Bücher mit dem Tag "steinzeit"
61 Bücher
- Jean M. Auel
Ayla und der Clan des Bären
(360)Aktuelle Rezension von: Petra54Das Buch (fester Einband) hat ein gutes Titelbild (auf meinem deute ich Höhlenmenschen), das interessant verwaschen ist und einen nicht wirklich gut zu lesenden Titel. Die Geschichte spielt 35tausend Jahre vor unserer Zeit, in der ein kleines Mädchen bei einem Erdbeben ihre Familie verliert und von Neandertalern aufgenommen wird, obwohl ihre Andersartigkeit die Clan-Erdlinge abschreckt. Die Geschichte ist außergewöhnlich spannend, genervt haben mich nur die zu ausführlichen Beschreibungen von Pflanzen u.ä. (deshalb der Punktabzug). Zu bemängeln wäre noch die zu kleine Schrift.
Auf jeden Fall freue ich mich auf die Fortsetzungen und hoffe, dass auch diese so wunderbare Unterhaltung bieten. - Ken Follett
Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
(69)Aktuelle Rezension von: lesen_hoeren_rezensierenHmmm, was soll ich sagen….
Was Stonehenge angeht bin ich genauso schlau wie vorher, ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Es war jetzt nicht schlecht, aber eben auch kein Highlight (was andere Bücher von Follett bisher durchaus waren).
Die Geschichte dreht sich um die Menschen und Völker, die in der Zeit gelebt haben, wir erfahren viel über deren Alltag, deren „Vermehrungspraktiken“ und Menschen mit Visionen. Was davon Fakten und was Fiktion ist, kann ich nicht unterscheiden. Mir fehlt die Tiefe der Figuren und mir war es zu unkonkret. Follett stand bisher für packende Erzählkunst, eintauchen in andere Epochen und Handlungsstränge die von Raffinesse geprägt sind. All das vermisse ich in diesem Buch leider total.
Gefühlt ist es ein anderer Stil von Follett (vielleicht anderer Übersetzer) und störend bei einem Buch mit dem Preis waren die Schreibfehler…
Fazit:
LeserInnen, die Liebesgeschichten und kriegerische Auseinandersetzungen mögen, kommen hier auf ihre Kosten. Follett Fans wie ich dürften enttäuscht sein, ich war es definitiv. - Jean M. Auel
Ayla und die Mammutjäger
(202)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer erste Teil hatte mir schon sehr gut gefallen, wie Ayla sich immer wieder zurück kämpft.
Es st eine schöne und spannende Geschichte. Wobei die Geschichte immer sehr zwiespaltig ist. Wir haben hier zu einem eine tolle Geschichte und dann sieht man auch den Nachteil der Geschichte.
In dem Buch findet ein Perspektivwechsel statt. Einmal wird aus der Sicht von Ayla erzählt und dann aus der Sicht von Jondalar. Persönlich finde ich es sehr gut aus so einer Sicht zu erzählen.
Der Schreibstil war recht angenehm, die Wortwahl war schlicht und solide. Von mir gibt es eine Weiterempfehlung. - David Safier
Aufgetaut
(154)Aktuelle Rezension von: Carolin_44Ich Liebe den Autor und hab schon soo viel von ihm gelesen was gut war, aber dieses Buch hat mich leider nicht so mitgezogen.
Die Geschichte um die Steinzeitfrau Urga fand ich gut und witzig, hat mir gefallen aber die Nebenstory um Felix Sommer und seine nervtötende Tochter Maja fand ich nur anstrengend..
- Aileen P. Roberts
Winterfeuer
(16)Aktuelle Rezension von: MadamefuchsCaitir lebt in der Steinzeit und möchte eine Weise werden. Zuerst musss sie erst eine Vision von ihren Ahnen haben damit sie aufgenommen werden kann. Sonst wird sie ihr Vater dazu zwingen den Anführer vom Adlerclan zu heiraten. Androw, ein Reiseführer der seinen job eigentlich sehr gerne macht, führt eine Reisegruppe rum, die für das was er zu erzählen hat, sich nicht wirklich interessiert. Aileen P. Roberts ist leider verstorben und ließ dieses Buch unfertig zurück, ihr Mann entschied sich dazu es zu Ende zu schreiben. Was schon sehr rührend ist.
Ich hatte ehrlich Schwierigkeiten in das Buch hinein zu kommen ich fand es am Anfang wirklich nicht spannend und musste mich etwas durch ringen weiter zu lesen.Zu meinem Glück würde es auch interessanter und konnte mich auch überzeugen. Vielleicht lag es auch daran das ich noch nicht viel in diese Richtung gelesen habe und mich zuerst hinein fühlen musste . Der Aspekt das es hier nicht um reine Zeitreise bzw. Zeitsprünge zwischen den beiden Welten geht, sondern man wirklich mit beiden Protagonisten in die Welten Reist fande ich wirklich gut gelungen und interessant. Man konnte die Konflikte durch die unterschiedlichen Sitten,Bräuchen und Gesprächen gut nachvollziehen. Was auch stellenweise sehr lustig war.Als Andrew dann in ihre Zeit kam würde es richtig spannend und ab da hat mir das Buch wirklich gut gefallen, die ganzen Probleme die durch seine Ankunft aufgetreten sind machten die Geschichte nochmal richtig interessant. Manche Wendungen im Buch waren etwas überraschend was natürlich gut ist. Aber vielleicht hätte man,dass ein oder andere anders lösen können .Zum Schluss muss och sagen das es ein wirklich lohnenswerter historischer Roman ist den ich gerne weiter empfehle. - Jean M. Auel
Ayla und der Stein des Feuers
(172)Aktuelle Rezension von: BuecherkopfkinoDies ist bereits der 5. Band der sechs teiligen "Erdenkinder Saga" und auch dieser Band hat mir wieder gefallen. Allerdings gingen mir die Wiederholungen aus den vorigen Bänden und auch im Buch etwas auf die Nerven. Klar, so kann das auch jemand lesen, der die vorigen Teile nicht gelesen hat. Ich habe die Passagen zwar meistens nur überflogen, aber man hätte durchaus weniger Rückblenden einbauen können oder diese nicht so ausführlich gestalten können. Dennoch fand ich es wieder sehr interessant, wie das Leben vor 20.000-30.000 Jahren beschrieben wurde und werde auch noch den letzten Teil irgendwann lesen.
Diesem Teil gebe ich aber, wie dem vierten Teil, einen Punkt weniger, also nur 4/5🦉
Die ersten drei fand ich wirklich deutlichst besser als die letzten beiden.
Ich habe schon ein paar Mal gehört, dass die Reihe nach dem 3. oder 4. Teil abgebrochen wurde. Das fände ich auch schade, da es trotzdem sehr interessant ist und mir die Geschichte um Ayla sehr gefällt.
- Taya Gondar
Kyra - Der Aufbruch
(13)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Inhaltsangabe:In Kyra, der jungen Priesterin, reift der Entschluss, ihr Volk aus dem Land der grünen Hügel zu führen und gemäß dem Wunsch ihrer Geliebten den Anderssprechenden zu folgen.
Doch vor dem Aufbruch ins ferne Unbekannte verschwindet ihre Leibdienerin, trotz des Schwurs, den sie der Göttin gegenüber geleistet hat. Und mit ihrem Verschwinden bemerkt die Priesterin immer deutlicher, dass ihr Herz nicht nur für eine Frau schlägt.
Meine Meinung:
Eine tolle und interessante Fortsetzung der Reihe. :) Dies ist der zweite Band der Dilogie rund um Kyra und ihren Jägerinnen. ♡ Es handelt sich um Lesbian- Romance. :) Wer ist bereit sich in die Jungsteinzeit zurückversetzen zu lassen?
Cover: Das Cover gleicht haargenau dem des Auftaktes, nur dass dieses in einem dunklen wunderschönen blau hervorsticht. :) Auch hier sehen wir wieder die Frau mit den ausgeprägten Gesichtszügen, leicht gebräunter Haut, dunklen Augen und dunklen Haaren die kunstvoll mit Perlen und Federn geschmückt worden sind. :)
Es kann sich hierbei nur um Kyra handeln. :) Insgesamt ist es zwar etwas schade, dass beide Cover das gleiche Motiv haben, aber so passen sie natürlich gut zusammen ins Bücherregal. :)
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder Gut. :) Er war flüssig zu lesen, leicht verständlich und bot eine angenehme Leseatmosphäre. :) Zwar ist der Schreibstil hin und wieder anspruchsvoller, da er in eine alte Schreibstilrichtung geht, aber dies passte wiederrum perfekt zu der Zeit indem das Buch spielt. :)
Besonders die Sichtwechsel fande ich toll- so bekam man einen guten Gesamtüberblick und konnte sich noch besser in die Frauen, aber auch in die Männer hineinversetzen.
Für mich wird das nicht das letzte Buch der Autorin sein und ich bin gespannt auf weitere Werke von ihr!
Idee: Die Idee war wieder sehr toll. :)
Das Volk der Jägerinnen und der Naiset leben mittlerweile Seite an Seite zusammen in dem kleinen Tal. Lernen voneinander und helfen einander. Jedoch merkt Kyra immermehr das die Zeit gekommen ist fortzugehen, die Frauen sind hier nicht länger sicher.. Über das große Wasser direkt in das Land der Göttin und dorthin wo die restlichen Frauen der Naiset leben, dorthin sollen sie ziehen.. Eine lange, schwere Reise liegt allen bevor..
Das Buch kann generell keine allzu hohen Spannungsbögen verzeichnen, punktet aber durch die tiefen Beziehungen der Frauen untereinander und der Idylle bzw den Frieden in dem sie Leben. :) Eine geniale Leseatmosphäre.
Hier werden Frauen als starke Persönlichkeiten dargestellt, die selbst zum Kinder kriegen keine Männer benötigen. Stark, furchtlos und mutig trotzen sie den Gefahren.
Die Männer werden hier als sehr skrupellos, barbarisch und teilweise schwach dargestellt, für einige mag das ziemlich grenzwertig sein, ich muss zugeben, dass ich diese Darstellung wirklich einmal genossen habe: Warum sollen Frauen auch immer als schwach und angewiesen dargestellt werden? :) Ich finde es nach wie vor erfrischend.
Kapitel: Die Kapitel waren von einer absolut angenehmen Länge und so auch relativ schnell gelesen. :)
Nach und nach kommen ein paar spannende Wendungen und absolut interessante Szenen hinzu. :)
Insgesamt kann ich da nicht viel meckern.
Das Ende der Geschichte gefiel mir sehr Gut. :) So viel Liebe, Harmonie und Ausgeglichenheit auf diesen kleinen Fleckchen Erde. ♡
Nun bin ich allerdings extrem neugierig wie die Geschichte aus der Sicht von Raija weitergeht. :)
Charaktere: Die Charaktere gefielen mir wieder sehr Gut. :)
Besonders Yuna und Feija haben mich tatsächlich überraschen können. Sie sind im Laufe der Geschichte tatsächlich gereift und nähern sich sogar einander an. Yuna kommt zu ihrer alten Stärke und ihrem Stolz zurück. :) Und nimmt sogar Verantwortung an, die mich komplett überraschte. Ebenso wird sie ruhiger und gewissenshafter. Feija muss ich sagen, war nicht nur wie immer sehr sanftmütig, sondern auch unheimlich tolerant und verständnisvoll. Was sie mir gleich doppelt so sympathisch machte. Auch Kyra wandelt sich- wird glücklicher und vollkommender. :)
Zusammen mit geben sie ein tolles 3er Gespann ab. :)
Wer mich tatsächlich überraschen konnte war Awen, die sonst so eigenbrötlerische Medizinfrau, stellt sich als sehr emotional heraus und blüht in diesem Band sehr auf. :) Kommt richtig aus sich heraus, was mich beim Lesen echt gefreut hat.
Insgesamt kann ich sagen, dass alle Charaktere toll ausgearbeitet wurden.
Mein Fazit: Ich gebe dieser Fortsetzung 4,5 Sternchen. :) Insgesamt war das Buch genauso stark wie der Auftakt und bot wieder viele interessante Stellen.
Hier wird Frauenpower groß geschrieben! *-*
- Julia Jenner
Jagen, sammeln und verlieben
(31)Aktuelle Rezension von: NiaEswikZunächst könnte man denke "Argh, - auch nicht anders als alle anderen", aber dann geht plötzlich ein Film ab und man kommt eigentlich von einer komischen Situation in die andere. Die Figuren kann man sich allesamt super gut vorstellen und jeder hat so seine Eigenart. Ich finde den Roman gut und flüssig geschrieben und absolut lesbar. Nun, das Ende ist ein wenig flach und konstruiert. Aber im Großen Ganzen hat es mir gefallen, war kurzweilig und ich habe viel geschmunzelt.
- Jean M. Auel
Ayla und das Tal der Pferde
(229)Aktuelle Rezension von: FineAndersNachdem das Mädchen Ayla von ihrem Clan verstoßen wurde, lebt sie allein im Tal der Pferde. Sie zähmt eine wilde Stute, zieht ein Löwenbaby groß und nutzt beide Tiere zum Jagen und überleben. Dann lernt sie Jondalar kennen und ihrer beider Weltsicht wird auf die Probe gestellt, auch wegen der Verständigungsschwierigkeiten zwischen den beiden.
Ich finde die Entwicklung dieser jungen Frau in der Steinzeit großartig beschrieben. Sie lernt so viel um ihr Überleben zu sichern, sie verzweifelt nie und entdeckt ständig neues und macht vieles für sich nutzbar. Ihre Offenheit und Neugier ist dabei von großem Vorteil. Man sollte aber nicht vergessen: Es ist Fantasy! Vermutlich hat nicht ein Mädchen in so kurzer Zeit so viel erfunden und entdeckt... An manchen Stellen fand ich Ayla auch irgendwie zu perfekt. Ich hätte mir an ihr auch einige Schwächen gewünscht.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich habe beim lesen immer wundervolle bunte Bilder im Kopf. Manchmal sind die Beschreibungen durch ihre Genauigkeit etwas langatmig. Die Spannung lässt aber nie nach und ich hatte bis zur letzten Seite viel Freude beim lesen und mitfiebern.
- Daniel Bleckmann
Doggerland
(38)Aktuelle Rezension von: miss_amanogawaWas tun, wenn man in einem Land vor unserer Zeit gefangen ist? Und dieses Land in unserer Zeit eigentlich gar nicht mehr existiert?
Die Zwillinge Lex und Leya könnten nicht unterschiedlicher sein: Leya will den Planeten retten, Lex hingegen hat nur seine Videospiele im Kopf. Beide leben voll in der Zukunft. Da trifft es sich ja gut, dass ihre Eltern sie mit auf Expeditionsreise nach England nehmen - auf der Suche nach Spuren von Doggerland, einem Land, welches Großbritannien mit Europa verband. In einem Pub erfahren die Zwillinge von einer Legende und merkwürdigen Baumstammkonstellationen und begeben sich bei Ebbe selbst auf Spurensuche. Doch kaum kommt die Flut, spült das Wasser sie in eine ganz fremdartige Umgebung. Und die Frage, die sie sich letzten Endes stellen müssen, ist nicht WO sie sind, sondern WANN!
Daniel Bleckmann hat mit DOGGERLAND einen grandiosen und intensiv recherchierten Abenteuerroman veröffentlicht, welcher jung und alt gleichermaßen begeistern wird. Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven: Lex, Leya und Alif, der Junge aus Doggerland und Häuptlingssohn der Tashi. Dabei bekommt man tiefe und sehr persönliche Einblicke in die Gemüter der Kinder und erlebt, wie sie Stück für Stück erwachsener werden, dies sogar müssen, um zu überleben.
Obwohl die Zwillinge aus einer anderen Zeit stammen und Fremde für die Tashi (eins der Völker in Doggerland) sind, werden sie dennoch durch ihre Selbstlosigkeit von den Dorfbewohnern akzeptiert und als die ihren aufgenommen. Lex und Leya erfahren fortan am eigenen Leib, was es bedeutet ein "Doggerländer" zu sein.
Hier zeigt sich: Hass und Missgunst, Fremdenfeindlichkeit lassen sich durch Gesten, Taten und Worte eliminieren, wenn man bereit ist, zuzuhören. Und aus Feinden können ebenso Verbündete werden, wenn dasselbe Ziel angestrebt wird.
Der Leser erhält intensive Einblicke in eine Welt von vor 8000 Jahren, deren Bräuche und Gepflogenheiten. Man spürt beim Lesen förmlich die immense Recherchearbeit, die hinter dem Buch steckt.
Themen wie Artenschutz und Klimawandel werden ebenfalls angesprochen, denn mit dem ansteigenden Meeresspiegel und durch Erdrutschungen ausgelöste Tsunamiwellen, verschwand Doggerland von der Landkarte. Ein Ereignis, von dem die Zwillinge nur allzu gut wissen. Können sie die Dorfbewohner vor der fatalen Welle beschützen?
Lex und Leya sind zwei besondere Charaktere, die durch ihr gemeinsames Abenteuer ihre Geschwisterrivalitäten ruhen lassen, weil sie gelernt haben, dass man gemeinsam mehr erreichen kann und gegenseitiger Schutz immens wichtig ist. Dieser Wandel in ihrem Charakter hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Die Erzählung aus Alifs Sicht gibt persönliche Einblicke in die andere Welt, die nicht mehr existiert. Dieser Kontrast zwischen Moderne und Vergangenheit - schließlich sind er, Lex und Leya im selben Alter - wird dadurch noch deutlicher. Alif hat andere Sorgen und Wünsche, als die Kinder aus dem 21. Jahrhundert. Und obwohl sie so verschieden sind, werden sie enge Freunde.
Ich komme gar nicht darüber hinweg, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat. Es war unterhaltsam, spannend, lehrreich. Die Charaktere sind auf Anhieb sympathisch. Man kann sich mit den Kindern wunderbar identifizieren. Die unterschiedlichen Stile unterstützen das zusätzlich. Ich hatte beim Lesen einen Film im Kopf. Also buchstäbliches Kopfkino. Ich kann Doggerland uneingeschränkt empfehlen und finde, das ist die perfekte Sommerferienlektüre für den Strandurlaub, wenn die Sonne so richtig doll auf den Rücken knallt.
- Jean M. Auel
Ayla und die Mammutjäger
(14)Aktuelle Rezension von: ValaraucoCover
Dieses Mal ist das Cover blau und erinnert mich sehr stark an blaues Eis oder so. Abgebildet ist dieses Mal die Höhlenzeichnung eines Mammuts. Wieder einmal kann ich sagen, mir gefällt die einheitliche Gestaltung der verschiedenen Cover dieser Reihe.
Die Höhlenzeichnung passt perfekt zu der Geschichte und auch das eisblau als Farbe finde ich äußerst passend gewählt.
Meine Meinung
Eigentlich wollten Ayla und Jondalar nur einen kleinen Ausflug mache, als sie auf Talut und das Löwen-Lager stoßen.
Der große Anführer besagten Lagers bringt die beiden dazu, sich ihm anzuschließen und Zeit bei ihnen zu verbringen. Talut als Figur ist einmalig. Er ist ein so unglaublich herzlicher Mann, dass man gerne über die Tatsache hinwegsieht, dass er eigentlich über zwei Meter groß sein müsste, was meines Wissens zu dieser Zeit kaum möglich war und auch heute noch eher eine Seltenheit ist. Trotz dieser kleinen Ungereimtheit habe ich Talut direkt ins Herz geschlossen, ebenso wies eine etwas kritischere Schwester Tullie.
Ayla lernt nun viele der „Anderen“ kennen und lebt sich recht schnell bei den Mammutoi ein. Grund dazu ist Rydag, ein Kind von gemischten Geistern (Halb „Mensch“ halb Neandertaler), der ihrem Sohn Durc sehr ähnlich sieht. Ihm bringt sie im Laufe des Buches auch die Sprache des Clans bei, genauso wie den meisten anderen aus dem Löwen-Lager.
Wieder einmal verblüfft Ayla die Menschen mit ihrem umfangreichen Wissen und Können. Manchmal scheint das wirklich etwas übertrieben, aber man kann darüber hin Wegesehen, finde ich auf jeden Fall.
Was mich allerdings etwas gestört hat, war das Verhalten von Jondalar und Ayla. Stellenweiße hat es gewirkt wie aus einer billig produzierten Fernsehshow. Jondalar hat sich für Ayla geschämt, danach hat er sich noch mehr dafür geschämt, dass er sich überhaupt für sie geschämt hat. Es war und ist ein ewiges Hin und Her. Dann ist da noch Ranec, der von der ersten Sekunde an sehr fasziniert von Ayla ist und auch auf sie eine unglaubliche Faszination ausübt. Das mag zum großen Teil daran liegen, das Ranec dunkelhäutig ist und Ayla das noch nie zuvor gesehen hat. Sie ist neugierig auf den jungen Bildschnitzer und dieser wiederum ist bis über beide Ohren in Ayla verliebt. Irgendwann hat Jondalar dann nicht mehr mit Ayla geredet und so hat sich das Drama hochgeschaukelt. Meiner Meinung nach war es ziemlich überflüssig, aber irgendwo müssen die Buchstaben für 1008 Seiten ja auch herkommen und von nichts kommt nichts. Doch irgendwann ist diese „dramatische“ Geschichte etwas in den Hintergrund gerückt und es ging wieder um andere Dinge.
Ayla wurde vom Löwen-Lager adoptiert und ging zusammen mit ihnen und Jondalar auf Mammutjagd. Sie hat unglaublich viel erlebt und gelernt während ihrer Zeit beim Löwen-Lager. Als es irgendwann so weit ist und sie alle zum Sommertreffen ziehen, kocht das ganze Drama wieder auf. Ayla ist nahezu von der Idee besessen ihren Sohn Durc zu sich zurück zu hohlen. Manchmal kam mir das schon etwas heftig vor, wie sie alle die Dinge, die dagegen Sprachen komplett ausklammerte und sich nur darauf fixierte, dass sie selbst ihren Sohn an ihrer Seite haben wollte, koste es, was es wolle.
Jondalar spürt hingegen immer stärker den Wunsch, weiter zu seinen eigenen Leuten zu ziehen.
Ich mag diesen Teil immer noch ziemlich gerne, auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass ich mittlerweile auch etwas genervt war. Diesen Teil habe ich nämlich nicht selbst gelesen, sondern mir vorlesen lassen und das entsprechende Hörbuch ist etwas über 34 Stunden lang und das ist verdammt lang. Ich habe noch nie in meinem Leben ein auch nur ansatzweise so langes Hörbuch besessen oder gesehen. Es hat glaube ich fast 3 Wochen gedauert, bis ich durch war und wirklich alles angehört hatte. Zum Glück konnte man an der Audible-App den Schlafmodus einstellen, so habe ich nicht immer so lange nach der Stelle suche müssen, an der ich eingeschlafen bin.
Trotz der deutlicher zu Tag tretender Schwächen des Buches habe ich es gerne gelesen. Beim zweiten Mal jedoch muss ich zugeben, immer mal wieder ein paar Seiten übersprungen zu haben. Wie einige andere musste ich mir jetzt auch erst einmal eine kleine Ayla-Pause nehmen, bevor ich in Teil 4 starten werde.
Wertung (3/5)
www.valaraucos-buchstabenmeer.com - Hansjürgen Müller-Beck
Die Steinzeit
(4)Aktuelle Rezension von: annlu*Doch – auch wenn wir viele Details noch lange nicht kennen - soviel ist schon gewiss, die wahre Steinzeit war ganz anders. Mit ihr beginnen die Technik der Menschen und ihre Geschichte.*
Nach einigen Bemerkungen zur Gegenwärtigkeit der Steinzeit und einer kurzen Beschreibung der Entwicklung ihrer Erforschung stellt der Autor die drei Phasen des Alt-, Mittel- und Jungpaläolithikums in Afrika und Eurasien vor. Danach wird in drei Kapiteln auf die letzten 10.000 Jahre unserer Geschichte eingegangen. So gibt das Buch einen Überblick über die Steinzeit.
Der Autor bediente sich eines Ansatzes, den ich so noch nicht kannte. So geht er von den antiken Autoren und so manchem Mythos aus um die Geschichte der Erforschung und Zuteilung der Steinzeit anzugehen. Die Archäologie ist in seiner Zusammenfassung nur eine Wissenschaft von vielen (auch vielen naturwissenschaftlichen), die das Wissen um die Steinzeit vorangebracht haben.
Der Überblick, der hier von den einzelnen Abschnitten der Steinzeit gegeben wird, ist von einer Mischung aus Fundbeschreibungen, typischen Artefakten und paläonthologischen Ergebnissen geprägt. Überrascht haben mich die Ausführungen, die sich weder auf das eine noch auf das andere beziehen. So wurden zu Beginn auch die Vegetation und die herrschende Tierwelt beschrieben. Zusammen mit nachweislichen Klimaänderungen wurden sie herangezogen um notwendige Änderungen menschlichen Verhaltens und menschlicher Fähigkeiten zu erklären.
Kulturen, die sich durch eigene Techniken (und Fundstücke) von anderen unterscheiden und maßgeblich für die Bezeichnung einzelner zeitlicher Abschnitte waren, wurden näher beschrieben. Diese Abschnitte endeten mit einer kurzen Geschichte, die ein mögliches Leben der Menschen damals beschrieben könnte.
Auch wenn das Buch nicht mehr das jüngste ist und damit nicht dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen kann waren ein paar interessante Informationen dabei. Der Autor spricht im Vorwort an, dass der Umfang des Buches das Beschränken auf die Hauptzüge der Ereignisabläufe vorgibt. Dennoch hat er ein recht umfangreiches Wissen dicht in das Buch verpackt. Während mir die Interpretationen und die Zusammenhänge mit dem Klima und den Beutetieren gut gefallen haben waren die Aneinanderreihung von Fundorten und Artefakten, die nicht immer näher beschrieben wurden, zu trocken. Auch gab es so manchen Abschnitt, der Vorkenntnisse voraussetzte um verständlich zu sein.
Fazit: Einiges Interessantes war mit dabei – aber um das zu finden musste man sich durch viel trockenes Wissen arbeiten.
- Tamar Weiss Gabbay
Kidstory
(46)Aktuelle Rezension von: ZisaliestIm Buch "Kidstory" wird Geschichte für Kinder lebendig. Anhand von Erzählungen, wie Kinder in dieser Phase gelebt haben könnten, was sie beschäftigt, bewegt, womit sie gespielt und wie sie ausgesehen haben, lässt junge und alte Leser*innen schnell in das Buch eintauchen.
Das Buch lässt sich sowohl chronologisch als auch in einzelnen Kapiteln lesen, und versorgt mit vielen spannenden Informationen, die trotzdem nicht überfrachten sondern das Interesse am Weiterlesen wecken. Das angegebene Alter von 7-12 finde ich sehr passend gewählt, voher ist das Thema noch zu komplex.
Für mich ist das Buch ein absolutes Must have für alle Geschichtsinteressierten Kinder, für Lehrer*innen für den Einsatz im Deutsch- oder Sachunterricht aber auch für andere Menschen, die statt in Geschichtsbüchern lieber in Geschichten schmökern.
- Martin Lassberg
Steinroller
(30)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDas Buch hat mich angesprochen, weil die Geschichte in der Steinzeit spielt und zudem ein Krimi ist. Beides mag ich. Tatsächlich fand ich die Story auch originell und humorvoll und auch durchaus spannend. Es ist viel "Ermittlungsarbeit", aber eben auf eine ganz andere, besondere Art. Und zudem hat mich die Geschichte auch zum Schmunzeln bringen können; ich mochte den Humor.
Schade, dass es nur diesen einen Band gibt. Ich hätte gerne mehr von Kommissar Steinroller gelesen!
- Stefan Gemmel
Im Zeichen der Zauberkugel 2: Der Fluch des Skorpions
(15)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneIm zweiten Teil dürfen die Zwillinge auch mehr am Geschehen teilhaben. Finde ich richtig gut, da sie in dieser Story den Zusammenhalt zeigen. Dadurch können die Kinder sehen, dass dies sehr wichtig ist. Freundschaft steht hier an erster Stelle.
Natürlich hat nicht alles nach Plan geklappt. Denn man scheitert auch mal im Leben, so ist die Geschichte etwas realistischer.
Von mir also klare Weiterempfehlung.
- Martin Lassberg
Steinroller. Der Steinzeit-Kommissar
(11)Aktuelle Rezension von: Das_LesedingInhalt:
Ein Sippenmitglied wird tot aufgefunden. Ein Mammut war es nicht, da ist sich Steinroller sicher. Daher ermittelt der Höhlenmaler nun mit seinen Assistenten und zu allem Glück hat er seine Erfinderin Weichhaar mit dabei …Meinung:
Ich habe selten so gelacht bei einem Krimi. Die Idee einen Mordfall so anzugehen ist genial und die Charaktere traumhaft. Boris Aljinovic haucht den Charakteren zusätzlich Leben ein und so wird fleißig mitgefiebert und sich gefreut, wenn Weichhaar wieder etwas erfindet, was das Leben leichter werden lässt und die Mordaufklärung voranschreitet. Natürlich gibt es auch explizite Szenen, bei denen Weichhaar das Mammut von Steinroller huldigt – also auch hier alles sehr witzig und absolut originell. Die Sprache passt du den Figuren, welche sich im Laufe der Geschichte entwickeln und jeder ist einzigartig in seinem Sein.Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und es ist bereits witzig gezeichnet.Fazit:
Wer Krimis mag und gerne lacht, wird dieses Buch lieben! Ich vergebe herzliche 5 Sterne und werde mir das Hörbuch definitiv nochmals anhören. - Birgit Hedemann
Almas geheimer Garten – Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit
(6)Aktuelle Rezension von: book22„Almas geheimer Garten - Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ ist der Auftakt der Reihe rund um Mette, ihren Cousin Theo und Alma. Mette und Theo entdecken auf ihrem Schulweg einen geheimen Garten. Dort lernen sie die Besitzerin Alma kennen, eine alte Frau, die Ur-Pflanzen aller Gemüsesorten züchtet. Doch der Schreck ist groß, denn ein Einbrecher hat Almas Garten verwüstet. Glücklicherweise kann Mette mittels eines geheimnisvollen Tulpenbaums in die Steinzeit reisen, um den Samen der Hammelmöhre zu holen. Mit diesem kann die Ur-Pflanze wieder gerettet werden. Doch wie kann Mette zurück in die Gegenwart reisen? Ein aufregendes Abenteuer beginnt.
Im vorliegenden ersten Band der Reihe entdecken die jungen Leser*innen gemeinsam mit Mette und Theo Almas geheimen Garten, um den sich die gesamte Reihe dreht. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen, weshalb die Bände unabhängig voneinander gelesen werden können. Das Lesen der chronologischen Reihenfolge ist jedoch empfehlenswert.
Das Buch eignet sich aufgrund der einfachen Satzstruktur und der großen Schrift für Leseanfänger*innen ab sieben Jahren. Aber auch zum Vorlesen eignet sich das Buch. Hinsichtlich des aufregenden Abenteuers, das die Protagonistin Mette erlebt, wird die Lesemotivation der Kinder gefördert. Aufgrund eines Spannungsbogens bleibt das Buch bis zum Ende hin interessant. Zusätzlich bekommen die Leser*innen wissenswerte Informationen über das Leben in der Steinzeit.
Auf jeder Doppelseite befindet sich eine schwarz-weiß-Illustration, die das Lesen etwas erleichtert, da sie das visualisiert, was zuvor gelesen wurde. Außerdem finden die Leser*innen zu Beginn des Buches eine Doppelseite mit allen wichtigen Figuren, sodass auch dies dazu beiträgt, dass das Lesen leichter fällt.
Ein großer Pluspunkt ist, dass der Verlag didaktisches Begleitmaterial erstellt hat. Demnach eignet sich das Buch als Klassenlektüre für eine zweite Jahrgangsstufe und kann mit dem Lesebegleitheft gelesen und bearbeitet werden. Durch dieses Material wird das Gelesene wiederholt und vertieft.
Insgesamt ist das Buch „Almas geheimer Garten – Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ ein spannendes Erstlesebuch, was Lust auf die weiteren Teile macht.
- Yuval Noah Harari
Sapiens - Der Aufstieg
(14)Aktuelle Rezension von: 99Hermione99Ich finds richtig cool! Ich bin 14 Jahre alt und war sofort gefesselt von diesem Comic. Eigentlich sind Menschen die schwächsten Lebewesen. Warum haben sie es also so schnell - schneller als jedes Lebewesen zuvor - an die Spitze der Nahrungskette geschafft? Mit diesen und sehr vielen anderen Fragen zur Evolution und den Homo Sapiens beschäftigt sich Yuval Noah Harari in dieser Geschichte. Alles ist sehr humorvoll, aber auch ernsthaft und vielfältig geschrieben und gezeichnet. Am Schluss kommt es sogar noch zu einem Gerichtsprozess! Ich empfehle es allen, die keine Lust haben, ein Buch darüber zu lesen, oder aber einfach nebenbei auch noch den Comic lesen wollen! Viel Spass beim Lesen
! :-)
- Dieter Böge
Opa Mammut
(2)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauIch bin ein großer Fan von Kindersachbüchern. Besonders liebe ich, wenn die künstlerische Gestaltung ebenso gelungen ist wie der Inhalt. Und ich finde toll, dass mein Sohn solche Bücher kennenlernen darf, denn in meiner Kindheit gab es doch eher wenig solche wundervollen Kindersachbücher.
Bei „Opa Mammut“ hat mir der Titel gleich ebenso gut gefallen wie das Cover und die Idee: Der 992-Ur-Opa erzählt seinen Enkeln von der Familie. Mein Sohn hat auch gleich die Urs, die zu Anfang wirklich alle 992 auf einer Seite abgedruckt sind, gezählt.
Bis hierher so gut.
Danach hat mich das Buch dann allerdings immer weniger begeistert. Das hat für mich zwei Hauptgründe:
Der eine ist, dass für mich wird hier die Balance zwischen historischer Darstellung und Fiktion nicht ausgeglichen ist. Es ist völlig legitim, dass in Kindersachbüchern auch Fiktionalisierung stattfinden (Geschichtsschreibung kommt laut Hayden White eh nie ohne narrative Strategien aus). Hier wirkte es auf mich aber gewollt und nicht gekonnt. Viele der Geschichtchen kommen mir aber beliebig und sehr bemüht vor. An vielen Stellen ist für mich auch nicht nachvollziehbar, warum die Autoren nun genau jene Zeit auswählen. 1600, also noch vor dem 30jährigen Krieg, ist mit Schulbesuch noch nicht so wirklich viel zu erzählen. Erst recht nicht für Mädchen. Aber genau dieses Jahr wurde für den Abschied Schule ausgewählt.
Der zweite Grund: Einige Sachen bekamen in der Verkürzung auf eine Seite pro Jahreszahl mit groß gesetztem Text einen sehr merkwürdigen Dreh. Es ist schon eine ganze Weile wissenschaftlicher Konsens, dass in der Frühgeschichte der Menschheit mitnichten ausschließlich die Männer Jäger waren und die Frauen ausschließlich Sammlerinnen. Das ist u.a. auf Interpretationen von Hobby-Archäologen im 19. und 20. Jahrhundert zurückzuführen. Hier wird aber erneut der Eindruck vermittelt. Okay, zum Glück habe ich mit meinem 9jährigen Sohn gelesen und konnte das gerade rücken.
Beim Buchdruck wird – leider wie so oft – so getan, als hätte es vor Guttenberg überhaupt keinen Buchdruck gegeben und wären Texte vorher ausschließlich per Hand geschrieben worden, statt klarzustellen, dass er als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern gilt. Zudem wird damit zudem ignoriert, dass es in Asien bereits im 9. Jahrhundert gedruckt wurde und bewegliche Druckstempel gab es bereits zwei Jahrhunderte später. Es hat mich nicht überrascht am Endes des Buches zu lesen, dass beide Autoren keine Historiker sind, sondern Illustratoren. Die Schilderung über Weihnachten fand ich ebenfalls sehr misslungen. Ja, mensch kann Religion kritisch sehen, aber in dieser Verkürzung in einem Kinderbuch fühlte ich mich selbst als agnostischer Mensch unwohl.
Mein Sohn und ich mochten die Bilder und auch ein paar der Geschichten, aber der Grundeindruck war recht mau.
Fazit
Die Grundidee fand ich klasse – die Umsetzung eher mau. Auch Nicht-Historiker*innen können tolle historische Sachbücher schreiben. Hier fehlte mir aber die fachliche Genauigkeit. 2,5 von 5 Sternen, die ich gerade so noch aufrunde, weil ich einige Geschichten ganz hübsch fand.
- Peter Starck
Kha – Der Anfang
(10)Aktuelle Rezension von: ullikenVor 33.000 Jahren: Der zehnjährige Kha folgt seiner älteren Freundin Oa, die davor flüchtet, dem hässlichen Schamanen zu dienen. Sie verlässt den Klan und Kha möchte seine heißgeliebte und vertraute Oa nicht ohne Schutz ziehen lassen. Sie ziehen hinaus in die unbekannte Welt, die viele Gefahren für die beiden bereit hält. Gott sei Dank ist Oa in vielen Dingen bewandert und kann sie erst mal vor Bösem beschützen und ernähren. Das soll sich ändern, bald schon treffen sie auf unbekannte Menschen, die ihnen nicht gut gesonnen sind.
Kha lernt viel auf seiner fünf Jahre dauernden Wanderschaft. Er lernt unterschiedliche sonderbare wie auch gefährliche Menschen kennen. Für ihn steht an erster Stelle das Überleben, an zweiter Stelle jedoch, in Höhlen zu malen. Durch das Malen können die Tiergötter um ihren Schutz angerufen werden.
Seine Reise stärkt ihn, er kehrt nach Hause zurück und kann den Daheimgebliebenen, die nicht damit rechnen, dass er überlebt hat, viel berichten. Doch die größte Gefahr erwartet ihn noch.
Peter Starck hat einen tollen Roman geschrieben, als sei er selbst in der Steinzeit dabei gewesen. Besonders Oa hat mir gut gefallen, so eine kluge junge Frau, die jagen kann und weiß, wie man Sprachen lernt - soweit das mit den Fremden möglich ist. Kha wiederum hat von Oa gelernt.
Das Ende des Romans lässt hoffen, dass es ein weiteres Buch mit Kha geben wird. Mich würde das sehr freuen.
Peter Starck hat einen flüssigen Schreibstil. Ich mochte das Buch nicht aus der Hand legen. Es gibt Spannungswellen: Ist mal wieder für einige Zeit Ruhe eingekehrt, wird es urplötzlich für die Protagonisten äußerst eng. Ich habe mit Oa und Kha gelitten und auf das Beste gehofft. - Mit dem Ende habe ich nicht rechnen können.
Peter Starck hat sich viele Gedanken über das Leben in der Steinzeit gemacht. Auch ich bin jetzt klüger als zuvor. Warum soll nicht alles so gewesen sein?
Das in 15 Kapitel unterteilte Buch mit 343 Seiten wurde im Verlag tredition veröffentlicht. - Stephen Baxter
Eisenwinter
(6)Aktuelle Rezension von: SplashbooksMit "Eisenwinter" wird jetzt die "Nordland-Trilogie" beendet. Wer mehr von Stephen Baxter lesen möchte, der wird fürs erste auf andere Verlage ausweichen müssen. Wobei der Cross Cult-Verlag sicher irgendwann wieder ein neues Werk dieses Schriftstellers herausbringen wird.
Seit vielen Tausenden Jahren existiert der Wall, der die Nordlande vor dem Meer beschützt. Der Wall hat für viele Veränderungen gesorgt, von denen manche nicht immer gut waren. Doch jetzt droht eine Gefahr, gegen die keiner etwas machen kann. Denn das Wetter schlägt um.
Eine riesige Kaltfront bricht über die Welt herein. Innerhalb weniger Tage kühlt sich der ganze Globus schlagartig ab. Eine neue Eiszeit bricht herein. Und schon jetzt ist klar, dass alle Bemühungen, die Welt zu retten für umsonst sind. Und trotzdem versuchen viele Menschen, exakt dies zu erreichen.
Es ist eine gewisse Melancholie, die diesen Band auszeichnet. Stephen Baxter war schon immer ein Meister da drinnen, seine Protagonisten durch die Hölle gehen zu lassen und die Menschheit in ihren dunkelsten Aspekten darzustellen. Das ist in diesem Band nicht anders. Denn die Eiszeit ruft viele negative Veränderungen hervor, da wirklich der gesamte Erdball sich abkühlt.
Interessant ist jedoch zunächst einmal den technologischen Entwicklungsstand, den der Autor hier darstellt. Mit einem kleinen Trick lässt er die Menschheit teilweise Technologien haben, die in der realen Welt zum Handlungszeitpunkt vielleicht gerade Mal angedacht waren. So sind der Mauer Dampfmaschinen eingelassen, die dafür sorgen, dass das Wasser immer abgepumpt wird. Und in einer ergreifenden Sequenz beschreibt der Autor, wie sie in der Kälte den Geist aufgeben.
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http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23751/nordland_trilogie_3_eisenwinter - Christian Ausmünster
Ötzi und die endende Steinzeit, Kupferzeit, Kupferbeil, Tote vom... / Die Verschwörung von Breitental - das Kupferbeil des Ötzi
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie Verschwörung von Breitental ist der zweite Teil um die Geschichte von Ötzi. Zum besseren Verständnis ist zu Anfang eine sehr kompakte Inhaltsangabe des ersten Teiles enthalten.
Narados Vater ist gestorben und er wird von seiner Stiefmutter eines Verbrechens beschuldigt. Narado muss fliehen und kommt bis zum Bodensee. Auch in seinem späteren Leben ist er oft unterwegs und gelangt bis zum Mittelmeer und wandert die Donau entlang. In seiner Zeit werden die ersten Kupfervorräte gefunden und dank Narado beginnt das Dorf mit der Verarbeitung. Dadurch wird die Landwirtschaft vernachlässigt und das rächt sich bei der Versorgung der Bevölkerung. Die Geschichte geht bis zur Ermordung Narados.
Der Schreibstil des Autors ist sehr sachlich und informativ, er hat viel über Ötzi recherchiert und dieses in der Geschichte verarbeitet. Ein ausführliches Nachwort zu den Fakten um Ötzi rundet das Buch ab. Auch ein ausführliches Personenregister und eine Landkarte zur damaligen Zeit sind enthalten.
Mich hat Ötzi leider nicht in seinen Bann gezogen. Es gab zwar auch für mich interessante Stellen wie den Beginn der Kupferverarbeitung oder die Ermordung Ötzis. Leider bin ich jedoch nicht mit dem Buch warm geworden. Trotz Karten hatte ich immer wieder Probleme mit den Namen und den Burgen. Dieses ist der 2. Teil der Reihe und den ersten Teil hatte ich nicht gelesen. Rückblickend halte ich das für falsch und vielleicht begründet das meine Probleme. Ich kann jedem, der sich für dieses Thema interessiert, raten, mit Teil 1 zu beginnen.
Nach langer Überlegung und aufgrund der oben geschilderten Umstände gebe ich dem Buch nur 2 Punkte. Ich wünsche dem Autor viel Erfolg und begeisterte Leser für sein Buch.























