Bücher mit dem Tag "stiefmutter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "stiefmutter" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551320407)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern

    (1.734)
    Aktuelle Rezension von: Sacura

    Cinder ist ein Mensch, der nach einem Unfall Cyborganteile eingesetzt bekommen hat. Als hätte sie damit noch nicht genug zu kämpfen, lebt sie bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern und wird dort eher als Dienstmädchen als Familienmitglied betrachtet. An welches Märchen die Geschichte angelehnt ist, muss ich wohl nicht erwähnen. :)

    Die Stieffamilie ist der Autorin echt sehr gelungen. Ich kann die Situationen gar nicht mehr zählen, in denen ich Cinder so gerne da rausgeholt hätte oder auf das Karma gehofft habe, dass den beiden Mal etwas mehr Realität spiegelt. Aber auch andere Teile des Buches sorgen dafür, dass man schnell in die Geschichte reingezogen wird. Unter anderem Kai. Ich hoffe sehr, dass er uns auch in den nächsten Teilen erhalten bleibt und Cinder und ihrem negativen Selbstbild etwas positives entgegensetzt. Gut und böse sind typisch für ein Märchen großteils recht klar aufgeteilt. Aber es gibt auch ein paar wenige Charaktere, bei denen ich mir da noch nicht so ganz sicher bin.

    Ich kann es gar nicht erwarten weiterzulesen. Auch beim zweiten Mal bin ich sehr gefesselt und kann diese Reihe nur wärmstens empfehlen.

  2. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben (ISBN: 9783453270633)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

    (1.201)
    Aktuelle Rezension von: Janchen_Maerchendrache

    Eine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern, die ansich eine gute Mischung aus kribbeligen Gefühlen und einem gut gewählten Handlungsort war, aber für mich ging es nach dem 1. Band nicht mehr weiter, weil die Liebesgeschichte der zwei über mehrere Bände hinweg zu kämpfen hatte und das entsprach einfach nicht meinem Geschmack, wurde alles zu sehr in die Länge gezogen, meiner Meinung nach.

  3. Cover des Buches Cinder & Ella (ISBN: 9783846602430)
    Kelly Oram

    Cinder & Ella

    (1.694)
    Aktuelle Rezension von: Tina-Isabelle

    Meine Meinung

    Das ganze Buch liest sich wie ein Disney Film. Nur ohne Gesangseinlage. Alles bleibt an der Oberfläche und geht nur minimal in die Tiefe.

    Man fühlt mit Ella mit und trotz, dass es zwei POVs gibt, also Ella und Cinder, bleibt dieser etwas blass. Wie der typische Prinz eines Disneyfilms.

    Die Geschichte war zu Ende und ich dachte nur: Jep. Wie im Film.

    Versteht mich nicht falsch: ich mag Disney Filme, sie sind leicht und süß und niedlich mit einer Botschaft und vor allem ist es: Kindheit.

    Darum kann ich auch dieser Geschichte etwas abgewinnen. Vor 20 Jahren hätte ich diese Geschichte geliebt. Ich hätte mitgefiebert, mich emotional an die Charaktere gebunden und mit ihnen gelitten.

    Doch stand heute? Tja.
    Mir ist das leider zu zuckrig und zu flach. Die Geschichte beinhaltet eine Fülle an Themen, wie: Unfall, Tod eines geliebten Menschen, lange Reha, Suizidversuch, den Körper nach schweren Verbrennungen wieder annehmen und noch so viel mehr. Aber diese werden nur am Rande erwähnt oder es wird überspielt.
    Das ist mir zu wenig.

    Ich denke, es ist eine nette Geschichte über die erste Liebe, aber viel zu oberflächlich.

    Und ja, ich weiß,  dass es einen zweiten Band gibt, aber den werde ich nicht mehr lesen.

    Fazit
    Nett

  4. Cover des Buches Disney Villains 1: Die Schönste im ganzen Land (ISBN: 9783551319708)
    Serena Valentino

    Disney Villains 1: Die Schönste im ganzen Land

    (520)
    Aktuelle Rezension von: BevAnn

    Wer Disney liebt und auf Emotionen steht, wird von dem Buch nicht enttäuscht. Es ist die Geschichte der Bösen Königin von Schneewittchen aus einer neuen Perspektive. Es erleutert den Werdegang einer jungen Frau zur meist gehassten Königin im Disney Universum. 

    Es ist kurzweilig und zum lesen leicht geschrieben. Man kommt schnell rein, kann sehr gut folgen und wird emotional mitgenommen, wenn man sich darauf einlässt. 

  5. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden (ISBN: 9783453270640)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden

    (772)
    Aktuelle Rezension von: auvule

    Da ich bereits den ersten Teil gelesen habe und ihn geliebt habe, habe ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Ich kann nur sagen, dass das Buch ein emotionales Wirrwarr, Herzschmerz, Spannung und Wut enthält. Es hat mich wirklich gefesselt, da bestimmte Ereignisse mich überrascht haben und ich dachte: 'Oh mein Gott...'

    Eden ist einfach eine unbeschreiblich starke Figur. Bei Tyler gab es jedoch Momente, in denen ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Trotzdem ist er eine starke und faszinierende Persönlichkeit. Und Eden weiß das auch.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!✨🥹

  6. Cover des Buches Den Mund voll ungesagter Dinge (ISBN: 9783453273658)
    Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge

    (699)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension. 

    Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen. 

    „Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.

    Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.

    Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.

    Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.

    Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.

    Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.

    Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.

  7. Cover des Buches Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe (ISBN: 9783522506984)
    Julia Dippel

    Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe

    (535)
    Aktuelle Rezension von: insanebookperson

    Heute habe ich euch den zweiten Teil der Cassardim Reihe mitgebracht, den ich wieder sehr schnell inhaliert habe! Langsam aber sicher beginnt Amaia die Welt Cassardim zu und ihre Eigenheiten zu verstehen und auch keinen Moment zu spät, denn sie ist, ob sie will oder nicht, dazu bestimmt eines Tages die Kaiserin zu werden. Doch wird Amaia dem Druck und den Intrigen am Kaiserhof trotzen können? Gemeinsam mit Noár, seinen Freunden und ihrer Geisterfreundin versucht sie nicht nur ihre Geschwister und Noár und seine Freunde, sondern auch ihr Herz zu schützen. Kann sie überhaupt jemandem trauen?

    Ich habe wieder alles an diesem Buch geliebt, ich habe ja bereits von den Charakteren geschwärmt und stehe immer noch zu allem, was ich in der vorherigen Rezi auch gesagt habe! Die Twists und der Herzschmerz haben das Buch zu einer Sucht von mir werden lassen und ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich habe Angst den letzten Band der Reihe zu Lesen hahaha.

  8. Cover des Buches Aschenkindel (ISBN: 9783959917773)
    Halo Summer

    Aschenkindel

    (502)
    Aktuelle Rezension von: EvelinMonschein

    Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, dass die Stiefmutter und die Schwestern keine klassischen Bösewichte sind. Sie haben ihre Eigenheiten, ja – aber sie werden nicht karikiert. Das verleiht der Geschichte eine wohltuende Tiefe.

    Und Aschenkindel selbst? Keineswegs ein bemitleidenswertes Opfer.
    Sie ist weder hilflos noch ständig gütig und geduldig.
    Im Gegenteil: Sie ist klug, witzig, brüllt bei Bedarf mit ihren Schwestern –
    und ist zufrieden mit sich und ihrer Welt. Besonders mit ihrem Hauszauber, der durchaus nachahmenswert ist.

    Eine zauberhafte, freche und liebevoll geschriebene Geschichte, die mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht hat.

    Und mein absolutes Highlight? Die gute Fee.
    Eine halbtalentierte, chronisch überforderte Absolventin der Feenakademie. Einfach herrlich!

  9. Cover des Buches Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1) (ISBN: 9783551321725)
    Elizabeth Lim

    Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)

    (348)
    Aktuelle Rezension von: Birgit-E

    Shiori ist die Tochter des Kaisers von Kiana, hat 6 ältere Brüder und soll den ihr unbekannten Sohn eines Lords aus dem Norden des großen Reiches heiraten. Sie verweigert dies und lässt ihre Verlobung platzen. Dabei entdeckt sie ihre magischen Fähigkeiten, die sie geheim halten muss. Als ihre Brüder und sie mit einem Fluch belegt werden muss sie zeigen, was in ihr steckt. Ganz auf sich gestellt muss sie ihre verzauberten Brüder finden und erlösen, lernt ungeahnte Fähigkeiten zu entwickeln, einige neue Menschen kennen mit denen sie sich anfreundet und lieben lernt. Sie muss einige wilde Abenteuer bestehen bis zum Schluss dieses ersten Bandes der Diologie.

    Anfangs fiel es mir schwer, Shiori zu mögen, sie ist wild, verwöhnt und gewöhnt, ihren Willen auch mit unlauteren Mitteln durchzusetzen. Im Laufe der Zeit muss sie einiges an Gefahren, Leid und Schmerz aushalten und entwickelt sich zu einer charakterstarken Persönlichkeit und Kämpferin. 

    Ihre 6 Brüder sind alle unterschiedlich und doch rücken sie und Shiori wieder einander näher, vereint in dem Ziel ihre Erlösung von dem bösen Zauber zu finden. Die Brüder spielen eher im Mittelteil des Buches eine größere Rolle. Sie treten meist zusammen auf und so erfährt der Leser nur ein paar Details über sie.

    Takkan Bushian ist erst ein geheimnisvoller Unbekannter bis ab der Hälfte des Buches etwa er mehr Raum bekommt und der Leser ihn immer besser kennenlernt. Er wirkt eher wie der Gegenpol zu Shiori, der treu zu seinen Freunden und seinen Versprechen steht. Er wird nach und nach zu Shioris Ruhepol. Er war für mich ein von Anfang an liebenswerter Charakter, der seine Ängste und Feinde bekämpft.

    Shioris Stiefmutter Raikama konnte ich bis zur Auflösung der Geschichte nicht richtig einordnen. Ich rätselte fast die ganze Zeit, ob sie auf der guten oder der bösen Seite steht. Sie ist ein sehr rätselhafter Charakter für mich gewesen.

    Elizabeth Lim beschreibt ausführlich die Welt der Geschichte und lässt den Leser teilhaben an der Entwicklung von Shiori. Die Geschichte ist fesselnd und gut zu lesen. Ich tauchte ein in diese fabelhafte Welt mit ihrem schönen Zauber sowie den Bösewichten. Der Autorin gelang es sehr gut, mir die Welt, in der die Personen lebten, zu beschreiben, so dass ich alles vor meinem inneren Auge sah. Ab etwa dem letzten Drittel überschlug sich die Handlung mit fast immer neuen Gefahren und Kämpfen, sodass ich nicht mehr zu lesen aufhören konnte bis zum etwas offenen Schluss.

    Ich kann die 6 Kraniche sehr empfehlen für alle, die Fantasy und Märchen mögen und gerne längere Geschichten lesen. Es ist ein Roman, in dem die Liebesgeschichte zart mit eingebunden ist in die Handlung, aber nicht das bestimmende Thema des Romans. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht nur die junge Zielgruppe Freude an dieser etwas komplexen Geschichte haben wird, sondern auch erwachsene Leser.

  10. Cover des Buches Shield of Sparrows (ISBN: 9783453275294)
    Devney Perry

    Shield of Sparrows

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Leseknopf

    Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.  Obwohl es zwischendurch ein paar Längen hatte, fand ich es richtig spannend, besonders das Ende. Ich mochte Odessa sehr, ich fand die Wandlung die sie durchmacht , von der schwachen Tochter zur mutigen Frau toll. Auch die Romanze zwischen ihr und Ransom fand ich super, es hat etwas gedauert, aber es lohnt sich. Auch die anderen Charaktere waren sympathisch und gut beschrieben.  Ausserdem hat die Geschichte die ein oder andere überraschende Wendung. Ich freue mich schon sehr auf Band 2.

  11. Cover des Buches Das Buch der verlorenen Dinge (ISBN: 9783548609225)
    John Connolly

    Das Buch der verlorenen Dinge

    (277)
    Aktuelle Rezension von: Nyansha

    „Das Buch der verlorenen Dinge“ von John Connolly erschien am 3. Dezember 2009 im List Verlag. Es handelt sich um einen Roman, der 336 Seiten umfasst und in 33 Kapitel unterteilt ist, die den jeweiligen Inhalt in kurzen Überschriften zusammenfassen.

    Für einen ersten Überblick über die Grundstimmung des Buches möchte ich folgende Textstelle zitieren: 

    Wer sich auf den Handel mit dem Krummen Mann einließ, indem er den Namen des Kindes nannte, war auf ewig verdammt. Er wurde ein Herrscher ohne Macht, stets verfolgt von dem Betrug an jemandem, der kleiner und schwächer war als er selbst, einem Bruder, einer Schwester, einem Freund, den er hätte beschützen sollen, der ihm vertraute, der zu ihm aufsah und der später, wenn aus den Kindern Erwachsene wurden, seinerseits für ihn da gewesen wäre. Und wenn der Handel erst einmal abgeschlossen war, gab es kein Zurück mehr, denn wie könnte jemand mit dem Wissen um diese schreckliche Tat in sein altes Leben zurückkehren? (S.283)

    Ich habe das Buch unter folgenden Gesichtspunkten genauer betrachtet:


     Schreibstil /Layout

    Definitiv gehoben, ich brauchte eine Weile, um mich in die zuerst nüchtern anmutende, aber durchaus scharfe Schreibweise des Autors zu gewöhnen. Oftmals ist die Andeutung des Grauens viel prägnanter als das Grauen an sich. Davids Reaktionen auf Erlebtes waren mir oftmals zu kontrolliert, gerade, wenn man bedenkt, dass aus Kindersicht erzählt werden soll. Die Darstellung der Charaktere ist wirklich gut gelungen, ich fühlte mich ihnen nah, obwohl wir oftmals nur Bruchstücke dessen erfahren, was sie sind oder sein könnten. Jeder von ihnen hat einen Platz in dieser Geschichte, der Schreibstil und die enthaltenen Dialoge sorgen für ein einfaches Erkennen, selbst ohne direkte Namensnennung.

    Es kam kein langweiliger Moment auf. Die Geschichte wechselt zwischen bedeutsamen Reisemomenten, in denen tiefgründige Gespräche im Vordergrund stehen; und Gewaltszenen, die nichts für schwache Gemüter sind.

    Das Layout ist schlicht, aber wertig. Die genaue Bezeichnung der Kapitel sorgt für einen guten Überblick. Ich hätte mir zusätzlich Abbildungen mancher Szenen gewünscht, vielleicht auch märchenartig.

    Realität vs. Fantasy

    Man kann nicht gerade behaupten, dass diese Fantasiewelt romantisiert werden kann. David versucht zwar mehrfach, Gründe dafür zu nennen, warum es an diesem Ort trotz allem besser als bei seiner Stiefmutter und seinem Halbbruder sein wird, dennoch sieht er die Umstände größtenteils sehr klar und gerät gar nicht erst in Versuchung, den düsteren Umständen und dem Lockruf des Krummen Mannes zu verfallen. In dieser Hinsicht hätte ich mir spannungstechnisch doch etwas mehr „Verführungskunst“ gewünscht, etwa, indem der Krumme Mann in einer Gestalt erscheint, die David zum (negativen) Umdenken bewegt hätte. Mit dem Förster und Roland hatte er zwei sehr starke, „gute“ Charaktere an seiner Seite, ein faszinierendes Gegengewicht fehlte mir diesbezüglich, beispielsweise hätte man aus Leroi noch mehr herausholen können.

    Die nüchterne und ebenso grausame Realität, der David anfangs um jeden Preis entfliehen möchte, wird am Ende auf eine wirklich bedeutsame Weise wieder in ein Verhältnis gesetzt. Das Ende des Buches ist für mich ein absolutes Meisterstück. Während der Geschichte erkennt David auch durch direkte Hinweise immer wieder, wie gefährlich, kalt und nüchtern seine eigene Welt betrachtet werden muss. Dass er trotzdem durchweg zurückkehren möchte, ist ein starker, roter Faden, der für Ordnung in dem Chaos sorgt, dem er sich gegenübersieht. Der Krieg ist ein wiederkehrendes Motiv, das jedoch in beiden Welten vorkommt und als Mahnmal dafür gilt, dass keine Welt jemals ausschließlich friedlich sein wird, solange ihre Bewohner nicht im Einklang miteinander sind.

    Lesende, die sowohl den Zauberer von Oz, als auch Narnia kennen, werden die Unterschiede zu Davids Erzählung sicherlich ebenso interessiert verfolgen und persönliche Schlüsse daraus ziehen können. Denn tatsächlich wird die Flucht in eine Fantasiewelt zu keinem Zeitpunkt ernsthaft romantisiert, David braucht lediglich seine Zeit, um deren Finsternis zu erkennen und seine Schlüsse daraus zu ziehen. Diese Art der mentalen Reise empfinde ich als höchst gelungen.

    Besonders spannend ist auch die Existenz des Buches der verlorenen Dinge. Während David sich in die Fantasiewelt flüchtet, ist das Buch der verlorenen Dinge eine Art Rettungsanker für den gealterten König, der seine heile Welt inzwischen mit seinem Leben in der ehemaligen Realität verbindet. Auch dies ist eine Form der Flucht, die nur auf umgekehrte Seite funktioniert. Psychologisch definitiv spannend zu betrachten!

    Zeitliche Umstände

    Eine gewisse Bekanntheit der Geschichte des 2. Weltkriegs wird vorausgesetzt. David spiegelt die Denkweise der Briten um 1940 wider, er kommentiert auch bewusst, dass die Deutschen „die Bösen“ sind und dies „jeder“ weiß.

    Obwohl David den Krieg anfangs nur aus einer Zuschauerperspektive erlebt (etwa durch Zeitungsartikel oder dem Verhalten der Erwachsenen um ihn herum), wird dieser mehr und mehr Teil seiner Wirklichkeit. Er zieht in eine ländlichere Gegend, einerseits aufgrund der geänderten Familienverhältnisse, aber auch aus Schutzgründen. Die Arbeit seines Vaters ist genauso mit dem Krieg verknüpft, wie sein eigener Alltag, denn er erlebt die Auswirkungen dieser schwierigen Zeiten durch die Emotionen seiner Familie.

    Besonders schwierig aus heutiger Sicht ist wohl, wie schnell Davids Vater nach dem Tod der Mutter bereits mit einer anderen Frau zusammenkommt. Dies allein ist für einen Jungen sicherlich zu jedem Geschichtszeitpunkt schwierig, da ihm kaum Zeit bleibt, seine Trauer mit der einzigen Person zu durchleben, die ihm noch geblieben ist. Verlustängste werden zusätzlich dadurch geschürt, dass die neue Frau, die den Platz seiner Mutter in wenigen Wochen einnimmt, auch noch ein neues Kind, ebenfalls einen Jungen, zur Welt bringt. Betrachtet man, in welch kurzem Abstand David so viele Veränderungen erlebt, erklären sich viele andere Punkte von allein (Auftauchen des Krummen Mannes, psychische Instabilität). Aus der Sicht des Vaters gibt es für die frühe, erneute Heirat sicherlich viele, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gründe, das Versorgtsein spielt dabei eine große Rolle. Aus heutiger Sicht ist dies alles natürlich höchstproblematisch und macht es leicht, mit Davids negativen Emotionen mitzufühlen.

    Charaktere/Glaubwürdigkeit

    Man muss an erster Stelle wohl sagen, dass David ein wirklich bemerkenswertes Kind zu sein scheint. Seine Seele wird auf viele, verschiedene Weisen in höchstem Maße gefordert und bewältigt diese Aufgaben mit einer Perfektion, die in mir oftmals die Frage erweckt haben, wie alt er denn nun eigentlich genau sein soll und was ihm vor den Geschehnissen des Buches schon widerfahren sein muss, um all dies ertragen zu können. Denn wenn ich ihn mit anderen, erwachsenen Personen vergleiche, kann man dahingehend nur den Hut vor ihm ziehen. David ist klug, offensichtlich belesen und seiner Zeit definitiv voraus.

    Die erwachsenen Charaktere der Fantasiewelt, die David auf seinem Weg helfen, wirken nicht nur größtenteils vertrauenswürdig, sondern auch reflektiert und gefestigt. Es ist annehmbar, dass dies seine Wunschvorstellung von Erwachsenen darstellt. Die meisten von ihnen haben jedoch auch keine persönlichen Namen, sondern werden mit ihrem Berufsstand bezeichnet. Gerade der Förster tritt schon sehr früh als Vaterfigur auf und vermittelt David das, was er von seinem eigenen Vater nicht in ausreichendem Maße erhält: Zusammenhalt, Vertrauen und tatkräftige Unterstützung. Der König ist dagegen ein Spiegelbild für eine ältere Version Davids, die er höchstwahrscheinlich geworden wäre, wenn er an seinen negativen Gefühlen festgehalten hätte.

    Insgesamt konnte ich jedem Charakter seine Rolle wirklich „abnehmen“ und empfand auch niemanden als überflüssig. Sie sind alle gut durchdacht und fügen sich angenehm in die Geschichte ein. Lediglich etwas Potential auf der Seite der Machthaber wurde in meinen Augen verschenkt, oftmals gewinnt David als Kind zu leicht.

    Die Bedeutung des Aberglaubens/Vermeidbarkeit des Todes im Angesicht der Hilflosigkeit/Trauerbewältigung

    Im Allgemeinen spricht man häufig von den fünf Phasen der Trauer. Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. David durchlebt nach meinem Empfinden all diese Phasen während den Geschehnissen des Buches.

    Beinahe durchgängig möchte er glauben, dass seine Mutter nicht gestorben, sondern nur in eine andere Welt übergegangen ist. Sie ist für ihn unerreichbar, ruft ihn jedoch, damit er sie rettet und sie wieder zusammen sein können. Dass David nicht loslassen kann, ist verständlich, wenn bedacht wird, auf welche Art sein Vater mit dem Verlust umgeht. David hat das Gefühl, dass seine Mutter ersetzt wird, er sieht die Freude seines Vaters über die neue Frau und das Kind, das ihn stets an seine eigene Vergangenheit mit Mutter und Vater erinnert. In einer erneut auftauchenden Phase magischen Denkens versucht er, mit seinen Emotionen umzugehen, gerät dabei aber schnell an seine Grenzen, was sich durch die Anfälle äußert. David versucht innerlich, mit dem Tod zu verhandeln, während seine Mutter auf dem Sterbebett liegt. Danach  empfindet er Wut auf sich selbst, dass seine Gewohnheiten, von denen er sich einbildet, dass sie den Tod seiner Mutter hätten verhindern sollen, nicht nützlich genug waren und hat gleichzeitig Angst, aus dieser Zwangsspirale herauszutreten, da ihm sonst auch noch der Vater genommen werden könnte. Diese Wut überträgt sich auf Rose, die in seinen Augen alles dafür tut, erst seine Mutter und dann auch ihn durch das neue Kind zu ersetzen. Erst der Förster kann ihm helfen, mit dem Umdenken zu beginnen, indem er Davids magisches Denken durch die Ankunft von Vernunft und Realismus aushebelt.

    Wir haben alle unsere Regeln. Aber sie müssen einen Sinn haben und etwas bewirken, das wir sehen oder woraus wir Trost schöpfen können. Ohne das sind sie so nutzlos wie das ewige Auf und Ab eines Tieres im Käfig. Über kurz oder lang führen sie in den Wahnsinn.“ (S.96)

    Verschiedene Anzeichen der Depressionsphase finden sich nach dem Tod der Mutter, gipfeln dann im Zusammenbruch beim Therapeuten und zeigen sich im Anschluss weiter in Davids Rückzug von allen Menschen seiner Umgebung. Die Phase der Akzeptanz erreicht er schleichend, nach und nach, unter anderem auch dadurch, dass er Rolands Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen sehen und nachvollziehen kann. Statt ebenfalls daran zu zerbrechen, erkennt David schließlich, dass er dennoch nicht allein ist und seine Liebe auf mehr als eine Person ausweiten kann.  

    David kann seine wahren Gefühle jedoch lange Zeit weder gegenüber seinem plötzlich unerreichbaren Vater, der neuen Familie, oder dem Psychiater zulassen. Bei Letzterem befürchtet er sogar, in die Psychiatrie eingewiesen zu werden, wenn er sich zu sehr öffnet. Diese Angst und negative Verbindung zu psychiatrischen Einrichtungen hält bei vielen Menschen bis heute an und sorgt damit wohl erneut dafür, dass die lesende Person unweigerlich mit David mitfühlt.

    Familienverhältnisse

    Dieser Punkt war für mich ein Kernbereich des Buches, der auch mit den Emotionen der Lesenden spielt. Es ist wirklich leicht, Davids Grundstimmung zu übernehmen und Charaktere wie Rose und sogar Georgie an unterschiedlichen Punkten regelrecht zu hassen. Auch der Vater ist in meinen Augen absolut kein Sympathieträger, obwohl David häufig Entschuldigungen für ihn findet. Dass sich Familien auf diese Weise neu finden, ist nur natürlich, der Umgang mit solchen Umständen war gerade für David aber einfach wahnsinnig unglücklich. Hier fehlte mir die Empathie eines liebenden Vaters, betrachtet man aber die zeitlichen Umstände, muss wohl bedacht werden, dass die Menschen anders als heute nicht wirklich bereit waren, über Gefühle dieser Art zu sprechen, oder Schwäche zu zeigen. Was man gerade Rose aber durchaus vorhalten könnte, wie ich finde, ist, dass sie sich offensichtlich an einen Mann herangemacht hat, der seine Frau auf dem Sterbebett begleitete. Ich persönlich konnte den beiden nicht abnehmen, dass es sich erst danach „so ergeben“ hat. Ebenso hatte ich das Gefühl, dass Rose durchaus gerne den Vater ohne seinen Jungen gehabt hätte, oder es sich zumindest leichter vorgestellt hat. Sie sieht anfangs in meinen Augen nicht den Jungen mit Emotionen, sondern ein Accessoire, das sie in Kauf nehmen muss. Umso spannender finde ich die Auseinandersetzung der beiden, als die Situation eskaliert. Auch hier handelt Davids Vater in meinen Augen absolut falsch und zeigt seine Egozentrik.

    Dass David am Ende Frieden mit seinen Lebensumständen schließt, empfinde ich als überaus gelungen, denn es ist „nicht einfach alles gut“. Der Ausgang dieser Familienkonstellation war für meinen Geschmack absolut passend allen Beteiligten gegenüber, sogar die Art der jeweiligen Tode. David beweist insgesamt eine enorme, emotionale Stärke, obwohl er so oft an seine Grenzen gerät. Dies ist nicht nur inspirierend, sondern zeugt auch erneut von einem sehr guten Schreibstil insgesamt.

    Homosexualität

    Es lassen sich im Buch mehrere Stellen finden, an denen dieses Thema Erwähnung findet, auch im Zusammenhang mit Übergriffen. Ein Junge wird unbekleidet auf den Bahngleisen gefunden, ermordet. Was zuvor geschah, findet zwar nur eine Andeutung, die aber so direkt wie möglich formuliert wurde. Mit Romantik wird die Liebe zum gleichen Geschlecht zwar ebenfalls verknüpft, doch diese Verbindung endet offensichtlich im Verderben. Dies wird als „gerechte Strafe“ für ein Verhalten betitelt, das die Charaktere als ehrlos ansehen. Als David selbst mit der Möglichkeit konfrontiert wird, von einem Mann geliebt zu werden, reagiert er mit Ablehnung und Distanz. Erneut wird diese mögliche Zuneigung mit einem schändlichen Übergriff gleichgestellt, wenn dies auch nur angesichts von Davids Alter zu erahnen ist. Obgleich sich der betreffende Mann keinerlei unedles Verhalten zu Schulden kommen lässt, wird er aufgrund einer bloßen Andeutung eines nicht vertrauenswürdigen Charakters dazu gebracht, Roland zu misstrauen.

    Wichtig zu bedenken ist wohl auch der geschichtliche Aspekt, denn bis in die 1050er Jahre hinein wurde Homosexualität in Großbritannien noch als Sittlichkeitsvergehen bestraft. Obwohl man denken könnte, dass die Karten in einer Fantasiewelt neu gemischt werden, muss hier einfach bedacht werden, dass diese Welt maßgeblich durch Davids eigene Gefühle beeinflusst wird. Sein Umgang und Rolands Existenz lassen sich also gut mit dem Vergleichen, was zu Beginn des Buches über den Umgang seiner Eltern mit dem Thema angedeutet wurde.

    Hier empfand ich folgendes Zitat als sehr treffend: „Ich kann mir denken, was er dir über mich erzählt hat. Meine Gefühle für Raphael sind ganz allein meine Angelegenheit. Ich habe ihn geliebt, so viel kann ich dir sagen, um der Rest geht niemanden etwas an.“ (S. 232)

    Sexualität als Tabuthema und sündigem Verhalten findet an mehreren Stellen im Buch Erwähnung, der Krumme Mann nutzt die Konfrontation eines Kindes mit dem Wissen darüber letztendlich sogar als Foltermethode.

    Anfälle/Der Krumme Mann

    An dieser Stelle kommt mir folgendes Zitat von Tucker Max in den Sinn:

    The devil doesn’t come dressed in a red cape and pointy horns. He comes as everything you’ve ever wished for.“

    Auch wenn der Krumme Mann von Anfang an keine erkennbare Form annimmt und David ihn während ihrer Begegnungen stets als sehr abstoßend beschreibt, schwingen in Begegnungen mit ihm auch Hoffnungen mit, die offensichtlich dunkler Natur sind. Doch der Krumme Mann ist sowohl äußerlich, als auch innerlich abstoßend, er bewegt sich mit einer Leichtigkeit durch beide Welten, die seine Übermacht symbolisieren. David erkennt dies erst nach und nach, lange Zeit überwiegen sein Zorn und seine Traurigkeit, sowieso seine Egozentrik. Er empfindet zu unterschiedlichen Zeitpunkten Angst vor dem Krummen Mann und sucht zu Beginn auch noch die Hilfe seines ebenso egozentrischen und damit unerreichbaren Vaters. Allerdings wird ihm auch schnell klar, dass die Erwachsenen, die er auf seiner Reise trifft, lediglich Wegbegleiter sein können. In einer Welt, die von eigenen Ängsten und Emotionen erschaffen wird, können sie nicht mehr als Statisten sein, die ihm dabei helfen, sich selbst und seine Art von Frieden zu finden.

    Die sogenannten Anfälle treten stets dann auf, wenn David von seinen Gefühlen überwältigt wird und glaubt, keinerlei Hilfe zu erhalten. Interessant ist, dass er in der Fantasiewelt, in die er eintaucht, gerade in diesen Momenten extreme, mentale Stärke zeigt, während er in vergleichbaren Szenen der Realität all seine psychische und physische Kraft einbüßt. Man spricht in solchen Momenten ja auch gerne mal von einem Neustart des Gehirns, oder der Flucht in einen Zustand des nicht mehr Realisierens. Für David werden diese Momente schließlich mit dem tatsächlichen Übergang in die andere Welt übernommen, denn es finden keine Anfälle dieser Art an diesem neuen Ort mehr statt.

    Der Krumme Mann ist am Ende ein Sinnbild für menschliche Ängste und negativen Emotionen, für all das, was man sich nicht zu sagen traut (auch aufgrund gesellschaftlicher Konventionen), aber unter weniger strikten Umständen bereit wäre, an sich zu nehmen. Als David erkennt, dass das, was er so lange von sich gewiesen und verurteilt hat, gleichzeitig seine größte Schwäche sein kann und eine Art der Fantasie unnötig werden lässt, hat der Krumme Mann keinerlei Macht mehr. Als das angreifbare Kind zum Mann heranwächst, vergeht auch der Einfluss dieses Wesens, das sich an den Gefühlen derer genährt hat, die die größte Fantasie und Stärke besitzen.

    Fazit

    Es handelt sich in meinen Augen um ein Buch, das man gelesen haben sollte. Es ist ein zeitloses Meisterwerk, auf emotionaler Ebene aber auch nicht zu unterschätzen. Ich würde es daher frühstens für junge Erwachsene empfehlen. Persönlich vergebe ich 5/5 Sternen.

  12. Cover des Buches Die tausend Teile meines Herzens (ISBN: 9783423740418)
    Colleen Hoover

    Die tausend Teile meines Herzens

    (569)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Dieses Buch konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
    Nun ist ein schlechtes Colleen Hoover Werk immer noch unterhaltsam und wahnsinnig gut geschrieben – aber die Geschichte hat mich nicht wirklich eingefangen und mir war lange nicht so richtig klar, worauf das Ganze hinaus laufen soll. 

    Ich mochte Merrit als Protagonistin recht gerne. Nicht, weil sie so liebenswert gewesen wäre, sondern, weil sie authentisch beschrieben war. Ihre Sorgen und Nöte waren nachvollziehbar – ihre Familie eine absolute Katastrophe. 

    Die Autorin schafft es, dass man aber trotzdem alle Figuren mag. Die Konstellation dieser Familie war halt absolut wild. 

    Aber mir fehlte es ein bisschen an Geradlinigkeit. Viele Themen werden nur kurz angerissen, dafür werden Seiten mit Belanglosigkeiten gefüllt. 

    Dass es sich um die Geschichte einer zerrütteten Familie handelt, wird einem schon irgendwann klar, aber dafür blieb zum Beispiel die Love Story etwas flach. 

    So wurde hier auch immer wieder das Thema Depression angesprochen, aber das kam für mich bei Lesen gar nicht so rüber. Da hätte man das Innenleben der Person viel besser beleuchten müssen. 

    Wenn ich etwas jünger wäre, hätte mir die Story wahrscheinlich besser gefallen. So blieb sie einfach ein bisschen flach.

  13. Cover des Buches Bridgerton - Eloise & Phillip (ISBN: 9783365010174)
    Julia Quinn

    Bridgerton - Eloise & Phillip

    (269)
    Aktuelle Rezension von: Claudia86

    „In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ein bereits definiertes Bild von Eloise.


    Aus diesem Grund habe ich mich wirklich auf diesen Band gefreut, aber irgendwie ist der Funke nicht so wirklich übergesprungen.


    Eloise pflegt einen starken Briefwechsel mit Philip. Und als sie dann heimlich zu ihm fährt, sieht man doch eigentlich schon kommen, was jetzt passiert. Als Eloise dann feststellen muss, dass Philip augenscheinlich nur eine Mutter für die Zwillinge seiner verstorbenen Frau sucht, kommt auch hier nicht wirklich ein Gefühl auf. Aber irgendwie scheint der ruhige Botaniker Philip auch nicht so wirklich der Mann großer Gefühle und Worte zu sein, denn da er nur die Verlobte seines im Krieg verstorbenen Bruders heiraten musste, hat er noch selbst die große Liebe kennengelernt. Und mit dem Tod seines Bruders kam auch die Verantwortung über den Familientitel und das -anwesen.


    Eloise schafft es, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, das Herz der Kinder zu erobern und so auch das von Philip. Doch als dann ihre Brüder plötzlich auf der Matte stehen, gibt es für diese nur eine Möglichkeit, dass Philip und Eloise heiraten müssen, um die Ehre ihrer Schwester zu schützen. Aber irgendwie habe ich in der Geschichte diesen Eigenwillen und den Wissensdurst und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben vermisst, der Eloise in der Serie auszeichnet.


    Eloise muss man auch in der Geschichte mögen. Aber zu Philip habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Alles in allem hat mich die Geschichte zwar unterhalten, doch gegenüber den vorangegangenen Bänden war diese leider sehr schwach. 



  14. Cover des Buches Nightmares! 1. Die Schrecken der Nacht (ISBN: 9783841504852)
    Jason Segel

    Nightmares! 1. Die Schrecken der Nacht

    (303)
    Aktuelle Rezension von: Jacqui_loves_books

    Nightmares Band 1 von Jason Segel, erschienen 2014 (Hardcover) / 2018 (Taschenbuch) 

    Inhalt: Es geht um den Jugen Charlie, dessen Mutter leider verstorben ist. Nachdem sein Vater eine neue Frau namens Charlotte heiratet ziehen sie zu ihr in die Villa - wo von nun an Charlies Albträume beginnen. Ein ständiger Kampf gegen den Schlaf mit Kaffee, Klebeband um die Augen offen zu halten,... beginnt. 

    Von Anfang an ist ihm klar das seine neue Stiefmutter an den Alpträumen schuld ist und darum macht er auch kein Geheimnis und lässt es ihr jeden Tag spüren. 

    Trotz der Versuche wach zu bleiben, driftet er immer wieder in die Alptraumwelt ab und muss sich seinen Ängsten stellen. Zum Glück hat er tolle Freunde die ihm bei jeder Lebenslage zur Seite stehen. 

    Meine Meinung: 

    Jason Segel hat hier eine ganz tolle Welt erschaffen, voller Gespenster / Clowns / Kobolde /.... Eine Welt voller Gruselspaß ab  10 Jahren.
    Auch mir als Erwachsene hat es großen Spaß gemacht die Geschichte von Charlie und seinen Freunden zu verfolgen. 

    Da es ein Kinderbuch, ist natürlich der Schreibstil sehr einfach gehalten,was mich aber auf keinen Fall gestört hat- ganz im Gegenteil. 

    Die Message des Buches, dass man sich seinen Ängsten stellen soll, finde ich sehr gut rüber gebracht. 

    Zum Cover: 

    Ich finde es richtig toll und es ist ein absoluter Hingucker in einem Bücherregal - besonders schön ist das der Buchtitel am Cover + Buchrücken im dunklen Leuchten. 

    Fazit:
    Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch und bekommt daher von mir 5 von 5 Sternchen ⭐ 

    Freue mich schon Teil 2 der Nightmares Trilogie zu lesen 👻🤡

  15. Cover des Buches Vienna 1: Blinding Lights (ISBN: 9783551585394)
    Lara Holthaus

    Vienna 1: Blinding Lights

    (205)
    Aktuelle Rezension von: SveniFS

    „Vienna 1: Blinding Lights“ von Lara Holthaus hat mich neugierig gemacht – und genau dieses Gefühl zieht sich auch durch das Buch: Man fragt sich die ganze Zeit, was wirklich hinter der Fassade steckt.

    Auf den ersten Blick wirkt die Protagonistin wie eine verwöhnte Göre, doch je weiter man liest, desto mehr merkt man, dass da noch deutlich mehr dahinter steckt. Diese Entwicklung fand ich besonders spannend und hat mich dazu gebracht, unbedingt weiterlesen zu wollen.

    Die Geschichte lässt sich gut lesen und bietet eine interessante Mischung aus Emotionen, Drama und Charakterentwicklung. Man wird immer wieder überrascht und beginnt, die Figuren mit ganz anderen Augen zu sehen.

    Mein Fazit: Erst urteilen wir schnell – aber ein genauerer Blick lohnt sich definitiv. Ein Buch, bei dem sich das Weiterlesen absolut lohnt!

  16. Cover des Buches Total verliebt (ISBN: 9783453418530)
    Monica Murphy

    Total verliebt

    (516)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich glaube, dass dieses Buch einer der ersten Titel im New Adult Bereich war, auf den ich aufmerksam wurde, da er schon vor zehn Jahren erschienen ist. Monica Murphy ist ja durchaus auch eine bekannte Autorin in dem Genre, weshalb ich letztes Jahr ihre "Sisters in Love"-Trilogie gelesen habe und diese auch ganz gut fand. Deshalb durfte das Buch dann auch als Mängelexemplar bei mir einziehen, obwohl ich es vor einiger Zeit von meiner Wunschliste entfernt habe, upsi :D

    Hätte ich dieses Buch vor fünf Jahren gelesen, hätte ich es wahrscheinlich total geliebt. Da ich aber kein Neuling mehr in dem Genre bin und schon einige Titel gelesen habe, die mir besser gefallen haben, hat es mich halt nicht so umgehauen, aber es war nett für zwischendurch.

    Es geht um Fable und Drew, die gegensätzlicher nicht sein könnten, sich dann aber für den eigenen Vorteil doch zusammentun: Er braucht eine Frau, die über Thanksgiving mit zu seiner Familie kommt und seine Freundin spielt, sie braucht dringend das dafür gebotene Geld. Über die Woche, die die beiden gemeinsam verbringen kommen sie sich gezwungenermaßen näher und müssen feststellen, dass sie vielleicht doch gar nicht so verschieden sind, wie sie anfangs dachten…

    Den Schreibstil von Monica Murphy kannte ich ja bereits aus der genannten Trilogie und ich glaube, ich muss dazu auch nicht sonderlich viel sagen, denn ich habe die 275 Seiten an einem Abend in einem Rutsch durchgelesen, das hatte ich auch schon länger nicht mehr. Ich mag einfach, dass es einerseits so locker ist, dass man total in den Lesefluss kommt und einfach nur durch die Seiten fliegt, es aber gleichzeitig auch emotional und lustig ist. Zudem mag ich es, wenn Kapitel kurzgehalten werden und aus beiden Perspektiven erzählt wird. Außerdem begann jedes Kapitel mit einem Zitat, das fand ich ebenfalls passend.

    Zu den Charakteren: Ich mochte Drew und Fable und auch ihren kleinen Bruder, den Rest fand ich eher ziemlich ätzend. Ich fand beide sympathisch, obwohl die "angebliche 'Schlampe' lässt sich mit reichem Typen ein"-Thematik ja mittlerweile auch etwas ausgelutscht ist, aber das Buch ist, wie gesagt 2013 bereits erschienen. Außerdem hab ich festgestellt, dass ich den "Fake Dating"-Trope irgendwie schon ganz gerne mag.

    Und jetzt kommen wir zu meinem ganz großen Problem: Die Vergangenheit von Drew, das war echt hart. Und deswegen bräuchte dieses Buch ganz dringend eine Triggerwarnung. Ich will nicht wissen, wie es jemandem geht, der diese Erfahrungen auch machen musste, wenn diese Person dann das Buch liest… Ich hab nichts gegen so eine Thematik, da sie leider immer noch viel zu häufig Realität ist und ich kann das auch ab, aber man muss damit einfach sehr sensibel umgehen.

    Zudem war für mich die Problematik einfach sehr vorhersehbar, ich wusste ab dem ersten Aufeinandertreffen, was passiert war, was natürlich die Spannung sehr genommen hat. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass mir die Charaktergestaltung der beiden Protagonisten gut gefallen hat und ich auch die Entwicklung mochte. Ich wurde also trotzdem gut unterhalten.

    Fazit: Ein solider New Adult Roman, der definitiv kein Muss ist, aber dennoch unterhaltsam für zwischendurch. Wer von der Autorin etwas lesen möchte, sollte sich lieber die "Sisters in Love"-Trilogie genauer anschauen.

    3,5/5

  17. Cover des Buches Als hätte der Himmel mich vergessen (ISBN: 9783404609253)
    Amelie Sander

    Als hätte der Himmel mich vergessen

    (111)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Man fragt sich die ganze Zeit nur - wie kann man einem Kind sowas antun. Die Geschichte von Amelie Sander schockiert und zeigt wie sadistisch und grausam Menschen sein können. Man leidet von Anfang bis Ende mit Amelie und freut sich über jede Hürde die sie in ihrem Leben nimmt. An sich ist das Buch aber kein literarisches Meisterwerk, ein Tatsachenbericht halt. Trotzdem ist es der Autorin gelungen auf Misshandlungen in der eigenen Familie aufmerksam zu machen. Manchmal sollte man sich einmal zu viel in das Familienleben Anderer einmischen, als einmal zu wenig. Das hat mir das Buch gezeigt. 

  18. Cover des Buches Herz verspielt (ISBN: 9783570309049)
    Simone Elkeles

    Herz verspielt

    (439)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Ich habe bereits die "Du oder das ganze Leben"-Reihe gelesen oder eher verschlungen und war daher gespannt auf ein weiteres Buch aus der Feder der Autorin. Tatsächlich schafft Simone Elkeles es gefühlt leicht eine Romanze zwischen zwei Teenagern leise beginnen zu lassen und am Ende ein kleines Feuerwerk zu entzünden. 

    Ashtyn und Derek. Zwei Protas, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so viel gemeinsam haben. Da ist die toughe Footballerin, die sich nach Aufmerksamkeit und Liebe sehnt und dann ist da der charmante und witzige, heiße Typ, der sich Jokes ausdenkt und von der Schule fliegt. Beide verbindet die Liebe zum Football, wenn auch nicht direkt. Es war schön zu lesen, wie sich diese Liebe, die auch auf beide als Personen übergreift, mehr und mehr zum Vorschein kam. Dabei sind sowohl Ashtyn als auch Derek auf ihre Art dickköpfig und gleichzeitig weich und liebevoll. Sie scherzen viel und neben dem hin und wieder bissigen Gesprächen, kommt man nicht umhin zu bemerken, wie gefühlvoll es zwischen den beiden zu geht. 

    Die Nebencharaktere, wie Julia und Gus oder auch Brandi sind gut getroffen. So haben sich real angefühlt. Das i-Tüpfelchen war dann noch der Hund mit dem seltsamen Namen. Wunderbar, wie seine Loyalität dargestellt wurde und seine offensichtliche Vernarrtheit im Derek. Er wollte Ashtyn damit wohl nur etwas sagen...

    Das Thema rund um Football fand ich interessant und gut beschrieben, auch wenn ich mich nicht so gut mit dieser Sportart auskenne, so konnte ich dennoch gut folgen. Das Setting passte ebenfalls gut.

    Der Schreibstil ist leicht und man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Einzig und allein das Ende war mir etwas zu glatt und doch zu schell. Während ich beim Lesen immer wieder hoffte, dass Ashtyn und Derek nun endlich einen Schritt aufeinander zu machen, so waren es mir am Ende zu viele holterdipolter Schritte mit wenig Realismus. Dennoch insgesamt wieder eine wunderbare Wohlfühl-Story von Simone Elkeles! 💞

  19. Cover des Buches Der Prinz in meinem Märchen (ISBN: 9783442478514)
    Lucy Dillon

    Der Prinz in meinem Märchen

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Seitenglanz
    „Der Prinz in meinem Märchen“ von Lucy Dillon ist ein Einzelband, ein Roman.

    Von dem Roman „Ein Prinz in meinem Märchen“ war ich enttäuscht. Ich bin nur froh, dass ich dieses Buch als Mängelexemplar erstanden habe und somit nicht allzu viel Geld dafür ausgegeben habe.

    Die Sprache und Wortwahl ist leicht verständlich. Leider zieht sich die Geschichte sehr in die Länge und ist außerdem noch vorhersehbar. Meiner Meinung nach hätte man, das Buch auch auf ca. 300 Seiten kürzen können. Dann wäre es angenehmer zu lesen gewesen. Es waren einfach zu viele unwichtige Dinge, die es sehr langatmig werden ließen.

    Das Thema ist hier ganz klar Romantik. *grins* So ein richtiges Liebesgeschichtenbuch mit viel Herzschmerz und anderen Geheimnissen.

    Der Schreibstil von Lucy Dillon ist sehr angenehm und das Cover hat mich alleine schon aufgrund des süßen Dalmatiners angesprochen. Bin ja ein Mädchen, welches mit so einem tollen Hund aufwachsen durfte. *love*

    Die Protagonisten Anne und Michelle könnten unterschiedlicher nicht sein. Michelle ist super strukturiert und es muss alles auf ihrer To-Do-Liste stehen. Außerdem ist sie in Sachen Ordnung und Reinlichkeit superpenibel. Im Gegenteil dazu lernen wir Anne kennen. Sie lebt in einer Patchworkfamilie, wo es gerne mal drunter und drüber geht. Sie hält nicht viel von Listen, sondern lässt gerne alles auf sich zukommen.

    Fazit:
    Wer eine seichte, sehr romantische und märchenhafte Geschichte für den Urlaub am Strand sucht, kann es ja mal mit diesem Buch probieren. Ich benötige einfach etwas mehr Spannung in einem Buch, daher gebe ich auch nur zwei Sterne.

    Mehr Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.

  20. Cover des Buches Cinder (ISBN: 9781250007209)
    Marissa Meyer

    Cinder

    (151)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen, obwohl ich die Er-/ Sieg-Perspektive eigentlich eher weniger mag. Hier hat sie aber sehr gut zur Geschichte gepasst.

    Auch das Erzähltempo empfand ich als sehr angenehm, da das Buch zu keinem Zeitpunkt langatmig war, gleichzeitig aber alle wichtigen Details ausreichend erklärt wurden.


    Die Idee, Cinderella in einem Sci-Fi-Setting neu zu inszenieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Auch die Umsetzung konnte mich dann letztendlich nicht enttäuschen. Der Aufbau der Welt wird verständlich erklärt und wirkt auch sehr durchdacht. Auch die Art und Weise, wie die Gesellschaft funktioniert, mit den Androiden und Cyborgs etc. fand ich sehr spannend zu lesen. 

    Allerdings bin ich aufgrund der Diskriminierung, die die Cyborgs erfahren, etwas irritiert. Sie alle werden nämlich als Menschen 2.Klasse angesehen. Allerdings gelten wohl auch schon Menschen, mit einer Beinprothese als Cyborg, wobei ich es da irgendwie seltsam finde, dass sie als unmenschlich angesehen werden. Schließlich ist es nur ein Bein und kein im Hirn integrierter Computer. In dem Fall könnte ich die Vorurteile dann doch schon eher verstehen.


    Die Geschichte an sich war von Anfang an spannend. Alleine diese neue Welt, die hier geschaffen wurde,zieht einen direkt in ihren Bann. Sobald die Geschichte dann aber so richtig ins Rollen kommt, kann man das Buch erst recht nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt mehr über diese Gesellschaft, die Charaktere, diese Krankheit, die dort existiert, und die politischen Vorgänge erfahren will.

    Insgesamt ist die Geschichte deswegen sehr spannend, besonders gegen Ende aber auch wirklich actionreich, wobei die Seiten nur noch so dahinfliegen.

    Allerdings fand ich den wohl "größten" Plottwist des Buches doch eher sehr vorhersehbar, was ich schade fand. Andererseits war das auch die einzig mögliche Entwicklung der Geschichte, die meiner Meinung nach Sinn ergeben würde.

    Auch das Herz bleibt dabei allerdings nicht verschont, die Emotionen fahren Achterbahn. Im Laufe der Geschichte war ich wütend, verängstigt, habe mehrfach (fast) geweint, mich aber auch mit der Protagonistin gefreut, wenn etwas gut lief, und mit ihr gelacht. Ihr Humor ist nämlich wirklich großartig.

    Auch die Romantik kam natürlich nicht zu kurz. Mein Herz schlägt noch immer schneller, weil die Liebesgeschichte so süß war, obwohl sie noch nicht vorbei ist.


    Das liegt vor allem aber auch an den Protagonisten und Charakteren.

    Cinder ist ein Cyborg und gleichzeitig eine brilliante Mechanikerin. Sie ist unglaublich stark, kämpferisch und hat einen sehr guten Humor. Gleichzeitig ist sie wirklich freundlich und liebt bedingungslos.

    Ihre ständige Begleitung ist der/ die Android(in?) Iko, die eine meiner absoluten Lieblingscharaktere aus dem Buch ist. Sie ist einfach unglaublich süß.

    Auch Cinders kleine Schwester ist unglaublich liebenswürdig, die ältere Schwester und die Stiefmutter hingegen weniger. Typisch Cinderella eben.

    Prinz Kai ist unglaublich liebenswürdig. Er will immer nur das Beste für sein Volk, steht für das ein, was ihm wichtig ist und ist bei all dem auch noch unglaublich charmant. Ich finde ihn einfach unglaublich süß.

    Dabei steht er im absoluten Kontext zur Herrscherin der Luna, Queen Levana. Sie ist wunderschön von außen, innen dann aber doch eher weniger.

      

    Alles in allem handelt es sich bei diesem Buch um einen wirklich guten Reihenauftakt, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht, weshalb das Buch trotz kleiner Schwächen 4 Sterne von mir bekommt.


  21. Cover des Buches Glanz der Ferne (ISBN: 9783426518892)
    Iny Lorentz

    Glanz der Ferne

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Berlin, zum Ende des 19. Jahrhunderts: Victoria von Gentzsch, die Nichte von Theo und Friederike von Hartung, hat es nicht leicht. Nach ihrer Geburt verstarb Gunda und Gustav, der seine Frau innig liebte, macht ihr seitdem den Tod zum Vorwurf. In seiner Trauer heiratete er Malwine, die Vicky und ihre zwei älteren Brüder jedoch mehr als Ballast empfindet als Freude.

    Theo von Hartung hat die Tuch-Fabrik inzwischen übernommen, doch raffgierige Obere im Staatsdienst melden vermeintliche Qualitätsmängel an, um dann nur einen Teil des Preises zahlen zu müssen. Das bringt Theo an den Rand des Ruins. Deshalb sucht er nach privaten Abnehmern, um nicht mehr von den Staatsverträgen abhängig zu sein.

    Ein reicher Mann im Hintergrund versucht nicht nur Theo von Hartung in den finanziellen und gesellschaftlichen Ruin zu treiben. Er spannt die Geliebte und den Sohn in seine Machenschaften ein und ergattern dabei die völlig unschuldige Vicky, die nach einem erfolgreichen Jahr an der Oberen-Töchter-Schule genug Selbstbewusstsein entwickelt hat, um zaghafte Zukunftspläne zu schmieden.

    Aber Vicky ist kämpferisch und gibt nicht so schnell auf.

    Mein Fazit:

    Dies ist ein würdiger Abschluss der Trilogie.

    Es spielt eine Generation weiter nach Friederike und Theo, ca. 20 Jahre. Die vielen Kinder sind schon beinahe alle groß und füllen die Villa der von Hartung, in der noch immer die Matriarchin Theresa von Hartung aus dem ersten Band der Reihe lebt und waltet. Auch wenn sie eine Frau ist, so herrscht sie mit liebevoller Strenge und Fürsorge. Vicky tut ihr von allen Enkelkindern am meisten Leid. Denn ihre Tochter Gunda hätte nie gewollt, dass Vicky so kaltherzig behandelt wird. Malwine, die zweite Frau an der Seite des Schwiegersohnes, passt eigentlich so gar nicht in die Familie, aber man nimmt sie hin. Sie befeuert die schlechte Behandlung noch und hält Vicky klein, wo es nur geht. Das rächt sich schließlich und Vicky beginnt eigene Pläne zu schmieden, zeichnet und kann ihre Bilder an Modejournale verkaufen. Sie verheimlicht ihre Tätigkeit, würde Malwine ihren Vater doch nur wieder aufstacheln und sie der Unsittlichkeit bezichtigen.

    In der gewohnt ruhigen Erzählart hat das Autoren-Paar das Berlin der damaligen Zeit herauf beschworen. Es herrscht so etwas wie Umbruchstimmung, die Adligen hatten oftmals kein Geld mehr und die „Neu-Reichen“ wurden nicht einfach so in die höhere Gesellschaft aufgenommen. Es entsteht Neid und Missgunst, daraus resultieren schließlich widerwärtige Rachepläne und Vernichtungsanschläge. Die Familie von Hartung war dem nicht zum ersten Mal ausgesetzt, sah sich dieses Mal jedoch mit finanziellen Problemen konfrontiert, die sie so noch nicht kannten.

    Auch gibt es hier wieder äußerst schmutzige Szenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Solche „Orgien“ hat es wohl in der Tat gegeben, aber in welchem Ausmaß ist umstritten. Wegen der verheerenden Folgen für die einzelnen Folgen gab es wohl nur wenige Aufzeichnungen. Es zeigt aber, damals wie heute ist die Gesellschaft nicht immer hui, sondern oft auch pfui.

    Es dauert eine Weile, ehe der Spannungsbogen der Geschichte sich anspannt. Ab ca. Mitte des Buches führen die einzelnen Fäden zu einem Ganzen zusammen, dessen Entwicklung durchaus realistisch und glaubhaft ist. Die Figuren sind in der großen Anzahl nicht immer auseinander zu halten, Vicky und ihr näheres Umfeld wurden jedoch ausreichend beleuchtet und weiter entwickelt.

    Für die gewohnt detaillierte Milieustudie und der Veranschaulichung der komplizierten Standesregeln gibt es von mir vier Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

  22. Cover des Buches Fata Morgana (ISBN: 9783455650556)
    Agatha Christie

    Fata Morgana

    (170)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    "Fata Morgana" ist der 6. Teil der Miss Marple Reihe und wie immer habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut. Miss Marple besucht hier eine alte Freundin, auf deren Landsitz auch eine Erziehungsanstalt für jugendliche Straftäter untergebracht ist. Dieses Setting ist für mich Fluch und Segen zu gleich. Zum einen finde ich es als Handlungsort eine mega Idee, leider leider leider wird daraus aber überhaupt nichts gemacht. Das hat mich wirklich sehr enttäuscht.

    Wie immer hat man viele Charaktere, die man sich irgendwie merken muss und wie immer fiel mir das gar nicht so leicht. Der Fall an sich war aber schon unterhaltsam und ich bin mal wieder so überhaupt nicht auf die Lösung des Ganzen gekommen.

    Für mich war "Fata Morgana" ein unterhaltsames Buch, im Vergleich mit vorherigen Bänden dieser Reihe aber eher durchschnittlich.

  23. Cover des Buches Der Rest ist Schweigen (ISBN: 9783596186280)
    Carla Guelfenbein

    Der Rest ist Schweigen

    (21)
    Aktuelle Rezension von: elvire
    Was mir an diesem Roman gut gefaellt ist die Beschreibung einer Szene aus der Sicht von verschiedenen Akteuren. Dadurch entwickelt sich auch Verstaendnis fuer jeden von ihnen. Es ist schlimm mitzuerleben wie vieles nicht ausgesprocvhen wird. Sie leben nebeneinander, nicht miteinander. Man wuerde die Akteure am liebsten anstossen, damit sie sich einander mitteilen. Ein sehr schoenes, trauriges Buch
  24. Cover des Buches Secret Woods - Das Reh der Baronesse (ISBN: 9783646602807)
    Jennifer Alice Jager

    Secret Woods - Das Reh der Baronesse

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Booksandmore18

    Secret Woods habe ich vor ein paar Jahren bereits gelesen und absolut geliebt. Deshalb war es für mich klar, dass ich auch diese Reihe unbedingt nochmal lesen möchte. Es ist eine schöne Märchenadaption, die hier erzählt wurde und mich absolut gepackt hat.

    Die Grundidee des Märchens Brüderchen und Schwesterchen mochte ich schon immer sehr gerne. Sie beinhaltet magische Elemente, eine böse Stiefmutter und natürlich den Märchenprinzen. Was mir aber am absolut besten gefallen hat, war die Liebesgeschichte, die daraus bestand, dass sie nicht wusste, wer er wirklich ist und er um sie kämpfen musste. Dieses Prinzip ist und bleibt genial und eines meiner liebsten, da es mich immer wieder mitreissen kann. So war es auch hier und ich habe das Buch innerhalb eines Tages komplett gelesen. Es liess mich nicht mehr los und dank des fesselnden Schreibstils der Autorin bin ich auch wahnsinnig schnell durchs Buch gekommen.

    Die Protagonistin Nala war eine wahnsinnig starke Frau genau nach meinem Geschmack. Ihre gesamte Art wirkte sehr stark und zielstrebig, da sie sich auch nicht unterkriegen liess im aussichtslosen Kampf gegen die Magie ihrer Stiefmutter. Sie hat alles getan für ihre Liebsten und war mir wahnsinnig sympathisch. Auch in Kombination mit ihrem Bruder, den ich ebenfalls direkt in mein Herz geschlossen habe, fand ich sie absolut grossartig. Die beiden waren ein tolles Duo, das sich gegen alle durchgesetzt hat. Der männliche Gegenpart Sedrik war ebenfalls wirklich grossartig. Er war sehr bodenständig, humorvoll und hat sich aus seiner Position nicht bevorzugt behandeln lassen. Die Szenen mit ihm fand ich immer besonders gelungen, da er und Nala einen sehr lockeren Umgangston miteinander hatten. Obwohl die Liebesgeschichte doch schon sehr rasant fortschritt, war ich komplett davon eingenommen und kann daran absolut nichts aussetzen. Ich war mit vollem Herzen dabei und habe es einfach nur geliebt.

    Insgesamt war Secrets Woods 1 auch beim zweiten Mal lesen nach einer so langen Zeit noch ein absolutes Highlight. Ich liebe diese Geschichte mit ihrer Grundidee und den Protagonisten und muss sagen, dass die Autorin Jennifer Alice Jager einfach super Geschichten erzählen kann. Verdiente 5 Sterne und eine absolute Empfehlung deshalb von mir an dieser Stelle.

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