das Gelesene hatte einige Längen, die mir in Kombination mit den grausamen Szenen zunehmend Mühe bereiteten – ich war nahe dran, aufzugeben. Aber da ich begeisterte Stimmen zu diesem Buch gehört hatte, wollte ich dranbleiben. Aber nach 234 von 576 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht und ich habe das Buch abgebrochen. Mir ist bewusst, dass das Mittelalter keine Zeit von Friede, Freude, Eierkuchen war, aber die Zurschaustellung der Gewalt (bis Seite 234) war mir zu brutal. Schade. - Peter Orontes
Die Siegel des Todes
(93)Aktuelle Rezension von: Chattys_BuecherblogIch liebe es, in vergangene Zeiten abzutauchen, um Geheimnissen auf die Spur zu kommen oder einfach auch, um Zeit und Raum zu vergessen. Dieses Erlebnisse hatte ich mit dem vorliegenden historischen Roman "Die Siegel des Todes". Obwohl das Cover nicht allzu spektakulär erscheint, offenbart der Inhalt jedoch eine tolle Geschichte.
Der Autor entführt uns ins 14. Jahrhundert, in der die Menschen sich stets unterordnen musste. Dort werden die Siegel des Todes geschmiedet.
Mir hat diese Geschichte um den Waisenjungen Elias sehr gut gefallen. Gute Recherche und eine interessante Idee haben dieses Buch zu einem unterhaltsamen historischen Roman werden lassen. An manchen Stellen flacht der Plot zwar etwas ab, aber nur, um dann wieder in Spannung überzugehen. Vielen Dank für die tollen Lesestunden, die ich zumindest lesetechnisch im Schwarzwald, Salerno und Regensburg verbringen durfte.
- Claudia Rossbacher
Steirerstern
(17)Aktuelle Rezension von: tigerbeaDie LKA - Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann bekommen es diesmal im Murtal mit einem tödlichen Treppensturz des Bassisten Luigi zu tun. Sie müssen klären, ob es sich um einen Unfall, Mord oder Totschlag handelt. Die Sängerin der Band, Jessica Wind, gerät schnell unter Verdacht und auch die Medien stürzen sich auf sie. Doch dann verschwindet auch sie spurlos. Es stellt sich die Frage, ob sie Luigi im Streit getötet hat und nun untergetaucht ist. Aber es gibt auch Neider und Feinde, noch dazu wird sie von einem Stalker verfolgt.
Mit ihrem 10. Fall für Sandra Mohr und Sascha Bergmann begibt sich Claudia Rossbacher in die Welt einer jungen Band. Hier bekommt man richtig guten Einblick in eine Welt, in der mit allen Mitteln um Erfolg gekämpft wird. Diesmal ist Sascha Bergmann persönlich betroffen, spielt doch sein Sohn selbst in der betroffenen Band. Dadurch bekommt dieser Fall auch für den Leser eine ganz andere Bedeutung, denn Sascha Bergmann ist nun einmal im Laufe der Zeit zu einem Vertrauten geworden und sein Privatleben läßt den Leser nicht kalt. Dieser Krimi nimmt dadurch eine ganz besondere Rolle ein. Auch mit diesem Band beweist Claudia Rossbacher ihr Talent, gute Krimis zu schreiben. Sie schreibt locker und unterhaltsam, ohne dabei die Spannung aus den Augen zu verlieren. Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen und kommt von dem Fall nicht mehr los. Wie gewohnt wird hier der regionaltypische Dialekt eingeflochten, zu dem es am Buchende ein Glossar gibt. Dies und die wunderbaren Beschreibungen der Steiermark bringen Regionalität ins Buch, lassen den Leser in diese Region blicken und ins Schwärmen geraten.
Dieser Jubiläumsband ist wirklich sehr zu empfehlen!
- Drea Summer
Dein Tod ist mein Freund
(27)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Cover gefällt mir relativ gut. Die Farben und Schriftarten passen gut zu einander. Wer die Person darstellen sollte, weiß ich aber nicht.
Die Idee des Buches wäre für mich auf jeden Fall 5 Sterne wert, leider war mir die Umsetzung etwas zu schwach. Der Schreibstil ist mein größter Kritikpunkt. Bis zum Schluss wurde ich damit nicht warm. Er nahm mir ein bisschen die Spannung und ließ die Protagonisten manchmal etwas naiv wirken. Ich konnte auch keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen, meist waren sie mir weder sympathisch noch unsympathisch, eher gleichgültig.
Positiv waren für mich auf jeden Fall die kurzen Kapitel, so komme ich beim Lesen immer sehr schnell voran. Die Szenen mit dem Täter waren für mich am besten geschrieben und diese habe ich auch am liebsten gelesen. Die Gefühle, Ängste und Panik der Opfer konnte man wirklich gut wahrnehmen.
Die Aufklärung ging mir etwas zu schnell und ich hatte auch irgendwie das Gefühl als hätte ich wichtige Informationen verpasst. Mehr Hintergrundwissen zum Täter bzw. etwas über seine Kindheit hätte ich mir noch gewünscht.
Aus der großartigen Idee hätte man mehr rausholen können. Ich vergebe für das Buch 3 von 5 Sterne.
- Isabella Archan
Sterz und der Mistgabelmord
(36)Aktuelle Rezension von: RoRezepte“»[…] Das Unbekannte is oft verlockend, solange man es nicht in der Realität erlebt. Und das Altbekannte macht einen manchmal traurig.«”
Autorin Isabella Archan ist uns ja bereits mit der Mördermitzi-Reihe gut bekannt. Umso mehr hat mich die neue Steiermark-Krimireihe aus ihrer Feder interessiert. Der Regionalkrimi bietet uns wieder den gleichen Erzählstil mit dem Hang zum schwarzen Humor und eine packende Mörderjagd.
Ein nächtlicher Anruf seiner alten Jugendliebe Lena bringt Ferdinand Sterz aus dem Konzept und nach über ein Jahrzehnt zurück in seine alte Heimat Graz. Sein bester Freund, der Stichl, ist tot … ermordet … erstochen … von einer Mistgabel. Doch vor Ort muss er sich fragen, ob er ihn überhaupt noch kannte.
“»Wenn eine Liebe geht, behält man die glücklichen Momente im Herzen und lässt los.«”
Während der Ermittlungsarbeiten muss sich Sterz auch den eigenen privaten Problemen seiner Vergangenheit stellen. So hat er mit allen Menschen, die ihm mal etwas bedeutet hatten, den Kontakt abgebrochen. Jetzt trifft er sie alle wieder, fast alle, den Stichl nicht mehr.
“»Verschlossen und zugeknöpft. Mit einem Hang, dich verdreht auszudrücken.«”, so beschreibt Gitte Busch Sterz’ Persönlichkeit. Die gebürtige Wienerin ist die neue Kollegin von Ferdinand Sterz, welche nicht nur älter als er ist, sondern auch alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Sterz, der einsame Wolf, hat einen für uns Leser tollen Charakter mit einigen Ecken, Kanten und auch Schwächen. Wie so oft, funktioniert eine Reihe nur mit besonderen Protagonisten. Neben Sterz und Gitte, gibt es noch Ferdis Patentante Hannerl, eine schillernde Persönlichkeit, eine rüstige 74erin, die noch immer an der Oper arbeitet. Sowie Ferdis ruhiger und besonnener Vater, dem Gemeinderat Sterz, welcher genauso an der Vergangenheit knabbert, wie Ermittler Sterz selber.
“»Vergebung, das is es, was am Ende zählt.«”
Der neue Reihenauftakt “Sterz und der Mistgabelmord” von Autorin Isabella Archan bietet viele unterhaltsame und rätselnde Lesestunden. Die spannende Geschichte war anfangs so verzwickt, dass man als Leser einmal alle Protagonisten reihum verdächtigt hat. Als es dann nicht nur bei einer Leiche bleibt, hören die Spekulationen gar nicht mehr auf. Doch für Krimi-Erprobte war der Ausgang noch vor Auflösung erratbar und gern hätte man Sterz den Namen am liebsten zugerufen.
Die Rezepte aus "Sterz und der Mistgabelmord" findet ihr unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/sterz-und-der-mistgabelmord-isabella-archan/.
- Jennifer B. Wind
Wasserfallsturz
(51)Aktuelle Rezension von: Jayjay94Das Cover und der türkise Farbschnitt gefallen mir ganz gut. Es wirkt nicht zu düster. Nebenbei ist türkis meine Lieblingsfarbe. :)
Doch jetzt zum Inhalt. Wie begleiten die Chefinspektorin Franzi Fürst, die in ihre alte Heimat in die Murau zurück kehrt. Dort wartet ein Fall auf sie. Ihre ehemalige Lehrerin liegt nach einem Sturz beim Günster Wasserfall im Koma. Doch war es nur ein Unfall? Oder doch Mord? Und wenn ja, wer hat ein Motiv?
Die Spuren führen weiter in die Vergangenheit zurück, als gedacht...
Mich hat das Buch von Anfang an wirklich begeistert, denn ich habe es in einem Ruck durchgelesen.
Die Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert. So wie auch Land und Leute.
Franzi und Max sind zwei wirklich sympathische Ermittler und man bekommt auch einen guten Einblick in Franziskas Vergangenheit.
Auch die Umgebung, in der die Geschichte spielt, ist wirklich traumhaft. Aber ob ich mir das alles im echten Leben anschauen kann, ohne an den Krimi zu denken, weiß ich nicht.
Ich schätze das Buch auch als Kriminalroman ein. Er ist nicht zu hart und ich finde es auch gut, dass die Autorin einiges weggelassen hat. Man kann sich auch selbst denken, was damals alles passiert ist.
Ganz besonders finde ich auch das Thema interessant, was dahinter steht. Das Nachwort fand ich dazu noch sehr informativ. Mehr möchte ich dazu aber noch nicht verraten.
Den einzigen Abzug gibt es bei mir für das schnelle Ende. Man fiebert wirklich mit und dann wird der Täter gefasst und schon in den nächsten Sätzen ist das Buch zu Ende. Das war ganz schön schade.
Auch fand ich manches gar nicht so schwer, zu erraten.
Ich bin schon trotzdem ganz gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht. Hoffentlich geht es da mehr um Franziskas Kindheit.
Ein interessantes Thema, eingespannt in einen spannenden Krimi.
Von mir gibt es dafür natürlich eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne!
- René Freund
Freund, Niemand weiß, wie spät es ist
(57)Aktuelle Rezension von: mabo63[..Das Erbe kann erst dann angetreten werden, wenn die Alleinerbin meinen letzten Willen erfüllt hat: Frau Nora Weilheim soll die Urne meiner sterblichen Überresten von Paris über Wien an einen von mir zu bestimmenden Ort in Österreich transportieren, wo meine Asche meine letzte Ruhe finden wird. Ein Teil der Reise soll ausschliesslich zu Fuss erfolgen und zwar unter notarieller Aufsicht..]
Eine schöne ruhige Erzählung über eine Reise mit unbekanntem Ziel -vielleicht eine Reise zu sich selbst.
- Claudia Rossbacher
Steirerblut
(86)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Steirerblut" ist der erste Fall der LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann geschrieben von Claudia Rossbacher. Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA Graz wird gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Chefinspektor Sascha Bergmann ausgerechnet zu einem Mordfall in ihre alte Heimat gerufen. Ein Dorf inmitten der Steiermark wo jeder jeden kennt und Sandra Mohr eigentlich nie mehr hin wollte. Schließlich hatte sie ihrer alten Heimat nicht umsonst den Rücken gekehrt und jetzt holt sie ihre alte Vergangenheit ein. Dazu der neue Kollege, der teils arrogant, teils anzüglich erscheint. Aber als sie gemeinsam in die Geheimnisse des Mordopfers eintauchen, zeigen Sascha Bergmann und Sandra Mohr ihre Teamqualitäten und entdecken so manches dunkle Geheimnis. Die Reihe um die beiden Ermittler weißt mittlerweile dreizehn Bände und so manche Verfilmung auf. Nachdem ich bereits einige neuere Fälle gelesen habe, ging es nun zum Ursprung und ersten Band der Serie zurück. Klassisches steirisches Lokalkolorit unterlegt die erste Zusammenarbeit der beiden Ermittler. Dabei beschreibt die Autorin gut wie sich die zwei erst finden müssen, teils aneinander reiben, aber letztendlich doch erfolgreich zusammenarbeiten. Dabei ist dieser Alpen-Krimi keine harte, sondern eher leichte Kost für zwischendurch. Er liest sich schnell und flüssig. Der Spannungsbogen ist nicht sehr hoch, aber trotzdem wird man gut unterhalten. Als Auftakt der Reihe gefällt mir dieser Roman, ein klassischer Regionalkrimi mit Setting in der Steiermark.
- Claudia Rossbacher
Steirerherz
(59)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Steirerherz" ist der zweite Band der Sandra-Mohr-Reihe von Claudia Rossbacher. Die LKA-Ermittlerin bekommt es diesmal mit einer gepfählten jungen Frauenleiche zu tun, die am elterlichen Kürbisacker drapiert wird. Die Spuren führen schnell nach Graz, wo diese als Studentin in einer WG lebte und auch deren neureicher Freund sein Leben in vollen Zügen genießt. Kurze Zeit später gibt es ein zweites Opfer, eine Mitbewohnerin der WG. Wie hängt alles zusammen und bahnt sich eine Serie an? Dieser Band beginnt spektakulär und spannend, kann diese aber nicht gänzlich aufrecht erhalten. Vielmehr ist er von reichlich Privatleben der beiden Ermittler Mohr und Bergmann geprägt. Diese Kombination ist teils gut, da man in einer Serie ja auch die Entwicklung von Figuren erleben möchte. In diesem Fall empfand ich es aber als ein wenig übertrieben und teilweise auch sehr klischeehaft. Bergmann auf Machospuren, Sandra zu oft im siebten Sexhimmel und letztendlich schwanger. Dazu eine junge Kollegin die gern Model wäre und ein neureicher Autohändler. Vieles war durchschaubar und dem Täter war ich früh auf der Spur, leider zu früh. Gegen Ende zog die Spannung wieder an, dies konnte aber nicht mehr den Gesamteindruck des Buches bei mir ordentlich steigern. So ist "Steirerherz" für mich bisher einer der etwas schwächeren Bände, die ich aus dieser Reihe gelesen habe und konnte mich daher nicht so ganz überzeugen.
- Barbara Frischmuth
Verschüttete Milch
(3)Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht
https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Frischmuth
Der Artikel zur Autorin zu Beginn? Nun, "Verschüttete Milch" trägt deutlich autobiographische Züge, nur heißt die Ich-Erzählerin Juliane, wie die Autorin 1941 geboren in Altausee in der Steiermark. Da Buch begleitet sie bis zum vierzehnten Lebensjahr, unterteilt in Kapitel, die als Überschrift die dem jeweiligen Alter entsprechende Anrede tragen, "Die Kleine", "Juli" bis "Juliane". Der Vater fällt 1943 in Russland, die Mutter führt das Hotel weiter, das eigentlich eine "Außenstelle" des größeren Familienbetriebes ist. Dadurch wächst "die Kleine" häufig sich selbst überlassen auf, in der Obhut der Angestellten oder häufig wechselnder Kindermädchen, frei in der Natur, mit vielen Spielkameraden und Tieren. Wie häufig in ländlichen Regionen, waren die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs abgemildert, weniger Kriegshandlungen, weniger Hunger, dafür Einquartierungen. Die Region war bereits damals touristisch, Segen und Fluch in einer Region, deren Böden keinen Ackerbau zuließen, die nur Salzbergwerke kannte. Doch die Fremden verändern die Gegend, Hotels mit altem Standard haben spätestens nach dem Krieg zu kämpfen angesichts der neuen Reisemöglichkeiten. Durch den zweiten Mann der Mutter, Paps genannt, bekommt Juliane zwar einen kleinen Bruder; die finanzielle Situation wird jedoch nicht entlastet.
Ich hatte blind zu dem Titel gegriffen und wurde mit dem Abschnitt "Juliane" durchaus belohnt, nachdem ich mich durch den Beginn doch sehr hatte durchkämpfen müssen. Autorin Frischmuth zieht gerade das erste Drittel als Memoir angesichts alter Fotographien auf, entsprechend kursorisch war mein Eindruck. Dazu wechseln die Sätze gerade zu Beginn stark zwischen sehr einfach und gewunden. Die Kleine schleicht sich zu den Küken und wird dafür vom Hahn attackiert. Und was schreibt die Autorin?
"Und der Hahn?, fragte sie, die gerade noch geträumt hatte, wie der Hahn, Wttermann heißt mein Hahn, mit gespreizten Federn, leuchtend wie ein Kaleideskop, in dem sich die farbigen Mosaikglasscherben immer weiterbewegen, zum Rauchfang (anderswo heißen Rauchfangkehrer Schornsteinfeger, was wie ein upgrading klingt) hinaufflog, um zu erkunden, wo sie geblieben war." Ja klar. Ich fand es anstrengend, sah auch lange keinen Nutzen darin, etwas zu lesen, was ich mir auch anhand eigener Bildersammlungen hätte durch den Kopf gehen lassen können. Das wurde erst mit dem Älterwerden des Kindes besser, ich konnte über das Spezifische der Region lernen, die viele Nazigrößen angezogen hatte, aus der einen Erwähnung meine ich Ernst Kaltenbrunner herauszulesen, Nachfolger von Heydrich https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kaltenbrunner, das Salzbergwerk hatte man zum Verstecken von Kunst genutzt https://de.wikipedia.org/wiki/Altaussee - im Buch sind das eher Randnotizen. Stärker herausgearbeitet wird die Veränderung des Tourismus, auch die Veränderung durch den Tourismus. "Es gab zunehmend mehr Zweithaus- und Zweitwohnungsbesitzer als seit Generationen im Familienbesitz befindliche Bauern- und Bergarbeiterhäuser und wesentlich mehr Gäste, die jahrelang im selben Privatquartier anstatt im Hotel wohnten. Mit der Zeit trugen auch weitaus mehr Sommerfrischler ihre Zweitkleidung als die Einheimischen, di sich wenigstens auf diese ihre Kleidung als angestammte Tracht berufen konnten."
Während die Frage offenes Ende oder geschlossenes bei den meisten Büchern besser nicht vorher preisgegeben werden sollte, halte ich es hier für relevant zu erwähnen, dass das Ende quasi auf einen Cliffhanger hinausläuft, wie es denn mit dem jungen Mädchen in der finanziellen Situation und mit ihren beruflichen Träumen weitergeht - ich "rieche" einen Folgeband. Das ruft Vergleiche hervor zu Ulla Hahns zeitlich ähnlich angesetztem "Das verborgene Wort", doch lässt sich das schlicht gefälliger lesen, mit größerem Erkenntnisgewinn zu Milieu und Zeit. Es liegt, denke ich, nicht daran, dass ich wie Hahn Deutsche bin und nicht Österreicherin, mir wäre das ländlich-entspannte Milieu Frischmuths vertrauter als das katholisch-enge bei Hahn; es ist mir einfach zu wenig, zu wenig Überspringendes in der Schilderung der "Verschütteten Milch", zu vieles, was nur angedeutet bleibt, die Finanzen, zum Alkoholkonsum von Paps, zu Männern im Leben der Mutter, zu den familiären Beziehungen. Gäbe es tatsächlich einen Folgeband, würde ich ihn jedoch mindestens anlesen.
3 Sterne. Nicht völlig unzufrieden, aber einfach mir nicht "genug". - Nicola Henselmann
Septemberschnee
(22)Aktuelle Rezension von: Verena_BuchbloggerSeptemberschnee" von Nicola Henselmann war ein wunderbar leichtes, humorvolles, aber auch ernstes Buch, welches mir einen wunderbaren Sommerabschluss beschert hat :-) Aber es lässt sich selbstverständlich zu jeder Jahreszeit gut lesen! :-)
Pia hat sich also aufgemacht nach Köln, in ihre alte Heimat. Sie lässt sich in Köln-Sülz nieder, was witzigerweise quasi mein Veedel ist, also Sülz-Klettenberg! Das eine Veedel geht nahtlos in das andere über, also gehören sie irgendwie zusammen ;-)
So war es ein leichtes und gleichzeitig echt schön für mich, mir alles live vor Ort vorzustellen! :-)
Nun denn, Pia hat Glück, dass sie über Carmen, die mit im Haus wohnt, relativ schnell einen neuen Job bekommt. Das einzige, was nun noch fehlt, ist ein neuer Mann in ihrem Leben! Wenn ihre beiden Töchtern an den Wochenenden bei ihrem Vater sind - sofern er sie nicht vergessen hat - geht Pia mit ihren neu gewonnenen Freundinnen auf die Piste! Aber so richtig was dabei ist nichts, einer ist sogar ein Vollhonk!! Pia braucht dringend einen Tapetenwechsel, Luft zum Atmen und einen Ort, um sich auf sich selbst zu besinnen! Und in der Steiermark, mitten im Schneegestöber, findet sie das, wonach sie gar nicht mehr gesucht hat...
Nicola Henselmanns Schreibe ist locker flockig, nicht auf den Mund gefallen und passt perfekt ins Rheinland bzw. nach Köln :-) Ihre Protagonistin war mir sehr sympathisch, wie auch Ihre Kinder und Ihre neuen Freunde, besonders Murat! :-) Die Geschichte an sich fand ich bis auf wenige Situationen gut erzählt, manchmal hätte ich mir etwas MEHR gewünscht: Mehr von der Situation, mehr Inhalt, mehr Tiefe! Manches wurde mir zu schnell abgehandelt! Aber ich wurde wirklich sehr gut unterhalten und nach all den Vampirgeschichten und schwierigen Romanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe, war dieses Buch eine wahre Wohltat! :-)
Und ich bin ehrlich, ich wüsste schon gerne wie es weitergeht mit Pia, ihren Kindern und ... ;-)
Was mir auch gut gefallen hat, waren die steirischen Sätze, die Nicola Henselmann am Ende des Buches nochmal ins Hochdeutsche übersetzt hat. Wobei, so ein wenig rumrätseln, versuchen im Dialekt zu sprechen, war schon lustig! :-) Probiert es beim Lesen einfach mal aus! ;-)
Pia hat in den 2 Jahren seit der Trennung von ihrem Mann so einiges erlebt, Gutes wie Schlechtes, aber es war schön und aufregend, manchmal peinlich ;-) sie beim Ankommen zu begleiten! Es gab auch eine Lieblingsstelle im Buch für mich, vorm Haus ihres Ex-Mannes! Eine Engel spielt dabei keine unbedeutende Rolle! ;-) Folgendes Zitat ist ein Teil dieser Szene ;-) :
"Es fliegen Tonscherben und Erde. Pinke Blütenblätter segeln über das Meer der Zerstörung. Wäre es nicht so furchtbar, wäre es wunderschön.“
- Janine Wenzel
Steiermark. Wandern für die Seele
(9)Aktuelle Rezension von: Literaturwelt10Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war wirklich ein Genuss, es zu lesen und durch die schönen Bilder zu schwelgen. Das Buchcover ist wunderbar gestaltet und auch die Innengestaltung hat mir sehr zugesagt. Auch sprachlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Als besonders gelungen empfand ich vor allem die Zusammenfassungen, die nochmal einen guten Überblick gegeben haben. Ich freue mich, wenn das Buch mein Begleiter auf der nächsten Steiermark Reise sein wird.
- Günther Marchner
Vordergründig Hinterberg
(1)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisAngeregt durch die Krimi-Reihe „Gasperlmaier“ von Herbert Dutzler habe ich dieses Buch über das Hinterbergtal, einem Tal im steirischen Salzkammergut, gerne zur Hand genommen.
Der Autor Günther Marchner ist in Bad Aussee geboren, er kennt also die Gegend, die er hier beschreibt.
Wo liegt es nun das Hinterbergtal? Zwischen dem Ödensee und dem Bergmassiv des Grimming in der Steiermark.
Seinen Namen verdankt es der ehemaligen Herrschaft „Hinterberg“, die ein Teil der Ausseer Salinenregion war.
In insgesamt neun Kapiteln dürfen wir einige interessante Einblick in diese Region machen. Diese neun Kapitel gliedern sich wie folgt:
- Alte Spuren
- Besiedelung, Herrschaft und Religion
- Bauern, Salz und Holz
- Zeit der Umbrüche
- Zwischen k.u.k. und Anschluss - Gemeinden und WIrtschaft in der Ersten Republik
- Nationalsozialismus in Mitterndorf und in der Region
- Von der Nachkriegszeit zum goldenen Zeitalter
- Schnee, Berge, Wasser - Entwicklung einer Tourismuslandschaft
- Ausblick ins 21. Jahrhundert - vom ständigen Wandel in einer traditionsreichen Gegend
Zahlreiche, zum Teil sehr persönliche Fotos ergänzen den informativen Text, der in einer angenehmen Sprache die Leser durch die Zeiten begleitet. War in der Vergangenheit das Tal nach (Bad) Aussee ausgerichtet, so spielt heute (Bad) Mitterndorf eine zentrale Rolle.
Nicht ausgespart werden die strukturellen Probleme mit denen das Tal immer wieder zu kämpfen hatte. Doch gemeinsam scheint es eglungen zu sein, sich dem jeweiligen Fortschritt anzupassen. Dass das Hinterbergtal manchmal einen anderen oder gemächlicheren Weg als andere Tourismusgemeinden in der näheren und weiteren Umgebung, hat sich auf lange Sicht bewährt. Die Mitterndorfer zählen zu den Pionieren des Wintersports, sei es als Schispringer (Hubert Neuper senior und junior oder alpine Schifahrerin Lea Sölkner, die in der Überschrift als „Leo“ bezeichnet wird oder der Bergsteiger Leo Schlömmer.
Fazit:
Nicht nur ein tolles Buch zum Schmökern und Schauen, sondern auch ein Tipp für einen Urlaub abseits von dem mondänen Aprés Ski und überlaufenen Schicki Micki- Destinationen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
- Claudia Rossbacher
Steirerpakt
(31)Aktuelle Rezension von: SatoVon der Hochzeit ihres Ex wird Sandra Mohr zu einem Mordfall an der Eisenstraße gerufen. Auf einem historischen Sessellift wurde eine nackte, verstümmelte Leiche gefunden. Zunächst gestaltet sich die Identifizierung schwierig, dann stellt sich jedoch heraus, dass es sich um einen ehemaligen Bewohner des Ortes handelt, welcher vor 15 Jahren nach Kanada auswanderte, und zurückkam, um dem Begräbnis seiner Mutter beizuwohnen. Schnell ist klar, dass der Schlüssel zu der Tat in der Vergangenheit zu suchen ist, doch es gelingt den Ermittlern kaum Information en zu bekommen.
Hat der Mord mit der geplanten Schließung des historischen Liftes zu tun? Das Opfer hat einerseits die Gegner der Schließung unterstützt, stand aber auch mit der Gegenseite in Kontakt oder hat sein Tod mit Erbstreitigkeiten zu tun und welche Rolle spielt der KTU Leiter Siebenbrunner, welcher mit dem Opfer zur Schule ging? Mühsam und zäh kämpfen sich Sandra und ihr Chef Sascha Bergmann durch ein Dickicht von Lügen und Schweigen – und es bleibt nicht bei einem Opfer.
Auch der 7. Fall des sympathischen Grazer Ermittlerduos ist eine flüssig erzählte, spannende Geschichte, voller steirischen Lokalkolorit, welcher sich auch im Sprachstil niederschlägt und dem Buch seinen Charme verleiht. Der Leser erfährt einiges zur Historie und Entwicklung der Gegend und natürlich auch wieder das ein oder andere private Detail zu den Hauptprotagonisten – aber es dominiert die Geschichte nicht. Im Gegensatz zu den früheren Teilen der Reihe empfand ich diesmal die Entwicklung des Falles etwas langatmig, um dann in eine eher zu schnelle Auflösung zu münden. Im Epilog platzierte die Autorin dann noch einen gemeinen Cliffhanger, der die Neugier auf Band 8 noch weiter verstärkt.
- Claudia Rossbacher
Steirerrausch
(24)Aktuelle Rezension von: tigerbeaDie LKA- Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann werden zu dem Mordfall des Weinbauern Hermann Schneider in die Südsteiermark gerufen. Schon die Fahrt dorthin gestaltet sich mysteriös. Aus dem Nichts taucht plötzlich ein Mädchen im weißen Kleid und einer Verletzung am Hals auf der Fahrbahn auf, um ebenso plötzlich wieder im Nebel zu verschwinden. Bergmann hat merkwürdigerweise nichts davon mitbekommen. Während ihrer Ermittlungen sehen sich Mohr und Bergmann immer wieder mit mystischen Geschehnissen konfrontiert und auch die Sage vom "Spuk von Trebian" verfolgt sie. Während Bergmann von dem Spuk nichts wissen will, ist Sandra sich ihrer Sache nicht mehr ganz sicher. Nun heißt es, den Mörder zu überführen und zu klären, was es mit dem Spuk auf sich hat.
Claudia Rossbacher lässt es in "Steirerrausch" etwas gruselig zugehen. Die Sage vom "Spuk von Trebian" gibt es wirklich. Die Autorin schwingt ganz geschickt ihren Kriminalfall um diese Sage, so daß man hier nicht weiß, was nun interessanter ist - Krimi oder Spuk. Ich habe beide Geschichten förmlich in mich aufgesogen. Wie von Claudia Rossbacher gewohnt, hat man es hier mit einem hohen Spannungslevel zu tun. Man rätselt mit und wird zum Schluß von plötzlichen Wendungen förmlich überrascht. Der Krimi lebt von seiner Regionalität. Nicht nur, daß sich hier alles um eine regionale Sage dreht, man bekommt auch die Region sehr bildhaft dargestellt. Dazu fließen immer wieder regionale Begriffe ein, die am Ende des Buches in einem Glossar erläutert werden. Dies macht diesen Krimi zu etwas speziellem und hat Wiedererkennungswert. Was auch unbedingt zu dieser Serie gehört und auch hier wieder gut zum Zuge kommt, ist das liebenswerte Geplänkel zwischen Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Dies gehört für mich einfach dazu und mir würde etwas fehlen, wenn dies aufhören würde.
Ich mag diese Krimireihe wirklich sehr und kann sie nur empfehlen!
- Alois Pötz
Grenzenlos gehmütlich
(1)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisDiesmal hat sich das Autorenduo Alois & Anni Pötz eine geschichtsträchtige Landschaft für seine gehmütlichen Wanderungen ausgesucht: die Grenzregion der Südsteiermark. Gemeinsam können wir das Gebiet zwischen der Riegersburg und der Soboth, zwischen Bad Radkersburg, Maribor und Slovenj Gradec/Windischgrätz erwandern.
Das stumme „h“ in gehmütlich ist kein Rechtschreibfehler, sondern soll zeigen, dass man diese Wanderungen in aller Ruhe und ohne Hast absolvieren kann.
Diese Region kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: auf Vulkane (Riegersburg), Kelten (Großklein) und die Römer (Leibnitz = Flavia Solva). Nicht zu vergessen, dass das Gebiet nach dem Zerfall der Donaumonarchie heiß umkämpft war. Der SHS-Staat, aus dem später Jugoslawien hervorgeht (das dann ab 1991 auh zerfällt), will die Grenze zu seinen Gunsten verschieben. Erst der Vertrag von St. Germain regelt die Staatsgrenze, die bis 1990 streng bewacht wird.
Auf 40 Routen können wir das unvergleichliche Flair der südlichen Steiermark und der Stajerska, wie ihre Fortsetzung in Slowenien heißt, genießen. Guten Appetit und Prost, dober tek und na zdravje!
Jede Wanderung wird anhand eines Kartenausschnitts dargestellt. Angaben zu Länge, Wegzeiten, Höhenmeter dürfen ebenso wenig fehlen, wie Einkehrmöglichkeiten. Fast alle Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Fazit:
Für alle jene, die ein wenig Ruhe vom hektischen Alltag suchen, bieten diese 40 Wanderungen eine tolle Urlaubsmöglichkeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
- Robert Preis
Der Fall des Grazer Königs
(14)Aktuelle Rezension von: Renate1964Robert Preis schreibt seine Bücher spannend und mit viel historischen Informationen, die aber gut eingebracht und im Nachwort zusammengefasst sind
die Komissare sind keine Strahlemrnschen, im Gegenteil. Auch die Gegenden in der Steiermark und aktuelle Probleme kommen nicht zu kurz. Ich mag auch den Schreibstil und das Cover und lese noch mehr über armin Trost, dem Ermittler
- Claudia Rossbacher
Steirerkreuz
(65)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinKommissar Bergmann und Mohr werden zu einem Leichenfund ins Mariazellerland geholt. Ein Mann und sein Hund hängen an einem Ast mitten im Wald. Scheinbar kennt ihn anfänglich niemand. Dies gibt dem Mörder Gelegenheit, weiter zu arbeiten.
Die beiden Hauptkommissare konnten mich leider nicht überzeugen - und genau das macht für mich einen guten Krimi aus: Die Dialoge waren teilweise sehr verwirrend - ich konnte die Chemie zwischen den beiden nicht wirklich begreifen. Der Fall: Interessant, aber auch nicht überzeugend. Die sonstigen Figuren: vorhanden. Der Schreibstil: Flüssig zu lesen und passt sehr gut zu einem Regionalkrimi.
- Robert Preis
111 schaurige Orte in der Steiermark, die man gesehen haben muss
(15)Aktuelle Rezension von: Annette126In diesem Buch geht es um die wunderbare Steiermark - wo ich schon immer mal Interesse dafür hatte. Genauer gesagt - um 111 schaurige und gruselige Plätze/ Orte dort, die man wirklich mal gesehen haben muß. Ich habe daher den großen Mut gewagt.......und diese Buchreise mitgemacht - meine Erkenntnis davon - sie hat mir wirklich sehr gefallen. Ich habe mir dieses Buch in aller Ruhe durchgelesen. Inhaltlich gesehen ist es hervorragend gestaltet, mit Text auf der linken Seite und den Bildern zu den gruseligen/schaurigen Orten auf der rechten Seite - beides zusammen hat mich beim Lesen wunderbar beeindruckt. Und an manch Stelle habe ich auch wirklich etwas geschauert, wie z.B. bei der Geistermesse, wo der tote Mann seiner Frau die Hand hielt um die Mitternacht rum. Mit Mut intus hat mir diese Geschichte dabei wirklich sehr gefallen - Geister sind schließlich auch freundliche Wesen - die beachtet werden wollen....Es liest sich dabei wirklich sehr leicht und angenehm. Mein Gesamteindruck von diesem Buch ist daher wirklich sehr gut. ------ Mein Fazit: Das Buch ist dabei so gut, das es die vollen 5 Sterne dabei auch verdient hat plus ein grosses Lob dabei an alle daran Beteiligten. ----Nach dem Lesen des Buches ist ein Besuch in die echte Steiermark auf jeden Fall sehr lohnenswert aus meiner Sicht. ------Empfehlen kann ich es daher jedem Mutigen, der gruselige und auch schaurige Orte dabei mag -----Holt es Euch - es lohnt sich wirklich------- - Manfred Rumpl
Schwarzer Jasmin
(37)Aktuelle Rezension von: Die_WortsammlerinDer Journalist Jakob und die Sozialarbeiterin Julia haben sich ein Ultimatum gestellt: Ihre Beziehung steht am Scheideweg. Der tunesische Flüchtling Eymen schwankt zwischen den Verlockungen des westlichen Lebens und seiner religiösen Überzeugung. Und der Polizist Frank übernimmt einen letzten großen Fall vor seiner Rente. Er und sein Team müssen sich gegen ihre opportunistische Vorgesetzte und für die Sicherheit entscheiden: Sie stoßen auf Eymen, der in Julias Beratungsstelle aufgetaucht ist, als möglichen Gefährder, den es zu fassen gilt, bevor er zuschlägt. Die Wege dieser so unterschiedlichen Figuren scheinen schicksalhaft verwoben und alles läuft auf ein dramatisches Finale hinaus …
Ich fand die Thematik in den Buch toll und habe mich sehr auf das Buch gefreut.
Leider war es sehr anstrengend zu lesen. Ich hatte teilweise das Gefühl ich bleib auf der Stelle stehen. Mir fehlte dort echt Spannung. Ich war auch etwas gelangweilt von Jakob und seinen Wein. Interessant fand ich es als Jakob und Ahmed sich in der Kneipe begegneten über Frust und Liebe sprachen.
Bei der Polizei ging es ja her meine Güte😉 Nun ja die Frau Eisvogel fand ich toll. - Claudia Rossbacher
Steirerquell
(44)Aktuelle Rezension von: SatoDer achte Band der Reihe um die Grazer LKA Ermittler Mohr und Bergmann schließt direkt an das letzte Kapitel vom Vorgängerband an. Auf der Hochzeitsfeier von Kollegin Miriam erreicht Sandra Mohr eine panische Sprachnachricht ihrer Freundin Andrea. Alle Versuche sie zu erreichen, scheitern und so beginnt Sandra zunächst inoffiziell die Suche. Zudem werden die Ermittler zu einem Brandfall gerufen, bei dem eine unidentifizierte Frauenleiche gefunden wurde. Die Leiche weißt ein auffälliges Rückentattoo auf und so begeben sich die Ermittler in die regionale Tattooszene. Bald deuten sich Zusammenhänge zwischen Andreas Verschwinden und der Brandleiche an.
Das sympathische Duo aus Chefermittler Sascha Bergmann und Sandra Mohr ficht natürlich auch in diesem Fall seine kleinen Kabbeleien aus, jedoch überschattet die Sorge um Andrea, die beiden nahestand, allzu heitere Momente. Wie immer gelingt es der Autorin von der ersten Seite an Spannung aufzubauen, die Geschichte durchzieht viel regionaler Charme, neben der bildhaften Beschreibung von Land und Leuten bieten typisch steirische Ausdrücke für einen Flachlandtiroler wie mich immer wieder Stoff zum Grübeln was gemeint sein könnte (die „Übersetzungen“ finden sich wie immer am Ende des Buches). Der flüssige Schreibstil garantiert spannende Unterhaltung, einzig der Schluss hätte es verdient ein wenig mehr ausgebaut zu werden.
Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung.
- Günter Neuwirth
Totentrank
(2)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisNach dem Tod ihres Mannes quittiert Kriminalbeamtin Christina Kayserling ihren Dienst und wagt in der Steiermark einen Neuanfang. Dort trifft sie nicht nur auf den charmanten Edgar, der an ihr interessiert zu sein scheint, sondern auch eine Witwe, die aufgrund ihrer MS-Erkrankung auf einem Rollstuhl angewiesen ist.
Obwohl Christina sich nie wieder mit Mord und Totschlag beschäftigen wollte, taucht sie in eine komplexe Reihe von nicht natürlichen Todesfällen ein, die sich bald als geschickte getarnte Giftmorde herausstellen.
Neugierig geworden, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren und recht bald ist klar, dass hier jemand auf Rachefeldzug ist und das Motiv in der Vergangenheit der Männer zu suchen ist, die mehr Täter als wahre Opfer zu sein scheinen. Als sie dann noch auf einen mysteriösen Selbstmord stößt, erschließt sich für Christina Kayserling das gesamte Ausmaß der Tragödie.
Meine Meinung:
Dieser vierte Krimi rund um die Kriminalbeamtin Christina Kayserling ist meisterhaft ausgeführt. Günter Neuwirth versteht es, seine Leser in die Intrigen der unterschiedlichen Charaktere einzubeziehen. Zahlreiche falsche Fährten, Verästelungen, scheinbare Nebensächlichkeiten und Andeutungen sowie Abgründe machen diesen Krimi zu einem komplexen Fall, der seinesgleichen nicht scheuen braucht.
Die unterschiedlichen Ansichten von Investoren, Baufirmen und Umweltschützern sowie Grundeigentümern, die ihr Land gerne an den Meistbietenden verkaufen wollen oder eben nicht birgt jede Menge Konflilkte, für die der eine oder andere Beteiligte auch über Leichen geht.
Ich mag Günter Neuwirths Krimis. Aus dieser Reihe habe ich bereits „Erdenkinder-1“ gelesen und „Neumondnacht-2“ ist als Nächstes dran.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem komplexen und facettenreichen Krimi, der mit zahlreichen Wendungen für exzellente Krimispannung sorgt, 5 Sterne.
- Christine Grän
Glück in der Steiermark
(6)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisChefinspektor Martin Glück ist nach dem Faustschlag auf seinen Vorgesetzten nach wie vor in Ungnade, aber frisch geschieden. Wegen seines guten kriminalistischen Gespürs, wird er immer wieder gerade dort eingesetzt, wo Not am Mann ist. Diesmal führt ihn die im Landeskriminalamt Graz herrschende Gastroenteritis in die steirische Landeshauptstadt.
Für ihn ist es wie Heimkommen, kennt er doch die Stadt aus seiner Studentenzeit, wenn da nicht die unverhohlene Abneigung seines jungen Kollegen Felix Wagner wäre.
Doch zwei mysteriöse Todesfälle im Dunstkreis der Privatklinik im Hilmteichviertel halten die beiden Kriminalbeamten in Atem. Ausgerechnet die Journalistin, die eine Biografie des Klinikchef schreiben soll, wurde nach einer Nasenkorrektur tot aufgefunden. Die zweite Tote ist eine Schauspielerin, die derzeitige Geliebte des Regisseurs am Grazer Schauspielhaus.
Im Zuge der Ermittlungen freundet sich Martin mit seiner Nachbarin Gigi an, ebenfalls Schauspielerin am selbigen Theater, das sich als wahre Schlangengrube entpuppt.
Lange sind die Zusammenhänge zwischen den beiden toten Frauen unklar, doch das Erscheinen einer alten Bekannten aus Wien (siehe „Glück in Wien“) und ein Ausflug in die steirische Toskana mit Gigi, lassen bei Martin Glück alle Puzzleteile an den richtigen Platz fallen.
Meine Meinung:
Dieser dritte Krimi rund um Martin Glück hat mir sehr gut gefallen, was vermutlich daran liegt, dass ich Graz recht gut kenne. Ja, ja das „Bermudadreieck“ in der Sporgasse ist ganz schön gefährlich. Die Beschreibung der Grazer Landeshaupt mit ihren Villenviertel bzw. Sehenswürdigkeiten lassen mich wieder in die Murstadt eintauchen. Auch die kulinarische Reise in die steirische Toskana hat mir gut gefallen. Auf den Brummschädel nach zu viel Schnaps und Schilcher kann ich allerdings gerne verzichten.
Die Charaktere haben alle so ihre Ecken und Kanten. Da ist zum einen Martin Glück selbst, der nun glücklich geschieden, aber doch gerne wieder eine Beziehung hätte und zum anderen Felix Wagner, der zweifache Vater, dem die Frau ausgerechnet mit einem Wiener davongelaufen ist. Die Spannungen zwischen den beiden sind gut nachvollziehbar, tangieren die Ermittlungen nur marginal.
Interessant finde ich, dass sowohl Martin als auch Felix jede Frau, der sie begegnen, auf eine mögliche Kandidatin für eine Partnerschaft abschätzen. Solches Taxieren ist man eher von Frauen gewöhnt, die einen Partner suchen.
Fazit:
Nun habe ich alle vier bereits erschienen Stationen von Martin Glück gelesen und freue mich, wenn es weitere Fälle für ihn gäbe. Dieser Krimi hier bekommt 5 Sterne.























