Bücher mit dem Tag "sterben"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sterben" gekennzeichnet haben.

475 Bücher

  1. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.810)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  2. Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: 9783426562307)
    Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek

    (1.613)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto der Lesechallenge im Januar 2026 lautet: Lies ein Buch, das dir jemand empfohlen hat. Für mich die perfekte Gelegenheit einen Roman zu lesen, der mir nicht nur empfohlen, sondern auch ausgeliehen wurde. „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig aus dem Jahr 2021 habe ich von meiner Tante bekommen und der Klappentext hat mich direkt gefesselt. Es erzählt die Geschichte einer Frau, die nach mehreren Schicksalsschlägen und verpassten Chancen keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht und dieses beenden möchte. Aus diesem Grund würde ich hier auch eine Triggerwarnung für Suizid aussprechen, auch wenn das Thema wirklich sensibel behandelt wird. Der Roman war extrem erfolgreich: Er wurde in Großbritannien mehr als eine Millionen Mal verkauft, war auf der New York Times Bestseller List auf Platz 1, in Deutschland insgesamt 21 Wochen auf der Spiegel-Bestseller-Liste und erlebte auch auf TikTok einen großen Hype. Und auch ich würde sagen, dass dieser Roman wirklich lesenswert ist. 

    Die 35-jährige Nora Seed sieht sich als gescheiterte Existenz: Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Philosophie arbeitet sie weiterhin in einem Musikgeschäft als Verkäuferin, jobbt als Klavierlehrerin und hat viele Chancen im Leben verpasst. So hat sie bspw. das Schwimmen als Teenagerin aufgegeben, obwohl sie sehr talentiert war oder hat ihren Verlobten Dan zwei Tage vor der Hochzeit sitzen lassen. Als eines Tages ihr Kater Voltaire stirbt, sie ihren Job verliert und dann noch in ein Streitgespräch über ihren Bruder kommt, verlässt sie der Lebensmut vollkommen. Sie beschließt, sich mit einer Mischung aus Alkohol und Tabletten umzubringen. Doch anstatt zu sterben, findet sie sich in der Mitternachtsbibliothek wieder, die von ihrer ehemaligen Schulbibliothekarin geleitet wird. Dort hat sie die Möglichkeit, all jene Leben zu leben, die sie durch das Treffen anderer Entscheidungen verpasst hat. Und sollte sie das perfekte Leben für sich finden, darf sie darin für immer bleiben. 

    „Neunzehn Jahre bevor sie beschloss zu sterben, saß Nora Seed in der warmen kleinen Bibliothek der Hazeldene School in Bedford.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels mit dem Titel „Ein Gespräch über Regen“. Zu diesem Zeitpunkt ist Nora 16 Jahre alt und spielt eine Partie Schach gegen die Bibliothekarin Mrs. Elm. Die englische Großstadt Bedford liegt übrigens etwa 80 Kilometer nördlich von London. Ihre Einwohner haben zu 10% italienische Vorfahren, was an der Gastarbeiter-Anwerbung durch die London Brick Company liegt. Auch Nora erwähnt, dass ihre Großeltern aus Italien stammen. Mit dem Kapitel beginnt ein Countdown, denn jeder Satz der ersten Kapitel beginnt mit „X Zeiteinheiten bevor sie beschloss zu sterben…“. Der Roman ist aus der personalen Perspektive von Nora im Präteritum geschrieben.

    Damit ist Nora auch die Protagonistin. Nach dem ersten Kapitel ist sie 35 Jahre alt, hat einen Bachelor-Abschluss in Existenzphilosophie, was im Kern studierte Arbeitslosigkeit ist, und ist hauptberuflich Verkäuferin in einem Musikgeschäft. Außerdem ist sie seit einigen Wochen von ihrem Verlobten Dan getrennt. Sie hat schwarze, mittellange Haare und mich von ihrer äußeren Beschreibung sehr an die Schauspielerin Krysten Ritter erinnert. Nora ist eine introvertierte, sensible und reflektierte Person, die stark von Selbstzweifeln und Reue geprägt ist. Sie nimmt sich selbst vor allem über ihre vermeintlichen Defizite wahr: verpasste Chancen, gescheiterte Beziehungen und nicht erfüllte Erwartungen. Zugleich ist Nora intelligent und vielseitig begabt. Sie spielt Klavier, interessiert sich für Philosophie sowie Naturwissenschaften und ist allgemein wissbegierig. Damit liegt auf der Hand, dass Noras Persönlichkeitswandel primär darin besteht, nicht so hart zu sich selbst zu sein oder sich für vermeintliche Fehler zu geißeln. Nora ist definitiv eine sympathische Protagonistin, deren Handlungen ich in den meisten Fällen gut nachvollziehen konnte.

    Haig nutzt einen klaren, zugänglichen und überwiegend schlichten Schreibstil. Die Sprache ist einfach, dialogarm und eher introspektiv auf das Innenleben von Nora gerichtet. Das Tempo ist hier perfekt ausbalanciert. Nicht umsonst wird „Die Mitternachtsbibliothek“ als optimale Bettlektüre empfohlen. Dabei ist die Atmosphäre anfangs melancholisch und bedrückend. Noras Leben ist von Depression, Einsamkeit und Isolation geprägt, wodurch ihr schwindender Lebenswille greifbar wird. Obwohl es kaum handlungsgetriebene Spannung gibt, ist dieser Roman ein absoluter Pageturner, sodass es mir manchmal trotz Müdigkeit schwer gefallen ist, ihn wegzulegen. Darin besteht auch dessen größte Stärke: Noras stetiger Wechsel in jene Leben, die sie hätte leben können, lässt viel Abwechslung aufkommen. Ich habe aufgrund seiner unterhaltsamen Art wirklich gerne zu diesem Buch gegriffen.

    Der Roman thematisiert viele verschiedene philosophische Denkansätze wie Existenzialismus oder kontrafaktisches Denken. Insbesondere die Was-wäre-wenn-Szenarien über Noras Entscheidungen im Leben stellen infrage, ob es das beste Leben überhaupt gibt, oder ob sie nicht alle Licht- und Schattenseiten haben. Dabei werden immer wieder Thesen unterschiedlicher Philosophen wie Voltaire, Henry David Thoreau oder Jean-Paul Sartre eingestreut. Dies wirkt an manchen Stellen aber zu gewollt intellektuell, gerade weil gleichzeitig Fachfehler auftauchen. So bezeichnet Nora z.B. einen „Pfeifton aus der Nase“ (S. 19) als „düsteres b-Moll“ (S. 19). Allerdings kann man aus einem einzelnen Ton keine Tonart ableiten, sondern nur aus einem Akkord, also mehreren Tönen, die gleichzeitig gespielt werden. Das sollte Nora als Pianistin und Mitarbeiterin eines Musikgeschäfts eigentlich wissen. Etwas später ist im Rahmen eines Quiz die Rede von einem „Polygon mit zwanzig Flächen“ (S. 62). Darüber bin ich direkt gestolpert, denn ein Polygon ist eine zweidimensionale Figur, besitzt also nur eine Fläche, aber 20 Kanten. Es müsste also entweder heißen: ein Polygon mit 20 Kanten ODER ein Polyeder mit 20 Flächen. Später wird dieser Fehler sogar noch einmal wiederholt: „Ein zwanzigflächiges Polygon nennt man Ikosagon.“ (S. 73). Das ist falsch, denn ein zwanzigflächiges Polyeder nennt man Ikosaeder. Es ist im Grunde genommen halb so wild, aber doch erstaunlich, dass diese recht offensichtlichen Fehler trotz Welterfolg durchs Korrektorat gerutscht sind.

    Etwas kritisch ist auch, dass Nora viele Leben besucht, in denen sie außerordentlichen Erfolg hat. Welche Talente sie auch hat, in irgendeinem Leben ist sie immer besser als die Konkurrenz. Sie ist Olympiasiegerin im Schwimmen, Schachgroßmeisterin, Cambridge-Professorin in Philosophie oder gefeierter Popstar. Doch wenn selbst das vermeintlich falsche Leben in überdurchschnittlichen Leistungen mündet, verliert Scheitern als reale Möglichkeit an Gewicht. Wie viele Menschen haben sich zwar für die Olympiade qualifiziert, sind aber nie auf dem Treppchen gelandet? Wie viele Menschen träumen von einer Karriere als erfolgreicher Musiker, werden trotz Talent aber niemals berühmt? Ich verstehe, dass die Aussage des Romans ist, dass Erfolg kein Garant für Zufriedenheit ist. Aber dass für manche Menschen trotz massiver Bemühungen ihr Lebenstraum niemals in Erfüllung geht, hätte zumindest in einem Leben erzählt werden dürfen. Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber auch versöhnlich und schlüssig.

    Insgesamt ist „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig ein charmanter, kluger und faszinierender Roman darüber, wie jede kleine Entscheidung das Leben verändern kann. Besonders Schreibstil, Atmosphäre und eine glaubwürdige Protagonistin machen diese Geschichte so lesenswert. Haig gelingt es, schwere Themen wie Depressionen, Einsamkeit, Selbstzweifel und Suizid in eine unterhaltsame, fast schon tröstliche Erzählform zu überführen, durch die das Buch kaum wegzulegen ist. Gleichzeitig gibt es auch Schwächen: philosophische Verweise wirken teils aufgesetzt, Fachfehler lassen an sauberer Recherche zweifeln und die Möglichkeit des Scheiterns wird zu stark relativiert. Dennoch überwiegen hier die Stärken. Der Roman aus dem Jahr 2021 zeigt die Sinnlosigkeit auf, frühere Entscheidungen zu bereuen, denn Nora erkennt, dass manch scheinbar gute Entscheidungen auch zu unvorhersehbaren Unglücken führen können. Deswegen erhält „Die Mitternachtsbibliothek“ vier von fünf Federn.

  3. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.553)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...

    Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)

    Meine Meinung:

    Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.

    Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.

    Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.

    Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.

    Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.

    Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.

    Fazit:

    Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.

    Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.

    Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:

    „Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
    Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
    Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166) 
    Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
  4. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.079)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    Endlich habe ich mich an dieses so hochgelobte Buch herangetraut und hatte anfangs wirklich meine Schwierigkeiten damit. 

    "Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählebenen näher gebracht. Wir erfahren von William, der in der Vergangenheit versucht, ein neuartiges Forschungsprojekt zu entwickeln. 

    In der Gegenwart folgen wir George bei seiner Imker-Tätigkeit. Dessen Sohn hat leider nicht den Ansporn, den Hof irgendwann zu übernehmen. 

    In der Zukunft treffen wir auf tao, die als Arbeiterin die Blüten von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es schon lange nicht mehr. 

    Ich hatte keine Probleme in die Geschichte einzutauchen, doch ich hatte Probleme damit, mein Interesse aufrecht zu halten. Glücklicherweise hatte ich eine lange Zugfahrt vor mir, sodass ich einen Großteil der Geschichte in der Bahn lesen konnte. Ich wüsste nicht, wie sich mein Interesse ohne diese Rahmenbedingungen hinentwickelt hätte. Den Schreibstil fand ich super, das war es also nicht, aber die Geschichten waren nicht ergreifend genug und doch lag eine Schwere in den Seiten. Das Bienensterben allein ist schon tragisch, aber auch die menschlichen Geschichten hatten nie einen positiven Beigeschmack. Alles war dunkel, ohne dass es mich richtig bewegt hätte und das sollte es allerdings durchaus tun. Denn das Thema ist sehr wichtig. 

    Das Positive am Buch war, dass es mein Interesse an den Bienen geweckt hat. Ich vermute, dass geht Vielen beim Lesen so. Ich habe nebenher ein paar Dokus angesehen und werde mit Sicherheit mich noch mehr freuen, wenn ich nächsten Frühling/Sommer ein paar Bienen zu Gesicht bekomme. 

    Außerdem fand ich das Ende schön. Wie sich alle drei Geschichten und somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten haben. Nur war es bis dahin sehr zäh.

    Ich weiß nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen könnte. Vielleicht gibt es bessere Romane über Bienen, geschadet hat es mir aber auch nicht. Nur hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen und meine Lesefreude hielt sich in Grenzen. 

  5. Cover des Buches Das Café am Rande der Welt (ISBN: 9783423289849)
    John Strelecky

    Das Café am Rande der Welt

    (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Jani

    Habe das Buch super schnell in fast zwei Stunden gelesen. Es regt sehr zum Nachdenken an. Was man warum macht und was man warum verändern sollte. Es gibt 3 Fragen die im Café am Rande der Welt beantwortet werden sollten. Und mit welcher Überzeugung man aus dem Kaffee geht. Es sehr philosophisch, aber es auch noch kleine Geschichten die zum Nachdenken anregen. Im großen und ganzen geht's darum wie wir unser Leben leben wollen und warum wir nicht danach leben was wir wollen sondern was wir müssen.

    Der schreibstil ist mega flüssig man fliegt nur so durchs Buch und macht sich immer wieder Gedanken. 

  6. Cover des Buches P.S. Ich liebe dich (ISBN: 9783492320818)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe dich

    (8.799)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Hoppe

    Dies war mein erstes Buch der Autorin Cecelia Ahern und was soll ich sagen?!?! WOW! Einfach eine Achterbahn der Gefühle. Die Autorin erfasst ein sehr sehr wichtiges und emotionales Thema und das auf eine sehr sympathisch Weise. Ich habe viel lachen können und gleichzeitig geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mich ab der ersten Seite vollkommen rein stürzen können und es ließ sich super flüssig lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin sehr auf weitere Bücher der Autorin gespannt.  

  7. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    (1.203)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  8. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (972)
    Aktuelle Rezension von: Uli_Black

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist eines dieser seltenen Bücher, die leise daherkommen und einen dann vollkommen einnehmen. Schon die Ausgangsidee ist wunderbar eigenwillig: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurz darauf jemand im Dorf. Kein Horror, kein Kitsch – sondern ein poetischer Vorbote, der das ganze Leben der Menschen in Bewegung setzt.

    Mariana Leky erzählt mit einer Wärme und Sanftheit, die sofort berührt. Ihre Figuren sind schrullig, verletzlich, liebenswert und erstaunlich echt. Man hat das Gefühl, sie alle zu kennen: die Großmutter Selma mit ihrer ruhigen Weisheit, Luise mit ihrem wachen Blick auf die Welt, Martin mit seinem Schweigen, das mehr sagt als tausend Worte. Dieses Dorf lebt – nicht laut, sondern mit einem leisen, tiefen Puls.

    Was das Buch so besonders macht, ist sein Ton. Leky schreibt mit Humor, aber nie oberflächlich; mit Melancholie, aber ohne Schwere. Sie schafft es, über große Themen zu sprechen – Tod, Liebe, Angst, Verpassen und Bleiben – und dabei eine Leichtigkeit zu bewahren, die tröstet. Das Okapi wird dabei zu einem Symbol für all das, was wir ahnen, aber nicht kontrollieren können.

    Die Sprache ist klar, bildhaft und voller kleiner Wahrheiten, die einen unvermittelt treffen. Viele Sätze möchte man sich anstreichen, nicht weil sie klug wirken wollen, sondern weil sie etwas auf den Punkt bringen, das man selbst schon einmal gefühlt hat.

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman über das Leben selbst: über das Warten, das Lieben, das Loslassen und darüber, wie wichtig es ist, im richtigen Moment stehen zu bleiben und hinzusehen. Ein warmes, kluges, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nach dem Zuklappen noch lange mit sich herumträgt.

  9. Cover des Buches Weil ich Layken liebe (ISBN: 9783944668482)
    Colleen Hoover

    Weil ich Layken liebe

    (3.953)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    Bedingte Leseempfehlung

    Datum : 13.09.2025


    ✨Handlung✨

    Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder um, nachdem ihr Vater überraschend verstorben ist. In der neuen Stadt verliebt sie sich Instant und die Liebe wird auch erwidert. Allerdings „darf“ die Liebe nicht sein. 

     

    ✨Protagonisten✨

    Charakter zeichnen ist das, was CoHo kann - auch wenn ich einige Dinge übertrieben und stark artifiziell empfand, so mochte ich die Charaktere. Besonders der kleine Bruder von Layken hat mein Herz erobert. 


    ✨Setting✨

    Okay come one. Die große Liebe nach 3 Tage ? Really? Ich bin kein großer Verfechter von Liebesromanen oder Jugendbüchern, vielleicht liegt es daran. 

    Es gab so 2 große Plottwist (ich Spoiler nicht) wovon mir einer ein Augenrollen entfacht hat, der andere mich aber echt mitgenommen hat. Ich mag es, dass CoHo tiefgründige Themen in ihren Büchern behandelt. 


    ✨Schreibstil✨

    CoHo schreibt wie immer schnörkellos - passend zu einem Thema im Buch, Poetry Slam (daher auch der englische Buchname Slammed, den ich soviel besser finde als die sperrige deutsche Übersetzung). Ich mag Poesie, ich mag Metaphern und um die Ecke denken. Allerdings fand ich die Poesie in dem Buch ausdruckslos. Naja, ich fand sie wirklich schlecht und sie hat mich 0 berührt.


    ✨Fazit✨

    Man hat gemerkt, das es eines der ersten Bücher von CoHo ist. Nach dem ersten Buch wusste ich, ich werde die Reihe nicht fortführen, dafür ist mir die Story um Will und Layken zu gleichgültig. Ich würde es bedingt weiterempfehlen, die passende Altersgruppe wäre wohl 14-25 Jahre.

  10. Cover des Buches One True Queen: Von Sternen gekrönt (ISBN: 9783473585991)
    Jennifer Benkau

    One True Queen: Von Sternen gekrönt

    (867)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung

    Dieses Buch liegt schon etwas länger auf meinem SuB und jedes Mal, wenn ich das Cover gesehen habe, dachte ich nur… wow ist das schön. Zu guter Letzt, habe ich mir das ganze dann aber auch noch als Hörbuch angeschafft.

    Das Hörbuch ist klasse. Ich mochte die Stimme sehr gerne und fand, dass sie zum Charakter passte. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass ich das ganze gehört habe, denn ich hätte die Hälfte der Dinge wahrscheinlich falsch ausgesprochen wie z.B. Lyaskye. Keine Ahnung, was bei mir herausgekommen wäre. Auch fand ich den musikalischen Teil wirklich wunderschön, gerne hätte der auch zwischen den Kapiteln sein dürfen und nicht nur am Ende. Kleines Manko gab es, und zwar, war der Übergang von Kapitel zu Kapitel ein wenig grob. Hier hätte es eine winzig kleine Zeitspanne geben sollen, einfach um das Ganze besser aufnehmen zu können.

    Doch einmal zurück zum Buch. Das finde ich wirklich sehr schön geschrieben, die Autorin hat einen ausgesprochenen schönen Schreibstil.

    Ich hatte mir die Geschichte tatsächlich ein klein wenig anders vorgestellt, bin aber im positiven wirklich sehr überrascht. Der Anfang zeigt Mailin und ihre Schwester, den ich anfangs eben nur als eine Einleitung gesehen habe, später aber tatsächlich wichtig ist und seinen Teil zur Geschichte beiträgt. So kann ich sagen, beginnt die Geschichte also quasi gleich und nur wenige Seiten später, landet man in einer vollkommen neuen Welt.

    Diese magische Welt ist wirklich sehr schön geschrieben und hält allerlei Überraschungen parat. Ich hab es geliebt wie Mailin, sie erkundet und immer wieder neues entdeckt. Der Teil ist unfassbar spannend, da man dadurch auch nicht wirklich weiß, was als nächstes passiert, denn selbst ein kleines Tierchen das aussieht wie ein Hase kann einen plötzlich fressen wollen.

    Für mich aber darf natürlich nie die Romantik fehlen. Diese ist anfangs noch ein wenig schleppend und wandelt sich für einen winzigen Moment in eine Dreiecksbeziehung, zumindest ging ich für einen kleinen Moment davon aus. Schnell gibt es dazu aber die Auflösung für wen ihr Herz schlägt.

    Dazu gibt es dann auch immer kleine Dramen, die das Herz schneller schlagen lassen und so auch für eine Achterbahn der Gefühle sorgt.

    Ich mochte die Handlung von der Geschichte sehr gerne und finde, dass sie hervorragend umgesetzt ist. Die Charaktere sind ebenfalls toll geworden, vielseitig und individuell.

    Zum Ende hin hat sich erst einmal der Riesen Stapel an Problemen ein wenig gesenkt, trotzdem ist genug da, dass man als Leser bangt bis es weitergeht.

     

    Fazit

    Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gerne. Der Verlauf ist klasse. Es ist spannend, romantisch und hat tolle Charaktere. Von mir gibt es daher 4 Sterne.

  11. Cover des Buches Lady Midnight - Die Dunklen Mächte (ISBN: 9783442487042)
    Cassandra Clare

    Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

    (869)
    Aktuelle Rezension von: Horcruux

    Lady Midnight ist der erste Band der Trilogie Die dunklen Mächte von Cassandra Clare und setzt die Ereignisse aus Die Chroniken der Unterwelt fort. Die Geschichte spielt fünf Jahre nach dem dramatischen dunklen Krieg und folgt der erfahrenen Schattenjägerin Emma Carstairs und der Blackthorn-Familie im Los Angeles Institut. Emma ist entschlossen, den mysteriösen Tod ihrer Eltern aufzuklären, die nach dem Angriff von Sebastian Morgenstern in der Klave als tot geglaubt galten. Als eine Reihe von Morden in Los Angeles auftaucht, die ähnliche Merkmale wie der Mord an ihren Eltern aufweisen, nimmt Emma die Ermittlungen auf. Zusammen mit ihrem Parabatei Julian Blackthorn und dessen Geschwistern begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche. Ihre Nachforschungen führen sie zu dunklen Geheimnissen, verbotener Magie und einer Verschwörung, die die gesamte Schattenjägerwelt bedroht. Doch nicht nur die Ermittlungen verlangen Emma alles ab: Julians Halbbruder Mark Blackthorn kehrt nach Jahren in der Ferienwelt zurück, was für zusätzliche Spannung und Herausforderungen sorgt.

    Die Einführung der Blackthorn-Geschwister, insbesondere von Emma Carstairs, wird von vielen Lesern positiv aufgenommen. Emma ist eine unglaublich starke, komplexe Figur, deren Geschichte von Verlust, Geheimnissen und innerer Stärke geprägt ist. Die Dynamik innerhalb der Blackthorn-Familie fügt der Handlung Tiefe und Authentizität hinzu. Die Geschwister Julian, Mark, Ty, Livvy und Tavvy sind nicht nur individuell gut ausgearbeitet, sondern auch als Familie eine Einheit, deren Nähe und Konflikte für das Buch entscheidend sind. Besonders Julian und Emma stechen hervor, da ihre Beziehung von einer verbotenen Liebe geprägt ist, die für die Spannung und emotionale Tiefe des Buches sorgt. Der Konflikt zwischen ihren Gefühlen füreinander und den Regeln des Parabatei-Bundes sorgt für zahlreiche emotionale Momente, die das Buch für mich noch packender gemacht haben.

    Ein weiteres großes Plus von Lady Midnight ist, dass es gelungen ist, die Charaktere aus Die Chroniken der Unterweltwieder aufleben zu lassen, ohne dass sie die neuen Figuren und deren Entwicklungen in den Schatten stellen. Clary Fairchild, Jace Herondale, Isabel Lightwood und Simon Lovelace tauchen auf, und ihre Integration in die neue Handlung ist sowohl organisch als auch bereichernd. Besonders die Szenen mit Clary und Jace haben mir gefallen, weil sie zeigen, dass die Charaktere aus der vorherigen Reihe nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Schattenjägerwelt spielen, ohne dabei die neuen Protagonisten zu überschattet.

    Das Buch behandelt zentrale Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe und Loyalität, und Cassandra Clare versteht es meisterhaft, diese Themen durch ihre vielschichtigen Charaktere zu vermitteln. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und emotional, was Lady Midnight zu einem fesselnden Erlebnis macht. Besonders die von Emma und Julian sowie die sich entwickelnde Dynamik zwischen den anderen Blackthorn-Geschwistern tragen zur emotionalen Tiefe bei. Die Spannung bleibt konstant hoch, und unvorhersehbare Wendungen sowie mystische Geheimnisse sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Was mich besonders beeindruckt hat, war das Ende, das mit vielen emotionalen und actionreichen Elementen überrascht. Das Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren wird geschickt aufgelöst, und die Entwicklung von Figuren wie Kit, der zunächst eher als Randfigur erscheint, sorgt für interessante Wendungen. Rückblickend hätte man seine Rolle fast erahnen können, aber die Überraschung war dennoch gelungen. Inmitten all der düsteren Geheimnisse und Kämpfe fand ich auch die Momente zwischen Jace und Clary schön – besonders der Antrag, auch wenn der Zeitpunkt nicht perfekt war.

    Die Charakterentwicklung von Emma und Julian, sowie die Einführung neuer Figuren wie Kit und die immer noch sehr interessanten Rückblenden und Querverbindungen zu den vorherigen Büchern der Chroniken der Unterwelt, sorgen für ein rundes und spannendes Gesamtbild. Auch die Rolle von Mark Blackthorn und die Verwicklungen um seine Rückkehr aus der Feenwelt geben der Geschichte zusätzliche Dramatik und Tragik.

    Ein wenig skeptisch war ich gegenüber Diego, der für mich ein eher unnahbarer Charakter blieb, obwohl die Autorin versucht, ihn über Christinas Perspektive sympathisch zu machen. Bei mir hat das nicht ganz gezündet, aber das ist natürlich Geschmackssache.

    Fazit: Lady Midnight ist ein gelungener Auftakt für die Die dunklen Mächte-Reihe, der sowohl die bestehende Schattenjäger-Welt fortführt als auch neue, spannende Handlungsstränge eröffnet. Mit einer Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, einer fesselnden Handlung, tiefgehenden emotionalen Momenten und überraschenden Wendungen, ist das Buch ein Muss für alle Fans der Schattenjäger-Welt. Wenn ihr Die Chroniken der Unterwelt mochte, werdet ihr dieses Buch lieben! Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Emma, Julian und den anderen weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die in die faszinierende Welt der Schattenjäger eintauchen möchten!

  12. Cover des Buches Endgame 1. Die Auserwählten (ISBN: 9783841504531)
    James Frey

    Endgame 1. Die Auserwählten

    (793)
    Aktuelle Rezension von: aliciaswonderworld

    Das Buch ist sehr spannend und beinhaltet viele Rätsel, bei denen es sehr cool zu sehen ist, wie die verschiedenen Charaktere an sie herangehen. Da es aus vielen Perspektiven geschrieben ist, lernen wir auch alle Charaktere gut kennen und sehen, wie jeder mit der Situation umgeht. Die Geschichte ist überraschend brutal, aber das fand ich eher realistisch, als störend.

    Vor allem am Anfang sind die vielen Charaktere und Perspektiven allerdings ziemlich überfordernd und ich brauchte recht lange, bis ich den grundlegenden Plot verstanden und durch die Charaktere durchgefunden habe. Leider war ich auch nicht der größte Fan von dem Übernatürlichen, das für den Plot so wie er ist allerdings notwendig ist. Außerdem sind nach dem Lesen immer noch sehr viele offene Fragen übrig, die hoffentlich in den nächsten Teilen beantwortet werden.

    --> 3,3/5 Sterne

  13. Cover des Buches Am Ende sterben wir sowieso (Todesboten #2) (ISBN: 9783038800750)
    Adam Silvera

    Am Ende sterben wir sowieso (Todesboten #2)

    (390)
    Aktuelle Rezension von: Buchspazierer

    Das Buch ist herzzerreißend. Das Ende ist sehr abrupt, aber so kann sich jeder ein Ende selbst weiter ausdenken. Die Themen sind Freundschaft, Liebe und Tod. Das Buch ist spannend, einfühlsam geschrieben und traurig. Man kann sich mit den Charakteren identifizieren. Die Charaktere sind sympathisch. 


  14. Cover des Buches Hard Land (ISBN: 9783257246742)
    Benedict Wells

    Hard Land

    (653)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Eine erste umwerfende Verliebtheit bildet diese besondere Ambivalenz, dieses innere Hin und Her, besonders gut ab: „Unter ihren Blicken versuchte ich, möglichst männlich zu gehen, was dazu führte, dass meine Schritte immer unrunder wurden. Als wäre Gehen diese tolle neue Sache, von der ich erst vor kurzem gehört hatte.“ Es sind diese besonderen Momente, die bleiben, aber auch die Sehnsucht danach solche weiterhin zu suchen und zu finden. Liebe als Gegengewicht für die Unbilden des Lebens ist nicht nur eine zentrale Botschaft dieses Buches, sondern es wird auch der entsprechende „Beweis“ erbracht – auch mit Hilfe eines interpretationsbedürftigen Gedichtbandes, dass die Realität mit den Gefühlen vereint: Hard Land eben …

  15. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.382)
    Aktuelle Rezension von: Annis_Buecherregal

    Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt. 

    Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶‍♂️

    "Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren."

    Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren. 

    Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨


    Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert!


    Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?

  16. Cover des Buches All In - Tausend Augenblicke: Special Edition (ISBN: 9783736321748)
    Emma Scott

    All In - Tausend Augenblicke: Special Edition

    (1.004)
    Aktuelle Rezension von: aylin2011

    All In – Tausend Augenblicke ist ein Roman, der mich vom ersten Moment an emotional tief berührt hat. Emma Scott versteht es einfach, Gefühle in Worte zu fassen – und das auf eine Art, die unter die Haut geht. Ihr Schreibstil ist wunderbar einfühlsam und so bildhaft, dass man das Gefühl hat, direkt in die Geschichte hineingezogen zu werden.


    Die Handlung ist bewegend, die Charaktere sind authentisch und sympathisch – man fühlt und leidet mit ihnen. Besonders die emotionale Tiefe der Geschichte hat mir sehr gefallen, ebenso wie die Art, wie Emma Scott schwierige Themen sensibel und berührend beschreibt.


    Was mich jedoch etwas gestört hat, war das Tempo der Erzählung. Gerade die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren ging mir persönlich etwas zu schnell. Ich hätte mir hier mehr Zeit für Zwischentöne, mehr Aufbau und mehr Raum für ihre Verbindung gewünscht – einfach, um diese besondere Liebe noch intensiver erleben zu können.


    Und dann dieses Ende … Es hat mir das Herz gebrochen! 😢 Dennoch sehe ich das als gutes Zeichen – denn wenn ein Buch einen so mitnimmt, hat die Autorin eindeutig etwas richtig gemacht. Ich hoffe allerdings sehr, dass der zweite Band mein armes Herz wieder ein bisschen zusammensetzt und uns zeigt, dass nach all dem Schmerz vielleicht doch noch ein kleines Stück Hoffnung wartet.

  17. Cover des Buches Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (ISBN: 9783551315854)
    Lauren Oliver

    Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

    (1.422)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Ein Young-Adult-Roman im „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Stil, der unter die Haut geht, zum Nachdenken anregt und emotional berührt.

    Bereits das Cover und der markante Titel machen deutlich, worum es geht: den Tod und was davor vielleicht noch zu klären ist. Die Geschichte rund um Samantha Kingston, die den Tag ihres Todes immer wieder durchlebt, hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Obwohl sie denselben Tag siebenmal erlebt, wird es nie langweilig, da jede Wiederholung neue Facetten zeigt. Kleine Entscheidungen verändern alles und doch bleibt das Schicksal wie ein roter Faden bestehen.

    Was zunächst wie eine typische Highschool-Geschichte wirkt mit oberflächlicher Beliebtheit, Intrigen und Mobbing entpuppt sich als tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen wie Verantwortung, Reue, Freundschaft, Selbstreflexion und Veränderung. Sams Entwicklung ist glaubwürdig und berührend. Anfangs noch unsympathisch, arrogant und oberflächlich, wächst sie mit jeder Schleife über sich hinaus. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie beginnt, ihre Umwelt mit anderen Augen zu sehen und sich mit ihrer eigenen Rolle im sozialen Gefüge kritisch auseinanderzusetzen.

    Lauren Olivers Schreibstil ist flüssig, feinfühlig und lebendig. Trotz der ernsten Thematik gelingt ihr eine Balance aus Emotionalität, Spannung und gelegentlichem Humor. Ihre Charaktere wirken authentisch selbst die Nebenfiguren haben Tiefe. Besonders gelungen ist die Ich-Perspektive, durch die man Sams Gedankenwelt hautnah miterlebt.

    Einige kritische Anmerkungen möchte ich dennoch machen: Das Buch behandelt in jeder Tagesschleife das Thema Suizid eine Triggerwarnung wäre hier wünschenswert gewesen. Zudem hätte das Fehlen der letzten Epilog-Aussage für manche Leser_innen eine stärkere Wirkung gehabt.

    Das Ende ist traurig, aber konsequent. Kein klassisches Happy End und doch genau das, was diese Geschichte braucht.

    Fazit:
    Ein herausragender Coming-of-Age-Roman, der nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene berühren kann. Eine Geschichte über die Macht kleiner Entscheidungen, die Bedeutung von Empathie und darüber, was es heißt, wirklich zu leben.
    5/5 ⭐️ – Eine klare Leseempfehlung.

  18. Cover des Buches Bevor ich sterbe (ISBN: 9783570306741)
    Jenny Downham

    Bevor ich sterbe

    (1.921)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Tessa ist sechzehn Jahre alt und hat Leukämie. Leider gibt es keine Hoffnung mehr für sie. Nach vier Jahren Kampf, hat sie der Krebs besiegt. Doch bevor sie stirbt, will sie noch einmal so richtig leben. Sie schreibt eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt machen will. Drogen, Alkohol, Sex, viel unterwegs sein, gegen ein Gesetz verstoßen u.v.m.  .

    Doch dann lernt Tessa Adam kennen. Verliebt sein stand nicht auf ihrer Liste! Ein tieftrauriges Buch über ein Mädchen, dass mitten im Leben steht und eigentlich keine Chance mehr hat. Regt sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt !!!

  19. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

    (1.106)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Über dieses Buch von Benedict Wells ist genug geschrieben worden; es bedarf insofern keiner weiteren Rezension. Es bedarf nur einer eindeutigen Empfehlung: LESEN!

    Es sind nur wenige Seiten notwendig, und man findet nicht mehr heraus, wird eingefangen von einer Geschichte die emotional berührt und die Fragen an den Sinn des Lebens stellt, die hier eine wohltuende Antwort bekommen.

    Es ist lange her, dass ich ein Buch in einem Rutsch gelesen habe. Dieses Buch kann man nicht einfach aus der Hand legen; es ist in der Lage, das eigene Leben auf den Kopf zu stellen.

    (14.12.2024)

  20. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736324596)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

    (1.120)
    Aktuelle Rezension von: meine.lesemomente

    Schreibstil wahnsinnig mitreißend und gefühlvoll. Wechselnde Ich-Perspektiven. Ich musste so oft weinen.


    Nur ein Moment und dein Leben änders sich schlagartig und auf schmerzhafte Weise. Wie viel Verlust kann ein Mensch verkraften? Wie viel Zeit muss er trauern, eh er wieder lieben darf? 


    Liz und Tristan teilen ein ähnliches Schicksal und trauern um ihr verloren Liebsten. Sie verstehen sie dadurch auf einer Ebene, due andere Leute nicht nachvollziehen können und fühlen sich zu einander hingezogen.


    Eine herzzerreißende Geschichte, die mir wirklich nah ging.


  21. Cover des Buches Lucian (ISBN: 9783401510248)
    Isabel Abedi

    Lucian

    (1.678)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Isabel Abedis Jugendbuch "Lucian" erzählt eine fesselnde Geschichte von Liebe, Geheimnissen und Schicksal. Die Protagonistin Rebecca wird von einem geheimnisvollen Jungen namens Lucian in ihren Träumen heimgesucht, der keine Vergangenheit hat und keinerlei Erinnerungen besitzt. Ihre Verbindung wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als sie plötzlich getrennt werden und sich mit den Folgen dieser Trennung auseinandersetzen müssen.

    "Lucian" ist zweifelsohne ein schönes Jugendbuch, das mit seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte und seinem mysteriösen Plot fesselt. Die Verbindung zwischen Rebecca und Lucian wird mit jeder Seite intensiver und man kann nicht anders, als mit den beiden mitzufiebern. Allerdings gibt es auch einige Längen in der Handlung, die die Spannung ein wenig abbauen. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte und es dauert, bis die Handlung wieder Fahrt aufnimmt. Nichtsdestotrotz bleibt "Lucian" ein lesenswerter Roman, der mit seinen mysteriösen Elementen und der emotionalen Tiefe der Geschichte punktet. Die Beziehung zwischen Rebecca und Lucian ist faszinierend und die Fragen um ihre gemeinsame Vergangenheit und die Geheimnisse, die sie teilen, halten die Leserinnen und Leser in Atem.

    Fazit: "Lucian" von Isabel Abedi ist ein schönes Jugendbuch mit einem tollen Schreibstil, der mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und mysteriösen Elementen fesselt. Trotz einiger Längen in der Handlung bleibt die Geschichte interessant und mitreißend. Fans von romantischen Jugendromanen mit einer Prise Mystik werden mit "Lucian" sicherlich auf ihre Kosten kommen.

  22. Cover des Buches Der erste letzte Tag (ISBN: 9783426527955)
    Sebastian Fitzek

    Der erste letzte Tag

    (621)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich kenne Sebastian Fitzeks Bücher schon sehr lange und gut. Nicht die Romane, nur die Thriller. Daher wollte ich mich unbedingt an diesen Roman machen und er hat mich überzeugt.

    Man muss sagen, dass es bei „der erste letzte Tag“ um genau das geht, was man auch vermutet. Zwei Menschen treffen sich durch eine Schicksalhafte Begegnung und leben ihren Tag so, als wäre es ihr letzter.

    Ich habe selten bei einem Buch so sehr gelacht und mitgefiebert. Es war einfach wunderschön unterhaltsam. Gleichzeitig natürlich manchmal auch sehr traurig. Aber in erster Linie hat es mich sehr gut unterhalten.

    Natürlich wirkt es etwas „abgedroschen“ und „an den Haaren herbeigezogen“ aber dennoch ist die Geschichte und die Inhalte, die übermittelt werden sehr schön.

    Inhaltliche sollte man wirklich etwas mitnehmen und darüber nachdenken. Toller Inhalt mit Message zum Nachdenken. 

  23. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499000133)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

    (776)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Durch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente  an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.

    Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.

  24. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (845)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Ove, 59, seit kurzem im vorzeitigen Ruhestand, hat nur noch einen Wunsch: seiner Frau in den Tod zu Folgen. Ove versucht wirklich alles, um an sein Ziel zu gelangen, doch kommt ihm immer etwas dazwischen. Materialschwäche, einzuparkende Autos, Leben retten, seiner Nachbarin Autofahren beibringen, sich um die Katze kümmern . . . Und dann sind da ja auch noch die ganzen anderen unzurechnungsfähigen Nachbarn, die von nichts eine Ahnung haben, nicht zuletzt Rune, mit dem er Jahrzehnte in leidenschaftlichem Streit verbrachte.
    Irgendjemand muss die Welt in der Waage halten. Denn eines liebt Ove fast so sehr wie seine verstorbene Frau: Ordnung! Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden! Doch nach und nach taut der von allen als nervig und pedantisch abgestempelte Ove aus seiner harten Schale auf . . .

    Das Buch gehört für mich mal wieder in die Kategorie "Lies erst das Buch, schau danach den Film". Und es war eine großartige Entscheidung, denn es ist ein großartiges Buch!
    Frederik Backman at his best! Die perfekte Mischung aus Tragik und Komik, über einen Mann, dem das Leben seit seiner Kindheit hart mitgespielt und der in Ordnung und Disziplin seinen Halt gefunden hat. Nur ein Mensch hat diese dicke Schutzmauer je durchschaut: seine Frau Sonja. Sie war und ist sein Ein und Alles. Und so erfahren wir alles vom kleinen Ove, vom jungen Ove, vom verliebten Ove und vom trauernden Ove. Und es ist überhaupt nicht schlimm, dass es der Erzählstil vorsieht, sehr viele Dinge sehr regelmäßig zu wiederholen. Die Art der Erzählung passt perfekt zu den schrulligen Charakteren. Parvaneh ist eine herrliche Gegenspielerin, die das meiste was sie mit Ove tut tut, weil sie seine Absicht schnell durchschaut hat.

    An nicht wenigen Stellen habe ich mir Textabschnitte markiert, weil die Geschichte mit zahlreichen (einfachen aber existenziellen) Erkenntnissen gespickt ist, die den Sinn des Lebens auf den Punkt bringen.

    Wenn ich etwas finden müsste, was ich kritisieren sollte, dann die Tatsache, dass Ove erst 59 ist, aber die Beschreibungen vom ihm und seinem Umfeld einen viel älteren Mann vor dem inneren Auge entstehen lassen.

    Ein ganz eindeutiges 5 Sterne Buch.

    Zumindest der Hollywoodfilm kann den Charme der Geschichte für mich nicht ganz einfangen, trotz Tom Hanks. Mal schauen, wie die Schweden selbst das hinbekommen haben.

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