Bücher mit dem Tag "steinmetz"
17 Bücher
- Ken Follett
Die Säulen der Erde
(6.245)Aktuelle Rezension von: koechlKen Follett ist ein wahrhaft großes Werk gelungen. Gekonnt erzählt er von mehreren Familien und einer Vielzahl von Personen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren. Angesiedelt ist die Geschichte im englischen Erbfolgekrieg, doch dies ist bloß der historische Rahmen. Viel eher geht es um die Geschichte von wesentlich kleineren Leuten die nicht minder spannend und von Intrigen durchzogen ist. Der Bürgerkrieg bereitet den Boden für große Rücksichtslosigkeit genauso wie für großherzige Taten. Mit einer Vielzahl von Protagonisten und einer nicht minderen Zahl von Antagonisten erzählt Follett eine Geschichte mit sehr vielen Ebenen aber doch immer klaren Handlungssträngen. Den Kern der Geschichte bildet das Kloster Kingsbridge - mitsamt der zugehörigen Stadt - in dem eine große Kathedrale entstehen soll.
Sehr stark lebt das Buch von seinen großartigen Bildern und noch mehr Stärke gewinnt es durch die hervorragende Sprache. Letztlich ist man über weite Strecken gefesselt und dies gelingt nicht sehr leicht bei einem Buch dieses Umfanges. Schließlich muss man sich vor Augen halten, dass man es mit rd. 1150 Seiten zu tun hat die recht klein bedruckt sind.
Leider muss man aber auch auf einige Schwächen des Werkes aufmerksam machen. So sind doch einige der Figuren nicht wirklich Kinder ihrer Zeit, die Gedanken des großteils der Figuren scheinen eher einer Zeit entnommen zu sein die 700 Jahre nach dieser Geschichte angebrochen ist. Manchmal vergreift sich Follett in der Sprache und erlaubt sich sprachliche Anachronismen. Die Figuren sind zwar recht klar gezeichnet, aber irgendwie fehlt es doch an wirklichem Tiefgang und die Entwicklung der Persönlichkeiten scheint großteils gänzlich zu fehlen - dass einige Personen nach dem vollständigen Zusammenbruch ihres Weltbildes und Lebenszieles geläutert sind, ist als Persönlichkeitsentwicklung dann doch etwas zu wenig. Eine letzte Schwäche sah ich noch in den häufigen Wiederholungen von bereits geschilderten Episoden. Wenngleich es immer nur Kurzzusammenfassungen sind, so waren diese doch unnötig.
Wenn man diese Liste der Schwächen liest, fragt man sich warum das Buch dann von mir vier Sterne erhält. Nun das ist ganz schwer zu begründen. Irgendwie hat es das Buch trotz all dieser Schwachstellen geschafft mich über weite Strecken zu fesseln. Wesentlich war dafür wahrscheinlich einerseits die gute sprachliche Fassung aber noch wichtiger ist bestimmt, dass Follett einfach ein ganz großartiger Erzähler ist. Die Geschichte hat trotz ihres Umfanges nur wenige Längen und wird somit zu einem wahren Lesevergnügen, dem man schon mal den einen oder anderen Schwachpunkt verzeiht. Daher gibt es eindeutig eine klare Empfehlung für dieses Buch. - Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.319)Aktuelle Rezension von: reading_squirrelIch kenne die 7 Schwestern Reihe schon, wollte aber anlässlich meiner Südamerika-Reise unbedingt Maia‘s Geschichte - die teilweise in Brasilien spielt - ein weiteres Mal lesen.
Riley verknüpft geschickt zwei verschiedene Zeitebenen miteinander, es ist jedes Mal ein Genuss. Und ihre Figuren haben eine unglaubliche Authenzität! Sie schafft es immer wieder, dass ich mich komplett in ihren Büchern verliere.
Der Autorin gelingt es wunderbar, tiefe Gefühle auf berührende Art & Weise und mit wenigen Details zu schildern, ohne dabei obszön zu werden - ich liebe das.
Ein weiteres Highlight dieser Reihe ist für mich Pa Salt und all die Geheimnisse, die sich um seine Person ranken.
Ich habe das Buch bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen und jeder, der es noch nicht kennt, verpasst eindeutig etwas.
- Didi Drobna
Als die Kirche den Fluss überquerte
(28)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Für Daniel bricht eine Welt zusammen, als er am letzten gemeinsamen Urlaubstag erfährt, dass sich seine Eltern trennen. Es gab keine Anzeichen, die darauf hingedeutet hätten. Für Daniel gibt es einen Schuldigen, nämlich seinen Vater. Da sein Gefühlsleben chaotisch ist, reagiert er auch entsprechend.
Aufgrund des Klappentextes bin ich von ganz anderen Voraussetzungen ausgegangen. Ich hatte erwartet, dass Daniel jünger ist. So aber kam mir alles ziemlich überzogen vor. Er ist von Großcousine Miriam beeindruckt, die ziemlich schräg ist und er will Künstler werden. Auch sein Onkel Billy ist ein schräger Vogel. Dann verliebt sich Daniel in seine Schwester Laura. Da er so mit sich beschäftigt ist, bemerkt er fast nicht, dass es seiner Mutter nicht gut geht. Eine Parkinson-Demenz zeigt ihre schreckliche Seite. Endlich rückt die Familie wieder zusammen.
Dies war nicht mein Buch. Ich habe es immer wieder zur Seite gelegt und musste mich überwinden, um es zu Ende zu lesen. Sprachlich hat mir das Buch gut gefallen, allerdings konnten mich die Protagonisten und ihre kuriosen Geschichten überhaupt nicht packen.
Daniel lässt uns immer wieder an seiner Vergangenheit teilhaben, aber ich konnte mich nicht in ihn hineinfühlen. Selbst wenn ich ihn zugutehalte, dass er durch die Trennung der Eltern verunsichert ist, so kann ich seine Gedankengänge und Handlungen nicht nachvollziehen, zumal vieles nur angedeutet ist.
Mir war das alles zu viel, zu überdreht und ausgeflippt. Mit dieser Art von Humor kann ich nichts anfangen.
Mitzuerleben wie die Krankheit der Mutter fortschreitet, war allerdings gut dargestellt und berührend. Die Familie rückt zusammen und auch der Vater kümmert sich.
Die ernsten Themen „wie gehen Kinder mit der Trennung der Eltern um“ und „wie wird eine Familie mit einer solchen Krankheit fertig“ wurden durch die vielen abstrusen Szenen überlagert.
Mich konnte das Buch nicht packen.
- Ken Follett
Die Säulen der Erde
(245)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIch habe "Die Säulen der Erde" vor Jahren schon mal gelesen und habe mir immer wieder vorgenommen, es irgendwann noch einmal zu lesen. Bisher hat das leider noch nicht geklappt, aber dafür habe ich nun das Hörspiel zum Buch gehört. Sehr beeindruckend! Tolle Sprecher und passende musikalische Untermalung, aber nicht zu übertrieben. Die Atmosphäre war perfekt, und nun habe ich doch noch richtig Lust bekommen, auch das Buch noch einmal zu lesen!
26.02.2025 - Ruben Laurin
Die Kathedrale des Lichts
(61)Aktuelle Rezension von: verruecktnachbuechernIm Jahre 1215 wird der Waisenjunge Moritz mit nach Magdeburg genommen, als talentierter Steinmetz macht er sich schnell bekannt.
Doch nicht jeder gönnt ihm dem Erfolg und er macht sich nicht nur wichtige kirchliche Persönlichkeiten zur Freunden, sondern trifft auch auf Feinde die ihm um jeden Preis vernichten wollen.
Der Bau einer Kathedrale als Mittelpunkt in einem
historischen Roman mag einigen Lesern bekannt sein.
Der Magdeburger Dom steht auch heute noch.
Ich lese gerne historische Romane, aber dieser hier konnte mich nicht wirklich fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, aber der Roman wird hat mich erst ab der Hälfte des Buches gepackt. Da wurde die Geschichte von Moritz und Helena doch spannend. Für mich waren das zu viele Seiten ohne Spannung. Auch der Wechsel der Erzählperspektiven konnte da nicht helfen.
Mit den Charakteren wurde ich einfach nicht warm.
Der Roman wirkt gut recherchiert, der Bau wirkt stimmig und man bekommt tiefe Einblicke in die damalige Arbeitsweise.
Kein Buch für mich.
Ich habe das Buch im Rahmen von NetGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.
- Ken Follett
Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit
(31)Aktuelle Rezension von: Aenna612Obwohl mich die 30 Stunden Hördauer zunächst etwas abgeschreckt haben, war jeder Minute ein echter Hörgenuss. Vor einigen Jahren habe ich bereits "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" gelesen, fand es als Hörbuch nun jedoch noch besser.
Der Sprecher hat sehr angenehm und authentisch vorgelesen, auch die unterschiedlichen Charaktere kamen sehr gut heraus. Ich hätte mir lediglich etwas mehr geschichtliche Tiefe gewünscht, so blieb eher die Story an sich im Vordergrund.
- Wolf Hector
Die Brücke der Ewigkeit
(134)Aktuelle Rezension von: anne_foxDer Roman spielt im 14. Jahrhundert und es geht um die Magdalenen Brücke über die Moldau bei Prag. Die alte Brücke wird komplett bei einer Flutkatasthrophe zerstört. Gerade befinden sich Jan Othin und seine Mutter auf der Brücke. Er schwört bei Gott, wenn seine MUtter und er das Unglück überleben würde er eine neue stabile Brücke die für immer hält bauen. Er stößt bei seinem Plan eine Brücke für die Ewigkeit zu bauen Jahre später immer wieder auf Freinde und sie muss ja auch finanziert werden. Aber er kann sein Versprechen trotz aller Hindernisse, einlösen.
Fazit:
Historischer Roman mit vielen Längen. Deshalb konnte mich der Roman auch nicht fesseln - Goscinny - Uderzo - Andrieu
ASTERIX & CO Bd. 1 - Das Gallische Dorf Softcover-Album Ehapa
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenEin gelungener Blick hinter die Kulissen des Gallier-Universums, man erfährt, unter welchen Umständen die Figuren entstanden sind, wie die Figuren in den anderen Erscheinungsländern des Comics heißen (leider erfährt man nicht, ob Troubadix wirklich schwul ist), warum Verleihnix` Fische wirklich aus Lutetia kommen und welche Dorfbewohner nur ein Schattendasein fristen. Schön selbstironisch, wie sich die Schöpfer Rene Goscinny und Albert Uderzo äußern, und was das Ganze mit Charles de Gaulle zu tun haben könnte.
- Anke Dietrich
Die Barke des Re - Der Wunsch des Re -
(2)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerCover / Artwork / Aufbau des Romans
„Der Wunsch des Re“ ist der zweite Teil der Reihe „Die Barke des Re“ von Anke Dietrich. Auch hier habe ich die Ebook-Version gelesen. Das Cover passt sehr gut in die Reihe rein und auch der Titel ist definitiv stimmig mit dem Inhalt.
Inhalt
Satra, welche im ersten Teil als Dienerin eingeführt wurde, gewinnt im zweiten Teil an Ansehen, da sie ihr Wissen geschickt einsetzt. Doch ihr Weg ist erneut sehr steinig und sie bekommt nichts geschenkt. Der Pharao erlebt, wie das Grab seines Vaters ausgeraubt wird und beharrt darauf, einen optimalen Platz für seine eigene Ruhestätte zu finden. Satra hilft dem Hohepriester Amunhotep dabei, dem Pharao eben diese letzte Stätte zu finden und zu errichten, doch ihr aller Leben wird erschwert von den Intrigen anderer Menschen, deren Interessen leider nicht immer das Wohlergehen des Pharao oder gar Satras im Sinn haben.
Fazit
Während ich noch im ersten Teil ein paar Längen als störend empfunden hatte, ist dies im zweiten Teil überhaupt kein Thema mehr gewesen. Ganz im Gegenteil fand ich diesen wirklich sehr spannend geschrieben und von Längen war keine Spur mehr. Am besten haben mir zwei Punkte gefallen – zum einen die Entwicklung die Satra während des Übergangs der zwei Teile und während des zweiten Teils macht und zum anderen die zwischenmenschlichen Beziehungen im Roman. Gerade zwischen dem Pharao und Amunhotep, dem Hohepriester, oder Sethi, seinem Onkel, gibt es immer wieder Situationen, in denen man sehr schön miterleben kann, wie die Position eines Herrschers das alltägliche Handeln beeinflusst. Darf ein so mächtiger Mann wie ein Pharao Freunde in seiner Nähe dulden? Wo hört Vertrauen auf und wo fängt Misstrauen an?
Jetzt bin ich sehr gespannt auf den nächsten Teil.
- Julie Stanbridge
Mit Liebe gebacken
(14)Aktuelle Rezension von: Maus71Tolle Rezepte, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Am Anfang ist es etwas schwierig, hinein zu kommen, aber gegen Ende gefällt mir das Buch richtig gut. Ein bisschen auf den Keks geht mir - im wörtlichen Sinne - die Vergleiche der Akteure mit Kuchensorten. Da man aber irgendwann alle Personen kennt, hört das dann auch auf. :o) - Nele Betra
INSCRIPTION
(5)Aktuelle Rezension von: Ida_DietzelIch hab mich sehr gefreut wieder in Edinburgh zu sein und zusammen mit Mac auch auf Sid und Neal zu treffen. Die Story an sich kommt wieder ohne viel Drama aus und die Spannung wird durch die Nebenstory erzeugt. Jesse und Mac sind von der ersten Sekunde von einander fasziniert und ich mag Jesses Humor. Ich würde gerne auch die Story von Jorden lesen 😊 ein Charakter der einen überraschte. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle die ein Buch suchen zum schmunzeln und schwärmen, garniert mit ein wenig Krimi.
- Pawel P Bashow
Die Steinerne Blume
(2)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Doch wie enttäuscht war sie jedesmal, wenn in den Menschen nur die Gier nach ihrem Reichtum erwachte, niemals aber die Sehnsucht, das Geheimnis der Steine zu ergründen...“
Diese Gedanken formuliert die Herrin des Kupferberges im fernen Ural. Wird es jemals einen Mensch geben, der ihren Ansprüchen gewachsen ist oder wird jeder nur so viel Steine wie möglich an sich raffen wollen? In ihrem Reich gibt es besondere Steine, die man Malachit nennt. Bei den Menschen ist sie gefürchtet, denn bisher ist niemand zurückgekehrt, der ihr begegnet war.
Das russische Märchen fällt durch seine wunderschönen Illustrationen auf.
Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er bringt den Ken der Geschichte auf den Punkt.
Der Steinschleifer Peter hat den Knaben Danilo bei sich aufgenommen. Der Junge soll die Kühe hüten, erweist sich aber bald als begnadeter Künstler. Die Welt der steine zieht ihn in ihren bann. Dabei vergisst er alles um sich herum. Doch dann begegnet ihm die Herrin des Kupferberges. Gleichzeitig entdeckt er seien Liebe zu Katja. Wie wird er sich entscheiden?
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
- Stefan Nowicki
Tochter des Gauklers - Die Tore von Hameln
(11)Aktuelle Rezension von: PhilieneHameln 1283:Uta ist mit ihrem Vater als Fahrende unterwegs, als sie in Hameln ankommen, ist die ganze Stadt von Ratten bevölkert. Uta hat ein besonderes Talent. Sie fängt Ratten wie kaum jemand anderes. Sie bietet dem Rat der Stadt ihre Dienste an und hofft so in der Stadt bleiben kann, denn da ist auch noch Lorenz ein junger Steinmetz...
In dem Roman geht es vor allem um das Leben der einfachen Leute, das ist sehr realistisch dargestellt. Die Figuren sind sehr bildhaft dargestellt. Ich muss aber auch sagen, das mir das Rattenfänger und töten ein wenig zu viel vorkam. Die Geschichte von Uta blieb da etwas zurück. Trotzdem bin ich gespannt auf den zweiten Teil. - Charles Palliser
Die schwarze Kathedrale
(57)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerStell dir vor, du bist in einer englischen Kleinstadt kurz vor Weihnachten 1881. Es ist düster, kalt und plötzlich wird in der Kathedrale die Leiche eines lebendig eingemauerten Mannes gefunden. Klingt aufregend? Das dachte ich auch, als ich zu „Die schwarze Kathedrale“ von Charles Palliser griff. Aber lass mich dir erzählen, warum dieses Buch mehr einem Labyrinth aus langatmigen Gesprächen und historischen Anekdoten ähnelt als einem packenden Thriller.
Die Geschichte beginnt vielversprechend: Ned Courtine, ein Professor, besucht die Kleinstadt Thurchester, um alte Freundschaften aufzufrischen. Schnell stolpert er in ein Netz aus alten Fehden, gefälschten Manuskripten und Intrigen, das sich um eine schockierende Entdeckung in der Kathedrale rankt. Doch bevor du dich zu sehr auf das Rätsel um den eingemauerten Mann freust, lass mich dich warnen: Die Leiche taucht erst in der zweiten Hälfte des Buches auf und spielt dann nur eine Nebenrolle. Bis dahin musst du dich durch endlose Gespräche und historische Exkurse quälen.
Der Ich-Erzähler Ned Courtine ist nicht gerade der spannendste Begleiter. Seine ständigen Selbstzweifel und sein jammernder Ton machen es schwer, wirklich mit ihm mitzufiebern. Manchmal möchte man ihn schütteln und sagen: „Jetzt reiß dich doch mal zusammen, Ned!“ Er verpasst Hinweise, die für den Leser längst offensichtlich sind, und bremst so die Handlung unnötig aus.
Was Palliser jedoch gut gelingt, ist die Schaffung einer düsteren Atmosphäre. Die winterliche Enge und das Misstrauen in Thurchester sind greifbar. Doch leider bleibt das 19. Jahrhundert oft nur eine Kulisse aus Gaslampen und Kerzen. Es fehlt an Details, die diese Zeit wirklich lebendig machen könnten.
Die Handlung selbst schleppt sich über viele Seiten hin, bis sie gegen Ende endlich an Fahrt aufnimmt. Dann allerdings wird es spannend, und die Verwicklungen und Intrigen fügen sich zusammen. Der letzte Teil des Buches entschädigt ein wenig für die zähen ersten 300 Seiten. Aber bis dahin musst du eine Menge Geduld aufbringen.
Wenn du Bücher wie „Der Name der Rose“ liebst und nichts gegen langatmige historische Exkurse hast, könnte „Die schwarze Kathedrale“ etwas für dich sein. Aber erwarte keinen actiongeladenen Thriller. Es ist mehr eine intellektuelle Herausforderung, die dich dazu bringt, über alte Manuskripte und mittelalterliche Mordfälle zu grübeln.
Fazit: „Die schwarze Kathedrale“ ist eine Herausforderung, die Geduld und Durchhaltevermögen erfordert. Wenn du dich durch die langatmigen Passagen kämpfst, wirst du am Ende mit einer durchaus komplexen und gut konstruierten Geschichte belohnt. Aber sei gewarnt: Es ist kein Pageturner und definitiv nichts für schnelle Leserunden. Viel Spaß beim Grübeln und Rätseln – und vergiss nicht, zwischendurch mal ein paar Seiten frische Luft zu schnappen!
- Giulia Conti
Lago Mortale
(79)Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmamaSimon Strasser, ehemaliger Gerichts- und Polizeireporter findet am Bord der Dynamic die Leiche von Marco Zanetti. Alles deutet auf einen Unfall hin, doch Simon glaubt nicht daran und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln...
"Lago Mortale" ist der Auftakt einer Reihe, die derzeit drei Bände umfasst. Ob weitere Bücher geplant sind, weiß ich leider nicht. Giulia Conti hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Landschaftsbeschreibungen sind ihr ausgesprochen gut gelungen. Das Buch liest sich wie ein Reisebericht - man spürt in jeder Zeile wie sehr sie Land und Leute liebt. Der Kriminalfall hingegen ist gerade für einen Auftakt äußerst schwach und macht nicht gerade Lust die Reihe weiterhin zu verfolgen. Es kommt keinerlei Spannung auf und lange Zeit gibt es auch keine Fortschritte/Hinweise. Und natürlich trifft Simon Strasser mit seinen Vermutungen jedes Mal ins Schwarze.
Eine ganz bestimmte Szene möchte ich euch nicht vorenthalten, denn sie hat mich äußerst wütend gemacht. Während eines Gespräches fragt er eine Frau, ob zwei bestimmte Männer etwas miteinander haben. Diese antwortete, dass sie es nicht weiß. Simon schlussfolgert daraus, dass die beiden wohl ein Paar waren. HÄ? Kein Kommentar, ehrlich...
Der Protagonist ist mir sowieso unsympathisch. Außerdem benimmt er sich ständig als wäre er Polizist. Er ermittelt auf eigene Faust und verhört Verdächtige. Alles klar.
Ich werde die Reihe daher abbrechen.
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