Bücher mit dem Tag "steinzeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "steinzeit" gekennzeichnet haben.

153 Bücher

  1. Cover des Buches Der Tote am Gletscher (ISBN: 9783462047288)
    Lenz Koppelstätter

    Der Tote am Gletscher

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Ein neues Ermittler-Duo wird in die Südtiroler Landschaft geschickt: Johann Grauner, gebürtig aus Südtirol und neben der Tätigkeit als Commissario auch als Milchbauer tätig, arbeitet zusammen mit Claudio Saltapepe, einem aus Neapel stammenden Ermittler, der mit der Sprache, dem Essen und den Bergen in Südtirol hadert. Ein vielversprechendes, sympathisches Duo, das kurz vor Weihnachten mit einem Mord mitten im Gletschergebiet konfrontiert wird. Der Pistenarbeiter Toni findet den Toten nahezu an der gleichen Stelle, wo seinerzeit „Ötzi“ aus dem Eis befreit wurde. Und auch der neuzeitliche Tote kam durch einen Pfeil ums Leben…

    Der Mordfall führt die Polizisten tief in das Schnalstal mit seinen bodenständigen, teils verschlossenen Bewohnern, die sich in einem Mikrokosmos bewegen. Neben dem Bürgermeister gibt es einen undurchsichtigen Liftanlagen-Bauer und die gesamte Stammtischrunde, die zu den Verdächtigen zählen können.

    Ganz im Stil eines klassischen Krimis werden über lange Strecken immer wieder Tatverdächtige aufgebaut. Meist löst sich der Verdacht dann doch in Luft auf und die Ermittlungen beginnen von vorn. Erzählt ist das Buch dabei in einer flüssigen, dialogreichen Sprache, die auch den Dialekt berücksichtigt.

    Hervorzuheben ist das ganz besondere Lokalkolorit. Lenz Koppelstätter stammt aus Südtirol und seine exakte Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und der Bewohner fließen ebenso informativ wie gekonnt in den Text ein. So gewinnt man während der Lektüre einen realistischen Eindruck des winterlichen Südtirol und kann sich auf den Flügeln des Papiers ins den Urlaub versetzen.

    Der Autor hat ganz bewusst mit „Der Tote am Gletscher“ den Beginn einer Krimi-Reihe markiert. Seine Ermittler hüten noch so manches private Geheimnis, hier ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Die Vorfreude auf weitere Bände steigt!

    Ich bewerte mit 4,5 Sternen und gebe eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber des Regionalkrimis.

  2. Cover des Buches Das Leben, das Universum und der ganze Rest (ISBN: 9783453407800)
    Douglas Adams

    Das Leben, das Universum und der ganze Rest

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 3 führt die Absurditäten fort, gekoppelt mit irren Erklärungen mathematischer, physikalischer oder sonst wie wissenschaftlicher Phänomene, die den Anschein erwecken plausibel und seriös zu sein. Ich habe diese Abschnitte gelesen, nicht verstanden und noch während des Vergessens gehofft, dass die Informationen unwichtig genug waren um der weiteren „Handlung“ trotzdem folgen zu können. Besonders anstrengend empfand ich dabei die Wort- und Satzungetüme, die das Lesen noch zusätzlich erschweren.

    So erfahre ich den Hintergrund des häufig genutzten Begriffes „PAL“ und die Entstehung des „Cricket“-Spiels.

    Zwei Bücher lang versuchte ich die Seltsamkeiten noch zu ertragen und versuchen einen Sinn dahinter zu erkennen oder ihn ignorieren. Aber nach ca 500 Seiten nahm die Konzentration stark ab und ähnlich wie Protagonist Arthur einfach nur noch alle Geschehnisse verfolgt und nicht mehr hinterfragt, las ich einfach nur weiter…

    Zum Weiterlesen bewegte mich hauptsächlich Neugier, worauf die ganze Geschichte nun denn hinauslaufen sollte. Zudem wurden tatsächlich einige Handlungsstränge aus den vorherigen Büchern weitergeführt. Auch die Frage nach der "42" wird erneut aufgegriffen.

  3. Cover des Buches Ayla und das Lied der Höhlen (ISBN: 9783453470057)
    Jean M. Auel

    Ayla und das Lied der Höhlen

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Miii
    Nachdem der vorherige Teil wieder ein wenig an Spannung gewonnen hatte, war in diesem hier wieder die Luft raus. Es gab einfach keine Handlung mehr, nichts neues und mit seinen stolzen 1120 Seiten hat sich dieses Buch einfach nur gezogen.

    Ayla befindet sich mitten in der Ausbildung zur Zelandoni, das ist im Grunde genommen auch das Hauptthema des Buches. Ihre Tochter Jonayla und ihr Gefährte Jondalar spielen nur noch eine nebensächliche Rolle.

    Was in den bisherigen Teilen die extrem ausführlichen Beschreibungen über Landschaften & Co. waren, waren in diesem Buch Höhlen und die Höhlenmalerein. Die ersten paar waren ja noch recht interessant, aber nach der x-ten Höhle, in der jeder Fels, jeder Gang und jedes Bild bis ins Detail beschrieben wird, hängt es einem dann doch irgendwann zum Hals heraus.
    Mit der Zeit werden einem auch wirklich alle Charaktere unsympathisch...
    Die Erste, die neben Ayla gedanklich auch schon deren Tiere und Tochter zur Sippe der Zelandoni eingliedert.
    Jondalar der sich teilweise wie ein winselndes Kleinkind aufführt und sich selbst in so hoher Position wiegt, dass er die Fehler, die er bei anderen verurteilt, bei sich selbst als nicht schwerwiegend empfindet. Mal abgesehen von seinem Geheule à la "Was hab ich nur getan?" wenn ihm dann mal ein Fehler bewusst wird.
    Auch Ayla, die nach keine Ahnung wievielen Jahren immernoch nicht begreifen will, wie alles abläuft, wirkt sehr begriffsstutzig...

    Das Drama am Ende, dass vermutlich die Spannung nochmal steigern sollte, hat mich ehrlich gesagt nur gelangweilt. Man konnte ziemlich genau ahnen, was passieren soll und deshalb war es nichts besonderes mehr.
    Das einzige, was mich an diesem Teil gefreut hat, war, einige der Mamutoi wiederzusehen (bzw. zu lesen)

    Insgesamt also schade. Eine großartige Buchreihe mit einem wenn auch eher schwachen Ende. Nichtsdestotrotz definitiv empfehlenswert!
  4. Cover des Buches Ayla und die Mammutjäger (ISBN: 3453215249)
    Jean M. Auel

    Ayla und die Mammutjäger

     (193)
    Aktuelle Rezension von: widder1987
    Inhaltsangabe:  Im dritten, mitreißenden Band aus dem Zyklus 'Die Kinder der Erde' treffen Ayla und Jondalar auf die Mammutjäger, die wie sie zur Gruppe der Cro-Magnon-Menschen gehören. Sie werden von dem Stamm als vollwertige Mitglieder aufgenommen. Das Schicksal scheint ihnen endlich gewogen, doch Ayla steht plötzlich zwischen zwei Männern.

    Fazit: Als ich in der zehnten Klasse in Geschichtsunterricht eine Jahreskomplexarbeit über ein freiwählbare historisches Thema/Ereignis schreiben musste, war für mich sofort klar, dass ich die Vorgeschichte im allgemeine und in Detail über die Homo Saniens der Steinzeit wie die Kelten aus der Bronzezeit berichten werden. Seit diesem Zeitpunkt (2004/2005) lässt mich jene historische Epoche unserer Ahnen nicht mehr los und soll kam´s dass ich die 1.,4 und 6. Teil der 'Kinder der Erde'-Sage als Mängelexemplar vor knapp 13 Jahre käuflich erworben dürft. Wie es das Schicksal wollte, hab ich in den letzten drei Jahren jeweilig einen von sechs Teilen (in chronologischer Reihenfolge versteht sich) von Aylas Steinzeitleben hautnah miterleben können.

    Nun komme ich zum Teil 3, wo sie, Ayla von den Nicht-Leuten, mit ihrem Gefährten, Jondalar von den Zernidoniis, auf die Mamutoi treffen und die herzliche Gastfreundschaft des Löwen-Lager genossen bis die Mammutjäger beschlossen, Ayla zur einer von ihnen zu machen und sie als Gleichwertige in ihrer gesellschaftlichen Mittel willkommen hießen. Was aber Jondalar sehr eifersüchtig und wütend macht, ist mit nur Aylas Wunsch zu den 'Anderen' dazu zugehören sondern dass da noch ein dunkelhäutiger und charmanter Mann um Ayla Liebe 'kämpft'...

    Jean Marie Auel hat Anfang der 1980er Jahre mit der 'Kinder der Erde'-Sage ein fantastische Panorama der menschlichen Kultur in ihrer Geburtsstunden erschaffen, die mich von erster Zeil an gepackt hat und ich mich gerne an die gelesenen 'Jahre' von Aylas komplexen Leben, was mich ein wenig an Hildegard von Bingen in Hinsicht der Kräuterheilkunst erinnert. Ich kann mir gut vorstellen, das die Autorin mir mit der Figur 'Ayla' und ihren im dritten Band für sie und die Leserschaft verbogene aber durch den Schamanen des Löwenlager ans Licht geforderten Gaben eine Wegweiser plastiziert hat, denn ich interessiere mich seit knapp 2 Jahre sehr für die Kräuterheilkunde.

    Der Roman 'Ayla und die Mammutjäger' reiht sich mit seinen knapp 780 Seiten nahtlos an den Vorgänger, Ayla und das Tal der Pferde', was das Lesen der Reihe auch mit längere Unterbrechung zwischen den Bücher wie den Zeilen keine Abbruch tun. Denn Jean Marie Auel schreibt mit einer selten Leidenschaft fürs Detail wie auch fürs Große und Ganze, der ich mich schlecht entziehen kann. Obwohl sie viele modere Geschellschaftsansichten mit den archäologischen bewiesenen Fachwissen kombiniert, kommt mir die Vielfältigkeit als inhaltlicher Schwachpunkt vor. Das was die Autorin am 'Themenperlen' auf ihren roten Faden aufnimmt, glänzt zwar in kräftigen Wortfarben, aber die einzeln Schmuckstück sind nicht alle gleich von tiefgängiger Musterung bekleidet. Mir ist seit dem zweiten Band eine gewisses Gleichgewicht von echtzeitliche Handlungsverlaufausschmückung und einer grobmaschiger Draufsicht von Handlungswiederkrhrungvorgängen (zu 'Ayla und die Neandertaler').

    In meinen Augen erscheint mir 'Ayla und die Mammutjäger' als gelungenes 'Bergfest', das sich in seiner Charakterzeichnung sich auf Ayla und vereinzelnden Mamutoi wie Jondaler beschränkt und seine Schauplatzbeschreibung mit leuchtender Lebendigkeit benennen lässt. Mir hat´s bis zum Schluss eine dahin träumende und hautnahes Kopfkino-Lesevergnügen bereit...4,0 Sterne

  5. Cover des Buches Steinroller (ISBN: 9783492060332)
    Martin Lassberg

    Steinroller

     (28)
    Aktuelle Rezension von: sandina77
    „Wenn ein nackter, toter Jäger den man im Sumpfgras findet, ganz fürchterlich zerquetscht aussieht, ist meistens nur ein wütendes Mammut über ihn hinweggetrampelt.“

    Titel und erster Satz deuten darauf hin – das ist kein gewöhnlicher Krimi. Es gibt keine moderne Forensik, keine Fallanalytiker, die ein Täterprofil erstellen, wie man es aus der aktuellen Literatur kennt und erwartet. Nein, hier ist der Kommissar – Moment, eigentlich ja ein „Besserwisser“, aber da diese Bezeichnung nicht sehr klangvoll ist und die „eindrucksvolle Kombination von zwei doppelten Konsonanten“ (S. 11), wie sie in „Kommissar“ vorkommt, mehr Eindruck macht – ein junger Höhlenmaler namens Steinroller aus der Altsteinzeit. Er findet einen plattgedrückten Stammesgenossen im Gras, und da sein Vater der Sippenchef ist, wird er kurzerhand von diesem aufgefordert, den Todesfall aufzuklären. Selbstverständlich bekommt Steinroller auch einen Assistenten an die Seite gestellt, einen Flussfischer namens Otterfang, der sich durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Spurenleser, Geräuschelauscher sowie durch seine Geschmacksnerven in der ganzen Sippe einen Namen machte. Zusammen mit Weichhaar, Steinrollers frisch angetrauter Frau (ihres Zeichens Erfinderin mit Ideen für praktische Werkzeuge), machen sie sich auf, den wohl ersten Mordfall in der Geschichte der Menschheit aufzuklären.

    Steinroller ist der bisher ungewöhnlichste Krimi, den ich gelesen habe. Die Ermittlungsmethoden unterscheiden sich im Wesentlichen gar nicht so sehr von den heutigen, nur sind sie an die damaligen Bedingungen angepasst. Otterfang kommt da eine Schlüsselrolle zu, er ist quasi ein forensisches Labor auf zwei Beinen. Die Situationsbeschreibungen und –erklärungen sind einfach gehalten und auf den Punkt gebracht, und entwickeln gerade aus diesem Grund eine Komik, die einen laut loslachen lässt. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, es liest sich leicht und flüssig, ist unterhaltsam und die Parallelen zur heutigen Zeit machen bewusst, dass sich die modernen Menschen und ihre Motive im Prinzip gar nicht so sehr von denen aus der Altsteinzeit unterscheiden...
  6. Cover des Buches Ayla und das Tal der Großen Mutter (ISBN: 9783453215238)
    Jean M. Auel

    Ayla und das Tal der Großen Mutter

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Miii
    Nachdem Jondalar und Ayla schon einiges erlebt haben, geht es jetzt ins nächste Abenteuer: Auf den Weg in Jondalars Heimat. Die Reise dorthin ist lang und beschwerlich und auch hier bleiben Probleme, Schwierigkeiten und Herausforderungen nicht aus.

    Ich muss gestehen, dieser Teil war bisher meiner Meinung nach der schwächste. Diese unglaublich detaillierte Beschreibung, die einen anfangs zwar in ihren Bann gezogen hat, kann nach drei Büchern und über 3000 Seiten doch schonmal zäh sein. Zumal man im Grunde genommen immer wieder mit Wiederholungen zu kämpfen hat und ständig nur das gleiche liest. Ein Baum bleibt nunmal ein Baum, auch wenn man ihn an noch so unterschiedlichen Orten sieht.

    Ayla ist auch in diesem Teil der Überflieger schlechthin, findet für alles eine Lösung, hat jederzeit die rechten Kenntnisse zur Hand, lernt mit der Gewissheit eines fotografischen Gedächtnisses und gleicht mehr als einmal einem Racheengel der jederzeit bereit ist, alles und jeden zu beschützen.
    Jondalar ist der perfekte Liebhaber und Freund, wenn auch ein quengeliger Begleiter, der ständig auf Eile beharrte.

    Die Herausfoderungen, vor die beide gestellt werden, waren teilweise sehr spannend, manchmal auch überzogen; zeugen aber dennoch von einer unglaublich weiten Reise und Erfahrungen, die man nur als spannend und packend bezeichnen kann.
    Ich werd es mir jetzt natürlich nicht nehmen, auch die letzten zwei Teile durchzulesen; wobei ich hoffe, dass sie besser sind als dieser Teil.
  7. Cover des Buches Winterfeuer (ISBN: 9783959623452)
    Aileen P. Roberts

    Winterfeuer

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Madamefuchs
    Caitir lebt in der Steinzeit und möchte eine Weise werden. Zuerst musss sie erst eine Vision von ihren Ahnen haben damit sie aufgenommen werden kann. Sonst wird sie ihr Vater dazu zwingen den Anführer vom Adlerclan zu heiraten. Androw, ein Reiseführer der seinen job eigentlich sehr gerne macht, führt eine Reisegruppe rum, die für das was er zu erzählen hat, sich nicht wirklich interessiert. Aileen P. Roberts ist leider verstorben und ließ dieses Buch unfertig zurück, ihr Mann entschied sich dazu es zu Ende zu schreiben. Was schon sehr rührend ist.
    Ich hatte ehrlich Schwierigkeiten  in das Buch hinein zu kommen ich fand es am Anfang wirklich nicht spannend  und musste mich etwas durch ringen weiter zu lesen.Zu meinem Glück würde es auch interessanter und konnte mich auch überzeugen. Vielleicht lag es auch daran das ich noch nicht viel in diese Richtung gelesen habe und mich zuerst hinein fühlen musste . Der Aspekt das es hier nicht um reine Zeitreise bzw. Zeitsprünge  zwischen den beiden Welten geht, sondern  man wirklich mit beiden Protagonisten  in die Welten  Reist  fande ich wirklich gut gelungen und interessant. Man konnte die Konflikte  durch die unterschiedlichen Sitten,Bräuchen und Gesprächen  gut nachvollziehen. Was auch stellenweise sehr lustig war.Als Andrew dann in ihre Zeit kam würde es richtig spannend  und ab da hat mir das Buch wirklich gut gefallen, die ganzen Probleme  die durch seine Ankunft aufgetreten  sind machten die Geschichte nochmal richtig interessant. Manche Wendungen  im Buch waren etwas  überraschend was  natürlich gut ist. Aber vielleicht hätte man,dass ein oder andere anders lösen können .Zum Schluss muss och sagen das es ein wirklich lohnenswerter historischer  Roman ist den ich gerne weiter empfehle.
  8. Cover des Buches Aufgetaut (ISBN: 9783499270956)
    David Safier

    Aufgetaut

     (121)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Zwischendurch ein witziges, humorvolles Buch. Das war mein Gedanke, als ich zu David Safier griff. So ganz erfüllte sich mein Vorhaben nicht. Die Suche nach dem Glück stellt sich für Felix nicht ganz so lustig dar. Hier ist nur Platz für ein paar witzige Szenen. 

    Am Ende ist das Glück für die Steinzeitfrau nicht viel anders zu finden, als für den modernen Menschen. Doch die Suche ist auch bei „Aufgetaut“ der Weg. 

    Vielleicht bin ich vom Autor mit seinem „Miesen Karma“ und „Jesus liebt mich“ verwöhnt. Zumindest kann dieses Buch an Witz und Humor damit nicht mithalten. 

    Die Geschichte um Urga ist nett aufgezogen. Jeder der Figuren hat seinen Problemrucksack mit sich zu tragen und jeder sucht das Glück auf seine Art. 

    Der Schreibstil von David Safier liegt mir trotzdem. Ich lese ihn eigentlich gerne und so sind die über 300 Seiten rasch gelesen. Das Cover hat Erkennungswert und ist in dem typischen Gelb gehalten. 

  9. Cover des Buches Ivory and Bone (ISBN: 9783737353441)
    Julie Eshbaugh

    Ivory and Bone

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Sandra8811

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
    Ich habe das Buch gesehen und fand den Klappentext super interessant.

    Cover:
    Das Cover mit dem Symbol finde ich super. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man ein Mädchen im Hintergrund. Ich mag Cover, auf denen noch Sachen versteckt sind.

    Inhalt:
    Als Kols Clan eines Tages Besuch von zwei Mädchen eines anderen Clans erhält, verliebt er sich sofort in die ihm vorbestimmte Mya. Bei der Mammutjagd unterläuft ihm jedoch fast ein Fehler, seitdem zeigt sie ihm die kalte Schulter. Im weiteren Verlauf wird klar, dass dies jedoch nicht der einzige Grund ist, warum Mya Kol gegenüber distanziert ist.

    Handlung und Thematik:
    Das Steinzeit-Szenario ist der absolute Hammer. Leider kann man das von der Handlung nicht behaupten. Ich muss gestehen, ich habe das Buch auf Seite 223 abgebrochen, da es die ganze Zeit einfach nur plätscherte. Es ging immer um „Wer mit wem“ und dann noch um „Wer warum nicht mit wem“ und zwischendrin gab es dann noch Säbelzahntigerattacken die leider mit wenigen Absätzen getan waren. Schade, das Potential wurde absolut nicht ausgeschöpft und denke auch, dass die letzten 120 Seiten daran nichts mehr ändern. Keine Botschaft für mich erkennbar und auch kein Ziel…

    Charaktere:
    Kol ist ein liebestoller Jüngling der sich in Mya verschossen hat. Er steht scheinbar auf Bad Girls bzw. Frauen die er nicht haben kann… Er war aber dennoch ein netter Kerl.
    Mya ist hochnäsig, kalt und nachtragend. Ich fand sie absolut nicht sympathisch.
    Es kamen noch viele andere Charaktere vor, von denen sich aber keiner bei mir eingebrannt hat.

    Schreibstil:
    Das Buch ist super einfach geschrieben und lässt sich schnell lesen. Das Szenario ist super, aber die Handlung absolut spannungsfrei. Stellenweise kamen spannende Teile wie die Säbelzahnattacke, das waren aber in 223 nur 2 Stellen. Tolle bildliche Beschreibungen, aber ohne Handlungsziel leider sinnlos… Worauf will die Autorin hinaus???

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Leider absolut kein Buch für mich. Tolles Szenario aber die Handlung absolut langweilig. Habe es auf Seite 223 abgebrochen, da zuvor nur 2 spannende Stellen waren und mir die Intention des Buches nicht klar war.

  10. Cover des Buches Der Schwur der Wölfe (ISBN: 9783841422262)
    Dorothy Hearst

    Der Schwur der Wölfe

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Xamaror

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, die Autorin schreibt flüssig und detailliert auch der "Ich" Perspektive. 

    Man merkt das die Autorin sich mit dem Thema Wolf gut auskennt und kann so durch Ihr wissen einen gut in Ihre Geschichte mit nehmen.


  11. Cover des Buches Ayla und der Clan des Bären (ISBN: 3453215257)
    Jean M. Auel

    Ayla und der Clan des Bären

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Geschafft! Bei diesem Buch bin ich nun wirklich froh, es beendet zu haben. Ich habe es 2010 schon einmal lesen wollen und dann bei 350 Seiten aufgegeben. Dabei ist die Geschichte nicht schlecht, im Gegenteil. Ich finde das Setting total spannend und faszinierend und es interessiert mich auch sehr, wie die Menschen damals gelebt haben (könnten). Aber manchmal war es mir dann zwischendurch immer mal wieder etwas zu langatmig.

    Den zweiten Band möchte ich aber dennoch noch lesen, denn es interessiert mich schon, wie die Geschichte von Ayla weitergeht. 

  12. Cover des Buches Ayla und der Stein des Feuers (ISBN: 9783453869455)
    Jean M. Auel

    Ayla und der Stein des Feuers

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Dies ist bereits der 5. Band der sechs teiligen "Erdenkinder Saga" und auch dieser Band hat mir wieder gefallen. Allerdings gingen mir die Wiederholungen aus den vorigen Bänden und auch im Buch etwas auf die Nerven. Klar, so kann das auch jemand lesen, der die vorigen Teile nicht gelesen hat. Ich habe die Passagen zwar meistens nur überflogen, aber man hätte durchaus weniger Rückblenden einbauen können oder diese nicht so ausführlich gestalten können. Dennoch fand ich es wieder sehr interessant, wie das Leben vor 20.000-30.000 Jahren beschrieben wurde und werde auch noch den letzten Teil irgendwann lesen. 


    Diesem Teil gebe ich aber, wie dem vierten Teil, einen Punkt weniger, also nur 4/5🦉 

    Die ersten drei fand ich wirklich deutlichst besser als die letzten beiden. 

    Ich habe schon ein paar Mal gehört, dass die Reihe nach dem 3. oder 4. Teil abgebrochen wurde. Das fände ich auch schade, da es trotzdem sehr interessant ist und mir die Geschichte um Ayla sehr gefällt. 

  13. Cover des Buches Zerfleischt (ISBN: 9783865521378)
    Tim Curran

    Zerfleischt

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Shikkii

    Wer auf ekelhafte sachen steht ist hier richtig

  14. Cover des Buches Doggerland (ISBN: 9783764151973)
    Daniel Bleckmann

    Doggerland

     (32)
    Aktuelle Rezension von: mein_lesenest

    Www.meinlesenest.wordpress.com

    Doggerland – Die versunkene Welt

    🗺

    Die Zwillinge Lex und Leya müssen mit ihren Eltern nach England. Die beiden sind nämlich Forscher und forschen an einer versunkenen Insel namens Doggerland. Doch für die Zwillinge ist das natürlich total langweilig. Eine Frau in einem Lokal erzählt ihnen eine alte Geschichte und die Zwillinge machen sich auf, für eine Wattwanderung durch die Nordsee. Die beiden stoßen auf seltsame rote Felsen. Sie schauen sich die Felsen genauer an und schwupps auf einmal befinden sie sich achttausend Jahre in der Vergangenheit zurück katapultiert. Sie befinden sich in der Steinzeit. Neugierig schauen Sie sich um in dieser fremden Welt. Alles ist ganz anders. Die beiden treffen auf den Steinzeitjungen Alif und ein spannendes Abenteuer beginnt, welches viele Fragen aufwirft. Können zwei Kinder aus der Gegenwart überhaupt in der Steinzeit überleben? Und wie kommt sie wieder nach Hause? Was ist, wenn die Insel Doggerland voher untergeht?

    🗺

    Ich habe zuvor noch nie ein Buch von Daniel Bleckmann gelesen. Doch ich bin mehr als begeistert. Doggerland ist ein wirklich sehr spannender Roman, der viele interessante Themen anspricht. Der packende Schreibstil des Autors hat mich sehr begeistert. Direkt von Seite eins an, war ich in der Welt von Lex und Leya. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und mitgefiebert. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn es war einfach an jeder Stelle spannend. Ich finde es sehr beeindruckend wie es der Autor schafft, so viele Information in diesem Buch zu erwähnen ohne, dass das Buch langweilig wird . Das Schicksal der Menschen die damals mit Doggerland untergegangen sind hat mich sehr berührt. Das Buch wird von drei Sichtweisen erzählt. Aus der Sicht von Lex, aus der Sicht von Lea und aus der Sicht von Alif. Diese drei Sichtweisen waren sehr interessant. Sie haben einander immer abgewechselt und so wurde die Geschichte fortlaufend immer aus einer anderen Sicht erzählt. Das finde ich eine sehr gute Idee, denn so hat man noch mal aus einer ganz anderen Perspektive auf die Geschichte geschaut. Ich konnte aus dieser Geschichte viel mitnehmen und lernen. Nicht nur interessante Informationen über die Steinzeit sondern auch Dinge über unser heutiges Leben und wie wir unsere Zukunft verändern sollten.

    Das Cover gefällt mir auch richtig gut. Die Blau- und Grün -Töne sind toll. Ich finde es sehr praktisch, dass jeder Erzähler ein Tiersymbol zugeordnet bekommen hat, so weiß man immer ganz genau wer erzählt. Super ist auch das Glossar am Ende des Buches, um die Steinzeitbegriffe zu verstehen.

    🗺

    ,,Doggerland-Die versunkene Welt“ von Daniel Bleckmann aus dem Ueberreuter Verlag ist für mich eine abselute Leseempfelung und es gibt 🌟🌟🌟🌟🌟/🌟🌟🌟🌟🌟.


  15. Cover des Buches Kyra und das Volk der Jägerinnen (ISBN: B076WRQKRS)
    Taya Gondar

    Kyra und das Volk der Jägerinnen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenweiten

    Wir befinden uns in der Zeit des Neolithikums, wo sich das Volk der Jägerinnen geschworen hat, ohne Männer zu leben. Kyra, ist eine junge Priesterin, die die Führung des Volkes gerade erst übernommen hat und vor dem Prpblem steht, die Eindringline in Zaum zu halten. Vor allem aber stellt sich die Frage, wer diese Fremden sind, die so ganz anders sind, als sie selbst? 

    Durch die Art wie das Buch geschrieben wurde, konnte ich mich schnell in Kyra hinein versetzten. Sie ist taff und einfühlsam und kann sich in ihrer Rolle auch gut behaupten.
    Der Schreibstil ist an die Zeit angepasst und das gefiel mehr sehr gut. So wirkte die Handlung noch realistischer. 

    Der Kern der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, indem gezeigt wurde, das man trotz fremder Sprache sich verständigen kann. Es wurde einfühlsam gelöst und auch unterschiedliches Aussehen ist kein Hindernis, um friedvoll zu leben. Beide Völker konnten von einander lernen und die Hilfestellung war gegeben.
    Leider fehlte mir aber ein wenig die Spannung, was ich sehr schade fand. Schon alleine die Kriegsszenen hätte viel Potenzial geboten und wurde zu schnell abgehandelt.
    Ansonsten ist es ein Buch, indem die Liebe zwischen 2 Frauen schön in Szene gesetzt wurde und die Kultur dabei kein Hindernis war. Sie lernten sich kennen und lieben.
  16. Cover des Buches Die Flußwelt der Zeit (ISBN: B004TX588I)
    Philip José Farmer

    Die Flußwelt der Zeit

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Josef Rechabrom
    Der Forscher Sir Richard Burton stirbt 1890 und erwacht am Ufer eines Flusses, zusammen mit unzähligen anderen. Es gibt also ein Leben nach dem Tod. Offensichtlich wurden alle Menschen wiedererweckt, vom Urzeitmenschen bis zum modernen Menschen des 21. Jahrhunderts. Gemeinsam mit ein paar Gefährten versucht Burton dem Mysterium auf den Grund zu gehen. Die Idee ist originell. Wenn alle Menschen mit all ihrem Wissen plötzlich wieder leben würden, könnte die Geschichte der Menschheit neu hinterfragt werden. Das Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen und Epochen kommt meines Erachtens etwas zu kurz, ist aber vielleicht nicht der primäre Ansatz der Geschichte; und womöglich kommt dazu ja mehr in den Folgebänden. Auf jeden Fall ist das Buch von der ersten Zeile an spannend und interessant. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
  17. Cover des Buches Kyra - Der Aufbruch (ISBN: 9781980753698)
    Taya Gondar

    Kyra - Der Aufbruch

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_
    Inhaltsangabe: 
    In Kyra, der jungen Priesterin, reift der Entschluss, ihr Volk aus dem Land der grünen Hügel zu führen und gemäß dem Wunsch ihrer Geliebten den Anderssprechenden zu folgen. 
    Doch vor dem Aufbruch ins ferne Unbekannte verschwindet ihre Leibdienerin, trotz des Schwurs, den sie der Göttin gegenüber geleistet hat. Und mit ihrem Verschwinden bemerkt die Priesterin immer deutlicher, dass ihr Herz nicht nur für eine Frau schlägt.

    Meine Meinung:
    Eine tolle und interessante Fortsetzung der Reihe. :) Dies ist der zweite Band der Dilogie rund um Kyra und ihren Jägerinnen. ♡ Es handelt sich um Lesbian- Romance. :) Wer ist bereit sich in die Jungsteinzeit zurückversetzen zu lassen?

    Cover: Das Cover gleicht haargenau dem des Auftaktes, nur dass dieses in einem dunklen wunderschönen blau hervorsticht. :) Auch hier sehen wir wieder die Frau mit den ausgeprägten Gesichtszügen, leicht gebräunter Haut, dunklen Augen und dunklen Haaren die kunstvoll mit Perlen und Federn geschmückt worden sind. :)
    Es kann sich hierbei nur um Kyra handeln. :) Insgesamt ist es zwar etwas schade, dass beide Cover das gleiche Motiv haben, aber so passen sie natürlich gut zusammen ins Bücherregal. :)

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder Gut. :) Er war flüssig zu lesen, leicht verständlich und bot eine angenehme Leseatmosphäre. :) Zwar ist der Schreibstil hin und wieder anspruchsvoller, da er in eine alte Schreibstilrichtung geht, aber dies passte wiederrum perfekt zu der Zeit indem das Buch spielt. :)
    Besonders die Sichtwechsel fande ich toll- so bekam man einen guten Gesamtüberblick und konnte sich noch besser in die Frauen, aber auch in die Männer hineinversetzen.
    Für mich wird das nicht das letzte Buch der Autorin sein und ich bin gespannt auf weitere Werke von ihr!

    Idee: Die Idee war wieder sehr toll. :)
    Das Volk der Jägerinnen und der Naiset leben mittlerweile Seite an Seite zusammen in dem kleinen Tal. Lernen voneinander und helfen einander. Jedoch merkt Kyra immermehr das die Zeit gekommen ist fortzugehen, die Frauen sind hier nicht länger sicher.. Über das große Wasser direkt in das Land der Göttin und dorthin wo die restlichen Frauen der Naiset leben, dorthin sollen sie ziehen.. Eine lange, schwere Reise liegt allen bevor..
    Das Buch kann generell keine allzu hohen Spannungsbögen verzeichnen, punktet aber durch die tiefen Beziehungen der Frauen untereinander und der Idylle bzw den Frieden in dem sie Leben. :) Eine geniale Leseatmosphäre.
    Hier werden Frauen als starke Persönlichkeiten dargestellt, die selbst  zum Kinder kriegen keine Männer benötigen. Stark, furchtlos und mutig trotzen sie den Gefahren.
    Die Männer werden hier als sehr skrupellos, barbarisch und teilweise schwach dargestellt, für einige mag das ziemlich grenzwertig sein, ich muss zugeben, dass ich diese Darstellung wirklich einmal genossen habe: Warum sollen Frauen auch immer als schwach und angewiesen dargestellt werden? :) Ich finde es nach wie vor erfrischend.

    Kapitel: Die Kapitel waren von einer absolut angenehmen Länge und so auch relativ schnell gelesen. :)
    Nach und nach kommen ein paar spannende Wendungen und absolut interessante Szenen hinzu. :)
    Insgesamt kann ich da nicht viel meckern.
    Das Ende der Geschichte gefiel mir sehr Gut. :) So viel Liebe, Harmonie und Ausgeglichenheit auf diesen kleinen Fleckchen Erde. ♡
    Nun bin ich allerdings extrem neugierig wie die Geschichte aus der Sicht von Raija weitergeht. :)

    Charaktere: Die Charaktere gefielen mir wieder sehr Gut. :)
    Besonders Yuna und Feija haben mich tatsächlich überraschen können. Sie sind im Laufe der Geschichte tatsächlich gereift und nähern sich sogar einander an. Yuna kommt zu ihrer alten Stärke und ihrem Stolz zurück. :) Und nimmt sogar Verantwortung an, die mich komplett überraschte. Ebenso wird sie ruhiger und gewissenshafter. Feija muss ich sagen, war nicht nur wie immer sehr sanftmütig, sondern auch unheimlich tolerant und verständnisvoll. Was sie mir gleich doppelt so sympathisch machte. Auch Kyra wandelt sich- wird glücklicher und vollkommender. :)
    Zusammen mit geben sie ein tolles 3er Gespann ab. :)
    Wer mich tatsächlich überraschen konnte war Awen, die sonst so eigenbrötlerische Medizinfrau, stellt sich als sehr emotional heraus und blüht in diesem Band sehr auf. :) Kommt richtig aus sich heraus, was mich beim Lesen echt gefreut hat.
    Insgesamt kann ich sagen, dass alle Charaktere toll ausgearbeitet wurden.

    Mein Fazit: Ich gebe dieser Fortsetzung 4,5 Sternchen. :) Insgesamt war das Buch genauso stark wie der Auftakt und bot wieder viele interessante Stellen.
    Hier wird Frauenpower groß geschrieben! *-*
  18. Cover des Buches Das magische Labyrinth (ISBN: 9783492266604)
    Philip José Farmer

    Das magische Labyrinth

     (17)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Im vierten Teil wird endlich das Geheimnis der Schaffer der Flusswelterde gelüftet. Wieder fast an den ersten Teil herankommendes Buch, was spannend und philosophisch ist.
  19. Cover des Buches Dschungeljahre (ISBN: 9783865915856)
    Doris Kuegler

    Dschungeljahre

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Tasmetu
    Zuerst das Äußere: Das Buch hat ein wunderschönes Cover- welches allerdings sehr offensichtlich keinen Einheimischen der Fayu, nicht einmal einen aus den Papua-Ländern zeigt (diese haben krauses Haar, oft Knochen in der Haut und haben v.a. keine Tattoos), sondern nach meiner Recherche einen Mann aus einem Stamm in Malaysia. So etwas finde ich sehr enttäuschend. Ich finde das Cover zum Anschmachten schön, aber das hier soll ein Sachbuch sein, welches von einem real existierenden Volk erzählt - da sollte der Verlag vielleicht nicht einfach auf Getty Images "Einheimischer" eingeben und das hübscheste Bild nehmen, was sie finden. Das geht gar nicht.
    Ansonsten fand ich es spannend, noch ein wenig mehr über die Fayu und ihre Kultur zu lernen, diesmal v.a. aus der Perspektive von Doris Kügler, der Mutter vom Dschungelkind Sabine Kügler. Deren Buch sollte man übrigens vor "Dschungeljahre" lesen, sonst versteht man viele Anspielungen nicht.Ich finde die Fayu sind ein sehr besonderes Volk und ich hätte mir gerne noch mehr Beschreibungen aus dem Alltag gewünscht oder von so kleinen Riten wie dem, dass sie sich vorsichtig in alle Finger beißen, wenn sie sich gern haben. "Aus erster Hand" zu erfahren, wie es war, dort Kinder großzuziehen, einen Alltag zu meistern, Freundschaften zu schließen, etc, war definitiv eine Bereicherung.
    Leider muss ich sagen, dass mich die Missionierungsarbeit gestört hat. Sie rechtfertigt es im Buch zwar immer und immer wieder, aber genau das war es, was mich wütend gemacht hat. Ich glaube, dass die Küglers noch eine der besten Missionare waren, die einer Kultur passieren konnten, weil sie niemandem etwas aufgezwungen haben, aber trotzdem stört es mich. Eine Mission hat immer den Hintergedanken, dass du besser bist als die anderen - in diesem Fall, weil du an "den einen richtigen Gott" glaubst. Zwar sehen die Küglers die Einheimischen als ihre Ebenbürtigen und respektieren sie, aber gleichzeitig spricht Doris Kügler auch oft davon, dass diese armen Leute ja gar nichts hatten und dass sie ihnen endlich tolle Waren (zB Kleidung, Macheten, etc) gebracht haben, usw. Und natürlich nicht zuletzt auch den christlichen Glauben und damit den Frieden zwischen den Völkern hergestellt haben. Alles sehr ehrenwert, aber ich mochte diesen komplett unreflektierten Ton nicht. Sie sagt, sie haben die Kultur der Fayu nicht verändert. Dem kann ich einfach nicht zustimmen. Sie haben massiv in diese Gesellschaft eingegriffen und sie so umgeformt, wie sie als westliche Christen es für richtig erachten. Es mag vielleicht ohne Zwang geschehen sein, aber Doris Kügler scheint sich dieser Macht, die sie hatten, und der aktiven Veränderung, die sie bewirkt haben, überhaupt nicht bewusst zu sein und das hat mich gestört. Zumal sie sich trotzdem damit rühmen, den Krieg dieser Völker nur durch die Weitergabe der Liebe Gottes beendet zu haben. "Wir haben eine Kultur nicht verändert" und "Wir haben ihnen den Frieden gebracht" sind 2 Aussagen, die zumindest nach meinem Verständnis nicht zusammenpassen.Es ist ein schwieriges Thema, denn natürlich war es für diese aussterbende Kultur gut, Frieden mit den anderen Stämmen zu schließen, ein kleines Maß an medizinischer Versorgung zu bekommen und Decken für kalte Nächte zu kriegen. Aber ich bleibe kritisch, wenn es darum geht, dass all dies "im Namen Gottes" passiert ist, fast der ganze Stamm nun stark am christlichen Glauben hängt, die westliche Lebensweise durchgehend als die bessere angesehen & beschrieben wurde und dass die Küglers offenbar kein bisschen reflektieren, wie maßgeblich sie diese Kultur verändert haben. Es geht nicht darum, ob zum besseren oder zum schlechteren. Es geht um das Bewusstsein, dass die Küglers die Verantwortung dafür tragen, die gesamte Denk- und Lebensweise dieser Menschen aktiv beeinflusst zu haben.
    Noch dazu die ständige Formulierung "wie in der Steinzeit" - nein, diese Leute sind kein Fenster in die Vergangenheit. Sie sind unsere Gegenwart. Es gibt keine universale, evolutionäre Entwicklung bei der alle eines Tages auch von alleine so geworden wären wie wir westlichen Gesellschaften. Diese Menschen leben genauso in der Gegenwart wie wir. Sie sind nicht "zurück geblieben" oder "noch nicht so weit" - sie sind lediglich anders. Und uns vollkommen ebenbürtig.Die westliche Zivilisation denkt immer, sie habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und lebt den einzigen erstrebenswerten und best möglichen Lebensstandard. Aber das ist pure Arroganz. Ein Volk, das noch harmonisch mit der Natur lebt, ist genauso modern wie wir, denn sie leben heute, im Hier und Jetzt. Solche Formulierungen sind also eine Anmaßung.
    Zuletzt muss ich noch sagen, dass mich der Schreibstil ein wenig gestört hat. Sie springt andauernd in den Zeiten ohne dass dies markiert wäre oder erwähnt würde, was mich mitunter etwas verwirrt hat. Man stolperte beim Lesen häufig durch die Erzählung. Oft fehlte der größere Zusammenhang oder einfach ein flüssiger, angenehmer Übergang.
    Trotz meiner Kritik an Verlag & Autorin, war es jedoch ein spannendes Buch, das mich wieder einmal bereichert hat und meinen Horizont ein wenig erweitern konnte. Wer das Dschungelkind mochte und sich nicht an den von mir genannten Punkten stört, wird seine Freude mit dem Buch haben. Auch ich hatte Spaß, noch einmal mit dem Küglers im Dschungel zu leben und diesmal die Perspektive einer Erwachsenen zu lesen. Dennoch kann ich nicht schweigen, wenn es um meine Kritik geht.
  20. Cover des Buches Arm und Reich (ISBN: 9783596172146)
    Jared Diamond

    Arm und Reich

     (30)
    Aktuelle Rezension von: RaphaelaYamada
    Jared Diamond beschreibt in seinem Klassiker mögliche Ursachen für die ungleichmäßige Verteilung von Reichtum in der Welt. Er geht dabei auch auf rassistisch begründete Theorien ein und widerlegt diese schlüssig. Interessant ist auch die Tatsache, wie wenig Pflanzen und Tierarten für eine Domestikation geeignet sind und damit nur ganz wenige Regionen in der Welt überhaupt in Frage kamen für erste Entwicklungen in der Landwirtschaft. Die Verbreitung dieser "Landwirtschaftsideen" war abhängig von den Klimazonen und deren geografischer Lage auf den Kontinenten, was insgesamt recht schlüssig erklärt wird. Fazit: lohnenswertes Sachbuch zum Thema ungerechter Verteilung von Reichtum in der Welt und wie es dazu kam.
  21. Cover des Buches Chronik der dunklen Wälder - Wolfsbruder (ISBN: 9783570219614)
    Michelle Paver

    Chronik der dunklen Wälder - Wolfsbruder

     (42)
    Aktuelle Rezension von: MarcelPannewig
    Einfach großartig. Eigentlich wollte ich nur mal einen Blick hinein werfen, aber die Geschichte hat mich sofort gefesselt.  
    Nicht nur die action reichen Abschnitte haben es in sich, auch in den ruhigen Momenten hat mich das Buch überzeugt. Mit ihrer detaillierten, aber nie langatmigen Beschreibung, schafft die Autorin es ein lebendiges Bild der Steinzeit zu zeichnen.
    Meiner Meinung nach muss man nach diesem Band auch die anderen Vier lesen, sonst entgeht einem eine großartige Reise und wunderschöne Geschichte über die Freundschaft.
  22. Cover des Buches Die Hüterin der Wölfe (Die Steinzeit-Trilogie) (ISBN: B00DGYL4VG)
  23. Cover des Buches Das dunkle Muster (ISBN: B002SPVT96)
    Philip José Farmer

    Das dunkle Muster

     (22)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    3. Teil und schwächster der Flusswelt Reihe, Band 2 wird fortgeführt aber etliche Nebenstränge aufgebaut und insgeamt ist dieses Buch eher etwas wirr geraten. Doch der vierte Teil ist dann wieder grandios!
  24. Cover des Buches Der letzte Tag der Schöpfung (ISBN: 9783453521216)
    Wolfgang Jeschke

    Der letzte Tag der Schöpfung

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Der Roman „Der letzte Tag der Schöpfung“, geschrieben von Wolfgang Jeschke, gehört nach meinen Recherchen zu den Zeitreise-Klassikern, im Klappentext wird er sowohl von Andreas Eschbach als auch von Frank Schätzung sehr gelobt. Die Grundidee besteht darin, dass man Millionen Jahre in die Zeit zurückreist, um das arabische Erdöl mit Pipelines abzupumpen und so die Vormachtstellung der USA stärkt. Als Handlungskontext wählt Jeschke das Zeitalter der Messinischen Salinitätskrise, also einen Zeitpunkt als das Mittelmeer nahezu ausgetrocknet war. Ein Setting also, das viel verspricht.

     

    Es dauert dann aber recht lange, bis der Inhalt des Buchs „Fahrt aufnimmt“. Zu Beginn liest sich der Text wie ein Geschichtssachbuch, der Stil ist hölzern und trocken, es rückt kein Protagonist in den Mittelpunkt, der die Handlung trägt, stattdessen werden historische Ereignisse aneinandergereiht, um zu verdeutlichen, dass Artefakte gefunden wurden, die es so eigentlich nicht geben dürfte: ein gerippter Schlauch einer Atemmaske, ein stark korrodierter Jeep sowie der Prototyp eines eigentlich noch in der Entwicklung befindlichen Atomgranatenwerfers (Erinnerungen an das „Jesus-Video“ von Eschbach drängen sich auf). Die Handlung entwickelt erst dann eine Dynamik, als nach knapp mehr als 100 Seiten endlich das Unternehmen Westsenke vorgestellt wird und die Piloten Steve Stanley sowie Jerome Bannister als Figuren ins Zentrum rücken. Beide lassen sich auf eine Reise zurück in die Zeit ein, finden dann aber eine anderer Vergangenheit vor, als im Vorfeld gedacht, nämlich eine hart umkämpfte. Schon unmittelbar nach ihrer Landung werden beide mit einem Funkspruch überrascht. Und sie realisieren schnell, dass die Veränderung der Vergangenheit ungeahnte Konsequenzen für die Zukunft nach sich zieht. Denn jedes Eingreifen in die Zeit bewirkt neuartige, parallel existierende Zukunftszeitlinien, so dass die in der Vergangenheit gestrandeten Soldaten jeweils aus anderen Zukünften stammen. 

     

    Die vielen klugen Ideen, vor denen der Roman nur so strotzt, haben mich durchaus überzeugt, immer wieder wurde ich während des Lesens zum Nachdenken über verschiedene Zeitparadoxa angeregt und die politische Botschaft des Buchs hat ja immer noch nicht an Aktualität verloren. Allerdings ist es erzählerisch betrachtet, keine leichte Kost, die einem als Leser hier präsentiert wird. Man findet als Leser keinen richtigen „Draht“ zu den Figuren, stattdessen fühlt man sich eher in die Rolle eines Beobachters versetzt, der das Treiben nüchtern und sachlich von Distanz aus verfolgt. Spannung will nicht so recht aufkommen, die Charaktere bleiben blass und den Einbezug der Menschenaffen als Protagonisten, die sogar sprechen können, fand ich deplatziert und unrealistisch. Stattdessen hätte ich es spannender gefunden, wenn der Fokus mehr auf dem Duo Steve und Jerome gelegen hätte, die zusammen das ein oder andere Abenteuer hätten erleben und auch ein gemeinsames Ziel hätten verfolgen können. Auch hätte man als weiteren Handlungsstrang die möglichen Rettungsversuche aus der Gegenwart noch integrieren können. 

     

    Fazit: Ein interessantes Zeitreise-Szenario mit einem vielversprechenden Setting und klugen Ideen, aber erzählerisch schwach, weil über weite Stellen einfach keine Spannung aufkommen will und das Duo Steve und Jerome zu wenig Handlungsspielraum zugestanden bekommt. 

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